luhputz über die Sichcruiig der Bauforderungen eine unbedingte 9?of< Wendigkeit sei. An zweiter Stelle sprach Ncddermann (Bremen), übers Konsumvereine und B.aunenkonfumrercine. Die,Mxmfiuiwcixint? hätten sich immer mehr einer Gefahr für die ganze Produktion ausgewachsen, wie der Vortragende an einer ganzen Reibe von Beispielen zu beweisen sucht. — Nach lebhafter Aussprache wurde eine Erklärung angenommen, in der verlangt wird, baß die Konsumvereine in der gleichen Weise besteuert werden, wie handel und Gewerbe und daß jede behördliche Unter* ftügung zu unterbleiben habe. . - Ter weitere Punkt der Tagesordnung betraf das Sub* m i s s i o n s w c s e n , über das der Direktor de- Hansabundcs/ Oberbürgermeister a. D. Knobloch sprach. Ter Hansabund lrabe einen Gesetzenttmirs ausgearbeüet, der den ersten Versuch dieser Art darstellt und bereits greisbare Folgen erzielt hat. Er räumt mit dem billigen Angebot auf, und sichert die Rechte des Unternehmers gegenüber der Behörde, durch Einführung eines schiedsgerichtlichen Verfahrens. In der Aussprache wurde ein Antrag angenommen, daß der Hansabund sich noch im Lause dieser Session mit maßgebenden Parlamentariern in Verbindung sehen solle, bamit noch in dieser Session der Entwurf des Hansabundes als Initiativantrag «in- gebracht und bem Reichstag vorgelegt werde. An letzter Stelle sprach Kommerzienrat Schm ahl (Mainz! über „gewerbliches Bildnngswesen^._________________ Au» Stadt und Land. Gienen, 7. November 1911. •• Lehrerpersonalien. Uebertrag en wurde dem SchulamtSaspiranten Hch. Magsaam au4 Groß-Umstadt rinc Lehrerstclle an der Geineindeschule zu Fränkisch-Erum- bach. — In den Ruhestand versetzt toiirbe der Lehrer aii der Gciueindcschule zu Ober-NauseS Ludw. Weck auf sein Nachsuchen bis zur Wieberherstellimg seiner Gesundheit. " Missionsfest. TaS Mittwoch und Donnerstag hier stattsindende JahreSfest deS Oderhefsischen Vereins für innere Mission dringt außer den für die eigentlichen Mitarbeiter bestinunten Verhandlungen, die am Vor- und Nachmittag deS Mittwoch gehalten werden, eine Reihe von Veranstaltungen, die auf daS Interesse und die Teilnahme iveiter Kreise der Gemeinde rechnen. Am Mittwoch ivcrden zwei Söhne unserer Stadt reden: un AbcndgotteSdienst in der Stadtkirche Pfarrer Wisfig aus Bad-Nauheim, dessen Predigten nicht wenigen Badegästen NauheimS in lieber Erinnerung stehen, und beim Familtcnabend in SteinS Garten: Pfarrer Rudolf Schlosser au8 Rodheim, der au5 eigener Anschauung über „Praktisches Christentum in England* berichten iDirb. Auch aus reicher Erfahrung heraus wird an demselben Abend Pfarrer Röschen aus Freienseen, der verdiente Leiter unserer Erziehungsvereine, über „Leiden und Freuden eines IugendfürforgerS* reden. Sowohl im Gottesdienst, wie bei dem Familienabend wird unser Kirchengesangverein Mitwirken. Die öffentliche Jahresversammlung am Donnerstag, die, rote immer, in dem Saale der JohanneSkirche tagen roirb, wird ein ganz hervorragender Berufsarbeiter der inneren Mission, Pfarrer Wurm aus Stuttgart, in unsere bewegte Gegenwart mit ihren ernsten Fragen und großen Aufgaben hineinführen^ und zeigen, was innerhalb dieser Bewegungen die innere Mission bedeutet und roaS sie erstrebt. •• Staatsprüfung im Veterinärfach. Ber* schiedene Blätter haben unlängst berichtet, es finde eben eins Staatsprüfung im Veterinärfach unter dem Vorsitz beS Ober* medizlnalratS Dr. Lorenz statt, die 4 Tage dauere und der! sich 7 Veterinärärzte unterzogen hätten. Kurz darauf erfolgte dann die Mitteilung, daß alle 7 Veterinärärzte bestanden hätten. Die „Darmft. ßtg.1 ist in der Lage, diese 2)htlei(^ ungen wie folgt zu berichtigen: Die fragliche Prüfung fand unter dem Vorfitz des GeheimeratS Dr. Weber statt und' dauerte nicht 4, sondern 8 Tage. ES haben sich ihr 6 Veterinärärzte unterzogen und das Ergebnis ist, da noch nicht alle Arbeiten der Kandidaten geprüft und beurteilt sind, zur-, zeit noch nicht abgeschloffen. ** S^adttheater. Für bas Gastspiel von ‘9t o -f a> Poppe und Georg Molencu: mit Hebbels „Iudith" ant nächsten Mittwoch, gibt sich ein so außerordentliches Interesse kund, wie es selten noch hier zu beobachten war. ES sei deshalb nochmals darauf hingeroiesen, daß Abonnenten gegen Vorweis des Ermc^fiigungskupons r^ur gewöhnliche Preise zahlen. Tenselben Vorzug genießen Oie Herren Studierenden für Billetts, die an der Abendkasse verlangt: werden. •* Der Evang. Arbeiterverein veranstaltete gestern (Sonntag- im Bereinslokal einen Vortragsabend, bei welcher Gelegenheit Pfarrer Ausfeld einen interessanten Vortrag über Indien und die luth. Mission hielt. Nach einer kurzen Schilderung von Land und Leuten gab der Redner ein Bild über die Religionsoerhältnisse dieses Landes unter besonderer Berücksichtigung der Tätigkeit der Mission. Tie. Ausführungen