der von ihm in Anlehnung an englische Schulen geschossenen Basis weiter bauend, hat private Initiative neue Bahnen gesucht und gesunden, während der preußische Staat seinerseits in der Schülerheimkolonie Dahlem einen Ansang mit einer Alumnats- crziehung auf neuer Grundlage gemacht hat. Tic markanteste Ausprägung hat die Erziehungsschule in einem neuen Schultyp gesunden, der die vielen Einzalgedanken der Reformer zu einem geschlossenen System auf wohldurchdachtcr philosophischer Grundlage zusammenfaßt. Das ist die Freie Schulgemeinde. Sie beruht auf folgender Grundanschauung vom Wesen der Schule: „Tie Schute ist ein notwendiges soziales Gebilde, in dem die geistige Arbeit einer Zeit zu einem Weltbilde zu- sammengesaßt ivird, die geistigen Werte zu einer Zeit in den organischen Zusammenhang einer Kultur gebracht und der Jugend vermittelt lverden, und in dem die Jugend in ihrer Weste das Leben als ein sozial bedingtes kennen lernt, dem sie sich einzuordnen hat, für desfen Wert und Fortschritt sic aber auch mit veranworlich ist. Wie die rechte Schule der geiftigen Arbeit der Zeit, in, die sie cinzusühren hat, entsprechen muß, so muß sie andererseits auch dem Wesen der Jugend, und zwar der heutigen Jugend gerecht werden. Der Jugend überymipt, d. h. sie soll sich dessen bewußt bleiben, daß die Jugend ihr eigenes Recht, ihr eigenes Leben, ihre eigene Schönheit hat und nicht lediglich Borbereitungszeit, nicht lediglich Mittel zum Zweck ist; der heurigen Jugend: d. h. der Jugend, deren Gefühl Anspruch erhebt aus Anteilnahme an dem Recht auf Ächtung der Persönlichkeit, am freiheitliche Ent- iridhtng, auf selbständige Betätigung, das der moderne Mensch für sich fordert. " Tie sorgsame körperliche Pftege, die die Freie Schulgemeinde ihren Zöglingen angedeihen läßt, die vernünftige Lebensweise, bet der die schädigenden Wirkungen von Alkohol und Nikotin ausgeschaltet sind, und viele Tinge der äußeren Organisation findet: uneingesänäntte Anerkennung. Tie .weitgehend Freiheit aber, die den Schülern gewährt wird, und vor allem das kamerad- schrntliche Berhältnis zwischen Schülern und Lehrern scheint den landläufigen Begriffen von Disziplin und Autorität zu widersprechen und begegnet deshalb manchmal vorsichtiger Zuruckhal- ttmg bei dem Publikum. Gan; zu Unrecht. Tenn die Freie Schulgemeinde vereinigt ja in sich die beiden Jnstittttioncn, die sich sonst in die Erziehung teilten, Familie und Schule. Und welcher Pater wäre nicht gern der fördernde Kamerad seiner Heranwachsenden Söhne, welche Mutter fühlte sich nicht als beratende Freundin ihrer Töchter! Taher ist die Voraussetzung für das vorbildliche Gemeinschaftsleben an einer Freien Schulgemeinde eben jenes unbedingte gegenseitige Vertrauen, aus dem so leicht eine herzliche Freundschaft zwischen Lehrern und Schülern entspringt. Es tvarc Verblendung, wollten die Vertreter der Freien Schulgemeinde glauben, in Dingen des Unterrichts den Nürn berger Trichter erfunden zu haben, der den Schülern die Mühe erspart, sich den Geistesbesitz der Menschheit zu erarbeiten Das kann die Freie Schulgemeinde ebensowenig, wie die gerade hierin so oft und so unverständig angegriffene „Staatsschule". Was sie aber leisten kam,: bei ihrer geringen Schülerzahl eine individualisierende Methode trotz ihres Grundprinzips der sozialen Erziehung, die Erfüllung konzenttierten Schul arbeitens mit einem tieferen Sinn vermöge Der unaufhörlich it Berührung zwischen Lehrern und Schülern — das sind Vor züge, die ihr auch ehrliche, begeisterte Verehrer des bisherigen Schulsyslem-- unumwunden werden zugestehen müssen, und die bei gewissenhafter Ausnutzung einen hervorragenden Erfolg gewährleisten. Nachdem ein erster Versuch in Mitteldeutschland Wickers darf bei Saatfeld Saale trotz anfänglicher Schwierigkeiten und Mißverständnisse, die in den Anfangsstadien einer neuen B.' tregung schwer vermeidlich linb, die günstigsten Ersolgc erzielt und lebhafteste Zustimmung gefunden hat, soll eine Freie Schul gemeinde nunmehr auch, im Interesse der weiten Kreise West deutfchlandS, die mit den Bestrebungen einer vernünftigen Ei ziehungsrcform sympathisieren, in der unmittelbaren Umgebung von Gießen mustergültig verwirklicht werden. Tie Gründer der neuen Schule, zu deren Abnchtett sich führende Männer der Wissenschaft, der Preise und Der v" schiedenslen bürgerlichen Berufe bekennen, dürfen für ihre Pläne der tatkräftigen Unterstützung breiter Beoölkerungsschichten gewiß fein. Zwar hat Oberlehrer Tr. Vershofen, Jena, in einem bemerkenswerten Aufsatz über Alumnatserziehung neulich i.st gestellt, daß das Bürgertum unserer Städte bei brennend g. wordenen Frage der Erziehungsreform zurzeit noch wenig Inter esse beweise: immerhin aber ist zu erwarten, daß sich üllmihbch die Erkenntnis Bahn bricht, „wie bitter nötig uno am Platz es ist, daß die Interessenten gerade auf dem Gebiet Der ■ihim natserziehung einmal ihre Sache selbst in Die öand neüi". u" Daß diese Erkenntnis auch in der Gießener Bürgerschaft durch Dringe, ist der Zweck der vorstehenden Zeilen, an deren Sch!uh die Worte Nelsons in gehöriger Variierung einen geeignet n P* 1 rinden: „England erwartet, daß jeder seine SchulDiglfit st".." ♦ — Alfred Bock in Frankreich Alfred Bocks Novellenbuch ,Lessenluft" ist in französischer Uebcrtragv:tg b--* Telesalle in Paris erschienen. Tie Übertragung rührt oo.' R'.n mond Tarsiles und wird der Eigenart der Tichtung^n in hc- wmiderSwerter Weise gerecht. Unseres Wissens ist es das erste ■in im im jii*.’ ijiiii Die heutige Nummer umsaht 12 Seiten. Irnmi-Mantei ln^--Anzü^e aoen-Anzü3e isch-Anzii^e :hulstrasse fI nebftHritt ucmidii.. Die ftouififlc reinigt, Schuppen bciciiiiu. ü- Wachsl.d.Haare widProi.vi Grnnw ; >idl.: PstitaiiAvol.,., Micu;rl_ irrtfreu fdiün und bauerbai; c: gerußt in Dem jtzial-llUfH-Frisiff- noä hm .' Hernlann Plank Wiv. eine angemessene Befriedigung feiner kolonialen Wünsche erhielt und Die Idee los würde, daß England ihm im Wege ftehi Aber wenn die Angelegenheit diese Wendung nimmt, und die Algecirasaite durch gemeinsame Zustiin- mung aufgehoben werden foil, haben wir untere Interessen zu wahren und wir Haden Fragen mit Deutschland zu erledigen. die wir in einer allgemeinen Verhandlung aus der Welt geschafft sehen möchten. Bis zu diesem Grade ist man berechtig:, aus Asquiths 9frDc y.i schließen, daß wir uns freie Hand bewahren und die britische Politik verfolgen, jedoch stets im Einklang mit unseren vertraglichen Verpflichtungen. Die §reie Zchulgemeinde in Hessen. Von G. H. N c u c n d o r f f, Wickersdorf b. Saalfcld. Tic nahe bevorstehende Gründung einer Freien Schulgemeinde ,in dec Nähe von Gießen gab uns Veranlassung, einen Der daoei beteiligten Herren zur Entwickelung Der diese Schule leitenden Gcdantcn zu veranlassen. _ Im solgcnden geben wir nun die Leitsätze der neuen Schule, soweit sic heute schon für Die Öffentlichkeit von Interesse sind, wieder. Tie Red. Castro in Venezuela! Vertrauliche, ui Washington cingclaufenc Berichte lassen die A n w e > e n