Zweiter Blatt Nr. |78 161. Jahrgang Erscheint ISgllch mit Durnahme bei Sonntag». Tie „Gllhever La»lUevblLtter- werden dem »Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, dal „Krelsbkrtt fir den Kreis Gieße," zweimal wöchentlich. Die .^anbwirtlchastlich«, Zeit« trage»" erscheinen monatlich zweimal. Berichtes: Am Mittwoch, den 26. Juli, fand im Physikalischen Institut VereinSocrsammlung statt. In den geschästilchen VUt- tcilungcn ermähnte Professor Richarz, baß die Deutsche VerbandSzeitschrist vom nächsten Jahre ab für einen Abonnc» rnentSpreis von nur 2,85 iDif. durch den Verein zu beziehen ist. Ferner sind die VcreinSabzeichcn entfprcchcltd dem sriihcren Vereiuöbeschluß fertiggestellt und zum Preise von je 1 Mark durch den Verein zu beziehen. Nach Beendigung dcS geschäftlichen Teiles hielt Lbcrarzt Dr. Dietrich einen außer- ordcntllch lebendigen Bericht über die Etappe Kassel deö Deutschen RundflugeS. Weiter sprach dann noch in sehr lürcbc und Schule. Professoren-Erklarung zu dem Spruchgericht Staatsangehörige. Tie Greife mit größeren Städten und vorwiegend Industrie treibender Bevölkerung, m denen et- •• Hessischer Verein für Luftschifsahrt. Die Ortsgruppe Marburg des Hessischen Verein« für Luftschlffahrt bittet uns untcrm 31. ds. 2)113. um Aufnahme dcS folgenden Dienstag, 1. August 19U Stotalionßbrud und Verlag der Br üblichen Universität» - Buch- und Eieinbrudcrel A. Lange, Dießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e-sA dl. Redaktion: 112. rel.-AbruAnze,gerDieben. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Gerade jetzt eben ist Niesten wieder glücklich an der ftlipbe vorbcigesegelt, etwas wirklich Gutes, Sd;önes und dringend Notwendiges zu erhalten, was der Stadt gänzlich , mangelt- ein städtischer freier Platt. Das man hier „Platz" nennt, z. B. Kreuzplatz, Markt, platz, Lindenplatz, bedeutet gleichfalls nur eine historische Erinnerung. Äicviel Platz mag hier einst gewesen sein! Zcht ist für einen Platz kein Platz mehr und der Fremde erschrickt, wenn er den Eingeborenen fragt, wie komme ich auf den remplafr und die Antwort erhält- „Fremdling staune nicht, du stehst auf dem Platz. Hier in Gießen gibt ei keine größeren Plätze, unsere Stadtregierung leidet an Platzangst. Paßt cs dir nicht, so wandere mit Deinen übertriebenen Vorstellungen in daS Land Utopia". Auch der Brandptatz ist bekanntlich kein „Platz", sondern nur eine breitere Straße, er will auch gar kein Platz sein, sondern nur der Ort eines großen Brandes. Wer nun jetzt auf diesem Platze die Ausräumungsarbeiten beobachtet, der wird, wenn er ein Fremder ist, mit dem Wagemut revolutionärer, unhistorifcher gebauten begabt, sofort glauben, hier wird endlich etwas geschaffen, was der Stadt GiCszen fehlt, ein städtischer P t a tz. Bei jeder Staubwolke der fallenden Lehmwände wird er erleichtert aufatmen. Als aber der Schreiber dieser Zeilen kürzlich einen dort in der -lut seines Hauses stehenden Gießener Herrn zu diesem Projekt beglückwünschte, zog man ihn schleunigst in das ipoiw und flüsterte: Um Gottes willen, Fremdling: mache mich und dich nicht unglücklich, so etwas laut zu