Nr. M Erstes Blatt" W. Faytgang Dienstag, 9. Mal M Ter Älcfjentr »njel-er ÄfflÄ® W W mo i::" *5Tf.,viertel- erscheint taglick, ai.ver A ▲ ▲▲ fäbrltd) W. »20; burtf) wP vIIl IbIl IIII I XjI 11 wieIbIIII ^CzlVI|VllV> JVtHVi wlrtfd)ofeid)eScitfragen Ab Ukrantroorllid) für ben Fernfprech - Anschluffe: BF polüischen Teil: August General-Anzeiger für Oberhefsen Anzeiger (dienen. V ' » ' ' . ... ... . - rath* ftir .Stabt unb jnnagme von Anzeigen Rotafionsbrud unö Verlag der vrühl'fchen Unlv.'Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: rchulstratze r. Land-: Ehetz; lür ben ni oon5tto$nsmu'()t" Büdingen: Zernsprecher Nr. 50 Seschäslrfteüe vahnhofftra^ü-. stmewdi: &■ Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Der Kaifer in Straßburg und Metz. Der gestern gemeldete Zwischenfall in Straßburg, bei die boniiv Studentenschaft veranlaßte, den Denkmalsplatz :u ticr(aj|cn, mußte allen Beteiligten äußerst peinlich sein Cb i ■ notig loar, das; bei kommandierende General die Stuben Ich unfreundlich von ihrem Aufstcllunqsplatzc ZN t Tie Studenten haben in einem Telegramm an den Kaiser sich geradezu über den Vorfall bcfchlvert. Tie ^otfle war, daß am gestrigen Montag unmittelbar nach dem Borbeimarsch der £nippen eine besondere Huldigung der Studenten vor dem Kaiser stattfand, wobei dieser die bemerkenswerte Ermahnung ergehen ließ, stets möchten die Interessen des Vaterlandes denen der Partei v o r a n g e st e l l t werden Bei unseren heutigen volitischen Berhältnissechist diese Mahnung ja so oft auch von anderen Stellen ausgesprochen worden, und hoffentlich wird der Straßburger Tag den beteiligten jungen Akademikern allezeit in der Erinnerung bleiben. Wir erhalten über den Aufenthalt des Kaisers in den Reichslanden folgende Berichte: Der Kaiser unb die Strasburger Studenten. i- Straßburg, 8. Mai. Ter Kaiser nahm heute bonuittag um 10 Uhr einen Bo rbe im a»rsch d er Trup pen der Garnison ab. Ter Borbeimarsch wurde von Frcihcrrn v. d. CM fr kommandiert. Ter kommandierende General v. Fabcck erhielt den Roten Adlerordcn Erster Klasse mit Eick>enlaub. Inzwischen war von der Universität her die gesamte Studentenschaft der Kai s c r - W i l he t m - U n i - 6 er f i t ä t angcrückt, geführt vom Rektor Magnificeniissi» mus mit der Kette, voran die Chargierten in vollem Wichs mit Jahnen und blanken Schlägern, dahinter in impo- ) an teilt Zuge über 2000 Studenten Ter Rektor meldete dem Kaiser, daß die Studenten bereit ständen, ihrem Kaiser' und Herrn die Huldigung darzubringen. Ter Borst i; c u d e d e s S t n d e n t c n a u s f di u sses trat, während die Chargierten einen Halbkreis bildeten, vor, dankte dem Kaiser füi die gütige Erlaubnis und sagte, daß die Studenten mit aller Begeisterung, der die alademische Jugend fähig sei, dem großen Führer des deutschen Volkes ent- gcgcnjubele. An ihrem Ehrentage lege sie das heilige Gelöbnis ab, daß, wenn sie dereinst Mitwirken dürfe an den heiligen Aufgaben des Vaterlandes, sie stets treu zu Kaiser unb Reich hallen werde. Ter Redner schloß mit entern dreifachen Hott) auf den Kaiser. Hierailf wurde ein BerS der Nationalhymne gesungen. Der Kaiser erwiderte darauf mit folgenden Worten: ^d) fr reche Jlmcn meinen Tank aus rin dir Huldigung, bic «Sie Mir ioeben bargebrad)t haben. Iw erwarte von Ihnen, wenn Sie ent ft ins Leben biiuntstrctcn werden. Sie fiel mit haben werden, aus bem, nni-> in nnievem Baterlande vorgeht, b n fe b i c Partei ii t du. die Hauptsache i ft, sondcrii einzig und allein das Gedeihen unseres Vaterlandes und unseres ^Volkes; iDcnn Sie das Interesse daran voranftclttn, so hosie Ich, baß stets Ihr Leitstern und Ziel fei: das Wohl des Vaterlandes." Die Studenten zogen hierauf vorm Kaiser vorüber sich gruppenweise verneigend. Ter Kaiser zog hierauf noch den Rektor ins Gespräch. Tas Frühstück wurde beim kommandierenden .General v. Fabeck eingenommen. fciernad) begab sich der Kaiser im Automobil nach Meß. Auf der F-ahrt 'vurdcn die Forts der Ostfront besichtigt. Ter Reichskanzler hat in der Nacht Straßburg verlassen. Fürst zu Fürsten berg reist heute ab. Ter Kaiser in Metz. Meß, 8. Mai. Ter Kaiser ist um 6 Uhr 15 Min. nebst Oiefolge in Automobilen, von dem zahlreich die Straßen säumenden Publikum mit begeisterten Hochrufen begrüßt, vor dem Generalkommando eingetroffen, wo er ab stieg. Obschon die Anlvesenheit des Kaisers hier diesmal einen mehr militärischen Charakter trägt und jede amtliche Begrüßung unterbleibt, Hal die Stadt doch rcid)en Flaggen- jdimiid angelegt, namentlich die Kasernen und öffentlichen (Gebäude, insbesondere die, welche der Kaiser mit einem Besuche beehren wird, zeichnen sich durch reichen Flaggen- sd)inuck aus. Auf dem ganzen Wege von Straßburg bis Meß wurde der Kaiser überall herzlich begrüßt, viele Blumenspcnden wurden ihm überreicht. And) in den Straßen von Met) hieß den Kaiser eine große Menschenmenge mit daueritden Hochrufen willkommen. Heute abend folgte der Kaiser einer Einladung des B e z i r k s p r ä s i d c n t c n und der Gräfin v. Zeppelin Aschhcmsen Kim Diner. Aufdem Wege zum Bezirkspräsidium hatten die schulen von Met) Aufstellung genommen. Zu dein Diner waren außer den Herren des Gefolges u a. geladen: Statthalter Graf Wedel, kommandierender General u. Prittwiü und Gaffron, der Gouverneur non Metz Generalleutnant v. Oven, Generalinspekteur Gene rallentnant Mudra, Präsident des Landcsausschusscs Staatsrat v. Iaunez, Bürgermeister Dr. Forst unh Polizei Präsident Baumbad) von Kaimberg. Heute abend beginnt eine größere militärische Hebung. Nach dem Tiner im -Bezirksprüsidium überreichte der Bczirkspräsidcnt Graf Zeppeün-Aschhausen als Vorsitzender der Gesellschaft für l o t h r i n g i s ch e A l t e r t u tu s l u n d e dem Kaiser das Jahrbuch der Gesellfchast, ferner eine Schrirt des Obersten Schramm über Rekonstrultionen griccliischer und römischer Geschütze, fodann zwei Faksimile von neugebundencn lothringischen Urkunden. Der Kaiser verließ das Bezirkspräsidium erst nach W o Uhr. Die Stadt ist festlid) beleuchtet. Der Vormarsch der französischen tjiifsfoloimen in Marokko. Die Kgtoune Brularo gerät, wenn man den neuesten Pariser Meldungen vollen (Glauben schenken darf, bei ihrem Vordringen in Schmierigkeiten. Natürlid) ist dann die nationale Ehre im Spiele, unb die Besetzung von Fe; wird vielleicht bodi erfolgen. Es gibt aber auch Politiker in Frankreich, die über die Absichten der Regierung kein Blatt vor den Mund nehmen. Jaurös schildert die Lage in seiner „Humamte" sehr richtig und malt seinen Landteutcn kein verlockendes Zukunftsbild Dazu zeigt sich der spanische Widerstand rüdhaltloscr als bisher. Zwischen Madrid und Paris scheint der Faden voller Uebereinstimmnng so in Verwirrung geraten zu sein, daß cs sid) aud) in der spanischen Kammer mit besorgten Anfragen regt. Und, was das Bedeutsamste ist, die spanische Regierung hat an der Nord- spitze Maroklos, zwisd)en Ceuta und Tetuan, militärische Maßnahmen entwickelt unb damit Frankreich deutlich gewarnt. Paris, 8. Mai. 2iach Meldungen der die Kolonne Brulard begleitenden Sonderberichterstatter befand sich >iese >bvlonnc am 2. Mai noch in El mnitro. Ter Marsch ei mit Schwierigkeiten verbunden, da sich die Psade tn ehr schlechtem Zustand befänden. Tic Stämme seien zumeist feindselig g e s i ii n t unb zögen sich vor der Kolonne zurück. Ein Versuch, die Kavallerie mit Geräte zu versorgen, fd)eiterle daran, daß die Bewohner eines Dorfes, dessen Kaid die Lieferung übernommen hatte, sich in den Wald von Namura flüchteten.