X w.*‘V il beträgt tplatz 2 von das die den wir Srischen Breite und Länge von etwa 1:8, beim Finowkanal 1:9. ei letzterem Verhältnis — die gegebenen Bedingungen scheinen dort- ähnlich zu liegen, wie auf der Lahn — würden wir cinfa Schissslänge von 48 Meter bekommen. Wir sind aber etwas Nach Abzug des Gewichts von Motoren, Hebezeugen und 'wnstiger Ausrüstung wird das vor Ihren Augen entftanbene Schiffchen eine Tragfähigkeit von vindestens 2 1 0 Ton- juen haben, d. h. das Fassüngsvermögen von 14 Eisenbahnwagen ntrag Ubr in der groben M chott, Hamburg [, ii. ,|,.GuÄ««dW- w» IW* Anian« 811 weit Auitreien des i. Holl. Hoskiinstier. mü Ira iwirkung von Madame ii 'Broaramm. Die neues, — Die gehelmnim luiion der Gegemvari. i ,e lang das ganze Leck 19 verletzt. Auftreten: itlHe Kraft. Räticlb: nach uniidjibnre Sraiie. tben zuletzt inJHien, K »raß mar der tlnbraa ein mit ausieichlen und y 'ehren muhten. - In L ;n 3 Mai vorigen ZW "LH- xstzSs wrterhalb dieser Ziffer begrenzt, indem zwei neuere Schleusen auf der Lahn, Oberlahnsteür und Kalkofen, eine irutzbare Länge von 45 Meter haben. Es ist dies das Verdienst des Wasserbau- Inspektors Cuno-Dietz, der 1875 ein ähnliches Projekt vorschlug und die beiden neuen Schleusen bereits entsprechend gestaltete. Aie übrigen altenSchleusen haben nur 32,6 Meter Länge. - Tie Lahn hat s cha r f e Krü m mu n g en: also brauchen wir ein leicht bewegliches Sckifs. Ein Fahrzeug, das an einer Leine gezogen wird, ist nie leicht beweglich; es ist Entgleisungen durch schieien Zug und Anstößen ausgesetzt. Folglich geben wir unserem Schiff einen eigenen Antrieb und setzen eine Maschine hinein. Dazu bietet sich nach dem heutigen Stand der Technik am vorieil- hastelten der Rohölmotor. Er ist klein und leicht, nimmt allo nicht so ^viel wie eine Dampfkesselanlage von Raum und Nutzlast des Schiffes fort. Außerdem arbeitet er sehr billig, nämlich die Pferdekraft und Stunde wohl zu 3 Pfg. Brennstoft- Kosten. Ta die scharfen Krüminungen der Lahn eine besonders glute St^erfähigkeit des Schiffes verlangen, verteilen wir Kraft auf zwei Motoren und zwei Schrauben. Wenn von l-rtzteren eine vorwärts, die andere rückwärts arbeitet, können tad Schm saft auf dem Fleck drehen. Tie kleine Lahmvasferstraße ist unbedingt abhängig der großen Wasserstraße des Rheins. Also muß___ Schiff auf dem Rhein verkehren können: es muß stark gebaut sein; dabei aber möglichst leicht, um, wie schon bei der Maschine bemerkt, nicht zu viel Nutzlast einzubüßen. Folglich bauen wir es aus Stahl. Ten Oelmotoren geben wir die für den Rhein ausreichende Kraft von zusammen 40 P.S. entsprechend 7 Kilometer durchschnittlicher Geschwindigkeit in der Stunde in stillem Wasser. Diese Motoren wiegen nur rund je 2 Tonnen! Damit haben wir unser Schiffchen fertig, organisch aus den gegebenen Bedingungen herausgewachsen, und überlassen die weiteren Einzelheiten den Leuten vom Fach. Es wird nachher ein Betrag für die Pläne des Schiffstyps erbeten werden; Kopien derselben sollen später den Interessenten zu ermäßigten Preisen zeur Verfügung stehen. 2luf diese Weise erhält die Lahn eine einheitliche Flotte von konstruktiv durchgebildeten modernen Schiffen. vorhandenen Schleusenanlagen benutzt werden können. Tie Lahn ist nicht tief; also darf das Schiff auch nicht lief gehen. Wählen wir im Anschluß an das Regierungsprojekt eine Fahrrinne von 1,8 Meter Tiefe. Diese, aber keine größere, läßt |ich bei Einschaltung einiger neuer Staustufen ohne außerordentliche Baukosten erreichen, das Schiff darf dann 1,5 Meter Tiefgang haben. Wenn em Schiff schmal und flach wird, so muß es wenigstens verhältnismäßig lang werden, damit die wirtschaftliche Tragfähigkeit herauskommt, lieblich ist bei Flugschiffen ein Verhältnis zwischen Breite und Länge von etwa 1:8, beim Finowkanal 1:9. 5N !1B ...... zu 300 Zentner. Sowohl der Anschaffungswert wie der Widerstand, d. h. Fortbavegungskosten des Schiffchens vergleichen sich sehr vorteilhaft mit dem Eisenbahnzug. Wir haben das Schiff konstruiert, indem wir uns nach der vorhandenen Wasserstraße richteten. Gehen wir jetzt zu den Verbesserungen über, die notwendig sind, um die Straße leistungsfähig zu machen. Es sind da zunächst zwischen )en gut kanalisierten, d. h. ebenen Stellen der Lahn anbere zu stark geneigte Stellen. In diesen läuft das Wasser im Sommer ab und schießt in der nassen Jahreszeit mit solcher Geschwindigkeit jerunter, daß die Schiffe nur mit äußerster Mühe gegen den Berg arbeiten. Beides wird durch Einbau eines neuen Wehres be- eitigt; aus der schrägen Wasserebene werden zwei horizontale Wasserbecken hinter- und übereinander. Das Schiffchen fährt anft in der unteren Etage der Schleuse ein, wird in dieser ohne eigene Anstrengung wie in einem Aufzug gehoben und fährt eine Etage höher weiter. Ten Platz der neuen Stauanlagen wählen wir nach der kompetentesten Schrift die darüber existiert, nämlich dem 300 Tonnen-Projekt der Regierung. Während dieses aber mit Rücksicht auf sein großes Schiff, das sonst nicht zur Tür hereinginge, alles Vorhandene kassieren müßte, machen wir uns aas Vorhandene für unser schlankeres Fahrzeug zunutze. Es bleiben damit Werte cxhalten, die auf 15 Millionen Mark geschätzt werden. Die vorhandenen Schleusen werden von 32,6 Meter, auf 45 Meter verlängert, die neuen nur in dieser Länge hergeftellt. Da wir keine Schleppzüge, sonderst Selbstfahrer vorsehen, brauchen wir keine langen Schleusen. Aus demselb.n Grunde werden die neuen Schleusenkanäle so kurz wie möglich-, bemessen. Ebenfalls können Geradelegungen und Durchstiche fortfallen. Da das Schilt schmal ist, wird auch die Fahrrinne schmaler, 13 Meter statt 20 Meter des Regierungsprojektes in der Sohle. 13 Meter ist die Lahnflußrinne sowieso meist breit; für die, zusätzlichen 7 Meter r.ps Regierungsprojcktes hätte sehr viel weggebaggert werden müssen. Da wir im allgemeinen den alten, Flußlaus erhalten, ermäßigen sich auch die Kosten für neue Böschungsbefestigungen. Jetzt kommen die Zwillings-Schmerzenskinder der Lahnkanalisation: Ter Schiffahrtstunnel in Weilburg und die niedrigeEisenbahnbrückeinWetzlar. An dem Tunnel ändern wir nicht^'und an den Brücken auch nichts. Für den Tunnel ist ja unser Schiffchen nach Breite und Tiefe eigens gebaut. Die Wetzlarer Brücke dagegen bringt ein neues Element in die Rechnung, nämlich die Höhe. Der Abstand zwischen dem mittleren Wasserspiegel und bei Brücke beträgt nur 2,80 Meter! — Eine Senkung bes Wasserspiegels kostet rund eine Million. Also gehen wir wieder zu unserem Schiffskonstrukteur und lassen die festen Teile des Schiffes so niedrig wie möglich machen, und alles, was höher geht, zum Umlegen einrichten. Namentlich werden das Ruderrad und der Platz des Steuermannes eine besondere Anordnung erhalten müssen. Das Schiffchen wird dann für die Durchfahrt 'eine Gesamthöhe von 3 Meter haben. Wenn es beladen ist, also 1,50 Meter unter Wasser und 1,50 Meter über Wasser und wir haben darüber 1,30 Meter Spiel. Leer wird es etwa 40 Zentimeter tief gehen; bann ßnd bei Mittelwasser nur 20 Zentimeter zwischen dem höchsten Punkt des Schiffes,und der Unterfante der Brücke. Für diesen hoffentlich seltenen Fall, daß das Schiff ganz leer geht, sowie bei höheren, Wasserständen, muß es durch Einlassen von Wasser ober mit Hülfe von Stein- balaft gesenkt werden, eine Manipulation, die Sie gelegentlich am eisernen Steg in Frankfurt beobachten können. ^Für die Zinsen einer ersparten Million kann man schon viele L>chifschen im Jahr senken und heben. » Die Sparsamkeit webt sich tote ein roter Faden durch den Entwurf des Flußweges durch. Was schließlich Häfen als Schutzplätze für die Schiffe anlangt, so weist schon das Regierungs- projekt darauf hin, daß die Schiffe teils in, den langen Schleusenkanälen während der Eisgefahr Unterkunft finden können, teils lieber die Rheinhäfen Oberlahnstein, Koblenz, Ehrenbreitstein aufsuchen werden, da diese länger eisfrei bleiben. lEs ist bekannt, daß ich in der ersten Darlegung, die ich über das 210 Tonnen-Projekt verbreitete, die Bausumme auf etwa 8 Millionen Mark schätzte. Seitdem hat die preußische Regierung in entgegenkommender Weise das 300 Tonnen-Projekt dem Lahnkanalvcrein zur Einsicht zur Verfügung gestellt. An Stelle der freien Schätzung konnte ich einen Kostenüberschlag auf besseren Grundlagen aufstellen. Er beläuft sich auf etwa 10,5 Millionen Mark für Preußen, wozu vielleicht eine halbe Million Mark für Hessen kommen wird, zusammen also 11 Millionen Mark. Dabei sind die hohen Einheitssätze des Regierungsprojektes verwendet. Es wird nachher eine namhafte Summe erbeten werden, um das Kanalprojekt .für 210 Tonnen-Schiffe von Grund auf durch einen anerkannten Fachmann bearbeiten zu lassen und in späteren Verhandlungen mit der Regierung unanfechtbare Ziffern vorzubringen. Ich bin der Meinung, die Ergebnisse dieser detaillierten Uistersuchung nicht abzuwarten, sondern ohne Verzug an die Regierung heranzutreten. Eine Million mehr oder minder an Baukosten stürzt unsere sonstigen Schlußfolgerungen nicht um. Mit dem Warten aber verlieren wir kostbare Zeit in diesem politisch günstigen Moment, in dem sich das allgemeine Interesse auf Schiffahrtsabgaben und Schiffahrtskanäle richtet. Einen gewissen vergleichenden Anhalt über die Baukosten gibt uns das alte Euno'sche Projekt von 1875. Dieses sieht für 96 Kilometer in der hier gedachten Ausführung eine Ausgabe von 5,8 Millionen Mark vor. Dem würden für die Gesamtlänge von 142 Kilometern 8.6 Millionen Mark entsprechen. Wenn wir heute statt diesen 11 Millionen sagen müssen, so liegt dies in dem geringen Werte des Geldes heute gegenüber 1875. Mit den 11 Millionen Baukapital sind wir bei der Sache angelangt, die uns alle beim Lahnkanal am meisten interessiert. Eine im Saal aushängende Tabelle gibt die notwendige Höhe der Abgaben auf verschiedene Frachtenmengen bei 10, 11 und 12 Mill. Mk. Baukapital. 