$6-38 ckitr. 11 0 Metel. Hfl’ ine » keret '@ie6e« ««* L>S General-Anzeiger für Gberhesfen Schweine mittelmäßig. höchsten 50 89-91 50—52 48 43 Geringere Mail- und gute Saugkälber 53—57 89-95 . 50—53 83-89 84-00 42 . 42-00 60—62 47 47-48 60—62 47 Lebendgewicht 60-61 46 60—61 46 60 Schweine geringer Rheinische« 45 51 38 34 80—84 75—78 45 41 110 106 92 86 55 56 84—87 90—95 C cks en. Dollfleischige, cmsaemästete, Maschinenbau,Elektrotechnik^ Automobilbau, Brückenbau. Geringere Saugkälber . schade. Weidemastschase . . . Schweine. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« strage 7. Expedition und Verlag: eo 51. Redaktion:112. Tel.-Adru AnZetgerGießen. Au» Stadt und CanO. Gießen, 8 April 1911. »^Versonalnachrichten. Verliehen beim Scheiden "^Dienste: Ter Preußische Rote Adlerorden 4. Klasse dem Ooer-PoUekretär RechuungsttU Volk, der Preußisch Kronsr- Schlachtivertes 46—50 34—87 DoUfleischtge ansgemästete Kühe höchst. Lchlachtivertes bis zu 7 Jahren. . 42—45 81—82 keltere ansgeinastete Kühe und wenig gut entivlckelte füngereKühe iu Färsen 37—40 74—77 Mäßig genährte Kühe und Färsen . . 38—36 68—72 Kälber. DoUsletschige Schweine über 2'/, Zentner ^ebeiidgeivicht 46—47 oleischlge Schiveine unter 80 kg Lebend- geivicht 46—47 Ueberstand: Rinder, Kälber, Schafe und Ueberstand. Feinste Diastkälber 64 -68 106-114 66 Mutiere Mast- und beste Saugkälber . 62—65 104-108 63 Dollfleischige Schweine bi5 zu 2 Zentner Leoeiidgeivicht 47—48 DoUsleischige Schweine über 2 Zentner Märkte. F. C Wiesbaden. Viehho'-Marktbericht vom 7. April. Austrieb: Rinder 40 (Ochsen 8, Kühe 32, Bullen 0), Kälber 101, Sche'e *4, Schweine 268. Tendenz: Rinder mittelmäßig, Kälber und Schale lebhaft, fc. Frankfurt a. M., 7. April. Heu- und Strohmarkt. Angeiahren waren 9 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Man notierte: Heu 3,20—3,60 Mk., Stroh (Kornlangslroh) 0,00 bi3 0,00 Ätk., Wirrstroh 0,00—0,00 Mk. Alle? für 50 Kilo. Geschäft flott. — Tie Zufuhren waren aus Oberhessen und dem Kreise Dieburg. Die „Gießener Lamilienblätler" werden dem „Anzeiger* viermal wöchentlich beig-legt, da» „Kreisblati fflr den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die Landwirtschaftlichen Leit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Samstag, 8. April I9fl Rotationsdruck und Verlag der vr üblichen Universität- - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Dießen. Veoeno» sdjlagt» RCieu^t Dollfleischige, ausgeivachsene, höchsten Lchlachtivertes........44—46 Vollfleifchige, jüngere 40—43 8 ä r i e n, Kühe. Dollfleischige ausgemästete Färsen höchst. Lchlachtivertes, höchstens 6 Jahre alt 49—51 Junge, fleischige, nicht ausgemäste und altere ausgemästete......44—47 VieiS Durch- pro 100 Vfd. schnittspreis Das ttronprinzenpaar in Rom. Rom, 7. April. Der König und der deutsche Kronprinz besichtigten heute vormittag die Kürassier-Kaserne, wo die Mannschaften Uebungen ausführten. Später begaben sich der König und der Kronprinz in die Kaserne des Grenadierregiments. Rach der Besichtigung des zweiten Grenadierregiments begaben sich der König und Der deutsche Kronprinz im strömenden Regen zum Piazza Santa Crou, wo sie die P a r a d e über die dort aufgestellte