Nr. 85 Erster Blatt M. Jahrgang Hreltag, 7. April iou M Gießener ÄmeigerW ??Ä?,S“S 11 V SÄE58 'LLL" General-Anzeiger für Oberyeffen LM- Annahme von Anzeige« Rotationsbrud und Verlag der vrühl'schen Univ.'Vuch. und Zteindruckerei H. Lange, «edaklion. Expedition und Vnickerei: Zchnlstratze 7. W-r LH-?r"ür b« ms vormittags" s'^ühQ Büdingen: Fernsprecher Nr. 50 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16 a. A.rzergenleü: H. Beck. Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Vie Zrühjahrstagung der hessischen Ztändekammern. R. B. Darmstadt, 6. April. Die Volksvertretung unseres Hessenlandes ist am Mittwoch etwas plötzlich in Die Osterferien gegangen. Sie hatte sich für ihre weiteren Beratungen noch eine Tagesordnung von 33 Gegenständen zurechtgemacht, darunter die Rück- Äußerungen der Ersten Kammer über die drei wichtigen Vorlagen zur Verwaltungsgeseürevision und die infolge dieser Gesetze notwendig werdende Abänderung der Kreis- und Provinzial, resp. Städte-Ordnung, ferner mehrere Sachen von allgemeinem Interesse, wie die Zulassung der Frauen zur Schulverwaltung, die Abänderung der Ferienordnung, die Erhaltung des Liebig-Laboratoriums in Gießen, die Rheinbrücke zwischen Bingen und Rüdesheim, die Bekämpfung des Schmutzes in Wort und Bild bei öffentlichen Auslagen, Kinematographen usw., die Pensionsversicherung der Privatangesteilten u. a. m., so daß man also noch aus recht eingehende Erörterungen gefaßt sein konnte. Nachdem dann aber statt des gewohnten akademischen Viertels die Mittwochssitzung erst nach dreiviertelstündigem vergeblichen Harren begann und vom zweiten Vizepräsidenten Dr. Schmitt bei Beratung der drei Berwalinngs- gesctze ein außergewöhnlich rasches Tempo angeschlagen wurde, da mußten auch die weniger intim mit den Ge- pslogenhetien der Volksvertretung vertrauten Zuhörer bemerken, daß man mit der Absicht umging, nach der Erledigung des Notwendigsten für diesmal Sa)luß zu machen. Und das nur scheu Geahnte und Ersehnte ward dann auch schnell Ereignis; das Haus beschloß Die vom VizeprL,iüenten vorgeschlagene Vertagung, trotzdem der Lbg. Bähr, dem schon jüngst in der Landwirtschastskammer das allzu flotte Diäteumachen sehr deutlich vorgehalten worden war, sich lebhaft bemühte, die Weitersührung der Sitzungen zu erreichen. - Die Zweite Kammer hat, man muß das offen anerkennen, seit ihrem Zusammentritt am 22. Februar bis zum jetzigen Abschluß der Frühjahrstagung fleißige Arbeit geleistet, und Die Zungen der Volksvertreter sind in dieser Zeit so andauernd in Bewegung gehalten worden, daß bisweilen den arbeitsgewohnten Zeitungsvertretern aus der , Journalistentribüne und den Kttminerstenographen sichtlich \bie Kraft erlahmte. Den breitesten Rahmen nahm wie stets im Frühjahr> auch diesmal wieder die Budget- beratung ein. Sie wird bekanntlich von einzelnen Rednern verschiedener Parteien mit Vorliebe durch das Vorbringen von allerlei mehr oder weniger geeigneten Dingen bepackt. Man kann in dieser Hinsicht in der Kammer gar nicht vorsichtig genug jein. ES braucht nur einmal ein Redner mit ein paar vielleicht ungewollten Stoßseufzern Über Tages- oder Jnteressensragen seinem Herzen Luft zu machen und sofort tritt eine halbes Dutzend anderer Redner auf Den Plan, um ein langes, umständliches Redetournier durchzufechten. Natürlich kann sich dann auch einer der stets amoeienbcn ^oleirungschess des betreffenden Ministeriums nicht versagen, den Stand- lpunkt der Regierung näher zu präzisieren, und ehe man ljich's dann verficht, ist oft ein ganzer Sitzungstag mit nutzlosem Hinüber und Herüber verbracht. Das hat sich namentlich auch während der verflossenen Haushaltsberatung wieder in empfindlicher Weife bemerkbar gemacht. Wahrend die Budgeterledigung im vorigen Jahre trotz der großen Schwierigkeit der ganzen Lage, wie sie durch das Fünf- millioncn-Defizit und die geforderte enorme Steuererhöhung bedingt war, in acht Sitzungen oonstatten ging, hat die Kammer diesmal gerade die doppelte Zahl, nämlich 16 Sitzungen zur Haushaltsberatung gebraucht, trotzdem das Budget sehr sorgfältig aufgestellt und vom Finanzausschuß ebenso vorberaten worden war. Tie schweren finanziellen Kämpfe zwischen der Regierung und den Finanzausschüßen beider Kammern, die bekanntlich auch zum Rücktritt des Finanzministers führten, hatten im vorigen Jahre den Beginn der Beratung des Staatsvoranschlags bis zum 3. März verzögert. Diesmal begann die Kammer ihre Budgetberatung bereits am 23. Februar, aber der hier gewonnene Vorsprung ist, wie schon angedeutet, durch die langen, breiten Reden mancher Volksbcglücker wieder vollständig illusorisch gemacht worden. Die Kammervollversammlung l)at in dieser Hinsicht leider wieder eine fast engelgleiche Geduld gezeigt, llnd die Partei, die am wenigsten zur praktischen parlamentarischen Mitarbeit geneigt ist, hat wieder durch alle fünf Mitglieder die längsten und häufigsten Reden und Angriffe vom Stapel laufen lassen, während die Mehrheitsparteien fast durchweg bestrebt waren, nur ihre berufenen Fraktionsrcdncr inS Treffen zu schicken. Eine umfangreiche und ergiebige Tagung hat diesmal auch die Erste Kammer zu bewältigen gehabt, indem sie neben dem Budget und dem Schuldentilgungs-Notgesetz noch die Wahlrechtsvorlage, das Gemeindeumlagengesetz und die drei Verwaltungsgesetze erledigte. Während über die Verwaltuiigsgefetze gieiti) eine erfr.uZche Uebercinftimmung zwischen beiden Standelammern herrschte und in diesen Lagen auch hinsichtlich der Wahlrechtsvorlage endlich eine definitive Verständigung erfolgt ist (die jetzt noch vorhandenen Dissense sind geringfügiger Natur und werden in einer nach Ostern statt,iuvenvea Sitzung der Ersten Kammer glatt erledigt werden), steht bezüglich des Ge- meinbeuiniagengcieyCv noch oic «Jcicuigung f'cijr erheblicher Schwierigleittii' und Meinungsdifferenzen bevor. Wir haben aber Grund zu der Annahme, daß es bei den erneuten Verhandlungen nach dem Fe,re gelingen wird, auch diese bedeutungsvolle Au,gäbe der Legislative zwischen der bürgertiaiLU wcehrtzei». uer S6oiI3Dcvi.tCi.uiig uuo Der Kammer der Standcsherren — die Bezeichnung verliert nach dem 3ntrafttreten des neuen Wahlgesetzes insofern ihre Berechtigung, ars die Mehrheit nicht mehr aus Standes- herren besteht — einer beide Teile befriedigenden Lösung entgegenzufuhren. Wenn dl.es ver Futt i,l, v^iiii wrio oer Chronist die Tatsache zu verzeichnen haben, daß die letzte (34.) Legislaturperiode ver Zwei.cn hesfischen Kammer unter der Herrschaft des indirekten Wahlrechts zugleich die an wichtigen Gc,etzen ergiebig,ic seit der Einführung der ein- jährigen Budg'etperioden gewesen ist!