W. Jahrgang Erstes blatt Die heutige Nummer umsajzt 12 Seiten. Mahir Said. Tie türkische Thronrede. — Spitzbergen a l s neues Goldland. Aus London wird bcnd;tct: — Sturze Nachricktei in einem ihm gc-ungt der aus n. Vvrteibigicn. Rom, 3 Uhr 200 sogar über die polnische gelinden Borgeschmack von sehr netten. Aber lassen wir das! Bon einer wichtigen u: Hauptmann ü.»per3nbieu der alten Mauer v 0 nAlesia. :aung im alten Ales ia macht der (Dienstag und Freitag); zweimal monail. Landwirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech - Anschlülfe: für die Redaktion 112, Nr. 243 Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich loser Wildfang. Als sie mit keckem Satz aus den Tisch sprang, hatte sie die Zuschauer int Zügel. Eine Polin von entzückender Wildheit, von einschmeichelnder Zärtlichkeit war Fräulein Scholz. Nur ein Barbar wie ihr Gatte tonnte auf den Gedanken kommen, sich von ihr scheiden zu lassen, wie der lyrische Berwalter nicht mit Unrecht meinte. Herr Goll war dieser Gatte. Von allen stand er vielleicht allein nicht am rechten Platz. Er konnte in dieser Rolle nicht aus sich heraus gehen. Er mußte gehobene Charge bleiben, fand sich aber famos zurecht, und seine Schadenfreude, als er hinter dein Wandschirm stand, wirkte überwältigend. Fräulein Brehm war eine gute „StadtratsgattinMarta Gaffrey ein humorvolles, echtes Minchen. Auch die Ausstattung war hervorragend. Tie inusttalische Leitung hatte Herr Alfred Frannck. Ter Beifall war außerordentlich, und der Enolg dürfte den des fidelen Bauern bei weitem übertreffen. N. eite jener alle: Wirtschaft. Man hätte dann einen dem Chaos, einen netten sogar, einen Gietzener Stadttbeater. Polnische Wirtschaft. Sehr lustig geht es zu in der Welc, die die Herren Kraatz, Okonkowski, Schönfeld und Gilbert aus seltsamen Menschen,Witzen, Musik und mancherlei Einfällen zusammengebosselt haben, so lustig und toll wie in einer polnischen Wirtschaft. Und darin scheint mir der beste Witz des ganzen Werkes zu liegen, daß es die Verfasser mit gutem Humor und harmloser Selbstironie eine polnische Wirtschaft genannt haben. Es ist auch nicht anders, und wenn man den tollen Inhalt erzählen wollte, dann müßte man eine ganze Abhandlung schreiben, um einige Ordnung in diesen Wirrwarr von toller Laune und unbekümmerter Lustigkeit zn bringen. Aber wozu wäre das nütze? Vergnügt soll es sein, lachen soll man, daß einem der Atem vergeht — lieber Gott, was tuts, daß hinter allem dann ein grauer, eintöniger Aschermittwoch steht? Ter selige, jauchzende, unsinnige Fasching ging ja voran. Und soll man die Fugend nicht genießen, iveil das grämliche Alter hinter ihr hergeschlottert kommt wiö ein trauriges Gespenst? Tas wäre albern, und Lachen ist so außerordentlich gesund, wie die Aerzte sagen, die auch manchmal recht haben, wirklich. Am besten wäre schon, man konnte sich so langsam zu Tode lachen . . . meinetwegen Platz steht, wirkt er Wunder. Nicht nur seine Regie, auch sein Stadtrat war glänzend. Alles war scharf pointiert; lein Zaudern, fein Zögern. Er ging mit einem Schneid aufs Ganze, der den außerordentlichen Erfolg bringen mußte. Er ließ den Zuschauer überhaupt nicht zur Besinnung kommen, er hatte ein Tempo vvrgeschrieben, das mitriß und bei offener Bühne immer neuen Beifall brachte.