Mittwoch, 9. August 19U M Jahrgang Erster Blatt llr. 185 und das die ^crtwintlimgcn mdn int leiten ‘.’lugi.'k'idi uil einem nicht voraus uscbenoen dintemi-j scheuerten. T- (binn einem Krieg will, ist cs im Oktober hie „Qrcujjtfl " die Sortierung, politische Cagcifdtam Marokkopolitik und Reichstag. lünftler in den legten 3obren in so krampfhafter und lächerlicher Weise gesucht leiben, sind streng verpönt. Mein Rach äffen historischer Stile mehr Jene aus der Mode vergangener Jahrhunderte 311» iamnicngcfluftcn Phantanckosrümr, die für unser moderne«:- l£mp imden nur cm Massenscherz sein lötmcn, müssen verschwinden Tie Künstler werden ihre Anregung weder aus der (beschichte die diese'Anregung in dec und schreibt: „Wenn der Reichstag den noch früh gemig " Nkit diesen Sorten g'iiibt sollte Tas Mißtrauensvot um gegen die Regierung wurde mit 28 2 gegen <18 Stimmen angenommen. 2?ahn sich hflt ein solches Botum im CbcrhaiP- feine pnlilischen Folgen Ta? wirkliche Interesse rnnÄcntnert ijdi vielmehr auf die iVny. ob die Peer» aui den Rrnenoements bclwirrnt oD<*r nicht ? ’ Abstimmung hierüber wird nicht vor morgen adcnd vorgenominen sein wahrscheinlich wird sich die Aussprache bis Tonnersrag bin- zieljcn . Lin Sturmlauj der Kmtjlkr gegen die Mode „Tie Mode hat den Gipfel der Unnatur, der Geschmacklosigkeit. der Roheit und 5 i n n l o i 1 g * rett erreicht. ' Tas ist die Anschauung der Pariser Künstler, noch aus der unfruchtbaren Sensationswut des modernen Snodis mus entnehmen, sondern nur ihrer eigenen Phantasie vertrauen, die geschult ist an den Meisterwerken der Kunst und desruchtet durch eigenes fünftleriicbe« Scheinen. Stil und Limen der T01I iten, Verzierung uuDlS-ckmud sollen einfach sein, natürbd), imgcmumgcn Tiefer Tlan hat unter dem Künstlervolk von Paris allgemeine Begeisterung hervvrgerufen. (Line große Reihe namhafter Meister widmet iid) bereits sehr ernsthaft den gestellten '.'lu- gaben. der neuen Liga sind zahlreiche Mitglieder beigdreten, Die sich nach einem beit'.mmten Plan ans Werf macken. (Ls ist ia ein Mampf der reinen Menschlichkeit gegen verbildete „Er ze n trizität", der hier ausgesockten werden soll, nnt> in dicsein Streit iühlen sich tue Künstler als die berufenen Verteidiger Der Schönheit und des guten Geschmacks. S'ofintriftnen jn unterminieren Und das ist setzt zweifellos teickchen. War es doch schon im November 1910 bekannt, >af; ba«? Streben brr klerikalen ober, was so v.emlich dasselbe ist, and» der Christi ickrsoZalen dahin ziele, dem Zk riegsminister v Srtiocnaid) den Dienü io lange zu ver cf ein. bis er von selbst ginge. Und jetzt scheinen es die M mtlwürfe wirklich to weit gebracht zu haben \?cmt v. Schoenaich dürste in Bälde FelDmarscktallentnaM mto bahr, also seiner Ab stam mutig nach gereift kein Tentscher, iolffrn, — tvenn nicht .'frrifer Franz ^cfct nod) in letzter Sritnde ein Machllvvri spricht. — TieBerlinerBildhauer-umTodevonRcin !, 0 1 d Bcgas. Zum vinscheiden von Reinhold Begas har die Bildbauer Vereinigung zu Berlin folgendes Beileidschreiben mit gerichtet. „Aufs heute bewegt uns der Verlust, der Sic brtroife.i. Zn berzlicker Ämeilnahmc an Ihrem F^imtlienleid wissen wir, oaß ein Wort des Tranes vergeblich fein jnui;. Tenn f.efcr unö näher als >mr und alle Mit-velt kannten Sie den iblidMi'm — demrock ihvtcrblidnm. Des Meisters. Werke werden in fernürr 3irhni*t von ieiner itzrvßc reden, die ''eine SRi Heben Den, ‘eine .Munftgawhai bewundernd anerkamnen. Ihm, unserer Verein', gung ebraimirglieoc, Durften wir vor wenigen Worben noch hm digcnd nahen zu einem fcltencn Ehrenfeste Trauernd naben wir seinen sterblichen Resten nun so bald, den letzten Lorbeer, Den das 2eben bieten kann, ihm Darmbringen. Wir legen ihm auf 'c ne Babre ein icidcr verwelkliches .jcid-at der .-.nerkennuug denen, was der Pcrüorbenc seiner Mnr.11 gewesen. Tie Geschickte dieser Kunst wird ihm u>werwc!ki.chen Ruhm zollen." Ter Vorstand und Die Ben rauen smän ner c-:r Berernigunz nahmen in corpore an der 1-eungen Tvaoerseicr teil. (Liner der begabtenen von London, 8 Aug Im OberHans brachte Lord Eurz 0 n ein Mißtrau ensvotu in g eg c n d 1 c ü c • giert! ng ein, das den gleichen Wortlaut mit dein gestern von Balfour int Unterhaus gestellten Mis-nauensvotum hatte. Lord Curzon griff in heftigen Ausdrucken das Per halten der Minister an, bad er als einen unverzeihlichen Mißbrauch ihrer Pflicht gegenüber dem M'öttig, dein Paria Earl (S rcivc erwiderte Die setzt mit Dem fteberhajttn Eifer Der Entrüstung eine Gegen revolurion vorbrrritcn Unendlich lang ut das LÜndencegiiter, in dein iic Die Missetaten unserer Mode verzeichnet luden. Nie« mal« früher waren Hüte so unförmig in ihrer Groß., so häßlich in ihrer OVarnicrung, io uninnftlerifch und absurd wie heutzutage. Niemals haben Toiletten so allem gesunden Menscbcnrcrttant, icbrr natürlidicu Auffassung des Körpers ins Getickt gcicklagen 'Anstatt die Glieder in äühenicdcr Weise zn unmhuUen, und ihic Schönheit beroortreten ii lassen, schmtren die .