______________________ Vas deutsche ttronprinzenpaar in Rom. Rom, 6. April. Der beuijaye Kronprinz begab sich heute vormittag in Begleitung seines Adjutanten im Automobil nach Freseati, wo er gegen 10 Uhr eintraf. Tie Stadt ist mit deutschen und ttatienischen Fahnen geschmückt. Tie Menge, welche die Straßen und Plätze, die der Kronprinz panierte, füllte, brachte Kundgebungen dar. Der Kronprinz stattete gleich nach seiner Ankunft der Villa Faleonieri einen Besuch ab. Der König, der Kronprinz und Die Kronprinzessin begaben sich heute nachmittag in Begleitung des General- adjutanten Brusati und des Obersten v. Chelius, sowie der Generale Trompi und Fruponi nach dem Forum Romanum, wo sie von dem Direklor der Ausgrabungen Boni begrüßt wurden. Ter König und seine hohen Gäste besichtigten die Basiliea Julia und andere autifen Bauwerke. Im Tribunal des Trajan gab der König dem Kronprinzen persöntiche Erklärungen. Professor Boni überreichte der Kronprinzessin Lorbeeren- und Myrthenzweige, für welche die Kronprinzessin.sich lebhaft bedankte. Ter Kronprinz erinnerte daran, daß er das Forum bereits mit feinem Vater einmal besucht habe und beglückwünschte Professor Boni zu den wunderbaren Ergebniifen der Ausgrabungen. Hierauf begaben sich die Kaiserlichen Hoheiten in die internationale Kunstausstellung, wo sie gegen vier Uhr eintrafen. Nach der Ankunft auf dem Gelände Der Internationalen Kunstausstellung begaben sich der Kronprinz und die Kronprinzessin unverzüglich zur Deutschen Abteilung, wo sie von dem Vorsitzenden des Ausftellungs- komitecs Grafen San Martino uni) dem deutschen Ausstellungskommissar Professor Kampf empfangen wurden Tann begab sich das Kronprinzenpaar zur italienischen Abteilung. Bei dem Gal ad in er saß zur Rechten des Königs die Kronprinzessin, neben ihr Fürst Bülow, zur Linken des Königs die Fürstin v. Bülow, neben ihr Ministerpräsident Giolitti. Dem Könige gegenüber saß die Königin, rechts von ihr der Kronprinz und die Prinzessin zu Stolberg- Wernigerode, links Botschafter v. Jagow. An der Tast! nahmen teil: die Minister, die Hof- und Staatswürdenträger, die Herren der deutschen Botschaft und Die Präsidenten des Senats und Der Kammer sowie Der Bürgermeister von Rom. Bei der Tafel hielt der König folgenden Trinkspruch in italienischer Sprache: Mit lebhafter Befriedigung entbiete ich Ew. Kaiserlichen uni) Königlichen Hoheit und Ihrer Kaiserlichen unD königlichen Hohen der Frau Kronprinzessin meinen und Italiens Gruß in der Hauptstadt des Königsreiches. Ich spreche Se. Majestät dem Kaiser und König, Ihrem erhabenen Vater und meinem treuen Freunde nnb Verbündeten, meinen tief empfundenen Taut aus, der Ew. Kaiserlick-e und Königliä)e Hoheit beauftragt hat, der italienischen Nation und mir seine herzlichen Glückwünsche zu der glorreichen Jubelfeier zu überbringen, die Italien in diesem Jahre begeht und uns einen neuen Beweis seiner Gefühle und bcrienigen des deutschen Volkes gibt, die das italienische Volk und ich von ganzem Herzen erwidern. Der sehr angenehme Besuch Eurer Kaiserlichen und Königlichen Hoheit und Ihrer Kaiserlichen und Königlichen Hoheit der Kronprinzessin ist eine Kündgebung und Unterpfand der intimen Beziehungen Italiens und Deutsch lands, die durch so viele Erinnerungen und durch die hohe Mission der Zivilisation und Kultur verbunden sind, die sie tm Laufe der Zetten erfüllt haben und die zu erfüllen sie in der Zukunft niemals unterlassen werden. Nach den großen, unter sich eng verknüpften Ereignissen, aus denen die Einheit Italiens und diejenige Deutschlands hervorgegangen sind, hat sich eine internationale Lage ergeben, welche durch die wirk lame Mitarbeit des Dreibundes Europa eine lange Periode des Friedens gesichert hat und noch sichert. Im Ver trauen hieraus und mit diesem Gefühl trinke ich auf Se. Majestät den Kaiser und König und Ihre Majestät die Kaiserin und Königin, auf Ew. Kaiserliche und Königliche Hoheit und Ihre Kaiserliche und Königliche Hoheit die Kronprinzessin und die ganze Kaiserliche Familie und auf das Gedeihen Deutschlands. Nach dem Trinkspruch des Königs spielte die Musik die deutsche Hymne. Der Trinkspruch des Kronprinzen. Auf den Trinkspruch des Königs crwwerte der Kronprinz Wilhelm in deutscher Sprache mit folgendem Trinkspruch: Eurer Majestät spreche ich meinen und der Kronprinzessin aufrichtigen Tank für die liebenswürdigen Worte aus, die Se. Majestät an uns gerichtet haben, sowie für den herzlichen und ehrenvollen Empfang, der uns bereitet worden ist. Nach der Begegnung in Mailand int Jahre 1875 sandte mein Urgroßvater Wilhelm I. dem unvergeßlichen König Victor Emanuel folgendes Telegramm: Unsere Begegnung war ein Ereignis von historischer Bedeutung, denn wir beide sind von Gott an bte Spitze zweier Stationen gestellt, die nach langen Kämpfen ihre Einigung errungen haben. Wir unb unsere Söhne müssen immer Freunde bleiben. Das prophetische Kaiserwort hat sich verwirklicht, die Freundschaft zwischen den Herrscherhäusern und den Völkern hat sich die Generationen hindurch erhalten und im Verein mit Oesterreich-Ungarn die Gestalt eines Bündnisses angenommen, das feit länger als 30 Jahren zur Aufrechterhaltung des Weltfriedens beigetragen hat. Und es ist ein neuer Beweis dieser Freundschaft, daß meine Frau und ich heute hier sind und Euren Majestäten die Grüße und Wünsche des Kaisers und der Kaiserin zur Feier des 50jährigen Bestehens des Königreichs überbringen können. Diese Wünsche unserer hohen Eltern sind auch der Ausdruck der herzlichen Gefühle des ganzen deutschen Volkes. Seit 10 Jahrhunderten verbunden durch die Zivilisation und die Geschichte haben Deutschland und Italien fast zu berfelben Zeit zur polnischen und nationalen Ein- hett, nach der sie lange Zeit geschnachtet haben, gelangen können. Das deutsche Volk und sein Kaiser nehmen an den