Die heutige Nummer umfaht 12 Seiten. seinen Giehener Stadttbeater. Wann wir Toten erwachen Dramatischer Epilog von Henrik I b s e n. des grundbesitzenden Adels im i M . . Interessen haben, wie die geborenen Mitglieder, wird eine Veränderung in dem Wesen der Ersten Kammer nicht f.nsammcnsetzcn aus ,--- .. ... brci der Städte Darmstadt und Mainz, ic zwei der Städte Gießen, Offenbach und Worms und je einen aus heil getragen war, und rocnit das dirette Wahlrecht auch m Hessen als dem letzten der vier süddeutschen Bundesstaaten den Adel gewählte Mitglieder, sowie 12 auf Lebenszeit berufene Mitglieder. Durch die Vergröße- Björnstjekn Björnson hat als totkranker Greis leuchtenden und jubelnden Hymnus auf das blutvolle, genießende, jauchzende Leben geschrieben, das da blüht wie junger Wein, und seines großen Landsmannes letztes Werk war ebenfalls ein sehnsuchtsvolles Lied vom Sinne des Lebens, ein erschütternder Sang vom großen, heiUgen Leben. Sein Leben war Hasten und Sorgen und Schassen, Mühen und Arbeiten, aber es war kein Leben. Er erlebte nicht sein Leben, es tat mit ihm nach seinem Gefallen; er wurde gelebt. In seiner Villa und in seinem großen Hause in der Stadt sammelte er seinen Ruhm, chus er in Hast und Hitze, und die Menschen bewunderten eine Werke, er aber, er sicht am Ende seines Lebens nur I-ratzen in ihnen, die er in heißem Drang geschaffen. Das Leben, das gewaltige, das hat er verschmäht, in Blindheit und Liebe zu seinem Werk. Nun, aber ist die Sehnjucht erwacht, sein Herz wcinr nachl dem Leben, die Reue martert seine einsame Seele: und schön und rein und klar kommt das Leben noch einmal zu ihm, das Leben, das ihm früher nur Modell gewesen war, aber_ hinter ihm geht der Tod auf leisen Sohlen wie ein Schatten, den kein Lachen mehr bannen kann. Noch einmal leben, noch einmal hinaussteigen in die Berge und von ihrem Gipfel die Herrlichkeit des Lebens zu schauen, noch einmal das marine, verlangende Leben an sich zu pressen in verzehrender Sehnsucht nach Jugend und Glück, die längst, längst erloschen sind. Aus dem ..Berg der Verheißung" soll ihm das Leben erblühen, hoch oben im Licht: das Leben, das er erst erkannte, als er vorn Tode, von seinem Wahn, erwachte. Aber nicht das rohe, brutale Leben soll es sein, das die im Tale leben, nicht das derbe, grobe Leben, das Maja und der Bärenjäger da unten im Tale mit allen' Fiebern genießen werden, sondern ein reines, köstliches Leben, in dem alles Einheit und Eintracht ist. Erfüllt von Sehnsucht schreiten Irene und Rubel durch den Nebel zum Gipfel hinauf, aber Irene, der Friede, kann ihn nicht mehr erlösen, denn das Leben sechst wehrt ihnen den Weg und begräbt sie unter einer Lawine. Wie Solncß, wie Borkmann muß auch Rubel zugrunde gehen, denn wer Die hessischen Kammern nach Lern neuen Wahlgesetz. Wir erhalten aus Darmstadt folgeiide Zuschrift: Nachdem nun auch die Erste Kammer das Wahlgesetz und die WahHrciseintcilung mit dem Gesetzentwurf über die Verfassungsänderungen verabschiedet hat, scheint die langersehnte Reform des Wahlrechts in Hessen und insbesondere die Einführung des direkten Wahlrechts zur Zweiten Kammer endlich wieder etwas näher gerückt zu jein. Man muß nach den Verhandlungen in der Ersten Kammer dem Staatsminister Recht geben, der in der Plenarsitzung rühmend hervorhob, daß der Wahlrechtsausschuß der Ersten Kammer seinerseits alles getan haEum die Reform rum Abschluß zu bringen, und der sich bet seinen Vorschlägen zu der Verfassungsreform eine weise und vetständige Zurückhaltung auferlegt hat. Man vergegenwärtige sich die Verhano langen über das Wahlrecht aus den letzten beiden Landtagen und insbesondere fei an den Initiativ- an trag des 32. Landtags erinnert, der für 21 Mitglieder der Ersten Kammer der Preis für die Einführung des direkten Wahlrechts in Hessen sein sollte. Artikel 67 der Verfassung sollte nach diesem Antrag dahin geändert werden, daß zunächst der Ersten Kammer das Recht der Beratung über einzelne Teile des Hauptvoranschlags zugestanden werden sollte. Falls über einen Punkt eine Uebereinstiinmung nicht erzielt wird, sollte dieser Posten als abg lehnt gelten; ojern er jedoch in das vorhergehende Budget aufgenom men war, sollte er im Umfang der bisherigen Bewilligung in Geltung bleiben. Bei Meinungsverschiedenhüten über die Höhe eines Postens sollte bei Ausgabeposten der niedrigere Betrag als angenommen gelten, bei Einnahmeposten war der Beschluß derjenigen Kammer als entscheidend bezeichnet, der den im Reg.erungsenlwurf eingefaßten Betrag genehmigte ober der Regierungsvorlage am nächsten kam Ter Artikel 69 der Verfassung sollte dahin abgeändert werden, daß die regelmäßigen Auf.agen auch nach Ab.ans der Verwilligungszeit bis zum Zustandekommen eines neuen Finanzgesetzes sortcrhoben werden dürfen. Endlich war eine Aendernng des Artikel 110 der Verfassung vor gesehen, .t«er bie einschneidende Aeiiderung bringen sollte. Aach dem Antrag der 21 Mitglieder war vorgesehen, daß nicht nur Abänderungen und Erläuterungen der Ver- fassungsurkunde, wie dieses :gelteiides Recht ist, der Einwilligung beider Kammern bedürfen, sondern auch Gesetze über direkte und indirekte Staatsstenern und Gesetze über Gemeindesteuern; diese sämtlichen Gesetze sol.ten hiernach der Durchstimmung nach Artikel 75 entzogen sein. Gegen diese bei dieser Gelegenheit zutage getretenen iJünsche der Ersten Kammer war es als ein weitsichtiger Regierungsakt zu bezeichnen, daß die Vorlage des 33. Land tags mit dem Wahlgesetz Vorschläge wegen einer Versal jungsänderung verbunden hatte. Wenn diese Regierungsvorlage auch nicht so weit ging, wie der Initiativantrag, so bewegten sich doch die Vorschläge auf einer Mittellinie, die die' Zustimmung auf der einen wie auf der andern Seite ermatten ließen. Die Verhandlungen der letzten vier Jahre t.aben gezeigt, daß die Vorlage Der Regierung, die von dem Ava Ulrich mit dem schönen Epitheton ..Dechselbalg" bedacht, von dem Llbg. Bähr als „tot geborenes Kind" bezeichnet wurde, doch von politischer Weis- — Familie "Tolstoi. Seit dem Tode des alten Grafen macht seine Famuie durch allerlei häßliche Zwistigkeiten, die schon vor dem Tode des Grafen bestanden und ihn angeblich von seinem Gute trieben, fortgesetzt von sich reden. Nach einer Meldung aus Petersburg soll Frau Tolstoi 10 Seiten aus dem Tagebuch des verstorbenen Grafen herausgerissen und vernichtet haben, weil sie den Familienzwist beleuchten und Aufklärung darüber enthalten, weshalb Graf Tolstoi sein Gut Jasnaja Poljana verließ. — Neues von ber