E3 Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. men erhielt. Deutsches Reich Dem verschwunden. -Dem „Secow" wird aus Rom gemeldet, daß der Papp seit 14 Tagen Symptome von Arterienverkalkung zeige, die auf eine ernste Erkrankung Hinweisen. 9tt)ch haoe der £)eilige Vater die Audienzen nicht aufgehoben, aber bedeutend eingeschränkt. Tie Aerztc gehen im ValUan ein und aus. Wenn auch das Leiden den Papst auf das Acanteiv lager werfen kann, so sind doch zu ernsten Befürchtungen vorläufig noch keine Gründe vorbanden. rnzöfischen Kammer- . _t 250, Deschanel 212 und Für Delcass 6 , der nicht auf Bei der Neuwahl des f r a n Präsidenten erhielt Brisson ?' Jules Guesde 46 Stimmen, u-- ------■ - , m . der Kandidatenliste stand, wurden neun Stimmen abgegeben, -tieim 5 io c i t c n Wahlgange wurde Brisson mit 270 Stimmen zum Kammerpräsidenten gewählt. Deschanel erhielt 177 Stimmen. Zu Vizepräsidenten wurden gewählt Berteaux mit 371, Etienne mit 367, Dron mit 337 und Renault mit 297 Stimmen. Aus Tanger wird gcmclbct: Von der neuen Anleihe von 30 Millionen sollen 15 Millionen zur Regelung der Rückstände bestimmt sein, fünf für den Ausbau des Hafens von Tanger und zehn zur Einrichtung einer franz ösr- schen Kontrolle über die Steuereinnabmc in der Gegend von Charb, die als Garantie für die Anleihe menen. schleuniger Antrag der Nationalliberalen, sowie eine Anfrage des Zentrums zu, in welchem die Regierung ersucht wird, dem fchwer bedrängten Weinbau erhebliche Mittel bereit zu stellen und Maßnahmen zur Bekämpfung der Nebkrankherten und Revichad- Abg. Kö!)kt=£angsöorf t- Gießen, 11. Jam Nnerfvartet erhielten wir heute früh die Nachricht vom plötzlichen Hinscheiden des Reichs- und Landtagsabgeordneten Köhler: t t , Langsdorf, 10. Jan. Der Reichs- und Landtagsobg. Kohler-Langsdorf, der seit längerer Zeit an Zuckerkrankheit und Herzschwäche litt, ist heute abend 7 Uhr an 2UISUWO. Bei dem Essen bei dem Fürsten v. Bülow in. Rom wies der Botschafter v. Jagow auf die von zahlreichen pursten zugegangenen Beweise der Dankbarkeit, Verehrung und Liebe hin und wünschte dem Fürstenpaar ein langes glückliches Lebest. Fürst Bülow erwiderte ernst und bewegt, wieviel er der^verständnisvollen Liebe der Fürstin verdanke, ohne deren ‘Sorge und Pilegc er schwerlich zwölf Jahre als Minister lern Amt hätte verwalten können. Er wünsche, daß seinem Hause ircuno- liche Sterne leuchten und daß er aus dem Vaterland? Gutes und Ersreuliches über den Fortgang der Dinge höre Mit seinem Amt legte er nicht den Patriotismus nieder. Er wünsche, daß Gott ihm seine Frau und seine guten freunde erhalte. Aus Bukarest wird gemeldet: Ministerpräsident ! B r a t i a n o überreichte dem König den Abschied des K a - I b ine 115. würde. Herr v. Bodman ist der bekannte Minister, der von der Sozialdemokratie gesagt haben sollte, sie sei eine „großartige Bewegung zur Hebung der Arbeiterklassen'. Dm Auseinandersetzung ist daher doppelt interessant, und man wartet mit Spannung darauf, was der Minister von Bod- man erwidern wird. einem He rzschlag gestorben. Tas traurige Ereignis wird überall die herzlichste Teilnahme erwecken und namentlich alle Gemüter unseres Rcichs- tagswahltreises beschäftigen. Die hohe, knorrige Bauern- gcstalt ist gefällt, der Mann, der noch in den letzten Monaten seinen Willen zum Leben und Wirken unzweideutig bekundet hatte, ist jäh aus dem Leben gerissen worden. Man mag sich dem Manne politisch gegenüberstellen pie man will: auch der Gegner wird anerkennen müssen, daß er in Köhler eine originelle, tatkräftige und sympathische Persönlichkeit gegenüber hatte, die durch ihren Humor, die e'iaralleristische Selbständigkeit alles dessen, was sie in Rcden wder auf dem Papier vorbrachte, eine große volkstümliche Bedeutung erlangt hatte. Die bäuerliche Bevölierung, zu \ber Köhler sich rückhaltlos bekannte, liebte in ihm den -reuen und unverfälschten Standesgenossen, der mit ihr -u der heimatlich verständlichen Sprache redete, und noch vor einigen Tagen hatte eine Zuschrift vom Lande an uns -lm als einen wahren Volksmann gefeiert. Der Stadt- dewohner war bei den jetzigen politischen Verhältnissen daher leicht geneigt, in dem Bauernführer aus Langsdorf .einen Wuersachcr zu sehen, einen fanatischen Gegner alles dessen, was im Bereiche städtischer Interessen Werte dar- i.cUte. Dem war aber nicht so. Wer mit Kohler je per,on- I ich in Berührung gekommen ist, der wird wohl häufig zarte iüasichtnahme beiihm für andere Interessen vermißt yaoen, aber nicht in Abrede stellen, daß die äußerlich schon einnehmende Persönlichkeit auch innerlich einen Quell frischer -paiürlichkeit mit viel menschlich-sympathiichen 3..gen spru-- deln ließ. Er besaß ein ungewöhnlich vielseitiges Znteres,e, das auf der Grundlage einer soliden, aber bescheidenen Lmulbildung zu einem beträchtlichen, wenn auch nicht immer völlig verdauten Wissen hinausführte, lind fleißig war der Mann, unermüdlich. Im Reichstag zwar fehlte er bis- »veilen, namentlich in früheren Jahren, so häufig, das; feine politischen Gegner dies bei den Wahlen reichlich ausnutzten, aber in der hef.ischen Kammer war er bis rn dre letzten Tage hinein rastlos tätig. Was er allein in diesem Winter, wo er doch bereits ernstlich krank war, in Anträgen und 'inregunqen geleistet hat, übertrifft die ‘-Läiigleit der meisten seiner Kollegen. In den langen Jahren seiner Wirlsam- left hatte Köhler die Künste der politischen Taktik in hohem Grade zu meistern gelernt. Mit angeborener Schlauheit mmßte er, wohin er bei den ihm drohenden politgchen Gefahren sein Augenmerk zu richten habe und wo die Blößen der Gegner steckten. Seine Schrillen und Zellungsartikel waren bei aller Derbheit im Tone selten ohne em gewisses stimmige Wahl für Hungen-Lich, ebenso l905 Zweiter Präsi^nt! der 2. Kammer am 19. Dezember 190o, tnt Landtag 1897/19OO Referent für Landwirtschaft usw. Bürgermeister, Ortsgerich.s- vorsteher und Standesbeamter zu Langsdorf von Nov, 189/ bis Nov. 1906. Begründer der Bürgermeister-Konserenz jur den Kreis Gießen, Ehrenmitglied seit Oktober 1906. Wahl zur ersten hessischen LandwirtschaftSlammer, deren Begründung von ihm an-1 geregt wurde durch feinen Landtagsantrag vom. 29. April 189/. Ausschußmitglied des landw. Bezirtsvereins Gieven und be» Provinzialvereins. Mitglied des engeren Vorstandes des Bundes der Landwirte im Großherzotum denen. Hervorragend tätig für die hessische Bouern-Bemegnng. Mitarbeiter am Erk-Bohme schen „Deutschen Liederhort" usw. usw. . Bei der letzten Wcull (ltO7) erhielten bei 28 299 Wahlberechtigten und 22 90.3 Ab stimm end en Köhler 9017, Hey- iqenstaedt 7484 und Krumm 6396 Stimmen, während rn der Stichwahl Köhler 11543 und Heyligenstaedt 1057o Stirn» tziu offener Brief des Abgeordneten Kolb an. den badischen Minister v. Bodman. Ter badische Lanotagsabgcordnc.e Ko l b richtet in dem von ihm redigierten „Volksfreund" einen vrer Spalten langen offenen Brief au den badischen .'