68 Millionen .Tkm Verkehr wurden von den preußischen Regierungsvertretern in der Gießener Konferenz ausgerechnet. 100 Millionen tkm auf das Drängen Interessenten hinzugeben. Hier sind außerdem 150 Millionen tkm vergleichsweise baneben gesetzt; denn die Entwicklung des Dortmund—Emskanals zeigt, ebenso wie andere Statistiken, daß bei brauchbaren Wasserstraßen die Frachtmengen stets wachsen. Tie Ziffern der Tabelle schwanken zwischen 0,318 und 0,821 Pfg für den tkm. Welche Angabe wird also der Staat als Entgelt für Herstellung und Unterhaltung des Wasserwegs verlangen? In der Tabelle sind weder die Einnahmen eingerechnet, die aus den neugewonnenen Wasserkräften von ca. 4000 PS gezogen werden können, noch der indirekte Nutzen des Kanals an allgemeiner Wohlfahrt und Steuerkraft, der eben nicht geschätzt werden kann. Auf dem Dortmund—Emskanal bezahlt die höchste Güterklasse 0,35 Pfg. Es dürfte daher auf der Lahn eine Abgabe von 0,36 Pfg./tkm reichlich fein. Nimmt man diese Abgabe an, so wird vielleicht in den ersten Jahren der Staat einige 10 000 Mark Ausfall gegenüber der spitzen mathematischen Rechnung haben, aber der spätere Verkehrsausschwung wird den Ausfall mehr wie einbringen und wir dürfen wohl das Zutrauen haben, daß die Politik der Preußischen und Hessischen Re- gierungenüberdenaugenblicklichenPsennighin- a u s schaut. Eine hohe Ansangsabgabe würde den Verkehr erdrosseln! Wesentlich sicherer als die wahrscheinlichen Fracht- mengen, auf die die Bemessung der Abgaben sich stützen muß, lassen sich die Schisfahrtsselbstkosten feststellen. Ihre Berechnung Von 1000 Mk. M Verlöre» "Ichivarzbrau^ ' ii dein 'bregc, SaalC t(i enttou,e®)3s Die Lahnianalisationrfrage. eh. Limburg, 8. Jan. Die seit Jahren betriebene Frage der Schiffbarmachung der Lahn hat mit der heute hier abgehaltenen Hauptversammlung des Lahnkanalvereins einen ivesent li-chen Schritt vorwärts gemacht, da die Versammlung sich für das von Direktor Bansa von Limburg ausgearbeitete Projekt einer Lahnkanalisierüng für Schiffe von 210 Tonnen Z r a a f ä h i cj f ei t aussprach. Bei der Durchführung dieses Proieltes wurden die Baukosten etwa 11 Millionen betragen, während sie bei dem seither betriebenen Projekt für 300 Tonnenschiffe dreimal so groß fein würden. Dadurch würden die Schiffsfrachten sich fo niedrig stellen, daß die Schiffahrt für Massenartikel den Wettbewerb mit der Eis.nbahn sehr gut au nehmen kannten mrd die Rentabilität damit wohl sicher gegeben sein würde. Die Versammlung war sehr gut besucht. IL a. waren anwesend Regierungsrat Dr. Merck-Gießen als Vertreter der Provinzialdirektion Gießen, Vertreter der Handelskammern im Lahngebiet von Gießen (Bergwerksdirektor M ü n k e r) bis Koblenz, Landrat Bächting-Limbukg, von der Wasserbauinspektion Diez Baurat Richter, mehrere Parlamentarier usw. Der Vercinsvorsitzende Generaldirektor Kaiser, erstattet? zunächst einen Bericht über den gegenwärtigen Stand der Lahn- kanalisierungsfrage. Er berichtete besonders über die in Gießen am 4. Juni v. I. abgehaltene Versammlung der preußischen und hessischen Regierungsvcrtreter mit den Lahnschiffahrtsinteres- senten Diese Versammlung beschäftigte sich mit dem im Auftrag der preußischen Regierung von der Wasserbauinspektion Diez aus- gearbeiieteu Projekt einer Schiffbarmachung der Lahn bis Gießen für 300- bezw. 400-Tonnenschiffe. Dieses Projekt würde sich für die preußische Strecke auf 31,2 bezw. 33 Millionen Mark stellen, oder für Den Kilometer auf 247 000 Mark. Die 4,4 Kilometer lange hessische Strecke, die ein Wehr, eine Schleuse und einen Hafen bei Gießen erfordert, würde 1,8 bezw? 1,9 Millionen kosten. Durch diese hohe Bausumme würde für Verzinsung, Tilgung, Betrieb und Unterhaltung ein sehr hoher Betrag erforbrt werden daß für die 4neisten Massengüter sich die Bahnfracht mindestens nicht teurer stellen würde. Nach längerer Besprechung wurde das Ergebnis der Verhandlung dahin zusammengefaßt, daß die Sache nicht weiter verfolgt werden solle, bis die schwebende Frage der Eisenbahntarife entschieden und auch die Frage gelöst sei, ob und in welcher Höhe die Strombaukasse für den Rhein Zuschüsse zu der Lahnkanalisation leisten werde. Späterhin habe der Lahnkanalverein eine Vorstandssitzung abgehalten, in der ein neues Projekt aufgetaucht sei, nämlich der von Direktor Bansa- Simburg, gemachte Vorschlag? die Lahn anstatt für 300-Tonnen- schisse für solche von 210 Tonnen Tragkraft zu kanalisieren. Dadurch würden die Baukosten für den Lahnkanal so erheblich verringert, daß die ganze Frage damit in ein neues Stadium trete. Direktor Bansa macht bann über das von ihm vertretene Projekt etwa folgende Ausführungen: Es ist eine fundamentale Binsenwahrheit, daß der Transport auf dem natürlichen Wasser billiger einfteht, als auf künstlichen Schienen. Wenn also die Beratungen zwischen Regierungen und Interessenten am 4. Juni 1910 in Gießen für uniere Lah.i das Gegenteil ergaben, und der Lahnkanal als unwirtschaftlich bezeichnet wurde, so mußte in der Beweiskette irgendwo ein Fehler stecken. Er ist auch zu finden unb steckt, weit vor ber KommissionÄ- sitzung, in der Forderung des 300-Tonnen-Schiffes, der dem sonst ausgezeichneten Regierungsprojekt eine falsche Richtung gab. Man betrachtete ein Fahrzeug als vorgeschrieben unb richtete die Wasserstraße unter enormen Kosten danach ein, statt das Fahrzeug nach der Natur des Flusses zu bemessen. Welches ist die Natur der Lahn? Wie muß also das Schiff beschaffen sein? Tie Lahn ist schmal; also brauchen wir ein schmales Schiff. Wählen wir die Breite von 5,3 Meter, weil dann die ist eben so notwendig, wie langweilig. Ich verschone Sie daher mit der Entwicklung unb gebe nur bic beiden gefundenen Hauptergebnisse, nämlich 0,745 Pfg. pro tkm für btc Lahn einschließlich drei Labe- und Löschtage bei dem mittleren Transportweg von 92 Kilometer unb 0,432 Pfennig fänden tkm Zusatzfracht auf dem Rhein ohne alle Lade- und Löschtage bei einem wahrscheinlichen Transportweg von 200 Kilometer. Aus dem Vergleich zwischen der Lahnfracht einschließlich Liegetage unb der Rheinfracht ausschließlich Liegetage erkennen Sick daß die Liegetage einen sehr bedeutenden Einfluß auf die Schiffahrts- selbstkosten ausüben. Tatsächlich kommt es für den finanziellen Erfolg eines Schiffahrtsunternehmcns am meisten auf die M- kürzung der Liegetage an. Außerdem gibt die Tabelle die Ziffern, die Dr.-Ing. Klaus in der neuesten Broschüre „Schleppmonopol ober Selbstfahrer auf bem Rhein-Weser-Kanal" aufstellt. Dieselben beziehen sich auf 600-Tonnen-Schiffe. Natürlich find bie Kosten bei 210-Tonnen-Schiffen höher. Ja, wirb bann vielleicht jemanb einwerfen, würben wir auf bem Lahnkanal mit 300-Tonnen-Schiffen boch wohl billiger fahren? Die folgenoe Tabelle gibt daher den Vergleich zwischen 300- unb 210-Tonnen- Schiffen unter Berücksichtigung ber Baukosten für den Wasserweg selbst. Nach Feststellung ber Abgaben unb ber L-chifsahrtsselbst- kosten, bie wir vorgenommen haben, brauchen wir nur noch bie Summe beider mit ber Entfernung auf bem Wasserweg zu multiplizieren, um bic Gefamtkosten bes Wassertransportes zu ermitteln. Es ist bies für bie Lahnstrecke, also für ben Lotälverkehr geschehen, unb zum Vergleich sind bie wichtigsten Eisenbahnsrachtsätze beigefügt. Selbst bie niedrigsten Ausnahmetarife, ber sogenannte. Notstanbstarif unb ber Brennstofftarif werden unterboten. Beides sind Tarife, die ausdrücklich nur für Hütten unb Bergwerke geschaffen sinb. Viel größer aber noch ist bic Spannung in ben Tariiklassen, die für die Allgemeinheit hauptsächlich gelten, bem Rohstosstaris unb bem Spezialtarif III. Das Eintreten berartig hoher Frachtspannungen ist aber nur auf solche Güter beschränkt, die direkt von ber Probuktionsstätte auf bas Schiff unb von diesem wieder direkt auf die Verbrauchsstelle kommen. Bei anschließenden Frachten