16J. Jahrgang Erstes Blatt "««Sm, anwalt, Die heutige Nummer umfafet 12 Seiten. treffe. ladt Chinas, Partien übernommen. aus w*=ö» man von Zeit zu Zeit mit S Schützen mit dem wilden Rufe bekam ein solches Geschoß ans 16. Oktober L Sttiina über t* rven Semüse-Üanierveii i[ eingetrofsen. "enden, Bedarf e mit )achtnng 1 : £ unf Tender uno Herr Yubbnigg in gütiger Milwirtung aus besonderer Gcjätliglcit für das auskeimende Talent die oben angegebenen age in Schanghai lang. Dieses Lankau ift zweifellos die interessanteste denn erst hier lernt man eine neue Welt kennen. wrzulegen- ' en groj e ®cIc*it, zur benot- 1. Blumen-Zwiebeh )e Erinnerung zu bringet iendungeiutressend: -Schellfische inb 35 Pfennig ohne Kopf g„ im AuSschn. 30 Pfg. 35 PlS, Mffln i%, WW ft iii in r„,W5 Wtz Tie Haltung Japans. Tokio, 17. Oki. Gestern uno heute fanden in Gegenwart des Ministerpräsidenten, des Ministers des Aeußern, des Krieges und der Marine geheime Beratungen über die Lage in China statt. Wie verlautet, hat man beschlossen, sich ab wartend zu verhalten. Die Börse, ausgenommen die Baumwollbörse, ist fast normal. iSrelsbwu., sehe Q„ 3 Pfund 60 Pfg. Irsatz ib W*ä 90 . Palmin, Begetalinr r Pfund 55 Pfg- Franz Liszt dem löbl. Ccbenb-igd Ki-..ukat geburng, die hohe Lin Mordanjchlag in Uutzlan». N owot scher la Sk, 17. Olt. Gegen 7 Uhr abends drang der Student Kristi in den Privatwagen des Fürsten Trübe tzkoi, eines Mitglieds des RcichsratS, und gab aus ihn Revolver schüsse ab. Ter Fürst sank augenblicklich nieder. Er ist fernen Wunden erlegen. Der Mörder Kristl ist mit dem Fürsten verwandt. ____ —- lach"»«' . 7 Ebe- Line 5ahrt durch öas Land der Revolution. An den Ufern des I a n g s c k i a n g, des Vaters der Ströme, liegen alle die großen Städte, die jetzt zum Hauptquartier der chinesischen Revolutionäre geworden sind. Lankau, R a n k i n g, W u s ch a n g , die nun in die Lände der Rebellen gefallen lind, werden von den Fluten des „Blauen Stromes" bespült, und an den Usern sammeln sich die Kämpfer, die gegen die Regicrungs- ”;on 9 Sachen, ban s>< ”3 rlus Hessen. Die (Siebener Landtagswahl. Herr Prof. Luley bittet uns um Aufnahme folgender Erklärung:* Aus die von den Herren Jusnzrat Metz und Dr. Ebel tm Namen der Fortschrittlichen Volkspartei in der gestrigen Nummer des Gießener Anzeigers gegen mich gerichtete Erklärung erwidere ich folgendes: . ... - 1. Auf die beleidigende Tonart in dieser Erklärung lasse ich mich nicht ein. 2. Von meinen Feststellungen in den zwölf Punkten nehme Lisztr erster Austreten. Ein gewisses Interesse darf gciab; jetzt anläßlich der bevorstehenden Liszt-Sälularsfter die folgende Ankündigung von dem ersten Auftreten des damals einadrigen Franz Liszt in Pest beanspruchen. Sie lautet: „Mit hoher Bewilligung wird der elfjährige Lhre haben, Donnerstag, den 12. März,^ die Nachmillagsstunde 4 Uhr in dem Laal „zu den sieben" Kurfürsten" eine musikalische Umerhaliung zu geben. Voriommenüe Stücke: an uns) schroff abgclehnt. Eine andere Deutung lassen meine Worte gar nicht zu. , 4. Ich fordere Sie auf, wenn ich Falsches gesagt haben sollte, an derselben Stelle, wo ich meine A u s führ' lt n g c n g e m a ch t h a b e, die U n r i ch t i g k e i t e n k l a r n n d d e u t l i ch n a ch z n w c i s e n. . Gießen, 18. Oktober 1911. Luley, 1. Bors, des Natlib. Vereins Gießen. „Dupicix" eine Reise nach Lankau beschreibt, die er erst kürzlich volleiidet hat und in deren Schilderung ein lebendiges Bild dieser rätselreichen ostasiatischen Stadt ersteht. „Beim ersten Anblick wirkt Lankau auf mich wie ein zweites Schanghai. An dem mächtigen Flußkai erheben sich die großen europäischen Handelshäuser und Konsulate, und davor lagern in dichten Scharen die Handelsschiffe aller Nationen. In der Ferne sieht man die düstere Masse von Wu-Tschang, der Residenz des Bizckönigs, die wir mit elf Kanonenschüssen begrüßen, zum heiligen Entsetzen der Fischer und der chinesischen Ruderer. Aber Wu- Tschang liegt am anderen Ufer, wir bleiben hier in Lankau. Da steht die französische, die englische, die deutsche Konsulatheim- ftättc; die Belgier, die die Bahn von Peking nach Lankau gebaut haben, haben im französischen Konsulat Gastrechl genommen. Aber hinter diesen paar europäischen Häusern, die wie eine Kulme das wirkliche Hankau verbergen, hausen die Hunderilausende von Chinesen, gegen 800 000 Menschen, und in ihrer Mitte kaum 1500 Europäer. Ich verbrachte einen Tag mit dem Chef der französischen Polizei, einem sehr intelligenten ehemaligen Matrosen, der mich überall herumführte, sreilich mit dem Revolver in der Hand. Tenn die Chinesen von Hankau hassen die Europäer; erst vor vier Monaten gab es einen Massenaufruhr, das französische und daS deutsche Konsulat wurden geplündert, und man belagerte die Europäer drei Tage lang im englischen Konsulatsgebäude. Mer dann kamen Kanonenboote, und 80 englische Matrosen genügten, um ich weiß nicht wieviel hundert Chinesen zu töten und die vielen Tausende in die Flucht zu jagen. In den wenigen europäischen Gasthäusern zwingt man die chinesischen Boys, die Speisen zu kosten, ehe man seine Mahlzeit beginnt, denn dies ist das einzige Mittel, sich gegen Vergiftung zu schützen. Der Wirt