^ Tort fände eine große Ansammlung von verschiedenen «täminen statt, die wahrsck)einlid) einen Angriff auf die Kolonne Bntlard planen. 'i?ur ein einziger Äard des Zermnr -stammes habe bem Sb er st Brulard Die Versicherung gegeben, daß die Zemnrs wenigstens während des Turchinarsches der Kolonne eine wohlwoilende Neutralität beobachten würden. Nach den letzten Nachrichten sei die Kolonne genötigt, mindestens bis zum 4. Mai in El Krinra zu lagern. Iaurös schreibt in der „Humanits": Unsere Sioloiiiicn werden alio nach Fe; niaridiieren. ^dion während des Marsches lönncn schwere Zwischenfälle cintreten, wenn die Stämme, wie die Meldungen behaupten, fanatisieren und feindselig sind. Tann werden fie den sranzvsisciien Streit' Träft en uicllcidrt einen furchtbaren Widerstand eiUgegenseveu /.'Iller- lei U e b e r r a s chn n g e n sindmöglich , und wenn die sranzö- sischeu Truppen in Fez ciiididen, bcftm bedeutet das den moralischen Untergang des Sultans, der in den Augen aller Marokkaner als int Spielzeug der Frembcn erscheinen wird. Namentlich in Südmarokko werden bann Ausstände ausbrechen. Europa wird gegen b.u- irnnzöfiiche Vorgehen Einwände erheben. Deutschland und Spanien werden sich gegen uns verbinden, und Frank eich wird sich entweder aus dem marokkanischen Faschoo.i zuiÄck'.iehen oder durch Zugeständnisse aller Art von Deutschland das Recht erkaufen müssen, sich mit Spanien in Marokko zu teilen, welches der Anarchie verfallen and von Haß gegen die Fremden erfüllt sein wird. T a u g c r, 8. Mai Die „Agencc Havas" meldet unterm 7. Mai: Gestern würbe bei Laleh ein z w e i t c r T r a n e - • Port ohne Begleitmannschaften von herumstreifenden Ma- roftancrii angegriffen, wobei ein Trainunteroffizier getötet unb zwei eingeborene ^olbatcn verwundet mürben. Einer der bei dem Angriff auf den ersten Kämeltranspon. verwundetcu französischen Solbateu ist gestorben. Tie scheri- fische Harka konzentriert sich bei Laleh. Pari s, b. Mai. „Agencc Havas" meldet ans Rabat: Arn 5. Mai überschritten zwei Eskadronen Spachs und zwei Kompanien der Fremdenlegion mit dreihundert Kamelen unb Munition ben Buregreg. Spaniens Entschlüsse. Tic Sprache der französischen Blätter gegen Spanien nimmt täglich an Schärfe zu. So schreibt bic „Liverts": „Es heißt, die Spanier hätten durch ihre Polizeiopera t i o n r n bei Ceuta Frankreich zum Nachdenken gezwungen". Tie französische öffentliche Meinung bat in den lefricn Tagen in der Tat fehl viel nawgedacht und ist zu dem Ergebnis gelaügt, daß Spanien es lediglich Frankreich zu Dcrbaitfcn hat, wenn es in Marotto feftsitzt, daß Frankreich die Tätigkeit Spaniens durchaus ehrlich und entschiedcu unterstüvt hat, daß Frankreid) für alles, was es für Spanien geleistet unb bezahlt hat, nur B er- leumdung unb Beleidigung, sowie^Gefährtntng seines eigenen Kapitals einheimft Tas möge sich Spanien vor Augen halten, ehe es zu wett geht. In einer Tangerer Meldung wird behauptet, daß die ipaniiuyyij*^ryj)tcn über Unruhen in Letuan durelwus erfunden tritt iw"! er devtlicher zu Tage, daß die Spanier u»kc allen Mitteln nur ben Vorwand zu einer ebenso ungecechtr^rtlgren wie. gefährlichen militärijcbcn Tenwn- ftration schiffen^wollen. Nach einer Blättermelbung findet in Bourgos in Spanien eiste Zusammenziehung von Truppen, darunter Vic Aurreisc der dcutschen Süöpolarerpeüition. Aus B r c m c r h a v c n wirb uns unterm Mai geschrieben: Die Ausreise des unter Führung des bayerischen Oberleutnants Dr. Fikchner stehenden Südpotarex- pebition auf bem Schiffe „Deutschlanb" fanb gestern nadmiittag von hier aus vei herrlichstem Frühlingswetter statt. Zu Ehren der Expcbition würbe vom bremischen Lcnato- eine Ab sch ie b s feier Veranstalter, deren auswärtige Teilnehmer mit einem Sonberzuge im Kaiserhafen, wo bas Expeditionsschiff lag, cintrafen. Unter den 150 Herren und Tarnen befanden sich der bayerifd;c Staats» 'Minister Frhr. v. Feilitzsch, der bayerische Gesandte tn Berlin, Gras v. Lerchen selb, fast sämtliche Muglteber des bretnischen Senates und zahlreiche deutsche Univcrsi» tätsprofcssorcn, mehrere Offiziere, ferner der Vcrtteter des Reichsmarineamts, Kapitän zur Lee, Behm, und Vertreter verschiedener anderer staarltcher unb städtischer Behörden. Der Bürgermeister, Senator Tr. Barkhauscn, brachte ein Hoch auf den Kaiser unb den Prinzregenten Luitpold aus. Ter bayerische Gesandte in Berlin, Graf v. Lerch cnfelb, wünschte im Auftrage des Prinzregenten, dem Expeditionsschiff eine gute Ausfahrt, bic Erreichung seines Zieles unb eine glückliche Heimkehr Er dankte allen, die zur Turchführung der Expebition beigetragen haben und schloß mit einem Hoch auf den kräftigen Förderer der Forschungsreise, ben bremischen Senat Generalmajor Bertrab feierte den Expebitionsführcr Cberleutn. Fi 1 chner. Eber» leutnant Filchncr brachte auf afle Förderer der Expedition ein Hock) aus. Tic Glückwünsche der Deutschen Gesellschaft' für Erdkunde und der fmbierendcu deutschen akademischen Jugend, welche bic Expedition mit Begeisterung begrüßte, brachte Geheimrat Professor Pcnck Berlin bar. Tie Abschiedsgrüße seiner bayerischen Regimentskameraden vom Regiment „König." übermittelte Pkajvr Knebel; er überreichte ein Andenken an bas Regiment. Als ältester deutsd;er Geograph wünschte Prvsefjor Wagner-Göt-- tingcii der Expebitton Glück auf ben Weg. Um 3 Uhr nachmittags erfolgte bic Ausfahrt des Expeditionsschiffes. Bevor bic Fahrt angetreten würbe, wünschte Ministerialdirektor Lewaid im Namen des Reirns lanzlers, des Staats,etrctärs v. Tirpitz und des lbcinisters Delbrück bem Schisse eine glückliche ^ayrt. In Begleitung des Lloybdampscrs „Vorwärts" trat bas Expeditionsschiff dann )eine Fahrt an. Auf der Höhe des Forts Brinkamc- hof wurden zwischen den beiden Sck)isfen noch herzliche Ab jchiedsgrüße gewechselt. Tann steuerte bic „Deutschland" der offenen See zu, während bas Begleitschiff nach Bremerhaven znrückkchrte. — Eiii bisher unbekannter Brief Beethovens befindet fid) in Der Autographensannnlung des Wiener Sammlers Hofrat Tr. Gustav o. Furie. Er Hai nach dem Neuen Wiener Tagblalt folgenden Wortlaut, der in getreuer Beibehaltung Der Schreibweise des Originals wiedergegeben ist: Aufschnu auf der Außenseite: „Anoden Fieiherrn von Türcheim u. u. S.ilerstctte No. 855 3ter Stock." Am der Fnncnseüe: „Fch war mit meinem Bruder, welcher m einer Angelegenheit mu ihnen nor wendig zu sprechen Hai, schon mein lieber T. gestern rnehrmalen bei ihnen, da man nrir getagt, daß Sie heure gegen Ein uhr in Der Böhmischen Äanzlej sein werden, so werd ub wieder dort mit meinem Ärn Bruder Bürger!. Apotheker in Linz zu chnen kommen, nicht aber um sie nicht zu finden, sondern um sie zu finden allda — Vergessen sie unsere alte Freundschon nicht, und wenn Sie was für meinen Bruder rhun können, ohne die österreichische Monarchie um z u ft oben, so hoffe ich, sie bereit zu finden. — leben sic woht lieber