K unft der Eskimos. Tie Kultur unb 'Stunft bei Eskimos ist für bie Wissenschaft deshalb von hohem Interesse, weil sie bie Entwicklung eines Volles in strengster Isolierung unb in beispielloser Anpassung an bie llnbdbcn der Natur zeigt. Besonbers wichtig iinb in dieser Hinsicht die Eskimos des nordwestlichen Grönlands, die nördlich der Melville-Bai am Kap -Jork und Smitbsimd wohnen. Tie grönländischen Sammlungen des Berliner Völkerkunde-Museums smd in letzter Zeit durch einige wichtige Arbeiten aus diesem Gebiet bereichert worden, die Professor Preuß in den Amtlichen Berichten aus den König - licheii Kunstsammlungen ausführlich behandelt. Einige interessante Holzsiguren illustrieren die plastiscl)- künstlerische Fähigkeit der grönländischen Eskimos. Es sind zum Teil für Kinder bestimmte Holzpuppen, aus denen bie Gesichtszüge überhaupt nicht angebeutet werben, bie Geschlechtsmerkmale dagegen sehr stark hervorlreten. Besonders wichtig, weil iwch nirgends bisher vcr- öffentlicht, ist die Holzsigur eines Seedämonen, des sogenannten Tuvilak, eines vierbeinigen Tiers mit menschlichem Gesicht. Tie Figur wird zum Verderben des Feindes ins Wasser geworfen und soll den Gegner schädigen, z. B. seinen Kajak Umstürzen. Die Spiele der Lstgrönländer veranschaulicht eine Art Brumm- treifd, ein Holzstab, der m eine runde StemZÄatte gesteckt tfL Er läuft durch das Loch eines längeren Knockens, mit dem man das ganze in der linken Hand hält: die reckte setzt den Stob durch Ziehen an einem ausgewickelten Seberrumen in schnelle Drehung. Ein kleinor Holzschlitten soll ben Eskimos baju dienen, die Seehunde zu beschleichen. Ter Jäger verbirgt sich hinter einem weißlichen, an ben Schlitten angebrachten scgel, das an geblick einen Eisblock Vortäuschen soll^unb schiebt ben Schotten so vorsichtig an bas Tier heran. Die Sammlung von Kleidungsstücken der Eskimos ist durch die neuesten Ergänzungen ganz r-vll- ständig geworden. In den drei Ethnographischen Bezirken Grön landS weist die Kleirung geroisse Berschiedenbeiken auf, wie es denn überhaupt deutliche Unterschiede in den Kulturgütern dieser drei Gruppen gibt. Tie Tracht des männlichen Eskimos besteht in einem Wams mit Kapuze, Hosen bis etwas über das Knie stmd Stiefeln. Ter Stoff wechselt nach der Jahreszeit; die Einzug halten sollte. war dies nur durch Zugeständnisse an.Städten ^e»^ Alsfeld Bungen) anb- bie Erste Kämmer moguch. ..... B. )C11 aßSXLr her neuen Fassung des Ar- kUjcmütd in änem Betragen mehr ^ 200000 M ^l^'itwuil Mttglttd?^ UÄÄSÄ MÄSrdiS & *«;-•?£ KK lichc und nicht übereilte Behandlung solcher Proielte, d.e das! seheS auf d^ z M«l,»bcit in ‘her vereinigten Sitzung gc Land durch die Zinsleistung aus btc -tauet erheblich de- st l d V'hc-biib in diesem Fall die Zustimmung lasten, ist nur im Interesse des Landes ^.^chcnswert. WareI MitalÄern Durch die Reduktion der Anzahl diese Bestimmung schon früher geltendes Recht geroqeu, ion -- - fl Kammer ist für den Fall der so wäre vielleicht manches Projekt, wie das ^ehrericminar Mitglied . L)1 )eitc‘ x,llinmcr in ihrer Stärke von IN Bensheim, nach gründlicher >achg-maß-r 'N ech-blich in B-rteil getommen. Tiefei M». ÄTÄÄÄÄ'eS wird stch^tt» .....■ .....-----....... ni[r0\Cn' bem ifmfang cinc^'bringimben Bedürfnisses bc= ZltzUNg ÖCS nafioiialltbcrafcn wahlaU5schUjse5 willigt werden. Gießen Okünberg-Niödu. Wie wird die Kammer des ireuen Landtags aussehen I falschen Gerüchte, als beabsichtige Prof, und insbesondere: wie wird das StärkeverhälkniS m ihnen («isev iils seine Kandidatur zurstckzuziehen, werden - ueinander sein? Rach dem Beschm.se der Ersten Kam- • ' . Bericht zerstreut, der uns von na^jnalnbe- mer soll diese vermehrt werden um einen Vertreter der ou^ ist ht. technischen Hochschule, um je einen Vertreter von .'oanbel tulCL 03,1 Gießen, 8. Februar. und Industrie, einen Vertreter der Landwtzrkschast unb einen Vertreter des Handwerks, also um vier Mittzlie der. Bisher waren in der Ersten Kammer: 16 Stani .: Herrn, der Senior der Familie von Riedescl (also 17 geborene Mitglieder, m Sz” Vertreter der Universität Gießen, zwei vom aiie-! Gestern tagte zum ersten Male der durch die Ver» ides- trauensmännerverfammlung der National ibcralen Partei ^ gewählte erweiterte Wahlausschuß. Die Mitglieder waren -"wette-" der Bischof der Prälat,' der fast vollzählig erschienen. Der Vorsitzende erstattete über ' - * 1 ' >m atuSitic“ btc potitischc Lage Bericht nnd teilte insbesondere nnt.iA v^m GEerzoa der äanbtdat dem Wohl.reisvorftandc anheimgcgeben habe vom GrohheMg , Mcf(, $a4mal)1 auf |cinc Kandidatur zu verzicht-u, metl rüng-^^ammestvcrlieren^i^i erbtichcn^Mtgl^dec i,er ^L^^^^^arL^ch dv°^Äm Kammer dort btshertg», EmsluL ta‘ K taSÄ im Wahttretse Gießeu anerkannt seu allgemeinen mopi DiejciDcu nun folgenden sehr lebha,ten Aussprache hcrrsthte cl-t zwar Einstimmigkeit dai'übcr, daß der Besckstuß der Der . , , I trauensmännerversammlung des Bundes der Landwirte aus eintreten. . k - I Blick als eine lliisreundlichkeit des Bundes dem Wenn auch in der Ersten Kammer betont wurde, daß . , *ca(cn Kandidaten gegenüber ausgefaßt werden die Kammern bei sich das Hausrecht. auszuuben Haven, national.tbLralen .mn o 3 9 . sche Ober - so daß die einzelne Kammer in erster Lime selbst über ihrett°nne, w^^mchdiesen^ oe^^ridwirt- Zusainmeiisetzung zu entscheiden hat, so hat ldoch die cu e I Landesuniversität und p raktisch cn Land Kammer an her Größe der andern ein erhcbstchcs Interesse. Giscvius vorqezogen lvird. Man war aber auch Bekanntlich hat die Gr,tk Kammer einen weiteren Ver- < -n öa-, ol)iqCr öcn Bund der Landwirte einseitig tretcr von Handel und ^zndustric und einen wettcien ^jne Va^rtci mißbrauchende Beschluß nur dadurch Herbeider Landwirtschaft, btc in der^ Regierungsvorlage vorge- ...^ borden war, daß bie Antisemiten ihren ganzen sehen waren, gestrichen. agiaui^c^ Gement JecIcr£iainr in bic)-c Vertrauensmännerversammlung flefanbt scheint ia burch bie stimmen der ^tanbesherren Wwie cineu Beschluß herbeigefuhrt hatten, ber zwar sur der adeligen Grundbesitzer genügend vertreten, afoex e» 1 Kandidaten qünftiq war, der aber die berechtigten wäre doch wünschenswert, daß hie Zweite Kammer bei , r.