'N onatl ich viertel» • ibrlicb Mk. 2.90: durch Ibbole- il AreeiaHeQen nonotlicb 6b PI.: durch Nr. 215 Erstes Blatt W. Jahrgang Montag, September 19U Trt kleiener Äwjelf« ÄflBf • Tjf' ® GietzenerAnzeiger i=«äi General-Anzeiger für Oberheffen WLckL »""«!«? •« Rotationsbrud und Verlag der vrühl'schen Unio.-Vuch. und Zleindruderet R. Lange. Redattio«. Expedition und vrnckerei: 5»olpratze 7. W--E.Heb'^ü'i bii oorninarl-"VubtC vüdingen: Zernsprecher Nr. 50 Eeschäslrftelle vahnhoiftrahe 16a. tinjeiQtnteil: H. beet. Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. voran die Truerung?erid)eimnigeu gebracht hat. allem die Nachrichten aus >ns ivärtigen Amt idicint die französische Presse endlich auch tn Dem -inne beeinslußt zu werden, daß Zurückhaltung und Mäßigung bei der leigen Spannung am Platze seien Sa Frankreich das größte Interesse daran bat, die Ber- haublungcn bald zu einem Ergebnis kommen zu lassen, ’’ - . ,vi .......- — — .ZL Zk* <1* « Hsk t <4 o ersichtlicher entgegmiehen kann Besonders qilt dies von den Wahlkrei'cn Eschwege-Schmalkalben Witzenhanien uno vomberg- 5rtBlat>3iegenbain, wo dir Bolkevartei mit eigenen Kandwaturrn 'ft blrcitbc uno lebens- überhaupt angängig erscheinen läßt, nach Bedarf zu dieser Nutzung zuzulassen. Dos iiadi Monaten zu berechnende Weidegeld nt nach eigenem Ermessen bis aus ein Tnttel der Tax,ätze zu ermäßigen. Endlich soll im Bedarfsfälle auch den Lbersörstern und Forstselm tzbearnten im lausenden Jahre die Gras- und streu- Französische Nervosität Mehrere französische Zeitungen verzeichnen die Tatsache, hafc die deutsche Jacht „Nordstern" sich in der Nähe dec sranzösischcn Flottenmanöver aufbält. sie führen darüber eine nicht gerade feindselige spräche, sprechen aber ihre Verwüst- derung über eine svaziersahrt aus, die unter den gegenwärtigen Umständen leicht mißverstanden werden könnte nicht lindern, und so wird die Regierung gezwungen sein, ben Agrariern klar zu machen, daß sie ihren Eiaennutz in diesem Falle begraben müssen, sollen nicht rote Wahlen bas Ergebnis einer unzureichenden Aktion der Regierung gegenüber dem Demschland drohenden Notstandsjahr werden. Zur Milderung des in einem großen Teile des Staates durch beträchtlichen Futter- und Streumangel her- vorgerusencn Notstandes hat der „Berliner Korrespondenz" zufolge das preußische Ministerium der Landwirtschaft angeordnet: 3m laufenden Haushaltsjahr sollen Wald st reu aller Art auS den staatssorsten, Torf zu Streuzwecken, Gras und Futter taub an Privatpersonen zu einem Preise abgegeben werben, der auf ein Drittel der Tariätze zuzüglich der etwa auigewendeten Werbungskoften ermäßigt werden kann. Tie Gewährung von Waldnreu nfro. hat sich hauptsächlich auf die Reineren unbemittelten Grundbesitzer und Pächter zu erstrecken. Größere Besitzer und Pächter können joegen der beschränkten Leistungsfähigkeit des Landes nur ausnahmsweise berücksichtigt werden. Ferner wird aus die früher allgemein erteilte 6rmäd>tigung verwiesen, in Nostahrcn die W a l d w e i d c mit einem über die festgesetzte Höchstzahl hinausgehenden Eintrieb von Rindvieh und Schweinen zu gestatten. Das Bich der Waldanwohner ist, soweit die Rücksicht aus die Forstwirtschaft die Ausübung der Waldweide durchzufüttern, zumal da seitdem scststeht, daß auch die Marton'clernle in diesem Fahre eine äußerst geringe zu werden verspricht Ware stc reichlich ausgefallen, so hätte man die gewöhnlichen Futtermittel, sowie das Kraftfutter Teil durch Kartoffeln ersehen können Heute aber Die französische Prefle. Das „Echo de Paris" meldet, daß beide Remerungen> dahin übercingekommen sind, den Meinungsaustausch über Marokko diskret zu behandeln. Ter Minister des Aeußern de seines werde den Sonntag dazu verwenden, da.' deutsche S di r t i t - ft ü ck gemeinsam mit (Smllaur. dem Boischafter Regnault und einigen anderen zu studieren. Das Blan febrabt weiter: Tie Regierung glaubt, daß keine Zeit mehr verloren afiten darr Frankreich hätte mit seinen Zusagen bereits die Grenze de» Möglichen erreicht. Immerhin wäre anzunehmen, daß einige der Bemerkungen v. »liderlen - Wachter in seinem Sinne berücksichtigt werden könnten, doch ist Frankreich keineswegs in der Lage, Konzessionen zu machen, gegen die die anderen AlgeciraSmächte protestieren würden Der „Matin" behauptet, m der französischen Antwort werde gesagt werden, daß der Punkt der deutschen Forderung, in dem Deutschland des andere Privilegien in Marokko verlange, nicht akzeptabel sei, dagegen werde Frankreich sich bereit erklären, alle irgend notwendige Sicherheit dafür zu giben, daß die Handelsgeschäfte, industriellen Unternedinungei, ,ind Berg« Werksarbeiten Deutschlands und der anderen Länder ohne Beschränkung betrieben werden können. Der „Temps" schreibt: Wenn Deutschland au> ie.ne gegen die Interessen anderer Staaten gerichteten sonde^iechte be harrt, so werde Frankreich die deutschen Gegenvorschlüge bekannt geben Tann würde erst recht klar werden, meldKtt zwingenden Grund man in Berlin hatte, jene Vorschläge all vertrauliche zu überreichen. ium -.......... steht es so, baß sich schon setzt ein Anziehen ber Brotpretse nnb Flctschpreise bcutlidi inerten laßt, weil natürlich bte Aussicht auf ein Hinaufschnellen brr Getreidepreisc bte großen Gctreibesirmen veranlaßt, auch ihre Lagervorräte entsprechend höher zu 'bewerten, während bas Anziehens der Flcischpreike, trotzbcm ber Bauer infolge beS Futter mangels sein Viel» reichlich zu Markte treibt, die Fleischer eise also eigentlich sinken müßten, auf bic herrschenbe Naul- nnb Klauenseuche zurückzujühren ist, die das aesunde Vieh verteuert Tic Engros- nnb ^wischenhänbler scheinen nabei nur insoweit beteiligt zu sein, als es sich um das Via ft der .Veräusserung der Getreide- und Biehpreise handelt: keineswegs ist daran zu denken, daß sie betreibe unb Viel, zurückhalten M»b dadurch die jetzige Preissteige ung herbeigeführt haVn sie wären feltyt froh, wenn sie für den Winter genügend große Abschlüsse in Getreide und Vieh machen könnten, unb sind so, da unter den bisher obwaltenden Umstandeii ihre Abschlüsse bedeutend hinter den Vorjahren Zurückbleiben müssen, ihnen also Ausfälle droben, gezwungen, diese schon letzt durch einen einiger- maßen hohen Prozentzulchlag beim Verkauf zu decken. Man wird also für den kommenden Winter mit einer doppelten Verteuerung des Brotes und Fleifches zu rechnen haben, wobei außerdem noch sehr ins Gewicht fällt, daß Kartoffeln und anderes sonst billiges Gemüse ebensalls eine heben tenbe Verteuerung erfahren werben Heues aus Zrankreich. Bon ben heutigen Narolkoinclbungeu interessieren vor s Frankreich. Vom bortigcn aus- ic sranzösischc Presse endlich auch tracht kommen, unb selbst ihre Verwirklichung wirb mit großen Wiberstänben zu rechnen haben So bürste schon ir Zulassung ber Einführung argentinifchen Fleisches in gefrorenem Zustaube, des amerilanischeit Büchsenfleisches unb bic zeitweise Beseitigung bes Systems ber Einsuhr- schcine bent energischen Wiberftanbe der Agrarier begegnen, ganz abgesehen von einer Ermäßigung der Zölle auf Fleisch und Vieh, Futtermittel und Getreide. Cb es der Regierung, wenigstens in den erstgenannten Punkten, gelänge, die Agrarier im Interesse der Allgemeinheit auf ihre Seite zu ziehen, will unS äußerst fraglich erscheinen Mit noch kleineren Mitteln aber läßt sich ber Notstanb Line stürmische