Nr. 107 Zweites Blatt 161. Jahrgang Erscheint IS-Ilch mit Ausnahme des Sonntags. tic „Glehener ZamllienblSUer- werden dem ,91njeiger* viermal wöchentlich beigelegt, da- „Hreisbkrtt fflt den Kreis Lietzen" zweimal tvöchenttich. Die .Landwirtschaftlichen Leit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen motitaj, 8. Mai ran Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'schen Universität» - Buch- und Cteindruckerei. R. Lange. Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- ftraße 7. Expedition und Verlag: eO5L Redakliome^Kl12.Tel.-Adr-AnreigerGieben. um Der verbündeten Rc mb Deutscher Reichstag. 168. Sitzung, Sonnabend, 6. Mar. Am Tische de- Bundesrats: Delbr ück. Caspar. Präsident Graf Schwerin-LSwitz eröffnet die Sitzung ■T2 Uhr 20 Minuten. . , . - um zu stoßen und cS beim bisherigen „ , Erklärungen innerhalb und außerhalb deS Hause- waren so entschieden, daß wir nicht glaubten, die Verantwortung übernehmen zu können. Der Redner begründet im Anschluß hieran einen Mompromiyantrag Schultz, wonach die Bezüge der Versicherung-träger nicht von den Gemeinden zu tragen sind. £b die Unentwegten die Wahl Tr. Lindemanns wegen der von ihm proklamierten Haltung zu hintertreiben suchen, mag dahingestellt bleiben. Wichtiger ist zweifellos die Frage, ob, wenn Tr. Lindemann zum Oberbürgermeister von Stuttgart gewählt wird, die Regierung ihn bestätigt. In Schweden, in Tänemark, in Norwegen und in Frankreich, ja, sogar in Italien mögen sozialdemokratische Bürger meister möglich sein, aber in Teurschland und nun gar noch in einer königlichen Haupt- und Residenzstadt' Tie roüri tembergische Regierung denkt freier, wenigstens hat der Minister des Innern, v. Picheck, im Stllttgarter Halbmond saale erklärt, daß einem Sozialdemokraten wegen seiner politischen Gesinnung selbstverständlich niemals Die Bestätigung versagt werden würde, sondern nur einzig und allein wegen einer agitatorischen Tätigkeit, die ihn für das Amr unmöglich mache. Tas aber trifit wenigstens für die Vergangenheit Tr. Lindemanns nicht zu. Und so ist es, wenn Tr. Lindemann am 12. Mai zum Oberbürgermeister von Ein sozialdemokratischer Oberbürgermeister? In der württembergifchen Hanvt und ResiDenzstadt Stuttgart findet am 12. Mai die Neuwahl des Oberbürgermeisters statt. Und zwar vollzieht sich diese Wahl in der Art und Weise, das; der Oberbürgermeister nicht, wie in Preußen, von dem städtischen Parlament gewählt wird, sondern unmittelbar von der Bürgerschaft, mit relativer Stimmenmehrheit. Als gewählt gilt also derjenige Kandidat, der die meisten der abgegebenen gültigen stimmen auf sich vereinigt. Nun ist zivar dadurch, daß wähl- berechtigt nur derjenige Bürger ist, der das 25. Lebensjahr zurückgelegt hat und irgendwelche Gemeindesteuern entrichtet, das Wahlrecht auf etwa 33000 Personen beschränkt, iber immerhin dürften hier dieselben politischen Verhält nisse herrschen wie bei den Reichstagswahlen, wo im ^a- nur 1907 bei zirka 59 000 Wahlberechtigten der Sozialdemokrat Karl Hildebrand mit zirka 25 000 Stimmen gewählt wurde gegenüber dem nationalliberal volksparteilichen Kompromißkandidaten, der mit zirka 21000 Stimmen unterlag. Tie Rechnung des „Vorwärts", daß zugunsten des fozial- demolratiichen Oberbürgermeisterkandidaten Tr. Lindemann am 12. Mai 42 bis 45 Prozent aller gültigen Stimmen abgegeben werden würden, erscheint deshalb durchaus glaubhaft. Tas mürbe ja nun noch nicht an sich den Sieg der Sozialdemokraten in Stuttgart bedeuten, wenn die bürgerlichen Parteien fick auf einen einzigen Kandidaten geeinigt litten. Aber weit gefehlt. Man scheint dort Die Gefahr einer Kandidatur Tr. Lindemanns, mit der die Hozialdemokratie erst am Donnerstag ganz unerwartet her- vortrat, gar nicht ins Auge gefaßt und deshalb auf die Aufstellung eines bürgerlichen Sammlungskandidaten gedrungen zu haben. Vielmehr feierte hier die kommunale Sonderbündelei ihre Triumphe. Es waren acht Kandidaten für Den Oberbürgermeisterposten aufgestellt, von denen erst zwei, nämlich ein bekannter Linolen nhändler .Grünzweig, Der die Sache wohl nur aus L„- .. , . und der Oberbürgermeister Hartstein-Ludwigshaien ihre Kandidatur niedergelegt haben. So bleiben noch sechs Be- iverber übrig, nämlich der Regierungsrat Lantenschlager, der Oberbüigermeister Mülberger-Eßlingen und Der Amtmann Bazille-Stuttgart, hinter denen uationalliberale Kreise stehen, und der Ministerialrat Sigel, der Oberbürgermeister Keck Göppingen, sowie der Bürgermeister Fackle heidenheim, die sich auf die Volkspartei stützen Es sind das alles tüchtige und bewährte Perwaltungsbeamte tn Der Vollkraft der Jahre, deren kommunalpoliti|che Anschauungen nur in Kleinigkeiten voneinander abweichen, so daß es wieder ein deutliches Zeichen deutscher Zersplitterung und schwäbischer Ticktopfigkeit wäre, wenn man sich nicht auf eine bürgerliche Sammelkandidatur einigte. rb damit freilich der Sieg der Sogtalbemotraue wirklich verhütet wird, ist eine andere Frage. Tenu man hat nur -u oft Die Beobachtung gemacht, daß bei Sammeltandida- turen große Teile der Wählerschaft aus persönlichen Gründen sich der Wahl enthalten, mögen sie nun an dem Sammel- tanbiDaten etwas auszusetzen haben oder sich ärgern, daß ihr Kandidat ihm weichen mußte. Tadurch steigen Die Ehancen Tr. Lindemanns ganz bedeutend, und wenn man berücksichtigt, daß er ein ganz bekannter Kommunalvvlftiker ist dessen Abhandlungen im tommunalen Jahrbuch Stan- Dard-Werke der modernen Städtepolitik geworden sind, so glauben wir, daß er aus den Kreisen Der Demokratie so viel guzug erhält, daß seine Dahl zum Oberbürgermeister fast sicher erscheint. UnD das um so mehr, als Tr. Lindemann sich niemals agitatorisch im