-cn Bcmeriistandes nicht berücksichtigte. Weil der Rekommunikatton die Vertreter von Handel und In- L deswillen durch diesen Beschluß die politische Lage dustrie, bei der Bedeutung dieses Erwerbszweiges sur unser um ^--wülen .durch vielen^ Land, auf zwei erhöhte namciiliicb auch weil aus den Berichten der von auswärts Während bisher die Z w e 11 c K a r gebildet wurde I Mitglieder zu ersehen war, daß die Stim- aus 10 städtischen Abgem ducken, und zwar i>wcl dci bem vgndc sur den nationalliberalen Kandi- Städte Darmstadt und VhamK und se einen bei er cs verschmäht hat. „Tas Tor des ^.cbens schlug dir zu . . Nun hast du nimmer Rast noch Ruh!' Nicht das Werk ist das wesentliche, sondern der Mensch selbst. Und wenn wir noch so viele Werke schafsen, die Menschen bewundern, wenn unser Leben nicht selbst ein Kunstwerk geworden ist, dann ist es eitet gewesen, dann haben wir unser Lcbeii gelebt als Lebendig-^otL, und über uns hinweg schreitet das Leben und zertrttt um wie einen Käfer unter der Schwere des Schuhes. Mit diesem schmerzlichen Bekenntnis hat Ibsen sein Schaffen beendet. Es ist das Hohelied des Lebens das ein Greis mit fast übermenschlicher Macht in die Winde hinaussang, als er sein Leben bedachte und den Gewinn und Wert seines Daseins überschlug. e Es war ein ernster, fast feierlicher Abend, den uns Frau Rchoffs Ibfcn-Theater bescherte. In klaren Limen war das wesentliche der Dichtung herausgearbeitet ^und das dramatische klug und feinfühlig betont. Herr §ritz Wolter der auch für die Leitung verantwortlich war, bot ab* Rubck eine ausgcrundetc, wohldurchdachte Leistung, anfangs vielleicht etwas zu grüblerifch, zu müh — aber in Sprache und Haltung von jener geheimnisvollen sck)were, die der Dichter in diesen Mann gegossen hat unb ben wir wohl als Ibsen selbst ansvrecken bürfen. Im Bttttelpunkt ber Aufrührung, wenn auch Nicht ber Dichtung, franb Frau Maria Rchoff als Irene, bas von Rubek verstoßene, verfchmäbke Leben, und d'c Tone, die in klagendem Flüstern, in wilder Anklage über die balbwackcii Lippen tarnen und bann in jubclnber Seligkeit zum Himmel stürmten, griffen tief ins Herz unb rijien bie Zuschauer zu lebhaftestem Beifall hin. Das um besonnene/genießenbe Leben, bie kleine, sprubelnbe Maja, wurde von'Fräulein Marie So hi o k mit überquellender, munterer Lebhaftigkeit, glühend vor Ungeduld und Sehnsucht und Liebe, der Gutsbesitzer Ulheim von Adolf Stirne mit der bärbeißigen Rauheit und Derbheit dieses Geiruß- mensck-en gegeben. Es war ein ernster, feierlicher Llbend. K. N. Nr. 55 Erster Blatt \6\. Jahrgang Mittwoch. 8. Zebruar lAl « Kiekener Ämeiaer M Ss-Sxs tz>eneral-Anzeiger für Oberyeffen ÄrneB wn^nVijin Hofalionsötud und vttlag der vrühl'fchen Unio.Guch^ und LItindruckerei R. ränge. Redaktion. Lrpedition und vruck-rei- Lchulftrab- 7. Land-'s.s-ui 'ue den 'm n°-L°i°7^-'"t>!>n Büdingen: Zernfprecher Nr. so Sefchäftsftelle vahnliosftrahe ,ba. ; Ersten Vorsitzenden des hiesigen Vereins zu entnehmen, inhaltlich dessen dem Nattonalliberalen Verein Gießen seit der letzten öffentlichen Versammlung in Steins Garten eine ganze Anzahl neuer Mitglieder beig tr.ten sind. Gewerbestatistik. Das erste Heft des Bandes 214 der Statistik des Deutschen Reichs bringt die Veröffentlichung der Ergebnisse der gewerblichen BetriebSausnahmc vorn 12. Juni 1907 über die Benutzung motorischer Kräfte und die Verbreitung der wichtigeren Arbeits- inaschinen zum Abschluß. Die erste Tabelle behandelt bte Benutzung von Umtriebs- oder ^aftmaschinen (Motoren) in den Gewerbezweigen im Reiche unter Zählung der Einzel- und Teilbetriebe als Betriebseinheitcn. 270 9 75 Betriebe verwenden Kraftmaschinen und zwar stellt sich die ermittelte Höhe der in regelmäßigem Betriebe benutzten motorischen Kraft aus 8 831 4 3 4 Pferde starken und 1 544 800 Kilowatt. Dabei ist die Kraftleistung der durch W-ind bewegten Triebwerke, der Motor- oder Kraftwagen, der Dampfkessel ohne Kraftüber- tragung, der Dampffässer, Lokomobilen wie ber Dampfschiffe uitb Barkassen in diesen Ziffern nicht enthalten. Die durch Dampf bewegten Maschinen stehen mit 7 282 399 Pferdestärken ^unter den nach dieser Krafteinheil ermittelten Motoren an erster Stelle. Mit 868 862 PS folgen die durch Wasser bewegten Triebwerke. ■ Die Gasmotoren verzeichnen 187 999 PS. Tie durch Druckluft betriebenen Maschinen weisen 95 640 PS auf, die durch Benzin oder A e t h e r bewegten 64 646, die Petroleumkraft m a s ch i u e n 24 567 PS, die Heisluftmotoren 13026, die Spirituskraftmaschinen 4329 Pferdekräfte: auf die sonstigen durch Pferdekräfte gemessenen Kraftmaschinen, entfallen 289 966 PS; dazu kommt, wie vorher erwähnt, noch eine Kraftleistung an 1544 600 Kilowatt durch elektrische Motoren, die 1 137 000 Pferdekräften entsprechen. Die Tabelle läßt des näheren erkennen, in welchen Gewerbe- abteilungen, -gruppen, klassen und -arten die Motoren verwandt werden und mit welchen Kraftleistungen die einzelnen Gewcrbe- zweige an den Gesanrtzahlen beteiligt sind. Die beiden weiteren Aufstellungen über die Arbeitsmaschinen können nur eilte Auswahl der wichtigeren Arbeitsmaschinen berücksichtigen. Die Auswahl wurde dieses Mal nach zwei verschiedenen Gesichtspunkten vorgenommen (bei der Betriebszählung des Jahres 1895 nur nach einem Gesichtspunkte . Die erste der beiden Tabellen behandelt 166 Arten von Arbeitsmaschinen und stellt ihre Verbreitung in den einzelnen Gewerben dar. Ansgewähll sind hier die Maschinen, die für das gefamte Gewerbe von allgemeiner Bedeutung sind. In der anderen Aufstellung entscheidet dagegen die Eigenart der einzelnen Gcwerbearten für die Wahl der dargestellten Maschinen, so daß hier bei jedem der einzelnen Gewerbe diejenigen Arbeitsmaschinen aufgeführt werden, welche für den betreffenden Gewerbezweig besonders wichtig sind. daß er die Vorschläge des Ausschusses als notwendig und wünschenswert erachte. Aus Straßburg wird gemeldet: Staatssekretär Zorn von Bulach und Unterftaatssekretär Mandel begaben sich am Dienstag nach Berlin, um an den Arbeiten des im Reichstage zusammentretendcn Ausschusses teilzunehmen, der die Revision der elsaß-lothringischen Verfassung beraten wird. 2h8dlanö. Aus Paris wird gemeldet: Die Nordbahn-Gesellschaft teilte dem Minister der Oeffentlichen Arbeiten mit, daß sie außer Stande sei, gewisse Bedienstete, die infolge des Ausstandes entlassen worden warm, wieder cin- z u stellen, da die Erfahrungen gezeigt haben, daß diese ein Element der Unordnung und Disziplinlosigkeit seien. Die Gesellschaft habe aus Menschlichkeit einer Anzahl von entlassenen Bediensteten ausnahmsweise Ruhegehälter und Unterstützung ge- wähtt, aber sie könne nicht so weit gehen, Bedienstete einzu- stellcn, die die Streikagitation vielleicht von Neuem beginnen würden. — Iaurös erhebt in der „Humanitö" aufs schärfste gegen diese Haltung der 9iordbahngcsellschaft