Nr. 34 ?.o zert um Wagner ,m ganzen Lande so nur durch die Anden Abfl. Tr. Ablaß (Vp): einer Eliiebcnc ^•-Musikdirektor Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntag-. Tie „Siebener ZamNiendiätter" werden den: Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, boS ' Kreisblatt für den Kreis Sieben'' zweimal wöchentlich. Die „Landwirt,'chastlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Greins 8en Saales k. Abfl. Heine (Soz.): Das wir in Preußen erleben und erlebt Haben, das raubt v n S jedes Vertrauen zur Justiz, Fortschrittler und .'icntrumSleule Haben unter dieser Rechtsprechung gelitten. Polen und Dänen leiden noch heute mit uns. Warum Hat die Staatsanwaltschaft nicht auf die Lieberkammer verzichtet, wenn ihr die Sache fo gleichgültig war? Sie hat es nicht getan!. Das i,t das Eingeständnis ihrer Schuld! Geh. Oberjustizrat Supper: Die Staatsanwaltschaft hatte von Anfang an die Absicht, die erste Sache zur Anklage zu bringen. Dem Zufall ist es zuzuschreiben, daß das die Sache Hagen toar._ Hätte die Staatsanwaltschaft nun eine andere Kammer gewählt, was hatte man ihr da wohl für Vorwürfe gemacht! Die Staatsanwaltschaft kann es machen, wie sie will, bei gewissen Leuten wird sie immer Mißtrauen finden. (Beifall rechts.) Abfl. Heine (Soz.): Der Vertrauen verdient, findet es auch bei uns. (Lachen rechts.) Der Antrag wird abgelehnt. ihr geriest? Abfl. Grocbcr (Zentr.): Mit Rücksicht auf die Beschlüsse, die wir bezüglich der Bc- setzung der Schöffengerichte gefaßt haben, ist die Annahme des Antrages Müller notwendig. Abg. Stadthagen (Soz.) empfiehlt nochmals den sozial- demokratischen Antrag. Abfl. Dassermann (9?nH.)t . Tie Einwendungen des Staatssekretärs gegen den Antrag Müller sind nicht stichhaltig. Ter Antrag M ü ll e r - Meiningen wird angenommen. § 73 betrifft die Zuständigkeit bet Strafkammern. Tie Vorlage überweist ihnen die bisher zur Zuständigkeit der Schwurgerichte gehörenden Verbrechen der Urkundenfälschung, D e p o t u n ter s ck l a g u n g und betrügerischen Banke rotts. ~ic Sozial ° bemol roten und Fortschrittler beantragen, die ms- herige Zuständigkeit der Schwurgerichte nicht zu beschranlen. iiit yL. in’s Garten i iiminsl mbw ren’' fäO.SO'0' 'hSerhanhdl«nh? mb. Deutscher Reichstag. 122. Sitzung, M ittwoch, 8. Februar. Am Tische des Bundesrats: Dr. Lisco. Präsident Graf Schwcrin-LSwitz eröffnet die Sitzung Geh. Obersustizrat Suppcr' weist den Dorwurf zurück, daß die Staatsanwaltschaft gewisse Sachen an bestimmte Strafkammern zu verweisen bestrebt ist. Abfl. Heine (Soz.)' hält seine Behauptung speziell im Moabiter Fall aufrecht. Tie Staatsanwaltschaft hätte den S ch e i n d e r S ch i e b u n g vermeiden müssen. Ich bin überzeugt, daß die Staatsanwaltschaft in Lesern Fall einen Wink von oben bekommen bat. Der erwartete Erfolg ist allerdings auSgeblieben. Geh. Oberjustizrat Supper: Ich erkläre auf das bestimmteste, daß irge^-mettie Weisungen ober ein Wink au die Staatsanwaltschaft im Moabiter aoü nicht ergangen sind. Lediglich die Sache, die z u r c st aus der Voruntersuchung kam, war entscheidend für die Zuteilung an die Strafkammer. Abg. Dr. Heinze (Natl.): Wegen eines vereinzelten Falles das Gesetz zu ändern, ist sehr bedenklich. Wenn wir den Antrag annebmen, dann tonnen wir eine sachlich begründete Zuteilung an gewiße Kammern die Spezialisierung einzelner Kammern für Lebensmittelvermlschung, Berufungen und dergleichen nicht durchfuhren, was sich bis jetzt al.» sehr ersprießlich gezeigt hat. Wir sind gegen den Antrag. Den bestehenden Unzuträglichkeiten kann nähme unseres Antrags ein Ende gemacht werden. Abg. Werner (Nesp.): Tie Geschworenen sind in der Lage, auch schwierige Materien richtig zu beurteilen, sie haben fick' vorzüglich bewahrt. Ich V'N gegen jede Einschränkung der Zuständigkeit der ^ivurflcrubte und hoffe, daß alle vernünftigen, nicht verknöcherten Juristen mn zustimmen werden. Abg. Tr. Ablas? (Vv.): Ter Staatsanwalt in Essen hat vor 15 Jahren in energischer Weise für Verurteilung der Angeklagten plädiert. "ckuch oa* Richterkollegium war mindestens nickt ciniummig tion ter Unschuld der Angeklagten überzeugt, sonst hatte es den Fevlspru« der Geschworenen aufheben fönnen. Also die Juristen baoen hier auck gefehlt. Tie Ausführungen de? Negierui'gsvertreier- ,vc- weifen, daß die uns beschäftigende Vorlage eine reaktionäre Tendenz bat. Dieses Geständnis ist wertvoll.. . Tie Behauptung, daß die Geschworenen für die hier in urwe kommenden Delikte nicht sachverständig sind, ist unrichtig. Staatsanwalt sucht allerdings bei Bildung der Geschworenenbank die Sachverständigen z. B. bei Konkursdelikten auszumerzen. Richt so der Verteidiger! Die Behauptung des Abg. Bassermann, Zatz die Geschworenen für komplizierte Tatbestände nicht geeignet sind, darf nicht unwidersprochen bleiben. Abfl. Heine (Soz.): Der ganze Essener Prozeß vor fünfzehn Jahren ist durch Juristen in die Irre geführt worden. Dieses Verfahren welches zu der entsetzlichen Verurteilung Un,chuld,ger gehört hat, ist m Preußen Verwaltungspraris. Der Minister v. Puttkamer hatt stets die Gepflogenheit, bei Angriffen gegen Beamte nicht gct en diese, sondern regelmäßig nur gegen die Zeugen tior£uNe!’'cJ\.?L Essen haben die Juristen vor 15 Jahren von ihren Rechten einen verbrecherischen Gebrauch gemacht. Abg. Zictsch (Soz.): , _ TaS Mißtrauen, daß ein allmählicher Abbau der schwnrgericht- lichen Kompetenzen beabsichtigt fei, ist sehr begründet und wird von zahlreichen Juristen geteilt. stellen bic ehemaligen Feslungstvälle bar mit den über- hängenden Büschen' von blühendem Flieder und aitbcrcn Straudjeru und Bäumen, ein Anblick, der auch oft von Künstlern wiedcrgcgeben worden ist. Tas soll ient ander- werden. Ter Magistratsausschuß für Denkmalspflege hat nämlich berausgcfanden, daß die Fremden nicht nam Nürnberg kommen, um sich blühenden Flieder anzusehen, ren gibt cs ja auch anderswo, sondern um da- alte G c mäüer der ehemaligen Festungswerke zu bewundern. Und damit sich diese in ihrer ganzen Ursvrttngltchkeu zeigen, ist man dabei, das öicllckht schönste Stadtbild Deutsch lands zu verschandeln. Schon sind die Gärtner fleißig an der Arbeit, um die überflüssigen Bäu m e und Sträucher a u s zu r o 11 e n. vstt der Bürgerschaft hat sich ein Sturm der Entrüstung erhoben, als das Zcr'.io rungswcrk einseßtc. Man n-ies darauf hin, daß man ntchl einigen Altertumssanatilern zu Liebe die eigenartige Ber bindung von Munft und Natur, wie sie die Walle jetzt zeige!