äußern, ^rete Platze» wo beul ft bu hin, nur der verdient die Freiheit und das Leben, der täglich sie erobern muß. Lust schnappt;a auch der Mameluck, Mund halten ist hier höchster ^dinuia. Der Mann schien mit diesen klassischen Zitaten em dunkles Geheimnis zu umgeben. Ich verließ ihn, aber ich verstlurd die Sachlage nicht. Der Unbefangene muß schon aus der Lage der Marktlauben, die nicht übel sind, erkennen, daß eine weitblickende frühere Stadtregierung schon eingeseheit hat, hier muß 4>aS Gerümpel einmal fallen, es entsteht bann von selbst ein prächtiger Marktplatz. Tie architektonisch wirksame protestantische Kirche wird frei und wird ihn nicht unbedeutend abschließen, die Marktlauben bestimmen seinen Charakter und wenn man anstatt der moosigen, dunklen Quelle auf dem allen Marktplatz mit ihren drei Unratfaften einen sauberen, klaren Brunnen auf den Platz stellt, dann könnte man hier mit Vergnügen dem Marktbilde zusehen, welches sich jetzt in Straßen zusammen gequetscht nicht entwickeln kann. Zugleich würde der breite Platz den t^rkehr verschiedener Stadtteile erleichtern. Ich war inzwischen zu meinem neuen Gießener Freunde zurückgelehrt. Mcht übel, sagte er, aber der Geist der Großzügigkeit ist leider verzogen und die Göttin des guten Geschmacks ebenfalls, ich glaube nach Wetzlar ober wohin ins Preußische. Gießen wurde ihr zu technisch und schwärmt zu sehr für die simplen Künste der Addition und Subtraktion, bei denen für die Schönhell nie etwas übrig bleibt. Sie hat Recht. Also mit dem freien, schönen Platz wird es nichts. £cr Besitzer des abgerissenen Hauses, der zweifellos bereit gewesen wäre, diesen Platz der Stadt einzuräumen, muß au derselben Stelle neubauen, aber es geht das Gerücht, es solle ein „Ttonumentatbau" entstehen. Hier wird menten» „monumental" gebaut. Selbstredend, wenn dies erste Monument entsteht, ist für alle Zukunft die Möglichkeit, hier einen Platz voll Licht, Lust und Freiheit zu gewinnen, verloren, auch wenn die Göttin des i^schmackes vier einmal wieder einkehren sollte, was jedoch vermittle >nge dauert. Es Lin Marttplatz für Liehen! Wir geben die nachstehenden Ausführungen eine*. Gießener Herrn gerne wieder, ba bie darin erhoben' Klage über das Wiederbebaucn des Platzes zwischen Schloßgasse und Marktlauben unseres Crack tens einer öffentlichen Besprechung im Stadtverordneten- kollegium wert wäre. So scharf und bllter auch bic übrigen Ausführungen in der Zuschrift klingen, sie sind jedenfalls der Absicht entsprungen, im Interesse der Stadt auf Schaden und Mangel aufmertsam zu machen. Wir gehen aber wohl in der Annahme nicht fehl, daß die städtische Behörde Widerstände und Bedenken auszudecken in der Lage ist, die den Fall in etwas anderem Lichte erscheinen lassen. Namentlich wird wohl wieder die Frage sein, ob die Besitzer der „Lehmpasteten" genötigt werden können, gegen annehmbare Entschädigung ihr Gebiet der Stadt abzutreten. Die Zuschrift lautet: In einer Maiitzcr Zeitung wurde kürzlich die unglaubliche Mär verkündet: Gießen sei die drohende Konkurrenz einer Universität in Frankfurt ganz gleichgültig, Gießen habe nn feiner Universität wenig