Diaunu llliuuiunvn. v'" WVII ' . . ?luSgabeu für kulturelle Zwecke von 229 auf 368 Million en *’ . r v - ' _ r_____t____ . .. '“YrtPwöM IfW Pfarrer während der letzten Wahlkämpfe irgendwie zu Vorführungen oder Wettspiele ist. Der Aufstand in Marokko. Auch über meine Beziehungen zu der (Gemeinde König- städtcn, die Gründe, die mich bewogen haben, nicht nach Griesheim zu gehen, war von einem unserer Redner eine völlig unrichtige Darstellung gegeben worden, die ich gleichfalls bedauere. Adolf Morell. haltende Brisallsäußerungen laut. ____ . Die Kammer nahm die von dem Radckalen Chmttemps und Genossen rinqebrachte Vertrauens-Tagesordnung nut - • * • 150 Deputierte, darunter sämtliche Eine Erklarnnr, drs Pfarrers Poren. Wir werden um Abdruck folgender Erklärung ersucht: liche Turnvorführungen undTurnwett spiele dar- getan werden soll. Zugleich stifte ick für jeden Ort, wo eine oder mehrere Mittelschulen sich befinden, eine Medaille, die je für cm Jahr als Ehrenpreis derjenigen^ Anstalt oder Anstaltsklasse zufallen soll, die bei dem Schulfest 2 . ritt der turnerischen angewachsen, das sei eine Zunahme in vier Jahren um 61 Prozent, während die Ausgaben der ailflcmcmcn staatlichen Verwaltung und für die Landesverteidigung nur um 50,6 Prozent gestiegen seien. Indem er werter d.q Afcfamtiiifern der Budgets der vier vorhergehenden Jahre und das Budget für 1911 mit demjenigen von 1908.verglich, da« zu den pessimistischen Prophezeiungen Anlatz ge geben habe stellte der Minister fest, daß man nicht von einem Anwachsen des StaatsbedürfnisscS reden könne. Es liege kein Grund vor, von einer Steuererhohung Die russischen Manzen. In der russischen Reichsduma hat der Finanzminister -okowtzow in der erfolgreichen „Sanierung" der russischen Finanzen auch in diesem Jahre wieder lebhafte Anerkennung gefunden: mcner, Helse, Rieschke und Wulfcs usw. In den letzten Tagen findet noch eine Anzahl weiterer Versammlungen statt,, in denen besonders der Kandidat Dr. Werner sein Programm entwickeln wird. Kuriere aus Fez treffen nicht mehr ein. Nach einer von Quais d'Orsay stammenden Mitteilung ist das französisch-maroktanische Anleiheabkom men, über welches El Mokri seit fünf Monaten hier verhandelte, noch nicht unterzeichnet. Der „Temps" bedauert in einem Artikel Petersburg, 6. März. Die Reichsduma begann mit der Beratung des Staatsbudgets für 1911. Die Vorlage deS Finanzministers sieht einen Ueberschuß von 11 376 384 Rubel vor. Nach dem Bericht des Budgetaus- schufses balaneicren die Gesamteinnahmen und Ausgabe-.t mit 2 712100 100, wobei die Einnahmen die Ausgaben um 43400000 Rubel übersteigen. D-er Ausschuß schlägt vor, den Ueberschuß zur Tilgung der Staatsschulden zu verwenden. Die für das laufende Jahr erwarteten ordentlichen Einnahmen übersteigen die ordentlichen Ausgaben um 178 Millionen In dem Ausschutzbericht stellt der Bc^- richterftatter Alcxeicnko beim Haushalt des Kriegsrnini- steriums fest, datz das Ministerium bei den Kreditfordc- rungen ohne feststehenden Plan gehandelt habe, vom vor- gezeichneten Programm abgewichen sei und die Kredite nicht bestimmungsgemäß verwendet habe. Das erkläre ,tch wohl durch die große Arbeit an der Reorganisierung der Armee, immerhin sei das Vorgehen der Verwaltung inkorrekt. Der Fin a n z m i n i st e r Kokvwtzow führte in zweistündiger Rede aus: Seit dem Jahre 1909 würden sämtliche Staatsbedürfnisse nicht nur ohne Anleihen aus den ordentlichen Einnahmen gedeckt, vielmehr ergäben die Gesamteinnahmen einen Ueberschuß gegenüber den Aefomt ausgaben Diese Gegenüberstellung rechtfertige keineswegs den üblichen Pessimismus, sowie die ewigen Hinweise aus die unbefriedigenden finanziellen Zuschüsse Rußlands, xcv Finanzminister verglich darauf den Voranschlag für dis Jahr 1911 mit dem Haushalt des Vorjahres und wies Am letzten Samstag und Sonntag sind 25 Wählerver sammlungen abgehalten wordeti, die sämtlich cuttm ehr günstigen Verlauf nahmen. Die glänzendste Verlammlung war die in Gies-.cn, zu der ca. 1500 Besucher aus Stadt und 2anb erschienen waren, die den RetchstaaSabgeorb- neten Liebertnann v. Sonnenberg und Lattmann slurmilck>en Beifall zollten. Insgesamt sprachen in eigenen Versamm lungen für die Kandidatur Dr. WernerS, außer dem Kan didaten selber, die ^geordneten Liebermann v. ^vnner:- berg Behrens, Bii'.dewald, Lattmann und Raab, weiter Lehrer Dem-Reu Isenburg, Lanidwirt Dorsch Wölfersheim, Generalsekretär .Hemnng.en. Außerdem aber nahmen Red ner für die Kandidatur Dr. Werner tn 18 Versammlungen der fortschrittlichen Volkspartei das Wort, größtenteils zu HumuLun Ausführungen, so die Herren: Stadtverordneter Nippel, Landwirt Dorsch, Schriftleiter Thomas Reuther, übec die Lage in Marokko, daß die Umgestaltung des scheri- fischen Heeres, für welche ein Teil der geplanten Anleihe verwendet i „u. roerben solle, so sehr verzögert worden sei; denn ob man wolle wemm^aewalttÄiger Handlung en und' anarchistischer Umtriebe be- oder nickt, die französi'che Militärmission werde für fttrft wurden und wird die Anwendung dieses Systems auch von den Erfolg der kriegerischen Mop.nahmem welche der Sultan zur Yen Eisenbakngesellsckaften fordern, deren Vertrage nach Unterdrückung des unter vmckiedencn stammen ausgebrochenen aeaenseüiger Vereinbarung einer Revision unterzogen werden Aufstandes angeordnet habe, moraluch verantwortlich gerönnen um die Verbesserung des Verkehrs sicher zu stellen, ohne macht werden Die Mmmer Erupvr), Eatllaur und Verteau den Aktionären zu schaden. Die Regierung wird sich bemühen, mühten dieser Angelegenh.it unverzüglich ihre Aufmerksamkeit zu die