.ciniper Freiyerrn v Bodman wegen des Verhaltens der Polizei bei dem Ausstand, den die Arbeiter seit einigen Wochen gegen die Waggonfabrik in Raftatt durchführen. .. jtolb bebt zunächst ^eroor, daß der Minister im Landtag bei verschiedenen Amäs.en Gelegenheit genommen hat, zu betonen, daß er auch der Arbeiterschaft gegenüber Oviel- preußischen Abgeordnetenhaus ging ein Antrag der Nationalliüeralen, sowie eine Anfrage des linge zu treffen. Der „Reichsanzeiger" meldet: Der Bundesrat stimmte gestern dem Gesetzentwurf für Elsaß-Lothringen über die Jb änderung des Sparkasfengesetzes vom 14. Juli 1895 zu. Ter Zentralausschuß des deutschen Katholiken tag es setzte als Termin für die diesjährige Tagung m Mainz die Zeit vom 6. bis 10. August fest. Wie die „Pfälzische Presse" aus Kaiserslautern meldet, ist der s o zial d e m o kr a ti s ch.e Stab trat Wolf mit rund 10000 Mark Medizinalgeldern politische Togcsichau. Eine Anklage gegen den Vorsteher der landwirtschaftlichen Versuchsstation in Darmstadt. • Eine Angelegenheit, die namentlich in landwirtschaftlichen Kreisen großes Aufsehen erregen durfte, wird feit einigen Tagen in den Blättern eifrig erörtert. Professor v. Sorleth hat in einer Schrift „Aufklärung über die Propagandagelder des Kalisynoikats" den Vorstand der! großh. Versuchsstation in Darmstadt, den Geh. Hofrat Prof.I Dr. P. Wagner, als den Erfinder der Propagandagelder bezeichnet, weil er int Jahre 1887 die Düngerfabrikanten I um Gelder zu dem von ihm in einer Druckschrift angegebenen I QiuccE ,ambettelte", nämlich, um durch Düngungso-'rsuche und bekehrende Schriften den Absatz des Kunstdüngers zu fördern und eine Preissteigerung herbeizuführen. Es wur-l den ihm auch 33 000 Mark bewilligt, wozu dm ^alpeter- intercssenten 10 000 Mark, das Kalichndikat 8003 Mark bei- fteuerten, und zwar unter der Bedingung, daß eine Kom-I Mission aus der Mitte der Geldgeber ihm „bezüglich der Maßnahmen zur Förderung des Verbrauchs von Handelsdünger beratend zur Seite stehen solle." Soxhlech kritisiert I dieses Abhängigkeitsverhältnis eines Forschers von junget« fabrikanten sehr scharf und abfällig, Wagner wandte sich darauf an den Verband der landw. Versuchsstation rm Deutschen Reiche mit dem Ersuchen, „die Angelegenheit in einer ihn befriedigenden und das Ansehen des Ber- bandes schützenden Weise zu ordnen." Er bezeichnete das ihm Vorgehaltene als „Beschuldigungen schwerster und unglaublichster Art". Der Verband trug ihm auf, die.Angelegenheit durch eine Disziplinavuntersuchung zu klaren, die er bei seiner vorgesetzten Behörde gegen sicy beantragen solle. Wagner lehnte dies ab und erklärte seinen Austritt. Soxhleth erhob dann gegen Wagner zwei neue Anklagen. Er unter Mitwirkung der Thomasphosphatsabriten Berlin G. m. b. H. seinen Kollegen eine „Vexie r p r o b e" zur Untersuchung gesandt, ihnen damit eine Falle gestellt und dabei nicht clls redlicher Mann gehandelt, wissentlich die Unwahrheit gesagt und weiterhin von ihm veröffentlichte Tabellen gefälscht. Wagner mußte die Tatsachen selbst zugeoen, wenngleich er sie als ziemlich harmlos hinzustelien versuchte Der Verband der landwirtschaftlichen Versuchsstationen im Deutschen Reiche hat umsomehr geglaubt, dm Sache mit Wagners Austritt nicht einfach für ermvigt halten zu dürfen, unisomehr, als die Deutsche —andwt.rtschaft-^-1 aesellschaft erst kürzlich bei ihrer Jubelfeier Wagner durch eine silberne Medaille ausgezeichnet, die Technische Hochschule zu Darmstadt ihn erst im August v». ,j. ihrem Ehrendoktor ernannt, und der Verbandstag der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften ihm am 20. Dezember ein Huldigungstelegramm gesandt hatte. Dem „Darmft. Tagbl." wird hierzu geschrieben. Von einem „Eingeständnis" einer Unredlichkeit, das durch Die veröffentlichten Mitteilungen Durchklingt, kann gar feine Rede fein. Es ist das mindestens eine sehr suchektive Aus- fafsung der ruhigen unb fachlichen Darlegungen, die Gey. Rat Wagner in mehreren Rundschreiben unb brieflichen I Mitteilungen an die Mitglieder des Verbandes der landwirtschaftlichen Versuchsstation gerichtet hat. Dm ui Der ersten Schrill Soxhleths ausgesprochenen Beschuldigungen sind nach eingehcnöcr Prüfung des Materials bereits von der vorgesetzten Bel örde, dem Kuratorium der Versuchsstation, als grundlos befunden und entsprechend zurückgew'.esen worden. Die neuen Angriffe v. Soxhleths find in Ipateren] Rundschreiben an die Mitglieder des Verbandes vorläufig aufgeklärt worden. Geh. Rat Wagner hatte immer gehofft, daß ein so schmähliches Schauspiel, wie es die osfent- liche Auslraguug derartiger etceuigfei.cn zwischen Vorständen wissenschaftlicher Anstalten vor einem Laienpublikum ist, sich vermciden lasse. Ein vollkommen klares Urteil Über den durch das .Hineinspielen verschiedener Personen und Motive sehr komplizierten Sachverhalt wird sich» erst gewinnen lassen, wenn die ganze Angelegenheit gerichtlich aufgerollt unb zum Abschluß gebracht ut. diplomatisches Geschick. . In sein eigentliches Schaffensgebiet naher ernzugehen, * 1 (müßte einer besonderen Würdigung v o rb eh allen werden. Es ' waren zumeist bäuerliche Anliegen, die er in Darmstadt ' vorbrachte. Sein F-eldzug gegen die Auswüchse des Automobilverkehrs hat ign über Hessen hinaus bekannt gemacht. Tenn an seinem Vorgehen, dessen Schärf im Ausdruck ihm sogar eine gerichtliche Klage zugezogen hatte, war doch manches berechtigt. Köhler scheute keine Schwierigkeiten und Hindernisse. Das bewies er auch in dem bekannten Falle -der Minna Gerlach in Eberstadt, wo er freilich tm Drang seines Rechtlichkeitsgefühls und seiner Teilnahme viel zu weit ging, so daß er zu einer Gefängnisstrafe verurteilt werden mußte, die igm aver vom Landesherrn später erlassen wurde. Feine Manieren und „Europens übertünchte Höflichkeit" durfte man bei ihm nicht suchen, obgleich er im Herzen ein grunbgütiger .'Nensch gewesen ist. Fast absichtlich verleugnete er manchmal