^ Treu zur Seite stand ihm Ludwig Großer als Hans Fiedler, der sich vom lyrischen Fraucir- rtdjtler, jawohl, über die Stallmagd zum schneidigen Liebhaber iT.tiüiäeltf. Mit Else Jüngling hatte er den größten Erfolg. - Sprich, stott, findig. Fräulein Jüngling war nicht weniger enolg = L -'Uch; im 'Jcr.iner itinh batte Verve und Schick, war ein ladel- k 11 n st -- m n b W i s s e n 0er ita!knifct)=türii|die Krieg. Tic Wiedereröffnung des türkischen Parlaments. Konstantinopel, 14. Oll. Unter dem üblichen Zeremoniell hat heute nachmittag die feierliche Eröffnung der außerordentlichen P a r l a m e n t s s e s s i 0 n stattgcfundcn. Ter Sultan, der Marschallsunisorm trug, erschien in Begleitung des Thronfolgers, zweier Prin zcn und der Hofwürdenträger. Gleich daraus verlas der Großwesir die Thronrede, die die Senatoren und Deputierten stehend anhörten. Sodann verrichtete der Scheich-ul-Fslam die üblichen Gebete, wobei auch die Vernichtung Italiens, das die Türkei verräterisch angegriffen habe, erfleht wurde. Hierauf verließ der Hof das Parlament, während die Stammet zur Wahl des Präsidiums schritt. Konstantinopel, 15. Oft. Tie Kammer wählte mit 86 gegen 55 Stimmen Ahmed Riza zum Präsidenten. Für die vereinigte Opposition kandidierte Die Sache hat auch eine ernste Seite. Ter Regisseur, glaub' ich, könnte uns ein Stückchen davon erzählen, und doch hat er gestern den ganzen Abend gelacht, selbst, als er Hiebe bekam. Tas ist Lebenskunst, wahrhaftig! Tiefer Hermann Norden ist ein Teufelskerl. Wenn er am rechten Gilt Gefecht in Tripolis. 14. Ott. Zn der lebten Nacht griffen gegen Mann türkischer Infanterie i t a - erichr der Pariser 'Jifabemic nähere Mitteilung. Es in Mauer ansznfinden, von wieder eingetragen, der seinerzeit im tiefsten Geheimnis nach Spitzbergen entsandt worden war, um dort Umersuchungen nach dem Vorkommen von Gold zu beginnen. Tie heimgekehrten Mitglieder der Expedition bringen die überraschende Feststellung mit, daß das kühne Wagnis mit einem ungeahnten Erfolge abgeschlossen hat: man । ;;n> Sieben, in de.. 11 goldhaltiges Quarz in großen Mengen vorkam und zwar in solchem Reichtum, daß eine Ausnutzung dieser neuen Goldguelle sicheren Gewinn gewährleistet. Nach den Forschungen der Expedition wird jedoch Spitzbergen irrt nur in die Reihe der Goldländer einrucken, man fand auch andere mineral'sche Reichtümer, die einen Abbau lohnen. So entdeckte man große Marmorablagerungen und em weit ausgedehntes r ichcs Kohlenfeld. An Bord des „Riparto" hat man 15 Tons Marmor und jO Tons der gefundenen Kohle mit nach England gebracht, um als Probe und Beweis zu di-nen. Line Gesellschaft, die bu Ausnützung dieser natürlichen Reichtümer Spitzbergens in die Hand nehmen will, ist bereits in der Bildung begriffen. ist ie; Dampfer „Riparto" schaft. Freiherr v. Puttkammer wurde zunächst auf ein Fahr mit der Wahrnehmung der Zmendantengeschäfte bei dem Königlichen Theater in Hannover betraut. — Tie Stockholmer Zeitung „Tagens Nyheter" meldet: Ter diesjährige Nobelpreis für Literatur wird Maurice Maeterlinck verliehen. — Ter 7. Internationale Kongreß für