kommandiert seine gelbe Kellnerschar nicht anders als mit dem Revolver in der Hand. Die Situation ist nichts weniger als, gemütlich. In den Chinesenquartieren wird Mann Truppen der Aufständischen in Wutsch a n g ü b e r f ch r i t t mit Ar.illerie den Y a n g t s c und ist den Hansluß aufwärts abmarschiert. Tie Gesellschaft vom Roten Kreuz, bringt die Gefallenen aus Wutscyang weg. Ein Revolutionär, der überführt lvurde, einen Fonds untcr- fchlagen zu haben, wurde hingerichtet. Nach einer Depesche der Bctricbsdirektion der Schan- tung-Eisenbahn-Gesellschaft in Tsingtau ist die Schantung-Eisenbahn von der revolutionären Bewegung nicht berührt. In der Provinz Sch an tu ng herrsche Nr. 245 T?r Klehener Jhrjflgtr erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich 6lefcenerSamilienblätfer; zweimal roödientl.Kiei«- blattfürbatz mit dem Schluschor „Alles Vergängliche", der durch die länger des voft ck,ors machtvoll und muiitalh'd) sicher gelungen wurde. Ten schweren Soloteil halte der Tenor Öerr Georg Becker vom Dof- theater übernommen, der seiner Aufgabe voll gerecht wurde, (jur das Es-dur-itonicrt und die drei Klavierstücke hatte^ man |id) Fräulein Suzanne Go denn e aus Paris cer.d)rleben. ;tie)e junge Künstlerin verfügt über einen ganz ausgezeichneten Anschlag uno eine glänzende Technik, die bei Li'ztsch.r Munk ja beionbers ins Gewicht fällt. Wenn sie im Forte nicht jeden Wumch erfühle, so soll ihr das nicht als cm Fehler angerechnet werden. Tw Dame ist noch jung, kamt also noch manches nachholen. Außerdem ist ste musikalisch feinempimeu 0, ein Vorzug, Öen man nicht bei jedem Klaviervirtuoscn anitifft. Der große Beifall, den das gut besetzte Haus der Franzoiin spendete, war daher wohl verdient. — Bode — unzuverlässig? Tie Preßzentrale oer- breitet eine seltsam itmgenöe Meldung aus Wien. Danach behauptet die Wiener Nummer der Äontagszeitung, der Genera! tirettor ter königlichen Museen m Berlin, Geheimrat Bode, habe das wertvolle Gemälde von Rembrandt „Der heilige Franziskus" mehrmals als eine Fälschung bezeichnet. Nachoem jedoch kurze Zeit caroni dec ihm bcircunöeie Pariser Kunsthändler Sede. mever, der auch Bodes Werk über Rembrandt verlegt hat, die,es Gemälde für (1000 Franken erworben habe, habe Bode keine Bedenken getragen, das Gemälde turch schriftliches Attest als eine wertvolle und eigenhändige Arbeit Rembrandts zu erkennen. Adhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post 2.'lk. 2.— Vierteljahr L auSjchl. Bestella. ZeilenpreiS: lokal IbPw auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für .Feuilleton', .Vermischtes' und „GeiichtSsaal': K. Neurath; für .Stadt und Land': E.Heß; für beit Anzeigenteil: H. Beck. bs. Darmstadt, 17. Oft. Hier fand eine stark besuchte nakionalliberale Wahlversammlung statt. Ter Kandidat der na- tionühibcralcn Partei für Tarmstadt, Regierungsrat Bastian, hielt nach der Begrüßungsansprache des Vorsitzenden Dr. Osann leine Programmreoe. Gs liege ihm volltommen fern, eine po- Ulische Rolle zu spielen, dazu sühle er weder Beruf noch Neigung in sich. Er würde sich nur als Finanzmami betätigen. Direktor Baiiiaii sprach sein Bedauern aus, gegen Herrn Stadtv. Lenrich kandidieren zu müssen, den er sehr hoch schätze. Er wolle versuchen, einen Wahlkampf Durchaus ehrlich unb ohne jede persönliche Gehässigkeit zu führen. Der Redner legte dann in großen Zügen seinen Arbeitsplan vor. Für ihn seien die Schuldentilgung und die Ausbesserung der Bcamtengehälter die Lauptaufgaben des kommenden Landtages. Auch auf die preußisch-hessische Eisen- bahiigemcinschast kam der Redner zu sprechen. Vielleicht könne hier der Hebel zur Hebung der Finanzen Hessens angesetzt werden. Die Entwicklung Hessens habe sich eben so gestaltet, wie man sie bei Abschluß des Vertrages nicht ooraussehen konnte, und deshalb sei er für eine Revision des Vertrages. Direktor Bastian ging oann auf die Steuerpolitik ein und bekennt sich als Anhänger der Warenhaussteuer; den Charakter einer Erdrosselungssteuer dürfe lie jcöüCi) must tragen, än Oer gegnerischen Preue fei der feiner» zeitige — aber endgültig zurückgezogene — Antrag des Referenten aus Erhöhung des Ausieiyjinsmtzes der stadnschen Sparkasse um 0,10 Proz. auf 4,10 Proz. als mitlelstandsfeindlich bezeichnet worden, um Stimmung gegen die nationalliberale Kandidatur zu machen. Herr Bastian wies nach, daß schon an und für sich eine Zinsfußerhöhung auf 4,10 Proz. sich gerechtfertigt hätte, da die Stadt selbst, wenn sie Geld aufnimmt, zu 4,12o Proz., also zum höheren Zins- usw. Aufwand (nicht Zinsfuß) sich bequemen müßte. — Hieran schloß sich eine lebhafte Aussprache, an der sich auch der Parteisekretär der fortschrittlichen Volkspartei in Darmstadt, Herr Kuhlmann, beteiligte. Herr Kuhlmann besprach noch einmal die Einigikngöverhandlungen und behauptet, daß bet den Nationalliberalen keine Geneigtheit zur Eimgung bestanden habe. Wir wünschen, so sagte der freisinnige Redner, ein gutes nachbarliches Verhältnis mit den Nationalliberalen und hassen, daß wir doch dereinst zu einer großen liberalen Ge- S ch a n g h a i, 17. ~ ft. infolge der Ungewißheit ist die Lage am Markt start beunruhigt. £ i e Chinesen w e ch - sein Banknoten gegen Gold ein. Der Dampfer „Poltawa" geht nach Hankau ab, um Frauen unb Kinder hierher zu bringen. Hier ist alies ruhig. Der Verkehr mit Hankau ist wiedcrhergestellt. Ter La wverlehr Peking Mukden. Mulden, 17. On. Au, Anorouung aus Peking wurde der Verkehr auf der Bahn Peking- M u k d e n vorläufig eingestellt. Tie Korrespondenz aus der Mandschurei nach dem Innern Chinas unterliegt einer strengen Zensur. 