Anwendung des ArbeiLgrversick-erungsgesetzes vom 3. Juli wenden. durchzusetzen. Sie wird ohne Sckwäche, aber auch ohne Härte ' --- -- A K die Gesetze über die Kongregationen und die Trennung , ebenen, ber Kirche vom Staate zur Anwendung bringen, die Laien- Aus dem Wahlkreise Alsfe l d- Lauterbach wird schulen vor Angriffen schützen, und das Werk der Der Welt« mitgeteilt, daß der nationalliberalc Kandidat, Guts- lichung der Schulen verteidigen, nötigenfalls durch neue besitzer Haberkorn von feiner Kandidatur zuriickgetreten Gesetze. ist- Im „Lauterbacher Anzeiger" veröffentlicht Haberkorn eine Bei der Eröffnung der Kammer waren Haus und Tribünen Erklärung, in der es heißt: dicht besetzt. Bei der Deriesung der ministeriellen Erklärung! Allen denen, die sich für meine geplante Kandidatur für durch den Ministerpräsidenten Monis nahm das Zentrum den« den Reichstag interessierten und sich in meinem Inter aste bc< vom prlnzregenlen von Sayern. München, 6. März. Der Prinzregcnt ernannte anläßlich seines bevorstehenden 90. Geburtstages seinen Urenkel, den Prinzen Luitpold, zum Leutnant a ffa suite des ersten Feldartitterie-Regiments, ferner den Herzog von Ealabrien zum Inhaber des 6. Feldartilleric-Reat- ments, das fortan „6. Feldartillcrie-Rcgirnent Prinz Ferdinand von Bourbon und Herzog von Calabrien" heißt, ferner beförderte er den General der Kavallerie z. D. v o n X y l a n - der zum Generalobersten der Kavalleme, verlieh einer größeren Anzahl von Offizieren und 'Sanitätsoffizieren^ die an den Feldzügen reilgenommen haben und aus dem aktiven Dienst bereits ausgeschieden sind, den Charakter einer höheren Charge und überwies den beiden, seinen Namen tragenden Feldartillerie-Regimentern zu den früher von ihm gemachten Stiftungen je 25000 Mark, dem 58er- j band der Prinzregent Luitpold-Kanoniere in München 4000 Mark, und dem Verein ehemaliger Prinzregent-Luit- pold-Kanoniere in Augsburg 1000 Mark. Den Ministern v. Miltner, v. Wehner, von Frauendorfer und v. Brettreich ließ der Prinz- rezent als Erinnerungsgabe zu seinem 90. Geburtstag je eine Plakette mit seinem Bilde überreichen. Weitere Auszeichnungen wurden an die obersten Hofchargen verliehen. Der Prinzregent bestimmte, das; die Summe von 25 000 Mark, welche die Pfälzische Hypothekenbank in Ludwigs- , ...... ~ . Hafen als Jubiläumsgabe ihm zur Verfügung stellte, zur ‘)ß$ Programm der neuen sranzostschen Regierung. Unterstützung von Winzern, die durch Mißwuchs Paris, 6. März. In der Erklärung des Mini-' oder Schädlinge unverschuldet in Notlage gerieten, ver- stcriums/die in beiden Kammern verlesen wurde, heißt es: wendet werden soll. Unoeränderlick, wie die großen Interessen, worauf sie beruht. Der Prinzreoent richtete an den Kultusminisber D.r. wird unsere auswärtige Politik dafür Sorge tragen, unsere Al- ö. Wehner nachstehendes Handschreiben: I^anzen und Ententen zu pflegen, die Frankreich bereits gestatten, „Mein hohes riistiaes Alter danke ich nächst Gott vor all an wirksam zur Erhaltung des Friedens beizutragen. Da I ytTäftiqv.na und Stählung meines Körpers von früher Jugend wir von denselben Empfindungen getragen smd, welche ine Re-1 Es ijr inexit Wunsch, daß der reiche Segen, der aus der qicrungcn der anderen Mächte beseelen und wir cbenio wie ste körperlichen Ausbildung erblüht, auch der Jugend meines Landes in der zuverlässigen militärischen Organnalwit eine der Wick- z^eil werde. Um in dieser Hinsicht die bereits bestehenden Ein- tigften Friedensgarantien erblicken, werden wir unsere ^treib’ rwitnngen wirksamer Weise zu unterstützeli, bestimme ich, daß f r ä f t e zu Lande und zu Wasser zum Gegenstand unicrer b c» Qtt j)Cn Mittelschulen alljährlich zur Abhaltung eines Schulfestes sonderen Fürsorge macken. _ . im Sbmmerhalbjahr ein Tag vom Unterricht frrigegeben wird, Was die innere Politik anbelangt, fo tft die Regierung I dem der Erfolg der körperlichen Ausbildung durch öffent- entschlossen, alle republikanischen Errungensckmften zu behaupten, - - - - ■ ~ .... in ihrer Entwickelung forrinfahren und ihr Vorgehen zu konzentrieren, um eine größere Wirksamkeit zu erzielen. Das Kabinett wird im Senat die Hauolzüge des in der Kammer angenommenen Eintommenfteuerentwurfs und das Wahlgesetz schnell zur Abstimmung bringen, wobei sie den Entwurf in der Ausschußsassung zur Grundlegung der Erörterung machen irirb Tie Regierung wird die Absllmmung über das Budget beschleunigen und unmittelbar darauf die Vorlage zur Unterdrückung her Sabotage und des eigenmächtigen Verlassens des Dienstes zur Abstimmung bringen, außerdem die Vorlage, die ber Pensionierung von Eisenbahnbeamten rückwirkende straft verleiht, ebenso die Vorlagen betteffend die Kollettiv- l ertrage und das Statut für d ie Beamten undArbeiter derStaatsbahn sowie das Vermittlungs- und Schiedsgerichtsverfahren. Das Kabinett wird mit Güte und Duldsamkeit die Verwaltung der Staatsbahnen leiten, die bereits den größten Tell ihrer wegen ber Vergehen während des Ausstandes gemaßregelten Leute wieder angestellt haben. Sie wird die Prüfung der Akten fortsetzen und dieienigen ausschließen, welche von den Gerichten Passus über die Einkommensteuer mit Hohnlacken auf, wahrend die Linke lebhaft applaudierte. Ebenfalls mit Hohnrufen wurde, die Versicherung der Regierung, oaß die Aktionäre der Elfen- bahnen keine Einbuße erfahren sollten, von ber Ressten und dem Zentrum begrüßt. Der Ankündigung ber neuen Gcsttzc gegen die Kongregationen zollle die Linke Beifall. Bei der Erklärung über die auswärtigen Beziehungen mürben allgemein lang an- Die Agitation im IDaMireis