den Ton gebildeter -otabtleute. Die ja oft auch feinen Spott kennen lernen mußten. Sein Humor war immer zii loben, unb wußte p^an ihn bei ber «rechten Seite zu fassen, so war auch fein ^^vichkeits- »gefühl anzuerkeiinen. „Recht muß doch Recht bleiben", fo ichrieb er vor einiger Zeit einmal in einer kleinen Fehde mit unserem Blatte. Nun ist er rasch ins Grab gegangen. Seiner launigen Postkarte vom 8. dcovember des vergangenen Jahres, in der er gegen die „in weiter Rund verbreitete Märe" Einspruch erhob, „er sei gestorben unö auch schon begraben", sollte doch schon der Schatten des Todes folgen. Bei vielem Widerspruch gegen sein poluiiaje» Wirken ehren wir in ihm einen klugen und^ guten Menschen, der immer das Beste gewollt hat. Sein Tod wird Die bisherigen Wahlvorbereitungen in allen Lagern natürlich in schwerwiegendster Weise beeinflussen. Den äußerenLebensgang Köhlers schildern am besten nachstehende von ihm selbst für einen Parlamentsalmanach gemachte Angaben: f . Gcb. am 6. August lbo9 zu Langsdorf; evangelisch-reformiert. Besuchte die Volksschule zu Langsdorf, das „Institut" in Hungen und das Gymnasium in Darmstadt. Von 18/4—83 Bauer m Langsdorf, 1883—95 in Bettenhausen bei Langsdorf, seit 189o wieder in Langsdorf. Seit 1890 mit Dr. Bocket öffentlich tn dec Politik tätig, zahlreiche öffentliche Versammlungen abgeyauen, Flugschriften versaßt, Mitarbeiter am Böäel'schen „Reichsyerold , Sept. 1894 mit Reichstagsabgcordneten Hirschel Begründer unö Herausgeber der „Teulscijen Volksmacht", 1890 MUbegrutmer des Dr. Böckebschen mütcldeutschen Baueriweretns, feit 1894 erster Vorsitzender desselben, der nun im Bund der —anowirte aufgegangcn ist. 5. August 1890 Wahl in den hesfischen ^.aiid- tag (Bezirk Butzbach-, Januar 1891 Wahl für ungültig entart. Deutjche IMonkit* Von ber Kilimanbscharobahn. Aus Same wird Der „Deutschen Kolonialzei^ung" von Ende Rcovember geschrieben: Tie Bauarbeiten an Der Usamoarabahn sind rüstig vorwärtsgeschiitten. Tie Gl^isspitze hat den süd liehen Fuß des Norivaie genannten Gevi.geö erreicht unb beiindet sich etwa <> ztilometer vor der Station .Same in 1893 Wahl zum Reichstag für IJ1 r^echH9UU di?Tat folgen m lassen wird anertannt, unb es wird ii>m £anb).unb_(Sung=n-£l&. Äöieii^nb) Ä» Ich darf Sie versichern", schreibt Kolb, „das; feit langen Jahren keinem Minister seitens der Arbeiterschaft cm folcyes Maß von Vertrauen entgegengebradtt wurde, wie gerade JYnew Aber die Arbeiter seien in ihrer llebcrzeugung buru) die Ma» nahmen des Ministers sowohl beim Pforzheimer -Ltretl »der feit dem 2. Januar beendet ist) wie auch fetzt beim Rastatter bitter enttäuscht worden. In Rastatt haben sich die dem Frhrn. v. Bodman unterstehende Polizei und Gendarmerie als ein po litischLs Organ zur Unterdrückung der den Arbeitern gesetzlwi gewährleisteten Rechte und zur Unterstützung emes sozial öuro) und durch rückständigen Unternehmertums betätigt Man habe nicht nur am Bahnhof eine ständig e und sehr starke !Poliz eiwache stationiert, die die ankommenden streit brccher beschützen soll, und die verhütet, daß die von auswärts unter Vorspiegelung falfcher Tatsachen l-crbeigcholten Arbeitswilligen von den Streikenden aufgeklärt werden. -Len iLtreitposteii sei das Betreten der sonst jedermann zugänglichen Bahnhoihalle polizeilich verboten worden, und die Polizei bilde der Ankunft von Arbeitswllligen eine doppelreihige Spalierkettc vom Bahnsteig bis auf die Straße, um so den Streikenden jede Möglichkeit zu nehmen, mit den Arbeitswilligen sich zu verständigen. Die Streikbrecl-er in Rastatt — zu ihnen gehört als Führer der „lange Toni", der auch in Moabit,eine traurige »tolle gespielt I hat — sind zum größten Teil Elemente aus der untersten Schicht, die sich an eine geregelte ehrliche Arbeit nicht gewöhnen I können, vielfach schon wegen allerlei Vergehen und Verbrechcli bestraft seien und den arbeitsamen, um die kulturelle Hebung chres I Standes kämpfenden Arbeitern meuchlings in den Rücken fallen. Nichts sei in Rastatt, dank ber unter den Streikenden herrs,cheirden I Disziplin, vorgekommen, was die Polizei zu solcher .'Stellungnähme I gegen Die Ausständigen veranlaßt hätte. Darum seien Die Arbeiter wegen des Verhaltens der Polizei verbittert, aber sie haben now die Hoffnung, daß, wenn der Minister von diesen Zuständen Kennt- I nis genommen haben werde, schleunigst Abhilfe geschaffen werden 9 Erster Blatt W. Jahrgang Mittwoch, y. Zamrm f9U Der Gießener Anzeiger monakUch75PGoiettel- erscheint täglich, außer Aatikffl* ▼ Lj . - _ _ » A AA iährlich Aik. 2L0: durch Sonniags. - Beilagen: jfl A JkA A A A Ak AA Wl A ttbhole- u. Zweigstellen Wöwenll.w W AVtIBbY ÄW/wV WM HB i monalliw 65 Ps.-. durch GirhenerZamilienblatter, Kd W j M M ■ A fl Jr R SA IS HJJr H diePostMk.2.-vieiiel- zweimalwöchenll.Üreir- 6$ ms 1" roq Eg eS »ä kl fährt, ausfcht. Beflellg. diattjürden Ureis Gießen US R ■ MF HHK /z M V'- Vk 8s M ■ ZeilenpreiSrlokal 15Bf„ irieiislagundFreimal, Wjr M W ßi Li, auswärks 20 V'enmq. zweimal monatl. Land- JQf 'KF @ Kh B 'Ny |fl| MF Ke V W 'Nr Ehefredakteur: A Goetz, wirlschastliche Zeitfragen K Br Verantwortlich für den Fernivrech - Anichlüsse: polnischen Teil: August General-Anzeiger für Oberhessen A^ahm^von Anzeigen Roföfiottsbrutf und Verlag Ut vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zterndruckerei H. eange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchnlstrahe 7. Land": 6.Heß; für den U ^SXS'uö“ Srpeöition für Büdingen: Babnbofftrafic 16a. - T-leptz-n Nr. 50- Wifl-nt«!: H. fcd. der Beschluß sei eine Dummheit, tabt Gießen würde in e es erkannte auf suchimgshaft. wieder ersetzt 9 Monate Gefängnis, abzüglich 3 Monate Unter» Strafmildernd tarn in Betracht, daß, der Schaden wnrde. Eine Reihe von Diebstähle« Ges schwerem Schwager Heri im 57. L< Giessen, Die E Kapelle des auf Gutshöfen verübte der Dienstknecht I. X ans Klagowka in Galizien. Wegen schweren, einfachen und versuchten Diebstahls, sowie wegen Mundraubs wurde auf Einzelstrafen von 4 Jahren Gefängnis erkannt, die in eine .Gesamtstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten zusammengezogen wurden. Vier Wock-cn Unter- suchmigshaft wurden ihm in Anrechnung gebracht und ihm ernp- fohlen, nach Verbüßung der Strafe, Deutschland nicht weiter mit seiner Anwesenheit zu beehren. Universitäts-Nachrichten. ho. Marburg, 10. Jan. Der o. Professor und Direktor: des pathologischen Instituts Dr. med. Rudolf B e n e k e hier ist