Freitag, 8. Dezember 19U Erster Blatt 16t. Jahrgang vudingen: Zernsprecher Nr. 269 Geschästsstelle vahnhofstratze 16a. Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. zwei Tischtücher. Am zweiten Marz 1570. Tor — K urze Nachrichten aus Kunst und enunangen zu haben, für welche Summe er als einen Tegen meines Vaters, sechs Hemden, vier Levi 2ö Lire Pfand behalt Bettlaken unb auato Tasto." Wissen- en mc d i- et Berlin) - a - u i - _<üevurt5tag. Zur Vereinfachung in der hessischen Ztaattve.waltuno. Man schreibt uns: >* Zu den in letzter Zeit in verschiedenen Blättern er- chienenen Anregunaen über Vereinfachung der hessischen Staatsverwaltung wird noch auf ein Verfahren hingewicsen, das wegen seiner Umständlichkeit verdient, einer öffent- M-ritit unterzogen zu werden. Es handelt sich um die zurzeit bei den Kreisämtern eiulaufeuden und von diesen zu revidierenden K i r ch c u v o r a n s ch l ä g e. Während das Erotzh. Ministerium im vorigen Jahre die Revision der Gemeindevoranschläge ausschließlich den Krcisümtern über- lassen und sich nur einige Stichproben zur Einsendung Vorbehalten hat, ist mit den Kirchenvoranschlägen noch ein sehr zeitraubendes und umständliches Verfahren verknüpft: Tiefe werden, nachdem sie durch beit betr. Kirchenvorstand ausgestellt sind, dem Dekanat zur Revision vorgelcgi. Ticfed prust den Voranschlag und sendet ihn mit seinen etwaiacn Bemerkungen an das zuständige Krcisamt. Hier wird oct Voranschlag nochmals einer Revision unterzogen und geht sodann mit dessen Bemerkungen an das Großh. Lbcrkonsi- storium bczw. das bischöfl. Ordinariat. Tort wiederholt sich zum dritten Mal die Revision, und es gehen dann die Voranschläge auf demselben Wege wieder an die Kirchen- vorftände zurück. Könnte mit den Kirchenvoranschiagen nicht das gleiche einfachere $3crfal)rcn wie bei den Gemeindevoranschlägen cingefichrt werden? Tief cd wurde allerseits an- erkannt unb tat bis jetzt zu keinen Beanstalidungen geführt, sollte eine Revision durch die oberste Kirchenbehüroe uiajt entbehrlich fein, so ist aber doch jeden,alls eine dreifache Revision der Kircheuvoranschlage ohne Zweifel zu vcrur- tciieu und eine zum mitwesten der vorgängigen überslus,ig. Was bei den Hemeindevoranschmgcn niogiiu) ist, sollte man hoch auch bei den Ktrchenvoranschlägcn möglia) niachen. Außer den zeitraubenoen Revisionen wurde auch dem Staate ein ansehnlicher Betrag an Portotosten erspart bleiben. Ur. 289 Tn ««ebener Snjelgei trfdiemi täglich, autzer iagS. - Beilaqcin viermal wöcl'knitich OittzenerZamiliindlStter, poeunal roödieniLKteis» blatilßrbtnKrmßiefcen (luivilagunb^rtima); zweimal tnonail. Land» wrl>chaslUcheäkirlra-en ^cn.'pred) - Anichlinu:: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Sibicffc für Teveschen: «nzetger »iesteu. Annahme von Anzeigen für Sie Tagesnununer biS vormittags 9 Uhr. monatlich 75 viertel- iäbrhch Rk. SL". durch Addole- il Zweig'ieUei' monatlich 6o Pi>: durch die Bost Mk.L.— viertel- )älirt auefcbl. Be'ic.lg. Zeileiwreia: lofal 15 V'., uuüwart» 20 Pfennig, Ehefredakteur: tl-®ocn. Verantwortlich hir den politischen Teil: August Goeg- für .t'teiiiUe* ton', .VermilchleS' uni .Venchissaal": K-Rcu- rach; für »oiabt und Land": E.Hes;: für den Anzeigenteil: $>. Beck. Der itaiienijd)«türtijd)e Krieg. Tripolis, 7. Tez. (Agcnzia Ltefani.) Gestern wurde -um ersten Male den ganzen Tag über kein Flinte il schuß auf der BescstigungSlintc vor Tripolis abgegeben. General Pecori teilt von Ain Zara"mit, daß Erkundigungen durch Kavallerie und Vernehmungen von Eingeborenen bestätigen, daß der Rückzug des Feindes nach Süden in aller Hast fortgesetzt wird. Ein Bataillon Infanterie über,icl ein großes Beduinenlager unb zündete es an. Nachdem die erste Esladron ein großes Lager bei Birelsturk signalisiert hatte, entsandte Eeneral Pecori ein Bataillon Alpenjäger mit Geb.rgs- artillerie dorthin. Tod Lager wurde erst unter Artitter.e« feuer genommen, bann vom Bataillon genommen und in Braud gesetzt. Ten Kundschaftern zufolge waren die Vet> lüfte des Feindes am 4. Tezember sehr stark. Tie Türken übet ihren Rückzug. Konstantinopel, 7. Tez. Tas Kriegsministerium erhielt heute abend T e p e s ch e n d e S Kommandanten von Tripolis über den allgemeinen Angriff der Italiener vom 4. Dezember. Tas Telegramm bejagt, daß die italienischen Streitkräfte zehnfach überlegen waren. Ter Kampf dauerte bis zum Abend, xie Italiener, welche das Zentrum und den rechten Flügel der