Roth in Giessen. m (Siemens Roden ^Platz von vornherein mit rcid)en und vornehmen Mitteln der Aus- flattum; arbeiten konnte, auijeröent aber durch eigene Werkstätten für Dekorationsmalerei, Tischlerei, Sattlerei usto. die Möglichkeit befibt, zu erschmiugliel)cm Preise wcrwollc Ergänzungen zu schossen, die den '.'(niorberungen der modernen Regie durehans. entsprechen. v Wenn oben gesagt worden iit, für den Entwurf des ^picl- planes müsse eine mittlere Linie eingehalten werden, so gilt dies in gewissem Sinne auch für das Engagement des Personals. Ein Personal, wie tn Frankfurt, Leipzig oder den gröberen Hofthcatcrn hier zu halten, verbietet sich aus naheliegenden (Gründen. Anderseits aber ist der Geschmack des Gießener Theater- publikitms — und hier hat ja and) der Theaterverein feit, viclat Jahren verdienstvoll vorgearbeitet — ein derartiger, da); Mitglieder mit den sogenannten Provinzmaniereu (in dem bekannten üblen Sinne,i hier feinen Aullong mehr nnben. Tas Gießener Theaterpubliknm verlangt und kann verlangen, daß die ersten Fächer feines Stadttheaters eine gewisse künstlerische Individualität und ein bestimmtes technisches Können besitzen. Die Sranffurtcr UniversMsfrage. Berlin, 6. Juli. Tie Verhandlungen ivegen der Errichtung einer Universität in Frankfurt a. M. sind heute im Kultusministcriurn zwischen dem Ober- bürgermeister Adickos Frankfurt a. M. und dem KultuS- Minister ausgeiiommen worden. Tie.Verhandlungen werden sich lange Zeit hinzichcn. Ihr Abschluß ist erst nach den Sommcrferieu zu erwarten, liebet- den Standpunkt der Taß die Mitglieder im allgemeinen diesen Forderungen entsprochen haben, bewerft schon der Weg, den die größere Anzahl der unter der Tirektion Stcingoeitcr hier engagierten ersten strafte gemacht hat. Wir erwähnen von Tarnen Margarethe Hohl, die von Gießen ans Hoftbcalcr £ Ibenburg, dann ans Stadltheater Chemnitz ging, Lilth Tonerter letzt am Stadttheater Kiel), Elfriede Bayrhcmimer «jetzt am Houheater in Kassel, Helene Achter berg ijeyt am Schillertheater Berlin , Annn Röber • jefet am Hoitheafer £ Idenburg,, Toni Sylva letzt am iliesidenztheatcr Berlin. '2üid) (Starre Albrcdzt und Gusti Net) gehören in diese Reihe starker Talente. Von Herren seien in dieser Beziehung nur genannt Max Sandors jetzt am neuen Sladtlheater in Freiburg), Emil Tamcke jetzt am Hoftheater in Gera, Fntz Achterberg (jetzt am Sd)illcrtbcatcr Berlin, (Siemens Roden - feit 2 Jahren am Stadltheatcr in Basel , Mar Andreas (jetzt am Bremer Schauspielhaus und Reinhold Lüttiohann -bis letzt ln (Taunus) *aa 18. Oktober d lve»*k«,nl05 H am Berliner Hebbeltheater, geht vom Winter ab zu Max Reinhard). Tie Nennung dieser Namen mit gewiß bei vielen bester-> freunben die Erinnerung genußreicher Stunden wattz. Soweit ein sorgfältig zusMiimengestellkes Personal die Bürg'chost des Erfolges in sich trägt, darf auch der kommenden Spielzeit nut Vertrauen entgegengesehen werden Es war stets das Prinzip der Bühnenleirung, bewährte Kräfte, ivenu cs irgend ging, zu halten und so fiuderr wir unter dem P rsonalbestand für 1911 12 mieöcr btc Herren Ba kos, Goll, Norden, G üb n e, Bold, sonne Frl. Scholz; auch Frau Baumeiftcr ist wieder als Gast für die Saison genronnen worden. Die übrigen ersten Fächer werden neu besetzt fein und nur Cream uBserei l stelle 1 ■ an “ Zcrtretci Agadir. Ter nach den inarotkauischen Gewässern eiitsandte Streu zer „B erlin" hat am Tonncrstog seinen Best im mungsort erreicht. Wie die „Wiener Allgoiu Ztg." nu-5 sicherer Quelle erfährt, sind Frankreich und England endgültig davon a b g e k o m m c n, Kriegsschiffe nach A g a d i r zu senden. Voraussichtlich wird am Freitag abend ein fron zösischer i n i ft c r r o*t abgehalten werden. Vor diesem Ministerrat wird also kaum etwas neues zu erfahren sein. Inzwischen' ist nur zu erwähnen, das; jetzt auch die sran zosischen Zeitungen, die gestern itoct) von einer kategorischen Note, die England nach Berlin gerichtet haben soll, erzählten, diese Meldung widerrufen. Es hat gar feine solche Kundgebung stattgefunden. Außer einer Unterhaltung zwischen dem englischen Minister des Aeußern Sir Edward Grey und dem deutschen Botschafter Grasen "Wolff Metterniet; in Loudon hat es keinen diplomatischen Meinungsaustausch über Agadir zwischen England und Teutsch land gegeben. Im englischen Untern ans wiederholte "Mason seine Anfrage betreffend die Pflicht des Generatinspef- teurs, an das diplomatische Korps zu berichten, und das Dom Eichener Stadttheatcr. Ein Rückblick und eine Vorschau. Tirektor 5 t e i n g o c 11 c r bittet uns um Aufnahme der folgenden Ausführungen, denen wir um so lieber Raum gewähren, als wir der Ansicht sind, daß ein Theater in einer verhältnismäßig I kleinen Stadt, die cntfd,'icbenftc Förderung verdient. Bei allen Bühnen, die unter ähnlichen Bedingungen arbeiten, wie das Gießener Stadttheater, ist ein gesichertes, gleichmäßiges 'Abonnement die unerläßliche finanzielle Grundlage Tür die fünft - leriirtH'n Leistungen. Tie Tageskasse eines Theaters hängt von gar vielen Zufälligkeiten, z. B. dem Vorhandensein zugkräftiger ^leuheiten ab und kann leine Grundlage für eine vernünftige - Kalkulalion geben; das Abonnement dagegen ist für den Bühnen 1 eiter Veranlassung, je nach Ausfall aud) den AuSgabeetat zu i gulicrcu. Bei günstigem Abouneinentserfolge können daher für Personal, Anssvattimg usw. von vornherein größere Posten eingestellt iverben. Es ist schon an anderer Stelle auf die großen Vergünstigungen . T.ingerciefcn worden, die das Abonnement unseres Stadttheaters bietet. Es dars aber auch bemerkt wserden, daß die Leitungen ü unserer Bühne den Vergleirt) mit den Bühnen anderer -stabte, । die unter ähnlichen Verhältnissen arbeiten, sehr wohl aushalten. Es seien da nur einige z. T. größere Universitätsstädte genannt, wie | Bonn, Göttingen, Heidelberg, Würzburg. Gießener, die in den * letzten Fahren Gelegenheit hatten, Vorstellungen solcher aus- ' wattigen Theater zu besuchen, haben sich daraufhin meist doppelt ihrer einheimischen Bühne gefreut und sind in der Kritik, zu der ja jeder Theaterbefuch-cr und vor allem jeder Abonnent neigt, bedeutend milder geworden. Kritik, and) von Seiten des Publikums, ist ja ein gut Ting und kann auch einer gewissenhaften Bühnenleitung von Nutzen sein. Nur wird dem Bühnenleiter dabei gar vieles tn die schuhe geschoben, wofür er nicht verantwortlick) ist. Ein Mitglied Z. B. ist bei feinem ersten Auftreten schlecht disponiert oder befangen — es bleibt bei einem Teile des