Nr. 154 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. DerKaufstag der Großherzogin 8786 Brück Tie Herrn her. üU töt töt ft dchMmi. die Tnljackie ocfftr 14-16 ni sämtliche ue mste Teil« idhot -ÄS »roße i nd.X nti Watz« \W eben. Durch cfaigung der D/öbelwarciu mim, Gießen, kommen zu. - nach ausrvartS. mr sich unb achter zu ihrer 'en- Setartige sind dies die Räume, in denen Landgraf Philipp der (Großmütige während seines Aufenthalts in Gießen wohnte. ** Abschluß von Wohnungsmietverträgen derbes fischen Staatsbeamten. Tas Staatsmiin- sterium gibt den Behörden und Beamten zur Kenntnis, daß im .Hinblick auf die im Staatslaushalt gebotene Sparsamkeit beim Abschluß von Wohnungsmietverträgen darauf zu achten ist, daß die Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs und besonders das in $ 570 desselben den Beamten usw. bei Versetzungen eingeräumtc Nündigungsrecht nicht zum Nachteile der Beamten und mittelbar der Staatskasse ausgeschlossen oder abgeändert werden. Ist die gänzliche oder teilweise Ausschaltung des § 570 trotzdem ohne zwingenden Grund, dessen Vorhandensein der eine Mieten tschädi- gung verlangende Beamte nachzuweisen hat, vereinbart wor- det'o rationell, mers rührt ftunstgärtner sich in die lichem Grün jebem, bet nben erprobten Gießen, Ploci- Ue oberhessischc jert Ihnen tm fertigten die Hallen vor den Verkaufsständen im Garten: Schreinermeister Hahn richtete mit Herrn Schubecker das Büfett und den .Vielliebchen-Stand ein; die umfangreiche Lichtanlage besorgte das fläbt. Elektrizitätswerk unter Leitung des Tircktors Stolte und des Tiplom Ingenieurs Schmitz: die Malermeister L. Petri III. und Eugen Groos bewerkstelligten die erforderlichen dekorativen Malerarbeiten, bei denen auch Theatermaler Schwedler im gelben und bunten Stand seine Meisterhand zur Verfügung stellte. Tie Möbelfabriken Hoflieferant Brück und Mart Stück- Redaklion, Expedition und Tmcferei: €diu(- slraße 7. Expedition und Verlag: Redaktion:e-^H2. Tel.-Adr/AnzeigerGießen. Tie Gießener Familiendlätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt ffir Öen Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. hing der gesamten künstlerische,, Ausstattung besorgte Architekt Meyer, der zu allen Einrichtungen auch die nötigen Pläne fertigte. Wie eine Besichtigung der unter seiner Leitung entstandenen Stände usw. zeigt, hat Herr Meyer seine nicht leichte Aufgabe, die eigentlich doch für andere Zwecke bestimmten Räume von Steins Garten für den Verlaufstag herzurichten, in sehr zweckentsprechender unb durchaus künstlerischer Weise gelöst. Karl Becker Ausschmückuiig Samstag, 10. Juni M Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universums - Buch» und Cteindruckerei. R. Lange, Gießen. abreicht tverdcit. Von 5 Uhr wird ein kaltes Büfett mit den verschiedensten Delikatessen und Weinen die Besucher des Verkanfstages gastlich bewirten. Roch sei auf die Einrichtung des Vietliebchen- Standes hingewiesen, an dem jedermann dem Glück die Hand bieten kann. Auch hier werden schöne Verkäuferinnen ihres Amtes walten, die wohl eines lebhaften Zuspruches gewiß fein dürfen. Tie Käufer erhalten die erworbenen GcLcnslände int Verpackstand unentgeltlich verpackt und für ein kleines Ent geld auch aufgehoben, so daß sie nicht gezwungen sind, die Gegenstände nmherzutragen, falls sie noch länger anwesend bleiben wollen. Auch ist ein Botendienst eingerichtet und von der Gesellschaft „Rote Radler" nbernom- meu worden, so daß sedermann die gekauften Gegenstände in seine Wohnung transportiert erhält, falls