1! Ouvertüre von Friedrich Schneider. . 2i Konzert für Pianoforte van 'Jties mit Lrchesterbeglcitung, vorgetragen vorn Konzertgcbcr. 3) Tuet! aus der Oper „Eti-avech ', gesungen von a.emoiselle Teyber und Herrn Bubbnigg. . 4) Konzen für Pianoforte mit ^rchesterlngleitung von Moschelee, vorgetragen vorn Konzerlgebc,. , 5) Arie aus der Oper „Libussa", gelungen von xemoueHe Teyber. 6- Eine Phantasie auf dem Pianowrte vom Konzertgeber. Um diesen Worten die gehörige Deutung geben ,-u können, wird von P. T. hohen Zuhörern um schriftliche Themen gebeten. Hoher gnädiger Adel! Löbliches K. K. Militär, verehrungs- würdigcs Publttum. Ich bin ein Neuling unb tenne kein größeres GUick, al-s die ersten Früchte nuiner Erziehung und Bildung in meinem Vaterlanoe als das erste Opfer der innigitcn Anhanglick- feit und Dankbarkeit vor meiner Abreiie nach lyranireid) ihr- jurck'tsvoll darzubringen. Was dieser noch an ."Jicue mangelt, Dürfte anhaltender Fleiß zur größren Volllommenyeii fuhren mid mich vielleicht einstens in die glückliche Lage versetzen, auch ein völlige R u h e. Auch im Süden von China trage die Bewegung anscheinend keinen sremdenfeind- lichen Charakter. Hankau, 17. Okt. Ter Kreuzer „CadmuS" ist angelangt. Tie Aufständischen beschlo sen, Mandschus nicht zu massakrieren noch zu töten, wenn sie freiwillig die neue Regierung anerkennen. Man erwartet ein Gefecht zwischen den Mandschus und den Aufständischen. Tiefe gründeten einen Verband für Krankenpflege, der von c.nein Missionar geleitet wird. Frauen und Kinder reisen h e u t e ii a ch S ch a n g h a i a b. Ter Befehlshaber der Aufständischen erklärte, sie fürchteten die Nordtruppen nicht. Tie Bahn nach Peking würden sie selbst schützen; sie ist in voller Ordnung; der Verkehr ist aber eingestellt. Heute ist ein neues revolutionäres Blatt erschienen, die früheren Zeitungen erscheinen nicht. Englische und franzöfifche Stimmen zu der Landung der Deutschen. Berlin, 18. Olt. Das „Berl. Tagebl." meldet aus Lo n d o n: Tie Meldung von der L a n d u n g deutscher Matrosen in Hankau erregt hier großes Aufsehen. Ohne daß genauere Meldungen über die Veranlassung der Landung vor.iegen, äußert man die Befürchtung, daß dieser Schritt e r n st e F o l g e n b e i e i n e r R e v o l u t i o ii haben löunte, in der jetzt die Ausländer nicht belästigt worden seien. Nach einem Londoner Telegramm der „Voss. Ztg " wird dort das Ereignis gar von w.iltrag.ndster Bedeutung ans- Die Revolution in China. Aus China kommt eine große Ueberraschung. Teutsche Landsleute unb Mannschaften unserer Kriegsschiffe stehen, so heißt es in einer deutschen amtlichen Meldung, mit dem Pöbel Hankaus itp Straßenkampf. Einzelheiten fehlen. Tagegen verbreitet eine spätere amtliche Meldung einige Beruhigung: ui der Stadt herrsche wieder Ruhe, und ein chinesischer Admiral mit Truppen sei angekommen. So ist der Vorfall zwar bedeutungsvoll und ernst genug; er wird aber kaum von ernsten Folgen begleitet sein. Tenn um die Revolutionäre, die ja den Schutz der Fremden und ihres Eigentums verbürgen wollen, handelt es sich offen bar nicht. Denn die erste Meldung sprach ausdrücklich von Pöbel. Wahrscheinlich war die Stadt von Truppen, auch denen der Revolutionäre, ganz entblößt, so daß Gesindel die Einwohner bedrohte. Es erscheint daher als ausge schlossen, daß das Vorgehen der Deutschen auf den Forl gang der revolutionären Bewegung irgend einen Einfluß ausiiben könne, und wenn, wie gcmeloet wird, die Eng- länger über das deutsche Auftreten in Sorge geraten sind, so sind sie wohl die einzigen, die das Ereignis schlecht begreifen. Es ist erfreulich, daß die deutsche Kolonie p wirksam von gelandeten Truppen unterstützt werden konnte. Die „Leipzig", der „Tiger" und das „Vaterland" verfügen zusammen über 500 Mann. Und wie eS heißt, ist weitere Hilfe unterwegs. So ist man auf weitere ernste Ereignisse wenigstens gelüftet. Allem Anschein nach wird sich in der Nähe Hankaus eine Entscheidung zwischen den Revolutionären und den chinesischen Regierungstruppen abspielen. Darauf deutet eine Meldung des deutschen Seebefehls- I aber? hin, in der gesagt roiro, daß ein deutscher Dampfer mit dem Nichtkombattanten ausgelaufen sei. Dic Tcutschcn im Ltraßenkamps mit chinesischem Pöbel. B e r l i n, 17. C it. A m t l i ch e M e l d u n g. Tas Lan- dungSkorps der „Leipzi g", des „Tige r" und der „Vaterland", zusammen mit der aus Deutschen in Hankau bestehenden Freiwilligenkompagnie stehl im S t r a ß e n k a m p f mit chinesischem Pöbel. Berlin, 17. Okt. Eine weitere Meldung des deutschen Seebefehlshabers in H a n k a u besagt: H a n k a u ist r u h i g. Admiral S a h ist mit 4000 regulären Truppen eingetroffen. Ein Gefecht steht nahe der deutschen Niederlassung bevor. Ein deutscher Dampfer ist mit den N i ch t k o m b a 11 a n t e n