Geschicken des verbündeten Italien aufrichtigen Anteil und wünschen ihm auch in Zukunft eine lange Zeit des Gedeihens und Glückes unter dem glorreichen Zepter des Hauses Savoyen. Ich trinke auf das Wohl ICunft, Wissenschaft und Leben. — Vorn Mainzer Dorn. Dieser Tage gitta im Anschluß an die Mitteilung des Domkapitulars Dr. Ben- dix die Nachricht durch die Presse, wonach dem Mainzer Dom Einsturzgefahr drohe. Wie dem „Mainzer Journal" nun von maßgebender Seite mitgeteilt wird, verhält sich die Sache folgenoermaßen: Von einer Gefährdung des Domes kann nicht die Rede sein. Durch Unterspülung der Fundamente war der in den 60er Jahren errichtete Ost türm bedroht. Diese Gefahr ist durch die Unterfangung der Pfeiler nunmehr beseitigt. An den übrigen Teilen des Domes hat sich bisher noch keine Erscheinung gezeigt, die auf eine Gefährdung schließen läßt. Besonders Der herrliche Westturm ist, wie Die bisherigen Fundament- untersuchungen festgestcllt haben, überhaupt nicht bedroht. Doch beabsichtigt das Dombureau, um ab en Beunruhigungen vorzubeugen, eine eingeh enbe Untersuchung aller Grundmauern Des großen Bauwerkes vorzunehmen. — Direktor Gregors erste Tat. Wie man aus Wien melDct, hat Direktor Gregor folgenden Erlaß in der Wiener Hofvpcr anschlagen lassen: „Im Interesse der künstlerischen Würde bei den Vorstellungen sieht sich die Direktion veranlaßt, die Mitglieder der Kaiserlichen Hofoper darauf hinzuweisen, daß das Tragen von Bärten unter 1 ein e n U in stä n d e n gestattet werden kann." Ferner hat Gregor die Öffentlichkeit bei den Generalproben aufgehoben, so daß künftig nur die Musikreferenten Der Wiener Blätter und die nicht beschäftigten Solisten im Zuschauerraum Platz nehmen dürfen. — Hans Richters Abschied von Manchester. Das letzte Konzert, das Hans Richter in der Stadthalle , Don Manchester nach einem elfjährigen künstlerstchen Wirken in dieser Stadt leitete, schloß mit einem leidenschaftlichen Abschied seiner Bewunderer. Eine ganze 9)1 enge oon Geschenken wurde ihm überreicht, darunter sechs silberne Leuchter, ein Reisckofser, Tiamantohrringc für seine Frau und goldene Armbänoer für seine Töchter. Richter, der tief bewegt war, hielt eine kurze Ansprache. „Es hat mich viel Ueberwindung gekostet," sagte er, „bevor ich mich entschloß, zurückzntretcn, eine Tätigkeit aufzugeben, Die ich geliebt habe und die mein Glück war. Aber als ein treuer Diener meiner Kunst war ich gezwungen, so zu handeln, nachdem ich bemerkt hatte, daß meine Kräfte, infolge der Schwächung meiner Gesundheit, meiner Kunst nicht mehr so nützlich sein tonnten, wie ich wünschte. Tie Jahre, die ich hier gelebt habe, waren wirklich Glücksjahre. Mit solch schönen Erinnerungen gehe ich nun von Ihnen, ich hosse, nicht für immer. Meine Absicht ist es, wenigstens solange ich kann, alljährlich wiederzukommen, um das Konzert für den Pensionsfonds zu dirigieren. Ihre hübschen Geschenke werden mich daran erinnern, daß ich wiederkommen muß, und deshalb sage ich Ihnen nur meinen herzlichsten Dank für all Ihre Güte und — auf Wiedersehen!" ff. Die Flugmaschine am Südpol. Der Letter der australisck/en Südpolexpedition, Tr. Mawson, der voraussichtlich nock) in diesem Jahre ausbrechcn wird, hat beschlossen bei seiner Forschungsreise int Eise des Südpols die Flugmaschine zu verwenden und hat sich deswegen auf der Londoner Flugzeug- Ausstellung nach einer für feine Zwecke besonders geeigneten Maschine umgetan. Wahrscheinlich wird er einen zweisitzigen Bleriot-Eindecker vom milttärischen Typus wählen, der so eingerichtet ist, daß beide Fahrer die Hebel der Maschine bedienen tönnen, ohne ihre Plätze wechseln zu müssen. Bei dieser Maschine sind auch besondere Rahmen und Gestelle zur Unterbringung von Karten und Kompaßen vorhanden, außerdem hatten sie einen guten Windschutz und Die Fahrer fitze sind so angebracht. Daß man von ihnen ans einen ungeyinderien Ueberblick über die Tragflächen hinweg hat. Die Maschine ist für einen Dauer- fluc von beinahe 300 Kilometer ohne Zwischenlandung berechnet. Vielleicht läßt Mawson sich auch eine besondere Maschine oon gleichem Typus bauen, die 400 Kilometer ohne Zwischen- lanbimg zurücklegen kann. — Einen zoologischen Garten, dessen Tierbestand nur aus lebenden Bakterien besteht, wird, wie die „Umschau" mitteilt, das Naturwisseufchaftliche Museum in N e u y o r k erhalten. Als Vorbild Dient habet Die Batteriensammlung, btt der Prager Prosessor Kral im Besitz hat ~unb Die bisher als Die reichste Bakteriensammlung gilt. Tie Sammlung soll von zwei erfahrenen Bakteriologen geleitet roeroen unD nicht nur ats Schausammlung Dienen, sondern es sollen auch in großem Maßstäbe Beobachtungen rargenommen und außerdem alle vorhandenen Bakterien in solcher Menge gezüchtet werden, daß jederzeit an Privatgelehrte und wifsenfchaftlicho Institute Bakterien zum Studium abgegeben werden können. — Kurze Nachrichten aus Kunstu. Wissenschaft. Gegen ein Blatt in Bochum wurde auf Grund der §§ 184 unD 184a RStGB. von der Staatsanwaltschaft ein Verfahren ein gekettet, weil das Blatt in einem Feuilleton Den Roman „A r b e i t“ von Zola abdruckr. Tie Staatsanwaltschaft erblickt Darin eine Verbreitung unsittlicher Schriften. — In Anwesenheit des Herzogs der Abruzzen, als Vertreter Des Königs, der Behörden und 400 Teilnehmern wurde in Bologna Der internationale Kongreß für Philosophie eröffnet. — In München ist der Kunsthiswriker Profesfor Dr. BertholD Rhehl gestorben. — DieständigeKunstausstellunginBaDen-Baden wurde am Donnerstag in Gegenwart Des Großherzogspaares eröffnet. — Dem Rektor an Der Universität Bonn, Zorn, ist der englische Johannilcrorden .oder os St. John os the Hospital os Jerusalem- verliehen worden. Dom AWaid in Marokko. Tanger, 6. April. Aus Fez wird unterm 31. Marz gemeldet: 15 Haremsdamen des Sultans, die Anfangs März vor Beginn der Feindseligkeiten nach Rabat ausgebrochen waren, konnten das Gebiet der Beni Snassen nicht durchqueren und kehrten wieder nach Fez zurück. Plündernde Beni Sabben sind bis Babefetul gekommen und erbeuteten Maultiere, die El Glaui gehörten. Das Verhältnis der Hyainas zu dem Wachsen ist weniger gut, Abgesandte von ihnen treffen zur Mitteilung der Bedingungen für ihre Unter- stüüung am nächsten Sonntag ein; wenn ihre Forderungen nicht erfüllt werden, werden sie in das Gebiet der Cheraga- Uledjamaa, die dem Wachsen treu bleiben, Raubzüge unternehmen. 