Publikums, auch bet späteren guten Leistungen, für die ganze Spielzeit ein Vorurteil bestehen. £der, in Ermangelung wertvoller Neuheiten, wird ein zwar nicht bedeutendes aber überall gegebenes, neues Lustspiel aufgeführt, — denn Neuheiten werden verlangt — öic Folge ist Verstimmung bei einem Teil des Abonneiltenvubti- fmnS, oder der Tirektor gibt auf vielseitigen Wnitsch einen guten, alten, harmlosen Ben cd ft: nun ist ein anderer Teil des Publikums verstimmt. Der Verfasser halte jüngst Gelegenheit, em amüsantes Gespräch mit anzuhören: Herr Schulze und Herr Lch- mann begegnen sich. und Betrieben, die eine höhere Krankenzisfor als die vom Schatzamt zu veröffentlichende Tafel länger als drei Fahre hindurch ausweisen u. a. Wenn man die lauge Liste der Vorschriften, die das Gesetz vorsieht, durchlieft, so muß a,Wben Wien ‘ nUr 86gen bar cm Führet' Nr. 2 -ahntal bis zm* Mündung eu unteren und mittleren Stufet lüch Lucrsscn, Wetzlar. b' Mneit 1 Aauarelldriit 1 UebemchiSkarie. - -?> '5O1C- tcr ÄiiSitimuiiü. mit iHotidiuitt 2.-Ms. haildlunaen, gegen Sciragseit: neu vom Perlaa. er Touriiteimereinc iit in herum i-,io das; ne nnrb äcm 'JMim aent iit. ^iebwflcbenciiMnvm flioiic Seuilidifiit ans n w.wi. emgeitvemeu güiistraiiomn VuiL ’ (limWlid) der !>aide mit ben 'nirfnrt wesemüch b?nw verläisigsler itabntalnidrcr : Herr Schulze: Nun ist ja wieder die Zeit, das Abonnement ür das Stadttheater zu erneuern. Herr Lehmann: Jawohl, aber wissen Sic, mein lieber Schulze, ich schwanke, ob ich es wieder tun soll, die Stücke, die bei uns zuweilen ausgesührt werden--- Herr Schulze: Ta haben Sie recht. Wie kann man nur ein so unglaubliches Werk wie den „Grasen von Gleichen" geben. Herr Lehmann: Erlauben Sie, das war eine interessante, literarische Darbietung; nein, ich ärgere mich, wenn solche Schmörter wie „Lentnantsmündel" ausgesührt werden. Herr Schulze: Na, hören Sie mein lieber Herr Lehmann, da verstehen wir uns doch nicht; i d; habe mich dabei recht gut amü fiert. Tie Herren einigten fich schließlich dahin, daß, wenn es ichon heiße, Einem Feden recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann, so sei doch das unmöglichste von allem, es allen Abonnenten eines Theaters recht zu machen. In Bezug auf den Spielplan bleibt da nichts übrig, als eine mittlere Linie einzuhalten, unter besonderer Berück'ichtigung, daß Gießen Unwersitätsstadt ist und ein Rechr daraus hat, daß der literarische Einschlag des Spielplans nicht zu schwach sei. Es soll jedoch aud) fernerhin keine besondere Richtung in der Ausivahl der Stücke bevorzugt werden und interessante Werke, die aus diesem oder jenem Grunde den Widerspruch eines Teils der Abonnenten herausfordern könnten, sollen in sogenannten „Kamm erspielab enden" gegeben werden, die aber den Abonnenten gegen Gutschein zugänglich sind. Beim Spielplan sei übrigens erwähnt, daß unsere Bühne stets eine der allerersten auf dem Platze war und auch bleiben soll, wenn cs galt, wertvolle Neuheften auf die Bretter zu stellen; in dieser Beziehung ist sie sehr oft den benachbarten großen Bühnen vorangegangen. Es sei aus den letzten Fahren da nur erinnert an Björnsons „Wenn der junge Wein blüht", Bahrs „Konzert", Thomas „Erster Klasse" und Schönherrs „Glaube und Heimat". Ter künstlerische Erfolg der Fauftausfübrungei'. hat nun einen Fingerzeig und wertvollen Ansporn dafür geboten, daß beim Mangel auf führungswürdiger moderner Stücke, allere Hauptwerke der Weltliteratur sehr wohl einen Ersatz bieten können, wenn sie von einer großzügigen Fnszenicrung getragen werden. Zur Ein - slndieruitg in diesem Sinne sind deshalb für die kommende Spielzeit eine Reihe größerer Werke vorgesehen worden, n. a. F uli n s Eaesar, B raut von 'M essin a , Meister von Palin nra, Richter von Zalamea und einige der r-hake- s pea risch en Königsdramen. Es sollen hierzu alle Nitts- mittcl moderner Regiekunst, die den Stimmnngsgehalt eines Werkes durck) d)ara!teristifche Ausstattung, Beleuchtung u. a. zu heben trachten, Verwendung finden. Unsere Bühne iit babet im V ortest gegenüber den PwvinztHeatern gleichen Ranges, da Ite asse 225. Lotterie beginnt 1 Juli 1911 \ ftr jede I 11TJ1- Klasse Lk zu beziehen durch die E ane-Einnehmer m Giessen. 1 p Fhw® | Walltorstrasse bö | -Anlage 5 Oie „Grohzügigkeit" der neuen englischen Arbeiterversicherung. Tie ebenso üble, wie althergebrachte deutsche Manier, vor allem Ausläudifchcu in kritikloser Bewunderung zu ersterben, die Einrichtungen des eigenen Vaterlandes aber, ebenso kritiklos) herabzusetzen, Hal hinsichtlich des von Herrn Lloyd George vorgelegten englischen Arbeiterversichc rungsentwurses etn gründliches und wohlverdientes Fiasko erlitten. Fetzt nimmt die „Soziale Praxis" Anlaß, eine ihr, wie sie ausdrücklich bemerkt, von sehr beachtenswerter '.seite zugegangene Zuschrift abzudrucken, welche den vor eiligen Lobspendern wenig Freude machen wird. Diese hatten insbesondere die „Großzügigkeit" gepriesen, mit der England dem Arbeiterwunsch nach nueingeschräntter Selbst Verwaltung nachzukouimen sich anschicke. Mit diesem Phantom räumt die Zuschrift gründlich aus: „Wenn man das Kapitel, das über die £rgauisatiou der als Versicherungstrüger zugelasfenen Krankenkassen Han delt, lieft, so findet man acht Zulassungsbedingungen für ine solche friendly soeiety. An erster Stelle steht die Forderung der absoluten S e lb st ve r w a l t u n g. An diese zwei Worte hat sich die deutsche Presse gelwlteu, obgleich einige der übrigen Bedingungen die absolute Selbst Verwaltung gehörig einschränken. Denn es wird weiter gefordert u. a.: für die Wahl der Vorstandsmitglieder, ihrer Stellvertreter usw. durch die Mitglieder gelten die Vorschriften, weiche die staatliche Aufsichtsbehörde, das Bei sicherungsanit, genehmigt hat, oder die das Gesetz vorsieht; örtliche wie zentrale Kontrolle der Maßnahmen zur ärz! lichen Versorgung der Mitglieder und der Auszah.ung von § ranlenuuteistützungen; für alle Streitfälle aus dem Ver- ficherungsverhältnis muß Berufung an ein Schiedsgericht vorgesehen sein, dessen Mitglieder vom staatlichen Verfiche- Tumjsamt bestimmt werden; die Kranlenkasfe muß eine Kaution stellen oder in anderer Weise den Staat schadlos l-alten können bei Unterschleifeu ihrer Beamten; für die iiaatliche Versicherung muß besonders Rechnung geführt juerben usw. Ter Verfasser zählt hiernach die sechs wich- ngsteu Bestimmungen aus, denen ein Versicherungsträger riitcrworsen sein soll. Es zeigt sich da, daß auch betreffs der Buch-- uud Rechnungsführung eine fd)arfe staatliche Kontrolle vorgesehen ist und daß die lünsligen englischen Krankenkassen bei Schritt und Tritt von behördlich?r Genehmigung abhängig sind. „Hiermit ist aber", d sagt die Zuschrift weiter, „die Aussichts- iftigteit des Staates noch lange nicht erschöpft. Ter aa'tlichcn Genehmigung unterliegen die Anlegung verfügbarer Bestände der Versicherungsträger; die Regierung ve.