des Redners »die durch vorgeiührle Lichtbilder besonders erläutert nmrtxny fanden reichen Beifall. Kreis Lauterbach. Schlitz, 5. Roo. In letzter Zeit wird die hiesige Gegend, in der man seither gar nicht oder nur sehr wenig über Diebstähle zu klagen hatte, öfters von Spitzbuben heimgesucht. Während vor wenigen Wochen einem Lehrer aus einem Nachbarorte am Hellen Tage eine wertvolle Geige qu5 dem Schulsaale entwendet wurde, ist dem Forstwart IHaul in Hartershausen vor einigen Tagen eine wertvolle Jagdbüchie gestohlen worden. Im ersten Fall vermutet inan in dem Täter em Mitglied einer Zigeunerbande, die sich um die fragliche Zeit hier aufgehalten hat, da derartige jn» Hrumente von ihnen sehr begehrt sind. Im zweiten Fall vermutet man einen lolalkundigen Spitzbuben, denn der Tieb- stahl wurde zu einer Zeit auSgeführt, als der Forstwart sich in seinem Revier auf einer Treibjagd befand und die Frau un Stall mit Versorgung beS Viehes beschäftigt war. > Kreis Friedberg. Al. Reichelsheim, 4. Nov. Ter zu Beginn bc3 vorigen Monats hier auSgebrochenen Maul- und Klauenseuche ist in den letzten Tagen ziemlich viel Vieh, namentlich Zweiter Blatt 161. Jahrgang Nr. 262 Lrlchetnt täglich mtf Ausnahme deS Sonntag». ^chauspirlhauz). gram«. Der Vorstand. Tie „•lefcenet ^amlllenblätter* werden dem „Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt. daS „Krehblatt fflr de, Kreis «letzen" zweimal wöchentlich. Die ..LaadwlNlchaslllcheit Seit- krage," erschemen monatlich zweimal. ujston gerode über das Dienstag, 7. November 1911 Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen UnwersttäiS • Buch- und Steindntckeret. R. Lange, Dießen. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schuld ftraße 7. Eroed.uon und Verlag: e*) 5L Redaktion:12. Tel.-Adru AnzeigerDießen» MMelstandstongietz Oes Qa.Jabunöes. Berlin, 6. Nov. Am heutigen 2. Ber Handl ungstage des vom Hansabund ver- anftaiieicu Mittelstands kongrejses sprach an erster Steile Bartschaft über Fragen des Handwerks. Zn der Aussprache erkürte Obermeister Ra Hardt, ba5 Handwerk solle nicht immer ade Hili« von oben erwarten, sondern selbst etwas tun. Er beantrage, bei der Regierung Dorftellig ju werden, daß die Einführung des zweuen Teü^ deS Gefetzt >h ^ie u iltleat«*' w: I abends 8'/, Uhr rn Siehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen w figir i Wenn die französische Regierung durch daS deutsche Gebiet eine Eisenbahn zwischen Gabun und Mitle.kongo und zwischen dieser letzteren Kolonie und dem Ubangi-Tschari-Gebiet zu führen wünscht, so wirb die deutsche Regierung dem nichts in den Weg legen. Die Vorstudicn und Arbeiten werden gemäß den zum gegebenen Zeitpunkt zwischen den beiden Regierungen zu tressenden Vereinbarungen erfolgen, wobei die deutsche Regierung sich vor- bchält anzugeben, ob sie sich an der Ausführung dieser Arbeiten auf ihrem Gebiet zu beteiligen wünscht. — Wenn die deutsche Regierung eine in Kamern n bestehende Eisenbahn durch das französische Gebiet fortzuführen wünscht, so wird die sranzöstiche Regierung dem nichts in den Weg legen Tie kaiserliche Regierung wirb an die franzöiijche Regierung unter den in einer betonteren Abmachung sestzusetzenden Bedingungen längs des Benuö und der Mano-Äobi, loroic weiter in der Richtung auf den Logone zu Grundstücke verpachten, die im Hinblick auf tue Errichtung von Verprooian- ticrungs- und Magazin-Stationen auszubauen sind und der Errichtung einer Etappen st raße dienen sollen. Jedes dieser Grundstücke, deren Lange höchstens 500 Meter betragen darf, soll einen 50 Hektar nicht übersteigenden Flächcn- gehalt haben. Zn dem Wunsche, ihre guten Beziehungen in ihren zcntralasrikanijchen Besitzungen zu bekräftigen, verpflichten sich Teutschlano und Frankreich, keine B e fe |t i g u n g e n längs der Wasscrläufeanzulegen, die her gemeinsamen Schifffahrt dienen sollen. Tiefe Vorschrift hat keine Anwendung zu finden auf bloße Sichcrheitsanlagen zum Schutze der Stationen gegen Einsalle der Eingeborenen. Tic deutsche und die französische Regierung werden sich über die Arbeiten verständigen, die auszufuhren sind, um den Verkehr der Schiffe und Boote auf den Wasserläufen zu erleichtern, auf denen die Schiffahrt ihnen gemeinschaftlich znsteht. Tie deutsche und die französische Regierung erneuern die Erklärung, die in der Berliner Akte vom 26. Februar 1885 enthalten sind und die die Handelsfreiheit und Schiffahrtsfreiheit auf dem Kongo und den Nebenflüssen dieser Ströme sowie auf den Nebenflüssen des Nigger gewahren. Die deutsche Regierung wird auf dem Kongo, dem llbangi, dem Bcnuö und dem Maho Köln sowie auf der im Norden von Kamerun zu bauenden Eisenbahn den Durchzug der französischen Truppen, ihrer Waffen und Munition wie auch der ihrer Verpflegung bienenben Waren nicht behindern. — Tie