türlisckj-arabiichen Stellung angrificn, halten meijr als 500 Tote. Einen entscheioenden Aus gang tonmen sie jedoch nicot l-erbeisühren, auch nicht die Rückzugs- '. i n i e d e r t u r k i s ch - a r a b i s ch e n S t r e i t l r a 11 e a b- j ch n e i d e n. sLiese zogen sich in Ordnung zurück. des 1321, Absatz 3, Satz 2, der Reich >ver u.scrungco. O- nung und schltetzlich der Vorlage betr. die FeMetzun^ von Tagegeldern unb Fuhrlosten für die nicht zu den un- miitclbarrn Rcichsbeamlen gehörigen Personen zu. Eine neue Erbschaftssteuervorlage sollte nach her Mitteilung eines Berliner Blattes dem neuen Reichstage unterbrei.et werden Wie wir aus Berlin hören, ist an zuständiger Stelle von einer solchen Absicht nichts bekannt. e . Ter Wirtliche Legationsrat Tr. v. a c o b * , Referent für Sudwestasrila im Reichskolonialamt, übernimmt die Direktion der deutschen L e v a n t e l i n i e. Tic b a b i f d) c Zweite K a in m e r hat ain Tonncis- tag den Gesetzentwurf betreffend Elnführiing bei Staats^ lottcric in Baden und damit den S t a a t s v c r t r a A mit Preußen, Württemberg und Bauern mit 4b gegen 22 Stimmen (Sozialdemokraten und Konservative', angenommen. Ter Gesetzentwurf betreffend Erhebung eines 2üprozenligcn Zuschlages zur R e i eh s c r bschasts itcucr sand einstimmig Annahme. rlusland. Präsident Falliöres gab dem russischen niftcr des Aeußern, Ssasonow, zu Ehren ein Frühstück, zu dem auch Eaillaux, de Selves und der russische Botschafter Iswolski Einladungen erhielten. Tee Minister des Aeußern de Selbes empfing am Tvnnerstag nachmittag den russischen Minister, mit dem er eine lange Unterredung hatte, und gab am Abend ihm zu Ehren ein Tiner, an dem die Mitglieder des diplomatischen Korps teilnahmen. Tem Minister Ssasonow wurde das Großtreu z der Ehrenlegion verliehen. Im englischen Unterhaus kündigte Premierminister Asquith an, daß die Aussprache über die auswärtige Politik am 14. Dezember wieder ausgenommen werden solle. Wie das Reuter,chc Bureau erfährt, werden die persische Frage und die Zuckerkonvention die hauptsächlichsten (Gegenstände der Aussprache bilden. Am gestrigen Tomierdtag hat Viscount Morley im Oberhaus über die persische Sache Auslunst gegeben, unb zwar hat er wieder Rußlands Vorgehen gebilligt. Aus Madrid meldet die Vlgencc Havas. Rach Er- flärungen des Ministerpräsibenten Eanalejas wird ber: englische Botschafter den Unterhandlungen b c i m ohncn , die zwischen dem sranzö, ischen Botschafter und dem Minister des Auswärtigen stattfindcn weiden. Heer und Flotte. Eme franzöfiiche Heeresreiorm. Paris, 7. Tez. Rach einer töiättermclbung wird ber sranzo.i cyc Kriegsminister M e s s i m y dem Parlament demnächst eine Reche von Gesetzentwürfen vorlegen, durch die die £rgani|atiou ber Armee eine starke U m g e st a l t u n g erfahren werde, zunächst einen Gesetzentwurf über Eadres, durck) den die Biigadeaotetlungen abgeschafft unb die Anzahl der Generäle verringert werden soll, was eine Herabsetzung der Altersgrenze ermöglichen werde. Tie algerischen Schützenregimentir so.len vermehrt und neun Alpenjäger- und Rabsa.,rer-Bataillone errichtet werden Tic Kavallerie wird durck) die Einverleibung algerischer Eingeborener um zwei Regimenter vermehrt werden. Auch das Relruten- gesetz wird abgeänbert, Kapitulationeii von drei und sechs-. .-Monaten eingesuhrt unb durch die Erhöhung des Soldes die Zahl der Berufsfoldaten vermehrt werden. Tic Unteroffiziere sollen die Armee mit dem 35. Lebensjahre verlassen muiien, außerdem sott der gä.nrichs-Rang eingeführt wer-, den als Mittelglied zwischen Leutnant und Lfiiztcrstellver- treter. Schließlich »ollen die wegen gemeiner Verbrechen Lin Jrrtum Üoer Rembrandt. Aus Amsterdam wird ber „Vofs. Ztg geschrieben: Nach ber Nachtwache unb den Sla al m e e ft c r ö gut wohl das Bild von Elisabets Bas, der Witwe des Admirals ^odjem dendrickszoon Swartenhond für die köstlichste Perle der iw Beiitz des Reichs museumS tu Amnerdam nen bennoenb.n Rembrandt, chen Kunst. Aus zahlreichen, weil verbreitet en unb als beliebter Zimmerschmuck bicnenbcn utunübuftioncn tenni man die stattliche, ehrwürdige alte Frau, welche in der Ätabtberbcrge schaltete, nut dem von Runzeln unb galten buraj'uraiten Gc'icht, unc sie die Hande, von denen die rechte das mit loitoaren Lvitzcn garnierte Tascoemuch fenhän, auf dein Lthoo uoereuianbcnegt, m voller Würbe des durch Reichtum gesteigerten Lewstbcwutzucins dafitzt unb den Beschauer förmlich zur Bewunderung