SentrumsDerfammlung. Zn einer Zentrum soerfammlung in Lintors 1 Ären« Tüfielbori, wo oer ^Abgeordnete^G runenberg •orad', kam es zu erregten Szenen Temskratiscbe uno sozialdemokratische jtflnti waren tridntnen, um <;t Der Viusiprache zu sprechen Ter Bvrjwenoe erHärtr bet oet E. - öfinung, oic Aussprache sei nur Zentrumsanhängern gestattet. T .c so.wldemokratcn protestierten. Da aber oer Vorsitzende bei fein t nili.irung blieb, verließen je das Loka! Ter . nandldat Breltfcheid bat um oas Bort zu eine, ''n'rage mit bet Begtünbung. daß die Demokraten in Linkori f r t Saal mannichaüen zur Sette steht Am Nachmittag ianb eine >ehr zahlreich briuebte Veriamm- lung unter freiem Himmel statt, zu ber auch viele Frauen er- schientn waren Nack Begrüßungsworien des Umpcriitäiepio- ieiiors Rade hielt Reichslagsabgeordneter F e g t e r eine Rebe über die Bedeutung der näd'ürn Reicktstagswahlen Taren» buhen die ttanbibaten bet Fvnichrililichen Volkspa rtci aus den kur- heifiichen Wahlkreisen Ansprachen Die „Teun'che Tageszeitung" meldet noch au» Pari» Zn dem auswärtigen Amt nahestehenden i reuen wirb versilbert, daß durchaus kein Grund zu der Besürchtung vorlieg«, bau sich die Verhandlungen zerschlagen könnten, wenn .'ucki die Ausarbeitung ber einzelnen Paragraphen de» llfberetnkvmm-n» ssichtlich n o di länger bin neben bürste. aW die» ber ungedulbigen Cessentlichkeil angenehm sein mag "hin erklärt am tbnai b'Criov, daß die aus Londoner C u e l! a stammenden Mitteilungen über den Fnhall der deutschen Gegenvorschläge der Wahrheit nicht entfpnidun. sondern daß es sich lediglich um Kombinationen handelt, bte von untergeordneten, schleckt unterrichteten Politikern betrübten vorgegangen ist uno wo es gelungen ist, wblrcidie 11 kräftige Vereinigungen der iorridmttlubeii Volkspartei zu rufen, so baß den Relchstggskanoidaturen eine erprobt; und verläßliche schar von Vertrar . männern und Agitali »nsh l'c- der NotstandSfrage, die völlig unpolitisch ist, ebenfo einig fein, wie in der nationalen Marokkofrage Verschiedene deutsche Stadtvertretungen und Die HotitanöSDcrfÜQUnQCn der Regierung. Crganisationen haben nun der Regierung Vorschläge unter .. ...k.h, ,hren breitet, die den schon jetzt herrschenden und sich zweifellos m " lOrtlb Ulfleni. Ztg teilt nun enbl di^i norf) oerfchärfenbcn Notstanb, wenn nnd> nicht beben, so Ä I doch wenigstens lindern können 3n der bevorstehenden tinzielt, de*e L erteilerm.g b> 1 oti. » J , Sitzung des preußischen StaatSmiinsteriums soll über diese, lommenden Winter nach Kranen zu begegnen, einer ..l^ bic nn Qanbroirtid)flft»mimftenum selbst er mitai, bi* einmal t»urd» bic xurre bei ju (Snbe |V0Afnfn Möglichkeiten hinsichtlich ihrer Aussührbarkeit sommers uiil> (obann durch tue in ^dlreichen egenden Zweckmäßigkeit Beschluß gefaßt werden, nachdem der unter dem vielt an »gebrochene Maul- uiib Maifer selbst sich in Stettin für bic Abhilfe bes Notstanbes veranlaßt tu Zwar hatten bic eingesetzt hat Eine große Wirkung auf bic Lebensmittel- l-on vor einiger Zeit den Tarif fÜr Fntter- tcu«r*l» ,^rb man sich aber von ben Beschlüssen bes preußi- mitteltrachten sur bic Zeil: vorn ' J’ ’ scheu Staatsministcriums, bas hier nur ben anberen bunbcs- HO. Funi LH2 um .»O Prozent herabgesetzt, um e. durch! Reaierunacn vorausgeht, kaum versprechen Bezug relativ billiger Fiittermitlkl bem '^"dmann^" er- rönncn T(mn f> iinb nur kleine Mittel, bic hier in Be- möglichen, nicht schon ictzt an bic überaus fparnchen Futter-1 - - mittel Herangehen unb so seinen Viehbestanb vorzeitig ver- minbern zu müssen. Fn einzelnen Bundesstaaten ist eS auch dem Landmann sreigeftellt, sich auS den staatlichen Wäldern streu unb bcrglcichen zu holen, um bas in Gestalt von Häcksel zur Winterfütterung bienende Stroh mehr als früher venvenden zu können. Aber mit diesen Mitteln eil lein ist der Landmann nicht imstande, sein Vieh den Winter Folgen einer Schnlrebe. Berlin, 9. Sept. Zn der Nachbargemeinde F r i c b- rickshagen kam es heute zu einem R u n auf bic Kreis fparkasse. Die Erregung ber Einwohner miifFr baburct» hervorgerusen, baß geiler» ein Lehrer im Ge- chicktsunterricht über bic Marokkofragc gc - P r o di e ii halte, die Kinde. abei verstanden unb burdi falsche Wiebcrgabe zu abenteuerlichen Kriegsgcrüchteii Anlaß gaben Belgien und Holland. Aus Brüssel und Amsterdam laufen Meldungen ein, welche versichern, daß beide Staaten ihre Rüstungen forrienrn, um »ich tir alle Eveniualitäten sicher zu stellen Es heißt weiter, daß wischen Belgien nnb Lolland cm lirbereinfommen gegenteiliger Hilfeleistung im Kriegsfälle bestehe Paris, 10. Sept Ter belgische Ministerpräsident de Broaucvrlle stattete dem M i n i st e r p r a s» o c n- ten (£ a i 11 a ur einen Besuch ab, in denen Verlaufe er dem Wunsche Belgiens nach guten Handelsbeziehungen mit Frankreich Ausdruck gab MiniNcrvräiident Eaillam er widerte, daß dieser Wunsch auch von Frankreicki geteilt werde und daß die französische Regierung in dieser Hinsicht vorn beste n Willen bejeelt sei.. Kämpfe ber Spanier Madrid, 9. Sept. Der Marincministcr erhielt von Melilla em Telegramm, nach ivelchem eine feindliche Abteilung bei Tagesanbruch die spanische Vorhut o n g ejj i i i i c ii habe: der Kampf bauerte ben ganzen Tag. schließlich wurde der Feind mit großen Verlusten j nrüdg<-«(plagen; bic Verluste der Spanier imb gerinn Gegen Ende des Uampfcs wurden zwei Dörier bei Albucemas, in welchem bic Stämme wohnen, die die Abteilung bildeten, bombardiert. Kuri)cf|if(t)er Parteitag öer$ort|d)rittlid)cnDolfspartei Wir entnehmen einem Bericht der „Frki Ztg " iolgenves: Ziegenhain, 10 Sept Ter heute hier unter Vorsitz des UntDeriitatdproienor« Rade aus Marburg abgehobene kur- hefslsche Parteitag der FortschiittUchen Volkspartei wies aus «ämt- Uchen acht RrichstagSwablkienen eine überaus zahlreiche Bei nung au». Es konnte ieNgkstellt werden, baß es gelungen ist, zu einer Einigung bes Griamtliberalismus zu kommen, so oast man Sen ?n Reichstagswablen in c So darf man fick» in Deutschland aus einen allgemeinen Notstand gefaßt machen, wie er in den letzten Jahrzehnten, . . irolibcm ivti hi oitcr über Verteuerung der notrociibigücn emnatme gegen ein Drittel bet Tas preise unb die vollen Wer Lebensmittel zu Nagen hatten, nicht vorgekommen ist und bungskonen, ialls solche aus der Forstkaise gezahlt find, in ben iur in ben sogcnaniuei, „Hungersalxren" früherer Jahr- für Noti.ahrc festgelegten Grenzen gestaltet werden. Desgle.d>cn 'Unrnfkic i in bet Denn da-> ist sa gerade kann dielen Beamten unter ben'elben Voraus,etzungCN die Wald hunderte ctne Wallclc linbct. oa» in ja geforstwirtsckiastlich überhaupt zuläsua m, gegen bae« l.eruoriicciicnbe bet bei jept tn X^t^lanb herTOcjWen I „ TdUfl bcr Tajiäbc Qud) hir rinzelnc Monate gestattet werden Lage, da« and« bte ubrtaen europaischttt Länder, owett fie ?ip ^orbd AUgcni Ztg " schreibt u a . roie Cesterrcich-Ungarn, Ruylanb unb ,>raiikretm, überhaupt l f^vt zu hosseu, daß es dem einmütigen, uneigennuinger in Betradit kommen, unter ber gleichen, ia, vielleicht uod» l ßujammfnlvirfcn aller berrnenen staatlichen und volkswirtschait gesteigerten Kalamität zu leiden haben, stc haben an l gelingt, dem Lande über die Folgen dieses Verhängnis- Getreide unb Vieh absolut nichts auszusiilrreti, fo bag sich I vollen sommers bmrocgiubclfcn Wu bedauern, balj hier öamit die Frage, ob durch zeitweise Aushebung unserer und da versucht wird, die durch ein elementare? Er Einfuhrzölle Remedur aeschaiscn werden könnte, von selbst eigms Hetvotgerusene Not, b,e zunächst bte lanbwiNfchaitltchen «leMat öüchftene tonnte man l)icr an eine '.'tnihebung 'l'roeusemen ui ben unter ber lürre labenben Sanbeeieiten tnm, .rtiDigt X-Qanieno loinu / «ereintaten Staaten abu auch icbem .Voushalt bureb Verteuerung der Lebensmittel der Einfuhrzölle z. B. stcao iiber den Vereinigen^owren Bekämpfung unserer Winschafts üancwa und Australien drillen, doch hatte^auch dc^ wcmg,^^^.