französische Regierung wird auf dem Kongo, dem llbangi, dem Benuö, dem Mayo-Käbi und der von der Küste nach Brazzaville evtl, zu erbauenden Eisenbahn den Durchzug der deutschen Truppen, ihrer Wassen und Munttion, wie auch ihrer Verpslegung dienenden Waren nicht behindern. In beiden Fällen müßten die Truppen, wenn cs ausschließlich Eingeborene sind, stets von einem europäischen Vorgesetzten begleitet sein. Vcrhaubläugen mit Spanien. Madrid, 6. Nov. „Zrnpcrial" erklärt die gestrige Meldung der „Times", nach der Verhandlungen rwischen Deutschland und Spanien über die Abtretung von Fernandopo in Spanisch-Guinea begonnen habe, für unbegründet. Die Ueberreichung des Textes in Petersburg und Wien. Petersburg, 6. 9loo. Der deutsche und französische Geschäftsträger überreichten im Ministerium des Aeußern den Text des Marokkoabkommens mit der Bitte um Zustimmung der russischen Regierung. Auch in Wien wurde der Text des Abkommens überreicht. stkelterti und stdürren i-MM jlt in grober rar Borrmam Televbon M——1 hnbürste] :Käm®e^ grösste AuswsM A.W^ swego---^71 ebigs* Ter GebietSauStausch. Tas Abkommen betreffend die beiderseitigen Bcsitz- totgen in Aeauatorialafrika enthält folgende wesentlichen Bestimmungen: Tie gegenwärtigen Gebietsaustauschungen erfolgen unter den Berhältninen, unter denen die betreffenben Gebiete sich zur Zeit des Abschlusses der gegenwärtigen Vereinbarung befinden, b. h. unter ber Verpflichtung für beide Regierungen, bie etwa einer derselben bewilligten öffentlichen und privaten Konzessionen zu achten. Beibe Regierungen werden sich ben Wortlaut ber Urfunben mitteilen, burch bie biese Konzessionen verliehen worben sind. ,, Tie deutsche Regierung wird der Ausbeutung der von der Unterhaltung und Ausbesserung an ber längs bes llbangi laufen- ojn französischen Telegraphenlinie tein Hindernis in ben Weg i e i e bleibt auf ihrem Laufe burch beutiches Ge- a n z ö s i s ch. Ten deutschen Beworben roirb bie Benutzung oer *tni6 unter später sestzusetzenden .Bedingungen sreistchen. Der dcuifch französische IHarottODcrfrag. Tie „Nordd. Allg. Ztg." vcröfsentlicht den Text des beutsch-sranzösischen Ablommens betreffend Marokko, der neben den schon bekannten Stellen die wirtsclM strichen Bürgschaften Frankreichs im einzelnen wie folgt festlegt: Artikel 4. Tic französische Regierung crliart, daß ne, Entschlossen, unverbrüchlich an dem Grundsatz der Handelsfreiheit in Marokko sestzuhalten, keinerlei ungleichmäßige Behandlung bei der (Einführung von Zöllen, Steuern und anderen Abgaben, noch bet fr.-r Festsetzung der Tarife für Transporte auf Eisenbahnen, FlußschisfahrtS- oder allen anderen Verkehrswegen, ebensowenig wie in allen Fragen des Durchgang-verl.hrs zu- lassen wird. Tie französische Regierung wird desgleichen bei d.r marokkanischen Regierung für die Verhinderung jeder miterschieblic1»oi Behandlung von Angehörigen der versck-iedenen Mächte eintreten. Sie wird sich namentlich icder Maßnahme widersetzen, die wie z. B. der Erlaß administrativer Verordnungim, betreiienb Maß und Gewicht, Erchverfahren, Punzterungen von Edelmeiallwarcn usw., bie Waren eines Staates in ihrer Konkurrenzfähigkeit beeinträchtigen könnten. Tie französische Regierung verpflichtet sich, ihren Einfluß auf die Staatsbank dahin geltend zu machen, daß auch diese der Reihe nach den Mitgliedern ihrer Tireklion in Tanger den Posten eines Delegierten überträat, über den sie bei der „Commission des Valeurs douaniSres1* und dem „Comite permanent des douanes“ verfügt. Artikel 5. Tie französisch« Regierung wird dafür sorgen, daß in Marokko keinerlei A u s f u hr a b ga b e n für die aus marokkanischen Häfen auSgesührten Eisenerze erhoben roetben. Erzbergwerke haben weder für die Förderung noch für Betriebsmittel irgend eine besondere Abgabe zu tragen. Sie werben außer den allgemeinen Steuern nur eine nach Hektar und Zahr bc rechnete feste Abgabe und eine Steuer nach Maßgabe bes Bruttoertrages entrichten. Diese Abgaben, die den Vorschriften der Artitel 35 und 49 des txmi Protokoll der Pariser Zfonserenz vom 7. Zum 1910 angeschlossenen BerggcsetzcnUvnrfs zu entsprechen haben, sind in gleider Weise von allen Bergweilsunternchmungen zu tragen. Die französische Regierung wird dafür sorgen, daß die 9er g- werkSabgaben regelmäßig erhoben werden, ohne daß ein ganzer oder teilweiser Nachlaß dieser Abgaben, unter welchem Vorwande auch immer, zu Gunsten Einzelner bewilligt werden könnte. Artikel 6. Die Regierung der französischen Republik ver- pstichtet sich dafür zu sorgen, baß die Arbeiten und Lieferungen, die ftir den etwaigen Bau von Straßen, Eisenbahnen, Häfen, Telegraphenleitungen usw. benötigt werden, durch die marotraniid;c Regierung auf dem Submission s Wege vergeben werden. Sie verpflichtet sich ferner dafür zu sorgen, daß