üleidcr von beute den Körper in einer Intherhcnen Weise zusammen, verzerren alle sinnvollem Provoitum lur sinnlosen Manlatiir. Boll Schmerz uitd Entsetzen wendet sich Dav Auge des Künstlers von diesen leptcti^ Ausgeburten des tollgcwvrdenen Modegeistes ab: er, der nur Sckivndeit schassen kann, wenn die Natur ihm Schönes dar bietet, hilHt sich durch diesen Triumph des Geschmacklosen un Innersten verletzt und beleidigt. Deshalb bat es eine Anzahl Pariser Künstler getabeiu jür lebensnotwendig crfUirL diesem Unfug zu steuern und oer völlig entarteten Pbamaiie der Sdmeiber eine Mode entgegen zu setzen, die zu den ewigen Regeln aller Schönheit, zum Emiachen, Natürlichen, zur reinen Form mrück- kehrt. Eine .Liga der neuen M 0 de" ist entstanden: in dem Atelier eines bekannten Meisters bat sic nck vor kurzem gebildet und zugleich einen Feidzugsplan ausgearocitet, einen Sturm laus der Künstler gegen Die Koiwennon ins Leben gerufen. Eine große Modeansstellung soll im nächsten November veran Haltet werden. Man will Den Einkäufern, die MiS allen Teilen ixe Welt nad) Pans, Der Modestadt, eilen, Gelegenheit geben. statt der Unnatur Die Natur zu wählen, ihren so lange verdorbenen Geschmack an Mustern einer wirklich tünitleriichcn Mki ining zu läutern und zu bessern. 600 große Puppen sollen hur in Reihen aufgestellt werden, von Daten j«De eine künstlerische Schöpfung darstellt, die nicht aus Den Ateliers der Rue de la Pau, sondern aus denen der berühmtesten Maler, Bildl)auer und Zeichner von Paris kommt. Berufsschncidcr werden von der Ausstellung aus das Strengste fern gehalten. Jeder Künstler wird eine Öriginalzeichnung athverfen, nach Der Dann die Kleidung der Puppe ausgeführt wird. Auf jede Sonderlichkeiten, auf all ment und dem Volk bezeichnete. und stab eilten Bericht über Die int November erfolgte Unter redunst mit dem König. Gemäß der von Ashqnith gestern abgegebenen Erklärung sagte er, wenn and) der Premiei Minister persönlich ungern die Notwetidigkeit, neue Peer > zu sck,affen, angeregl habe, würde Die Regierung vor diesem Verfahren nicht zurückschrecken, falls e- notwendig werden Die „Nationalliberale Korrespondenz hatte belanntlich den Wunsch ausgesprochen, der Reichstag möge cmbenifen werden. Tie „Boss. Ztg/' beschäsiigl )id) mit der Aufnahme, Lcffcnllichkcit gefniiden bat, wegen Der Marokko frage den Reidslag alsbald rtmubmi'' 1, kurzer S?anb abweiscn ;n können Zur Begründung inner ob lehnenDen -Haltung ui fort das loniervüribc Blatt au „Tipi • matische Pcil-andlungeii einem Parlamente anzuvertrauen 10 weil geht keuie Republik im Parlam ntartsmus." mifdiung des Reichstages in Den Gang der diplomatischen Bei - Handlungen kann natürlich »id)t Die Rede fein. Niemand bi "fr Daran Sidjcrlitb trägt c» aber zur vebimg des Ansehens r deutschen Reichstags nicht bei, Dau er in Der gegenmärti-im Situation vollständig übergangen und Der Eindruck erweckt :uiro, als hätte er ioäter nur als Jafage-Mafchinc zu funHiomcren. Tie „M ö l n. 3 t g." N ideiipricht einer Sinbcruhii'q c Reichstags mit dem wenig n.chhaltigen CiMoand, ixr Reick>s» kanzlcr fönnc gegenwärtig in einer etwaigen (rrharung über Den Stand der deuisd^tranzöt'i'chen Verhandlungen nicht Die Bütg schäft dann übernehmen, da'- es wirklich ju einer Einigunu komme Abänderung angenommen. .Sckliesiiick' nmrden die Amendement-.- Lands00wne nut •<-1 gegen 2la Stimmen abgrlebnt Tic Vorlagen gcJien ni'iaen «in das L bei bans nrück: eine endgültige (ynOcbcthimg wird mal" icheinlich nickt vor Tonnerstag fallen Ihn Angriff im Cbtrlianfr. Der britische vcrsassungstamps. Der int englischen Unterhaus gegen die Regierung ein- gebrachte T a d el san 1 r a g Balsou r S wurde am Mon tag mit gegen 246 Stimmen abgelehnt Es war nicht überraschend, daß der Ansturm der oppositiouellett llnio triften mit einer Rrgieruiigsmehrheii von 119 Stinrmen abgeschlagen wurde. 'Astern wurde Der Schlnstkamps um bas Schuksal Der Vetobill, unterbrochen von einigen Zwischenbemerkungen über den albanifdjen Ausstand, fortgesetzt. Wir erhalten folgende Meldung: London, 8. Ang. In der Sitzung des Unter Hauses beantragte .vugh (Sceil im weiteren Verlause Der Sitzung, die Beratung über die von den Lords be schlosfeiiei, ' Amendements drei Monate au vertagen unb regte ein Referendum an über die Frage der Znsatzanträge Lord Lansdownes Ter solgende Redner, der konservative Carson, erklärte, Das; Die Nationalisten von Anbeginn an die Lage beherrscht hatten, das Unterhaus habe nicht narb freiem Willen gehandelt, ebenso nickst die Regierung und auch die strone nicht. Ta.- fraur- Der Lords habe airigchört nach feinem freien Willen 511 handeln, von dem Augenblick an, wo Der erpresserische Brief des Premierministers Afqnith der Opposition gesandt wurde. lHeisall bei den 5tom er Dannen, Widerspruch bei den Ministeriellen unb Ruse Zurück nehmen!, (sarson erwiderte, ick» werde nichts zurückneh men, ich wiederhole meine Aeußerung. (iin schottischer Abgeordneter fragte an, ob Wren we, terc Nachrichten über die Lage der Albanesen erhalten habe, Die jetzt innerhalb des Surnpsgebietes im Süden von Slnfnri eingeschlossen seien, unb ob ihm bekannt sei, das; die Meldung, Die Betroffenen hatten Die Erlaubnis erhalten, in Die Heimat zurückzukuyren, nicht von dem oft er- reichisch-ungarifchen 0>eschäststrager in (yehnjc bestätigt mürbe, roetdK Schritte die Regierung unternehmen werde, nm sich über die Lage in diesen legenden zu unterrichten. i^reb erwiderte Ich habe über diesen Punkt feine Nachrichten erhalten, jedenfalls ist da-.