Die heutige Nummer umfahr 14 Seiten. kriegerisch. Folgerung Arschad eb Larbar Berlin, 8. für Line wertvolle Koitümfammlung. vecsolglen einander Ten Abschluß des Versuche. Manöoertagct bilbettn iimtentelegraplH'Gie Ter NeichSkanjler. Lepl Tcr Reichskanzler begab 'ich wie Earn- worden sind, gar nicht zu reden! . Das Verhalten von Regierung und Volk in Deutschland müßte jenseits unserer Grenzen von allen unbefangenen Betrachtern als würdig und besonnen anerkannt werden. Regiment früher schon einmal, gegen Zahlung von etwa einer halben Million Mark, begnadig! halte, diesmal standrechtlich erschossen wurde, irr scheint nur einige unwescni- liche Angaben über Rußlands Haltung g macht Daraus wäre zu entnehmen, daß der russische Botschafter in Wien dem Schah Neutralität zugesagt habe und dessen Kanonen, als „M r n e r a l w a s s e r" verkleidet, die Zoll- grenzen passiert hätten. Demnach wäre Rußland für die neuesten Ereignisse zu einem Teil doch verantwortlich zu machen. Jedenfalls >vird man jcpt aber in Petersburg den Lchah Mohamed Ali, der sich unebcr aus dem Rückzug nach dem Kaspischen Meer befinden soll, in seiner Klemme licdcn lassen Leine Aussichten sind nach der Niederlage Lardar Arschads nämlich sehr gering. Ter Bruder Mohamed Alis, Lalar cd Tauleh, soll zwar, von Westen gegen Teheran vorrückcnd, bei Hamadan einen Wafsencrfolg gegen die aus- gcschickien Regierungstruppen gehabt haben, aber der Besieger Lardar Arschads, der Polizeichet Jesrun, wird ihm mit der Hauptmacht der Regicrungstrupven entgegenrücken. Und cs heißt schon, der Bruder Mohameds rocrie die Flinte ins Korn und suche zu retten was zu retten ist, indem er — sich um eine Gouvcrneursstelle bewerbe. Es jcheinl, baß der Mißerfolg des früheren Schahs dem Umstand znzu schreiben ist, daß er zu viel kostbare Zeit verlor. Anfänglich hieß es ja, die Machthaber in Teheran seien aufs höchste bestürzt und lopslos, und es wolle ihnen nicht gelingen, Truppen zum Widerstände cruszustellen. Tann standen ihnen aber die Bachtiaren zur Leite. £b das zerwühlte X'aiib nun endlich zur Ruhe kommen wird? Tazu wäre ihm vor allem zu wünschen, daß seine Torwächter, die Russen und die Engländer, nicht unter irgendeinem Vorwande hd) wieder cinmischen Cb bie’c ober gesonnen sind, zur Her stellung geordneter Zustände im Reiche der veriiudeu Regierung die nötige Zeil zu göiinen, inuß die Zulunti lem'n Gioeonda darstellendes Bild befand. Tic beiden, die bc< haupteten, das Bild sei eine Kopie der gestohlenen Gio- conda, gaben als ihr Reiseziel Eoimbra in Portugal an. Madrid, 8. Sept Zu der GiocondaAngelegenheit wird weiter mitgeteilt: Blättermcldungen zufolge sah ein Archäologe in Leon ein Automobil vor einer Herberge am Eingang der Stabt halten, dem zwei Ätänner, dem Aussehen nach Ausländer, entstiegen, unter bereit Gepäck ein Gegenstand von großem Umfange die Aufmerksamkeit des Archäologen erregte. Turch Ritzen, die die Umhüllung gelassen, glaubte er das Bildnis der Gioeonda zu erkennen. Ter Archäologe teilte seine Beobachtungen der Behörde mit. Die Staatsanwaltschaft ließ sofort die beiden Fremden verhaften und den verdächtigen Gegenstand beschlagnahmen, der tatsächlich ein Bild war, bas die Mona Lisa darstellte Tie Verhafteten erklärten, Barbusse und Letel- lier zu heißen, und versicherten, baß das Bild nur eine Kopie des im Louvre gestohlenen Gemäldes und ihr Eigentum sei; sie befänden sich auf dem Wege nach ihrem Wohnsitz in Eoimbra. Es handelt sich bei dieser Meldung vorläufig nur um ein e^ hasteten aurbewahrl worden waren. Mau bringt den Tieb- stall der Ltaiuetlen m Zusammenhang mit dem R aub M o n a 2 i s a und g i a .i b i einer in r nalen Ticoesbande in Paris aui die Lpur gelommcit zu jein. Die Ausnahme der deutschen Antwort in Paris. Paris, 8 Lepl Ministerpräsident Ecnllaui hat heitic vormittag die Minister des Acußern, des stncg. und der Finanzen empfangen. Ta die Bemerkungen, welche >?crr v >n her len Wächter gestern Herrn Eambon machte, unver : liglith in einer endgültigen Fassung vorgelegt tuerben । oll en, oer rocigc it b o M i n i st e'. i u m h e x Acußern auch b i e ge ring st e And c u i u u g u d c r ihre Tragweite und Bedeutung und über die Aut nähme, die ihnen die französische Regierung bereiten wird. Immerhin besteht her Eindruck, daß ziemlich bei i a di t * [idic Unterschiede zwifchen den beiderseits gen Standpunkten vorliegen Eine Aeufserung des französischen MmifterS bre Auewärligen. Paris, x. Lepl lieber die deutsch französischen t^i hanblungen gab bei '"a.aftcr des ricußi rn b e r e I u ec nach dem gestrigen Ministerral einem Mitarbeiter des „Watin" gegenüber folgende Ertlarting ab: Man muß sich gegenwärtig ebenso sehr vor einem lächelnden Optimismus w i e vor einem übertriebenen Pessimismus hüten Mein Eindruck ist ■ e> ist nur ein Eindruck —, daß die in Berlin angeknupsten Besprechungen noch lange bauern werben. (febril(flc Etimmuag in der frünzöfischkn KkfchöftSwktt. Paris, b Lept. Ter M angel an Nachrichten über bie Marokko Aiigelegenheit und bic Befürchtung, daß bie Ungewißheit über bie Loiung bieser Frage lange an haften werde, nbt einen lähmende n emflufj auf die Geschäftstätigkeit an). Im Zusammenhang damit schrill Die Lpctulalion zu Realisationen Tie Ten denz war insolgedescssen schwach. Tic ungünstigen Nach richten über Die Haltung der Berliner und Londoner Börse trugen zur Verstimmung bei. Auch der Rückgang der Tc- becr-3 drückte Tas Geschäft wurde ,m Verlause schleppend bei hochgradiger Lustlosigkeit. Besprechungen mit den lkango Gesellschaften. Nach einer anscheinend offiziösen Mitteilung hatte der Minister des Acußern de Lelves in den letzten Tagen Besprechungen mit den Präsidenten oer verschiedenen Kola niak Gesellschaften von Französisch-Kvngo. Tie französischen Flottenmanöver. Toulon, S. Levi Tie gestrigen Flottenmanöver verliefen ohm 3'viiä ie bei der gegenmärtigen Spannung fest bleibt, sondern daß sie deutschem Wort und Willen in der Zukunft neuen Nachdruck und Glauben verschafft. Und schon heute dürien wir aus dem schwebenden Streit die oberste ? ziebcu daß der beste Lchutz gegen Krieg eine starke Rüstung ist. als Herr ■ teinungsverschiedenheiten beständen 1 uigst en s nickst jo aufgeregt und ■ dps letzte Pariser Prcssegcschrei, | boii seine Instruktionen bekam und inan von einem 1 .,jetten Won Frankreichs", einem Ultimatum an Teutfdi- 1 ianb, sprach Auf die deutschcii Verbandlungsführer Hal M dieses Geschrei offenbar gar keinen Eindruck gemacht - sie I aben Frankreichs Vorschläge nicht als genügenD angesehen I mb deutsche Gegenvorschläge überreicht Am Tonnervtag ■ ibcttb, in einer einftünbigen Unterredung, ist dieser beuIjdit | Ztandpunll dem sranzösischen Botsckiafter von Herrn von ■ tiderlcn-Wachter mitgeteilt worden. Aber eine unruhige | Stimmung hat sich in weiten Bolkskrcisen bemerkbar gv ■ macht, trotzdem die spärlichen deutschcii amtlichen Tar« ■ legungcn so beruhigend wie möglich lauteten. An der ge« I ipannten Lage trägt Frankreich die Hauptschuld. Nicht nur, 1 doß die französische Presse ihr Mögliche^ ßetan hat, die I ocidcrscitige Stimmung zu verbittern, audi die französischen | Minister und sogar Präsident Falliöro haben bnrd) bircHe I Hinweise auf die Waffen bic Lage erheblich verschärft. Bon Tcuifd)lanb aber ist noch nichts verlautet, was einer kriege« b rischen Kunbgcbung gicidihimc; benn bic Aufbäumung einiger allbcutscher Blatter ist von der Wilhelmstraße aus 8 jegar schars getadelt worden Wlfo fühlt man sich im 'N ach- bar reiche ziemlich sicher, tvährend es bei uns in Teutsch- .4 icnb vereinzelt zu Anstürmen auf bic Lparkasscn kommen I 'i nnte. Weit übertrieben aber ist es, wenn „Temps" unb !> LucaS war von Jugend aui cm eitriger «ammlcr uns rann als ein hervorragender Kenner der Trachtenkunde gelten. Er I ielbft bat in einem Gespräch mit einem Londoner 3ournali|ttn in kurzen Worten die wertvollen Lehren crwahnl. Die bint <-amu> .ung alter Kostüme der Gegenwart erteilt, regt nd) Dod> beim Anblick dieser iarbcnrcidxii schonen alten Gewänder io _ctroü3 ivie eine Sehnsucht nach icncit verklungenen Zeiten, Da her 6arbe, . ba Hunft uiid dem Gcschmacke des Einzclnen em unglncb größerer Spielraum in der Behandlung der Kleihiing orten itanD. cks 1 gcroümt fast Den Anschein, als ob die früheren ^ahrhunbertc her Fracht des Mcnscbcn eine ungleich größere Bedeutung bnlcgten, I als die alles uniformicrcndc Gegenwart, in der der Deine Kommis I iid) kleiden kann rote em verzog und in der alle rem merlidien j malerischen Reize der Stanhec-unterschieDe sich immer meyr ver- | wischen. „Tie lange Hose," so äußerte sich der bewahrte cnglüche | -Naler, „war bas Ende der Kunst in der Männerkleidung, war der i -Jlnfang der modernen Tracht, hie heute zur Uniform gew.'rbcn - ist. Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren Die BemtleiDer V nicht gar so häßlich als heute, rdimuegtcn sich enger an Die Korper> fonnen Aber heute verbergen wir Männer vom Knie ca alle ! Erinnerungen an hie natürlichen Formen, was vom knn'tleriichcn Standpunkt nicht genug zu bedauern ist." Diese eintönige Glcw •ürmigfeit hat die Phantasie gelälMt, den Ehrgeiz cingeiä'larcit irb bic feinen psuchologischen Fäden, bic den Meirichen mit ß einer Kleidung verbinden, gelockert und verwirrt, -tenn. Der .„gUsche .itünftlcr glaubt feit an den Einfluß der Kleidung aut das «Wesen und ^Luitreieit des Menschen, die praditigen )d)önen Koitmne .'■ei 17 und 18 Jahrhunderts haben ihren engen Zusammenhang nut her Kunst, die Bekleidung zu tragen: mit icner Grazie und Xnmut des Auftretens unD des Benehmens, die jenen Kindern Taß bie große Mehrheit bes bcutfchen Volkes im Ernstfall geschlossen hinter Der Regierung steht, das haben hocfcbebcut amc kunbgebungen bewiesen. Darunter auch eine erst vor wenig Tagen veröffentlichte Erklärung der parteiarntlidien „Konfervativen korrefponbenz" Ieberrnann münidit Festigkeit von bet Regierung, aber niemanb brängt fie Beim Ernst ber Lage vermcibct mau fast einhellig alle beunrul igcnben Festitellungen Ter Teutschc i(L bas hat ich roicbcr einmal zu seinem Stolz gezeigt, viel idfmgcr ein Frcunb vieler unnutzer Worte als vielmehr befouncnen Hanbelns Beim Gallier ist es umgekehrt Mit deutfchei Fiirdu ober Fricbeusliebc um ieben Preis kann, ba.> hat jidi ui beu letzten Tagen gezeigt, nicht gerechnet werben. Wir iviinschcn aber von uniercr Regierung nicht nur, baß politische WocbcnfcbciM. Gieße». 9. Sept Ter sranzösifche Minister bes Auswärtigen soll nach Empsang der neuesten Meldungen ans Teutschland die leußcrung getan haben, er habe Den Eindruck, die deutsch 'kanzösischeii Bcrbanblungen fönnten noch sehr lange dauern. Und eine gelinge Havas-Meldung klagt bedrück- Eine Tragödie aus Persien: Tauleh, ein tapferer Soldat, der ein Heer des früheren Schal’* Mohamed Ali von Süden her gegen Teheran führte, ist geschlaaen worden Er hat seine Treue für Mohamcd Al>, Dem er schon im Jahre 1X^9, als die Revolution ausbrach, wichtige Dienste leistete, mit dem Tode besiegelt Dreifach soll seine llcbennau i über die Regicrungstrupven gJuvfcn jein; doppelt tragisch ist Harum sein Tod Bon seinen rin- häiigcru verlassen, sott er lieh genbiig: gesehen haben, mit einigen Freunden in einem Tclegraphenamt ZuflnckN zu suchen, wo man ihn. Der nur leicht verwundet worden war, gefangen nahm. Ter Vertreter der „Times" in Teheran meldet, feiner Erschießung fei ein Verhör vorauSgegangcn, und da Sarbar Ai schab ein sehr g.-bilocter^Manu gewesen fei, seien bic Vcrhanblungen auf bcibcn Seiten mit aus- gezeichneter .Höflichkeit gcniljn worben Tic Perser sind überhaupt im allgemeinen sehr höfliche Leute. Tas hinderte aber nidu, daß Sarbar rirsckmb, ben bas ronfritutioiicllc bic Notwcndigkeii, feine Glieder uets in her Genmlt zu haben und nicht nur zweckmäßig, sondern auch anmutig zu hanDhal cn Tie Kleidung, die ehedem ein Stjmbol unb ein Spiegel bei Penon. Uchkeit war, ist beute im allgemeinen nur noch eine Notwcnhiaten, und Damit ist aud> hie Liebe geschwuiwen, mit Der umcrc Bor Väter alle Einzelheiten ihrer äußeren Erfcheinung beurteilten und behandelten." Tic -Sammlung Lueas zeigt j. B id»ube ans dem 10. ^alir Hunden, bie mit echten Penen und Juwelen geschmückt sinD und neben denen unsere moderne Fußbellewung ut ihrer iroefenen Nüpttchkeit armselig anmmet. Ta sehen ivir golbgeirir’ie man Der mit tunstvoU ein gestochten.