Siehen-Grünberg-Nidda. Welch große Anstrengungen in den letzten Tagen vor -der Wahl noch gemacht werden, geht aus folgenden parteiamtlichen Berichten hervor: Nationalliberale Lersammlvogen. Die Agitation der nationalliberalen Partei nähert sich bem Abschluß. Rur wenige Orte im Wahlkreise bleiben nock zu besuchen. In den letzten Tagen fanden in der Umgebung von Grün berg zahlreiche Versammlungen statt, die ohne Ausnahme so stark besucht waren, daß wiederholt die Zahl der Erschienenen die der Wahlberechtigten überstieg. In allen Srten, Zeilbach, Ermenrod, Wettsaasen, Ober- und Rieder-Ohmen, Ruppertenrod, Merlau, Flensungen, Groß- und Klein-Eichen, Stockhnusen, Ilsdorf, Weickartshain, Lauter, Lueckborn usw. sprach der Kandidat selbst unter starkem Beifall. Wiederholt kam es in den letzten Tagen zu Zufammenstvßen mit dem Freisinn, weil .dieser mchrfach zu derselben Zeit und in den gleichen Lo- HanShait. Des '4>orianrc9 unu wny längeren darauf hin, daß ein solcher Vergleich große Berulfigung Nippel, ^uiiuiun-i «vi|--------- hinsichtlich der Richtigkeit der Einnahmen bringen rmn)c. ^eneralsefretär Henningsen, die Parteisekretäre Allerts- Auch das Ausgabebudael müsse bas Gefühl vollster Befriedigung Hervorrufen. Zn den Jahren 1907—191 l^seicn die Hr 56 etfks Blatt 161. Zahrgang Bk"sta9’ W Gießener ÄmeiaÄW 8D General-Anzeiger für Gderhesfen MW Än BolationsönH und Derlag »er vrüh>'schen Uni„vuch- und Steinbruderei N. Sange. Bebaftion «rpebrtton unb »mdetel: StSuIffrafje 7. M i.« v- iSSJjTrK Bübingen: Zernsprecher Nr. 50 Seschästsfte-e Bahnhasftratze i6a. H. ----- Paris, 6. Mürz. Die Agenee Havas meldet aus Tanger Der Aufruhr gewinnt unter den Stämmen, die die Abreise des Sultans von Fez verhindern wollen, an Ausdehnung. kalen seine Versammlungen hatte ankündigen lassen. In W e tt s aasen tonnte der nationalliberale Redner die unter Bauern einigermaßen gewagte Beliauptung des frei- finnigen Redners, die Eaprivivertraae feien das Sprung brett unserer gesamten wirtschaftlichen Eiitwickclung gewesen, nach Gebühr beleuchten, rote denn auch anderwärts die Zugkraft des sreisinnigeii wirtschaftlichen Programms auf bie" Inder Kammerwachte AZ dH,PL^.aberäl. einen starken und haltigen Eindruck zurucklaßt. aufgefaßt wurde, als hätte Memal angedeutet, die Regie- Dkrfammlnnsten für Dr. Werver. rung habe für die Erteilung von Eisenbalinkonzeffionen -Der Wahlausschuß für die Kandidatur Dr. Werner Geld genommen. Der Großwesir ging erregt auf • st em al zu und forderte ihn mehrere Male auf, die Aeuße- - *- —1 - - r:-k I rung zu wiederholen. Um Kemal hatten sich in der Zwilchenzeit zahlreiche Deputierte versammelt. Der Großwesir versetzte Kemal einen Schlag m i t d e r H a n d, worauf dieser rief: Ihr Organ behauptete, daß ich für die Affäre, für die die Regierung nichts gibt, Geld geuommeii habe. In diesem ^Dcomcnt gab ein Deputierter der Majorität Kemal eine Ohrfeige, was heftige Sä rnr- szenen verursachte. Rach der Sitzung berieten die Minister und die hervorragenden Abgeordneten der Mehrheit über den Zwischenfall, der den peinlichsten Eindruck hervor- gerufen hat. Wie verlautet, verlangte die Regierung, daß tn ber morgigen Sitzung zunächst Kemal der Regierurug Genugtuung gebe, worauf der Abgeordnete, der Kemal die । Dhrfeige versetzt hat, Mbitte leisten soll. Wie mir mity-stellt wurde, hat einer der Herren, die am Somttag für mich im Wahlkreise gesprochen haben, an die Rachoicht (sie war ihm ohne mein Zutun zu b^ren gekommen', baß man mich mit ber Vertretung eines ertränkten .Kollegen in der Nachbarschaft betraut habe, die nicht mißzuveritehenbe Frage geknüpft, ,wb das wohl einem orthodoxen Pfarrer Korell passieren würde". Ich erkläre, daß ich nicht den geringsten Anlatz habe, °U Ucb^rgehend zur Frage deS freien B arb estandes, I________ _____„ v, diesem eigenartigen der Mehrzahl der westeuropailchen Buo^ Sachlichkeit und Gereckstigleit des Großh. Ober- getS unbekannten Etatteile, erklärte der fzrnanzmintster, I f^^sistoriums gegenüber der politischen Betätigung hessischer dieser Teil bilde keineswegs einen Nachteil, fonbern einen -- 55 ------- —-- ----— großen Vorzug des russischen Budgets Gegenwärtig sei der freie Gelbbestand, der bis zum striegsiahre auf 381 Millionen angewachfen und an dessen Stelle tm Jahre IJOn ein Defizit von 158 Mlionen getreten sei, aber auf 325 bis 330 Millionen gestiegen (Beifall). Der frell Gelbbestand müsse alS Hilfsquelle tn schweren Zeiten des staats- lebens dienen unb der Vergrößerung der Staatsschulden Vorbeugen. Der Staat, ber tm Verlause dreier Jahre seine Sckfulden um drei Milliarden vermehrte, inüsse sich bis zum Aeußersten weiterer Anleihen enthalten. Mit dem Budget- auSschus; stimme er überein, daß es wünschenswert sei, vor Äblauf des Termins einen Tell der Staatsanleihen zu amortisieren. Notwendig sei, für wenigstens 100 Millionen während des Kriegsjcchres ausaegebener 4proz. Staatsfchatz- fcheine dem Umlaufe zu entziehen. Bei der Besprechung der wirtschaftlichen Seite des Budgets wies der Minister auf die stetig wachsende Bewertung der russischen Papiere sowie den Uebersluß der Geldmittel und den niedrigen Diskonrosatz hin. Bis Ende deS Jahres 1910 trat eine große Entwickelung ber aktiven Operationen der Staads- und Privatbanlen ein. Rußland schreite auf dem Weg^ der FestigungdesGeldshstem * immer weiter fort, «eine Geldvorräte überträfen das Ernissionsaesetz von 189y u-rti 550 Millionen und erreichten 1810000Ö00 Rubel (Beifall). Der Geldumlauf fei im Verlaufe zweier Jahre um die Summe von 241 Millionen angewachsen, baoon habe sich der Geldumlauf um 81 Millionen vergrößert. Am Schlutz seiner Rede wies der Finanzministcr darauf hin, daß die -Finanzpolitik, die sich die Wahrung des Gleichgewichtes des Budgets zur Aufgabe gestellt Hobe, die einzige Politik fei, die man die richtige nennen dürfe und die Rußland auf den Weg der Festigung und des Gedeihens führen könne. (Anhaltender stürmischer Beifall.) vat-Ehrenpreise zur Verfügung. 