Die heutige Nummer umfofot 14 Seiten. - 0.74', iinb, wie ich es bin. ergebens! müzuteilen, daß unsere (teilen. am 29. Januar l. Js. cinftimmig Gisevius zu Gießen als natioual- für Die hiesige Nachwahl auszu- Mit vorzüglicher .Hochachtung! Metz, Justizrat. * Gießen, 8. März. 172-/, 179 178 »LW 61.45 mg für: owie vächllche, ji -Enfwiddurg V tgeblWffl J ider. T e r^W a h l k r c i s v o r st a n d d e r n a t i o n a l l. P a r t e i. Stauf mann. Krausmulle r. A liefert HÖ * ",Si-p w SS? 5$t ^kür.b-s» JE Struito; ?tfr gebiaAüi itntQ, Ker, »fx fti &5 m8m bujgy 1 ® i s ch e n Großgrundbesitzer erscheinen zu lassen. Die obige Mitteilung soll durch ein Austunstsbureau eingezogen worden sein, ein Verfahren, das im politischen Kampfe mindestens als ein „eigenartiges" bezeichnet werden muß, das übrigens seitens der 5-ceijinnigen — damals auaj int Interesse der Kandidatur des Herrn Pfarrer .Morell — gegenüber seinem Gegner angewandt worden ist. Ten obigen Behauptungen gegenüber sei auf Grund authentischerMitteilungen festgestellt, daß das Ackerland des Gutes nur aus 20 Morgen besteht, wozu 7 Morgen Hopfenland und ca. [150 Morgen Wiesen, die durch Trockenlegung eines: Sees gewonnen worden sind. Das Ganze ist auf 2 7 000 Mark taxiert. Es ist also ein kleines Bauern gut, wie Prof. Gisevius immer gesagt hat. Dies zur Steuer der Wahrheit. Nah eine Erklärung des Herrn Tr. Werner. Tr. Werner ersucht uns um Aufnahme folgender „Richtig-* stellung": 1. Die Freisinnigen reden in ihrem Rundschreiben von dem schwarz-blauen Block. Ich stelle dazu fest, daß ein iolaxr nicht I existiert, wie die varlamentarische Arbeit und die Abslimmungcn leben Tag erweisen. Gerade die Freisinnigen aber sind immer I und allerwege für die Zulassung der Jesuiten und die Polen I eingetreten, was meine politischen Freunde niemals getan haben. 2. Der gesamte Freisinn hatte für 400 Millionen neuer I indirekter Steuern gestimmt, wenn die Börse nicht belastet worden I wäre. I 3. Für die Zü nd ho 1 z st eu er sind die Freisinnigen in Ider 144. Sitzung des Reichstags im Jahre 1908 eingetreten. Tr. F. Werner. JS Mr 3 3 Nachdem die folgende Vertrauensmännerversammlung am 29. Januar 1911 Herrn Prof. Gisevius wieder einstimmig zum Kandidaten für die Ersatzwahl bestimmt hatte, erfolgte wieder die gleiche offizielle Mitteilung dieses Be- schluises an sämtliche bürgerlichen Parteien. Da der Bund der Landwirte im Gegensatz zu den anderen Parteien noch nicht Stellung zu der Kandidatur Gisevius genommen hatte, wurde an ihn folgendes. Schreiben am 4. Februar l. Js. gerichtet: , Wir beehren uns. Ihnen rntttnh>ir«»H hn£ «niw Vertrauensmänueroersammlnng ! beschloßen hat, Herrn Profc'.sor liberalen Reichstagslandidateu Die Union und Mexilo. Schon seit mehreren Monaten i|i in Mexiko eine Revolution im Gange, die sich gegen den Präsidenten Porfirio Diaz und in viel höherem Grade noch gegen den Vizepräsidenten Ramon Eorral richtet, denen man ihre Tyrannei und Bevorzugung ausländischen, d. h. also hier nord- amerikanischen Kapitals, > zum Vorwurf macht. Mit abwechselndem Erfolge haben sich Regierungstruppen und Aufständische bisher geschlagen, doch scheint jeyl die Lage der Regierungstruppen so verzweifelt zu sein, daß mau suh auf eine gewaltsame Beseitigung der bisherigen mexikanischen Regierung, deren Präsident überdies schwer krank ist, gefaßt machen, ja, sogar befürchten muß, das; bei dieser Gelegenheit auch Leben und (Sigcnumt der in Mexiko an« I fälligen Fremden in Gefahr gerät marfC; sich verdächtig gemacht haben eines Tuns und Treibens, | bas im Widerspruch steht mit ber Pslicht liberaler Manner ben gTgen bk Uebermacht des Zentrums, der Kome^ativ-n I unb ber Anhängsel ber letzteren mit aller Entschiedenheit aub »unel.men unb durchzusühren. Ta zu den zu bekommenden Par-1 leien insbesondere auch ber Bund, des 2j}^irteb 9cl)ott' J jeder Kandidat, der mit dreiem paktiert oder zu mattieren ^c6?n=rrf£"ono(libEtalen bei ben. Stabt- vcro^netcnwahlen ließ enennen, daß sie ^ ^^Deutsch-So- liberalen Gesinnung vereinbar erachteten, mit den.neulich zialen, Chrinlich-Sozialen Mw. einen Bund ru schließen, wie ?ic andererseits gerade die Bersolgungs- und ZuruckltoßungS-1 Politik gegen die Sozialdemokratie prollamieren, die ich ent' schieden mi,'billige unb bic Herr RcichstagSabgcordncter S t r | I m a AOs Indiz ^ür* Ihre politische Haltung mußten somit von mir die Stadtverordnetenwahlen erwähnt werden, ich bie Perückenmacherinnung, die Sie ebensalls ln Ihrer Vcrvrub runa eiitacicblohcn batten, namhaft machte, ge,chah ui) WUl “ nid ne beb n - roei sich io schön daran das Saar tnnbicu I h^ü ta bk ganic Perücke! dir Sie in ben Stabwerordneten- r^e8eÄn Ä ictjt daraus einen Strid fledjkn, an dem Sir meine Wertschätzung.des gewerbetreibenden Burger- Iums und meine demokratische Gesinnung aushungen wollen, lapen batur recht. Wer wischte sich in der Streseniann-Ver- fammlung am Schlüsse den Angstschweiß von der Stirne und ging bedrückt hinaus? TaswarHerrl Iustizrat Grünewald, nicht ich. v Prof. Luley. * Profefior Gisevius und der Bund der Landwirte. Der Wai-ikreisvorstand der Nationaliiorraien Partei bittet uns um Aufnahme folgender Erklärung: Die Fortschrittliche Volkspartei hat verschtedentirch, zuletzt in einem offenen Brief des Herrn Justizrat Metz an frerrn Prof. Luley, Behauptungen über die „Beziehungen" unseres Kandidaten zum Bund der Landwirte aufgestellt. Wir glauben die Frage am ehesten zu klären und die Vor- | würfe zu entkräften, wenn wir rurz folgende Tatsachen Mitteilen : 1 Am 23. £ ft ober 1910 wurde sämtlichen Parteien (Freisinnigen, Deutsch-sozialen. Christlich-sozialen und Bund der Landwirte) die gleichlautende Mitteilung gemacht, daß die an demselben Tage stattgefundene Ber- trauensmännerversammlung Herrn Prof. Gisevius „als Kandidaten für die nächste Reichstagswahl" aufgestellt habe und „daß Herr Prof. Gisevius sich im Falle feiner Wahl der nationalliberalen Fraktion anschließen werde". Ter Schluß für sämtliche Schreiben lautete: „Wir richten deshalb an Sie das ergebene Ersuchen, die Kandidatur des Herrn Pros. Gisevius auch Ihrerseits zu unterstützen." ... . . , . , . 