ihrer eleganten mit Pelz verbrämten Kleidung aunorbert. c«bt ist es tein geringerer als Tr. Abraham Bredius, der in einem längeren Artilel in bex Zeufchrrft „Cuö Ho11an d" dieies (pemonx Rembrandt a b f v r t ch t, um eS einem seiner ^chluer, tyerouianv Bol, zuzuschreiben! „AtS Frau Bas," io memt er, „auf der Rembranbtausstellung in Amsterdam zu sehen war, sagte Dr. Eisen mann, der damalige Direktor des rembrandtrelchen Mmenms in Hauet, der neben mir vor dem Bude stand, zu mir: „Lieber Bredius, die Zeit wird einmal kommen, wo kein Mensch mehr g.auben wird, daß Rembrandt dieses Porträt gemalt bat." damals lachte ich meinen Kollegen aus, aber jetzt lache ich nicht mehr, denn.....er hatte recht. Aber er selbst tonnte nicht sagm, welchem Meister bas Bild zugeschrieben werden müne, ich leibst habe banaa) lange Jahre geiuat. Bereits vor ^hn ^ayren habe ich die Frage, ob Rembrandt diese Frau Bas gemalt habe, ui verneinendem Sinne beantwortet, aber ehe ich mutzte, wer der Schöpfer dieses Meistenuiaes ist, Hape ich mit der Veronent- lichuiig dessen, lvas ich nurnnehr nuttcue, warten zu niunen ge- glaubt. Nach meiner festen Ueberzeugung, tann ich jetzt lagen, baü Ferdinand B o l und niemanb anders der Maler dieses Büdes ist." . v Die Beweisführung ran Bred:us ist kurz folgende: Bon keinem tragen ,j viele v iiccr eine falsche tHenujr.uibt-X)aiu>=: ieichnuug als von 'Ol. '<ol zutage 63 Stipendien zu luuu Mari, ai>o iNvgeiamt 124 5000 Mark gezeichnet worden In den letzten Tagen haben, nach der Frks. Ztg., auch die stadkuchcn Kollegien von Nürnberg den Bc- schilltz geiatzt, in den .Haushaltsplan für das Jahr 1912 vier ötciieilipenbien von je lövo Mark cinzusetzen. — Tic operierte Tuberkulose. Aus Philadelphia wird berichtet: In Gegenwart von Mitgliedern des jetzt m Philadelphia tagenden Äongresies der Chirurgen Amcrt- ms hat Tr. Robert le Eontc eine aufsehenerregende Cperotion ausgcsührt, die einen kühnen Versuch bantcllt, die Lungentuber-, luiose aur operativem Wege zu Hecken. Bei dem Patienten ronr* neu zuerst am Rücken -recke aus sechs Rippen entfern:, wodurch bie crtranlten E-e.oebe hervoriieien unb erreichbar wurden. Iie tränten Partien der Lunge wurden nun operativ enturrnt unb oen gesunden Decken bleiot bte Teilung der Wunde iiberlafien. Es hat den Anschein, als ob der Patient sich auf dem Weg? ccr Besterung befindet. Mit gespanntem 3ntemie reriolgcn Die Amte den veuungsvrozetz, und eine Reihe ma gebender ameri- lani'cher Emrurgen hat nach Puichdelvhia depeschier, und um genaue te.egrapyume Berichte über oen Bert^u. ver Lperalion und über oas Fortschreiten der Teilung eroeten. ff. Ein Schuldschein Tassos. Der Marchese von Bcklanova bewahrt, wie der „Messaggero" berichtet, in seiner Sammlung ein merkwürdiges Autogramm von ber vand Torquato Tassos auf. Es ist ein Zettel, au» dem der Dichter des befreiten Jerusalems das folgende Bekenntnis ablegt: ,^Zch Endesunterzeichneter bekenne hiermit, von dem Herrn ?lbram schäft, xjmui iä-- ui er ua 11 o u > zinischen ttongr.i'es i n L . n i a n 1112, ,i ,r aa c-Duro.nen ’ . •./■rat W -. gewählt. — T ; Staotbil. ar Srofe-ior Dr. i . . tius in Lübeck begeht am 10. d. M. seinen 10. Begeisteruog m Italien. Rom, 7. Tez. (Agenzia Stesani.) In ganz I t a - lien finden täglich Kundgebungen unter großer Bcgeisterung für die Eroberung von Tripolis statt. Im Skalattheater zu Mailand hielt heute ber frühere Abgeordnete Bechini einen patriotischen Vortrag, dem der Eraf von Turin, mehrere Abgeorditetc, alle Behörden und eine zahlreiche Zuhörerschaft beiwohnten. Für das Rote Kreuz kamen 15000 Lire ein In Rom hielt der M- geordnete ^robcletto einen mit großem Beifall nuigenommenen Vortrag über die geschichtliche Wiedergeburt Ital.ens. Die neue Zeit in China. Peking, 7. Tez. heute wurde ein Edikt erlassen, durch welches das AbschneidenderZöpfege stattet wird. -- Tic Frage der Annahme des Kalenders ber Ausländer wuroe dem Kabinett unlerbtcilet, das darüber beraten wird, wie die Reform durchzuführen ist. Depeschen auö Wutjchang besagen, daß starke revolulionäreVerstärkungeii aus Schanghai und Manion und Rauling dort cingcironcn sind. Liyuenhen und die vereinigien Revolutionäre haben erklärt, daß sic sich den Wünschen der MehrhM fügen wurden, wenn oie(e nuj für eine konstitutionelle Regierung entscheide. E h a r b i n, 7. Tez. Bei einem neuen Zmsanlm e nnoß in der Rähe l an Ltao, aug laj.ugcn bie blegierungS- truppen, 300 Mann stark mit einem EKichiw, bie Truppen ter Vi evolutionäre, b.e sich nach L n e j e r p u zurück; jgen. ^ur Untersiützung bei darin an triffen aus M ukden 400 Zn- laickeristcn mit sechs Eefchüven in Liao.rng ein. Es ocrlautct, in Üucjerpu seien 100 'Jicooliitioiidie l?njfiurt.rt. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Rotationsdruck und Verlag der vrühl'fchen Unio.-Vuch- und Steinöruderet N. Sange. Redaktion, Lrpedition und vruckerel: 5chu!ftrahe 7. Die Dardanclle.israge. K o n st a n t i n o p e l, r>. Der ;ut inisterrat b e > schloß, heute Rußland zu antworten, daß infolge verschiedener Umstände, besonders aus drunb des Vertrages vom Im,re 1871, oie Turtet keiner R a w t f r e i e F a h r t ihrer Kriegsschiffe durch die M e c r e « q c n gestatt e tt könne. Dcutjckes Ucid?. Tic Auslösng bi. .. . i> -tags wird bereits durch allerhöchste Boticha,! am Frei.ag avend erwlgcn. Es hat bisher den dcpflogenyeii.cn ocr Sicßiecung etiifprocheii, bei einer formellen Auflösung des ReickchU.gs die Auf- löfungsordcr erst einige Zett ituri) dem Schlüsse der Session zu veriundcn. Die „Rorddeutiche Allgemeine Zeitung" ichreibt: „In der Presse werden vielfach Erörterungen daran gci'nüptt, daß der Reichstag am a. Dezember geschloffen und nicht aufgelöst rooroen ist, obschon Die Auflösung int Hinblick auf Die bcöor|tcijenben Wahlen gesetzttch geboten sei. Ter Erund für das im Einverne.-men mit dem Präsi- öenten des Reichstags gewählte Vorgehen liegt darin, daß bei der großen Zahl wichtiger Eefctzc, Die am letzten Sitzung.ttage des Reichstags noch angenommen wurden, dem Präsidenten Zett getanen werden mußte, die Beglaubigungen der Beschlüsse vorzniiei,mcn und die sonstigen Geschäfte des Reichstags ordnungsgemäß abzuwickeln. Der Erlaß einer Kaiserlichen Verordnung über die Auflösung bcs Reichstags und den Zcilpuntt der Neuwahlen steht unmittelbar bevor. Ter Bundesrat stimmte dem Ausbau der deuZchen Wasserstraßen und der Erhebung der Schifia.-rtsavgaben, den Vorlagen betr. das Abivmmen über den Verl ehr mit Branntwein zwischen dem Eebiec der dem,chen Branni- weinsteuergemcinschaft unb dem Eroßher^ogiuni Luremburg, beir. die Ausführungsvorschrt,ten zum Viel'cui.^ilges^, oem Unavurf der Bekanntmachung bett, da-.' Versayrin vor dem AusfichtsaMtC sue uu ^noaioer'.chetung i... paiie gefördert worben, b.ic^cibe war oei einem Portrat int Besitz des Herzogs von Newcastle der craii, cj. n j o.i vaviaui -v o l» t o t b unb bei Eorb Arburtsn. iie im Bentz des iceagcnaniucn btlintlia^n x-ortraid eines Mannes unb einer c Behandlung des Kragens, die ieil,amen ^.inaje in u^r Mitte, wo er offen ist, wie iie bei piernbraiiot niema.s torummen. Fn der reiten i?aiW der Frau B»as i-t eine große oiei.e mit einem einzigen Ton gernatt, aoec wo Hal btcmorü.ib: etwas ckehmtches getan ■* Uno ist cs nicht mernuuibig, bau ein io bedeutendes 'cüb von Re:m,rondt denen Atelier ohne 5)anb;cicunung verlassen b-iben soll'? Vergeblich wird man bei den casten 9km- vranbts aus jener Zen, lu-il—1642, naw einem luditn, dos »eine L?anbZeichnung nioji trägt. Einen ,o grun.iü/.n, g.at.en, ebenen Vintergruiu-, wie bei Frau Bas, Hot yiemoranot iu,eryaupt nie gemalt. •Tr. Bredius ist sich des Emwurss wohl bewußt, daß in holländi'Len Ealerten vergeblich an E-emäldc ge ucht wirb, welche^ nut dem Bilde ton Frau Bas zu Dergleichen ivare, aber ein einziges Portrat von ureroinano Ter Redner verstand es durch seinen äußerst klaren Vortrag, der durch vorgeführte Lichtbilder unterstützt wurde, den Bau und die Einrichtung unserer neuen Schiffsriesen, sowie das Leben und Treiben zur See und im Hasen recht anschaulich zu schildern, wofür ihm wohlverdienter Beifall zu teil wurde. Während andere Staaten nun infolge ihres Welt- und Seehandels mächtig aufblühten, sich Kolonien schufen und ihren. Nationalreichtum immer mehr vergrößerten, mußte sich Deutschland viele Jahrhunderte lang, eine Folge seiner Zerrissenheit und nationalen Unselbständigkeit, mit der Rolle des stillen Zuschauers begnügen. Seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts aber ist durch die freiheitliche Gestaltung der Schifffahrt, durch den allgemeinen technischen Aufschwung, durch die politische Wiedergestaltung des Deutschen Reichs und den wirtschaftlichen Aufschwung der Anteil Deutschlands an dem maritimen Weltverkehr so in die Höhe geschnellt, daß wir jetzt direkt nach England an zweiter Stelle marschieren. In Deutschland haben sich besonders zwei Schiffahrtsgesellschaften