ausgelaufen. Hankau, 17. Okt. Admiral Sah, der in einem Kanonenboot hier eingetroffen ist, gab den fremden Konsuln die Versicherung, daß er ihre Konzessionen nicht gefährden werde. VoK Norden ist ein Eisenbahnzug mit Ne- leinen bcioorfen, bann fliehen die I Zweig der Zierde des schönen Vaterlandes geworden zu sein. Zur : „Tscha-lscha", (der Teufel). Ich Verschönerung dreier mii|ilali|d)en Unterhaltung haben Dlle. Smienbcin und hinkte acht Tage ~ gefaßt. Das Schwergewicht dieser Meldung, meint o.e beunruhigte „Star", könne lau in überschätzt werden. Da gegen scheine man in Paris das Vorgehen der deutschen Marinemannschaften bisher sehr freundlich zu beurteilen. Dem Berliner „Lokalauz" wird nämlich aus Tie aus ^Hankau gemeldete Nachricht smauu,chaft interessiert ............ General-Anzeiger für ©berljeffcn Annahme von Anzeigen flofofionsbrud Unb Verlag der vrühl'schen Unio.-Vuch- unb Steinbrucfcrci n. Lange. Redaktion, (Erpcbihon unb vruaerek: Sdpiftrage r U Bübingen: Fernsprecher Nr. 269 Seschästsftelle Bahnhosftrahe 16a._______________________________ Hi ? OS RAM Bestbewährte Glühlampe 70% Stromersparnis Grand Prix Brüssel 1910 Durch die Elektrizitätswerke und InstallaUons- geschafte zu beziehen. Anerbesellschaft, Berlin 0.17 entzündung vor. Hessen-Nassau. Achtur Leinschast' uns zusmmnenschließen werden. Dr. Osann bestreitet, Lab bei den Nationalliberalen keine Geneigtheit Sur Einigung vorhanden gewesen sei und gibt der Hoffnung Ausdruck daß sich die Parteien bei der Stichwahl auf dem Boden gemein,amer Arbeit zirsammenstndcn werden. Mojl Smith iu ^uveud h i $,e verehr haw“i *,«[ Paris, 18. Oft. Nach dem „Figaro" hat die Regierung immer noch die Absicht, das Parlament auf den 7. November einzuberufen. Nur wenn die Kongoverhandlungen bis dahin noch nicht abgeschlossen sind, soll die Kammer erst am 14. November zusammentretcn. Karlsruhe, 18. Oft. Die Prinzessin Wilhelm von Baden stiftete anläßlich ihres 70. Geburtstages für ein Wöchnerinnenheim 100 000 Mark. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdien st stelle Gießen. Wetteraussiebteu in Hessen am Donnerstag, den 19. Oktober 1911: Meist heiter, trocken, tags ivarm, nachts kalt, vielfach Nachtsrost. Letzte Nachrichten. Der italienisch-türkische Krieg. R o m, 17. Okt. „(Sortiere d'Jtalia" meldet, General Caneva habe auf das Gesuch des Bürgermeisters von Tripolis, H a s s u n P a s ch a, der K a me l k a r a M a n e, die gestern wegen Kontrebande festgehalten wurde, erlaubt, Tri- mlis zu verlassen. Die Begleiter der Karawane wurden entwaffnet und ihnen nur die zur persönlichen Verteidigung notwendigen Waffen gelassen. Die Entscheidung Canevas machte auf die Eingeborenen einen günstigen Eindruck. „Giornale d'Jtalia" berichtet, man erwartete während der Nacht einen neuen Angriff seitens der Türken. Ji» der Tat sind Kundschafter auf einige türkische Patrouillen gestoßen, doch wurden während der Nacht nur einige Schüsse in der Richtung des Bumeliana-Brunnens gewechselt. Bei den Vorposten werden fortgesetzt Verhaftungen avibischer Träger vorgenommen, die Waffen durchzuschmuggeln versuchten. Türkische Offiziere, die sich im größten Elend befänden, schickten ihre Pferde zum Verkauf in die Stadt. „ , , Rom, 17. Okt. Munir Pascha trat, ime die „Tribüna" aus Tripolis meldet, den Oberbefehl an Oberst Nims- ciat-Bey ab. Das türkische Lager, das bis gestern in Luri ben Adia war, wurde nach Ageria, wenige Stunden von Tripolis verlegt. Ahmed-Bey hält mit Kavallerie noch immer Garian besetzt. Die Türken bemühen sich vergebens, die einheimische Bevölkerung aufzuwiegeln, die im Gegenteil an mehreren Orten die Türken angegriffen hat. Die parlamentarische Lage in Konstantinopel. Konstantinopel, 17. Okt. Das Amtsblatt veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung, wonach die aus Italien stammenden Waren vom Tage der Kriegserklärung an, einem 100prozentigen 'Zoll unterworfen werden sollen. Die jung- türkische Kammerpartei beschloß, nach Verlesung des Regierungsexposes in der heutigen Sitzung der Kammer für die Vertagung der Beratung über das Vertrauensvotum einzutreten. Die Parteien der Kammer und des Senats wurden zu gemeinsamer Beratung eingeladen, um ein Einver- - nehmen in der Frage der Bildung des Kabinetts zu erzielen. Die Opposition erklärt eine Koalition mit der Mehrheit für möglich unter der Bedingung der Bildung eines außerparlamen- 1 tarischen "Kabinetts, das nur dann das Vertrauen ge-1! meßen solle, wenn es weder eine kleinmütige, noch eine demowt strative auswärtige Politik verfolge. Vüchertisch. — DieOktobernummerder „Mitteilungen der KaufmännischenVereineweiblicherAngestellter" (Frankfurt a. M., Gr. Hirschgraben 11) bringt eine interestante Besprechung eines neuen wissenschaftlichen Buches: Die Frauenarbeit in den Kontoren einer Großstadt mit einem Anhang über die Bernfsvereine, Kisker; ferner die Fortsetzung der 10. Iah es- schrist der Verbündeten Kaufm. Vereine f. w. A., Nachrichten über kanfni. Bildungswcsen und aus der Frauenbewegung, sowie zahlreiche Berichte über, die Tätigkeit der einzelnen. Vereine, von denen ein kurzer Aufsatz aus London h rvvrzuheben ist. § i durch Versicherung gedeckt. Die Entslehungsursachc des Feuers ist -wch nicht festgestellt; möglicherweise liegt Selbst. ?