Interesse, das Ziel der Stadt läge ganz anderswo, Gießen wolle vor allen Tingen eine große stabt lverden Solchen verwerflichen Gerüchten gegenüber ist cd freudig zu begrüßen, daß jeder unbefangene Besucher Gießens sofort sieht, das ist elende Verleumdung. Wachs!um iinb Charakter der Stabt kommen durch ihre Bau- tätigkeit besonders zum Ausdruck und lver diese hier beachtet erkennt, daß überall ad oeulos demoilstrieil wird, das-, Gießen gar nicht daran denkt, eine große Stadt werden 5 wollen. Wenn man hier auch einmal von „Stabtcrwcilc- rung" spricht, so sieht man doch deutlich genug, daß man bic „Stabtverengerung" höher schätzt. Man hat hier zu viel historischen sinn, um bas gemütliche Alte aufaugeben und c^ durch Neues, „Modernes" zu ersetzen, selbst wenn das segensreich wäre. Darauf lonnnt c5 doch wahrhaftig nicht an, sondern daraus, daß man in heutiger Zeit sich der Zukunft erhält, seine Nerven schont, das Gehirn nicht mit neuen Gedanken belastet Man hält fick hier gottlob noch an das Vorbild der Natur, Die nichts Neues baut, sondern nach Dein Gesetz Der Metamorphose verfahrt. So baut auch bie stabt Gießen vorwiegend Metamorphosen. Eine alte Bude nach der andern wird abgerissen. — Wie konnten diese Lehm- pajleten nur so lange stehen? — Aber man baut vernünftigerweise an derselben Stelle wieder auf, mit verändertem Over- oder Unterteil, „wie'S trefft". So merkt man gar nicht bie peinliche Veiaiiderung unb fühlt sich wohl in der alten Behaglichkeit. Wie kann man behaupten, Gießen wolle mit Gewalt eine große Stadt werden? bleibt nun nichts übrig, als auch die übrigen Sehmbaradcn Stadt und Land, säuberlich Stück für Stück abzubrechen und dafür immer ' ©ießen, 1. August 1911. wieder einen Monumentalbau an den andern zu Heben. Und I «kr wenn dieser Monumcnialklumpcn fertig ist, roirb man dir ** Säuglingsheim. Im vc: tossencn cha.tSk q Veränderung kaum unangenehm empfinden. I ist bie Zabl der nn Heim untcrgebrachten Säuglinge wiCc er E hid h er, der ewig junge, der überall Wechsel unb Ibebeutenb gestiegen. Stan 6u im Vorjahr sanden Wandet auf seiner Wanderfahrt sieht, wird, wenn er wieder ,910.11 77 hilfsbedürftige Pfleglinge Ausnahme und konnten über Gießen reift, erstaunt an dieser Stelle st» Ustehen und , $ untcc sachgemäßer Pflege unb Aufsicht gut entwickeln, sagen: Als ich das- letzte Mal oorüberkam, war hier ein öctunbl)C1t8.ullflnb war wahrend des ganzen Jahres Tredflumpcn, ic|it ift er ein steinllumpcn gcnorlMm^ßicl. .-ncbcnflc(lcnb. c3 UQrbcn iw ganzen b Amber, all« an leicht, wenn ich nach Zahrhunocrien deS,elbigen Weges 3 ' c Erkrankungen Die Zahl der Todesfall.' iü fahre, wird der steintTumpcn wieder ein Drcckklumpen fein, accioeiueuen nionumgen. - q m Goll! wie inteteffant sind doch manche staiuc! prozentual gegen bie Vorjahre zuiuckgegangen. .' der pfleg ' _____: — linge waren unehclicher, '/, ehelicher Herkunft, cm Beweis, w bur*» .xiä'ä'x ÄMSÄSiSS 5* ■« L schon längst eine FuUcrknapvheit ringeltet en fei, bic bie Durch haben mehrere krasfe Tüchligkeit ift alles Gewicht allein auf die Lehre gelegt 2 vmmer 1913 eine Künstler-Kolonie-Ausstcllung zu norden. Daraus erwächst