sozialDemokratischen Sinne betätigt hat, und als er bei Aufstellung seiner Kandidatur sich ausdrücklich Dafür ausgesprochen hat, im Falle seiner '^ahl auch die mit dem Oberbürgermeisterposten verbundenen Repräsentationspflichten voll und ganz zu übernehmen, also z. B. auch zu Hofe zu gehen. Diese Erklärung Tr. Lindemanns sichert Der Stuttgarter Abg. Prth (Soz.) begründet den Antrag unter Angriffen auf die Agrarier eine Halle Stunde lang. Er spricht von einet .Kari ikar ratu r" von Lo.'N. T:e Mehrheit möge sich zu brc Sache äußern. Sic treibe passive Resistenz, sie scheine an Muud- rudir, an Mundsperre zu leiden. Abg. Molkenbuhr (Soz.) begründet den Antrag in sachlicheren Ausführungen. ..... p- , Abg. Behrens (Wirtscki. Vgg.) erwidert m einer persönlichen Bemerkung auf Brey, der ihm vorgeworfen hatte^ er habe gelacht, als Brey von ganz minimalen firanfcngelbbctr5pcn sprach. Er Haire sich an der allgemeinen Heiterkeit beteiligt über den Sprachfehler Karrakala — Karitokotur — Kirak — Karrakakkatur. (Große Heiterkeit.) Abg. Ledebour (Soz.): Damit hat er Sie gemeint« Abg. VelirenS: Nein. Siel Abg. Ledebour: Faule Retourkutsche! Vizepräsident Schult,: Herr Ledebour, wir wollen in der Reichsversicherungsordnung sortsahren. § 169 betrifft die ausländischen Arbeiter. Nach dem Kommi'sionkl'cschluß können die Bestimmungen über die Ren- len ufn>. auf die Arbeiter auö solchen Staaten Anwendung finden, die in ihrer Versicherungsgesetzgebung Gegenseitigkeit leisten. ~ ic Sozialdemokraten iKantragen obligatorisch durchiveg, alle ausländischen Arbeiter den deutschen gleick'zustellcn, falls in dem betreffenden Staat die Ausländer nicht schlechter behandelt werden als die Inländer. Tie Abgg. Hue, Sckimidt-Berlin und Molkenbuhr fSoz.)' ver- leidigen den Antrag gegenüber Ministerialdirektor G a f p a r , der darlegt, daß der Grundsatz der Gegenleistung gerade im Kommissionsbeschluß gewahrt wird. Abg. Molkenbuhr ist der Meinung, die ausländischen Staaten müßten gezwungen werden, ihre Arbeiter in der Krankenversicherung den deutschen Arbeitern gleichzustellen. Der Antrag wird abgclcbnt, ebenso die sonst noch von der Sozialdemokratie zum ersten Buch gestellten Anträge. Das erste Buch, gemeinsame Vorschriften, ist damit erledigt. AIS Vizepräsident Schultz den § 177, mit dem da? Zweite Buch über die Krankenversicherung beginnt, ausruft, wird von verschiedenen Seiten Pertagung verlangt. Ter Vizepräsident erklärt aber, daß er ek nicht verantworten könne, schon nach vierstündiger Sitzung abzubrechen. Die Beratung geht fort. Berichterstatter für Dieses Buch ist Abg. Horn-Neuß (Noll.): In die Krankenkassen eink-ezogen werben die landwirtschaftlichen Arbeiter sowie die Dienstboten. Be- iricbSbcamle. Werkmeister und andere Angestellte in gehobener Stellung sind sämtlich versicherunaSpflichtig, wenn diese Beschäftigung ihren Hauptberuf bildet. Die V"rsicherungSgrenze ist wie bisher 2000 Mark. In erster Lesung hatte die Kommission die (Grenze auf 2500 Mark erhöht, diesen Beschluß aber hernach um- gestoßen. Tie Sozialdemokraten beantragen die Vcrsiche - rungSgrenze auf 5000 Mark tu erhöhen, sowie alle gegen Lohn ober Gehalt beschäftigten Personen sowie bic selbständigen Gewerbetreibenden innerhalb dieser Grenze der Ver- sicherung zu unterstellen. Abg. Büchner (Soz.) spricht für den Antrag. Abg. Pauli-Potsdam (Kons.): Die Mehrheit des Handwerks will von der Einbeziehung der kleineren Meister nichts wissen. Wir halten an der Grenze von 2000 Mark fest. Wer ein höheres Einkommen hat, ist durchaus in der Lage, bei Krankheit für sich zu sorgen. Er kann sich ja auch freiwillig versichern. Abg. Brühne (Soz.)? Gerade von Herrn Pauli hatten wir Zustimmung erwartet. Denn er betont ja immer, daß die Handwerker meist schlechter gestellt sind als bic Arbeiter. Lassen Sie baS Handwerk abstimmen, ob eS die Versicherung lieber haben will oder ZwangSinnungen, so würden die Zwangsinnungen in die Luft fliegen. Der Antrag der Sozialdemokraten wird abgelehnt. § 180 der Vorlage sah vor, daß der Bundesrat allge- mein oder in einzelnen Sitzungen die Versicherungspflicht für bestimmte Berufszweige auf Gewerbetreibende und andere Arbeitgeber soll erstrecken können, die regelmäßig keine ober höchstens zwei Versicherungspflichtige beschäftigen. Die Kommission hat den Paragraphen gestrichen; ein WieberherstellungSantrag der Sozialdemokraten wirb abgelehnt. Ebenso hat die Kommission den § 181 gestrichen, wonach der Gemeindeverband mit Zustimmung de? Oberversicherungsamts die Versicherung statutarisch auf Familienangehörige des Arbeitgebers sollte ausdehnen können, die ohne Entgelt unb ArbeitSvertrag in seinem Betriebe tätig sinb. Bei ber Abstimmung über den Antrag der Sozialdemokraten auf Wiederherstellung dieses Paragraphen bezweifelt Abg. Bebel (Soz.) die Beschlußfähigkeit unb das Bureau schließt sich diesem Zweifel an. Die Sitzung muß also abgebrochen werden. Montag 12 Uhr Weiterberatung. Schluß nach 5 Uhr. Abg. Gttßllng (Vp.): Ich bestreite entschieden, daß es nur beim bisherigen Zustand bleiben soll. ES ift fein Zweifel, daß die Aufgaben der Ver- sicherungSämter weitere sind als die der bisherigen Organe. Abg. Horn-Ncuß (Noll.)