^ auj.uo|j(n Wie wenig inner nnmchans Zweck, da iid, die Ausfuhr^ am.' diesen Staaten nu, atte poiitiid.es svstem für ben gegenwärtigen Notstanb verantwortlich notleidenden europaifdien Staaten verteilen wuroe, ^uo I gCmß(j.t werben kann, zeigt am betten bic Tatfache, daß sich io zwar jedes Land etwas, aber durchaus itnjurcidictwe-.’ öir &fr ungewöhnlichen fiimahichcn Erscheinungen dieses erhielte und dieses noch mit einem Rückgang unserer Zoll-1 Fai res mit gleicher unb größerer Härte auch b a geltend cinnahmen erkauft werden müßte. Wer also die absolute machen, wo bic Wirtschaftspolitik auf anderer 'luihebuna der Getreide unb Vieheinfuhrzölle verlangt, Grundlage beruht. hin Zit schwerlich der wirklichen Linderung des Not- Tiefe Ausruhrungen gehen auch bic „Frank, Ztg. an, stanbes e verfolgt nur agitatorische Specke in ^infitht bte am Freitag einen sehr oberflächlichen Leitartikel über Äie tommenben «cidiatagamaNen, indem er gegen uniert- .........——.....- -"raAt >"» Lchutzzollsystcm Sturm zu laufen sucht, ^enn nuht dieses ist an ber letzigcn Notlage schuld, sondern nur elementare Ereignisse, wenn man sim auch hinsichtlich der Grenzwerte darüber wundern muß, daß tror.itcm die Maul und Klauen- jeudic unter dem den:,dien Viehbestände ausbrecken konnte. ES stehl scst, daß bei diese» Verhältnissen vor allem der Bauernstand und i?t weil höherem Maße die Konsumcn- len der am wenigsten bemitlelten Kreise leiden muiien, iLseäd^dÜrchSe-ÄeigcnITcutfAc Segiemng imt größtem Wbrud lila'meinen Zeitung" deutlich ertcnuen laßt, ,edenialls das 'o"nungsirenbe auiTommen lasten. red ^l Bestrcst eine Notfrandsattion emzuletten. bei Chne amtliche fr-nzosifch- ^rtlamnfl. rtölidnie viureoen, i anzudeuten scheint, Paris, 10. -epi Ttf Ägence Hovas vcroncntliLt ivl- ber, rote das Jort „uni^ge V g ' . werben genbe Note: T.e bcuucken Gegenvorichlag e über Marokko auch die Interessen du A<\xaxKY nid|t « djon . gtflcrn abend angekommen itc roenen gcroine Fragen gründ- Uni jo weniger hatten, tue nn hielte sich bestätigt, auo t , . A .,^tur au' nnb eriorbem eine ernnbane unb emgehenbe wenigen noch vorhandenen ^rethcuidler unter den Lide- ' raleii und bic Sozialdemorrateil Veianlastung, aus Dir xVcl) Mribungcn vcndjiebcnct Blattcr werden ? r Mminer ftiacn Notfrand-'-Mlsere varteipolilisches kapital zu äußeren unb ber Minl'terpräiwent itdi bereits am Dienstag idnlaacn unb wenn die Regierung aus den oben angewhr ^;mitenat mit der Angriegknlx: ber brunchen genvor ?n Stiölti« . W initen einer tfren5öifnung nriberflrebt, i(Wä8e Es macht in» ber Chnbrutf «ekrnb. o«n eine gegen jie mobil zu machen. TaS beundje Voll sollte mlGinigung tuftanbe !»«■« >"». erhalten. Sofort ertönten Rufe: Raus! Hausfriedensbruch! Als der demokratische P^teisekretär nochmals versuchte, mit dem Hinweis auf die Billigkeilsgründe das Zugeständnis der Redefreiheit zu erlangen, stürzten sich zahlreiche Zentrumsanhänger auf ihn und Mißhandelten ihn. Die Naisermanöver. Neustrelitz, 10. Sept. Die hiesige Residenz steht seit heute im Zeichen des Kui s er m a n ö v e r s. Im Laufe des Tages trafen hier ein die Generalfeldmarschällc Graf v. Häseler und v. Boek und Polach, der rusische Generalmajor v. Tatischtschew, attachiert der Person des Kaisers. In der Residenz nahmen Wohnung Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg, Regent von Braunschweig, der Großher- zog von Mecklenburg-Schwerin und Herzog Paul Friedrich zu Mecklenburg. Heilte abend fand Galatafel statt. Schloß Boitzenburg, 10. Sept. Der Kaiser ist heute nachmittag 6 Uhr 10 Min. im Automobil hier eingetroffen. Er wurde vom Grafen Arnim empfangen. Der Ort ist festlich geschmückt. Der Stöötefag in Posen. Posen, 10. Sept. Ten geschäftlichen Verhandlungen des Städtetages, die heute mit einem Bericht über die Kredit- verhältnisse der deutschen Städte beginnen, während der nächste Punkt der Tagesordnung die Stellungnahme zur Frage der Arbeitslosenversicherung betrifft, ging gestern ein Be- grüßungsabend voraus, zu dem sich ungefähr 500 Delegierte und Gäste eingefunden hatten Neue Nachrichten aus Persien. Da der Mortimer Sardar Arschad nicht mehr unter den Lebenden weilt, ist es für Rußland eine Kleinigkeit, sich aus der Bloßstellung herauszuredeu: Wie die Petersburger Telegraphenagentur erfährt, ist die durch das Reuterschc Bureau verbreitete Aeußerung von Sardar Arschad über die Besprechungen, die er angeblich mit dem russischen Botschafter in Wien gehabt hat, erfunden. Ter Botschafter sah weder Sardar Arschad noch den Exschah und tat keinerlei Aeußerungen ihnen gegenüber. Heute wird von einer neuen Niederlage der Regierungstruppen berichtet; es handelt sich aber wahrscheinlich um die schon am Samstag von uns erwähnte: Te h er a n, 10. Sept. Einem Telegramm aus Ku m zufolge brachte Salared Dauleh dem Vachtiarenführer Emir Mufakam eine schwere Niederlage bei. Ter Emir zog sich auf Sultanabad zurück, wo er vom Serdar Zafar ausgenommen wurde. Aus fteikn. Die LandtagsWahl in Großen-Linden- H-eu chelheirn. Man schreibt uns: In der anrSonntag in Gießen sehr zahlreich besuchten Vertrauensmänner-Ver- sammlung wurde für den Landtagswahlkreis Großen-Linden-Heuch elh eim der seitherige Abg"- ovdnete Bürgermeister Leun-Großen-Linden als Kandidat der deutsch-sozialen und der christlich- sozialen Partei einstimmig aufgestellt. Deutsches Resch. In Berlin vereinigte am gestrigen Sonntag ein Be- !grÄßungsabend am Vorabend des 3. intern ationalenKon- gresses für Säuglingsschuh den größten Teil der Kongreßteilnehmer mit ihren Damen in der Wandelhalle des Reichstagsgebäudes. Um das internationale Verständnis zu erleichtern, trugen französisch sprechende^ Deutsche eine blaue und englisch sprechende eine gelbe Schleife, während die grüne Fahne dem italienischen Idiom galt. Gegen die große Dürre wurde mit Genehmigung des Erzbischöflichen Vikariats in Köln die Reliquie des Heiligen Severin zur Verehrung ausgesetzt. Es wird bekannt gemacht, daß in früheren Zeiten bei Mißernten erwiesenermaßen hierdurch Hilfe gebracht wurde. Ausland. Das französische Budget für 1912 sieht für Militärflubwesen eine Gesamtausgabe im Betrage von 17 Millionen Franken vor. Das russische Kaiserpaar, der Thronfolger, die Großfürstinnen und Töchter sind zur Enthüllung des Denkmals Alexanders II. nach Kiew abgereist. Auf der Baltischen Werft lief am Samstag vormittag in Anwesenheit des Kaisers, der Großfürstinnen Maria Pawlowna und Helena Wladimirowna, des Großfürsten Nikolaus Nikolajewitsch und mehrerer Minister der dritte russische Dreadnought vom Stapel. Er erhielt den Namen „Petropawlowsk". Die Größe, Geschwindigkeit und Armierung stimmen mit denen von „Se- bastopol" überein. Das russische Kriegsministerium erwarb zwölf neue Flugschiffe ausländischer Systeme. Wie die Petersburger Telegraphenagentur erfährt, ist die durch das Reutersche Bureau verbreitete Aeußerung von Sardar Arschad über die Besprechungen, die er angeblich mit dem russischen Botschafter in Wien gehabt hat, erfunden. Der Botschafter sah weder Sardar Arschad noch den Exschah und tat keinerlei Aeußerungen ihnen gegenüber. Das Gesuch des russischen Ministers des Aeußern Sasso- now um Verlängerung seines Urlaubs bis zum Frühjahre tinrtbe vom Zaren genehmigt. In Roubaix begannen am Samstag abend wiederum Unruhen. Die Lage wurde immer bedrohlicher. 