-, aufgeben dürfe. Tiefe Protestruie haben aber bisher wen-.g genutzt. In der Sitzung des Stadtparlaments wurde euu Interpellation eingebracht, die dem Ausroben der Bäume und Sträucher Einhalt tun follte, die Stadtvatcr jmo aber darüber kühl bis ans Herz hinan zur Tagesordmtng üb . gegangen, im Gefühl ihrer „übe eishett". Bereinigung für Kunst und Heimatschuß in Frauken Hai püj mit der Angelegenheit beschäftigt und eine Ent Schließung angenommen, in der oas Bedauern i'chcr die Ab Holzungen der alten Stadtmauer ausgcfprockien wird. Es besteht zurzeit wenig Aussi^l, daß der Magistrat cin^ len El; die Nürnberger haben de.in aua) bereu« gedroht, daß sie für die Halsstarrigkeit iijrer Behörden bei passen der Gelegenheit, sock heilen bei den nächsten Gemeinde wählen, Bergeltung üben werden. Abg. Barcnhorst (Np.): Den Schwurgerichten müssen dfe liier in Frage ftebenben Delikte entzogen werden. Die darauf gesetzten -Ltra.en sind nickt so doch, daß der große sckwurgsricktliche Apparat deshalb in Bewegung gesetzt werden müßte. Die Laien find auch metft über diese Telikte nicht genügend orientiert. Abfl. Heine (Soz.): Die Freundschaft der verbündeten Regierungen gegenüber den Schwurgerichten ist die, bei der man sagt, baß man sich „zum Fressen lieb Habe'. Wenn man konnte, wurde man sie gern beseitigen, denn den Burcaukratcn in diese frecheitliche Errungenschaft ein Dorn im Auge. Die Schwurgerichte arbeden im allgemeinen sebr gründlich, sie urteilen mcnt.io, wie Juristen urteilen sollten, wenn sie nickt allerlei Rücksicht aur filiere Stellen nehmen würden. Im Epener Prozeß habon vor 15 Jahren politiscke Stimmungen den Ausschlag gegeben, und daran waren die Juristen schuld. Oberlandflcrichtsrat Tr. Schultz: , c^ie Erklärung, daß wir Freunde des Schwurgerichts sind, habe^ich ohne jeden Vorbehalt abgcgcbeii.^^^^^^^. Abg. Stadthagen (Soz.)k Ten Essener Justizmord kann man nicht zum Schaden der Schwurgerichte ausschlachten l Denn aus den damaligen Geschworenen wurden absichtlich Klassenrichter ausge- wählt, die sich von den gelehrten Richtern antreiben ließen, .tte Jnslituiion ber Schwurgerichte ist durchaus germanisch. Herr Graes, Sie widersprechen ja vollkommen Ihrem Parteiprogramm! Abg. Gracs (Wirtsch. Vgg.): Ich Habe nur meine eigene Ansicht wiedergegeben, nicht die meiner politischen Freunde. (Hört! Hört!) Heber germanifdic Fragen lasse ich mich nicht von Herrn Stadthagen belehren. Uebrigens ist die Einrichtung der Schwurgerichte fo wenig deutsch wie Herr Stadthagen. (Heiterkeit rechts.) Abg. Tr. Müller (Vp): Ich bin ehr warmer Anhänger der Scköfseu-- und Gefckwore. nengerickte und bin gegen jede Einschränkung ihrer Zuständig- leit. Aber diese scharfe Kritik an ben deutschen Richtern war ver. fehlt. Der ganze deutsche Rickterstand hat ein Recht darauf, daß das hier ausgesprochen wird! (Beifall.) Präsident Graf Schwerin-Löwitz ruft den A b g. Heine wegen des Ausdrucks „verbrecherisch" in bezug auf den Efsener Prozeß nachträglich zur Ordnung. (Beifall rechts.), ES bleibt bei den 5t o m m i f s i o n s b e f ch l ü f s e n. Weiterberatung: Donnerstag, 1 UHr. ______E - l u G ’:c. Abg. .^ietsck' ( Soz.) _ . Wir wollen nickt rütteln lassen an dem gegenwärtigen Bestände der Schwurgerichte und ihnen nicht Sacken entziehen, die sie viel besser als die Strafkammern entscheiden können. Wir treten auch dafür ein, daß alle Preßdelikte Schwurgerichten überwiesen werden. Zweites Blatt M- Jahrgang Gießener Anzeige General-Anzeiger für Gberhefsen ielÖröÄirr Anoe iu wri* 11- . fdMümt wv>ex\ jä. ii, Lvüucmck.IM, zll veMen c:-- stW zu oerfauren Lclicrswcs 501L "junger brauner A I vinicher I Ost-Anlage 2< II-c | '‘(entarten' ob ano Billig” Hebt aph.-ßesellscit ibelsberger“. 11. Februar M L. A. Siegener Theaterverein. Zweiter Opcrnabcud. Gesamt-Gastspiel des Großh. Ho,l. caters und der Hosmupk in Darmstadt. Gießen, 8. Febr. ?tm vortL in Abend blühte die blaue Blume der Romantik, „heut' schöpfet der Dichter kühn aus dem wrrt- lichen Leben schaurige Wahrheit! Tenn malt die Märchen allein sind der Zweck der Kunst, mich was er wirklich Neyt, schildre der Dichter: dann erringt er der Menschen Gunsc . Wenn „der Menjchen Gunst" der Prüsstein ist für die „'ibirt- lichkeit" der Schilderung, dann hat Leoncavallo tn fernem Musitdrama „I Paglracci" sein Ziel eirreicht; faft bctfpie» los war s. Zt., 's mögen bald 20 Jahre sein, der Trrumph- zug, der das Drama, zusammen mit der glerchgeslimmren Mascagnischen „Cavalleria rusticana" über die Buhnen Europas und namentlich Terrtschtands führte. Seitdem stt es stiller geworden um Leoncavatlo, dessen „Roland von Berlin" ihn noch einmal kurze Zeit in den Vordergrund rückte, stiller auch um den „Baiazzo", aus dessen Melodien sich einst jeder Schusterjunge fein „Motiv" pfiff. Ter kri- l Ülos en Bewunderung der neuen, rea.i,tischen Musik folgte vielleicht auch durch bic Nachahmungen beschleunigt und vergrößert, die Ernüchterung, uitb_ daß dem „Drama zu solchem doch fo manches fehlt, daß dennoch „bic -i cdnen der Bühne find falsch, und Lug', fühlte man wohl bald; ein „Spiel", wie die Romantit, nur dai; die Sonne fehlt, die jene Schöpfungen vergoldet. Und doch hort und s-ehc man bisweilen nochmals gern die Komödiantentragodie und erfreut sich aii den manchen Schönh-iren der mufikal-schen Darstellung. Daß bic Ausführung heute besonders glücklich gewesen sei, kann ich nicht finden. Viellercht dasi die Säifermeiitcv ioui>< alleiniiehenüen tanx i Hause in einer lor Lage cnc r einrichteu. Angebote unter 087? hener Anzeiger erb. ’udjt ein Sinb IH Mititillen. icn in der tieidnw' liefe. Anz. 111111 ojort guten Pnv« id Abendtiick. jcb. an 3. «dicitfr, 271. '*■ »fpinheit der Bühne die freie Entwicklung ber Szenen, ber qehinder hat, daß die Au-sühnung nur für heute ®Serl9 roorten roar, jcbenfalt» lebten etn 9* 211 fehlen die VollS.zcnen waren bisweilen te'iMmb3te Gruppen gekünstelt. Tie Solistenrollen waren m allgemeinen gut besetzt und wurden rn SMl und < <^rdiener uitl.cr >)crrn 5>ofrat de Haan bot eine gute Le?smn? Tn.?gut bejegte H°uS kargte nicht nut fetnent $ClfM das Trama folgte als heiterer Abschluß L-o Falls köstliches Alt-Wiener Singspiel „Brüderlern fem , ern harmlos zierliches BerwandlungsfPiel Mit Bicdermciertanz mW Biedcrnicicrliebe in bengalischer Beleuchtung, von der feinen Musik stimmungsvoll aflompaguicrt ot>er 3um ~C11 mch geführt Da- Sfcnei Miährtge Fuaclehepaar, T°m- Sto ifter Drechöi-r, sieht em ubeä tm raum noch nmmnt hen ersten Mm vor 4) Fahren ihren Hochzeitstag, mir bürTen b i Traum, „bic Melodei der Jugend", dfe'ihnen „die^ Jugend" selbst „am dem Bialon °°n Golo" vorspielr, mitg«iicßen, mithören und mnfchcli, und uns der reizenden Bilder freuen. Das ^pict wurde von den Damen Suchancck und Zeiller u-ud j.?ernt geifer £i\d) ^spielt gelingen und getanzt. Ter Brebcrmeiertanz mußte roicberhoit werben, und auch zum 2ck)rUf,e bantte alten Mitwirkenden, nicht zum wenlgsten auch dem Orchester, a.-- dle-?mal Herr Kapell.it. i^er Krtter bicigicrtc, lebha.tcr Beifall. . m' — Die Verschandelung von A11 > Nürnberb- tzines der schönsten Biwer aMiürnbergischer Herrlrchkert Prahms ‘"■Eccard Chopin d- ^chlözer Wolf Goldinark ■ Schmnann r. Liszt 1 L. Fhcher pendeksohn • rranz * Kahn • ^eingartner achnbert , Schülerkarte -ballier (Rudolphi lusverwalter Ritte- it werden. v- Donnerstag, 9. Zebruar M RotaiionSdruck und Verlag bet Brnhl'jchen UniversttälS-Buch- und Sieinbnicterei. R. Lange, Dießen. Redaktion, ErpedUion und Druckerei: 3»ul- straße 7. Ervebuion und Verlag: Redakkion-.