? Auch meine Freunde wurden die Gemeinden gern von ber Mehrbelastung befreien. Aber die Gemeinden werden doch durch die Neichsversichening sehr entlastet. Allerdings sind die Armen- lasten absolut nicht wesentlich geringer geworden, aber ohne die reichSgesehliche Fürsorge würden sic um deren Betrag hoher sein. Nach den Erklärungen in b:r Kommission wird eß sich nur um bic leistungsfähigen Gemeinden handeln. Abg. Hildenbrand (Soz.): Die Erklärung ber Regierung braucht Herrn Trimbom nicht zu schrecken. Jetzt vor ben Wahlen hat bie Regierung ein größeres Interesse alS wir cm dem Zustandekommen deS Gesetzes, unb wir werden das Gesetz nicht scheitern lassen. Die Abstimmung ergibt die Annahme deS Kompromißantrags Schultz zu tz 69; bi- Anträge der Volkspartei und ber Sozialdemokraten werden abgelehnt. § 92 wirb nach dem Kommissior.sbeschluß angenommen. Bei § 105 wirb einstimmig ein K o m p r o m i ß a n t r a g Schultz angenommen, ber auch für bie Wahl der Beisitzer beim Reichsversicherungsamt die Verhältnis- wähl einführt; ferner ein unwesentlicher Kompromißantrag zu § 125. Eine Anzahl sozialdemokratischer Anträge wird, zum Teil ohne daß zu ihrer Begründung das Wort genommen wird, abgelehnt. . Die §§ 135 und 136 handeln von ber ärztlichen Be- Handlung. * . § 135 laufet: Die ärztliche Behandlung im Sinne dieses Gesetzes wird durch approbierte Aerzte, bei Zahnkrankheiten auch durch approbierte Zahnärzte (§ 29 der Gewerbeordnung) geleitet. Sie umfaßt Hilfeleistungen aller der Personen, wie Bader, Hebammen, Heildiener, Heilgehilfen, Krankenwärter, Masseure ii. dergl. sowie Zahntechniker nur bann, wenn ber Arzt (Zahnarzt) sie anorbnet ober wenn in bringenberen Fällen kein approbierter Arzt (Zahnarzt) zugezogen teeren kann. Die oberste verwaltungsbehörbe kann bestimmen, wieweit auch sonst Hilf?- personen innerhalb ber staatlich anerkannten Befugnisse selbstänbige Hilfe leisten können. Ter § 136 wirb auf Grunb eines KomvromißantragcS Trim- 6orn (Zentr.), Schickert (Kons.), Tr. Fleischer (Zentr.), Hausmann (Natl.) in folgenbcr Fassung angenommen. Bei Zahn- krankheiten mit Ausschluß von Mund- unb Kieferkrank, heilen kann bie Behandlung außer burch Zahnärzte mit Zustimmung bcS Versicherten auch burch Zahntechniker erfolgen. Tie oberste Verwaltungsbehörbe bestimmt, wie weit auch sonst Zahntechniker bei solchen Zahnkrankheiten selbstänbige Hilfe leisten können. Sie kann bestimmen, wie weit bieö auch Heilbiener unb Heilgehilfen tun können. Sie bestimmt ferner, w e r a l-S Z a h n- techniker im Sinne bieseS Gesetzes anzusehen ist. Abg. Dr. Fleischer (Zentr.): In ben Kreisen ber Zahntechniker besteht eine große Deun- ruhigung auf Grunb ber Bestimmung, daß die oberste Verwaltungsbehörde bestimmen soll, wer Zahntechniker im Sinne des Ge- setzes ist. Im allgemeinen fürchten sie, daß Zahntechniker, die seit Jahren unb Jahrzehnten auf eine eintoanbfreie Praxis zurückblicken, einem Examen unterworfen unb auf Grunb eines unglücklichen Ausfalls in ihrer Existenz bebroht sind. Um biese Beunruhigung zu beseitigen, wäre es gut. wenn der Reichstag mit ben i’crbünbcten Regierungen erklärt, baß wir erwarten, baß b'c ober» sten Verwaltungsbehörden selbstverstänblich bei benjenigen Dentisten, bic seit Jahren schon eine etnloanbfreie Praxis auSubcn, aus BilligkcitSrücksichten von einer nochmaligen Prüfung absicht, unb baß sie auch künftig mit Zustimmung ber oberen Vcrwaltungs- bchörbc bie Behanblung von Zabnkrankociten übernehmen dürfen. Ministerialdirektor Caspar bestätigt diese Voraussetzung bcS VorrebnerS. . § 162 hanbelt von dem OrtSlohn. Die Sozialdemokraten beantragen im Hinblick auf die ländlichen Verhältnisse, baß ber CrtSlobn für erwachsene männliche Arbeiter auf minbestens bret Mark, für weibliche auf minbestens zwei Mark festzufetzen ist. Die zweite üefung der Reidisveindierungsordming. * iTwyjpwr-** Zweiter Tag. "7^' Die Kommission hat dem Plenum eine achte Druck fache überreicht. Sie enthält ein Paragraphenregister des Entwurfes unb der endgültigen Beschlüsse ber Kommission, eingeteilt in siebzig Abschnitte unb biese im ganzen in 263 Unterabschnitte ober Kapitel. Dies würbe etwa bie Grunblage abgeben für eine Zusammenfassung der Diskussionen, falls sich eine solche im Laufe bet Beratung boch noch als notwenbig hcrauc- stellen sollte. Am gestrigen ersten Beratungstage sind von ben 70 Abschnitten 2Vs erledigt, von ben 263 Kapiteln 15. Die Beratung geht weiter bei § 92, der von den K o st e n der Oberver sicherungSämter hanbelt; bamit wirb der zurückgestellte § 69 verbunden betr. die Kosten d e r V e r • sicherungSämter. Diese Bestimmungen haben in den drei Lesungen ter Kommission ein sehr wechselndes Schicksal gehabt. Die Dlcgierungöborlage wollte die gesamten Kosten der unteren Versicherungsinstanz der Versicherungsämter den DetsichcrungS- trägern aufbüroen; bei der mittleren Instanz, den Oberversicnc- rungSärntcrn, wollte der Entwurf dem Bundesstaat endgültig nur die Kosten für die Bezüge der Mitglieder bcS ObervcrsicherungS- omtS und ihrer Stellvertreter sowie ein Viertel der Kosten der Hilfskräfte bcS Oberversicherungsamtes zur Last legen; den. Rest sollten die VcrsichcrungSträger tragen. Die K o in m i s I i o n hatte in erster Lesung sämtliche persönlichen unb sachlichen Kosten ber VersicherunaSämter ben DunbeSstaalen zur Last flelegtj taB hatten bie berbunbeten Regierungen für unannehmbar erklärt. In zweiter Lesung unb übereinftimmenb in der A u SgleichS- I e s u n g hat die Kommission die Kosten ber Versick'crungk-amter ben Gemeinbeberbanden auferlegt, fmwtt ba« JBet- ■ sicherungSamt bei einet gemcinblichen Bchörbe errichtet,iu. also in der Hauptsache ben kreisfähigen ©täbten. Tie Versiche- rungsträger sollen bie Bezüge ber VcrsicherungSbertreter unb son- stige BarauSlagen beS Verfahrens ersetzen. Tie Sozial- bcmalraten unt- bic VolkSpartei beantragen, ben B e - schluß bet elften Lesung wi eberherzuste11en , also bie Kosten nicht ben Gcmeinbcn, fonbern in allen Fallen dem Staate aufzuerlegen. ' In bezug auf bic OberSerficherungSa inter hat bie Kommission in erster unb zweiter Lesung, wie in «riter Lesung bei ben Versicherungsämtern, sämtliche persönliche