Einspruch. Im dänischen Folkcthing wurde ein Gesetzentwurf betreffend Erhöhung der Eiscnbahntarife für Personen-, Güter- und Viehbeförderung auf den Staatsbahnen vor- gclegt, von dem eine Einnahmeerhöhung von 3 850 000 Kronen erwartet wird; ferner ein Gesetzentwurf über die Mgaben für öffentliche Vorstellungen und Aufführungen, dessen Ertrag auf 900 000 Kronen geschätzt wird; sodann Gesetzentwürfe über die Fabrikaufsicht, Abgaben für Areale, auf denen Fabriken betrieben werden sollen, über Wertzuwachs st euer in denjenigen Städten, die bei der Durchführung der Heeresordnung Garnisonen erhalten; schließlich ein Gesetzentwurf über die Zulassung von Beamten zu Nebenerwerben. Aus London wird gemeldet: Balfour erklärte in einer hier gehaltenen Rede, daß er insoweit Anhänger der Politik des Referendums sei, als das Referendum das Urteil des Landes über eine außergewöhnliche Streitfrage zum Ausdruck bringe, das; er aber mit Austen Chamberlain darin über- einstimme, daß Einzelfragcn mit Nutzen dem Referendum nicht unterworfen werden könnten. AuS Washington wird gemeldet: Das Repräsentantenhaus erledigte die sogenannte Spionbill, durch welche das Photographieren und Zeichnen von Kriegsschiffen, Werften und Befestigungen verboten wird bei einer Strafe von 1000 Dollars Geldstrafe, mehrere Jahre Gefängnis und wenn -die Information an eine fremde Macht verlaust wurde, 10 Jahre Gefängnis. Der Senat in Washington hat die int Heereshaushalt für den Ankauf von Flug schiffen geforderte Summe von 250000 Dollars auf 125 000 Dollars herabgesetzt. Vereins um Stiftung eines Ehrenpreises. 25. Bildung des W-Hi- ausschusses für die Beisitzerwahl des Kaüsmannsgeri i ts. 26. l’cLct= nähme der Grabunterhaltung der Dr. Otto Follenius Wüwe 27. Gesuch des Christian Bepperling um Erlaubnis zum Lclnnk- wirtschaftsbetricbe im Hause Walltorstraßc 24. 28. Desgleichen des Georg Schrimpf im Hause Bahnhofsttaße 57. 29. Desgleichen des Emil Sieck int Hause Bahnhofsttaße 31. ** 23 o n unserem Regimen t. Während das 1. Bataillon unseres Regiments heute mit dem gefechtsmäßigen Scharfschießen bei Sinne r ob begonnen hat, sind das 2. und 3. Bataillon heute in aller Frühe z i einer Uedunq mit dem Ulanen-Regt. N r. 6 a,.sg.r..ckt. Es handelt sich um eine Aufllärungsübung des Manen-Regiments in größerem Umfange. Die beiden Aatailwne des Regiments stellen mit Hilfe zahlreicher Flaggen eine Division dar, die in zwei Kolonnen von Gießen gegen die Nidder marschiert und mit der einen Kolonne über Grüningen- Holzheim, mir der anderen Kolonne über Grotzen-Linden- Langgöns die Linie Gambach-Bntzbach erreicht, um sich in dieser Linie in einer Verteidigungsstellung bereit stellen. Gegen 3^2 Uhr nachmittags wird die Uebung iyr Ende erreichen uitb die beiden Bataillone nach Butz dach marschieren, woselbst sie aus den Feldküchen des 1/168 verpflegt werden und von dort aus in einen Sonderung verladen um 7i/4 Uhr abends in Gießen wieder eintreffen. ** Wohltätigkeits-Konzert des Kronb auer- Q ua r t e t t a m 12. Februar. Lieber die, bei diesem Konzert, mitwirkende Sängerin Fräulein Geis entnehmen wir aus der Berliner-Börsenzeitung nachfolgenden Bericht: Im gleichen Saale (Bechstein) ließ sich am Abend darauf die Sängerin Johanna Geis in einem eigenen Konzert vernehmen. In der Wiedergabe einer Anzahl Gesänge von Peroglesi, Paradies, Brahms, Schu- nmnn und H. Wolf, die ich hörte, zeigte sich die Konzertgeberm stijmlmlich gut veranlagt. Ebenso verriet die ganze Art der Behandlung, die sie ihrem wohlklingenden Sopran angedeihen ließ, eine das übliche Durchschuittsmat; überschreitende ge;angliche Bildung. Da auch im Vortrag musikalisches Empfinden und die Gabe, sinngemäß zu gestalten, zutage traten, war der Eindruck ihrer Darbietungen, unter denen besonders Brahms „Än eine Aeolsharfe" und H. Wolfs „Das verlassene Mägdelein" und „Elfenlied" recht stimmungsvoll wirkten, als ein vorwiegend günstiger zu bezeichnen. ** Der Kaoallerieverein hielt am Samstag abend im Felsenteister seine Jahres-Hauptversammlung ab. Der zweite Vorsitzende und einzige Veteran des Vereins, Tierarzt Dr. Köhler, wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Im nächsten Jayre will der Verein sein fünfjähriges StiMngsfest in den Räumen von Steins Deutsches Neich. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" meldet: An Stelle des als Botschafter nach Tokio gesandten Grafen v. Rex wurde der zurzeit in der politischen Abteilung des auswärttgen Amtes beschäftigte bisherige Gesandte in Lapaz (Bolivien) v. Haxthausen zum Gesandten in P eking bestimmt. Im Reichstage ist ein Abünberungsantrag der Fortschrittlichen Vvlkspartei zu dem Gerichts- v e r f a s s u n g s g e s e tz eingegangen, folgenden § 8a hinter den § 8 einzuschalten: Ri cht er n ist die A n n a h m e von Orden und Ehrenzeichen verboten. Das Tragen von Orden und Ehrenzeichen, welche vor Eintritt in das Richteramt erworben sind, sowie die Annahme von Orden und Ehrenzeichen für kriegerische Verdienste und von Rettungsmedaillen, bleiben von dieser Vorschrift unberührt. Das preußische Abgeordnetenhaus beriet am Dienstag in erster Lesung den Entwurf des Zweckverbands- -gesetzes. Die Vorlage wurde schließlich an einen Ausschuß überwiesen. Die Korrespondenz „Sächsischer Landesdienst" meldet: Gelegentlich der Anwesenheit am Geburtstage des Kaisers in Berlin verlieh der König von Sachsen dem Staatssekretär 'des Reichsamts des Innern, Delbrück, das Großkreuz des "Wrechtsordens mit goldenem Stern, dem Staatssekretär des Reichsschatzamts das Großkreuz, dem Unterstaatssekretär Wahn- i ch a f f e und bem Direktor des Reichsamts des Innern L e w a l b das Komturkreuz erster Klasse desselben Ordens. Die b r aunschweigischeLandesversammlung begann die Berattmg der Ausschußvorschläge betreffend die Abänderung des Wahlrechts zum braunschweigischen Landtage. Die ländlichen Abgeordneten sind im allgemeinen gegen jede Wahlreform und besonders gegen die geheime Wahl. Der Staatsminister sprach sich im Namen des Staatsministeriums dahin aus. Winterkleidung besteht aus einem Renntierfellwams oder einer Blaufuchsjacke, Hosen von Eisbärfell und Stiefeln von Moschusochsen- oder enthaartem Seehundsfell. In Ostgrönland sind die Männersttefel von einer besonderen Form. Die Frauen tragen in ganz Grönland stets sehr kurze Hosen und bis hoch zum Oberschenkel reichende Stiefel. Bei den Polareskimos sind btc weiblichen Beinkleider am längsten, in Ostgrönland am kürzesten. Außerordentlich fein sind die Blaufuchspelze der Frauen der