Kriminal-Anthropologie, der dieser Tage in K ö l n abgebalten wurde, nahm für die nächste Tagung Lfenpest und Stockholm in Aussicht. Ern bestimmter Entschluß wurde noch nicht gefaßt. BrandPe ^Pillen i>tn sind VN °n> betetu Bon Ä 1 warnen btihnik ®4* .le« 3Meo. - es » WL der aller Parteien heute mehr alS je ein Interesse daran haben, sich bei den Januarwaylen ihre Wahlireise zu retten, sogenannte Nizzawahlkreise, wo die Reichstagskandidaten ruhig an der Riviera weilen lonüten, da sic mangels jeden Gegenkandidaten tou) gewählt wurden, givr es heute nur noch in verschwindendem Maße. Berlin, 15. CIL Ter Reichskanzler begab sich zum Vortrag zum Kaiser nach Huberlusslock. SÄ Ander feff nb,tC1 vr ------- £ t L j V \LV E L 4 V" i r-f M jayrl. auSschl. Bestellg. [1 vXX. X H M ' - X pH TA Mg B8 ZeilenpreiS: lokal 15Pj* X / ty LI F «y V auswärts 20 Picuniq. Vr fcj [ 1 ’v v Xx hesredakteur: A Goetz. A Ly Verantwortlich für den politischen Teil: August ssä General-Anzeiger für Gberhessen ASM Annahm? von Anzeigen Hofafionsbrutf unö Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steinörudcrci n. Lange. Redaktion, Srpedition und Druckerei: 5chttlstraße 7. Lanä-r E.Heb:°ür den bis wrmiSU9UiU)C^ Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle vahnhosslrahe 16a. Anzeigenteil: H. Beck, Gallier unter Berciugeurnx Ulefü gegen Cäsar Ste bestehl aus einer Baiis von starten, grob» 6iefjener$amilienblätter; Jroeunal wöcheuck Ureir- •latt für Öen Kreis öieften Ferner erklärt die Thronrede, daß der Sultan wahrend seiner Reife mit Freuden die loyale Gesinnung Ru- mäniens bemerue und stellt schließlich mit Genugtuung fest, daß die Beziehungen zu den übrigen Mächten und be- nachbarten Staaten ausrichtig und freundschaftliche seien. Tie Thronrede schließt: Halten wir an unserer Politik fest, dem Rechte anderer keinerlei Eintrag zu tun und un- |ere eigenen Rechte zu schützen. Tie Stimmung der Kammer. Berlin, IG. Olt. Äer Berliner „Lokalanz." meldet aus Konstantinopel: Es wird von Regicrungsscite zugegeben, das; die Sri m in u n g der K a m m e r so entschlossen kriegerisch sei, daß das Kabinett sich nur dann halten lann, wenn es seine bisherige Friedenspolitik aufgibt und sich zu scharfem Widerstande entschließt. Im Falle eines Rücktritts des jetzigen Kabinetts wird Hilmi Pascha, der sich klar und unumwunden für den Widerstand ausgesprochen hat, Großwesir werden. Wie gut unterrichtete Kreise wissen wollen, wird der Großwesir beim Verlesen seines Programms in der Wammer Vorschlägen, Frieoensverhandlungen mit Italien ein» zuleiten. Würde die Kämmer widersprechen, so wird dies als Mißtrauensvotum aufgefaßt werden und das Kabinett Said Pascha muß demissionieren. tienische Vorposten in dem Abschnitt westlich vom Posten bei B u m e l a n a mit lebhaftem Gewehr- feuer an. Tie Italiener erwiderten mit Znsanterieseuer und einigen Schüssen aus Schiffsgeschützen. Nach ungefähr einer Stunde zogen sich die Türken zurück; ।