« Cmamentcn aus chlcn Steinen, Meisterwerke Der Wedetunst, Die l>cuic kaum mehr gc fd'd'icn werden, weil Das Behürims für iic entichwanh Inter- ciiaiu aber fit vor allem die Lehre, wie die ichonen Frauen Des Mittelallers und ber Renaiiiaiue Die schwierige Toilcttcnirag: lösten. In der Sammlung iichl man gold und 'ilberg.w,ri:.' Rooen, bic cm ganzes Vermögen gekostet haben und Die Den Gedanken nahe legen. Daß Die Vorlämcrinnen unserer MokDemcn noch mehr zu Ertravagauzeu neigten, als bi: Töchler ber Gegenwart riber m 59irilid)lcit lagen die «erbäliinüc aitDcrs. Die wohlhabende Frau bc:- 16. oder 17. Jahrhunderts, Die für ein Gewand bOOO oder 10000 Mark darbrachte, behielt hitics Stab auch Jahrzehnte lang im Gebrauch, b,e Mod. cnirocrtctc nicht ton Vicrtcliabr -u Biencttabr, was Drei Monate vorher eis schon galt, und io sehen wir auch, wie jene huibaren TamenllriDtr her Vergangenheit von bet sorgsamen Heiwcnn immer wieD.r ausgebenert werden: einige Stücke Der Sammlung zeigen seist- k'.ch, wie fleißig und lange eine schöne Frau Der ölten ;-feu ihr Prünkgcwand im Gebrauch behielt, "t hock' ber Stoff an den riemieln ganz dünn und nahezu durchgeicheuert. die einen interessanten llcberbiid über bic Entwicklung Des Trachten- I ivesenS vom frühesten Mittelalter bis^ zur Gegenwart gewahrt unb eine Reibe seltener, einzigartiger Stucke eiUhalt, nt in Die,en , Tagen aus bent Bcsiyc des bdaiintcn Malers Lucas m bic >| ijänDc des neuen Londoner Museums übergegangen, das im ; kcnsington - Palast jein Heim ausgecklagcn bat. imr von Juaend aui ein cifngcr animier und kann nr. 212 Erstes Blatt m. Fahrgang Samstag, 9. September J9U fj« •lUtiirt lijeloet monatlict)76 i Gießener Anzeiger -ÄAW! General-Anzeiger für Gberhejjen SsM nnnaifeie »oe anjfige« Rotationsbnid »nd Verlag ber Brühl’fchcn Univ.-Vuch' und Steinöruderel R. Tange. Redaktion, Erpedition und Dmderd: Zchulstraße 7. : r-k . S ^mMtÄ's"nh7 Bübingen: Fernsprecher Nr. 50 cheschaftrftelle Bahnhosstraße 16». __________ Uije.aeme.'.: b "eck (bcrt6" aus bie „gebrochene sinanzielle Wiberstanbssahig (nt Tcutfdilanbs" hinroeiicn. Mögen auch an Der Berliner tvrfe einige Treibereien stattgefunoen haben, — sie waren D,n skrupellosen Händen eingcfädelt worden, dürfen aber 'rin cs weg s als Beweise von rieugftlid)lcit und*Leistung:'- Unfähigkeit ausgelegt werden Wenn heute die öeutidjc Lgicrung etwas nur entfernt einer Trohung ähnliches dxroffentltchen würde — wir möchten bic Panik scheu, die jüh bann ber französischen Gelbmarktc bemachligen würde! Hat doch, n ad> den letzten Meldungen, heute schon bie Ungewißheit über bic Lage läbmenb Lerabc das französische Wirt,d)aftslebcn gewirkt. Die Zchiffskanonen Englands, Frankreichs und Deutschlands. Die Deutsche Volkswirtsch. Kvrresp. schreibt: Bei den heutigen politischen Verhältnissen konnte ei nicht ausbleibcn, daß die Presse fast der ganzen Wel Vergleiche zwischen der englischen, französischen und deut schen .Kriegsflotte anstellte. Die Vergleiche basierten teil-, auf der Anzahl der Schiffe, teils auf deren Tonnengehalt Die Bestückung der Kriegsschiffe mit den verschiede neu G e s ch ü tz kl a ss en wurde meistens bei den Ver gleichen nur subsidiär herangezogen. Wir finden die Ge schütze, die entscheidende Waffe in der Seeschlacht, alt tertium comparationis für so lehrreich, zweckmäßig unt die Situation so trefflich beleuchtend, daß wir sie hier einmal ganz allein in den Vordergrund schieben bezw. allein vergleichen möchten. Wenn wir die Geschütze aller fertigen Linienschiffe, Küstenpanzer, Panzerkreuzer sowie geschützten Kreuzer (über 2000 To.), die 1892 und später vom Stapel gelaufen sind, zum Vergleich heranziehen, so erhalten wir folgende- Bild: Stückzahl der Schiffsgeschütze in em-Kaliber England Frankreich Deutschland 30,5 284 74 0 28 bezw. 27,4 0 12 102 25,4 bezw. 15 1251 418 601 13,8 bezw. 7,5 1624 389 946 Daß England Mer zweihundertvierundachtzig Geschützt von 30,5 Zentimeter verfügt, zeigt seine ungeheure lieber legenheit nicht nur uns, sondern auch Frankreich gegen Mer. Immerhin würden unsere 102 Kanonen von 28 Zenti meter Kaliber den Engländern, die von dieser Kaliberaröß keine besitzen, recht zu schaffen machen. — Frankreich ha 74 Geschütze von 30,5 Zentimeter Rohrdurchmesser, to i . keine. Diese zunächst etwas peinlich berührende Fest stellung wird dadurch gemildert, daß erstens die offiziell allerdings noch nicht eingereihten, aber doch fix und fertis und kampfbereit auf dem Wasser schwimmenden drei Linien schiffe, „Thüringen", „Ostfriesland" und „Helgoland", zu sammen auch 36 dieser 30,5 Zentimeter-Geschütze aufweisen und daß zweitens Frankreich unseren bereits genannter 102 Schiffskanonen von 28 Zentimeter nur 12 von 27, Zentimeter Kaliber cntgegenzustellen hat. Was die Schiffskanonen von 25,4 bis 15 Zentimeter Kaliber anbetrifft, so haben wir den 1251 englischen 601 also fast die Hälfte, entgegenzustellen, während Frankreick davon nur 418 aufzuweisen hat. Gegenüber den 1624 englischen Schiffskänonen vor 13,8 bis 7,5 Zentimeter können wir sogar mit 946 gleich artigen Geschützen aufwarten. Frankreich begnügt sic! hierbei sogar mit 369. Das will also heißen, daß uns England inbezug aus die ganz schweren Geschütze (30,5 bis 27,4 Zentimeter) gan außerordentlich überlegen ist, aber doch nicht so, daß, nich. auch unsere schwersten Schiffskanonen den englischen schoi recht sehr zu schaffen machen würden. Den englischen mitt leren Geschützen (25,4 bis 15 Zentimeter) vermögen wi. fast die Hälfte, den englischen leichteren Schiffsgeschützen (13,8 bis 7,5 Zentimeter) weit über die Hälfte entgegen^ zustellen. Frankreich sind wir in bezug auf alle drei Größen der Schiffskanonen recht beträchtlich Merlegen. Alles in allem genommen gewinnt unsere Diiegs- flotte beim Vergleich der Schiffskanonen gegenüber einem Vergleich nach dem Tonnengehalt. Da aber der eherne Mund der Kanonen zumeist die Entscheidung in der Seeschlacht bringt, haben wir auch gar keinen Grund gegenüber den französischen Fanfaronaoen kleinmütig zu werden. gerichtet, um den Gegner zu täuschen. Etwa 1 Klm. hinter der Artillerie lagen die Haubitzen der Brandenburger, fast unsichtbar verschanzt. Die ganze Ausstellungslinie war zwei Kilometer lang .mb erstreckte sich von Endlichhofen bis, gegen Oelsberg und Ruppertshofen. Der Gegner hatte in Hahnstätten, Berg hausen, Katzen- pllenbogen und Umgebung im Quartier gelegen und ruckte von Holzhausen gegen Miehlen und Nastätten, um sich im Mühlbachtal ;um Angriff zu entfalten. In losen Schützenlinien kam er von Den Höhen herunter. Vom Mühltal aus suchte er lange ver zeblich mit den roten Vorstellungen Fühlung zu bekommen, .bann »lieb alles ruhig bis zur einbrechenden Dunkelheit. Da wurde das Schlachtfeld lebendig. Tie Scheinwerfer der 116er traten in Tätigkeit und suchten das Gelände ab. Es erfolgte ein heftiges Gefecht. Der erste Sturmangriff wurde abgeschlagen, und der Feind verschanzte sich nun selber. Der nächste Morgen zeigte ein leeres Feld. Beide Gegner verstärkten ihre Stellung. Kaum ein Soldat war zu sehen. Bei Einbruch der Dunkelheit ginge* wieder los, diesmal noch heftiger. Nachts um 12 Uhr hatte der Angreifer alle Hindernisse beseitigt, das Feld ist frei. Bei Tagesgrauen steigerte sich die Heftigkeit des Gefechtes. Ununterbrochen arbeiten Geschütze und Maschinengewehre. Um V2D Uhr rhebt sich der Gegner zum Sturm, mit Hurra stürmt er bic Höhe, bringt in die Schützengräben der 116er