und sachliche Kosten dem Staate auferlegt. In der AuSglcichSle^ung wurde, in einem Kompromiß ,wischen hiesem Beschlüsse unb bem RegierungSentwurf, ben Versicherungsträgern bet Erwtz ber Hälfte ber tatsächlichen Kosten auferlegt, bis auf bie Bezüge der Mitglieder unb ihrer Stellvertreter sowie bis auf die Gebühren. Abg. Gsssiling (VP.) begründet ben Antrag seiner Parteifreunbc auf Beseitigung der Belastung bet Gemeinben bei den Versicherungsträgern. She Gemeinben sollten nicht be», sondern , entlastet werden. ES kommen nicht nur die größeren Städte in Betracht, sondern auch bic mittleren unb kleinen. ES banbelte sich hier um eminente Staat Sauf gaben. Schon viel zu viel werben bie Kommunen mit ber Ausübung rein staatlicher Geschäfte belastet. Hier möge ber preußische Finanzminister bic von ihm proklamierten Grunbfatze hinsichtlich ber kommunalen Belastung betätigen. ES hanbelt sich um baS alte System ber immer größeren Belastung ber Korn- niunen auf bet einen Seite, unb Entziehung von Steuerquellen auf bet anberen. Ministerialdirektor Caspar ersucht um Ablehnung des Antrages. Es hanbelt sich nicht um eine neue Belastung ber Gemeinben, sondern um Aufrechterhaltung bc8 jetzt schon bestehenden Zustandes. . Im übrigen handelt es sich nur um bic kreisfreien Etäbie: e& ist schon in bet Kommission erklärt worden, daß ein Anschluß ber Versicherungsämter an ÄreiSvcrbänbc nicht erfolgen wird. Der Antrag ist jedenfalls unannehmbar. Abg. 'Hildcubraud' (Soz.): •' Der BunbcSstaat Württemberg fkbt auf dem Ctanbpunkt, baß bie Geschäfte der BersicherungSämter am besten durch staatliche Beamte anSgeführt werben, weil in den meisten Gemeinden eS in Zukunft noch weniger möglich ist, als bisher schon. WaS in Württemberg möglich ist, muß auch in anderen Staaten gehen. In bet ersten Lesung bat die Vernunft gesiegt, bann aber hat sich baS Zentrum von beit preußischen Konservativen bestimmen lassen, bic auch hier für ihre agrarischen, iBrc Portcmonnai- jntcreffen sorgen. Die kleinen Gemeinben in Osteibien wirb man nicht belasten, nut die Städte, wo die Großgrundbesitzer nicht interessiert sinb. Abg. Trimbortt (Zentr.):' Wir würben gern für eine Entlastung der Gemeinben stimmen, wie anfangs in ter Kommission. Aber mir wurden — nicht durch die konservativen — sondern durch die festen Erklärungen gierungen genötigt, den Beschluß Sherigen Zustande zu belassen. Diese Retlamerücksichtcn betrieb, Oberbürgermeisterwahl eine weit über Die grenzen eines .....tommunalen Ereignisses htnausgehenDe BeDeutung. Es verdient alle Beachtung, Daß, als am Tomierstag Die soztul- Demokratischen Vertrauensmänner Tr. LinDemann aus Die für jeDm Eeuossen geltenDcn Parteitags- unD Organisationsbeschlüsse seit legen wollten, er es Durch seine Rede fertig brachte. Die Versammlung Dahm umzustimmen, Daß er volle Freiheit hinsichtlich seines amtlichen Vertehrs mit Der Krone erhielt, unD bei Der Abstimmung Die Revisionisten mit einer Mehrheit von 451 Stimmen über Die Unentwegten mit ihrer MiuDerheit von 115 Stimmen triumphierten. Tas beDeutet Die Freigabe Der „Hosgängerei", auch weiter die Freiga.be Der Annahme von OrDensauszeichnungen unD Die Freigabe Der Annahme eines etwaigen Adelstitels. Man lann Den Schmerz Des „Vorwärts" verstehen, wenn er über Tiftiplmlosigleit Tr. Lindemanns unb Der Stuttgarter Genossen klagt unD deshalb wohl im stillen wünscht, daß Tr. LinDemann am 12., Mai unterliegen möchte. Stuttgart gewählt wird, sehr wahrscheinlich, daß er auch die königliche Bestätigung erhält, zumal er ja außerdem alle mit seinem Amt zusammenhängenden Repräsentationspflichten auf sich genommen hat. Ein Sozialdemokrat als Oberbürgermeister einer Residenz ist ja freilich etwas neues. Ans Stabt und Land. Gießen, 8. Mai 1911. ** Wissenschaftlicher Fortbildungskursus für Volksschullehrer an der Universität -Gießen. Mit Rücksicht aus vielfach geäußerte Wünsche wird der Fortbildungskursus auf eine spätere Jahreszeit v e r s ch o b e n. Es hat sich Lei den seitherigen Kursen als mißlicher Umstand fühlbar gemacht, daß die Ferien (Pfingst- und Heuferien) je nach örtlichen Verhältnissen von verschiedener Dauer sind und auch nicht gleich liegen. Daher war es für viele Teilnehmer mit Schwierigkerten verknüpft, alle Vorlesungen zu hören, und das ist bei den Meldungen zum diesjährigen Kursus mehrfach zum Ausdruck gekommen. Die am 20. d. M. hier im Restaurant Metropol stattfindende Konferens der Vorsitzenden aller Lehrervereine der Provinz Oberhessen wird sich u. a. auch mit d^r Regelung dieser Frage beschäftigen und sie hoffentlich in einer alle befriedigenden Weise lösen. * • Rückgang des BierkonsumS. Die Brauereien im Handelskammerbezirk Gießen sind in den Jahren 1906 bis 1910, also in 5 Jahren, von 12 auf 10 zurückgegangen. Die Herstellung von Bier ist in diesem Zeitraum von 175 959 hl auf 130 213 hl zurückgegangen. In 1910 betrug der Rückgang der Produktion gegen daS Vorjahr rund 13 400 hl. Als Grund für den geringeren Bierkonsum wird die vorjährige Biersteuererhöhung und die dadurch bedingte Erhöhung der AuSschankpreise, die allgemeine wirtschaftliche Lage und die stärker gewordene Antialkoholbewegung angegeben. Landkreis Gießen. - ck. Wieseck, 6. Mai. Heute abend hielt der Gesangverein Jugendgrund eine außerordentliche Hauptversammlung ab, die verhältnismäßig gut besucht war. Der Verein blickt im nächsten Jahre auf fein 30jäh- riges Bestehen zurück. Um diese Feier würdig zu gestalten, wurde mit großer Mehrheit beschlossen, die Festlichkeit in Form eines Gesangswettstreites zu begehen. Eine Mitgliederzahl von annähernd 200 und ein beträchtliches Baroermögen gestatten es dem Verein, dabei allen An- forderungen gerecht