18 Jahren zu errichten sind. l fr östei Mit Risiko enthalt wirkliche träglich höhten T kannte £q' leicht lös tbiöpti* *Woi »Mfa mühten, besten DmA." Leider war Bet beit' Ersten %tthxäten^ männern des Bundes der Landwirte, die nicht Freunde beä Abgeordneten Binbewald sind, das Interesse so gering, daß sie zu den maßegbenden Vertrauensmännerverscmf.nlungen nicht erschienen, wälnend BindcwaldS Freunde wohl vollzählig zur Stelle waren und so einx große Majorität bübeten, so daß nicht einmal Stimmensreigabe seitens des Bundes proklamiert „ v Der Einbrecher hielt Umschau im Laden und in der Wirtsstube, konnte aber keine ^XKm;n6en^ü£ ben Ä ro““ Sccm9en burchzuführ-n. da der Weg nur ..... - - - 'auf eine kleine Strecke etwas höher gelegt zu werden brauchte. Das wäre um so mehr angebracht, als der jetzige Zustand neben den sonstigen Unbequemlichkeiten auch eine wirtschaftliche Schädigung unseres Ortes bedeutet, da die wurden drei verhaltet, während der vierte entkam. Verletzt wurde niemand. Kleine Lageschromk. Der im Jahve 1908 wegen Raubmordes an einem Mannheimer Rechtsanwalt am Glaswaldsse im Schwarzwald zum Tode verurteilte und dann zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigte August Filips en aus Rußland, hat in der Abteilung für heineskranke des LandgerichtsIefängnisses Bruchsaal den Auf- eher Schmidt durch mehrere Stiche mit einer Spitzenscl-eere schwer verwundet und den ersten Ausseher Kaufmann durch einen Stich ms Herz getötet; der Tobsüchtige wurde in Fesseln gelegt. . In der Automobil-Volksabstimmung in Graubünden wurde die Automvbilfeindliche Initiative mit großer Mehrheit angenommen und damit ein Gebiet von 7200 Quadratkilometer für das Automobil gänzlich gesperrt. In Friesland i. Meckl. verschwand im Juni 1910 der 7iahrtge -Lohn des Arbeiters Wolanski aus dem Wege zur Schule. Nach mehreren Tagen wurde die Leiche aus dem Stadtteich gezogen. Jetzt stellt es sich heraus, daß der Knabe von mehreren älteren Gemeinde schillern ins Wasser geworfen und immer wieder untergetaucht wurde, bis er ertrank. Cd w\^ ' ö! Ä? **'*S°. ■Mt Mastkälbtt -BrisWSchw« Lebendgewicht , «Meilch'gevchwe -lebendgewicht, Milchige Lchweme gewicht. . • , Ueberstand. ■ überstand.____ werden komitc Sehr bezeichnend ist, daß von 159 Vertrauen»» männern, obwohl die Abstimmung sehr bequem, in den einzelnen .Kreisstädten getrennt ftattsand, int Ganzen narr 63 jur Abstimmung lief) ein sanden. Ich stehe nun, nach wie Dor, ans dem Standpunkt, daß ich eine Kandidatur ohne Unterstützung oder Stimmenfrcigabe seilen» be-5 Bundes nicht übernehme und tot zurückgetreten. In Newyork wurde ein 85jahriger Makler, der 100 000 Dollars in Wertpapieren, auf der Produktenbörse hinterlegen wollte, vo» zwei Burschen angerannt und um die ganze Summe beraubt. Aus dem Nordbahnhof von Paris ereignete sich ein chwerer Unfall. Der aus Köln eutgetroffene Schnellzug führ mit solcher Deftigkeit ein, daß die Lokomotive den Prell- p ck ü » r i ß und in daZ ueböi dsn Bahnsteig befindliche Gepäck» C5W1 Aus Metz wird berichtet: Bei den neue ft cn Ausschreitungen handelt eS sich um einen groben Unfug und nicht um eine politische Kundgebung. Die aufreizenden Zurufe hatten anscheinend nur den Zweck, die "Menge für die Verhafteten einzunehmen. Der .Vorfall klärte sich dahin auf, daß vier junge Mekgergesellen, die Lärm machten, sich ihrer Verhaftung mit Messer und Schlagring widersetzten. Mit Hilfe der Soldaten Die Hungersnot in Anhui und Schanghai wird immer größer; sie ist ernster als die vom Jahre 1906. Die Bevölkerung wandert aus dem Hungergebiete vielfach südwärts. Eine etwa 2000 Köpfe zählende Schar ist bereits in der Nähe von Schanghai erschienen. zahlreichen Gießener Ausflügler, die sonst auf diesem Wege nach Wieseck gehen und einzukehren pflegen, jetzt naturgemäß daraus verzichten. So kehrten z. B. am gestrigen Sonntag Dutzende von Spaziergängern vor der überfluteten Stelle wieder um. -e. Klein-Linden, 6. März. Sonntag abend fand in Klein-Linden in dem neu und geschmackvoll hergestellten großen Saale des Gasthauses zur Deutschen Eicye ein Konzert Äiini Besten der daselbst neu zu errichtenden Kranten- sch wester-Station statt. Die Gesangoererne Arwn-Klein- Linden, Liederkrcmz-Leihgestern und Concordia-Niedergir- mes hatten sich in den Dienst der guten Sache gestellt und damit ein Beispiel gegeben, wie auch ein Ort dem andern helfen kann und soll. Unter der Leitung des Herrn A. Bauer sangen sie in der Stärke von etnxi 120 Mann gut ausgewählte Chöre, die den aufrichtigen Beifall der zahlreichen Zuhörer fanden, da sie von tüchtiger Schulung und großem Verständnis zeugten. Nicht minder dankbar wurden die Leistungen einer Anzahl Gießener Künstler ent- aegenaenommen, der Herren Franz Bauer, Leopold Geller, Karl Krauße, Bruno Herrmann und Hermann Fischer, die den ersten Satz des Schurnannschen Es-dur-Klavier-Quin- tetts, das D-rnoll-Trio von Mendelssohn-Bartholdi und die Variationen aus dem Kaiser-Quartett von Haydn zur Wiedergabe brachten. Die Art, wie diese Stücke zum Vortrage kamen, zeigte die hohe Meisterschaft der genannten Herren. Geradezu stürmisch war der Beifall nach der Aufführung des herrlichen Haydnschen Kaiserquartetts. Es hat sich hier wieder