und durchbricht seine Stellung. Da ertönt das Signal „Das ganze Halt!" Dann erfolgt der Offiziersruf zur Kritik. Die Soldaten rücken ab zum Lincbnen der Schützengräben und zum Beseitigen der Verhaue Nach Mündiger Arbeit ist um 9 Uhr alles wieder verebnet. Dann wurde in die Quartiere abgerückt. ** Die Herb st Übungen der Großherzoglich Hessischen (2 5.) D i v i f i 0 n. Nachdem am 8 September mit den Kämpfen um die befestigte Feldstellung bei Miehlen »tc Brigade-Manöver der 49. Infanterie Br g de (1. Großh. Hessische) ihr Ende erreicht hatten, trat die Br gäbe und die ihr zugeteilte Kavallerie, Artillerie und Pioniere am ). September ihren Marsch ost- und südostwärts nach dem Tal der Aar an, um am 11. September den von Wiesbaden jer nach der Linie Bleidenstadt-Breithardt vorrückenden Gegner, die 50. Infanterie-Brigade (2. Großh. Hessische) lnd die ihr zugeteilten anderen Waffen zu erwarten. Die -0. Infanterie-Brigade hatte ihre Brigademanöver vom i. bis 9. September Mgehalten. Sie begannen bei Darm- tadt, zogen sich über Groß-Gerau nach dem Main hin und mb et en auf dem rechten Mainufer auf dem Plateau bei Nordenstadt. Am 11. September nun beginnen unter Lei- ung des Generalleutnants und Divisionskommandeurs von fZluskow die Divisionsmanöver bei Langenschwalbach, Die Division manövriert in zwei Parteien gegeneinander. Mit dem Wachsen der Größe der Verbände vermehren sich euch die Anstrengungen der Truppen. Die Truppen der 19. und 50. Jnfanteriebrigade, sowie die der Division an- ;ehörenden Kavallerie- und Artillerie-Regimenter und ihr ^geteilten Pioniere, deren Gesundheitszustand ausgezeichnet ist, haben seither in den Kreisen Limburg, Unterlahn, Wies- baden-Staot, Wiesbaden-Land und Groß-Gerau gute Quar- iere bezogen. Entbehrungen bei den Hebungen der letzten Wochen sind an die Truppen demnach nicht herangetreten, aber erhebliche Anstrengungen. Die Verpflegung der Truppen wird jetzt bei Beginn der Divisionsmanöver nicht mehr Durch die Quartiergebcin sondern durch die Militärverwal- ung erfolgen und sind zu diesem Behufe große Proviant- Manöver-Aemter bei Miehlen, Zollhaus, Holzhausen und Michelbach errichtet worden, sowie eine Feldbäckerei bei Miehlen. Deutsches Reich. Der Prinzregent von Bayern hat das aus Gesundheitsrücksichten eingereichte Rücktrittsgesuch des Er st en Präsiden- tenderKammerderReichsräte,FürstenzuLöwen- ftein-Wertheim-Freudenberg unter Verleihung seines Reliefbildes in Bronze genehmigt und zum Ersten Präsidenten der Kammer der Reichsräte den Grafen Fugger von Klött er na nn t. Anstelle des verstorbenen Mitgliedes des wirtschaftlichen Ausschusses, Herrn Reinhart-Worms, wurde Herr LouisFeistmann, in Firma L. Feistmann und Söhne, Lederfabrik in Offenbach a. M., zum Mitglied des wirtschaftlichen Ausschusses ernannt. Ter deutsche Botschafter übermittelte dem amerikanischen Schatzamt Uhren und Geldgeschenke für die Mannschaften ber Rettungsstation Grebehill, welche die Besatzung eines Dampfers der Hamburg-Amerikcv-Linie gerettet hatten. Ausland. „Bohemia" zufolge ist der böhmische Landtag auf den 20. September eiuberusen worden. Nach dem in der r u s s i s ch e n D u m a eingebrachten Reichs- kredithaushalt wird bic Staatsschuld am 1. Januar 1912, um 71 Millionen Rubel reduziert, 8942 Millionen Rubel betragen. Für das Jahr 1912 sind in diesem Haushalt die Gesamtausgaben auf 504 Millionen veranschlagt, davon 375i/2 Million Zinszahlungen unb 27V« Million zur Tilgung der Staatsschuld. Anleihen sind nicht vorgesehen, im Gegenteil sind 100 Millionen zur Tilgung von Reichsschatzscheinen in Aussicht genommen. Die Einnahmen an inbirekten Steuern unb Wem- monopol werben auf 106112 Millionen veranschlagt, bas sind 15y2 Millionen mehr gegenüber bem Vorjahr. Davon entfallen i743 Millionen auf das Weinmonopol. Wie die Petersburger Delegrapben-Agentur meldet, wurde die Schlacht, in der die persischen Re g i er u n g s t r uv- pen am 6. September Sardar Arsckard schlugen, durch die Tätigkeit der unter Leitung des deutschen Instrukteurs Haase stehenden Maschinengewehre entschieden. Reuter meldet aus Sck>anghai: Die Unruhen in Tschang- zeh auf Korea infolge der Hungersnot dehnen sich immer weiter aus. Eine amerikanische Baptistenkapelle aus Kwisan wurde von einer Bande von Plünderern zerstört. Das Volk ist verzweifelt, da es den Hungertod vor Augen sieht. Die Lage des Landes ist trostlos, der größte Teil steht unter Wasser. Heev und Flotte. Wilhelmshaven, 8. Sept. Der österreichische Marinekommandant Montecuceoli ist heute abend hier eingetroffen. herbftübungen. ** Unsere 116er im lustigen Kampfe. Heiße Tage liegen hinter den Truppen der 49. Brigade, die bei Miehlen übt. Rot bildeten die 116er, zwei Kompagnien Pioniere, die Maschinengewehrkompagnie 118, eine Abteilung der 61er Artillerie, die Leibschwadron der 23er Dragoner, ein Scheinwerfer- zug und zwei Batterien der Fußartillerie Nr. 3. Den Oberbefehl führte Oberst v. Trotha. Blau bestand aus 115er, 168er, 2. Abteilung 61er Artillerie, einer Schwadron Dragoner unb aus Pionieren. Am Montag mittag 12 Uhr begann der Schanzenbau unb endete Dienstag abenb. Vor den Stellungen befanben sich Drahtverhaue, Minen und Astverhaue. Die Geschütze waren tief eingegraben. Auf einer seitlichen Anhöhe hatten die Kanoniere Schemgefchütze aus Holz mit Masken von Scherenfernrohren herAus Stafct und Land. G legen, 9. September 1911. ” Tageskalender. Kinematograph: Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorstellung. * •* Ordensverleihungen. Anläßlich des UebertrittS in den Ruhestand wurde verliehen das Kreuz des Preußischen Allgemeinen Ehrenzeichens: den Lokomotivführern Sch mehl in Gießen und Inger in Limburg a. d. L.; das Preuß. Allgemeine Ehrenzeichen dem Bahnarbeiter Schneider, gen. Stehl, in Allendorf a. d. L., dein Bahnwärter Günther in Dutenhofen, dem Bahnarbeiter Dre dert in Elm, dem Eisen- bahn-Lademeisler Schwartze in Gelnhausen, dem Magazin- Aufseher Ludwig in Limburg und dem Werkführer Strempel in Bockenheim bei Frankfurt. ** Ordensangelegencheit. Der Großherzo§ hat nachstehenden Personen die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihnen von dem König von Preußen verliehenen Ordensauszeichnungen erteilt: dem Hofmarschall Freiherrn v. Ungern-Sternberg des Roten Adler- Ordens 2. Klasse, dem diensttuenden Kammerherrn Freiherrn v. Leonhardi des Kronen-Ordens 2. Klasse, dem Ober- garteninspektor Dittmann des Kronen Ordens 4. Klasse, bem Hofkoch Pieper der Roten Adler-Ntodaille. ** Pfarrpersonalien. Der Großherzog hat dem Pfarrer Ludw. Hein zu Dreieichenhäin die evang. Pfarr- ftelle zu Reinheim überrtagen. ** Landtagswahl. Der heutigen Stadtauflage des „Gieß. Anz." ist die Liste der in der Stadt Gießen wohnenden Wahlberechtigten für die diesjährige Landtagswahl beigelegt. •• Eine Sitzung des Provinzial-AuSschusseS findet Samstag, den 16. September, vormittags 8/49 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Klage des Ortsarmen, verbandes Weilburg gegen den Ortsarmenoerband Butzbach wegen Unterstützung des Karl Wambold. 