2 Von den Freiiinnigen, den neutsch-sozialen und Christlich-Soziaien wurde diese Unterstützung abgelehnt, der Bund der Landwirte nahm vorläufig noch keine Stellung Lin Tag vor der ReichLtagrersatzwahl! Morgen wird die Wahlschlacht geschlagen werden. Wenn wir's noch nicht gewußt hätten, so würden wir es nach Inhalt und Ton der uns heute zugegangenen Zuschriften stark vermuten. Einen Teil der Eingänge haben wir überhaupt nicht verwerten können. Man sollte meinen, die Sachlage sei für die Wähler nunmehr ausreichend ge Härt Wie die Nationalliberalen unb ihr Kandidat, Pro feiior Gisevius, sich zum Bunde der Landwirte gestellt baden, darüber gibt der nationaftiberale Wahftreisvoi's ia nu beute nochmals aktenmäßige Belege heraus, und über den wirklichen Hergang der Sache besteht fein Ziveifel mehr selbstverständlich wird zwischen den Aussa.sungen oer fon- schriftlichen Kreise und der Nationalliberalen über den Charakter der Kandidatur Gisevius such vorläusig keine Einigung erzielen lassen. Die Fortschriftliche Votrsparie. läßt auch heute tvieoer durch zwei Zuschriften bekunden, daß ihr die Kandidatur Gisevius zu agrarisch sei, und die weiter daran geknüpfte Polemik eruärt sich ans der icijarfen I Kampfstimmung bic|cr Partei gegenüber dem Bunde der Landwirte. Es werden wieder ruhigere Zeiten kommen. Und in dieser Erwartung muß immer und immer wieder darauf hingewiesen werden, daß man den Riß zivi.chen den liberalen Parteien nicht gewaltsam criveuern jolite. Rationalliberale und Fortschrift werden, das i|t die An- juht weiter Kreise in beiden Lagern, fünfftg enger au>- cftiander angewiesen sein. Daher wünschen mir, bag ber lefete Tag vor der Wahl nicht wieder ähnliche Aufregungen bringen möge, wie jie leider bei den letzten Gie,teuer 'Stadtverordnetenwahlen sich geltend gemacht Haden! Ich kann es ja verstehen, Herr Proseftar, baß -sie mit mein Vorgehen in ber Streseniann-Beriammluna verargen wäre io schön gewesen, wenn in dem Meer von Wonne über die schöne I Rede, ben cntiajieDcncn Lioeralismus, da- alle Stande bcine- digenbe Programm, alles Vorausgegangene vergeben toorben wäre der „agrarische Eckstein", der „Lftich unters. die Ncichs- 'inanzresorm", bas Liebcswcrben um ben Bund ber Landwirte ber sich abgeneigt zeigte, so baß die abgcroieicne Maid sogar beinahe vor Kummer unb Enttäuschung ftch umgebracht hatte, wären nicht „namentlich bie Freunde vom Lande Mit -trou I °s ist doch untere mchL hinsuweisen auf Ihr und Ihrer Parteifreunde zwei- deutigeS Verhalten. Und die Klärung, welche die Aus- 1 spräche in der Stresemann-Versammlung erbracht ober doch an- gebahnt hat, ist als eine bedeutsame von allen Parteien erkannt worben; diese Aussprache wird noch manchmal „ausgeschunden werben", wie Sie dies so geschmackvoll nennen. nicht zu sehr auf! Hochachtungsvoll! Justizrat Grünewald, c* Rechtsanwalt. Noch zwei offene Briefe en Profefior Luley. Gießen, 8. März 1911. Sehr geehrter Herr Professor! Auf Ihr Antwortschreiben vom heutigen erwidere ich schließlich: 1 Menn Sie von einem gereizten und stark pcrsönlicheii I Ton mcineä oficnen Brios« fdireiben, so t>einxd)ieln Er- wol'i bni Znhalt Ihres Antworftchrelbens mft bcmicnigcn meines Briefs. 2 Ihre Feststellung, daß wir angegenren hatten, entiptichi nicht dm Totlachen. Mein Brief enthält vielmehr nut eine Richtigstellung eines Versuchs Jhrersefts in der Hanptiache ganz klar' ooiiiigciibc Tatsachen durch Berichtigung von Nebendingeii ’U ^^Nia-i nur die Herren Dr. Spohr und (Srüneroalb, ,'onbctn I eene ganze Reihe von unbefangenen Zuhörern hatten nach den AuMhruiigen des Herrn Stresemami bas Geiuhl, batz man be,,er wie mit diesen Ausführungen eine Stimmenabgabe für den Kandidaten ber fortschrittlichen Volkspartei nicht habe begründen können und haben bie beiden genannten Herren, wie auch der benieiben flrföcuhctc Beifall zeigte, mit ihren Schlußwlgerungen ganz ba^- Richtige getroffen. Mir aber sind die Zeugnifte die,cr beiden I Parteifreunde und noch mehr das Urteil der großen Zahl un-1 parteiischer Zuhörer, wenn Sie sich, gechrter Herr Prosei,or, auch darüber wundern sollten, entschieden wertvoller rote das Zeugnis ber varteiosfizieUen nationallweralen Korrespondenz. 4 Metin Herr Stresemann und auch der morgen als Redner hier auftretende Herr Paasche auf das Entschiedenste den Kampl aeaen den Buiw der Landlvirte und den lchwarzblaucn Block als die derzeitig wichtigste -Stusgabe der Liberalen bezeichnen, wahrend die Nationalliberalen Gießens die Forderuichen des Bundes der Landwirte anerkennen und gerade jetzt Ihre Freunde in onebberg diesen Kamps nach rechts dadurch führen wollen, daß fte ,ich nut dem Zentrum und den Bündlern gegen lmks verbinden: io unb Sie es doch, der den Gegensatz zwischen Ihnen und Ihren obigen Führern deutlich darlegt, und ich habe nad) wie vor die lleber- zeugung, daß nur dieser Umstand Ihre Erregung allein^erftart und nicht bic Tatsache, daß meine Partei rennde, wie Sie ftch nicht gereizt und nicht persönlich, aber geschmackvoll ausdrucken, bie Rede des Herrn Stresemann auszuschinden luchten, ^ch glaube sogar fest, daß, wenn Sie einmal im stillen Kämmerlein Einkehr bei sich selbst suchen werden, Sie mir hierin ftstbst Recht geben müssen. 