Polar- esttmvs; sie haben stets vorn den blendend weißen Einsatz aus Lchnauzenteilen des Weißfuchses und einen sackartigen Ansatz Tür ben Säugling. Die Haare werden bei den Westgrönländerinnen zylrnderartig emporgenommen und bilden bei ben Ostgrönländer- rnnen einen breiten Kamm. Die Frauen der Pölareskimos Ichlingen sie nur selten in eine Art Knoten. ~ Die Brautwerbung bes Dichters. Unter dem Forlitz von Jean Richepin hat sich kürzlich in Paris ein Komitee gebübet, das dem Andenken des Dichters Villiers de l'Jsle-Adam ein Denkmal errichten will, und m der Comedie wird seine „Revolte" cin)tubiert. Anknüpfend hieran erzählt die Revue des Pays latins eine kuriose Episode aus dem Leben des Poetm Viltters de l'Jsle-Adam hatte die fixe Idee, er müsse eine reiche heirat machen. Bon Zeit zu Zert sah man den sonst sorglos gekleideten dichter fast stutzerhaft aufgeputzt erscheinen, er duftete oanu nach allen Parfums, und die Freunde wußten: nun sucht er wieder die reiche Heirat. Er nalym auch die Hilfe von Ver- nu.tlcrii m Anspruch; so wurde er einmal im Haipe eines reichen Burgers von Versailles eingeführt. Eines Abends erklärte der Hausherr dem Vermittler, daß er seine Tochter herzlich gern öcm a. idjtcr zur Frau geben würde, doch nur unter der Be- olngung: der Bräutigam in spe möge sich vorher einmal gründ- liflj in die Behandlung eines Zahnarztes begeben. Denn d'r gei|trcid)c Schriftsteller halle sehr schlechte Zähne, fast alle sahen Ichwar; aus, und fern Aeußeres gewann nicht durch diesen Miß- griiT der Natur. Heroisch unterwarf sich der Bewerber dieser Bedingung, ging zum Zahnarzt, der ihm nun, einen nach dem anderen, sämiliche Zähne auszog und ihm dafür als Ersatz ein trächtiges künstliches Gebiß lieferte. Die Rechnung sollte dann von der Mitgift bezahlt werden. Aber als der Siebter mit neuen Zahnen wiederkam, hatte die ausersehene Braut in weiblicher Wankelmütigieit ihre Meinung geändert: lieber wolle sie ins Kloster gehen, als mit Villiers de l'Jsle-Adam zum Altar treten, -ins ivar eine Katastrophe. Der enttäuschte Vermittler weig.'rte ttch. die Rechnung des Zahnarztes zu bezahlen, der wiederum wollte dem Dichter keinen Kredll geben, und das Ende der .raurigen Geschichte blieb, daß der Dentist sein künstliches Gebiß i. wder abholte und Villiers de l'Jsle-Adam, um eine Enttäuschung utajer und stimiliche Zähne ärmer, seine Heiratspläne ausgab — bis zum nächsten Male. Kunst ^Wissenschaft. ~cni. Zeltesten der iuri stachen Fakultät in Heidelberg, grober, wurden gestern anläßlich ’ tnc'3 oOlvhrigen -ottorjubdaumö durch zwei feierliche Abor-'- nrmgen,die Glückwünsche der Universität und Fakultät dargebracht. ~IC ^A^berger Akademie der Wissenschaften hatte dem Jubilar rmc Gluckwumchadrege uber,andt. Aus staot uuo Hund* Gießen, 8. Februar 1911. * * £ ageskalender für Mittwoch, 8. Febr. Theater- v er ein: 2. Opernvorslellung „Der Bajazzo", „Brüderlein fein". Anfang 7 Uhr. | * ** Die hessische LandwirtschaftSkammer wird nach einem heute erfolgten Vorstandsbeschluß am 17. und 18. März zu ihrer PlenarVerhandlung zusaminentreten. Ter Vorstand beschäftigte sich mit dem Entwurf eines Ausführungsgesetzes zum Neichsviehseuchengesetz und dem Entwurf eines Gesetzes über die Versicherung des an Maul- und Klauenseuche gefallenen Rindviehes. Der Vorstand machte hierzu einige Abänderungsvorschläge, besonders ist er im Interesse der kleinbäuerlichen Bevölkerung für die Ver- sicherung des Kleinviehs. Der Vorstand billigte dann im allgemeinen den Entwurf einer Novelle zum Brandversicherungskammergesetz. Dem Mitteldeutschen Arbeitsnachweisverband in Frankfurt a. M. wurde ein erhöhter Jahresbeitrag bewilligt, der Landesverband der Hess. Geflügelzüchter erhielt einen Zuschuß zur V. Landes-Geflügel- Ausstellung. Lehrerpersonalien. Ucbertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Joh. Frey aus Bechenheim eine Lehreritelle an der Gemeindeschule zu Bechtheim. * * M o u t a n st a t i st i k des G r o ß h e r z o g t nms H e s - I e n. Die vorläufigen Zahlen zur Montanstatisttk für 1910 la|)en, nach der Tarmst. Ztg., in allen Produktionszweigen mit Ausnahme des Braunkohlenbergbaues eine Verbesserung gegen vas schlechte Jahr 1909 erkennen. Die Brauntohlenför- d e r u n g ist von rund 500 000 Tonnen auf rund 481 000 Tonnen zurückgegangen, ihr Wert erreicht nicht ganz 1 Million Mark (gegen 1,066 Mill. Mark i. Vorj.). Ter Eisensteinbergbau hat die schwere Krisis von 1908/09 überwunden und mit 338 000 Tonnen (gegen das Vorjahr 50 000 Tonnen) eine bedeutende Aufwärtsbewegung angetreten. Der Wert dieser Produktion betrug annähernd 2,88 Mill. Mark. Auch die sonst ziemlich stabile Kochsalz-Erzeugung hat sich (um fast 3000 To.) auf 19 000 Tonnen erhöht, deren Wett runb 656 000 Mark beträgt. Auch die Glaubersalz- Produktion einer Schwefel- läurefabrrk ist um ein Geringes gegen das Vorjahr vermehrt worden. Ebenso hat sich die Gewirnmng von Zementkupfer bei der anderen Schwefelsäurefabrik etwas gefteigert. Die S ch w e- felsäure-Prodnltion hat sich (um rund 15 000 Tonnen) aus ✓6 000 4,0. erhöht, ihr Wert auf 1,374 Mill. Mk. Die Erzeugung an El i e ß e r e i w a r e n ist (um runb 9000 Tonnen) auf 52 000 Tonnen geftiegen und hat den Wert von über 10 Mill. Mk. erreicht. Der Ges amt wert der Monlanproduktion des Großherzogtums beträgt für 1910 die bisher niemals erreichte Summe von 16,1 Millionen Mark. Besonders beachtenswert ist die Bedeutung Heyens auf dem Gebiet der Eisenerz- und Schwefclsäureproduktioii: P^.h"nd bei der Produktion an Braunkohlen, Salz und Eisenguß Hessen unter den deutschen Bundesstaaten etwa die 7. oder 8. Stelle ei mummt, also ungefähr den Platz, der seiner Größe im Verhältnis gii den anderen Staaten entspttcht, steht die hessische Eisenerz- törberung und die hessische Schwefclsäureproduktion im Reiche an dritter Stelle. Immerhin sind auch die anderen Zweige der Montanproduktion in Hessen keineswegs gering anzuschlagen. Jns- gciamt beschäftigten die in Rede stehenden 74 Betriebe am Jahres- chluß 1910 etwa 5000 Arbeiter mit 13 000 Angehörigen. Auf bte Bergwerke und Salinen allein entfielen davon rund 2200 Arbeiter mit 4800 Angehörigen. * * Für bic Sitzung ber Stadtverordneten- ammlung am Donnerstag den 9. ' Februar 1911, nachmittags 4 Uhr, ist folgende Tagesordnung vorgesehen: 1. Mitteilungen. 2. Baugesuch für Schützenstraße 12. 3. Bangesuch des Joh. Ehr. Wallenfels für Ecke Kirchenplatz und Auf der Back. 4. Entrasterung Bahnhofstraße 65. 