Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten. »X X1 bgrst. tu R. kä v. 1888 i. (5. Sflt. die durch ist A, bircf) liehe Anleihen. SS. Di. W rJ rie-AMieu. i.5'1 | einem :Honin im lil* > neuer allen v. 1909 t. 6. 1909 i. G. . rc. Ä. SU Leo in der das 2.50 5t- 8.- xm. der I) 36. 8lbL Li« Ä. 1K- 17i» li' 9U iii 13." 20?: | 1fr! -I LS- jeint ./Zirstnuv. 1887 tnSbach v. 1881 Regeln und alten i^escye vernichtete stelle setzte, drang auch in die Munl’t so in hödmem Maße in allen Künsten, nur einige wenige bedeutende Person- JUl . . 2000t ml. b. 1913 . . 1000c a 13.- Iren und jetzt in getragen. 5; niünbb. ab 1901 l6- ab 1907. ib. ab 1901 ’ ' ' b. 1914 nt b. 1910 ' ' nf. b. 1910' ’ ' mi.r.ölOLv.8! ifclS u. 1880 . v. 188ö . ch adgcst. - • politische Wochenschau. «liehen. 12. August lischer Tranipert- t alten. Gollharb^. . 3laf. HlxVto.. i’lnatol. Lcseck. . Primr Henri. , - - Pt^'LurStüh, Epochen, die dein 18. Schönheit in die Welt, ins hunderts, die alle festen und keine neuen an ihre ein. Perwirrung herrschte Heutigen (Generation unserer Erfindungen und L- 0.— 16.75 18.25 11.60 '4.50 3.75 23.- 57.70 3n dem (Grid'-äftybauic nun fast in einem rkincn ......... .... erften 2tort ein Mann in Hemdsärmeln und war deschästigt. Vie Krantbcit des Papstes Rom, 11 Aug Pom Vatikan wurde Heute vormittag er klärt, das; der Gesundheitszustand des Papstes andaue^rndbe- i r i e d i g c n d und das Allgcmciiibcnnden gebessert ist Ter Papit kann ohne Untenkützung unihcrgctei: Um O'i Uhr statteten die behandelnden Acrst dem Papste einen Besuch ab und unter Helten sich mit ihm bis 8 Uhr. Ilm 8' Uhr empnnq der Papst 'eine Schwestern und seine Nichte, die bis 10 Uhr verweilten Nad' einer anderen Meldung ist das '.»Ulgemeinbesutden des Papstes zuiriedenstcllenb, die inneren Srgauc tiiitltionicrcii regel mästg. die Sdunerzen -m 1 üc und v erd mit ui, die Anschwellung lies; nad', du- Beweglichleir des Gnies ist wiederherge,teilt Ter Papst hütet nodi das Bett, fleht von Zeit zu Zeit aut und ruht aus dem Polstersessel, um die Lage des Benies zu h'-dnelu Ter Papst nimmt Milch und Mineralwässer zu iidi Irr man sich woll nodi schwadi, doch sind die N.rctiricklen von groner Nicbcigesdilagenh.it übertrieben und die Meldung von einer angeblichen Nierenentzündung oder Alterstuberkulose salsch ilnluK «»""V licer unö Flotte. Ehrung gefallener Ärreger. Aus Wei gen bürg wird uns berichtet Au den Hiesigen .Kriegergräbern fand zur Erinnerung an die gefallenen Tapferen des Jahres 1870,71 eine Gedenkfeier, verbunden mit der lieber- gäbe der am Tenfmat der Armee auf dein Eeisbcrg neu angebrachten Gedenktafeln statt, welch letztere einer An regung des Vorsitzenden des elfaß lothringischen Mricgn Verbandes ihr Entstehen verdanken. Ter Zweck der Tafeln ist ein doppelter: In erster Linie sollen sie eine Ehrung der deutschen Heerführer in den Mämpien um Wetstenburg bilden, zugleich aber auch den Obelisken des Armeedenkmals beleben und zieren. An der Vorderseite des Denkmals wurde da-:- Neliesbild des Sberbe'ehlshabers der 3 Armee, des damaligen Kronprinzen Friedrich Wilhelm, angebracht, auf beiden Seiten die Nclicibilder der Generäle n uirchbach (5. Armeekorps) und v. Hartmann 1. Baur. Marpe', auf der Rückseite jenes des Generals v Bose (11 Korps Zu der El.rungsseier erschienet sämtliche Mrtcgervereinc der Umgebung mit ihren Jahnen, ferner aus Landau Vertretungen der hort liegenden bayerischen Regimenter, die Cf fixiere des «o. Regiments, die Spitzen der Zivil bei,orden °..... v. , , • . 4050t '.1911 2043: Brr .s mark cm mir Briefe r.i flehen Ter T.utid c > ragte, wo er oen Sekretär Edisons Irenen könne, er habe inert Brief an ihn. Geben Sie den Bri«', sogt: her Monn. i1 .n rbe ihn dem .verrn hinbringen. Ter Mann nahm den Briet, trug ihn fort und lehne nach kurzer Zeit mit der Meldung ;urüd, her etwas Vollkommenes zu )cha"cn durch Vcndnnel- -una vollkommener Einzelheiten verschiedener Modelle zu einer Einhcir Der Münftler, der die Augen eines Modells, Die -sande eine* anderen, die fräste eines Dritten, den Raden eines vierten irifberaibt. bringt höchstens eine idwne, aber wert und cbloie '1-uPDC hervor Es gibt nichts gastliches in der Natur, un Leben, 'i l l e s i ft s ch ö n, gefeb-en durch den Geist des M ümtler». a_a5 ilnvollfommnic wird vollkommen. Nichts ist. wundervoller als das Leben." — Edison in Berlin. Die Nachrichi. dast Edison dcm- nääist in Berlin ein,reffen roertK, erinnert an den inih r :i Besuch des genialen Enindcrs in fi dein« ". r-, -r-tu-.: im Jahre 1889. Edison war damals a-t des cV^'eunrats Werner von Siemens, „her berühmte Vater des elettruchen Lich^ der Gast dos berühuuen Pflegers"^ .Bet einer BeitchtigunA Sodjumer ^S ■ , SW: äSSli' Hoöin über die moderne Bildhauerkunst • Zn den Ncunorker Times berichtet Hermann Bernstein über , cm Interview mit Auguste Rodin, u, dem der Grohmeister umerer modernen Munit iidi über Ziele und Amgaben der ^lamk imd über den Berns unserer Zeil zur Munit uberlwubt anSgesprochen bat. Rodins Ansd'auungeu über hte tüngste