'Die Menge bewarf die Truppen mit Steinen, baute Barrikaden und spannte Drähte über die Straßen. Mehrere Soldaten wurden verwundet. Es wurden acht Verhaftungen vorgenommen. Aus Täbris wird gemeldet: Der Endjumen bekam aus Teheran von Morgan Schuster siebzigtausend Tomans für den Kampf gegen den Exschah. Hier wird die Sache des Exschahs für verloren gehalten. Es geht das Gerücht, daß die Karadjadag-Fürften Sckmdja ed Danley verlassen haben Aus Stadt und Land. Gießen, 11. September 1911. Der schulentlassenen Jugend wendet der Rhein-Mainische Verband für Volksbildung (Geschäftsstelle Frankfurt a. M., Stiftstraße 32) stärker als seither seine Aufmerksamkeit zu. In der Erkenntnis, daß junge Burschen und junge Mädchen fast noch mehr als Erwachsene «eifrige Anregung und edle Erholung notwendig haben, stellt der Verband seine Hilfsmittel (Rednervermittlung, Diapositive und Lichtbilderapparate, musikalische Kräfte, Verbandstheater, Wanderbibliotheken, sowie seine „Handbibliothek für Vereinsleiter") in weitestem Umfange auch für die Jugendarbeit zur Verfügung Der Verband, der auf dem Boden politischer und religiöser Nnrtralitat steht, erstrebt auch in der Jugendarbeit lediglich die Festigung des Charakters, die Weckung von Be- geisterungsfähiykeit und Menschenliebe, die Anregung zu möglichst selbstandigein klarem Denken; jede Beeinflussuna der Jugend im Interesse einer politischen oder konfessionellen Memung liegt ihm fern. Wie der Verband dieses 'bi o l f, Der Groß« ein Itijäliiißct Slnccl)t von hier gebracht, dem Gemeinderechners Heinrich durch einen Schlag ichwer verletzte. FC. Bad Salzhausen, 10. Sept. Hl int' wurde ein Pferd deS gegen den Kopf Die Gießen e r I MliS i eim inm MSZ Äs* ..Pflaster des Z-chr Übertrag- △ Kirch' batte gerade au wf benWn vid sofort toU M. O f.s e r | ftrsierte seit > der 56jährige Folgen von s L°lgth°b-ns Keilte deshalb I Feigel am 12- Ltockhiebe auf halb, lveil er bi als sie ihn aus zvei alte aebreb el hat übrige mit Liebesantr einen Liebesbri infolge von ztr Kerben tonnte, isl infolge eines «folgt, wie Di beten. Infolge gegeben und h und Znstallateu nehmerorganisa: band abgeschloss bis 1. April 191 von 3 Pfg. unt wöchentlich, auf Brie folgt fchg im 2. HMat unter 40, vor ! über 23 Jahr nicht unter 5 tag mittag h gestimmt. Ai genommen. IM. Offei Schwimmbe Verletzunge noch gejtern ab. falls $mete $ N täd)(ubm a Michkeiten b. Mainz langte die Kun abend im Schl Anordnungen < Schloßwr auf? Mainz rein nr Il Mdigung der H Grunde war d Wdein Eintreffen kj bm Schlosse ge, si -baude geflag- ' '/.^chlffe auf '"ßherzvg im ’ 71h Uhr je» 78 Gedeck • bevorstehende i P Anfang nc |m um 8y, W der Abfahrt Bammelt die h iNtte. Am Kn, KffÄ - KL11.' ^d die । Monn be§ q Hl feto Inders i- „0 fei* Ä®*' IM? I ükaB LNt Programm inmitten der bestehenden, pond|d)cn uno religiösen Jugendgruppen, und teilweise in Verbindung mit diesen durchzuführen gedenkt, geht aus einer Broschüre von Pfarrer Küster, Höchst a. M., über „Jugendpflege" hervor, die demnächst erscheint. ** Lehrerpersonalien. Uebertrag'en wurde dem Lehrer Wilh. Baußemann zu Ehringshausen eine Lehreritelle an der evang. Schule zu Hofheuu (Kr. Bensheim); dem Lehrer Martin Geißler zu Beuern eine Lehrerstelle an bei Gemeindeschule zu Watzenborn-Lteinberg; dem Schulamts- aspiranten Rob. Hase mann aus Kaiserslautern eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gau-Heppenheim. — Bestätigt wurde der van dem Fürsten zu Stolberg-Werni«erode- Gedern auf die erledigte erste Lehreri'telle an der Gemeindeschule zu Usenborn präsentierte Lehrer Friedrich Wilhelm )JZ e i n i n g e r zu Bernssel b. • • Bon b er Gendarmerie. Gendarmerie - Wachtmeister Daum der Station Lich ist vom 1. Oktober ab nach Ruppertenrod versetzt Genbaimerie - Wuchtmeiller Webe, von der Station Gießen wirb am 1. Oktober als StatiouS- rührer nach Lich versetzt. ** Volksschullehrer als Militär-Krankenwärter der Ersatzreserve. Seit einig 'n Jahren wurden Einj.-Freiwillrge, besonders Votksfchuli'ehrer, die der Ersatzreserve überwiesen worden waren, zu mehrwöchigen Hebungen als Militärkrankenwärter eingezogen. Nach dem „Sckulboten für Hessen" soll das in Zukunft nicht mehr geschehen. Die Militärkommission des Hess. Landeslehrer- vercins teilt darüber mit: „Wie von kompetenter Seite mitgeteilt wird, hat der KriegZm!nister eine Verordnung erlassen, wonach Einjährig-Freiwillige überhaupt, ebenso als Staatseinjahrige dienende Lehrer nicht mehr in der Ersatzreserve herangezoaeu werden dürfen. Soweit solche Personen noch in der Ersatz-Reserve stehen, ist von einer Heranziehung zu Uebungen abzusehen." ' ** Die öffentliche Versammlung des Motor-Klubs Gießen (des Allgemeinen deutschen Auio mobil-Klubs) war nicht so rege besucht, wie man eigentlich erwarten hätte müssen. 'Sie wurde von dem Vorsrtzen- den, Herrn W. Do et er, eröffnet unb Chemiker Teich man n legte in sachlicher Wei,e dar, wie der Unfall des Herrn Kronenberg bei Marburg zustande gekommen sei. Man faßte auf Grund des Vortrags nach Schluß eine Entschließung, im allgemeinen darauf einzuwirken, daß bei Eisenbahn-Uebergängen die Schranken weiter von den Schienen entfernt sein müßten. Weiter wurde das Eingesandt vom Samstag über die Staubvlage besprochen. Ferner wurde angeregt, daß die zur Reichssteuer gestempelten Einnahmen aus der Besteuerung der Autos zur bundesstaatlichen Steuer umzuwandeln sei und in jedem Bundesstaat die Einnahmen je nach Frequenz auf die einzelnen Provinzen verteilt würden, nut dem ausdrücklichen Hinweis, »daß diese Einkünfte nur für den Wegbau verwendet werden dürften. Nachdem der Vorsitzende noch einmal den Zweck des Zusammenhaltens der Automobilisten und Motorradfahrer in einem gemeinsamen Klub schilderte, wurde, die Versammlung geschlossen. ” Marokko-Versammlung. Die bereits angefün- bigte Versammlung, in ber Prioatdozent Dr A. Wirth- München über „Marokko, eine deutsche Macht- und Ehrensrage", sprechen wirb, findet am Montag, 25. b. Mts. in Steins Garten hier statt. • • Selbstmorb. In seiner Wohnung erschoß sich heute morgen ein hier bediensteter unverheirateter Kutscher. • • Verhaftung in ber Nenbeler Mordaffäre. Wie uns mitgeteilt würbe, ist im Zusammenhang mit ber Nenbeler Morbaffäre ein gewißer Hch. Müller von Nieber- Dorfelben verhaftet worben. M. soll mit dem Gunberlocb öfters zusammen gewesen sein unb auch in ber Morbnacht die Autofahrt von Hanau nach Nieber-Dorfelben mitgemachl haben. ** Gewitter und Regen. Am Samstag nachmittag und abend entluden sich fortgesetzt schwere Gewitter über unserer Gegend, die neben einem erheblichen Sturm heftige Niederschläge brachten. "Da das Gemüse teuer wird und gegen das Frühjahr hin noch nicht bageroefenc Preise erzielen bürste, sollten Gartenbesitzer noch fleißig