2. Gesuch des Karl Reichmann von Ober-Ofleiden um Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft in Rieder-Ofleiden. 3. Klage des Ortsarmenvecbandes Gießen gegen den Ortsarmenverband Frischb orn wegen Ersatz von Pflegekosten für Marie Dechert. 4. Klage des Ortsarmenverbandes Hanau gegen die Orts- krankenkasse Assen heim und Unigegend wegen Ersatz von Pflegekosten für W. Nabeneck. 5. Faselhaltung in der Gemeinde Ulfa. •• Marokkovortrag. Der Kaufmännische und der Ortsgewerbeverein haben in den letzten Tagen ihr BortragSprogramm für den kommenden Wmter festgeüellt. Die Vortragsreihe wird in den ersten Tagen detz Oktober eingeleitet durch einen Lichtbildervortrag be§ Dr. jur. et phil. Hugo Grothe-Leipzig über .Marokko und seine Be- deutung für nn9fl. **Der allg. deutscheAutomvbilklub Gießen hält heute abenb eine öffentliche Versammlung im Hotel Schütz ab, womit Besprechung über ben bei Marburg statt- gefunbenen Automobilunfall verbunden sein soll. Kreis Alsfeld. — Alsfeld, 7. Sept. Gellern nachmittag gegen 6 Uhr brach in den hinteren Räumen des Gasthauses .Zur scharfen Ecke" an zwei Stellen zu gleicher Zeit Feuer aus. Es brannte in einem Holzstall und in einer unmittel, bar daran grenzenden Schreinerwerkstätte. Glücklicherweise wurde das Feuer rechtzeitig von Nachbarn bemerkt und ge- löscht. Tie Eigenartigkeit des Vorfalles läßt von sich reben, die Ursache ist bis jetzt noch nicht bekannt. Kreis Lauterbach. ~ Lauterbach, 8. Sept. Tas ben Freiherren Riedesel gehörende bckannü Gasthaus „Saalbau zum Johannesberg' hier, dessen Pächter Konrad Schlvarz nach 28jährigcr Pachizeii den Vertrag wegen zu hoher Miete gekündigt batte, wurde br dem heutigen Verpachtungstermin dem seitherigen Pachten Schwarz zu dem alten Pachtpreise von 2100 Mark miede 1 überlassen. Es hatten sich 5 2 Bewerber gemeldet. i. Lanzen Hain, 8. Sept. Einen interessanten Altertums, iurtb machte ein hiesiger Landwirt auf einer am „Ettersberg gelegenen Wiese. Schon längst war ihm ein eigentümlich gc formtet, aus der Erde herausragender Sandstein ausgefallen Zur Befriedigung seiner Neugier grub er ihn ganz heraus, könnt- aber aus seinem sichelförmigen, innen flach,und glatt geschliffener Aussehen nicht klug werden. Ter Ortsgeistliche, dem der Manr von seinem Funde erzählte, ließ sich den Stein zeigen und er kannte darin einen der bekannten ältesten Mahlsteine, mi? sie bis in die Urzeit menschlicher Kultur hinaufreichen. Leider hatten rohe Hände fcn achtlos auf dem Felde liegen gelassenen stein inzwischen zertrümmert. Zum Glück aber fanden sich noch alle Trümmerstücke vor, so daß man die ursprüngliche x 'estalt wieder leickst rekonstruieren konnte. Die Handmühle befand sich in der Gegend, wo nach archivalischen Nachforschungen des Ortsgeistlichen früher ein Torf, Ellrichs genannt, gelegen hat. Auch Grabhügel sollen in der Nähe sein. Jedenfalls dürfte eine weitere Nachforschung an diesem Orte.von geschichtlichem Jmer- esse sein. Kreis Schotten. st. Schotten, 8. Sept. Die Stadtverwaltung hat die infolge des Ausfalles des Prämierungsmarktes verschobene Verlosung von Vieh und Vanbtoirtfebaf tlidun Gebrauchsgegenständen bis jetzt noch nicht abgehalten. Sie wird mit dem am 18. Oktober stattfindenben Herbstmarkt verbunden. Ob statt der lebenden Gewinne Geldpreise verlost werben, kann jetzt noch nicht gesagt werden, da noch keine Entscheidung darüber getroffen ist, ob der Viehmarkt gehalten werden kann ober nicht. Kreis Friedberg. L. Bad-Rau heim, 7. Sept. Das am Montag abend im hiesigen Konzerttzause abgehaltene Konzert zum Beilen der W 0 h l f a h r t s a n st a l t e n für die Musiker Deutschlands erfreute sich auch eines schönen klingenden Erfolges. Der Ertrag des Konzertes waren 3 6 6 2 M k. An Unkosten gingen ab 1262 Rtk., so daß ein Reinertrag von 2400 Mk. blieb. Der deutsche Orchesterbund erhielt 2000 Mk. und die Unter, slützungskasse des Wmtecstein-Orchestets 400 Mk. = Bad-Rauheim, 8. Sept. BiS zum 7. September sind 3 2 056 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 5038 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 7. September 415005 abgegeben. -m. Groß-Karben, 8. Sept. Gestern nachmittag gegen V34 Uhr ereignete sich in dem Hanse des Drogen- und Spezereihändlers Taschner hier, der eben mit dem Umzug von Bergen hierher beschäftigt war, eine heftige Explosion. Herr Taschner hatte ein etwa 3 Zentner schweres eisernes Petroleumfaß erhalten, bas er in den Hof bringen ließ. Als sich später herausstellte, baß bas Faß. undicht war, beauftragte er einen Klempner, es zu löten. Kaum hatte dieser die Lötlampe angesetzt, so erfolgte schon mit bonnerähnlichem Knall bie Explosion. Der Inhalt hatte sich entzündet und ben Mann, sowie alle Türen und Hvlz- bekleibung in Brand gesetzt. Der Unglückliche sprang brennenden Kleibern vom Hof auf die Straße, wo ihm Hilfe zuteil wurde. Dr. Walbek legte bem Verunglückten Notverbände an unb sorgte für seine Verbringung nach bem städtischen Krankenhaus Frankfurt. Weiter verbrannten 70 Hühner, bie in ber Nähe eingesperrt waren. Der M- terialschaben beträgt einige, hunbert Mark. Der Verunglückte ist Vater von fünf Kindern. Man nimmt an, baß Taschner bas Faß erst leer pumpen wollte, während bec Klempner in bem Glauben, baß es leer sei, die Reparatur begann. Trotz der schweren Brandwunden hoffen bie Aerzte ihn am Leben zu erhalten. Starkenburg und Nheinhessen. d. Mainz, 8. Sept. Im Auftrage der sozialdemokratischen Fraktion brachte Sladtv. B. Adelung bei be: Bürgermeisterei folgende Anfrage ein: Ist Großh. Bürger- meifterei bereit, das Vorgehen der Städteverwaltungen jt unterstützen, die im Hinblick auf bie enorme Lebens- mittelteuerung von den Regierungen geeignete Hilfs« Maßnahmen verlangen, wie Oeffnung der Grenzen für Vieh- und Fleischeinfuhr und Beseitigung oder Ermäßigun; der Zölle auf Lebens- und Futtermittel? Ist Größt. Bürgermeisterei ferner bereit, geeignete Vorkehrungen innerhalb des Bereiches der städtischen Verwaltung zu treffen, de geeignet sind, die durch die Teuerung entstandene Not z« lindern? Hessen-Nassau. fc. Frankfurt a. M., 8. Sept. Der Fuhrmann mö Gelegenheitsarbeiter Peter Maul, 40 