er hierfür 25 Pfg. entrichtet. Eine Kleiderablage wurde am Wngang des Saales errichtet, so daß für alles gesorgt ist, um die Bequemlichkeit der Besucher des Verkanfstages zu erhöhen. IIm die Einrichtung der Verkaufsstände und die Ausstattung der Steinfchen Lokalitäten haben sich unsere Gießener Meister sehr verdient gemacht und damit bewiesen, daß auch hier die ftunst im Handwerk gute Früchte zeitigt. Zim mermeister Gg. Schubecker und Tachdcckermeistcr Ph. Kröck ttinw,,ieL6r6S zu Friedberg und Peter Eißner zu Hanau, sämtlich in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngenteinschaft, die unkündbare Anstellung verliehen. •e 9(u§ dem Militärwachenblatt. Grimm, Proviantamtsinsp. und Kontrolleführer in Frankfurt a. M., als Amtsvorstand nach Burg, Engel, Proviantamtsinsp. in Magdeburg, als Kontrolleführer nach Frankfurt o. M. versetzt. ♦* Tas Bezirkskommando wechselt mit dem 1. April k. I. sein Quartier und wird von der West-Anlage nach dem Landgraf-Philipp-Platz verlegt. Tem Vernehmen nach sollen die oberen Räume des Philipps- schlosses, in dem sich im unteren Stock das Völkermuseum befindet, für das Bezirkskommanüo ausgebaut werden. Es sticht zurück. In sattein Grün, warmem Rot und wohltuendem Blau reihen sich im Saale die Vertaufsstände harmonisch aneinander und, soweit es sich schon heute ersehen läßt, üben auch sie eine nicht weniger geringe Anziehnngs kraft aus. __ Im Freien wetteifern in lichten Farben hier der gelbe Stand, dann der bunte Stand und dort das g r o ß c Büfett mit all seinen Nebenanlagen, mit dem reizvoll angelegten V i e l l i e b ch e n Stand und dem prächtigen Ra turgrün der alten Baumriesen des Steinschen Gartens in aiigeitehmster Weise. Hoffentlich lacht die freundliche Sonne so warm und liebevoll wie in den letzten Tagen, dann wird «es an dem Zuzug regsamer Mäufer und Käuferinnen von feier und auswärts nicht mangeln. Von Interesse wird es für die Besucher des Verkauis- > hges sein, daß eine besondere Vorschrift wegen des Anzuges Wicht besteht, sondern jedermann berechtigt ist, in b e - Kiebigem A n z u g zu erscheinen. Ter oAfizielle Beginn des Verkaufes ist um 3 Uhr nachmittags, während der Schluß gegen 9 Uhr erfolgen soll. In der Zeit von 5—8 Uhr wird int Garten die hiesige Regimentstapelle konzertieren. Außer den Verkaufsständen ist im Garten eine große > B ü f e 11 a ii l a g e geschaffen worden, in der Tee und Kaffee sowie erfrischende Getränke aller Art und Süßigkeiten ver- Ans Statt und Land. Gießen, 10. Juni 1911. '* Bahnperfonalien. Der Großherzog hat den Bahnmeistern Will). Liebegott zu Ufingen, Phil. Ruppel ;zn Dieburg und Konr. Rahn zu Nidda, dem Gütervorslehcr F.RqiI Hedrich zu Oberursel und dem Eisenbahnassistenten Albert Böhme zu Darmstadt, sämtlich in der Hessisch- ^.Preußischen Eisenbahngemeinschaft, die unkündbare Anstellung ^verliehen. Ferner wurde den Bahnhofsaufsehern Gg. g>Hahn zu Lindheim, Ludw. Weber zu Audenschmiede und ÄLbnst-.an Rull mann zu Glauberg, den Eisendahnunter- ^assistcuten Jos. Klein zu Frankfurt a. M. und Michael kDeppert zu Darmstadt, sowie den Zugführern Gg. Ewald Hunoene von fleißigen Händen waren int Verlauf dieser Woche rege beschäftigt, um dem am nächsten Ticnstag statt .findenden Berkaufstag der Großherzogin einen würdigen Rahmen zu geben. Ein Gang durch die Räume zeigt uns bett Schauplatz der so eifrig und mit der größten Uneigen nützigkeit vorbereiteten wohltätigen Veranstaltung in einer würdigen von Künstlerhand gut durchgearbeiteten Gesamt Wirkung. Tein Zweck des Verkanfstages