Kavallerie und Artillerie abnahmen. Sie kehrten dann im Automobil zum Quirinal zurück. Das Publikum bereitet den Fürstlichkeiten überall begeisterte Kundgebungen. Rom, 7. April. Der König und die Königin begaben sich heute nachmittag mit ihren Gästen, dem deutschen Kronprinzenpaar, im Automobil vom Königlichen Schlosse nach dem Caste! Porziano. Abends fand zu Ehren des deutschen Kronprinzenpaares beim Botschafter v- Jagow ein Essen statt, an dem u. a. der Ministerpräsident Giolitti, der Minister des Aeußern San Giuliano, Fürst und Fürstin v. Bülow und der bayerische Gesandte Freiherr von der Tann teilnahmen. politische Ausblicke zur Gießener Reichstagswah!. Aus Bürgerkreisen von Gießen erhalten wir folgend Zuschrift: Hatten die letzten Stadtverordnetenwahlen auch itoc" hier und da schwer zu beseitigende Verstimmungen hinter lassen, als gegen Ende des vorigen Jahres die Presse da Gerücht verzeichnen konnte, es schwebten Einigungsverhand lungen zwiscl-an den hiesigen liberalen Parteien, da atmen man doch überall, und nicht zuletzt in Gießen selbst, aus in der sicheren Erwartung, daß nunmehr der Bruderkrü', im liberalen Lager erspart, die politische Zerrissenheit an ein erträgliches Maß zurückgeführt sein würde. Man traute den Parteiyäuptern die Einsicht zu, das sie den Ernst der Situation erfassen und ein Gebilde bei Zusammengehörigkeit, das sich in zwei Wahlschlachten bewährt, welches das Fundament des seither Erzielten war, und in dem die Macht zu weiteren Erfolgen lag, untei keinen Umständen preisqeben könnten. Leider hat sich bü Hoffnung der scheelen Blickes die Einigungsverhandlungei: verfolgenden politischen Gegner und derjenigen in bei eigenen Reihen verwirklicht, die im Ernst nicht daran dach feit, beiden Richtungen die Gleichberechtigung zuzuerkennen sondern die alles nur unter dem Gesichtswinkel betrachteten, daß der andere Teil den eigenen Vorschlägen zuzuftimmen habe, sonst fehle ihm der Wille zur Verständigung. Sie kam in der Tat nicht zustande, durch wessen Schuld sei hier unerörtert. Richt „über die Partei das Vaterland", sondern umgekehrt „das Vaterland unter die Parteiinteressen" war die Losung geworden, und mehr und mehr wurde die an stolze Zeiten erinnernde Parole zur Phrase. Möge das Wort „national", das schon heute vielfach den Mangel einer sachlichen Begründung und Rechtfertigung verdecken muß, nicht das gleiche Schicksal erleben! Die liberalen Parteien haben es jWenfalls ihrer ganzen Vergangenheit nach nicht nötig, ihre sturmerprobte nationale Gesinnung haltlosen und Der leumd arischen Anfechtungen gegenüber immer und immer wieder aufs neue zur Feststellung zu bringen. Das jetzt erst der Oeffentlichkeit zugänglich gewordene Uebereinkommen zwischen Antisemiten und Sozialdemokraten im Jahre 1903, das sich gegen Rationalliberale und Freisinnige in Alsfeld-Lauterbach und Frankfurt richtete, beleuchtet blitzartig den Mißbrauch, der mit dem Wort „national" getrieben wurde und noch wird; es fehlt aber auch nicht an weiteren Beweisen. Das Resultat des getrennten Aufmarsches war für den die Gesamtverhältnisse lieberschauenden keinen Augenblick zweifelhaft. Jetzt liegt es auch klar vor Augen derjenigen, die nicht müde