5. Entwässerung Ost-Anlage 36. ^Ebauungsplaii für das Gebiet zwischen Marburger Straße, Ost-Anlage, Mostkesttaße und Kaiser-Allee; hier: Antrag des Jdcubauburcaud f. d. Amtsgerichtsneubau auf Aenderung. 7. Otts- Itatut für die Bebauung des Wetzlarer Wegs; hier: Gesuch des H. Winn. 8. Umgestaltung bet West-Anlage. 9. Fußweg- unterjubrung unter der -oberhessischen Eisenbahn im Zuge der Ebel- ttaße 10. Errichtung eines Denksteins in der Süd-Anlage am llusgang dec Plocklttaße. 11. An- und Verkauf von Grundstücken, ftebergang von Grundstücken der Stadt an den Stadtecwkite- rungssonds. 13. Voranschlag der Armenkasse für 1911. 14. Verlegung von Hilfsschultlassen in die alte Gewerbeschule. 15. Errichtung neuer ^chulstellen. 16. Einrichtung der alten Klinik für jmeae der städtischen Verwaltung. 17. Bahnprojekt Gießen— Brandoberndori. _ 18. BahM'rojekt Gießen—(hladenbach. 19. Einrichtung eines städtischen Fuhrvarks. 20. Umarbeitung alter Bordsteine. 21. Geiiohrniguiig von Rechnungen. 22. Gewährung eines Ehrensoldes an Feldzugsteilnehmer. 23. Einführung Von Polizeihunden. 24. Gesuch des Geflügel- und Vogelzucht- Garten feiern. Der Verein zählt zurzeit 86 Mitglieder. • • Besitzwechsel. Weißblubermeister Heinrich Launs- bach kaufte von der Stadt 1 700 Quadratmeter in der Liebigstraße (ehemaliges Aktienbrauereigelände) zu 16 Mk. für den Quadratmeter. '* Treue Arbeit. Gestern feierte Frl. Elisabeth Meurer ihr 25jähriges Diensljubiläum bei der Familie Edmund Wetter. * * Zusammenstoß. Gestern nachmittag kam ein Fuhrmann im Trab aus der Schloßgassc heraus nach dem Kirchenplatz und fuhr dabei gegen einen Wagen der elektrischen Straßenbahn, der gerade vom Lindcuplatz her kam. Am Wagen der Straßenbahn wurden die Laternen zertrümmert, sonstiger Schaden entstand nicht. * * Dtaul- und Klauenseuche. Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet aus Galsburg-Stuttgart, Fellbach, Oberamt Kannstatt, und Plochingen, Oberamt Eßlingen. Landkreis Gieren. Garbenteich, 7. Febr. Am Sonntag abend hielt der Gesangverein Lieder blute hier fein 13. Stiftungsfest im Saale des Gastwirts Peter Becker ab. Durch eine Rede des Präsidenten Phil. Vorig wurde die Feier ein-, geleitet. Die gesanglichen Leistungen unter dem Musiklehrer! Albert Kasten wurden großartig ausgeführt, ebenso einige heitere Theaterstücke. Lehrer Weisel dankte dein Verein für die Ichönen Darbietungen und brachte ein Hoch auf seinen rührigen Dirigenten und den Präsidenten aus. .An den humoristischen Teil schloß sich ein Ball an. = Burkhardsfelden, 7. Febr. Am Samstag abtnb feierte der Turnverein sein erstes W i n t e r ö c r g n ü gen im Saale der Hoffmannschen Wirtschaft. Die Feier verlies in recht schöner, anregender Weise. Nachdem der 1. Vorsitzende Lehrer Raus ch die zahlreich erschienenen Gäste begrüßt und in einet kurzen Ansprache, die auf echt vaterländifcher Grundlage beruhenden Ziele des Vereins erklärt hatt, brachte er ein begeistert aufgenommenes Hoch auf unseren Lairdesfürsten aus. Tie aktiven Turner setgten dann, daß sie es in der kurzen Zeit ihres Heben», recht weit gebracht haben, indem sie verschiedene Leistungen am! Barren sowie einige hübsche Pyramidenaufstellungen vorführten. Auch der Humor kam durch etliche urkomische Vorführungen zur, Geltung. Die.Mitgliederzahl des Vereins beträgt nun schon 60., = Li ch, 6. Februar. Auch hier scheint sich nun nach! und nach Karnevalsleben entwickeln zu'wollen. Dec Reigen der Faschingsoergniigen wird am Sonntag den 19. ds. Mts. in der dekorierten Turnhalle durch eine ftappen- sitzuug eröffnet unter Mitwirkung der kostümierten Hauskapelle Sommer. Sonntag den 26. Februar ist dann Herren-, Damen- und Fremdensitzung des Turnvereins. Hieran schließt ich am Fastnachts-Dieuitag ein „Vtaskenball" mit Prämiierungen der schönsten Herren- und Damenmasken, Gruppen- Vorführungen, Masken-Reigen und sonstigen Ueberraschungen. in der Turnhalle. -r. Langd, 7. Febr. Hier wurde der Landwirt Hof-^ inann von seinem Wagen überfahren, da ihm die Pferde durchgegangen waren. Zum Glück mar der Wagen leer, so daß Hofmann mit leichten Verletzungen davonkam. ~ Ober-Bessingen, 7. Febr. In der Nacht von -Lonntag auf Montag hat sich hier eine Witwe in ihrem Wohnzimmer hinter dem Ofen erhängt. Die 20jährige^ Tochter^fand ihre Mutter noch in der Nacht, als sie von einem -vanzvergui'igen in einem Nachbarorte zurückkehrte. Daß Motiv zur Tat ist unbekannt. — Kürzlich mürbe die hiesige ^>"gd verpachtet. Obwohl das Wild sehr gelitten hat, wurde doch eine Pachtsumme erreicht, die fast das Doppelte der vorjährigen beträgt. Die vorigen Pächter haben sie wieder bekommen. ,. ^Ettingshausen, 7. Febr. Heute nachmittag fand s rp ach tun g der G cm eind ej agd auf weitere b ÄceJt£rti . runfaßt etwas über 900 Hektar Feld uno -Walo. Seitheriger Pächter war Kaufmann Bieler von von 1315 Mk.; voriges Jahr wollte der Pachter die Jagd für 1450 Mk. aus der Hand pachten; was ^der Gemeindeoorstand auch zufrieden mar, aber das Kreis amt erteilte hierzu nicht die Genehmigung. Rentner Vogl von Butzbach war heuie Letztbietender mir 1700 Mü Kreis Büdingen. -1- Büdingen, 7. Febr. Der am 31. Mai 1861 gegründete Turnverein Büdingen begeht in Pen ersten Tagen Kindermahl C9 roiri) nunmcifi uic yungc 7, V J .71 n gerichtlichen Verfahrens werden. Bekanntlich hatte der Schritt teller A. O. Weber behauptet, daß es ihni ganz lern gelegen, habe, die Presse dec Bestechlichkeit beschuldigen Er hab« in seinen angezogenen Behauptungen lediglich auf dNttteilungen bezug genommen, die ihm von seinem Schwager, Lauptmam» . Lüders bezw. von dem Rechtsbeistande seiner Frau, Rechtsanwalti Krankenkost Zur Hauskur bei eiden Blasen- Nieren- Gicht- Reue AuSdrülii! burtz-o/r/ttgan, o^ingtn, Obaamt ierte Frl, Glifate um bei der Faniü »mittag kam ein g* aus nach bcmftircp tagen der elelinfta plnij her kam. 3i tatcrneii jcririiiiirctr. wipflehft »ich tigiic- l Flasche „Wernarier Wasser“ tu dem Kgl. Mineralbrunnen Brückenau. &hältlleh In Mlnerala>atserhandlg. u. Apotheken. bs10/. Tausendfach bewährte Nahrung bei: Brechdurchfall, Diarrhöe, Darmkatarrh, etc. VISU KARTEN in jeder beliebigen Schrijtart und Kartonsorte, v ‘J — sowie mit Zirkeln alter studentischen Vereinigungen liefert zu mäßigen Preisen die BrühTsche Univ.-Druckerei, (BcridHsfacil. Eine Pressebeleidigung vor dem Kriegsgericht. Med, den 7. Februar 191'1. Rain; ernannt. Einige Jahre später wurde er Landgerichts- präsident und Präjidcnt des Senates in Mainz Im ^ahre 1900 wurde er zum Präsidenten des Lberlandeegerichts ernannt und trat 1905 wegen seines hohen Alters in den Ruhestand. 