h e i t des früheren Präsidenten E a st r o in V c n e- zu eia z weiset los erscheinen. In Laraecas erwartet man ein rasches VorDringen des Tiklators, der über Eoltunbia ein - getroffen ist und 1OOO vorzüglich bewaffnete Leute hinter sich hat. Tie Waffen würden aus iruropa über Muba geliefert, der reiche kubanifck c Bankier Sielvcra soll die Expedition finanzieren. Ucbri gcnS verfüge Expräsident Castro bei dem Crädit Lyonnais über einen Kredit von 3d Millionen Franks. Tie Regierung bemühe siel, so rasch als möglich Truppen zu konzentrieren. Zusammenstöße sind unmittelbar beoorsteheiw. In einzelnen Provinzen sind bereits A u f st ä n b c ausgebrochen, die indessen bisher unterdrückt werden konnten, .kubanische Agenten, die mit reichen Mitteln ausgerüstet find, verhandeln in Neuyork wegen Wanenlieseruiigen zur llnicrbrüctnng der rcvolmionaren Bewegung gegen Den Präsidenten Gomez, Dem persönlich unrechtmäßige Bereicherung, sowie syslcniatiiche Verschwendung nationaler Gelder vorgewvrfen wird. Tie liberale Partei in Venezuela ist gespalten: ein Teil begünstigt die Kandidatur des gegenwärtigen Vizepräsidenten Zayas. Eine fpätere Meldung besagt: Expräsident Castro sammelte eine Armee von 3000 Mmm; sic steht in starker Stellung angriffsbereit. Man befürchtet den Sturz der jetzigen Regierung. ~ Tapeten! Xatiirell-Tapetcnv.li;^ Gold-Tapeten mb.iffiömt.u.neucikiiW Lr.veil.koslensi'Äu>!cch.^s GebrüderZlegle^nnebM iclrf' fldekor*11 »o»172 *Sakk^ besten fentlidi stärker zugenommen als vorher. Von 1908.09 auf 1909 10 stellt sich die Zunahme auf 14 Proz., von 1909 10 auf 1910 11 aber auf 28 Proz In Mark inngcrcdnict de tragen Die Einfuhrwerte 1908,09 190, 1909 10 .560, 1910 11 71.5 Mill. Mark. Ta nackt wäre also die Einfuhr im letzten Jahre um 155 Mill. Mk. gewachsen Tie deutsche Statistik, die aber nur nach dem 'Kalenderjahr ausgestellt ist, läßt zwar auch eine starke Zunahme unseres Exports nach Frank reim erkennen, indessen erscheint hier die Steigerung doch viel geringer als in Der französischen Statistik Nach ihr haben wir nach Frankreich ausge.uhrt 1908 für 438, 1909 für 45.5, 1910 für .543 Mill. Mk. Waren. Tiefe Zahlen bleiben Doch ivesentlich hinter Den französischen zurück. Zu- genommen hat nach Der deutschen wie nach der französischen Statistik unser Export nach Frankreich u. a. in Lokomotiven, Eisenbahnwagen, Textilmaschinen, Mähmaschinen, Müllerei Maschinen, .Hebemaschinen, verschiedenen elektrotechnischen Erzeugnissen', Steiulohleu, Koks, Kautfchutwaren, Kartoffeln, Weizen, Roggen, Hafer, Mehl ilud anderen Müllereierzeugnissen, Stärke. M schultcn Erziehungskollegnim auch außerhalb des Unterrichts zu I weist. y Einen solchen SchultypuS zu finden, sind seit längeren Zähren I .‘ tüchtige Pädagogen emsig bemüht. In rastloser Arbeit haben i sie an Den Stätten ihrer Tätigkeit eine stattliche Reihe von !' Cinzelreformen durchgeführr, manchmal bewußt einseitig und im h ausgesprochenen Gegensatz zur öffentlichen Schule, immer aber h ini .Hinblick auf Die hohe Zweckbestimmung iorcr eigenen An I . Hatten: für unsere Jugend das Allerbeste zu schaffen, was in I 1 ihren Kräften stand. Es ist Die Pflicht eines gewissenhaften Chronisten, hier den 11 Begründer des Tonischen Landerziehungsheims, Tr. Lies, na- : mcntlid) zu erwähnen, dessen Wirksamkeit vor allen andern an-- I regend uno befruchtend getvcsen ist, und Der immer noch in den V . vordersten Reihen der PfaDfindcr der Schulreform steht. Auf Ter Ruf nach einer Neugestaltung des Erziehungswcfens :iirb immer nachdrücklicher erhoben. Die starke Entwickelung Des ii.'uzeitlichen Wirtschaftslebens, Die damit verbundene intensive 'IraUanfpannung in sämtlichen Berufen, der rege Anteil, Den die öiail des 20. Jahrhunderts an sozialen Problemen nimmt, die I. früher fern lagen, und endlich Die gesteigerten Anforderungen ic5 gesellschaftlichen Lebens haben dazu geführt, daß Die Familie, der bisherige Hauptträger der Erziehung, in vielen Fällen »er- hindert ist. Das auf diesem Gebiet Notwendige zu leisten und be 'limmenden Einfluß insonderheit auf die Charalterbildung und die körperliche Ertüchtigung Der Kinder auszuübeir. Tie öffentliche Schule, deren Umgestaltung schon aus tech Nischen Gründen nur ganz allmählich erfolgen könnte, muß ihre ... Erziehungsarbeit fast ausschließlich auf den Unterricht beschränken, ! iinD wenn auch in Lehrerkreisen vielfach Das lebhafte Verlangen $ bestehe, auch sonst Erziehungsarbeit zu treibe», wenn auch hier lind Da schon erfreuliche Versuche damit gemacht werden, so wird I ■ red) das ungeheure Gebiet erst Dann für Die Schule gänzlich er- N schlossen werden können, wenn sich ein neuer Schultypus heraus II gebildet und erprobt hat. Dieser muß Unterricht und eingentttche • Erziehung zweckvoll vereinigen, indem er zunächst die Kinder » einem gehörig aualisizicrten und für feinen Doppelten Beruf g> Agadir. Tie Marokko Angelegenheit dürfte nunmehr in rascheren Fluß kommen Ter französische Botschafter C a m b o n , der am Samstag abend in Berlin juicber cingctroffcit ist, suchte am Sonntag nachmittag Den Staatssekretär Des Auswärtigen Amtes v. Kid er 1 c u W äch - ter in dessen Wohnung auf Tic Aussprache beider ergab, daß {einerlei ?1 n l a fj zur Beun ru h i g u u g vorliegt. Daß vielmehr auf beiden Zeiten der aufrichtige W u n s ch besteht, sich über etwaige Differenzen zu verständigen. Der Berliner Korrefpoudent des „Matin" hat von einer politischen Persönltchleit folgendes über den deutschen Standpunkt gehört: Frankreich könne von Der Ent f er Dung des „Panther" nicht überrascht sein, da zweimal aus Die Ereignisse hingewiesen worden fei, die eintreten konnten, wenn französische Truppen nach Fez marschieren. Tas deutsche Schiss würde so lange vor Agadir bleiben, als Die Interessen Der deutschen Bürger bedroht seien. Diese Maßregel yat mit etwaigen Verhandlungen nichts zu tun und jeder Versuch einer Pression wäre vergeblich und unbedacht, da er aus einer einfachen Schutzmaßregel eine Ehren frage mache. Teutschland wolle ein für allemal mit dem marokkanischen Wirr war ein Ende machen und nicht der Eventualität ausgesetzt fein, daß in kurzer Zeit aufs neue Truppen in Marokko Besetzungen vornehmen. Mit der spanischen Aktion habe Deutschland nichts zu tun. Wenn ein Abschluß zwischen Deutschland und Frankreich erfolge, habe Spanien allein sich mit Frankreich zu arrangieren. — Ter „Figaro" schreibt: daß cs auf die Frage, wer das erste Wort zu sprechen habe, wenig ankomme. Tie Hauptsache sei, daß Die Aussprache ohne .Hintergedanken und Verärgerung erfolge. Die „Westminster Gazette" meint unter Bezugnahme auf die Darstellung des „Figaro" und des „Temps" über die letzten deutfch-franzö fischen Pourparlers, die beiden Mächte würden einen Ausgleich auf dem Boden do, ut des zu erreichen suchen. Tas Blatt fährt fort: In diesem Falle darf als sicher gelten, daß England nicht französischer sein wird als Frankreich und nicht einen Ausgleich hindern wird, der den legitimen Ehrgeiz Deutschlands befriedige. Es würde