- langt, daß für die Verwaktungslosten besondere Rechnung sesührt werde: sie regelt die Abfindung der von einem Versicherungsträger ausgeschlossenen Versicherten, sie prust die Altersverteiluug dec einzelnen Kasseit und sie regelt die Teckung des anfänglichen Fehlbetrags, der durck) die Aur- nahmeu von Mitgliedern, die im Alter von mehr als 16 Fahren beitreten, entstanden ist. Ter Staat kontrolliert weiter die Kranlheitsverhältnisse in denjenigen Berufen Nr. 157 Erstes Blatt W. Jahrgang 8rettag, J;3uIM0U (Sicficitcr lliHCidcr s=| KJ l V11V11V1 UIHVIUVlss; General-Anzeiger für Oberhessen LLL-M iinnaD»e,«m »njdgen Hofationsbru» und Verlag der vrühl'schen Unio.-Bud). und Steinbruderei n. Lange, fiebaftion, drpebition unb Druderei: Sibulstratze 7. Land": E.Licß: für den tl; vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 50 Seschäfl5stelle vahnhosstratze |6a. Anzeigenteil: H. Beck. stattfinden, id) wünsche, daß klar verstanden werde, daß die britische Regierung der Ansicht ist, das; die künftigen Entwicklungen die britischen Interessen direkter berühren, als dies bisher der Fall gewesen ist. Wir hegen das Ver trauen, daß die diplomatische Tiskussion eine Lösung sin den nftid, in dem Anteil, den wir an ihr nehmen, werden wir gebührende Rücksicht nehmen mir den Schutz jener Fn- lcressen und auf Erfüllung unserer Vertragsverpflichtungen gegenüber Frankreich, die dem Hause wohl bekannt sind (Lauter Beifall.) Ter Korrespondent der Londoner Exchange Telegraph Eompanh telegraphiert über die Einzelheiten eines G e h e i m v ort r a o e s zwischen Fraukreidi uud de in Sultan von Marokko: Frankreich garantiert danach die Souveränität des Sultans und sorgt für eine militärische Streitmacht, die sto,rk genug ist, um die oufrülnerifriien Stämme der Autorität des Snktans zu niitciiverfcn, der alle Kosten für die Streitmacht bestreitet. Ter Sfliltan wird eß unternehmen, mit Unterstützung der französischen Militärkommisfiou eingeborene Polizeitruppen zu organi- ficren. Tiefes Weck feil binnen fünf Fahren vollendet sein. Frankreich wird die scherisische Regierung durch die Ge- Währung gewisser Vorschüsse in Stand setzen, die angeivor- bcneit Truppen zu bezahlen. Fn dein Vertrag wird weiter festgesetzt, daß die schcrinsche Regierung voUkonimene Frei heft haben wird, andere internationale Verträge abzu- schließen, wenn sie es kvünscht. Toch ist die Bedingung festgelegt, daß die Vorschläge zu irgend einem neuen ,91b- (oinnicn vorher der französischen Regiernng unterbreitet werden müssen. Tie französische Regierung erklärt itzre Bereitwilligkeit, zur Bestreitung der gcgcmvärhgcn Ausgaben der marokkanischen Regterung bei der Staatsbank einen Kredit bis 2' ^Millionen Frcrnks zu eröffnen. Tie Agenee Havas versichert nach Erkundigungen aus absolut autorisierter Quelle hierzu, daß der angebliche Ge- beimvertrag zwischen Frankreick) und Marokko, der in London von der Exchange Telegraph Company veröffentlicht wurde, apokryph ist. Wie die „Taily Mail" aus Ta u g e r aus guter Quelle erfährt, befinden sich mehrere Tentsche im ^us-distrikte, darunter von Firma Mannesmann angestellte Mineninge nieurc und andere, die nad) Handelsgelegenheiten suche n. Tie Eingeborenen verhalten sich sehr freund 1 i ch den Teutscbeu gegonüb'-r, die ungeheure Vorräte an Lebensmitteln mitbrachten und dadurch dem Ausbruch einer Hungersnot Vorbeugen. Tie Toutschou lieferten auch Saatgut zur Bestellung der Felder. Tie Agenee Havas meldet aus Areila unterm ü. Füll: Heute morgen kam die spanische Kolonne unter dem Besohl dos' £ borsten Sylvestre hier an und lagerte eine Stunde vor der Stabt. £ borst SYlvestro Iteß Rai- suli seinen Besuch ankündigen. Beschwerderecht, Artikel 8 und ü der A l g e c i r as a f t e , und fragte, ob Teutschland irgend eine derartige Beschwerde erhob. Sir Edward Grey erwiderte, er habe nicht gehört, daß eine solche Beschwerde erhoben worden sei. Mason fragte iveücr: Wenn leine Bofchwerde erhoben worden ist, welche Rechtfertigung gibt es dann für das Vorgehen Deutfchlands in Marokko? Grey erwiderte: Tie ganze Frage ist k iel zu ernst, um sie hier in Frage und Antwort zu b^hande:u und auf besondere Punkte zu antworten, die )ip' auö den Anfragen ergeben; der Ministerpräsident wird jedoch über die Frage eine allgemeine Erklärung abgeben. Asquith erklärte darauf: Tie kürzlichen Ereiguiiso ver- uiv vu-v _____aulaßten eine Tiskussion zwischen den in Marokko meist- man zu der Uebeczeugung kommen, daß der Grundsatz der interessierten Mächten. Ich kann in diesem Stadium nur absoluten Selbstverwaltung, der vorangostellt wurde, doch wenig über die Verhandiuugeii sagen, die zwischen ihnen nur aus dem Papier ficht. Man vergleiche einmal die eng tischen Vorschriften mit ihrer Unzahl von Sicherhoits schlossern mit denjenigen der deutschen R. V. £. über bi. Ersatzkassen, die den hauptsächlichsten Bersicherungsträgern in England, den sriondly soeioties, entsprechen, uud man wird zngebon müssen, daß die bciitirfic R V. £. doch bcu Kassen ein Maß von Selbstverwaltung gewährt, um ba? fic jede friendly soeioth später beneiden wird. Endlich kommt hinzu, daß die friendly soeioties kaum die .Hälfte der Versicherten umsassen: für alle anderen Versicherten aber stellt die neue Versicherung lediglich die Errichtung einer Z w a n g s s p a r k a s s o bei den Po st a n ft alte n dar, an deren Verwaltung die fogenannteu „Versicherten" überhaupt keinen Anteil naben." So sieht die im engliscben Entwurf vorgesehene „Selbst vecwaltiing" nach dem Urteil eines Sachverständigen aus, von dem die „Soz. Praxis" bemerkt, daß feine Mitteilungen dec fachlichen Anftkäcung zu dienen geeignet feien. Tie „Soz. Praxis" fügt dem freilich hinzu, die Mängel in diesem einen Punkt gestatteten uod) keinen Rückschluß auf den ganzen Plan, dec trotzdem ein groß angelegtes Reformwerk darstelle. dem Wilde ganz Die Golt öer Bruder, Si Läufig abgewandt, da die Leute einwilligten, einstweilen zur Arbeit zurückzukehren. Tic Unruhen in M a n ch e st e r dauern fort. Ani Nachmittag fanden mehrere Zusammenstöße von Streikenden mit den Polizeimannschaften statt, wobei diese