in gleicher Eigenschaft an die Universität Halle a. S. als Nachfolger von Prof. Eberth versetzt worden. Dr. Beneke war seit 1906 in Marburg Prof. Aschoffs Nachfolger. Früher leitete er das pathologische Institut in Königsberg. Qinim _ ^ewj N 0lI=. >}& 832] $or| „ Aktiva. R«p* W jiDQt; ^Aultilrtieine Jwwpiere Ä'b^nfen RotMorreiit. vnichr uobi[1{n S'eottat Naiibt Belage 4 — 5 Jahren froh sein, wenn sie eine Straßenbahn nach Wieseck für umsonst bauen dürfe. Es ist verwunderlich, wenn ein Mann, der doch die Gelegenheit hatte, in der Bürger- vecsainnilung seine Ansicht zu vertreten, dies unterlassen hat, und nun dagegen Stimmung machen will. Kreis Büdingen. -I-. Büdingen, 11. Jan. Wir machen an dieser Stelle nochmals auf den heute abend im Saale des , Fürsten - Hofes" stattfindenden Vortrag des Kaminerdirektors Blül ler: „A us den Mauern und dem Burgfrieden Büdingens vor 300 Jahren" aufmerksam. Der historisch und wissenschafliich wertvolle Gegenstand des Vortrags wird für die Einwohner Büdingens und alle Freunde der Heimatgeschichte von hohem Interesse sein. Eintritt wird nicht erhoben. -rs Büdingen, 10. Ion. Das „Mittelrheinische Verbands-Theater", das uns von früher her wohl bekannt ist, legte mit seinem gestrigen Gastspiel den Beweis ab, daß es des guten Nilfes, den es bei uns genießt, würdig ist. Anzengrubers dreiaktiges Volksstück „Der Meineid, bauer" ging m Szene. Man konnte nut der gestrigen Ans- iührung zufrieden sein. Herr Max Ludwig stellte den iüi(lensftarfen Meineidbauer, der sich durch Verbrechen und Gewalttaten herausgebracht hat und sich durch Verbrechen auf 'einer Höhe behauptete, mit erschütternder Wahrheit dar. Auch 'eine Regie sei lobend erwähnt. Fräulein Ella Wilhelmy war ^eme reizende Vroni und trug ihr Bestes zum Gelingen deS Stückes bei. Reben ihr war Willy Wag l er als Franz Ferner die beste Leistung; Arthur Rhode als Adamshof- bauer wirkte als echte derbe Banernfigiir. In kleineren Rollen debütierten die Damen: Hamm als Crescenz, Töldte als Burgerltese, Grunert als Banmahm, Dlariim als Burgei, Ärunert als Mirzl und Mailich als Kuhiunge, soivie die Herren Marion als Toni Hollerer, Iobanny als Jakob und Hoffmann als Großkneebt mit Erfolg. Ter Beifall deS zabl- reich erschienenen Publikums blieb nicht auS. Hofientlich ist oen Ga'ispielen des Theaters, denen man mit Interesse ent* gegenseyen darf, weiterer Erfolg beschteden. 6r,6,e SÄ bet SÄ ftockmeS Feuer ze bertunnel3, lo^datzdie sind nicht zu SlhadA 1 Qm Norden N fjrano in einem Tal fünf Stunden in Ar toehiteute tietunt Leidelbe •bet zu Karst in dt fKat und katholische Zn der Ftaale bussind 25 600 M Buchhalter, der ti geschickt worden i zurückgelehtt. EZ Ter „Oberschl. am Dienstag in 1 unb beraubt haben ,m Kohlenbergwerk Tas "hb j(. . «) WQuMat Kreis Wetzlar. = Krofdorf, 10. Jan. Von dem Pächter der Krof- dorfer Gemeindejagd, Bezirk I, gcl)t uns zu dem vorgestrigen Bericht folgende Mitteilung zu. Seit 6 Jahren ist der nach Fellingshausen zu belegene Teil der Shofborfer Gerneindp- jagd aufs Schonendste behandelt, kein weibliches Wild erlete und das sämtliche Wild von Oktober bis VLärz gerade so wie in diesem Winter mit Aufwand vieler Mühe und etwa 1500 Mark Kosten gefüttert worden. In den angrenzenden Revieren ist, soweit bekannt, nicht oder ganz unzureichend gefüttert worden, man hab die Sorge für die Erhaltung des Wildes im Wesentlichen dem Pächter von Krofdorf I überlassen, dagegen aber ist dort viel Mutterwild abgeschossen worden. So hat gerade der Königl. Förster Echternacht im vorigen Jahre zwei Stück Kahlwild durch Doublette mit Schrot erlegt. Schonbesttmmungen zu vereinbare«, besonders Hirsche nicht unterm Achter zu schießen, wie der Pächter vvrgeschlagen hatte, hat die Oberförsterei abgelehnt. Dagegen hat der Förster Echternacht nach dem Pachtrevier zu Stinklappen aufgehängt und eine unbegründete Strafanzeige gegen den Pächter erhoben. In diesem Jahre geht die Pacht zu Ende, das Revier ist anderweitig vergeben, man hat aber von Seiten des Pächters die Jagd nicht ausgiebig beschossen, insbesondere den Rehsland und das Niederwild fast unberührt gelassen. Daß einige Stücke Roywild abgeschossen werden (bis jetzt seit 1. Januar 1910 ein Hirsch und zwei Tiere) und zwar mit der Kugel, tft das gute Reckst des Pächters und wird ihm von keinem Jäger verargt werden: ürt Jahre 1909 ist überhaupt kein Stück Rotwild im Revier Krofdorf I zur Strecke gebracht worden, in 19 0 8 ein Stück. Was den im Königlichen Revier zur Strecke gebrachten Hirsch ■betrifft, so ist, Identität vorausgesetzt,. zu bemerken, daß die Fährte sorgfältig untersucht und daß ein besonders erfahrener Jäger hierbei zugezogen worden ist. Man hat die Verletzung des in der Flucht beschossenen Stückes Wild als eine leichte (Streifschuß) angesprochen und deshalb die bereits geschriebene Meldung an die Königliche Oberförsterei zurückgehalten, um eine voraussichtlich erfolglose Nachsuche und eventuelle Hetze zu ersparen. Da dem Pächter das Betteten des fiskalischen Waldes (auch ohne Jagdausrüstung) verboten worden ist, konnte die Fährte nur bis zur Grenze besichtigt werden; wer umgekehrt in dem Pachtrevier nach dem Anschuß gesucht und wer vor dem Futterschlitten des Pächters flüchtig geworden ist, wird ja dem Artikelschreiber bekannt sein. Frühere Erfahrungen bezüglich 'solcher Meldungen, die nicht nur nicht gedankt, sondern mit. Vorwürfen belohnt wurden, mahnten zur Vorsicht. Unwahr ist, daß der Hirsch ,in der Nähe eines Futterplatzes beschossen worden sei, die nächste Futterstelle befindet sich etwa 600 Meter entfernt, es liegen Berg und Tal dazwischen. Kilometerweit kann sie in einem Revier von 150 Hektar Größe nicht entfernt sein; der Hirsch kam auch nicht „hungernd und matt angewankt", wie der Krof- dorfer Artikel gar rührsarn besagt; bei einer leichten, jeit etwa 14 Tagen liegenden Schneedecke und einigen Grad Kälte wird Rotwild, zumal bei ausreichender, guter Futterreichung, nicht matt und wankend — es ist flüchtiger und steht fester auf dast Läufen wie der Artikelschreiber. Gießener Strafkammer. )( Gießen,ilO. Jan. Diebstahl. Ter Taglöhner W. Z. aus Berlin stahl, als sich ihm zufällig die Gelegenheit bot, aus der Küche eines hiesigen Schuhwaren- handlers ein Paar neue Schuhe. Als ihm die Frau am Ausgange des Hauses begegnete, warf er die Schuhe weg unb entfloh. Er erhielt 9 Monate Gefängnis, worauf 3 Wochen Untersuchungshaft in Anrechnung kommen. Ferner wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf 3 Jahre aberkannt. Einen Drohbrief schrieb der Schlossergeselle W. Fr. S. aus Darmstadt an einen hiesigen Renllner, weil er keine Arbeit bei ihm erhielt. Dia teilweise unter Ausschluß der Oeffentlichkeit geführte Verhandlung endigte mit Verurteilung des Angeklagten zu 6 Woche» Gefängnis, unter Anrechnung von 4 Wochen Untersuchungshaft; auch erfolgte die Aushebung des Haftbefehls. Um die zerbrochene Scheibe an dem Glasschrank seiner Schwiegermutter ersetzen zü können, stahl her Weißbindergeselle M. H. aus Frauenstein von einem Neubau zu Ober-Eschbach eine Fensterscheibe. Es wurden für diese Straftat 3 Monate Gefängnis angesetzt, die auf eine frühere Strafe mit einem Monat in Anrechnung kamen, so daß der Angeklagte acht Monate zu verbüßen hat. Erhebliche Diebstähle liegen dem Betriebsleiter der Gießener Pneumatikwerke H. W. aus Großwerder zur Last. Die Firma berechnete die allerdings wieder zurückerstattete Summe auf 2266 Mark. Das Gericht Sport. Wintersport im Vogelsberg. Vielfachen Anregungen folgend hat sich der S ch i k l u b Wintersport in Gießen entschlossen, am 11., 12. und 13. Februar dieses Jahres auf dem Hoherodskopf einen zweiten Schikursus zu veranstalten. Als Leiter des Kursus wurde wie auch für den ersten zu Anfang des Jahres abgebaltenen Kursus Herr Andreas Höher aus Norwegen gewonnen, der sich als ausgezeichneter Lehrer bewährt hat. Während des Kursus finden für die Teilnehmer und Gäste mehrere Wettläufe statt, die sich auf Dauerlaus, Sprunglauf, Damenlauf und Jugendlauf erstrecken. Zum Jugendlauf, bei dem vor allem auf eine starke Beteiligung der Schuljugend auch aus dem Vogelsberg gerechnet wird, können sich alle jungen Leute unter 16 Jahren melden. Die einzelnen Bestimmungen werden spater bekannt gegeben. einer Entfernung von etwa 260 Kilometer von der Hafenstadt Tanga. Die Strecke Tcmga-Buiko ist in vollem Betriebe. Dreimal 'wöchentlich verkehren Personenzüge zwilchen Tanga und Bu.ko und zurück. Bniko, die jetzige Bauzeiitrale, ist vorläufig Uebernachtungs- Italien für die Reisenden. Bereits zweimal wöchentlich werden Personen von Bniko nach Same und umgekehrt be'ordert. Ende des Jahres 1911 wird der Baubetrieb bis zum Kilimandscharo ■eröffnet ein, und etwa Frühjahr 1912 werden dann die Reisenden Doraussichtlich nach einer Taqeslahrt dort emtrefseii, wohin man früher nur mittels eines etiva 14 Tage dauernden Karawanen- Marsches gelangte. Beim Bau sind etwa 6000 Arbeiter von seilen der Banleilnng und von Unternehmern beschäftigt. Die Aibeiter- srage wird durch ständige Anwerbuiig im Innern der Kolonie tn beiriedlgendel, aber immerhin kostspieliger Weise äewü. -.er verkehr der Reisenden zwischen dem Kilimandscharo (Mosch») und öei Bauspitze wird zurzeit durch wenige Ochsenwagen den Buren mühsam in drei bis vier Tagen bewerkstelligt. Bt^ Uruscha am Mernberge fährt ein solcher Ochsenwagen tu acht Tagen, an oer Baulpitze ist völliger Trägermanciel. In Same herrscht ziirzeit eine Löw e n plage. Am 4. ds. Mts. holte ein Lowe abends gegen 11 Uhr einen Ochsen aus dem- dem Spediteur steter gehörigen Torneukraal, der sich dicht bei einem als Hotel dleneiiden Wellblech- Hause nahe oer Station befindet. Automobilverbindung in D e u t s ch o st - isrika. Zwischen Wllhelmstal unb Mombo in Ufambara verkehrt seit Anfang Dezember ein Kraftwagen, em Last- «rutomobil, das aber auch zur Personenbeförderung eingerichtet ist Die Verbindung ist von dem bekannten Kolonialveteranen Jllich in Kwai eingerichtet worden, ^te Strecke wurde bei den ersten Fahrten in drei Stunden tzurückgeleg t. Ans Stadt uitö Land. Gießen, 11. Januar 1911. ** Tageskalender für Mittwoch, 11. Jan- Stadt- theater: „lieber die Kraft", I. Teil. Anfang 7 Uhr. Akademische Vorträge: Prof. Dr. Korte: Em griechischer Romantiker. .Abends 8V- Uhr im großen Horsaal der Universität. * 1 ** Ordensangelegenheiten. Der Großherzog hat dem Regierungsrat Krug von Nidda in Mainz die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem König von Preußen verliehenen Roten Wlevordens < Klasse erteilt und dem Ortsgerichtsmann Hch. Höll II. in Sickendorf aus Anlaß seines Ausscheidens aus dem Amte das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" verliehen. *• Hessische Gedenktage. In diesen Tagen werden es 600 Jahre, daß dem Städtchen Homberg a. b. Ohm Stadtgerechtsame verliehen wurden, und 590 Jahre sind es, daß dem Dorfe Butzbach von König Ludwig IV. ebenfalls die Stadtrechte verliehen wurden. Seit 170 Jahren gehört die gesamte Stadt Butzbach zum Hause Hessen-Darmstadt. ** Pfarrpersonalien. Der Großherzog hat den von dem Prinzen Friedrich zu Solms-Braunfels als Vormund des minderjährigen Fürsten auf die evangelische Pfarrstelle zu Mu- schenheim präsentierten Pfarrverwalter Hch. Döring daselbst bestätigt. ** Di« Prüfung im Justiz- und Verwaltung s sack wird, nachdem die Verordnung vom 29. Aua. 1908 über die Staatsprüfung für das höhere Finanz fach in Wirksamkeit getreten ist, n. d. Darmst. Ztg. aus dem Gebiete des Finanzwesens künftig auf diejenigen Grundzüge beschränkt werden, deren Kenntnis auch von dem Justiz- ümb Verwaltungsbeamten gefordert werden muß. Dahin gehören die Grundzüge des Reichs-Finanzwesens, besonders der Begriff der Matrikularbeiträge, sowie die Grundzüge des Staatsfinanzwesens, des Finanzwesens der Gemeinden, Kreise und Provinzen und des kirchlichen Besteue- runasrechts. Ferner werden die Kenntnis des Etatsgesetzes, der Grundsätze über den Verwaltungsstrafbescheid unb die Zwangsvollstreckung im Verwaltungswege, sowie eine allgemeine Kenntnis des Systems und der .Grundsätze der direkten Steuern gefordert werden. ** Die Vereinigung für gerichtliche Psycho- logie und Psychiatriein Hessen hält ihre 13. Hauptversammlung am Samstag, 4. Februar, vorm. IOV2 Uhr, in Gießen ab. Den Gegenstand der Verhandlungen bildet die ^Beurteilung der Sittlichkeitsverbrechen; Prof. Dr. Mitter- m a i e r--Gießen wirb bie Frage an Hand ber deutschen, österreichischen unb schweizer Strafrechts-Entwürfe von ber juristischen Seite behandeln, während Prof. Dr. D a n n e m a n n - Gießen über die Psychopathologie der Sittlichkeitsverbrecher sprechen wird. Am Nachmtttag findet Besichtigung der neuen Irrenanstalt bei Gießen statt. ** «Akademische Vorträge. Der zweite her dies- winterlichen akademischen Vorträge findet heute abend in der alten Universitätsaula statt. Professor Dr. Körte wird über „einen griechischen Romantiker" sprechen. ** Aus dem Jahresbericht des Gießener Volksbades. Die Benutzuna ber Anstalt hat sich im abgelaufenen Jahre gegen bas Vorjah.