Freiherr und lassen sie sich heute finden, bedenken sie, daß auch ich ein Freiherr bin, wenn auch nicht dem Nahmen nach!!!! mit inniger Achtung ihr Freund unb Tiener fubnng Van Beethvwen." Ter Brief ist undatiert. Der Beethovensoricher Dr. Th. v. Frimmcl glaubt ihn aber um 1815 datieren zu können. Was Beethovens Bruder FohMin, der jcit 1807/08 in Lin; Apotheker war, von dem Frlwn. v. Türkheim wollte, geht aus bem Brief nicht hervor. Frimmel will aus der launigen Bemerkung Äec- thcuerJ über fernen namenlosen FreihermstLnd schließen, daß es sich darum gehandelt M>e, bem von Johann und auch von Ludwig fälldüid) als Adclsprüdikat gebrüteten „Dan" ihres Familiennamens bic österreichische Adelsgclrung zu verschaffen. Dann müßte man allerdings annehmen, daß Ludwig dieses Unternehmen seines Bruders von vornhercin für aussichtslos gehalten hätte, denn anderufalls wäre die Anerkennung des vermeinUichen Adels auch seine eigene Sache gewesen, während er in dem Briefe nur von einem Anliegen seines Bruders, des bürgerl. Apothekers, spricht, dkatürlicher erfdjeüit mir daher die Amiahme, daß es sich um eine berufliche Angelegenheit des Apothekers gehandelt habe, ^rt der der befreundete Sanitälsreferertt der böhmischen ^ofkanzlei um Beistand angegangen werden sollte. Wenn übrigens die Schreibung „Äeethowen" nicht etwa auf einem Lesefehler beruht, so ginge daraus hervor, daß Beerhooen den dort mit w geschriebenen LäM auch jv Z^ProchM Hal, gljo nicht jme f. — Nerventaubhcit durch Elektrizität. Aus Paris wird berichtet: Zwei Aerzte aus Dijon, die Toktoren L e c l c r c und G r e in a u x, haben erfolgreiche Versuche gemacht, durch den elektrischen Strom eine örtliche Ncroentaubheit hervorzurmcn, die bei größeren Operationen Anwendung finben kann. Bei einem Manne, dem ein Finger abgenommen werden sollte, wurde eine große Elektrode au) bem Rücken befestigt, eine anbere auf den <'onxrarm gelegt, ^ann wurde ein schwacher Strom hindnrchgeschickt, der dem Patienten die Empfindung hervorrief, al5 ob der Arm nut Nadeln gestochen wurde, bann aber eine völlige Unempfindlichkeit zur Folge frattc. Die beiden Aerztc erblicken oie Voriiiige bie)cr cknimiwu '.'.-lethobc dann, daß keine Vergiftiuigserfcheiiiuiig hervorgerufen werden kann, daß eine genaue ÄbsMfung der Stärke möglich ist unb daß die Empfinrmngs- loiigfcit in dem Moment amgchopen luirb, wo man den Strom unterbricht. Die Cpericrtcn kommen sofort wieder zu sich und haben auch nicht den Zustand der Halbbetäubung, der nach der Anwendung von Chloroform gewöhnlich ist. Tie beiden Aerzte haben erst eine große Zahl von Tierversuchen angestellt, ehe sie zu der Anwendmig auf den Menschen übergingen. — ttrant pen c n u c l itinjcumcni eben. Der Hygienc-Prosessor an der Kopenhagener Universität, H. A. Nielsen, hat an der Hand der ofteologischen Befunde von G16 im Kopenhagener Nationalmuicilm aufbewahrten Skeletten aus der Stemzeit versucht, über bic Krankheiten der damaligen Zeit Aufklärungen zu erhalten. Wie wir der „Politifch-anthropol. Rundschau" entnehmen, waren Die Skelette je zur Hälfte männlichen und weiblichen Geschlechts und stammten aus den verschiedensten Lebensaltern. Unter ihnen waren die Langschädel in der Mehrzahl und wo sich eine dlbweichung vom Langschädelthpus zeigte, handelte es sich fast immer um männliche Skelette: bic weiblichen Skelette hatten eine weit geringere Abweichung Dom Typus anfzuweisen. Die Körperhöhe bet in Frage stehenden Steinzeitmenschen unterscheidet sich nickt wesenckick Don bet uw setigcn: die Dutchfcknitishöl?e betrug für Männer 170, für Frau, .i 150 Zentimeter. An einer Reihe von sugendlicken, betonbev werblicken Skeletten wurde RüdgralsDerkrümmung -eftn ■?. andere Kennzeichen beuteten auf Was'crkvpf, Gicht, englische st rar.: beit, Knochenfraß im inneren Ohr mit Durchbruch in die Schädcl- böhle. Zahnkaries war verhältnisrnäfig selten, jedoch zcigkcn bic Zähne rm allgemeinen eine sehr starke Abnutzung. — Kurze Nachrichten aus Kunst unb Wissenschaft. Gabnelo d' A n n u n z l o verpflichtet sich, für R i ch a r b Strauß ein Libretto zu schreiben. Zm Fuli wollen Dichter unb Komponist tn Paris zusammentreffen. — Seinen 70. Geburtstag feiert am 9. Mai der Botaniker, Proiessor Dr. Gregor Kraus in Würzburg. Er ist am V. ÜJlai l&il zuBadOrb geboren. eint'r Artillerie- und Genicableitung statt, welche nach Äia- Yaga und Melilla ab geh en werden. Madrid, 8. Mai. Der Minister des Aeußern Garcia Prieto hatte heute -eine längere Unterredung mit dem französischen Botschafter. — Das Parlament hat 'heute seine Sitzungen wieder ausgenommen. — Im Senat fragte der Konservative Maestro wegen der Marokkosangelegenheit an. Der Minister des Aeußern erklärte, er werde die Anfrage an einem späteren Zeitpunkte beantwor- ten. Er gab sodann eine kurze Aufklärung über die jüngsten Operationen in Ceuta, deren einziger Zweck die Aufrechterhaltung der Ordnung in jener Gegend sei. Die Umgestaltung bt- englischen Oberhäuser. London, 8. Mai. Im Oberhaus brachte Lord -Oansdowne feine Gesetzesvorlage für die Umgestaltung -des Oberhauses ein und erklärte, cs sei die feste Ueber- izeugung der Unionisten, das; keine dauernde Lösung der konstitutionellen Frage ohne die Umgestaltung der Zweiten ^Kammer möglich sei. Die Unionisten wünschten eine Zweite Kammer zu erhalten, die durch ihre Fähigkeit, ihr Ansehen und ihre Unabhängigkeit das Vertrauen 'des Landes besitzen und in enger Fühlung mit der öffentlichen Meinung des Landes stehen, aber nichteinSprel- ball der Volkslaune fein würde. Die neue Zweite Kammer sollte aus 350 Lords des Parlaments bestehen. Hundert von ihnen sollten erbliche Peers sein und von den anderen erblichen Peers gewählt werden. Aber ihre Wahl sollte keine bedingungslose sein, denn die Peers müßten gewisse Eigenschaften besitzen, um als Lords des Parlaments gewählt werden zu können. Zu den Befähigungen sollen gerechnet werden: die Stellungen im amtlichen oder öffentlichen Dienst oder ein bestimmter Rang in Armee oder Flotte. Tie erste Lesung des Gesetzentwurfs des Lords Laus- downe zur Reform des Oberhauses wurde angenommen. Die russische Arbeiterversicherung. Petersburg, 8. Mai: In der Re ich s- d u m tis 'warnte der Handelsminister bei der fortgesetzten -Beratung der Gesetzvorlage über dieArbeiteroersiche- r u n g vor einer allzu großen Ausdehnung der Vorlage. Auch Deutschland führte die Arbeitcrversicherung all- mählich durch. Die Regierungsvorlage betreffe zwar nur die Versicherung gegen U n g l n ck s f ä l l e, aber für die 'Zukunft seien auch weitere Versicherungsarten vorgesehen. Von einer Tei ln a h m e der Arbeiter an der Ver- ivaltung, die fitz) in Oesterreich durchaus nicht bewährte, habe die Regierung abgesehen, obwohl sie sich dem deutschen System anschloß. Aenderungcn des Ausschusses, welche die Sicherstellung der Arbeiter in Krankheitsfällen beträchtlich herabsetzten, lehne die Regierung entschieden ab. Ministerwechsel in der Türkei. Die neueste Bewegung unter den Jungtürken fordert immer noch Opfer: Konstantinopel, 8. Mai. Wiener Korrespondenz- burcau. Der F ttn a n z m i n i st e r und der Unter richts- Minist er überreichten heute abend dem Großwesir ein gemeinsames Schreiben, in dem sie