bie Sub- rnifsionsbebingungen, besonders was die Materialliese- runH unb bie Fristen für Submisfionsangcbote betrifft, die Singe- hörigen keines Staates benachteiligen. Tic Slusbeutung der großen erwähnten Unternehmungen bleibt dem marokkanischen Staat Vorbehalten ober wirb von ihm Dritten frei übertragen, die bann beauftragt werben können, die zu diefern Zwecke nötigen Mittel zu beschaffen. Tie französifck)e Regierung roirb dafür sorgen, daß bei den Betrieben der Eisenbahn unb anderen Verkehrsmitteln, roic bei der Anwendung der zur Regelung bestimmten Verordnungen keinerlei unterschiedliche Behandlung der Angehörigen der verschiedenen Staaten, die von diesen Transportmitteln Gebrauch machen, eintritt. Artikel 7. Tie französische Regierung wird bei der marokkanischen Regierung dafür eintreten, daß die Eigentümer von Bergwerken, industriellen und landwirtsd>aftlichen Unternehmungen ohne Umerschicd ihrer Staatsangehörigkeit ermächtigt werden können, dem Betrieb dienende Eisenbahnen zu bauen, zur Verbindung ihrer Probuktionszentren mit ben allgemeinen Verkehrslinien unb bem Hafen nach Maßgabe von Reglements, bie nach dem Vorbilde der diesbezüglichen französischen Gesetzgebung erlassen werden sollen. Artikel 8. lieber die Eisenbahnen in Marokko wird jährlich ein Bericht ausgegeben werden, der nach den gleichen Formeln und Bedingungen ausgestellt ist, wie die von den französischen Eisenbahngesellschasten den Generalversammlungen ihrer Aktionäre vorgelegten Berichte. Artikel 9. Um nach Möglichkeit Reklamationen zu vermeiden, wirb die französische Regierung bei ber marokkanischen dasür eintreten, baß biese einem für jebe Angelegenheit burch ben französischen Konsul im Einvernehmen nm ucm Konsul der beteiligten Macht ober mangels Einverstänbnisses burch bie beiden Regierungen ab hoc bestimmten Schiebsrichter die Klagen unterbreitet, bie von fremben Staatsangehörigen gegen marokkanische Behörbcn ober als marokkanische Behörben fungierende andere Beamten erhoben werden, sofern sie sich durch die Vermittlung des französischen KonNils unb bes Konsuls ber beteiligten Macht nicht haben regeln lasten. Dieses Verfahren bleibt bis zur Einführung einer Rechtsorb nung in Kraft, die sich nad) ben jeweiligen rechtlichen Grunbsätzen ber Gesetzgebung ber beteiligten Mächte tidtfet, und dann bestimmt sein roirb, nach vorausgegangener Verständigung mit diesen die Konsulargerichte zu ersetzen. Artikel 10. Die französische Regierung wird dafür sorgen, daß die fremden Staatsangehörigen bas Recht ber Fischerei in ben marokkanischen Gewässern unb Häsen auch weiterhin aus- üben dürfen. Artikel 11. Die französische Regierung wird bei der marokkanischen Regierung dafür eintreten, baß diese dem auswärtigen Handel nach Maßgabe seiner Bedürfnisse neue Häfen eröffnet. Die Vereinoarung wird den anderen Signatarrnacyten der Algeciras-Akte rnirgcteilt werden, wobei beide Regierungen sich verpflichten, sich gegenseitig ihre Unterstützung zu lechen, um den Beitritt dieser Mächte zu erlangen. Die Revolution in China. - Peking, 6. Nov. I ua n-s hi-tai weigert sich rwch immer, das Amt eines P r e m i e r m i n i st e r s zu übernehmen. Die Regierung unterhandelt mit einer internationalen Gruppe wegen einer Anleihe. Die Frage der Sicherheit erzeugt hierbei Schwierigkeiten. Nach einem Telegramm aus Ztfchang sind siebzehn Mandschufrauen gefangen worden, von denen fünf getötet wurden. Die Führer der Aufständigen erklärten, sie seien gezwungen gewesen, diese Hinrichtungen zu gestatten, um ihre Soldaten und den Pöbel zufrieden zu stellen. Fortschritte und Erfolge der Revolutionäre. Schanghai, v. Nov. Die Städte Tschinkiang und Tschang°Tschon ergaben sich den Rebellen. Tie Ucbcrgabe von Kouinsan bestätigt sich. Alle wichtigen Punkte auf ber Eisenbahn bis Tschinkiang erklärten sich für die Revolutionäre, nur Nanking ist augenscheinlich noch immer lästerlich gesinnt unb ruhig. Aber ber bortige Tartarengeneral ist sehr unbeliebt unb seine Anwesenheit kann die Ursache eines Zwiespaltes werden. S ch a u h s i n g in der Provinz Tschekiang, Zentrum des Grubengcbietes, ist in die Hände ber Aufsianbischen gefallen. Die Umgebung von scyanHhai, Lvu,ung, Hangt- schot und Sungttang befindet sic^ m den Händen der Revolutionäre. Tie Soulfchqu sind zu ihnen übergegangen. Die Aufständigen erließen eine Proklamation, durch das Likinzöllc aufgehoben werden und die .Seezölle aufrechterhalten bleiben. Kaiserliche Uebcrlaufer. Sh anghai, 6. Nov. Drei Kaiserliche Kanonenboote von der Flotte des Admirals Sah liefen gestern in den hiesigen Hafen ein, um Lebensmittel und Munition an Bord zu nehmen. Heute früh gingen fiezu den Rebellen über. Als die Flagge der Rebellen hoch ging, sah man, wie die Mannicha.ten der Schiffe Freudentänze auffuhrren und einander die Hände fchüttelten. Ter Schutz der deotscheu Zuterkfien. Berlin, 6. Nov. Ter aroße jlreuzer „Gneisenau" erhielt den Beiehl nach der Wusang-Reede zu gehen zur Wahrnehmung der deutschen Znteressen in Schanghai. Die Ankunft dort ist am 8. 