zu ungeahnter Bedeutung entwickelt: der Norddeutsche Lloyd und die Hamburg- Ameritä-Linie, die überhaupt die größte aller Schiffahrtsgesellschaften der Welt ist. Sie wurde als die älteste deutsche Schififahrtsgesellschaft 1847 mit einem Aktienkapital von V4 Million Mark gegründet. Ihre ersten Fahrzeuge waren 3 Segelschiffe. Nach 9 jährigem Bestehen ging sie zur Dampfschiffahrt über, seit der Mitte der 80 er Jahre ist sie aus dem Rahmen einer Hamburger Needereigesellschaft zu einer deutschen Gesellschaft herausgewacbsen und verfügt über ein Vermögen von 125 Millionen Mark. 170 Ozeandanipfer, nebst 225 Hilfsfahrzeuge, ™ rund 1 Million Registertons fassen, stehen in ihrem Dienst. Turch 66 feste Schisistinien werden 400 Hasen in allen Teilen der Welt verbunden, und das Heer der kaufmännischen und technischen Beamten und Matrosen beträgt 23 500 Personen. Wahrend man in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts zu einer Reise nach Amerika 45 Tage und zur Rückreise dreißig Taae brauchte, legte der im Jahre 1905 erbaute Dampfer Deutschland ^bei einer durchschnittlichen Fahrt von 23Vs Seemeilen in der stunde die Amerikafahrt in 5 Tagen 7Vs Stunden zurück, roomit er den Rekord aller Fahrzeuge der Welt geschlagen und zugleich den Beweis geliefert hatte, daß die deutsche Schisssbau- kunst der englischen gleichwertig, wenn nicht überlegen ist. Man hat nun kein Interesse immer noch schnellere Schiffe zu bauen, wodurch ein ungeheurer Mehraufwand an Kapital nötig wird man ist vielmehr bestrebt, bei dem Bau dieser Riesenschifse für größtmöglichste Bequemlichkeit und Behaglichkeit zu sorgen. Ein solches in seinen Ausdehnungen ins Ungeheure gebende Schiff, die „Kaiserin Augusta", führte der Vortragende in allen ihren Teilen im Bilde vor. Es überragt in der Länge die Spitze des Kölner Toms um ein gutes Stück. Ihre Länge beträgt nämlich 213 Meter, bei 23Vs Meter Breite und 26 Meter Tiefe. Tie innere Ausstattung ist musterhaft und trägt den weitgehendsten Anforderungen Rechnung. Neben tadellosen Wohnräumen erblickt man Musik- und Nauchsalon, einen Speisejaal für 550 Personen, ein Restaurant, ein Treibhaus, Wintergarten, Lese-, f“™9 und Baderäume. Eine nach englischem Muster eingerichtete Küche,, der eine Backerei, Konditorei und Metzgerei zur Seite steht,^wrgt für die leiblichen Bedürfnisse der Passagiere. Mit ^.7>nn8man-n,d)aTt beherbergt eine solche schwimmende Stadt Uber 3000 Personen und wird von Tampsmaschinen von 16 000 Pferdetraften getrieben. -tie durch drahtlose Telegraphie und ^unkenspruch von der Küste und vorbeifahrenden Fahrzeugen ^clltenen Benchte sind in dem auf dem Schiff erscheinenden „Atlantischen Tageblatt" täglich zu lesen. Nicht weniger interessant sind dw Hasenanlagen mit ihren riesigen Dampskranen ihren Reparaturivertstätten, Lagerhäusern, Verwaltuiig-vauten und dem zur Neuinstandsetzung des heimgekehrten Ozeandampfers unentbehrlichen schwimmenden Dockst Der Werkmeister-Bezirksverein Gießen hält morgen abend in Steins Garten sein 25. Stiftungsfest ab. ” Vom Biograph wird uns geschrieben: Im Biograph gelangt nur noch heute der wirklich vorzügliche Spiel- plan zur Vorführung. Besonders verlangt der Film »Der Rächer seiner Ehre" alle Anerkennung. Es ist dies ein Drama aus dem Leben, mit vorzüglichem Inhalt und hervorragendem Spiel. Am besten tritt wohl Herr W. Psilander in dec Hauptrolle als Leutnant Hans v. Bremer hervor. Doch auch die übrigen Schauspieler haben ihre Aufgabe bestens gelöst. Tie übrigen Nummern des Programms lassen nichts zu wünschen übrig; von ihnen heben sich „Nie Winters Traum" und ,S)ie Schuld des Kammerdieners" hervor. Landkreis Gießen. -- Lollar, 6. Dez. Eine Feier, die es Mert ist, daß weitere Kreise etwas von ihr erfahren, veranstaltete am Abend des 3. Dezember der Männergesangverein „Germania" hier. Wie schon einmal vor zwei Jahren, hatte der Verein auch jetzt wieder zu einem W o h l - tätigkeitskonzert zum Besten der Kleinkinderschule eingeladen. Trotzdem man erst recht spät von dem geplanten Abend erfuhr, war doch der große Scherbsche Saal dicht gefüllt, ein Beweis dafür, daß der Verein mit feiner Veranstaliung auch bei der Menge Anklang und Verständnis gefunden hatte. Durchaus Gutes und Schönes war es auch, was an diesem Abend geboten wurde. Ter Verein, der schon rein äußerlich durch die große Zahl seiner Mitglieder Eindruck machte, brachte treffliche Chöre zu Gehör. Auch die anderen Kräfte, die von der „Germania" für