5 Tie vorstehenden Tatsachen aber sühren jeden Unbefangenen mit absoluter Notwendigkeit zu dem Schluß, daß es sich bei der von Ihnen ausgestellten Kandidatur nur um eine agrarftch-bund- lerische Kandidatur Heylscher Richtung und n i ch t um eine liberale Kandidatur handelt, so daß wir auch hier feine Ge,penster 156 (+ 1) 170 - ) Haler 160 (- ) io? (+2; ]»3(~ ) 156 (+ 3) IM (— ) 173 (- 172 (— 172 - 170 - Tie natioualliberalen Vtrsammlnugeu finden, so toiro un^ paueiamüiu> g^"^en, nerstag, chrcn Abschluß; der Kandidat, Herr Profeilvr Gisevius, hat in sämtlichen Ortschaften des Wahlftetses, drei etwa ausgenommen, gesprochen. Tie Teilnahme an den Versammlungen war bis zuletzt sehr ltarL en durch cuic allerdings in das Gewand teilweiser Ableugnung gekleideter Er-1 tlärung Ihres Herrn Wahlkreisvorfitzenbeu zugegeben und durch । die Erklärung des Herrn Vorsitzenden des Bundes der Landwirte | über allen Zweifel erhoben worden. Was soll dem gegenüber das Bestreiten bet Behaupnmg, daß Herr Gisevius vom Bund der Landwirte abhängig sei? 7. Daß das Programm des Herrn Gisevius von Anfang an em agraruch-bündlerisch-antiliberales war und heute noch ist, gebe ich Ihnen allerdings gerne zu, wie dies von uns ja auch stets behauptet wurde. 8. Daß Sie, geehrter Herr Professor, sich trotz diesen Tar- legungen nickft cnncdicijcn können, von Ihren Behauptungen etwas zurück zunehmen, kann ich nur bedauern. Dazu, eine Behauptung, bic man in gutem Glauben, wenn auch zu Unrecht, getan bat, zurückzunehinen, gehört eben ein Maß von Selbstüberwindung, welckies Sie sich vielleicht noch aneignen werden, wenn Sie in politischen Dingen einmal so lange tätig Sehr geehrter Herr Professor! Nachdem Sie es für zweckmäßig erachtet haben, Ihrem Jn- primm über mich unb mein Austreten in der Stresemann-Ber- lammtung durch Seitenhiebe in der mit Herrn Justizrat Metz geführten Korrespondenz Ausdruck zu verleihen, muß ich Ihnen folgendes sagen. Es war meine Ausgabe, der liberalen Wählerschaft vor Augen zu führen, daß Sie mit der hiesigen Leitung ber nationalliberalen nr 58 Erster Blatt 161. Jahrgang »Gießener Anzeiger icimol monail. Land M B ™ ä ■ SBcrantroortlid) für den wirttchaftlfcheSeiNra^er w 9 B WM politischen Teil: August 7.er>'svrech • Anschlüsse. e w Goey. für .Feuille- General-Anzeiger für Gberyesfen LES an«iaer •letc«. » nh sf,ini>ru beten, bic vor ber Bertrauensmännerversammlung des Bundes der Landwirte staltfand. ..... 5. Bei dieser Besprechung hat Herr Pros.Gisevius wie er bereits össenliich erklärt hat, weoer sairistttche noch munbft.i'C Unlm-uitßcu oder Zugestandn.fte gemalt, die ! über sein lange vorher schon verössrntlichies Programm .ftnausgingc.:, wie dies au.y in der Erklärung des Herrn .torcll ausdrücklich sestgeftellt wird. Racki Verö.ftntlichuug oes ll^u.idenmateria^ können wir jedem denienoen Wähler oie Entscheidung ruhig über- m L»). 1 M« 166.23 Das mürbe nun, da in Mexiko zahlreiche Ausländer leben, auch ine europäischen Staaten berechtigen, durch Entsendung von >triegssclüffen ihre Staatsangehörigen zu schützen, wenn nicht die Vereinigten Staaten auf Grund der Monroedottrin sich dieses entschieden verbitten mürben. Man wird eö deshalb wohl oder übel der Union überlassen müssen, die Ruhe in Mexiko wiederherzustetlen, und wenn sie das in einer so energischen Weise tut, daß sie zu -diesem Zweck 20000 Ma.M, das ist ein Viertel ihrer ganzen Streitmacht, mobilisiert und in Texas an der Grenze von Mexiko versammelt, sowie auch die 5. Division -der atlantischen Flotte in die mexikanischen Gewässer beordert, so kann uns das nur recht fein. Und doch erregt das amerikanische Vorgehen gegen Mexiko aus mehr als einem Grunde die schlimmsten Be° -denken. Wenn man liest, daß das .Kriegsamt in Washington die Mobilisierung von 15 Jnfanterieregimentern, fünf Kavallerie- und 3 Artillerieregimentern, sowie die Konzentration eines Teils der atlantischen Flotte in den mexikanischen Gewässern anordnet, unter dem Vorgeben, dort ,rm südlichen Texas Manöver vornehmen zu wollen, so tfhtbet natürlich diese Darstellung wegen der Jahreszeit, oes Manövergeländes und der Plötzlichkeit des Befehls nirgends Glauben. Man weiß zur Genüge, daß sich diese ^Manöver" gegen Mexiko richten. Aber diese Verdunkelung der tatsächlichen Absichten zeigt doch, daß in Washington hinsichtlich der bewaffneten Intervention eine Unsicherheit herrscht, «die nur darauf ^urückzuführen fein kann, daß man sich dort vor England furchtet, das durch feinen Botschafter bereit# andeuten ließ, daß es, falls Amerika die Ausländer in Mexiko nicht genügend schützen könne, selbständig einschreiten würde. Damit aber wäre — und das müßte allen Amerikanern natürlich äußerst schmerzlich sein — das Recht der Union, auf dem amerikanischen Kontinent aDWn Sorge für Ruhe und Ordnung zu tragen, durchlöchert, uird es könnte darüber leicht zu ernsthaften Difse- venzen zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien kommen. Die Möglichkeit aber, daß England und vielleicht auch andere Staaten den Schutz ihrer Landsleute selbständig üt die Hand nehmen, besteht umso mehr, als nach Lage her Dinge die Union wahrscheinlich gar nicht die militärischen Kräfte besitzt, um das Regiment der jetzigen mexikanischen Regierung wiederherz-ustellen. Denn alle Mexikaner, soweit ihnen die Trusts nicht die Tasche füllen, hassen die Nordamerikaner. Sie sind ihnen keineswegs dankbar für die durch sie bewirkte Aufschließung des Landes, sondern sehen in ihnen nur Ausbeuter. Um nun su verhüten, daß der Aufstand infolge der drohenden ameri- «mischen Intervention nicht noch eine größere Ausdehnung annimmt, soll Porfirro Diaz planen, die 14 000 Mann Roglerungstruppen, auf die er sich wirklich verlassen kann, und