die Knüttel gebrauchten. Aus Bnnningham wurden 50 Polizeibeamte requiriert. Zwei Vertreter des tzandclsarnts begaben sich am Abend nach Manchester, imt ;.u versuchen, eine Einigung der streitenden Parteien herbei- zuführcn. Tie Reeder in Leith geben bekannt, das; sic keine Konzessionen zu machen gewillt seien. Ter Schiffsverkehr ist beinahe lahmgelegt, da die Kohlentrimmer die Arbeit eingestellt haben. in Art. Else Jüngling, die als erste Soubrette fest in den Verband unserer Buhne eintritt, können wir noch eine Bekannte begrüßen, da die Tarne zur Zeit ihres Engagements am Darmstädter Hoftheater öfter als Witoiidje mit außerordentlichem Erfolg hier gastiert hat. Für das Fach der Naiven sind zwei neue Vertreterinnen gewonneii worden, Frl. Frieda de Bruyn von Berlin, die s, Z. mit dem ersten Preis der Marie ScArnch-Schule ausgezeichnet wurde, und Emma Mühl pfort tioii Darmstadt, eine Schülerin des Herrn Oberregiycurs Vätdeck vom Tarmfladler Hoftheater. Auch für das Fach der sentimentalen Liebhaberinnen wuroen. diesmal zwei Vertreterinnen verpflichtet, .Frl. Lona .Schmidt vom Kieler Stadttheater und Frl. Hildegard Böhm vom Neuen Stadttheater in Bielefeld. Für die Anstandsdamen hat ja Frau Maria Duval von Berlin bereits im hinter mit Erfolg gastiert und als erste Liebhaberin und Salondame ist Frl. Mila de La Ehapcllc von Bonn in Aussicht genommen, die zurzeit in Nauheim sehr gefällt, über deren Eugagement jedoch noch Verhandlungen mit Herrn Hofrat Beck C-ömin) schweben, wegen Lösung ihres dortigen Vertrages. Im Bestand des Herrenpersonals sind die Aenderungen nicht so weitgeherider Natur. Als erster Held ist Herr Willy Kayser vom neuen.Stadttheater in Bielefeld engagiert worden, da er sich ja bei seinem Gasypiel als Uriel Acosta aufs beste eingeführt hat; ebenfalls von Bielefeld kommt der neue jugendliche Stomiier und Bonvivant Herr Ludwig .Großer, dem ein brillanter Ruf vorausgeht. Tas. Fach der jugendlichen Helden und Liebhaber wird zwei Vertreter >ehen: Herrn Karl Schröder vom Stadttheater Elberfeld, der jüngst bei einem Gastspiel am Nauheimer Kurtheater sich außerordentlichen Beifall errang. Herr Schröder besitzt als früherer Schüler des Münchener Oberregisseurs Basil eine vorzügliche Sprachtechnik und eS sei bei dieser Gelegenheit erwähnt, daß die Direktion bei den Engagements aus diesen Pmikt besonderes Augenmerk gerichtet hat, um Klagen über schlechtes Verstehen nach Möglichkeit zu begegnen. Einen Teil der ;ugend- lichen Liebhaber wird Herr John Rappeport vom Königlichen Schau spiel hause in Potsdam spielen, ein begabter und liebenswürdiger junger Tarsteller. Tas neue Personal ist int Hinblick auf die z. T. großen künstlerischen Ausgaben der tominenden Spielzeit noch Mrter wie in früheren Jahren und ist der Tirektion ausnahmslos bekannt; es bietet auch dadurch, daß es zum größten Teil schon in Bad- Nauheim tätig ist, Gewähr für ein erfreuliches, künstlerisches. Zusammenwirken, Wenn diese Zeilen da und dort ausklärend gewirkt haben, so ist ihr Zweck erfüllt und es bleibt nur der Wunsch übrig, daß das Intereste der Bürger,chast, das in seltener Opferwilligteit ein so prächtiges. „Denkmal bürgerlichen Gemeinsinns" geschaffen hat, auch dem Thoaterunternehmen als solchem erhalten bleibe. Dieses Interesse beoarf aber auch unsere Bühne, damit sie bei den zahlreichen Schwierigkeiten, mit denen das. Theater zurzeit überall zu kämpfen hat, ihren Zweck loeiker verfolgen kann, den Zweck, ein Mittelpunkt der Kunst in unserer Stadt zu sein., * — Jubelfeier der englischen Goethegesell- schaft. Aus London wird uns unterm 6. Juli gemeldet: Gestern abend sand ein F e st m a h l der englischen Goethe- g e s e l l s ch a f t zur Feier ihres 25 jährigen Bestehens statt. Die deutsche Botschaft war durch Dr. v. R i e p e n h a u s e n vertreten, der den Vorsitz sührte. William Ramsay von der Londoner Universität brachte einen Trinkspruch auf die englische Goethe- gesellschast aus, womit er ein Hoch auf den langjährigen Sekretär der Gesellschaft, den 85 jährigen Dr. Eugen Oswald, verband. Der frühere Generalintendant Exzellenz v. .Vignau überbrachte die Glückwünsche und überreichte eine .Adresse der deutschen Goethe- gesellschaft. Die deutsche Schlllerstiftung, das Frankfurter Hoch- Itift, der Wiener Goetheverein sandten Glückwunschtelegramme. Professor Breul-Cambridge, Vizepräsident der Gesellschaft, machte die Mitteilung, daß ein Goethe-Stipendium für die Entsendung englischer Studenten nach Deutschland gestiftet worden sei, wozu Frau Ludwig Mond ein namhaftes Grundkapital gespendet habe. Professor Fiedler (ebenfalls .Vizepräsident der Gesellschaft) brachte einen Trinkspruch auf die Gäste aus. Es nahmen etwa 175 Personen an dem Festmahl teil, darunter namhafte Vertreter der deutschen Kolonie und der englischerr wissenichaftlichen Kreise. — Die Bestattung Felix Mottls. In Ulm ging Donnerstag die Feuerbestattung Felix Mottls, wie der „Schwäb. Merk." meldet, in aller Stille vor sich. Der in der Leichenhalle aufgebahrte Sarg war mit prächtigen Pflanzen und Kränzen bedeckt. An der Trauerfeier, die der Einäscherung vorausging, nahmen außer dem Sohn und Neffen des Verstorbenen nur dessen Privatsekretär, ferner Dr. M a r s o p und Professor Klose teil. Auf Wunsch der Angehörigen hatte sonst niemand Zutritt, auch die Presse nicht. Dr. Marsop hielt eine Ansprache, in der in kurzen Zügen ein Charakterbild des Meisters entwarf. fc. Mainz, 6. Juli. Das Generalkommando des 18. Armeekorps hat den ihm unterstellten Kommandos bekannt gegeben, daß zu der in der ersten Hälfte des August auf dem Großen Sande bei Mainz stattfindenden Truppenschau vor dem Kaiser voraussichtlich folgende Truppenteile herangezogen werden: Der Stab der 21. Di- ■' Vision, der Stab der 41. Infanterie-Brigade, die beiden j nassauischen Infanterie-Regimenter Air. 87 und 88 (das' \ letztere ohne das 2. Bataillon), der Stab der 42. Infanterie- • Brigade, das Füsilier-Regiment Nr. 80, das Infanterie- Regiment Nr. 81, der Stab der 21. Kavallerie-Brigade^ das Dragoner-Regiment Nr. 6, der Stab der 21. Feld- artillerie-Brigade, das Feldartilkerie-Regiment M. 27, der Regimentsstav und die zweite Abteilung des Feldarlillerie- Regirnents Nr. 63, der Stab der 25. Division, der Stab der 49. Infanterie-Brigade, die hessischen Infanterie-Regimenter Nr. 115 und 116, der Stab der 50. Infanterie- j Brigade, die hessischen Infanterie-Regimenter Nr. 117 und \ 118 (das letztere Regiment nimmt zum ersten Mal feit fünf \ Jahren wieder an