entsprechend ist das Ganze, wie auch jeder einzelne <^tanb, in einfacher Form gehalten: es wirkt aber trotzdem in feiner Gefamtwirkung äußerst vorteilhaft. Am Montag wird die Einrichtung der Stände erfolgen. Man darf bei ihnen mit Bestimmtheit auf viel Eigenartiges rechnen. Tausende von reizvollen kleinen Sachen sind in buntem Durcheinander aiifgestapelt und werden zusammen ein äußerst malerisch es Bild bieten und wir sind überzeugt, daß niemand die Verkaufsräume ver lassen wird, ohne sich ein Andenken an die schöne Veranstal tung erworben zu haben. rath sorgten für den Aufbau der Stände und bereit Stoff Tic Einrichtung des Großherzoglichen Zim ebenfalls von Drittes Blatt M Jahrgang Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen Tic Großherzoglichen Herrschaften, die die Ainhen und die vielerlei Unanitehmltchkeileii der Vorbereitung und Turchführnng einer derartigen Veranstaltung nicht scheuten, werden hoffentlich dafür int Verkauf all der vielen schönen Sachen eine reiche Entschädigung finden, um dem guten Zweck, für den der Ertrag bestimmt ist, möglichst viele Mittel zuführen zu können. Im Stand der Großherzogin wirken außer dem Großherzogspaar die Prinzeffin Marie zu Psenburg Bü dingen, zwei Freiinnen von Rabenau, zwei Freiinnen von Rieoefel und die Tanten und Herren des Hofes mit. Tic Großherzoglichen Herrschaften verkaufen selbstgefertigte Handarbeiten, darunter besonders kunstvoll ansgeführte Sonnenschirme und Theater Schals, oberhessische Töpfereien und viele andere Kunst und Gebrauchsgegcnstände, auch eine neue Kollektion sehr schöner Postkarten vom Großherzog und der Großherzogin, teils Einzelaufnahmen, teils Gruppenaufnahmen mit den beiden Prinzen. Besondere Anziehungs- kraft auf die Kauflust werden ohne Zweifel auch die vielen ,C,1 29. **191L I KMl'f ,1(tiril iSlj tt voM L [feiert09' iveilM , J !1L russischen Holz waren usw. ausüben, die der Zar für den Berkaufstag stiftete. Int Stand der Fürstin zu Solms Hohen s o l m s Lich nehmen am Verlauf nachstehende Tanten teil: die Fürstin zu Solms Hohensolms Lich mit Tochter: die Gräfin Wilhelm zu Solms Laubach: die Fürstin Stolberg- Wernigerode mit Tochter: die Fürstin Löwenstein Wertheim mit Tochter, die Fürstin zu Schlingen mit Tochter: die Fürstin zu Psenburg Birstein mit Tochter: zwei Prinzessinnen zu Psenbnrg und Büdingen: Prinzessin Mathilde zu Stolberg Roßla: Prinzessin Antoinette zu Psenburg-Bir - stein: Prinzessin Friedrich zu Solins Braunfels: Prinzessin Helene zu Solms-Braunfels: die Gräfin zu Stolberg: die Freifrau v. Löw zu Steinfurth unb Fräulein Brand Wäh - rend die Ausstattung des Großherzoglichen Standes in Weiß mit Gold und dusligen Blüten mit zartem Grün erfolgt, trägt der Stand der Fürstin Lich Lila-Farbe Aber auch die übrigen Stände der Gießener Tarne n stehen in ihrer Ausgestaltung den vorgenannten und Marl Ti «3 teilten mit echtem und künst- und dem herrlichen Blütenflor Tie Seiler att. A -v ö Icg5\ jäKS Pf ei Id^iecl^Se ifen Kder gelesen. Kreis Friedberg / ein [er Geborene: Sohn, Walter. Geborene: ** Fahrpreisermäßigung zum B es uche der .Hygiene-Ausstellung in Dresden. Arbeitnehmer, die Mitglieder von Krankenkassen im Sinne der reichsgesetzlichen Bestimmungen über die Krant'cnversicherung der Arbeiter (eimchl. der Knappschastslrankenkasseni odei versicherungspflichtige Mitglieder eingeschriebener Hilfstassen sind, werden bei Reisen, die sie zu ihrer Belehrung nach der Internationalen Hygiene-Alts- stellung in Dresden unternehmen, auf den Strecken der Sächsischen Staatsbahncn, der