1875—1879 gelorte er der Zweiten Kammer als Vertreter des Wahlkreises Alzey an. 1903 wurde er vom Ärotzherzog aus Lebenszeit in die Erste Kammer berufen. WK = 57. 1. 29 I btisi cd "n='l bat r, ; ■ • I 8-Ut. t ?' I Ulanen» | XUne" a8Sen eine " eegm I ’S »bei St,* I k» ®«ien. $ 4 Reichl nJ*1! die üebun * I °ne nach I J ln c,Mtt Sonte' I •” Umber eittc< Ä'sd •rss bie Sangetin L.3n her «jataTg lu& bie Konzern * d>e ganze . Topvan angßt* ^schreitende gei.ird» Empsinden c traten, tvat Der ii- esonders Ärahmg J ahme Mägdelein" ,1 1 als ein Dornig hielt am Samte I hauptversall» wib einzige Leter wurde 5um eba )re will der Räumen von &nl zeit 86 Mtglieds. I ister Heinrich Lau-^ Quadratmetki J reigelände) zu 16 q Mission zu veranschaulichen. — Atz dach, 7. Febr. Mit dem Bau der geplanten Gemeindestraße von Dutenhofen nach Atzbach schemt auch in diesem Jahre noch nicht begonnen werden können, weil die beiden beteiligten Gemeinden die Bewilliaung der Mittel für die mit der höheren Ortes geforderten Nen- bearbeitung des Entwurfes verbundenen Kosten abgelehnt haben. Mit der Ablehnung haben beide Gemeinden qleich- zeitig zu erkennen gegeben, daß sie, wie die Verhältnisse liegen, auf die Herstellung einer hochivasserfreien Straße von der Lahnbrücke bei Dutenhofen nach Atzbach verzichten. Jni Jnteresie des regen Verkehrs der Station Dutenhofen wäre eine besiere Verbindung nur zu begrüßen. Hessen-Nassau. — Rodheim a. d. Bieber, 8. Febr. Der langjährige erste Lehrer der hiesigen Schule, Herr Hey mann, gleich» zeitig seit langen Jahren dec verdienstvolle Direktor der Sparund Leihkasie Rodheim, ist ebenso wie Lehrer Klein von Waldgirmes zum Haiiptlehrcr ernannt worden. 0 Welter, 7. Febr. Die Leiche des seit einigen Tagen vermißten Landwirts Arnold aus Rennertehausen mürbe im Walde an einem Baum hängend gefunden. Der hiesige Polizeihund hatte die Spur ausfindig gemacht. Eine Automobil fahrt brachte dem Kaufmann R. B. in Friedberg einen Strafbescheid cs hiesigen tzauptsteueramts über 385 Mk.„ein, d. L her jun » ache Betrag der Mgabc für das Auto: bic << Mk. vorenthaltene Abgabe und 12 Mk. Stempel für die Jahreskarte follte er nach- enlrichlen Nach seinen Angaben ist das Auto einer Ausbesserung uiuerzogen worden, rooraui er eure r-cahrt am die Katterltrave unternahm, bei der er ein Schild „Probefahrt an dem Fahrzeug angebracht hatte. Solche Fahrten bic ohne Entgelt erfolgen und das Fahrzeug allein Gegenstand der Probe ut, sind stempel, rei. Nach Ansicht des Schöffengerichts handelte es fich um einen solchen Fall, weshalb es zumFreifpruch kam. Auf Anregung er Steuerbehörde focht die Staatsanwaltschaft das Urteil an, >a nur derjenige, der Reparatur vornimml, stemvel'reie Prob.- ährten machen darf. Der Angeklagte wrcs nach, dag er die atur selbst vorgenommen Hal, weshalb das Urteil bestätigt wurde. Wegen Vergehens gegen das Wandergewerbe- steuergesetz erhielt btt $ferbt6änbltt I M. Mn Ob-r>MEadt-mcn Strast beicheid des Finanzamts Nidda über 100 Ml Gr bette den Stempel zum Wandergewerbeschein nicht entrichtet und ohne Bestellung einem Wirt in einem Nachbarort ein Pferd angeboten. Auf seinen Antrag sprach ihn das Schöffengericht hrei, roetl er gelegentlich des Besuchs der Wirtschaft wegen.des Vs-^es verhandelte, aber keine Bestellungen aussuchte Infolge Berufung der Staatsanwaltschaft erkannte die Strallammer auf die im Strafbescheid angesetzte Strafe, da der Angeklagte verv,lichtet gewesen wäre, den Stempel zu entrichten, ehe er das Pferd anbot. Die aufsehenerregenden Verhandlungen vor dem Charlottenburger Schöffengericht wegen der von dem Gatten d^r Frau Hon Schönebeck-Weber behaupteten Pressebestechungen haben zur Folge gehabt, daß der Hausmann L ü d e r s im 130. Jnsantette-Regiment m Metz, der Bruder der Frau von 'Schönebeck-Weber, ein kriegsgerichtliches Verfahren gegen tt gramm steht der LiederzvNus „Tie schöne Müllerin' von Franz Schubert — Der Bildungsve^rein hat für die nächste Woche wieder das Rhein-Mainische Berbandstheater gewonnen. Gespielt wird das Lustspiel „Zopf und Schwert von Hictzcner Strafkammer. )( Gießen, 7. Febr. Betrug und Diebstahl. Nack seiner Entlassung aus dem Gefängnisse in Krefeld verÄte der Reisende H. K. aus Frankenau in Bingen, Mainz, Friedrichsdorf r D, Köppen und Oberrosback) ^Betrügereien und Diebstähle aus, weshalb er zu 2 Jahren Gefängnis und 5 Jahrni Ehrverlust verurteilt wurde. Die seit dem 20. Dezembn v. erlittene Untersuchungshaft wurde in Anrechnung gebracht, yn zwei Fällen erging Freisprechung. 2 3 Einbrüche auf Bahnhöfen verübte der Schlosser F. P. T. aus Hoswwitz in Oesterreich, in der Zeit von Oktober bis Weihnachlten v. I. in Hersfell), .Habel, Larbach, Hilders, Weißendorf, Ottrau; ferner auf den Heimchen Stationen. Er drang in die Räumo, in denen sich Reisegepäck und Frachtgut befand. Er ist geständig. Weitere Straftaten, deren er verdächtig ist, werden noch untersucht. Einstweilen hat ihm die Strafkammer für den schwersten Fall lVs Jahre Zuchthaus, für 17 weitere Fälle je 1 Jahr Zuchthaus und für vier versuchte Diebstähle je 4 Monate Gefängnis angesetzt. -tieie Strafen wurden in eine Gesamtstrafe von 5 Jahren Zuchthaus umgewandelt, worauf 5 Wochen Untersuchungshaft angerechnet werden. Ferner wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte aus 10 Jahre aberkannt. Wegen Diebstahls zum Nachteil von Mitknechten wurde der Schweizer M. F. sch. aus München zu zehn Me.laten Gefängnis verurteilt und ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf 3 Jahre aberkannt. Er hat einem Dienstknecht auf dem Hof Balkhausen ein Portemonnaie mit etwa 40 Mk. gestohlen und in Grünberg einen Umhang und ein Paar Stiesel genommen. Sonntag abtnh K hier jein 13- ötr eter Becker ab. w ; tvmde die Fem » intci- dem Sluiifltk | geführt, ebenso,c-e fte dem Verein Juiä od) auf seinen ruw ■ An den hunioriin^. Am Samstag ai Wintervergnüf Tie Feier verM 1. Borschendc lek c begrüßt und 'N o nbiiicr 6tad>ti -- n» wf. umh 3eü W, Sene u ittlbing«« nitoe 'torigt ««'* . dein z» rooDm. „m eonntog » e dU L -• 7»? »»rK «d°°-"7-Dch' - '* ®*‘®ie & --LÄ sK- 'S- i Gutzkow. w „ Starkenburg und Rhemheffen. rm Darmstadt,?. Febr. Heute nacht zechte der 24 Jahre alte Student Karl Pelzer aus Dortmund m einer Bar m der Louisenstrasst: und wurde, als er in bezechtem Zustande unverschämt wurde, vor die Tür gesetzt. In l-mer Erregung hierüber ging er nach seiner Wohnung in der Elisabethenstraße holte seinen Revolver, kam in das Lokal zuruck unb gab auf den Witt einen Revolvettchuß doch