unserem eigenen und dem Weltfrieden dienen, daß Deutschland Nach einem dem französischen Kolouialmiuisterium zu» gegangenen Telegramm wurde am ft. Juni der Stabsarzt Der Kolonialtruppen, Tr. T onillot, zwischen Aradar und Abaschehr im Waldgediet von Eingeborenen über« fallen und getötet Der Befehlshaber der französischen Truppen, Oberst Largean, hat sofort Die erforderlichen Maßnahmen getroffen, um den Aufstand zu unterdrücken. Unter Vorbehalt wird aus Tanger mitgeteilt: Oberst Sylvestre ließ dem Kaid Bendahan Mitteilen, daß er, um Unruhen vorzubeugen und Zwischenfälle zu vermeiden, allen Soldaten, außer Den zum Polizeidienst von Larrasch gehörenden, verbot, sich mit Waffen in den Straßen von El Ksar zu zeigen. Der französische In- strukteur. Der am anderen User des Lukkos lagernden Ma halla, Leutnant Tissier, begab sich Darauf nach El Ksar und teilte Dort unter Berufung auf Die Autorität Des Sui- Ians Den Kaids Gazuli unD Bendahan mit, daß sie nicht verpflichtet seien, der Anordnung Des Sbersten Sylvestre zu gehorchen. Dieser wurde davon benachrichtigt und machte Leutnant Tissier daraus auf in er ff am, daß er nur feine getroffene Anordnung ausrecht erhalten könne Diese Vorgänge machten in Den politischen und parlamentarischen Preisen Madrids einen gewissen Eindruck, aber die amtlichen Kreise scheinen ihnen keine große Bedeutung bei« zulegcu. politische Tagesschau. Zu dem Entwürfe eines Staalsangehörigkeitegesetzes wird uns geschrieben: Tie Vorarbeiten zu dem Gesetz Erwerb und Verlust Der Staatsangehörigkeit sind feit Jahresfrist abgeschlossen Es war bereits im letzten SÖintcr beabsichtigt, diesen Entwurf dem Bundesrate zu gehen zu lassen, in letzter Stunde waren damals aber itod von Den zuständigen Ressorts Bedenken gegen die Damalige Fassung des Gesetzes laut geworden, so daß die Vorlegung unterblieb. Diese Bedenken sind nunmehr zerstreut, so das; enzunehmen ist, daß der Entwurf dem Reichstage im nächsten Winter zu geh en wird. Tie Grundzüge des G i< t - u iirfes find: Während bisher ein Auslandsdeutscher seine Staatsangehörigkeit verlor, wenn er länger als 10 Jahre int Ausland geweilt hatte, ohne sich in dieser Zeit bei einem deutschen Konsul zu melden, bestimmt der Entwurf, taß ein Anslaudsdetttscher gegen seinen Willen seine deutsche ingehörigkeit nicht mehr verlieren kann, Die An Meldung beim Konsul soll sortfallcn. Als Aequivalcnt verpflichtet sich der Ausländsdeutsche dem Reiche gegenüber, sftne gesetzliche MUitärdicustpslicht abzuleisteu, wenn nicht aanz wichtige Gründe einer solchen Ableistung entgegen* suchen. Für den Mobilmachungsfall wird auf die Ein- «chnng zur Fahne verzichtet, wenn der Teutsche sich im usland befindet, jedoch ist der Ausländsdeutsche ver- plid)tct, sich zu stellen, wenn er sich in der Heimat ober in einer der deutschen Kolonien befindet. Bezüglich der Ab- kiftung der Militärpflicht werden die Anforderungen für die Ausländsdeutschen wesentlich herabgesetzt. Zunächst wird die Möglichkeit, sich überall im Auslände auf die Tauglich leit unterfuchen zu taffen, erleichtert. Im allgemeinen gerügt eine Untersuchung am Orte eines Äonsulars, in schwieligen Fällen sogar die Einsendung eines AtlesteS eines an» gesehenen Zivilarztes. Ter einmalige gesetzliche Dienst in tec Linie soll für den AnslandsdeuIschen genügen, während von der Einberufung zur Reserve- und Landwehr- iliung abgesehen werd. Gegebenenfalls kann die Ableistung der aliiücn Dienstzeit in einer deutschen Kolonie erfolgen. 2er Transport der Dienstwilligen nach der Heimat erfolgt auf Kosten des Reichs. In Fällen, ui denen nachgewicsen pird, das; Die Ableiilung Der Militärpflicht Den Auslands- deutschen wirtschaftlich schwer schädigen würde, kann eine -jutbiuDung von der Dienstpflicht stattiindcn. Der Gedanke, die Ausländsdeutschen in irgend einer Weise zur Steuer herauzuziehen und von dieser Bezahlung die Staatsan- gehörigtcit abhängig zu machen, ist aufgegeben worden. * Tenlsch-sranzöfische Handelsbestchuugcn. Trotz der zum Teil recht rigorosen Erhöhungen des französischen Zolltarifs, die am 1. April 1910 in straft getreten sind und wohl hauptsächlich dem deutschen Im- port gelten sollten, hat dieser Import — nach der französi- ichen handelsstatistik — inzwischen recht bedeutend zuge- nommeii. Ter Wert der Einfuhr Frankreichs aus Deutsch- icnb wird für die Zeit vom 1. April 1910 bis Ende März 1911 auf 894 Mill. Franken beziffert, für den gleichen Zeitraum 1909 10 Dagegen nur auf 700, und für 1908/09 nur auf 613 Mill. Franken, .hiernach hätte Die Einfuhr Deutscher Waren nach dem Inkrafttreten des neuen französischen Zolltarifs nicht nur zugenommen, sondern sogar we- Ur. 159 Erster Blatt M. Jahrqang Montag, 10. Juli (OH SichencrAimiger General-Anzeiger für Gdertzesten SSSe Annahme von Anzeigen Rotatiottsbrud und Verlag der vruhl'schen Univ.-Vuch- und Steinöruderei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druderet: ZLttistratze 7. Land-: E.Hed:^ur den dis vormittag "Euhr. vüdingen: Zernfprecher Nr. 50 Seschaftrstelle vahnbofstrahe f6a. Anzeigenteil: H. Beck. 'Zopfe Daom/ucrlawn, Vodeiibrcbcr. - wir alle ionstigen Haararbeiic -i ystmuiui viiiiu ü’iv. i slnvlQiivnane 2. Nationaler Deutscher Rundflug. von denen en Bei- 9. Juli. Georg R otS- Auf dem Zimmerplatz über Nacht Feuer, bei dem eine DampfWerk eines hessischen Dichters, das in französischer Uebersetzung erscheint. Linden eingelegt. A Große n- Buseck, 8. Juli, der Firma Dort & Wagner entstand daS eine kleine Halle zerstörte und maschine leicht anbrannte. — Allendorf a. d. Lumda, Der Ausstand der Seeleute. Amsterdam, 8. Juli. Der Minister für Industrie und Handel ist hier eingetroffen, um die Vermittlung zur Beilegung des Ausstandes der Hafenarbeiter zu versuchen. Bevor die Vermittlung begann, ersuchte der Minister die Vorstandsmitglieder der Vereinigung der Dockarbeiter, zu ihm zu kommen und gab ihnen in einer Unterredung zu verstehen, daß er nur dann seine Vermittlung anbieten könne, wenn er die Gewißheit .habe, daß die Führer der Vereinigung sich nicht des Terrorismus und der Einschüchterung schuldig machten. Die Führer erwiderten, daß sie nienials hierzu aufgereizt hätten und versprachen, den Arbeitern unverzüglich den Rat zu erteilen, stch jeder Handlung gegen die öffentliche Ordnung zu enthalten. Nach dieser Erklärung bot der Minister seine Vermittlung an. — Eine erfolgreiche Operette. Aus Bremen, o. Jull, wird uns geschrieben: „Das Bett der Pompadour", Operette in drei Akten von Karl Schneider, Musik von Dr. G. Ceoca, gelangte im Bremer Schauspielhaus zur Uraufführung. Der Textdichter ist seines Zeichens Kabaret-Künstler ui Berlin und versteht es als solcher, seinen Versen die leichte witzige Pointe (übrigens ohne die uad) dem Titel zu erwartende scharfe erotische Würze) und die schlanke, natürliche, sprachliche Form zu geben. Die Handlung ist dabei sehr einfach. Antoinette, des reichen Fabrikanten Chocolad Tochter, liebt den liebenswürdigen, aber finanziell verkrachten Grafen Toujoursfidele. Auf