erklären, daß sie ein- fähen, daß die seit einiger Zeit in der Partei eut- lst a n d c n e V e r w i r r u n g sowie der dadurch nach außen gemachte Eindruck eine erfolgreiche Pflichtausübung erschwerten. Sie feien überzeugt, daß sie ihre Verpflichtungen der Kammer gegenüber nicht erfüllen könnten und sie empfänden die absolute Notwendigkeit, ihre Portefeuilles anderen, welche vielleicht mehr Erfolg haben, abzutreten. Die neue Zeit in China. Peking, 8. Mai. Ein kaiserliches Edikt macht die Zufammenfetzung des neuen Kabine11s bekannt. iPrinz^Shing wurde zum Präsidenten, Na-Tung und i-'P a u e S h i h -Chang zu Vizipräsidenten ernannt. Der •friiTjere Präsident Waiwupu Liang Dung-Pen wird jMinister der Auswärtigen Angelegenheiten. Die übrigen .Präsidenten der verschiedenen Departements werden Kabi- mettsminister. Es wird ein Geheimer Rat gebildet mit iden Großsekrerären Lu Jun-Ksiang und Jung-Ching als Präsidenten bezw. Vizepräsidenten. Die Prinzen Tsai-Tac und Pu-Lang werden gemeinschaftlich Minister des Militärrates, der anstelle des militärischen Beratungskomitees tritt. Tscu Chia-Lai bleibt stellvertretender Präsident bis zur Rückkehr von Liang Tung-Ben von Washington. Prinz Ching-Na-Tung und Haue Shih-Chang werden anstelle der .ursprünglich Ernannten zu Mitgliedern des Älusschusses er- nannt, um die Konstitution vorzubereiten. Der -Staatsrat und das Großsekrctariat werden abgeschafft. In H a n g - T s ch v u in der chinesischen Provinz T s ch e - 'Kiang ist es am 61 d. Mts. infolge der Weigerung der R e i s h ä n d l e r, die hohen Preise herabzusetzen, zu R u h e- störnngen gekommen. M eh rere Häufer d er Mandarinen wurden zerstört. Es wurden verschiedene Verhaftungen vorgcnommen. Als sich die Polizei weigerte, die Verhafteten freizulassen, griff die Menge das Gerichts- Gebäude und die Polizeistation an, wobei diese Gebäude erheblich beschädigt wurden. Mehrere Polizeibeamte wurden verletzt. Zur Wiederherstellung der Ordnung mußten Truppen aufgeboten werden. Aus Hessen. Landtagswahl in Tarmstadt. Darmstadt, 8. Mai. Heute vormittag fand im Rothaussaale die Ersatzwahl für den von seinem Mandat zurückgetretenen Abg. Oberbürgermeister Tr. Gl äs sing statt. Von den 117 Wahlmännern waren 101 erschienen. Herr Geh. Schulrat Münch, den die nationalliberäle Partei zur Wahl vorgeschlagen hatte, wurde mit IM Stimmen gewählt. Eine Stimme entfiel auf Herrn Geh. Schulrat Fo r b ach. Deutsches Ueich. Der Kaiser verlieh in Anerkennung des tapferen Verhaltens den Besatzungen der bei der Unterdrückung des ^Eingcborenenaufitandes auf Ponape beteiligten ^Schlste eine große Anzahl O r d c n s a u s z e i ch n u n g c n, u. a ,öic Schmetter zum Roten Adlerorden dritter Klasse mit Schleife .deni «vregattenkapüän V o l l e r t h u n , Kommandant des Kreuzers , fanden" dmKronenorden dritter Klasse mit Schwertern dem i^regatlentapNan Taegert, Kommandant des Kreuzers „Nürn- sberg und Korvettenkapitän Werner Siemens, bisher Kom- >Mandant des Kreuzers „Cormoran". i„ »JMf. Ztg." meldet aus Riga: Das russische -Untcrrrch tsministerium beschloß, in Leipzia ein bCU d,C P^lessoren zu Pädagogen herangebildet Ausland. Aus Rom wird gemeldet: Der BotschaftervonJagow gab am Montag nachmittag den deutschen Delegierten des Pressekongresses ein Gartenfest, zu dem über 100 Herren, teilweise mit ihren Damen, sich eingesunden hatten. Der s p a n i s ch e F i n a n z m i n i st e r legte der s p a n i s ch e n Kammer einen Gesetzentwurf vor, durch den die Oktroiab- gaben in den Kreisstädten und die Spezialabgaben auf Alkohol und Salz -aufgehoben werden. Tie Aufhebung wird stufenweise innerhalb fünf Jahre durchgeführt. Diese Abgaben werden ersetzt durch verschiedene Steuern, insbesondere eine Steuer ans gewisse nicht bebaute Grundstücke, einer Mietssteuer, eine Zu- schlagstemw auf Elektttzität und Gas sowie Steuern von D/s Prozent im Maximum auf Einkommen und Gewinne. Der Entwurf eines spanischen Vcreinsgesetzes setzt, wie uns aus Madrid gemeldet wird, fest, daß alle Vereinigungen dem gemeinen Recht unterliegen sollen. Tie Vereinigungen werden verpflichtet, der Regierung alle drei Jahre eine Uebersicht über ihre Güter und Einkünfte einzureichen. Jede religiöse Vereinigung bedarf zur Gründung die Erlaubnis der Regierung, auch die Klöster unterliegen dem gemeinen Recht. Die Staatsbeamten dürfen Vereinigungen bilden, unter der Bedingung jedoch, daß durch die Vereinigungen keine Störung des öffentlichen Dienstes hervorgerufen wird. Ausländer dürfen keine religiöse Vereinigung auf spanischem Boden gründen, ohne zuvor die Naturalisation erlangt zu haben. Ausländer dürfen an keiner politischen Vereinigung tcilneh- men; ebenso wird keine Vereinigung gestattet, von welcher mehr als ein Drittel der Mitglieder aps Ausländern besteht, selbst wenn diese naturalisiert wären. Aus StaSt und Land. Gießen, 9. Mai 1911. Titelverleihung. Der Großherzog hat dem Hofmaler Hch. Reinh. Kräh zu Darmstadt den Charakter als Professor verliehen. (Professor Kröh wurde am Sonntag 70 Jahre alt.) ** Lehrcrpersonalien. Uebertragen wurde dem Lehrer Gg. Kessel zu Schwabsburg eine Lehrerstellc an der evang. Schule zu Bingen und dem Schulamtsaspiranten Lud. Matthes aus Rieder-Modau die Lehrerstelle an der Ge- meindeschule zu Schwickartshausen, dem Lehrer Wilh. Görtz zu Drais eine Lehrerstellc an der Gemeindeschule zu Gonsenheim und dem Lehrer Ludw. Schönmehl in Klein-Wintern- heim die Lehrcrstelle an der Gemeindeschule zu Drais. — Zurückgenommcn wurde die Versetzung des Lehrers Ioh. Wagner von Zornheim nach Klein-Winternheim. ** Pers on al - Veränderungen im 18. Arm ee- korps. v. Plönnies, Major beim Stabe des Groß- herzogl. Art.-Korps, 1. Großherzogt. Hess. Feldart.-Regts. Nr. 25, als Abteil.-Kommandeur in das Cleve. Feldart.- Regt. Nr. 43 versetzt. ** 60. Geb ur ts t ag. Der Geh. Hofrat Prof. Dr. Adolf Hausen, Ordinarius und Direktor des botanischen Instituts und Gartens an der Landes-Universität, begeht morgen seinen 60. Geburtstag. Er stammt aus Altona. Dem Lehrkörper unserer Universität gehört er seit 1892 als Nachfolger von Prof. Dr. Hermann Hoffmann an. Früher lehrte er an der Technischen Hochschule zu Darmstadt. Das Ergebnis des B l u m en t a g cs. In der Stadt Gießen hat der Blumentag ungefähr 6500 Mark erbracht. Der Straßenverkauf erbrachte etiva 6200 Mark, wozu noch die Einnahmen aus den Konzerten kommen. "Die Gießener Ueberlandzentrale. Gestern nachmittag wurde mit der Gei' etnbe Krofdorf der Vertrag über die Abgabe von elektrischem Strom für Sicht» und Kraftzwecke vom städtischen Elektrizitätswerk Gießen an die Gemeinde Krofdorf abgeschlossen. Durch den Abschluß des Vertrages, der für 30 Jahre geschlossen wurde, ist eine Vergrößerung des städtischen Elektrizitätswerkes notwendig geworden, die so beschleunigt werden, soll, daß Krofdorf noch vor Ablauf des Jahres mit dem elektrischen Strom versorgt werden kann. Durch die Vergrößerung des Werkes wird eS möglich, auch noch an andere Gemeinden elektrischen Strom abzugeben, wenn sich die betr. Gemeinden bald an die Stadt wenden. ** I m Kinematograph' wird augenblicklich ein hochinteressanter Kunstfilm vorgeführt, auf dem die Zerstörung von Troja in Bildern von wahrhafter