den Abend gewonnen waren, wußten sich durch gute Leistungen in reichem Maße den Dank der Zuhörer zu erwerben. Frl. Howe aus Frankfurt a. M. erfreute mit ihrer klangvollen Stimme durch prächtige Lieder und Frl. Müller sand für ihre Kunst in der Rezitation immer Verständnis, sei es, daß sie das Publikum in große Heiterkeit versetzte oder auch in atemloser Spannung hielt. Für Abwechslung im Programm sorgte Lehrer Volz durch Vortrag eines Violinsolos. Die Begleitung am Klavier hatte Lehrer Jakobi übernommen. Pfarrassistent Gerich sprach im Namen des Vorstandes der.. Kleintinderschule den Veranstaltern den gebührenden Dank aus uno wies auf die Bedeutung der Feier hin. Der Ertrag, den die Veranstaltung unserer Schwefrerstation gebracht hat, ist gewiß nicht gering. Kreis Friedberg. L. Bad-Nauheim, 7. Dez. Unsere Ernst Ludwig-Schule (Realschule 2. Ordnung) hat seit Beginn des neuen Schuljahres eine Obersekunda erhalten. Da in den beiden Städten Butzbach und Friedberg die Obersekunda eingegangen ist, hat unsere Schute aus den beiden Städten imb deren Umgebung eine Anzahl Schüler erhalten. Zurzeit trägt man sich mit dem Gedanken, die Schule weiter aufzubauen und sie zu einer Oberreal- schule zu erweitern. — Die Stadtverordnetenversammlung hat die Erbauung eines neuen Militär-Kur^ h o s p it al s genehmigt. Es wird für 100 Militärpersonen eingerichtet. Außerdem werden Zimmer für 30 Offiziere eingerichtet werden. Das Gebäude kontmt in die Nähe des Könitzkystifts, auf ein städtisches Grundstück, zu stehen. Mit Beginn des Frühjahrs wird der Bau begonnen werden. Starkenburg und Rheinhessen. R. B. Darmstadt, 6. Dez. Der 1906 gegründete Hessische Verein für ländliche Heimatpflege, Wohlfahrts- und Kun st pflege hielt heute nachmittag hier seine Hauptversammlung ab. lieber Pflege des körperlichen und geistigen Wohles der aus der Schule entlassenen Jugend aus dem Lande sprach Pfarrer Zi mm ermann-Wixhausen. Er gab einen interessanten Bericht aus seiner 20jährigen Tätigkeit aus diesem Gebiet. Seine Beobachtungen treffen darin zusammen, daß die ländliche Jugend, anstatt ihren bodenständigen Charakter zu betonen und zu entwickeln, mehr und mehr nach der Stadt gravitiert und ihre Erbauung Sonntags zu sehr im Vereins- leben und allerlei oberflächlichen Vergnügungen sucht. Neben den Turn- und Sportübungen sollte die Gemüts- und Gefühlsbildung nicht übersehen werden. Die weibliche Jugend des Landes müßte sich nicht in Fabrikarbeit genügen lassen, sondern sie müßte auch zur künftigen Hausfrau und Mutter herangebildet werden. Der Redner schlägt zur Besserung der Dinge ein engeres Zusammenwirken von Lehrern und Pfarrern vor; dann sollten hier auch die Fortbildungsschulen eingreifen. Schließlich fordert er für die kleinste Gemeinde Kurse in geeigneten Räumen, in denen die schulentlassene Jugend in Vorträgen mit 'oder ohne Lichtbilder usw.. auf alles Schöne und Erhabene hingewiesen wird. Schulinspektor Prof. Dr. Kissi n g er bemerkt, daß er die Verhältnisse nicht so schwarz sehe, wie der Vorredner. Man möge sich mit geeigneten Vorschlägen den Vereinen unterstützend angliedern. Ziehen wir Lehrer, Geistliche, Aerzte und Offiziere mit heran. Wenn auch keine Parteimänner, so wollen wir doch junge Deutsche heranziehen, deren Streben nach Bereinigung hinsichtlich des Verantwortlichkeitsgefühls auch sein Gutes habe. Er erwartet von einem Ausbau der Fortbildungsschulen und von Veredelung der Sonnlagsunterhaltungen, Büchereien usw. gutes, lieber Ausgestaltung des Haushaltungs-Unterrichts, sowie Einführung von Kochunterricht und Haushaltungskunde für Fabrikarbeiterinnen auf'dem Lande schlägt Prof. Kissinger vor, beim Ministerium zu beantragen, daß durch statutarische Bestimmung eines Vereins und auf Veranlassung einzelner Gemeinden für Mädchen von 14 bis 18 Jahren l*e Verpflichtung zum Besuch eines 6—12wöchent- lichen Lehrgangs im Haushalt festgesetzt werden kann. Haupt- lehrer Stör ch - Butzbach berichtet dann über die glänzenden Erfahrungen mit der unter seiner Leitung stehenden Wander-Haushaltungsschule. Kreisrat Steeg- Bingen betont, daß er über anfangs schlechte zu so guten Ergebnissen kam, daß jetzt alle Mädchen-Fortbildungsschulen voll besetzt sind. Den jährlichen Haushalt für eine solche Schule setzt er auf etwa 1500—1800 Mk. an. Es folgten Satzungs- abänderungen und die Rechnungsablage für 1910, aus der sich ein Ueberschuß von 541 Mk. ergibt. (M.) Offenbach, 7. Tez. Die Schneidergesellen sind in eine Lohnbewegung eingetreten und haben ihren Lohntarisvertrag bereits zum 1. März 1912 gekündigt. Tie , .