Jahre alt, ans Lauterbach gebürtig, der auf bem Schönhof in Böcker- I heim beschäftigt gewesen ist, wurde aus einer Bank in ba Zeppelin-Allee mit einem Schuß in der linken Schläfe tot 8 aufgefunben. Die Waffe, ein kleinkalibriger Revolver, log Z neben bem Toten. Die Ermittelungen lassen es zwei el- haft erscheinen, baß Selbstmord vorliegt. Maul, bti ein fleißiger Arbeiter war, hatte im Mai 300 Mk. geertt; und bei 'ber Sparkasse angelegt. Seit bem 3. September stellenlos, hob er am 4. September von ber Sparkasse 100 Mk. ab. Maul lebte in ben Tagen bis zu feinem Tod« flott. Unter der Bank, auf ber bie Leiche gefunben wurde, lag ein Frauenhaarkamm. Die Behörde steht auf bem Stan^ punkt, daß fein Grund dafür spräche, daß Maul Selbstmold begangen. j wandern und Reisen, väder und Sommtririjchei cf. V. H. - C. Am Sonntag feierte unser .heimischer Gebirg^ 8 verein, der Vogelsberger Höben-Club unb mit ihm der älteitt W Zweigverein Schotten, das Fest des 30jährigen Bestehens. Um nun rechtzeitig in der Feststadt ein^utreffen, hatte der hiesige Zweigverein in seiner letzten Monatsversammlung beschlossen, feuv planmäßige Wanderung, die dem schönen Niddertal auswärts fuhr» sollte, zu kürzen und so wandetten die 40 Teilnehmer von Ntd-a über Michelnau unb den Breitenstein durch prächtige Waldunga in etwa 2'/rstündigem Marsche zu kurzer Rast nach dem, hcck gelegenen Hofgut Zwiefalten, einem ehemaligen landgräfl. Ja§> schloß. Der Aufstieg hierher wurde durch die prächtige Dussihl auf den hohen Vogelsberg, die leider Heuer durch einen dichte» Dunstschleier sehr beschränkt war, reichlich entschädigt. Der roeittrt Weg, bei dem die Wanderer durch die schier ttopische Hitze sehr - leiden hatten, führte auf der Staatsstraße, von der man wiederum hübsche Blicke auf traute Bekannte, wie Bilstein, Hoherod^opi Gackerstein geiwß, über Eschenrod, einem lieblich im wnt gelegenen Dörfchen, über den Alteburgskopf nach Schotten, fteuMichen, heute mit Fahnen, Guirlanberr unb sshrenpsorr» am Aleranbervlatz in Berlin gemacht Auf einer Rläthe von etwa zwei Quadratmetern fand man nur SV» Dieter t roartn,' feint erwähnt: die Brgrüßung»ansvrackk de» er» 5t t o m m für die Stadt und die Festrede de» Cuftfcbiffrtbrt an der Mundwasser Birnenvertaus I. B.: Knoll. B*/, B*/, Vk D»/i ui Sirjiijjtrrii, A.-8., SroBt^Siibta. | Drucksachen aller Art Ke kl er. Rechner. Ohlv. Kontrolleur. I--------—------------------ «• Br*r**e Uenr.-Drw*er* TV/-’ Ueber den Einsturz tziizza, bet dem ein« gekommen ist, wird unfl Nizza. 8. Sept. mehr den Brand E» ist ausgeschlossen, daß daS Feuer heute vollständig abgelöscht werden Tann. Tie Umzäunung de» benachbarten ElektrizitätStverkeS in einer Länge von 200 Meter wurde vernichtet Sämtliche Fensterscheiben deS Werkes find infolge der Hitze zersprungen Da»'Derk selbst konnte durch die Anstrengungen der Wehren geschützt werden. LS liegt Brandstiftung vor. DaS Feuer brach an vier Stellen gleichzeitig auS; eS wurden vier Männer bemerkt, die über das F e l d f l o h e n. Sie sind tyt Gestern dem Hause des : hier, der eben mii hästigt war, eine 1 etwa 3 Zentner s as er in den hos te, Laß das Faß mer, es zu löten, ht, so erfolgte fden osion. Der Inhalt k wie alle Aren und h r llngMiche sprang ms die 6V* wv legte dem Senrn^L ine Bnbringung noe ,rt. Weiter verbr '. gesperrt waren. 2 ssgtes Kekanmmamnng. e,fr'- Tie landwirtschaftliche Winterschule in Lich B Xie laitdwinschaftltche Wmtersckulc in Ltch, weläham M o n - k.g den 6 N o v e m b e r d ». 2 S. ihren nächsten ViNterkurfu- benn'nt verfolgt da» Ziel, jungen Landwirten dieienigen Sonnt- M"7u »mittels >äe Zwetgoeretne vom icit- aebenben Verein jur Bahn gebracht unb mit herzlichen, wohl- ,'metnten „Frisch auf"-Rusen trennte man sich von bem gast, freundlichen Städtchen. ^^Die Schüler können in Sich Wohnungen bürgerlichen Sa* nnl.en mit Heizung und Lickt nebst voller BerkSsstgung zum S «n 1W täfltlrf). etiun, «Ich. nicht afcrnndn«, ^,T0a'ti,ea.n, des Rechner« B tz -D , nahm einen sehr schonen Verlauf und wurde ■ nadritet durch eine schwungvolle patriotische Rede de» Geheim- L..; Schönfeld, die in einem begeistert aufgenommenen Vock . Grot der»og, den Protektor de» v 8>.<, ausklang von -.eiteren Ammachni, die leibrr unter dem herrschenden lumult Bekanntmachung. Betr.: Die Niiyanweifung zum AuSnahmetarif für blutter, mittel flkotstondStarif). . Die Fracht wird für Wagenladungen von mindestens 100 ober 200 Zentner oder bei Frachtzahlungen für bire Gewichte von icbem Wagen zu den um 50®/t ermäßigte" -or-fmäBiqrn FrochiiLtz.n bcdjnet. Trt e.nj.lne »„ne obtt mittlere Landwirt deziedt feine Futtermittel nicht m bo ben ober ganzen Woggonladungen und bat er füglich retnen Vorteil von der S'nfühnmg de» NotstandStarif», wenn rr nicht mit feinen BerufSgenosten durch Zusammenichluß, z. rn eine landwirtschaftliche Bezug», unb Absatzgenosie.stckast ober einen lanb'virtfchastlichen Verein, ben waggonweiien Bezug ermöglicht. Landwirte in Ortschaften, m ^nen keine WaggonbezugSmSglichkeiten belieben, werden °ukgrfordert, sich bei unterfertigter Landw. Hauptgenosienschaft zii melden, welche große Mengen Futterartikel zu günstigen Preisen em. lauste, unb soweit solche nicht von ben tbr ange'chlossenen Genossenschaften benötigt werben, mit geringem Austchlag an lanbwirtschastliche Vereinigungen noch abgeben kann. Friebberg, im Sepie.nber 1911 Land«. Hauptgenosscuschait für Lberhessen e.S.m b.H. Wenn Sie Ihr Kind Bl und, munter und geistig frisch stch etrfwhfchi ben wollen, lo geben Die ihm Dr Oemmet*» Hämaiogen Darnungl Man verlange au»- drücklich den Namen Dr. Hommel. ID*/* Umttichcr Wetterbericht. Oeffentliche SB e 11 e r b i e n ft e H e ® U 6 e n. WeiterauSiiwtei, in tieften am Sonntag, den 10. eeptbt. tun. Meist beiter, trocken, etwa« kübler, Bekanntmachung, die Wahl eine» Abgeordneten aut 3Weiten Kammer der etände durch die Stadt Gienen mit ber Okmarfnna crrn'hren Woh istv haben, unb zwar bezüglich aller Eintragungen In d«e Wählerliste Wer die (fintvanimg eines LsahlerS verlangt, muß illr dteien die in Artikel 6 des Gefetzes für die Ltimmberechtigung angeführten iftforbemifle nachweilen, uamlich daß er i AUt qcu der Wah> da» 2». LebenSiahr -urückgelegt hat, o* iUt Veil der Wahi wenigstens 3 Fahre im Großderzogium “ wohnt und ein Zahr die belfifche 2taaloangeböngke,t bestvt. 3. feit Anfang des Rechnungsjahres, in dein die Wahl vor- aenommen wird, zu einer direkten Staat»- oder Gemeinde- Werden d?ele"Äachiveife bi» zum Ablauf der Lffenleguug»- frist nicht oder nicht vollständig vorgelegt, so bleibt die Anmeldung ^4 uij Q-.? S'WSn hsfe &s*‘ m‘ vandmühÜ ^' 92QdMrid)unontVe ' ^ebenfalls bim 1 seschichtluh;?