wurden, aus dem Agitationsergebnis alle Hoffnung zu schöpfen. Wenig erfreulich ist es für den Links- liberaliSinus, der doch seine zugkräftigste Persönlichkeit in den Wahlkampf geworfen hatte, schmerzlich für die andere Seite, die doch auch in der Wahl ihres Kandidaten einen un gewöhnlich guten Griff getan zu haben glaubte. Jene Tatsachen, daß man falsche Wege eingeschlagen, sind vor aller Welt bewiesen und lassen sich nicht durch dürftige Auslegungen, wie man sie jetzt so oft antrifft, aus dem Dasein schaffen. Wird man die Lehre auS dem Vorgefallenen ziehen und wird man sich auf beiden Seiten aufraffen, die Bahn für die Hauptwahlen im Herbst freizumachen, oder werden auch jetzt wieder mangelnde Einsicht und Parteifanatismus die Oberhand behalten und unterstützt von dein für die Entfachung des Zwistes im liberalen Lager stets besorgten Bestreben der politischen Gegner, dem liberalen Zusammenschluß den steinigen Weg bereiten? Werden die parteiamtlichen Kurrdgebungen, die leider nicht immer zur richtigen Zeit einsetzten und die so pft nicht von dem die Verwirrung steigernden einseitigen Partei- Auslassungen zu trennen waren, sachlich und verständnisvoll die gemeinsamen Bestrebungen zu fördern wissen? In Zeiten hochgehender politischer Erregung ist es doppelte Pflicht, nach dieser Richtung hin Klarheit zu schaffen und den nicht Mit allen politischen Fäden Vertrauten, vor dem persönlichen Empfinden einzelner Politiker zu bewahren, damit sich nicht das Gefühl fortpflanzt, man halte an maßgebender Stelle die Vereinigung der Liberalen für unnütz, ja geradezu verderblich. Das muß vermieden werden, sollen nicht wieder alle Bestrebungen durchkreuzt, nochmals alle Kraft im Dienste der liberalen Sache nutzlos vergeudet werden. Die Zeichen der Zeit blieben seither unverstanden. Der Gedanke, daß der mehr und mehr vorwärts drängenden liberalen Weltanschauung zum Siege verhalfen werden muß, wird er sich nach den gemachten Erfahrungen nun durch- zuringen wissenden 4. Klasse dem Telegraphensekretär Schulins, das Kren es Preußisd-cn Allgemeinen Ehrenzeickiens dem Ober-Po stschas sm. l rämer und das Hessische Allgemeine Ehrenzeiä-en mit bei ms-christ „Jur langjährige treue Dienste" dem Postschaffner Ger i g, sowie der El>arakter als „Ober-Postsekretär" dem Post .’lretär Frank, sämtlich in Darmstadt. Ferner wurde verliehe! er Charakter als „Postsekretär" den Ober-Postassistenten H a u v . .' Mainz-Kaste! und Schmitt in Offenbach, ferner den Post - rwaltern Fitzkv in Schotten, Presser in Kostheim, V ö l > n g in Grost-Bieberau und Schneider in Budenheim; bei harakter als „Telegraphensekretär" dem Ober-Telearaphenasl'i ■ nten Müller in Mainz; der Titel „Ober-Postassistent" bei - ostassistenten Balser, Penneweiß und Roos in Worms j a r b o n g , Beckenhaub, Bergmann, Dromershäu er, Martin, Rauch, Sieckmann und S ch l e n o o g i in Mainz - Bermond und Zimmermann in Darmstadt ' o d Volk und Schnorr in Offenbach; Müller in Bad 'tauhrim; Schmeel in Friedberg und Sckölch in Alzeh; der titel „Ober-Telegraphenassistent^ dem TeleAraphenassistentei ck n e t in Darmstadt. Versetzt die Ober-Postinspektoren Ha > c r m e h l von Straßburg (Els.) nach Gießen unter (Übertragung in er Stcllc als Telegraphendirektor, Schüller von Darmstad: ach Dortmund unter Ucbertragung einer Stelle als Postrat und Völker von Schwerin nach Darmstadt; die Telegraphenbirel' roten Ellinghaus von Offenbach nach München-Glabbach und £r. Hagemann von Gießen nach .Hamburg; Postdirektor Zecke r von Soltan nach Friedberg; Telegrapheninspektor Wolf on Kassel nach Offenbach unter Ucbertragung einer Stelle als relegraphendirektor: bie Postinspektoren Rhnwald von Bingen nach Bromberg unter Ucbertragung einer Stelle als Ober- Postinspektor; A b t von Glatz nach Mainz und B i o n b i n o von Höchst (a. M.) nach Bingen: bie Ober-Postpraktikanten Studer von Darmstadt nach Metz als Postinspektor, Höring von Bingen nach Dortmund, Lampe! von Darmstadt nach Breslau, Scheich oon Langenberg i. Rl>einl. nach Darmstadt, Selle von Osfcnbach nach Oldenburg und Zimmermann von Potsdam nach Darmstadt; die Postsekretäre M ü nchs von Mülhausen (Els.) nach Bingen, R e u s m a ii n von Worms nach Kirn und Bögler von Mülhausen (Els.) nach Darmstadt unter Ucbertragung von Ober- Postsekretärftellen; C h a n t r e von Langen nadj Hanau, H a u s- in a n n von Seligenstadt nach Langen und Schneider von Darmstadt nach Worms; die Telegraphensekretäre Weber von Ems nach Offenback unter Ucbertragung einer Ober-Telegraphen- letretärftelle und Klöppinger von Worms nach Darmstadt; Die Ober-Postassistenten Frey von Darmstadt nach Worms, Hainer von Osthofen und K eu tz e r von Lauterbach nach Offenbach, Pabst von Worms und Schott von Mainz nad) Darmstadt; bie Ober-Telegraphenassistenten Schn eider von Gießen nad) Frankfurt a. M. und Wiegand von Erbach nach Heppenheim ; der Postverwalter Breitwieser von Grebenhain nach Groß-Zimmern; der Telegraphenmechaniker Schneider von Mainz nach Berlin; die Postastistenten Bermond von Worms, Bickel Haupt von Frankfurt a. M. und Theis von Berlin nach Darmstadt, Gerkhard von Alsheim nach Hagen, Jost vonNidoa nach Grebenhain als Postverwalter, Krauss von Velbert iiachWorms, P l o ch von Frankfurt a.M. nach Alsfeld, Weber von Biernheim nach Köln und Wilhelm von Nidda nach Frankfurt a.M. Etatsmäßig an gestellt die Postsekretäre Brenner in Nidda, D i n g e ! b e i n in Büdingen und Liebig in Pfungstadt; bie Postassistenten Am end, Nieder und Stumpf in Worms, Boller und Geist in Seligenstadt, Diehl in Erbach, Hofmann, Fuchs, König, Nagel, Sckmandt, Volperl und Vogel in Mainz, Knecht in Offenbach und Schwalmin Lauterbach, die Telegraphenassistenten Buß und Faust in Mainz, Krämer in Darmstadt: die Tele- graphenmechaniker Schmidt in Mainz; bie Postgehilfin Mühlpforth in Darmstadt, sowie die Telegraphengehilfinnen Kühnlein in Mainz und Lohnes in Offenbach. Bestanden die Postassistentenprüsung die Postgehilfen Jacobi in Mainz, Om- nus in Rüsselsheim, Paulin in Stockheim, Wagner II. in Nieber-Wöllstadt, Wörtche in Herbstein und Zimmer in Gießen; der Postanwärter Martin in Osthofen. Angenommen als Postanwärter der Vizefeldwebel (5a$ er und Stü hl er in Osthofen; als Telegraphenanwärter der Vizefeldwebel Kreiling in Gießen und Scho r ch in Mainz; als Postagenten der Schuhmacher Gräf in Kleinkarben und der Zimmermaim I f f - land hi