Preußisch-Hessischen und der Reichsbahnen, des pfälzischen Netzes der Bayerischen Staatsbabnen (aber nicht auf den Strecken des rechtsrheinischen Netzes der Bayerischen Staatsbahnen), der Oldenburgischcn und Mecklenburgischen Staatsbahnen in 3. Klasse zum halbeii Preise. der Fahrtarten für Eiloder Personenzüge, in Sckmetlzügen außerdem gegen tarifmäßigen Zuschlag, befördert. Auf der Hinreise müssen sich mindestens zehn Teilnehmer zu einer gemeinschaftlichen Reise zusammen- schließen; die Rückreise kann auch einzeln ausgesührt'werden. Als Ausweis ist eine Bescheinigung der Kranientasse darüber vor- zulegcn, das; das betreffende Mitglied zum Besuch der Internationalen Hygiene-Ausstellung in Dresden reist. Zn diesen Bescheinigungen ist unter handschriftlicher Abänderung der amtliche Vordruck zu verwenden, der zur Erlangung einer Fahrpreis- crmätzigung für Mitglieder von Krankenkassen usw. zwecks Unterbringung in Heilstätten usw. vorgeschriehen i|t. Tie Fahrpreisermäßigung für die Hinreise ist bei der Fahrkartenausgabe der Abgangsstation möglichst frühzeitig — spätcltens 12 Stunden vor Abgang des Zuges — unter Vorlegung der Bescheinigungen, für alle an der gemeinsamen Fahrt teilnehmenden Personen zu beantragen. Tie Abfertigung erfolgt auf BefördernngSschein. Tie Bescheinigungen werden von der Fahrkartenausgabe abgestempelt und den Antragstellern zurückgegeben. Ter BefördernngSschein hat eine Geltungsdauer von 4 Tagen, einschließlich des Lösungstages, die ßur Mitternacht des letzten Geltungstages erlischt. Werden Schnellzüge benützt, so ist! der Schnellzugszuschlag a u f d e m B e f ö r d e r u n g s s ch e i n z u v e r r e ch n e n: Schnell- zugzuschlaglarten sind daher nicht zu verabfolgen. Die Fahrpreisermäßigung für die R ück r e i s e wird von den Fahrkartenausgaben in Tresden gegen Vorlegung der Bescheinigungen der Krankenkassen gewährt. Reisen mehrere Arbeitnehmer nach derselben Bestimmungsstation zusammen, so kann für sie nach Maßgabe der Bestimmungen ein Beförderungsschein ausgestellt werden. Ein- zc [reisende werden gegen Vorlegung der erwähnten Bescheinigung auf halbe (Kinder-) Fahrkarte für Eil- oder Personenzug abgefertigt. Bei Benutzung von Schnellz-ügen sind Schnellzugzuschlagkarten auszuhändigen. Großen-Linden. Suni 1. Dem Briefträger Johannes Ainhl Humoristischer. * Ein Sachse fährt von Meißen nach Berlin. Er ist ganz allein im Kupee zweiter Klasse. „Unterwegs," erzählt er, „steigt aber doch noch ä boomlanger Engländer ein und legt seine karrier- ten Beine direkt in meinen Schoß und das Luder nimmt sie nicht herunter bis Berlin!" — „Aber haben Sie sich denn das ruhig gefallen lassen?" — -,Jch kann Sie doch tä Wort englisch!" „Jugend." * Sorgen eines Müncheners. „Jetzt hab i schon zweimal von a Limonad geträumt — — wann mir dös noch amal passiert — geh i in a Klini k." wandern und Reisen. Räder und Sommersrijchen. = Ronnebnrgfest. Auf der zwischen Hanau und Büdingen aus einem Bergkegcl malerisch gelegenen und weithin sichtbaren Ronneburg veranstalten, wie schon tun mitgeteilt, die Zweigvercinc des Vogelsberger Höhen-Clubs Frankfurt a. M., Offenbach, Hanau, Büdingen und Gelnhausen am 25. Juni ein Burgfe st. Es kommt dabei ein historisches Festspiel zur Aut- führung, verfaßt von C. Steiniger, Frankfurt, bei dem 115 Personen der genannten Zweiavereine auftrcteu. Der Besitzer der Burg, der Fürst Friedrich Wilhelm von Nienburg und Büdingen zu Wächtersbach, hat hierfür die Burg zur Verfügung gestellt und den Ehrenvorsitz für das Festspiel, zu dem auch die