2Im$ He^en. Lampertheim, 6. April. Für die Landtagsersatzwahl wurde vom Zentrum Bürgermeister Fre nah von Bensheim aufgestellt. Die Nationalliberalen sahen von der Ausstellung eines Kandidaten ab. Deutscher Resch. Wie nach der „Voss. Ztg." „bestimmt verlautet", hat der zuständige Bundesratsausschutz sich einstimmig für die Anberaumung der Reichstagswahlen schon im Oktober ausgesprochen. Damit würde die Herbstsession des Reichstages hinfällig und eine ganze Reihe von Vorlagen nicht mehr erledigt werden können. Aus Berlin wird gemeldet: Die Vorlage der Lust- b a rk e i t s st eu e r ist in der Stadtverordnetenversammlung mit 65 gegen 57 Stimmen an einen Ausschuß zurückverwiesen worden, Die>er soll den Magistrat um ganz bestimmte Auskunft darüber ersuchen, ob und in welcher Weise die Königlichen Theater zur Steuer herangezogen werden können. Am Donnerstag wurde der Entwurf des neuen deutschschwedischen Handelsvertrages von den beiderseitigen Abgeordneten unter Vorbehalt einiger noch unerledigter Punkte paraaraphiert, worüber die beiden Regierungen sich die Regelung im Korrespondenzweg vorbehielten. Den größten Teil der Sitzung des Landesausschusses zu Elsaß-Lothringen vom Donnerstag nahm eine Aussprache über die Ausführungen im preußischen Herrenhaus in Anspruch. .Die Redner betonten vor allem die Abhängigkeit des Statthalters und des Ministeriums von Berlin, was auch daraus hervorgehe, daß Freiherr von Köller ganz anders geredet habe, als er es im Landesaussckmß als Staatssekretär tat. Staatssekretär ZornvonBulach erwiderte den verschiedenen Rednern, daß es nicht recht sei, die jetzige Negierung zugunsten der früheren Köllerschen herabzusepen. Einmal habe die jetzige Regierung die Verfassungsvorlage erngebracht, und dann sei ihre Stellung nach Einführung des Reichsvereinsgesetzes gegenüber den politischen Umtrieben im Lande eine viel sclpvierigere; in ö'konomischen Fragen sei der Statthalter völlig unabhängig, in nationalen Fragen könne er selbswerständlich keine andere Stellung als der Kaiser einnehmen. Aus dem Bremer Vulkan fand in Gegenwart von Vertretern des Reichskolonialamts und des Norddeutschen Lloyds der S t a P e l l a u f des für die deutsche Südsee und das Kolonialgebiet bestimmten Regierrurgsdarnpfers „Ersatz Seestern" statt. Frau Kapitän Moeller, die Gattin des künftigen Führers des Schiffs, taufte das Schiff „Kome t". Ter Bundes rat nahm den Antrag Württembergs wegen Prägung weiterer Denkmünzen aus Anlaß ber silbernen Hochzeit des Königspaares an und stunmte den Vorschlägen für das Reich und die Schutzgebiete sowie dem Reichsbesteuerungsgesetz zu. Ausland. Nachdem im weiteren Verlauf der Erörterungen der spanischen Kammer der Kriegsminister zugunsten deS Militär- strafgesetzbuches gesprochen hatte, wandte "sich C a n a l e j a s energisch gegen die Angriffe der Republikaner. Er sehe darin eine Aufforderung zur Disziplinlosigkeit, es sei nicht angängig, daß sich die Kammer zum Richter über den Prozeß Ferrer aufwerfe. Canalejas Jindigte an, daß nach Schluß Der Aussprache die Regierung das Wort ergreifen werde, um zu untersuchen, ob Die Erörterung ihren Ausgangspunkt außerhalb der Kammer habe. Nach Der Sitzung fand ein Ministerrat statt, der sich namentlich mit Der marokkanischen Angelegenheit beschäftigte, der Die Regierung große Aufmerksamkeit zuwendet. Der portugiesische Ministerrat setzte die Wahlen auf den 28. Mai fest und änderte das Wahlgesetz dahin ab, daß gemeinen Soldaten, Unteroffizieren und Zivilpersonen, die des Lesens kundig sind, eine Stimme gemährt wird. Der Justizminister unterbreitete dem Ministerrat ein Gesetz über Die Tren- ming von Staat und Kirche, das noch in dieser Woche veröffentlicht werden soll. Wie einige türkische Blätter erfahren, hat Montenegro die Großmächte in einem Memorandum ersucht, bei der Pforte wegen einer Regelung der Frage der Auswanderung der Malissoren einzuschreiten. In dem Memoran- । dum wird die Gewährung eines allgemeinen Straferlasses und des Königs, der Königin tot» Der ganzen Königlichen Familie, -auf das Wohl des schönen Landes Italien. Nach dem Trinkspruch spielte die MIusik die italienische Nationalhymne. Im prächtig geschmückten Costanzi-Dyeater fand heute abend Galavorstellung zu Ehren der Mitglieder des internationalen Kongresses für Kunst und Musrk statt, in der auch rm Verlause der Vorstellung das Mnigspaar mit den deutschen Gästen erschienen. Bei dem Eintritt der hohen Herrschaften erhob sich das Publikum und begrüßte das Herrscherpaar und das deutsche Kronprinzenpaar mit stürmischen Zurufen, während die Musik die deutsche und die italienische Hymne spielte. Staatsfetrdär Grey über die Einschränkung der Rüstungen. Im englischen Unterhaus gab1 es nochmals eine Unterhaltung über die Rüstungsfrage. Sie war aber sehr harmloser Natur: London, 6. April. Im Unterhaus fragte der Unionist William Peel Sir Edward Grey, ob er beabsichtige, angesichts der Erklärung des deut schenReichskanzlers gegen eine Politik der Einschränkung der Rüstungen Mitteilungen über Schiffsbauten mit Deutschland auszutauschen. Grey erwiderte: Der Reichskanzler nahm in seiner Rede ausdrücklich den Gedanken des Austausches bezüglicher Mitteilungen an und drückte die Bereitwilligkeit aas, zu feiner Vereinbarung darüber zu gelangen. Er sehe in dem, was der Kanzler über die Einschränkung der Rüstungen sagte, nichts, was den Austausch von Mitteilungen weniger ausführbar und weniger wünschenswert machte. Peel fragte weiter, erstens, ob Grey irgenb einen Nutzen für Großbritannien in dem Ausbausch von Mitteilungen sehe, da doch der Kanzler sagte, daß er einer Beschränkung der Rüstungen seine Zustimmung nicht geben werde: zweitens, ob man mit einem Austausch irgend einem allgemeines! Zweck dienen wolle. Grey erwiderte: Wenn Peel meine Rede vom 13. März noch, einmal nachsehen will, wird er finden, daß ich den Ausdruck „Beschränkung der Rüstungen" ablehnte, aber ausdrücklich erklärte, daß „Herabsetzung der Ausgaben" der bessere Ausdruck sei. Soweit ein Austausch von Mitteilungen zwischen irgend welchen zwei