untergebracht: Nennwert in Mill. Mark scheu tigen 1908 1909 Es ist ja nun richtig, daß Franireich in der Frage der türkischen Anleche, wie in der ungarischen, eine diplomatische Niederlage gegenüber Deutschland erlitten hat. Wie der Briand, zu stürzen. ‘ Ter Ehrgeiz der Franzosen ruht nicht. Wahrend ihnen von Petersburg aus warnend zugewintt wird, berauschen Wertpapieren: Nennwert in Millionen Mark — Neue Fortschritte der LteruPhotograph i e. Aus Los Angeles in Kalifornien kommt die Nachricht von einer bedeutsamen astronomischen Beobachtung, die auf dem Mount Wilson-Lbservatorium gelungen in und die durch das mächtige 60 Zoll-Teleskop, das Carnegie kürzlich gestiftet hat, möglich wurde. Mau hat ausgezeich net'e photographische Aufnahmen eines riesigen Spiral uebels erlangt, „einer Masse kreisender Gase von 500 Milliarden Meilen Durchmesser". Tie Aufnahme ;cigt entweder die Zerstörung oder das Entstehen einer neuen Welt, die etwa läO Milliarden Meilen von dem Zentrum des nächsten großen Spiralnebels entfernt ist. Nach den Berichten der Sternwarte ist die neue Photographie die schärfste Die Disziplin in der Kunft. Bon August Rodin. Für die Disziplin in der Kunst bricht Rodin in der „Opinion" n "l-erlin, ?>ebrii.n Wilhelm K. Rodensteiner singt: Pfasfenbeersnrt ist fort, so ist die Türkei dem französischen Einfluß verloren gegangen, und wie Ger- irenz, so auch die treuen Magyaren. Aber den größten Teil der Schuld an diesen Niederlagen trifft nicht Pichon, sondern den Finanzminister Eochery, der die Kapitalkrafl Deutschlands nur zu sehr unterschätzte. In der Frage der Bl is s i n g er B eseftigunge n dagegen hat Pichon, intern er sich in eine innere Angelegenheit Hollands mischte, deren Regelung den Niederlanden auf Grund internatio naler Abmachungen freisteht, augenscheinlich eine Schlappe erlitten. Und ebenso dürfte das der Fall sein hinsichtlich der Potsdamer Beg gnung und ihrer Ergebnisse, Über die Pichon augenscheinlich nicht genügend orientiert war, um die deutsch-russische Annäherung zu durchkreuzen, oder, wenn ihm das nicht gelang, wenigstens in Mesopotamien und Persien für Frankreich ein Aequivalent zu schaffen. Aber mag er auch hier bis zu einem gewissen Grade die <^d)ulb tragen — erst die Erörterungen der französischen Presse, die Schwatzhaftigkeit französischer Generale, die das französisch- russische Bündnis auch militärisch deshalb als wertlos hin stellten, weil Rußland einen Teil seiner Truppen von der Westgrenze zurückgezogen hat, haben in Frankreich jene nervöse Unruhe hcrvorgeruscn, die den geeigneten Nähr hoben dafür liefert, Pichon, wenn nicht das gesamte Kabinett Jusaelaint 240.03 358,7) 544,19 Philosophen, die auf jeder Seite ihrer Schriften uns durch Lehren voll Einjachhcii und Anmut entzücken. Unp alle Antiken kannten, wie ein italienischer Dichter sagte, bfe Kunst, die alles schafft, ohne etwas von den Mitteln merken zu lassen, deren sic sich bedient. Das ist der Höhepunkt des Metters. Und indem man sich der Natur und den menschlichen Meisterwerken mit Einfachheit und Geduld widmet, wird man aufs neue die Schönheit des Metiers der Kunst begreifen, ohne sie mit der industriellen Routine zu verwechseln, die ben Künstler in eine Maschin? um roaiuelt. — Leiber hat man seit ungefähr einem Jahrhunbert sich daraus gesteift, die Kunstwerke fern von dem Platze, für den sic geschaffen waren, ein zu schließen. Dorr, in den Museen, verwechselt man ben Geist der Jahrhunderte und die vcrjchiebcn artigen Kundgebungen. Das ist der Grund, weshalb man das nolle Verständnis für die Criiamcnticrung verloren Hal, für die Gesamtheit des Rahmens, um die sich der Künstler sorgen muß, wenn er ein Werk für eine bestimmte Umgebung schafft. Man ist so sehr schnell bafringefommen, die Kunstwerke als Gegenstände anzusehen, die man hinstellcn kann, wo man will Tas ist sehr böse. Denn die Kunst darf nicht eine Ausichmückilng sein, sondern eine wohldurchdachtc Lmamentterung, die zu einem harmonischen Ganzen gehört Und das Geheimnis dieser Har monic, das wir in her Skulptur und der Malerei der Antiken beobachten, die stets 'zur Zusammenstellung der Architektur beitrugen, ist das ganze verloren gegangene Geheimnis des Metiers der Kunst." Zremde Wertpapiere m Deutschland. Mit Bezug auf die von der konservativen Fraktion des Reichstags eingcbrachte Anfrage über die lieber« fchwemmuug des deutschen Geldmarktes mit frcmbcn Lrert- papieren schreibt die „Deutsche volksw. Korresp": Der Abfluß deutschen Kapitals nach dem Auslande laßt* sich nicht annähernd feststellen, wird aber im allgemeinen weit unterschätzt. WaS an anSwärttaen Papierwerlcii, btc nicht in Deutschland zugelassen sind, durch Vernlittluug deutscher oder ausländischer Banken und Bankiers von deutschen Spekulanten und Kapitalisten anaekauft wird, entzieht sich jeder Kenntnis. Der deutsche Besitz an südafrikanischen Goldminenpapieren wurde zettweittg aut Hunderte von Millionen geschätzt. Die amtliche Statistik erfährt nichts davon, weil diese'Papiere an den deutschen Börsen nicht zugelassen sind. Beiläufig sollen nach Angabe kundiger Kreise zu den hohen Gewinnen der surjt- lichen Spielbank von Monte Earlo die deutschen Gäste allein jährlich mindestens 50 Millionen Mark beisteuern. Nach der amtlichen Statistik wurden bei den deut- Börsen zum Börsenhandel zugelafsen an aiiswär« sie sich in neuen Plänen: ,.r. , Paris, 8 Febr. Ter „Figaro" vcrpfientllcht folgende offiziöse PetersburgerDepesche: Tie von einer Anzahl Pari er Blätter, insbesondere dem ,.