für den deutschen Protcüaniismus die veranstalten. Diese wird zeigen, daß die Kolonie über Gefahr, daß überall die Neigung vcritärft werde, nicht mrf das Wechsel der Personen hinaus ihrem alten künstlerischen Lebe-l un Geist Ie u Ehrlsti, sondern au; ^e m ^ren ^rü ramni treu geblieben ist. Die Stadt Darmstadt ist "l ’ÄSen Ä tt Ät Ä 0eten worden, ihr Ausstellungshaus aus der Mathilden- eine bc andere Gerahr warnend hinzuweisen. Unserer studierenden, hohe zur Verfuaung zu stellen. Autzcrdem wird man von uod) in der Entwicklung begriffenen theologischen Jugend muß den Etagenbaufern, Die am Olbrichweg östlich deö ^is» ein solches Vcrfahien bie llnbefaiiaenheit des wismischafllichen ftellungsgebäudes, nach dem Proiekt des Pcofesfors Albin Studiums nehmen und bic Freudigleit zum künftigen praklpchen Müller bis zum Frühjahr 1913 errichtet werben, zwei für Amt trüben. Uns aber wird bte akadcimche ^luigabc ^erschwert, Ausstellung in Anspruch nehmen, um hier künstlerische die auf Pflege crniter christlicher Ge'iiumng in voller ^w:lichkeil I Wohnungseinrichtungen zu zeigen, wie sie für Mietwob» und Wahrheu gerichtet fein muß, wenn fie cmea inneren -Bert nunQen üon Familien mittleren Einkommens geeignet sind, und em Da-emsrechi «u den UimoeMwtÄkulwlln In dem städtischen Ausstellungshaus dagegen sollen unter ^n^?sür k.rck?ich a^ w häuei!! anderem verschiedene größere, zum Teil nut dekorativen ie ihre Stellung int Organismus der deutschen Universitäten ver- Malereien zu schmückende Räume in virlr und müßten aufgehoben werden, ^nbem wir so auf bte vorgeführt werden. ^aS künstlerisch dnrchzubildcnde Aus- unabsehbaren Folgen der Erschütterung des auf ftänbige Fühlung» stellungsgasthaus wird wahrscheinlich in den Platanenhatn nähme zwi-'chen Glauben und Wissenschaft angewiesenen Protestan- kommen. Die geplante Ausstellung stellt nicht nur den tismus hindeuten, sprechen wir unterzeichneten atademisttfcn Lehrer der Kolonie, sondern auch der Kunst-Jndustrie die Hoffnung aus, daß das spriichkollegium m den Formen fcuierl^^^ bem zpunsr-Gewerbe schöne unb lohnenbe Aufgaben, bisherigen Wirksamkeit weiterhin md)t mehr m Tätigkeit treten 1^^ Auszeichnung solcher Firmen, bie mit hervorragenben wird. (h.ninerer (öieften) — SauerIinbuftricllcn ober gewerblichen Leistungen auf ber Aus- >ö— «aumaarten fsiel) — Bousfcl (Göttingen — slellung vertreten sein werben, ist eine Anzahl von staats- EddcÄarblllg?- E°ru Kul> - Cd (0ie6en) - »ider mebatllen »on ber Gr-hherzoglichen Rcgicrung erbeten SttaStarg) - @rafe -Bonn) - Gregor» iLeiNzig, - Greßmann worden. Die gelchästliche Leitung ber Ausstellung hat ou, Berlin) — Gunkel gießen) — Guthe.Leipzig- — Heitmüller Anorbnung bes Großherzogs bie ftabmettSbiref- Marburg) — Herrmann (Marburg) — Zülicher (Marburg- — tion übernommen, bic zu ihrer Unterstützung einen Aus- Kruger (Gießen) - Küchle- (Straßburg) - Lobstein lstrag- Silben wirb. MbbD-s^Le«^^LÄZL)^FÄ - Der Hesstiche, Schutzoe.ein für ent- Tübingen) — Schmidt Berlin- — Sell (Bonn — Sunons lassens Gefangene gibt soeben seinen Rechenschafts. iBerlin, — Smend (Straßburg — v. Soden (Berlin) — Spttta bericht für