einer Kaiser-Truppenschau teil), die llnteroffizierschule Biebrich a. Rh., das Brandenburgische Fußartillerie-Regiment Nr. 3, die zweite Pionier-Inspektion, das Kommando der Pioniere des 18. Armeekorps/ die Pionierbataillone Nr. 21 und 25. Eine Eskadron des Dragoner-Regiments .Nr. 23 ist zur Absperrung bestimmt. Hessen-Nassau, — Frankfurt a. M., 6. Juli. Hier tagte am Sonntag der deutsche Buchh andlungsAeyilfentag, einberusen von der „Allgemeinen Vereinigung deutscher Buchhandlungsgehilfen". Die Tagung war von über 20U Gehilfen aus Deutschland, Oesterreia- und der Schweiz besucht. Die Frankfurter Stadtverwaltung war durch Syndikus Dr. Hiller und Landtagsabg. Stadtrat Dr. Flesch vertreten, lieber die Privatbeamtenversicherung sprach Justizrat Dr. Fuld-Mainz. Er unterzog den Entwurf einer Kritik und wandte sich ganz besonders gegen den Versuch, diese für die Privatangepellten jo außeruroentlich wichtige Gesetzesvorlage noch von dem jetzigen Reichstag, der in wenigen Atonalen sein natürliches Ende findet, verabschieden zu lassen. Die einstimmig angenommene Entschließung empfiehlt den Ausbau und den Anschluß an die bestehende Invaliden- und Altersversicherung, lieber „Mindestgehalt und Kultur-Ausgaben" sprach der Geschäftsführer der Allgemeinen Vereinigung deutscher Buchhandlungsgehilsen, D u t l o - Berlin. Seine Ausführungen über die Lohn- und Arbeitsverhältnisfe im Buchhandel und ihren Einfluß auf die Lebenshaltung und die kulturelle Höhe des Buchhandlungsgehilfenstandes fanden lebhaften Beifall. Die einstimmig angenommenen Entschließungen verlangen die Vorlage eines Gesetzentwurfs über die Rege- ] Lung der Arbeitszeit in den Kontoren und die völlige Sonn- j tagsruhe. Hk. Frankfurt a. M., 6. Juli. Zum Rektor der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften wurde für Deutsches AeZch. Der Kaiser ist bei schönstem Wetter mit Donnerstag, tim 2 Uhr iiaclmnttags, üt Stavanger ein getroffen. Der „Augsburger Abendzeitung" zufolge sind Geh. Kommerzienrat S o m l i ii g e r, Tirektor der Spinnerei Bamberg und Geh. Baurat von R ie pp e l, Direktor der Maschinenfabrik Augsburg -Nürnberg, aus dem H a n f a b u nd ausgetreten. am £ NMirw Nm ■***181« «ÄSl Nnterrichtsverwaltung in dieser Frage erfährt die „Morgenpost^ : die Errichtung einer staatlichen Volluniver- fität komme für Frankfurt nicht in Betracht. ?’«nta8: gJ « b AM Sl»®! b»»ti,eäA Nachdem bfl«' M M undni suruckgebUebe" luntenteie menet W vesSondE am Seeufer, d itation bienten mhrte mehrer regten sich bm aernde pahrtr charfen Mve * Eins ch^ Angestellten ve der Löwenbräu ereignet. Tori haltendes tzaß letzt wurden. -zvMen der i MMhNM ieldMdig in Die Lorschrch bei der der i starken Eichet sanken zu Ä üie obere Sch weggenffen. brud) erlitten :eichen von *ßebeni jagbbeitän latutig unter d Bailar die Be gjSF S*#.. „sch fei Syl N.sia»1 L ** und dann göütet^ Ausland. Der „Pester Lloyd" erfährt ans Wiener unterrichteter Quelle über die geplante montenegrinische Mobilisierung, daß diese, wenn gleich auf den ersten Blick ungewöhnlich, keinen Anlaß zu einer Beunruhigung gebe. Tie Ueberein- ftimmung der Großmächte, insbesondere zwischen Oesterreich-Uii- garn, Italien und Rußland, sorge dafür, daß Montenegro sich auf keinerlei kriegerische Abenteuer einlasse. Dies gelte auch für den Fall, daß die türkisch-albanischen Verhandlungen sich noch über den 15. Juli verlängern sollten. Nachdem in Cetinje die Zusicherungen eingetroffen, daß der Zeitpunkt für die Rückkehr der Albaner für den Fall, daß die gegenwärtig mit den Führern geführten Verhandlungen noch nicht zu einem günstigen Ergebnis geführt hätten, hinausgeschoben werden würde, wurde der Beschluß gefaßt, die projektierte Mobilisierung vorläufig aufzuschieben. Für den Augenblick werden nur die Vorbereitungen getroffen, welche für die Mobilisierung notwendig sind, die Montenegro durch den Umstand auferlegt wird, baß die Türkei fortgesetzt Truppen an der montenegrinischen Grenze anhäust. Die Nachricht von der Mobilisierung der Division von Pod- goritza ist im türkische n M i n i st c r i it m des Aeußern k ü h l aufgenommen worden. Der Kriegsminister erklärte, die Mobilisierung der 12 000 Mann bedeute für die Türkei nichts. Falls sie verwirklicht würde, werde die Türkei entsprechende Maßregeln treffen. Sollte Montenegro die Türkei angreifen, so würde diese den Angriff erwidern müssen. Im, Ministerium des Aeußern äußert man Entrüstung darüber, daß die montenegrinische Regierung alles aufbiete, die Malifsoren von der Rückkehr nach der Türkei abzuhalten. _ Der Oberkommandant von Albanien Torghut Schesket Pascha telegraphiert: Die .Aufständischen griffen am 4. Juli die Truppen bei Trabujnmocenti, unweit der Grenze an, wurden aber schließlich zurückgeschlagen. Die Aufständischen wurden im Sinne der .Anordnungen der Regierung nicht weiter verfolgt. Zu den Unruhen in Lissabon wird über London gemeldet, in Lissabon herrsche große Panik. Ter telegraphische Dienst werde auf das schärfste zensuriert Tie portugieufche Regierung habe die Nachricht erhalten, daß der Führer der Monarchistenpartei 21/» Millionen Franken aus Braiilien zur Unterstützung der royalistischen Sache erhalten habe. Tie Nachricht englischer Blätter, Marinesoldaten der töniglichen Kaserne hatten einen bewaffneten Aufstand versucht, ist vollkommen unrichtig. In Portugal herrscht Ordnung. Großfürstin Alexandra I o s i p h o w n a geborene Prinzessin von Sachsen-Altenburg, die Witwe des Großfürsten Konstantin Nikolajewitsch, ist Donnerstag früh in Petersburg gestorben. Der Ausstand der Seeleute. Brüssel, 6. Juli. Ter Ausstand int Hafen von Antwerpen ift bcen bet. Tie Vereinigung der Reeder, einschließlich der Red-Star-Line, nahm die Bedingungen der Seeleute und die zukünftige, Lohnzahlung nach Hamburger Lohnzahlung an. Amsterdam 6. Juli. Als heute nacht ein Bootsmann in Begleitung von Schutzleuten sich zur Arbeit begab, kam es zu schweren A u S s ch r e it u u g e n. Ausständige vcwarsen die Schutzleute mit Steinen, so daß ihnen Infanterie und ^chutzmann- schaft zu Pferde zu Hilfe eilen mußten. Tie T r u p p en feuerten auf die Menge, wobei drei Personen verwundet wurden. Als Kavallerie eintrat, erwiderten die Ausständigen die Schuste unb verwundeten einen Schutzmann. Die Laternen wurden ausgedreht, selbst aus den Häusern wurde gesckwfsen. Gegen 5 Uhr morgens hörte das .Schießen auf. Im ganzen wurden acht Personen verwundet, drei wurden verhaftet. Tie Truppen, die Herren der Lage sind, bewachen in starken Abteilungen die .Straßen. 