derktaiigenhett und le.cacniPflrt in her Cntnudlung brr sfnlptur nnb lehr p^'imtitt ch. ober er blidt honnungssrendig in die Znkuntt und erwartet von \bi den Anbrndi einer neuen, dem künstlerischen ^chagen gunuigcn Epoche . „Tie Bildliauerkuust ist eine einige ftunif, jagte er, „in mau en Epochen wird sie sich reicher und fr am ger entfall in als in anderen, aber sie wird immer bestehen. a.te Mnnst der Haitit wurde von den Aegvpteni, bni Aisnrern und den c riechen am beit höchsten Punkt ihrer Vollendung geiührt. In der inppernen Zeil sind dann verschiedene Stile aufgekommen, die verichiedene erhielten, aber diese Sttlsormen find nbgejeüet von der 5d :ilc der Aegvvter, der Griechen und der Römer, weswegen licht nn' Munit tiefer, denn die antike Munft rst tast vollkommen Tie Slalptnr innerer Evodie nähert l'idi einer lurditbnrcn Rnitv. jie b.ii alle die besten Eigenschaften der Munn der Vergnneifn sic hat fid' von all hem enuerm, was zur^oit Inmnn nbcit in her Munft notwendig war. Zn umeren ^agcn i>r man 311 einer neuen Art und Weise gekommen, um ~.erte der Bild' enerluun am'zustellen, näinlidi in sogenannten M u 1 cc n. Tas in cm schwerer Irrtum. Tic uunstwerke, die stck tu lolcher Jorin dem Beschauer darbietcn, sind nur Fragmente, und Munit mnir volinänh'g sein, um vollkommen zu sein. Skulptur iinh 'JirViteftiti gehören jufammen, und der Niedergang der emen iiel't den der anderen mit sich. Ich glaube, dast die Plastik »idi Mmt crit wieder 111 ihrer früheren Gröste emporheben wird, wenn hie Arwite'.nir wieder einen eigenen und harmonischen ^til aus gebildet bat. Es scheint eine Besonderheit unserer Zeit zu )ctn, (>er Bildhauerkniist am falschen O r t amzustellen. >>n Zraiilreich Miud't gegenwärtig eine Benegung, die daran arbeitet, die Munn wieder in ihren früheren Instand znrückzmühren und sie von icnen neuen Tendenzen nnfcrcr Zcit^ zu bnrcien, die ihre» Verfall verursacht haben Tic bloste Tatsache, bar, wir angeiangen haben, unsere Irrtümer einznsehen und zu bekampsen, lasst mich glauben, dast Hoffnung am Fortschritt besteht — durch S-.Uüdgcheu a.ii die alten Formen bet Munft." re u- -lnsiwi über den Bern' bc.- Bildhauers und der -bilc hauevium: fastte Rodin m einem asthetifchen Glaubensbckenntilis SU’am nur., das in tnapucn Worten die Grundlage feiner Munit- anjchauung enthält. „Tor Beruf der Munft ist Sittlichkeit, ist der Fabrik der Firma Siemens uno Halske land ör Probe pes neuen Wunderwerkes, des Phonograph.«, statt, oder des „Mr. Phonograph", wie Edison sid; ansdnidte Zn Paris hatte Edison zuvor burdi den betannten M hfliitantiänflcr Paulus ein Bonlanger - Couplet hineinsingen lassen es erregte^ damals Staunen, wie genau jede Nuance, jede Betonung, ifber Schnörkel, bn-3 Heben und Senken her Stimme aus dem Phonagravhei, Hörbar wurden. Tann wurde unter Begleitung non Mlavi.r, Cornet, Flöte und Geige „Tic S}jdbt am Rh.m' in wichtig m Chcre angeftimmt und zur Erinnerung an Edison!- ersten Be sud> in Berkin von dem Phonogravheit ausgenommen und bent Kaiser später vorgeführt sons im Siernensfchen 5?ause lang Fräulein Lejsinger dl. davotine ans dem „Freischütz" in den Phonographen Und Edison erzählte: „Als idi die erste Zentralstatton in Reuyork eingerichtet hatte, arbeitete iic nur mit einer Mraitmasdiiin Wenn vas Werk rentieren sollte, musste id» eine zweite ausstellen. Als aber die zweite Maidstne in Tätigkeit trat, wurde bi erste wilo und ging durch. Tann machte die zweite das gleich .VinnöDer, in furchtbarem Schwung sausten die Näder, das gesamt. Personal iloh aus oem Maichincnsaal, bas M11 vier schmolz von den Ma sdänen ab es sah sehr lebensgefährlich aus Id) blieb b.nnod); idi /haue mir oorgenornmen, eher unterzugehn, als nachzugeben. Ic^ iing an, dies und bas zu regeln, und es gelang mir nad) langen Stunden, das Mast der Elektrizität in den b men Ma fd’inen auszugleicken, 1'0 vast fie ruhig nebeunnanbrr Herliefen. Ich war indessen in wlcher Aufregung, da« ich sieben O<» Aus ständige haben der Riesenstadt die Nahriingsutfubr ab geschnitten War es nötig, das; mit saldier Erbitterung ein Mamps gesuhrt wurde, der 311 Slrastenkrmvallen aus- artete und friedlidie Bürger schreckte? Warum sind un Londoner Handelsamte nicht sogleich Cinigung verhand lungert angebahnt worden, als allein bi' r. 0 farbei: v <\nrbc ritnqcn stellte.:' Wenn in London 1'WoOO Arbeiter eure Lol ncvhöhnng erhu'Iten, läßt es sich denken, das; diese lehr bald auf die Preise der Nahritugstnittel wi en werden, -tvr Ausstand ist noch nicht völlig beendet: 12 000 Attsladcr v.'.tb Stauer find noch im Ausstande, da ihre Beschwerden nv.1 nicht erledigt sind. Möchte es bei uns in Deutschland ge- ltngen, die Lohnbewegung in der Metallindustrie, die schlicst- Iidi ähnliche unhaltbare Zustände wie in London herbei- führen könnte, beizeiten in die Bahn einer friedlichen Ver- S. d.....r.'fl. lünbb. ab 1908 fr. tnl., . . , U, 1*“Illi* 5 *K«**;.'