bas Fahr 1910 11 heraus. Zrn Zahre 1310 wur- 1 Straßburg) — Troeltsch (Heidelberg) — Bolz Hübingen — bcn 244 Pfleglinge neu ausgenommen. Im Fahre 1909 LZ eine! (Jena) — Weiß (Heidelberg) — Wobbermm (Breslau ^aren es 297. Bon diesen Pfleglingen wurden teils im ' ------------— — ------- Lause des Berichtsjahres, teils erft im Fahre 1911 26 wie- politisierende gelronte -rauen. ber gestrichen. Für die statistischen Zwecke umreit dem- KnL 0 nd 0 n sind, wie uns von dorr geschriebm wird, nach 218 Pfleglinge im Fahre 1909: 294- ju_berücksichtlgen. fdion5 feit einiger Zeit Gerüchte über Meinung so er-Unter die>en 218 Pfleglingen waren 30 (1903. 61, weibliche ckiedenh eit en ernster Natur zwischen der ttöni-Gesangene <13,8 Prozentgegen 20^7 ProzentiM Vorfahre^ ,?«-Mutter von Spanien und der Gemahlin von Tem Familienfland nach waren b4 (130) Pfleglinge noch Ä Äänigin Victoria Gugenie, -ec ledig, 143 (150, »erheiratet 9 (8, verwitwet unb 2 (6) ge; breitet «ewesen und obwohl sie verschiedentlich schon als un. schieden. Jum eilten Male be|traft waren 136 (88), 82 Sät bSnc wurden, tauchen sie immer mit großer «e- (206) waren bereit- -orocitr-fl Dem Lohn,th nach em Mmmtlrnt nricler auf. Es wird behauptet, daß die Zwislig- sollen auf: die Provinz-lorkenburg: 103 Pllegl. .4/ Proz,.), rthriflcns nicbt zum ersten Mal auhreten sollen, 1909: 118 Pfleg!. (40 Pro; , die Provinz L berHessen : keU.en, ^.ubrigenv nicht zum ,er,ren ' H;|22 Pffegl. (10 Proz , 1909 : 40 Pilegl. (14 Pro;.), die Pro- ti^Ae^latur^in^ Tie üönigin-Mntter soll ihrem vmz Rheinhessen Pfleg! Proz , 19-/»: 113 ti)qer xaiuv » Deutsch- 38 Proz. , somit das Großh. Heiden im ganzen: 202 Pfleg!. S u Ä l e n uni) feine glanze Politik auf ein 92 Pro;. , 1909: 271 Pflegl. (92 Proz.). Unter den übrigen land gut zu ft dem Deut,cheu Reich hin zu,16 aus anderen deutfchen Bundesftaaten stammenden ÄS1 «Sii* jvll UC hingen waren 6 preußischeund je 3 bayerische und badi.chc Wn, unb eä wird behauptet, daß'-'—------- atnbtm unb es verschiedentlich zu recht heftigen Szenen kam- Schwarzbrot 2 Kg. 54 Big. 90 50 89 42 78 Weidemastschase . 43-00 86-00 43 86 48-51 49 63 48-51 49 63 45-47 57-60 46 58 Bett* 19,9 9,9 I Höchste Temperatur am 30. bii 31. Juli — Ntedrigste . . 30. , 31. ™ + 31,1 * J. En gros: Tribas & Sandheim, Giessen. 40 57 57 46 öl 86 93 Sonnenschein Bew. Himmel Sonnenschein 61 54 49 46 102 90 83 77 73 61 Juli August lull 61—65 61—65 37 30 211 9“ 7«* 746,6 747,1 748,6 KZ» ZG 8 5 2 30,3 ! 13,0 24 0 12,6 Weizen 100 Sig. 21.80—00.00 Da. Roggen 100 Kg. 16.75—17.00 Mk. Schweine. Bollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht Bollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht . Bollfleischige Schweine über 2'/, Zentner Lebendgewicht Fleischige Schweine unter 80 kg Lebend- N-S 31. 31. 