ä.emps" gejührle Sprache, lat hier den peinlichsten Eindruck hervorgerufen. Tie wiederholten gegen die französisch russische Al ianz gerichteten In inuationen haben sclbst in den optimistischsten (Gemütern Beunruhigung verursacht und man fragt sich, welchen Zweck die Urheber dieser Artttel rerfolgen, die daS französische Publikum in Irrtum fuhren. *£ic Festigkeit der französisch-russischen Allianz könnte mc in Frage gestellt werden. Sie bleibt, waS sie seit 23 Jahren war, — der Angelpunkt der europäischen Pollnt. T:c gegen märtig geführte ZeitungSsehde wird das französisch russische Bün^iS nicht erschüttern, aber sie ist immerhin unheilvoll, da sie moralische Verwirrung und zwischen Franst reich und Rußland gegenseitiges Mißtrauen zu säen trachtet. Ter „Petit Par.ien" veröfsenllicht nachstehende Note: Franireich, England und Rußland setzen rhren Meinungsaustausch über ihr Vorgehen int Crvnt 'ort. Tie Petersburger Regierung bleibt, w.chrend sie ihre Berhand lungert mit Deutschland bezüglich PerstenS und der Bagdadbahn fortsührt, in enger Verbindung mit dem fran- ' zösischen Ministerium des ^leußern. Die Unterredungen, die der aus Petersburg hier eilig'trot.cnc französische Bot- ' schafter Louis mit dem Minister Pichon haben wird, werden ' die baldige Regelung gcroJicr Punkte vorberetten Ferner ; ha.t Frankreich auch mit der Tiirfei freundschaftliche ; Vorbesprechungen angetnüpst, die die so verwickelte Frage der k-1 e i n a s i a t i s ch e n Bahnen betreffen. Der Pforte werden dabei -die wirtschaftlichen Wünsche Frankreichs in umfassender Weise bekanntgegeben. Ein Lrlatz Des Kaijers. Berlin, 8. Febr. Ter „Reichsanzeiger" meldet: Auf den Bericht deS Ministers der Leffentttchen Arbeiten über die Verwaltung der öffentlichen Arbeiten in Preußen in den Jahren 1900 bis 1910 ist nachfolgender Erlaß an den Minister ergangen: . Von Ihrem mir zum Beginne cmcs neuen Lebcnsiahrcs vorgelegten Bcttchte über die Tätigkeit der in Jhr?m Ministerium vereinigten Verwaltung während des Tezcnmums vom Einbcit die man den Stil nennt, während das 19. Jahrhundcit „NS ate eine Epoche jämmerlicher Anarchie vortchwc'ot. _ -Lcr Sinn für,die .Hierarchie, der Geist des Lehrliugswciens ist Tur btc Einheit der Kunst unumgänglich, wie überhaupt Tur alles. Er liegt in der Natur. Ein Künstler muß,, wie in Den groben Epochen, damit beginnen, nicht ein ^chüler, sondern em Lehrling zu sein Er- fegte erst die Werkstatt ^o .lernte erziehen und befrachten. Allmählich erwachte der sinn,'ur das ^chancii m ihm Er half bei kleinen Arbeiten. Er bentanb es. Demütig unb geduldig zu fein, unb bubctc fo „seine Eriahrung, ohne es zu nierken Eines Tages fühlte er nd) bann fähig, )ctn -Ltuck zu Öen, Ide? in einem Werke wieder-.ugebcw Er war reif für die Schöpfung unb er fjieB «eyoedno oder Michel Angela teilte erörtert man viel zu viel. Es Juirb viel iu viel mit Worten in allen Kreisen herumgeworTen, als datz em KunMer ßch mit dem Besten seiner Kräfte unb der Konzentrierung aller seiner Zeit seiner Kunst roibmen konnte. Man ichant viel zu schnell. So lernt man nicht mehr das Metier das Heitzt Di: Gesamtheit der Gesetze, Die eng die W mit dem Ausdrucke, die Form mit Dem Geiste verkitten und die von der Kiiuu untrennbar ist. Tie Mehrzahl der zettgenonochni Werke laut c» qam an der Handfertigkeit schien. Alles ist falsch an ihnen, weil bet Witte des Künstlers nicht durch die direkt: Bcobachtuiig und die persönliche Erfahrung gereitt ist-^ ^as i)t die Anarchie der Geister und auch die Anarchie der normen. Unerläßlich wäre baß die neuen Generationen von Künstlern wiederum die vu-'ittakeit des Metiers lernten. Damit die Kumt wieder bas wurde, was )ie zu jeder Zeit gewesen ist, der vollständige und trotzende Ausdruck des menschlichen Ideals, cie mußten iid) zu der Erkenntnis durchringcn, bat, das, wat- man heute das Metter nennt nur eine leichte und bedeutungsloie Augeniamchung einiger ^nbustrieiweige, nickt aber von ftUnnarten ist. Eine Renainanee des bierarcki'chen Geistes i't unerläßlich. Tie Gesett;chatt ist eine hei-rlidK Kathedrale, die mit ^ahrtau'eiiben von Heiden und Freuden aufgebaut worden itz. Tie sozialen etuicn beiteä n in bem Gebiete der Kunst, wie m allen anderen Gebieten, äic Geselttchaft ckt fein Steinfeld. Man dari bas Wort ^Pascal s nick-- vergessen, mir bem dieser wunderbare Denker uns Daran erinnert daß man die Welt nicht mit Ideen der Gerechtigkeit, sondern'mit der Vernunft ansehcit muß, mit der Vernuntt, die nicht das was ist, mit bem, was hätte sein müssen, verwechu'lt. Man gelangt so zu jener Geistesllarheit unb -.Heiterkeit der antiken Ht. 34 Erstes Blatt 161. Zahrgang Donnerstag, 9. Kbwar M ler 6irf|Mter Anzeiger ▼ monatlich75Pl^viertel- SS uiiPnCiipr zinitiuti ,Iik>i:iagundFreiiaa.. X ■ RlfC B B. CAyVL B BL Kf 4V aiivmavt:- 20 B'emnq. J M ■ B Ehesredaktcur: A Goetz. oirllchafllicheSeiNra en Ä B MM Verantivortlich für den farnioiech-Anlchlüsje: politischen Teil: Augu't General-Anzeiger für Gberhessen 3Maimcfl oon »«zeigen Rofafiottsönid und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Vnch- und 5teindruckerei H. Lange. Nedattion, Expedition und Druckerei: zchulstratze 7. Land": E.Heß: für den | SUtSSffiE Büöingen: zernsprcch« Hr. 50 SkschLslsstelle Babnbofitrait 16a. Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten» 1908 1909 1910 Staatsanleihen 149,38 115,94 169,73 Koinmunalanleihen 37,00 57,00 52,47 Pfandbriefe — 22,75 2,00 Eisenbahnobttgationen 5,00 140,41 254,30 Jndustrieohligationen 31,57 — 18,36 Eijenbahnaktien — 6,30 14,52 Bankaktien 7,40 2,16 22,78 Jndustrieaktien ______ 9,68 14,14 10,38 Hiernach ist also die Einfuhr ausländischer Wertpapiere «ach Deutschland in den letzten drei Jahren sehr erheblich gesteigert worden, und in beschleunigtem Maße sollte damit sortgefahren werden. Äls nad) den bedenklichen Erfahrungen mit argentinischen, griechischen und portugiesischen Staatsanleihen und mit nordamcritanischen Eiscnbahnpapieren das deutsche Volksvermögen zu Anfang der neunziger Jahre Hunderte von Millionen einbüßte, meinte ein hervorragender Fi- nanzmann, die deutschen Emissionshäuser seien mit den Verhältnissen der betreffenden Länder nicht genug vtriraut gewesen. Diese harmlose Entschuldigung war ungenügend und sollte wohl nur die Hoffnung erwecken, daß die Emissionshäuser sich in Zukunft genauer unterrichten und vorsichtiger verfahren wurdem Jnde,sen wirb man diese Hoffnung kaum für begründet erachten können, zumal die Finanzmänner wechseln und nach wie vor die Gewinnaussichten voranstellen. Gegen die Einführung ausländischer, nur