(fln Ichti Online h, Men Tendu erhalten. ** Im Zeichen des Verkehrs. Von einem Geschäftsmann wird uns geschrieben: Ich traf am Sonntag früh im Zug Biedenkopf-Marburg (7.23) ein altes Bäuerlein, das über Sarnau-Frankenberg und dann mit der neuen Bahn von Frankenberg nach Battenberg fahren wollte. Als mich der alte Mann fragt: „Kann aich do raum Mittagesse daham sei", wunderte ich Mich und sagte selbstredend, denn von Biedenkopf nach Battenberg der Chaussee entlang sind sage und schreibe 19 Kilometer und ich dachte doch, daß der Mann mit der neuen Blitzbahn wenigstens soviel Anschluß hätte, daß er doch einigermaßen zur selben Zeit, als wenn er gelaufen wäre, zu Hause sein tonnte, das wäre also um i/212, also in 4 Stunden, aber o Wunder, ich studierte den Fahrplan hin und her und fand, daß der Mann nicht früher als nachmittags 3.07 in Battenberg sein konnte. .Also von 7.23 bis nachmittags 3 07 dauert die Reise mit der Bahn, die man zu Fuß bequem in 4 Stunden zurücklegen kann. Viele Geschäftsreisende fahren von Gießen 8.18 nach Battenberg ab, sie können mit dem besten Willen auch erst nachmittags 3.07 in Battenberg sein. Gewiß ein Zeichen von Fortschritt bei dem fortwährenden Bau von neuen Kleinbahnen. ** Eichelernte. Einen seit Jahren nicht dagcwesenen hohen Ertrag an Eicheln bieten gegenwärtig unsere Wälder. Dabei sind die Eicheln besonders groß, wodurch sich das Einsammeln besonders lohnt. Die Eichel ist ein vorzügliches Mast futter für die Schweine und wird von den Tieren gern gefressen. In Ländern mit ausgebreiteter Schweinezucht, besonders in einigen österreichischen Kronländern, werden die Schweine in die Eichen Wälder getrieben. Bei uns ist dies allerdings nicht angängig, weil die Waldpflege noch von anderen Gesichtspunkten ausgeübt wird. Aber das Einsammeln der nährstoffreichen Früchte lohnt sich, zumal in diesem Jahre besonders haushälterisch mit allen Futtermitteln umgegangen werden muß. Wie uns mitgeteilt wird, ist das Einsammeln der Eicheln nicht allgemein gestattet; es wäre von Interesse, die Gründe zu erfahren, aus denen einzelne Forstbehörden das Eichelsammeln verbieten. Landkreis Gießen. = Leihgestern, 17. Okt. Am Sonntag, den 15. d8. Mts., wurde im Gasthaus »zur Germania" ein Kaninchen- und Geflügelzucht - Verein gegründet 15 Mitglieder haben ihren Eintritt sofort erklärt. Als vor- läusiger Vorsitzender wurde Herr Wilh. Schmandt gewählt. Nächsten Sonntag findet eine Versammlung zwecks Beratung der Satzungen statt. = Albach, 16. Okt. Hier hüt sich in den letzten Tagen ein Turnverein gebildet, dem fast sämtliche funge Leute des Dorfes beigetreten sind. Wenn man be- dentt, daß die Jugend dadurch freiwillig eine Menge großer Opfer an Geld, Zeit und Arbeit auf sich genommen hat, so muß man sich eigentlich wundern über den großen Jdealis mus, der hier zutage tritt, da doch im allgemeinen die jungen Leute in diesen Jahren andere Interessen — mehr materieller Art — haben. Es ist deshalb auch selbstverständlich, daß die Eltern die Weiterentwicklung des neu- gegründeten Vereins mit großem Eifer verfolgen; erwarten sie doch mit Recht, daß ihre der Schule entwachsenen Söhne durch die Turnerei vor manchen Versuchungen bewahrt bleiben. kin »«• d« < 'M, l1CL Aulo E oll U fak *15 „isti Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter öieier Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 17. Okt. Am Sonntag (15. b". M.), abends gegen 7 Uhr, fuhren zwei Automobile, dicht aufeinander folgend, auf der Marburger Straße nach der Stadt in einem geradezu rasenden Tempo. Nach Ansicht von Passanten in mehr als Schnellzugs- geschwindigkeit, so daß Menschen und Vieh in Gefahr waren, überfahren zu werden. Tatsächlich ist auch ein wertvoller deutscher Sch äferhund zwischen Wellersburg und Jo- bannesberg totgefahren worden. An dem UngliÄsfall trifft lediglich die Autofahrer die Schuld, die bei der Dunkelheit viel zu rasch und bei der Geschwindigkeit von mindestens über 60 Kilometer die Stunde viel zu dicht aufeinander fuhren. Der Hund war von seinem Herrn nur ca. 10—15 Meter (auf dem gegenüber liegenden Bankette) entfernt. Als das erste Auto bemerkt wurde Aus Stabt unb Land. Gienen, 18. Oktober 1911. " Tageskalender für Mittwoch, 18. Oft. Stadttheater: „Die Kinder der Exzellenz". Anfang 7 Uhr. •• Historische Kommission. Der Grobherzog hat den Archiodirektor i. P. Geheimerat Dr. Gust, iyrbrn. Schenk zu Schweinsberg ans sein Nachsuchen .von der Stelle eines Mitgliedes der Historischen Kommission für Hessen enthoben. . . •* Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Lehrer Friedr. Hill zu Gronau eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Neu-Isenburg, der Schulamtsaspirantm Anna Bl atz aus Herrnsheim eine Lehrecinstelle an der Gememde- schule zu Herrnsheim. . ., 1QO. **Die Großh. Damm baubehor de, die seit 1804 bestand, ist ans gelöst worden, nachdem deren Vorstand, Baurat Weihrich Ende August gestorben rst- Die vorhandenen Baubeamten wurden ben betbcn Worms und Mainz zugeteilt, dre auch bie Arbeiten bep Dammbaubehörben weiterführen, xer Bauschreiber wurde dem Finanzamt Mainz überwiesen. Damit ist wreber eine