übrigen Linien des Meuburgischen Hauses eingeladen sind, übernommen. Das Stück führt den Titel „Jin Glauben stark, in Treue fc|t' lind spielt in der ersten Zeit des 30 fahrigen Krieges. v$m Mittelpunkt der Handlung steht Graf Wolfgang Ernst I. von Bsenburg, der Stammvater aller Linien, der, ein sroinmer Christ und eifriger Reformierter, seinem Kaiser die Treue bewahrt und die Regierung niederlegt, nachdem sein Sohn, der, kriegerisch? Wolfgang Heinrich, durch die Verhältnisse gedrängt, sicherst dem Herzog Christian von Braunschweig und später dem ^chweden- könig Gustav Adolf angeschlosscn hatte, was die pickst des Bien- burgischen Hauses herbciführte. Ter Kern des Stückes und di" darin auftretenden Personen sind historisch. Tie Aufführung findet nachmittags im inneren Burghof statt und währt ^troa 2 Stunden. Ta der Raum beschränkt ist, so werden auch zur Hauptprobe am Vormittag Einlaßkarten zu ermäßigten Preisen ausgegebcn. ^m äußeren Burghof ist Konzert, LandSlncchtlager und Volkssest. Bei eintretender Tunkelheit Beleuchtung der Burg, -vic um 1520—1570 erbaute Ronneburg ist auch architektonisch hoch- ürteressant, da sie, abgesehen von wenigen älteren Resten eine Burganlage der Renaissance darstcllt. Von 1736—1740 war sie Wohnsitz des Grafen Zinzendors. Tic, Burg ist seit etwa 50 Jahren unbewohnt, doch ist noch ein großer Teil der Gebäude unter Dach und Fach und in neuerer Leit wird vieles für ihre Erhaltung und Wiederherstellung getan. I,. Friedberg, 8. Juni. Die angekündigte Vergrößerung unseres Amtsgerichtsbezirkes wird mit dem 1. Juli zur Tatsache. Vom genannten Tage an gehören Rodbeim ü.‘ d. Höhe und Holzhausen v. d. Höhe (seither zu Vilbel), Bönstadt (seither zu Altenstadt) und Dorheim (seither zu Bad-Nauheim) zum Amtsgerichtsbezirk Friedberg. x Bad-Nauheim, 8. Juni. Die hiesige russische Kirche, in der jetzt wieder regelmäßig Gottesdienste abgehalen werben, ist in den letzten Wochen neu restauriert worden. Eine besondere Zierde des prunkvollen Raumes bildet der neue Kronleuchter, ein Geschenk aus Moskau, daS einen Wert von mehreren tausend Mark hat. Den gesanglichen Teil der Gottesdienste, die zumeist öffentlich sind, übernehmen wie im Vorjahre wieder einige Mitglieder von der Friedberger Gewerbe- Akademie. Von hier aus werden auch die Gottesdienste in Homburg v. d. H. versehen.— Die Tanzveranstaltungen der Kurverwaltung, die unter Leitung von Univcrsitäts-Fecht- lehrer Will-Gießen stehen, finden von heute ab nicht mehr int Theatersaal deS Kurhauses, sondern im Konzerthause statt. x Ockstadt, 8. Juni. Die ersten Frühkirschen werden jetzt schon von hier und Rosbach auf den Bad-Nauheimer und Friedberger Markt gebracht. SerJßreij betragt gegenwärtig 30 Pfg. für das Pfund. Die Erdbeeren die ganz außerordentliche Erträge liefern, kalten noch 80 Psg. . ~ i Krofdorf. a) Standesamt Krofdorf: Gemeinden Kinzenbach, Krof- dorf-Gleiberg, Vetzberg. bj Ö u"f a e B nT?-£ “ u n a : Gemeinden Launsbach, Wißmar J9 J 1- 'Xni 6. .vemrich Römer, Taglöhncr mit Katharina Gcrlacb, beide in Vetzberg - 7 Üudmia Strob tformer in Wißmar, mit Margarete Weber in HeuAim Sen, so hat der Beamte auf keine höhere Mietentschädigung zu rechnen, als ihm nach § 19 der Verordnung vom 9. September 1879 über die Tagegelder, Reisekosten und llmzugs- kosten der Zivilbeamten in der Fassung der Verordnung vom 13. Mär; 1902 zustehen würde, wenn die Vorschrift des § .">70 B. G. B. in Wirksamkeit geblieben wäre. Zn Orten, in denen die Kündigung eines Mietvertrags auf den 1. Januar nicht ortsüblich ist, wird