ihre Veranlassung ersteigert ihr Vater bei der Auktion der Habe des Grafen deren Glanzstück, das Bett der Pompadour, und als der Graf aus Stolz der Bürgerstochter Hand und Gold zurückweist, läßt sie ihm, als er zum letzten Mal in dem historischen Bett ruhen will, einen Schlaftrunk beibringen, erscheint dem halb Traumbefangenen als Pompadour und läßt den Schlafenden dann in das Kostüm der Zeit dieser Daine kleiden. So angetan, wird er, noch schlafend, auf den von ihr in gleichem Kostüm gehaltenen Ball gebracht und verlobt sich nun wirklich mit ihr. Sein Nebenbuhler aber ruft eine spanische Tänzerin herbei, der der Graf in einer leichtsinnigen Stunde sein Eheversprechen gegeben, und die ihn, auf dieses trotzend, dann auch in ihr Vaterland zur Trauung entführt. Antoinette aber reist ihr nach und tritt ihr auf ihrem Wege zum Altar entgegen, indem sie ihr als Attrappe den Gatten präsentiert, den die Tänzerin, einst schnöde verlassen. Zu diesem Text hat der Komponist, ein italienischer Musiker, der sich als Kapellmeister in Mailand seine musikalischen Sporen verdient hat, eine äußerst melodienreiche Musik geschrieben, die mit ihren dankbaren und leicht in Gehör und Gedächtnis übergehenden Weisen den ekla- tanten Erfolg des Abends entschied. Ein Marschterzett im ersten, ein Lied des Grafen und ein paar Duette im zweiten und ein elektrisierend temperamentvolles Banditenquartett im dritten Akt verdienen als gelungenste, zumeist auch auf Verlangen da capo gesungene, Piecen hervorgehoben werden. Dabei arbeitet diese Musik, die fast nur Streicher und Bläser verwendet, mit ebenso ernsachen als betreten Mitteln und siegt im wesentlichen lediglich durch die natürliche Anmut eines seinen und beweglichen Talents. und Flotte. lieber die Zweckmäßigkeit der neuen Feld- uttiform sind in letzter Zeit starke Zweifel aufgetaucht. Bei den diesjährigen Kaisermanövern iverden deshalb größere Verbände in der neuen grauen Felduniform nicht erscheinen. Die starke Voreingenommenheit zugunsten der neuen Uniform hat stark nachgelassen, da sich die Uniform in der Praxis nicht io bewährt hat, als angenommen worden war. Der einzige Vorteil der neuen Felduniform ist der, daß die Uniform sich vom Gelände nicht )o sehr wie die alte blaue Uniform ab hebt. Demgegenüber find die Nachteile der grauen Uniform gegenüber der blauen sehr starke. Die graue Uniform hält den Unbilden der Witterung lange nicht so stand wie die blaue, sie wird nach sehr kurzer Zeit bereits unansehnlich. Auch für die Beschls- ubcrmittelung haben sich Schwierigkeiten ergeben, da infolge der alles gleichmachenden Uniform die Truppenteile sich für die Be- fehlsüberbringer viel schwieriger bemerkbar machen. Für den Mobilmachungsfall wird die neue Felduniform allerdings zur Anwendung kommen, doch sollen noch anderweitige Versuche mit widerstandsfähigerem Tuche gemacht werden. Deutsches Reich. Die J a ch t „H ohenzollcr n" nahm am Samstag vor Bergen Kohlen ein. Der Kaiser machte früh einen Spaziergang an Land, erledigte dann an Bord des begleitenden Kreuzers „Kolberg" die laufenden Arbeiten und begab sich dann um 1 Uhr mittags nach der Villa des deutschen Konsuls Mohr, wo er mit einem Teil des Gefolges das Frühstück einnahm. Um 4 Uhr erfolgte die Rückkehr der „Hohenzollern". Die „Nordd. Allg. Ztg." hält bezüglich der Einladung des englischen Arbeiterführers R a m a i) Macdonalv zum Kaiserfrühstück bei Haldanc dem „Vorwärts" gegenüber ihre früheren Feststellungen in vollem Umfange aufrecht und bemerkt: Es ist unzutreffend, daß die Einladung durch den Wunsch des Kaisers veranlaßt wurde. Tie Einladung wurde vielmehr englischerseits angeregt und ist auch ergangen, nachdem in üblicher Weise das Einverständnis des Kaisers nachaesucht worden war. Die deutsche Mitwirkung beschränkte sich aus die Feststellung dieses Einverständnisses. In Begleitung seines persönlichen Adjutanten, Oberstleutnant Joshita, ist am Samstag der japanische Generalfeldmarschall Gras N o g i, der Eroberer Port Arturs, in Berlin eingetroffen. Dem inoffiziellen Charakter der Reise entsprechend, waren von den Behörden keinerlei Empfangsmaßnahmen getroffen, dagegen hatte sich der japanische Botschafter mit den Mitgliedern der Botschaft auf dem Bahnhof cingesunden. Reichstagsabgeordneter Prinz S ch ö n a i ch - C a r o l a t h , der seit dem Jahre 1881 ununterbrochen den Wahlkreis Guben-Lübben Vertritt, gab gestern in einer in Guben abgehaltencn national- liberalen Verttauensmänner-Verfammlung die Erklärung ab, daß er nicht weiter kandidieren werde. Die heutige Strecke des deutschen Rundfluges, die von Halberstadt über Dessau und Wittenberg nach Berlin-Johannistal führt, ist mit 203 Km. die letzte Strecke des Fluges, der etwa vier Wochen gedauert hat. Von den 25 Fliegern, die am 11. Juni auf dem Flugplatz Johannistal aufgestiegen sind, ist der größere Teil im Laufe der Wochen ansgeschieden und der Wettbewerb um die letzte Strecke ist verhältnismäßig schwach bestritten. In Halberstadt stiegen heute früh vier Flieger auf, von Büchner um 6.45 Uhr unter dem überschwenglich fall zahlreicher Zuschauer als Erster auf dem Flugplatz in Johannistal landete, lieber den Verlauf des letzten Tages gingen uns folgende Drahtnachrichten zu: Halberstadt, 9. Juli. Wegen des allzu heftigen Sturmes, der eine Stärke von 12 bis 14 Metern in der hausen Eheleute feierten am Freitag in seltener Rüstigkeit das Fest der goldenen Hochzeit im Kreise ihrer Kinder und Enkel. rrn. Lich, 10. Juli. Eine Versammlung ehemaliger oberhessischer Landwirtschaftsschüler derAandw. Schulen zu Friedberg, Alsfeld, Lich und Büdingen fand heute bei guter Beteiligung hier statt. Es wurde beschlossen, einen Verband ehemaliger landwirtsch. Schüler zu gründen. Zum Vorsitzenden wurde vorläufig Landtagsabg. Fenchel-Ober-Hörgern gewählt. Z- Lich, 9. Juli. Der Gesangverein „Männerguar- tett" unternahm heute bei guter Beteiligung seinen Familienausflug nach Bad-Ncruheim, Homburg v. d. H. und der S a a l b u r g. — Bei. Kanalisatronsarbeiten auf dem Kirchenplatz stieß man vor und hinter der Kirche am alten Festungswrm verschiedentlich auf menschliche Gebeine. Tie Knochensunde erinnern an die Zeit, wo sich der Friedhof noch inmitten der Stadt, rund um die Marien- tistskirche befand. Auch eine alte Friedhofslinde, die mit einigen Gedächtnisbäumen den freien Platz vor der Kirche chmückt, gemahnt noch an diese Zeit. Doch ist der neue Friedhof vor der Stadt an der Straße nach Grünberg wohl schon feit 200 Jahren im Gebrauch. Kreis Büdingen. x Düdelsheim, 9. Juli. Sein 25jähriges Jubiläum und Bundes-Sänderfest hielt heute der Nid- der-Seemental-Sängerbund hier ab, verbunden mit dem 40- jährigen Jubiläum des hiesigen Gesangvereins „Liederkranz". Außer den hiesigen Vereinen nahmen 28 Gesangvereine aus der östlichen Wetterau und dem Vogelsberg teil, so daß nahezu 1000 Sänger hier weilten. Dem Fest ging gestern abend eine schöne Vorfeier voraus, die Lehrer Vierheller mit einer Ansprache eröffnete. Der Turnverein führte Stabübungen