zu oft zweifelhafter Werte bedar« das beutsche Boltsver- mögen eines wirksamen .Schutzes. Die Anfrage des Grafen Kanitz über die Ueber- schwemmung des deutschen Geldmarktes mit fremden Wertpapieren, hnrb voraussichtlich erst am nächsten Montag zur Besprechung im Reichstage kommen. Es wird an der Ablicht festgehalteir, die zweite Lesung des Haushalts am 13. Februar zu beginnen. Die zweite Beratung der Strafprozeßordnung wird am Samstag vorläufig unterbrochen werden und wird erst später fortgesetzt werden Au; dem englischen Unterhaus. London, 8. Febr. Im Unterhaus steltte der Abgeordnete Robert Harcourt eine Reche von Fragen bezüglich des deutschen Flottenprogramms. Der erste Lord der Admiralität, McKenna, sagte, es sei anzunehmen, daß irgend eines der vier deutschen Schiffe des Bauprogramms 1909/10 im laufenden Jahre vollendet fein wird. Auch erwarte er nicht, daß die Dreadnoughts im Kalenderjahr 1913 von den Werften abge- 'lieferr sein werden. Bei Wiederaufnahme der Adreßaus- spräche betonte Kluften Chamberlain noäMals, daß die Unionisten an der Politik der Vorzugszölle iimerhalb des Reiches festhielten, für die sie in guter und schlechter Zeit gekämpft hätten und kämpfen würden, brs sie ihr zum Siege veryotsen haben mürben. Es sei dringend nottoenbig, daß man in den anderen großen Kolonien zu einer Verständigung gelange, bevor sie von ausländischen Liebhabern erworben würden. Was Kanada an- lange, so müßte eine andere Politik eingeschlagen und alles mögliche getan werden, um der nenen Strömung entgegenzuarbeiten, die Kanada nad) Süden siebe, und um die das Reich vereinigenden Bande sn befestigen und zu verstärken Austen Chamberlain fragte am Schluß: Welche Schritte beabsichtigt die Regierung zu tun, um für die britischen Kaufleute dieselben Vorzugssätze intb Zölle zu sichern, die Amerika Kanada gewährt. Der Präsident des Handelsamts in Sydney, Buxten, er- iniberte, die Regierung teile die Befürchtung Chamberlains nicht. Die Regierung habe üjre Ansicht nicht geändert, daß eine Politik der Vorzugszölle dem britischem Reiche zum Schaden gereichen wurde. Im weiteren Verlauf seiner Rede erklärte MeKinnon Wood: Die _ Vereinbarung, welche R u ß l a n b mit Deutsch- lanb zu treffen im Begriff sei, bezöge sich nur auf Eisenbahnen in ber russischen Interessensphäre und berühre die englischen Interessen Südpersiens nicht. Darauf wurde die Sitzung vertagt. Die Opposition wird ein Aoantement jur Adresse einbringen, in welcher erklärt wird, daß die beständige Steigerung der Regierung, das Steuersystem abzuänderll, den Vorteil, der sich aus der von den Kolonien bewährten Vorzugsbehandlung ergebe, gefährdet, bat engeren kommerziellen Zusammenschluß des Reiches verzögert und England des einzig wirksamen Mittels beraubte, das Ausland dahin -tu brüt gen, die britischen Fabrikanten fair zu .behandeln. Die Kämpfe in yemen. Salonik, 6. Febr. Zuständigerseits wirb gemeldet, die in Jemen eingetroffeneit Verstärkungen vom ersten und izweiten Korps sind drei Stunden vor Hodeida auf Araber gestoßen. Nach heftigem Kampf zogen sich die Araber mit einem Verlust von 150 Mann einige Stunden weit zurück. Tie Truppen hatten 5 0 T o t e u n d V e r w u n- dete. — Aus den Bezirken Damaskus und Jerusalem werden Angriffe der Beduinen auf türkisches Millar gemeldet. Es wurde sofort die energische Verfolgung aufgenommen, wobei die Beduinen namhafte Verluste hatten. K o^n ft a n t i n o p e l, 8. Febr. An Bord des rumänischen Schiffes „Jassy" ist ein weiteres Bataillon nach Hodeida abgegangen. Wie der Generalstab mitteilt, wird dec Verkehr zwischen Hodeida und Samoa durch optische Telegraphen aufrecht erhalten. Aus Hessen. — Die Wächstreis Vorstände der deutsch-soz. -und der chr istlich sozialen Partei des Wahlkreises Aufnahme eines Spiralnebels, die bisher geglückt ist. Mit dem bloßen Auge kann man von der Erde auch nicht die geringste Spur der. nun photographisch gebautsten Himmelserscheinungen sehen, und mit kleineren Fernrohren gewahrt man nur einen blauen Schimmer ohne Form und Umriß. Walter Adams vom Mount Wilson-Observatorium gab interessante Einzelheiten über die Entdeckung und die Schlüsse, bte sich daran knüpfen lassen. „Wir finden mit dem großen Teleskop viel mehr Spiralnebel, als Nebel von anderer Beschaffenheit. Der Spiralnebel, dessen Aufnahme jetzt geglückt ist, gehört zu den wenigen, deren ganze Breitseite überschaut Serben kann, und ist in seiner Art tn ber Tat außerordentlich. Er besteht, iuic bie Sonne, wahrscheinlich aus Gasen und vielleicht auch aus flüsstgen Substanzen. Mit dem großen Teleskop hoffen mir in kurzer Frist auch ein Spektrum zu erlangen und bann durch bie Analyse genaueres über diese Zusammensetzung zu erfahren. Das Licht ist freilich so schwach, daß'wir stundenlang werden belichten müssen. Mit dem neuen 100- zölligen Teleskop, das Carnegie jetzt ebenfalls gestiftet hat und das demnächst ausgestettt wird, verfügen wir über eine dreifach größere Lichtempfindlichteit und werden bann auch ein Spektrum bes Kernes erlangen und damit die chemischen Bestandteile dieses Spiralnebels zu bestimmen'vermögen." — Kurze Nachrichteu auS Kunst u. Wissenschast In Ai ü n ch e n ift am 4. Februar der einer, ordemliche Professor sür Phyük und Malhemalik am Stönigl. pyzeum zu Freising, Joh. Reo. peel, im Alter von 78 Jahren gestorben. — In W i e n ist der Frauenarzt und Proiessor der Universität, Gustav v. Brau n, g e st o r b e n. — In S t o ck h o l in ist der Dichter Gustav F r ö d i n g gestorben. — Tie philosophische Fakultät dec Universität Königsberg ernannte Oberleutnant F i l cb e r zum Ehrendoktor. — Nach der jetzt abgeschlossen vorliegenden Zählung für 19jy/lU umfaßt tue Kurzschristschule Stolzc - Schrey 19 .2 Vereine mit 74 994 Mitgliedern. Unterrichtet wurden un Zähljahre nach Ltolze°-Lchrey 1.4 345 Personen. Aul Deutschland euuallen Vh0 '-tereine um 67 öUGjUiugiteöer und 114 478 Unterrichtete. Ter Ltenographen-Verband Stolze-Schrey gliedert sich in 2ö Eaubündc und 2 Bcruisverbandc. Dcrrttzcdcs Ueieh. In