^ M. e. Stabtoenoaltite. “merungämarftj. y landwirts ch nicht aboehe rJtothnb* Anden Gewinnt Dä> nutzt oejaat er getroffen [ft ob ober nicht "g. • Das am SJlontoq ie Ronjett zum die Musiker Teuii lingenben 6rfolgt|. 9ln Unfoiitn log von 2400 Mk ' 2000 M unb bie tei§ 400 Mk. • Bis zum 7. en, wovon an gen Bäder würben bii Gotha, ff. 6ept. Ta» Luftlchiff .Schwaben' Ift beute c n t r o m m e n Außer einigen Feuerwehrleuten, die durch hüb um RH Uhr mit dem (Brobberjoa glübende (hfentcile Brandwunden an den Händen davon- Letzte 21n*rlditct1. Sfieti« da»^Liiww°ft trturt'^unb hir'^imVn'iVr Schl,uenlah!i I intflen, wurde niemand verletzt — 91 ou <'n finb gestern ftranzöst che Pu»b|flnnaee »fge» die leeerueg. ü er der fttabt bi der Aickiiiiug nach Weimar ।neuer. I abend die Magazine der Post- und Telegraphenvenvalkung Paris, 9. Sept Die Kundgebungen tn der Gotha, 8. Sevt. Tie Rimslabn be< Vulildufi» .Gdiroabeii', mit bcn gesamten Vorräten nicdergebrannt. Der angerüfp I «5roöin^ gegen die LebenSmittelteueruna dauern fort. aa welcher außer dem Gioßherzoa von Lachleii auch d>e G.oß- Schaden wird auf 400000 Frank» geschätzt. — tki -in Domain im Departement Nord de'chlossen die Berg herzogm te'lgeuommen baue endet» gegen 11 l br. Sbi ber ©rQnbe au? bem Smrefen beö Stellenbe iyet» «tolfa arbeüer, für 24 Stunden die Arbeit einiustel- trt t f d> o ter (S4lef.) Urnen ber Sei in et unb feine (en fle am Montag toi eher aufzunelnnen. 5n Brest vor --------- 5tau unb ein »irtemunne in ben Klammen um Ede eine non bem rnnbifai ber flnenalartetter ner- ffhcnftfrainHnri in UilUI — Die Ortschaft Nemeömal bei Steina manacr in anstaltete Pro 1 est vc rs am ml ung durch «vendar- aifcatereinfiur) In Utzza. .„Ungarn, die aus 27 Käufern mit Nebengebäuden besteht, merie und Polizei au Sei nan berget rieben. Linzelne de» tm Bau begriffenen Theatn» w » . rannt. Die Bewohner verloren alles. Haufen durchzogen die Straßen und zertrümmerten große Anzahl Menschen um» LedenIricnDer f i(f) er t sind — In der StaatsbcsserungS viele Fensterscheiben von Prtv at Häusern, gemeldet: anstatt zu tzaschau brach abend» Feuer au». Meh- Roubaix, 9. Sept. Die gestrigen U n r u h c n dauer- Heute stürzte hier die Decke eine» tttt Gefangene entwichen In den Gebäuden bc- ltcn nach Mitternacht 12 Personen Mirben verwun- Aurbesierungsarbeiten vorgenommen l sjndet sich ein große» Lager von Sprengstoffen ^Tet ganze I tz^t und 10 verhaftet. . Vorrat der Holzindustriewerkstatte, ebenso das Kohlenlager, . ...„ . . sieht in Flammen Gotha, 9. öept Die -'Schwabes ist hertoe vor- Kkine aagtsHroniL Sn’'* «&* SÄ„b0,;£"lf4- U unb Sd»»ifl um Uhr paffiert. brei Kinder bc» KavitänS ertranken. Die Leichen konnten Theaters em, an der —«. purben. 16 Tote wurden au» den Trümmern hervor- Bekanntmachung. Dienstag, den 26. September 1911, nachmittags 21/* Ubr, nnbet auf dem Rathaufe zu Großen-Lmden die ordentliche Generalversammlung für das Ärschaftsjahr 1910 de» Spar- u. Vorfchußocrc.n Aktien-Gesellschaft Großen-Ltnden statt. Tagesordnung: 1. Abhör der Rechnung pro 1910 2. Uederfchreidung von Aktien 3. ErgänzungSwahl deS AumchtSrat» 4. Wavl eine» Borstands-MitgliedS Pkr-Iihtyllll dod Lllarjitfiklibrilh. Da» im Distrikt vommenftein lagernde Cuoraitgeftein fall w berufsmäßigem verleb auanebeutet werden unb gelangt »ur Ber aebuna an den Meiudietenden nochmal» zum AuSgebot. ”?ebcn ben geltenden vertrag-mäßigen Bestimmungen kommen nod, !“ ^r'Distnst^ommenftein (= L8 hol mü «u-nabme einer kleinen gbgeofwckien Fläche ganz zur Nutzung uberlaffen wird: r tzte Minden Ausbeute ladrlich 400 Doovel-Vaggon» betragen n nfa mit ber Maßgabe, daß bei einer netinneren AuSdeuie anUbie^Domamalkaffe bic Abgabe für 400 Tovoel-Waggon» x ein 'cuaUtatcunterftbicb unter ben Cuanttfieinen bei Em- riitung ber Bachi nicht gemacht werben bart: 4 e^ne Licherdeit »u leisten Ift in einer ^-ensbohe ber Jahre»- auebeuiTmtnbeften» von 400 Doovet.^agnon» ÖkiaUtgc (Gebote unter -ntforechender Austchrt't stnb mit Preis- nnaabe für ben Dovoet Waggon rtetne bif Mittwoch, ben 20 2evtember 1. I , vormittag» 11 Ubr, bei unterzeichneter b,n S. toll. Ok Gtoßherzoglichi.' cberförsterei Tret» a. d. Lda. Zmntiber. D*'» eingeschcn werden können. Psiaslerarbeiten veranschlagt zu Dtaurerardeiten • ■ Decksieinlieferung , • 6rbarbeiten - • Lieferung von Schachtdeckeln , e EhaufsierungSarbetten , • Sandlieferung • ■ Teckiieinausdrette« • • ----i Llngesanot. von etwa »wei Quadratmetern fand man nur r',', ixnrr I Gießen, 9. 6eX unter ber Erdoberfläche Hunderte von menscdlicben Enocheu tlitemeMenfH fußhoch übereinander gefchichtet. Nach An ich! der Leitung > Bei ber jetzt berrtdmben Trockenheit und ber Stan tobe» Märkischen Museums rühren d,e -riochen au» dem menge auf >en Lndstrnßen tnit an bte «uiamobtiMl*Tr me Ttima"b:ianb ’**anÄ •elanb, «ui 6d>antb,rfl bei Sert.n mirb unterm ß b. M gtmelbet: Aus bem großen Holzlager-1 sicher Straße toahrnehMen. (hn mit etmgen Perton« platz ber Firma Tassierer brach Großseuer au», durch ba» I btfntt» Auto raffe mit solcher Geschwindigktt die La«aa» bSlzer im Werte von 500000 M k. vernichtet rourbeii heran und über ben jtfcbnnbertiana brntw«, bab « m v.ebm bet gefamlen -ch-urbrrgrr Sehr leUmpfte.. b., kf‘JoTmÄ Wehren ber Nachbarorte und ein Zug der Berliner Feuer-1 ’^ber bir £,äl. unb Pste^Anstalt btiunt», m graue» = t a tt b n e b e l gebullt. Etwa 6 Minuten naA bem rasenden Auw folgte ein »weite» ba» aber in mdf^r.u Tanpo ui he Stabt fuhr unb ferne Beanstandung verdient »nrtttteer. Der einige Minuten später von der „Stadt Lich" b^skam. batte da» Übermäßig scknrtle Fahren be» eriten Auto« aleichfall» »abr- genommeii und von dem Zeichen die Nr ^46 wal^ebmen können n- re both wünschensioen. daß die Polizei solchen Fällen mit aröftter Strenge begegnete, wird sich empfehle». baß aut louve Vorkonnnnisse geaenwärtig ein besondere» Augenmerk «\aRWX», um gegeben enteil» einmal eine ganz exemptartsche e träte ei» treten »u lassen. A •eiogen. Nizza, 8 Sept. Da» im Neubau befindliche Theater i, der Rue Paflorelli stürzte heute morgen 10 Uhr über etiua <10 Arbeitern zusammen, van denen ungefähr 40 unter lfn Trümmern verschüttet wurden. Militär und Feuerwehr Rotten zu den AufräuinungSarbeiten, um die Opfer zu de- eien. Die Arbeiten gestatteten sich sehr mühsam, da em 2eil de» Gebäude», ber stehen geblieben war, nachzuslürzen drohte. Wie schon gemeldet, wurden bi» 11 Uhr 16 Tote lub mehrere Verwundete hervorgezogen. Paris, 8. Sept, lieber den Theatereinsturz in Nizza wird weiter gemeldet, daß der Unternehmer, welcher den im «Juni begonnenen Bau Anfang Oktober fertigfieQcn sollte, für itben Tag der Verzögerung einen Schadenersatz von Ich 000 Franc» zu leisten hatte. Man hält es für möglich, tob bie Beschleunigung, mit her die Arbeiten auSgeführl wurden, bie Katastrophe verschuldete. vermischte». • ein historischer Fund wurde am Donner». Ina bei ben AuSschachtungSarbeiten ber Untergrundbahn Klnematograph. Babubofftraße 54. (07308) Babnbosstraste 54. Der Aufruhr von Redwood Szene indo-amerikanischer Sitten, gespielt von der amerikanischen Truppe des Obersten Clarke und dem Stamme der Sroux Indianer. Thnßic der uriit fiulfriilmlt neuester humoristischer Schlager. Der Roman des Musikers ergreifendes Drama aus dem Leben. Naukes Stiefel, äußerst belustigend. Mr Rktttt in dkl lief wahres Lebensbild. Das deutsche Nizza,(Wiesbaden) herrliche Naturaufnahme. Die kleinen Artisten, humoristisch. Duftger Reigen, Tonbild.