*r :filcb A- niu*’ landigung zu bringen? In Engsand ist am Donnerstag eine Demokratisierung >er Perfasinng endgültig vollzogen luorben. Da Mönig Georg V. bic Absichten des liberalen Miniiteriums Asauith unterstützt hat, fo dast nut einem Peersschub im £&erbau§ gedroht werden konnte, liest, dieses seinen Wiber prurh fallen itnö nahm die VersassungSreiorm, die jcinc Rechtc schmälert, an Der impf ' Ial re. Rom dem Sturz des konservativen Ministeriums Bulsour im Jahre 1CO5, als hie Liberalen wieder ans Rilder gelangt waren, brachte, im Jahre 1907, Campbell'Bamtier man den ersten Reformen murr ein, den das Lberhans unter den Tisch fallen liest. Im Jahre 19D9 wurde der Mampf ernnicrt, als das Oberhaus bn' Budget Lloyd Georges abgeiehnt hatte, der eine Steuerreform durchsetzen wollte, die den Lords nidtt pastte. Tie Neuwahlen sielen zugunsten der Liberalen aus Darauf bejahte das Lberhcnis die Biid- gelvorlage, setzte aber den neuen Refyrmv0rschlägen immer noch Widerstand entgegen, so dast wiederum Neuwahlen aus geichriebe'i wurden - mit ^der Parole: Reform des ~bcr Hanfes. Obgleich bic Liberalen leist grostes Nebergewictzl erzielten utib zur Melrheitsbildung der Mitarbeit dcr her Arbeiterpartei bedurften^ haben sie dem großen Ringen den Sieg davon Herr Asquith aber wird neue Schwierigkeiten zu überwinden haben Jetzt beginnt der Mampf um das irische Home Rule, die den Iren von A quith versprochene eigene Verfassung. Auch die Arbeiterpartei wird ihre Ansprüche anmelbcn. So erklärt sich die Hoffnung der Monser- vativcn, bei pasiender Gelegenheir, wenn sic im Unterhaus die Mehrheit wieder erlangt haben würden, das neue Ge- setz wieder umzuwerfen Einstweilen ist das Mitbeftim- rnungsrecht des Lberhanses ziemlich matt gesetzt. In Ii nanzsragen hat es gar kein Skimmrccht, und jede andere Vorlage wird, oudi wenn sie die Zustimmung des Oberhauses nicht sindet, durch die Entscheidung des Un.ei Hauses schlief; lich dennoch Gesetz. Das Unterhaus hat behutnt(id) vor eini gen Tagen auch Ttäten für bic Abgeordneten gesetzlich ein geführt, und audi hierdurch wird eine weitere Demokrati sierung erreicht werden. Wie dies alles auf die Führung i der auswärtigen Angelegenheiten wirken tvird, bleibt abzu-^ Jedenfalls wird die Bollsstimmung bei wichtigen Zum Husflanö in London. lieber die Ligc in L n don wirb gemeldet - biimhi bic Zu hrleute bell Aus«and brig.'.i.it iuibat, jiitD aori* btr Wirkunge« noch zu spüren Viele Fabriken un z.labttni B.r moub’c” i'ilhii c-' hcrritl Not miter d 1 Bcvoltceuna nitznoc rnn .vaiihidiubmndxru, Marmeladeniub rn imb^ i. brrflTb.'itcnt finb nntf.t 1 Tic Laa an bei Rabbingtou -rauon nt 11 n veranb Andererseits nimmt ca ''’.idi.i'i fliii dem Alfiidi marki in Smithfield normalen Charakter an Werner ivi-b vom Freitag abend nodi g> melbei Nad» den An-'v :.n von beut, abend Ist im bic Beendigung de-< arannt An '-andes unmiticlbar bei oruiürbett v : ipurbnt bme G. walttätigkcite 1 bekannt. Tic Arbeit 1 brtraduen bat Meinung» ans. an ich ans dem Handclsomt ai-. aünstig t ' ■' Bahnen - - 'i b u i dH i n b c r Lage , d i > C) ü ter ab .11 c r 11 g e teilen aber die Hoffuimg-1 'Je Suminnng I» Liverpool nt bic Äns'aimng iveniaer nvtimifti’d’ 200 Mami M'avallcrie und hort cingctrofici' Ter Lordniahor von Liverpool erhielt einen Bn ' von ctmlui’r id cu Sd . "-dein rn, nt b-11 eine allste- meine D 0 ck a n s i p c r r n u g für Montag für bett rrdll ,111 g e b r 0 h 1 wirb, dast nid 1 alle Abteilungen bic Arbeit ivteb-r (ndnehmen Tic Nahrungsmittel silbrenden Wagen und nt den 3cm 1 inarfthallen unter strenger militärisd r Bewaduing cm- getroffen. isliche Lose. . M; ' . Ar. 20 ' ' Ar. 10 * * * , . jt. 151 • * ‘ Lirc 150^ ' ' ' Lirc 1b * ' ' Litt 10 • ' . r.si.100 • • • ö.fl.100 ' ' . ULT ’ ‘ , r.fi.10 ' ' Fr.tOO llM«- • • AÄ • * * ’ üittSOl biente beweglich unb geworden. Wir brauchen freilich Verinnerlichung, aber 1DCnige werden sie neben der Hast der Arbeit „in des ulostets rricblidicr Zelle" finden können Ter Fels 'Vern ficht sich heute von der Welle des Modernismus bespült. Tem Genmt des Menschen, bei;en (Seift es nicht gelungen ist, den Urgrnnd her Dinge zu erkennen, mibcrfticbt bte Tog- rnenformel. Und wenn auch auf dem Matholikentag alle "cuibe zur Abwehr erhoben wurden — der Zeitgeist wirb nicht lasten und ruhen, bis er, über viele Schlacken und Fährnisse hinweg, für seine Ziele und sein Streben den passenden Ausdruck gefnnden hat. Wenn wir auf die Pflege des Gemütes und wahrer Frömmigkeit Wert legen wollen, fo kann es and) ohne die Verwirklichung der besonderen ientrnmswünsche geschehen Dann bedarf es nicht der Zu- lassung der Jesuiten, wodurch nur der Zwiespalt im Glauben neue Nahrung bekommen würde, dann bedarf es nicht einer neuen klerikalen Schnlorganisation und auch keines Kampfes gegen bte Erlaubnis der Feuerbestattung. Wer die Dnld- iamkeit fördert, der lut ein gutes Werk. Tast nur der Staat in dcr Lage ist, grnndlichc und wirksame Sozialpolitik zu schaffen, werden auch die nicht leugnen, hie auf hem Matholikentag das Andenken des streitbaren sozialen Bischofs v. Metteier so nachdrncklich gefeiert haben Soziale Gerechtigkeit zu üben, gebietet das staats