und Pyramiden vor, und iE-- Ä rtet nah" mecker' Antwerpen, 8. Juli. Der Seele ute-Aus st and ist, nachdem die letzten Schwierigkeiten im Laufe des Tages beseitigt wurden, nunmehr auf allen belgischen Linien beendet. Dagegen dauert der Konflikt mit der R ed - S tar-Li ne an. Cherbourg, 8. Juli. Hier kam es zwischen ausständigen Kohlenverladern und Mattosen, die die von den ersteren verweigerte Arbeit fortsetzten, zu heftigen Zusammenstößen. Mehrere Matrosen wurden verwundet. Ein starkes Polizeiaufgebot räumte die Hasenkais. London, 8. Juli. Tie auswärtigen Blättermeldungen über schwere S t r e i k u n r n h e n in Belfast sind stark übertrieben. Es handelt sich nur um einen Zusammenstoß zwischen zwei Polizeibeamten und einigen Bauern, die zum Markt gingen. Ein Polizeibamter wurde von Steinen getroffen und ungefährlich verletzt. Hungen, 29, ■— Et Nam stunden durch die Hauptstraßen Neuyorks wandett, kann man glauben, daß es noch früh am Abend ist. Aber das Neuyorker Nachtleben ist nicht etwa wie in anderen Großstädten dem Vergnügen gewidmet: es gehört der Arbeit und fast nur der Arbeit. Es ist, als ob der Tag nicht mehr ausreicht, dem rast- lolen Tätigkeitsttieb der amerikanischen Geschäftsleute zu genügen Tie großen Ladenfenster sind um Mitternacht hell erleuchtet, eifrige Geschäftsleute sind hier am Werke, die Auslagen zu erneuern und zu ergänzen, am Hafen drunten fahren die Verkehrsboote ununterbrochen bis zum Morgen, die Untergrundbahn kennt überhaupt feine Pause, und ebenso gibt es keine Stunde, in der die elekttischen Straßenbahnen ihren Verkehr einstellen. Eine ganze Anzahl von Geschäftszweigen sind dazu übergegangen, einen ständigen Nachtbettieb aufrecht zu erhalten, nicht etwa nur die Gasthäuser, sondern auch Banken, ja wer am Tage feine Zeit Hübet, geht zum Nachtzahnarzt, um sich hier um zwei Uhr morgens die Zähne plombieren und goldene Brücken in die Schmerzlosigkeit bauen zu lassen. Zu jeder 'Nachtzeit findet man Barbierläden die geöffnet sind, und auch die Schuhputzer sind nächtlicher Weile am Werke. Seit wenigen Monaten tagt bekanntlich em diachtgerichtshof, und neuerdings hat man auch in einer großen Kirche nächtliche Gottesdienste eingerichtet. Jetzt ist sogar der Vorschlag aufgetaucht, ein Theater zu eröffnen, tu dem nachts zwei Vorstellungen gegeben werden; die eine soll um halb jtvei und die andere um Ijalb fünf Uhr morgens beginnen. Die Vorkämpfer dieser nicht alltäglichen Idee stützen ’m .J)trcQUf' daß es in Neuyork Hunderttaufende von Menschen gibt, die durch die Art ihrer Beschäftigung gezwungen sind, am Tage zu schlafen, und infolgedessen nur nachts die Erbauungen der Muse genießen können. Eine stattstische Zuiammenstellung der Arbeiter und Beamten, die in der Millionenstadt während der Nacht ihre „Tagesarbeit" verrichten, hat ergeben, daß weit über 125 000 Menschen in Neuyork des Nachts arbeiten, müssen. Und sie sind nur ein kleiner Bruchteil all derer, die aus privaten Gründen oder aus geschäftlichem lieber» eifer auch die Nacht zum Tage machen wollen. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen- schäft. Zur Einweihung des neuen Kunstausstellungs- g ebäudes auf dem Alten Theaterplatz in Stuttgart soll unter dem Ehrenschutz des Königs eine große Kunstausstellung von Mai bis Oktober 1913 ftattfinden. Die Vor- — Ncuvorker Nachtleben . bereitungen der Ausstellung sollen im Herbst dieses Jahres durch ameritanifchen Meti^vole nn« -Nachtleben _ der Einberufung eines Ausschusses cingeleitct werden, an dessen Spitze "nLn h°uN"m et6at8* ** K»ch-N. mch ,S.Wn3 treten Ä Sekunde hat, wurde der Start für die letzte Tagesstrecke Halber st adt-Berlin auf morgen 3y2 Uhr früh verschoben. Infolgedessen verschiebt sich der letzte Zeitpunkt für die Ankunft der Flieger in Berlin auf Dienstag, 11. Juli, 9 Uhr abends. Halberstadt, 10. Juli. Bei herrlichem Wetter sind heute früh zum Fluge nach Berlin aufgestiegen König 3.31, Vollmöller 3.31, Büchner 3.36, Sait feg 3.43 Uhr. In Aschersleben hat König um 3.50 Uhr den hier vorgeschriebenen Schleifenweg ausgeführt; er kam in ungefähr 250 bis 300 Meter Höhe an, umkreiste den Signalballon und flog dann in der Richtung nach Dessau weiter. Laitsch führte den Schleifenflug um 3.55 Uhr ans. Auf dem Flugplatz in Aschersleben hatte sich eine große Menschenmenge cingesunden. Dessau, 10. Juli. Um 4.53 Uhr landete Büchner bestimmungsgemäß am Elbzollhaus bei Roßlau und flog um 5.01 nach Berlin weiter. König kam um a.01 Uhr hier an und stieg i.m 5.30 Uhr wieder auf. Laitsch landete um 5.40 Uhr und flog um 6.03 Uhr nach Berlin ab. vollendeter Sprechiunst — ohne Phrase; einfach, klar, bescheiden, und brachte sie zu nachhaltiger Wirkung. Daß die Künstlerin, die sich aus ihrer früheren Wirksamkeit am hiesigen Theater eines guten Rufes erfreut, Schönherrs packende Skizze von dem armen Schnauzerl am Ende brachte, gab dem Abend einen wuchtigen Schluß, der noch lange nachklang. Eine wohltuende Aowechselung von den gewöhnlichen Vortragsabenden, die mit billigem Kleinzeug schließen. Auch Fräulein Poppe zeigte sich als geschmackvolle, sichere Künstlerin, die ihre Laute mit behenden Fingern zu beseelen wußte. Reicher Beifall dankte den beiden Künstlerinnen, die ihren Gästen ein paar genußreiche Stunden bereiteten. N. ** Die Nieder-Mörler Raubmörder verhaftet. In Frankfurt a. M. wurde am Samstag abend der 17 Jahre alte Hch. Wolf aus Nieder-Mörlen verhaftet, weil er verdächtig schien, an dem Raubmorde in Nieder-Mörlen beteiligt zu sein. Gestern wurde Wolf durch den Kriminalkommissar Müller in das hiesige Untersuchungsgefängnis eingeliefert und er hat bereits ein Geständnis abgelegt. Der zweite Täter wurde heute früh in Colmar verhaftet. Es ist der 19jährige Schlosser Wilhelm Erbel aus Frankfurt a. M. In seiner Begleitung befand sich die zwanzigjährige 'Schwester des Heinrich Wolf, Kätchen Wolf, die wegen Mitschuld ebenfalls verhaftet wurde. Von anderer Seite wird uns noch berichtet: Kätchen Wolf, die wußte, daß die Eheleute Walter eine Erbschaft gemacht hatten, ist die Anstifterin zu dem Verbrechen. Sie machte ihrem Geliebten Erbel von der Erbschaft Mitteilung und drängte ihn zu der Tat. Wolf will von Erbel verführt worden sein. " Zusammenstoß. Als gestern vormittag der Fabrikant Schädel aus Hanau mit seinem Auto in langsamer Fahrt von der Schulstraße nach dem Kirchenplatz um die Straßenecke bog, kam gerade ein Wagen der elektrischen Straßenbahn vom Kirchenplatz her. Ein Zusammenstoß war unvermeidlich. Am Auto wurden die Laternen zertrümmert. Dadurch, daß beide Wagenlenker an der gefährlichen Stelle langsam fuhren, wurde weiteres Unheil verhütet. Landkreis Gießen. Großen-Linden, 9. Juli. Hier fand heute das Verbandsfest des Kriegerverbands Hüttenberg und zugleich das Bezirksfest des Hassiabezirks Gießen statt. Es waren dazu 55 Kriegervereine erschienen, 30 aus Hessen und 25 aus dem Kreis Wetzlar. Der Festzug, der sich um i/23 Uhr durch das Städtchen bewegte, umfaßte 62 Abteilungen und Vereine. Dem Zug voraus ritten