gezeigt, daß in unseren Dörfern solche Konzerte mit wirklich guter Musik, die ohne Tanz und ähnliche Vergnügen abschließen, möglich sind. Es wäre zu wünschen, wenn der Versuch öfters gemacht würde und )o auch den nicht Wenigen Gelegenheit zum Anhören guter Musik gegeben wird, die nur diese, nichts anderes, Aren wollen. Aus Stadt und Land. Gießen, 7. März 1911. " Tagestalender für Dienstag, 7. März. Stadttheater: »Die zärtlichen Verwandten" und .Der Vetter". Anfang 8 Uhr. * ** Dekanats stell vertret er. Der Großherzog hat der durch die Tekanatssynode Lauterbach für den Rest der laufenden Wahlperiode zvllzogenen Wahl des evang. Oberpfarrers Ernst Amandus Müller zu Lauterbach zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Lauterbach die Bestätigung erteilt. ** Titelverleihung. Der Großherzog hat dem Maler und Radierer Karl Friedrich Hans U n g e r in Losch- witz bei Dresden den Charakter als Professor erteilt. ** Bestätigter Beigeordneter. Der .Großherzog hat die am 21. Februar durch die Stadtverordneren-. Versammlung erfolgte Wiederwahl des ehrenamtlichen Beigeordneten der Stadt Worms ,Gg. Binder in Worms ** Zentralstelle für Landesstatistik. Der Großherzog hat den früheren Syndikus der Handelskammer Offenbach I. Schloßmacher zu Frankfurt a. M. auf sein Nachsuchen von dem Amte eines Mitgliedes der Zentralstelle für die Landesstatistik enthoben und den Syndikus der Handelskammer Mainz P. Meesmann zum Mitglied der Zentralstelle für die Landesstatistik ernannt. "Wahlversammlungen. An l Donnerstag, dem Vorabend der Wahl, finden noch zwei Wählerversammllingen statt. Die fortschrittliche Volkspartei hält eine Versammlung im Cafe Leib ab. Es sprechen in ihr der Reichstagskandidat Pfarrer Korell und voraussichtlich Reichstagsabg. D. Naumann. Die nationalliberal e Partei hat wiederum eine Versammlung nach Steins Garten einberufen, in der Reichstagsabg. Paasch e und der Kandidat Prof. Dr. Gisev ins sprechen werden. ** Der Vertreter tag des Kriegerverban- des „Hassia" in Friedberg ist auf den 25. Fünf, festgelegt worden Der Kriegervereinsbezirk Vilbel wünscht eine neue Ordensauszeichnung für dieKriegs- teil nehmer mit folgendem Antrag: „Die Mitgliederversammlung der Hassia möge bei maßgebender Stelle an- reaen, daß den Veteranen der Hassia anläßlich der vierzigjährigen Wiederkehr des Tages der Errichtung des deutschen Reiches eine Denkmünze oder ähnliche Auszeichnung uber- r^chi ^verde." Dabei soll es sich also um eine Ehrung der Kriegsteilnehmer durch den Großherzog handeln. — Die Ausnahme des Vereins ehemaliger 116er tn den Hassiaverband stößt auf Schwierigkeiten, wird so- .gLL HMmpsl, i)ic MllglredLroerjamvrlung wird darüber Die „Ticmes" rnelbtt aus Tientsin: Die russische Er- widerung auf die Antwortnote Chinas fordert dem tauorreis Glttzen. Vernehmen nach eine Erläuterung, wie China den Freihandel für — Wieseck, 6. Marz. Der chauffierte Wea der WpW h,°rh°r W, .st m den'letzten iion des Vertrages wünsche, weil andere Mächte, die jetzt feine ;*®0$en an mehreren Stellen tn der Nahe der Mühle über- Vorzugsrechte besaßen, die Gelegenheit einer Revision benutzen flutet gewesen, so daß er entweder gar nicht begangen könnten, um ähnliche kommerzielle Botteile zu verlangen, wie werden konnte oder doch die Verbindung sehr erschwert und L»UÄ Ein- Besserung d-8 mißlichen Zustandes weise eine Erörterung über die Zollbestimmungen für den Norden der Mandschurei in sich schließt, läßt China fürchten, Japan möchte für den Süden der Mandschurei dieselben Vorzugsrechte verlangen. Dadurch, daß Rußland jetzt eine anscheinend versöhnliche Haltung gegenüber China einnimmt, zeigt sich der Wunsch, eine Vorkehrung zu vermeiden, die den Status quo in der Mandschurei berühren könnte. Lllstschiffahtt. Lrvorno, 5. Viarz. tieiunant Bague, algerische Schützen, der heute in Nizza mit einem Aeroplan auf- gestiegen war und die Richtung nach Ajaccio eingeschlagen hatte, ist auf der Insel G 0 rg 0 nabei Livorno gelandet. Ein von dort kommender Dampfer meldet, Bague hielt )ie Insel für die Küste bei Livorno. Der Flieger erlitt bei der Landung leichte Verletzungen. Er wird sich nach Livorno begeben, um sein beschädigtes Flugzeug aua, bessern zu lassen. _____ ** Der oberhessische Provinzialverband Deutsches Reich. he ssischer Kaninchenzüchter hielt am Sonntag im Aus Wikhe l ms Haven wird berichtet.- Nack Besichtigung T^rmstädter HanS röte Versammlung ab, zu der auch der Werft sand am Montag auf der „Deutschland" Frühstücks- dre Vereine des Mitteldeutschen Verbandes eingeladen täfel statt, an der der Großherzog von Oldenburg teilnaym. Nach-s tvaren. Der Vorsitzende des Landesverbandes, Stein- mittags 3 Uhr setzte der Kaiser die Besichtigung bei der südlichen I b r eche r-Darmstadt, sprach Über Zweck und Ziele des Hasen-ErWeiterung wrt nnl> kehtte um 4 llhr aus die „Deutich- LandeSverbandeZ. Es muhten erst alle Kaninchenzucht- l «n »t. « - - I vereine Hessens zusammengeschlossen werden, dann würden Der deutsche Kronorinz ist in Kairo eingetroffen dann über die Gründung des ober^ssischeu Provinzial-Ver- und wurde am Bahnhofe vom Kbedive, den Ministern nnd Diplo- bcmdes und ersucht bte noch fernstehenden Vereine, sich an matm empfangen. den Landesverein anzuschließen. Hierauf meldeten sich Im Budgetausschuß des preußischen Abgeordnetenhauses er-l mehrere Einzelzüchter und der Verein Butzbach an. Der klärte am Monrag der Minister zu dem P rosessv r e nst r eitI Züchter Pannecke-Klein-Linden stellte sich für Agitation un 5 » mCrc ?c»rLinV Universität, daß er einen Wortbruch weitere Vereinsgründungen in den