infereffe 'Holst wird in Zeiten wirtschaftlicher Not die warten. v. Selbsthilfe i.t Gestalt von Attsständen und Masscitsunb-! Cntscheibimgen mehr als bisher mtnprechei.. Nr. 188 Erster Blatt M. Jahrgang Samstag, U^ugust Ml Ter eiebmer kltrzei-e, W V .....Jil" * 51'UoierteI- ® kficnci AnfbnZl Hi ■ cistnd.tttcur: A lüoetz. iDtrt|d)alilidie5 gcbnis der Probefahrt übertrifft damit erfreulicherweise die auf Grund der Konstruktionsbedingungen gehegte Erwartung. _____ Ausland. Im ungarischen A b g e o r d n e t e n h a u he beantragte Graf Theodor B a t t h a n n mit Rücksicht daraus, daß eine ft rise im Kricgsministcrium ausgedrochen sei und der Krceas- minifler seinen Abschied nehmen würde, eine Vertagung der Verhandlung über btc W ehr vor läge Der Minilt^erpräsideiü erwiderte, selbst wenn die Demission in beglaubigter Form vor- läge, wäre sie kein Grund zur Vertagung, da die ungarische Negierung für die Vorlage v.-rantivortlich sei. Der Antrag Batthany wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. Dem „Temps" wird gemeldet, daß die Spanier rn.willkürlicher Auslegung des französisch-spanischen Marokko Vertrages vom Jahre 1904 die Grenzlinien ihres Einflußgebietes bis zu einer weiter südöstlich den Lukkos- slnst schneidenden Straße bis Uezzan vor rücken und in ihre Einflußsphäre einen größeren Teil des Gharbgebietes einbeziehen wollen. Die Truppenschau in Mainz. N. Mainz, 11. Aug. Die Mainzer feierten von jeher gerne Feste, und die alljährliche Anivesenheit des Kai crs und des Großherzogs wird denn auch jedesmal gründlich ausgebcutet. Es sollte einem aber wirklich auch gar manches zu Augen kommen, was man nicht gerade alle Tage sieht, denn außer den zahlreichen Fürstlichkeiten erwartete man auch das Parseval- luftschiff, das während der Parade den Sand umgreifen und landen wollte. Der Ballon traf zwar programmüßig ein, die Uebung war jedoch, da die Truppen der .Hitze wegen nur in Regimentskolonnen voraeführt wurden, schott vorbei. Außerdem traf, wie ich schott telegraphisch gemeldet habe, auch das Luftschiff „Schwaben" ziemlich unerwartet ein. Es iuar zwar bekannt, daß das Luftschiff eine Fahrt von Frankfurt nach Wiesbaden machen sollte, aber daß es auf der Rückreise auch unsere Stadt berühren werde, sah man nicht voraus Der Kaiser traf, wie wir schon mitteilten, gegen 6 Uhr an dem „historischen Bahnwärterhatts Nr. 39" ein; die großherzoglichen Herrschaften waren schon gestern um 7 Uhr 30 Mitt, von WolfSgarten im Automobil etngetrvffen. Bei seiner Attkunft begrüßte der Kaiser, der die Uniform des Inf. Regt. Nr. 116 trug, den Großherzog, den komman- dierenden General von Eichhorn, den Gouverneur Graf von Schliessen utw. Darauf bestieg er sein Pferd und begrüßte seine Schtoe tern — die Kronprinzessin Sophie von Griechenland und Prinzessin Friedrich Karl von .Hessen —, die Großherzogin und die vier Söhne der Prinzessin Friedrich Karl. Die Großherzogin sowohl, wie die Prinzessin Friedrich Karl von Hessen waren in der Uniform ihrer Regimenter erschienen (Inf. Regt. Nr. .117 und Jnf.-Regt. Nr. 80). Nach der Begrüßung ritt der Kaiser mit seinem Gefolge, bei dem sich auch zwei japanische Offiziere befanden, General- seldmarschall Nogi und Oberstleutnant Poshida, zum Sande, wo zuerst das Exerzieren des Magdeburger Dragoner-Regiments Nr. 6 vorgenommen wurde. Das Exerzieren, das mit Gefechtsübungen endete, dauerte etwa eine Stunde. Nach der Kritik begann dann das Gefecht, zu dem Generalleutnant von Plüskotv, Kommandeur der 25. Division, die Aufgabe stellte. An der Gefechtsübung ttahmen teil: die Infanterie- Regimenter Nr. 116, 117, 118, das Dragoner-Regiment Nr. 6 und ein Teil des Feldartillerie-Regiments Nr. 63. Der Kaiser beobachtete den Verlauf der Uebung von der Bruchspitze aus. Gegen 7V2 Uhr war das Gefecht beendet, und wälyrcni) sich die Generale nitb Regimentskommandeure zur Kritik bei beni Kaiser versammelten, stellten sich die Truppen zur Parade auf, die um 8 Uhr ihren Anfang nahm. Au der Parade waren außer den Stäben 27i/2 Bataillone, 5 Eskadrvns, 2 Abteilungen Feldartillerie und zwei bespannte Batterien Fußartillerie beteiligt. Die Infanterie paradierte mit aufgepflanztem Seitengewehr. In tadelloser Haltung zogen die Regimenter am Kaiser vorbei, dem die Prinzessin Friedrich Karl von Hessen ihr Regiment, Füsilier Regiment von Gersdorff Wr. 80, verführte. Darauf führte der Kaiser sein strammes Infanterie-Regiment Nr. 116 dem Großherzoge vor. Iuletzt führten der Groß- Herzog und die Großherzogin ihre Regimenter, Nr. 115 und Nr. 117, dem Kaiser vor. Nach dem Parademarsch nahm der Kaiser militärische Meldungen entgegen, u a. von Branconi, als Generalmajor und Kommandeur der 49. Jnfanteriebriga.de (1. Großh. Hess.), Elifsvrd ft'ocq v. Breugel, Oberst und Kommandeur der 25. Kavallerie Brigade, Sck)röter, Oberst und Inspekteur der 4. Jng.-Inspektion, Frhr. v. Wechmar, Oberst und Kommandeur der 21. Kavallerie-Brigade, von Crotta, gen. Treyden, Oberst und Kommandeur des Inf.