ic hinterließen einen Zoten und ein Maschinengewehr mit Munition. Auf italienischer Seite wurden zwei Soldaten leicht verwundet. Rom, 15. Ott. Ter „Messagero" erhielt aus Tripolis weitere Einzelheiten über das Scharmützel in der vorletzten Nacht. Tie Türken scheinen nicht die Absicht gehabt zu haben, sich des Brunnens von Bumeliana zu bemächtigen, sondern vielmehr eine P r 0 v i a n t k a r a- wane zu decken, die sich in der Richtung auf Suni-bcn- Adia bewegte, wo eine türkische Ableitung von 300 Mann ohne Proviant steht. Als die türkische Abteilung gegen 3 Uhr morgens bei den italienischen Borposten erschien, eröffnete das 42. Jnfcmteriebataillon, unter dem Kommando des Majors Tentino, unterstützt von einer Batterie, das Feuer. T ie Türken erwiderten und zogen sich in der Richtung auf Garian zurück. .Sie ließen ein Geschütz und drei Tote zurück. K 0 n sr a n t i n 0 p e l, 15. Okt. Nach hier vorliegenden Meldungen hatten die I t a l i e n e r bei dem gestrigen nächtlichen Angriff der Türken auf italienische Borposten g r 0 ß e Verluste. Tie Türken zogen sich mit einem Verlust von fünf Toten und einigen Verwundeten unter heftigem Flankenfeuer zurück. Italien fordert bedingungslosen Rückzug der Türkei. Rom, 15. Okt. Wie das „Giomale d'Zlalia" zck wissen glaubt, benachrichtigte die italienische Regierung feine Verbündeten und Freunde, daß sie die unerschütterliche Absicht habe, zur bedingungslosen Annexion von Tripolis und Cyrenaika und den damit zusammenhängenden Gebieten zu schreiten. Ter Türkei könne keine Art von Souveränität über diese Gebiete gelassen werden, nachdem man zum Krieg habe schreiten müssen. Tas würde die öffentliche Meinung Italiens nicht dulden. Bor allem nicht nach den Repres- Italien, zu denen die Türkei gegriffen habe, nach Ab- Montag, 16. Oktober 1911 Ve;u gSpreiS: monatkich75Pf., vierteljährlich Ml. 2.20; durch Abhole, tu Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.—viertel- 25023 243-0015 « ‘Lji ies10Ä! SSfiS 13 M 6?« sl» *1* -«! ”.551»’ •; ist"«; > •ÄftpiSi161" . ■ -y, [5001. 066 l*7fU ■AS' 1 Die Schlutztagung de; Reichstag;. Am Dienstag tritt der am 25. Januar 1UU7 gewählte deutsche Reichstag in den letzten Abschnitt seiner Legis laturperiode ein. Er hätte eigentlich schon im Sommer sein Dasein schließen müssen, da es sonst nicht üblich ist, den Reichstag noch zu einer besonderen Herbsttagung (17. Ott. bis 15. Dezember) zusammenzuberusen. Aber der Wunsch Beth mann-Hollwegs war es, noch möglichst viele Gesetze unter Dach und Fach zu bringen, um womöglich auch den üolcn Eindruck, den vor allem die Neichsfiitanzresorm beim Volte hervorgerufen hatte, zu verwischen. Fast alle feit Bern Abgang Bülows (Juli 1909) erfolgten Reichstagsersatzwahlen schlugen gegen Konservative und Zentrum aus, so daß dem gemäß aller Voraussicht nach der neue deutsche Reichstag einen starken Ruck nach links erhalten wird. Herr v. Belh- mann-Hollweg wird auch das völlige Fiasko feiner auswärtigen Politik im Reichstag spüren. Tie Abgeordneten sind, zumal vor den Reichskagsneuwahlen, durchaus gezwungen, auf die Stimmung des deutschen Volkes Rücklicht zu nehmen, und diese betrachtet Herrn v. Bethmann als einen gar zu stillen und stummen Reichskanzler, wie wir ihn bisher noch nicht gehabt haben. Das Arbeitsprogramm des sterbenden Reichstags verdient nicht allzuviel Beachtung. Ist es doch ganz ausgeschlossen, daß die Gesetzvorlagen, deren Verabschiedung die Regierung wünscht, in