^^112.Lel..Adi.:AnzctgerGiehen. Abg. StabtHogkn (Soz.) beantragt, im § 69 festzusetzen, baß bic richterlickcn Geschäfte an den Landgerichten in Strafsachen nur von ständig an- gestellten Richtern waHrgenomrnen werden dürfen. Abg. Dr. Müller (Vp.) empfiehlt einen weitergrHenden Antrag, wonach das Amt eines StrafkammcrrnitgliebeS überhaupt nur von einem ständigen angestellten Richter waHrgenommen werden dar,. 4.1c abhängigen Assessoren würden damit auögcschaltet werden. Staatssekretär Dr. Lisco spricht sich gegen beide Anträge aus. In Berlin sind' z. B. die Geschäfte ohnehin so geregelt, baß eine Verwendung von Assessoren gar nicht notwendig ist. Abg. Dr. Müllcr (Vv): Dann müssen wir gerade fordern, daß gehandelt wird. Abg. Dovc (Vv.): Abfl. Wöllstein (3cntr.): Die Kommission, in der mehrere Richter sitzen, ist di'.rchau' nicht für die Abschaffung der Schwurgerichte cuigetrctcii. Abg. Baffermann (Natl.): Die Rechtsprechung ber Schwurgerichte ist im allgemeinen aut Auck die Freunde der Sckwurgericktc follren ober vcsirevr icin die cinsachen Datbejtändc den Geschworenen abzunehm.-n Wenn menschlich nicht vor intcrcineruibc Sacken Uprgrtragen werden, läßt die Aufmerksamkeit der Geichworenen häufig nach, und das ist nicht ungefährlich. -ta3 haft bäuerlichen Elementen zu, die gewohnt sind, sich viel in freier Luft zu bewegen. Abg. Graes (Diktsch. Vflg.): Ich bekenne mich zu denen, die keine Freunde des Schwurgerichts sind. DaS Urteil bc5 Essener ^chwurgerickts por U Jahren war ein furchtbarer Fchlipiuch._ ^""widank, daß ihn keine Strafkammer g.iallt Hai. die Erwählten des Volkes gefehlt haben, 'st "ber allen Ruh'. Die Zeitungen sind natürlich für b Schwurgerichte, denn für sie heißt e5: tua res apwr. -_a deutfckie Vv'i hängt nicht an dem jetzigen ^iwiirgericht. t- -d J nur eine möglichst weitgehende Beteiligung an der Recht,prechiMfl Daß die Anwälte den Schwurgerichten den Vorzitg «eben. M ver ständlick, denn sie können dort nur mehr Aussicht auf Crtolg an das mcnscklicke Gefühl appellieren aL3 vor der «traflanimer. „ ^ctier Tie Negierungsvorlagc ist widerspruchsvoll. Nach Verbeugung vor der Vortrefslichkeit des Schwurgerichts spricht man ihm plötzlich ein Mißtrauensvotum aus, indem man feine Kompetenz wesentlich beschneidet. Tie liberale (Strungcniaja, t ber Schwuraerichle sollten wir uns gerade in dem gegenwärtigen Moment nicht schmälern lassen. Das Vertrauen des deutschen Volkes zum Schwurgericht beruht nicht zum mindesten darauf, daß dem sckwurgerichllichcn Verfahren eine außerordentlich sorg^ fällige Vorbereitung boraudgeht. Wir wollen nicht dielen ersten Schritt auf dem abschüssigen Gebiete der Einschränkung der Zuständigkeit der Schwurgerichte tun. (Beifall links.) Oberlandesflerichtsrat Tr. Schultz: Wir danken für das uns cntgegengebrachte Mißtrauen, d'enn cs gibt uns Gelegenheit, auszufprechen, daß wir nicht Gegner, sondern Beschützer des Schwurgerichts sind. Wenn wir Gegner deS Schwurgerichts wären, halten wir cs letzt .eicht gehabt, nicht mit derartigen kleinen Mittelchcn, sondern encrg,|ch dagegen vorzugehen. Wir bröckeln hier nur eine unangenehme Kante ab und wollen die Schwurgerichte in der heutigen Verfassung durchaus beivehalten. Es sollen nur einige Falle von ber Zuslänbigkeii ber Schwurgerichte abgetrennt werden, die sich nicht für das Schwurgericht eignen. 1 Uhr 16 Minuten. Die zweite Leiung des Seridifsverfalfungsgetefces. (Dritter Sag.) Die Abstimmung über den 3_nJ t o g Stapl e m (mü n b’ liebe Verhandlung über die GeschaflSverteilung), bei der geste.n die Desckluhunsähigkeit dcS Hauses fcstgestellt wurde, wurde heute wiederholt und ergibt feine Annahme. Tie Sozialdemokraten beantragen folgenden neuen Lbsav in § 62: Tie Geschäftsverteilung muß ,o ge- regelt sein daß die Zuständigkeit der Sira kammcrn nach den A n s a n g 8 b u ck st a b c n deS Namens der Angeklagten und bei mehreren Angeklagten dem AnfangLbuck staben.des RamenS dealte st en Angeklagten bestimmt ist.. Maßgebend ist der Zeitpunkt ber Einreichung der Anklageschrift. Abfl. Hcine (Soz.): Wir wollen durch diesen Antrag verhindern, daß in Zukunft Strafiadfeen vor bestimmten Kammern nach ber Willkür der Staatsanwaltschaft verwiesen werden. Ich erinnere an die in ben neunziger Jahren berühmte B - a u s e w e 11 e r - K a m m e r, die durch ihre unglaublich scharfen Urteile gegen Sozialdemokralcn sich hervortat, biö sich dann herausstelltc, daß der Vorsitzende Brauseweiter feit Jahren an Wahnsinn litt. Auch später sind an die Oppermann- und die L i ebc r • S1 a m mc r Sachen verwiesen worden, die eigentlich nicht bingehorten weil bie Staatsanwaltschaft von diesen Kammern besonderes ..Entgegen, kommen" erwartete. Im letzten Moabl'er Prozeß hat sie ja bannt fein Glück gehabt. Jedenfalls aber wollen wir tn Zukunft nur )Cn Zufall über die Zuteilung entscheiden lassen. Ein Regierungskommissar: Selbstverständlick müssen bei der GcsckäftSverteilung allgemeine Grundsätze maßgebend sein. Die im Anträge vorgescklagene Reglementierung paßt aber nicht in-^ Gesetz hinein. Ts ist besser, m der Praxis es dem Prcsiibium zu überlassen, nach welchen Gesichtspunkten es Vorgehen will i.er Antrag würde bic größte Verwirrung anrichten. Wir bitten, ' ihn deshalb abzulchnen. auch Mit Be- Be- ben eine diese Der Ausschuh zur Vorberatung der Verfassung für Elsaß-Lothringen geben. Die durchschnittliche Einnahme auf 1 Tonnenkilometer des Frachtguts ist von 3,70 auf 3,65 Pfg., also um 1,4 v. H. gefallen. Für die vollspurigen deutschen Bahnen beliefen sich die Bauaufwendungen, worunter die eigentlichen Baukosten und verschiedene sonstige Auswendungen (Zinsen während der Bauzeit, Kursverluste, erste Dotierung des Reserve- und Erneuerungsfonds usw.) zu verstehen sind, im Jahre 1899 im ganzen air 12169,73 Millionen Mark, somit auf 1 Kin. der Eigentums- länge auf 248 844 Mark. Sie sind im Rechnungsjahre 1909 im ganzen auf 16 641,03 Millionen Mark und für 1 Km. der Eigentumslänge auf 284 735 Mark gestiegen. Beim Gesamtbeträge hat mlso eine Zunahme von 36,7 v. H. und für das Kilometer eine solche von 14,4 v. H. stattgefunden. Die Kosten des letzten Erwerbs, also das eigentliche Anlagekapital der jetzigen Eigentümer, stellen sich etwas höher als die Bauaufwendungen, nämlich im Zähre 1899 auf 12 403,04 und im Jahre 1909 auf 16 870,04 Millionen Mark oder 288 653 Mark auf 1 Kilometer. Die gesamten Betriebseinnahmen ausschließlich des Pachtzinses sind von 1942,15 Millionen Mark im Jahre 1899 auf 2840,50 Millionen Mark im Jahre 1909, also um 46,3 v. H. gestiegen, obwohl die durchschnittliche Betriebslänge nur um 18,7 v. H. zugenommen hat. Auch die auf das Kilometer Betriebslänge sowie auf 1000 Nutzkilometer berechneten Einnahmen sind gestiegen, und zwar von 