auf der Eisenbahn am einen ober anderen Ende nehmen bic Umladekosten unb bie Eigenheiten bes Eisen- bahntariswesens einen bebeutenben Teil ber Ersparnis burch Wassertransport toieber weg, minbestens 9 M. für ben Doppelwaggon. „Die kleine Lahn-Wasserstraße ist unbedingt abhängig von der großen Wasserstraße des Rheins." Wir haben daher vorhin unser Schiffchen in Körper unb Maschine stark genug für ben Rhein gebaut, b. h. was die Maschine betrifft, stark genug für ben Rhein von Oberlahnftein abwärts. Dort hinaus nach Köln, Düfseldors, Duisburg, wirb unser Verkehr sich namentlich richten. Aufwärts Oberlahnstein, gegen bic starke Strömung in der (Sauber unb Binger Gegend unb nach Straßburg hinauf müssen wir eventuell zur Bergfahrt Vorspann nehmen. In Straßburg würden wir übrigens den Anschluß an die elsässischen, belgischen unb französischen Kanäle unb an ben Saarkanal finden. Während für die Lokalfrachten längs der Lahn die Entfernungen auf dem Fluß unb auf bem Schienenweg nur wenig bifferieren; ist nach den Rheinplätzen bie Entfernung auf der Eisenbahn stets sehr viel kürzer, auch die Tarifeinheiten vielfach niedriger. Diese für den Wasserweg ungünstigen Umstände merben aber dadurch wieder ausgeglichen, baß die Zusatzfrachten auf bem Rhein nur etwa drei Fünftel der Fracht auf ber Lahn find. Anschließende Frachten auf der Eisenbahn verringern, wie oben bemerkt, die Spannung zwischen Wasser- unb Bahnweg bebentenb. Wirb ber Eisenbahngüterverkehr unter ber Eröffnung des Lahnkanals leiden? wo doch die Wasserfracht sich soviel billiger stellt? Die Erfahrung hat allerwegen gezeigt, daß mit der Eröffnung des Wasserwegs ein erneuter Aufschwung der Eisenbahn Hand in Hand ging. Es werden wohl einige minderwertige Güter, auf denen unverhältnismäßige Eisenbakmfracht liegt, statt der Bahn den Wasserweg aufsuchen; aber die größten Mengen für ben Kanal werden ganz neu angebracht werden. Die Möglichkeit, durch die billige Wasserfracht Abfallstoffe konkurrenzfähig auf den Markt zu bringen, wird umgekehrt auch die Produktion hochwertiger Produkte, die ber Eisenbahn zufallen, vermehren. Die besonderen Vorteile ber Eisenbahn: Teilung ber Güter in beliebige Mengen, rasche unb unbedingt sichere Beförderung, Zusammenführung und Verteilung ber Güter von ben Hauptlinien in bic Breite auf ein endloses engmaschiges Netz von Stationen können mir mit bem Kanal nicht nachmachen. Kanal unb Bahn haben getrennte Arbeitsgebiete, bic sich nur an ben äußeren Kanten schneiben. Die Entwicklung wirb ganz von selbst bie Mengen zwischen ben beiben großen Verkehrswegen teilen. (Nach ben mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ausführungen bes Direktors Bansa teilte Generaldirektor Kaiser mit, daß der Vorstand an das preußische Ministerium der öffentlichen Arbeiten! bas Ersuchen gerichtet habe, einen Beamten zur Verfügung zu stellen, der das 300-Tonnen-Projekt für das 210-Tonnen-Prchekt umarbeiten solle. Ter Verein hat hierfür Baurat Ortloss in Aussicht genommen und schlägt der Versammlung vor, für die Arbeit 7000 Mark zur Verfügung zu stellen. Außerdem wird zur Gewinnung des geeignetsten Schiffstyps ein Betrag von 3000 Mark vorgesehen. Das Ministeriunr steht den neuen Bestrebungen sympathisch gegenüber, unb wünscht zunächst bie genauen Unterlagen bes neuen Projekts und bie genaue Ausarbeitung bes vorgesehenen Schiffstyps. Abg. Dahlem schlug in der Besprechung vor, bei dem Schiffahrtsabgabengesetz, das zunächst den Reichstag beschäftigen: wird, die Ausnahme eines Zusatzes zu erstreben, die Lahn von Gießen bis zur Mündung in den Rheinsttomverband aufzunehmen^ Damit würbe die Lahnschiffahrt abgabenfrei werden, da voraussichtlich Schiffe bis zu 300 Tonnen Tragkraft abgabenfrei gs- lassen werden. Er habe bie Meinung, daß bie preußische Negierung der Lahnkanalisierung wenig geneigt gegenüberstehe, wenn es daher gelinge, ben von ihm angeregten Zusatz zu bem Gesetz zu erreichen, so werbe man einen erheblichen Schritt vorwärts machen. Preußen werbe bas Zustanbekommen. bes Schiffahrtsabgabengesetzes an ber Frage ber Lahnkanalisation nicht scheitern lassen unb auch Hessen werbe unter biej'en Umständen bem Gesetz im Bundesrat sicher zustimmen. Er schlage die Annahme einer entsprechenden Entschließung vor und ersuchte, bei den Parteien! hierfür zu wirken. Abg. Cahensly trat in lebhaften Ausführungen für ent energisches Vorgehen ein, damit auch Nassau auf diesem Gebiet zu seinem Recht komme. Auch Abg. Dr. Lieber begrüßte das neue Projekt unb sagte bessen eifrige Förberung zu. Regierungsrat Dr. Merck erhärte, daß mit bem vorliegen- ben Projekt bie Frage der Lahnkanalisation wesentlich aussichtsreicher geworden sei und sagte im Namen des Provinzialdirektors' Dr. Illing er tatkräftige Förderung ber Lahnkanalisation zu. Abg. Dahlem teilte noch mit, baß auch bie Lanbwirtschaft ber Frage ber Lahnkanalisation sympathisch entgegenstehe und deren Vertreter im Reichstag sie fördern wollen. Generaldirektor Kaiser empfahl nochmals die Annahme bet Vorschläge des Vorstanbes unb empfahl auch ben Vorschlag des Abg. Dahlem, ine Lahnkanalisierung in bas Schiffahrtsabgaben- gefetz hineinzubringen. Direktor Bansa ist bereits mit der Aufarbeitung ber von ber Regierung gewünschten Unterlagen beschäftigt. Die Versammlung bewilligte 4500 Mark für bie Gewinnung eines geeigneten Schiffstyps unb erklärte sich damit einverstanden, l daß der Verein die Kosten bei genauen Bearbeitung des Projekts Zweites Blatt 161. Jahrgang Gießener Anzeiger Erfcheinl K-Nch mf! Ausnahme bei Sonntags. General-Anzeiger für Gberheffen Redaktion, Expedition unb Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Vertag: Redaktion:«^ 112. Tel.-Adr..AnzeigerGießen. Die „Gietzener ZamiliendlStter" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, daS „Hrdsblatt für den Kreis Siehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtfchastlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweunal. Montag, 9. Januar M Rotationsdruck unb Verlag der Brühl'fchen UnwersitälS • Buch- unb Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Rodelschlitten sind in der Försterswohmmg Friedberg auS. Auch für gute Verpflegung und Er- lkihweise git haben. nungSftrafe von 100 Mark. Hierüber wird im Zuhörerraum gelacht. Nach längeren Bemühungen gelingt es, einen Jw validen Wiczoreck ausfindig zu machen, der nach den Behauptungen anderer Zuhörer sich dieser Ungebühr schuldig gemacht haben sollte. Er bestreitet dies aber, und der Vorsitzende geht dem Zwischenfall nicht weiter nach. ..... . . Nachdem dann Rechtsanwalt Rosenfeld feilt Plädoyer beendet hatte, wurden die weiteren Verhandlungen auf Montag vertagt Da aber am Montag in dem bisherigen Sitzungssaale der grofu Schwurgerichtsprozeß wegen der Moabiter Krawalle beginnen wird, so muß das Gericht wieder in den früheren Sitzungssaal übersiedeln. frischung ist dort jederzeit gesorgt. Starkenburg und Rheinhessen. Darmstadt, 5. Jan. Nach der im Verwaltungsbericht der Bürgermeisterei enthaltenen Uebersicht über den Vermögens- und Schuldenstand unserer Stadt ist das Vermögen im Jahre 1909 zu 72 330 311 Mark berechnet, während die Schulden 41085 725 Mark betragen, so daß ein Vermögensüberschuß von 31 244 586 Mark erscheint. Gegen das Vorjahr hat sich der Vermögensuberschuß um 1666 599 Mark gehoben. Unter den Vermögenswerten sind die Waldungen mit 3 548 379 Mark enthalten, das Acker-und Wiesengelände mit 1842 647 Mark, während das in den städtischen Betrieben (Wasserwerk, Gaswerk, Elektrizitätswerk und Straßenbahn) angelegte Vermögen nach den Ertragswerten (der Durchschnitts-Betriebsüberschuß der letzten fünf Jahre 4VriProzentige Rente angesehen) eingestellt ist. Von den Schulden sind die Anleihen der Jahre 1879 bis 1905 mit 31/2%, die der Jahre 1907 und 1909 mit 4°/o zu verzinsen. m Offenbach a. M., 9. Jan. Im Offenbacher Krematorium wurden 1910 insgesamt 2 0 8 Jeuerbe st alt ungen vorgenommen; davon waren 44 aus Offenbach und 115 aus Franks int. Die übrigen verteilen sich aus 23 Orte, von denen Darmstadt mit 15 an der Spitze steht. Seit dem Bestehen des Krematoriums wurden insgesamt 1686 I« uerbesrattungen vorgenommen, darunter 1078 Diänner, 555 Frauen und 53 Kinder. Kreis Wetzlar. = Krofdorf, 8. Jan. Förster Echternacht in Krofdorf tjatte dieser Tage das Glück, einer- in der Krof- dorfer Pachtjagd angeschossenen Spießhirsch im Staatswalde zur Strecke zu bringen. Der Hirsch war Der Ausgang des Moabiter Prozesses. 