Vereinfachung in ber Staatsbauverwaltung vollzogen worden Die Dammbaubehörbe war seinerzeit als Neubau- behörde zur Ausführung der großen Dammbauten am Rhein gebildet worben, die in mustergültiger Werse burch- aesührt' finb. Die Dureauräume der ehemaligen Dammbau- «behörbe werden dem Grunbbuchamt überwiesen. ** Stadttheater. Eine für die Universitätsstadt ganz besonders interessante Aufführung steht für Dienstag, 31. Oktober, bevor, da an diesem Abend „Die Frösche", das Lustspiel des Aristo pH an es in einer Einrichtung des Darmstädter Regisseurs Hacker gegeben werden. Tie Frösche" des Ariftophanes sind eines ber wenigen antiken Lustspiele, die unversehrt auf uns gekommen sind unb die gewählte Bearbeitung hat bereits in Darmstabt, Worms, Bonn unb anberen Orten ihre Bühnenwirkung glänzenb erwiesen. Me Proben, bie von Regisseur Hacker selbst geleitet werben, haben bereits begonnen unb außer bem Be- vrbeiter werben noch bie Herren Lehrmanu unb Jürgas vom Darmstäbter Hoftheater in der Aufführung mitwirken. •• Frauenvortrag. Man schreibt uns: Ter 9iatur» heilve rein Gießen veranstaltet am 24. d. Mts. im Saale des Hotel Schütz einen Frauenvortrag. Frl. Marg. Päßler anS Berlin wird über Frauenleiden, ihre Verhütung und naturgemäße Behandlung sprechen. Es ist bekannt, daß gerade die meisten Frauenleiden ihre Ursache in alten, falschen Gewohnheiten haben, daß sie aber doppelt schwer auf den Frauen lasten, weil die Frauen sich nur schwer und meist zu spät entschließen, zum Arzt zu gehen, wo es heutigentags noch so sehr an Aerztinnen fehlt. Der Vortrag von einer Frau für Frauen findet daher gewiß großes Interesse und jede Besucherin wird in ihm reiche Aufklärung --Darmstadt, 17. Okt. Kürzlich fand hiex die 1. S ch w e st e r n v e r s a m m l u n g d e s h e s s i s ch e n D i a - konievereins statt. Es zeigte sich, daß ber Verein innerlich erstarkt ist unb baß er seine Aufgabe, in jeder Hinsicht praktisch und theoretisch trefflich ausgebilbete Gemeinbeschwestern zu stellen, immer umfangreicher zu lösen vermag. (So werben jetzt wieber zwei Gemeindeschwestern in die Diasporaarbeit neu eingestellt. Auch die Vorbildung gut begabter, innerlich reifer Mädchen zu durchgebildeten Vereinsschwestern hat eine wertvolle Erweiterung durch eine Vereinbarung wegen des Krankenhauses in Groß-Gerau erfahren. Mit einer Andacht des Vereinsgeistlichen Schneider begann die Versammlung. Ihr schloß sich ein Bericht des Vorsitzenden Pfarrer Zaubitz-Bensheim an, ber bie gegenwärtige Ausgabe bes Vereins behanbelte. In ber Besprechung zeigten Frau Finanzrat Balser, Frau Pfarrer Christaller, Herr Prälat D. Flöriug, Herr Kaufmann Gunter- mann und eine Anzahl von Schwestern Wege, wie die Arbeit erfolgreich weiter ausgearbeitet werden kann und bie Schwestern noch besser als bisher versorgt werben können. Es zeigte sich, baß Umsicht unb Tatkraft, sowohl 'innerhalb der Schwesternschaft wie innerhalb des Vorstandes und Verwaltungsrates, sich zu ersprießlichem Wirken die Hand reichen. Die Bildung einer Schwesternversammlung wie eines Schwesternrates gibt der Schwesternschaft fortan eine Mitwirkung au ber Leitung unb ebenso bie Wahl zweier Schwestern in ben Verwaltungsausschuß. Darmstabt, 17. Okt. Gestern mittag ist das frühere geschätzte Mitglied unserer Hofoper, Heinrich Bügel, verschieden. Obwohl feit über ein Jahrzehnt im Ruhestand lebend, war der Verstorbene auch als Mnstler noch allgemein bekannt und als Mensch im gleichen Maße geschätzt. Heinrich Bügel gehörte unserer Hofbühne nahezu 40 Jahre an, als er am 8. Mai 1898 Abschied nahm von ber Stätte, um in ben Ruhestand zu treten. Danach hat er noch mehrfach als Gast aus unserer Bühne gesungen, zum letzten Male 1900. M. Offenbach, 17. Okt. Eine nette Submissionsblüte lieferte bie Ausführung dec Weißbinderarbeiten für den städtischen Schlachthof, die vom Bauamt mit 4000 Mk. vorveranschlagt waren. Das Höchstgebot bezifferte sich auf 5211,50 Mk., während die mindestfordernde Firma mit 2179,38 Mk., die also um 2032 Mk. billiger ist, den Zuschlag erhielt.— In den AuSstand getreten sind die sämtlichen bei der Schuhwarenfabrik von Herrn. Liebmann, Landgrafenring, beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen der Bodenabteilung wegen nach Ansicht der Organisation zu unrecht erfolgter Kündigung einer Anzahl Arbeiter. Es handelt sich um rund 60 Schuhmacher. m. Offenbach a. M., 17. Oft. Die Bürgermeisterei will den minderbemittelten Haushalten den Bezug von Leucht- und K o ch g a s dadurch erleichtern, daß ihnen die Beleuchtungskörper und die Kochapparate gegen geringe Miete vom Gaswerk zur Verfügung gestellt werden. Es sollen in Wohnungen bis zu einem Mietwerte von höchstens 500 Mark auf Kosten der Stadt Gasautomaten ausgestellt werden und dabei zugleich ein Gaskocher hüt 2—3 Kochlöchern nebst Schlauch sowie ein Bügelapparat mit 2 Bügeleisen, außerdem 1—5 einfache Beleuchtungskörper — Wandarme, Pendel oder Lyren — mit allem Zubehör erstmalig geliefert werden. Der Ersatz der Heiz- und Leuchtkörper usw. ist vom Mieter zu stellen. Die Miete für die gelieferten Gegenstände ist in dem Gaspreis einbegriffen. Es soll für Koch- und Leuchtgas ber Einheitspreis von 16 Psg. für den Kubikmeter gezahlt werden. Wenn auch die innere Rohrleitung auf Kosten des Gaswerkes hergestellt werden muß, soll auf die Dauer von fünf Jahren der Preis pro Kubikmeter 20 Pfg., , nach dieser Zeit ebenfalls 16 Psg. betragen. Zurzeit kostet der . Kubikmeter Kochgas 12, Leuchtgas 18 Pfg. w Worms, 18. Okt. (Priv.