- einzige Mittel fnr Besserung Die Herstellung glücklicherer Zustande in Albanien. "Tie letzte Nachricht ist die, daß d,e Flüchtlinge nach Manien zurückkehren, das weist auf eine Verbesserung der Lage hm. Zm weiteren Verlauf fragte Carson, ob der König im diovember von der Tatsache unterrichtet worden wäre, daß die Re^ giernng die Parlamentsbüi dazu zu benutzen gedenke, um die Homerule durchzuführen. Churchill erwiderte, der stönig sei im November von der mähren politischen Sage vollkommen in Kenntnis gefetzt und ebenso von allen zwischen den verschiedenen Parteien im Staate strittigen An gelegenheiten unterrichtet worden, von denen die Homernle traglos eine der bebcutenbften ist. (Beifall bei den Nationalisten.) Churchill erörterte dann die Haltung der Regierung gegenüber den Amendements der Lords. Fn Der Tat seien diese abgelehnt, aber die Regierung beabsichtige, ein Amendement vorzulegen, welches Vorsorge treffe, daß Stnrj Oes öfterrtid)ifd)=ungarifd)trt Kritgsminifitrs? Baron Sdtoenaidi, der Lester reich unb Ungarn gemein sinne stTiegsMinister, hat bisher alle sftibinciti>trikn stand hast überbauert, er blieb, während fast alle übrigen Mi nister zu Fall kamen, der einzig ruhende Pol in der Crstyei < iinngen Flucht Unb das mit Recht, beim twini sich jemand Verdienste um das Heerwesen bester reich-Ungarns erwvr den bat, so ist es bei Reichs,riegsminister Baron v Sckioen airti gewesen, über Den jetzt au Wien die Nachricht 1x1 breitet wird, bast er in den nächsten Tagen dem Kaiser sein Abscknedsgefnch unterbreiten und der Kaiser dieses genehmigen werbe. Cs sind nun zwar schon feit Zähren des öfteren Gerüchte über den Rücktritt Schoenaichs durch die Presse gegangen, die sich nadihei als haltlos erwiesen. Heute über wird man der Wiener Meldung schon Sstanben schenken Dürfen, vor allem deshalb, weil Herr v Schoenatch, der freilich im 49. Tienstjahre steht, sein Rücktrittsgesuch da- mit begründet, daß er nicht mehr im Vollbesitz seiner Gesundheit sei Das berührt seltsam in einem Augenblick, nx» in Oesterreich-Ungartt das große Werk der Heeres- und Flottenreform zur parlamentarischen Beratung steht, das Baron von Echoenaich durch seine Worte „Die Armee ver dorrt" (Februar 190s in Fluß brachte, und mit dem er seinem militärischen Wirken Den Abschluß zu geben gedachte. So muß der Grund seines Rücktritts ein anderer, nickst durch sein Alter bedingter fein, und es ist wohl kein bloßer Zufall, wenn Herr u. 3choenaich schon feil Wochen größeren militärischen Feierlichkeiten, bei denen der Hof vertreten mar, nne z. B. dem Stapellauf des ersten österreichischen Treab- nought .' „Viribus stnitis", sowie her Cinweihung des Ar- rillerieparks in Haimasker jerngeblieben ist. Baron. v Schomaicki beianb sich eben schon feit längerer . Zeit im (Gegensatz zu dem österreichischen i'hrvnsolger Franz Ferdinattd, nachdem diesem vom .Raiser eine Reihe wichtiger militärischer Funktwneu anvertraut und eine eigene Militärkanzlei eingerichtet war, Die ein Zwischenglied zwischen der kaiserlichen Militär kanzlei und dein >triegsministerium bildete. Und doch wäre es zn Disferenzen zwischen beiden Männern sckpverlich gc kommen —^untal es der Crzhetzog Thronfolger selbst war, der .Sckwenaich für das Amt eines Reickiskriegsministers in Vorschlag brackste —, wenn es nicht den österreichischen ülerikalen, also den Christlichsvzialen, unter denen Die tn innen Freunde des Thronfolgers zu suchen sind, gelungen wäre, den Crzherzog gegen den ihnen schon lange verhaßten ^riegsminister einzunehmen. Sic beschuldigten ihn, er habe Die militärischen Nationalsordernngen Der Ungarn bezüglich Der Sprache des Gerichts und Der des inneren Dienstes, Der Fahnen und Cinblcmenfragc, der Enichtung einer .^onccDarrillerie usw. befürwortet. 'Jhin hat aber Minister v Sckwenaich den Ungarn nieinals andere Zugeständnisse gemacht, als sie ihm vom tfaifer selbst bewilligt wurden. Und diese Zugeständnisse haben auch zum Teil schon Aufnahme gesunden in der großen Dchrvorlage, soweit sie Ungarn angelst, wie z. B. Die Zulassung der niaglwrischen Gertck)tssprack)e und der Honvcdartillerie, während weitere, wenn auch in sehr gemilderter Form, noch folgen sollen Nun wußte man zwar, daß der Thronfolger ein Feind fast aller den Ungarn aus Gründen der durcktoits notwen digen Wehrreformvorlagen gemachten Zugeständnisse war, und daß ihm deshalb seine Zustimmung zur Wehrreform nur schwer abgcrunßcn werden tonnte. Nachdem er aber feine 3uftünmung gegeben, trotz aller klerikalen Wühlereien, Durfte er diesen nicht weiter sein Cbr leihen und ihnen helfen, das Vertrauen, das Muifer Fraiiz Josef so lange zu Baron v. Sdweuaich hatte, ans Dem Wege geheimer der Sprecher vor der Entscheidung, ob ein esej. 1' . lediglich ein finanzieller ist oder nicht. Darüber Den ctcU Vertreter des Spredier», der immer ritt Ministerielle. tinh Den Cbmann des Ausschuffc für die öffentlnücii Rechnungen, Der immer ein Mitglied der Cppofitioii fei, befragen solle. Nach weiterer Aussprache wurden Die Amcndcmeiu xr bf.uidlid’ Der Finaini orlaaen mit Bll gegen N'- flimmer «'b?.' kelml, baaeaen ttmio Das AmenD ment br ‘hr.