Lebendigkeit und Schönheit dargestellt ist. In großen Zügen wird uns der weltgeschichtliche Kampf zwischen Hellas und Tröja vor Augen geführt, das gewaltige Ringen zweier hochentwickelter Böller, die sich zehn Jahre lang in unermüdlichen Kämpfen bekriegten, bis eine List des verschlagenen Odysseus Pie heldenmütigen Trojaner betört und ihrer Stadt den Untergang bringt. Von den übrigen Bildern verdient vor allem die herrliche Naturaufnahme des Görnergrades rühmende Erwähnung. Nächstdem ist dann das sehr spannende Drama D i e E r r e t t u n g des Ri v a l en zu nennen und die beiden humoristischen Stücke Auch ein Rembrandt und Mörike aus Neuruppin u. a. ** Die Gießener Feuerlöf ch - Einrich tun - g,en. Man schreibt uns: Tie gestrige Notiz über den Brand in der Marburger Straße bedarf einiger Richtigstellungen. In der Wasserleitung ist stets Hochdruck eingeschaltet. Das Sch lau ch material war und ist in gutem Stande und hat nicht durch die angebliche Trockenheit gelitten. Das Platzen eines Zubringerschlauches ist auf das rücksichtslose Darauftreten durch das Publikum zurückzuführen gewesen, wodurch selbstverständlich die Wasserzuführung geschwächt wurde. Die Spritzen sind nicht wegen mangelnden Druckes in der Wasserleitung in Betrieb gesetzt worden, sondern wegen des großen Druckverlustes der zirka 150 Meter langen Schlauchlinien nach dem weit von der Straße und den Hydranten entfernt gelegenen Brandobjekte. Daß dieser Brand geringere Dimensionen angenommen und die Löscharbeiten schneller beendet worden wären, wenn die Feuerwehr ihre Geräte nach einer so entfernt liegenden Brandstelle mit Hilfe von Pferdebespannung ttansportieren konnte, steht außer allem Zweifel. Zurzeit muß aber auch der allgemeine große Alarm — selbst bei der geplanten Feuermelde-Einrichtung — noch fortbestehen bleiben, weil zur Fortbewegung jder schweren Geräte eine entsprechende Anzahl Feuerwehrmänner erst zusammen gekommen sein muß. Wenn wir einen städtischen Fuhrpark hätten, so stünden der Feuerwehr für alle solche Fälle die Hilfe der Pferde zur Verfügung; manche ausregende Alarmierung würde dann vielleicht unterbleiben tön uen, und manches würde schneller gehen. ** Die Freiwillige Sauitätskolonne vom Roten Kreuz zu Gießen hält am1 24. Mai üyre Haupt- ve Sammlung int „Kaiserhuf" ab. Die Kolonne blickt auf ihr 7. Vereinsjahr zurück. Die hil sstätigkeit der Kolonne hxtr im letzten Jahre sehr groß: es fanbt’n 310 Hilfsleistungen statt gegen 293 im Vorjahre. Dabei wurden 83 Transpotte aiisgestihrt. 'Die Hllfe wurde in 17 Fällen von der Polizei, in 2.5 Fällen von Aerzten unh in 268 Fällen von Privatpersonen verlangt. Don den Hilfeleistungen entfallen 87 auf Vcrbandsstcllen imb 22 auf Wachen bei Festen, beim Kaiserbesuch usm. Am 12. November fand ein Kursus in Kl.-Linden mit 15 und am 14. Nov. ein solcher in Gießen mit 25 Teilnehmern statt. Die Kurse leitete >iolounen- arzt Dr. Schäffer. Tie neugegründtte Zweiglolonnc Klein-Linben zählt 15 Mitglieder; Gießen hat jetzt 45 aktive und 225 unter-: stützende Mitglieder, außerdem unterstützen 22 Vereine die Kolonne.. ** Falschmeldung. Gestern nachmittag wurde ein b r c v jähriges Kind vermißt und behauptet, es sei in den Teich in der Ost-Anlage gefallen und ettrunken. Das Abiuchen des Teiches mit Stangen blieb erfolglos, weshalb das Wasser abgelassen wurde, aber eine Kindesleiche fand sich nicht. Während noch alles bei der Arbeit war, erschien die Mutter des vernüspen Kindes und sagte: „Ei, was sucht Ihr denn noch, das Kind ist ja daheim." ” Briefbestellung. Um dem Publikum nach Weg« fall des Ankunftsstempels die Kontrolle darüber zu erleichtern, ob die Briefe rechtzeitig bestellt werden, geben wir nachstehend eine Uebersicht, welche Briefe in Gießen bei den einzelnen Bestellungen planmäßig abgetragen werden sollen: LetzteBrics- Letzte Post kästen- leerunq l. Bestellung (70S SB.) Briespost von Lich 697 V. 5'°—6" V. 2. „ (1(?° V.) Zug 71 von Frankfurt (M.) 10°«V. 8'°-9"V. 3. „ (2'°N.l Zug 45 , „ 1-°N. 11"°V.-12'M. 4. o (6" N.) die Schnellzüge von Kassel und Frantturt (M.) 5" und5"N. b"-6'°N. Landkreis Gießen. (!) Saasen, 7. Mai. Zwecks Regelung der kirchlichen Verhältnisse der Orte der ehemaligen Pfarrei Wirberg-Veitsberg fand am Mittwoch bei Gastwirt Schepp eine Sitzung der Kirchen- Und Ortsvorstände vor Saasen-Veitsberg, Harbach und Lindenstruth statt. Teu Verhandlungen wohnten auch Regierungsrat Dr. Merck- Gießen und Dekan Wagner-Grünberg bei. Es handelte sich^ um die Abfindungssumme der Gemeinden Harbach und £in< denstruth an die Pfarrkirche Weits berg, welche seither von beiden Gemeinden mitbenutzt wurde. Nach längeren Verhandlungen wurden folgende Abfindungssummen be-! schlossen: Harbach zahlt an Saasen-Veitsberg 2000 Mark,' Lindenstruth 1000 Mark. Saasen-Veitsberg und Linden-^ sttuth gehören von jetzt ab zur Pfarrei Winnerod; Harbachs bleibt bei Wirberg. X Allendorf a. d. Lahn, 8. Mai. Heute kann der Eisen-, dreher Kaspar Heep auf sein vierzigjähriges Dienstjubiläimt zurückbliäen. Er ist am 8. Mai 1871 bei der Eisenbahn in Gießen eingetreten, wo er dis heute noch feinen Tienst pslichtgetrcu ausübt. _ 3um Andenken wurde ihm von seinen Mitarbeitern ein Feldstecher und eine halblange Pfeife überreicht. Tie Eisenbahndirektion hat ihn mit einem Geschenk von 100 Mark erfreut. r. E b e r ft a d t, 8. Mai. Der älteste Mann unserer Gemeinde, Herr Heinrich Heller, feiert am 10. Mai seinen 8 4. Geburtstag in seltener Rüstigkeit und geistiger Frisck)e. Ihn hat einst sston im Jähre 148/49 der Kampf um Deutschlands Einheit bis an die Gestade des Bodensees geführt und gern lauscht Jung und Alt seinen lebhaften Schilderungen aus biefen längst vergangenen Tagen. Gar mancher hohe Offizier, der in Manöverzeiten die Gastfreundschaft des alten Veteranen genoß, wird sich dieses warmherzigen Patrioten gern erinnern. < Treis-Lumda, 8. Mai. Seine Hauptversammlung hielt gestern der Spar - und Verschußvercin auf dem Rathause ab. Ter Vorsitzende W. Dapper erstattete den Jahres- und Rechnungsbericht. Die Aktiva betrugen 600 532 Mark, die aufgenommenen Kapitalien 564 600 Ml. Es wurt>< ein Reingewinn von 2138 Mk. erzielt. Die Versammlung beschloß, diese Summe zum größten Teil als Tividende an i>rr Mitglieder auszuzahlen. Ter Mitgliederftanü beläuft sich euf 195. Tein Vorstand gehören an als Direktor W. Becker I, als Rechner I. Becker XII., als Kontrolleur G. Amend. < Lindenstruth, S. Mai. Seit Neuregelung unserer kirchlichen Verhältnisse fand gestern zum erstenmal in unserer Kirche Pfarrgottesdienst mit Abendmahl statt. Die Renovierung der Kirche ist vom Kirck>en- und Ortsvorstand beschlossen worden. Bei der Untersuchung der Kirchenmauern fand man auch die ehemalige Eingangspforte, deren Schwelle einen Meter unter der Erde liegt. Vor langen Jahren ist also das Gelände um die Kirche aufgefüllt worden. .Die Kirche ist über 600 Jahre alt. Kreis Büdingen. -l. Büdingen, 8. Mai. Ter „Bunte Abend" int Jürstenhof war gestern abend sehr stark besucht. Den Reigen der Darbietungen eröffnete der Gesangverein Liederkranz mit den Chören „Schöner Frühling" und „Sandmännchen", wofür er woylverdienten Beifall erntete. Hierauf hielt Dr. O. Brettel eine das Wesen der Mutter- und