ber Presse sind Gerüchte über einen bevorstehenben BesuchbesKaisersbeimPapst verbreitet. Das Wolffschc Bureau bemerkt dazu, daß wie in früheren Jahren ein Aufenthalt auf Korfu geplant ist. Die tut bie Reise geknüpften weiteren Kcmbinationen seien unzntteffenb. Die braunschweigische Lanbesversammlung nahm mit 36 gegen 8 Stimmen den Schlußantrag des Ausschusses an, die Landesregierung zu ersuchen, unter zu Grnnbelegung ber bi» retten u. geheimen Wahl nach bent Dreiklassenwahlsystem bieGesetzes- vorlage über bie Abänderung bes Wahlrechts für den Lanbtag sobald als möglich vorzulegen. Die im Laufe der gestrigen und ber heutigen Aussprache- gestellten Abänderungsvorschläge und Anträge sind ber Negierung als Material zu überweisen. Aus Straßburg wirb berichtet: Ein von 5 2 Abge- orbneten unterschriebener Antrag zur Verfassungsvorlage ist dem Lanbesaus schuß heute zugegangen, übet den es morgen zur Aussprache kommen wird. Es wird bie völlige Gleichstellung Elsaß-Lothringens mit den beutschen Bundesstaaten, endgültige Ausschaltung des Bundesrats und des Reichstages aus ber elsaß-lothringischen Landesgesetzgebung sowie die Verleihung von drei Bmidesratsstimmen an Elsaß-Lothringen, ferner das Reichstagswahlrecht für die Zweite Kammer, bie Feststellung der Wahlkreise durch Gesetz und Abstandnahme von Errichtung einer Ersten Kammer int Falle ber Einführung einer solchen ausschließlichen Zusammensetzung berselben aus gelvählten Mit- gltebern verlangt. Anstand. Aus Teheran wird gemelbet: Am Mittwoch nachmittag erfolgte der Einzug des Regenten in die Haupt st ad t. Ans Stadl uuo Laus. Gießen, 9. "Februar 1911. '* Ordensan gelegen!) eit. Der Großherzog hat dem Direktor der Wiener Volksoper, Rainer Simons zu Wien die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem König von Italien verliehenen Ofsizierkreuzes des italienischen Kronenorbcns erteilt. ” Das Patent als Geometer 2. Klasse wurde erteilt für den Kreis Bübingen dem Hch. Lotz aus Unter» Schmitten und bem Geometergehilfen Hch. Dillemuth aus Hamchen, dem Geometergehilfen Hch. Rudolph aus Lauterbach für den Kreis Lauterbach und dem Geometergehilfen Gg. Schlörb aus Schotten für den Kreis Schotten. •* Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Am 26. Januar wurde ber Rechtsanwalt Ferd. Eberwein zu Langen zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Zwingenberg zugelassen, nachdem er gleichzeitig bte Zulassung bei dem Amtsgericht Langen aufgegeben hatte. ** Reichstags-Ersatzwahl. Die Auslegung der Wählerlisten für die bevorstehende Reichstags-Ersatzwahl im Wahlkreis Gießen-Grünberg-Ridba beginnt morgen Freitag, woraus nochmals hingewiesen fet. Für die Stadt Gießen liegt bie Wählerliste der heutigen Nummer des Gieß. Anz. bei. Nach dem jetzigen Stand ber Wählerliste kann nut einer Zahl von 6500 Reichstagswählern gerechnet werden. Bei der letzten Wahl waren hier 5936 Wahlberechtigte vorhanden. *' Automobilposten bei Gießen. Die Postbehörde soll beabsichtigten, anstelle einiger der bisherigen Fahrposten Automo bilfahrte n einzurichten. So soll ein Automobil von hier nach Klein-Linden, Lützellinden und Alllendorf a. d. Lahn und ein anderes von hier über Wieseck nach Alten-Buseck fahren. Im Jntereffe des Personenverkehrs wäre die Einrichtung mit Freuden zu begrüßen. ** D i e U m l a g e ber land- und forst w. Berufs- g e no s s e n s ch a f t für 1910 beträgt 1 252 562,5b Mark. Hiervon falb durch Barzuschläge zu erheben 2633 Mark, währenb 1218 929,58 Mark aus bie beitragspflichtigen Steuerkapitalien umzulegen falb. Da die Gesamtsumme ber beitragspsuchtigen Steuerkapitalien cinschl. ber Nebenbetriebe 8 314 596,6 Gnlben (14 253 594,2 Mark) beträgt, so ergibt sich ein Ausschlag von 15,1 Pfg. auf ben Gulben Steuerkapital (8,8 Psg. auf die Mark). Tie Erhebung der Umlage wird demnächst in einem Ziele unter Zusendung besonderer Anforderungszettel stattfinden. §§ Die Lanbeswaisenkasse vereinnahmte im Rechnungsjahr 1909 193 581.09 Mark, barunter an Zinsen 19 072.36 Mark, aus Jllaten ber Kinber 18 306.25 Akark, aus Opfern, Legaten unb Waisenbüchfengeldern 7 439.95 Atark, aus Vermächi- nissen und Stiftungen 6 329.59 Alark und als Zuschuß ber Haupt- staatskasse 135 595.19 Mark. Von beit 191 220.02 Mark Ausgaben würben für bie Verpflegung ber Waisen 174 847.82 Mark gebraucht unb 10 370.45 Mark wurden neu ausgeliehen. Ende März 1908 waren 1492 Waisen in Verpflegung, es gingen zu 444 (in Starkenburg 180, in Oberhessen 61, in Rheinhessen. 74, währenb 129 währenb Der Ledce Uiueririi&ungeit ecyaueni. Ausgetreten sinb 447, nämlich 163 in Starkenburg, 74 in Ober Hessen, 86 in Rheinlj-effen und 124, die wa^reno Oec Lehrzeit Unterstützungen erhalten. Ende VLärz 1910 bleiben 1489 Waisen in Verpflegung. ** Dvette Guilbert in Gießen am Samstag, H. Februar. Man schreibt uns: Ivette Guilvert triumphierte nicht nur aus bem Geblar, aus bem sie als Königin thront, im Reiche bes kurzen, aber durch ihre Interpretation zu großer dramatisier Bedeutung erhobenen Chanson — sie hals auch bei der Entstehung einer stunsi. welche gerade jetz.t zur hohen Blüte gediehen ist. Vielleicht vollständig uiwewußt, impirirrte di: Künstlerin mit den geistvollen Zügen eine neue liier j ber Ai siche. Zur Zeit bes (Sljat noir in Paris, einer Epoche, oie auf alle Kunstrichtungen Frankreichs von großer, nachhaltiger Wirkung war, haben alle Zeichner, Karrikaturisten von Paris Avettes pikante Züge für ihre Zwecke benutzt und manch treffliches Muniüueri Gießen-Grünberg-Nidda senden uns folgende ge- mernfamc Erklärung: In dem gestrigen Bericht über bie Sitzung bes nationalliberalen Wahlausschusses heißt es u. a.: „Man war aber auch einig barin, daß obiger, den Bund ber Lanbwirte einseitig für eine Partei mißbrauchenbe Beschluß Nur baburch herbeigeführt worben war, baß bie Antisemiten ihren ganzen Heerbann in biese Vertraue lismännervers am m- lung gesanbt unb so einen Beschluß herbeigesührt hatten, ber zwar für ihren Kanbibaten günstig war, ber aber bie berechtigten Interessen bes Bauernstandes nicht