39 741 im Jahre 1899 auf 48 967 Mark oder 23,2 v. £>., bezw. von 4006 auf 4057 Mark oder 1,3 v. £)., während die Einnahmen auf 1000 Wagenachskilometer aller Art vdn 107 Mark auf 106 Mark oder 0,9 v. H. zurückgeganaen sind. Unter Ausscheidung der Kosten für erhebliche Ergänzungen, Erweiterungen unb Verbesserungen sowie der Pachtzinse hat der U eberschuß der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben betragen im Jahre 1899: 777,06, im Jahre 1909: 869,36 Millionen Mark, er hat also um 11,9 v. H. zu- genommen, dagegen ist er im Verhältnis zu der Gesamteinnahme nach Ausscheidung des Pachtzinses von 40,01 auf 30,61 v. H. gesunken. Die Anzahl der Beamten und Arbeiter einschließlich der Handwerker, Lehrlinge und Frauen betrug im Jahre 1909: 691087 Personen, mithin kam auf je 92 Einwohner ein Eisenbahnbediensteter. Gegen das Jahr 1898 hat eine Vermehrung der Beamten und Arbeiter um 169 327 Personen oder 32,5 v. H. stattgefunden, während in gleicher Zeit die Eigentumslänge der Eisenbahnen nur um 19,2 v. H. zugenommen hat. Die» Besoldungen und sonstigen persönlichen Ausgaben für Beamte und Arbeiter betrugen im Jahre 1909 unter Hinzurechnung von 115,42 Milli men Marr für Wohlfahrtszwecke im ganzen 1215,62 gegen 701,66 Millionen Mark im Jahre 1899; fie haben mithin um 73,2 uH. zugenommen. Die Gesamtsumme der persönlichen Ausgaben ist hiernach beträchtlich mehr gewachsen als die Gesamtzahl der Beamten und Arbeiter, so daß die durchschnittliche Aufwendung für jede besckstlftigte Person vm 1345 Mk. auf 1759 Mark = 30,8 v. H. gestiegen ist. Hierbei ist zu bemerken, daß in dem Betrage von 115,42 Millionen Mark für Wohlfahrtszwecke etwa 50 Millionen Mark für Pensionen, Witwen- und Waisengelder der preußisch-hessischen Staatseisenbahnen ent- l-alten sind, die in den vorhergehenden Jahren bei dem Etat des Finanzministeriums verrechnet nxtren. Der Reichsversicheruugsausfchuß. ber heute seine hu n de rt st e Sitzung hatte, führte die 2?S,fA,^Cd,r Qn W5 * * rf?rt ium S 1564b über Vorbescheid Zu dieser sehr umstrittenen Frage liegt Reche neuer Anträge bor^ her Ausschuß vertagte b-he? früh auf Donnerstag. Bei den 1530 lo64 über die Elnlerttmg des Verfahrens, die Uns all- Untersuchung und die Entscheidung der Versicherungsträger wurde eine Reche von Kompromißanträgen angenommen. io n e n f i t o mcter n sind im Jabre 1909 im öffnaen 33662,81 gegen 18 660,45 Millionen im Jahre 1899 also iimirfgclegi worden; auf 1 Km. der durchschnitt^. hichen Betriebslange betragt die Zunahme 52,8 v. H. Der Anteil der Wageiitlasien an den Personentilornetern stellt sich 1909 auf 0,93 v. H. tu der 1. Klasse, 10,16 o. H. in der 2. Klasse> 38,63 v. H. in der 3. Klasse, 45,90 v. H. in der 4. Klasse, i bei der Militärbeförderung gegen^1,61, 13,68, 48,84, 31,43 und 4,44 v. H. im Jahre 1899 Dte durchschntttltche Einnahme für ein PersonQtkilometer hockte rm J-chre 1899 2/75• ifg betragen und ist auf 2,36 Pfg. rav1 tnt 2sthre 1909 zurückgegangen. Perionenoerkehr, hat auch der Güterverkehr bin- S Umfangs rmd der Erträgnisse in der Zeit von 1899 E ln-99 eme erhebliche (Steigerung erfahren. Wahrend die Einnahme im Jahre 1899 1258,19 Mil- Ixoneii Mark betragen hat, ist sie im Jahre 1909 auf 1825 *9 ? arkgew ackchen, mit hin hat eine Zunahme von 45,1 25 808 i Kilometer bractze eine Einnahme von 22 6b ^^efn.8"' bQflC9Cn 31631 Mart im Jahre 1909, bat Hrf? 1060 Achskilometer der Güterwagen yat üch von 98 Mark mt Jahre 1899 auf 107 Mark aeboMn m?t *64 ST^lTmal7inc die Entnahme aus dem Güterverkehr Die An^L' vH'> Jahre 1899 beteiligt, ruruckgelegten Tonnenkilometer der gegen 3? ^^^A Zqveforderten Güter mit Ausschluß des Postgutes EiL 1909 also um ^orc?^99 48 576'18 MilliE im Bundesrat ebenfalls gefordert und im übrigen die Beibehaltung des Kaisers als Trägers ber Staatsgewalt für erforberlich erachtet wurde. Auch von fortschrittlicher Seile wurde betont, daß eine Vertretung im Bundesrat auch mit der Konstruktion' wie die Vorlage sie bezüglich der Staatsgewalt vorsieht, vereinbar sei und daß darin das Wesen des Bundesstaats erblickt werde. Vom Zentrum wurde darauf hingewiesen, daß der Anttag die Richtung ber Entwicklung zur vollen Llutotwmie bezeichne. Der Wortführer ber Konservativen erklärte, baß an sich die Schaffung eines weiteren Bundesstaates für seine Parteifreunde fein Hindernis sein würde, aber sie hielten den Entwurf, angesichts der neueren Vorgänge in Elsaß-Lothringen, nicht für geeignet, das Ziel, Zufriedenheit herbeizuführen, zu erreichen, andererseits, gebe er wichtige Waffen aus der Hand. Staatssekretär Delbrück gab am Schlüsse der Aussprache die Erklärung ab, daß die Schaffung eines selbständigen B u n d e s st a a t s für die verbündeten Regierungen unannehm bar sei. Die Hauptaussprache wurde darauf geschlossen. * Der Ausschuß für daß Kurpfuscherqesetz setzte heute die Beratung des grundlegenden § 1, ber die An» Meldepflicht der nichtavprobierten Krankheitsbehandler ausspricht, fort. Nach sehr eingehender Behandlung wurde aber schließlich die Stellungnahme zu dem Paragraphen ausgesetzt, bis nach Erledigung des § 5, der die Voraussetzungen anführt, unter denen ber Gewerbebetrieb zu untersagen ist oder untersagt werden kann. Zu $ 1 lag eine ganze Reihe von Anträgen in den ner^ schiedenften Richtungen vor. Der weitgehendste ist bon Dr. Faßbender (Zentr.) gestellt, der die Kurierfreiheit vollständig am bebt und eine I n t ell ig en z p r üf u n g mit Tertianerbildung vorschreiben will. Der Vertreter der Regierung, Ministerialdirektor Dr. von Joncgueres, bezeichnete diese Anregung eines Befähigungsnachweises mit Tertianerbildung, die einen Aerzteftano ö.,w eiter Klasse schaffe, als ja gewiß sehr dankenswert, aber für die verbündeten Regierungen unannehmbar, weil sie eben die Kurierfreiheit beseitige, während die Regierung auf dem Prinzip 'ber Kurierfreiheit stehen bleiben müsse. Erörtert wurde unter anderem auch die Frage der Tierkurpfuscherei. Auch 'auf die Ausdehnung der Hebamme w kurpfuscherei, namentlich (in östlichen Provinzen, wurde hin' gewiesen und weiteres Material hierüber verlangt. Die Beratung geht Donnerstag weiter. trat heute untm dem Vorsitz des Abg. Prinzen zu 4* an?r°-lath (natl.) zusammen. Stellvertreter des Vonttzender ist Abg. Dr. Hoeffel lRv ) Qum ™rbe '»g. Dr. 8 0 n b et f tüz (ÄpZ PoIlT' ^"eSPÄTr 'L L-E i 1» O WWi»« durch das eV<-ß.l°thtmglschi SJottau’gräbt etnat* ÄL>L Bundesrat durch drei Stiinmen vertreten st.