zu werden. Es ist dies die erste derartige Veranstaltung in unsrem Orte und da der deutsche Männergesang gegenwärtig auch hier in bester Blüte steht, wird ein schönes Fest zu erwarten sein. - Annerod, 8. Mai. Am Sonntag fand in unserem schmucken Kirchlein ein geistliches Konzert statt, das trotz des bescheidenen Rühmens, den es nach außen trug, einen schönen Verlauf nahm. Eine kleine Schar jugendlicher 'Musikbeflissener hatte sich zusammen getan, Musiktehrev Kasten (Gießen), der an der Spitze zu stehen schien, führte den Orgelpart aus. Ihm schlossen sich an: Fräulein Rose Lehr (Sopran) Gießen, Fräulein Hanna Hüneck (Alt) Heidelberg, Lehrer Volp (Violine) Lollar. Die Einleitung bildete eine Orgelfantasie von Barner über den Choral „Nun danket alle Gott", dessen musikalische Wiedergabe die Zuhörer in weihevolle Stimmung versetzte. Ihm schlossen sich, in woblgelungener Ausführung Arien und Duette für Sopran uno Alt aus den Meisterwerken von Bach, Mendelssohn und Rubinstein, sowie das berühmte Largo von Händel für Violine und Orgel an. Am' Schluß vereinigten sich die vier Mitwirkenden zum Vortrage des schönen „Engel Lied" von Braga. Die Würde des Raumes verbot selbstredend jede laute Beifatlsäußerung, es unterliegt aber keinem Zweifel, daß die zahlreich Erschienenen, darunter viele bekannte Musikfreunde aus Gießen, hochbefriedigt den Darbietungen gefolgt waren. ö Lang-Göns, 7. Mai. Das trockene Wetter ist daran schuld, daß das Korn, das an und für sich schon schlecht überwintert und durch die Mäuseplage im Herbst gelitten hatte, in letzter Zeit fast völlig eingegangen ist. Viele Bauern ackern gegenwärtig die Wintersaat aus und bestellen das Feld noch mit Gerste. 2 2ich, 6. Mai. Die 9. Schulstelle ist mit dem neuen Schuljahre hier eingerichtet und dem Schulverwalter Frey übertragen worden. Die unteren Schuljahre mußten geteilt werden, da gegen 70 Schüler neu ausgenommen wurden. Kreis Büdingen. -l- Büdingen, 5. Mai. Gemeideratssitzung. Für das vom 1. bis 3. Juli hier in Verbindung mit der bOiäfyrigen Jubelfeier des Turnvereins stattfindende Gauturnfest bedarf der Bauausschuß einige Laternen, deren leihweise Ueberlassung der Gemeinderat beschließt. — Die gärtnerische Anlegung des Platzes vor dem neuen Schulhaiy'e, wofür 200 Mark bewilligt wurden, soll nunmehr ausgeführt werden. — Die Kosten für Sand- und Basaltsteinfuhren werden bewilligt, ebenso die Kosten für die Erneuerung des Fußbodenbelags (150 Mark) für den Flur im oberen Stock des Kreisamtsgebäudes. — Das Gesuch des Friedr. Franz um Einführung der Gasleitung in das an einer noch nicht eröffneten Straße zu errichtende Wohnhaus des Gesuchstellers wird bis auf drei Meter Entfernung vom Hause aus Kosten der Stadt genehmigt. — Der laudw. Winter schule sind die nötigen Räume im alten Schulhause pachtfrei überlassen worden. Der vorgelegte Vertragsentwurf wird durch Bestimmungen über die Unterhaltungsarbeiten und Einfügung eines weiteren, die Kündigung betreffenden Paragraphen, erweitert und genehmigt. •— Der von Kveisstraßenmeister Straub erläuterte Voranschlag über die Errichtung eines Geländers entlang der nach dem „Ge- bücf" führenden Straße, wozu die Steinsockel der alten Straßen- kandelaber verwendet werden sollen, stellt sich auf 220 Mark. Es wird beschlossen, das Geländer alsbald auszuführen und die Kosten in den Voranschlag für 1912/13 einzustellen. — Vor Unrpslasterung des Ortsstraßenzuges vom Kriegerdenkmal bis zum Obertor und der Anlage von Bürgersteigen sollen zwecks Verhütung des Wiederaufbruchs die Hausanschlüsse der Wasserleitung erneuert werden. Die zu einer Besprechung erschienenen Anlieger haben sich mit der Uebernahm'e eines Teils der Kosten einverstanden erklärt. Der Gemeinderat beschloß, die Hälfte der Kosten auf die Stadt zu übernehmen und bei der Berechnung der Kosten die Straßenmitte zugrunde zu legen. — Die Beschwerde eines Ortsbürgers, der von dem Bezug von Losholz ausgeschlossen wurde, wurde abgewiesen, da der Gemeinderat der Ansicht ist, daß der Beschwerdeführer fernen eigenen Haushalt führt. — Der Ge schichtsverein hat um Ueberlassung zweier Räume int neuen Schul hause zur Unterbringung seiner Altertumssammlung nachgesucht. Der Gemeinderat beschließt, dem Gesuche stattzugeben, dem Geschichtsoerein aber auch Räume im Rathause zur Verfügung zu stellen, falls dies für zweckmäßiger erachtet wird. — Der Antrag des Pfarramts auf Gewährung von Kredit in Höhe von 400 Mark jährlich für die Aufnahme eines gebrechlichen Kinde- in das Alicestist wird abgelchnt. — Für das gelegentlich des Bezirks-Vertretertages Gabelsbergerscher Stenographen des Rhein MM-Gsaues am 13, und 14. Mai d. I. hier stattfrudende Weitschreiben, an dem sich oa. 300 Mitglieder beteiligen, bewilligt der Gemeinderat zur Stiftung eines Ehrenpreises 25 Mark. — Dem Gesuch des Turnvereins um Beteiligung der Stadt an der Zeichnung eines Garantiefonds für das am 1., 2. und 3. Juli hier stattfindende Turnfest des Main-Kinziggaues wird stattgegeben und der Garantiebetrag auf 200 Mark festgesetzt. — In einem zwischen der Stadt und den Steinbruchbesitzern wegen der Ausnutzung eines städtischen Steinbruches entstandenen Rechts- strefte wird beschlossen, nochmals mit den Steinbruchbesitzern zu verhandeln. Kreis Alsfeld. = Alsfeld, 6. Mai. Der Stadtv orstund hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, zum Besten der Wiederherstellung des Alsfelder Rathauses und der Walpurgiskirche eine gemeinschaftliche Lotterie für Stadt und Kirche zu veranstalten. Man rechnet damit, die Genehmigung zu einer Lotterie von drei Serien zu erhalten. Die Ausführung der gesamten Lotterie soll der Lotteriebank Eisenach, G. m. b. H. Eisenach, übertragen