-.i.-rrnj ' her Sviixivr mit b nunmlen WiiifilrDern N vui’ A Danil» r zu nehmen habe, ob Du Vorlan' IcDiahd» unor Ranir sei ober nickt, mit Der von Der Remerung gevilliqt ' Den hübicken Satz iusammeng.'aßi: „Cr konnte so unenDlid) oiet mehr al. Die jept ncDricicnni Fabrikanten von bildhaneri'd»cn Sdmobahüp'erln im Münchner Pst'fcrkuchenstil." k:. Leo Sa tn b erg e r der oiiqemcin bckamite, prifliaclid Wmchaier Bilonismaler, t egetjt an- 10. August seinen (N Persönlichkeiten der ßcqcntDartiqcii Münchener ftünittcridMU Allein Hciuvl ug seine Wekcns ist Die unbekümmerte Selbständig-eu zu bezeichnen, mit Der er iidi ausgebildcl Hai (hvi hr-.iIbach, Harburger, Ludwig Henerid,, Ubs.. .liiert von Meller, Ftoi mann .'ski'. bi!Der ine .: untcigebrathi ist. Es i>: eine schmecke und taubere Sd.ii. mit allem, -aas zum Unterricht gehört, vorn Parlier rat reichlich ver-eben ist. Zwei Lehrer uuo eine V-.brc.in ■ ■; t hier etwa » Mm? n Unterricht Tic 'chw-.mm u. 1 Schute m in jeder Beziehung denen auf dem Lande glc.chgcftcUu I icne grotesken und bizarren Einfälle, nach denen die Pariser Mode-1 Berlins Bi'.DHaueni, Der einst and) zu den Schülern des V.r- lünülcr in den letzten Fahren in so krampfhafter und lächerlicher storbenen zählte, l>at »eine Prwakmcinung über den Meister itt L>« Oletz«er Ä 'Bf monaiLiAT&SBLelertel- >0llrKPIIIrl I|,>IvV trveimal monatl. teub ■ W W liksrebakieur: A (5-xtz. »irtlchaftUch«Lritfrager. W ~ Ä W 'V MM ^frnnhoortlidl l‘ir ben Fernspr^ - Anschlüße DOÜtt|*ii teil: fluflufl »MM General-Anzeiger für Gberhefsen MMZ innabme eea »oz-i-ea 8olaNon5dnick inb Verlag btx vkÄhssch^n Unte. vitch' »n- SteinbrucTerti n. Lang«. Neöalllon, Crpeöition unb Druderei: 5LuIpratze 7. 0^^-; e.bcü/uit den L vützmgen: Sprecher Nr. 50 ^schastsffelle vahnhosstratze 16a._________________________ wi«ent«i; MM ich tonn der Reichskanzler gegenwärtig keinerlei Bürgschaften für den Verlauf der diplomatischen Verhandlungen übernehmen intb erst recht darf er sich nicht anss^Vrophezeihen verlegen. Wohl aber hätte es der Regierung vur Stärkung ihrer Stellung gegenüber dem Ausland erwünscht sein müssen, sich auf die Zustimmung der verfassungsmäßig berufenen Vertretung des deutschen Volkes stützen Ku können bei der Durchsetzung ihrer Forderungen zur ehrenvollem Beilegung des Marokkohandels. Desl-alb hätte sie — sollte man meinen — selber das Bedürfnis fühlen müssen, in großen Zügen die Richtlinien für ihr Vorgehen nicht allein in offiziösen Aus- lassutlgen, sondern offiziell vor dem Reichstag iMrfruIegen. Man kann diesen Gedanken nur zustimmen. Auch die >,Rationalliberale Korrespondenz" beschäftigt sich heute wieder mit dem Thema und schreibt: Wenn es möglich war, daß das englische Parlament den englischen Staatsmännern in der gleichen Marokkoangelegenheit einen Resonanzboden darbot, von dem aus die verantwortlichen Leiter der englischen auswärtigen Politik michdrücklich gegen uns zu operieren vermochten, so ist nicht einzusehen, warum der D-eutsche Reichstag, nach verttaulicher Informierung der politischen Parteiführer durch den formt Reichskanzler, der aus- tDortigen deutschen Polittk und ihrer Weiterführung nicht denselben festen und sicheren Resonanzboden hätte dar- bieten sollen. Dazu nxrr allerdings und ist auch heute noch die Bovaussetzmrg, daß bei den verantwortlichen Stellen in der Behandlung der Marokkofrage dieienigc Energie entwickelt und rücksichtslos festgehalten wird, welche den Lebensinteressen und den in die Wagschal« zu werfenden Machtfaktoren des Deutschen Reiches entspricht. Wir sind btihcr nach wie vor der Meinung, daß die Berufung des Reichstages notroenbig und für die Fortführung wnsever Polittk aus Gründen, die nicht näher erörtert zu werden brauchen, unerläßlich erscheint. Uebrioens fordert auch der „Vorwärts" die Einberufung des Reichstags und verweist auf den anfangs Juli in sozialdemokratischen Versammlungen erhobenen Einspruch gegen die Marokkopolitik. Ein Sieg des früheren Schahs von Persien. Aster«bad, 8. Aua. Rach hartem Kampfe erst ü r m t e in vergangener Nacht eine turkmenische Abteilung unter Führung Serdarar-Schahs den sechs Tagemärsche von Teheran entfernten Ort D a m g a n, der von den Regierungstrnppen unter dem Befehl Masud ul Mulka besetzt war. Angesichts der gleichen Kräfte beider Gegner und dem Uebergewicht der Regierungstruppen hinsichtlich der Bewaffnung bedeutet der Sieg einen großen Erfolg der Truvpen des früheren Schahs Mohammed Ali, onrch den die Stimmung der Anhänger sehr gehoben ist. Rußland meldet bereits Ansprüche an Persien an. Wie die Petersburger Telegraphenagentur erfährt, hat die russische Regierung der persischen erklärt, die Jntriguen des früheren Schahs zu bekämpfen, wäre vor allen Dingen die Pflicht der persischen Regierung gewesen. Seit dem Herbst des Vorjahres habe sich der ehemalige Schah größtenteils im 'Auslände aufgehalten, wo die russische Regierung weder die Pflicht noch die