- Regiments Nr. 116, der den Dank' für ein dem Regiment überwiesenes Gnadengeschenk aussprach. Wahrend dieser Zeit bildeten die Truppen bis zur Gastellschen Waggonfabrik Spalier. An der Waggonfabrik feftc sich der Karser an die Spitze der Fahnenkompagnie, die fine alljährlich von dem Infanterie-Regiment Nr. 116 gestellt wurde. Götzen 9i/2 Uhr zog der Kaiser unter feierlichem Glockenläuten ui die Stadt ein, wo ihn eine tausendköpfige Mtznge jubelnd begrüßte. Im Schlöffe wurde der Kaiser von dem Oberbürgermeister Dr. GÖttelmann im Namen der Stadt begrüßt. Der Kaiser verlieh eine große Anzahl Ordensauszeichnungen. Unter anderen erhielten die Königliche Krone zum Roten Adlerorden 2. Klasse mit Eichenlaub GeneraUeutuant v. Plüskow, Koinmandcur der Großh. Hess. 25. Divlsion, den «Stern zum Königlichen ft'roncuorben 3. Klasse Oberst v. Etzel, Kommandeur des Leib-Garde- Jnfanterie-Regiments (1. Großh Hess.) Nr. 115, den Kronenorden 4. Klasse Oberleutnant v. Boeltzig vom 116. Ins.- Regiment Um Vsll Uhr fand sodann Frühstückstafel statt, zu dem das Infanterie-Regiment Nr. 117 die Tafelmusik stellte Die Abreise des Kaisers nach Wilhelmshöhe erfolgte am Nachmittag int Automobil, und kurz darauf verließen auch der Großherzog und die Großherzogin unsere Stadt. Das Parscvalluftschiff, das um 33/4 Uhr in Metz auf- gestiegen war, hatte anfänglich sehr start mit Gegenwinden zu kämpfen und traf um 9i/2 Uhr in Mainz ein. Es führte mehrere tadellose Manöver über der Stadt aus und landetc gegen 10 Uhr hinter dem Krematorium. Als Insassen hatte das Luftschiff .Hauptmann Lohniüller, Oberleutnant Hage- rneper und Leutnant Baagh. B.i der Landung waren fünfzig Manu des Hanauer Eisenbahnregiments behilflich. Tic Abreise des Luftschiffes erfolgte gegen abend, da der großen .Hitze wegen Neufüllung nötig war. Prinz Friedrich Karl von .Hessen ist, wie entgegen den ersten Meldungen mitgeteilt wird, mit Rücksicht auf seine Gesundheit der Truppenschau f e r n g e b l i e b e n. Kronberg, 11. Aug. Der Kaiser, die Kronprinzessin von Griechenland und die Prinzessin Friedrich Karl von Hessen sind aus Mainz hier eingetroffen. Au» StciOt und Land. GießLn. 12. ''Anglist 1911. • * Tageskalender. K in e m a t o g r a p h: Täglich Vor- itelhniq. Biograph: Täglich Vorstellung. A n l o g e ni usit um eonnmq uouniltng 11'/, Uhr in der Süd "Anlage, Sptelplan : l Ambrostanückier L'obgefana; 2. Cnuerture zur Oper „Wilhelm Teil" von G Rossini; 3. DiatioiinlhcOcr, in ,orm einer Iamasie gidnmmenge'ieUt von P. Tschaikowsky; 4. Arineemaisch 91 v. 27 (ftobiuger oon Josias). ♦ • • D i e Nta nl- unb Klauenseuche ist nunmehr auch in Grüningen ansgebrochen. Die erforderlichen Sperr» maßregeln sind vom KreiSamt alsbald angeordnet worden. (Siehe amtliche Bekanntmachung.) ” Der zweite BeratungStag der Deutschen Geologischen Gesellschaft begann heute früh uni 9*/t Uhr unter Vorsitz des Prof. Tr. Ra uff'-Berlin. Nack Erledigung einiger GesebäftSordnungSsiagen erhielt Dr. 'M o r d z i o l -Mainz das Wort zu einem Vortrag über die Stratigraphie des Mainzer Tertiärs. An den Vortrag schloß sich eine lebhafte Aussprache, bei der sich die Herren Tr. Stener-Tarmstabt, Dr. Oppenheim-Berlin, Tr. Flügel-Berlin und Dr. K o e r t - Berlin beteiligten. Nach einer Panse sprach noch Ingenieur Fischer-Frankfurt a. "JJL über die obernen -Horizonte des Mainzer Beckens und Dr. Herrmann-Marburg über neue Funde von kalkischem Unterbcuon von böhmischer Faeies bei Marburg. Tie Sitzung wurde bann um 12% Uhr geschlossen. Ter 9lach» mittag wurde dem Studium der Tiorite, Granite, Hornfelje und Granit-Porphyre in dem Bahneinschnitt zwischen Glieder» und Lber-Rainsiadl und in den Steinbrnchen der Oden- ivälder .Hartsleininduslrie bei Nieder-Ramstadt gewidmet. • • Warnung. In benachbarten Städten treibt seit einiger Zeit ein Einlogierdieb sein Handwerk, und es wird velmntet. daß er auch hier Gastrollen geben wirb. Er logiert sich gewöhnlich als Maschinenmeilter ober Schriftsetzer ein, erbricht dann in der Wohnung des Logisgebers die Behältnisse, nimmt alles b. ertoolle an sich um dann damit zu ver- ichwmden. Der Dieb ist 30—35 Jahre alt, mittelgroß, dunkelblond, hat Schnurr- und Spitzbart unb trägt Zwicker. Es sei vor ihm gewarnt. * • Unbekannte Leichen. Am 12. Juli l. I. würbe im Frankfurter Stadtwald ein unbekannter Mann erhängt aufgefunden, dessen Persönlichkeit bis jetzt nicht reflgefleüt werden konnte. Der Verlebte war etwa 65 Jahre alt, von mittlerer Gestalt, hatte kurzes, graues Haar, Schnurr- unb Spitzbart und volles Gesicht. — Ferner würbe am 28. v. Bits, im Main bei Offenbach die Leiche eines 45 — 50 Jahre alten Mannes gelänbet, besten Personalien noch nicht bekannt finb. Tie Strümpfe trugen ben Namen „H. Schmalzt. Auskunft über bie Persönlichkeiten ber beiden Unbekannten nimmt die Rriminalabteilung des Polizeiamtes entgegen. * * Fahrradmarder. Am Mittwoch wurde einem Arbeiter bas Fahrrad, das er im Hofe West - Anlage 38 stehen hatte, gestohlen. Es ist ein Deutschland-Rab mit ber Fabriknummer 366 391. Landkreis Gießen. — Großen-Llnden, 11. Aug. Ber hiesige Gern ein berat