Dienst des Verbandes. cra<6tc" S? ^brrgenl Die Pr0 vinzral-Kaninchen-Ausst ellun g sinket Ä eine Beruhigung der beteiligten Kreise eintrete. I Qvcfyt m etn«^tnbeu statt. Es Dem preußischen Abgevrdnetcnhause ist ein Ge-,Od bererts mehrere Staats-, Verbands- und Pm- setzentwurf bttr. die Errichtung und den Besuch von * “““ Fortbildungsschulen $u gegangen. Der Entwurf bestimmt, daß in allen Gemeinden mit mehr als 10 000 Seelen gewerbliche Pflichtsortbildungsschulen für alle mmtnlaf»en Arbeiter unter = Watzenb 0 rn, 7. März. Heute begeht der Bürgermeister Salti). Hirz VI. und seine Ehefrau Christine Hirz das Fest der Silbernen Hochzeit. Kreis Büdingen. Düdingenr 7. März. (Schöffengerichts sitzung vdm L. März.» Der Weißbinder A. L. von Büdingen ist wegen Bedrohung angeklagt. Er wird nach umfangreicher Beweisaufnahme als nicht hinreichend überfühtt, freigespwcheir. Der Tienst- knecht G. K. aus Forst wird wegen Bettelns zu einer Haftsttafe von 14 Tagen verurteilt. Die erkannte «Strafe wird durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erklatt. Der Landwitt H. E. von Wolf wird wegen Diebstahls zu einet- Gefängnisstrafe von drei Tagen verutteilt. Der Hausdiener F. K. aus Alt-Sorge wird wegen Bettelns zu einer Haftstrafe von 8 Tagen verutteilt. Die erlittene Untersuck)ung§haft wird angerechnet. In der Privat- klagc der Witwe D. L. von Düdelsheun gegen den Taglöhner K. D. daselbst wegen Belcidigurm wurde der Angeklagte der Beleidigung ün Sinne des § 185 Str. G. B. für schuldig befunden und zu einer Geldstrafe von 20 Mark verutteilt, die im Unein- bttnglichkeitsfalle mit 6 Tagen Gefängnis zu verbüßen ist. Nächstes Schönengericht findet am 20. März L I. statt. *1. Stockheim, 6. März. In der Nacht zum Sonntag wurde tu dsS ^kmialwarerrgejchäft des Gastwirtes Kleini "E Gerten! zm -er 1 Avril 0! öennici öfteres bei _ £iflrburfler 6 Zin ** Schlachthvfbesichtigung. In der vergangenen Woche besuchte ein Di strikts tierarzt aus Schweden unsern Schlachchof. Sein Interesse fand besottders da§ neu aufgestellte Trichinoskop, eine Erfindung des SchlaAthofdirekbors Garth-Darmstadt, eines geb. Gießeners. Der Schwede äußerte, daß in seinem Vaterland bisher ers drei Städte öffentliche Schlachthofe haben, und daß Deutschland nur zu loben fei, wenn es auf diesem Gebiet vorangehe. Ferner besichttgten zwei Ingenieure aus Italien unter Führung des StadtbaumeisterS Gerbel und des Direktors Modde Die alte und die neue Schlachthofsanlage sehr ein- Der WeimarischeLandtag genehmigte einstimmia einen 1?^. Die Herren sind becmftragt, für eine Mittelstadt Staatsvettrag wegen Errichtung eines gemeinschaftlichen ^ .^.r von Turm einen modernen Schlachthof zu thüringischen Obcrvcrwaltungsgerichts. Hi-erbeiI errichten und haben auf ihrer Studienreise durch Süd-- wurde der Wunsch ausgesprochen, daß es gelingen möge, sämtliche deutsckland bereits eine Anzahl Schlachthofanlagen besucht, chüringische Staaten zum Beitritt zu diesem Staatsvettrage zu Die Gäste waren erfreut, in Gießen in unserer Neuanlage bewegen. ein Vorbild zu finden. Sie erkundigten sich vielfach nach Die Bergarbeiter m den Braunkohlenrevieren Zeitz, den Firmen, Die Lieferungen besonders von Spezia larbeiten Wettzensels, Zraumburg, Altenburg und Borna und tn eine ausaeführt haben 9 Lohnbewegung eingetreten Die Hauptforderungen bestehen ** M an l-und Kl a 11 e n 1 ph rh a aVxvÄt in achtstündiger Arbeitszeit und Lohnerhöhungen um ea. 20 $roj. hpr «p.Trf.? s s 2 Die Entscheidung fällt erst im April. . peuche sind gemeldet aus Ostend0 rf und Flecken- berg, Regierungsbezirk Arnsberg; Hahlen, Regierungs- berirk Minden; Nähermemmingen, Regierungsbezirk § m Schl große Beute an Geld machen. Bloß clwas .stupfergcld siel ihm in die Hände, Hunger und Durst scheint er nicht gehabt zu haben, denn alle Vorräte an Eßwarcn ließ er unberührt. Er verschwand wieder durch ein Fenster. — Vorige Woche passierte auf der Bahnstrecke Stockheim- Lauterbach wieder ein Unglück. Der Wagen eines Händlers wurde zwischen Selters und Ortenberg auf der schmalen Straße von einer Lokomotive erfaßt unD zertrümmert, das Pferd ging mit dem Rest durch, konnte aber wieder eingefangen werden. Mann und Pferd blieben unverletzt. Kreis Friedberg. E. V. Friedberg, 5. März. Die Dauer des Luth er- festfpieles beträgt nicht, hnc angegeben, 2i4, sondern 2 Stunden. Die Besucher aus Orten an Der Gießener, Homburger und Hanauer Sttecke können also an jedem "Tag (außer Freitag) die zwischen y4- und v2n Uhr abgehenden f Züge zur Heimfahrt benutzen. — Die Plätze für Schüler- Vorstellungen sind bereits besetzt. Weitere Anmeldungen sind sofott zu machen, damit entschieden werden kann, ob noch eine weitere Schülervorstcllung veranstaltet wird. L. Friedberg, 6. März. Die in diesem Winter erbaute Singhalle des Lehrerseminars wurde dieser Tage dem Gebrauche übergeben. Die Singhalle steht auf dem Gelände des seitherigen Seminargartens; sie ist ein schöner Barackenbau und an die Zentralheizung der Anstalt angeschlossen. Hessen-Nassau. ( ) Marburg, 6. März. 2>er Voranschlag des Kreishaushalts, der in einer am 25. März statt- findenden Kreistagssitzung zur Beschlußfassung vorliegt, schließt mit 348816 Mk. ab. — Der 60 Jahre alte Schreiner- meister Burg aus Bretzenhain verübte in Der Nahe des Hauptbahnhofs im Walde Selbstmord, indem er sich Die Pulsadern durchschnitt. Vor einigen Wochen war Dem Mann die Frau geftotben und seit dieser Zeit gefiel es ihm nicht mehr auf der Welt. Sport „ . ** Fußball. Sonntag weilte zum erstemnale eine reine Mllitar-Fußballmannschaft in Gießen und zwar die des Jnfmtterie-Regiments