ü oll Dieser moom vn .zayre löuy aus 841 794 Tonnenkilometer" ^tretet des Zentrums begründet und E, Wbm um 465188 Äg“ $te beförderte Nutzlast, die sich aus dem Gewicht ber Petsonen nebst Handgepäck (zu 75 Kg. gerechnet), des Gepäcks 5er Dmide, des Viehs und der Güter aller Art zusammensetzt, istl von 36 421,15 un Jahre 1899 auf 55 254,91 Millionen Tonnen- tolimeter, al, o um 51,7 v. H., die tote Last (das Eigen- genncht der Wagen Lokomotiven, Tender, Triebwagen) im gleichen 3erträume von 98 535,16 auf 169 580,26 Millionen Tonnen- hlometer, cito um f2,1 vH. gestiegen. Die ungewöhnliche grotze Zunahme bei der Besörderung von Eisenbähnfahrzeugsn auf eigenen Rädern ist hauptsächlich daraus zurückzuführen, daß bei den preutzisch-hem scheu Staats ei senbnhnen von 1909 ab auch me Leiitungen der als Bau- und Betriebsdienstgut beförderten! Lokomottven, Perwnenwagen und Gepäckwagen erstmals mit in Anreckmung gebracht worden sind. Ult 9 be5 L adeg ewichts der bewegten Achse ist bei den Perionenwagen von 24,48 im Jahre 1899 auf uU9 v. H gestiegen, bei den Gepäckwagen aber im gleichen J?nq ,au2 2,49 v. H. und bei den Güterwagen Von 66,22 rmf 64,79 vH. zuruckgegaugen. Die auf die einzelne rtee u^bo%nfc7te) Guterwagenachse entfallende Nutzlast ist von 2,16 aus 3,07 Tonnen gestiegen. ersonenverkehr hat in dem Zeitraum von 1899 lanomV k W ^erent Aufschwung genommen. Im Jalsre 1909 itouibe Einnahme von 826,49 gegen 533,72 V ? naC h T i * 3 * ntr9 0 ^899,mithineinMehr v 5 4,9 vH erzielt. Jedes Kilometer brachte eine Eüi- nahMe von 14 613 Mark gegen 11 139 Mark im Jahre 1899 mithin em Mehr von 3474 Mark, oder 31,2 v. H. Dagegen ist di^ Einnahme auf je 1000 Achskilometer bei Personen- und Gepöck- wagen von 106 Mart auf 91 Mark zurückgegangeu An der Gesamt c inna hm e toac bie (^itrntilyme aug bem !Äc>^k°?v^kehr mit 29,02 v. H. gegen 27,39 v H^ rm ^ahre 1899 beteiligt. eigentliche Personenbeförderung einschließlicl' tonh2Sn bEl'iU ™ oesmteä Jahr 1899 rin Mehr bon 280,04 Millionen Mark oder 54,6 v. H., die Bcförderuna $>un-ben foId>e§ ÜDn 10'35 Millionen Mckrk ober 60,5 v. H., auszuwenen, wahrend die Nebenerträge einer Zuwachs von 2,38 Millionen Maick oder 67,6 v. mziette7' Der Anteil, der Wagenllafien an der Gesamteinnahme oua her Personenbesorderung stellt sich im Jahre 1909 auf 2,94 v. H. in der 1. Klasse, 17,50 v. H. in der 2. Klasse, 41,58 v. H. in der 3. Klasse, 36,10 v. H. in der 4. Klasse, . r . 1*^8 vH bei der MilitärbeförderUng 22,42, 2,15 v. H. im Jahre 1899. _ , Aus leben Einwohner Deutschlands pnlfiefMi 2uhre 1909 durchschnittlich 2 3 Eise'nbahnfahrten gegen rfe l89^: die durchschnittlick zurückgelegte^$fego strecke ist im gleichen Zeiträume von 2 2,96 auf 2 2,90 Km gefallen. 1 ' Statiftit der Eisenbahnen Deutschlands sür 1909. Die amtliche „Berliner Korresp." schreibt: Bon der im Reichs- Eisenbahn-Amt bearbeiteten Statistik der im Betriebe befindlichen Eisenbahnen Deutschlaiids, abgesehen von den sogenannten Kleinbahnen, ist der die Ergebnisse des Rechnungsjahres 1909 umfassende Band XXX (Verlag der Königlichen Hofbuchhandlung von E. S. Mittler u. Sohn) erschienen. Nachstehend werden einige wesentliche Ergebniszahlen des Werkes mitgeteilt und — soweit angängig — den entsprechenden Angaben aus dem vor 10 Jahren erschienenen XX. Band (Rechnungsjahr 1899) gegenübergestellt. Die Eigen tu ms länge der deutschen vollspurigen Eisenbahnen ist von 49 041 Kilometer am Ende 1899 auf 58 444 Km. am Ende 1909, also um 19,2 v. H., gewachsen. Von dieser Länge entfielen 1899 45173 Km. oder 92,1 v. H. auf Staatsbahnen und 3868 Km. oder 7,9 v. H. auf Privatbahnen, 1909 dagegen 54 947 Km. oder 94,0 v. H. auf Staatsbahnen und 3497 Km. oder 6,0 v. H. auf Privatbahnen. Nach der Betriebsart waren 1899 32 237 Km. oder 65,7 v. H. Hauptbahnen unb 16 804 Km. oder 34,3 v. H. Nebenbahnen, 19 0 9 dagegen 3 4 3 0 4 Km. oder 58,7 v. H. Hauptbahnen und 24 140 Kilometer oder 41,3 v. H. Nebenbahnen vorhanden. Die Hauptbahnen haben somit nur um 6,4 v. H., die Nebenbahnen aber um .43,7 v. H. zugenommen. Zur Bewältigung des Verkehrs standen den vollspurige^ deutschen Eisenbahnen int Rechnungsjahr 1909 26 612 Loko motiven, 55 923 Personenwagen einschließlich 250 Triebwagen und 557 399 Gepä ck- und Güterwagen einschließlich 3 Triebwagen zur Verfügung. Gegen 1899 hat bei den Lokomottveii eine Zunahme von 45,5 v. H., bei den Personenwagen von 52,6 v. H. und bei den Gepäck- und Güterwagen von 40,0 v. H. stattgefunden. Die Beschaffungskosten der Fahrzeuge haben sich von 2283,51 auf 3830,22 Millionen Mark oder um 67,7 v H. erhöht. Davon entfallen 1373,96 Millionen Mark «ruf Lokomotiven unb Tender, 16,99 Millionen Mark auf Trieb- toagen, 783,71 Millionen Mark auf Personenwagen und 1655,56 Millwnen Mark auf Gepäck- und Güterwagen. An Zügen entfielen auf das Betriebslilometer: 1899 .... 9 435 oder täglich 25,85 Züge 1909 .... 11 545 oder täglich 31,63 Züge Die eigenen und fremden Personen-, Gepäck-, Güter- Und Ab?* auf den vollspurigen Betriebsstrecken im Jahre 1909 26 718,99 Millionen und auf 1 Km. der durchschnittlichen Betrrebslange 460 606 Wagenachskilometer geleistet. Auf die Perstmenwagen entfielen hiervon 7304,47, auf bie Gepäck- unb Güterwagen 18 895,15 und auf die Postwagen 519,36 Millionen Achskilometer. Gegen das Jahr 1899 ist ein Wachstum zu ver- zeuhnen: bei den Wagenachskilometern im ganzen um 46,6 v H, bet den Personenwagen um 81,0 v. H., bei den Gepäck- und Güterwagen .um 36,7 v. H. und bei den Postwagen um 38,9 v. H Dre aus das Kilometer Betriebslänge entfallende Anzahl Wagenachskilometer hat sich um 23,5 v. H. gehoben. , Ion den auf eigenen und fremden Betriebs strecken geleisteten Achstilometerii_ ber eigenen Wagen entfielen auf eine Personen- wagenachse 48 571, eine Gepäckwagenachse 49 503 unb eine Güter- wagenachse 15 862. Landkreis Gietzen. -n. Annerod, 8. Febr. Heute begann in den Erlen' wiesen am Ostausgang des Dorfes das gefechtsmäßige Schießen des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm. Die Hebung, bei der scharfe Munition zur Verwendung kommt, dauert bis zum 18. ds. Mts. An diesen Tagen (ausgenommen der 12. und 15. Februar) wird von vormittags 8 Uhr bis nachmittags 4 Uhr in der Richtung auf Albach-Burkhardsfelden geschossen und das gefährdete Gelände während dieser Zeit durch eine Postenkette abgesperrt. Die Straße Annerod—Steinbach und der Fußpfad Annerod- Oppenrod sind gefährdet und dürfen nicht betreten werden Grünberger und Licher Straße bleiben passierbar. Kreis Alsfeld. (?) Alsfeld, 8. Febr. Ein frecher Diebstahl wurde in der Nacht vom 7. auf 8. Februar in der Villa des hiesigen Arztes Dr. Gleim verübt. Die Täter stiegen durch das Klosattfenster in den Parterrestvck ein, erbrachen den Silberschrank und durchstöberten noch andere Geqen- tände. Merkwürdigerweise nahmen sie nur wenig von der Beute ihres Streifzuges mit. Die hiesige Polizei nahm heute morgen am Tatort sofort die Ermittelungen mit einem Polizeihunde aus. Von den Tätern fehlt aber bis jetzt noch jede Spur. Sä- Stornborf 8. Febr. Eine Diebesbande mü großem Appetit hatte sich in der Montagsnacht unser Dorf zu einem ausgiebigen Beuteplatze ausersehen. In ber- chiedenen Hausern wurde eingebrochen und größere Mengen von Lebensrnitteln gestohlen. Bei Gastwirt Lutz varcn am andern Morgen viele Maschen Sekt, alle möglichen Nahrungsmittel, mehrere Flaschen teurer Liköre und schnapse und