-Tel.) Heute früh 6 Uhr . brach in der inmitten der Stadt gelegenen Landsberger'schen : Mühle Groß feuer aus, das die Gebäude zum größten Teil zerstörte. Der Schaden beträgt 200- bis 300 000 Mk.; er Kreis Büdingen. r. binnen 17. Okt. Gestern starb in Gießen inber Klinik der langjährige Oberlehrer in Büdingen Adam Weinkl an d7n Folgen einer Operation. Die Beisetzung ber Leiche erfolgt in Gießen. xStockheimbei Büdingen, 17. Okt. In der Gerlach- schen Dampfschneiderei wollte heute morgen ein junger Mann von Glanberg einen Riemen auf bie Scheibe legen. Dabei würbe ein Bein im Riemen verwickelt unb ber siebzehnjährige Bursche mehrmals h e r um g e s ch l eu b e r t. Ein anderer Arbeiter schnitt mit seinem Messer geschwind die Riemen entzwei. Es wurde ein Arm- und em Beinbruch festgestellt. Ob innere Verletzungen vorliegen, konnte noch nicht festgestellt werden. Kreis Alsfeld. -s- Alsfeld, 17. Okt. Dec Großherzog hat anläßlich der Wiederherstellung des Alsfelder Rathauses für ein Fenster im großen Sitzungssaale sein Wappen unb das der Großherzogin in bunter Glasmalerei in huldvoller Weise gestiftet. Kreis Lauterbach. ~ Aus dem Vogelsberg, 17. Okt. Der Weide» betrieb wird in diesem Herbst im östlichen Teile des Vogelsbergs außerordentlich stark ausgeübt. Infolge des durch bie anhalleube Trockenheit verursachten Futtermangels machen selbst beffere Landwirte, die in früheren Jahren ihr Vieh gar nicht oder nur sehr selten auf die Weide trieben, in diesem Jahre von ihr ausgiebigen Gebrauch. Die letzten Regeniälle haben die eingetrockneten Weidestächen wieder zu einigem Wachstiim gebracht, so daß das Vieh, wenn auch nicht in so reichlichem Maße, ivie in Vorjahren, genügend Weidegelegenheit hat. Die schönen Herbsttage werden daher vollständig ausgenutzt; man sieht von morgens früh bis in den späten Avend zahlreiche Riiiderherben mit melodischem Schellengeläute in den Tälern weiden. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 17. Okt. Die hier neugebilbete Eisenbahnbauabteilung ist zurzeit mit den Vorarbeiten zur Erbauung eines zweiten Geleises auf ber Bahnstrecke Friedberg-Homburg beschäst gt. Da die Bäderzüge auf dieser Strecke laufen, ist der Verkehr namentlich im Sommer sehr groß. Die Herstellungskosten des Geleises betragen 310 000 Mk. Starkenburg und Rheinhessen. um banth C. Zimm Neuen 4 Echneewe erhalten Sie sic Eiejkarn'sSauc wPerodonf“ , Central-! bmil Karn. LCüerieie W WM« VMW Dom 20. i ---- Waldg'rmes, ln. Okt. Die Arbeiten für die Uebe landzentrake der BndernS'schen Eisenwerke W e tz l ar- Lollar sind jetzt auf der ganzen Lime ausgenommen. Während die Gemeindevertretungen von Naunheim und Waldgirines den Anschluß ablehnten, wird die nahe Grube „Morgenstern" mit elektrischer Kraft versorgt. Auch die neue Drahtseilbahn wird an die Zentrale angeschlossen und alle Maschinen der Grube kommen in Wegfall. X Oberscheld, 17. Ott. Unser Turnverein, der ausschließlich auS Bergleuten besteht, zählt bereits 85 Mitglieder. Der Verein beabsichtigt, im nächsten Jahre eine Turnhalle zu erbauen. [] Marburg, 17. Okt. Die unter der Leitung des Oekonomierats Direktor Dr. Heffe stehende Landwirtschastl. Winterschule wurde heute mit einem Bestände von 63 Schülern (gegen 58 im Vorjahre) eröffnet. In früheren Jahren stellte sich die Schülerzahl, trotzdem weniger derartige Anstalten in Kürhessen vorhanden waren, auf 25—30. Ein Beweis, daß in kleinbürgerlichen Kreisen sich die Erkenntnis der Nützlichkeit des landwirtschaftlichen Unterrichts immer mehr Bahn bricht. — Die Bestellungen von Kartofeln bei der Stadt haben einen solchen Umfang angenommen, daß letztere heute die Lieferung von weiteren 30 Doppelwaggons ausgeschrieben hat. F. C. Ziegenhain, 17. Ott. Von einem Auto- mobil wurde in der Nähe der Stadt der Butterhändler Dietz von Loshausen überfahren und schwer verletzt. LAMPEN umberlaufen, cinfarfi tot fahren zu dürfen, ohne stdodenmatz« pflichtig zu sein. . Ich muß sagen, das; ick nicht verstehen rann, nnr io!dK em fassungen 'Blflj greisen tonnen £bcr sollten die Herren Hnrütdi bei.? Nccht errungen haben, dies tun zu dürfen? Eine öffentliche Besprechung dieser Angelegenheit erscheint mir sehr notwendig. ÄSÄ Cube .^orq nS btr' 1Clle Drahtki ? * '>« Sutno . näanLbe",lä 85 ® "- Ä'aJh a''l'",,k'; .u«®iBit Aaftf C‘"f,n Bestand? eröffnet. , Don «Ui 25-30. 6 J“*) die (htenntmä 'Unteramts immee mch ,Qna °nqknommen, ba6 eten 30 Doppelwaggons L ®on «nein Auto. ®tab der Butterhändln ' unb schwer verletzt. Et'a1 <£tIun8cnö iTten wurde, erlaubt, Ir? er Karawane wurden en:> erjön(id)en Berteidigur^ e foitidjeibimfl GaneV. ■ günstigen Eindruck. n erwartete während fc. >ns der Türffn. <$ri PatrtMrn r mir einige Scküffc in te lechselt. Bei den Win (her Träger Vorgenommr in. Türkische OsiMN^ >n ihre Pferde zum W ha trat, wie die.Mm iehl an Oberst m«!' 