dieser kurzen Zeit unter Dach und Fach zu bringen, selbst wenn man die Qualität der Gesetze der Quantität opfern will. Die Regierung legt auf das Privatbeamtenversicherungsgesetz den größten Wert, wohl im Einverständnis mit allen Parteien. Seine Verabschiedung ist vielleicht möglich, wenn man, Ivie beim Schiffahrtsabgabengesetz, sich dabei in keine umständlichen Erörterungen vertieft. Auch der Handelsvertrag mit Japan, sowie die Erneuerung des Handelsprovisoriums mit England, können erledigt werden, vielleicht auch die kleine .Strafprozeßnovelle, das Hausarbeitsgefetz und die Aende- rutig des § 114a der Gewerbeordnung. Das Schicksal der Strafprozegordnung dagegen scheint besiegelt zu sein, seitdem sich juristische Autoritäten für ihre gleichzeitige Beratung mit dem neuen Strafgesetzbuch ausgesprochen haben, und vollends würde die positive Erledigung der neuen Fernsprechgebührenord- uung im Zeichen der kommenden Neuwahlen vom Regie- rungsstandpunlte aus durchaus verfehlt fein. Dazu finkt alles übrige, was in dieser Legislaturperiode erledigt werden sollte, aus den verschiedensten Gründen unter den Tisch, so z. B. Pie Errichtung eines Kolonialgerichtshofes, das Arbeitslammergesetz, die Tagegelder der Kolonialbeamten, die Aenderung des GerichtslostengefetzeS, die Aufhebung des Hilfskasfengesetzes, das Kurpfuschergesetz und der Entwurf über die Ausgabe kleiner Aktien. Bringt das die Stürze der Herbstfefsion mit sich, so läßt sich heute noch nick)t einmal feststellen, ob neben dem Privatbeamtengesetz, dem SchisfahrtSabgabengefetz und den Handelsverträgen auch die übrigen oben genannten Vorlagen so oder so erledigt werden können. Tenn da die zahlreich eingebrachten Anfragen Über die auswärtigen Angelegenheiten, Lebensmittelteuerung, Handhabung des Vereinsrechtes us-v., dem Reichstage viel Zeit wegnehmen werden, jo läßt sich kaum crioarteii, daß er über den 1. November, ober sagen wir auch 15. November hinaus trotz der Herbstdiäten beschlußfähig bleiben wird. Tenn das ist es ja gerade, was die Herbsttagung von vornherein zu einer ziemlich unfruchtbaren stempelt, daß die jetzigen ReichStagSmitglie- I ■ III II »■ Hilf icr Inschriften unb schönen Kunst behauenen Felsblöcken imo aus schichten von Holzbalken, die mit Steinlagen regelmäßig wechseln. Tie Holzbalken find in sehr gefcl icltcr Form cmfgeschichiet gewesen uno waren durch Eisen- nägcl miteinander verbunden. Natürlich sind an der jetzt aufgefundenen Mauer von Alesia die meisten Dalken verfault und zerstört. Aber man kann noch genau die leeren Stellen erkennen, die sie zwischen den Steinen gelassen haben, und man findet noch die Cifennögel, mit denen sie einst zusammengehalten wurden. Bei den Grabungen wurde am Fuß der Mauer ein steinernes lugclförmiges Wurfgeschoß, fast juei Kilogramm schwer, gefunden. Auch die gallische Strai> rourue entdeckt, die durch die Mauer nach dem Innern der Scadc führte. Tie Breite dieser Straße beträgt fast 15 Meter. Sie befindet sich im Osten der Befesttgung. tf. Eine Alarmglocke für Grubengas. Ein australischer Chemiker hat, wie die „Nature" berichtet, eine Vorrichtung ersonnen, die geeignet zu fein scheint, Grubenunfälle zu verhüten. Tie Anwesenheit