verschiedene Flaschen Rotwein verschwunden Da aber anzunehmen war, daß die durstigen Diebe auch ein dem Quantum ihrer gestohlenen Getränke entsprechen des Quantum feste Nahrung mit sich genommen haben vurden, lohnte es sich, nach weiteren Diebstählen zu »ahnden und liehe da, bald stellte sich heraus, daß dem Landwirt Peter Roth nrcht weniger als 8 Hühner in seinem Huhnerstall fehlten. Der Verdacht lenkte sich sofort auf ig cuttcr, denen man einen derartigen vom Hunaer ne21' ?1)er Sachverständigkeit ausgeführten iachtlichen Raub zutraute. Arn andern Morgen begab sich ofort eine Streife auf die Suche nach den Diebeii. _ Kreis Schotten. Aroß-Eichen, 8. Febr. Wie früher in Groß- O? ^Gewerbe der Nagelschmiede in großer Blüte stand, so war es hier mit ber Hausweberei, in ber man ~etnen unb Bettzeuge herstellte. Fast kein Haus gab AH1 das Spinn- unb Spuhlrad flirrte und ^.pperte unb schlug. Noch vor dreißig Jahren 1den Wiesen vor unserem Dorfe in ber Nähe bes • ^ne^L9e Leinen in so großer Menge, baß na*^t6..111 oiner besonderen Hütte dabei gewacht wurde, um lüsterne Hande davon abzuhälten. Heute sieht man ,Ö? 1 Ju^a5mc ein Stück solchen selbstgewobenen Tuches auf der Wiese bleichen. Die Spinn- und Spuhl- -,JtC)en tn der Rumpelkammer, die Webstühle sind abgeschlagen und lagern im Winkel. Die Hausweberei ist ^?"ige Ausuber cingegangen. Mit dem Eingehen >es Flachsbaues durch bie billige Baumwolle sank dieses Hausgewerbe zu Boden. Zu bem Tuch, das man heute ^.vereinzelten Haushaltunaen webt, wird das Garn Nicht wie früher, selbst hergestellt, sondern getauft Das Aus Stadt und Land. Gießen, 9. Februar 1911. ** Evangelischer Bund. Der Hessische Hauptverein des Evangelischen Bundes wird seine diesjährige Landesversammlung im Laufe des Sommers in Butzbach feiern. In der letzten Vorstandssitzung wurde n. b. Darmst. Ztg. festgestellt, daß sich ber Hauptverein seit seinem vorjährigen Jahresfest in Mainz um nahezu 1000 Mitglieber vermehrt hat. Es sind nämlich seit Sommer vorigen Jahres in folgenben hessischen Orten Neugrün düngen von Zweigvereinen des Evangelischen Bundes er- olgt in Dautenheim, Offenbach-Bürgel, Horchheim, Lind- heim, Friesenheim, Udenheim, Gensingen, Nieder-Hilbers )eim, Reinheim, Queckborn, Heppenheim a. b.“ Wiese, Langsdorf, Wackernheim, Rimhorn-Lützel-Wiebelsbach, Dietzenbach und Offenthal. ** Jnstruktionskursus in Versicherungs- angelegenheiten. Die 5. Jnstruktionsstunde für 1910/11 findet Sonntag den 12. Februar, nachm. 2i/2 Uhr mGrün berg im Gasthaus zum Rappen statt. Es werden besprochen: 1. Die freiwillige Mitgliedschaft nach dem Krankenversicherungsgesetz. 2. Praktische Verwaltungs ragen. Der Militärhaushalt im Budgetausschuß. Die Beratung der Heeresvorlage, die gestern einen vertraulichen Charakter gehabt hatte, wurde heute fortgesetzt. Der Wors- süh'cer der N a t i v n -a l l i b e r a l e n stimmt v orbehaltlich der Prüfung im einzelnen der Heeresvorlage zu unter Verzicht auf weitergehiende Anträge. Von fortschrittlicher Seite wird gegenüber gestrigen Aeußerungen des Staatssekretärs des Auswärtigen Amtes dringend gefordert, daß Deutschland zu internationaler Verständigung über Rüftungsfragen mehr Entgegenkommen zeigen möge als bisher. Bezüglich der Heeresvorlage äußert auch der freisinnige Redner die Hoffnung auf Verltandigung. Der Vertreter ber S o z ia l d em o kra teu schliesst lich beit Ausführungen ber Freisinnigen an, daß man bei Vergleich der Wehrkräfte ber Staaten nicht nur auf bie nackten Zahlenverhältnisse, sondern auch auf die Bildung und den inneren Wert der Mannschaften Rücksicht nehmen müsse. Ein Haß der Voller gegeneinander bestehe nicht. Int Falle eines Krieges würden die Sozialdemokraten ihre volle Pflicht tun zur Verteidigung des Vaterlandes. Diese Vorlage aber lehnten sie ab Die Konservativen stimmen der Heeresvorlage zu unb erklären sich entschieden gegen ben Abrüstungsgedanken. Ein 3 ent rum §r ebner weist auf Aeußerungen bes „Deutschen Ossizierblattes" hin, bas bie Vorlage als burchaus ungenügend barfteUt; er bezeichnet solche Ausführungen, die sich gegen Bundesrat unb Militärverwaltung richten, als ungehörig unb ersucht ben Kriegsminister, ihnen entgegenzuwirken. Von fortschrittlicher Seite wirb erneut eine Anfrage an ben Kriegsminister gerichtet nach Reformen in der Rechts- pstege und der persönlichen Behandlung der Mannscknlften und des Offizierlorps. DaS Schweigen des Kriegsministers sei wohl in der Stellimgnahme des Militätkabinetts begründet. Der Kriegs- minifter erwidert, daß diese Angelegenheit mit der Militarvorlage nur tn losestem Zusammenhänge stehe. Auf, Anregung eines Vertreters des Zentrums nimmt der 5 rd) atJlcfretar zur Deckungsfrage Stellung und erklärt, daß er dw Verantwortung |ür die Deckung im ganzen übernehmen könne Die Verteilung der Ausgaben auf die einzelnen Jahre des Quincmennats muife ber finanziellen Leistungsfähigkeit ber einzelnen Jahre Vorbehalten bleiben. Der K r i e g s m i n i fter U^emnftimmung der Heeresverwaltung mit bem Rttchslchatzamt, die Verteilung der Ausgaben auf die ein- jelnert Jahre den ledesmaligen Haushaltsverhandlungen vorzubehalten Auf Anfrage eines Vertreters der Sozialdemokraten wie es bei diesem Mehrbedarf mit der V e t er a n e n fü r s o r g d erklärt der Sckwtzletretär, daß der zugesagte Mehransatz von 5 .Millionen für die Veteraiienfuriorge sowohl für 1911 als ^Src unverändert in Geltung bleibt. Rücklicht auf die Erratungen des Schatzsekretärs wird die ratung abgebrochen. Nächste Sitzung: Donnerstag. Aus den Reichstagsausschüssen. :: Berlin, 8. Febr. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Q «a Wetter Schiveine ruhig. ä £1 pro luu Pfd. IdinittepveiS Ochs en. 87 Bew. Himmel 2 84 45 Abspannung und Uebcrarbcitung 44-48 80-84 41-43 77-78 82-84 45-48 46 83 75-76 40 75 39-42 flntfflc 63-66 105-110 Mittlere Masl- und beste Saugkälber . 59—63 98-1 Oj 40 40-00 80-00 80 50 64-66 65 Deuheit für Hausfrauen, Touristen, Jäger etc. 64-66 50 65 61-63 48 63 63—65 50 64 F <-n Dellcatess-& Girondine-Senf tlachs-B utter & Sandwich-Fischpasty Schlüssel-Tuban Zeichnung Wir nehmen schon jetzt An- Mitteldeutsche Creditbank Filiale Giessen TÜRK8PABSTs 45 42 83 77 71 67 107 101 84 93 41 50 63 98 N N 1 । Sonnenschein 0 KlarerHimmel 81 89 4 2 2 Febr. 1911 5 Z ÖD 64 61 50 56 am 15. Februar ds. Js- zur |Zeichnuug aufgelegt. — meldungen zu dieser Staatsanleihe prospektgemäss entgegen 86 32 Sanatorium Lindenfels zwischen Darmstadt—Heidelberg, 400 m hoch herrl. gelegen. Iss”/11 Kälber, feinste Diastkälber »S Wir haben in Gemeinschaft mit anderen Banken und Bankfirmen obige Anleihe übernommen und wird diese zum Kurse von Geringere Mau- und gute Saugkälber 48 - 53 80 - 85 Geringere Saugkälber 54—58 90—96 Weideinaslschake Bollfleischige, ausgewachsene, höchsten Lctilachliverles........ Bollfletschige, jüngere Marien, Rübe. Boll fleischige auSgemästete Färsen höchst. Lchlachtivertes...... . Bollfleischtge auSgemästete Kühe höchst. Schlachtivertes bis zu < Jahren. . Airctziiche lladyricbten« 3srüemi|U)e äeugiuiisgeiHcinoe. @ottesokii|i in Oer Synagoge i Süd-Anlage). Sa >nStag den 11. Februar 1911: Vorabend: 5.30 Uhr. Morgens: 9.00 Uhr. Predigt. Versicherung. !ruktionsstunde rur ar,nachm.2iM im statt. Es weck: liedschast mH kr ifdic Verivaltung- egam in titn 8dn\*i i entS U\\tt B Munition zur $fi- >8. Mts. An birr , Februar) wird w Ihr in der Richt« und das geföbrit Postenkette abgeivL r Fußpfad 9lnnero'.-l ücht betreten werd •Hellere ouSgeniäsleie Kühe und wenig gilt entwickelte stiugereKüye u. Färfeu 35—38 70—73 'Mäßig genahrke Kühe nnd Färsen . . 30—34 66-68 Markte. r.C Wiesbaden. V i e b h o *-M a r k t b e r i cht vom 8. Febr. Anitrieb: Riuoer 71 (Ochsen 19, Kühe 52, Bullen 0), Kälber 289, geräumt. Limburg a. d. Lahn, 8. Febr. Fruchtmarkt. Durch- schnittsprcis vro Dialter. Roter Weizen (iiaffgulscherf 16,50 Mk., weißer Weizen (anaebmite Fremdlortel 16,00 Mk., Koni 11,25 Mk., 0)erste: Futtergerstc 9,25 Btt., Braugerste 11,25 'Mk.. Haier Mk. 7,50 Erbsen 0,00 'Mk., Kartoffeln 5,60-6,60 'Mk. and. 9- Februar 1911. ? Hessische d lerne diesjähn- Emers in 3h?, Atzung wurde n. • Hauptverein sei um nahezu 100! imlich seit Sonrre- m Orten Reugri? elischen Bundes e:- Horchheim, Liird gen, Rieder-Hilbtt: mheim q. d. Vieik r-Lützel-WiebelsbÄ. z ÖD Schweine. Voll fleischige Schweine bis zu 2 Zentner „ Lebendgewicht........50—51 VoUsieiscbige Schweine über 2 Zentner Lebendgeivicht 50-51 f.ewi4)t 49 l 5. Klaffe Grubenholz 14,50 Mr.: Fichten 1. Klaffe 26,77Mk. 2. Klasse 25,37 Ml , 3. -lasse 24,37 Mk, 4. »lasse 22,96 Mk, 5. Klaffe 20,51 Mk : T e r b ft i n g c n 10,31 Mk. Dochbutcndc blieben Reger Lick, Sägemeri-Wetterfeld, >?ch. Seip I. Ettmgo Hausen, .\). Chr. Schmidt Lid-, Ludwig Äff III. Llue.kborn Bei den o l z v e r sr e i g e r u n g c n im Walde kostete der Festmeter Derbstangen 13,20 Ml, Buck.mscheiiholz 7,50—8,25 Mk., Bucken prügel 6 Mk., Mief em 3—4 Mt.. ein Hausen 5 Festmeter Bilden reffcr 4—5 Mk., Ficktenreiser 1,50—2. Mk. Unsere Gemeinde nimmt jährlick) etwa 25000 Mk. für L»ol; ans den umfangreichen Waldungen ein. Braut-Seide ..».«.b ■iafbireftor Ti danlenswttt, t e b m bar, n>kil ^.Regierung au; L9 yebarnnti- ^ovrnzen, wurde h ttlangt. Schee 43, Schiveine 362. Tendenz: Rinder schleppend, Kälber und Schale mittelmäßig. * ' ' Preis Durch- 101.25 °|o ’"tbt «da D «“Wett, ft Landwirtschaft. ** Ausfall der Pferde- und Fohlenauktiort Darmstadt. Tas Ministerium des Innern hat die Zulassung von Pferden aus Sperr- und Beobacktungsgebieten der Maul- und Klauenseuche zur geplanten Pferdeaultion untersagt und sich außerdem das Verbot dcr ganzen Veranstaltung Vorbehalten, falls die Seuche bis zum Auktwnstermiu eine noch stärkere Ausbreitung nehmen würde. Tie Landwirtschaftskarnmer hat daher beschlossen, mit Rücksicht aus die Verbreitung der Maul- und Klauenseuche und mit Rücksicht darauf, daß durch das am Auktionstage in großer Zahl zu erwartende Publikum indirekt (durch Schuhwerk, Kleider usw.) die Seuche möglicherweise weiter verbreitet werden tönnte, die zum 21. Februar ds. Js. in Darmstadt geplante Pferde- imb Fohlenauktion in diesem Jahre ausfallen zu lassen. 0.8 3,1 — 23 38 — 5,9 2,7 8. 2»! ;60,5 8. 9- ,62 5 9. 7- «62.2 <ßcricbt»faaL Darrnstadt,8. Febr. Tas Kr iegsg ericht der 25. Division verurteilte heute den Peter Geyer wegen Kameradendicbstahl im Rückfall zufünfMonatenGesängnis, fototc Versetzung in die zweite Klasse des Soldatenstandes. Er hatte als Rächt- posten die Gelegenheit benutzt, sich, zum Trocknen aufgehängte Wäschestücke, anzueignen. Musketier A. W. im Inf.-Regt. Nr. 118, wegen unerlaubter Entfernung zu zwei Monaten Gefängnis. Er war im vorigen Sommer inFriedbergalsRekrut ausgehoben frnD bis zur Einstellung im .Herbst beurlaubt worden, weshalb für ihn die militärische Anmeldepflicht bestand. Er kam dieser bei seinem' Umzug nach Gießen jedoch nicht nach. Darmstadt, 8. Febr. In der Entschadiguirgsklage der Hinterbliebenen der Witwe Wolfsturm gegen die süddeutsche Eisenbahngesellschaft wies das Oberlandesgerccht die Berufung der Eisenbahngcsellschaft gegen das landgerichtliche Urteil zurück, duxch das diese zum Ersatz des durch den Tod der Witwe Wolf- sturm enrftanbenen Schadens verurteilt worden mar. 1-1 ny. rebrnd- L»lachr« yvo 100 Piuud ptivtdir titoenD» vchta-ve- von-biSvou-blö Nach mittags: 3.30 Uhr. Sabbatausgang: 6.25 Uhr. 3sraeüii|cbe tteligiousgefellschast. (SetlesbitnlL L a b ba t : bin DZ- raui geschlojin. ^ Vollfleischige, ausgemasiete, höchsten Schlachtivertes, bödiftciiS 6 Zabre alt 48—50 87—88 3unac, fleischige, nicht ausgemänete niiö ältere ausgemästete...... 44—47 83—85 'Mäßig genährte junge uitb gut genährte ältere 40—43 80—83 Ungejochte 89—90 Bullen. ■ / , • ■ r* liefert billigst die BrOhl’sche Kuverts mit Firma frech« Diedfl«! bruar m der Lu. । t Die Toter M reftod ein, erW noch andere Gtz- sie nur roemg jiesig-P-W M II titteiungettmd® fehlt a6er taä le | «Ti-b-EL W" I S-tr°»k- E hc,_ ch Ä> i eren a ich IW®« lenkte ’'junje 3 in ! Vie E.er -de tu 9r0|)j jn bs .»«»ÄM-d HS-1 w haltbare, auch gesundheitliche Leinen ist mit dem Ein aeben der HauSweberei gleichfalls recht selten geworden. B X. Ilsdorf, 8. Febr. Die in unserer Gemarkung befindlichen Eisensteingruben nebst dcr nach Stock Hausen führenden Drahtseilbahn hatten jetzt elel trisches Licht, wozu der Strom von der Holzinduitrie auf Mücke geliefert wird. Durch diese Beleuchtttng war es im jetzigen Winter möglich, den Betrieb der Gruben in demselben Umfange aufrecht zu erhalten rote im Sommer Dadurcki bleibt der Verdienst der Bergarbeiter gleich falls auf derselben tzöhe mit den Sommerlöhncn. Ter Absatz der in Stockhausen zur Verladung kommenden Eisensteine ist ein flotter. Kreis Friedberg. ' ch. Gambach, 8. Febr. Im Wald erhängte sich ein Streckenarbeiter. Tie Ursache zu dem Selbstmorv soll in Krankheit zu suchen sein. ch. Butzbach, 8. Febr. Die Ortsgruppe de? Fecht- *vereinS .WaisenschntzE tritt für die Erbauung deS Waisenhauses deS GefamtoereinS in Butzbach ein. Für den Neubau sind 100 000 Mk. vorgesehen. Tie hiesige Ortsgruppe ist mit 824 Mitgliedern die drittgrößte. Höhere Biit- gliederzahlen weisen nur Darmstadt und Mainz auf. können schlimme Folgen nach sich ziehen, wenn nicht rcchtzettta vorgebeugt iviib. Als sehr zweckdienlich hierfür erweist sich Scotts Lebertran-Emulsion, die, leicht bekömmlich und angenehm schmeckend, allgemein gern genommen wird. ScoriS ömulfton wird von uns au8id>ltetiltd> nn «rotzen eerfauft und »war ttit lote nadj ÄcwiLi ober Matz fonbtrn nur In vrrNrgeUrn Cdgina(flaf<6en m florton mit unfern LLuvmarke tgUcher wU dem Dorf») Scott 8t Bowne. ®. m. b H, Rrontfurt a. M . SeftunbKilc ftetnfter Mebizinal«9ebertran ibtV). prima »lojertn BOA unterpboephor'üfäurer fiair 4,8 unterp!)oBpborigchlag: 0,0 w'v. — Schon verzollt! — Verlangen Sie Muster! — D»/,] G. Henneberg. Zürich. / T & P’s Senf in hygienischer ^uben-pockung. Gießen und Alsfeld, den 9. Februar 1911 967 961 I m m e t t. Bekanntmachung entschlafen ist. Im Namen der Hinterbliebenen: den 9. Februar 1911. B9/2 970 38 Rm. Nadel-Stöcke, 2. Forftwarle 936 Bilanz für das 10. Geschäftsjahr 909)10 (1. Oktober 1909 bis 30. September 1910) CB9/, 10185.97 Reservefonds 2062.30 Schulden Gießen, 7. Februar 1911. 