4 Berlin, 7. Jan. In der heutigen Sitzung des Moabiter Krawallprozesses kamen dieübrigenVerteidiger zum Wort. Zunächst setzte Recksts- anwalt Heinemann sein gestern abgebrochenes Plädoyer fort und führte es zu Ende. Er beftritt nochmals, daß der Angeklagte Weiß den vielbesprochenen Blumentopf vom Balkan auf ^die Schutzleute herabgeworfen habe und wandte sich dann den Straftaten der Angeklagten Tiedemann und Merten zu, denen der Staatsanwalt es schon als ein Verbrechen ausgelegt habe, daß sie überhaupt bei den Krawallen anwesend gewesen seien. Daraus allein sei aber den Angeklagten ein sttafbares Verschulden noch nicht nach- zuweisen. Insonderheit sei der Angeklagte Tiedemann ganz zufällig in den Krawall hineingeraten, wie das auch vielen anderen passiert sei, ohne daß man deshalb gegen sie Anklage erhoben habe. Es komme immer darauf an, den Angeklagten nachzuweisen, daß sie im Bewußtsein der Rechtswidrigkeit ihres Tuns an dem Kwawall teilgenommen haben. Und in dieser Beziehung fehle es bei beiden Angeklagten an einem strikten Nachweise. Der Verteidiger geht dann auch auf den allgemeinen Teil der Anklage ein und meint, daß die Handlungen der Polizei in vielen Fällen als Mißhandlungen zu bezeichnen seien, gegen die den Angeklagten ein Recht der Abwehr zustand. Soweit sich die Polizei nichit in Ausübung ihres Amtes befunden habe, sondern aggressiv geworden sei, falle der Begriff der ftrafbaren Zusammenrottung bei den Angeklagten fort und sie tonnten daher auch deshalb nicht bestraft werden. Rechtsanwalt C 0 ß m a n n bezeichnete den von ihm vertretenen Angeklagten Meyer als^einen geistig minderwertigen Menschen, für den das von dem Staatsanwalt beantragte Strafmaß tun einem Jahr Gefängnis mit Rücksicht auf seine Jugend und seine geringe Bildung viel zu hoch erscheine. Rechtsanwalt Dr. Rosenfeld ging nochmals die Ursach der Krawalle, den Streik bei Kupfer u. Co. durch und meint, da die Hinzesche Streikbrechergarde die Hauptsck)uld an der Ver stärkung der Lage trage. Dagegen sei durch die Verhandlung nicht erwiesen, daß der sozialdemokratische Transportarbeiterver-' band gehetzt habe. Wohl aber hätte die Hinzesche Knüppelgarde unter den Augen der Polizei geradezu gemeingefährlich hausen dürfen. Auch die Kriminalbeamten hätten äußerst brutal gearbeitet, und man müsse sagen, daß die uniformierte wie die Kriminalpolizei mit dem Blute der Moabiter Bürger befleckt, den Schauplatz ihrer Heldentaten verlassen hätten, für die ihnen jetzt auch noch allerlei Orden und Ehrenzeichen verliehen worden seien. Bei diesen Ausführungen wird der Verteidiger vom Vor- in unmittelbarer Nähe von einer sogenannten FUtterstelle _ mit der Kugel spitz von hinten beschossen worden und das Geschoß hatte die eine Keule zerschmettert. Als Glück muß es bezeichnet werden, daß Herr Cchternacht auf der Schneedecke die Schweißfährte — so nennt der Jäger die Blut spur — des angeschossenen Stückes fand, denn sonst wäre dieses vielleicht noch längere Zeit gräßlichen Qualen ausgesetzt gewesen, bis der Tod es von seinen Leiden erlöst .jätte. Im Walde liegt der Schnee stellenweise sehr hoch und das Wild empfindet die winterliche Kälte umsomehr, als noch der Mangel an Nahrung hinzukommt. Wie in dem nach Fellingshausen zu gelegenen Teile des Krof- dorfer Gemeindewaldes zu sehen, ist man deshalb bemüht, dem Wilde an mehreren »Stellen Nahrung darzubieten. Hier steht eine Futterraufe, da sind Rüben ausgelegt und dort liegen Kastanien umher und laden zur Aesung ein. Dem Jagdliebhaber mag es eine Freude sein, wenn er sieht, wie das Wild hungernd und matt von weither angewankt lomtnt, um die ausgeleaten Leckerbissen aufzunehmen, dem Wilde bekommt das aber anscheinend nicht immer gut, denn nach den Schweißfährten,-das sind die Blutspuren, bei den Futterplätzen AU urteilen, bietet sich hier leicht Ge- legenhett, das vertrauensselige Wckd niederzuschießen. Hessen-Nassau. X. Hanau, 8. Ian. Die evang. Kirche in Groß- Au beim, zu deren Banfonds der Kaiser s. Zt. 10 000 'DU. bciqefleuert hat, soll am 22. d. Mts. eingeweiht werden. Von der Kaiserin ist aus diesem Anlasse eine kostbare Altar- bibel mit eigenhändiger Widmung gestiftet morden. — In das tat6. Schwesternhaus ist in der verflossenen Rachl die acht^ jährige Diane He eg auS Kahl a. M. eingebracht worden, die sich kurz vorher durch die Explosion einer Petroleum- tainpe schwere Brandwiinden zuqezogen hatte. Heute früh ist das Kmd durch den Tod von schweren Leiden erlöst ivorden. F. E. Wiesbaden, 8. Jan. Heute wurde die von Prof. Pütz er-Darmstadt erbaute Luther-Kirche — die vierte evangelische Kirche — eingeweiht, die sich tm Süden der Stadt erhebt mit ihrem ähgestumpften massiven Turm und dem steilen breitspitzigen Mansardendach, mit Türmchen, Erkern und Bogen sich eigenartig über dem Häusermeer der Weltkurstadt abhebt. Der Bau vereinigt altchristliche und frühromanische Form in sich und ähnelt der französisch-niederländischen Kirche in Hanau. Die künstlerischen Arbeiten in der Kirche sind- von den Professoren Varnesi und Linnemann-Frankfurt a. M., die Glocken von F. W. Rincker-Sinn, die Beleuchtungskörper nach den Entwürfen von Professor von Riegel-Darmstadt, die Orgel von Walcker u. Co.-Ludwigsburg ausgeführt. Die Kirche hat 1450 Sitzplätze. Die Kosten des Baues beliefen sich auf rund 570 000 Mark. sitzenden unterbrochen, und der Erste Staatsanwalt Steinbrech! beantragt gegen Dr. Rosenfeld wegen grober Ungebühr eine Ordnungsstrafe. Rechtsanwalt Rosenfeld erklärt zu diesem Anträge, daß er nur die Ergebnisse der Beweisaufnahme rekapituliert und aus Grund dieser die Ueberzeugung gewonnen habe, die er mit seiner Bemerkung zum Ausdruck gebracht hätte. Darauf zieht sich das Gericht zu einer längeren Beratung zurück und verhängt über Dr. Rosenfeld eine Ord- An» Statt mit Cant. Gießen, 9. Januar 1911. ** Heb'ertragen wurde dem Lehrer Franz Geig er zu Unter-Abtsteinach eine Lehr er stelle an der Gememdeschule zu Osthofen. , , , - ** Unser Museum ist wieder durch vor- und früh- geschichtliche intereßante, zum Teil seltene Funde bereichert worden. In Ober-Hör^ern wurden bronzezeitliche Gräber etwa aus dem Jahre 1000 vor Ehr. auf gedeckt. Außer mehreren mächtigen Gesäßen, d.e mehrfach verziert und mit Graphitglanz versehen waren, wurde auch eine schöne Schale geborgen. Bei einer Bestattung wurden zwei massive, reich verzierte, 23 Zentimeter lange Bronzenadeln, die unseren heutigen Hutnadeln ähneln, und ein Armband gefunden. Die Gegenstände überwies der Blitzer des Grundstückes in dankenswerter Weise dem Museum. Etwa 600 Meter westlich an der Straße Ober-Hörgern— Butzbach wurden bei Gelegenheit von Drainage-Arbeiten Mauer züge freigelegt, die wir als Grundmauern von römischen Villen (villae rusticae) feststellten. Eine Trockenmauer von Feldsteinen umgab die Gebäude. Auch hier wurden eine Menge Kleinfunde gemacht, wie Ziegel verschiedener Art, Teile ornamentierter terra-sisillata-Scher- ben, Spinnwirtel, Glas sowie eins tadellos erhaltene Handmühle aus Sandstein. Ähnliche römische Funde aus der- elben Zeit, 3. Jhdt. nach Ehr., wurden auch bei der Ver- chleifung eines Weges südlich des Kastells Arnsburg unter einer ausgedehnten Steintagerung angetroffen. Bc- onderer Tank gebührt der Kulturinspek.ion Gießen, die in unermüdlicher Sorgfalt auf die Bodenfunde achtet, der Denkmalpflege sofortige Mitteilung macht und somit zur Siedlungsfrage der hessischen Vorzeit erheblich betrögt. Landkreis Gießen. -b. Hungen, 8. Jan. Durckz die festgefrorene Schneedecke draußen in Wald und Feld befindet sich das W1 l e gegenwärtig in harter Bedrängnis. Hunger und Kälte treiben die Tiere bis in nächste Nähe der menschlichen Wohn Hätten. So wurden letzter Tage zwe, Rehe (eine ältere Geis, und ein junger Bock) in ermattetem Zustand in nächster Mhe unseres Städtchens in Gärten aufgefunden unb sanden bei einem hiesigen Waidmann Unterkunft und Pflege. Leider ist das Muttertier bereits emgegangen, während das Böcklern recht munter ist. Auch die gesamte noch bei uns weilende Vogelwelt leidet sehr unter Kälte und Hunger. Selbst Rebhühner kommen bis in die Hausqärten. Kreis Lauterbach. ~ Lauterbach, 6 Jan. Eine recht boshafte Tierquälerei, wie sie wohl selten vorkoinmen dürfte, ist un- längst in einem kleinen Orte des VogelsbergeS vorgekommen Em dortiger Metzgerlehrling und em Einwohner wollten ein Schwem schlachten, aber durch mangelnde Kenntnis des Handwerks brachten sie das Tier nicht gleich tot. Als eS nämlich geschlagen und gestochen war, erholte es sich wieder aus ferner Betäubung und lief davon. Nachdem die beiden es wieder in einem (Sorten eingefangen hatten, wurde es nochmals durch mehrere Schläge betäubt und bann mit heißem Wasser ü verbrüht, wobei es noch nicht voll- stänbig tot gewesen sein soll. Die Täter würben von bei Gendarmerie zur Anzeige gebracht. Kreis Schotten. 4- Köddingen, 8. Ian. Die hiesigen Waldarbeiter streiken. Sie verlangen Gleichstellung der Lohn- und Akkordsätze mit denen der Oberförsterei Ulrichstein. Kreis Friedberg. 