Möglichkeit gehabt habe, ihn zu beobachten. Rußland habe der ehemalige Schah unerwartet inkognito durchreist. Angesichts der angeführten Erwägungen halte die russische Regierung nach wie vor die persische Regierung fürjedenVerlust, welcher der russischen Regierung oder Privatinteressenten durch die inneren Mißstände zugefügt werden, verantwortlich. Ausland. Die Carnegie-Kon seren zinBern nahm am Montag Sen Bericht des brüten Ausschusses entgegen, der die ökonomischen Beziehungen der Völker untercinonbrr zu prüfen hat, die eine Itweressengemeinschast Hervorrufen. Tie Prüfung erstreckt sich namentlich auf die natürlichen Ursachen einer alle Völker der Erde nrnfooirnenben Weltwirtschaft, das Wachstum der Völker und ihrer Bedürfnisse imb die dadurch bedingte und vermehrte Notwendigkeit, Waren aus dem Auslande zu beziehen. Die Untersuchung erstreckt sich auch auf die einigenden Wirtungen, welche der internationale Handel, der Ausbau der Verkehrswege, die Entwicklung der Schifffahrt, die Verbesserung der Verkehrsmittel iuti> die Fortschritte in den Erfindungen aus das Leben der Völker ausüben. Wie die türkischen Blätter melden, beschloß der Ministerrat, die den Malissoren gewährte Herabsetzung der H a m m e l st e u e r auf ganz Albanien auszudehnen. Infolge der Regelung der Malissorensrage werden die Truppensendungen nach Albanien vorläufig eingestellt. Präsident Taft ernannte L e i s h m a n zum Botschafter von Deutschland. Im Anschluß an die Meldung von der bevorstehenden Ernennung haben wir die Personalien des neuen Botschafters schon wiedergegeben. Art» StaOt unö Land. Gießen, 9. August 1911. •• Das Großherzogspaar begab sich gestern vormittag 6 Uhr 45 Min. mit Gefolge im Auto nach Lich. Auf der Rückreise besuchte e8 abends das 28. Bundesfest des Deutschen RadfahrcrbundeS in Frankfurt a. M. und kehrte hierauf wieder nach Wolfsgarten zurück. •• Aus dem Ministerium. Der bisher beurlaubt gewesene Minister des Innern, v. Hombergk, wird heute zurückkehren und in den nächsten Tagen die Dienstgeschäfte wieder übernehmen. Auch der Staats- und Justlzminister Ewald wird in aller Kürze wieder auS seinem Urlaub zurückkehren. " Entlassen wurde aus dem Staatsdienst der Rechner am LandeSzuchthauS Marienfchloß August Leichner mit Wirkung vom 1. September 1911 an. ** Eine kleine Ausstellung hübscher Bilder atts Hessen war in den letzten Wochen in der Universität §u sehen. Sie war das recht erfreuliche Ergebnis eines Preisausschreibens, das der akademische Ausschuß für Leibesübungen veranstaltet hatte. Diesen hat der Rektor vor einem Jahr Unter den Dozenten der Ludo- vieicma gegründet, damit alle Arten von Leibesübungen bei unserer studierenden Jugend gefördert mürben. Natürlich gehören dazu Wanderungen in unserer herrlichen Gegend. Bon dem Gedanken ausgehend, daß die Wanderlust durch schöne Bilder aus der Gegend angeregt werden möchte, hatte man den Wettbewerb ausgeschrieben. Acht Bewerber hatten Oel- und Bleistiftskizzen und Photographien ein» gereicht, und alle haben Lobenswertes, zum Teil sogar künstlerisch Gutes geleistet. Statt der üblichen flachen Bilder, die möglichst viel darstellen wollen, aber ästhetisch oft möglichst Unbefriedigt lassen, sah man da vortrefflich akufgefaßte Blicke, zum sLeil auch in der Farbe und Schattierung wohlgelungene Kunstwerke. DLan konnte sehen, was der Photograph durch die Wahl des Papiers, durch Ab- fchwächen und Verstärken und andere Hilfen leisten kann. Es wäre eine Freude, solche Bilder ober auch bic Skizzen «nes gutbegabten jungen Künstlers auf Ansichtskarten wiederzufinden. Vortreffliche Sack>en vom Gleiberg, Kloster Arnsburg, aus Wetzlar, Alsfeld, vom Lahntal, selbst aus uni'ereit Steinbrüchen und Bergwerken zeigten, was alles der KmtMeu-nd finden wie sehr unser Land es wert ist, weiter bekannt zu werden. Sie spornten auch zur Nacheiferung an: hoffentlich können hrir übers Jahr wieder von neuem ein so hübsches Stück Hessenkunst sehen! ** Der Zusammenbru ch der Hassiawerke. Unser Berichterstatter erklärt auf die gestern von uns veröffenttichte Zuschrift des Konkursverwalters: Ich habe mich bei Niederickrrift des Artikels nicht von persönlichen (Stimmungen leiten lassen. Wenn ich es unterlassen habe, die Erklärung des Mitgründers der Hassiawerke, Jakob Stein, die dieser dem Konkursverwalter wegen seiner Unterschrift unter dem Gründungsprospekt gegeben hat, anzuführen, so geschah dies, weil diese Erklärung den Tatsachen gegenüber keine Bedeutung hat. Welche Ausstellungen weiter an meinem Berichte zu machen sind, werden die gerichtlichen Verhandlungen ergeben. Im übrigen ist noch nachzutragen, daß das Auttnnobil nicht 18 000, sondern nur 11500 Mark gekostet hat. •* Die Kinderklinik in Gießen, deren Erbauung vom Patronat für Mutterschutz betrieben wird, geht ihrer Verwirklichung entgegen. Als Bauplatz hat der Staat das Gelände zwischen dem Anwesen des Drogisten Seibel und der Augenklinik zur Verfügung gestellt. Die Stadt Gießen hat sich bereit erklärt, zu den Kosten des Baues Mk. 15 000 herzugeben. Gleichzeitig soll mit der Klinik eine Schwesternschule errichtet werden. ** Das Ende der Freifischerei in der Lahn. Von