'r, das bis Sestern m Lr eniqe Stunden von.W (erie noch immer Gar ui vergebens, die einhemB legenteil an mehreren Lain Konstantinopel. Das Amtsblatt verorfntiU® äs*w„$ d°r 8«*“J iSnW ‘‘„Se, -» n« 5ig.ro" 6dto '&&£*** Prinr-lAKü Ü sstf » w % ita>ds ^ob, ®li ^ni'1 mtrn w E« ld, bi« “b$er it t «•’ÄÄariS u- ein Signal war nicht gegeben —, tedCtte der Sund auf Änrr, zu seinem Herrn, der nicht ahnen Tonnte, daß das Auto m so ungeheurer Geschwindigkeit fuhr, aber ichon flitzte cs vorbc-. Der Sund querte sofort hinter dem Auto die Chaussee, allem tre l^saloppsprung war es dem Tier nicht möglich, bei dem ratende Tempo des folgenden Autos den gegenüber liegenden Futzgangei weg zu erreichen Ter Sund war vor dem Auto schon ta-: vorbei und es hätte ein tteines Ausweickpm des Autos genüg: um das Unglück zu verhüten. Der Sund war au! der Stellt tot «ei der rasenden Fahrgeschwindigkeit des Autos und de. herrschenden Dunkelheit konnte es dem Fahrer nicht möghd jein, zu überblicken, was sich vor ihm auf der Chaussee zutruo Einer der Fahrer ist bekannt, bezüglich des zweiten sehli noch d, r Name. Es wird höfl. gebeten, baß Passanten, an welchen die Autos vorbeirasten, namentlich aber der Herr, welchei bei dem Unfälle zug^en war und nach Wieseck abbog, ihr. Namm angeben möchten. Wohin soll es führen, wenn ein so rücksichtsloses Fahren iiillschlveigend ged...oet wird? Sier ist es Sache des Publikums, mit dazu beitragen zu helfen, daß derartigen Zustanden gesteueri wird. Ist denn die Straße nur für Autofahrer da unb soll man gezwungen sein, um sein Leben zu hüten, Schutz suchend an ben Bäumen, am Straßengraben l)erzuschleichen? Binder und Hunde, welche beaufsichtigt iverben müssen, bürfen dann schon gor nicht mehr auf bic Straße. Einem Auto, welches nid- 'eilig signalisiert unb 60 unb mehr Kilometer fährt, schließ!m „och um eine Wegbiegimg kommt, kann ein Kind ober älterer Mensch, wenn er auf der Chaussee geht, kaum anSweichen. Ehrensache der Herren Autofahrer — meistens ist es gebilbetes Publikum, welches Auto fährt, — sollte cs sein, sich den Bc ümmungen bet Verordnungen vom 24. September 1906^ unb 3. Februar 1910 mehr anzupassen als es geschieht. Tic. Fahr . -schwmdigkeit ist danach jederzeit so einzurichten, das; ll n alle und Verkehrsstörungen vermieden werden Tic genannte Verordnung schreibt auch vor, daß außerhalb geschlossener Crtoteilc die Fahrgeschwindigkeit, wenn „übersichtliche" Wege befahren werden, nur insoweit erhöht werden darf, als der Führer in der Lage bleibt, unter allen Umständen seinen Dorp heb' •iingen Genüge zu leisten. Auf unübersichtlichen Wegen, ins bosoiidere aber nach Eintritt der Tuntelheit muß langsam und jo vorsichtig gefahren werden, daß bas Fahrzeug nötigenfalls sofort und jcbcniallö guf einer Wegstrecke von fünf Metern zum Salten gebracht werden kann. Frn Falle eines Zusammenstoßes mit Personen ober Sachen bat der 'ührer auch sofort zu hallen und bann nach den Umständen des Falles gebotene öilfe zu leisten. Das tun nun aber die Serren Autofahrer? Sie fahren bei Dunkelheit, wo man auf 20 Meter Entfernung einen Menschen ilcht sieht, mit Schnellzugsaeschwindigkeit selbst auf sehr belebten Straßen und übenahren Tiere, ohne sich um den angerichteten Schaden zu bekümmern. Bel Tunke!heit und einer Fahrgeschwindigkeit von 60 unb mehr Kilomerern die Stunde Tann kein Mensch die Erkennung^ • immer lesen, namentlich nicht, wenn solche nicht beleuchtet ist. Ter Beschädigte kann nun zunächst sehen, wie er den Auto iahrer ermittelt, denn die Polini hat dazu keine Pflicht, weil ^as allzu schnelle Fahren das Totfahren von Tieren ein strafbares Delikt nicht bilden soll. Und nun zum Schlüsse noch die Annahme und Behauptung von Autobesitzern, daß sie berechtigt seien, Tiere, welche frei Unseren Anzeigenkunden zur gefälligen Beachtung Um den größeren Anzeigen für die 5 isrüher Spar» u. Darl-Kassel. Achtung! Änmmtrjäflcr Schwarz enipneblk sickzurBcrtilaung von Natten, Mäusen, Schivabcn, Wanzen u. Ungeziefer jeder Art. Schriftliche Angebote unt. 6411 a. d. Gießener Anzeiger erbeten. Allein-Berkauf: l«”° ■ rr M Emil Koch, Damenfriseur Seltersweg 75. Telephon 767. Westfälische Zechende (Hüttenkokc) Gaskoke Nusskohlen Bestmelierte Anthrazite Unionbriketts Lignitkohlen Holzkohlen Brennholz Gold wert ist ein rosiger, jugendsrische» Hntlltz unb ein reiner, jarter, Idiöner Cclnl Alle, dies erzeugt die edjte Steckenpferd ^ilicnmilch-Scise v. L'rromdnn cl Co , Radebeul Preis a Stück 60 Psg, ferner macht der ^ilienmilch-Orcam Dada rote unb spröde Haut in einer liadjt weih unb lammelwcid) Tube SO Pfg. bei: P. F. Mobs, Carl Scibcl, Emil ftarn. 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Oktober, abends 8Vs Uhr, findet im Saale des Hotel Schütz ein 6412 = Frauen-Vortrag = von Fräulein Margarete Paeffler-Berlin statt. FrauefllßiiieiiJuMilßrliiitoiioii. rtrp. Beliandlimg. Eintritt - nur für Damen - für Mitgl. 20 Psg., für Nichtmitgl. 30Psg. LandiagZiBchl. Freitag, den 20. Oktober d. I., abends Sl/2 Uhr in Steins Garten Redner: Herr Professor Urstadt Herr Pfarrer Korett. Biograph Ab heute: Jeden Donnerstag nachmittag von 4-6 Uhr: 07885 Kaffee Konzert Mein eheml. 13er Husam Wetzlar. Sonntag, den 22. Oktober Versammlung des Vereins Dillenburg u. Umg. Abfahrt mittags geg. 12—12»/« Uhr.