die je^t die Hauptstadt schützen, in die unruhigen Nordprovinzen zu entsenden, tim dort die Aufständischen zur Äiaison zu oringen und so eine amerikanische Intervention unnötig zu machen. Die Mobilmachung der Vereinigten Staaten. Washington, 8. Marz. Das Staatsdepartement und das Lriegsministerium beobachten über die M o b i l m a ch u n g völliges Stülschweigen. Sicher ist, daß die Mobilisierung auf einen persönlichen Bericht des amerikanischen Botschafters in Mexiko zurückzuführen ist. Neuyvrk, 8. März. Der Kommandant des Departements des Ostens, General Grant, hat heute nachmittag von Washington den Befehl erhalten, alle verfügbaren Mannschaften des Forts von Neuyork und im Hasen bereit zu halten, um sich heute nacht größte Streitmacht, die feil dem spanischen Kriege dteuyork verlassen hat. Washington, 8. März. Die kommandierenden Offiziere .befolgen überall mit Gfer den Befehl zur Sanrmlung der Truppen. Zahlreiche Regimenter sind bereits auf dem Marsch nach den OaimnelfteUen,. pindere sind bereit aufzubrechen und warten nur auf die Verladung, für die von den Bahnverwaltungen auf eine 'so kurze Ankündigung hin die notwendigen Züge nicht gestellt -werden konnten. Die Schiffe auf dem Atlantischen und Großen «Ozean sind damit beschäftigt, Kohlen und Lebensrnittel einzu- .nehmen zur Vorbereitung schneller Fahrten nach dem Golf von 'Mexiko oder nach den Gewässern Südkaliforniens. Man glaubt, daß die wirkliche Bedeutung der Mobilmachung auf die Lage in Mexiko 'zurückzuführen ist und auf die wachsende Wahrscheinlichkeit, daß sich die Dinge dort in einem weniger befriedigenden Zustande befinden, als die mexikanische Regierung behauptet. Die vege Tätigkeit, dir plötzlich eingesetzt hat, scheint die Meldung zu bestätigen, daß der englische Botschafter Bryee angedeutet hat, England werde eingreisen, wenn ldie Vereinigten Staaten dies nicht selber tuen. Einem Telegramm aus der Haupt st adtMexikos zufolge : machte der Präsident gestern seinen gewöhnlichen Spaziergang Int den Anlagen des Mliastes und erledigte bis spät nachts '.Staatsgeschäste, offenbar, ohne durch die ^stlfammenziehung der amerikanischen Truppen beunruhigt zu sein. Neupork, 8. März. Wie aus El Paso gemeldet wird, erlitten die mexikanischen Revolutionäre bei einem Angriff aus die Stadt Cassa Grandes schwere Verluste. Washington, 8. Mörz. .Die mexikanische Gesandtschaft erklärt, das Gerücht, Mexiko ersuchte oder ersuche! eine Inter vention der Vereinigten Staaten zur Lösung interner Schwierigkeiten, sei lächerlich. Mexiko habe die Macht, -die Revolution zu unterdrücken: die öffentliche Meinung stehe der Regierung zur Seite. Tie Gefangennahme einer An zach! ;Amerikaner!, dip an der Revolution beteiligt wären, sei aus mexikanischem, nicht auf amerikanischem Boden erfolgt. England und die vagdadbahn. Im englischen Unterlaufe führte Sir Edward Grey auf An fragen Balfours au5: Wir können unmöglich eine Konzession nehmen, welche die Deutschen von der Türkei erlangt haben und wir können diese in dem Bau der Bahnen nicht Halt gebieten. Ich denke aber, wir können Garantien für gleiche Bedingungen erhalten und wir sind in jedem Falle zu der Forderung berechtigt, daß es keine Vorzugsrechte geben soll. Wenn diese Garantien nicht hinreichend sind, so Haven Sie keine andere Wahl als Konzessionen für den Bau von anderen Bahnen zu verlangen, die unter Ihrer eigenen Kontrolle stehen werden. Wir sind nicht ganz so hilflos, wie man nach BalsourS Rede vermuten könnte. Diese Bahnen befinden sich in türkischem Gebiet und werden viel Geld kosten. Tie türkische Regierung hat vor wenigen Jahren die Zustimmung für eine dreiprozentigc Erhöhung der Zölle für einen beschränkten Zeitraum erhalten. Seither hat sie um eine vierprozentige Erhöhung ersucht. Diese Sätze können ohne unsere Zustimmung nicht erhoben werden. Es liegt mir außerordentlich daran, daß wir unsere Zustimmung geben, denn ich wünsche, das neue Regime ■ in der Türkei gestärkt zu sehen und im Besitze politischer Hilfsquellen, die eS in den Stand setzen, eine starke und gerechte Regierung ht allen Zeilen des türkischen Reiches za begründen. Wir hoben weder ein Recht noch einen Anspruch darauf gegen die Ausführung der Bagdadbahn nach den Bestimmungen der Konzessionen seitens der deutschen Konzessionäre und der Türken Einwände zu erheben. Aber wenn wir ersucht werden, unsere Zustimmling zur Schaffung weiterer Eiunahmequellen für die tür- kischc Regierung zu geben, so haben wir das Recht zu verlangen, daß sich die türkische Regierung, bevor wir unsere Zustimmung geben, klar macht, daß die Einnahmen für den Zweck verwendet werden sollen, dem wir sie gewidmet sehen möchten, nämlich für eine gute Regierung und die Stärkung des türfifdten Reichs und nicht für den Bau von Bahnen, welche die türkische Regierung aus strategischen Gründen wünschen mag, die aber unter Umständen die Rechte des britischen Hairdels schädigen mögen. Das ist unsere Stellung bezüglich der Bagdadbahn. Aus Hessen. Der verstorbene Abgeordnete Köhler- La ngsdorfund dieSchnlferien. Nach dem Bericht des Vierten Ausschusses der Zweiten Kammer über den Antrag des verstorbenen Abgeordneten Köhler-Langsdorf betreffend Schulferien hat das Gryßh. Ministerium des Innern sich zu diesem Anträge folgendermaßen geäußert: „Der Angleichung der Volksschulferien an die der höheren Lehranstalten steht die oberste Schulbehörde wohlwollend gegenüber. Doch bedarf es dazu einer Aenderung des Volksschülgesetzes, und diese wird nur im Zusammenhang mit anderen als notwendig zu erachtenden Aenderungen dieses Gesetzes vorgenommen werden können. Der zurzeit bestehenoe Unterschied zwischen den Ferien der höheren Lehranstalten und den Volksschulen