altersher war es jedermann gestattet, in der Lahn von der Mündung der Wieseck bis au die preußische Grenze mit der einfachen Handangel zu fischen. Man hat in den letzten Jahren wiederholte Versuche gemacht, diesen wilden Anglern das Handwerk zu legen, aber immer vergeblich. Nun hat aber, wie schon mitgeteilt, eine Verfügung des Ministerium das alte Recht der Freifischerei in den schiffbaren Flüssen Rhein, Main Und Lahn, soweit diese hessisches Gebiet berühren, vom 1. August an aufgehoben. In Zukunft ist das Fischen mit der einfachen Hand angel in den schiffbaren Gewässern den Personen gestattet, die eine Angelkarte lösen. Die Karte wird vom Kreisamt verausgabt und gilt nur auf die Dauer eines Jahres. Der Preis ist für in Hessen wohnende Personen auf 3 Mk., für nicht in Hessen wohnende Deutsche auf 8 Mk. und für Ausländer auf 15 Mk. festgesetzt. Mit dieser Verfügung ist der Rest einer Freiheit auch in Hessen dahin, die tn Preußen schon längst nicht mehr bestand. "'Wegen der Rieder-Mörlener Bluttat ist nunmehr die Anklage gegen die Täter erhoben, die auf Raubmord und Beihilfe zu dem Verbrechen lautet. Die Verhandlung wird in der kommenden Schwurgerichtstagung erfolgen und da die Sache verhältnismäßig einfach liegt, nur einen Tag in Anspruch nehmen. ** Die Trockenperiode dauert unverändert cm, wenn auch die Hitze während der letzten Tage etwas schwächer geworden war. Seit dem 5. August sind die höchsten nachmittägigen Schattentemperaturen unter 30° C geblieben. Sie hielten sich meist zwischen 26° und 28° in den. Ebenen, 21° bis 23° auf den Höhen der Mittelgebirge. Niederschläge fielen im allgemeinen nicht, doch erhielten einzelne Orte stärkere Gewitterregen (Kassel). Ein naher Witterungsumschlag schien bereits Ausgang voriger Woche bevorzustehen. Ueber dem Ozean erschienen in rascher Folge mehrere Zyklonen, zogen aber nordostwärts ab, so daß nur ihre fstandwirbel Deutschland berührten und die oben erwähnten Strichgewitter verursachten. Nach Auslösung der Tiefdruckgebiete hat sich von dem großen subtropischen Hochdruckgebiet bei den Azoren wieder ein Ausläufer abgetrennt und ist um 8. 'August ostwärts über Deutschland gewandert. Das hatte eine abermalige Verstärkung der Hitze und Trockenheit im Gefolge. Bei östlichem Winde, der bis in großen Höhen weht, herrscht außerordentliche Trockenheit. Es ist nicht anzunehmen, daß jetzt ein r a s ch e r Witterungswechsel stattfindet. Vielmehr ist zunächst mit einem weiteren Anstieg der Tageswärme zu rechnen, dem dann allerdings ein allmählicher Uebergang zu kühlerer Witterung mit Regen folgen dürfte. Die meteorologi chen Bedingungen sprechen für einen nicht sehr fernen Witterungsumschlag. ** Die diesjährige Honigernte ist gmu vorzüglich, so daß die Züchter für die vorhergehenden honig- armen -Jahre entschädigt werden dürften. Man hat Beispiele, wo ein einziges Volk 40 bis 50 Pfund Honig lieferte. Den meisten Honrg liefert zurzeit der zweite deutsche Klee, und zwar ist die große Trockenheit der Honiggewinnung durch die Bienen recht günstig. In weniger trockenen Jahren werden nämlich die Röhrchen der Blumenkerne fo sang, daß die Menen nicht an den Nektar gelangen können, infolge der Trockenheit sind aber diese Röhrchen so kurz geblieben, daß die Immen mit ihren Rüsseln den Blüten- honig auffäugen können. ** Der Gießener Radfahrer-Verein 1885 beteiligte sich mit gutem Erfolg an den vom Deutschen Radfahrer-Bund anläßlich des 28. Bundestages in Frankfurt a. M. abgehaltenen interessanten sportlichen Wettbewerben. Im Preiskorso, Abteilung für Vereine bis zu 35 Bundesmitglieder und 125 .Kilometer Entfernung erhielten die 85er den 2. Preis. Im Mannschaftsfahren über 100 Kilometer, eine der wichtigsten Konkurrenzen des Bundestages, errang der Verein eine Bundesplakette. Die Fahrt ging über Mörfelden, Darmstadt, Auerbach, Bensheim und zurück. Die gefahrenen Zeiten wurden stark beeinträchtigt durch die schlechte Beschaffenheit der Straße zwischen Bickenbach und Zwingenberg, sowie durch das Straßenpflaster in Darmstadt. Am Start erschienen 32 Mannschaften aus allen Teilen Deutschlands mit etwa 300 Fahrern. Die Mannschaft der 85er (6 Fahrer und 3 Ersatzleute) durchfuhr dte Strecke in der guten Zeit von 3 Stunden 421/s Minuten. Eine weitere Auszeichnung erhält der G.R. V. 1885 sowie das Mitglied Bäckermeister Fr. Schreiner für 25jährige Zugehörigkeit zum D.R. B. ** Der Rad-Club „Germania" Gießen beteiligte >nb auck> bei dem £}. Bundesfest des Deutschen Radfahrer-Bundes zu Frankfurt a. M. an den einzelnen Wettbewerben. Bei bi Danerslihi^ über 100 Kilometer am Freitag, den 4. d. M. durchfuhr der Klub mit 11 Mitgliedern die Strecke und erfüllte bü XH'üinguiigcn m glänsenacc Weue Für diese Leistung wurdi den Herren Linker, Hartmann, Reich, Muhl, Sehrt, Weinrich Reibelmg, Ester, Schmidt, Köb und Maurer bic jilberne Bundes Medaille zuerkamck. Ebenfalls errang der Klub beim Korso- fahren m Gruppe A, in der 15 fremde Vereine konkurrierten unb wnnt den schärfsten Wettbewerb aufzuweisen hatte, den 2. Preis Im Manuscva 1 tssahreii über 100 Kilometer am Montag, den 7. d. M. konnte der Klub infolge zahlreicher Schlauchdefekte