Festreiter, darunter befand sich auch ein Kriegsveteran, der ehemalige hessische Chevauleger Magnus; darnach folgten auf mehreren Wagen die anderen Kriegsveteranen und die Ehrenmitglieder des Vereins, die Fest- damen und Ehrengäste. Das Städtchen war reich geschmückt. Auf dem schön gelegenen Festplatz begrüßte Festpräsident Dr.. Platz die Kameraden aus Preußen und Hessen und toastete auf den oberen Kriegsherrn, den Kaiser, worauf „Heil dir im Siegerkranz" gesungen wurde. Beigeordneter Lana sprach namens der Gemeinde. Sein Hoch galt dem Großherzog. Der Gesangverein „Harmonie" sang ein Be- grüßungslied. Der Bezirksvorsitzende, Lehrer ®aaO- Sollar, sprach seine Freude über das Zusammensein preußi- ; scher und hessischer Kameraden und über ihr Zusammenstehen zum großen deutschen Vaterland vor 40 Jahren aus. Seine Rede klang in ein Hoch auf das geeinte Vaterland aus. Nachdem der Gesangverein „Germania" ein Seemannslied unter Beifall borgetragen hatte, überbrachte das Präsidialmitglied Lehrer Wtll-Rendel beiden Verbänden die Grüße des Präsidiums. Unter lebhaftem Beifall wies er auf das energische Eintreten der deutschen Regierung gelegentlich der Marolkowirren hin und wandte sich schließlich zur Jugendbildung und Refervistengewinnung. Ein Damenreigen mit Blumengewinden unter Leitung des Turn- warts Klingelhöfer und turnerische Darbietungen des Turnvereins am Barren mit Begleitung der Musik, sowie Konzert und Tanz füllten den Nachmittag aus. Auf dem Festplatz wogte eine große Menschenmenge hin und her, besonders fiel die schmucke Hüttenberger Tracht auf. Tie Bahnbehörde hatte ans Anlaß des Festes am Mittag und Abend je einen Sonderzug zwischen Gießen und Großen- I SM FTcb--- rssr 1 a K'ftoi -Fri-db -«ich- tzladtarchlv o wf wlammelt uni" jUen ®<* 1 I tili flüherer öcl prchiv mrden 200 seltene^ . guiphien von Fr joufenbe Stob! von 1 Ereignis o jWie vertreten. B. Frieds puadett erhie ^berlahnstein L. Friedb' Ibtt LloStverMÜ ■ Aumichll MM 3eil wei , jung borgelegt r C ebäubm unte;g- rms sogar mit n konnte unsere st Irirb AMe gesc schule, wie für i , 5. 3t nirb bie ; ^dnilfeitH^eiten iLchrersemmars bei Me für alte triefe L. flliebet^. Ur hiesigen Bevöli mürbe heute mittag caif dem hiesigen F Ao O Tarn :denjeuer brad >schen Eiseng Griesheimer Lan :in dem kleinen i 'land, griff so s Feuerwehr bereit Wellen Flammen liier Lchläuchen e !>erd zu beschrän ter beschädigten 1 Ans StaSr iwO Lantz. Gießen, 10. Juli 1911. " Hoftrauer. Der Groß Herzog hat wegen des Ablebens der Großfürstin Konstantin Witwe von Rußland eine Hoftrauer vom 6. bis einschließlich 10. d. MtS. angeordnet. ** Fünfzigjähriges Militärjubiläurn. Arn morgigen Tage feiert der Major z. T. Walter, gebürtig aus Offenbach a. M., fein 50jähriges Militär-Jubiläum. Er trat am 11. 7. 1861 im Regiment ein, nahm in feinen Reihen an den Feldzügen 1866, 1870/71 teil und verblieb im Regiment bis zu feinem llebertritt zum Bekleidlmgsamt 11. Armeekorps am 1. 5. 1888. Der Veteran des Regiments lebt z. Zt. in Kassel. " Hochherzige Stiftung. Für die Deutsche Gesellschaft für Kaufmanns-Erholungsheime sind in den letzteri Tagen wieder größere Stiftungen erfolgt, u. a. von Herrn Geh. Kommerzienrat Heichelheim hier 5000 Mark. ** Zu einem Vortragsabend im Gesell- schaftsverein hatten am Samstag abend die Damen Lilh Do nn eck er vom Stadttheater in Kiel und Lina Poppe aus Frankfurt a. M. geladen, für den ein mit erlesenem Geschmack ausgewähltes Programm vorlag. Mit llugem Bedacht hatte man ein paar kostbare Perlen unserer Literatur zu einem schlichten Geschmeide vereinigt, das in seiner vornehmen Einfachheit von feinen Reizen war. Ein paar Gedichte von Goethe, Moericke, Hebbel, kleine Stücke von Wilde und Spitt eler, dazwischen einige Lieder zur Laute und zum Schluffe die meisterliche Skizze Schnauzerl aus Karl Schönherrs Merkbuch, das wir kürzlich besprochen haben, das wars. Und wie es geboten wurde. Fräulein Donnecker spürte den feinsten Regungen der Dichterseele nach und gab sie mit Ausland. Die Sekretäre des Parrf er Bauarbeitershndikates, Baritaud, Vian und Dumont, bei denen in den letzten Tagen wegen a n t i m i l i t a r i st i s ch e r Umtriebe Haussuchungen vorgenommen wurden, sind verhaftet worden. Eine Versammlung der Arbeiter aller Betriebe des Baugewerbes bestätigte den Beschluß des Komitees der Syndikate, den allgemeinen Ausstand zu erklären. In Portugal herrscht Ruhe. Es befinden sich augenblicklich 35 000 bewaffnete Portugiesen an der Nordgrenze, man begann auch die Südgrenze zu besetzen. — Ferreira Mes- auita, Unterdriektor der portugiesischen Bahnen, der Schwager von Conceiro, wurde auf dem Zcntralbahnhof in dem Augenblick verhaftet, als er nach Paris abreisen wollte. Das neue serbische (altradikale) Kabinett setzt sich folgendermaßen zusammen: Präsidium und Aeußeres: Dr. Milowanowitsch: Inneres: Trifkowitsch; Finanzen: Stojan Protisch; Krieg: General Stepanowitsch: Justiz: Professor Dr. Ärandjelowitsch; Kultus: Ljuba Jowanowitsch; Bauten: Ilitsch; Ackerbau und Handel: Kapetanowitsch. Wie verlautet, entsendet die Pforte eine aus höheren Offizieren, Justiz- und Verwaltungsbeamten bestehende Kommission zum Studium der notwendigen Reformen nach Albanien. — Nach einem Telegramm des Oberkommandanten von Albanien wiederholten in Albanien die A u fst än d i s ch cn vorgestern ihre Angriffe auf die Abteilungen der ersten und vierten Division beim Zemftusse, wurden jedoch zurückgeschlagen. Bekanntmachung Giessen, den 10. Juli 1911. B*°/7 OSM» ziadlthcatrr-AdMikiiiknt 191112 Eintritt 4S Pfg vo> m den GemeinLesaal, Liebigstraße 56, eingeladen. 4415 Anfang Ahr. 05686 den den Ab- von be- t ♦ r * . >* * * * r ♦ r « ♦, t * * B. Friedberg, 9. Juli. TaS hiesige Doppel- q.»artett erhielt auf dem GesangS-Wettstreit in Lberlahnstein den 2. Preis. AnililHer Wetterbericht. O e f s e n t l i ch e Wetterdienst st ellc Gießen. Wetlnui Der Witterung leit gestern iriUi: Tas westliche Hoch verändert feine Lage und Stärke nur wenig. Unter feinem Einfluß Haden wir meist heileres, trockenes Wetter. Frischer NoiD- lueiiivmD verhindert starke Hitze. Unter dem Einfluß des HochL wirb die seitherige Witterung noch einige Zeit anhalten. Wetteransnchten in peilen am Dienstag Dem H. Juli 1911: Meist heiler und trocken, Zemperatnr wenig verändert, nachts kühl. dürftigen Bevölkerung erstrecken. Die betreffenden Maßnahmen sollen nicht erst nach der Rückkehr aller Flüchtlinge, sondern sofort durchgeführt werden. Der Mali von Skutari erhielt bereits entsprechende Befehle. Die glückliche Geburt eines Zwillingspaares beehren sich anzuzeigen Forstassessor Schwieder und Frau Hedwig Schwieder geb. Adami prinz-heinrich-Zahrt. Southampton, ^ult Tic Teilnehmer an der Prinz-Heinrich Fal ri sind heule hier gelandet, ^sic wurden von dem 'Uioi)or mib den Mitgliedern des Magistrats mit einer Ansprache begrüßt auf die Prinz Heinrich dankend erwiderte. Liebigshöhe Am Mittwoch dem 12. dss. Mts. ^üppdplatteiitoncr. 