1. Landwirtschaft. Neckarsulm, 31. Juli. Ein halbstündiger heftiger Hagelschlag in Größe von Taubeneiern vernichtete die Gc- tisiäwnte und die Weinberge. «i TI Es» NE NE N _ Au^enHa < > Lanolin-Seife veioich: 53 4 2 4 gewicht 47-48 60—61 47 60 Ueberstand: Rinder Ueberstand, Kälber und Schafs geräumt, Schweine langsam geräumt. H Marke ..Faustring" ur.prungl, R«,epl vom langjÄhr. febrifc.ele* der 4i«ii.in9>„i,; c. Naumann, Offenbach a. M. * Markte. «tesren, 1. Ang. Marktbericht. Auf heutigem Wocken- markte kostete: Butter pr. Bid. 1,25-1.30 Akt., Hühnereier 1 St. 8-9 Big., Enteneier 1 Sluck 9-10 W, Ganseerer 1 Ttuck 10 bis 15 Big., Käse pr. St. 6—8 Psg., Kasematte pr. St. 5—6 Pfg., Lauben pr Br. 0,80—1,00 Dif., Hühner pr. et. 1,00—1,60 Dif., Kalmen pr. Stück 0,80—1,80 M., Enten pr. St. 1,80—2,20 Dlf^ Gänse das Psd. 75-80 Vsg., Ochsenfleisch pr. Psd 86-94 Big., lltindflelsch pr. Psimd 86—90 Psg., Knhfleisch 70 Pfg^ Schweme- sleisch pr. Pfund 70—90 Psg., Kalbfleisch vr. Psd. 76—80 Psg., Hammelfleisch pr. Psd. 60—88 Psg., Kartoffeln vr. 100 Kg. 10.00 bis 12.00 Dif., Weißkraut das Stuck 30 bis 40 Psg., Zwiebeln per 3tr. 8,00—9,00 Dif., Milch das Liter 20 Psg., Aepsel per 20 bis 30 Mk., Nüsse 100 Stück 50—60 Psg., per Ztr. 0—00 Dif., Bohnen per Psd. 00-00 Psg , Kirschen das Md 20 -30 Psg. Gurken 100 Stück 4,00-4,50 Dif. Marktzeit von 7—1 Uhr. F.C. Wiesbaden. D ie hh o'-Mart rberi cht vom 31. Juli. Austrieb - Rinder 64 (Ochsen 31, Kühe 33, Bullen 00), Kälber 33, Schake 8, Schweine 245. Tendenz: Rmder, Kälber, Schafe und Schweine mittelmäßig. Preis Durch- Arbeiterbewegung. w- Ossetibach a. Di., 1 Ang. Lohnbewegung. Die bicfigen Svenglergesellen sind tit eine Lohnbewegung etn- qelreien und streben den Abschluß eines Tarifvertrages a>i. Tie Dleifier sind zu einem Tarifvertrag bereit und schlagen ziir Beratung frie Zeit voni 1. November 1911 bi3 1. Diät 1912 vor. Sie würden üch dann für eine allgemeine süniprozentige Lohn^ erhöhung vom 1. April 1912 an bereit erklären. Tie Gesellen iveideu heute abend in öffentlicher Versammlung hierzu Stellung liehnten. Erfurt, 31. Juli. Von etwa 400 Arbeitern und Arbeiterinnen der Lampenfabrik K a e st n e r & Taebelmann ist die Hälfte in den AuSstand getreten. Geriehtrsaal. ** Gießen, 30. Juli. Das Kriegsgerichk der 25. Division war gestern im Gerichtszimmer der Zeughauskaserne Mam- mengetreten, um zu entscheiden, ob gegen den Unteroffizier der Reserve 23., der im Juni dieses Jahres von der Strafkammer in Mainz wegen Diebstahls, Betrugs und Urkundenfälschung zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden war, wegen genannter Straftaten auf Degradation zu erkennen sei. Der Angeklagte gab seine Bestrafung zu. Der Vertreter der Anklage beantragte gegen W. auf Degradation zu erkennen, oa man einen, ivegen derartiger Vergehen bestraften Mann nicht als Vorgesetzten in der Armee gebrauchen könne. Das Gericht erkannte dem Anträge gemäß. — Wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt und öfsentlick)er Beleidigung hatte sich der Musketier Packes der 3. Kompagnie des Jnfanterie-Leib-Regiments Großherzogin Nr^. 