berücksichtigte." Wir weisen diese grundlose Verdächtigung hiermit auf bas entschiedenste zurück. Nach ben Satzungen konnten an ber Abstimmung nur die Vertrauensmänner des Bundes der Landwirte teilnehmen, die, soviel wir wissen, alle ordnungsgemäß und unter Bekanntgabe der Tagesordnung eingeladen waren. Daß sich nun bie übergroße Mehrzahl ber Vertrauensmänner für Tr. Werner entfchieb, zeigt gerabc, welches Vertrauen bie Bauern unseres Wahlkreises Herrn Dr. Werner entgegenbringen, ber bei seiner langjährigen politischen Tätigkeit sich stets auch als ein eifriger Vertreter ber „berechtigten Interessen des Bauernstandes" erwiesen hat. Wenn man au er glaubt, der „Vertreter ber Lanbwirtschaft an ber Landesuniversität und praktische Landwirt Giseoius" gegen den „st ä d t i s ch e n O b e r l e h r e r D r. Werner" aus- spielen zu sollen, so überlassen wir diesen Beweis bet vornehmen unb sachlichen Kampfesweise, beten sich bie Nationalliberalen stets rühmen, ruhig bem Urteil ber Wählerschaft bes Gießener Wahlkreises. Wandern und Reisen. ** Der Vogelsberger Höhenklub, Zweigverein Gießen, veranstaltete am letzten Sonntag seine vorletzt Wanderung in diesem Vereinsjahr. 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer traten von Rodheim a. d. B. ans die Wanderung an, die zunächst über das Frauenkreuz, ben Königstuhl, bie Grube Morgenstern und die Dicke Eiche nach Hof B uv ent ob führte, wo Fiühuücksraft gehalten wurde. 2er weitere Weg führte nach denr Alteberg, von dessen Turm sich eine entzückend: Aussicht, selbst bis zu den schneebedeckten Hängen des Vogelsbergs, bol. -rann grng es durch das liebliche Blasbachtal unb Hermannstein dem Endpunkt Wetzlar zu, wo die Wanderer sich im Hotel Kassel der wohlverdienten Ruhe Hingaben. geschaffen. Man braucht ja heute nicht mehr auf bie enorme Bedeutung des Plakats hinzuweifen. Seine Anfänge, auf jeden Fall seine luiisllerische Vertiefung datiert feit der Zeit, wo Wilette, Leandte Capiello, Bae und all die anderen großen Schwarz-Weiß-Zeichner an ber kapriziösen Gestalt ber Diffuse ihren Humor erprobten. ^3 ** Vergebung vonLiesernngen. Bei der Vergebung der Lieferung für die Innenausstattung ber einzelnen Gebäi.be ber Privin^ral-Jrrenanstalt G e en wurde der Möbel- unb Bettensabrik Th. B r ü ck ber Zuschlag auf 238 Betten erteilt (67 mit breiteiL Roßhaarmatratzen und 105 mit dreiteiligen Stabilmatratzen. Erfreulich ist es, daß bie Lieferung, gleichwie bie preußischen Behörden nur an preußische Lieferanten vergeben, trotz L6t)afler auswärtiger Konkurrenz hier am Platze verbleibt. Dem Liefertermin nach scheint bie Anstatt An sang April eröffnet werden zu sollen. ** 9.iia nl» unb Klauenseuche. Neue Ausbrüche ber Seuche sind gemeldet aus Heuchslettcu unb Schurn, Württemberg, E u s iS heim, Ober-Elsaß. Landkreis Gietzen. △ Rödgen, 8. Febr. Nack)dem unser seitheriger Ge- meinderechner Christian Keßler verstorben ist, hat ber Ge> meinberat ben Landwirt Wilh. Becker I. zum Ge- meinderechner gewähtt. X Göbelnrod, 8. Febr. Seit Montag hat die Haushaltungsschule hier ihren Anfang genommen. Sie wird von 18 Teilnehmerinnen besucht unb befindet sich im Saale ber Schultheiß'schen Wirtschaft. Kreis Büdingen. Z Kefenrob, 8. Febr. Bei der Burgermeifterwahl würbe ber Lanbwirt Heinrich Reutzel XI. mit 76 Stimmen gewählt. Der Gegner erhielt 53 Stimmen. Die Wahl verlief sehr heftig. Kreis Schotteiu = Lardenbach, 7. Fevr. Bei der heute vor- genommenen Jagbverpachtung wurden 235 Mk. erzielt, eine Steigerung um 100 Prozent. Den Zuschlag erhielt Heinr. Horst, Babenhausen II. Zur Charakteristik der jetzigen Jagbverpachtungen möge bienen, baß die Jagdliebhaber des BogelSberges allmählich nach Süden rücken, uiii die Konkurrenz dec Städter aus dem Felde zu schlagen. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 8. Febr. Geheirnerat "Süffert, der Vorsitzende der obersten Schulbehörde, weilte heute in unsrer Stadt und wohnte ber Prüfung der morgen jab- gehenden obersten Klaffe des Lehrerseminars bei. — Morgen vormittag finden in unsrer Musterschule die Unter- richtsülmngen ber abgehenben Seminaristen mit ben verschieb en st en Klassen ber Schule statt. Mit biefer prattffchen Prüfung finden die Abgangsprüfungen am hiesigen Lehrerseminar ihr Enbe. X. Griedel, 7. Februar. Am Sonntag rourbc vom hiesigen Leseverein im Saale „Zum grünen Baum" ein Familienab end veranstaltet. Pfarrer Eg el h o ff begrüßte bie außerorbentlich zahlreich erschienenen Zuhörer und hielt darauf einen Vortrag über Fritz Reuter, worin er dessen Leben unb Bedeutung schilderte. Außerdem wurden den Zuhörern noch manche andere Genüsse geboten: eine Konfirmandin trug ein Gedicht vor: „Für alle Tage", sodann wurden einige Gedichte Reuters in plattdeutscher Mundart deklamiert; diese Vorträge riesen große Heiterkeit hervor. Zur Verschönerung des Abends trugen auch noch sehr wesentlich bei einige hiesige Tarnen mit einem Duett unb einigen Sologesängen mit Klavierbegleitung, der diesige Männergesangverein mit vier Liedern unb die beiden hiesigen Lehrer mit einigen vierhändi- gen Klaoiervorträgen sowie einem Sologesang. A.les Gebotene fand den unetngeschränttelt Beifall der Zuhörer. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 8. Febr. Unter bie Räder der Dampf st raßenbahn kam heute ein Fuhrmann aus Seeheim. Sein Pferd hatte vor dem herannahenden Zuge gescheut, so daß er ab sprang unb das Pferd am Zügel führte. Es riß ihn aber herum, so daß er vor die Räder ber Maschine fiel und schwere Verletzungen am Kopse erlitt unb in bewußtlosem Zustand nach dem ftübt. Krankenhaust gebracht werben mußte. Sein Zustand gilt für bcbenmdi. -m. Offenbach, 9. Febr. Tas dreijährige Söhnchen Walter des in der Mühlgasse wohnenden Schmieds Leu- sohn machte sich in einem unbeachteten Augenblick au einer mit heißem Kasfee gefüllten Kanne zu schaffen. Tabei siel die Kanne um unb der Inhalt verbrühte das Kind so schwer, daß es auf bem Wege zum Krankenhause starb. Vor einigen Jahren hat bie Familie ebenfalls einen Sohu durch einen Unfall verloren, indem er aus dem Fenster auf den Hof stürzte. te. Aus Rheinhessen, 8. Febr. In Alsheim beging das Ehepaar Rudolf Müller sein diamantenes' Hochzeitsfest. Hessen-Nassau^ ( ) Marburg, 8. Febr. Ter Vorsitzende des Bäuerlichen Nutzgeflügelzuchtvereins für das Lahn- unb Ohmtal, Lanbwirt Ambrosius Peil aus Mölln, erhielt bei der internationalen Geflügel-Ausstellung in Paris aus gelbe Lephorns dreimal einen ersten, zweimal einen zweiten und einen Ehrenpreis. Wiesbaden, 8. Febr. Wie der Verband bei deutschen Buchbrucker mitteilt, handelt es sich bei der gemeldeten Veruntreuung deS Kassierers des OrtsoecciuZ Wiesbaden des genannten Verbanbes nur um ben Betrag von 7 000 Mark, für die ber Beamte Deckung geleistet hat. Universitäts-Nachrichten. [1 M ar b urg, 8. Febr. Als Nach'olger des verstorbcnen Proleyors der Geographie, Geh. RalS Fischer, wurde (Veh Rät Professor Tr. Krün nie l aus Kiel unb aiS Tirekior des zahn» ärzllichen Jnst'.luts Professor Dr. Fischer aus Greifswald hierher berufen. . ~ Die H anbelsho chs chu l e Mannheim versendet joeben bas Verzttchnis ber Vorlesungen im Sommersemesler 1911, bie am 24. April 1911 beginnen. Dienstboten m MdnSM Srund des genannte „Fei seuchenfall §nid)e«be[t«nl dieses Verbote Eintritt, gema mit Geld- uni -,teksb Oifion,enl>° »Erröt Me Behörde I offenen ta zianenWei bisher \*. neueren veuü eonimen wer Mde anlabj ,Peppt * Singen 5ie tun, Fraul^ Fräulein: „Jhi * „Ich wk Minuten unter ba unten, mit i " Ficht Einem im lingeirossenen 9 ramslag bei L von vorm ohne MiWSpk Siekt’iitien Lac .me grohe 'Ba kolonial- und 116: Suvvcniach icti Seifen, Ti :!,iibeer!ak,Ve | iakao, Feigen, Z ■ "diie, Lame, M ■ M, Lviiiius, ■ ।ttl, Büchen. L 9 :bann 1 Vabcn ■ swjereien mit A um 2 Ubr: • ‘flumenitimöer,: I Wie, 1 >nic(i I Mungßitücke r I Die Versteige I Amt statt. I "eilet, G U-SLi Mi)» uniert 1. iu Ueu __Mbf JÜMjebifl bioonstl „ dampft}., ^'Ansari W _ * öich? J2 L'cht fftj " Eichx u Das eine WT Winterkur für IF Y Ä NervenKranked ignmn Or. M. 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Ein Polizeidiener ist am Bahnhof anwesend, der Steigerer, die mit dem 10 Uhr-Zug ankommen, an Ort und Stelle führt. Büdingen, den 6. Februar 1911. Großherzogliche Bürget meisteret Büdingen. Fendt. Midi, jimoitr su Seltersweg 2III. AllMlüM, Reltaurant zu kaufen. (01011 Näheres Bahnbofstraße 31. ?Ä>I eiL jum q, f Montag h»j. ln9 ßeiioinmtn. k lnö deflndei iti". 01018] Pers. Hausmädchen von Hess. Fam. u. ein Allcinmädchen zu 2 Dam. ges. Frau Christine Hiittenberger, gewerbsmäßige Stellenvermittlerin. SchWlcherW im Snbinurr Ttabtmilb. Mittwoch den 15. Februar l. Js., vormittags 10 Ubr anfangend, kommt im Bndinger Stadtwald in den Distrikten Pfasfenwald, Heiligenfwck. Satifang, Rabenberg und Steinröde uachitehendes Bau- und Nutzholz zur Bersteigerung. I. Bau- und Nutzholz. w 23 Stück Eichenstämme von 11—22 Ctm. Durchm^ 5—17 Mir. Für Ostern Junge auö ordentlicher Familie als 10921 Lehrling gesucht. Friedrich Komv, Bäckermeister, Stockheim (Oberbesiem. 1 ‘Lor*81“1'11 «86‘ U,„W^ leinte Länge, zu Wagner- und Bauholz geeignet, Lärchenstämme von 10—17 Ctm. Durchm.. bis zu 20 Mtr. Länge, zu Zannpsosten und zu Bauholz tauglich, Fichtenstnmme, 11—18 Ctm. Durchm.. 12—20 Mtr. Länge, zu Sparren und stärkerem Bauholz geeignet, Fichtenderbstangen, 7—10 Ctm. Durchm., 9—14 Mtr. Länge, Clckenderbitangen, au Langwieden u. Deichseln brauchbar, Fichtenreisstangen, 5—7 Ctm. Durchm., 7—10 Mtr. Länge, zu Latten und Leiterbäumen geeignet, 15 Rm. Fichtenschichthaufen in verschiedenen Stärken, 5 Mtr. Länge, 450 Stück Fichtenbohnenstangen. Ein Dienstmädchen vom Lande gesucht bis z. 15. Febr. oder später. [957 Frau August Franz, Konditorei, WetzIar, Schnuedgaffe 13. mehr. Küchen-, Haus- imb Zimmermädchen. Frau Margarethe Herr, (eUB0 gewerbsmästiges Stellenbureau. Vertreter. Offerten unter F. C. 4088 Rudolf Moste, Cassel. Jimntag wurde wr I grünen Saum1' tr I wer Egelhoffk I rschicnenen Zudörc I t Fritz [Heute: I g-schilderte. ÄHN-1 idje andere Genü Gedicht Dor: I Gedickte Remcrs is I e[e Äortrage riejen I tetung de? I nige tae Twn l sängen mit turnt oemn mi w w j it einigen wW.' g logcsang. A-leskI Ml der Zuhöre:, ihessen. nter die 3iader t- *1 ein Fuhrmann c.1 eranna^nöen Zuj das Pserd am W aji er vor die w ngeii am Kopse er ! nabt Krantenp D nüt iür bebeuLi dreijahche sohiM nben Schmeds m i Augenbiick an c.- zu schassen- W verbrühte da- i KrankenhMie F; ebenfalls ctnen,*b. a aus dem ö» AlShei"'i-' ['ein biai"«"“’ Zwei rnb. Leute such. v. 1. April 2Z.-Wobu. m. Zub. Ludwigftr., Franks. Straffe, Hillebrandnr. be- votzugt. Schr. Angeb. mit Preis- angabeu.01008 a.d. Gieh. Anz. erb. QanöcL ♦♦ 7 5 000 000 Mark vierprozcnl. Hamburger Staatsanleihe von 1911. Vorstehende Anleihe kommt am 15. Februar zum Kurse von 101,25 Proz. zur Ausgabe. Tie Anleihe hat den Vorzug, daß sie. abgesehen von der regelmäßigen Amortisation bis zum Jahre 1931 unkündbar ist. Unter Bc^ rücksichtigung dieser Umstände ist der Emissionspreis als ein billiger zu bezeichnen. Zeichnungen aus genannte Anleihe nimmt die Mitteldeutsche Ärebitbanf Gießen entgegen. (S. Inserat.) sMz heim lCIpi Ich suche für meine Zigarren- savrik jung. Reisenden mit bewahrtem Berkausstalent. Anfangsgehalt Mk. 2000. Herren, die b Wirt. u. Kolonialw.-Händl. eingeführt, erb- den Vorzug. Ans- fübrl Angaben üb. iettb. Tätigkeit u. Leistung u. 01016 a.d. Gieß. Anz. zu richten. Diskretion zugestchert. Markt-Anzeige (Petri-Markt) DienStag den 21. Februar d. I, vorur. 8 lu>r beginnend, wird in Büdingen . w ,, Schweine Markt abaebalten. Wir machen das handeltreibende Publikum darauf aufmerksam und laden Händler und Interessenten hierzu ein. Set Auftrieb von Schweinen verweisen wir auf die Bekanntmachung im Amtsverküiidigungsblatt Nr. 4 vom 29. Januar d. Js. Der Auftrieb von Schweinen nach dem Marktplatz hat nur durch btc Schloffgaffe zu geschehen. _ . , Mittwoch den 22. Februar nnbet der übliche Krämer Markt 2 große unmöbl. Zimmer mit guter Pension von einzelner Dame gesucht. Schriftliche Angebote uni. 0999 an den Gießener Anzeiger erb vir Pest in China. Petersburg. 