'Jhroembet zu erwarten. Er roirb in Nanking burch das Kanonenboot „2iger" ersetzt, so daß bie fünfen» telegraphische Verbnibung Hankau—Kiautichou gesichert bleibt Ter Ehcf bes Krcuzergeschroabers hat vor Hankau seine Flagge auf bas Kanonenboot „Luchs" gefetzt 2 Zimn 6. November — 4- 10,6 *□. Höchste Temperatur am — + 6.0'6. 6. 0,0 mm. schnittsprei! 89 60 50—52 81—87 47 84 70-74 39 72 71-75 40 80 . 40-00 80-00 63—64 63 63—64 63 62-00 62 Linr Kreiskrage SFffi B7: Amtliche BckNtMchlingtll Her Stallt Gieße« Fendt. 6823 ^T^Vl Beobachtungen der Station Giehen. 71—76 63-69 46 51 44 40 57 60 43 66 59 . 43—46 . 39-42 82 91 34 29 102 95 84 73 Niedrigste Niederschlag Diesen kann durch den Gebrauch von Scotts Emulsion, einem neben anderen wichtigen auch mineralische Bestandteile enthaltenden Kräftigungsmittel vorgebeugt werden. Das Kleine bleibt andauernd munter und wird kräftige schöne Zähnchen mühelos erhalten. 73 66 Schlachtwertes . . Lollfletschige, jüngere 64—69 56-62 78—86 90—92 B'V.o ist wegen Trunksucht entmündigt worden. Gießen, 3. November 1911. Großherzogliches ^Amtsgericht. Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen verkauft, und aroar nie lose nach Gewicht ober Matz, sondern nur in versiegelten Origlnatflaichcn in Karton mit unserer Schutzmarke (Fischer mit dem Dorsch). Scott & Bowne, G. m. b. H.« Frankfurt a. M. Bestandteile: Feinster Medizinal-Ledertcan 160,0, prima Glyzerin 60,0, unterpboSvhorigsaurer Kalk 4,3, unterphoSphorrgsaureS Natron 2,0,, pulv Tragant 3,0, feinster arab. Gummi pulv. 3,0, Wasser 129,0 Alkohol HA Hierzu aromatische Emulsion mit Zimt-, Mandel- und Gaultheriaöl je 2 Tropfen. Ar Gießen, den 6. Oktober 1911. Großherzogliches Amtsgericht. Scha le. Weidemastschafe . . . Lebend- Lchla hc- ßeiul.6: Ochsen. von-biSvon*bir Dollfleischige, auSgernäftete, höchsten Zur Znhnbildung bedarf der jugendliche Körper einer Reihe von Aufbaustoffen, vor allem mineralischer Salze. Erhält er diese nicht in genügender Menge, so stellen sich allerlei Beschwerden ein. Großvieh, zum Opfer gefallen. Tierarzt Humpf von hier hielt am Donnerstag im Rathaussaale einen Vortrag über Behandlung der an dieser Viehseuche erkrankten Tiere. — Im August ging die hiesige Amtsapotheke in Besitz de§ Apothekers Brill über. Er erbaute in der Nähe deS Bahnhofs ein neues HauS im modernen Villastile, in dem sich seit Ende letzter Woche die Apotheke befindet. Die alte Apotheke ding an Schuhmacher Vogt für 9000 Mk. über. Kreis Wetzlar. △ Leun, 6. Nov. Nachdem der Auftrieb von Klauen- Vieh auf die Märkte im Kreise Wetzlar verboten ist, findet auch der für nächsten Donnerstag, 9. November, angesetzte Viehmarkt hier nicht statt, Hessen-Nassau. -- Rod heim a. d. Bieber, 6. Nov. Freitag, den 10. November, nachmittags 21/2 Uhr, wird hier die Herbst- K ontro llversa m m l u ng für die Mannschaften aus Bieber, Crumbach, Fellingshausen, Frankenbach, Königsberg (Haina- Bubenrod) und Nodbeim abgehalten. = Erda, 6 Nov. Bei der am 4. Nov. im hiesigen Jagdrevier abgehaltenen Treibjagd wurden u. a. 9 Füchse zur Strecke gebracht, es ist dies ein sehr selten vorkommendes Ergebnis. Der heiße Sommer scheint Freund Reinecke gut bekommen zu sein. ., . — Marburg, 6. Nov. Zu dem am Freitag, den 10. November, in Marburg (Stadtsäle) stattsindenden Naval-Abend sei mitgeteilt: Das 2. Abonnements-Konzert der Musikalienhandlung Kurt Neufeldt verspricht einen Genuß, wie er noch nie unserer Stadt geboten worden ist. Naval, der gefeierte Liebling des Wiener und Berliner Publikums, nach Caruso wohl der berühmteste Tenor der Welt, wird bei uns am 10. November auf Einladung des Herrn Neufeldt hin einen Liederabend geben. Das äußerst geschmackvolle Programm enthält Lieder von Schubert, Schumann, Brahms und Weingartner. Der Hofptanist Fritz Patzig aus Barmen hat die Klavierbegleitung übernommen und wird außerdem Beethoven Sonate op. 57 und Liszt Rigoletto-Paraphrase spielen. — Studenten haben Ermäßigung. Bekanntmachung. Heinrich Ludwig Becker, 61 Jahre alt, in Rödgen 5 ä r। en, Kühe. Dollsteischige ausgemästete Färsen höchst. Schlachtwertes 45—49 Dollsteischige ausgemästete Kühe höchst. Schlachtwertes bls zu 7 Jahren . . 37—41 Allere ausgemastete Kühe und ivenig gut entwickette jüngere Kühe und ödrjen 32—36 Mäßig genährte Kühe und Färsen . . 28—31 K äl b ec. Schweine. Dollfleischige Schweine dis zu 2 Zentner Lebendgewicht . . 49l/3-60 Dollsteischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht . 49‘/a-50 Dollsteischige Schweine über 2V, Zentner Lebendgewicht 48X Fleischige Schweine unter 80 kg Lebend- Bekanntmachung Der Voranschlag der Gemeinde Hungen für 1912 Rj. liegt vom 8. d. Mts. an acht Tage lang auf unserem Geschäftszimmer zur Einsicht offen. Hungen, 6. November 1911. Großh. Bürgermeisterei Hungen. Bekanntmachung. Die in Lollar (Main-Wefer-Bahn) belegene ehemals Buderus'sche Billa in schöner hoher Lage mit großem Garten kommt SamStaa, den U.Nnnember 1911, »Mittags 6 Uhr, in Lollar durch Grotzherzogl. Ortsgericht Lollar zwangsweise meistbietend zur Versteigerung. (Taxe: 45 000 Mark.) Auskunft erteilt OrtSgericht Lollar. «sr Mose ober Die über die ganzeErde verbreiteten und seit Jahren bewährten F. Wolff & Sohn’s [hv*Ai Kaloderma-Präparate Toilette-Seife — Gel6e — Puder — Rasier-Seife wurden auf der Internationalen Hygiene-Ausstellung Dresden 1911 mit dem „GROSSEN PREIS“ ausgezeichnet. Luft?ehisiahrt. Mannheim, 4. Nov. lieber das Luftschiff Schütt'e- Lanz schreibt der „Mannheimer Generalanzeiger aus Grund eingezogener Erkundigungen: „Wie wir hören, stehen noch em bis zwei Fahrten des Luftschiffes Schütte-Lanz I. bevor. ,Man wartet nur noch günstigeres Wetter ab. Sollte sich tm Laufe der nächsten Woche die Wetterlage nicht ändern, daun wird auch von diesen Aufstiegen abgesehen, da das Luftschiff so schnell wie möglich in einer Halle das Winterquartier beziehen soll. Wahrend der Winterzeit wird der von den Daimlerwerken fertiggestellte Motor in die vordere Gondel eingebaut. Man hofft, nut den Arbeiten bis Dezember fertig zu werden. Da, m vielem JJtonat die Wetterlage im allgemeinen für Aufstiege günstig ist, so kann noch in diesem Jahre mit weiteren Ausstiegen gerechnet werden. Professor Schütte ist am Donnerstag nach Danzig abgereist, um an der dortigen technischen Hochschule seine Lehrtätigkeit wieder aufzunehmen." Es ist wohl verständlich, wenn bei der allgemeinen Teuerung emeHaus- srau der Preisfrage der Nahrungsmittel besondere Beachtung zuwendet, aber sie wird sicher niemals lediglich um zusparen, ihren Kindern und Angehörigen minderwertige Produkte vorsetzen. Nehmen wir z. B. den jetzt als tägliches Frühstück immer mehr in Ausnahme kommenden Van Houtens Cacao. Ein absolut reines, edles Getränk von hervorragendem Aroma, leicht löslich und leicht verdaulich und sehr ausgiebig im Gebrauch. Es werden nun viele Caeaos zu bedeutend billigerem Preise angeboten. Das klingt sehr verlockend. Sind diese Caeaos aber wirklich billig? Wo ist der Geschmack, die reine Qualität und die Ausgiebigkeit? Wenn Sie nur ein einziges Mal einen Versuch mit Van Houtens Cacao machen wollten, so würden Sie sich leicht überzeugen. (bs’/i Ä» «HÄ! Näheres Lieb Märkte. vUeßen, 7. Nov. Marktbericht, Ank heutigem Wochenmarkte kostete: Butter pr. Psd. 1,35—1.45 Mk^ iu'ibnereier 1 St. 9—10 Big., Käse pr. St. 6—8 Psg., Käsematte 2 St. o—6 Psg., Tauben pr Br. 0,80—1,00 Mk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hahnen pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. St. 1,80—2,20 9.11t., Gänse das Psd 65-70 Big., Ochsen fleisch pr. Psd. 82—90 Big., Rindfleisch pr. Psnnd 84—86 Psg., Kuhfleisch 70 Psg^ Schweinefleisch pr. Binnd 70—90 Psg., Kalbfleisch pr. Psd. 76—80 Psg., Hammelfleisch pr. Psd. 60—80 Psg., Kartoffeln pr. 100 Kg. 7.00 bis 9.00 Mk., Weißkraut das Stück 15 bis 30 Psg., Zwiebeln per Btr. 10,00—12,00 Mk., Milch das Liter 22 Psg., Aepsel per ßtr. 15 bis 20 Mk., Nüsse 100 Stück 50—00 Psg., per Ztr. 0—00 Mk., Birnen das Pfund 15—25 Pfg. Marktzeil von 8—2 Uhr. r. 6. Wiesbaden. Diehhoi-Marktberich vom 6. Nov. Austrieb: Rinder 73 (Ochsen 37, Kühe 36, Bullen 0), Kälber 57, Schate 56, Schweiiie 38n. Tendenz: Rinder, Kälber, Schass und Schweine mittelmäßig. Preis Durch- Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Reiskirchen für 1912 liegt vom 9. d. Mts. ab acht Tage lang auf dem Bürger- meistereibureau zur Einsicht der Interessenten offen. 6814 Reiskirchen, den 7. November 1911. Großherzogliche Bürgermeisterei Reiskirchen. Wagner. 5. bis 5 , Onduliere MM selbst in 5 Minuten mit der gesetzlich geschützten / Haar - Weher - P'rease „Rapid“. I Kein Haarersatz, kein Toupieren notig. Kinderleicht! Das dü.mste Haar erscheint voll und üppig. Garant, sicherste Schonung der Haare und sofortiger Erfolg. Preis 3 Porto 20 Pt, Nachn. 20 Pt mehr. Geld zurück, wenn erfolglos. Fran Dr. Edgar Heiminn, G.m.b.H.. Berlin W. Potsdamer Str. 116. Wobnuna ne1 »nnieteL Näheres Igutlcr, Lchilierslraj Großer ü ^Finlerziinmer, t m1, unter Preil Pserdef Schlachtwertes höchstens 6 ^ahre alt 49—51 88—91 Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästets ..... 44—48 Fort mit Kreppscheren, Wicklern über Nacht und Essenzen.