Dorheim. Freiwillig ausgeschieden die Telegraphengehilfin M i t s ch in Heppenheim uno der Postagent Peter in Kleinkarben. Gestorben Ob er-Po stsekretär a. D. Rech- irungsrat Herrn. Beck in Offenbach und Postagent Rieper in Dorheim. ** Gründung eines gemeinnützigen Bauvereins. Auf Einladung der Ortskrankenkasse Gießen waren am Donnerstag abend im Hotel Schütz ca. 80 Personen erschienen, um endgültig Stellung dazu nt nehmen, ob man die Gründung eines gemeinnützigen Bauvereins E. G. m. b. H. vornehmen solle. Ohne Widerspruch wurde die Gründung beschlossen und die vorgelegte Satzung, der Genossenschaft, die von einem Ausschuß jchon vorberaten war, nach einigen Abänderungen genehmigt. Der Verein trägt den Namen „Gemeinnützige Baugenossenschaft, E. G. m. b. H. zu Gießen". Der Zweck des Vereins ist ausschließ^ lich darauf gerichtet, minderbemittelten Familien gesunde und zweckmäßig eingerichtete Wohnungen in eigens erbauten Häusern zu billigen Preisen zu verschaffen und zwar durch Ueberlassung zum Eigentum oder Miete. Jede Person, die im Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte sich befindet, kann Mitglied der Genossenschaft werden. Außerdem noch juristische Personen, Stiftungen, eingetragene Genossenschaften und andere Personenvereine. Der Geschäftsanteil jedes Genossen wird auf 200 Mark festgesetzt, der entweder gleich ganz oder in monatlichen Raten von mindestens 3 Mark einzuzahlen ist. Die Höchstzahl von Anteilen die ein Genosse nehmen kann, wurde auf 50 festgesetzt. Die Verwaltung der Genossenschaft führt ein Vorstand und Aufsichtsrat, ersterer aus 5, letzterer aus 9 Personen bestehend. In den Vorstand wurden gewählt: Geschäftsführer Fourier als 1. Vorsitzender, Pfarrer Bechtoldsheimerals 2. Vors., Bürgermeisterei-Sekretär M o s i g als 1. und Spenglermeister Dahm er als 2. Schriftführer sowie Rechner Lentz als Kassierer. In den Aufsichtsrat wurden gewählt: Fabrikant Klingspor als Vorsitzender, Oberlehrer Dr. Klein, Glaser Maier, Sekretär Scherf, Schriftsetzer Braun, Dr. med. Schäffer, Gärtner Koch, Werkführer Bräutigam und Glasermeister Bi er au Nach Genehmigung der Satzung durch das Amtsgericht wird die Genossenschaft sofort ihre Tätigkeit beginnen und man hofft, daß auch in Gießen, gleich wie in anderen Städten, der genossenschaftliche Gedanke auf diesem Gebiete sich erfolgreich ausbreitet und demnächst mustergültige Leistungen aufweisen kann. In unserer Nachbarstadt Wetzlar besteht ebenfalls eine Baugenossenschaft, die auf eine segensreiche Tätigkeit zurückblicken kann und allein dieses Jahr Ungejochte..... Bullen. r-vent». sck>lache. pro 100 Pluild oeivichk - von-viSvon-bir ca. 16 Neubauten aufführt. Zu einem erheblichen Teils war das gedeihliche Wirken dieses Vereins nur dadurch 'iiöglich, daß die Stadtverwaltung dem Vereine in liberalster Weise entgegenkam. Anmeldungen zu der Genossen^ schäft können bei dem 1. Vorsitzenden Geschäftsführer Fourier, Ortskrankenkasse, bewirkt werden. Streik Friedberg. X Bad Nauheim, 8. April. Ihrem Jahresbericht zufolge war bie hiesige Ernst-Ludwig-Schule (höhere Bürger- sdmle mit Reallehrplan und Realberecktäuny) im abgelauiencn Schuljahr von 149 Schülern besucht; davon sind über bie