- wcfent ich groben. Im Jahre 1910 wurden Bäder abgegeben 117 02J (19u9: 112 290), also 4739 mehr als bas Voriahr. Die Benutzung der Anstalt ergibt folgendes Bild (bie in Klammern gesetzten Zahlen sind bie 1909 verabreichten Bäder): Schwimmbäder 61 906, darunter 13 861 Vvlksbäder ä 10 Pfg. (58 940 mit 12 038 Volksbädern), Wannenbäder 20 412 (>9932), Heißluft- unb Dampfbäder 1698 (1919), Bransebäd r 33 013 (31499). Den stärksten Besuch der Anstalt brachte dr Juli mit 12 754 Bädern, am wenigsten wurde das Vellsbad im Monat September benutzt, wo nur 8332 Bäder verkauft wurden. Die höchste Tagesbenutzung brachte der 14. Mai (Pfingstsamstag) mit 1283 Bädern, während der 21. März mit 182 Bädern der schlechteste Tag war. Die Gesamteinnahme aus Bädern ergibt 38913.21 Mk. gegen 38193.25 Mark, so daß eine Mchreinnckhme von 714 93 Mk. als 1939 erzhielt wurde. — Von dem Aktienkapital in Höhe von 152000 Mk. sind mit dem 1. Januar 1911 101609 Mk. in den Besitz der Stadt übergegangen. Da das Unternehmen an die Aktionäre einen Gewinn nutzt verteilen kann, so unterstützt die Stadt es mit einem Zinsverlust von ca. 4000 Mck. im Jahr. "Bauplatzverkauf. Zahnarzt Hoddes erwarb vorn Rentner Max Hochstätter (LÖ Quadratine er Gartengelande an der Bahnhofstraße 71 für 40 Mk. für den Quadratmeter, gleich 24 000 Mk, um darauf für sich eine Wtlla errichten zu lassen. Der bezahlte Geländ-epreis ist der glerche, wie ihn die Stadt vor einigen Monaten beim Verkauf des Liebrg-Laboratoriums dem Flächeninhalt des Grundstücks zugrunde gelegt hat. „ . ** isteskrank soll die vor einigen Wochen in Dad-Nauherm wegen Erpressnngsversuchs verhaftete Frau fern. Sre wird, mn ihren Gesundheitszustand festzustellen, der Ä'Iinti für psacMiche unb nervöse Krankheiten über» du esen. Die Dame hat übrigens auch als Schriftstellerin durch die von ihr verfaßten BückM: „Eine anständige Fran" Vermochte». * 12 Millionen auf die Straße geworfen. Der Bericht über die Pariser Straßenreinigung, ber nun bem Stabtrat zugegangen ist, singt ein schmerzliches Lieb von dein Aussehen der Pariser Straßen, die von den Bürgemr der Seinestadt sorglos als Päpierkorb bemttzt werden. Die Straßenreinigung s.i schlecht organisiert unb die Metropole Frankreichs sei eigentlich nur bann in einem prüfen- tablen Zustande, wenn der liebe Gott einen ordentlichen Platzregen über Paris niedergehen läßt. Um so bitterer ist die Erkenntnis, daß man jährlich über 12 Millionen Mark für die Pariser Stragenreinigung aufwendet und daß im Deraangenen Jahre 3000 festangestellte Beamte ihre Arbeitskraft nur der Sauberhgltung der franzö.ischen Metropole gewidmet ha.ben. und „Das Tagebuch einer Gefallenen" seinerzeit Aufsehen erregt. ** Konferenz der hessischen Berawerksbe- triebsleiter. Arn 7. d. Mts. tagte hier bie erste biesmhrta? Konferenz. Zuerst gab Steiger App e l am Hand einer Reche von Zeichnungen eine Ueberncht über bie verschiebenen Arten ber Verbindung der einzelnen F ö r d e r w a a e n un Berowerksbettiebe. Speziell von den Verhältnissen bes (ytel^nei Braunsteinbergwerks ausgehend, erläuterte er die Grundprinzipien, die für bie praktische Brauchbarkeit eines so häufig unb zahlreich benötigten technisck)en Kleingegenstand^, rote gerade bie Kupp- lungäeinrichtung, in Frage kommen. Die anscyließende Bespreck)- trug war sehr lebhaft unb lehrreich, eine Erscheinung, bie gerab- bei Besprechung ber alltäglichen Vorkommnisse bes bergmännischen Betriebs sich immer wieder bemerkbar macht. — Maschinenmeister Bayer berichtete sodann über moderne Flugaschenfänger unb über Rauchverhütung. Llus seinen Darlegungen ging hervor, daß für größere Feuerungsanlagen industrieller Werke die Flugaschenabscheidung von erheblicher Wichtigkeit wird und baß bie Rauch- 0 er Hütungsfrage zum mindesten für industtielle Feuerungen heute als gelöst angesehen werden darf. — Sodann gab Bergassess-r Scheer er einen Ueberblick über bie Unfälle beim hessischen Bergbätt im Jahre 1910. Von insgesamt 129 gemeldeten Unfällen waren 4 tödlich und 8 schwerer Natur, die übrigen leichter. Zwei tödliche Unfälle erfolgten durch Sturz in die Tiefe, je einer durch Quetschung bei ber Schachtförderung und durch hereinbrechende Gesteinmassen. Die übrigen Unfälle waren in ber Hauptsache solche bei der Förderung und solche durch Stein- unb Kohlenfall. Während im großen Durchschnitt einer längeren Reihe von Jahren auf die Förderung und auf Steinoder Kohlenfall je etwa ein Drittel der Unfälle gerechnet werden muß, ist im Jahre 1910 die Verringerung der schweren Stein- und Kohlenfälle deutlich bemerkbar. Dem entsprechend erscheint ber Anteil ber Förderunfälle bann allerdings höher. Auf ihre Verringerung ist nunmehr erhöhtes Gewicht zu legen. Alle sonstigen Unfallunachen nehmen zusammen etwa das letzte Drittel her Unfallsumme ein. — Endlich erläuterte Bergrat K ö b r i ch bie Formalitäten bei Bildung einer Gewerkschaft. Tas Berggesetz sieht die Entstehung einer Gewerkschaft unter ganz bestimmten formellen Voraussetzungen vor, deren Nichtbeachtung fi'tt die Beteiligten insofern unangenehm ist, als bie sämtlichen Formalitäten notariell ober gerichtlich beurkundet werden müssen unb bei Formfehlern hoppelte Kosten für deren Beseitigung entstehen. Besondere Sorgfalt ist darauf zu verwenden, daß die Beteiligten beim Erwerb des Bergwerkseigentums bie Rechtsform des Miteigentums vermeiden und daß sie bei Erwerb mehrerer Bergwerke als Grundlage der zu bildenden Gewerkschaft nur eins von diesen Bergwerken bezeichnen. Weitere Gesichtspuntte sind die Auswahl des Gewerkschaftsnamens, die Form und der Inhalt des Statuts, bie Anzahl ber Kure, etwaige Abweichungen von gesetzlichen Besttmmungen und schließlich die praktische Regelung ber Geschäftsführung. Alle biefe Punkte geben ber Bergbehörbe hälftig Anlaß zu formellen Bemängelungen ber gewerkschaftlichen Gründungsakte unb gestatten bie notwendige amtliche Bestätigung nicht. — Außerdem wurde die neueste Fachliteratur besprochen und bie nächste Betriebsleiterkonferenz für den 22. März in Hungen in Aussicht genommen. ** Kolosseum. Man schreibt uns: Die Vorstellung gestern abend war recht interessant. Als die höchst staunenswerten Experimente, die Herr Chambly in den größten Theatern des Jn- und Lluslandes vorführte, bezweifelteii zwei Herren