smvie Felgenbruchs fernen Platz belegen und war hierdurch leider qe- zwungen, das Rennen aufzugeben. Eigentümer gesucht. Bei einem jungen Mann wurden hier zwei gestohlene Fahrräder beschlagnahmt Während der Eigentümer des einen RadeS bekannt ist, ist der eines Werl-Rades mit Fabrik-Rr. 42 416 noch festzustellen Sa5 Rad ist nicht als vermißt angezeigt. Der Eigentümer kann sich auf der Hriminalabteilung de§ Großh. Polizeiamtes melden. Tas Kais.'r Wilhelm-Regiment fährt mcht, wie ursprünglich festgesetzt, um 308 nachts zur Truppenschau nach Mainz, sondern wegen der früheren Ankunft deS Kaisers schon um 210. Die Rückkehr erfolgt abends um 1040. Landkreis Gießen. # Heuchelheim, 7. Aug. In unserer Gemeinde wurde bisher von einem Unternehmer mit einer Lokomobile für einzelne Bevorzugte elektrisches Licht und Kraft erzeugt. Mit der Zeit wuchs der Bedarf an Elektrizität, doch konnte der Unternehmer mit seinem Betrieb dem nicht Nachkommen. Unser Gemeinderat verhandelte mit der Stadt Gießen wegen Lieferung von Strom für den kommenden Winter. Inzwischen aber ist dem Unternehmer die weitere Herstellung von Elektrizität mit seiner unzulänglichen Einrichtung unmöglich gemacht. Wie wir nun erfahren, liegt eS an unserem Gemeinberat, wenn die Verhandlungen mit der Stadt Gießen inS Stocken geraten sind. Man hat an zuständiger Stelle in Gießen erklärt, daß, wenn jetzt wirklich noch ein Vettrag zwischen unserer Gemeinde und der Stadt Gießen zustande kommt, eS unmöglich sei, die Anschlüsse dis 1. Oktober d. Is. herzustellen. Diese Aussicht ist natürlich keineswegs erfreulich, aber eS steht zu hoffen, daß unser Ge- memderat die Angelegenheit nunmehr eifrig betreiben wird. Kreis Büdingen. △ R'idda, 7. Aug. Dem Helden von Chambord, Hauptmann Kattrein, ist von der Vertretung und dem Kriegerverein jetzt eine Gedenktafel gewidmet worden, die am 20. August enthüllt werden soll. DaS Geburtshaus deS Hauptmanns Kattrein befindet sich im Besitz deS H. Katz. Kreis Friedberg. x Bad-Nattheim, 8. Aug. Der gestern gemeldete Raubanfall auf eine Dame trug sich wicht in Friedberg, sondern hier in der Nähe der katholischen Kirche bei den Gradierwerken zu. Vom Täter ist noch nichts bekannt. F.C. Vilbel, 8. Aug. Bei den Ergänzungswählen zum hiesigen Gemeinderat siegten die drei Kandidaten der bürgerlichen Parteien (Heinrich Waltz (475 Stimmen), Wilhelm Pb. Klö ß (475 Stimmen), Philipp Ehr. Ferd. Heß (473 Stimmen). Die Gegner, die Kandidaten der Sozialdemokraten, brachten es mir auf 425 bezw. 417 Stimmen. Der Gemeinderat zählt von jetzt ab sieben bürgerliche und acht sozialdemokratische Mitglieder. Kreis Wetzlar. — Lau nsbach, 9. Aug. Gestern abend um ^6 Uhr brach in dem Hause des Metzgermeisters Gustav Greil ich Feuer aus. Beim Auslassen von Schmalz fing das siedende Fett Feuer, wodurch eine heftige Explosion entstand, die in kurzer Zeit das ganze Anwesen mit allem Mobiliar vernichtete. Glücklicherweise konnte daS vier Wochen alte Kind gerettet werden. Die Feuerwehren von LaunSbach, Wißmar und Krofdorf mußten sehr angestrengt arbeiten, um das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Um s/48 Uhr brach daS Gebäude in sich zusammen. Hessen-Nassau. □ Marburg, 8. Aug. Das historische Spielwerk an der wieder hergestellten Rathausuhr ist nun wieder in Betrieb gesetzt worden. Der neue Hahn hebt bei jedem Glockenschlag seine Flügel, leider hat er daS Krähen trotz aller Bemühungen nur wenig oder gar nicht gelernt. Um so kräftiger tutet der Wächter in fein Horn, während der Tod nur jedesmal von Stunde zu Stunde seine Sandbüchse dreht und die Weltkugel alle 12 Stunden ihre Umdrehung macht. Für die Instandsetzung hatten die städtischen Körperschaften 1500 Mk. bewilligt. — Der Männer-Gesangverein ,ßie ber- kranz" errang bei dem GesangS-Wettstreit in Dillenburg den 1. Ehren- und Kaiserpreis, sowie außerdem in der 1. Stadtklassc den 4. Preis. Airche ttttö Schule. Harnacks Antwort an Jatho. Die „Chrisü. Welt" veröffentlicht die Antwort Harnacks auf den offenen Brief Jathos. Darin wird u. a. erklärt: Sic behaupten, daß ich Ihre Chriftusauff assüng niefc nur im wesentlichen teile, sondern auch als akademischer Lehrer und theologischer Forscher vertrete. Nichts kann unrichtiger sein. Sie schreiben: „Seit Christus fein übernatürliches Wissen mehr hat, kann er uns auch nichts Adaßgebendes mehr über Gott sagen. Er ist ja selbst ein Gottsucher geworden wir wir, wenn auch einer der erfolgreichsten." Niemals habe ich so gelehrt, und jeder, der meine Bücher gelesen ober mich als Dozent gehött hat, muß das wissen. , ©ottepegriff — ich habe mich in der Bvrleftms gehütet. Sie als Monisten oder als Phanteisten zu bezeichnen^ ich habe, mich überhaupt jeder Bezeichnung enthalten, da ich ganz außer Stand bin, Jliren Befemitnissen über Gott einen einheitlichen Sinn abzugewinnen Wohl aber hatte ich die Pflicht, auf Grund einer Reibe Ihrer Aussagen den christlichen Gott» begrifi dagegen m Schlitz zu nehmen, daß er nicht mit dem Nattrrge)etz identifiziert werde; denn diese Behauptung ftifet alles mn, was der Christ in seinem Gottesglauben, wie ihn Jesus zur Erkenntnis gebracht hat, besitzt. vermischter. .. * 3™ ® ef ittben desüberfaliLuen GeldVrie^ ° $ c r Zacher rn Straßburg ist eine Verschlimmerung nicht env M^sen ^ll er eine Summe von Ä..ors^o000 Mark bei sich gehabt haben, die bei einem iDf glücklichen Ausgang des Uebersalls dem Täter in die Hände gefallen SSS X t' mtc Nachforschungen der Kriminal- Polizei ergeben hab^i, em Student namens H ermann ßnt 4- Juli und zwar als von Charlotten- bürg kommeiid, hier angemefoet gewesen ist. Die Leiche ist m der Anatomie beihmmt als die des Hossmann anerkanM worden. .fiI . 