ist so unbedeutend, daß es sich nicht der Mühe verlohnt, wegen dieses einen Punktes allein eine Aenderung des Gesetzes vorzunehmen, (gez.) Eisen huth." — Der Ausschuß beantragt: mit Rücksicht auf die grundsätzlich wohlwollende Stellung der Regierung zu der gegebenen Anregung die Angelegenheit bis zu einer Aenderung des Volksschulgesetzes vorläufig für erledigt zu erklären. vent-ches Nevch. Der Kaiser blieb am Mittwoch vormittag an Bord der „Deutschland". Um 111/2 Uhr holte der Lloyddampfer „Vorwärts" den Kaiser von Bord der Deutschland. Um 11 Uhr 40 Minuten ging der Hofzug von Bremen ab. Der Kaiser ist am Mittwoch um 6 Uhr 45 Minuten in Kiel eingetroffen. Er begab sich auf dem Wasserwege nach dem Königlichen Schloß, wo er Wohnung nimmt. Dem Reichstag ist ein Antrag Gröber zcuge-- gangen, der Reichstag wolle beschließen, den Reichskanzler zu ersuchen, die alsbaldige Vorlegung eines Gesetzentwurfes zur Neuregelung der Dien st Verhältnisse der Reich s'b e amten zu veranlassen, in welchem das Disziplinarverfahren mit ausreichenden Garantien für die Rechte der Beamten versehen, insbesondere das Wiederaufnahmeverfahren, geregelt und die Vorschrift aufgeuom- meti wird, nach der, wenn in die Personalakten Vorkommnisse eingetragen werden, die den Beamten zum Nachteil gereichen, die Entscheidung hierauf nur begründet werden darf, nachdem den Beamten Gelegenheit zur Aeußerung gegeben werde. In der Stadtverornetensitzung in Eh ar- lottenburg kam es am Mittwoch wegen der Erhöhung der Einkommensteuer von 100 auf HO Prozent zn heftigen Szenen. Die Beratung wurde schließlich aus Antrag des Magistrats vertagt, weil die Stadt Charlotten- burg abwarteu will, wie hoch die städtischen Körperschaften von Berlin die Einkommensteuer festsetzen werden. Aus Essen (Ruhv) wird gemeldet: Eine etwa 1000 Mitglieder zählende sozialdemokratische Ju g en d o r ganisati 011 ist aufgelöst worden. __ «JÜisnauö. Der Londoner Korrespondent des „Temps" will erfahren haben, daß die türkische Regierung dem englischen auswärtigen Amt den Entwurf eines Abkommens über die Bahnlinie Bagdad-Persischer Golf, sowie über die K 0 w e i t s r a g e überreicht habe. Die darin enthaltenen Vorschläge seien noch nicht bekannt. Dock) könne man oermuten, daß die deutsche Bagdadbahngesellschaft sich herbeigelassen habe, nur einen kleinen Teil an der Bahnlinie Bagdad-Persischer Golf zu beanspruchen und daß sie als E r s a tz für dieses Zugeständnis den Anschluß ihrer Bahn an oen Hafen von 2lle- xandrette erhalten werde. hessische Zweite Nammer. (Fortsetzung aus dem 3. Blatt.) R.B. Darmstadt, 8. März. Nachmittagssitzu 11 g. Dcr Regienmgstisch ist nne am Vormittag besetzt. In der um 31/-.- Uljr vom Vizepräsidenten Korell eröffneten Sitzung wird die Etatsberatung beim Kapitel 10, Staatseisenbahnen fortgesetzt. Abg. Dr. Osann »veist auf die günstige Entwickelung der preußrfch^l)essischen Eisenbahn-Gemeinschaft hin. Er erklärt, ber Ersenbahnvertrag sei für Hessen von günstiger Wirkung gewesen, bas Müsse festgelpilten werden. Ein guter Erfolg sei namentlich! in der Stellung ber Beamten unb der Bahnarbeiter eingetreten, doch sei bedauerlich, daß man damit zögere, manchen Kreisen der Angestellten die Beamteneigenschast zu er- fetten. Die soziale Fürsorge für die Letzteren sei sehr weitgehend entwickelt. Redner lenkt die Aufmerksamkeü der Regierung auf eine Vorstellung ber Unter boomten, worin biefelbeiT um Versetzung in eine Miftelklosse ersuchen: ebenso erstrebten die als Kolonnenführer beschäftigten Arbeiter eine Verbesserung ihrer Stellung. Die Löhne der unteren Klassen ber Eisenbahnbebienstetcn seien in den letzten Jahren wesentlich gestiegen, so bei den Betriebsarbeitern um 221/2%. Redner bringt dann noch versckstedene Wünsche aus Interessentenkreisen vor und verlangt, daß die großentwickelte Möbelindustrie bei der Eisen- bahndirektion mehr Entgegenkommen finden möge. Abg. Reh (fretf.) beklagt die meist recht mangelhafte Zugverbindung von der Zentrale Frankfurt aus. Die Verbindung Frankfurt—Gießen lasse sehr zu wünschen übrig und auf der Linie Gießen—Fulda liefen meist ganz alte Wagen, die nur eine sehr schlechte Heizung ermöglichten. Abg. Fulda (Soz.) bespricht ebenfalls die Bahnverbindung mit Srannurt und bringt verschiedene Wünsche bez. der Verbindung mit Neu-Isenburg vor. Abg. Wolf (®bb.) beklagt das Verschwinden der Doppelnamen bei vielen Stationen, z. B. Jugenheim—Partenheim u. a Das sollte schon in Rücksicht auf die Gemeinden vermieden werden, die für die Erlangung der Eisenbahn meist erhebliche Opfq I gebracht hätten. Abg. Tr. Schmitt (Bentr.) rügt die ungünstige Verbindung I zwischen Darmstadt und Mainz unb namentlich die mangelnd«: I Anschlüsse in Mainz. Man sei auch höchst unangenehm überrascht worden, durch die plötzliche 2lufhebung der Abfertigungsstellen von Rundreisekarten von Darmstadt nach Mainz. Mai febe sich jetzt in Hessen gezwungen, zwecks Ausstellung von Rund- reiseheffen sich nach Frankfurt zu wenden, was einen Zeiwerluh i von zirka drei Tagen 6ebeute. Eine Rückgängigmachung dieser . unbegreiflichen Maßregeln müsse unbedingt verlangt Werder. ' Steiler kommt der Redner auf eine im März 1910 an die Eisen- ; bahndirektion gerichtete Vorstellung der Maschinenpuher zurück, worin um frühere Abfahrt des sie besördernden Abent^uges^ Berücksichtigung der freien Sonntage usw. ersucht wird. Der letztere Punkt sei bewilligt worden, dagegen baute die zu spüle Mfahrt des Abendzuges noch immer fort und zwar, wie eß scheine, nur auf Veranlassung ber direkten Vorgesetzten bei j Arbeiter. Abg. Molthan (Ztr.) bringt die seit Jahren projektierte Bahnlinie Gustavsburg—Trebur—Goddelau in Erinnerung und \ erklärt, daß