117 zu verantworten. Er war während seines Osterurlaubs am dritten Feiertag in Wetter mit dem Polizeisergeanten in Konflikt geraten. Der Polizeisergeant, mit dem der Angeklagte sckron Engere Zeit auf gespanntem Fuße steht, wollte ben Namen eines bei Backes befindlichen Burschen seststellen. Hierbei äußerte der Angettagte zu seinein Kollegen: „Dieser Lump hat mich auch schon 14 Tage ins Loch geschafft und dabei einen falschen Eid geschworen" Schließlich gab er deni Beamten auch einen Stoß vor die Brust: hierauf entfernte er sich dann eiligst. Der Angeklagte^wurde somit für schuldig befunden, sich des Widerstandes gegen die Staatsgewalt und der öffentlichen Beamtenbeleiügung schuldig gemacht zu haben. Wegen des ersteren Vergehens wurde eine Woche und wegen des letzteren Vergehens 10 Tage Gefängnis beantragt. Ferner wurde beantragt, dem Beleidigten bic Publikationsbefugnis zuzusprechen. Das Gericht billigte dem Angeklagten mildernde Umftönbc zu und erkannte auf eine Geldstrafe von 25 Mark, im Uneinbringlichkeitsfalle auf 5 Tage Gefängnis. Auch sprach es dem Beleidigten die Befugnis zu, das Urteil auf Kosten des Angeklagten an der Ortstafel zu Wetter bekannt zu macheii. Bioson ist blutbildend, es belebt den ganzen Körper aufs Neue! Ihren Arzt- Berlins. 58, ben 26. März 1911. Fetner Nerven konnte ich bei bem ®c beruhigend und stärkend auf Hlet»n2:»™ ein.^ Zunahme meines Körpergewichtes S ~e*1 arbeitsunfähig und in ärztlicher ™ LdLmit "'einem Arzt Rücksprache über qu»^-»^Äonte, daß ich es 'M Gebrauch habe. Schon nach einigen Wochen bekam ich ein frischeres Aussehen und der Appetit nahm zu. Auch mein Arzt freute sich über meine gesunde Gesichts- HAfHtUh^mwrn^H0innClve?nhben- P™ bcnt Geschmack und Bekömm- ftnmilieim mlhlSUum. äufrieben und werde es in meiner faQc ftctö anwenden. Bor Allem ist Bioson blut' &Qn2cnJ£dröer aufs Neue. Oskar Donati, iPUnterschrift beglaubigt: Friedrich X t 5 -L = <2 => 3 3. «"CS3 L 3 iS -L Ötti* L = 9? A § 8 a «3 2 61 8 S = = 5 3 QO L-M Cl 3^ s c Z. a- ° 5 ■ 2 X s 3* 1 = ä 3 2 IS 2 2 4 Gffaarflecfiien 8 5 2 54 49 46 10! 90 83 77 •52 36-92 44 77-80 1 61—65 1 61-65 46 61 88 83 73 64 Ä ff - g? 5 ^-2" ■61 88-93 48 85-87 ■63 90-96 37 30 Sl L 3 5ß 5? Ü* -39 70-75 -34 60-68 r4 - s *0 3 io?# « s ! o'c' e 5*. 3 2: = 3* cn-y 5 2 §1 öZ'd -- 2 — k a& t (?) s 8 Slä ■ff?? - Cii 11 J2? 5=-?" S»’. S’eÖ» «2*= M ff 3 2- 3 SB» LZZK -55 89-92 51 80-86 48 74-80 O= =2 -« a<* 3 cj rs ►* 5*£ M 5 6onneää Lew. gönnen^1’ S?s^ g§£:- ß-Z Wein- und ObstpreRsen mit Differentlal-Hcbeldruckwerk Hydraulische Keltern Tranben- und ObMmüblen Illustrierte Kataloge gratis u. franko! Statt jeder besonderen Anzeige. Heute abend ll1/* Uhr verschied im 77. Lebensjahr nach kurzem Le,den mein lieber Mann Herr Philipp Schröder Maschinenmeister i. P. der BuderuS'schen Eisenwerke in Lollar. Um stille Teilnahme bittet im Namen der trauernd Hinterbliebenen Wilhelmine Schröder geb. Färber. Lollar, den 30. Juli 1911. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 2. August, LS .» — *se ag-s + 31)1 M 117.1 * S'Ol“ *Ä- SJ — 53 61» Todes-Anzeige Heute morgen 4 Uhr entschlief nach langem, schwerem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden meine liebe Gattin, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Urgrossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante ^791 Frau Elise Margarethe Sack, geb. Rinn im 75. Lebensjahre, was tiefbetrübt anzeigen die trauernden Hinterbliebenen. Heuchelheim, den 31. Juli 1911. Die Beerdigung find. Mittwoch, d. 2. Aug., mittags 1 Uhr, v. Sterbeh. Sandweg 1 aus statt. 