Ländern entfernen konnte, würde er eine Wirkung auf die Ausgaben ausüben. eine mildere Anwendung der Derfassungsgesetze angeregt'. Schließlich versichert die montenegrinische Regierung, daß Montenegro seine freundschaftlichen Beziehungen zur Pforte aufrechterhalten werde. Tie türkischeRegieruna beschloß den Bau der Eisenbahnlinie Dscheida—M ekka. Aus uuS Luuv, Gießen, 7. April 1911. Aus der Sitzung der Stadtverordneten. Die alte Erfahrung, daß bei kurzen Tagesordnungen immer die längsten Sitzungen entspringen, hat sich gestern wieder bestätigt. Trotzdem nur zwei Gegenstände zu erledigen waren, dauerte die Sitzung über 2 Stunden. Beide Punkte der Tagesordnung waren aber auch zu verkackend: elektrische Straßenbahn unD Wertzuwachs st euer. Mit letzterer mußte sich die Staot- verordneten-Versammlung beschäftigen, weil Der Reichskanzler das Gesuch der Stadt abgelehnt hatte, die jetzige Ortssatzung bis auf weiteres fortbestehen zu lassen, was nach dem Gesetz möglich ist und der Stadt höhere Einnahmen als aus dem ihr nach dem Reichsgesetz zu stehenden Anteil gesichert hätte. Nach der Ablehnung galt es, zu retten, was zu retten war. Deshalb sollte die Versammlung eine neue -Ortssatzung annehmen, die wenigstens die fakultativ gestatteten Zuschläge der Stadt sichern sollte. Da auch mit den vor geschlagenen Zuschlägen die in Zukunft zu bezahlende Wertzuwachssteuer in den meisten Fällen trotz des Zuschlags geringer sein wird, als seither, hätte die Annahme sehr rasch erfolgen können. Aber die Ortssatzung gab den theoretischen Gegnern und Freunden der Wertzuwachssteuer erwünschte Gelegenheit, ihre Ansichten über den Wert oder Unwert dieser Steuer in behaglichem Redestrom darzulegen, wobei mancherlei laut gewordene Befürchtungen über die Wirkung der Steuer beseitigt werden konnten. Ein Schlußantrag drohte schon, als die Rede- lust endlich versiegte und die Satzung wurde bann einstimmig angenommen. Der Fahrplan der elektrisch. Straßenbahn, der sich eng an dem bestehenden anschließt, gab nur zum Vorbringen kleiner Wünsche Veranlassung. Allgemein interessieren wird, daß vom 1. Mai ab bie Wagen der roten Linie sämtlich bis zum Schützenhaus durchgehen werden. * ” Tageskalender für Freitag, 7. April: Stadttheater: „Ter Weg zur Hölle." Anfang 8 Uhr. *' Ordensverleihung. Ter Großherzog hat dem Direktor der Vollsoper in Wien, Rainer Simons, die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem Kaiser von Oesterreich verliehenen Ritterkreuzes des Franz- Joseph-Ordens erteilt. " Pfarrperfonalien. Der Großherzog bat bem Pfarrer Adam Köhler zu Trebur die evang. Pfarrstelle zu Seligenstadt und dem Pfarrer Herrn. Bering er zu König eine evang. Pfarrslelle an der Stadtgemeinde zu Darmstadt übertragen. *’ Das Ministerium des Innern, Abteilung für Schulangelegenheiten, hat, um den Geschäftsgang zu vereinfachen, bestimmt, daß vom 1. April 1911 an die Gefuche um Uebcrtranung erledigter Lehrerftellen an den VolkSchnlen (Präsentationsstellen ausgenommen) an deu Großhcrzog zu richten und bei der vorges etzten Kreis- Sch ul f o m tn iffi o n emzureichen sind. Gesuche um lieber» tragung von Präfentalions st eilen sind nach wie vor bei den Präsentatoren einzureichen. *• Die schriftliche Staatsprüfung für den höheren Forst dien st beginnt am 15. Mai zu Darmstadt. Gesuche um Zulassung, die Dem Eingabestempel im Betrage von 1,50 Wlf. unterliegen, sind spätestens bis zum 29. April bei der Ministerialabteilung für Forst- und Kcuneralverwaltung einzureichen. "Erledigt ist eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Schulstelle zri Reisen. ** Gefängnis Personalien. Ernannt wurden am 1. April der Anstaltslehrer am Provinzialarresthaus in Darmstadt Reallehrer Wich. Escher zum Anstaltslehrer an Der Zellenstrafanstalt Butzbach, der Verwalter an Der früheren Weiberstrafanstalt in Mainz Emst Lang $unt Verwalter des Provinzialarresthauses in Mainz, der Oberaufseher am- Provinzialarresthaus in Darmstadt Aug. Steiner zum Oberaufseher an Der Zellenstrafanstalt Butzbach, die Gefangenaufseherinnen an Der früheren Weiberanstalt in Mainz Mathilde Bingel unD Elisabeth Peter zu Gefangenaufseherinnen am Landeszuchthaus Marienschloß, Die Gefangenausseherinnen an der früheren Weibersttafanstalt in Mainz Elise Malz, Marie W ü h r e r , Christine Weber und Luise Müller zu GefangenaufscherinnLn am Provinzialarresthaus in Mainz. ** Pom' Vorstand des Eisenbahnverkehrs- am t e § wird uns geschrieben: Tie in der Nr. 81 Ihres Blattes veröffentlichte Darstellung des Verkehrsamtes über den bem Artikel „Im Zeichen des Verkehrs" in Nr. 77 des Gießener Anzeigers z-u Grunde liegenden Vorfall ist nach der nochmals angestellten Unterfudjiing richtig. Der Bote kann auch bei Gegenüberstellung den Beamten nicht bezeichnen, der die Annahme verweigert haben soll. Unrichtig ist, daß Frachtbriefe mit der Angabe: Station „Grünhoj" unbcan- siandä angenommen wvrden seien. Sowohl im vorliegenden Falle, als auch früher sind diese Frachtbriefe durch den Spediteur Lyncker, als Bevollmächtigter des Absenders, berichtigt worden. Da zu Stuckgutsendungen keine Wiegescheine ausgestellt werden, kann ein solcher auch nicht vorgelegen haben. Anscheinend liegt eine Verwechslung zwischen Verwiegeschein und Verladeschein vor. ** Fahrkarten-Automaten. Zur Erleichterung des Lösens von Fahrkarten ist in der Vorhalle des hiesigen Bahnhofs ein dritter Fahrkarten-Automat aufgestellt worden, der hegen Einwurf von drei Zehnpfennigstücken Fahrkarten vierter Klasse Fahrkarten nach Reiskirchen und Wetzlar selbsttätig verkauft. In unmittelbarer Nähe befinden sich wie seither die beiden Automaten für Bahnsteigkarten zu 10 Pfg. und für Fahrkarten 4. Klaffenacb Garbenteich, Großen- Bufeck, Langgöns und Lollar zum Preise von 20 Pfg. ** Die Oberammergauer Pass io ns spie le, die wie früher, auch im vorigen Jahre Tausende und Tausende von Fremden nach dem betriebsamen Bergdorf in Oberbayern lockten, genießen feit langer Zeit einen außerordentlichen Ruf. Im bürgerlichen Leben Holzsdmitzer oder ähnliches, treten diese kräftigen Aelplcr alle zehn Jahre zusammen, um auf dem nur zu diesem Zweck errichteten Theater das Spiel von der Passion des Herrn aufzuführen. Aber nur verhältnismäßig wenigen war es