1. Fauerbach, v. b. H., 6. Jan. Gestern hielt Obstbautechniker Wolf aus Friedberg eine praktische Unterweisung in Obstbau auf dem Felde ab. Er machte auf Fehler beim Setzen und Pfropfen der Bäume aufmerksam. Am Abend hielt derselbe Herr einen lehrreichen und gut besuchten Vortrag über Bodenbearbeitung, Düngung und Pflege besonders feinerer Obstsorten. x Forsthaus Winterstein, 6. Jan. Ein schöner Fußweg wird gegenwärtig im Walde von hier nach Hof ; Hassel heck zu beiden Seiten der Fahrstraße angelegt. Da- . durch wird der etwas mehr als einstündige, im Sommer viel von Touristen und Kurgästen benutzte Weg von Bab-Stauheim ' zum Forsthause fast zu Dreiviertel schattig. — Die bieseu Winter hier angelegte, etwa 600 Dieter lange Rodelbahn ■ erfreut sich schon einer fleißigen Benutzung, besonders von u. Diez, 6. Jan. Unfälle auf der Rodelbahn ereigneten sich hier an den letzten Abenden. In der Linden- Allee zog sich ein 14jähriger Junge einen Bluterguß zu, am oberen Markt stürzte eine junge Frau derart, daß sie bewußtlos nach Hause getragen werden mußte; ein Mädchen zog sich eine Quetschung des Beines zu und an der Alten Diezer Straße brach ein 15jähriges Mädchen ein Bein. Straßenbahn und elektrische Stromlieferung nach wieseck. # SSiefecf, 8. Januar. Die Straßenbahnverbindung und der Bezug von elektrischem Strom für Kraft- und Lichtzwecke beschäftigte eine am Samstag abend im Restaurant Wacker hier embeiuiene Bürgerversammlung, die von mehr wie 200 Teilnehmern besucht war. In der von Bürgermeister S ch 0 m b e r geleiteten Versammlung berichtete der Postverwalter G u t h i e r über das, was bisher geschehen sei, um eine Straßenbahnverbindung mit Gießen zu be- bekommen. Den Gedanken, daß die Gemeinde sich verpflichten sollte, den zu erwartenden Ausfall im Betrieb zu decken, habe man nach eingehender Prüfung als undurchführbar von der Hand weisen müssen, weil dieser Ausfall für die Wresecker Teilstrecke schwer festzustellen sei. Es haben private Unterredungen mit dem Oberbürgermeister Mecum stattaefunden, die sich gleichzeitig auf die Abnahme von Elektrizität durch Wieieck für Kraft- und Lichtzwecke erstreckt haben. Es sei zuzugestehen, daß die Straßenbeleuchtung in Wieseck beschämend sei und hierin Wandel geschaffen werden müsse. Auch die Gewerbetreibenden in der Gemeinde hätten ein Recht, daß ihnen durch Zuführung von elektrischem Strom die Möglichkeit gegeben werde, nut den modernen Mitteln der Technik zu arbeiten. Würde mit Gießen ein Vertrag zustande kommen wegen Lieferung von Kraft und Licht an die Gemeinde als Generalabnchmerin, so konnte Die Weiterlieferung des Stroms an die Konsumenten im Dorf, so viel Gewinn ergeben, um die Verzinsung und Tilgung des Betrages, den Gießen für die Weiterführung zu decken und den Betrieb der Straßenbahn verlangt. Wenn anfänglich diese Einnahme nicht zu dieser Deckung hinreicht, würde doch der Zuschuß aus all- meinen Steuermitteln, der vielleicht für die ersten ^aljre zu leisten sei, nicht groß werden. Hieraus berichteten Gastwirt D 0 r - seid uiid Fabrikant B r a m m übet die -Unterredung, die fie Mit Oberbürgermeister Mecum in Gießen hatten. Der Oberbürgermeister habe nach eingehenden Darlegungen der Verhältnisse sich entgegenkommend gezeigt und erklärt, daß, wenn ern Vertrag wegen Lieferung von Kraft und Licht zustande komme, er für den Weiterbau der Straßenbahn bis Wieseck unter Leistung emcs Zuschusses der Gemeinde zu den Baukosten von 60000 Mark zu haben sei. Herr Dorfeld glaubt versichern zu können, daß Gießen sich bei den Verhandlungen auch bereit finben laßt, die Sache mit 50 000 Mk. zu machen. Beide Redner schildern die Vorteile für alle Bevölkerunasklassen in der Gemeinde, die durch eine moderne und schnelle Verbindung mit der Stadt und dem Bahnhof Gießen erwachsen. Man erkannte an, daß Gießen die Bahn nicht für umsonst Herstellen könne und die Vorteile der Verbindung für Wieseck wohl 50 000 Mk. wert seren Lehrer Döll weist darauf Hin, daß seit den 22 Jahren, in benen er im Dorfe wirke, dreimal die Hoffnung gewinkt habe, daß Wieseck eine Eisenbahn bekomme. Hätten sich diese Hoffnungen verwirklicht so hätte Wieseck seine Eisenbahn bezahlen müssen es wäre nicht gefragt worden, ob und wie viel es geben wolle. Heute hört man rechts und links vom Dorfe die Eisenbahnen Pfeisen, man hört sie an Wieseck im Bogen vorbeifahren und sitzt ausgeschlossen vom großen Verkehr. Die Hofmungen, die man heute noch wegen einer MmDerbinbung bat:, finb nütze es wenn man eine Bahn hatte, die höchstens 4—5 Mal am Tage eine Verbindung nach Gießen herstelle Für Wieseck sei eine elektrische Straßenbahnverbindung bis zum Hauptbahnhof Gießen eine Lebensfrage. Die Versammlung habe sich heute darüber schlüssig zu machen, ob sie diese Bahnverbindung wolle und wenn diese Frage bejaht würde, dann müssen wir in Wieseck auch die Kosten da ür übernehmen. An der weiteren Aussprache beteiligten sich auch Redner aus dem Arbeiterstande. Man war einig darüber, daß man ein Geldopser bringen müsse, um die Verbindung nut Gießen zu erhalten. Die meisten Stimmen gingen dahin, oaB 50 000 Mk. genug seien, während andere Redner dafür waren, daß der Gemeinderat an 4—5000 Mk. die Sache Nicht scheitern lassen dürfe. Von den Arbeitern wurde gewünscht, der Gemeinderat solle bei den Verhandlungen mit Gießen daraus bringen, daß Wochenkarten für Arbeiter eingeführt werden, da 20 mW 30 Psg. Fahrgeld täglich für die Fahrten von und zur Arbeitsstätte zu hoch seien. Die Versammlung beschloß mit allen gegen eine Stimme, daß sich der Gemeinderat sobald als tunluy Übernimmt, die etwa durch die Wasserbauinspektion Dietz erfolgen könnte. Auch eine Entschließung, die um Ausnahme der Lahn- Kanalisierung in das Schiffahrtsabgabengesetz bittet, fand An- ^^Die Mittel für die heute beschlossenen Ausgaben sind vor- Händen, da das Bereinsvermögen zurzeit 10151 Mark 6rtXl W der Neuwahl des Vorstandes und Ausschusses (von Gießen gehören diesem Geh. Kommerzienrat Heichelheim und Oberbürgermeister Mecum an) schloß die Versammlung. Adel und Orden im 3n- und Ausland. Wir erhielten folgende Zuschrift: Ihre Ausführungen in Nr. 4 zur Adel- und Ordensfrage finden gewiß in weitesten Kreisen lebhafte Zustirnmima. Wer «erinnert sich nicht der Zeiten, wo es in demokratischen und diesen nahestehenden Kreisen gerabezu vnIönt war, eme Ordensoder Titel-Auszeichnung hinzunehrnen? ^treberei, Kriecherei und dergleichen mehr, war das Mindeste, das icder Andersdenkender zu hören bekam. Aber andere Städtchen, andere Mädchen! Es find neue Zeiten über uns gekommen, die den Ordens- und Titelhunger auch unserer bewegtesten Demokraten — konsequent sind nur die Sozialdemokraten geblieben — Nicht annähernd zu stillen vermögen. , Im allgemeinen erfreuen sich noch die Monarchien, tnt Gegensatz zu den demokratischen Republiken eines geordneten Aus- zeichnungswesens, wenn sich auch über die Durchführimg desselben manches sagen läßt. Nicht immer erfolgt sie nach Leistung und Tüchtigkeit des Inhabers, wie man das für richtig eraäfttti sollte. Hat Jemand dem Staat, der Stadt oder tn öffentlichen Funktionen eine Anzahl Jahre Dienste getan, so ist er nach den Ordensregeln reif für eine Auszeichnung, die chm niemand streitig machen wird, solange sie sich mit der Stellung und dem Auftreten des Betreffenden in der Oesseiitlichkeit in Einklang bringen läßt. Gerade bei dem Titelverleihen sollte man aber mit der größten Vorsicht und Zurückhaltung zu Werke gehen, da der Orden wohl in der Schublade ein behagliches TafeiN vertragen ober bei lokalen Festen dem inneren ^chmiuk das entsprechenbe äußere Gepräge geben kann. Beim Titel dagegen ist es anders. Er wird in die Well getragen unb das Ansehen des Staates leibet darunter, wenn mit spöttischem Lächeln auf diese fEitulernten herabgesehen Nnrd, welche die mit dem Titel nun unbedingt oerbunbene Repräsentation nur in unzulänglicher Weise auszuüben vermögen. Ist es dock) heute schon üblich, daß man draußen vorn Königlich preußischen, sackqifchen usw Kommerzienrat spricht, um den Unterschied zwischen bieien und andern kleinstaatlichen Titelträgern hervorznkehrQi. Geradezu herabwürdigend ist es aber in unserem engeren VaterlaM), bafo man anstatt dem Verdienstvollen die Auszeichnung zuzuerkennen, die Verleihung mit der Sanierung der Finanzen verknüpft und sich einen Stempel von mehreren 1000 Mark dafür vergütet Vielfach ist es üblich, daß Geldspenden für einen staatlichen, kommunalen ober wohltätigen Zweck zur Erlangung eines Titels genügen. Das sollte unter keinen Umständen sein, zumal meift diese Spenden gamicht im richtigen Verhältnis zur Leistungsfähigkeit des Ausgezeichneten stehen. Wohl nimmt sich die geopferte Dumme, die zuwellen nicht einmal der Oeffentlichkeit vorenthalten zu werden vermag, auf ben ersten Blick recht bebeuienb aus. Bei sachlicher Prüfung aber wirb sie von den meisten anderen, nicht hervorleuchtenden Spenden im Verhältnis zu den Vermögens- unb Einkommenswerten bei weitem übertroffen. Was wlll es besagen, wenn Jemand 1000 ober 2000 Mark opfert, der hunberttausenbe sein eigen nennt? Ist nicht berjenige, welcher von seinen wenigen