5- - e * a* 22^ s % o-d.s 4 2 4 W2S1 DÜCHSCHER & (& Eisengiesserei und Maschinenfabrik in Wecker Bahnhof D. Grossh. Luxemburg. — Im deutschen 2?5 Schöne Zuchthühner drei Monate all, (?nten (4änfc rc. liefert M. Bcckcr. Weidenau Lieg. Katalog grat, b*,« 3 - *3^- ’zr ® S ~ #4 JX3 — 5 SS’ 3. 3* 5,® o BÖDfe, Tretet, Locken, vaar Hbf fetten. lonuet i«bettel u. Perücken werden btllio an gefertigt. Lvezialität in nraiien u.weistenHaaeen. .3i>Vfc werden nelärbt. Tamcn-Movitoaicben mit »riinr 1 Mk. bei (87» Selterswea 43. (#cfc tiloctbeltr. KZ-ff 3^3 ^^5 S YUs IS.SB' a ?5^?3 1^3 g* 3. ZZ Mz $8 5 3x5 _.. 3^88=^53. , 5 i z «•'; S®!;3 o 5 «« er — - Danksagung. ftüt die vielen Beweise bertlicher Teilnahme bei dem Heimgänge unseres lieben Sobnchenö sorectien wir allen auf bicfcm Wege unseren innigsten Dank aufl. Familie Karl Heutzner. 3 ® 5 (~£2 ö'STCci 3 3 i m“ Z- 7; - »-92 ZSZ." I A S-Yo-.sS-S o »T -- Q_y o 5. ■ r*. c TL- 5- = SS- o Cr_ CK (uO .2 — 3*-- er s:^fsrg" zMt 2 = r ■H *' ** = "®N=: »' te** vr. P,d. 86-91 A» 'Ich 70 Ps» tzd4>^ 'Rein vr. loo o. ,«2- > d°i $» *‘W’-1 Uhrr”1 'äS'-Tiitft sS"‘ müs^ £«& *"»X «icid)! Vto 100 Ulun) diSvon-itt CC 5 5* Damen-Stiefel hochelegant 01 = G> »^3 2 3 $^=*2. 3 5 n 3 I 5*#. *1 2 ff"9 81 . "LS A. Welz, Seltersweg 6 Bezirks-Sparkasse (Sichen Die am 1. Juli l. I. fällig gewesenen halbjährlichen Zinsen von Darlehen auS unserer Rasse können nur noch bis zum 10. August er. ohne Kosten bezahlt werden. Line nochmalige spezielle Aufforderung erfolgt nicht. Gießen, am 29. Juli 1911. 2 8ss5§?8 3 «SS. 3 ^2.“ sr 2 g. a ff ** o* a •So -2,»; n g" C* _ = ^.2 2. er LZ Lff r-- «c L 5 S-^ZZ 2* tc® G3 ;d:r 51 8 d C-O SiS^- (IlejS ZM?L ir5* 6| iigi % 2 - A6ff-r.ä * " ° 9 ° 5 e Z-LKLsiZ* E 2.2 » 5- s-G>|Sä.||-®g” Ij-S ä i— c —. — Ihr eigener Schade ist es, wenn Sie nicht zu mir kommen. Sie kaufen in meinem Beeilen Sie sich kommen Sie, bevor die Vorräte vergriffen sind. tvUäsvü rper » Sz-VK WrM SSW 2 3s S* 5^5* LffZ- 3 s1-. S * 3 tc 2 e: «Swis*? = s^® = Aktion. nberüdsichtigt.) hung an. Nach unltrtt vortlid), der ihn oetor- barungen getroffen [iud. lvas gegen den Emtras enden sein, obwohl w orin des elgenllidien Hl eine qeroifie 5elbfmnb^ )ie Namen so «nltofla lamen, soweit Re hen. Wdflä!?* nb, werden^lackerlich^ Neuratl (1®^* an« 5. August: 20_k_ Workstation SW L8T-A S. — O- s^L 3 L ° ff« „ " 313 s-$S Z 3 Uhh - S5-13 __ä 2-^ " 5 »p3 S'S'G/e cr-X* 2 2.32: ? <$u » ■*. 2.C - == D- a* *4 2 " g"G) |fg$OPI 3® 3 o 00 3.^»'L s '?2.3'rr:i& 5 o er 5 LS 2-2-^s ■= 5 W=S &-2S Sä* 2- S — r, _ V- =!» 3 - — s or= SC'Eo.J B V o ä-g* ? ‘J 6) 3 ? ffLsL ‘ S £ 8* ff L ' ro g;g ? FZL-KIZ 0 L 3 _ - ä ®Srl!=. •5'3 - S 73 *1 '-.er3 D r. ix> ä« « " 3 3 ZZsK S =;2 baeLt* .«1 Gie*6”* belw' F.LS ninn. S Kreisblatt für den Kreis Gietzen. s? X>CJ =Lo »=> 3 5‘P" i® ’S as 7t-» '<5 Xi — -O o >—•' e« - SÄ«' =(3 o » aL 2 _ HSNKrs £*>•— £E x>.2 'S -O 2« = '•- " = •- 3 ® XD E 8Z§ XXnS. u 0-0 JO ZI 1» S O 23 o P?? ,. c K^gCi' UO 1-1 TD" ? ,-rr .£*^•5 EbZ : §G _ £ 2"c § 'XT .2 • -.. z?rc. 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