hat den mit der Provinz abgeschlossenen Vertrag wegen beS Bezugs von elektrischer Energie aus bei Ueberlanbzentrale Wölfersheim angenommen. / \ Burkhardsfelden, 10. Aug. Gestern mittag steckten mehrere kleine Jungen daS am Friedhof lagernde Brennholz in Brand. DaS Feuer griff auf ben den Friebhof umgebenden Zaun über unb zerstörte ihn teilweise. Durch unsere Wasserleitung war bas Feuer rasch gelöscht. Kreis Friedberg. -m Friedberg, 11. Aug. Dem Mühlenbesitzer Peter Dietz jun. hier sind sämtliche Enten nebst 25 Hühnern verendet. Infolge beS so schnell eingetretenen Todes vermutete man zuerst Geflügel-Cholera; die sofort angestellte Untersuchung ergab jedoch, baß bie Tiere infolge Trinkens aus der Ufa verendeten. Die Krankheit verlief tliphusähnlich DaS Dtaffenfterben oon Geflügel wirb auch aus Fauerbach gemeldet, unb zwar nur von Gehöften, die direkt an der Ufa gelegen sind. Bad-Nauheim, 11. Aug. Viele Kurfremde unb Einheimische erstiegen heute morgen nach 9 Uhr den Johannisberg unb andere Höhen unserer Badestadt, um die in Aussicht gestellte Ankunft beS Luftschiffes „Schwaben" zu bcob» achten. Die Leute besetzten die Balkone unb sahen imi bewaffneten Augen nach der Richtung von Frankfurt, Schul» tInder stürmten nach dem Berge, aber kein Luftschiff kam, trotz offizieller Ansage. Gegen 12 Uhr verließen die Berg- neiget ihren Ort. Jetzt verbreitete sich die Nachricht: E> lomnit 2 Uhr 15. Liber es kam kein Luftschiff. Aehnlich erging es m Friedberg. Tort belagerten in glühender Hitze die Leute ben Seegarten und die Seewiese, um natürlich auch nichts zu sehen. — Bad-Nauheim, 11. Aug. Bis zum 10. 9(ugufl sind 2 7 5 2 0 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 7508 anwefenb waren, 58äber wurden bis zum 10. August 838 826 abgegeben. Starkenburg und Rheinhessen. cm. Darmstadt, 11. Aug. Der in ben vierziger Jahren stehende, bei den Lahmeyerwerkon in Frankfurt a. M. beschäftigte, hier wohnhafte ftaufnunut Wilh. Hasse machte am Mittwoch vormittag mit seinem 12 Jahre alten Sohne eine Radtour. Gestern tarn nun an die Fran des H. von Oppenheim die Meldung, daß man am User bei Dienheim zwei Räder, sowie die Poll- ständigen Einzüge mit Uhr und Geld von zwei Personen gefunden habe, aus denen hervorgel>e, daß man es mit dem Hasse zu tun habe. Tie Frau reifte alsbald an die Fundstelle und mußte leider die Tatsache feststellen, daß die gefundenen Gegenstände ihrem Sohne und ihrem Manne gehören. Ob den beiden beim Baden ein Unglück paniert ist ober im'lchem Umstand ihr Verschwinden zuzuschreiben ist, wurde bis jetzt nicht aufgeflärt. Darmstadt, 11. Aug. Ter frühere Vorstand des hiesigen Stadtbauamts, Baurat Frenah, ist am Donnerstag abend q e 11 o r b e n. Früher im hessischen Staatsdienst, war er in städti- Ichen Diensten von 1897 bis 1908. Unter feiner Leitung wurden die Schulen in der Lagerhaus-, ber Pfründnerhaus- und ber Hermannstraße gebaut, sowie die Erweiterungsbauteii zu dem Krankenhaus und dem Schlachthos ausgeführt. Eine ganze Anzahl kleinerer Bauten, wie das Oberwaldhaus, die neuen Badeanstalten im Woog, das Wartehäuschen aus dem^Ernst-Ludwigs- Platz sind gleichfalls unter ihm entstanden. — ^ic Meldung von einem großen Waldbrand beim Griesheimer Haus wurde heute morgen vom Dragoner-Regiment art die Feuerwache weiter gegeben. Die Feuerwehr, die auf diese Meldung au£- rückte, vermochte von einem Brande n i ch t s zu en t d eck e n. Entstanden ist bie falsche Feuermeldimg wahrscheinlich durch Staubwolken, die sich über dem Griesheimer Exerzierplatz durch die Truppenübungen entwickelt hatten. ytsst U'Nafsau. x Frankenberg, 11. Aug. Hier weilen gegenwärtig aus Anlaß der 77. Hauptversammlung des Hessischen Geschichtsvereins zahlreiche Freunde althessischer Geschichte und Landeskunde. Gestern nachmittag fand eine Gesamtvorstandssitzung statt, in der verschiedene Vereinsangelegenbeiten beraten wurden. Abends schloß sich in der städtischen Festhalle eine gesellige Vereinigung an, bei der die Marburger Iägerkapelle konvertierte. Heute früh befichtigten die Teilnehmer die festlich geschmückte Stadt. Ferner erregte eine Ausstellung Frankenberger Altertümer, die man in einem Saale des Lehrerseminars untergebracht hatte, Aufsehen. Die Sachen waren ru diesem Zwecke von ben Bürgern zur Verfügung gestellt. Man hofft bamit den Anfang zu einem Heimatmuseum machen zu können. Um 111/2 Uhr wurde mit einem Gesanasvortrag des unter ber Leitung des Seminarmusiklehrers Kattiofskp stehenden Sängerchors des Lehrerseminars in der Aula ber Anstalt die 77. Mitgliederversammlung durch den Vorsitzenden, Generalmaj. E i s e n t r a u t-Kassel eröffnet. Seiner Begrüßungsansprache schloß sich Bürgermeister Dertz- Jrankenberg an. Pfarrer Ko ch-Frantenberg gab dann einen interessanten Bericht über den vor 100 Jahren erfolgten Ankauf der Orgel des Kiosters Grafschaft bei Hallenberg und deren Eimveihung am 18. Oktober 1812. Der folgende Redner, Archivar Dr. Rosenfeld-Marburg, hielt einen einftünbigen Vortrag über Frankenberg im Mittelalter, besonders nach ben