ging die Kugel fehl in die Wandberleidung, wo sie stecken blieb. Durch den lnnzueilenden Hausbutt'chen wurde P. am wetteren Schießen der- hindett und ihm der Revolver abgenommen. Pelzer wurde m Hast genommen. -o. Mainz, 7. Febr. Die Stadt Mainz strebt schon lange danach, die Umgebung mit elektrischem Licht Mi versorgen. TaS große Werk in Osthofen bot aber durch Billigkeit der Stromlieferung nur noch ein kleines Gebiet für Mainz übrig gelassen, so daß sich Mainz bereits auf dein rechten Nheinnfer nach ländlichen Stromabnehmern umsiebt Nlm hat ein Ingenieur der Stadtverwaltung ein neues Projekt vorgelegt. Der Plan geht dabin, in der Nähe von GernSheim ein großes Stauwerk im Rhein zu errichten, das nicht weniger als 90 Millionen Kiloivattstnnden Kraft rind Licht oufbrinqen soll, womit die ganze Umaehunn zu billigen Preisen versorgt werden könnte. Allerdings sollen die Erbauungskosten etwa 13 NtlUionen betragen, weshalb hinter das Projekt wohl vorerst ein Fragezeichen gemacht werden muß. Kreis Wetzlar. _ Wißmar, 7. Febr. Bongen Sonntag abend hielt Pfader Sprödt anS Odenhausen a. d. Lahn in unterer , Kirche einen Li ch t b i l de r v o rt r a g über die deutsche Kolonie Neu-Guinea. Die vorgeführten Lichtbilder mären recht schön und deutlich unb aufmerksam folgten die zahlreich er» '■ fchienenen Zuhörer den lehrreichen Erläuterungen des Bor- tragenden, dem eS auf diese Weise gelang, m allgemein verständlicher Form das Land mit dem Leben und Treiben feiner Bewohner sowie die Wirksamkeit unserer dortigen » Der Humvekrock vor Gericht. Em eleganter Hmnpelrock, die Pleisiersckiöi'bu'g eine« angesehenen Londoner Modeaieliers, bildete 'N dielen Tagen den '"^vunkt^einer ^ericht^verbandlima. die vor dem Westminster CouMv-Gerichl erledigt wurde. Die Modefirma halte gegen die --chaulvielerm Miß Clifsord, die im bürgerlichen Leben Krau Bennen heust, eine Klage au' Zahlung von 172 Pik lür einen auf ^efiem.ng 0.u0-52.50 1UL, Sckilackstgewicht Weber gerichtet hat und m dem es « « Oo v fl ’Ä^weine unter 8» kg'Jebenbnewidit Redakteur der Allensteiner Zeitung, die .Sache 61.00 6b00Mk Ewimnge^ 62.-0-64 Mk.; vollsteiscknge vor 2V2 Jahren passiette", ebenfalls zu emer günstig^^cllung- ^^02.00^^^00^ 00.0 -52.00. Mk nähme geneiat gewesen sei Aus : J j[( 60.00-64 Mk.: voll fleischige Schweine von 20 kanntgabe dieses Briefes hat Hauptmann Luders an^ Redakteur I -^ln1^qek™,c\,ebcnbneimdlt 5>.0en unter den gleicht n aual- vollen Bedingungen verfiickcn müssen, Beruf auSzuu e . Haben die Aerzle schließlick glücklich einen Zeittaum von drei oder dreieinhalb Monaten hinter sich, so wird wmn Neigestellt Maßnalnnen zur Rückkehr auS dem pefwerf«ichten Gebiet zu treffen Allerdings find diese wenigen Glücklichen dann auch am Ende ihrer Mräfte. Mein Gewülirsmann hebt ausdrücklich f-.TDor. daß ein Zur ü ckk o mm e n unter den obm “n^bc^bct-" Umständen fast wie ein Wunder a ng c fe ben werden muß. Tie gestellten Tascinsbedingungen feien u n nie n,|iö>- 11 ch und die herrschenden Zustände nicht auSnimalen. Natürlich werden von der russischen Regierung die Lohne für reifewillige Aerzte hochgeschraubt, gewöhnlich wird em ?"°Esctehatt von 500 Rub ln, Reisespesen u,w. engvwt n Auh alle Nack,richten über die fakttsckn Existenzlage der Aerztk im Lande deS Lckneckens zu vettufcben, man macht den Aermsten große Versprechungen und Aussichten auf eine ..annehmbare Zukunft . Die Anmeldungen zur Fahrt na chder Peft sind indessen sehr spärlich Nur Militärärzte werden kurzweg ab- fnmmanbicrt, wobei man ältere und nach Mögllchkett samllicnl^ Männer auszusuchen bemüht ist. (Bekanntlich l)at sich die siche Regierung auch an die Regierungen anderer Lander mit d.m Ersuchen gewandt, Aerzte in das Pestgebict zu ensiendern. 9 ach den hier wiedergegebenen, aus absolute Zuverlasfigkett Anspruch machenden Mitteilungen kann deutschen Siebten nur bie Lutzersw Vorsicht anempfohlen werden. D. Red.) ____ Dermifcbtc». ■ herabgesetzt und Winter- und Gummischuhe Bernhardt Telephon 435 Schulstrasse 10 zu und unfern! Einkaufspreise erstklassiger Fabrikate Habe sämtliche Sc6 uhwaren bedeutend im Preise gebe auf alle Artikel noch I© Prozent Rabatte Mein diesjähriger Räumungs-Ausverkauf ™ dauert nur noch bis 14. Februar — und bietet jedem Gelegenheit zur Anschaffung von tadellosem Schuhwerk Eintritt 50 Pfennig. (D6/.) Eintritt 50 Pfennig. ar Nack dem Bortrag zwangloses Zusammensein. -eg Sonntag den 12. Februar 1911, abends 7 Uhr 59 Minuten V4/, Hof morgen, Donnerstag abeud 927 rri ■ 1 j v । i Maternus, Frankfurt. 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Opernvorsteilang: Mittwoch den 8. Februar Gesamlgaslspiel des Großh. Hoitata y. der Holmuslk in Darmstadt Der Bajazzo Musikdrama in 2 Aufzügen u. einem Prolog v. R. Leoncavallo* Hierauf: Brüderlein fein Alt-Wiener Singspiel in einem Aufzug von Leo Fall. Anfang 7 Uhr pünktlich. Ende nach 9y2 Uhr. Wegen der hohen Aufführungskosten sind alle Eintrittspreise um 1.— Mk. erhöht. Pintrittekarton zu Mk. 7.—. 6.50, 5.50, 4.50. 4.—, 3—, 2.50 nur Eiiniriuaadl teil jn der Mush* AIITREEOIS. MARG DELCOURT CLAVECIN) R.MICHAUX VIOLE P’AMOUR) 6 DESMONTS (VIOLEDEOAMBE) LOUIS FLEURY (FLUTE; F. MONDAIN (HAUTBOIS D-AMOUR) ED. NAN\Y (CONTREBASSE). AM PIANO: G. TERRARk KARTEN ä 5, 4, 3, 2, I Mk. bei § Ernst Challier. steino garten montag 13/2 abends S1/- ur füttraq des Naturmenschen gnftafnaael über sein natiirlickes leben, seine jerusalemretse und schreibar t, eintrit erwagiene L plaz 50 2. pIqa 30 fennig kinder d. hälfte. (0965 Freidenker - Vereinigung Giessen Donnerstag abend 85/4 Mr Hotel Einhorn Vortrag. „Itennnng von Staat u.fiirthe in jyrmitrcitfi". j; Stein’s Garten ? i Freitag d. 10. Februar > :; Nur 1 Biimorisl Abend < , W.Eyle'sleipzig.Sänger '> 1 8 Herren. - Gegründet 1863. 1 । Vorverkauf ä 0.80 i. d. 1 1 Dft/> Challier'schen 1 Musikalienhandlung. Kas^enpr. I Mk. Anf.81 , Uhr. Liebigshöhe. Donnerstag Kaffee-Konzert Eintritt 20 Pfg. (269 taälii* Giessen Direktion: Hermann Steingoetter. Freitag den 10. Februar 1911 15. Freitan ^lbonuem.-Vorstellung ?!c iüttlidicn 'Iscrromiiitcn hierauf: Der Vetter von Roderich Beckddir- Ans. 8 Uhr. iaa/2l Lrnde 11 Uhr. ^/OOOOOQOQQ '' r- vierm- I®. r* Sie 5nr pall L rt si» fc Mm w» 8 der eilten Kfnflc" einberui! v jit worden M' liebelten Fraktm i Susschusie^ o $ mären, deren 5 unbedingt nr g znMß an i .'Mittag zu em Dauses zu,am bestellt worden, feinen verhim ’itfter Koche eit L Als Termd Lungen ist j IlllS | Aminen. I A.B. 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