benimmter Mengen von Grubengas, auf die die Erfindung eingeitelü werden kann, wird nämlich selbsttätig durch ein Läutewerk angezeigt. Tie Vorrichtung besteht in einem U-förmigen Rohr, in dem zwei Platinspitzen angebracht sind; diese sind mit einem elektrischen Element und einer Kungel verbunden. Gewöhnlich taucht nur die eine Plaun- svitze in das Quecksilber ein, während die andere darüber hängt. Auf der Seite, wo sich die cingeiauchte Platinspitze befindet, ist das U-Rohr^ durch eine poröse Platte verschlossen. Ist in der Umgebung des U-Rohres nun Grubengas vorhanden, so diffundiert es durch die poröse Platte hindurch, der Truck in diesem Schenkel des U-Rohres nimmt zu, und infolgedessen steigt die Quecksilbersäule auf der anderen Seite, bis sie schließlich bei einer gewissen Menge vorhandenen Grubengases die Platiuspitze berührt und gleichzeitig das Läutewerk zum Erklingen bringt. Konstantinopel, 14. Okt. Die Thronrede besagt: Zu der Zeit, in der die Regierung in Anwendung der in der letzten Session genehmigten Gesetze zur Verwirklichung der Maßnahmen zur fortschreitenden Entwicklung des Landes schritt, nm so nach und nach die unzähligen Irrtümer und Bernachlässigiingen der Vergangenheit wieder gut zu machen, erhielt sie das Ul t i m at u in Italiens, durch das Italien sich bemühte, unter dem Schein der Gesetzmäßigkeit seine aggressiven Absichten gegen Tripolis zu verbergen. Tie Pforte antwortete innerhalb der festgesetzten Frist, indem sie ihre Bereitwilligkeit versicherte, zu unterhandeln und die wirtschaftlichen Wünsche zu erwägen, soweit sie den geltenden Verträgen den Rechten und der Würde des Reiches entsprächen, und indem sie Italien bat, seine Zotdernngen genau anzugeben, damit sie unverzüglich in Unterhandlungen eintreten forme, ohne den Krieg in Betracht zu ziehen. Vor Ablauf der von Italien selbst geletzten 24 stündigen Frist er = öffneten dieSchisie, die irttecnationalenRegeln verletzend, iinoermutet das Feuer auf die ihnen auf dem adriatifchen Meere begegnenden türkischen Torpedoboote, die, ohne zu wissen, daß Feindseligkeiten bestanden, sich beeilten, die italienischen Schiffe, gemäß dem unter den Schiffen befreundeter Nationen herrschenden Brauche, zu grüßen. Infolge der fortwährenden Angriffe gegen gewisse türkische Plätze an der Adria, in Tripolitanien und in Cyronaika und gegen Kriegsschiffe und Handelssahrzeuge, welche von dem Ausbruch des Krieges nichts wußten, ergab sich die Notwendigkeit, das Parlament vor der gewöhnlichen Zeit einzu- b e-r u f c n. Tie Pforte wandle sich alsbald an die befreundeten M ächte mit der Bitte um Vermittlung, um dem Krieg ein Ende zu machen unter Bedingungen, die mit dem legitimen und geheiligten Rechten der Türkei und ihrer nationalen Würde vereinbar seien, Erwartung der Ergebnisse der Bermlitl'ings- versuche und der Antworten der Mächte, ergriff die Pforte nichtsdestoweniger die notwendigen Maßnahmen zur Verteidigung ihrer Rechte und legitimen Interessen. Ter unerwartete Angriff Italiens, der alle zivilisierten Völker in Staunen setzte und erregte, lähmte die friedlichen und fortschrittlichen Bemühungen der Türkei, welche, die friedlichen Bestrebungen der Mächte teilen, sich