Grünkohl an bau en'. Die Anpflanzung bieser als schmackhaftes Wintergemüse ge- schätzten Kohlart ist ber anbauernben Trockenheit wegen vielfach versäumt worben. Das Versäumte läßt sich aber noch teilweise nachholen, benn Grünkohlpflanzen werben nicht ime anbere Gemüsesetzlinge überftänbig und wachsen trotz ber Trockenheit sehr leicht an, wenn man vor dem Setzen jedes Pflanzenloch voll Wasier gießt. Im September gepflanzter Grünkohl bleibt zwar kleiner als der früh angebaute, er wird aber zarter als dieser unb gibt einen lohnenden Ertrag. Landkreis Gießen. — Lich, 11. Sept. Gegen 5 Uhr nachmittags kam gestern über unsere Stadt ein heftiges Gewitter, bei dem ein Blitzstrahl den Schornstein des Friedrich Uhl so beschädigt, daß der Schornstein sofort außgebeffert werden mußte. b. Reinyardshain, 10. Sept. Bei dem am Samstag gegen Abend entstandenen Gewitter schlug der Blitz tn die Ho fr eite des hiesigen Landwirts Hch. Spränge l. Das Dach des Wohnhauses sowie die nebenstehende Lcheuer wurden von dem Feuer vollständig vernichtet. Sämtliches Heu, Stroh, Grummet und einige fast neue landwirtschaftliche Maschinen, die sich in ihr befanden, verbrannten mit. Kreis Büdingen. X Gelnhaar, 10. Sept. Gestern, gegen 4 Uhr nach- mittag§, türmten sich ganz unerwartet von drei Seiten mächtige Gewitterwolken in der Umgebung des Ortes auf- seit Wochen war kein Tropfen Regen gefallen, man hoffte ' endlich auf ergiebigen Regen. Der Regen trat auch ein ' aber schon nach einigen heftigen elektrischen Entladungen l zündete ein Blitzstrahl. Die Scheuer des Otto Bel- i ling er stand im Augenblick in hellen Flammen. Die i ganzen ungedroschenen Früchte verbrannten. Der Be- • trvftene ist nicht versichert und erleidet großen Schaden < Das Feuer konnte weaeii Wassermangels nicht gedämpft werden; die vorbeifließende Bleichenbach war fast trocken : nur zwei Brunnen in der Nähe gaben Wasser. Zwei ' kleinere Gebäude mußten niedergerissen werden, damit das Feuer nicht auf die Nachbarhosreiten üb ergreifen konnte ' Das Vieh wurde gerettet. — Auch im benachbarten Kefen- j rob zündete der Blitz, mehrere Gebäude, Häuser und i Scheunen brannten nieder. Herzog und die Großherzogin von Hessen und der Fürst zu Solms-Hohcn-Solms-Lich werden hier am 24. Sept, der Feier der Grundsteinlegung zum ersten deutschen Kaufmannserholungsheim beiwohnen. Kreis Alsfeld. § Ruppertenrod, 10. Sept. Nach drei Tagen heißen Sommerwetters entluden sich gestern mehrere Gewitter über unserer Gemarkung. Dem ersten Gewitter, das von Norden kam, ging ein orkanartiger Sturm voraus. Der Staub wirbelte so dicht durch die Lust, daß der Tag sich verfinsterte. Hier fand gerade die Gemeinde-Obstversteige- rung statt. Der Sturm schüttelte eine Menge Obst von den Bäumen, riß Aeste ab und stürzte Bäume um. Die elektrischen Entladungen der Gewitter waren so stark wie im Hochsommer Die Regenmengen, die sielen, waren nicht reichlich. Die Gewckter dauerten die Nacht hindurch. Heute blaut der Himmel wieder. Kreis Lauterbach. ** Obstbau im hohen Vogelsberg. Die Leser dürfte es interessieren, zu hören, daß in dem 430 Meter über Meereshöl)e gelegenen Bergstädtchen H er b stein nicht nur die gewöhnlichen Obstsorten bei rationeller Pflege noch gut fortkommen, sondern sogar Aprikosen und Pfirlich e; letztere allerdings z. Zt. nur als Spalierobst an der Südseite des 1902 neuerbauten evang. Pfarr- und Schulhauses: Der jetzige Inhaber, Pfarrer Zinn, ein großer Obstfreund und dankbarer Schüler der Friedberger Obftbauschule, pflanzte versuchsweise in den Jahren 1903 und 1904 etwa 60 vermiedene Obstsorten, meistens Zwergobst, die sich fast durchgehend aufs beste bewährten. Darunter befinden sich auch eine großfrüchtige Aprikoss (von Nancy) und drei Palmetten von Ede lpfirsichen 'Frühe Amsden, Frühe Rivers und Königin der Obstgärten). Die Spaliere wurden in tief rayotten unb braisierten Boden gepflanzt und nach allen Regeln ber Obstbaukunst gepflegt, lieber Erwarten gut haben sie bie ihnen zuteil gewordene Pflege gelohnt. Sie zeigen tadellos gesunden nud kräftigen Wuchs und liefern schon 4—5 Jahre lang regelmäßige Ernten von Früchten in solcher Menge und, was Aussehen, Größe und Wohlgeschmack anlangt, von so vorzüglicher Beschaffenheit, wie man sie im Rheingau und an der Bergstraße nicht schöner zu sehen unbi nicht saftiger und aromatischer zu genießen bekommt. Während sonst hier die frühesten Pfirsiche (Amsden) zwischen dem 12. und 15. August ihre ersten reisen .Früchte zeitigten, konnten in diesem ungewöhnlich heißen Sommer schon am 25. Juli die ersten vollkommen reifen Pfirsiche gepflückt werden. Auch bei den anderen Sorten ist die Reifezeit dieses Jahr drei Wochen früher als sonst. Wir bemerken noch, daß die Pfirsichspaliere früher des Winters mit Fichtenreisig und Packleinen bedeckt wurden, aber im letzten Winter blieben sie unbedeckt, und auch künftig will man von Bedeckung absehen, weil man die Erfahrung gemacht hat, daß unbedeckt gebliebene Partien der Spaliere sich gerade so gut winterten als bedeckte. Man sieht also, daß unser Vogelsberg lange nicht so schlimm ist wie fein 9igif und daß auch in den höchsten Bergen noch das Land dem seine Genüge gibt, der es mit Siebe unb Sorgfalt bebaut. Unb wenn wir auch nicht jedem an jedem Ort raten wollen, Pfirsiche zu pflanzen, so doch Aepfel unb Birnen in bekannten und bewährten Sorten und auch neueren und edleren Sorten gegenüber nicht allzu ängstlich zu sein. Setzt man den richtigen Baum an den richtigen Platz und pflegt ihn richtig, dann gilt auch für den hohen Vogelsberg noch oer alte Pomologenspruch; Hast du einen Raum, Pflanz' einen Baum, Und pflege sein; Er bringt dir's ein. ~ Lauterbach, 10. Sept. Gestern nachmittag zog über die hiesigen Fluren ein schweres Unwetter, das mit einem orkanartigen Sturm einsetzte und von starken elektrischen Entlaoungen begleitet war. Tie auf dem Felde überraschten Landwirte eilten entsetzt nach Hause. In den meisten Häusern mußten wegen der eingetretenen Dunkelheit die Lichter anaezündet werben. Der nach bem Sturm niebergegangene Regen fiel aber nur sehr spärlich unb erst die folgende Nacht, in der noch verschiedene schwere Gewitter aufzoaen, brachte den lechzenden Fluren nach monatelanger Pause wieder einen erquickenden Regen. Leider hat der Sturm erheblichen Schaden an den Obstbäumen angerichtet und vieles unreife Obst unb Aeste abgeschlagen. Durch ben Blitz würbe an den elektrischen' Leitungen verschiedener Schaden verursacht. Kreis Schotten. n. Ober-Seibertenrod, 9. Sept. Bei dem heute nachmittag auSgebrochenen Gewitter schlug der Blitz in die Scheuer des Landwirts Siehr ein, ohne zu zünden. Das erst kürzlich errichtete Gebäude ist sehr beschädigt. Kreis Friedberg. rm. Bad-Nauheim, 10. Sept. Ter Verband der hessischen Verkehrsvereine hielt heute hier eine Sitzung ab, zu der zahlreiche hessische Städte ihre Vertreter geschickt hatten. Als Gäste waren anwesend Kreisrat Schliephake, Kurdlrektor v. Frankenberg, Bürgermeister Tr. Kayser und eine Anzahl Stadtverordnete. In der Verhandlung wurde zunächst über Bild- | schmuck in den Eisenbahn zügeu verhandelt; es wurde ein Antrag Bad-Nauheim angenommen, die Beteiligung den einzelnes Vereinen zu überlassen, über Form und Ausführung ist eme Einigung mit der Eisenbahnbehörde herbeizuführen. Die Dioramenausstellung in Berlin, die von den deutschen