10 Uhr abends. Im Hafen ist bisher alles ruhig. Die Vereinigung der Dockarbeiter und Auslader hat in einem Manifest für morgen früh eine Ausdehnung des Streiks auf alle Transportunteruehmungen im Hafen proklamiert, sowie an die Solidarität aller appelliert. — Wie es heißt, werden in der Nacht 200 Arbeitswillige auf einem Schleppdampfer von Rotterdam hier eintreffen. London, 6. Juli. In New-Castle o n Ty ne ging das Laden und Löschen in gewöhnlicher Weise vor sich. Der Streit der Tockarbeiter in Sunderland wurde heute nachmittag bei» gelegt, da die Leute die Lohnerhöhung von einem halben Penny per Stunde angenommen haben. Tie Konferenz zwischen den Unternehmern und Ausständigen in Leith war ergebnislos. Der Ausstand dauert fort. Ter vollständige Stillstand dec Arbeit, der in Liverpool durch die Schlepper angedroht wurde, ist vori Lfl„0 T e Arb^ . dem nei tonnt oder zust S°! 1* Erd S88ta Los l Last U 4. Sch- Ans, VchrislLL Nk hi Aus Staör und LanH. Gießen, 7. Juli 1911. ** Pfarrpersonalien. Ter Großhcrzog hat der durch die Dekanatssynode des Dekanats Groß-Gerau für den Rest der laufenden Wahlperiode vollzogenen Wahl des evang. Pfarrers Adolf Allwohn zu Nauheim zum Stellvertreter des Dekans die Bestätigung erteilt. ** Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Lehrer Ludw. N e h r b a ß zu Eich (Kr. Worms) eine Lehrerstelle an der Gemeindcschule zu Wachenheim. ** Aus dem Militär Wochenblatt. Sander, Oberlt. im Jns.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Groß- herzogl. Hess.) Nr. 116, von dem Kommando zur Dienstleistung bei der Landesaufnahme enthoben. •* * Gewerbliche Korporationen. Die Zahl der gewerblichen Korporationen im Großherzogtum Hessen beträgt nach der neuesten Ausnahme gegenwärtig 243. Darunter befinden sich 124 Ortsgewerbevereine, 62 freie Innungen, 39 Fachvereinigungen und 18 Zivangsinnungen. ** Verband mitteldeutscher Industrieller. Eine am Mittwoch in Frankfurt abgehaltene Versammlung von Industriellen beschloß einstimmig die Begründung eines Verbandes Mitteldeutscher Industrieller, der sich dem Bunde der Industriellen in Berlin anschließen wird. Es wurde ein vorbereitender Ausschuß von 16 Industriellen aus Frankfurt a. M., Darmstadt, Gießen, Kassel, Mainz, Worms, Wiesbaden, Marburg, Hanau, Hochheim, Friedrichsdorf, Rüsselsheim und Offenbach gewählt, der die weiteren Vorarbeiten leiten soll. Auf Anregung aus der Versammlung beschloß diese unter lebhafter, einmütiger Zustimmung aller Anwesenden dem Präsidium des Hansabundes gegenüber den von Seiten des Zentralverbandes erfolgten Angriffen ihre vollste Zustimmung und ihr uneingeschränktes Vertrauen zum Ausdruck zu bringen. ** Dirigenten tag des Mitteldeutschen Sängervervandes. Wie schon gemeldet, feiert nächsten Sonntag der Männergesangverein Liedertafel in Loltar das Jubelfest feines 25jährigen Bestehens. Besondere Bedeutung für die dem Mitteldeutschen Sängerver- band angeschlossenen Vereine gewinnt dieses Fest noch durch den Tirigententag, der sich an das um 10 Uhr beginnende Wertungssingen anjchließen wird. Der Ehormeister des Verbandes, Universitätsmufikdirektor Prof. Trautmami, wird zum ersten Aäaie die Dirigenten der Einzelvereine und Bünde um sich vereinigen, um mit ihnen gesangstechnische Fragen und Richtlinien für die weitere Tätigkeit im Ver- vaud zu besprechen. An diesen ersten Dirigententag werden sich später in entsprechenden Zwischenräumen weitere anschließen. ** Der israelitische Lehrerverein im Groß- Herzogtum Hessen hält seine Jahresversammlung am 9. Juli in Frankfurt a. M. ab. Die Tagung enthält u. a. einen Vortrag von Lehrer Isaak-Hungen über die „Fürsorge für die schulentlassene Jugend". ** I u Amerika verstorbene Hessen. David R. Heiner, 72 Jahre alt, in Brooklyn, Jak. Frank, 81 Jahre alt, aus Griesheim, in Syratüse, Jak. G.eib, 83 Jahre alt, in Pittsburg, Jak. Schaffer, 61 Jahre alt, aus Sandbach, in Tayton, I. Gengnagel, 77 Jahre alt, in Daytou, Ph. Schwartz, 78 Jahre alt, in Lisbon. Landkreis Gießen. -st Groß en-L inden, 6. ^un. Ein Doppelkrieger- verbandssest findet nächsten Sonntag hier statt, nämlich das Bczirksfest des Hafsia-Bezirks Gießen und das Verbands- sest des tzüttenberger Kriegerverbandes. Es werden etwa 30 hessische und 20 preußische Kriegervereme erwartet. Kreis Lauterbach. --Schlitz, 6. Juli. Das Gauturnfeft ist nunmehr in unmittelbare Nähe gerückt. Auf dem Festplatze, der fid; in nächster Nähe des Bahnhofes befindet, regen ,ick) emfige Hände. Wohl selten wird man einen schöneren Festplatz finden, der, wie hier, einen anmutigen Ausblick bietet auf unser burgengekröntes, auf sanfter Anhöhe sich erhebendes Städtchen, das einem Panorama gleich vor uns liegt, von grünen Wäldern rings umsäumt. Durch das Entgegenkommen der Stadtverwaltung ist es ermöglicht worden, den Festplatz in den Abend- und Nachtstunden in elektrischer Beleuchtung erstrahlen zu lassen, ferner.ift der Festplatz 011 das Wasserleitungsnetz angeschlossen. Fünf große Festhallen mit über 4000 Sitzplätzen sind vorhanden. Zwei große Tanzböden laden die Jugend ein, nach den Klängen der "Militärkapelle dem Tanze zu huldigen. Sonderzüge sind eingelegt: Samstag den 8. Juli Gießen ab 1.35 (nicht 2 Uhr, wie früher mitgeteilt wurde), Schlitz an 4.17 nachmittags. Sonntag den 9. Juli Fulda ab 11.50, Schlitz an 1.10 mittags. Zur Rückbeförderung der Festbesucher, die bereits Sonntag wieder nach der Heimat zurückkehren, dienen außer den fahrplanmäßigen folgende Sonderzüge: In der Richtung nach Gießen mit Anschluß nach Grebenhain: Schlitz ab 10.10, in Gießen 1.07 nachts. In der Richtung nach Fulda: Schlitz ab 10.25 nachts. Seitens der Eisenbahn- Verwaltung sind Nachzüge in Aussicht gestellt, falls die vorgesehenen Sonderzügc zur Rückbeförderung nicht genügen. — Der Festzug, in welchem fünf Musikkapellen und mehrere Trommler- und Pfeiferkorps mitwirken, setzt sich um 2 Uhr von der Berleburg aus in Bewegung. -a- Grebenhain, 6. Juli. Heute gingen dem Landwirt Hch. Ganß auf der Straße Grebenhain—Hartmannshain die längere Zeit nicht gefahrenen Kühe mit dem Heuwagen durch. In dem Bestreben, die Tiere zum Stehen zu bringen, geriet Ganß unter die Räder und wurde erheblich am rechten Beine verletzt. Kreis Friedberg. L. Bad-Nauheim, 6. Juli. Die vier Pfannen der neuen Saline auf dem Goldstein sind auf ihre Dichtigkeit geprüft und für gut befunden worden. Bevor die Scüine dem Gebrauck) übergeben wird, wird noch einmal probeweise Salz und Mutterlauge bereitet werden. Das jahrhunderte alte Salinenglöcklein, das aus der alten Saline stand, ist in das neue Gebäude gebracht worden, das genau so errichtet wurde wie das frühere, das unter dem Denkmalschutz stand. Ein Teil der Salinenknappschaft ist zurzeit schon auf der neuen Saline beschäftigt. B a d - N a u h e i m, 6. Juli. Regierungsbaumeister Dr. ing. Lipp in Bad-Nauheim, der aus Worms gebürtig ist, wurde zum .Gemeindebaurat von Aerlin-Lankwitz gewählt. pf. Nieder -Mörlen, 7. Juli. Die Eheleute Wal ter zu Nieder-Mörlen bewohnen allein ein Haus, das am Ortsrand nach den Wiesen steht. Als gestern abend 7 Uhr. der Ehemann von der Arbeit nach Hause kam, fand er feine Frau im zweiten Stock auf dem Fußboden liegend t o t vor. Mit einem um den Hals geschlungenen Handtuch war sie erdrosselt worden. Ein Geldbetrag von über 300 Mk. war im 2. Stock und aus dem Küchenschrank im unteren Stock waren zwei 5-Mk.