werden. Der evang. Kirchenvorstand hat sein Einverständnis zu dem Projekt erklärt. Nachdem der von der Staatsregierung für die Renovierung des Rathauses bewilligte Zuschuß gekürzt und der für die Wiederherstellung der Walpurgiskirche in Aussicht gestellte Staatszu-' schuß bei der schlechten Finanzlage Hessens in -absehbarer Zeit wohl nicht zur Bewilligung gelangen wird, hofft man durch die Lotterie wenigstens einen Teil der sehr erheblichen Renovierungskosten für die beiden altehrwürdigen Bauwerke aufzübrrngen. Kreis Lauterbach. <~ Lauter b ach, 7. Mai. Heute vormittag während des Gottesdienstes wurden die hiesigen Bewohner plötzlich durch Feuersignale erschreckt. In dem wenige Minuten von Lauterbach gelegenen Krömmelb ein scheu Dampfsägewerk mit Oelmühle war Feuer ausgebrochen, das in kurzer Zeit das ganze Anwesen in Asche legte. Sämtliche Maschinen, sowie ein großer Vorrat von geschnittenem und ungeschnittenem Holz wurden vom Feuer vernichtet. Der größte Teil des Mobiliars nnd eine Anzahl Säcke wertvollen Leinsamens konnten noch rechtzeitig aus dem bereits brennenden Wohngebäude gerettet werden. Das Feuer kam im Kesselhause zum Ausbruch, seine Entstehungsursache ist wohl darauf zurückzuführen, daß infolge dringender Arbeit das Sägewerk bis Mitternacht im Betrieb war und hier vielleicht schon durch Heißlaufen 'einer Welle das Feuer zur allmälichen Entwickelung gekommen ist. Der Bescher erleidet, da das Holz und die Maschinen usw. nicht vesftichert waren, einen außerordentlichen Verlust. lz. L a u t e r b a ch , 5. Mai. Seit voriger Woche befinden sich im Walddistrikt „Hellsberg" zwischen Wallenrod und Maar zwei Köhler, die dort für eine Firma aus Schmalkalden zirka 700 Raummeter Nadelholz zu Kohlen brennen. Täglich kann man Neugierige hineilen sehen, die dem heute immer seltener werdenden Handwerke eines Holzkohlenbrenners, das so viel Interessantes bietet, zusehen wollen. Nicht bloß das Abbrennen eines Meilers, fonbern auch dessen Aufbau und Konstru- tion sind für den Serien interessant. Zu dem Verkohlen des oben genannten Holzes ist etwa eine Zeit von einem Vierteljahr notwendig, Nach welcher Zeit sich die Köhler in die Wälder in der Umgebung von Wernges begeben, um dort noch eine Holz- menge von 1000 Raummeter zu verkohlen, ober „toie es bei beit Köhlern heißt, „schwarz zu machen". Bei ben herrschenden lebhaften Luftströmungen und bei dem noch zutage treteuden dürren Grase, wie auch überhaupt bei der noch herrschenden großen Trockenheit, ist das Wbrennen der Meiler nicht ohne Feuersgefahr für den Wald, und die beiden Köhler müssen stets mit allergrößter Vorsicht zu Werke gehen, um nicht etwa jnadjtä durch Unvorsichtigkeit einen Waldbrand zu verursachen. Kreis Schotten. — OLer-Seemen, 6. Mai. Am 20. d. M. feiert Lehrer Keller, der jetzt 18 Jahre in hiesigem Orte an der ersten Schulklasse wirkt, fein 25jährig es Dienst- ju'biläum. Der Bezirklehrerverein Gedern plant an diesem Tage dem Jubilar zu Ehren eine Festlichkeit. § Ulfa, 7. Mai. Gegenwärtig sind die Arbeiten der Wasserversorgung in vollem Gange. Sie werden von der Firma Alberding in Fulda für die Bausumme von 49 000 Mk. ausgeführt. Das Wasser erhält die Gemeinde von der 6, ^Kilometer entfernt liegenden Gemeinde Rainrod, die das Wasser von dem dortselbst schon erbauten Wasserwerke als Ueberschuß ablassen kann. Die Gemeinde R. erhält eine Abfindungssumme von 18000 Mk. lz. Vom Vogelsberg, 7. Mai. In der Forstwirtschaft ist man zurzeit eifrig damit beschäftigt, die Arbeit in den Pflanzgärten und im Wald zu vollenden. Den Arbeiten war das seitherige trockene Wetter nicht günstig, doch dürfte jetzt die meiste Arbeit getan fein. Man wird sogar dieses Fahr wider Erwarten früh mit dem Vorpflanzen fertig und an manchen Plätzen ist bereits Schluß gemacht worden. Allgemein hört man es bedauern, oaß anstelle unserer schönen Buchenwälder immer mehr die Fichte und die Kiefer die Oberhand gewinnen und daß man damit ein unserer Gegend charakteristisches Merkmal raubt, ohne dafür vollgültigen Ersatz zu schaffen. Starkenburg und Rheinhessen. w. Darmstadt, 6. Mai. Anläßlich des Namenstages der Kaiserin Alexandra von Rußland fand heute in der russischen Kapelle auf der Mathildenhöhe Gottesdienst mit daran anschließendem Tedeum statt, an dem der russische Gesandte Baron von Knorring und Mitglieder der russischen Kolonie teilnahmen. w $ßorm§, 6. Mai. Heute vormittag geriet in der Tuchfabrik W. I. D. Valckenberg der 24 Jahre alte Arbeiter Philipp Horn in die Transmission. Er wurde mit- gerissen und gegen die Decke geschleudert, wodurch er schwere Schädelverletzungen erlitt. Ferner wurde ihm die linke Hand vollständig abgerisien. Der Tod trat kurze Zeit darauf ein. Kreis Wetzlar. X Lützellinden, 7. Mai. Die 6. Bundes-Aus- stellung bes Mitteldeutschen Kaninchen- und Geflügel-Züchter-Verbandes war mit 80t Nummern beschickt. Doch zeigte bie Ausstellung fast durchweg erstklassige Zuchttiere, in erster Linie waren die Belgischen Riesen unb Silber- caninchen stark vertreten. Das Ergebnis der Preisver tei- l ung war: Belgische Riesen: Sieger-Ehrenpreis: Will). Gilbert-Dutenhofen,, Ehrenpreis: Abolf Rau-Wieseck, 1. Preis: W. Gilbert-Dutenhofen, 2. G. K. Schmibt-Kinzenbach, 3. A. Rau- Wieseck, Joh. Franz - Lützellinden, K. Herbig - Lützellinden. B. Deuts ehe Riesenschecken: Ehrenpreis: G. K. Schmidt- Kinzenbach, K. Fleischer-Gießen, 3. Preis: Schmidt-Kinzenbach. C. Silber: Sieger-Ehrenpreis: K. Pfeiffer-Wiescck, Ehrenpreise: Ph. Zimmermann-Großen-Linden, Ang. Rinker-Großen- 2neben, 1. Preis: Hch. Pfeiffer-Wieseck, Gustav Schrader-Leih- aestern. 