“ hv6/10 Rieselnder Regen, Nebel und Wind— das sind so die allgemeinen Kennzeichen des Novembers. Und dabei soll man gesund bleiben, nicht wahr? Wer das Kunststück fertig bringen will, der brauche, wenn er sich wohl fühlt, Fays ächte Sodener Mineral-Pastillen vorbeugend, und wer Reizungen der Schleimhäute der Luftwege wahr- nimmt gebrauche die Pastillen sofort zur Abwehr. Fays ächte Sodener versagen nie und der billige Preis 185 Pfg. für die Schachtel» macht Ihre Anwendung jedermann möglich, nur mutz man strikte darauf sehen, daß man auch die richtigen, nämlich „Fays ächte Sodener" erhält. ss21/u E M pro 100 Pfo. L-üend. S t-ta-c- pro 100 Pfund geruuyt - - gewicht 48^-49^ 62-63 49 62 Ueberftanb: Rinder geringer Ueberftaub, Kälber, Schafe und Schweine langsam geräumt io. Frankfurt a. M., 6. Nov. (Orig.-Telegr. des „Gieß. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruch t Marktpreis e. Weizen (hiesigen Mk. 20.85—21.00, Kurhessischer Mk. 20.85—21.00, Wetterauer Mk. 00.00—00.00. Roggen (hiesiger) Mk. 19.00—19.25, Gerste (Wetterauer) Mk. 21.00 bis Mk. 22.00, Gerste, Franken, Psälzer, Ried Mk. 21.00—22.00, Hafer Mk. 19.00—19.25, Mais Bit. 17.00—17.50, Weizenmehl 0 Mk. 80.50—30.75, Weizenmehl I Mk. 28.50—28.75, Weizenmehl III Mk. 25.50-25.75, Roggenmehl 0 Mk. 26.50—27.00, Roggemnehl 0/1 Mk. 25.50—26.00, Roggenwehl I Bit. 23.25-28.75, Weizenkleie Mk. 13.00-13.25, Weizenschalen Mk. 14 00—14.50, Roggenkleie Bit. 14.00—14.25, Malzkeime Wik. 12.2J—12.75, Biertreber 14.00—14.50, Raps 31.00 Zweibrücken, 4. Nov. Nach dreitägiger Verhandlung verurteilte das Schwurgericht den Schuhgroßhandler Karl Zeller aus Pirmasens wegen betrügerischen Bankrotts zu 6 Monaten Gefängnis, den Prokuristen Robert Zwtntscher, früher in Pirmasens, jetzt Kaufmann in Landau, weZen Bechrlfe Yterzu ebenfalls zu 6 Monaten Gefängnis. Der Kaufmann Ernst Levy- Kassel, der ebenfalls der Beihilfe angeklagt war, wurde frei» gesprochen. Wien, 4. Nov. Das Landgericht verurteilte nach dreitägiger Verhandlung den in Hamburg,gebürtigen Hans Soroa wegen Spionage zu Gunsten einer befreundeten Großmacht und Verleumdung zweier österreichischen Generalftabsofstziere zu 2y2 Jahren schweren Kerkers. Wanfcmt und Uersen. ** V. H. C. Am Sonntag veranstaltete der Vogelsberger Höhen-Club, Zweigverein Gießen, seine 8 Vereins- iwanderung 1911/12. Trotz des trüben, regnerischen Novembertages hatte sich eine stattliche Schar vvn über 50 Teilnehmern eingefunden, die fröhlichen Sinns von Lollar, dem Ausgangspunkte der Wanderung, abmarschierten, lieber Kirchberg führte der Weg auf guter Landstraße zunächst durch die Tiefenbach, emcm lieblichen, Vvn herbstlich gefärbtem Laubwald umsäumten Talchen, durch Sichertshausen, Bellnhausen und Wolfshausen nach der N e h b r ü ck e. Tie hübschen Ausblicke auf die landschaftlich schone Gegend, wie namentlich das breite Lahndal, waren heute lewer durch den inzwischen einsetzenden Regen sehr beeinträchtigt. Auch die sonst herrschende fröhliche Wanderstimmung hatte wesentlich Imster den Unbilden der Witterung zu leiden, bis die Teilnehmer im „Waldschlößchen" bei der Nehbrücke bei vortrefflicher Verpflegung, bei Gesang und Vorträgen mancherlei Art, austauten. Nach etwa zweistündiger Rast hatte sich auch der Himmel wieder iaufgehellt, um, nachdem die freundlichen Dörfchen Argenstcin Und Wenkbach passiert waren, mit erneuter Kraft seinen Segen auf Felder, Fluren und — die armen Wanderer zu ergießen. Ein Teil der Wanderer zog dann auch vor, schon von Nieder- Walgern heimzufahren, während die Unentwegten noch bis zum Entfiele F r o n h a u sen marschierten, woselbst sie in der „Linde' bei ebenfalls guter Bewirtung bis zur Heimfahrt verweilten. Gerichtssaal. [\ Marburg, 5. Nov. Das Schwurgericht, das heute seinen Anfang nahm, erledigte zwei Strafsachen. Zunächst hatte sich der Arbeiter Konrad Rau aus Rodheim an der Bieber wegen schweren Sittlichkeitsverbrechens zu verantworten. Er wurde zu 31/, Jahren Gefängnis und 4 Jahren Ehrverlust verurteilt. — Bei dem nächsten Falle handelte es sich um eine Anklage wegen Verbrechens im Amt gegen den früheren Gerichtsdiener Bräunig aus Neustadt. Der Angeklagte war ziemlich m Schulden geraten und als er verklagt wurde, hatte er die diesbezüglichen, beim Amtsgericht einlaufenden Schriftstücke unterschlagen und beiseite geschasst. Das Urteil lautete auf 3 Monate Gefängnis. Landau, 4. Nov. Der Weinhändler Sigmund Mäher hatte sich vor der hiesigen Strafkammer wegen Vergehens gegen § 10, I des Nahrungsmittelgesetzes zu verantworten. Er wurde in der heute gegen ihn fortgesetzten Verhandlung wegen Weinfälschung zu einer Gefängnisstrafe von 6 Wochen und 1000 Mark Geldstrafe ober weitere 100 Tage Gefängnis verurteilt. 8 4 000 Liter Wein werden eingezogen. Der übrige beschlagnahmte Teil des Weines wird freigegeben. Tübingen, 4. Nov. Der wegen Mordes an feufcr Schwägerin angeklagte ledige Bauer Hörmann ist wegen Totschlages ohne Ueberlegung zu der Höchststrafe von 12 Jahren Zuchthaus und außerdem zu 10 Jahren Ehrverlust verurteilt worden. Er hat bis zum Schluß geleugnet. g Zifl» KirilMpl- h Neubau drei Holmiiilgc" mit m Feinste Mastkälber . 