der zivilisatorischen Auigabe widmete, welche Parlament und Nation im Bereich der menschlichen Kräfte zn erfüllen bemüht waren. Aus Pflicht gegen die legitimen Rechte und Interessen ergibt sich die Notwendigkeit einer brüderlichen Einigung der Ottomanen lür die Größe der Nation und die Verteidigung gegen derartige Angriffe. schaffung der iteckienischen Kapitulationen, der Drohung mit ber Ausweisung der Italiener, der Beschlagnahme italienischer Handelsschiffe gegen die Regeln des Völkerrechts, der Boykottierung italienischer Waren, der fanatischen Agitation der Türken gegen die italienischen Kolonien im Orient usw., Repressalien, die sogar noch ein entschiedeneres Vorgehen Italiens notwendig machen könnten. Der -,Corriere d'Jtalia" und der „Popolo Romano" lassen sich in demselben Sinne aus. „Povolo" fügt noch hinzu, daß der türkischen Regierung in dem Augenblick, wo die Friedensbedingungen festgesetzt würden, dieser ihre Haltung angerechnet werden müßte. Die „Tribuna" meldet aus Tripolis: Die Sympathien der Eingeborenen für die Italiener treten täglich stärker hervor. Nunmehr halten die Araber die einfache Annexion Tripolitaniens seitens Italiens für die einzig richtige Lösung. Gerüchte über die Möglichkeit einer italienisch^- türkischen Verständigung, bei der auch nur die nominelle Souveränität der Türkei gewahrt bliebe, riefen lebhafte Unzufriedenheit unter der Bevölkerung hervor. Die gesamte öffentliche Meinung betrachtet die Annexion als absolut notwendig. Um die Insel Samos. Rom, 14. Okt. Die italienische Regierung ließ, wie die „Tribüna" mitteilt, den Macht e n ein Rundschreiben zugehen, in dem sie erklärt, daß sie d i e I n s e l Samos ebenfalls als ein neutrales Territorium betrachte. Eine Falschmeldung. Berlin^ 15. Okt. Von der hiesigen türkischen Botschaft wird die von italienischen Zeitungen verbreitete Nachricht, daß 4 0 i ta l i e n i s ch e A r b e i t e r auf der Medschas- bahn niedergemetzelt worden seien, als völlig aus der Lust gegriffen bezeichnet. Kaiser und Staatssekretär. Berlin, 16. Okt. Die „Voss. Ztg." meldet: Zwischen dem Staatssekretär v. Kiderlen-Wächter und dem italienischen Botschafter Pansa sollte heute, Sonntag, eine Konferenz stattfinden, die jedoch in letzter Stunde verschoben werden mußte, weil der Kaiser den italienischen Botschafter zu einer Besprechung der politischen Lage zu sich empfahl. 16, x ( Überall erhältlich. Auergesellschaft L Berlin 0.17 . Aus Stadt und Land. Gießen, 16. Oktober 1911. •• Tageskalender kür Montag, 16. Okt.: Kolosseum: Programmwechsel. 1. Vortrag des Kauim. und des Ortsgewerbevereins: Dr. G r o t h c- Leipzig : Marokko und seine Bedeutung für Deub.chland (mit Lichtbildern). Abends 8*/3 Uhr in Stein, Saalbau. *' In Audienz empfangen wurden vom Großherzog am Mittwoch u. a. Justizrat Reh und Amtsrichter Dr. Heyer von Alsfeld. Heer und Flotte. Ter Stapellaus zweier italienischer „Treadnoughts". Aus Genua wird gemeldet: In Gegenwart des Unterstaatssekretärs der Marine, Bergamafco, als Vertreter des Marineministers, der Behörden und einer großen Menschenmenge sand der Stapellaus des dritten italienischen Dreadnougth „Leonardo da Vinci" statt. Der Stapellauf vollzog sich