8. Febr. In der Enteignung 4 zone der ost- chinesischen Bahn sind fett dem Ausbruch der Pest am 26 Oktober bis zum 1. Januar 1902 Chinesen und.44 Europäer erkrankt und 1192 Chinesen und 40 Europäer gestorben. Chardin. 23. Febr. Gestern sind 23 Chinesen und drei Europäer an der Pest gestorben. Der sanitäre Ausschuß beschloß, den Chinesen den Zutritt zu dem russischen Gebiet nur unier der Bedingung einer fünftägigen Quarantäne und Desinfektion der Kleider zu gestatten. Ebenso wurde den Chinesen der Verkehr an den Grenzen der ostchinesischen Bahn unter der Bedingung einer medizinischen Ueberwachung während der Fahrt gestattet. In stwangtschoengtse sterben an der Pest täglich 7>0 bis 100 Personen. Wie aus Mu kden gemeldet wird, in ntr Verstärkung der Garnisonen in der Mandschurei eine Division entsandt worden. Die Kasernen der Garnison von 9>tui-cn sind wegen eines vor gekommen en Peinalles verbrannt worden Die Mannschaften sind in anderen Gebäuden untergebracht worden. Waren-VcrsttiMW Samstag den 11. Februar b. F, von vormittags 10 Ubr an (ohne Mittagspause» werden im Bieker'schen Saale, Neustadt So, eine große Partie Spezerei-, kolonial- und andere Waren, uls: Suppensachen, Zucker, Zwet- Itbctt Seifen, Tabak, Schokolade, Himbeersaft, Wein, Gewürze^ Tee, Kakao, Feigen, Salz, Mehl, Hasel- nufie, sianee, Mandeln, Muskatnüsse. SvirituS, Heringe, Kokoö- feu, Bürsten. Schrubber u. v. q., ’obann 1 Ladeneinrichtung für Lvezereien mit allem Zubehör und um 2 Ubr: 1 Kommode, ein Blumenständer, 1 Fahrrad, zwei Tiuhle, 1 Spiegel, verschiedene Kleidungsstücke versteigert. Die Versteigerung nnbet oe- itimnii statt. <960 Deißler, GerichlsvoNzteher Ein gutes Haarpflegemittel. Ein ausgezeichnetes Mittel für die Haarpflege, das die Kopfhaut in gesundem Zustande erhält, die Schuppenbildung beieiitrtt und den Haarwuchs mächtig anregt, kann man sich nach folgendem Rezept in jeder Apotheke oder Drogerie zusammenstellen Innen: 1 ffr. krist Menthol wird zunächst in 85 #rr. Bay-Rum au’ncldft, dann wird 30 pr. Livola de Omposäe zuqesullt. Die Mikchun« tuirb tüchtig durcheinandergeschiutelt und nt nach halbstündigem tCenn8 man.t'L?üüiflfeit ein- oder zweimal sorgfältig in die Kopfhaut einreibt, spürt man bald ihre wohltätige Emwirkimg ans dieselbe; das lästige Jucken vergeht fast sosort bei der ersten ^"'M'an"'kann znm Parfümieren auch noch Teelöffel voll feineren Parfüms zugeben. (68 " Maschinenschreiben nlulUllll auf einige Stunden am Tage gesucht. Schriftl. Angebote unter 953 an den Gieffenor Anzeiger erb. Gesucht nach Frankfurt a. 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Peter, um in den alleinigen Besitz der väterlichen Erbschaft von 100000 tlroncn zu gelangen, seinen 20jäI)rigcn blinden Bruder in den Wald und ermordete ihn dort durch mehrere Messerstiche. Bei seiner Verhaftung .gestand er das Verbrechen ein. In L o n5o n unternahmen am Mittwoch Polizeimannschaften, von denen eine große Anzahl mit Revolvern bewaffnet waren, eine unvorhergesehene Absperrung bestimmter Straßen im Osten von Sonbojt. Fast schien es, als ob es zu einer Belagerung komme, sedoch wurden die Polizeimannschaften gegen 3 Uhr zurückgezogen, nachdem ein junger Russe sowie eine Frau verhaftet worden waren, nach der seit Ende Dezember 1910 im Zusammenhänge mit dem Mord in Houdsditsch gesucht wurde. | InGudhjem auf Bornholm entstand in einem Stallgebäude ein Brand, der rasch um sich griff. Die Löscharbeiten waren bei dem herrschenden Sturm äußerst schwierig. Sechs Wohnhäuser und ein Nebengebäude eines Hotels sind vollständig niedergebrannt; das gesamte Inventar und einiges Vieh ist mitverbrannt. Wie der „Voss. Ztg." gemeldet wird, brannte infolae Kurzschlusses der Hosbahnhof in Zarskoje Sselo mit den gesamten Einrichtungen ab. In Chelm (Russisch-Polen) erschossen Unbekannte nachts einen sie verfolgenden Polizeibeamten. Während der Flucht warfen sie eine Bombe, durch deren Explosion eine Person getötet und vier verwundet wurden. Ein des Bombenwerfens verdächtiger Verwundeter liegt im Krankenhaus. Aus Aleppe wird berichtet, daß die Stadt infolge eines 25 tägigen Schneefalles von der Außenwelt fast vollständig abgeschlossen ist und der Eisenbahnverkehr stockt. Es werden daher Ausbruch der Hungersnot und Unruhen befürchtet. Lehrling mit guter Schulbildung auf daS 'Bureau eines Engios-Geschäfts für Cftern dieses Jahres gesucht. Selbstgeschriebene Angebote unt 778 an den Gießener Anzeiger erb Deren iiebte». «Errötend folgterihrenSpuren. Die politische Behörde in Perg bei Linz hat folgende Verfügung in den Tagesblättern erlassen: „Trotz aller bisher getroffenen Schutzmaßregeln breitet sich die Maul- und Klauenseuche rm Bezirk Per^ wiederum in mehreren Höfen bisher seuchenfrcier Gemeinden aus. In einigen der neueren Seuchenfälle konnte mit Wahrscheinlichkeit angenommen werden, daß die Seuche nur durch Knechte und Mägde anläßlich des sogenannten „Fensterlns^ dahin ver- fchleppt wurde, da die Besitzer dieser Höfe in der Letztzeit außer ihrem Gesinde niemanden in dem Stall bezw. Hof Einlaß gewährt hatten. Da durch diesen Verkehr der Dienstboten in fremden Gehöften zweifellos zur Verschlep- pung der Seuche Anlaß gegeben werden kann, finde ich auf Grund des § 24 Punkt 4 des Tierseuchengesetzes das sogenannte „Fensterln" in jenen Ortschaften^ in denen ein Seuchenfall zum Ausbruch kommt, auf die Dauer des Seuchenbestandes dort zu verbieten und die Nichtbeachtung dieses Verbotes, sofern nicht die strafrechtliche Kompetenz ein tritt, gemäß § 7 der Verordnung vom 20. April 1854 mit Geld- und Arreststrafen zu ahnden. * Angenehmes Verlangen. Herr: „WaS würden Sie tun, Fräulein, wenn ich Ihnen jetzt einen Kuß raubte?" — Fräulein: „Ihn sofort zurückverlangen!" ♦ „Ich wette, die Taucherin wird nicht länger als zehn Minuten unter Wasser bleiben." — „Warufft?" —- „Niemand da unten, mit dem sie schwatzen kann." Kleine Tageschronik. Einem im französischen Kolonialminifterium eingetroffenen Kabeltelegramm zufolge wütete auf der Insel La n | »LL’IC ni. schöner, ilol- Schii sjg Schriftl. Angebote unt 963 an den Gießener Anzeiger erb. (DVi Z»nB M-hen, WX sucht Stelle als Büfcttmädchcn ober auacb. Verkäuferin. (0994 ______Näberes Ost-Anlage 19. Junge Frau sucht Laufftelle morgens von 7—9 Ubr. 01000 Cbelstraße 9, Hinterhaus II. 010191 Aeltcres Mädchen m. gut. Zgn., w.i.Roch. u.Hausarb.verf. t, sucht St. i. bess. Haufe z. 15. Febr. Frau Margarethe Herr, gewerbsmäßiges Stellenbureau. 