AusZeichnungen des Frauenberger Chronisten Gerstenbera. Aus den sich anschließenden gLschäftckchen Mitteiluiigen sei erwähnt, daß ber Verein letzt 1916 Mitglieder zählt. Ferner wurde bie Wahl des zum zweiten Vorsitzenden ernannten Landgerichtsdirektors Dr. Schroder-Kassel bestätigt. Als Ort der nächstjährigen Versammlung wurde ^Schmalkalden gewählt. Lin Aussehen erregender Presse-Skandal in zranksuri am Main. Tic Frankfurter Nachrichteii veröffentlichen in ihrer Nr. 222 vom 12. August auf ber ersten Seite in hervorstechendeni Truck folgende Erklärung: In eigener Sache gegen den Frankfurter Gc - neral -Anzeiger. Wir beschuldigen hiermit in voller Ceffent- lichkeit den Frankfurter General-Anzeiger: Die seit Moiraten in der Fackel gegen die Frankfurter Nachrichtm abgedruckten: Schmahartikel sind b eft eilte und bezahlte Arbeit des Frankfurter General-Anzeigers. In den Räumen des Frankfurter General-Anzeigers, von seinen Redakteuren urw Beamten, auf feinen Schreibmaschinen unb auf seinem Papier ist bie große Mehrzahl dieser Schmähartikel gegen die Frankfurter. Nachrichten abgefaßt worben. Den Beweis für biefc Be schnldigung führen wir in der unserer heutigen Nummer beiliegenden Broschüre, ohne leider das in unseren Händen besindliche erdrückende Beweismaterial erschöpfen zu können. Die erforderlichen Schritte zur Durchführung unserer Rechtsansprüche sind von uns bereits in bie Wege geleitet worben. Verlag unb Redaktion ber Frankfurter Nachrichten. T-er Direktor: Dr. Karl Rohwalbt. .Der Chefrebakteur: Adolf Schiebt. Tie 16 Seiten starke Broschüre bringt so viele Beweisstücke, bie, falls sie sich bestätigen sollten, den außergewöhnlichen unb in ber Presse seither wohl kaum bagetoefenen Schritt ber „Frankfurter Nachrichten" verstäubt ich unb berechtigt erscheinen ließen. Wir enthalten uns vorläufig jeden Urteils in dieser eigenartigen unb unerfreulichen Angelegenheit. Da der Skandal außer ben Fachkreisen auch bie Gerichte beschädigen chirb, kann man ber weiteren Entwicklung mit aller Ruhe entgegensehen. Die erwähnte Broschüre schließt mit folgenden Worten: Bisher war es in der vornehmen Presse nicht Brauch, den riichls ahnenden Gegner mit verschlossenem Visier aus dem Hinterhalte anzufallen. Es galt vielmehr als eine Forderung ber Sitte, der Ehre unb des Anstandes, sachliche Gegensätze rein fachlich und unter Ausschaltung aller persönlichen Animosität Mann gegen Mann und Auge in Auge mit dem Gegner vor aller Oefsent- lichkeit auszusechten. An dieiein schönen unb vornehmen Grund- fatz werbe» wir für unseren Teil nicht rühren unb nicht rütteln lauen. Noch weniger aber können, dürfen und wollen wir zu- g_eben, daß unter Verdeckung der wirklichen Quelle aggresive Schmähartlke^ aus einem feindlichen Lager als Flankenangrtffe, von dritter ^eite gedeckt, crjolgen unb daß die wirklich verantwortlichen 8)11116011 änner außerhalb der Schußlinie bleiben. lieber die prinzipielle Bedeutung ber Angelegenheit wird des weiteren m noch vor den Fachkorporationeu der Presse zu verhandeln fein, wie wir andererseits geeignete Schritte in flraf' unb zivilrechtlicher Beziehung bereits getan haben. Das Luftschiff „Schwaben" in SroiUfurtT" lieber bie Fahrt bes Zeppelin-Luftschiffes „Schwaben^ von Baden-Baben nach Frankfurt, die ohne jeden Unfall vor sich ging, liegen noch folgende wichtigere Meldungen vor: . . $ r.a 11 r t «. M., 11. Aug. Um 9 Uhr 15 Min. kam £ «a* 00,1 ®üken kommend in Frankfurt in Sicht, kreuzte etnm 20 Minuten über der Stadt, führte bann einige Schwenkungen nam Olten aus unb ging schließlich in ber Richtung nach dem Taunus weiter. Um 9 Uhr 50 Min. Farn bas Zeppelmfchiff in flotter Fahrt über Homburg an, führte über b r Stadt verschiedene = aud, nahm bann eine Schwenkung vor unb ging 10 Uhr 1 n itV1- < , der Richtung nach Frankfurt zurück, wo es 10 Uhr 12 Min. glatt lanbete. B a den - O 0 s , 11. Aug. Die Rückfahrt würbe wegen Der allzu großen Hitze bereits um 11 Uhr wieder angetreten unb erfolgte über Wiesbaden und Mainz. In Mainz stand der Kaiser auf dem Balkon des Rathauses imd begrüßte die „Schwaben" durch Schwenken mit der Mütze. Nachdem dort ge- kreuzt worben war, ging es über Worms, Mannheim, Spepei, tV F.r u 1 a Anstatt nach Baden-Oos weiter, ivoselbst die Ankunft um 2 Uhr 27 Min. erfolgte. Die Fahrt war wunderbar, xaö LuNichifs konnte wegen des böigen Windes noch nicht in die Salle gebracht werden; es wirb dies voraussichtlich erst heute abenb zwischen 5 und 6 Uhr geschehen. * 1 Mainz, 11- Aug. „Parseval 1" fuhr beute nacht um 3<- Uhr tu Metz ab und traf heute früh um 9,20 Ähr über Mainz eui, als die Parade vorüber war und die Truppen bereits nach ber en- marfte kostete: -nlter vr. Tld. 135—1.40 TiL. Hühnereier 1 8—9 Gnteneier 1 Stuck 0— IS T-lg^ RäH pr. cL 6—9 Rosematte ot. Et 5—4 i' «U, Crttfcireilet pr. Üb. H6-94 . <<1. hhibfletld) pr. thuit) t-6— 9j . RubÜtifd) 70 üg.. Ech .ri'.c- fieild) pr. ÜiuiD 7u—90 i • Noll «eilch . r. Ü . 76 60 Hammel fleisch pr. Üb 60—*•*> Ü-i.. Jorto ein pr. luO sta> 10.U0 bk 12.'