jedes Experiment. Sie mußten aber schließlich zu ihrem größten Erstaunen entdecken, dast sämtliche Experimente für sie unerklärlich blieben, was im Publikum große Heiterkeit erregte. ** Stadttheater. Ein Abonnent hat, wie uns mitgeteilt wird, die von ihm abonnierte Proszeniumsloge gekündigt, mit der Begründung, daß in derselben während Der Vorstellungen — insbesondere sei dies am letzten Freitag der Fall gewesen — eine Kälte geherrscht habe, die den Aufenthalt .trotz Ueberziehers unmöglich gemacht habe, so daß bie 'Insassen der Loge im 2. Akt das Theater verlassen hätten. ** Zigarren die b stahl. AuS einer hiesigen Wirtschaft wurden in den letzten Tagen tausend Zigarren gestohlen, Sie befinden sich in Packungen von je 100 Stück in blauem Packpapier. Vor Ankauf wird gewarnt. ” (Sin Schmal-Reh ist vorgestern durch die Lahn geschwommen und hält sich seit zwei Tagen in der Rahe der menschlichen Wohnungen in den Garten der Lahnstraße auf Versuche, das Tier einzufangen, um eS im Walde wieder auS- zusetzen, waren vergeblich. Landkreis Gießen. V Ich Wieseck, 10. Jan. 9tach der so befriedigend verlaufenen Versammlung wegen der Erlangung einer Straßenbahn für unsere Gemeinde halten es einige Leute, die nicht in die Versammlung gekommen waren, für löbliches Unternehmen, gegen das Projekt Stimmung in der Gemeinde zu machen. Verwiinderlich iil, daß ein Herr den Leuten erzählt, . N tyÄW LiielU ! Sem""1’ tibt lll'. !1,öt |orn" *w 510B-'rflnen tyir h?remrn fh"1» d-» , »it S«iwf * n,, 'Jiiiqil bat, bndCl -Kindermehl Alle Zchulkinder im 57. Lebensjahre. Bilanz Mk. Passiva. 9)lt. ssVi 1519 025,34 64 ()87,IM 832) Vorstand. Holzschuhe I zum Warm- und rocke, empfiehlt 8. Koblermaun, Bleichstratze 12. 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Eine fürsorgliche Mutter wird daher den Kleinen eine Tafle deS ebenso gern ge- trunkenen als nahrhaften Van HoutenS Cacao geben, anstatt Kaffee, der keinen Nährstoff enthält und den Nerven nicht zuträglich ist. Selbst für Erwachsene versucht man jetzt den Kaffee durch chemische Prozefle weniger schädlich zu machen. Warum die Kinder nicht lieber gleich an Van Houtens Cacao gewöhnen? Sie werden die Strapazen der Schiile viel leichter ertragen und nicht blaß und müde nach Hause kommen. AuM Silbingtr, Wen, N-tierswea 79. * x Ms Klagoma m Um« fßin So*« BneumatiWe 5- V. nechnele die allerdings : Mark. Tas GeiD ,gä 3 Monate Unter« rtad)t, daß der Schade» Prima Kuh- und Mtlciseh per Pfund 68 Psg. ^10) Babuboftzraße 43. Gebrauchter, gut erdalt. (323 3jt Streich-Baß au kaufen gcs. Schriftl. Angeb. mit Preis u Nr. 100 postlagernd Holzheim Kr. 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Die in den fehlen Tagen tn den verschiedensten Orten versuchte Abhaltung von Versammlungen der Ausständigen im Freies wurde von der Behörde energisch unterdrückt Für, morgen ist unterdessen durch die Verbände der Bergarbeiter eine große Kundgebung geplant, weshalb aus der Provinz wettere Verslär^lngen hierher berufen werden. Auch die Truppen werden bereit geha?ten. Die Einfuhr der Ruhrkohlen nimmt verstärktem m>ape zu. Es machen sich erneut Bestrebungen geltend, fremde Bergarbeiter zu gewinnen, weshalb Streikposten an den Zugen ari8.lt. Jan. lieber Brüssel Wirb gemeldet, der Herzog von Vendeme habe seinem Vetter, dem Herzog von Orleans, zu verstehen gegeben, daß Belgien, wenn 's auch ein gastfreundliches Land sei, mit seinen Nachbarn in Frieden leben wolle. Es werde ihm deshalb unangenehm sein, wenn der Herzog seine politischen Versammlungen weiter in Belgien veranstalten wolle. _ . Große Unterschlagungen sind in der Ortsfrank en fasse für Handwerker tn Köln vorgetammen. Du ßcnintreuungen liegen vukle Jahre ruruck und wurden nuht auf- gebedt, weil der Kassierer und der Buchhalter fcanb m .^anb arbeiteten. Die Höhe ber veruntreuten Summe ist noch nicht !‘|19SiCn“iruf ber Zeche „Mnigm Elisabeth» bei Essen nusge- brockt eneS Feuer zerstörte das Innere des dertunnelS, so daß die Fördereinrichtung zusammenfiel. Menschei ihb gestern abend ein Keller brand in einem Tapetenlager ans, der die Feuerwehr über fünf Stundeti in Ansprnch nahm nnd bei dem vier Fmer njeltnU|eBiebe(bne9rgÜb = erfiar6 im Aller von 83 » der tu Karst lin der Rheinprovinz geborene erzbischöfliche Slat und katholische Stadtpfarrer: a. D. Franz Wrlms In der Filiale der Darmstadter Bank in Kott- b u s sind 25 000 Mark unterschlagen worden. Ern 19,ahriger Buchhalter, der mit dieser Summe nach der PostanM geschickt worden war, ist von diesem Geschäftsgang nicht zurückgekehrt. Es wird angenommen, daß er smchttg ist Der „Oberschl. Ztg." zufolge wurden drei Räuber die ntn Dimstaa in Dziedib den Ortspfarrer ermordet ?7d bl"ubt haben, der Tat überführt und in 3»l>t»e Wo Ite in Kohlenbergwerk beschäftigt waren, verhaftet. Ter Ikr- l. als sich ihm zufällig hiesigen Schuhwaren. 31 die Frau am Aus- chuhe roea und enlfloh. Wochen llntersuchums- en ihm die bürgerlichw ■ uns ly JtO , nt 6 «m Bot, ;°sd°NT in bet bluhes «SfMb । ib qlss,^vieren i? lbc=imrt£in,or^ Ü 9trabe u J. dort S'ÄlbSft Ngen zu durch lelehut £ vier zu 6at I aegen Seiten ÄLe?ln ’nbere Dasi ^i?4l>anb J »■S* i 11 Berletzunq M «Sirch. irfn92?tubene Mch Kulten, um utuette Letze;u^ ' hskalischen Waldes bnnie die Fährte I l Mtgekehrt in bem bot dem Fuller- >a dm Ariilcl, r, 6.m bezüglich stlcher udnn mit Vorwürfen ill, M da Ä ‘n °>-td.» Iti, ", Meter entfernt, es veü üim sie in einem TntJem; der tzusch wie der Krof- ler leichten, seit etroa en Grad Kälte roitb rpütnreichung, nicht ) steht fester auf dch „ vielfachen ,rinort IN ub WinteM 3. ? s-u DeI, ^l « ? en ersten :iüi( uuZLeas döyer für die W^runtf auf Dauor u < cn^(auf, M 3g eiligun lungen i, .^nitnPnrl Bestünföuugeu einzeln^ 55 377 17 120,37 100,— 2158,79 88,06 157,37 5 -’8,H4 o 556,58 64 087,18 Giessen, Löbers Hof z, den n Januar 1911. Die Beerdteunff findet Freitag den 13. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. fteiacr ließ die Banditen mmeymen, als sie ihre Ausweispaplere oer?angten, um angeblich in die russische Heimat abzuwandern. Ein an dem Stachelzaundraht der Btarrer bangen gebliebenn Stoffrest paßt genau in das beschädigte Kleidungsituck eines Taters, : Auasburg wird am Mittwoch der Ersinder des : Neinsten Len kbali o ns der Welt, der schwedische In qenieur F 0 r st m a n n, einen ersten Aufstieg unternehmen In Klausenburg muhte s.ch em Arzt wcgcn einer tzalsqeschnrulst einer Operatwn unterzrehen. Er lieg sich vorher rasieren. Der Äehilse kam d-ber der Geschwulst zu nahe, schnitt sie auf und traf die Schlagader. Der Durch rine^Explosion wurde die Pulverfabrik bri der ÄVaT ä" «’äm ’ä v. Tote unter den Trümmern liegen. . c>» Zscherben bei Nietleben brannte etne mit etro6 gefüllte Scheune nieder. Unter den Trümmern wurden d r e i v e r- r ° kV He 'u!iter'c?leife^beim russischen R 01 e n Kreuz ind über 50 Personen verwickelt. Es sind 'ucrlt Agenten. In >er Provinz wurden über eine Million Mark Perun- -r-uvEn sesta-st-llt. ein,r Meldung aus Astrachan auf einer Eisscholle ins Kaspische Meer hinausgetrieren. Aus Baku ist ein RettungSdamp.-r abgeaangem Km Kiental wurden durch eine Lawine vier Holz- a x b-?t er au» bem Scharnach al perschut t e t. D t ex Mann sind tot, einer schwer verwundet. Zwei von den Umgekommenen AdolfsB u s^ch in NeiM)vrk, ein fledorener Kastel e r^ überwies der Havard-Universität wertere 100 (X)0 Dollars für den Neub au d es d eut s ch e n M u,| eum s. Dre Universität beschloß, das Museum, mrt desten Bau begonnen 1 morden ist, Germaniamuseum Adolphus Busch Hall zu nennen, ________ Todes-Anzeige Gestern abend 9 Uhr entschlief sanft nach längerem, schwerem Leidm mein lieber Gatte, unser guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Jobs. Adam, Installateur Frau mjLLjlt fllfl zm 'lluibcfitrn Kleidunaoilücken, sowie zur Hand-Ltrickerei., 0106]_______Tammstrafie 4oITL ^Französin für Konversation ge- fucüL Siunde 2 Atark. Schrinl. Angeboie unter 0252 an den Giefiener Anzeiaer erb. Siachhilfe. ®SSä8lSS? Nachhilfe in Malheinaiik, Französisch, Englisch, Deutsch und Geschichte. Wnbcr. tn der Geschäfts- stelle des Gieß. Anz._________1025/ Kind wird in liebevolle Pflege aenonu, auch geg. einm. Bergüig Gnoclo, Wicieck, Tonitr. 16. 2 ältere Damen A«, Kreisen suchen Pension in feiner Familie 'als einzige Pensionäre) rür mehrere Monate Ivon Mutte Avril an) Gefl. Lfierten erbeten unter F.01 an Haaieuttein und Vogler, '21- to. Kaffcl. lbvl0/i | ^rima 91u{}tol)lcn,sllnt(jracib tollten. Em- u.llitmbrikcM : sowie klciWkiWchtcö Holz: empfiehlt 130 fig.Unverzagt, Kaiser-Allee 15 Versteigerung. Freitag den l.r. Januar isd. Js., nachniittags 3 Uur, sollen nn städtischen P>andlokale, Selters- weg 11 dahter, Schreibmche, Sofas, 2 Klaviere, 1 Billard, 2 Pferde, 1 Kassenlchxank und l Wagen versteigert werden. 334 ® e mmecker, PsanomeiUer. Kartoffeln । >lagnum donum, gelbe Mäuschen iSalatkartofieli empfiehlt 330 I. Weisel. Telewn 88. Hennes Lehr-Institut für Damen und Herren, Giessen, Bahnhofstr. 39 p. Gute u. gewissenhafte Ausbildung tn Tchön> und Lchnellickrcibcn, Buchführung n. emf., bopo. und ameriL Lynem, kaufin. Ncchncn, ttorrefvondcn-, Wechtellebre, Ttcnographte, 'JJiflfdjincn» fchrcibcn, Nund- u.Lack>chrnt rc. - Tages- und Abend-Kurse.- Anmeldungen täglich- l08” Empfehlung Verpacken von Möbel u. Porzellan aller Art, reparieren u. ilechien : von Stühlen und im aufpoüeren der Mäbcl empfiehlt sich . (Mil Hcrtrich, Lchrctner, 00Q69) Kirchenvlatz 21.________ 4 Pfandleihe ♦ 010097) konzessioniert Brandgasse 8 11. Etage. Lehrerin für Mathematik und Latein für junge Dcuue gesucht. Siunde 2 Mark. Schristl. 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'2H4 erster nlteqer hat 'llorocf zwei tmti- " Jen',« bei leiner Sanbimg in Irummer ge'logen imb f b; 1«ärgern, die sich bisher bödiiien« theoreufch um die All a'imll ...„„inert hatten, einen Todesschreck etnneingt. MrS. Pyne, die i j .rfhrtte junge Gemahlin des üansbesigerS .tameS Wyne, Job um Mütagch.nude sorglos mit ihrer ^e!eUschafteii.i, Mm Al.ce c öltet-, am rxenfter ihrer hübichen kleinen Billa und plauderte viel tt.cht von den schönen Errungenschaften der niodernen Technik. Da rlöalich, fo tnirb un .Newnork American erzählt DirS. Wy, wollie gerade eine lusitae kleine Bemerkung machen, einen che»i- , !en Einfall, einen Heinen Witz - da erschütterte ein furchlbarer klon daS kleine Laus >.nd klirrend brachen die ^nsiericheiben Die beiden Frauen stürzten en.letst zuruck, und sahen 'ich , wte änderbar gesonnte steile VehiivniiDtiadteii einen Augenblick in da. Lnrn« d-«°nr«gtrn um bann unter muuhertichem «evoiter ,u i ?er'ch>vi,'den. Der vausherr, der in dem Ptirterrezunmer seine, Ma gerade d.e Ehancen einer verschmusten ll.inen Lpeknlatton b-tedinetc stürzte aus die Strane, stift in dem Augenblick, als eu,e rieftae Flugntaschiue herabsiel und vor seinen «ninen liegen blte war der Aerovlan MorockS. ein Lchnelder-Ziveidecker, mit dem ter Belgier von bem Flugplatz in Guttenberg in 'Jlnu-Jeriet) nm bem Eolumbia ZirkuS fliegen wollte. Amchemend hatte er »loj lid) lein Programm geändert, sei es, dag der Alotor versagte orer er emen Augenblick d.e Steuerung ue-lor: er ftattete dem guten mir. Wune einen völlig uneriva,icteii Bemch ab. Ter ^turz oer lief ührlgens ohne schlimme Folgen, nur an den £men trug ie, Ebener einige Hautab chürsungen davon. Air. Wune aber hat den Knuriilrr imb ben tncHb.der benellt, um km VBur-dnm um. seii Spuren der Flugkunst Ul befreien, und das Dienstmädchen oeinert sich hartnäckig, ihre Pflicht der Fen'terreu.igung zu veriehen ;a sie Angsi hat, ba j ein untemehmenber Aviatiker aus ben Eustall lommen tömUe, bei ihr zu .fenfteiüt*. Kleine Tageschronlk. Märkte. t fc Frankfurt a. M., 9. Ian. Heu. und St Lohmar kt. Angefahren waren 8 Wagen Heu^ und 6Wagen StrohMan notierte: Heu 3/0-5,50 Mk., etrot) (Korntangstroll) MO bi« o t.) Ptk.» tcirrflroh 0,00-0,00 Mk. Alle« ver 50 Kilo. Geschäft flott. —' Tie Zufuhren waren aus Oberhesjen und dem Kreise Tieburg. , _______ Bricstaften der Uedaktion. Autler in A. Büdingen liegt 133 Meter übei der Meeresoberfläche, Oltdda 1 3 Meter, Ortenberg 13bMeter, Gedern 315 Bieter, das Klubhaus aui dem Hoherodskovf <67 Bieter. ^Verlauf der Witterung leit gestern früh: Mit mi6erorbent- licber Geschivindigkeit ist ein Tief im Westen Schottlands erschienen mid bat das -poebdruckgebtet über Frankreich oil.uQr(d flebronat Unter dem Emflnh des vochS batten 'vir gestern noch bett eie« Wetter und in der Nacht Strahlungstrost Doch macht sich die Nähe der rafch heranrückenden Zyklone beretlg heute- früh m zunehmender Bewölkung bemerkbar. Ter Eintritt südwestlicher Wurde M®«"au«rICMfn in Hellen mn Töimertlng beinlS Starte bis stürmische Sübnreflroinbe, Erwarmung, Nrcberschlag« 1Ä- gestern 19 cm kchuee. «eben. ocfterit 28 cm Schnee, L>ol eiodskovi 6^—HO cm, Westeiwald 30 p.s tOcm. Aelbberq i. T. 60-80 cm.