________________ Rodberg-Kirmes veranstaltet vom Rodbergtlub am Sonntag, 10. Sept. 3 Uhr ab in sämtlichen Lokalitäten, Garten rc. der Stadt S^arbwrg tWT««mer. PrrWießen, PreiSkezeln, gutbesetzte TaMiifik. Eintritt frei. Näheres an den Anschlagplätzen. ff. Küche und Keller. Flotte Bedienung. ES ladet ergebenst ein 5469 Der Festwirt.Der Vorstand. t Männer-Turnverein. Die Turnstunden des Winter-Halbjahres beginnen am 18. September. Es türm: 'JJiontood die Frauenabteil. Leiter: C. Fix. Dienstags u. Freitags die aktive Zöglingsund Männerabteilung. Die Leitung ist C. Fix übertragen. Mittwochs d. Fechlerriege. Leit.: C. Kaufmann. Samotags, 6 Uhr, die Schülerabteilung. Leiter: der erste Sprecher. Samstags, 8'/2 Uhr, die Militär-Turnabteil. Leiter: C. Müller. v9/9 Um allseitiges pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. Sonntag, den 10. und Montag, den 11. September 1911 Kirchweihfest zu Annerod 5*67 wozu ergebenst einladet Philipp Engelhardt. Annerod. Sonntag, den 10. September Kirchweihfest Konzert im Saal und in der Sommerwirtschaft an der Platte. Es ladet freundlichst ein [5503 Wrt Will. MclimMÄ zu Meitt am 10. und 11. September ■I Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt, a M96 Gastwirt Peter Becker. Grossen-Linden Sommerfest des TinVereiis verbunden mit Abturnen 5481 am 10. Sept., von nachm. 3 Uhr ab, bei der Turnhalle Aufmarsch mit Freiübungen, Geräteturnen, Kinderspiele, Konzert und Tanz. Abends 9 Uhr Pyramiden. -u---Eintritt für Nichtmitglieder 20 Pfg. :---- Es ladet freundlichst ein Der Borstand. Darmstädter Pädagogium lSerta bis Oberprima.) Die Anstalt ist staatlich konzessioniert. Sie nimmt Schüler vom 9. Jabre ab aus. Der Unterricht in kleinen Klassen wird nach modernen Neiormarundsähcn erteilt und nimmt möglichst Rücklicht aus die Individualität. In allen Prüfungen (Einjährigen-, Primaner- und Abitnricntcn-Eramen) wurden die besten Erfolge ersteh. Näheres erfährt man durch die Prospekte. [ss8/9j M. Ellas. ,Msse«m‘ Heu 1 Rfalltorstr. 36-38 Walltorslr. 36-38 Dir. Karl Ohm. Gestatte mir, einer geehrten Einwohnerschaft von Gießen und Umgebung die ergebene Mitteilung zu tnachen, daß ich das bekannte Variete-, Theater- u. Batt-Etablissement = Kolosseum = übernommen habe und die vorderen Lokalitäten am Sariay, ia 9. Sepl 1911 erifiit Es werden daselbst ständig erstklassige humoristische Künstler-Konzerte abgehalten werden. Die Variete-Saison beginnt mit dem 30. Sep- i ember 1911, zu welcher Premiere bereits erstklassige Attraktionen verpflichtet sind. Es ivird mein Bestreben sein, dem Unternehmen eine dezente, solide Geschäftsführung zur Grundlage zu machen, wodurch ich hoffe, die weitesten Kreise des pt. Piibltkuuis ür mein Etablissement zu gewinnen. Mit aller Hochachtung 0727S Karl Ohm. Die Versammlung des UUÄMMMckl! findet am bester Schuhputz Statt besonderer Anzeige. Die glückliche Geburt eines Jungen zeigen hocherfreut an Dr. Julius Koppel und Frau Sofie geb. Meyerhoff. Mors a. Rhein, den 8. September 1911 Rheinbergerstr. 19. ms? Samstag, O.September präzis 9 Uhr im Hotel Schütz statt. Besprechung über den bei Marburg stattgefundenen Automobilunfall. pp/o________________________Der Vorstand. SeiiaerfdschtJUiigmilüt“ b. Wetzlar. — Auch für kürzeren Aufenthalt bestens empfohlen. Herrlicher Ausflugsort für die Herrschaften von Giessen D16/8 Hochachtungsvoll Joseph Kress. Dr. Reinewald Arzt für Ohren-, Nasen-, Halsleiden Liebi^str. 32 M” Liebi^str. 32 ist von Montag, 11. September wieder Mein diesjähriger Tanzkursus beginnt Anfangs Oktbr. im Lenzschen Fclsenkeller. Anmeldungen werden daselbst entgegen genommen. Hochachtungsvoll 0732t Theodor Bä ulke, Tanzlehrer. dauert 95 Schills Biograph Plockstraße 12 07323 Plockstraße 12 Kidkilschilst Ein Drama aus dem Leben von Bourgeois. Darsteller: Herr Hantoure.....Der Maler Frau Darson.....Die Ziegeunerin Frau Massart.....Adele der hervorragendste Schlager dieser Woche. |Babylas, der mutige Forscher Große äußerst komische Szene, 280 m lang. ICaarzes CBääck Große? packendes amerikanisches Drama. Die herrliche wunderbare Naturaufnahme. Fafarifla, spannendes Drama. Tontolini kann alles, komischer Schlager. Int. Militär Übungen und Manöver, hochintereffant. große Pariser Humoreske. Stenographie- Beginn neuer Lehrgänge für Stenographie und Maschinenschreiben im Hotel Einhorn, 1. Stock Montag, 25. September 1911, abends 729 Uhr. Gefl. Anmeldungen an Herrn Prokurist Kuhl, Weserstraße 16, oder zu Beginn des Unterrichts erbeten. v1/, Stenographen-Gesellschaft „Gabelsberger“. K. Schmidts Tanzkursus beginnt Montag, 16. Okt. d. Js-, abends 8 Uhr. Gefl. Anmeldungen nehme ich von heute an täglich in meiner Wohnung, Wetzsteingasse 31, entgegen. Achtungsvoll 5344 Karl Schmidt, Tanzlehrer. >------- ------ ■—"x Geschästsverlegung. Meiner werten Kundschaft und Nachbarschaft hierdurch die Mitteilung, daß ich am heutigen Tage mein Geschäft nach In Löbers Hof 4 p. verlegt habe. (5388 Ich empfehle mich nach wie vor zur besten und prompten Anfertigung von den einfachsten bis zu den feinsten tn mein Fach einschtagenden Maßarbeiten. Th. Schlitt, LchuhMaermiSer. an, Gärten zu Obftverftergerung. Nächsten Mittwoch, den 13. September, nachm. von 2'/, Ar soll das Obst in den Freiherrlid) von Nordeck zur Rabenaulscheri :ten zu Alten-Buseck, bestehend in Aepfeln, Birnen u. Zwencheo, C*l. versteigert werden. Großen-Buseck, den 8. September 1911. Altbaus, Freiherrlicher Rendant. Unsere Zweischarlgen Stoppel- und Saatpflüge — arbeiten ganz vorzüglich und werden bei der diesjährigen trockenen Witterung sehr viel verlangt ---- Prospekte kostenlos und franko Ph. 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