-Stücke verschwunden. .Sonst vermißte man in der Wohnung nichts. Die alsbald benachrichtigte Staatsanwaltschaft erschien mit mehreren Polizeibeamten und Polizeihunden. Die Täter — es waren zwei Unbekannte gegen 6 Uhr gesehen worden, die von der Richtung des Hauses kommend nach dem Wald sich entfernten unb sicher in Betracht kommen — hatten sich durch den Wald unb bann über ben Johannesberg nach £fab* Nauheim gewanbt. Heute morgen sind die Nachforschungen sofort wieder ausgenommen worden und man hosft, bald die Mordbuben ermitteln zu können. Starkenburg und Nheinheffen. Mainz, 6. Juli. Die Schließmannsche Roll- ladenfabrik in Mainz-Kastel ist heute morgen durch Großfeuer vernichtet worden. Der Betrieb geht weiter; die Fabrik ist versichert. om raut. ausgesetzt. Landtagsschluh. ^as Generalkommando des Aiiltiilhe Vekliiintmchiillgeil der TlM Gießen Verdingung Bahnhofstraße 54. (05557) Bahnhofstraße 54. DV, zu Schlitz am 8., 9. und 10. Juli 1911 Freiübungen VetWtcn flonjcrt und ran; Spieldauer 50 Minuten. 900 Meter lang Heute zum letzten Male. Ein Triumph der Kinematographie ist Ubr oi lebten frühen 7 bis vielen euch nickt ganz so könnte man kiujelwcttnrnen — Ainsterricgenturncn He Rektoratsperiode vom 1. Oktober 1911 bis dahin 1913 ter Professor für deutsche Philologie Dr. Friedr. Panzer xewähtt. X. Hanau, 6. Juli. Im Alter von 58 Jahren ist heute ein verdienstvoller Mitbürger unserer Stadt, der un- tcsoldete erste Beigeordnete Hanaus, Fabrikant Alexander Zung, verschieden. Seit 1883 gehörte er den städtischen Körperschaften an, vor Jahresfrist wurde ec zum ersten Bei- ceordneten gewählt. Bis vor kurzer Zeit war er auch Mit- inhaber der bekannten Rauchtabak, und Zigarrenfabrik P. <\ Hoffe Wioe., aus der er auSschied. um seine flrcift un- geteilt dec Stadt Hanau widmen zu können. Seit 4 Jahren wat er Vorstandsmitglied des SparkaffenverbandeS für Hesien- -taffau und Waldeck. N>. Wiesbaden, 6. Juli. Auf Biebricher Gemar- ang wurden in der vergangenen Nacht gelegentlich einer Razzia die engumschlungenen Leichen eines Liebespaares aujgefundcn, das seit etwa drei Tagen ton hier vermißt wird. Es handelt sich um den 21 Jahre c.lten .Hausdiener Wilhelm Wittlich von Wiesbaden und nm das 17jährige Tienstmädchen Auguste Mayer aus Bier- f:abt. Nach dem Befund hat der junge Mann erst das Mäd- chen und dann sich selbst durch einen Schuß in die Schläfe getötet. Morgenstunden richtung ist ein Betriebsausschuß Kleine Tageschronik. R.B. Darmstadt, 7. Juli. Die Zweite Kammer trat heute zu einer kurzen Schlußsitzung zusauunen, in der eine Reihe von Petitionen für erledigt erklärt wurde, da die Er|te Kammer vor Schluß des Landtages nicht mehr zusammentritt und gesetzgeberische Maßnahmen deshalb unmöglich sind. — Zu den An trägen der Abg. Behr und Kredel wegen der Hochwasserschäden in Gründau und Ober- und Unter^Seusbach sowie Hiltersklingen sagt Minister Hombergt die Unterstützung der Geschädigten zu. Die Anfrage ivegen Aussoritungen in der Gemarkung Ulrichstein, wurde zur weiteren Verhandlung an den Ausschuß zurückverwiesen. w Vizepräsident Korell schloß darauf die Sitzung, indent er einen Ueberblict über die letzten 3 Jahre gab. Um V»1 Uhr begaben sich die Abgeordencren in das großherzogliche Palais, ivo der Großherzog mit einer Thronrede den Landtag schloß. Darnach fand eine Hoftafel statt. in den frühen Eingesandt. lFür Form und Inhalt aller unter diejer Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) K a u s m ä n n i s ch e F a ch s ch il l c u n d L e h r h e r r lt. Wir Kaufleute sind bei den jetzt stalrstndendcn Inventur- Ausverkäufen in einer sehr unangenehmen Lage. Tie Arbeit drängt an allen Ecken und Enden und in dieser lebhaften Geschäftszeit müssen wir unsere Lehrlinge an den meisten Wochentagen in der Zeit von 2 bis 5 Uhr nachmittags in die Fachschule schicken, wenn wir nicht Gefahr lauten wollen, daß die betreffenden Schüler ausgewiefcn werden. Es soll hierdurch keiitcswegs die Rot- Wendigkeit einer gründlichen -Schulbildung, btc durch die Fack>- schule eine Vertiefung und Erweiterung erfahren soll, abgeleugnet werden, aber ich meine doch, in Ausnahmefällen, wie sic z. B. die Inventur-Ausverkäufe darstellen, müßte eine Ausnahme gemacht werden. Wenn für die Zeit der Inventur-Ausverkäufe die Lehrlinge •eeeeeeeeeeeeeeeeeee Klnematograph. Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben Bruder, Schwager und Onkel Karl Stengel ganz unerwartet, im 22. Lebensjahre zu sich zu nehmen. Tic trauernden Hinterbliebenen. Allcndorf a. d. Lahn, den G. Juli 1911. Die Beerdigung findet Samstag den 8. Juli nachmittags 4*/i Uhr statt. (4360 WcncrM- n. ßtmüi'tljolk Neuen Weg 18 Tclepb. 363. Heute 4 Ubr !05561 treffen gr. sch. Kirschen zum Etn- machen zu SV u. 25 Psg. ein. Letzte Nachricyten. Gießen, 7. Juli. Verhaftung iin Ausland. Bezirkslasjicrer Billasch II-Friedberg, der Anfangs deS JahreS, nachdem er amtliche Gelder unterschlagen, flüchtig gegangen war, wurde jetzt in Luxen bürg verhaftet. Austieferungsverhandluugen sind int Gange. 