^Forderungen bestehen in einer 10—20 Prozentigen Lohnerhöhung. Tie Meister sind infolge der Teuerung zu der Gewährung einer Lohnerhöhung bereit. — Einen verhängnisvollen Ausgang nahm eine „Schlacht", die Schulknaben aus T u ö e n f) o_f e n undNieoer-Roden inszeniert hatten. Der 19 jadrige Sattler aus Nieder-Roden, der dem „Handgemenge" zusah, gab einem aus feinem Orte stammenden Schulknaben eine geladene Schußwaffe, die dieser aus das Geheiß eines anderen Knaben auf die Dudenhofener Knaben anlegte. Plötzlich krachte ein schuß, der den siebenjährigen Heinrich Auer aus Dudenhofen fchwer verletzte. ,2ie Kugel war dem Knaben an der tßerid^tsfaal« Wiesbaden, 7. 'Tez. Vor der hiesigen Strafkammer hallt sich Graf Josef Spiegel zum Tiesenberg-Hanxleden aus Oesterreich sich Graf Josef spiegel zum Wiesenberg-Hanxleden aus Oesterreich, wegen verschiedener Betrügereien, begangen in Wiesbaden, Mainz, für Säuglinge, Reconvalescenten, Magenkranke.- . Sprechstunden: Vorm. 8—9 Uhr, nachni. 2—3 Uhr. Sonntags nur vormittags. 73SO AmMHer Wetterbericht. Wetteranssichten in Hessen am Samstag, den 9. Dezember 1911: Trüb, Regenfälle, kühl, stellenweise Nachtirost. Nach zehnjähriger Praxis in Hungen und vorhergegangener, mehrjähriger Tätigkeit als Assistenzarzt habe ich mich hier als prakt. Arzt niedergelassen Dr. Heinrich Wagner West-Anlage 27p. — Fernsprecher 874 Kleine Tageschromk. In Mülheim überfielen mehrere Schüler einen fünf zehnjährigen Dreherlehrling und richteten ihn mit Gummiknütteln so zu, daß er nach kurzer Zeit starb. Während eines Wirbelsturmes sind auf der K a r a i b i s ch e n See drei Dampfer untergegangen. Die Besatzungen und Passagiere wurden gerettet. In Paris geriet während einer Bahnfahrt der Straßenbahnführer Charby mit einem Mitreisenden in Meinungsverschiedenheiten. Ter Fahrtgenosse schoß auf Charpy, den er am Arm und an der Schulter erheblich verwundete. Es gelang Charpn noch, die Notleine zu ziehen. Als die Beamten heroeieilten, schoß sich der Mitreisende eine Kugel in den Kopf und starb bald darauf. Aus den Papieren ergab sich, daß es sich um einen als geheilt aus der Irrenanstalt entlassenen Geisteskranken handelte. In Belgrad erstickte der Bauer Lazarewitsch, der mit seiner Familie ein neues Haus bezogen hatte, infolge lleberheizung des Ofens, mit seiner Frau, Schwiegermutter und zwei Enkeln. Mannheim und Hannover, zu verantworten. Mitangeklagt der bayerische Leutnant Ludwig Beck aus St. Avold. Tas Urteil lautete gegen Graf 'Tiefenberg auf vier Monate Gefängnis unb 100 Mark Geldstrafe. Beck erhielt 1 Jahr drei Monate Gefängnis. Berlin, 7. iDez. In der Klage der Witwe Hermanu- Moabit, deren Mann bei den Moabiter Krawallen umkam, gegen den Fiskus und die Stadt Berlin wegen Gewährung einer Rente, beschloß das Gericht, die Verhandlung behufs Vorladung neuer Zeugen zu vertagen. Nasenwurzel in oen Kopf gedrungen unb dorr necken geblieben Ter Schwerverletzte wurde ins hiesige Krankenhaus gebracht. Tie Kugel konnte noch nicht entfernt werden. Kreis Wetzlar. — LaunSbach, 7. Tez. Vom 18. bis 21. Dezember wird KreiZobstbaulehrer Kil b einen U nterrichtskursus im Obstbau hier abhalten. Der Unterricht umfaht Pflanzung, Schnitt und Pflege' der Obstbäume, sowie Be. lämpfung der Obstbaumschädlinge und Krankheiten. Tie Unterweisung wird unentgeltlich erteilt. Hessen-Nassau. 0 9)1 a r b u r g, 6. Tez. Der neue Landrat unseres Kreises, von Löwenstein zu Löwenstein, wurde heute mittag im Fürstenhaus durch den Negierungspräfidenten Grafen v. Bern- storsf aus Kassel in sein Amt eingeführt. Es schloß sich ein Festmahl im Restaurant Seebode an, an welchem die Königlichen Beamten des Kreises, die Verwaltungsbeamten des Landratsamts und die Kreistagsteilnehmer teilnahmen. — Tie Stadtverordneten genehmigten zu Zwecken eines später einmal zu er richtenden Nordbaues des Rathauses den Ankauf des Bersch scheu Hauses am Marktplatz (Gasthaus zum Alien Ritter) für 70 000 Mark. Tie Errichtung eines Westanbaucs ist bereits früher genehmigt worden. Letzte 21admd?ten. Zwickau, 7. Dez. (Priv.