Säuglingsfürsorge behandelnde Ansprache, in der er u. a. die Einrichtung der Beratungsstelle Büdingen besprach, die sich in der kurzen Zeit ihres Bestehens sehr bewährt hat. — Der Kirchengesangverein (gemischter Chor> erfreute durch zwei Chöre „Die schönste Zeit im Jahre" und „O sanfter süßer Hauch". Tie Jacobsonsche Posse „1733 Mark 75 Pfennig" bildete den am lebhaftesten aufgenommenen Teil des Programms. Für den verhinderten Gesangverein Sängerlust trat der Liederkranz nochmals mit der Wiedergabe zweier Lieder auf die Bühne. Vor Schluß des offiziellen Teils, den die von der Turngesellschaft ausgeführten, von guter Schulung zeugenden Uebungen am Reck bildeten, dankte Kreisrat Bo'eckmann allen, die an dem Blumentag mitgewirkt hatten, besonders dem Fürsten, der Ehrenpräsidentin Prinzessin Marie, dein Gesang- und Turnverein und den Blumenverkäuferinnen. Ten Abschluß des Festes bildete eine Blumenpolonaise mit Tanz. X Nidda, 8. Mai. Der gestrige Blumentag erfüllte alle in ihn gesetzten Erwartungen in vollstem Maße. Von früh 9 Uhr an begannen die weißgekleideten Mädchen mit Schärpen in den Solmser Farben ihren Rundgang. Ihr Angebot fand solchen Anklang, daß um Mittag alle „Mar- gueritchen" verkauft waren. Flugs ging es hinein in die Gärten und Wiesen und lebende Marguerite n traten an die Stelle der künstlichen. Auch Postkarten anderer Art als die für den Tag bestimmten wurden gesttftet und verkauft. Am Abend vereinigten sich gegen 500 bis 600 Einwohner in Krafts Saalbau zu einer Fe st fei er. Oberst Weimer hatte ein prachtvolles Programm zusammen- gestellt. Nach einer von ihm gesprochenen Begrüßung hielt Dr. Koch einen kurzen Vortrag über Säuglings- und Kinderpflege, gab Winke und Ratschläge für gesunde und kranke Kinder. Es folgte ein Prolog, gedichtet von Oberamtsrichter Röm Held und gesprochen von dessen Tochter. Einige Theate77stücke wurden flott gespielt; Gesangscinlaaen von Frl. Leun und Orchestervvrträge vom Kaiserorchester unter der Leitung von Gewerbelehrer Endres brachten schöne Abwechftung. Es war bereits 1 Uhr vorbei, als das Progrannn erledigt war. Noch sei ettvähnt, daß von einer Anzahl Damen eine größere Arrzahl Sorten gestiftet wurden, die zum Besten des guten Zwecks verkauft würben. Der amt ertrag des Tages beziffert sich auf 621 Ml. o. Ranstadt, 8. Mai. Ter Sängerbund um Nidda beging gestern hier sein Iah res fest. Sämtliche 6 Bundesvereine waren erschienen. Nachdem Sürgcrmeiftcr Birken stock im Namen des Ortskomitees die Erschienenen begrüßt hatte, wurde als Massenchor ein, .Begrüßungslied vorgetragen, Die Festrede Üielt • zu er- Fussball-Stiefel Haut-Bleichcreme 3080 Tie K ’)Um Markt da N faarflecfifen feuersicherer Spirituskocher Jn allen Detail* geschalten zuhabm Möbel "V or hänge Sind Sie ergrimmt? über die schlechte Beschaffenheit Ihres Rades, so fahren Sie fortan die gediegene Marke Ferd. Nennstiel Blockstrasse 7. Kops-Talat nz*/t in pt. gr. fest, ftöpfen lägt, frisch ac* schnitt' veri. gegen Nachn. p. .0) Std. iRL 3.5U. Sticolaus Victor, Verlust. Saarbrücken, 8. Mai. Das Schwurgericht verurteilte am Samstag den Goldschmied Georg Grub au« Oberstem, der am 24. März ferne Geliebte Anna Bohra erschoß und aus den Geii- darmeriewachtmciuer, der ihn verhaften wollte, einen Mordversuch machte, wegen Totschläge« unter Aerneinunq der „rage aus Mord zu 12 fahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust. deutsches und englisches Fabrikat zu billigsten :: Preisen :: :: Strumpfwaren ! in braun, schwarz färb. Socken, Herren Strünwie, Frauen- Strümpfe, um schnell zu raum., enorm billig. Bahnhofstr. 14 iEckst«. Schützer Seinen - Reste, sowie Stückware, Haud^cher, Wischtücher, u. Tomen WaAe enorm billig. 03814 Babubontraire 14 lELladen). Steine Frau war über ü0Jahre mit einer häßlichen Flechte behaftet. Kein gesund. Fleckch. hatte sie aus dem Leibe. Durch duder'd Patent Medizinal-Scise-r.. R. P. Vr. 138‘Jb8 wurden die «flechten in 3 Wochen beseitigt. Diese Lette ist raufende wert. (r. iS." ä <-t- 50 Pf. 115" jfl) u. 150 M. (35 /utfl, stärkste Form'. Dazu 3uct^= (Srcmc wicht fettend und mubi 75 Pf. u. 2 Dl. in der Uuiverst täto-2lvothcke, bei Ang. 'JloU, 6. Letbcl, W. Kilbingcr, k-tto Schaaf und Cemil Karn, Drog. ümn der Gi>r Dienstjubiliu, bahn ui ®itfc ßchlgetten oil? ilarbcilern tj Tie Giicnbik- lack cmad. Jt unfeter E'> ). Mai itina eifriger 7mÄ >i um Scurifr !s geführt b) ilberungtn L- hohe Cfiijtc, licn Siicranc rn erinnern. /oersamm- ßnerein auf ermattete fc:n igtn 600 &S Ls UM* ammlung > idende ai* läuft sicht . Hecker M enb. •gelung unie nal in um’nt iie Renan rtsvorstanb » lenmautrn Sdirodlc tim cn ist alio te Kirche ist ik HochliBiiner Obslsekt vorzüglich zu Bowle geeignet per Flasche Mk. 1.50 sowie Vertreter: Peter Kronenberg Süd-Anlage 7 Tel. 680 St v ■ llii : 2. »-«x „Cliloro“ tlcidjt <6c|td)t und HSndr in fury: Zeit rein weih. ÜUirticm erprobtes unid>äM:d>es Mitte! gegen un djöne Leut- färbe, Gommtriptoi;:n, Ccberflede, gelbe Siede, 6aulumein15tr.it. Echt..Chloro“ lubt 1 Ji; dazu gehörige aö jk qePjL y r»“* J. L’J»Ä ifrcrid? JSiaaL Darmstadt, 8 Mai. Wegen Ucberschreitung bc-~Uicbtii3ungvrcd)t5 hatte sich heute dec tatholrfchL Harrer Georg Fischer von Mrlenback, i. O vor der hiesigen Strafkammer zu verantworten, xer Jeschu.- diale erteilt seit 13 Fahren Religtonsunterrtcht, ohne da« vor den leisiqcit Fällen etwas nachictltges belannt gewor> den ist. i£v handelt sich um sechs Mädchen unter 10 Jahren, bet denen starke Striemen an Ser, für 5)aberkorn wurde Bürgermeister Fendl-Budtngeu den Aufjicktsrat gewählt. , d Lbcr-Jngclhcim, 9. Mm. Gut Mord tst gestern enb gegen 5 Uhr hier verübt worden. Der Landwirt Gbniunb .M0ff ein 34 Jahre alter, lediger Diann war mit fernem r Johann auf einem SpargclseAe das rtzw gehörte und Tmd mit diesem in Wortwechsel. Dabei zog Edmund Won , en Ncvolver heraus und gab auf denB r u der f u n t d) u ) B rb bi- sämtlich trafen und diesen fofort loteten. Johann 'Fols war 38 Jahre alt und verheiratet. Der Tater fluchtete nach Kr Waldeck, lehrte aber später in seine Wohnung zuruck, wo | 'd™- n Die Einnahme am gestrigen Blumen L|e soll etwa 2100 Mark betragen. Hcssen-Rassau. n. Biebrich (Untcrlahnlreis), 8. Mai. Hier tst das «unb des Schafhirten verbrannt und an den Verletzungen »istorben. TaS 6 Jahre alte Mädchen hantierte m Ab- «senheit der Mutter am Herde, wobei sein Kleidchen ö'cucr finq Aus die Hilferufe kam die Mutter herbei, die vor schreck >n Ohnmacht fiel. Als Nachbarn zur Rettung herbe.- kchcn, hatte das Kind bereits so schwere Verletzungen er- iten, daß cs nach einigen Stunden starb. Luvcn. hlc. Heidelberg, *•'. Mai. Tie venia legendi für neuere Literaturgeschichte wurde in der hiesigen philoiovh' chen «Mulla Vr. Fi ledr. (S nn d e l i l n g e r erteilt. Tr. ^""V^NUger, «Lohn tcs 1U10 vcrficrbcnen AlathematikerS Web. Voirot-3 VroL xi.tlfl nmnb tounbcliingct, .st 188 » zu Darmstadt aeboren und promo- vierte iuo3 in Bertm. Er schrieb u. a. .Üortunal (1903), Easar in der deutschen Literatur- ll904>, .Zwiegespräche (13CÖ), .