vergönnt, sich diese ergreifenden Darstellungen anzusehen, und so ist es denn sehr erfreulich, daß diesen nun — wenn auch nur im Bild — die Gelegenheit geboten ist, sich einen Begriff und eine Vorstellung von der erschütternden Wirkung der Tragödie zu machen. Die Vorstellung, die gefiern abend von „Lenschs Projektion" in Steins Garten ausgeführt wurde, batte einen ziemlich starken Zusckxuierkreis vereinigt, der den einzelnen Darbietungen mit großer Spannung folgte. Die klaren und scharfen Bilder, in den Farben der Originale fanden ftarfen Beifall und der be gleitende Text erläuterte ine Vorgänge in angemesLeneL Weife, *’ V erhaltet wurde gestern ein hier zugereister Arbeit«; der durch Vornahme unsittlicher Handlungen in den, Anlagen öffentliches AergeruiA erregte. Lauotreis Gießen. -n. Großen-Buseck, 6. April. Der Handelsmann Liebmann Berlin und seine Ehefrau Jeanette, geb. Kahn, feiern am Samstag silberne Hochzeit. = Großen-Buseck, 6. April. Gestern abend wollte dec Bahnhofswirt den Zimmermann Z., da dieser einen Gast mit Totstechen bedroht hatte, auS dem Lokal befördern, wobei Z. dem Wirt zwei Stichwunden am Kopfe bcibrachte. Der sofort zur Stelle gebrachte Arzt Dr. Veltner nahm sich des Verletzten an. d. Dorf-Gull, 6. April. Hier ereignete sich gestern ein schwerer Unglücksfall. Das fünfjährige Töchterchen des Maurers Wilh. Bender war in einem Nachbarhaufe bei der Metzelsiippe. Es fiel in einen Behälter voll heißer Wurstbrühe und verbrannte sich so, daß eS trotz alsbaldiger ärztlicher "Hilfe feinen Verletzungen erlag. Kreis Büdingen. □ Bleichenbach, 6. April. Gestern spielten zwei Knaben im Alter von 8 und 4 Jahren unbeaufsichtigt in einer Scheuer. Ter kleine vierjährige Knabe bestieg eint Leiter m der Scheuer und fiel alsbald mehrere Meter hoch herab auf die harte Tenne. Der ältere Knabe bekam Angst, verriegelte baS Scheunentürchen von inwendig und fioch auf dem Heuboden in eine Lücke. Erst spät fand man den kleinen Knaben mit gebrochenem Schenkel. Kreis Friedderg. eh. Pohlgöns, 6. April. Die Gemeinde ehrte ihre Veteranen auS 1870—71, 8 an der Zahl, durch Schenkung von Eh re n s e sse l n. Starkenburg und N Hein Hessen. -m. Ofsenbach, 7. April. (Priv.-Tel). Der Geschäftsführer Willi Bollenbach von Bieber ist mit seiner Frau und Zwei Kindern seit dem letzten Samstag verschwurt- .den, nachdem er vorher Schecks im Betrag von nahezu 15 000 Mark gefälscht uni> das Geld aus einer Frankfurter Bank abgehoben hatte. rm. Dieburg, 7. April. In früher Morgenstunde wurde heute in der Nachbarschaft eingroßerWaldbrand beobachtet, der durch geeignete Maßregeln an weiterem Ausdehnen gehindert werden konnte. Es sind nach ungefährer Schätzung zirka 600 Quadratmeter Kieftrnbestand dem Element zum Opfer gefalle«. Die Entstehungsursache konnte man bis jetzt nicht ermitteln. -o- Aus R h e i n h e s s e n, 6. April. Eine Millionen- erb schä ft, die echt sein soll, wird sich demnächst über Rheinhessen, die Pfalz und Baden ergießen. Es handelt sich um vierzig Millionen, die noch in diesem Sommer ausgezahlt werden sollen. Der Erblasser hieß B u n n und der hauptsächlichste Stamm, dessen Zweige sich in die Riesensumme teilen sollen, heißt C h r i st i a n i. Die Nachkommen der Chri- stiani sind in zahlreichen Familien Rheinhessens, der Pfalz und Badens vorhanden. Ein Mannheimer Konfulatsbeamter hat von dem Nach Amerika entsandten Vertrauensmann die Nachricht erhalten, daß die Echtheit der Erbschaft durchaus bestätigt sei, auch die Summe von 40 Millionen stimme und zur Auszahlung seien nur noch einige Formalitäten zu erfüllen. Die erste Nachricht über die Riesenerbschaft haben die Beteiligten deutschen Zeitungen zu verdanken. Landwirtschaft. fc. Wiesbaden, 6. Avril. Tie Maul- und Klauen.' f e u d) c ist im Regierungsbezirk Wiesbaden in der letzten Wocha bedeutend zurückgegangen, so daß heute nur noch 54 (Se-j Hölle im ganzen verseucht sind, die in den Kreisen Wiesbaden« Land, Höchst a. M. und Obertaunus liegen. Tie Gemeinde Erben- beim verzeichnet heute lediglich 4 verbuchte Geholte; sie besonders hatte unter der Seuche zu leiden, beim von ben bärtigen 120 Land- mirten batten 90 die Seuche in ihrem Viehbestände. Den energi- ich en behördlichen Maßnabmen, vor allem Der Verhängung Den Quarantäne über das Händlervieh ist es zu verdanken, daß deö Seuche Einhalt geboten wurde. — Der Minister für Landwirt^ schall, Domänen und Forsten meist in einem Erlaß daraus hin! daß die Maul- und Klauenseuche häufig durch ausländ isch^ Saisonarbeiter ein geschleppt wird. Eine Derartige Einschleppung lasse sich nur verhüten, wenn Die Kleidung und das Schnhzeug der Arbeiter sofort nad) ihrem Eintreffen und vor beni Betreten Der Arbeitsstätte einer gründlichen Reinigung und Tes^ infeftion unterzogen werden. Der Minitterialerlaß sagt u. a., daß) neben der vielfach empfohlenen Bacillollösung auch 3prozenl,gs lväffcrigeLösung von Liquor Cresoli saponatus Anwendung finden kann, sowie als besonders wirksames Tesinsektlonsmittel Sublimatlösung 1:1000. Dcrmiicbte». * Der Dampfer „Prinzeß Irene" deS Norddeutschen Lloyd ist im Nebel auf einer Sandbank bei Fire, Island, aufgelaufen. Wie ein von dem Dampfer bei der Newyorker Ageittur des Norddeutschen Lloyds eingegangenes drahtloses Telegramm! besagt, sollen heube abend die Passagiere auf Schlept^ampfev übernommen und nach Newyork gebracht werden. Sie verhalten sich ruhig. Der Danrpfer liegt auf der Höhe von Fire, Jslan», gegenüber SayvÄle. Seine Lage ist nur in dem Falle eines, Südsttoms gefährlich. Im Notfälle werden die NettungsstationeN Hilfe leisten. * Ein Rä uberzug im Goldbergwerk. Aus Df en» pest wird unterm 7. April geschrieben: In dem fiskalischen Gold- bergwert bei Nagybamya erschienen gestern nadjanittag, als nicht mehr gearbeitet wurde und nur einige Wächter anwesend waren, fünf fremde Männer. Die Wächter wollten die Eindringlinge hinansweisen, die Räuber jedoch fck)leuderten kleine Dy nam it bomben gegen sie und trieben so die Wächter in die Flucht. Die Bomben explodierten kurz hintereinander^ trafen redoch keinen der Wächter, die sich in einem weiten Gang in Sicherheit brachten und sick> nicht aus ihrem Versteck hervorwagten, da einer der Räuber vor dem Stollen Wackle hielt. Jn- zwischenkonnten seine vier Spießgesellen großeGoldvorrät« fortschafsen. Als sich die Räuber entfernt hatten, durchsuchüisn die Wädster das ganze Bergwerk, sanden aber nirgmds eine Spur der Eindringlinge Anf die von ihnen erstattete Anzeige wurde fe)tgefteHt, daß sich die Räuber eine Strecke in einem außer Betrieb gesetzten Schacht hinabgelassen hatten, wo sich die Goldvorräte befanden. Be^or sie dahin gelangen tonnten, mußten sie mehrere ei s e r ne, T üre n sprengen. Im ganzen sind den, Räuberri Golderze in Höhe von mehreren 1000 00 Kro nenj in die Hände gefallen. Es wird angenommen, daß ein entlassener Arbeiter der Fürner der Bande war. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Verlauf der Witterung feit gestern früh: Unter der Herr- ichait des alisqebrei.'eten Hochdruckgebietes, das ganz Eliropa mit Ausnahme des äußersten Südostens fortgesetzt mit kalten nördlichen und östlichen Lullströniuiigen 1 überflutet, dauert der Källe- Aick^all an. Vereinzelt fallt noch geringer Schnee Ta der hohe ?ruck mit feinem Kern über Nordrvesteuropa liegen bleibt, ist auch 'ür morgen noch feine erhebliche Aenderung der Witteruiig zu erwarten. WelteranSsichlen in Hessen am Samstag Dem 8. April 19H: Zeitweife h-llier, meist trocken, kühl (höchstens am Tage etwas lodrmerj, östliche Winde. Darmffler Möbel Herrn Adolf Hoss sagen herzlichen Dank Giessen. 7. April 1911. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Helene Giingerich, geb. Brennemann. Giessen, den 5. April 1911 2389 Hofarbeiter gesucht >2ro2)Neuenweg 33. 01 DUrKopp Süd-Anlage 7 Giessen Telephon 680 6 Zimmer Mlilhe MlllltmchLMll 6er Stadt kießeu. 2 Zimmer 3\\ uvrkrtufett 311 u muteten lllichicriuije UM Strllni NevWWWcL immern, immertt. Für die herzliche Teilnahme an unserem schmerzlichen Verluste sagen wir innigsten Dank. Lhllt Cttllkk enthält stets die Zeitung:Deut,chcVakanzen-Post @61 innen 142. Iss* h 02703{ Eck. möbl. Zimmer zu vermieten. Vöberitrofee 4II. Lehrling auS guter Familie gesucht. 12387 S. Loeb, Bahnhofstrasse 52a. Lehrmädchen gegen iofortiae Vergütung gesucht. weltberühmt duroh ihre Formen- Schönheit, Solidität und ihren billigen Preis liefert Ihnen vollständig frei ins Haos unter Garantie D*/iJ von 10 Jahren das Giessener Fleischhalle Walltorstrasse 32 (696) Walltorstrasse 32 empfiehlt ihr prima Mastfleisch per Pfd. 70 Pfg prima Rindswurst per Psd. 80 Pfg Danksagung. 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Der Jlebncr sprach bte Pefürchtung ou4. datz bet marokkanische Ausstand von fremder Hand genährt joerbe und bezeichne das Per halten der Regierung in der Rgoko-^anga'Sln- qelcgenbeit rmd in der Angelegenbeit der von deutscher ^>ette aut ^yörberung der Desertionen OTgtrnmertat Agenturen al- d 1 pl o-> malische Feig heilen, zu seren Maskierung MMt die Frage der Fremdenlegion ausgerollt habe. Frankreichs äussere Politik fei ein st ä n b i g c <• e n n a g c il__ Letzte Nachrichten. Angriffe auf die französische enlmattige Politik :« franzofischen Se»at. Paris, 7. April. In der heutigen Sitzung des Senats fragte Gaudin Bilaine über die auswärtige volittt und über den Stand der diplomatischen Beziehungen an er äußerte sein Bedauern über den Mangel an Stabilität des Mmi- steriumL, namentlich hinsichtlich des fBortrieutHS der Landesverteidigung und beklagte, daß Gruppt Minister des Aeufiern geworden sei, denn das bedeute einen Schritt mehr aus dem Wege pes Vordringens der Protestanten, Juden und Jyreimaurer. Im toeüeren Verlauf seiner Ausführungen erinnerte der Redner bnran. Schöne 4-Zimmer-Wobnnnq, mögt m. Bad, von klein, ruh. Jam. Nahe d. Süd-Anl. p. 1. Juli 11. ges. Schrtftl. Angeb. m. Vreiö unt. 02705 an den töiehener Anzeiger erbet. Möbliertes Zmwer gesucht in der Nähe d. Universität z. 15.April Schristl. Angebote unter 02769 an den Giefiener Anzeiger erbet. AiAiökS, Möd-beil, das selbständig im Sachen und in aller Hausarbeit erfahren ist und gute Zeugnisse hat, sucht bei gutem Vohn (2354 Frau Gauiuspektor Schon, ______Giessen, UtSmarckstr. 43. 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Es frage ftch^ob ein militärisches Uebereinkommen zwischen Frankreich und Eng-' land bestehe Die Potsdamer Zusammenkunft habe den geheimen Ritz deS französisch-russischen Bündnisses o.senbar gemacht, die Eö find zu vermieten: 1 Wohnung von 10—11 Zimmern, 3 Wohnungen von 7 Zimmern, 1 Wohnung von 6 Zimmern, 11 Wohnungen von 5 ----- 1 Wohnung von 4—5 Zimmern, 2 Wohnungen von 3 ----------.. 1 Zimmer u. Kammer, 8 möbl. Zimmer, 1 dreistöck. Lagerhaus mit Pferdestall und Heuboden, f Laden mit 2 Schaufenster», 2 Zimmern und Lagerraum, 2 Werkstätten. Zu mieten gesucht: 3!) Wohnungen von 2—8 Zimmern.[B74 Städtischer jtfrbeitsnachuleis giessen Afterweg 9. ES können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: 3 Zimmerleute, 1 Wagner, 1 Schneider, 4 Maichmenschumer, 1 fung. Eisenbreber, 1 Buchbinder, 3 Schuhmacher, 2 Sckretner, 1 Schlofier, Kupferschmiede, 1 Waschmeister, 1 Hausbursche, 1 jung, tjabritcrbeiier, 5 Erdarbeiter, 1 landw. .Unecht, 1 Waschfrau, 1 Fabrikarbeiterin, 1 Laufinädchen, 3 Dienstmädchen. Lehrltuge: 2 Wagner, 1 Schlosser, 1 Schuhmacher, 1 Svengler u. Installateur, 2 Glaser. 1 Tapezierer und Polsterer, 1 Kellner, 1 Kaufmann, 1 Schreiner, 1 Lehrmädchen. Gast- und Schankwirtschaftsver,onal: 3 Küchenmadcheu. 2 Büfettfräuleins, 1 Svüldursche. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 Maler u. Au irreicher, 1 Anstreicher u. Tavezterer, 1 Svengler, 1 Bäcker, Elektromonteure, 1 Zimmermann, 1 Lügemüller, 10 Bau- u. Möbelschreiner, 2 Huf- u. Wagenschmtede, 1 Wagner, 1 iünq. Sattler, 1 Wagenlackierer, 1 landw. Knecht, 3 Schnetoer, 3 Polsterer u. Tapezierer, 1 landw. Dienstmagd, 1 Dienstmädchen, 1 Hausbursche. Gast und SchankwirtfchaftSversonal: 4 Saalkellnrr, 1 jung. Reitauratlonskellner, Küchenmädchen. suchen Arbeit: 1 Schmied, 1 Sattler, 1 Steinbauer, 1 Schriftsetzer, 1 Buchbinder. Gußformer und Gußputzer, 1 Bäcker, 3 Eisendreher, 3 Pflasterer. 1 Installateur. 1 Svengler. 1 Schlosser, 1 Metzger, 2 Heizer und Maschim ten, 1 Weissbinder, 1 Fabrbursche, fünf Taglöhner. 1 Maurer,2Fabritarbeitsr, 1 HauSbursche, 1 Schreiber. 1 Büglerin, 1 Näherin. 4 Put;- u. Lausfrauen, 1 Haushältertn. 