diese Bahnlinie sehr wichtig sei für die Verkehrsverbindung mit den Gemeinden im Ried. Es sei über dieses Bahnprojekt schon so viel diskutiert worden, man wolle nun endlich Mähren, ob diese Strecke zur Aussührung komme oder nicht. Abg. Lang (Natl.) bespricht die Bahnlinie zwischen Umstadt und dem Mümlingtal. Abg. Dr. Winkler (Natl.) vnwahrt sich namens ber an der Bahnstrecke Nierstein—Undenheim gelegenen Gemeinden gegen eine Früherlegung des Vormittagszuges 11.16 ab Nierstein. Tie Landleute wären andernfalls nicht mehr in der Lage, nach «Er. (ebigung ihrer Geschäfte in Mainz und Oppenheim am Vor- ■ mittag nach Hause zu kommen unb müßten einen vollen Tag verlieren. Die Wünsche einiger weniger Interessenten dürften i angesichts der schweren Schädigung der beteiligten Landbevölke. j rung nicht berücksichtigt werben. Redner wünscht weiter, dir Einrichtimg einer Haltestelle für den Personenverkehr von Dirn, beim. Es genüge, wenn vorerst die Triebwagen auf der Strecke Mainz—Oppenheim bis Dienheim weitergeführt würden. Abg. Köhler- Worms (natl.) bellaat ebenfalls mehrere Uebelstände, namentlich die schlechte, umständliche Verbindung Worms—Darmstadt. Man müsse bis Goddelau in einem Zuge fahren, der nach Mannheim geht, es hatten auch verschiedene ungünstige Verschiebungen in per Verbindung zwischen Worms und der Bergstraße stattgefunden. Abg. Finger (natl.) tritt für eine bessere Verbindung Worms—Bingen rin, besonders durch Einlegung eines geeigneten Eilzuges. Abg. Berthold (Sozd.) bellagt Mißstände in den Eisenbahnbetriebswerkstötten und die ungünstige Verbindung Gustavs- bürg—Trebur—Goddelau. Abg. Stöpler (natl.) bedauert die ungünstigen Züge zwi- schen Gießen—Fulda. Abg. Senßfelder (236b.) wünscht bessere Verbindung zwb schen Darmstadt—Langen und bringt verschiedene Wünsche, besonders günstigere Anschlüsse zwischen Groß-Gerau und Mainz. Abg. Bähr (Wild) spricht für eine bessere Verbindung aus I ber Strecke Hanau—Fulba. Als er dann in umständlicher Weise ; gegen Idie Regierung spricht und bemerkt, diese habe ein von ihm übersandtes Aktenstück „unterschlagen", wird ihm vom Vizepräsi- ] benten Dr. Schmitt eine Rüge erteilt. Abg. v. Brentan0 (Ztr.) erörtert die ungünstige Anschluß- verbinbung Darmstabt—Mainz—Bingen. Abg. Breibenbach (Bbb.) bittet die Regierung um Auskunft, wie es mit der Balmverbindung Bad-Nauheim—Usingen steht. Abg. T i e h l (natl.) führt aus, die vielen hier vorgebrachten Einzelsälle konnten besser durch die Ministerialabteilung erledigt 1 werden: er habe darin günstige Erfahrungen gemacht. Ter Redner lenkt dann die Aufmerksamkeit auf die Gegend des Kettenheimer Grundes hinter Alzey. Abg. MoltHan rüst: Die habe» . ja ihre Bahn.!) Gewiß, aber feine Züge. (Heiterkeit.) Die 1 Züge treffen früh 6.9 und vormittags 10.8 in Alzey ein, so daß M sie weder von den Schülern, noch von Angestellten usw. benutzt ’ werden können Es sollte ein um 8 Uhr eintreffenber Zug eiw gelegt werden. Eine Verbesserung ber Bahnhofsverhältnisse in Alzey sei ebenfalls dringend geboten; erst jüngst fei wieder ein Mann auf dem dortigen Bahnhof verunglückt. Abg. "Muter (natl.) bringt seine Wünsche berüal. der Bahnanlage in den Odenwald vor und ersucht um Beschleunigung beß j Projektes Bsnshrim—Lindenfels. Geh. Oberfinanzrat Rohde I erklärt, er wolle bei ber vorgerückten Zeit nicht auf eisenbohnq j politische Dinge cüngehen, sondern sich auf die Beantwortung einzelner Wünsche beschränken. Den Antrag Raab könne die Regierung nicht befürworten, sie sei nicht in der Lage, beit Wunsch ber Beamten der ehemaligen Main-Neckar-Bahn zu unter« stützen. Den Beamten sei wiederholt die Wahl gelassen worden, entweder in das neue Verhältnis überzutreten, ober im alten Verhältnis zu verbleiben. Auf die Beamten, die früher nicht - übergetreten seien, könne das Gesetz von 1907 nicht angetoenbtt werden. Jetzt sei ber Regierung keine Möglichkeit mepr gegeben für biese Beamten rinzutreten, und er müsse scharfen Widerspruch gegen bchr Mg. Raab erheben, wenn dieser behaupte, Preußen Hobe seine rechtlichen Verpflichtungen nicht ringeyalten; Preußen Hobe alle'seine Zusagen genau erfüllt. Die Bahnverbindung auf der Strecke Frankfurt—Gießen sei besser geworden, es liefen jetzt 7 Züge, gegen früher nur 5. Bezüglich des Projektes Gustavsburg—Goddelau gibt ber Redner nähere Zahl« über bie schlechte Rentierung und meint, daß bei so geringer Verzinsung von 1,4 Proz. oie Aussicht auf Aufnahme in die Eisenbohngemrinschast nur sehr gering sei. Bezüglich der Besserstellung der Erseubohnarbriter sei Hessen nicht zuständig. Zag gegen werde die Regierung gern den Wunsch der Möbelindustrie weiter verfolgen. Die Aufhebung des Verkehrsbureaus in Darmstadt unb Münz sei erfolgt, weil kern Bedürfnis dafür Vorhand« war. Mg. Reh (frf. Vp.) wünscht eine bessere Verbindung zwisch« Alsfeld—Fulda und Fulda—Frankfurt und bittet die Regierung um Unterstützung des Projektes. Bei Anwesenheit von nur 14 Abgeordneten wird der Antrag Raab angenommen und dann das Kapitel genehmigt. Schluß der Sitzung 6 Uhr. Nächste Sitzung Donnerstag früh 9 Uhr. _ Aus Stadt und Land. Gießen, 9. März 1911. • * TaqeSkalender für Donnerstag, 9. März: Dortrag be5 Frauenbundes dcr deutschen Kolonialqesellschast und der Gele» schalt kür Erd- und Völkerkunde. Oberleutnant Rausch: Jntz Regt. 117: Der Untergang deS HererovolkeS und feine Bedeutung Abends 8 Uhr in der großen Aula der Universität. Wahlverfammlungen:NationalliberaleParteß Abends 8'/, Uhr in SLtinS Garten. Redner: ReichstagSabg Paafche und Prof. Dr. GifeviuS. — Fortschrittliche Volkspartei: Abends 8'/, Uhr im Eafä Leib. Redner ReichstagSabg. Naumann und Starrer Korell. * * Ordensverleihung. Der Großherzog hat beirt Ingenieur Peter Schneider zu Charlottenburg die Erlaubnis erteilt, .den ihm von dem Koüig von Preußen verliehenen §bronen-Orden 4. Klasse annehmen und tragen zu dürfen. * * Technische Hochschule. Der Großherzog hat dem außerorüentltchen Professor an der Technischen Beethewihrte 70e/e Stromersparnis Grand Prix Brüssel 1910 Dnrt’l die BektrltlllUwerke nnd Installation» geachA/le xn beziehen. Aeerieeellsclkatt. Berlin 0.17 LAMPE W /OSRAM Gekille, (ingeiöhrt ® Lei A* 9< 1 n>e.l ech.'"'