2. K. Pfeifter-Wieseck, 3. L. Viehmann-Kinzenbach, L. Schäfer-Wieseck, Ph. Zimmermann-Großen-Linden, Ph. Faber- Aroßen-Linden. D. Andere Kani nchen: Ehrenpreise: Hch. Arzt-Großen-Linden und Hch. Pfeiffer-Wieseck, 2. Preis: Adolf Rau-Wieseck unb W. Sommerlad-Großeit-Linden, 3. Wilh. Weller- Wieseck, Hch. Kreiling-Wiestck, .4, Karl Stein-GarbentLich, In der Jün gtierklasse erhielten Preise: Ehrenpreis: G. K. Schmidt-Kinzenbach, 2. Preis: Ph. Zimmermann-Großen-Lindon. 3. Hch. Kreiling-Wieseck. In der schwach beschickten Abteüung für Geflügel errangen u. a. Ausstellern Ehrenpreise für weiße Wpandottes: Joh. Franz-Lützellinden und G. K. Schmidt-Kinzenbach, 1. Preis: K. Pfeiffer-Wiei'eck. Sehr schöne Produkte aus Kaninchenfellen hatten ausgestellt: Schmidt-Kinzenbach, Ludw. Kreiling-Gießen unb Wilh. Sommerlad-Großen-Linden. X Wißmar, i. Mai. Zwischen der Gemarkung Gießen und den Gemarkungen Lannsbach und Wißmar beftndet sich ein Gebiet, das zu den letzteren (preußischen) Gemarkungen gehört, aber unter .hessischer Oberhoheit steht. Die Lahn, die diesen Teil durchfließt, macht dort eine scharfe Krümmung, die zur Folge hat, daß fortwährend von dem rechten (preußischen) Ufer Land abgerissen und am linken (hessischen) User angeschwemmt wird. Dadurch hat sich die Hoheitsgrenze in der Mitte der Lahn allmählich so verschoben, daß ihre Neu- regulierung für erforderlich erachtet wurde. Die hessische Regierung hat einstweilen untersagt, an dieser Stelle Baggerungen vorzunehmen, bevor die Regulierung des Flusses erfolgt .ist. Heffen-Nassau. □ Marburg, 7. Mai. In der Aula der Universität fand heute in Anwesenheit eines zahlreichen, den akademischen Kreisen angehörenden Publikums und der Vertreter sämtlicher studentischer Korporationen, die Jahrhundertfeier für den berühmten Ehemiker, Prof. Dr. R. W. Bunsen, iftait. Die Gedächtnisrede hielt der Direktor des chemischen Instituts, Geh. Reg.-Rat Prof. Dr. Z i n ck e. — Bei der gestrigen Gegenüberstellung des wegen Raubanfalls verhafteten Maurers Karl S ch r öd e r mit dein Verletzten, erkannte ihn der letztere wieder. X Hanau, 7. Mai. Der verheiratete Geschäftsdiener Sin- s e n i ch der Fabrik Huber & Co. erhielt gestern früh den Austtag, einen auf 1910 Mark lautenden Scheck einzulösen. Mit diesem Betrage ist S. verschwunden. Die Ermittlungen haben ergeben, daß er nach dem Süden gefahren ist. W Wiesbaden, 6. Mai. In einem Neubau in der Aarstraße wurden sieben schulpflichtige Knaben von der Polizei festgenommen, die gemeinschaftlich Ladendieb stä hl e verübt hatten. In dem Keller des Neubaues hcttten sie ihr Standquartier, in dem sie bie Beute verteilten unb auch zuweilen nächtigten. n. Diez, 7. Mai. In der Nacht zum Samstag wurden hier und in der Umgebung fünf Einbrüche verübt. In der Gastwirtschaft Stoll in der Kanalstraße erbeutete der Dieb einige Flaschen Wein und Kognak, in der Gastwirtschaft Preußer in Freiendiez einige Mark Wechselgeld unb einige Flaschen Branntwein, bei Gastwirt Euler in Holzheim wurden einige Mark Bargeld entwendet. Bei zwei Einbrüchen in Flacht gelangte der Dieb in den Besitz einer Uhr unb 20 Mark Bargeld. Dem. Täter ist man auf der Spur. (BcridjtsfaaL -< Osnabrück, 5. Mai. (Unterschlagungen eine? Bürgermeisters. Unter der Anklage der Amtsunterschlagung hatte sich vor der hiesigen Strastammer dec Bürgermeister Sluguft Jonen aus Meppen zu verantworten. Nach der Anklage hat er Steuern, Wegegelder, Stempelgelder, beschlagnahmte Betrage und anderes Geld, das ihm tu seiner amtlichen Eigenschaft als Bürgermeister übergeben worden ivar, zu seinem eigenen Nutzen verwandt. Durch ein Betrugsmanöver soll es ihm serner gelungen sein, den Sparkassenrendanten zur Hergabe von 600 Alk. zu verleiten. Als die Verschlungen des Angeklagten bekannt wurden, wurde über sein Vermögen der Konkurs eröffnet und gegen ihn Anklage erhoben. Jonen, der zu der Verhandlung aus der Untersuchungshaft vor- gesührt wurde, gab offen seine Vergehungen zu. Zu seiner Entschuldigung führte er an, daß er noch aus seiner Studentenzeit her Schulden hatte, als er nach Meppen kam. In Meppen habe er häufig die Wohnung wechseln müssen, auch habe seine Schwester nicht verstanden, sparsam seinen Haushalt zu führen. Ter Gerichtshof erkannte an, daß sich der Angeklagte in einer Rol- lage befunden habe und nahm für die zur Anklage stehenden Sttcr'- taten zu feinen Gunsten eine fortgesetzte Handlung an. Da bet Angeklagte außerdem in der Verhandlung aufrichtige Reue an den Tag gelegt und sein Vater sich nach Möglichkeit bemüht hat, die Unterschlagungen des Sohnes durch Verschreibung einer Hypothek an die Stadt zu decken, ließ der Gerichtshof verhältnisinäßige Milde walten und erkannte nur auf eine Gefängnisstrafe von neun Monaten, wovon ein Monat als durch die Untersuchungshaft verbüßt erachtet wurde. Handel. ** Gewerkschaft Gießener Braunsteinbergwerke norm. Fernie in Gießen. Nach dem vom Gruben Vorstand der Gewerkschaft versandten Bericht für das erste Vierteljahr 1911 beträgt der Erlös für ab gesetzte Erze unb Manganschlemme 389 487.— Mark. Dagegen sind Kosten entstanden für Löhne unb Gehälter 150 231.— Ml.: Materialien, Reparaturen usw. 61710.— Mk.; Steuern, Abgaben, Lasten 24 291 — Mark, im Ganzen 236 233.— Mark, wozu noch als Abnahme ber Lagerbestände 13 003.— Mk. zur Verrechnung kommt, so daß in Summa vom Erlös 249 236 Mark in Mzug kommen unb ein Bruttoüberschuß von 140 250.— Mark verbleibt. Hier von sind zu decken für Zinsen unb Tilgung ber Anleihe I unb II 70116.— Mark, so baß ein Reinüberschuß von 70133.— Mark erzielt wurde, von dem, wie schon mitgeteilt, für. jede Kuxe 50 Mark zur Verteilung kommen. Spielplan Per vereinigten Srantfurter Staöttt)e5eK" Opernhaus. Montag, 8. Mai"): Diai-Festspiele. 