Nr. 81 zu Frankfutt a. M. Sie spielte aus dem Sportplätze an der Hardt gegen die erste Mannschaft des Gießener Sportvereins von 1900. Troy der Unsicher- hnt des Wetters waren viele Zuschauer erschienen. Obgleich die Gäste den Sieg nicht erringen konnten, so zeigten sic uns doch ein sehr gutes Spiel. Die Mannschaft ist äußerst flink und spieleifrig und spielt ut jeder Hinsicht ruhig und anständig. Die hiesige Mannichaft lieferte ebenfalls ein gutes Spiel. Durch bessere Kombination und größere Entschlossen heft vor dem Tore konnte sic chlleßlich den Sieg mit 6:1 Toren erringen. Im Felde waren diLMamilchaftcn fast gleichwertig. Rniversttäts-Nachrichten. rw. Darmstadt, 6. März. Der Privatdozent an der Technischen Hochschule, Dr. Paul G a st, hat einen Ruf als Pro- essor der Geodaste an die Kgl. Technische Hochschule in Aachen angenommen. GerrehrsjaaÜ Frankfurt a. M., 4. März. Das Kriegsgericht der 21. Divijion verurteilte den Rekruten Peter Wollbeck, der sich, um nicht dienen zu müssen, das vordere Glied des Zeigesingers der rechten Hand abgehackt hatte, wegen Selbstverstümmelung zu 1 Jahr und sechs Monaten Gefängnis. M e tz, 6. März. Nach zweitägiger Verhandlung wurde heute abend gegen 6 Uhr das Urteil im Prozeß gegen ben Leutnant Erb vom Infanterieregiment Nr. 130 vom Kriegsgericht gefällt. Es lautet wegen versuchten Belruges wegen miiitärnd?- qualifizierter Unterschlagung und vorsätzlicher Erstattung einer falschen Meldung auf c in Jahr sieben Monate Gefängnis, "zugleich auf Entsernuna aus dem Heere. Die Uttellsbe- gründung fand unter Ausschluß der Oeftentlichkeit statt. '^urch ein Feuer wurde im Geschäftsviertel von Minneapo- x s erheblicher Schaben angerichtet. Die Höhe des Brandschrdens wird auf vier Millionen Mark geschätzt. Bei einem Brande eines Kinematographenthea- ters tn einer Ortschaft bei Bologoje (Gouvernement Nowgorod) sind 120 Menschen umgekommen. 82 Leichen sind unter den Trümmern hervorgeholt wordcn, weitere 40 werden noch vermißt. Südlich vvn Chartun verunglückte der österreichische Spottsmcuui und Forschungsreisende v. Oberländer auf der Büffeljagd. Er wurde von einem Büffcl, den er nur an- geschossen harte, auf die Hörner genommen und mit solcher Wucht auf den Boden geschleudert, daß er auf der Stelle ft ar b. Vor dem Gendarmeriegebäude in Pont eise erfolgte eute heftige Explosion, durch die sämtliche Fensterschellren der Kaierne zersplittert wurden. Das Attentat wurde zweifellos gegen den Brigadier Labore gerichtet, vor dessen Zimmer die Bombe explodierte. In Menbe wurde gegen den Steuereinnehmer Segnier ebenfalls ein Tynaanitanschlag verübt, der großen Schaden im Hause verursachte; Frau Segnier wurde leicht verletzt. beschließen. — Der Bezirk Lauterbach-Schlitz stellt den Än- W. Weitzel eingeb rochen trag: „Die Hassia möge jedes Jahr eine Fahrt auf die '' ' ' ... Schlachtfewer oder zum Kyffhäuser beranftalten in ähnlicher Weise wie die Fahrten de§ Flottenvereins an bie Wasserkante." Im Herbst 1911 soll eine Hassialvtterie statr- ftnbcn. — Der Kriegerverein ,Hassia" zu Bad-Nauheim beantragt: „Wir richten an das Präsidium die Bitte, fünf- tig bei politischen Wahlen von einem Eingreifen in der TageSpresse gegenüber der Sozialdemokratie absehen zgt wollen, weil solche Maßnahmen als agitatorischer .Stoff gegen unter Vereins wes en ausge- beutet werden " Markte. vov-biSvon-bir C <6f en. 48 87 Lollsieifckige, ausgewachsene, höchsten 43-45 . . *0—42 32-86 47 84 75-76 76 40 36 71 . . 50-53 84 84-00 42 42-00 47 61 60—62 47 61 60—62 46 68 58-69 60 46 59—61 Ueberftanb. (es*/,) Scküsienttraßc 18. 14451 9C^1lÖcbrnm, Schreinermetster, Leihgestern bei Gießen. 2 Zimmer bansen i. E- <1349 billig adzuged. [01774 ^V0pya Sonnenstr. 25 I baselbil erberen. 01788 Belg. Ries. 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Zwei andere Bahnangestellte, sowie einige Reisende »irden DCllc^t______________________ Geringere Saugkälber . . Schale. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Vetterdienststelle Gießen. Verlauf der Witterunq seit gestern früh: Von Westeuropa breitet sich ein Hochdruckgebiet au«, da« trockene«, kühles Wetter bringt. Da zunächst feine Aenberiing der Witterung zu erwarten ist sondern das Hochdruckgebiet weiter vordringt, sieben wir am Beginn einer Trockenperiode mit relativ niederen Temperaturen und Frost im Gebirge. WeiteranSsichten in Hessen am Mittwoch dem 8 Marz 1911: Meist beiter, trocken, kühl. Letzte Nachrichten. AuS der Hessischen Zweiten Kammer. R. B. Darmstadt, 7. März. In der heutigen Sitzung der 2. Kammer toxtben die Haushaltungsberatungen fortgesetzt. Den größten Teil der Sitzungen nahmen die Beratungen über die Kameral- und Forftdomänen in Anspruch. Vier Regierungsvertreter gaben Erklärungen oder Richtigstellungen ab. Geheimrat Fuchs erklärte, daß am Samstag sofort eine Untersuchung über di- Angriffe auf die Oberförsterci Seligenstadt stattgefunden habe. Mit einem Versuche ist Risiko verbunden. Van Möbl. Zimmer zu vermieten. SelierSwea 2 lll. Geruch und GeschmacH werden in gleich hohem Maße befriedigt bei dem Genuß von Van HoutenS Cacao. Als tägliches Getränk, besonders frühmorgens findet Van HoutenS Cacao immer mehr Aufnahme. Das Vorurteil, daß man deS CacaoS bei täglichem Genuß überdrüssig wird, ist längst überwunden, d. h. soweit Van HoutenS Cacao in Frage kommt. Im Gegenteil! 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Febr. 1911 im Amtsverkündiaungöblatt Nr. 7 wird bekannt gegeben, daß in Bobcnbauiea I her Großh. 