Verkehrsvereinen veranstaltet ist, soll, soweit sie Hessen betrifft, im nächsten Frühjahr in Bad-Nauheim zur Ausstellung wmmen. Wegen des Kostenpunktes soll noch mit der hessischen Regierung verhandelt werden, lieber die Angebote der Illustrierten Zeitung, lotoie des Reclam-Universurn, eine Hessen-Nummer herauszugeben, wurde zunächst Beschluß nicht gefaßt. x Ba d-N au h e i m , 9. Sept. Im Kurhaus wird am Dienstag Dr. Martin, der durch die Herausgabe einer grundlegenden „Geschichte des Badewesens" sich verdient gemacht hat, einen Vortrag über „Deutsches Bade wesen in vergangenen Tagen" mit Lichtbildern nach alten Originalen zugunsten des hiesigen Heimatvereins halten. — Der Aerrteverein beabsichtigt, dem ersten hiesigen Badearzt, Dr. Bode, eine Gedenktafel zu widmen. -l- Butzbach, 9. Sept. Gemeinderatssitzung vom 8. September. Dem im Ortsbauplanentwurf, betreffend den Teil südlich und westlich der Taunusstraße; hier I. Parallelstraße zur Kaiserstraße, eingczeichneten Straßenzug zwischen der Hochweiseler- und Tcrunusstraße m-o-n wurde zugestimmt. Bezüglich des Geländes zwischen Mainweser-Bahn—Niederweiseler unb Griebler Straße ist der Gemeinderat damit einverstanden, daß bie Kleine Wendelgasse in die Niederweiseler Straße nach bat un Ortsbauplanentwurf eingezeichneten Siniai eüunündet. Bei-' ein es Uhr Zollverein. Ihr»/« Wein- und Ob#tpre**en mit Differential-Hebeldruckwerk Hydraulische Keltern Trauben- und ObstmBhlen Illustrierte Kaulore rratia n. franko! ke11 Amtlicher Wetterbericht. Oeffentl iche Wetterdienststelle Gießen. WelterauSstchten in dellen nm Dienstag, den 12. Eeptbr. 1911: Leicht bewölkt, meist trocken, tag» warm, nacht» kühl. ^Ju rwn Amöneburg, daS dem Herbfeuer zu nahe gekommen war und entsetzlich« Brandwunden erlitten hatte. /\ ’-hJallou, 8. £epi. In Gegenwart deS Landrat» Dr Daniel» nnö des llrei-schulin pektorS Mödn wurde der 3chnlhan«-Nen bau seiner Bennnmunq übergeben. Tie wtttiche Schute, die die größte im Kreise ist. enthält in drei Stockwerken sieben Helle geräumige Lehrsäle, zwei Lehrer- 'vodnunqen, im Erdgeschoß die Ienlroldauipsheiznng und Badegelegenheit mit 6 Duschen. Tie Kosten sind auf 75 000 Pck. berechnet. W Homburg v. d. Höhe, 9. Sept. In der heutigen llreiStagsitzung wurde da» vom KreiSauSschuß durch öerrn Landral v. Marx oorgelegte Projekt einer ein- chienigen Echertbahn, die Homburg und Königstein verbinden soll, mit 13 gegen 8 Stimmen angenommen. DÜCHSCHER & (£ Eleenyies-erel und Ma»chlaeafabrik In Hecker Rahnhof D. Grossh. Luxemburg. — Im deutschen l nachmitlag W Unwetter, dr und von sta^ ie aus dem i Hause. ■tretenen tu* nach dem chr ipärluj^ lchiedene ia -lum^ idettbtit ST n an 5 r uni» * den elektrisch« t Einkochapparate und Bläser berühmtester Systeme enwstehlt preis wen 4074 Edgar Borrmann Haus und Sücheugerärehandl. $.*!» Cil! »On ° f »ie m L*“«" M, «Bitt »imr . > <1,1. Htn Unh ’’ er flm 24.2^ !n d-uls^ Dcrmifcbtes. ♦ Feuersbrünste. In Miesbrunn bei Plei- stein brach Großfeuer aus, dem die Kirche, die Schule unb zehn Anwesen zum Opfer fielen. Sämtliche Erntcvor- rate sind v e rn i ch t e t. — In der zwischen Nideggen und Rath gelegenen Waldung brach, wie aus Düren gemeldet nrb, am Samstag nachmittag Feuer aus, das einen Teil des Baumbestandes vernichtete. Ein bei den Löscharbeiten beschäftigter jungerMann Tarn in dcn ytammen um. — In den Wäldern von Ambonnay und T r e p a i l ist eine Feuersbrunst ausgebrochen, die mehrere Dörfer und Weinberge bedroht. — In Cso r n a, einem ungarischen Ette im Kornitat Oedenburg, entstand beute nachmittag aus unbekannter Ursache Feuer, das bei dem herrschenden Winde rasch um sich griff. Bis heute abend waren 120 Wohnhäuser samt den Nebengebäuden eingeäschert. In- olge des Sturmes und Wassermangels ist tne Feuerwehr dem Brande gegenüber ohnmächtig, der die Ortschaft vernichten droht. * Hin schweres Automobilunglück. Aus Elberfeld wird amtlich gemeldet: Am Samstag nachm. üb er fuhr der zu Tal fahrende Personenzug 1489 in : ilorneter 6,1 der Nebenbahn Elberfeld—Cronenberg ein Automobil und zertrümmerte dasselbe. Bon den In- assen wurde Fräulein Margarethe Lange-Barmen getötet, ihre Schwester Emmi Lange ziemlich schwer, ein Herr Osmar Franke-Godesberg schwer, der Chauffeur Majewsky-Elberfeld leicht verletzt Das Automobil gehört der Elberfelder Automobilgesellschast. Die Verletzten wurden ins Krankenhaus geschafft. Dre Schuldfrage ist unaufgeklärt. Kleine Tagerchronik. Infolge Wassermangels in Bradford sind fast alle Fabriken geschlossen. Die Sterblichkeitsziffer ist erheblich gestiegen. Im Devonshire-Distrikt brach Hessen-Nassau. ( ) Marburg, 10. Sept. Nach der intensiven Hitze der letzten Zeit zogen gestern mehrere Gewitter über die hiesige Gegend. Sie brachten auch etwas Regen, der e- vielleicht den Landwirten ermöglicht, die seit Wochen der Bearbeitung harrenden Stoppelfelder für die Wintersaaten vorzubereiten. Um der Futternvt zu begegnen, werden letzt Pflanzen verfüttert, die man sonst, wenn die Natur den Tisch reichlicher deckt, kaum dem Kompvsthaufen anvertraut. So sieht man in der Hinterländer Gegend besonders täglich die Frauen unb Kinder zum Einsammeln der sog. Ackerwinden auf die Felber ziehen. Diese Schlinggewächse, die auf den Kartoffel- und Haferfeldern massenhaft zu finden sind, bilden fein geschnitten unter das andere Futter gemengt einen willkommenen Ersatz für das fehlende Grünzeug und die Heuvorräte werden nicht so sehr in Anspruch genommen. — In der hiefigen Klinik staro das zehnjährige Töchterchen des Schäfers Letzte Hadmcbtcn. Ein französische» Unannehmbar? Paris, 11. Sept. Wie der „Matin" meldet, wird die französische Regierung die Antwort auf die deutschen Gegenvorschläge am Dienstag in entern KabinettSrat und am Donnerstag in einem Ministerrat endgültig feststenen Die fianzösische Antwort werde von dem Geist der Ber- söbnung und dem aufrichtigen Wunsch der Verständigung erfüllt sein, den die sranzchischc Regierung in der letzten Zeit gezeigt habe. Nach genauer Prüfung der deutschen Gegenvorschläge werde es der französischen Regierung viel leicht möglich sein, gewissen Bedingungen der deutschen Negierung Rechnung zu tragen, aber bag Wesen der deutschen Gegenvorschläge — der Matin bebauet!, bad feststellen zu müssen — sei für die fron- zösische Regierung unannehmbar. e Jena, 11. Sept. Die Familie Richter» erhielt brüte ein Telegramm auS Wien, nach welchem die Ankunft beS Ingenieurs am Dienstag mittag zu erwarten ist. Da d«eS Telegramm nicht öffentlich bekanntqegeben war, hatten üch in der Erwartung, Richter» Ankunft erfolge gestern abend, zahlreiche Menschen im Hauptbabnhose eingefunden. Paris, 11. Sept. Kriegs Minister Messimy begab ich nach Desancon, um den Manövern im Osten bei$u» vvhnen. Mit dem gleichen Zuge ist El Mokrt abgeretst, der lick als außerordentlicher Vertreter Mulay HafidS zu den Manövern begibt. Reval, 11. Sept. Jnfolae des Sturmes wurden zahlreiche kleine Schiffe aufdenStrandgeworfen. Mehrere Segelschiffe erlitten Havarien. Lin in Windau ausgelaufener Dampfer wurde durch den Sturm zur Rückkehr gezwungen. HelstngforS, 11. Sept. Auf dem Mankolafluß im Gouvernement St. Michael wurde während eines Sturmes em Touristenboot mit 13 Passagieren auf den Strand geworfen. Die Malerin Thea Linges aus Berlin und eine andere Person sind ertrunken, die übrigen wurden