0998 15198.25 Reingewinn 14966.02 5456.02 Summa 33109-59 Medizinische AuSgeschiedcn mit Ende des Geschäftsjahres In 763 F1Q1B ! Seit 16 Jahren in Deutschland eingeführt und beliebt. ! scltes" Nur dieser echt Schutz- mlt marke. hvH/,) M Die Beerdigung findet am Samstag den 11. d. M., nachmittags 3 Uhr, vom neuen Friedhöfe aus statt. Mitgliederhaftsumme„ „ „ „ Dre Mitglisderguthaben vermehrten sich um Die 'Miigliederhaftsumme vermehrte sich um Gießen, den 8. Februar 1911. Mk. 15379.57 2764.- Eisenbahn-Konsum-Verein Gießen 8 «Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht) Der trauernde Gatte: Adolf Hotz. Zahl der Mitglieder am 1. Oktober 1909 Zugang im Laufe des Geschäftsjahres Die Beerdigung findet Samstag den 11. Februar ds. Mts., vormittags IO1/, Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus stalt. 171'40 576 300 Das ein Pfund-Paket kostet nur 25 Pfennige. Zu haben in Drogen-, Kolonialwaren- und Apotheker-Geschäften. En gros von der Fabrik: Großh. Bürgermeisterei Göbelnrod. Damm. Die Holzversteigerung vom 7. l. Mts. tu der Forstwartet Baumgarten ist genehmigt. Ausgabe der Abmln scheine, Holzüber- Weisung und erster Fahrtag: Dienstag, 14.1. Mts. Gießen, den 8. Februar 1911. Grvßherzogliche Obersvrsterei Schiffenberg. Trautw ein Louis Wittich V. Gießen (Neuenweg 10), Frankfurt a. M., Chile, Summa 33109.59 558 33 zusammen 591 in seinen Eigenschaften und Wirkung voll dem hochangesehenen Chemiker der Seifen-Industrie Herrn Dr. C. F. Deite in Berlin auf das glänzendste begutachtet gibt blendend weisse, völlig geruchlose Wäsche und schont das Leinen in denkbarster Weise. Es reinigt die Wäsche schnell, sehr gründlich und verursacht leichteste Arbeit. Verwandten, Freunden und Bekannten dte Mitteilung, daß unsere liebe jJiutter, Großmutter, Schwiegermutter und Schwester Frau Joh. Gg. Schmidt Witwe geb. Kröck am Dienstag abend im 81. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Heuchelheim, 9. Februar 191L Die Beerdigung findet am Freitag den 10. d. Mts., nachmittags 8 Uhr, vom Sterbehause Gießener Straße 1 aus statt. 965 L. Minlos & Co., Köln-Ehrenfeld Hoflieferanten. Passiva Geschäftsanteile Verpachtung Sautstag den 11. Februar 1911, vormittags 11 Uhr soll die der Geuiemde Freienseen zttflebende Wold-- und Feldjagd, bestehend in 198,2 ha Wald- und 463,5 ha Feldgrundslucken in der Wohnung de§ Gastwirts Hofmann dahier auf weitere sechs Jahre nochmals verpachtet werden. Genehmigung wird sofort erteilt. Fcetenseen, am 8. Febrtmr 1911. Großhetzogliche Bürgermeisterei Freienseen. Reichstagswahl. Die Liste der bei der bevorstehenden Reichstagswahl in der Stadt Gießen stimmberechtigten Personen liegt von Freitag den 10. Februar bis Freitag den 17. Februar d. I. beide Tage einschließlich (auch am Sonntag! vormittags von 9 bis 12 Uhr und nachmittags von 3 bis 6 Uhr aus der Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 9, zu jedermanns Einsicht offen. (B6/-, Einsprüchen gegen die Nichtigkeit und Vollständigkeit der Liste sind bei Vermeidung des Ausschlusses binnen 8 Tagen, von Beginn der Offenlegung ab gerechnet, daselbst vorzubringen. Gtehen. 6. Februar 1911. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. M e c u in. Danksagung. Für die überaus vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste meiner inniggeliebten Gattm, unserer guten Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester und Schwägerin Fran Maria Seth sagen auf diesem Wege herzlichsten Dank Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Konrad Seth. Todes-Anzeige. Gestern morgen 10 Uhr entschlief sanft nach kurzem Leiden meine gute Gattin, unsere liebe Schwägerin und Tante Fra» Katharine Hof; ^b.Noll im vollendeten 80. Lebensjahre. Bekanntmachung. Ewlzvertteigerung Montag den 13. Februar >9«1, vormittags 9V2 Ubr, in den Distrikten Studcntcuschlag, MagnuSwäldchcn, Erlenbruuncn und Cbarlottcnwald (Abt. 95, 96, 97, 98) der Forstwartci Gießen II, Foritwart Arft, Hockwart. 3 Rm. Eichennußscheit, 18 Rm. Hainbuchennußknüppel <2 Mir. lang), 236,2 Rm. Bucheuschett, 87 Rm Eichenscheit, 56,5 Rm. Buchenknüvvel, 29 Rm. Hainbuchentnüvvel, 51,5 Rm Eichenknüppel, 5 Rm. Ficksien- knüpvel, 42,7 Rm. Buchensiock, 31,5 Rm. Eichensiock, 1540 Wellen Buchenreisig. 1330 Wellen Hainbuchenreisig, 920 Welten Eichenreisig. Die Zusammenkunft ist auf der Sicher Straße an der 8. Schneise. (B% Gießen, den 8. Februar 1911. Großherz-ogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Ä e 11 e r. Mk. 207.05 Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß unsere liebe Mutter, Großmutter, Schwiegeimutter und Schwester Frau Lina Kinkel grb. Witlich nach langem Leiden im Alter von 69 Jahren sanft Holzversteigerrmg. Samstag den 11. Februar l. Js., vormittags von 10 Uhr an, soll in den hiesigen Gemeindewaldungen, Distrikten Unterplatz, Hoheberg, Reitzenberg, Hamberg, Wir- berg und Lichtenplatz, nachverzeichnetes Holz ber)teigett werden. 1. 251 Rm. Radel-Scheit und Knüppels Nullmann Althaus Besen u. Bürsten Spezial Geschäft 508 Welz, Seltersweg 6. das neue Geschäftsjahr 1910/11 übernommen . . 568 Mitgliederguthaben zu Ende dos Geschäftsjahres Mk. 15379 Kartoffeln Magnum bonum, gelbe Mäuschen iSalatkanoffel) emvuehlt 33u F. Weiset Telefon 88. Grünberg. Auskunft erteilen die Großherzogtichen ' Müller zu Mücke und Edelmann zu Merlau. Gründers, 6. Februar 1911. Grogherzogllche Obersörsierei Nieder^Ohmeu. , Schneider. Holzversteigeruug Fürstlich Solmsifchc Oberförsterci Hohensolms. Mittwoch den 15. Februar. X. Nutzholz. Disir. Scheuer« Wald. Eiche: Stammholz 96 St. 32,49 Fesim. (Wagneräolz), 6 Rm. Oiutzrollen, 3 Rm. Otutzprügel. Eiche: Stammholz 6 — 0,70 Fest ui. , Wagnerholz). Fichte: Stammholz 17 St. — 2.94 Festm.» Ltangeuholz 18 St. 2/3. Kl., 10 St. 5. Kl. Distr. Eickclsbcrg. Fichte: Stammholz 63 St. -- 9,84 Festm., Derbstangen i)2 St. 1. Kl., 36 St. 2. Kl., 76 St. 3. Kl. Kiefer: Stammholz 3 St. —0,85 Festm. B. Brennholz. Distr. Schenernwatd. Buche: 36 Rm. Scheit u. Brügel, 3250 St. Wellen (Stamm- u. Astwellen». Eicke: 29 Rm. Scheit und 'Brunel, 8 Rm. Stöcke, 1520 St. Wellen. Nadelholz: 2 Rm. Brügel, 320 St- Wellen. Dlstr- .Eickclsbcrg. Bucke: 112 Rm. Scheu u. Prügel, 27 Rm. Stöcke, 4430 St. Wellen lSlamm- u. Auwellen'. Nadelholz: 8 Rm. prügel. 1100 St. Wellen. Das Nutzholz aus beiden Distrikten wird zuerst verkauft. Zu- ftiniinenEunit der 'Nuvholzsteigerer um 10 Uhr vormittags vor dem Hause des Fürstlichen Försters Reger tn Hohensolms. Beginn der Versteigerung des Brennholzes etwa um 12 Uhr bei Holz -J