-Telegr.) Ein Automobil mit vier Insassen geriet auf der Fahrt nach Leimig beim Ausweichen mit einem Hinterrad in einen Graben uno prallte gegen ein Haus. Hierbei wurde eine Frau Richter-Zwickau sofort ge tötet. Frau Kratz-Wiesbaden erlitt einen schweren Schädel bruch, der Besitzer des Autos erlitt schwere irtnere Verletzungen nur seine Gattin blieb unverletzt. Die philosophische Infantin (Eulalia. Der Zwist zwischen dem König von Spanien und der Infantin Eulalia scheint nach dem ersten Aufbrausen in ganz friedliche Bahnen einzulenken, ©ine in Berlin ein- getroffene amtliche Madrider Meldung'besagt: Tie zwischen dem König Alvhons und der Infantin Eulalia gewechselten Telegramme lauten in wörtlicher Uebersetzung: Ich bin überrascht durch die Zeitungsnachricht, daß Du unter dem Pseudonym einer Gräfin von Avila ein Buch veröffent-- lichst, und daß man nach anderen Nachrichten vermutet, daß es Sensation erregen wird. Ich wünsche, daß Du es suspendierst, bis ich es kenne und Dich dazu autorisiere. Alphons. Hierauf antwortete die Jnfcurtin unter dem 3. Dezember: Ich bin erstaunt, daß Du über ein Buch urteilst, ohne es zu kennen. Beim Empfang Deines telegraphischen Befehls sage ich Dir Lebewohl. Eulalia. — Das an den König gerichtete Telegramm, welches der Pariser „Temps" in seiner Nummer vom 3., datiert vom 4. Dezember veröffentlichte, wurde in Paris am 5. um 11 Uhr vormittags aufgegeben und ist in'Madrid mittags angekommen, also nachdem hier der Te^t des an demselben Morgen eingetroffenen Blattes schon vier Stunden bekannt war. Madrid,?. Dez. „I m p a r e i a l" veröffentlicht einen Brief, den sein Pariser Korrespondent von der Infantin Eulalia erhalten zu haben behauptet. Die Infantin erklärt sich darin bereit, ihr Haupt vor dem Könige zu beugen, bittet diesen demütig um Verzeihung für das, was sie in einem Augenblick der Verwirrung getan habe, drückt den Wunsch aus, ihr Leben- fern von allen Ehren in einem kleinen Haufe bei Avila zu beenden und schließt mit der Versicherung der Liebe zum König, zur Königin Christine und zu Spanien. 9Nadrid, 7. Dez. (Agenee Havas.) Es bestätigt sich, daß die Infantin Eulalia an den König einen Brief geschrieben hat, dessen Inhalt ungefähr dem vom „Jm- parcial" veröffentlichten Briefe entspricht. Empfehle als praktische Weih&acbtsgescheake Kleiderstoffe ae, Blusenstoffe Waschstoffe für Kleider und Schürzen Billige Preise! Leinen etc Marktstr. 28 Marktstr. 23 r^etauttnnachung Was km 1 Stiefeln Schuhe, II llj M e für Jnffd und jeden Winter- I \ Sport zu mässigen Preisen. Mk . Mk. 4 — V. Jahrgang (soeben erschienen», sein B'; Amtliche Bekaiilltimichiifflitil der Steht Wen Für die 10—16 jährigen! a'At Anzeige perfaunu wird. 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Dezember entweder mündlich oder schriftlich bei der Bürgermeisterei (Zimmer Nr. Hi auzeigcn. Vordruck für schriftliche Abmeldungen sind dort erhältlich. Die Berbindlichkeit zur Entrichtung der Hundeabgabe dauert bei Nichiabmeldung auch im folgenden Jahre und zwar so lange fort, als die entsprechende Wen * L~ ■i chloi n d?z :tt «nm«! 7* Nljue £ w** w*’ ** 0 C. Studts berühmtes toznaita Grahambrot «in bem - »Vis- iNNcic - Städtischer Jfrbeitsnachiieis giessen Asterweg S. Es können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern 1 BetriebHflhlofser. 1 Bauschlofser, 2 Dienstmädchen, 1 Laus» Mädchen. 1 schrei ner. Lehrlinge: 1 Kellner, 1 Glaser, 1 Schuhmacher. b. bei auswärtigen Arbeitgebern. 1 Glafer, 2 Lvengler, 1 Bau- und Kunstschlosser, 1 Buchbinder, 1 Jungschmied, 1 Dachdecker, 1 Juhrknecht, 1 landwirtschaftlicher Snedn, 1 Schuhmacher. Es indteu Arbeit: 1 Schlosser und Installateur, 1 Sattler u. 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Wir bitten um zahlreiche Beteiligung. fc8/n ____________________________Ter Vorstand. Kschmkrein Alten-Bchck e.G.m.ll.H. Samstag, den 16. Dezember l. I., abends 8 Uhr in der Wirtschaft des Gerhard Koch. Tagesordnung: 1. Ergänzungswahl des Vorstandes und Aussichtsrates. 2. Aenderung der Geschäftsführung. 3. Ausschluß von Mitgliedern. Biograph9“* Heute zum letzten Male Der Rächer seiner Ehre Der beste Schlager dieser Woche. Modernes Theaterdrama in 3 Akten. Vorführungsdauer ca. 1 V* stunde. Ein jeder unserer werten Besucher bezeichnete diesen als eine Glanzleistung. Hans v.Bremer,2eutn. Herr W. Psitando/ Kammerdieners, Nie Winters Traum äußerst spannendes Drama. 09976 Herr Carlo Wietb Herr Th. Roose Außerdem: Die Schuld des Haupt-Personen: Emmy, ihre Tochter Frl. Edith Burman» Georg, sein Sohn Pastor Topp . . Schlager-Humoreske. - Und die übrigen vorzüglichen ykumnern. Dm- uni Hm-toe in allen Ledersorten, aus bestem Material in haltbarster, hochf. 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