■O i'iU Weißkraut daS Elüd 30 tie 40 Ü. 20-00 «Uig , Ritschen da Lid 25-30 ! •? Wnrfen 1(M Stuck 4,rid>t€U, Der Auetzavd in London. London. 12. 2luq. Ter ÄnSstond der Ä u o laber ih deigelegr Eie erhielten eine Lostnerdobitng von 2 » Pro icni tugvbilligt und die Arbeitszeit wurde von 12 auf 10 ininben gekürzt Liverpool, 12. 2lug Die AnsskandSunruhen fud» ten gestern abend zur P l >i n d e r u ng v «' r. L erneu au* sie besonders hinzuweisci- Eine ausführlich: Bekanntmachung werden wir atsbald folgen Ionen. Dr. Ufinger. AJk Gmm Nr. H Frinl Verlangen Sie franko gegen franko Katnlo" I........Tapete von 14- 45 Pfennig Katalog II........ Tapete von 56- 7UPfennig Katalou* HI........ Tapete vou 75-86) Pfennig Rlnafreie Tapeten-Induntrle C.Kupnch, Statt jeder besonderen Anzeige. Hierdurch die traurige Nachricht, dass unser einziges, geliebtes Kind Hedwig gestern abend 6x/t Uhr nach langem, schwerem Leiden im z Lebensjahre durch einen sanften Tod erlöst wurde. Um stille Teilnahme bitten Ludwig Lazarus u. Frau Sophie geb. Katz Giessen, den 12. August 191K Die Beerdigung findet Sonntag, den 13. d Mts , nachm. 6 Uhr, vom Portale des neuen israelitischen Friedhofs aus statt Blumenspenden dankend verbeten 4999 Frdr.Teipel,Giessen 5006 Familie Müller. Lehrer im 62. Lebensjahre. Hungen, den 11. August 1911. Die tieftranernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntag, d. 13. August, nachmittags 4 Uhr, statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem schweren Verluste unseres lieben SodneS und Bruders, sprechen wir allen unfern herzlichsten Dank auS. Besonders auch den Beamten und Unterbeamten deS Postamts in Gießen, sowie dem hiesigen Turn, verein und Herrn Pfarrer Knieper für seine trostreichen Worte. Krofdorf, den 12. August 1911. Todes "Anzeige. Heute verschied nach kurzem, schwerem Leiden unser innigstgeliebter, treubesorgter Gatte, Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel, Herr Theodor Jung Grossen-Lindcn. 12. August 1911. 4998 Die Beerdigung findet Montag nachmittag 31/, Uhr statt. Todes-Anzeige. Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, dass unser lieber, guter Sohn, Bruder und Enkel Heinrich. im Alter von 12 Jahren nach kurzem Krankenlager heute frllh sanft in dem Herrn entschlafen ist. Die tieftrauemden Eltern: Wilhelm Engel und Frau. Tfisitenkarten Ueierl rueb end billiget Brühl icbe Uaiv^Ürocl.ere4 Danksagung. Nur auf diesem Wege möchte ich allen lieben Bekannten, Freunden und Verwandten herzlichen Dank sagen für die Teilnahme, welche Sie mir bewiesen haben bei dem Tode und der Beerdigung meiner Schwester Marie Haberkorn Die evangelischen Schwestern, welch*» mit unermüdlichem Diensteifer und mit sich stets gleichbleibender Liebenswürdigkeit meine Schwester 7 Wochen lang gepflegt haben, mögen meines Dankes und meiner Hochachtung versichert sein. Karl Haberkorn. Giessen, 12. August 1911. Gesangverein Harmonie. Sonntag, den 13. August Ausflug nach Marburg. Abfahrt 12'" llbr. Um zahlreiche Beteiligung bittet v% Ter Vorstand. Baue* Gesangverein Abfahrt nach Vicdeukovf Lonntaa, den 1.3. d. M., morg. 8” Uhr. Sonntogofnne bis Marburg lüst-n. Aür JiodiAÜgL Icuie (Gelegenheit mit dem D Zug 2 Ubr ab hier. Bereinsabzeichen und anzuleg. v», Ter Vorstand. 'KioLVl'*, A_^2 LamStag, den trr.August 1011, adeudo 9 Ubr im ( erlag. - TAPETEN! * TJ MQUJBEJITZEBM 25%RABAH iil*& Heute beginnen unsere Spezial-Tage in ■ leider rbeiter Enorm Enorm billig. La- RosenWasxii & Jacob Am Oswaldsgarten. mst!.UoniervütsrmmderMslkln§snder8hMseil «Gegründet 18^'3) Dirigenten, («ciaugs, Orchester,'chnlc, Klavier. Theorie. Crncl. Harfe. Kammermusik. Literatur. Kunstgeschichte. Großes Lchülerorcheiter und Svernanmchrungcn, dirigiert durch Schüler. Mitwirkung in der Hofkavelle. BollUandtge Ausbildung lur Over und Konzert. ^reineUeu nir Blaser und Bassisten. Eintritt 28.jSeptcmber uub iederzeit. Prospekt kostenlos durch das Sekretariat. ® hv1 /8 Der Direktor: Hofkapellmeiftcr Prof. (S. A. 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Mts. ab bis auf weiteres auSgeseht werden, jedoch wird das volkstümliche Tnrnen Dienstag, Mittwoch und Freitag abend abgcbalten. [vi:/8 Der Vorstand. Sonntag, den 13. August: Missionsfest ‘Borut. IO Uhr: Gottesdienst mit Ordination von Missionar Schlaudran durch -verrnGeneralsuv. D. Maurer von Wiesbaden. Nachm. 1'/ Uhr: (^ottcodicnit mit Narhvcriainmlnng: Missionar Lömel n. (Shma, Misnonar Escll v. J-raukfun ifrülj. Goldklistei u. n. ,Zür auswärtige A-cnaäste stehl in den Pausen Kaffee in ber stinber- ichule bereit. Alle Missionsfreunde sind herzlichst emgeladen. 4929 Bömel, Pfarrer. Turnverein Dutenhofen Sonntag, den 13. August 1911: Wilm« am JagdsclilöOeliei Tanz im Freien. 4991 Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. M. Weber. Klnematograph. Bahnhofstraße 54. '065131 Bahnhofstraße 54. Das Hans des AM« Ein äußerst spannendes Detektiv-Dranra. Länge diesem Schlagers 350 Meter. Neuester Diebesfängerapparat Eine köstliche Humoreske, 200 Meter lang. 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