-Ijatc jpearc und . ei Lcu.M-c ohuu. d'JH gestellt nnrrben Die Schläge erfolgten, weil die . M k. u n d 10 M k. Geldstrafe. X. H a n a u, 8. Mai. Bor der Strafkammer batte 'ich heute der 32 Jahre alte verheiratete Schlosser .Varl ? e s s e l b a ch aus Sangerhausen wegen H e i r a t s s ch w i n- >els zu verantworten. Ter Ängettagte kam im September v. I. zu einem Gastwirt in Schlüchtern, stellte sich als Monlageinspekwr vor und erbot sich, einen Musikauto- maten aufzustellen. Der Gastwirt willigte ein und während dieser Arbeit, die einige Tage dauerte, llmpfte der „Mon- tagcinspcktor", der sich als itnverhetratet ausgab, imt der Tod)ter des Gastwirts ein Liebesverhältnis an, das zur Verlobung führte. Der Inspektor verstand cs, 500 Mk. halten, um dann zu verschwinden. Er hat ein ansehultches Strafregister wegen ähnlicher Schwindeleien aufzuwctsen. Im Marz d. I. ist er in Gera wegen Betrugs zu zwei Jahren Zuckfthaus Dcrurtcitt worden. Die Strafkammer L»anau bedachte ihn unter Einrechnung der in Gera erkann ten Strafe mit 4 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehr- r»frer Lentz von GeiL-Nidda, der Präsident des Bundes. Er 7C[lte barm dem Bund neue Ausgaben iu den alten. Em . anoerbund bibc auch den mufikaliswen Geschmack nicht nur der < jnqrr, sondern auch der Zuhörer zu heben, zu bilden: weiter n müsse der Bund m seiner Wirksamkeit fein: deutsch, .national [nb religiös, und dazu aebört ernste stete Wetterarbea Ab- v.’tti.'lnb trugen bann die Einzelvereine ihre neu ( hör.1 vor, woraus bann vom neuen Mastenchor: ..Das bculicbc »,ch" von Neff vorgetragen wurde. Wenn dieses auch eigenartig., 5 : rtHcrigerc Harmonien enthält, so zeigte sich der Bund jeinrr Aufgabe vollstandiy gewachsen und zeigte, da,; dies ^d gerade fl6 Mai'senchor bei anders geeignet ist. Die dernne ,cmgen der i iet>er noch viele. Sänger nne Zuhörer Tarnen auf ihre Rechnung, tarn wir haben es hier mit lauter alten, rührigen und fori ^,'chriltenen Vereinen zu tun. Leider mahnte der herannahende -un um ß Uhr zum Ausbruch Mm5 Friedberg. f Butzbach, 8.’Uliai. Leute wurde unter sehr großer De. .(diaintg die Leiche des verstorbenen Buchbindermeisters Georg >cick Hardt bestallet. Lerr Weickhardt war ledig, 37 Jahre elt und hatte erst vor einigen Jahren das Geichast seines Vaters, .,Vton 26eickhardt, übernommen Der Dnegerverem unb bei (»langverein „Gemischter Chor" beklageii in ihm ein llichllg.'S, i auchdares und aUieitifl beliebtes Mitglied Die Veremsvor •menben legten Kränze nieder. Der Fs konnten die ^uereiücr, iiachbem die Eltern telephonisch benachrichtigt worden .»arm vo.» einem Kutscher auf bar Friedberger Polizeiwache Weisse Batist-Blusen in den Preislagen a’/» Mk. 9.— 6 — 5.— 4 — 3.— und 2— mit Spitzen, Einsätzen reich garniert in hervorragender Auswahl bei lliame. «icßeu, 9. Mai. Marktbericht. ?luk beutigem Wochen- markte kostete: Butter vr. Bld. 1,20-1.30 Mk. Hühnereier I St. C—7 Psg., Enteneier 1 Stück 8-u Pfg^ Ganfeeler 1 etuef 10 b»5 12 Pfq.. Mäfe pr. St. 6—8 lort£ bamen die in Goli- und Tennisko,tümen erschienen, tvahrend sich einige hoch zu Roß zeigten. In der langen edjar bet Frauen befanb sich auch ein Heines 6äu,ltm Manner, das als Abordnung bet „Mannerliga für weibliches Stimmrechtt cr,d)ienen roar An der Spitze bet Paraoe mat,ch.erte eine durch ihr. Schönheit bekannte Studentin und Frauenrechtletm, ^ren Van"^ die stolze Ausichrift trug: „Wit schenken der Welt Kinder, laßt uns die Welt unsern Kindern schcnkcn________________________ Letzte Nachrichten. Tie spanische Truppenbewegung in Pfuta. Madrid, 9. Mai. Jn der Ma nun er crllärte Ministerpräsident Canalejas auf eine Anfrage, Spanien werde in der Marokko an Gelegenheit seine .valtung bewahren, die mit den Bestimniungen der A l g e c i r a s a k t e im Einklang stcbe und feinem Drucke irgendwelcher Art nachgeben. Ter Ministerpräsident kam dann auf bie £ p c - rattonen in Ceuta zu sprechen und führte aus, die Regierung habe sich, da häufige Räubereien die freie Ausübung des Handels in jener Gegend behinderten, an den Kaid von Tetuan um Abhilfe gewandt. Ter itnib gab nicht gleich eine bünbige Antwort, deshalb betraute die Negierung gemäsi den Vertragsbestimmungen die Trup^ pen mit der Ausübung der Polizei. Tie Beschießung von Juarez. Trotz der Kundgebung des Präsidenten Diaz lästt Ma - dero es zu, das; die Stadt Juarez beschossen and wahr- schcinl4ch geplündert wird: , El Paso, 9. Mai Tie Aufständischen behaupten, daß die Truppen in Juarez zuerst au£ sie geschossen hätten Der amerikanische .stävallerieoberst Steever protestierte durch zwei Abgesandte bei Madero und dem Koni Mandanten von Juarez dagegen, daß nach der amerikanischen Seite geschossen werde. Madero kündigte für Sonnenuntergang einen allge meinen Angriff auf Juarez an. Man glaubt, das Manifest des Präisdentcn werde von den Aufständischen als durchaus unbefriedigend angesehen. El Paso, 9. Mai. Die Aktion der Aufständischen gegen Juarez ist in volletn Gange. Die Artillerie beschoß die Stadt, aus der das Geschützfeuer erwidert wurde. Die Aufständischen drangen in die Stadt, wo sich ein erbitterter Kampf entspann. Die Rebellen beherrschen die beiden auf amerikanisches Gebiet führenden Brücken. Die gesamte Streitmacht der Aufständischen eröffnete gegen 5 M-r das Feuer auf Juarez gleichzeitig. Die Bundes- truppen verloren viele Tote, die in den Straßen liegen. O f f e n b a ch, 9. Mai. Der Blumenlag erbrachte 21000 Mark. , , , . Ottawa, 9. Mai. 3m Unterlaufe verlas der frühere Finanzministet Foster eine Mitteilung aus Berlin, daß zwischen Deutschland unb ftanabö eine Abmachung getroffen worden fei, nach welcher zwecks Verbesserung der Dandelsbe-is. Hungen Unterhandlungen eingeleitet werben folgen, lobalo bet Gegenseitigkeitsvertrag zwischen Kanada und den Umonltaaten erledigt sei. Finanäininister Fielding^ erklärte, bie deut,che Regierung sei ohne Zweifel bereit, die Verhandlungen zu eröffnen, aber es seien darüber jwd) keine Erörterungen g epi logen oder Verembarungen getrauen worben. Aach ärztlichem Ausspruch I Weil es der Arzt sagte, habe 4 Monate hindurch gegen mein Schwächegefühl täglich Biosou getrunken, jedeSmal 2 Estlöfsel voll in l£acao mit etwas Zucker gelocht. Tank dielet ärztlichen Verordnung von Biofon war ich nach dtefer Zett öoUftanbtg roiebetbcrgeitellt, denn ich fühle mich letzt sehr gekräftigt und habe auch an Körpergewicht ganz entschieden Angenommen. Orbcnfo bat sich die Blutoetbefierung durch immer gesündere (tzestchtSfarbe bemcrlbar gemacht. 'JZad) Verbrauch von Paket wurde mtts > schott wohler. Kurz und gut die Wirkung des BiosongctrankeS war großartig. Ich kann daher den Gebrauch desselben Federmann auss Beste empfehlen, zudem Lioson gegenüber vielen anderen Mitteln sehr schmackhast, ist. Franksntt a. 3)L, 15. August 10. Fran \x Inna, West!. Furitenberaeritrave L3 U- Unterschrift beglaubigt: Reichmanu, Aotar. Biofon ist bad : beite unb billtgste Vähr- unb Mrartiaungdmittel für alle bie : sich schwach unb elend suhlen; erhältlich in Apotheken, Drogerien usw, Paket (zirka '/, LUlo> 'Mark 3.-.b^/» Mittwoch, den 1«-Mai d. F., , nachmittags -1 ubr,^ werben im Biekcr'schcn c-aak ajcriteigert: 1 Svpha'o Stommoben. Miet' verschränke. 1 Vertitow. 1 Waschtisch mit Aufsatz. 1 Bild wellige Äacht>, 1 Trntneau. 1 Wanduhr, ZBtlder. 1 Iwchs.Bunet. l^ovha nut Umbau. 1 gr. Uhr iJugend still, 1 Vuitre, 1 Teppich, l ^tav iclei, 1 Ständer mit Figur. 