gerettet. ■r6- Die Les» fern 430 Jfan 'lein M rt dfleoe noch '"undPsir, Spalierobst an l9- Psarr- und Sinn, nn der Friedberg» 11 .Mren 1%3 meistens Zwerg. Ehrten. Ta, W Aprikose ^.lpftrsichen ugrn der Cbft- ollen und brat, kegeln der Cbfi- Ien sie die ihnen W tadellos ge, hon 4-5 Jahre 1 solcher Menge chmack anlangk n sie im Rhein- c zu sehen und bekommt. Bäh- msden) »wischen en.Früchte ;cv heißen Ärmmer reisen Pfirsiche Sorten ist dre als sonst. Vir her des Vinter- surden, aber ir iuch künftig irtK e Erfahrung gt> :en der $pd:c. Man fitbt also, mm ist wie fnr. noch das LM ’ unb Sorgst' an h* vch Äepfel rrten und -- t)t allzu ängst- an den richn- ch für den hcfa tchi -iwr litt an dauernder Stuhloer liuDfunn, verbunden mit heftigen lloöf1d)merken u. Blutwallungen sowie hartnäckigem Magenleiden. Durch eine Hauskur mit Altbach barster Mark - Svrudel Stark auelle Eilen-Mangan-Koch salzouelle« wurde ick dop meinem Veiöen in wenigen Lochen befreit. TaufendDank L-Z." Aerrtlwarm ernof. Ft-86Bfg. i.o.Universttät- Avatbeke z. gotd. Engel u. in den L^ogerien o. (£. Seidel, W- ftil hinget, Ä. Roll, C. Schaaf u ®rwtt V** Bei dem W der J zu zünden, * idigt- SerbontJ« ; bitt.eine -SZ sX-s handelt, i‘e it snr nach -n :rfurV 'ittug Li. t eentmfirr veil wumcMe «nzeicynung einer Straße südlich der ^betsörsterwobnung. DaS Gelände westlich der Main-Deserbahn und nördlich der Tauttusstraße betreffend, stimmt der Gemcinderat den Fluchtlinien nordöstlich der Sdnipgretulinie für die Zellen- tzrafanstatt eingezeichnetrn Fluchrlmten »u mit der Äusnohme, daß der Straßenzua A-ß m Wegfall kommen soll. T-ie Fluchtlinien, die innerhalb deS SchuvbestfkS vorgesehen waren, sollen weg-allen. Das G.-such des Gcorg Rack von Nieder-Mörlen um Erteilung der Wirtschastskonzessiott im Lause Wetzlarer Str. 23 nrurbe «irr Genehmigung befürwortet unter Bejahung der Be- ourfnlsfrage. Täe im RuckslandsverzeichntS des Ärmensonds Buk dach für das Zahr 1910 ausgeführten Posten wurden »ur Nieder- lchlagung genehmigt. Die Liesirung der Quittungsblocks für daS Äoner-, Ltchtgeld ufro wurde der Firma M. Cppmbeimer, Butz- bad), übertragen Beig tz eil führte darüber Beschwerde, da; das Pflaster deS PfadeS im „Grünen Gäßchen" »n hoch angelegt in und bemängelt die Etraßenanlage in der Römerstraße Er hält eS »ukünfttg für unbedingt notwendig, daß die Äraßen so her gestellt würden, daß sie gewalzt werden könnten. ES rourth hierauf beschlossen, der Baukommission btt Ueberwackmng Hierübei zu übertragen. △ N < rch- GSnS, 10. Sept. Der Landwirt Texto- hotte gerade auf dem Felde fein Pferd emgelponnt und fid auf den Wagen gesetzt, als ein Blt tzfchlag das Pferd tto und sofort tötete. Starkenburg und Rhefnheffen. M Offenbach, 10. Sept. Ein böses Gerüch! kursierte feit Dienstag in unserer Stabt Darnach soll der 56jährige Armenhausinfaffe Weigel an bei Folgen von Stockschlägen, die iym eine Pslegerin Der abi'olgt haben soll, g e st o r b e n fein. Die Kriminalpolize stellte deshalb Ermittlungen an. Diese ergaben, baf; Weigel am 12. August allerdings von der Pflegerin zwei Stockhiebe auf das Gesäß bekommen hat und zwar des- halb, weil er die Pflegerin beschimpfte und tätlich angriff, als sie ihn aufforderte, aus dem Bad zu gehen, in dem zwei alte gebrechliche Insassen gebadet werden sollten. Wei gel hat übrigens die Pflegerin bei allen Gelegenheiten mit Liebesanträgen belästigt und ihr von Bretten au< einen Liebesbrief geschrieben Daß W. am 6. September infolge von zwei Hieben, die vom 12. August datieren sterben konnte, wird üvvhl niemand glauben Der Tod ist infolge eines am Dienstag aufgetretenen Schlaganfall« erfolgt, wie Dr. med. Diehler unb bet Kreisarzt bekun beten. Jnfolgebessen würbe heute früh bie Leiche frei geaeben unb heute mittag beerbigt. — Der Spengler unb Jnstallateurstreik ist burch einen zwischen ber Unter •- nefrmerorganifation unb dem deutschen Melallarbciter-Ver band abgeschlossenen Tarif-Vertrag beigelegl worden. Dei dis 1. April 1913 laufende Vertrag sieht eine Lohnerhöhuns von 3 Pfg. unb eine Arbeitszeitverkürzung um 1 Stunbi wöchentlich, auf 56 Stunben, vor Die Stunbenlöhne sind wie folgt festgesetzt: Im 1. Halbjahr nach ber Lehre 32, im 2. Halbjahr 34 Pfg., vorn 19.—21. Lebensjahr nichi unter 40, vorn 21.-23 Lebensjahr nicht unter 45 und über 23 Zahre nicht unter 50 Pfg., felbftänbige Arbeite, nicht unter 56 Pfg. In einer Versammlung am Sams tag mittag haben bie Streifcnben dieser Abmachung zu gestimmt Am Dienstag wird bie Arbeit wieder auf genommen. M. Offenbach, 11. Sept. Der Schirmflicker Joham Schwimmbeck wurde gestern nacht 2 Uhr mit s ch w e r e n Verletzungen auf einer Bank aufgefunben. Er starb noch gestern abenb. Er soll mit seinem Bruder, ber eben falls schwere Verletzungen erlitt, unb mehreren anberci. nach reichlichem Älkoholgenuß in Streit geraten fein, bei in Tätlichkeiten ausartete. unter den Schulkindern die Genickstarre mit epidemische« Charakter auä Von 80 Erkrankten starben 16 Der größte Teil der hmber bleibt dauernd gelähmt. Sei der Station Rosnik stieß der Drienterprefc mit emem t flJt j u a e zusammen. Schuld trägt ein Station-^ I camtrr Beide Lokdinotiren und brn Waggon» wurden beschädigt. Yerfonen hnb nicht verletzt. Die^aus Fort-de -Trance aus Martinigue gemeldet wird, ist die stadt infolge anhaltender Regengüsse vollständig überschwemmt. Eingcsandt. «Für Form und Inhalt tttu untci Oieiet Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Berantworwng.) Gießen, 10. S«vt Nach den Ausführungen be# Versasier» bei irnngesandtS in der Samstag Nummer, Automodilunfuq. ioll da» Auto N r 34 6 in rasender Fahrt bie Llcher Strafe und de» Eisen» bahnübergang passien haben Diese Tarsrcllung ist unrichtig. C» liegt hier eine Verwechselung vor Tatsache ist, daß um diese Zeit ein mit etwa süns Personen besetztes Auto in rascher Fahrt die Licher Straße vasfierte, ^ch fuhr jedoch mit meinem Auto Nr 346 in mäßiger Fahrt durch die Licher Straße und hielt, was der dort italionicrte Bahnwärter bezeugen kann, da die Barriere wegen bei kur» nachher passierenden Personenzugc» Gießen—Fulda geschlossen, vor dem Uedergang etwa zwei Minuten. Zch kann hiernach nicht in ber angeführten Weise Straße und Bahnübergang passien haben. Hochachtungsvoll EarlSchlüter. • 3n ber letzten Nummer dieses Blattes findet sich ein „Eingesandt", da» von zu schnell fahrenden Autos und der dadurch verursachten Stoubplage in der Licker Straße redet Der Einsender erholst von einem Verbot zu schnellen Fahrens Besserung?! Glaubt er, ein langsam fahrendes Auto wie da» als Muster erwähntt, von mir geführte madje bei einem derart ungepflegten Zustand ber Straste keinen Staub? Sie kann es möglich sein, daß auf der mü Kleinpflaster versehenen kSbauffee im Walde sich bei einer Fahrt von 4() Kilometer ein Staub entwickelt, ber auf 10 Min die Chaussee unpassierbar mach», wenn dort auch nur daS geringste für Reinchaltung derselben getan würbe? Glaubt der Einsender vielleicht, den Auto sahrern sei es ein Vergnügen, die Spaziergänger durch Staubwolken zu belästigen oder selbst den Staub entgegenkommender Autos schlucken »u müssen? Packen wir doch bie Sache am richtigen Dttc an, versuchen wir doch eine Lerbesserung ber Straßen und Reinhaltung derselben zu erzielen Im An schluß an den Bericht über meinen Unpall bet Eloppendurg ge denkt Prinz Heinrich ebenfalls