hundert ober tausend Mark Einkommen nur wenige Mark abgibt, sozialpolitisch ungleich größer unb für bas Gesamtwohl wertvoller als wie ber, welcher aus dem Vollen einen kärglichen Bruchteil anbietet? Ist nicht derjenige, der seine Angestellten unb Arbeiter in solcher Weise honoriert, baß ihm ein schmaler Verdienst bleibt, ungleich wertvoller für die Volkswirtschaft unb auszeichnungswürbiger, wie derjenige, der auf Kosten seiner finanziell schwack)en Attt- menschen und seiner Angestellten ungezählte Kapitalien anhäuft? Auch die Stellung in gewissen Korporationen darf nicht immer ausschlaggebend sein bei der Titelverleihung, weiß man doch, auf welche erlaubte und unerlaubte, anständige ober unanständige Weise solche Aemter zuweilen erlangt werden. Ich entsinne mich eines Falles, der vor wenigen Jahren hier in Gießen in der .Bürgerschaft kursierte, wo man lebhaft die Art fand Weise besprach, wie in einer kaufmännischen Korporation Aemter gesucht unb mit welcher Hilfe und in welck-er Art sie vergeben wurden, jedenfalls unwürdig ehrbarer Kaufleute. Bei passender Gelegenheit läßt sich aber darauf nach nochmalige» Feststellung ber Einzelheiten zurückkommen; für heute nur der Wunsch: Vorsicht in ber Verteilung von Orbensauszeichnungen» doppelte Vorsicht bei ben Titulationen! x **5! r^19 flad); fege . äelbat hwter :■ tinbien^1 fass ’ö&ÄS ’s $01» SM leqnng zahmer *bee9‘I fegte ein pr< 2iW n>it de Minhehen Ye jiirigen Promz Andenken ^ifi31 men Mzinebb jährigen Pr« helfen! Lberb dann: Die dankte Präsident der & A«eti8, legte, öffentlichen Arb D. Nebel im 1 Lereinevom Rot hatte ebenfalls Schleife gefärbt, Rutker-Jenis Rach Beendigung verivandetn unb nistet und die iibi fein Erde in die Das Teleg rau von (Saget olgenden Wort icr^ogin und id Auen. Ernst stau v. Eagern lich berührt bin spreche Ich Ihr leib aus. Go! schweren Verlu troffen. Ich l Mannes, der tt Des Heimacka. ragende Eigensch Ich stets hochgi rusfische Minister 6taatsmini|ier ft N dm m Amt ^.zu Last. Bi m legtm Herbst । Magie meber sei Wrt, iwch Bst, tcaimbuch ein hilf ergaben, doch 9Qt Menslage, k »»MS * des Ai Lyogen und für "Wagten muri foi deshalb mit ta bi, @jefro ^adeniie, M. h & ^>chüfts'ni Zteoöcn etwa 1 Mach ei ifbrtt ' Ma; ■ ^alti »A' ’ fc11 Diese ZL 6«Ä?i Nit 5.*® L'V-L 6Q^erI‘n, g H D " SÄ' JÄi, te Sh* 5SJ*Wta "«Itert nnt her et«?* b« •Äfc»; .Stäri „£n" N 190 81 eute wurde die von Preis für 100 Psd. ileuenö- cd,Hau)t Tie qeidnebene ,s21ict)eiibiöbel.fl von den Professoren M., die Glocken von Körper nach den Ent- mstadt, die Orgel von hrt. Tie Kirche hat beliefen sich auf rund 64.00—69.00 64.00-69.00 66.00-69.00 63.00—68.00 ist unverletzt, leicht verletzt. Aus den £Rabnmq8- und (tieiuiBiniiiel llu 076 58 235 21062 709 95-93 75-83 79-83 78-83 68-75 79-86 76-81 66-83 52-66 48-52 96-103 92-97 86-90 Gießener Strafkammer. )( Gieren, 6. Jan. Konkursvergehen Mk. 52-57 46—51 43-45 47-50 41-45 44-48 41-45 34-43 26-33 21-23 68-61 54 -67 50—63 38-00 82-00 Spielplan der vereinigten JJrantfurter Stadttheater. Opernhaus. 62.00-65.00 62.00-55.00 52.00-56'N) 49.00—53.00 waren behtmfüqt: Arbeiterinnen im Aller von über 21 Jahren 16—21 Jahren 14-16 , unter 14 , zusammen | C* -Alason r\ Kurprinz q Bismarck q i_ AIHq Naxos Z O Jockey O2 PTq. Türk.Tabak- ÄCIgaretten-Fabrlk „KJm" o E. Robert Böhme, Dresden. Lieferant der französischen tabak-fygie. Märkte. so. Frankfurt a. 9)1., 9. Ian (Criq.-Ielcqr. des „Dien. •)|n. •) Amllirtie Rotieruuqeu der heutigen Frucb tmarktvre if e. Weneil Dtt. 20.50- 20 6"), Ruvbefi. 'Elf. 20 00—20.50. novbb. 00 Pit, La blrttn Uciufas Mk. ' ü.OO—uO.OO , loggen (Ineöqer) Mk. 15.50 bis "tt.iö 60, ^er'ie t lLekleraueri l>lf. 18.00-19.0 Werlte kaufen Pfader Hieb Alk. 18.50—14.50, SUcie Alk. <>0.00 - 00.00, vaier Alk. 15.40 hi« Mk. 16.40, Ala iS Mk. 13,75—14.00, ^eizenmebi 0 Mk. 29. ,0 bt§ oo.oo 2. Qualität Alk. 23.75-00.00. 3. Qualität Mk. 22.2j bi« Alk. 00.'0, 4. Qualität Mk. 00.00 - 00.00, :Hoqqenniebt 0 Mk 22.60-23.00, 1. Qual,lat Mk. 00.00-00.00, 2. Qual. Alk. OoOO bis 00.00, Weizenkleie Mk. 8.75 bis Alt. 9.00, Wetzens.-bäte Mk. 9.26-9.50, Woggentleie Alk. 9.00 bis Alk. 9.50. MMzkeime Bit OO.OU-Oo.JO, Maps Mk. 23.00-üO.OO, Btertreber 12.00-12.o0. 'illes ver lOoftq. nb mer. . . fc Frankfurt a. M., 9. Jan. iQriq.-Te.eqr. des „Giev. Anieiaers".» R a r t o f f e l m a r f t. Man notierte: Rartofletn in lLaaaous Alk. 6.00—6.50, ün Rlenx()iuibel Alk. 7.60—o.',O iur ie Voll fleischige Schweine über 2 Zentner Lebeitbqewicht. Boll leüchiqe Lchiveme über 2‘/, Zentner Lebenbqeivicht AettS •’nveme über 3 Ztr.Lebenbgew. . ,^leiid)iqe Schweine ... . 80—00 76-00 Wegen Diebstahls stand die Ehefrau des Tazenten an der FriÄrberger Gewerbe- aüibemie, M. H. aus Wien, vor dem Schöffengericht. Em Friedberger Geschäftsmann hat sie beschuldigt, em etflef Seide rm Werte von etwa 18 Mark und eine Einsatzgarnitur un Werte von cm . -i: ___l.____... tvt'Äv. fllnr Knm ^/^nrrpiinc-rtmt 100 Rfl. _ le. Frankfurt a.M. Di e 6 li of-M a rkt b e ri ckit vom 9. Ian. Auftrieb: 1126 'Jimber, darunter 345 Ochsen, 46 Bullen, 75o Ruhe und äärieu, 281 Kä'ber, 250 Scba»e, 2143 Sch'veme Teubenz: Ochsen lebhaft, aiisverkau't. Kälber und Schafe slott, ausverlaust, Schweme flau, erheblicher Uebeciiaiid. .Mßlicken n’T leinen Q etl Jät* ln,.tenn n S «"fleäti d°°i .md immer flut ^e Blutspuren, bei hier leicht fflp, ^erzuschießen. Handel und Derfcbr, Dolfsu>irt$d>aft. — Tie Zahl der Fabrikarbeiterin neu im Deutschen Reiche hat im Jahre 1909 betragen 1351880 gegen I 306 76 im Iabre vorher. Davon waren 27 265 (im Vorjahre >99 146) über 21 Jahre alt, 462 976 (450 887) im Alter von 1 bt« >« 3o bi en. 156 263 1 50 65«') im Aller von 14 bis ' Jahren und 5 376 (5 3'5) waren unter 14 Jahren alt. Weita ie Alehrzahl ent(ä(lt auf die (Äewerbegruvven: TertilinduNrie, .eidung und Heuiiqnnq. Nahrung«- und Genußmittel. In diesen rei Gruppen liegt dem in .Breitenbach, Kreis Biedenkopf, g^orenen Kaufmann I £ S. zur Last. Beim Ausbruch des Konkurses über sein Bermögen im letzten «erbst stellte der Konkursverwalter fest, da tz der An- petlagte weder seine Mchcr in gesetzlich vorgeschriebener Weise pesührt, nod) Bilanzen gezogen hat. Er hat zwar neben dem Ikassabuch ein Hilfsbuch geführt, aus dem sich die Reineinnahmen ■ n-aben, dock) gewährte das Buch keine Ueberiicht über die Vermögenslage. In dem Verfahren wurde eine Unterbilanz von |; 164 000 Mark festgestellt und die Gläubiger erhielten etwa 30 °/o. | ter Sohn des Angei'lagten soll 25—30 000 Mark Aus stände em- zezogen und für sich verbraucht l)aben, ohne sie zu buck»en. Dem Digeklagteii wurde keine betrügerische Absicht unterstellt und er 'am deshalb mit einer Geldstrafe von 20 Mark davon. Montag, 9. Jan-, abends 7'/, Uhr: „Der Graf von Luxem- burq.“ 7 ienstaq, 10 Ian/): .Othello ' Mittwoch, 11. Ian., nach, nuitags 3'.', Uhr: .Aschenbrödel/ Abends 7'/. Uhr: .vofsinannS Erchbluugen ' Donnerstag, 12. Ian.. .Die lustigen Weiber von Windsor." Freitag, 13. Ian., abends 7'/, Uhr: .trau' Samstag, 14. Ian., nachmittags 3'/, Uhr Abends 7'/, Ubr: .Salome.' Sonntag, 15. Ian., nachmittag- 3»/ Uhr: .'Slschenbrodel." Abends 7 Uhr: .Alargareihe.' Montag, 16.' Ian., abends 7*/ Uhr: .Der Gias von Luxemburg.' Tieus- laq '17. Ian.: .Tristan und Isolde. ' Alittwoch, 18. Ian., nach, mittags 37, Uhr: .Aschenbrödel ' Abends 7 Uhr: .Mignon.' Schauspielhaur. cuttlchlfiahrt. — Die Neutralisierung der FluschasMine im Kriege Wie aus Washington berichtet wird, wird den vrrotz Mächten in der nächsten Zeit ein Vorschlag ,ugehen, der daram abzielt, in Kriegszeiten die Flugmaschme zu neutralisieren Luftfahrzeuge der kriegsführendeni Machte >ollen^emerlet Angrish unternehmen dürfen, aber auch die Artillerie nrurbe nach dieftw Plane die feindlichen Flugapparate rcipektieren müssen. Vorschlag geht von Italien aus und stützt sich auf humanitäre Er roägungen; er wlll der Fortentwicklimg der artilleristiichen Ab- webrmittel gegen Luftfahrzeuge ein Ende machen und auch dir Gefahr ausschalten, daß Flugmaschinen als Ossensivwafien gebraucht werden. voraussichtlich wird sich die Rechtsstelle der Lvager Konvention mit der Angelegenheit belästigen, wenngleich auch die italienische Regierung auf dem Standpunkt steht, daß die Lösung der Frage durch einen Notenaustausch der beteiligten Mächte zum Abschluß gebracht werden konnte. Ler Gedanke der Neutralisierung der Flugavparate soll unprunglidi von Frankreich ausgegangen sein, das üi der Tat tn der Icßtcn Qeit die Schießübungen von und auf (vluamaschinen autgegebet bat. Statt dessen will die französische Armeeverwaltung al e Kraft daran setzen, ein drahtloses Telegraphiesnstcm zu vervollkommnen, durch das die Fluamaschiuen zu drahtlosen Telegraphie' stalionen gemacht werden können. In. amerilamsckren Armee- kreisen bringt man dem Plane das lebhasteste Interesse entgegen Ter Vorschlag Italiens wird auch einen