°a 124 Sch« Mause" 'M ldt)( auf ^°r: jllbotf, das sic peinigte, sich öiti 85 Sch'^e« 1313 mit dem tz-usiS beg'N' jiinunung »berg' Lauterb A 3)1 in- e n t S b-ch'M ins der Jlbesl durch ßSegenito gelegt warm, 13 Mn. in 3 joneiW tonn’ -adsuhrum? tzegm 9 Uhr k a Von U> Sagen des stüi nad)t§ war dk itubt; tote nagifl verkehr dm gekommer WLW' r. Schot Prüfung bi tat Block erhi Knaben, die ß mann, Karl ( Seil, Georg D rich Eberhein auf Grund ü Mfung dis! w. Dar: £)ttD Reich- Stiftungsfest heute morga stadt jutüi i StntTal Lai WI Juni il« U H« ^uunersl« ««ItretKifj, KÄX’liiä SS /JAVOL'v gegen Kopist huppen gegen Haarausfidl Javolisiere dein Baar \ Javol das Beste Korsettenhaus Geschwister Aron Giessen, Seltersweg 59 Neuheiten in Damen-, Konfirmanden- und Kinder- Korsetten. 1654 i*von der Strassen lieh an der roten Packung. Überall an haben. MMck Partei Biograph Plocketr. 12 Plocketr. 12 (01860) bauten L E. (1341 A* ueschworenen schon bei ihrem Spruch berück ichtigt haben, nicht gegeben seien. Es mußte aber bei der Strase berücksichtigt werden, daß die Angeklagte durch ihre herzlose -iai das Kind an dm Rand des Todes gebracht Hal. Die Angeklagte nahm die Strafe sofort an. Schönsten Verdienst erzielen Sie durch Verkauf unterer :b3olb u. ^aumwouroaren, sowie auch Atühlhauicr Zeugreuen. Wenden Sie lich vertrauensvoll nur an Die Erste Eliancr Reue- manuiattur Lucien Levy «Sc Frere. Böiieniiraßc 4, Mühl Neues siaüitueaier Giessen. Direktion; Hermann Steingoetter. Sonntag, den 12. März 1911 nachm. 31/, Uhr Steine Preise Stieme Preise Glaube u. Heimat von Karl Schonherr. Anfang 3% Uhr. Ende 5'/, Uhr. Unter Mitwirkung der Savelle des htef. Jnf.-Regt. Stauer Wilhelm' sJir. 11b Gewöhnliche Preise. Gutscheine haben Gültigkeit. Mein Leopold Bolts stück mit Gesang von Adolphe ^Arronge. Abends 7*/s Uhr Ende gegen 10 Uhr. Koch schule Varn es r zu Darmstadt die Erlaubnis zur An- ,ahme unb zum Tragen des ihm von dem König von . ßTCuf;cn verliehenen Roten Adler-OrdenS 4. Klasse erteilt •• Goldene Hochzeit feiern <"n Sonntag der Möbel» tranSporteur Joh. Keßler und seine Ehefrau m voller Rüstigkeit. KrelS Alsfeld. 8 Flensungen, 9. März. Unser seitheriger Lehrer Decker, der über 20 Jahre hier in einer Schulklasse mit über 100 Schülern und in letzter Zeit mit nahezu 100 Schülern al« Lehrer tätig war, ist bis zum 1. November an? Gesundheitsrücksichten beurlaubt worden. Es wurde ihm em Gehilfe, Schulverwalter Hermann Roth, seither in Dannenrod, gegeben. Heute wird Herr Roth in seinen Dienst eingesührt. Die hiesige Schulklasse, die bis jetzt noch in tTOfi Klassen getrennt von einem Lehrer untcrr.chtet werden muß, weil eine Trennung in zwei Klassen wegen Ermangelung emes SchulsaaleS unmöglich 'st, zählte bis zum Jahre 1891 etroa 124 Schüler. Durch die Abtrennung dec Gememde Stockhausen im Oktober 1891 verminderte sich die Schüler- zahl auf etwa 100 Schüler. Ale am 1. Oktober 1910 auch Ilsdorf, das sich mit SolmS-JlSdorf zu einer Schulgemeinde vereinigte, sich von Flensungen loslösle, sank die Schülerzahl auf 85 Schüler. — Tie Gemeinde Flensungen will im Jahre 1913 mit dem Neubau eines z we ik l a s s ig e n Schul- Hauses beginnen, damit eS im Jahre 1915 feiner Bestimmung übergeben werden kann. Kreis Lauterbach. Lauterbach, 8. März. Gestern abend am 6 Uhr 20 M in. entgleiste der um 7 Uhr 16 Min. in Sauter» bach-Neu fällige Personenzug vor der E'nsabrt in den Bahnhof Ilbeshausen, in der Nahe des Hochbehälters der Jlbeshäuser Wasserleitung. Die Entgleisung soll durch Gegenstände, welche unbesugterweise auf das Giers gelegt waren, verursacht worden sein. Der um < Uhr 13 Min. in Ilbeshausen ankommende Lauterbacher Pec- foneiuug konnte die Fahrt nach Stockheim nicht fortsctzen und fuhr um 7 Uhr 45 Min. wieder nach Lauterbach zurück. Gegen 9 Uhr kam ein Hilsszng von Fulda in Jlbesyausen an. Von Gedern kam ebensalls eine Maschine, um die Wogen des stillliegenden Zuges abzuholen. Gegen Vs 12 Uhr 11011)10 war die entgleiste Maschine wieder au,s Gleis gebracht: heute morgen konnten die Zuge wieder fahrplanmäßig verkehren. Glücklicherweise ist niemand zu Schaden gekommen. (Saut. An-.) KretS Schotten. r. Schotten, 8. März. Bei der heutigen Reife- Prüfung der höheren Bürgerschule durch Schulrat Block erhielten alle 10 Prüflinge, 1 Mädchen und neun Knaben, die Einjährigen-Berechtigung, nämlich: Ilse Hoffmann, Karl Strauch, Hein- Seidel, Alfred Strauß, Albert Keil Georg Meiski, Hermann Duchardt, Otto Schlörb, Heinrich Eberheim, Karl Kromm; die vier ersteren wurden aus Grund ihrer schriftlichen Arbeiten von der mündlichen Prüfung dispensiert. Slitrteuburg und Rheinhessen. w. D a r m st a d t, 8. März. Der Einjahrig-Freiwillige Otw Reich ardt, der mit seiner Eulerflugmaschine zum Slistungsseil seines Korps nach Heidelberg flog, kehrte heute morgen wieder auf dem Luftwege nach Darmstadt zurück. Der Abflug in Heidelberg erfolgte um vvoniöi u. veiichw. ,. Wouro ob. Geichästühaus j. Branche, Billa, Landbaus, Holet, Gasthaus, Dinich^ Muhle, Sägewerk, Gut, Bicfldci, toiiruu, Gelände uert.ro., tchr. u. F. K.l. 1101 z. Wenerbei. an Rud. Moste, Frankfurt a. M. ________Iss' J______________ Olöfoj Korbe u. Studie werd. fchn. u. bitt