4. Abend: „Rigoletto." Dienstag, 9. Mai: „La Boheme." Mittwoch, 10. Mai: Mai- Festspiele, 5. Abend: „Tannhäuser." Donnerstag, 11. Mai: „Der Evangelimann." Freitag den 12. Mai geschloffen. Samstag den 13. Mai: „Hoffmanns Erzählungen." Sonntag, 14. Mai, abends 6’/, Uhr: „Der Rosenkavalier.' Montag den 15. Mai, abends 7*/” Uhr: „Frühlingsluft." Dienstag, 16. Mai: „Margarethe." Schauspielhaus. Montag, 8. Mai *): „Der heilige Hain." Dienstag, 9. Mai: „Die Ratten." Asittwoch, 10. Mai: „Der kleine Mann." Donnerstag, 11. Mai, abends 71/, Uhr: „Eyrano von Bergerac." Freitag, 12. Mai, abends 71/, Uhr: „Glaube und Heimat." Samstag den 13. Mai: „John Gabriel Bortman." Sonntag den 14. Mai, nachmittags 31/, Uhr: „Glaube und Heimat." Abends 7 Uhr: ^John Gabriel Borkmann." Montag, 15. Mai: „Ter kleine Alann." Dienstag, 16. Mai: „John Gabriel Bortman.' Mitt' woch, 17. Mai: „John Gabriel Bortman." Donnerstag, 18. Mai: „Wallensteins Lager." Hierauf: „Tie Piccolomini." *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Meteorologische Beobachtungen der Station Siehen. B ‘O Wetter 3 tri Mai 1911 K 5 SS s-b ®-c 3 io” E S§H-i COjd S-Eg Höchste Temperatur am 6. bis 7. Mai — -ft 15,7 ’J. Niedrigste , , 6. , 7. , =4-5,2 Niederschlag: — 0,0 mm. 7. 2” <52,6 14,8 6,1 50 NE 4 9 7. 9“ <52,3 11,8 6,9 67 NNE 2 10 8. 7« «51,3 10,6 7,2 74 NE 2 10 1 ■ x , ■■ liefert billigst die BrühPsch» Kuverts mit Firma druKS iiittgen eine« nt§un(er|d)laflKj irrmeister Sugr r Anklage Hai tt mite Selrägc in) Lall als Aülgn- Nutzen ütrroar.x elungen sein, u wlcittn. 3/: wniöe über I«: Untlage erhoben. iduinqäbaft vor*. Zu seiner 6nti Shibtnht-1 pen tam. stl flen, auch hl .st)alt zu iu j in einer- \ stehenden & I ng an. Ta 11 lige Neue fln > I : bemüht Hai > I iq einer W Ihuämäfeigefti itrafe van ne« Unlersuchung-^ cm vom 0nik das elfte Lica [je uni) W\ osten entstaM tenalien, .V Lasten 24291 wd) als W\ mg komm, so « i$ug kolnnim [k Anleihe l »JJ 1 70133,-7 t, tür 1& ’J’ JWtftft;.. SÄ; den berük,' -^dächt-un» Jttg.'Stai $- bmg des r°dermu>: ^sdienrr e;;, llh dm AuiiL Mit dZ mgen haben 7 Neubau in > 5nnden -t y Lade,. Mubaues har» teilten und q 'tag hmibtn feJ t- Zn der 661 h nnige ^lafdyJ IfmentFtfj cauri wein, bei Qkil rgcld entwende! ?b in dm Setz1 er ist mw c* bmb: *olri I 10. Tlat: -:\ 11 Ml! »if lem camStagJ 14. M o ' J J15. A!°>, ^Mrgarelhi- Mann. /L-J al. , u , i “»sw» ’S »i: <$“ S mneW18" ! lini-* endsuin^s Lchillerstrahe 24 A-4-Aimmer Dohna, per L Quli ah vermieten. .<2445 fe. H. Müller, SchillerNrane X <*-■>. Dammstr. 85, Pan. Wohn. au oerm. ^öderes Walltorsir. 13. n37:M Srtiönc kleine 2Volrnnng toioTt au verm. Marktplatz 20. Möbl. Zimmer \ Ccfiiin möbl. 3imtncr zu ver- mieten. Plockitrave 11. (6712 äÖÖfij 2 möbl. OetreutDobnuno. mit clcftr. Licht zu verm. dränt« flirte ritr. 31 I. Bin möbliertes Zimincr in rubiflcm Haufe au vermieten. 2529* Nord Anlage 37» II 0-1786 Möbl. Zimmer, mit o ohne Pension, au verm. (Sderftr. IM p. (67971 .3 gut möbl. Zimmer, ah ia in in cu oder nctr., cütl. mit tliiche, AU bcrm._y?larftitr. 27. 03798] (Sinf. möbl., bell. Zimmer billig Au verm. 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Ml17» 150 Isd. Mir. NchlenenglelH zu kaufen oder au mieten gesucht. Schäfer * Lindcnstrutb 3.56 'V, 23 12402 4 60 276 821 21 661 OS 125 044 183 282 3')5 450 679 €18 22 53 910 65 (1000) 327 51» 21 774 128093 164 351 .5 21° [,fX)] MO 462 629 720 ZinigkS MWm für kleinen ^ausb. sogl. ges. Schristl. Angeb. mit. 037^6 a. d. (Siebener Anz. erb. 55 £29 39 925 e» 96 __ 150054 [5001 364 683 700 804 8! [10 000] 151 00 504 642 6<6 152 SS 132 1» 205 77 303 15 C5 F> Sdircincrncicllc gel. (O.SUinncb meuer, Vubroiflftr. 55.(»790 1. Ziehung 5. Kl 224. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 6. Mal 1911, nachmittags. Knr die Gewinne über 240 Mark rind den betreffenden Nummern in Klammern beigetügL Die Gewinne fallen auf die bezeichneten Loee beider Abteilungen. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 79 203 405 68 785 849 1157 310 95 647 87 876 2065 194 883 542 657 714 61 79 658 3 075 183 320 853 989 4 204 335 88 6 8 4 75 57 1 602 1 4 54 9 1 795 863 905 2 2 57 [500] 5032 134 [1000] 17 59 371 [500] 548 99 786 836 72 931 77 93 6031 409 597 608 7 6 795 [1000] 566 7014 39 370 78 530 880 8207 35 66 328 340 791 821 51 907 9003 125 06 337 462 78 348 98 412 54 2 43 780 366 543 51 123000 84 79 86 [3000] 418 [1000] 418 614 94 1260'-1 30 127090 125 200 [;ooc] 427 74 L7S 889 129011 03768) junges williges Mädchen v. Lande erb- nute Stelle. Zu ertr. Neuen Baue 5, Zigarren-Laden. 03729] Jg. Mädchen v. 7-10 Uhr vorrn. gesucht. Näh. in der (ye- schasisftelle des Gien. Anzeigers. 14OA7 60 [1000] 82 221 62 479 24 674 803 17 1! 437 503 (1000) 49 670 74« (500) 027 31 40 81 534 63 876 952 [500] o.,„ 103 87 336 629 (1060] 55 709 □. 8.9 91195 89 [ 500] 606 [5000] 48 fjOTi 803 92" 3 1'6 87 [500] 512 613 [1000] 67 841 [500] 949 443 627 910 1 591’2 56 213 396 439 61 651 852 82 160.:: 348 [1000] 464 86 951 58 1 6 1 028 255 [3000] C6 to 602 « 734 951 162163 88 327 73 (3000] 651 61 794 605 [50C] 61 84 163031 221 326 50 8 56 94 96 &05 54 918 164122 77 275 »46 51 Lst 'Anlage40, Ur. 0 Zimmer nebu Zubehör von .hui ab au vermieten. Näheres Qn-Anlage 38 p. 1. Ziehung 5. Kl. 224. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 8. Mal 1911, Vormittage. Nur die Gewinne Ober 240 Mark eiod den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. Die Gewinne fallen auf die bezeichneten Lose beider Abteilungen. in allen »Ochern ViaajgilJC gründ!, und gewissen!). von älterem etad. pblL 9t ab. Marburger Str. 58 p. 103670 Einige tiichtige jüngere Arbeiter Der 2. 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