Passus enthalten, bureb den kriegführenden Machten jedes Feuern aus der Lust verboten werden soll. Der Wirkungskreis der Flugmaschine soll sich aus Erkundungs- und Signalisierungszwecke beschranken. die velsek'ina der Geheimeratr Hreiherrn v. Gayern. R. B. D a r m st a d t, 7. Jzahr 6 Monaten zusammen und sprach ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre ab. Ein Monat Untersuchungshaft wird auf die Strafe in Anrechnung gebracht. Wegen Kindeseuifuhrung gewicht Mk. eine clucdiilwv *- .................. - - . . . Daneben schien die Baissespekulation tätig gewesen zu sein und i dem vereinten Truck von Abgaben vermochten die Kurse am Montanmarkte nicht zu widerstehen, als Teckungsbedan nur in bescheidenem Umfange auftrat und sonstigeKaufei: sich reserviert verhielten Wenn es an Unternehmungslust fehlte, so kamen dafür neben der Ungewißheit über die Zukunft der Kohlen- und Eisenindustrie, auch die Nachrichten aus A m e r i k a m Betracht, namentlich die Berichte aus der dortigen Eisenindustrie, die hauptsächlich hervorheben, daß die leichte Erholung einer weiteren Abschwächung habe weichen müssen. Tie auf optimistischeren Ton gestimmten Äußerungen des Stahlmagnaten Schwab über die Wirtschastslage in der Union wurden zwar beachtet, tonnten aber ebensowenig wie die besseren Zistern aus dem aminkaniichen und englischen Kupferhandel die^Bedeutungvon,Anregungen erlangen. Fanden daraufhin auch ermge Ruckkame statt, so hatte man kroch den Eindruck, als ob die Großbanken zurzeit ni^L unternahmen, um das Interesse für Jndustriepapiere zu beleben Man wird wohl auch in der Annahme nicht, fehl gehen, daß die Banken die Politik der Reserve deshalb verfolgen, um den Ab satz an festverzinslichen Werten zu heben, namentlich auch wegen der bevorstehenden Emistionen. Tie Kurie konnten sich fast aller heimischen und fremden Fonds, sowie bieientgen der Dypothekenfondbriefe und Industrie-Obligationen weiter festigen, wobei die am G e l d m a r k t nach Befriedigung der Quartalsansprüche eingetretene Erleichterung ihre Wirkung aus, übte. Feste tzaltung zeigten auch Bankaktien im Dinblick auf das lebhaftere Anlagegeschäft und die bevorstehenden Em.) sionen Von Bahnen waren Amerikaner leicht befestigt Schan- tungbahn etwas schwächer. Einiges Jntereste seigte auch für Große Berliner Straßenbahn, auf die neuen Verhandlungen mit der Stadt. S ch i f f a h r t s a k t i e n lagen fest, obgleich die amerikanische Regierung einen Prozeß wegen Verletzung der Antitrustgesetze gegen zahlreiche Tampfergesellichaften m a. auch gegen die Lamburg-Amerika-Linle und den Norddeutschen Lloyd angestrengt hat. Für Jndustriepapiere bestand nur vereinzeln! Interesse. Privat-Diskont 47mW ieseck, 8. Januar, a Md der Bezug v°° Zwecke beschäftigle, eint hier einberuiene Burgei' lehmern besucht wat Ä .steten Verlammlung w ’m das, was bi-hei flt Dung mit Gießen in •- Leinde sich veMcht« betrieb zu decke», M i IM M»°t- $ecum t e mit GiK iten- ®“rLt unbM erung vo» ^ ©eiten in, io forf! viel GelviM gu»S ? d-n Betrieb ds 'en Mnahme »s lich diese N,c. ^s all- für die (-J .ftmiit berWeten ®na’trobie fie . hatten- 1n,Mtinise M M» b« „7cSt LerlMi MW Mg °° ,u könne»' 5 ’ K -fahren, 'N , die>e,, „ jjmiieb )esus meine » Iunersicht". Alsdann erfolgte die egnung der Leiche I durch die Oleistlichen und Gebet. Dann erfolgte die Nieder- * leg nng zahlreicher Krän-e Provin t , tr t or Tr B r c i- t r t legte ein prachtvolles Palmengel.i de mit u Teil." 'Abends 7 Uhr: »Das Konzert." Donnerstag, 12. Jan , abends 7l t Uhr: „C d'efe VeutnantS/ Freitag, 13. Jan., abends 71/, Ubr: .Die Kinder." Zamstag, 14. Jan.: .Glaube und Heimat." Sonmag, 15. Jan^ naMmiltaqs 3'/, Ubr: .Tie biei Grazien.' Abends 7 Uhr: .Glaube nid Heimat.' Dlontaq, 1C. Jan.: „Maria Stuart.- Dienstag, 17. Jan : .Ter Hütteubesitzer." Mittwoch, 18. Jam: .Glaube und Heimat.' *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. VSrIen-Wo»-nberi»t. b-Irübt-m Serzm schlich mancher Jünglina oder Jung. Sie B-rse eröffn-ledas Ä Ä 8^ U «ÄÄ fiSS einheitlich und schwankend. Die gro^e ^urucf6altung 6er @egenfal3 äu anderen Nachbarstädtcn entbehrt diese unsere „einzige tion war durch die m der Vorwoche beüitmende Abschwächung $at)n- jeglicher gefährlichen Stelle; feine scharse Kurwc, der Montanpapiere. Bestimmte Grunde für die ^bgab?n, . ne|(er Ahhemg, kein Baurn hindert die lustige Fahrt. Em die in Bergwerks- und Düttenaktien vor genommen wurden, sind aII 'ro6er Verkehr auf dem Aulweg wird wohl nicht maßgebend nicht bekannt geworden und man wird^die Ursache vor allem ^ftn sein, daß unsere öffentlichen Organe heute die Bahn in börsentechnischen Verhältnissen zu suchen haben Anscheinend p ' Pasalt-Steinschlag verdarben und ,o das schöne handelte es sich dabei um ^tbitoSung von Engagements, der.u Vergnügen stillegten. Uebertragvng in den neuen Monat nur unter >Lweren Be- Einsender dieses fragt an, wo die Jugend Gießens boit bingungen ermöglicht worden war, und zu deren Durchhaltung I jetzt ab rodeln soll? . , b-ic Beteiligten den Mut verloren had.m, weil in Auslaifung^i man in Gießen dem Beispiel anderer Stabte folgen rheinischer Industrieller Zweifel an einer Besserung der Kon-1 eine städtische Rodelbahn anlegen ? junktur ausgesprochen und der Befürchtung Ausdruck gegeben wuroe, rooöllöbl. Stadtverwaltung tollte die wenigen Kosten daß die Jnbetriefsetzung der Erweiterungsbauten, welche zahl- treuen, in Gießen etwas zu schaffen, was andere Städte reiche Werke im Laufe des letzten Jahres ausgesuhrt bflben- j(j)on [ange haben. . eine erhebliche Steigerung der Produktion mit sich bringen werbe ^r der Land bitten wir Rodler um Auskunft, wo wir mit - - ‘ ----------- {o,M ' Erlaubnis der Polizei rodeln dürfen? fderRodelbahii nben. In der Linden- nen Miiterauß zu, am )erart, daß sie bewußt- jjte; ein Mädchen zog d an der Men Diezei ein Sein. »tromlieiew Das Telegramm des Großherzo gs an die F^ei- cau von Gagern und Familie hatte n. d. ,,Darmit. Zig. olgcnben Wortlaut: „Tief erschüttert senden die Groß- erzoain und ich unser al.erherzlichstes Beileid Gott Helse 0-nen. Ernst Ludwig. — Ter Kaiser sandte an Frer- jriu v. Gagern folgendes Beileidstelegramm: „Schmerz- liti berührt durch die Nachricht vom Ableben Ihres Gatten Ispreche Ich Ihnen Mein Herz ichstcs und aufrichtigstes Bei- Ireib aus. Gott tröste Sie und gebe Ihnen Kraft, den fckweren Verlust zu tragen, der Sre und Ihre Kinder be- lltroffen. Ich oedauere aufrichtig das Hrnschewen dieses Mannes, der leider nur so kurze Zeit in der Vertretung ■feines Heimatlandes hier tätig sein konnte, des,en hervor- ran en de Eigenschaften und dessen gerades, offenes Wesen IßS stets "hochgeschätzt habe. Wilhelm L R." — Der russische Minislerre,ident Baron von Knorring hat dem Siaatsminiiier sein wärmstes Beileid ausgedrückt. nette sich der Kaufmann E. I. P. .aus Köln zu verantworten. Er hatte mehrere Jahre seinen Neffen in Pflege und als dieser um vorigen Jahr nach Nieder-Eschbach in Pflege gegeben wurde, fuchr der Angeklagte kurz darauf mit einem Automobil an der Schule vor, in der sich der Junge befand und nahm ihn mit. Die Mutter hatte er benachrichtigt. In Wiesbaden entlief ihm b$r Junge. Tie Verhandlung ergab keinen Anhalt, daß der Tngeklagte nicht im Einverstälidnis mit der Mutter des Jungen gehandelt hat, weshalb eine Verurteilung ausgeschlossen war. Tertil- Bekleidung und inbnürie Reungung 271 636 121 552 140 453 12o2()3 49 992 40 705 2312 992 464 39 t 2X3 4 >2 ÄKÄh KönigL Preuss. Klm-Iutt V UV v*öllUrU^>1 V^HUIUIlUUl, M L\ jjUl, «QtH «er Eintragung des Versteigerungsvennerks auf den Nennen Professor Dr. Körte: v»/. . 14 12 187 Der Vorstand. Telephon 487 Krofdorfer Str. 12 schadeilHerfilhemgtll (00222 Vertreter: Carl Fetri, Marktplatz 18. 40 Mk. B •/, B9/, Gelegenheitskauf J. Kaan jr B®/, Kreuzplatz 10 Kreuzplatz 10 239 B9/i fr o rft. 259 1. 2. 3. 25 Mk. 10 Mk. 45 Mk. 40 Mk. 50 Mk 40 Mk. 7000 Mk. 100 Mk. Buchacker Neuen Baue 11 Flimm Walltorstrasse 63 Ein griechischer Romantiker. Abonnementskarten und Einzclkarten sind in der Ferber'schen' FrecS'schen und Ricker'schen Universitäts-Buchhandlung. Studen- tenkarten bei dem Herrn Univ.-HauSbeschlteßer zu haben. Früh morgens und abends eine Tasse , Der BestattungSgenossenschast der freien Schretuervereintguug Gießen .Gießen, den 31. Dezember 1910. Großherzogliches Amtsgericht. Grohh Bürgermeisterei. _______Dö rin er. 1. Flur 1 Nr. 7061/10 — 483 qm Acker im Thal. 2. Flnr 3 Nr. 305 — 488 qm Acker am Eichcnloh. 