70 75 80 Zuzug von Fremden war unerwartet groß. Die Festmuflk stellte die Kapelle des Gießener Regiments. X Hanau, 9. Juli. In der Nähe der Haltestelle Pulverfabrik hat sich heute früh der 18 Jahre alte Cflfar ErbSkorn aus Großauheim von einem Eisenbahnzuge überfahren lassen. Dlan nimmt Liebeskummer als Beweggrund für die Tat au. — Gegen den in voller Fahrt befindlichen V-Zug München — Frankfurt wurde gestern nachmittag kurz vor der Station Großauheim ein dicker Stein geschleudert, der den Lokomotivführer über dem linken Augen traf. Ter Getroffene stürzte ohnmächtig auf der Maschine nieder, doch hatte er sich nach der Ankunft in Hanau wieder erholt. Ter Heizer führte den Zug bis Hanau weiter. Bon dem Täter hat man noch keine Spur. der montenegrinischen Regierung mit, daß sich die Malissoren gemachten Zugeständnisse auf Militärdienst, die Entrichtung der Steuern und gaben, die Ablieferung der Waffen, den Bau Schulen und Straßen und die Unterstützung der Donnerstag, 1A.J«li,nachm.6Uhr .....- ■ - Letzte Nachrichten. Manche st er, 9. Juli. Der Ausstand der See- leute im hiesigen Hafen ist durch ein zwischen den Arbeitgebern und Arbeitilehmcrn aller Kategorien erzieltes Einvernehmen beigclegt worden. Bar-sur-Aube, 9. Juli. In 37 Gemeinden, deren G e - mernderäte seinerzeit zurückgetreten waren, um gegen die Abgrenzung der Weinbaubezirke zu protestieren, fanden heute Neuwahlen statt. Fast überall enthielten sich die Wähler der Abstimmung. Ect in je, 10. Juli. Der tückische Gesandte teilte ff hielt verbunden ^ ) hier ab' A)?iang^re Kkme Lagcächiomk. Am Samstag ermordete in Schönbrunn bei Lengfeld der von seiner Frau getrennt lebende Fabrikarbeiter Tressel seine Duaiiicigebciin, die Witwe Jakob, die Mutter dreier Kinder, durcu Beil hiebe. Ter Täter sprang durch Das Fenster und brach ein Bein. Er wurde sestgenommen und inS Krankenhaus eingeliefcrt. Infolge ununterbrochenen Regens in Moldau JtTtb die Flüsse ausgetreten. Zahlreiche Dörfer und Teile der Städte Piatra, Bacau, Reamiu sowie einige Straßen von Jasjp stehen unter Wasser. Der schaden ist groß, auch Menschenopfer sind zu beklagen. Der Eisenbahnverkehr ist gestört. . , . „ r< Ein Vergnügungsdampser überrannte nach einer Meldung aus London bei dem Old-Harrp-Felsen ein Segelboot, üi dem sich eine Dame, zwei Kinder, eine Zofe und zwei Matrosen befanden. Ein Malrose des Pergnügungsdampsers rettete dteZofe und einen Matrosen, die übrigen ertranken. An der kalifornischen W ü ft e strandete der Dampfer „Santa Rosa" der Pazifischen Küstenlinie. Dreißig Passagiere und ein Teil der Mannschaft sutd ertrunken. Das Schiss ging in Trümmer. Versteigerung. Mittwoch den 12. Juli d. I., uachm. 2 Ubr, werden im Biekerichen Saale, Neustadt 55, gegen «arzablung versteigert: iS Automobilmäntel, 14 glatte Autoreifen, 50 Automobil- fchläuche, 230 Fabrraddcctcu, 6 Zweiradreifen, -»1 B-^iug- 'u..n«n 4 (irni'p Hnh 3 Heine 1^0 v?lubtörvev, 400 Gaozvlindcr, 24 Meisiugbäbue, 100 ^^sichellen, 30 Blei- syphous «Gießener Alodeüj, 1 schrank mit Glasaufsatz. Die Versteigerung nndet bestimmt statt. 14424 Geißler, Gerichtsvollzieher ausgeführt von der Kapelle des hiesigen Jnf^-Negr. ,,-tarse» Wilhelm" unter persönlicher Leitung des Obermusikmetsters Herrn W. Löb er. Bei der Firma Liebmann Katz in Hungen wurde im Handelsregister eingetragen: Die Prokura des Liebmann Katz i|t erloschen. Hungen, 29. Juni 1911. Gro sch Mögliches Amtsgericht. Celtersweg 79 August Kilbinger Telephon 376 Spezialgeschäft und eigene Fabrikation solider Reifeutenftlieu.4429_ , Ter Theaterbauverein -^.niuwt georacht werden, |tarb aoer unterwegs. Die seither in Frankfurt in Stellung gewesene Tochter Des B., die wegen einer von ihr begangenen Unregelmäßig« kett eine kleine Straie verbüßen sollte, hat sich Dort vergütet und wurde vor acht Tagen in Egelsbach begraben. Hessen-Nassau. )( Marburg, 9. Juli. Die Stadt hat jetzt eine Ord- ming aufgelegt, nach derstudentischeVerbinoungs- häuser ober Kneipen von Korporationen oder Dritten nur an der Luther st raße, am Kaffweg, am Hainweg und am Wehrdaerweg eingerichtet werden dürfen. Gegen diese Ordnung hat der Ausschuß der Marburger Studentenschaft ganz entschieden Protest eingelegt und diesen hauptsächlich damit begründet, daß durch diese Ausnahmebestimmungen das gute Einvernehmen zwischen Burger- und Studentenschaft einen tiefen Ritz erhalten dürfte. h. Herborn, 9. Juli. Große Vorbereitungen waren von unserm freundlichen Städtchen getroffen für den 21. Fcuerwehrtag des Verbandes im Regbz. Wiesbaden, da eS gleichzeitig das 60jährige Bestehen unserer frei- willigen Feuerwehr zu feiern galt. Samstag morgen wurde die Feuermehrgeräte-AuSstellung eröffnet und nach- mittag« 3 Uhr fand im Saalbau .Metzler" unter dem Vorsitz von Branddirektor Scheuern-Wiesbaden die Vertreter- Versammlung statt. Begrüßungsworte richteten im Auftrag der Behörde Regierungsrat v. Zeidlitz und Landrat Dr. Prop- ping-WieSbaden,sowie Bürgermeister Birkendahl und Kom- uiandant Nikodemus an die Versammlung. Ter Verband zählt über 15 000 Mitglieder, die durch etwa 200 Abgeordnete vertreten waren. Eine lebhafte Aussprache entstand über den Antrag des Verbands-Ausschuffes, wonach der Jahresbeitrag von 20 auf 30 Pfg. erhöht werden sollte, wurde aber schließlich nur mit 25 Pfg. angenommen. Auf Antrag deS Zentralvorstandes findet fernerhin an Fcuerwehrtagen eine Prüfung Der ausgestellten Geräte nicht mehr statt. Der nächstjährige Feuerwehrtag wird der Wehr in Montabaur zugesprochen. Sonntag früh hielt unsere Feuerwehr ihre Hauptübung ab, die von den auswärtigen Kameraden gut beurteilt wurde. Den Glanzpunkt des Nachmittags bildete der stattliche Festzug; der WeranderErrichlungeines in Gießen mitwirken will, wird zur Gründung eineS Vereins auf Motorenfabrik Darmstadt Akt.-Ges. Gas-und Benzin- Motoren n Sauggas- ;; Motoranlagen :: Selbstlahrbare Band-Säoen 39.- 41.- 43.- Lriginal-Rohrplattcokosscr, laut besonderer PreiSlilte. glüifit Aliuec- u. AiijuqWr 'fe“? Mk. 5.-, 5.50,6 -, 6.50, ? .50 Rcise-ßmiittsEeil ia W« a» L 4.tocVÜBEMnec 21 Hc Neiicartikel in denkbar größter AuSwabl u. billigsten Preisen 3 Damen ernteten für ihren Fahnenreigen lebhaften Bei- ■; l Der gemischte Ehor und der .Liederiranz" verschönten ic Feier durch ihre Gesänge. Nachdem heute vormittag ii Wcrtungssingen der 11 Bundesvereinc beim Vortragen hi Volkslicoem gut verlaufen war, bewegte sich um 2 Uhr i i langer Festzug durch das schön geschmückte Torf zum estplatze. Feslfungfraucn trugen die neue Fahne. Bür- <7.meister Alb ach begrüßte die Festgäste und Pfarrer ! ! cker nahm die Weihe der Fahne vor. Eine weitere .1 spräche hielt der Bundespräsident, Lehrer Stork- [ Lenftabt Beim Wertungssingen sangen die Bundesvereine i 13 Altenstadt, Bleichenbach, Babenhausen, Kalbach, ! i .artsborn, Glauoerg, Lißberg, Crten6erg, SelterS, Stock- Ii m und Düdelsheim. Auf dem Festplatz trugen die Gast- li eine ihre Lieder vor, es waren Vereine aus Bindsachsen, .lartshausen, Haingründau, Langenbergheim, Lrleshau'en, I ßubad), Himbach, Rohrbach, Hainchen, Rommelhausen, Lor- , h