1 '\eAn b ? e v U 11 regelmäu »gkelt ist der fron- wüsche UnlerriUttSmimUer. Vom 1. Oktober d. I. ab sollen näm- .'eu*c Anordnung in de»l Schulen Lehrbücher emgelühtt mC-r h6;»' m bcnlen..^c Behandlung der Grammatik sehr vereinfacht r tz. die unregelmäßigen Zeitwörter, überhaupt alle Unregelmäßigkeiten, Und aus dem Lehrplan gestrichen. Unregelmäßigkeüen surd in Zrankrelch dann bem höheren Unterricht Vorbehalten, außerdem aber den fremden erlaubt, die Französisch lernen wollen. Kleine Lagerchronik. Berliner Blätter melden: In bem Befinden veS • c<&CTr-1 er verletzten Schutzmanns ..agcr ist eine Besserung cingetretcn. Der v k^ug Paris — Köln — Berlin fuhr am Tiens- to.9 . 11 5 Minuten bei Frellstedt in eine S1 Gttis beschchttgte Kolonne Arbeiter. Wie die „Braunschw. ,7ai$r-" metben, wurden z wer Arbeiter getötet. ~rr Zug erlitt eine Verspätung von einer halben Stunde. x\n et in b u r g wurden wegen Veruntrenuuz bei der Dortigen Rerchsbankhauptstelle im Betrage von 250 00C- Mark die Beamten Wegener unp Hamann vsrhaltetz einet o( tf noch barte •iMaldniieiikibrit b i a g e r 3old n ro a l b und bte starb nach langen, schweren Leiden Haberkorn Marie Karl Haberkorn 4937 Haus- u.Küchenqerätehlindl. Bioqlobin Pirfnola, Phonola nd Phonola-Piano 2150 - 2650 ML 1250 und 950 Mk. Klarierstiiemen Kytthäuser-Technikum Frankenhausen lne»nleur- u Werkmeliler ibtelluno. Grotte t#aschigen • Lnlorrter. Blousen Mt bet | Unl 1040 Ssascir kLZ t^qt<üä Vertretungen: Beehiteta, Berdux, Kaps, Knauß, Mand, Schiedmayer, Thürmer, Hofberg, Mannborg. :: :: :: finb fle imt nacht voll ' dre drer Kandidaten Aufpolieren von Pianos --—Besitzer: Georg Rewe Leute. Asert. oorrügt- v. ?lua. Tie ßlaS’abrif Stt:icn»®eleG|d»a*t Heute früh 4 Uhr meine Schwester Eis- und i Fliegenschränke emoftehlt zu äu bersten Preisen der GerichtSschreiberei Großh. Amtsgerichts Gießen nieder, gelegt. De/e Gießen, 8. August 1911. Raab, Rechtsanwalt als Konkursverwalter. sägemüble und SDtÄbrfhSdXrnn die Poflhaltevei unb anomx Gespielte Pianinos, Flügel und Harmoniums sind meistens in größerer Zahl vorrätig (30 bis 1200 Mk.) e tabiboten btt fei' «5 beju. 417 Simm Casseler Schirm-Fabrik Gleasen. Seitenweg U Beparatnr»n schnell und tt :: billig :: i: bestem abend um i/,6 Uk "Meisters Gustav Greil:; Schmalz fing da? (itber: Explosion entstand, bit tit allem Mobiliar ver> e daS vier Wochen ot lerwehren von LauE )r angestrengt arbeiten,» ieschränken. Um s/t8 Ui d. i. 2% von 12553 Mk. 39 Pfg. der Lumme der Forde« die bei der Verteilung zur Berücksichtigung kommen im 76. Lebensjahre. historische Cpielrec' rsuhr ist nun t* e $af)n hebt btt ]tbm hat er daSWstch : gar nicht gelevi. n Horn, während bnlrt de seine Sandbüchse bttk m ihre Umdrehung wt städtischen Rörptdd)o-r ler-Gesangverein,Liede: ^.Wettstreit in Dillendr . i 8, sowie außerdem in V rungen _ _ Em Verzeichnis dieser Forderungen habe ich gemäß § 151 der KoukurS-Ordnung zur Einsicht der Beteiligten auf einiuiMeab sollen Bekanntmachung. Für die nichtbcvorrechtigten KoukurSglänbiger deS verstorbenen Gastwirts Ehr. Tuill in Gießen beträgt der zur Verteilung verfügbare Masscbestand 251 Alk. 05 Pfg., :l>°"be(le W M (Po tu- geruhtet, daß er tot liegen blieb. Die Leiche nneS über 50 Hieb, unb Stich-Wunden auf Tic Täter wurden verhaftet Lj 1 X. \ nie existiert hat und auch in Zu- kunft nicht ubertroflen werden ' kann. Gebr. Jiillmann. Glewwen« n„ Schule. t Jatho. Die harnacks auf den oh® i. ersiärt: iristusauffassuv^ auch als akadem'lcher M Nichts-«LM» Bad Brückenau Pension Sinnthalhof. 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Die Abholung der gefundenen Gegenstände kann an jedem Wochentag von 11 bis 12 Uhr vormittags und 4 bis 5 Uhr nachmittags bei unterzeichneter Behörde Zimmer Nr. 1 erfolgen. Gießen, den 5. August 1911. Großherzoglicheö PoltAeiamt Gießen. Gebhard t.__________________ ib zeichnitz der Forderungen, die bei der Verteilung berück- sichttqt werden, auf der «erichtsschrciberei Großh. Amts- gcnchts Gießen zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt. Für die ntchtbeoorrechttglen Forderungen von 14 990 TiF. 47 Pf^. flehen 449 Mk. 74 Pfg. zur Verfügung, sodaß 3% zur Verteilung kommen. De/e Gießen, 8. August 1911. Raab, Rechtsanwalt als Konkursverwalter. Brennholz! Lannen Abfallbolz. kurz gefchmtt., lote oder gebündelt, bet maggou weisem Bezug iranko Station bitt, abzugeben. ZcbrihL Angeb. unt. 4!J3b an den (Miefe. rln»eiger erbet. Gold nwrt Ist ein roftge», fuaenbfrifdj« hntlltl unb ein reiner, jarter, |u echte Ltcckenvserd LUieumilch - Seite v. 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