1 Kasnerer, 1 Buchhalter. 1 Sattler. Lehrlinge: 1 Sattler, 1 Kufeur, 1 Spengler rind Jmtrrllarenr. [7 Möbl. Zimmer 216t, Schöne grosse, auch kleinere utübl. Zimmer zu vermieten. Auf Wunsch mit Pension. Lindenvl. 11 02765] Zwei tunne, sehr wachsame Hofhunde zu verkaufen. Wicfeck, Marburger-Str. 23. Verkaufe jiuci ctstklasM DM-RSdcll 4 Monate alt, sehr kräftig, ft kupiert, prtma Stammbaum, mit vielen ersten unb Ehrenpreisen. Preis per Stück 30 Mk. [2392 Wilb. Lenz, Hörnsbeim. Darmstädter Möbel-Einrichtungshaus £odwig 5tritzinger wurde bei der Spcrr- intb Darlehnskasse e. G. m. u. H. in Rodheim a. d. H. ein- getragen: Mthelm .Tonrad Nicklas ist aus dem Vorstande rrusge- schieden und seine BertretunAöbefugnis erloschen. An seiner Stelle ist Kwrl Zoll von Rodheim zum Vorstandsmitglied vrwühll worden. ift jeder Verfuch. die bewährten Marken PHLMIN (Pflanzenfett) und PHLMONH (Pflanzen-Butter- Margarine) durch unbekannte, billige Fette zu ersetzen. Palmin und Palmona werden leit vielen Jahren täglich in Millionen Haushaltungen verwendet; Oe find alfo erprobt und bewährt, sonst würden Oe nicht den ausgezeichneten Ruf genießen, den Oe von der fdnften bis zur einfachsten Küche beOtzen. Darin liegt eine Garantie, die bei unbekannten Marken nicht geboten wird. Ein Sprung ins Unqeruisse Hungen, 27. März 1911. Großherzoa'i'des Amtsgericht. Verkauf ans den Abbruch. Der Waschküchenbau in der hiesigen Pfarrhofreite soll Dienstag den 11. April, vormittags 11 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich meistbietend auf den Abbruch verkauft werden. Derselbe ist zweistöckig, hat 7 m Länge und 4 m Breite, war Eichenholzfachwerk und eignet sich gut für eine Werkstatt oder Holzschuppen. Steinbach, den 5. April 1911. D6/* Der eö. Kirchenvorstand: Koehler, Pfarrer. Nutzholz-Versteigerung. Es werden versteigert: Momaa den 10. Avril d. Js. aus den Distrikten Hölzchen, Asvenhaag, Pfingstweide, Langerberg und Eisenkaute der Forstwartei Weickartshain. Stämme: 2 Eichen 2. ÄL = 1,99 Fstm., 6 Eichen 3. Kl. = 6,40 Fstm., 43 Eichen 4. Kl. - 85,59 Finn., 51 Eichen 5. Kl. = 32,11 Fstm., 51 Eichen 6. Kl. = 20,70 Fstm., 4 Eschen 4. Kl. = 2,60 hitm., 2 Eicken 5. Kl. = 0,60 Fstm., 7 Buchen 3. Kl. = 7,68 Fstm., 2 Buchen 4. Kl. = L39 Fstm., 2 Kieiern 2. Kl. = L29 Fstm., 13 Kielern 3. Kl. --- 10,14 Fstm., 10 Kieiern 4. Kl. = 646 Fst»,., 12 Kiefern 5. Kl. = 4,99 Fstm., 1 Lärche 3. Kl. = 1,12 Fi m 1 Fichte 2. Kl. - 1,27 Fstm., 20 Fichien 3. Kl. -- 34,13 Finu. 31 Fichten 4. Kl. — 28,3.9 Film., 31 Fichten 5a SL •= 174)9 Fstm., 820 Fichten 5b Kl. 73,94 Fstm. Derbftangcn: 171 Fichten 1. Kl. — 20,27 Fstm., 28 Fichten 2. Kl. — 1,58 Fstm. Nutzknüvpcl: Eichen 8 Rm., Hainbuchen 2 Rm., Fichten 39 Rm Nutzreistg: Fichten 26 Rm. Das nicht zur Versteigerung kommende Holz ist entweder geschält oder sind dessen Nummern blau unterstrichen. Des flrohen Verkaufsauantums wegen kann nur ein Teil des Holzes vorgezeigt werden. Zusammenkunst vormittags 9 Uhr in Distrikt Hölzchen bei Nr. 1. Förster TröHer zu Weickartshain erteilt auf Verlangen nähere Auskunft. Laubach, 1. Avril 1911. Grofth. Obersörsteret Laubach. __AndrS._____________________P*/4 Bekanntmachung. Die Holzoersteigerung vom 4. L Mts. ist genehmigt. Ausgabe der Absubrscheine, Holzüberweisung und erster Fuhrtag: Dienstag, 11. L MtS. B7aT Gteften, den 6. Avril 1911. Grobherzogliche Obersörsteret Schiffenberg. Trautwein. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Walzarbeiten in der Ortsdurch- fabrt Steinbach wird diese Strafte bis auf weiteres für .Fuhrverkehr, der über die Straßen Gießen—Annerod —Albach—Llch oder Gießen—Hausen—Garbentcich—Lich zu leiten ift, gesperrt. Leichte Fuhrwerke können int Ort Steinbach um- 6eintet werden. Kießen, den 6. April 1911. Großherzogliches Nreisamt Gießen. 3. V.: Weicker. Lilllglls prelle Seifers weg 52 Tie iiMkli Vereine noci Mn - Kolosseum ’•* 9I?rtnpr tnprtpn 9?rrrhF)rtrfrhnff. fntnip pinpm fHfiT qiitFiliritm Männer Tnra-V^rein irai Wir weisen Qafe Leib -- ECclosseum iBäpütie 7 Damen 4 Herren Hanauer Hofbräu Münchener Thomasbräu Wollen Sie 02094 Feinste reine Sandalen Eberh. Metzger Nacht*. 2167 Geehrten Eltern Der Vorstand. D7/< In schöner Auswahl. kürzester Zeit. (2038 ff Es ist Ihr ff eigener Vorteil r nur Marke „HANSA“^ 'zu verlangen und alles andere rurückzaweisen. Gerüsfstricke wi Rollseile hält stets aus Lager und offeriert z. billigsten Preisen 1218> Ludwig Lazarus, Asterweg 53. 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Verschiedenes. ... .. ... unsere Mitglieder aus die Bestimmungen des Satzes 33 Abs. 3 unserer Satzungen und Satz 4 der Ordnung für die Turnratswahlen hin. v7/< wollen bei der Fnternatioualen Htzgiene-Ausstellung in Dresden die Wirksamkeit des Roien Kreuzes in den Kriegen 1864, 1866, 1870/71, neben der Tätigkeit bei den beiden Expeditionen nach China und Südwestafrika darstetten. Von diesen Feldzügen, namentlich von den ersten drei, sollen M!ier noin Silssstt-z, $|tnmniitii unü ^Ifcrinntn in ihrer Hilsstätigkcit, Szenen anö Lazaretten, in welchen Personal der freiwilligen Krankenpflege bcichastigt war, Aufnahmen von Vcrwuudcteu- Transportcn, ihre Erfrischung und Versorgung st auf Erfrischnngs- und VcrbaudttcUen u in möglichst großem Umfange vorgeführt werden, um dadurch einen annähernden Begriff von dem reichen Segen ah geben, den das Rote Kreuz in jenen ernsten Tagen gebracht hat. Wir richten au alle Behörden und Privatpersonen, welche derartige Bilder oder sonstige zur Verwirklichung des Ausstellungs- zweckes geeignete Gegenstände besitzen, die ergebenste Bitte um leihweise Ueberiassung derselben. Etwa entstehende Kosten werden ersetzt. Zusendungen bitten wir an den Unterzeichneten zu richten. Der Vorsitzende deö Zwciqvereins Gießen v. Noten Kreuz Landgerichtsrat Wiener. D7/« Flaschenbiere Lrigml-Mung der öoiliicröraumi Kos, Smu, führe. iSanze Flasche, bell oder dunkel 20 Pfg. Halbe Flaiche, bell oder dunkel 10 Pfg. — ■: Lieferung frei ins Haus — ■■■ ■- Th. Koschj Wckkorslr. 36-38, Itkpüon 645 Zur bevorstehenden Frühjahrs-Pflanzung u. -Aussaat empfiehlt beste Sorten Formobstbäume Beerenobststräucher aller Art und Erdbeerpflanzen ferner Hochstamm- Kletter- u. 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