3cigeoröncic Albus zum Wahlvor- fteher und das Gemeinderatsmitglied Karl Carl zum Stellvertreter desselben ernannt wird. (Bd'/a Bübingen, den 24. Februar 1911. Großh. Kreiöamt Büdingen, Boettmann. 01338] Sehr sch. 4—5 Zirn. Wobn. im L St. zu Perm. Diezstr. 6. vollste,schlge au«gemäftete Zörsen höchst. Schlachtwertes - • 45-49 kollsteischige auSgemästete Rübe höchst. Schlachtwertes bis zu 1 Jahren. . 89—42 Zeltete auSgemästete Rühe und wenig out entwickelte;üngereRühe u. Färsen 85—38 70—78 Kalber. I Läden etc. | uut Wohnung zu per- mieten. (1480 Lsterweg 1« Gieße«, 7. März. Marktbericht. Ank heutigem Docken- marfte kostete: Butter vr. £fb. 1,06—1.16 TIL, Hübnereier 1 ©L 7—8 Big- Enteneier 1 Stück 0 W, Rase pr. St. 6-8 J3L, Rdlematte pr. St. 5—6 Tauben pr. Vr. 0,80-l.t» Mk., Hühner pr. EL 1,00—1,60 Mk, Habnen vr. Stuck 0 «0—1,80 WIL, Enten pr. 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März 1911, abends 5 Uhr, in der neuen Aula der Universität I£O1>JZEIS,T zur Feier des 47jährLen Stiftungstestes unter Mitwirkung der Konzertsängerin Frau Ella Steffen b- Harnischfeger a s Frankfurt a. M. und des Pianisten Herrn Julins Hahn von hier. 1. Chor a capella: Neuer Frühling ..... EL Petschke 2. Quartette: a) Frühlingsgruss .... R. Schumann b) Ich hört ein Vöglein pfeifen . . K. Schauss 3. Lieder am Klavier: a) Lied der Loreley . . ; . M. Bruch b) Abcndreihn .... Q. Reinecke c) Mägdlein, nimm dich in Acht . . G. Pittrich 4. Chöre a capella: a) Auf Bergeshöhen . . , . L. Sauer b) Meeresfahrt ..... J. Schwartz 5. Soloelücke für Klavier: al Prälude Des-dur Fr. Chopin b) Gavotte D-moll E. d’Albert c) Hochzeitstag auf Troldshaugen » E. Grieg 6. Volkslieder für Chor a capella: a) Am Brunnen vor dem Tore . . Fr. Silcher b) Die drei Röselern - . . Fr. Silcher 7. Quartette: a) Schwesterlein .... F. Neuert b) Abendständchen .... G Schiebold 8. Lieder am Klavier: a) Frühling.......Th. Schäfer b) Tanderadei R. Gound c) ’s Lerchle......W. Taubert 9. Chöre a capella: a) An die Heimat (Portughs. Weise) - H. Jüngst b) Der Zapfenstreich «Franzos. Weise) L. Rillö 10. Am Ilsenstein, Chor mit Sopran-Solo und Begleitung des Klaviers . Th. Podbertsky PintrittekartPlV 1 Platz Mk. 1.50, L Platz Mk. 1.—, 3. Platz Liniruibtldn U. Mk 0 50 gjnd der Musikalienhandlung von Ernst Chai Her und abends an der Kasse zu haben. Die passiven Mitglieder des Vereins werden gebeten, die Namen für die Einlasskarten ihrer Angehörigen in die in dem Zigarrengeschäft von G g. T o d t, Plockstrasse, aufliegende Liste bis spätestens Mittwoch den 8. März einzutragen. v4/* Frtiw. Gail’ghe Feuerwehr. Ordentliche Haupt-Versammlung SamStag den 18. Mär» 1911, abends 9 Ubr, bei Kamerad Sauer. Tagesordnung: 1. Jahresbericht, 2. Kassenbericht. 3. Berleihung von Dienstabzeichen, 4. Etwaige Anträge, 5. Ersatzwahl VU des Vorstandes, 6. Verschiedenes. Der Vorstand. fequarimn. Morgen, Mittwoch Mctzclsuppe 1 Morgens Wellfleisch mit Kraut 8Orangen frisch ein getroffen. 1611 Valtittia-Lriiigkil 714er 12 St 45 W. 420er 12 „ 70 W M«rck-M-LrMH 200er 12 Lt. 100 Pfg. MPatem- „ 100er 12 „ 100 Pfg. „ „ Primmifliaa 12 „ 120 Pfg. Heb. Kalbfleisch Kinematograph. Bahnbofstraüc 54. (01788) Babnbofttrafie 54. Don heute bis Freitag daS große SensationS-Detektiv-Schauspiel „Die Bantänger“ Ucberragt alles bisher Dagewesene wie „Abgründe*, ,Weiße Sklavin^ usw. Aufgeführt in allen Großstädten Europas mit dem größten Erfolge. 650 Meter lang. Sherlock Holmes lehterFall 380 Meter lang, spannendes Detektiv-Drama. Lotte Bach seift ein größte Heiterkeit. Zemke als Rrnnstallbcfiher humoristischer Schlager. Die Weltreise des Kronprinzen 2. Serie, aktuell, — Und anderes mehr. Der „MINI MAX“ hat schon über 31000 Brände gelöscht 60 Menschenleben gerettet und bleibt 01791 unerreicht. Vertreter: Otto Fickert in Giessen. Zigaretten -Vertretung. 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Februar 1911. Der Königliche AmtSanwalt. 01806] Am Sonntag morgen gold Damenuhr verloren v. Weiden- gafse über Seltersweg b. Hettler; von da Elektrische benutzt, nach d. Babnbof. Der redl. Finder wird gebeten, biefelbepepen Belohnung abzugeben Wetdeneaffc 10. m. s. Wohn ,^Geschatts baus oder Liegemchast j. Art verkauf. Off.u. A. Blumen thal, Lrmburg a. L.. postlag. ss'/, Deckstation ß Bela. Ries. u. Deutsch. R. Sch. u. B Ld. Ebrenvr.vräm. Deckgebühr 1.—. Klein-Linden, Wilhetmstr.^ Rcstallraiit Laichiußkl Wilhelmttr. 49. Morgen Mittwoch MrehiiM MorgeaS Wellfleisch m. firmt wozu freundlichst einladet 01810 Gust. Laichinger. Liebigshöhe. Donnerstag "b?"Ä Kaifee-Konzert Eintritt 20 Pfg. (112) Neues Stadltbeater Direktion: Hermann Stelngoetter. Dienstag den 7. März 1911 19. Dienstag- Abonn.- Vorstellung Die jiirtlichcn $criDanMm hierauf (a’.'j Der Vetter Lustspiele von Roderich Benedir. Anfang 8 Uhr. Ende geg. 11 Uhr. Mittwoch den 8. März 1911, 18. Mittwoch-Abonnem.-Borsteüg. Der Raad htr sebincrinna von Schon ttzan. Ans. 7 Uhr. toc y/,U6v Sr.56 . fit l*' " « »1,1 'mdsW11 **, w* 14 "Ä h,°L ’S® 5” 8i«li MftbUH0?rÜ; »ÄS AglllNwollltl ^ioiguuo no« • -lahgingsintttelno yd) unmittelbare Mictb Einschrankn K sind zwei Mznhalten: 1 :ia!prpbultr 5*eihger_ HJ Mungen lur W Wer werdende kr norbamenran sjhrdung bei tzylch die ©tttivt1 hifttie in den P Die Tenlschi ilgibi fidl, daß et wllindiisttie mit derzeitigen Prov Arten ist. Die dMMwolic für ! jdbe, daN es iid Awpäisctzen Ma duktion in Mitte amerifa. Dassel unb Äirna für । Meibt also tu letzt nur SeghDl iorgung des Wl beschränktes, me dessen Dodenvrt ist fast durchweg Je mehr in Haltung des $i Aorherrschost in mutz sich bei u das Robmatorial auf eigenem i Sonst fvirii also. 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