die Ausnahme einer dahingehenden Bedingung in den Mietvertrag zugestanden. Landkreis Giestcn. — Allend orf a. d. Lda., 8. Juni. Der hiesige, im März 1906 gegründete Männer-Gesangverein, welcher schon wiederholt preisgekrönt wurde, errang gelegentlich des Gesangs-WettstreiteS zu Londorf am zweiten Pfingstfeiertage unter der Leitung seines rührigen Dirigenten, des Lehrers Schmidt von Kesselbach, wiederum einen 1. Preis und Ehrenpreis und zwar in "Abteilung A Klasse II. Der jüngste Erfolg des Vereins hat gezeigt, daß Lehrer Schmidt, welcher den Verein erst seit Februar führt, den an ihn gestellten Anforderungen als Dirigent in jeder Beziehung gewachsen ist. A Lang-Göns, 8. Juni. Zu dem Gesangs- Wettstreit, den der Gesangverein „Germania" nächsten Sonntag abhält, haben sich 33 Vereine mit über 1000 Sängern gemeldet. An Geldpreisen werden 1300 Mk. vergeben. --- Kesselbach, 8. Juni. Gestern fand in der Wirtschaft H. Schomber I. hier die Hauptve v s ammlung der hiesigen Spar- und V o r>s ch uß kass e statt. Tie Zahl der beteiligten Mitglieder war sehr groß. Das Geschäftsjahr war wiederum günstig. Es tonnte eine Dividende von 13 Proz. verteilt werden und zwar auf ein Mit- gliederstammguthabcn von 70 550.42 Mk., das 290 Mitgliedern zusteht und vom 1. Januar 1910 mit 100 Mk. für das Mitglied erhöht wurde. Ter Reingewinn betrug für 1910 10 785.47 Mk., wovon 1973.39 Mk. dem Reservefonds überwiesen und 8812.08 Mk. den Mitgliedern zur Auszahlung und Gutschrift gelangten. Tie Versammlung wurde von dem Vorsitzenden S ch o m b e r mit einer Begrüßungsansprache eröffnet. Sodann verlas Rechner Linden- str uth die Rechnung für 1910, zu der die Zufriedenheit der Mitglieder kündgegeben wurde. Weiter wurde der Revi- sionsbericht vom 17. Mai 1911, der ein gutes Zeugnis für die Verwaltung ergab, durch den Direktor Schwalb vor- L pvo 100 Pfund . vebenö« Sdila tjc Ochs en. Dcn-olaDon-ot» nciuiij: Vollfleiscbige, ausaernästeie, höchsten Schlachtwertes, höchstens 6 ^abre alt 49—o- Junge, fleischige, nicht nu§geuia|ie und ältere ausgeniästete...... Ungejochte . . . - ö0”od Bull en. Vollfleischige, ansgeivachfene, höchsten Schlachtivertes........Ii/a Vollfleischige, jüngere . , . . - - •41 4 Farien, Hu h e. Vollfleischige ausgeniästete därjen höchst. Schlacht.vertes . . . . . - - - Vollfleischige ailsgemästete Kühe höchst. Schlachtivertes bis zu 7 Jahren. . 40—4o 77—82 Aeltere ausgeniästete Küste und wenig gut entiviclelle fllngereKuhe u. önrjeti do dy /u Enirich ein Sohn, Heinrich Karl. lvatzenborn-Zleinberg. « Abfälle: Juni G. Anna Katharina Burger, geb. Burk, 91 Jahre alt, in Steinberg. Zamilien-Nachrichten aus anderen Orten. f j o b t e: Fräulein Marie Mögt mit Herrn Hermann i M.ogk, beide m Echzell. — Fräulein Anna Schäfer in Echzell mit deren Wilhelm Kriege! in Gettenau. — Fräulein Helene Lanz m Jppeufob mit Herrn August Fett in Dannenrod. — Fräulein ^er. )a^t, nt Biedenkopf mit Herrn Heinrich Burmeister in Wollstem m Posen. — Fräulein Luise Schmitz mit Herrn Albert Schmidt, beide in AZotzlar. — Fräulein Johanna Kuntz in Wetzlar nnt Herrn Jostf Meurer in Franenslein. — Fräulein Herta Landau 111 Gomberg (ucayau) mit Herrn Theodor Rosenthal in Wetzlar. - , ■ e r b er?1 e: Herr Joh. Fischer auf Hoi Zwielalten. - Fraulein Marie Jungst in Herborn. — Frau Lisette Dierk, geb. Vetry, in Wetzlar. — Herr Dr. med. Otto Moegenburg in Alarburg. Radfahrer! H. Qleissner, Gelnhausen. Deutsche FM-lnHe, Kirchplatz 9 Inhaber: Anton Breuer, Zollverein. 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