3. Flur 3 Nr. 438 — 382 qm Acker vor dem Hohenberg 4. Flur 14 Nr. 622 = 206 qm Acker auf dem Brühl Der Boranschlag der Gemeinde Nieücr-Bessingen für 1911 liegt auf der Bürgermeisterei vom 12. d. Mts. zur Einsicht der Interessenten 8 Tage offen. Nieder-Bcssingen. den 8. Januar 1911. Grosch. Bürgerineisterei. sind, so lange Vorrat, zu beziehen durch die Königl. Preuss. Lotterie-Einnehmer in Glessen. Es empfiehlt sich die Lose schon jetzt abzuholen Flur 2 Nr. 359 ----- 256 qm Acker auf d. Hainerde. Flur 3 91r. 91 = 556 qm Acker auf dem Eichenloh. Flur 25 Nr. 232 == 338 qm Acker, die Spitzen rechts des ScheidemüblwegS der a) Heinrich und Katharina Zecher geb. Hof, »Gesamtgut der ErrungenichaftSgememschaft; b) Heinrich Zecher zu V2 und Katharina Zecher geb. Hof, dessen Ehefrau, zu V2 Grundbuch eingetragen waren, sollen Freitag den 7. April 1911, nachmittags 4 Uhr, durch daS unterzeichnete Gericht auf dem Rathause zu Großen- Buseck versteigert werden. Die Bersteigerung erfolgt im Wege der Zwangsvollstreckung. Der Versteigerungsvermerk ist am 6. Dezember 1910 in das Grundbuch eingetragen ivorden. Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des 93er» steigerungsoermerks aus dem Grundbuche nicht ersichtlich waren, sind sie spätestens im Versteigerungstermin vor der Alifforderung ziir Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten Gericht anztimelden und, wenn der Gläubiger w verspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Versteigerungserlöses dem Ansprüche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegen» stehendes Recht haben, werden aufgeforöert, vor der Erteilung deS Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt. Gießen, den 31. Dezember 1910. Gcoßherzogliches Amtsgericht. (B®/i Bezeichnung der Grundstücke. a) Grundbuch für Großen-Buseck, Band XIV Blatt 1162. Damea-Tireikrdi Giessen. Die Turnstunden beginnen Freitag den 6. Fanuar. Aufnahme neuer Mitglieder Dienstags und Frettags 5 Uhr in der Turnhalle, West-Anlage 43. Amerikan. Neuplätterei für Herren- ===== Wäsche. ===== Spezial Wäscherei .für Haushaltungen, Ausstattungsgeschäfte und Hotels. Garantie für absolute Schonung 17 : Konkurrenzlose Ausführung : Für sparsaifoe Hausfrauen sind meine Abteilungen; Rollwäsche und Nasswäsche die billigsten Einrichtungen. Abholen und Rücklieferung durch meine Wagen. - ■ ■ Schnellste Lieferung. = Grosser Posten Damen- und Kinder-Wäsche Reisemuster, aussergewöhnlich billig Legler in Firma Ricker’sche Buchhaninng Süd-Anlage 5. • 60 Bekanntmachung. In das Genossenschastsregister wurde bezüglich des Landwirtschaftlichen Konsumvereins E. G. m. u. H. Treis a. Qba. eingetragen: Die Genossenschaft ist durch Beschluß der Generalversammlung vom 26. November 1910 aufgelöst Zu Liquidatoren sind bestellt: 1. Joh. Konrad Kehr IX., 2. Georg Klern, 3. Balthasar Leinweber, 4. Joh. Stiegel, 5. Hetnr. Phil. Am end, alle zu Treis a. Lda. 8 Gießen, den 5. Januar 1911. ;Großherzogliches Amtsgericht. Lebensstellung Bietet die Direktion alter deuflcher Versicherungs-Gesell' schatt einem geschäftsgetvandten Herrn als Bezirks-Beamten für den Ausbau des Geschäftes im Bezirk Giefien mit angrenzenden grofien Gebieten. Größte Selbständigkeit, direkter Verkehr, Organisation und guter Bestand ist vorhanden. On. unter E. 8. W. 287 an Rudolf Moffe, Frankfurt a. M. ss?/ Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. A, wurde 'bezüglich der Firma Joseph Strauß u. Co. in Gießen eingetragen: Das Geschäft ist auf den Kaufmann Hermann Natt in Gießen übergegangen, der dasselbe unter der bisherigen* Firma weiterführt. Bekanntmachung. hpn Zer Gemeinde Lich vro 1911 liegt vom Dienstag Jen 10 1. Mts. acht Tage lang wahrend der Geschästsstunden zu jedermanns Einsicht am hienger Bürgermeisterei offen. Lich, den 7. Januar 1911. Hhytlimische und Aesthe titsch.© Gymnastik für Damen jeden Alters. Bei genügender Beteiligung kann auch noch ein Kinderkursus mit kalhsthenischen Uebungen eingerichtet werden. Schöner grosser Uebungsramn. -Qg 212 Gefl. Anmeldungen erb. Nord-Anlage 31, Elisabeth© Decker. Akademische Vorträge, Mittwoch den 11. Fanuar l. Fs., pünktlich 8»/, Uhr abends im großen Auditorium des KollegiengebäudeK hilft sofort bei Holten, Heiserkeit, Bronchialkatarrh, Asthma. — Paket 50 Pfg. — («? Central-Drogerie Emil Karn. Schulstrasse. Dampfwaschanstalt Edelweiss Friedrich Wörner, Giessen Aug. Gabriel jr., Giessen Telephon 84 [12] Telephon 84 la. LuMten, Mckmfibrikiltisvta, Mimdi liiß. Bekanntmachung. das Genossenschastsregister wurde bezüglich des Landwirtschaftlichen Konsumvereins Beuern I E. G. m. u H. in Beuern eingetraaen: Philipp Sommerlad VI. und Heinrich Dort sind aus dem Vorstand ausgeschicdcn und an chrer Stelle sind Ludwig Kloos II. und Philipp Arnold in den Vorstand gewählt worden. Gießen, den 3. Januar 1911. Großherzogliches Amtsgericht. Die Ziehung der I. Klasse 224. Lotterie beginnt am 13. Januar 1911 Klavier- Stimmen Reparieren Polieren tu tadellose! Ausführung durch Wilb. Rudolph Grutih Hess tiuflleteraut PianutiandlM u Reparatur werkstatlo Sei tert weg til 5. Flur 16 Nr. 151 —612 qm Acker auf den Treis 6. Flur 16 Nr. 552 = 319 qm Acker am Treis b) Grundbuch für Großen-Buseck, Band VI Blatt 476. Generalvertreter für größeren Bezirk ver sofort gesucht. Zweck: Zuführung von Mitgliedern für Genossenschasi in. b. H. zur Ausbeutung deutscher Bergwerke. Sehr leichtes Arbeiten, da kleine Anteile. Monatliche Narenzablung zulässig. Bei zufriedenstellender Tätigkeit feste Anstellung mit Fi rum und Bureauzuschub. Organisatorisch u. akauisitorisch befähigte Herren belieben Offert, einzureichen an die Bergwerk*. Betriebs- und Verwertungs-Genossenschaft „Glückauf* Hamburg, E. G. m. b. H., Hamburg 21. [267 fllbmgia Versieb.-Aktien-Gesellschaft Hamburg empfiehlt fich zum Abschluß in Kencr-, Eiilbllllh-, Jitbslahl-, WasserlcitM ä A __ 1 T”t in jeder Stärke, I A AP- niO'O’ATI 2und3feldrig, werden, g Xlvllvl Oll. weil Nuttels Spezial- ö Maschinen fabriziert, I Uttflftnein billig „eifert. g Spezialofferte auf Anfrage oder bei Benchtigung der Fabrik, I die gerne gestaltet wird. C6/, Ph.Mayfarth &Co., 8 Das Stricken und Anstricken von Strümpfen wird gut u. billig besorgt. Frau Johanna Fritschs 49) Bleichstraße 13. Ein erstklassiges Pianino direkt von einer renommierter u. leistungsfähigen Fabrik bezogen, in stets das beste und billigste und gewährt sicherste Garantie. Man verlange Preisliste mit Lieferungsbedingungen und Nesercn- zen von der (ss3/« Pianosorte-Fabrik Mi. Arnold, ÄsMiibiirg. Ein gröberes Mehl- und Fettqeschäst der Pfalz sucht zum Besuch der Bäckerknndschaft einen tüchtigen, fieißigen, energischen Reisenden. Nur solche Bewerber, welche in der einschlägigen Branche mit nachweisbarem Erfolg gereist, belieben genau detaillierte schriftliche Angebote mU Angabe der GehaltSansprüche, Jengnisabjchristen und Plnuo- graphie unter 263 an den Gießener Anzeiger einzu- relchen. Privat-Lehr-Institut für Schnittzeichnen und Kleidermachen. Die neuen Kurse beginnen wieder ab Montag den 16. Januar. Anmeldungen täglich. Auskunft und Prospekte zur Verfügung. Auswärtige Damen können Pension erhalten. [81 Marie Sack, _____________Schanzenstr. 22 — Ecke West-Anlage. AurMiiitt.AcnWWl! ver Karre 3.2) Mk. frei Haus. M I. -'JcllHöfer. Erstkl. Lebens-, Unfall-, Haftpflicht-Versicherungs Gesellschaft sucht einen tüchtigen erfahrenen Oberbeamten welcher sich sowohl der Akquisition als auch der Berufsbeamtew und Agenten-Orgamsation widmet. Es werden ausreichende Mittel für Berufskräfte zur Ver- fugung gestellt. . rr .^ol)kn Bezügen sinden vorwartSstrebende Fachleute selbständige, angenehme Position. Schriftl. Angebote unter 264 an die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers erbeten. 5 MQ _______2!*_______II?__A|j für jede 1 5." «710.- I. 20.- U K^sse EmvfanaSgebaudes Bahnhof Bad- ^^udelrn iSüdfiugeli erforderlichen Nabip- und Stuckarbeiien emsckl. Materiallieferung sollen in einem Voic vergeben iverden. ^.»-ib^orngungSunterlagen liegen im Dienngebände der Bau- hinflcht aus und können, so lange der Vorrat reicht au ÄV»Än»W. E"lfendung des Betrages» bezogen werden' «., lind verschlossen mit enlsorechender Aufschrift an die Eisenbahn-Bauabteilung Friedberg, Bismarckftraße, vortofrel 11"mr"erfolg^o öle ®^öffnung am 20. Januar, vormittags Zuschlags frist 14 Tage. tw/ Groül). Hess. Eifenb.-Bauabteilung Friedberg. ' Bekanntmachung. _ den außerordentlichen General-Bersanmtlungen vom 12. u. ”?• i. Js. ift die Auflösung der unterzeichneten Genossen» schatt beschlossen worden. Etwaige Gläubiger der Geiiossenschafl werden au,gefordert, sich bei derselben alsbald zu melden. Treis a. Lda., den 30. Dezember 1910. [99 Landlv. Konsumverein, e. ß. m. u. §. in Treis a. Lda. , „ . _ , Die Liquidatoren: 301). Honrab Refyr IX., Balthaser Leinweber, ®eorg Riem, Heinr. Philipp Amend, Fohannes Stinael.________________ Mittver (mit 1 lOjähr. Zungen), cvang., dilig 42 alt, eig. Haus u. gulgeb Fuhrge- ... , . ^.matt, wünscht Bekanmsch. eines ev. Frls. ßefl °?; til?neiIoiicr Wwe., am liebst, u. Land, Häusl. 11. arbcuf., zwecks Heirat. Vermögen erwünscht. Anerb. m. Pho.ogr. unter Drucksachen aller Art —...... ■ — die BrührscheUniv.-Druckerel Fritz Rosenbaum Lowengaffe 20. Telephon 692.