60-63 100-105 61 Mittlere Mast- und beste Saugkälber . 55—60 91-100 Geringere Biast- und gute Saugkälber 48—52 80—88 Geringere Saugkälber . . .... 41—45 Nur echt mit dieser Marke—demFischer — dem Garantiezeichen deS Scott- scheu Aersahrensl 49% 491/, . 48^ Ungejochte Bull en. Dollsteischige, ausgewachsene, höchsten I Möbl Z: Wetzlarer Weg 1 kllimten. Pension^ Bichl, Bad, Telephi Mnciasnsch, Ziir Preislage. «»> Wöbl.Wt EdMiinimev in fn \i3?on.in.Äajiee20'. ^bl.chmm.eotl.m. fetten. Ploüstrahe Mn möbl. Zimm Grabensti LAden । bis 00.00. Weizenkleie, Weizenschalen, Roggenkleie, Malzkeime 00.00-00, Biertreber 14.50—15. Alles per 100 Kg. ab hier. fc Frankfurt a. M., 6. Nov. (Drig.-3,eiegr. des „Gieß Anzeigers".) K a r t o i f e l m a r f t. Man notierte: Kartoffeln (neue) in Waggons Mk. 8.00—8.50, im Kleinhandel Mk. 9.00—9.50 für je 100 Kg.____________________ Spklplan der vereinigten zranksnrter Stadttheatrr. Opernhaus. Mittwoch, den 8. November, abends 77, Uchr: „Orpheus in der Unterwelt." Donnerstag, den 9. November'): „öerther." Freitag, den 10. November, abends 77, Uhr: ^Fräulein Teufel." Samstag, den 11. November: „Tannhäuser." Sonntag, den 12-. November, nachmittags 37, Uhr: ,Tie Fledermaus.' Abends 7 Uhr: „Martha." Montag, den 13. November, abends 77 Uhr: Ter Bettelslndent." Dienstag, den 14. November: „Der Roicn- faoatier." Mittwoch, den 15. November: »Der Freischütz." Donnerstag, den 16. November: „Jpbigenie aus Taurls." Schauspielhaus. Mittwoch, den 8. November'): „John Gabriel Borkmann.- Donnerstag, den 9. November, abends Uhr: »Die Raben- fteinerin." Freitag, den 10. November: Zn Schillers Geburtstag: Ton Carlos." Samstag, bett 11. November: .Alles um Geld.' Sonntag, den 12. November, nachmittags 3% Uhr: ,Jm bunten Jtod " Abends 7 Uhr: „Alles um Geld." Montag, den 13. Nov.: „König Lear." Dienstag, den 14. November: .Alles um Geld.' Biütwoch, beit 15. November: „König Lear." *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Ubt. V, o-, 6= und Hhnmiacn in den «vermieten. Meres Franksurl Mansarden kdbcimcr «tr. 40 lLchöne Maniarl s verm. Tckützensi '«Kl.Maniardct ^kabcnstr. si.Näh. Die Grundbesltzer der Gemarkung Rodheim a. d. H. werden benachrichtigt, bau das infolge der Parzellenvermessung neu errichtete topographische Güterverzeichnis nebst den Parzellenkarten auf dem ®emembeljnufe zu Rodheim a. d. H. offengelegt worden ist. Die Gütergeschosse oder Zusammenstellungen derjenigen Be schungen, welche -etnem und demselben Besitzer zugeschrieben sind werden unter die Interessenten ausgeteilt, welche man hierdurck einlabet, tbre Bemerkungen innerhalb der vorgeschriebenen Fritz von 6 Wochen abzugeben. Die Pächter oder sonstigen Geschäftsträger derjenigen Grund bentzer, welche nicht m der Gemeinde wohnen, werden besondere ausgefordert, letzteren von der Offenlegung obiger Aktenstücke Nach richt zu geben oder im Namen derselben nötigen Falls die 33e mertungen selbst zu machen. Schließlich wird bemerkt, daß die Offenlegungsfrist oov 6 Wochen nut dem 6. Dezember 1911 zu Ende geht und nach Ab au! derselben keine Reklamationen mehr angenommen werden. Die am 15. November d. I. fälligen Holzgelder und die Geldbeträge für Grummetgras von den städtischen Wiesen vom Rechnungs- iahre 1911 können innerhalb 8 Tagen iwch ohne Kosten an, oic 1 Stadtkafse bezahlt werden. BTn z.ZimmeM cni Pferdestall Wil «vermieten. Nahe Miet, Nicolaus, Verschie Nov. 1911 Barometer aiü 0° reduziert । «.empeiaiuc der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Grad der Bewölkung in Zehntel der pchib. himmelafl. Wetter 6 _25 '45,3 10 5 7,4 79 8 4 4 Sonnenschein 6 <47,2 7,0 59 78 SSW 2 3 Leicht bew. Himmel 7. ' 36 ‘50,2 5.8 5,8 85 w 2 9 Bew. Himmel HANDARBEITEN Weinbrand P_ 1- bis Hk 4.- P£ Cognac- Compagnie 3333 Gewinne zus. Mark .45000 Ziehung den1QJlu.13 November19tl (^Arnstadter l^dd^otterie 6120000 M 5000 LQSEalfflk, PortcHi.LisFe^25 PFg LotteriebankGrnbM.Eisenach. bet -- + 10,6 ’a. = + WO, ien Gebrauch von tt, einem neben mch mineralische ibcn Kräftigung • den. Kleine i er und foixbhöfy nüheioserhckn^ UNg iner Reihe von' Her Salze. Er- Renge, jo stellen SonnttMtu i! L-ich. b-w. ' Himmel Lew. himme, » tat fitofetn MthA etn nut iu tenit««" Harte ffiift« n“ M IbÖjO, »ri«° ulv. 1A Daß» !•* it Zimt-, IXaniel' i» HM- .. «■ abenbi ,e> "i «I 1*^*** So*«.. Uhr: r,, f Uot: .> l®nlQfl. den 13. jL • '^i!eS um und üSiflbj ienbe^oDemberßJk wahr? Werda'SA ute der Lustwege wc. asss-S $äsr$ »!L———*H ^eit Jahren bewte« aparate 'IfIS“ ansg»^ ar. ^nds um 7j^ Station Sietztl ^gÄ* M sr I tif® 'M A. 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