1 Aäbtnafchine. 10 Grabetnsap fangen in Sandstein, 10 Vaien, 1 Partie Eichen-, Buchen- und Fichtcnbohlen, 1 Äassenschrank, 1 Hausen alt. Bauholz u. a. m. H. i Blivablcitcrvrutungs avvavat. . . Versteigerung unter II bestimmt. Geißler, Gerichtsvollzieher^ Verstetgerung. Touacrstag dcn 11. Mai d. F-, nachmittags ~ "br, werden im vauieiftnbcnvlatt 121 iwangsweife; versteigert: 13wo 1 Ehaiselongnc, 1 vevrenidircih- tiid) ihelli, 1 Rauchtiich, 1 volln. Bett nut Sprungreberein läge. 1 Waschkommode. 1 xifdi, 1 flacht' fchraul. 1 zweitüriger Kleider- fchrant, 4 Stühle, 1 Sessel, 4 ijen- her, Vorhänge unb Galerien. Geißle i . ^eridst^oollueher Schuhhaus Wolff Giessen Seltersweg 19 ZüMUUAWW Zövte, Treber, Locken, Haar-llbr- fettcu, Touvet- idicitcl u. Perücken werden billig, an= gefertigt. Svezialität in grauen u.weihen vaaren. Zöpfe werden gefärbt. Tamen-Kovfwaichen mit Frisur 1 Mk. bei (879 Seltersweg 43, Ecke Goetbestr. ®lz Schulz nur SCHUTZMARKE SCHUTZ - •' X MARKE BMINIMAX 22000 - BRÄNDE - GELÖSCHT H Vertreter: Otto Pickest in Giessen — Fernsprecher 135. 3093 Üfll * Biograph Vie Sei Aktiva 03832 Plocksf raße 12 Plocketraße 12 b) 161893.66 Gießen (Wilhelms!it 8), 8. Mai 1911. 10% Abschr. 8.47 76.28 Wer Wert legt auf angenehmste Reise W mit den schönsten Zielen gg stets unbedingt schönstes Wetter gg und 5. Reingewinn 6 076.86 995736.17 995 736.1? 66 M. 430 halt. Landäusflüge a Balearen frist« fische im 810? Klnematograph Babubofstrastc 54. (03819) BabnhofstraKc 54. a’/s Heute und die folgenden Tage A. Salomon & Cie Gebrüder Berdux Lome te weitert grsPrtißk neue PMMN Fernsprecher 231. Bahnhofftr. 27. 2227 Anfang- 4 Uhr Eintritt frei 2C. ■ Capri Genua 1. Ausgeliehene Kapitalien: a) geg.Obligationen 706 658.95 ■ Rohrbach, Kontrolleur. Pfg. Mk. Die Zahl der Mitglieder beträgt Ende 1909 Während 1910 gingen zu ..... . Mai 1911. Schwalm, Rechner. Lollar, den 8. Frank, Direktor. inb er >vul 'M in'. eb. Neufeld [03820 Für den Aufsichtsrat. Schmidt. 1. Rechnungsablage per 1910; 2. Wahl des Aufsicht?- rats; 3. Verteilung deZ Reingewinns; 4. Verschiedenes. Q be- Pahna Malta Während 1910 gingen ab........ Daher Stand der Mitgliederzahl Ende 1910 . . Die Rechnung liegt acht Tage lang zur Einsicht Genossen auf dem Bureau des Rechners offen. Mittwoch früh 9 Uhr und Donnerstag früh treffen ein: nehm erstkl. Ausfüh- für 430 Mk. schon platz für die ganze Wein M aller reich- Reiseversicherungetc. Spar- und Vorschuß-Verein Lollar (Eingetragene Genossenschaft mit nnbeschr. Haftpflicht». Bilanz am 31> Dezember 1910» gefüllt Mk. 9.50 12 — 14.70 16.50 22. £it J Mi( „K«m nctfce*1 fr« Ein Deckbett mit 7 Pfund doppelt gereinigten neuen Federn | Neapel D und Monte- großeS historisches Drama in 2 Akten und 16 Bildern. 650 m lang. Der große erbitterte Kampf der griechischen Helden um den Preis der schönen Helena, der nach zehnjährigem, blutigem Ringen mit der Zerstörung Trojas seinen Abschluß fand. Ein Kunstfilm von klassischer Schönheit und tiefstgehcnder Wirkung. 65 3.20 6.10 cs ’n Der heutigen Auflage liegt eine Beilage dr Firma Paul Osw. Koppe, Riedcrlausi^ uchindustric in Kottbus, bei. D£re y erzielte auch int Biograph ein volles Hans Cafe Astoria Vornehmstes grösstes Cafe am Platze. Anerkannt vorzüglicher Kaffee — Eigene Konditorei mit Verwendung nur reiner Süssrahmbutter — 2 frauz. Billards mit Kegelspielen pro Stunde 60 Pfg. — Schach. Domino. Kartenspiele und Damenbrett stehen den verehr!. Gästen zur freien Verfügung. NB. Neueinfiihrun«;: Von nachmittags 2—7 Uhr Kaffee „Stamm“ bestehend aus einer Kanne Kaffee und einer Kanne Milch mit Schlagsahne dazu, Preis 25 Pfg., sowie „Kaffee a la Paris“ bestehend aus einer Tasse Kaffee schwarz oder braun mit einem franz. Kognak oder franz. Kirschwasser dazu, Preis 40 Pfg. — Original Münchener und Pilsener Biere — Echte Holland. Bois u. Stibbe sowie franz. Cuscnier-Liquenre — Beste Weine hiesiger und auswärtiger Firmen. (2748 MNN 2oi <1111 geha Me dies H die M «brr von : vuide. 2er i md älau M und stelle an Mg er i darauf, d toäbnc fr 'vcnigsten ms, da ■ 3d) wus la. Wilandtt Aligtl-LcheWe M. 45 Pfg. ff. Kabliau, bliitenhell im ganzen 4-12 pfundig. Fisch ohne Kopf, Pfd. 22 Pfg. im Ausschnitt, Pfd. 26 Pfg. W-MMs Pfd. 35 Pf., RotzuUkil Pfd. 40 Pf., $rot{i)d|t Pfd. 18 Pfg. Frischt MliW 3 etiilk 20 Pfg. Neue Mstjes-Smiigt Ltück 15 Pfg. Neue LomNer-MM-Kartllsseln 3 Psd. 50 Pfg. Prima Stangen Spargel W. 75 Pf. Der Film, für den wir uns das Alleinvorführungsrecht sicherten, ist meisterhaft von Kopenhagener Künstlern gespielt und'großartig im Inhalt. Nur noch wenige Tage wird dieser Film vorgefiihrt. Ausserdem das gesamte, grossartige Programm. Statt besonderer Anzeige. ^2 IZH Die glückliche Geburt eines gesunden Mädchens ßfe- zeigen hocherfreut an ^=2 Julius Rosenthal und Frau Grete iP 3. 4. 5. Der überall mit grossem Beifall aufgenommene, grossartige Schlager Zweierlei Liebe Mitglied der Rabattsparvereiniaung. ae/s Normal-Hemden mit farbigen Einsätzen in besonders großer Auswahl. 70 1 69 dec OiatüDc int Stalle r.-n Zieren funer Seit «ihandlun- Tie 3 iibegrcitlic Mim ko taten. S rache cbci pachtet, im- und $ tüe Lhrc jtjeit, die är sressei i ,der Ge- । hmen: tnun, ut leicht md er gk Wiigkcil Jic zervlal öic Kraul Kunde n Men 1} mutz ihm 3d) Aüttnzcii Ijereingcg gefträubte roüljlen, c •u, iva* meht er i ‘lattc noch lli', sehe tage dein < Generalversammlung Dienstag den 16. Mai, abends sy2 Uhr, hiesigen Rathaussaale. Tagesordnung: Nordafrika W Malta M Italien g| Sizilien ■ i u^»».. i in iMinMim n i_i_ hi miiWMii i» r ■ 11 i~i i * * w n i» ■■ irr i~mtwtww—T—r—Ti~~~' besteReisegesellschaft W rühmlichst bekann- der privaten Freien Vereinigung“ W vom u. 14.—31. August Pon i Man Wmi'att Zoiche, ul iinic 2im Cnn Erloi in M. I ruhig abwi «d die & Unblun Wüberl „ Bürgschaft „ Güterkaufgelder Kassenvorrat Vorlagen Ausstände Mobilien 84.75 Cafe Am end Täglich ab Marseille Barcelona g| Carthago M Normal- Hemden, Hosen und Jacken in seit vielen Jahren eingeführten Qualitäten. 79691:66 21649.01 1298.29 24468.32 ■ Für alleinreisende Damen Gesellschaftsanschluss W Prospekt frei d. Redakteur Baunim, Cöln, Lübecker Str.53 n für diese ausgewählten Studien- und Erholungsreisen durch 1^079 | Frankreich W Spanien Alle, die Geld verloren durch Kauf einer Lizenz eines D. R. 6. M. oder D. R. P. wollen sich zwecks lliiditrliuigung ihres Geldes mit uns in Verbindung fetzen. [2994 Genaue ausführliche Mitteilungen erforderlich. Schntzverband für Beamte, Handwerker, Kauft. u. vcrw. Gktocrvc Berlin-Wilmersdorf, .^antcnerstr. 19. [Zur Rückantwort 20 Pfg. in Marken beifügen.) !Zjcchrt- das ^genom, Mutest bi «artengelt cm Q)ilter ^'Ikidjenei "" bet Si 1Dle dein ermittelt aus! ^venbrin .tUSgü] 10(1 Z Mattel b »m gutes, d * ’bnen S den ( Äer | ^rend r a £ 9ute S Passiva Jt, 1. Aufgcnomntcne Kapitalien: 953818.18 2. Geschäftsguthab. der Mitglieder 11030.00 3. Reservefonds: 18389.75 Dazu Eintrittsgeld 20.0^ Zuweisung aus dem Reingewinn pro 1909 901,38 19311.13 4. Spezial- reseroe- fonds 3 500.00 Zuweisung au§ dem Reingewinn pro 1909 2 000.00 5 500.00 Geringster Gas- ferhraöcli Billigste Preise CO • ' CT) CM - ■*** M t a’/s Carl Schunck, Seltersweg 52.