Lberau, Alt-Wiedermus, Büdinaen, Markpbel und idheim. Am Montag finden noch Jugendspiele mtt ^cisverteilung statt. /\ Ober-WtdderSheim, 8. Juli. Ter Kreis» i ft u erwehr tag deS Kreises Büdingen findet am tS. Juli hier statt. Kreis Alsfeld. (?) Frischborn, 8. Juli. Hier wurde ein Brief- . träger wegen Unterfchlagung von ouszuzahlenden Geldern tttch den Gendarmeriewachtmeister aus Birslein verhaftet Ln> in daS Untersuchungsgefängnis ab geführt. [\ Kirt orf, 8. Juli. Dec Landbriefträger Hch. Itchmidt erlitt einen Hitzschtag und fiel tot zu Boden. KreiS Friedberg. = Fri e dberg, 9. Juli. Eine außerordentlich umfangreiche und wertvolle Bereicherung hat das Friedberger ttadtarchlv dadurch erfahren, datz nun sämtliche bis jetzt »uf Postkarten erhältliche Ansichten von Frieoberg g sammelt und nach Gruppen geordnet vorliegen. Bei dem r ischen Wandel unserer Tage ist eS Pflicht, Der Nachwelt das tilD früherer Zeiten zu erhalten. Tem Friedberger Stadt- litchio wurden deshalb jüngst von der Bürgerschaft über x luO feit ene Zeichnungen, Stiche, Gemälde und Photo- -.ciphien von Friedberg überwiesen. Sie ergeben eine fort- k ufenbe Geschichte deS Wachstums, deS Lebens und Treibens d r Stadt von 1646 (Merian) biS 1911. Von 1870 an ist Sa. Wasserschläuche ä Carl schunck iport Ems, 9. Juli Bei Der heurigen Kaiserregatta würbe Der Ehrenpreis Kaiser Wilhelms I. im Vierer errungen von Der M ainzcr Rudcrgcsellschast von 1902, der Staats preis int Juniorackstcr von der Rubergesellschaft S a ch s c n h a u s c n. u, J “ «etc|t Sne & ‘"'S gÄt *8 fÄVÜit!, 9t i“ Irin ffl,"" »tn** tot- ^"geliefert ln ba5 V- 'er zweite Tnt Et öerk- lurt Ö. M. M-i-e 4","”" ' - >* -Ä’ä JiSlw k ifer nn s fi Ctn,tn iertn*nimer. ' rna" .b“ Otfabdi^n ßitfl. es unheil verhütet. Gieren. o MI?eS Ereignis von Bedeutung für Friedberg lückenlos im ?ier We k’ $ilDe vertreten. Jerverbands Hütte«, ' “ ärtegettetiim etfii- wS dem Kreis »tzl-r. I dmch °s Stäbtti betagt, t tatet „4 sich auch ein Kriea- !che Chevauleger Magnus; da. : ^gen die anderen ftricq; tglieber des Vereins, die M ' Städtchen war reich aeschmii-!! seitplatz begrüßte Festpräsid^ auv Preußen und Hessen ir tegsherrn, den Kaiser, iporc esungen wurde. Beigeordn^ Gemeinde. Sein Hoch galt br rein „Harmonie" sang ein A svorsiMe, über bai Zusummen/ein yrcuf. bin unb über ck Zufammv Saterland vor tö Jahren au- (( in ß 70 75 80 85 90 95 100 105 cm Vfl. LUgtllosftk Größen 19.-21.- 23.- 25.- 27 -29.-31.- 33.- Mk. Eigenes Fabrikat, denkbar bester unb leichtester Koffer, jahrelange Garantie. 85 90 95 100 10o om Lange 46.— 50.— 53— 56.— 60.— Mk ich auf das geinte Äaterla^ icrein „Gemianra" ein Ott ^tragen hckie, überbrachte da .U-ReM beiden Verbände Unter lrbhaflem Beifall texten der deutschen Regierur: ■en hin und wandte sich schlief ,d Reservistengeivinnung. Gir Minden unter Leitung des Tnrr turnerische. Mietungen beit Weitung der Musik, M- den Nachmittag aus. Auf den Kenschemnenge hm uiw «r, Hüttenberger Tracht aus. im aB Des Festes am Mittag un. zwischen Gießen und - cvuli Aus dem Zimmerplo? (?ine Versammlung ev' n rtscha tsschnle: er ^2 Lich nndWiM. r5« hlt- Männer^ar' ^jedentltch jji Qe:t tvo tch,^ SM Heute nacht wurde unsere liebe Schwester Wegen Uebernahme resur tiaiiK Itrüil 4430 in Glas- und Porzellan-Waren Sophie Futh Witwe. Bier- Giessen. 10. Juli 1911. 7^-. Kreuzplatz 3 Inh. G. Hosch ä 6 Kerher Spezial-Glas- und Porzellan-Geschäft SSM» IbaaiMS Fritz Rosenbaum Löwe«gaffe 20 Telephon 692 Soolbadu. Luftkurort ! Seit 16 Jahren in Deutschland eingeführt und beliebt. I Nur dieser echt Schutz- mit marke. Ml Giessen, 9. Juli 1911. D10' Höinrich. Xs©ib Johanna Georgi ^©b. Laib Nur auf diesem Wege. Danksagung Freunden und Bekannten innigen Dank für die herzliche Teilnahme während der Krankheit und bei dem Ableben meiner Speziell: Tafel- und Kaffee - Service, Wasch - Garnituren, ----und Wein-Service, sowie Glas- und Steingutwaren o o z*cr Bcstattrlngsscxoffenschaft _ der freien Tchreiuervereiuignng Giekeu V erkauf 4419 'Lilicht, die Lrgl jöldcrn unb i'OT Auftreten von " 42r den vauzMaiL qröf^fe Mnglich lst ji Mla'ü qibt. L; vorrogcnben (i’t nicht verseuchte, Gr.bereit Kalle ii Tint’5 feWn. fL'chm ilt jiP3r. unserer tiemalt Sesi'^i innigstgeliebten Tochter Mimmi Nicht übersehen! "MA Jnnje Leute erhalt, kostenl. ausführlichen Prospek1 der Landwirtschaftl. Lohranstalt u. Lehrmolkorei Braunseh.-clg, 'Madamenweg 158. C-rOndl.. gedieg. Aasbüd. z.um Verwalter, Rcchnnngsführ. u-Molk-'reibeamt. Kostenl. Stellenvemittig. In 18 Jahren über 3600 Schüler. Direktor Kraute. VLMDTTW'"TO.'« ' TU <7 "V C?~Tj' ß & K Oberheffe«, GroßherzoaU Hess. KrrrharrS. k absolut ruh. u.geschützte Loge inmitt. d.schönsten sparPanlaqci: d u. in unmittelb. Vtühr d. GrodirhauseS u. d Stahl-, Schwefel. ntib Lithium.Quellen Goolbädcr im Haus:. Auögedclinte Wälder. Vorzügliche Verpflegung bei mätztgsten Preisen. Prospekte und BuSkunft durch btn Inhaber F. Euvtke. A i eiter recht bedeut , Äe:r Vildseiich .'Luigabe der Ais| _'fcMg der ÄWai jpü am dein neu reiche Besuch des 1 . Ikügcit Jägcrwclt i ordentlich q alten i i mcunci lit. Kaffee und Malzkaffee 70,75,80^p?/2Pfd. 25^ p.’/.Pfd. mit Probatheissluftröstung hergestellt: bleiben nnerreicht iu Aroma nud Geschmack. (D9/i Allein. Herstell.:W.Fertsch, Friedberg In Originalpackung, von *'„u.1 Pfd.: in den meisten Geschäften käuflich. m seinen Eigenschaften und Wirkung von dem hochangesehenen Chemiker der Seifen-Industrie Herrn Dr. C. F. Deite in Berlin auf das glänzendste begutachtet gibt blendend weisse, völlig geruchlose Wäsche und schont das Leinen in denkbarster Weise. Es reinigt die Wäsche schnell, sehr gründlich und verursacht leichteste Arbeit. S Das ein Pfand-Paket kostet nur 25 Pfennige. H Zu haben in Drogen-, Kolonialwaren-, Seifengeschäften und Apotheken hvUA En gros von der Fabrik: L. Minlos & Go., Köln-Ehrenfeld, Hoflieferanten. Frau Lina Schulze geb. Leib in Wiesbaden durch einen sanften Tod von langem, schwerem Leiden erlöst. Sämtliche Waren werden unter Einkaufspreis berechnet und findet der nur im I. Stock Kreuzplatz 3 statt. H. Mettenheimer M LZ I ML- LSZ lammen, >o 'M' . unb ideellen ^ 3 Lildes vcrnMcl iaömng lehrt, da .< ;me bedenkliche Tilgung und UN | Lichen GinndB Vajiercn, datier md es a Tas 38. Go ' !den Tagen vom ; | Vorweg bemerit s :■ Tie C-iiiicim j -in gut besuchter :n unmittelbarer Ivar. Ter 5 • Huntrum, hie •*'ci Konzertmusi : j eiüngcii des Gesc . l-e, der Lbend sehr 1 jtfjüncn Fahuenre . Manksurt liep, Den 2>n Festsonnt ö e 11 u r n c u ftfit -E Cbcrjtuje und 2« wurden j »«.Stoen unt) *«ien Heim., Itmmcu. ?. geschaffen n> 1 ."^aeii. Lvä-c .^^ttfecht, ? zahlreichem Nmith ^■■Lctn umtafuFt ! waren hnr* ‘ ! begrüßen Z fbieN! Men. 'A Gauvertrettt 'tiib ihre» >'' ' M2! i. ng betreu 'Ä Ctienn :'«gebt ».» d°° .^8 Im j.ulDto in zunebnien. -er igm in Anregung verschiedenen hu iU verfahren t . Cingehcii. der mild mitgctcilt, zugeschriebene üngemnndte Ben ktueni zu tooll । la solches Bi lammt, in er. Sie "rtteirblaU ivochcnM' (ragen