01010I Ein tüchtiges Mädchen sucht Stellung in befferem Haufe. Zu erfragen in der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. AmUicher Wetterbericht. Oesfentliche DetterdienststeNe Gießen. Verlauf der Witterung seit gestern früh: Das westliche Hochdruckgebiet hat sich oftipäriC' über Deutschland verlagert; dort hegt das Zentrum von über 775 mm. Insolgeoeffen in_ bei o znrCx\ Himmel eine merkliche Perstärkung deä Frostes (biö 7 und 8 Grad) durch Ausstralüung eingeheten; auch die südlichen ffiebtelSiede Europas (Italien) haben durch nördliche Lustzufudr Frost erhalten. Es scheint setzt langsam eine wesentliche Umlaqening der europäischen Druckverteilung einzutreten, da im Westen intensive Zyklonen int Anrnckcn begriffen sind. Doch bleibt zunächst noch eine Eniwirknng des doßen Drucks bestehen. WetterauSiichten in Hellen am Freitag, dem 10. Nndelfabrik, leismngSfähig, sucht gut cingefübrtcn ojemala nach rgfG^Ü8*vop der Strassenu«d map kaufe nie- mala andero(gJ^c5^^&i^^*,Z^^in®*MakksJf®0- kennt' Heb an der roten Packung. Überall zu haben. Jung. Jahrbnrsche für eine Bäckerei gesucht. Näheres zu erfragen in der Gefchäftsst. deS Gieß. Anz. 1969 5-6 Erdarbeiter für Drainage und Waldrodung sofort gesucht. 10997 Näheres Butzbach, Wirtschaft Ostbahnhos.______________________ 010011 Kräftiger junger Mann für Sonntags zum A Strogen gesucht. Blockstraße 9, Laden. Eine» Geselle» auf sosort, einen Lehrling zu Ostern gesucht. (0933 Mechan. Schreinerei Suche aus sosort einen Migcn WMMhilskn, welcher auch gut tapezieren kann: auch zugleich bis z. 1. 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Mayer, KaisoAllee (Krokodil). Damenkarten 80 Pfg., Herrenkarten Mk. 1.20. An der Kaffe-. Damenkarten Mk. 1.—, Herren karten Mk. 1.50. Geheimkarten für unsere Mitglieder sind bei unserem 2. Vorsitzenden, Herrn Schreinermeister G. Haubach, Aster weg 56, zu haben. |v% Es ladet eraebenst ein Der Vorstand. Käse Emmentaler Edamer tioada Tilsiter Roquefort Weichkäse aller Art Spezialität: Liptauer empfiehlt (336 Carl Schwaab. Konzerthans Kolosseum Täglich grostc = Gtreich-Konzerte = des Ceiterr. Damen-Orchesters „Edelweiß", Dir. E. Langer. Eintritt frei.,01005)Anfang 8 Uhr. W ohltätigkeits-Konzert des Kronbauer’sclien Qnartettvereins Sonntag den 12. Februar 1911, abends 5 Ehr im grossen Saale des tiesellschafts-Vereins Mitwirkende: Fräulem Wynni Pyle (Klavier) aus New-York. Fräulein Johanna Geis (Gesang) aus Berlin. Dirigent: Herr Professor G. Trautmann, Grossh. Univ.-Musikdirektor. Programm: Aufruf! Wir ersuchen alle Personen, die an dem Besuche der von der Ortskrankenkasse Gieffen am 5. Februar veranstalteten Versammlung verhindert waren, jedoch Interesse an der Förderung des in dieser Versammlung beschlossenen gemctnnützigcn Vau Vereins haben, sich möglichst umgehend in die in dem Bureau der Ortskrankenkasse ausliegende Liste einzetchnen zu wollen. (D9/. K 116/10. (B°/2 Donnerstag, 2. März 1911, nachm. 3 Uhr, werden in unserem Amtszimmer die dem Georg Bill in Aicderweisel zugeschriebenen nachstehend verzeichneten Parzellen versteigert: 8/13-"/,» = 243 qm Hofreite hinter dem Steeg zwischen der Chaussee u. dem Mittelweg. Der Zuschlag kann auch bei nicht erreichter Schätzung erteilt werden. Giehen, den 7. Februar 1911. Grogherzogliches Ortsgericht. Gros. Heute Donnerstag den 9. Februar, abends S1^ Uhr pünktlich in der großen Universitäts Aula VII. öffentl. Vortrag Herr Dr. phiL Ernst Cohn-Wiener, Charlottcuburg: „Die künstlerischen Bestrebungen der Gegenwart und ihre Bedeutung für Handel und Bewerbe“ m t Lichtbildern. Eintrittskarten sind zu 1 Mk. abends an der Kasse zu haben u. Lebertran-Emulsion die gern genommen und fast geschmacklos sind. (227 Central-Drogerie Emil Karn, Schulstrasse. a) An eine AeolSharfe * b) Vor dem Fenster } ci 0 liebliche Wangen > Chöre ä capella a) Abend b) Hans und Grete Solostücke für Klavier a) 2 Sätze aus Sonate B-moll . b) Etüde de Concert Lieder am Klavier a) Das verlassene Mägdelein ) b) Elfenlied c) Es ist’s l Frühlingsnetz Chor mit Klavierbegleitung . • Solostück für Klavier a) Aufschwung , b) Warum • « c) Traumeswirren > d) Tarantella de Napoli . Chöre A capella a) Röslein im Walde b) Rbeinweinlied .... Lieder am Klavier a' Stille Sicherheit b) Frühlingsliebe c) Anmutiger Vertrag •d) Liebesfeier .... Das Dörfchen Chor mit Klavierbegleitung Nur 1 Humorist. Abend ; W.Eyle’s Leipzig. Sänger 1. 8 Herren. — Gegründet 1863. Vorverkauf ä 0.80 i. d. 1 D^/> Challier sehen Musikalienhandlung. , Kassenpr. I Mk. Anf.81 /. Uhr. i n Freitug i). 10. ds. M. ST nünlii. U.Algtn. Ahßrktll. jlilin. 3iöng. Br. (Ar. Slug. Brr. MHI. RkWonsnlent Surl Stappri (gepr. Aktuar) C"0109 Sonnenstraffc 31 Tel. 634 crt. Rat in Rechtssachen, emvsiehlt sich in Anfertigung von Gesuchen, Steuerdeklaration., Forderungs- beitretbung, Aufstellung von Ver- mögens-Berz. und Vertretung in Erbschaftssachen vor Gericht. Thiiring. Bauernkäse Tlninng. Stangenkäse allersein sie goldgelbe Delikateh- ware, reinstes "Naturprodukt. Post- kolli Mk. 3.— franko 'Jiacbnnbme. Beste Bezugsquelle für Wieder- Edgar Bomnann Eisenhandlung Giessen, Neustadt 11. Nur nodi fjeute und morgen das herngrrngendk PriM«: Äve-Maria großes biblisches Drama, hervorragend in Bild und Handlung. Emmi und der Fremde spannendes Drama ans dem wilden Westen. MtzeWrnMIMeilrml Piefke sein neuester humoristischer Schlager: Her alle Geipspieler und sein Sohn Drama aus deut Leben. frihehn ist ein Ehrenmann Komödie von dem beliebten kleinen 5jährigen Fritzchen. 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