Hälfte Mädchen. Außer dem Rektor Professor Dr. Zimmer wirken an her Anstalt noch sieben ordentliche Lehrkräfte: bie achte Lehr* kraft kommt an Ostern hinzu. Die Umtvanblung der Ernst-Ludwig- Schule in eine Realschule hat sich jetzt vollzogen. Nachdem vor wenigen Tagen zum ersten Rial die Einjährigen-Prüsung mit Erfolg abgcleat worden ist, wirb mit dem neuen Schuljahr die RealobersKunba für beide Gesckstedster eingerichtet. Die neue Klasse wird, da die entspreck). nde Klasse an den Realschulen zu Friedberg und Butzbach zu Ostern eingehft, auch von außerhalb frequentiert werden. Seither wurde die Schule in den 6 Jahren ihres Bestehens in der Hauptsache nur von einbeimijd)en Sdchlern und Schülerinnen besucht. Doch wird mit der Zeit durch.die Eröffnung der Wettenalbahn und besonders, wenn einmal der Plan der Usatalbahn verwirllickn ist, auch der Besuch von außerhalb! mehr zunehmen. Unsere Stadtschule wurde im vergangenen Schul-« jahr von etwas mehr als 700 Volksschülern besucht, denen 17. Lehrkräfte (14 Lehrer und 3 Lehrerinnen) Unterricht erteilen/ Die 18. Klasse wird zu Ostern eingerichtet. Die TurdisckmittSi- fiah'enftärfe beträgt nicht ganz 40, eine Ziffer, die im Vergleich zu den meisten anderen hessischen Orten recht günstig ist. Mit der Konsirmandenentlassung war gestern Nachmittag eins größere Sck>ul feier verbunden, die dem Gedächtnis der Königin Luise von Preußen galt. Oberlehrer Kredel hielt eine eindrucksvolle Ansprache. Unter Leitung der Lehrer Bechtols- Heimer und Diehl erfolgte der VoNrag des Singspiels „Zum Gedächtnis der Königin Luise", das von A. Grüttner verfaßt und von Franz Wagner in Musik gesetzt ist. Die Chorgesänge sowie der verbindende Text wurden von Schülern der oberen Klassen üorgetrageu. Der Schülerchor „Wirf dein Aeuglein auf den Herrn", von Mendelssohn-Bartholdy beschloß die eindrucksvolle, ans allen Kreisen der Bevölkerung stark besuchte Feier. E>crmifd>tc»e * Gin verschwundenes Dorf. Am Zusammenfluß be5 Bober und der Oder liegt das Dorf Schieblo, ba6 nunmehr bestimmt dem Untergang geweiht ist. Ter Bober führt namernlich während der Lchneeschinelze ungeheure Wassermassen mit sich, die fortwährende Ueberidirocmmungen hervorriefen. Infolgedessen hat daS Torf Schiedlo bedeutende Lummen von staatlicher Leite zur Abwendung der Ueberschwemmtingsgefahr und zur Unterstützung der hilfsbedürftigen Bewohner nötig gemacht. Allmählich ist man aber zu der Erkenntnis gekommen, daß die aufgewendeten Lummen doch keine durchgreifende Aenderung der Verhältnisse gebracht haben und auch nidit bringen werden; man hat sich daher entschlossen, das Dorf endgültig aw'zugeben. Bereits sind von den ehemals 400 Einwohnern nur noch gegen 50 übrig geblieben, die sich freilich ftränben, ihre Heimat freiwillig anfzngeben, so daß die Enteignnng in Tätigkeit treten muß. In dem Schulgebäude hat man vorläufig die Oitsarmeii untergebracht. 