4- Nieder-Mörlen, 7. Juli. Der Raubmord an Frau Walter ist ledenfalls zwischen 3 und ö Uhr begangen worden. -Ossenbar hat ein Kampf zwischen den Mördern und ihrem Opfer stattgesuitden, wie Spuren an der Leiche zeigen. Gestohlen wurden 350 Mt., meist in Zwanzigmarkstucken, die die Täter in einem schafledernen Strubbeutel mitgenommen haben, zwei silberne Uhren, eine mit römischen (ohne Glas) und eine mit arabischen Ziffern. Oberstaatsanwalt Hofmann hat sich heute morgen wieder an den Tatort begeben, wo auch Gerichtschemiker Dr. Popp von Frankfurt cingetrosfen ist. Tie Staatsanwaltschaft Gießen hat für die Ergreifung der Täter 500 Mk. Belohnung st-en sie croB oder Nein, ist diese Ihtrcrndjkxteit Morgenstunden 7 bis 8- cingefübrt, und was Mattle. le. Frankfurt a. M., 6. Juli. Heu- und Ctrohmartk. Angesahren waren 12 Wagen Heu und 1 Wagen Stroh. Man notierte; Heu, alles, 3,00—8,40 Mk^ neues 3—3,60 Mk. Stroh (Kornlangslrob) 2,80 vis 0,0*1 Alt., Wirrstroh 0,00—0,00 Alk. Alles für 5-jMiIo. Geschäft flau. Tie Zufuhren waren au» dem Vogelsberg und dem Kreise Tiedurg. Bekanntmachung. Vom 4. August bis 21. September ds. Jtf. wird voraussichtlich keine Sitzung der Stadtverordueten-Beriammlung ab- gehalten. Dringliche, die Beschlußfassung der Stadtverordneten- Versammlung erfordernde Angelegenheiten und daher spätestens bis zum 25. Juli ds. Js. bei der Bürgermeisterei vorzulegen. Gießen, den 17. Juni 1011. . yTi. , B7/r Großherzogliche Bürgermeisterei, G.teßen. J.V.: Keller. schen Jagdschutz- Vereins, die für die heimische Jagd von außerordentlicher Bedeutung sein wird und die sicher owohl von den Mitgliedern des Vereins wie in den Kreisen >er gesamten deutschen Iägerwelt freudig begrüßt werden dürfte. Mit der Ausarbeitung der Grundlagen dieser Ein- ackschu mcrridif dispensiert werden sollst^ ermöglichen, wenn der Unterricht in die . enva von 7 bis 9 Ubr eventuell von rde. wo noch wenig Käufer erscheinen In .nterftettten Kommandos be«: )er ersten Hälfte des August iainz stattfindenden Trup- er voraussichtlich folgende rden: Der Stab der 21. Di> - ianterie-Arigade, die beiden , tenter Mr. 87 und 88 (das der Stab der 42. Jnfantene- mt A. 80, das Infanterie- der 21. Kavallerte-Lrrgade, 6 der Stab der 21. Ruß- land) eine starke Hungersnot ausgebrochen. Unter den Mir- gisen-Kosaken herrscht Ausregung, da sie keine Hilfe erhalten. Zehn Kassierer der Baltischen Eisenbahn, darunter der Oberkassierer der Station Petersburg, wurden entlassen. Sie werden beschuldigt, Militärkarten zu normalen Preisen an Zivilisten verkauft und den Ueberschuß behalten zu haben. Die y i b ro c (l c in Amerika ist im 91 b i£c b m c n Pc- griffen uiw stellt eine niedrigere Temperatur für Freitag in Aussicht. Aus Chicago wurden gestern 37, aus Neuhork (-Stadt- 3b, Philadelphia 2‘J, B o st o n 18, Neu-Eng- ganb 57 Todesfälle au Hitzschlag gemeldet. Der.Saatenstand ist durch die Hitze schwer geschädigt. s.» ^äaehilfentag, anil tiniaung veutM neirren t«ii) uni> d . gmhibiS Ü1' W ®at2U Ä »crtrdm *at ,u'diErUiig iPia* 't'1””1 bei ™®ar| eilten 1° ""d, Kjch-US,61 ss sSSti MM ■^nerl)ältlll,|e s hie tulturelk MW"" nb Die völlig iontore-' her Städt. rüohnungsnachweis Gieße«, -tsterweg 9. ES sind zu vermieten: m 1 Wohnung von 10—11 Simmern, 1 Wohnung von , Zimmern und 2 Atansardenzirnmern, 2 Wohnungen von 0 Zimmern, 1 Wohnung von 5 Ziiumern mit Bureau und Lagerraum, 10Wohnungen von 5Zimmern, 4 Wohnungen von 4 Zimmern, 1 Wohnung von 3—4 Zimmern, 1 Wohnung von 3 Zimmern, 2 Wohnungen von 2 Zimmern und 2 Kabinetten, 2 Wohnungen von zwei Zimmern, 1 Zimmer uno Kammer, 3 möblierte Zimmer, ein dreistöck. Lagerhaus mit Pferdestall und Heubodew 1 Laden mu 2 Schaufenstern und Lagerraum, 2 Werkstätten. Zu mieten aciudit: 30 Wohnungen von 2-8 Zimmern. |B7/7 Städtischer Arbeitsnachweis giessen Asterweg v. Eö können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Installateur, 2 Glaser, 2 Schreiner, 1 Schuhmacher, 1 Wagner, 1 landmtrlsch. Unecht, 11I. Hausdiener, 2 Hausburfchen, 1 Kassier, 2 Dienstmädchen. „ Lehrlinge: 1 Kellner, 1 Wagner, 1 Friseur, 1 Schlosser, ein 0)ast- und Schankwirtichattsverional: Kuchen- und svül- Mädchen, 1 jüng. Kellner. b. bei auswärtigen Arbeitgebern. 2 Glaser, 3 Sanier, 2 Dachdecker, 1 Frtseur, 1 Mmchinenschlosser, 1 jüng. Bau'chlosser, 1 ,ung. II. Bäcker, 2 Weißbinder, 1 Wagner, 4 Lau- und jJiöbelidbremer, 1 Hui- und Wagen schmied, 1 Schneidmüller, landwirtschastl. Knechte und Aiägde, 2 Tienstmädchen. Lehrlinge: 1 Schreiner, 1 Schlager. Vast- und Lchankwirtichastspcrsonal: 2 jüng. Restaurationskellner. Kuchenmädchen. ®61 “SuX)biiföex? 1 Gärtner, 1 Eisendreher, 2 Maschinenschlosser, 1 Hetzer und Maschinist. 1 Schneider, 3 Weißbinder, 1 Gtaser, 1 Gartenarbeiter, 1 Lagerarbeiter, 1 Kistenmacher und 'Lacker, 1 Pfleger, Taglöhner, Fuhrknechte, 1 Leretnsdiener, 1 Buchhalter, 1 Handlungsgehilfe, Putz-, Lauf- und Wa'chfrauen, 1 Laufmädchen, 1 rttäherin,. Lehrlinge: 1 Schlosser, 1 Wagner. a„,.„ Gast- und Echankwirlfchaftspemoual: AushUtSkellner, Zäpfer. StzPrLL 9ölb[in IN'f L.tzdiM b«l !t(j± > b”? L°. Er mit JjS*» h " äum Sieben Jt’”8'" "Utbe*'VOm?S ledberg. ^11 Tie vier B ■€ln sind ausfLmten der drrd noch ein ° tuerben^ 5 ,proMc - worden, ÄL,lanb. i|i Gunter dm Den^^ • -* Tie Eheleute 33qIi " an ein haus, d-z «, L Sestern abend 7 Uhr nach Hause kam, fanb er M dem Fußboden liegend Ms geschlungenen handtuL ' Gln ^eldbettag von über ^aas dem lllichenschrM m k-Ee verschwunden. Sonsi lg nichts. Die alsbald bemüh, 'schien mit mehrnen Polizei. Dje Tater — es waren zwei chen worden, die von b« d nach dem Wald sich eni- kommen-hatten sich dM it Johannesberg nach M ju find die NMwtgni >orden unii man ^\\\, Yiato LÖlUtffl. iö Kheinhesfen. Echließmannsche Roll- i|l heute morgen durch Groß- Der Betrieb geht weiter; dir Sklavin III. Teil. Packende dramatische Schilderungen au§ den Niederungen des Lebens in 3 Akten nach den Ideen und dem Manustript des Lriginal-Berfasfers der ,>velßen Sklavin II. Teil". dort mögltdi ist, ließe sich auch hier in Gießen ohne große Schwierigkeit erreichen. Auch eine anbere Frage soll nicht micrörtert bleiben. Bei den Inventur Ausverkäufen haben die Lehrlinge eine äußerst günstige Gelegenheit, sich praktisch zu betätigen und sich so für ben späteren Berus v r a 111 s ch e K c n n i n i f s e anzueignen. Wirb aber ber Lehrling, sei es nur zweimal in der Woche, drei volle Stunden seinem eigentlichen Berufe entzogen, so stellt das -- ganz abgesehen von der großen materiellen Schädigung des LeHrHcriti eine Schädigung seiner beruh täten Vorbildung bar, die nicht tnirrt» die besten tneoretischen EröNerttngen in der Fachschule ausgeglichen werden kann. Es wäre zu wünschen, wenn iid) auch von feiten der Fachschul- kommission v.i dieser brennenden Frage geäußert würde. W.D. QOOOOOOÖOQD Fusche Knickeier UW A. Steinreich, Lindengasse 2 an den Markllauben. ,05018 6inmadi-6ssig la. Weinessig . . I Ansetzbraimlweiii, la.. . 4366 Schuhhaus Lh Süss Wettergasse MM la. - meine Schaufenster. Aeltestes Schuhgeschäft am Platze. 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