obenerwähnter Uebelfinnbc unb wirft bie so berechtigte Frage auf, warum man rm Deutschen Reich' nicht nnc in England bie van den Aulobesitzern iü zahlende SteiZer surr bundesstaatlichen Steuer umwandelt und zur Instandhaltung ber Chausseen benutzt Wofür bezahlen nni denn diese Steuer, wenn unseren Interessen in keiner Weiss Rechnung getragen unb ber Autohaß dadurch ständig geschürt werd ' Vor nrr^er Zeit erst wurde über Sperrungen verschudenei Straßen geklagt, bie in einer verkehrSstörenden Weife geschehen war«:. Gestern wird eine gleich rigorose Spernmg in ber Rodheimer Straße vorgenommen. Die ganze Straße ist gesperrt, mir das Geleise ber Biebertalbahn ist freigelaffen! Liegt « ober lag es da am Automobilisten, wenn gestern beim Passieren jener schmalen Durckffahrt, bei der Auto unb Insassen in Gefahr kamen, orr schiebene SonntagsTleider mit Schmutz bespritzt wurden, was ich an dieser Stelle ausdrücklich bedaure. Langsamer als ich mhr, kann man nicht fahren, trotzdem lief ick Gefahr, dost meine Pnev matiks durch die Schienen abgerissen würden Denn man wenig stens dem Fuhrverfehr soweit Rechnung getragen Härte, bee lieber fahrt zu ebnen, anstatt Auto und Pferoematerial bnxm zu nnß brauchen, wie es hierdurch geschehen ist, wie es auch dadurch geschieht, daß man m der Marburger Straße nahe der stvrlSackr ungefähr 100 Meter in ganzer Breite fruckgeschotterte Isbansiei über Sonntag Herren läßt, ohne daß tne Walze auch nur etramd darüber ging. Ist das nicht mehr rote vicksichtslos? Dr. Klein jun. Cuftfcbiftabrt. Wieder ein Todes stürz. Weil b. Eßlingen, 9. Sept. Der Flieger Eh ring !tieg heute abenb trotz vorheriger Warnung auf unb stieß in ber Dunkelheit gegen eine Markierungsstange Er wurde schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht, wo er, ohne das Bewußtsein wieder zu erlangen, starb. Beim Sturz war die Maschine auf ibn gefallen, so daß er einen Schädelbruch, mehrere Rivpenorüche, einen Oberschenkelbruch und mehrere Knochenbrüche erlitt. Di? .Schwaben" in Potsdam. -Nach einer glän-cnd verlaufenen Fahrt landete das Lustschisi ..Schwaben" am LamStag in Bolsbam, von wo auS es jcitern seine Rückreise angetreten hat. Wir erhalten folgende Depeschen : - ,^otha,9 Sept. Die „Schwaben" ist um 6,15 Uhr zur -rabrt nach Potsdam aufgeitiegcn. Sie überflog um 7,10 Uhr ; m - in Richtung aus Naumburg, ^ln Bord befinden sich > Panagiere, darunter Admiral von Hollmann. 0 Scpt. Das Luftschiff „Schwaben" kreuzte >,30 biS 8,40 Uhr Über Leipzig unb suhr bann in der Richtung auf Berlin weiter. b- Sept. DaS Luftschiff „Schwaben" passierte um 11.26 Uhr in schöner Fahrt Potsdam, in der Richtung au Berlin. .,.t?»Jin, 9. Sept. Kurz vor 12 Uhr erschien daS Luft- ichiff „Schwaben" über Berlin und kreuzte in verschiedenen Windungen zunächst über ber Friedrichstraße. In allen Straßen nef das Erscheinen des Lusischifses freudige Erregung hervor Wetter, das kurz vorher regnerisch war, hatte sich auf- riehellt, so daß ber Anblick des langsam dahinziehenben Luftschiffes einen prächtigen Eindruck hervomef. Potsdam, 9. Sept. Die „Schwaben" verließ nach ihrer streuzfahrt über Berlin die Hauptstadl gegen »Al Uhr mittags und landete gegen 12»/. Uhr im hiesigen Luftschlffhajen. Potsdam, 9. Sept. Die Landung der „Schwaben" vollzog sich trotz ziemlich starker Norbwestwlnde sehr glatt. Es waren 100 Mann mit Unteroffizieren deS ersten Gardeulanen- ceglments zur Hllfeleistuna kommandiert. Direktor EolSmann leitete vom Flugplatz aus die Landung. Sie erfolgte, dank der idmcibinen Führung Dr. Eckeners, schleisenlos von der Havel aus. Die „Schwaben" tritt morgen die Rückfahrt nach Gotha an. Potsdam, 9. Sept Tas Luftschiff sollte ursprünglich heute abenb 10 Uhr die Rückfahrt antreten, ba aber aus SScft- oculfchland Gewitter und böige Winde gemeldet sind, wird die Rückfahrt morgen früh, spätestens morgen vormittag erfolgen. Potsdam, 10. Sept. Tas Luftschiff „Schwaben" ist heute rüb um 2» i Uhr mit Rücksicht auf die veränderte Wetterlage kiach Magdeburg ausgestiegen. Je nach dem Stande der Windverhältnisse fährt das Luftschiff nach Gotha ober direkt nach Düsseldorf werter. Tie nähere Entscheidung wirb erst in Mägde- bürg getroffen. Gotha, 10. Sept. Die „Schwaben" ist kurz vor 8 Uhr ’or ber Luftschiffhalle in Gotha gelandet. Sie legte bie Fahrt ohne Passagiere zurück unb bleibt voraussichtlich den Tag über in Gotha. <9crid?t»faaL Ehesterfield (Virginia), 9 Sevl. Der junge Millionär 3 cattic auS Rickunond, der angeklagt mar, im Automobil seine .'vrau erschossen zu haben, ist von den Geschworenen schuldig erklärt und znm Tod verurteilt worden. (Wir haben s. Zt. auS- ubrlid) über die Tat berichte:, di« bei einer Automobilfahrt auS- uhrt wurde. D. Red) Motorenfabrik Darmstadt AKt.-6ee. Gas-und Benzin- Motoren D-k Sauggas- Motoranlagen :: Selbstfahrbare Band-Sägen b Mainz, 4 Scpt. Arn Samstag nachmittag ge Itmgtc die Kunde hierher, daß her Großherzog gegen abend im Schlosse eintreffe. Eiligst wurden die nötigen Anordnungen getroffen und um 6 Uhr zog die Wache am Schloßtor auf. Da bie Anwesenheit bes Großherzogs in Mainz rein militärischen Charakter trägt, war eine Ver- stänbigung ber Zivilbehörben unterblieben. Aus biefem Grunbe war bas Publikum äußerst überrascht, als nacl dem Eintreffen bes Lanbesfürsten plötzlich bie Flagge aus dem Schlosse gehißt wurde. Sofort wurden die öffentlichen Gebäirde geflaggt, ebenso flaggten die Privalhauser und bie Schiffe auf dem Rhein. Kurz nach 6 Uhr traf bei Großherzog im Auto von Wolfsgarten im Schlosse Um 71/2 Uhr begann bie Manövertafel, » tagen 78 Gedecke auf. Die Unterhaltung brehte sich um he bevorstehenden Manöver, bie heute morgen um 8 ihren Anfana nahmen. Nach ber Tasel fuhr ber Groß- Herzog um 8Vs Uhr im Auto nach Wolfsgarten zurück Bei ber Abfahrt hatte sich eine große Menschenmenge an- gesammell, bte dem Großherzog lebhafte Ovationen bereitete Am Sonntaa abenb kurz vor 7 Uhr fuhr bas Großherzogspaar wieber von Wolfsyarten ab. In Begleitung ber Fürstlichkeiten befanden fich Prinzessin Friedrich Karl von Hessen imb Prinz Pbilivp von Hessen. Um 8Vi Uhr fanb im Schlosse kleine Tafel statt. Heute morgen 10 Minuten vor 7 Uhr erfolgte bie Abfahrt ber Fürstlich- ketten ins Manövergelänbe nach Schierstein-Langen-Schwal doch. Die Großherzogin trug bie Uniform des Inf.-Reals. Nr. 117 unb bie Prinzessin Friedrich Karl von Hessen die Uniform deS Znf.-Regts. Nr. 80. ! Seit 16 Jahren in Deutschland ein^eführt und beliebt ! dieser Hur Schutzecht marke. mit Zu haben in Drogen-, Kolonialwaren-, Seifengeschäften und Apotheken hvw/i En gros von der Fabrik: 2 Zimmer 07372 West-Anlage 29. iiidlt. Tchreitter gesllU. 07365] Od)tffenbcrfler Wen 16. Haus zu vermieten. 5519 ich äst, Wetzlar. 15483 Tie heuli Steinftraste 73 I L 5199 07370] Ludwigstraffe 37 III. in Gießen. 5515 5617 Leeres flimmer ^Iidwigsvlatz £ [07369 Tüchtiges jüngeres STD 5423 Lina Petri, gepr. Lehrerin. gesucht. B»/e) (6t. Stcinwcg 11 07342 3 Zimmer sür sofort 5531 Frau L. Wilson, Alicestraffe 12. Verkäufe. Itiictiicfiuhr AWWWWW Vedfchiedeues ?.it vermieten ‘_____________________________________________________________ AA.iMg.TAHiiichtrgcsclle sind, dauernd gute Beschäftigung. Zu eriragen Lederhandl. Joseph, beginnen am 18. September 1911. Anmeldungen nehme jederzeit entgegen. 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