9Ud)t lange mehr wird es dauern, und das Torf Schiedlo wird vom Erdboden verschwunden sein. Tie Regierung plant, das (ftelänbe aufznforsteii, um wenigstens einen gewissen forstwirtschaftlichen Ertrag daraus zu ziehen. * Aus g eschlo sseu. Gemeindevorsteher (ms WirtshaUZ tretend): „’n Abend, meine Herren!" (Zum jungen Burschen, der wie bie anderen zurückgrüßt): „Du bist nicht mit gemeint, Lausbub!" * Auch ein Wunsch. Diätar: „Ach, nur so weit möchte ich es bringen, daß ick) auch einmal eine Entfettungskur durchmachen müßte?" Nk. 84 Zweiter Blati 15s. Jahrgang Erscheint Ülgllch nikl Aufnahme bei Sonntags. Gretzener Anzeiger Sn vermieten Die von Herrn Hauptmann Schwendy seither tnnegehabte sehr geräumige Wohnung nebst aroh. Garten nächst der Ost-Anlage, Bleichplatz u. Trockenboden, per 1. Juli d. I. zu vermieten. Stallung und Burschenzimmer vorhanden. Näheres Walltorstu 48v. <1113 | 7 Zimmer | 9öö| Ludwigstr. 42p. in e. ich.Wohn. v.7Zimmern u.Badezim., Balkon, Bleichplatz u. Gartenanteil nebst sonst, reichlich. Zubeh. fof. oder per l.Jult zu verm. Näh.Ludwigstr.44v. Süd-Anlage 17. Parterre grobe 7-Zimm.>Wohn., Badezimmerusw., ev.mehrZiinm. pr. 1. Juli zu vermieten. (2359 23101 Plockitr. 8,1. Et., 7-Z..Wnhn., Badez., Balk., Gas, elcktr. Licht?c. v. 1. Juli z. verin. Staber, bei E. Blödner Wwe., Bahnhot- ftr. 65» A. II. 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Zugleich wird dem Privatklager die Befugnis zu- gesprochen, den entscheidenden Teil deS Urteils binnen einer Frist von einer Woche nach Eintritt der Rechtskraft durch einmaliges Einrücken in den Gießener Anzeiger auf Kosten deS Angeklagten öffentlich bekannt zu machen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urteilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit deS Urteils bescheinigt. Gießen, 27. März 1911. L.S. gez. Keitzer, Gerichtsschreiber des Großh. Amtsgerichts. Für die Abschrift für die Rechtsanwälte H. Katz und C. Kaufmann: D®/,__________Katz, Iuftizrat. Versteigerung. Montag bett 10. dS. Mts., nachm. 2'/, Ubr, sollen dahier Walltorttrake 6 (Darmstadter Saus): 1 Musikautomat, 2 Lacke mitHorntetlen. 1 Büfett, IDamen- uhr mit Kette, 1 Glasschrank, 1 Warenschrank, 1 Ladentheke, 2 Nähmaschinen, 1 Jabrrad, 5 Palmen, 25 Paar Herrenstiesel, mehrere Pferde und Wagen sowie verschiedene Sattlerwaren und HauS- und Küchengeräte oller Art versteigert werden. 02614 Gießen, den 8. Avril 1911. 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Die Bauern verschwinden immer mehr, sie sind auch, rote sonar die (frei« finniflen zuaestehen, bald überflüififl. Die Industrie und die arbeitet verdienen und verzehren das Geld. Wir Sozialdemokraicn ver* lanaen. daß für die Kinder der gerinnen Klaffe alle Schulbücher auf Gemeindekosten gestellt werden, daß die Hebamme ganz von der Gemeinde bezahlt wird, dah den armen Schulkindern auf Gemeindekosten ein warmes Frühstück gegeben wird und dafür haben He Bauern nichts übrig. Sozialdemokraten wählt deshalb feinen rückständigen Bauern, wenn er auch fönst frei dasteht und sein Brot selbständig verdient, sondern wählt den 02788 Milchhändler Karl Rcnschling. $tmt6ang m khmsjittWs- nutz UMackitkii. Die zur Herstellung des Geländes um die Festaulai und das chemisch-physikalische Institut Gießen nötigen Pflaster- und Chaussierungs« arbeiten, darunter ca. 250,00 qm Chaussierung 180,00 qm Kops- und Kleinpflaster usw. werden hiermit auf (tyrnnb des Ministerialerlasses nenn 16. 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