gestowt. I. Glückte, oorm. Parchier, LeUersweg 81._______ Schinsiuugeu für Llub. slL Seßclfdunc erb. teegem. AuSrüst. u. Aust. Prosv. arai. M.Grobue, Uir*/»/Altona lU/E. Breite,rr.MIl. Zenttalbureau für Freitag: „Kaiscrhos" (1. Etage) Abends von 8 Uhr ab Bekanntgabe der Wahlresultate im D., Caf6 Ebel (unterer Saal) Montag den 13. März, aveuds S1/« Uhr in Steins Saalbau Aunlcr Vorlragsaöcnd des Kgl. Hojschauspielers Max Hvspauer, München. Donnerstag de« 83. März, abends 8% Uhr in der neuen UnioersitätS-Aula (v9/3 IX. öffentlicher Vortrag Herr Prof. Brockmanu - Offenbach: Ltreisztzc Smlh dicBrLsstler WeltauMiW mit zahlreichen LichtbUdern. EintrittSkaNen sind zu 1 'Ulf. an der Kaste zu haben. Angehörige unserer Mitglieder zahlen die Hälfte. Garderobe 10 Pfg. KausWLinslbtt Statin. LrtSgkwerbeoerem. pailgt 2r' I >10 I toi I k £ 6 **Dar,' P..x "fe toi»- »M ■ Lür> w 2nfibfn" | mQn Holle • lamme \ nie livische» Xi ^namens br ® Jdnben ^Niersiein.7, T W. nach r. Ie”tom am l Jn« bollen;. Eussnstrn bBl 9ten fianbber: iwitet, *, "rkehr von M der 6^ d toürbtn. Sialli mehr. Glicht SeibiK I 01 in einem . verjch>,.v , livischen efftrt 8(rbtnbri l9 eines geei^n ndr in den fr -, tbinbung inftigen Sögt e ßttbinbimg n. bene Wünsche, V* 5erou und Ec-., cr ßttbinbun; imsiändlichtt Br.» habe ein von chn jm vom Wki. tgünlHgt «nföky egifnntg um Id* Nauheim-llsulfl hin vorgebm.5- elabteilung «ledijk en gemacht, v kgenb bti StCr ruft. 2>r W ÖeiierfciL) £•.»■ Kid) ein, [o b iltn u\ro - estnldei 5>ua tm- im igit fei lotic ec bttüal. be fkh- Beschleunig: - rsimmrral ftr. richt ans eisnich» die Beantlvor. a Raab fönro in der Lage, ' ikai-Babnr ,hl gelassen ro." im, oder im : n, die trüber t )7 nicht angewr II- AN--L nn dieser W7 n M.einxk. ' sei besser >ner liabere )rö bei so f Ausnabme « - »tiüglich der W LerbindMl^ bistet die W* Unwirb^^1 Sitzung Dcrmifcbtc». ♦ Ter Brand in dem Kinematogravhentbea ter su Bologoje entstand in einem im hohen Grade feuer- qeiährlichcn Holzhause, das hart an einem großen See liegt. Tas Gebäude hatte nur eine schmale Tür; die Fenster waren mit Läden verschraubt. Nach der Beuzinerplosion vlatzte der Gasbehälter und sofort stand das Gebäude in Flammen. Don 2 45 Besuchern, die von der Billettkontrolle angegeben we» ben, sollen sich kaum 60 bis 70 gerettet haben. D i e ü 6 r i g e n fanden den Tod in den Flammen, da sich am Aus gang die Menschen flauten und Die meisten im Rauch erstickten.. Bon zwei oder drei Familien sind alle Mitglieder verbrannt, viele verloren Frauen und Kinder. Die Ausräumungsarbeiteu förderten entsetzlich rerstümmelte Leichc-n. In großen Körben werden einzelne Leichenteile gesammelt. AlS auf Befehl des Gouverneurs von Nowgorod die Bergungsarbeiten bis zu seiner An lauft eingestellt werden sollten, drohte nach einem Prwattelegramui der Frkt. Atg. $-te Menge die Polizisten zu lychen, so daß diese flüchteten. Bei der Bergung spielten sich furchtbare Szenen ab. Mehrere verfielen in Wahnsinn, Die Hauptursackx der Katastrophe ist die unglaubliche Nachlässigkeit der O r t s P o l i z c i, die die Vorstellung zuließ. Der Leiter des Kiirematographentheaters, der gewesene Hofschauspieler Dawydow, und drei feiner Gehilfen verbrannten. Kleine Lageschrontt. Im Tunnel von Vincennes wurden mehrere Streckenarbeiter von zwei entgegengesetzt kommenden Zügen überrascht. Zwei davon wurden getötet und sieben schwer verwundet. In T o u 1 wurde der Hauptmann L e r eu x von seiner Geliebten, der 20jäbrigen Kellnerin Marie Bcae, e r schossen. Das Mädchen verletzte dann sich selbst burdi einen Schuß lebensgefährlich. Kmuiüicr iueueroerid)t. Verlaus der Witterung seit gestern früh: Unter der Herrschaft des flachen Hochdruckgebietes, das sich nach Zentraleuropa verlagert hat, dauert das trockene, ivollige Wetter fort. Ueber dem Kanal lagert em Teillief, das aber keinen Einfluß am unsere Witterung ausüdt. Es ist Fortdauer der trockenen Witterung mit Nachtfrost zu erwarten. WeiteranSlichten m Hessen am Freitag dem 10. März 1911: Wolkig, trocken, licht, nachts leichter Froiu 11.10 Uhr, nachdem Reichardt fn Gegenwart seiner Freunde, i der Heidelberger Garnison und zahlreick>er Zuschauer einige Rundflüge mit Gleitfluglandungen ausgeführt hatte^ Die Landung auf dem Truppenübungsplatz bei Darmstadt ging ( um 12.5 Uhr glatt von statten. , Schwurgericht. th. Gießen, 9. März. Gestern verbandelte das Schwurgericht gegen das 20 Jahr: alte Dienstmädchen Veronika Bretzigbermer von Groß-Heul'ach bn Miltenberg wegen Mordversuch an ihrem 12 Tage alten Kinde Die Anklage vertrat Staatsanwalt Dr. Brill, die Verteidigung führte Rechtsanwalt Kaulmann. Es waren 15 Beugen in der Verhandlung ju Aren von denen aber nur ein Teck vernommen wurde. Als Sachverständiger war Assistenzarzt Dr R i e s ch von der Frauen kl mit geloben. Di/'Angeklagte gestand, daß sie die Absicht hatte, sich ihres Kindes zu entledigen, weil sie sich rwr ihrem sehr strengen Vater fürchtete, unb weil sie glaubte, das Kuid würde eine Last für ne nflgtc, zuletzt in der Heilanstalt Waldhof-Elgers- hausen als Dienstmädchen beschäftigt war, leugnete dort entschieden, in gesegneten Umständen zu sein sie bestritt dies sogar noch als sie Ende Januar in die Frauenklinik in Ghefeen unter- gebracht wurde, wo sie am 30. Januar ein Mädchen bekam. Mutter unb Kinb wurden am 9. Februar im Säuglingsheim untergebracht. Hier kam das Dtädchen aus Gedanken das Kind vor der Stadt auszusetzen. Sie habe das Kind sellstt nicht umbringen können: sie habe gebaut, eS werde m der Kaltt einschlasen und sterben. Am 12. Februar erklärte die Angeklagte der Oberschwester, sie wolle mit dem Inde rn ihren Eltern reifen. Sie trug barm ihr Kind nach dem Schissenberger ^al und Ie