glücklich. Im Anschluß daran ist auch der vierte italienische Dreadnought „Giulio Cesare" glücklich vom Stapel gelaufen. I» w Für die in 6" in» »ns i "1,h «uf bie|e Ä Unser bester Glühkörper W ist nur echt > n Originalpackung rnilAufschnrtJlegea Ml ZS [tciCTt 15 ÄW 3n zriedw vci#- - Krofdk rtfinbe^roi . zhriges Fti jer Krosdoricr ' siotcstüutti^bn 4 tdic Gemeinde tr Lidurch erMei frankfurter ftm leroiey die ^euti iiele Teilnehme lAaal kaum )n Erbauung statt, Taran Mob !" W'ang und Ai iimmngsfr runde ioi§ in den Aber x Kinze Lochzeit feie idie Jakob St- ■ wM Anteil a ' bis aus den le Onadengej check kingehändiyt. beim geboren u ^igarrensabrik z. Kloste -Laiche fand de !hof Altenberg idie Gewichtszi : Durchschnitt 1 imib jedes Tiei Idiesmal sviedei Mark. Ferner sind in Hessen eine große Reihe tioit Beitrittserklärungen zu der Gesellschaft erfolgt Unter anderem vom Verein für chem. Jndusttie, Mainz, mit einem Beitrage von 1000 Mk., von Carl Schenk, Darm-* stadt, mit einem Beitrage von 1000 Mk., von den Deutsche Amerikanischen Lederwerken, Becker u. Co., Offenbach-Bür- gel, mit einem Beitrage von 1000 Mk. ** Die Mutterschaftskasse. Man schreibt uns: Tie Verhandlungen zur Reichsversicherungsordnung stehen noch in frischem Andenken; wenn auch das Gesetz die Erfüllung mancher Forderungen bringt, so bleiben doch wesentliche Lücken der Muttern schaftsvettzicherung bestehen: vor allem die eine, daß den An* gehörigen der Versicherten Unterstützung gewahrt werden kann, aber nicht muß, die Leistung der Kasse also nicht obligatorisch ist; sodann die andere, daß eine Selbstversichcrung nicht erwerbs* tätiger Frauen abgelehnt wird. Diesen Mängeln der Neuordnung gegenüber sind die Frauen auf Selbsthilfe angewiesen. Auf den Versuch einer solchen Selbsthilfe, der nicht bloß Theorie ist, sondern schon in die Praxis umgesetzt ist, möchte der Vorq trag Hinweisen, mit dem die Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins ihre Winterarbeit beginnt, nämlich auf die Mutterschaftskasse. Dr. Fischer wird über den Zweck und das Wesen der Mutterschaftskasse reden und zeigen, wie sie vielen Frauen eine Hilfe in schwerer Zeit bietet. Der Gedanke einer solchen Selbsthilfe ist noch verhältnismäßig wenig bekannt, er ist es aber wert, in Frauenkreisen erwogen zu werden und sollte deshalb möglichste Verbreitung erfahren. Der Wöchnerinnenschutz ist im Laufe der lchten Jahrzehnte in dankenswerter Weise ge* setzlich vergrößert und ausgebaut worden, ohne doch schon die Ausdehnung erlangt zu haben, die Hygieniker und Sozialpolitiker ihm wünschen mässen. Wo die Staatshilfe noch nicht hinreichen kann, tritt jetzt die Liebestätigkeit der Vereine ein, ihnen beiden muß sich die Selbsthilfe zuge>ellen. Neben Versicherungsgesetzen^ Wöchnerinnenheimen, Krippen, Hauspflege sei die Mutterschafts* lasse das Ziel, das wir erstreben wollen. ** Dienstjubiläum. Am 17. d. M. kann Zugführer; Stiehl hier in voller Rüstigkeit auf eine vierzigjährige ununterbrochene Fahrdienstzeit zurück, blicken. •* Verhaftet. Am Samstag hatte in Wetzlar eine unbekannte Frauensperson in einem Geschäft einen Mantel auSgeschwindelt und weitere Schwindeleien versucht. Die Betrügerin wurde hier in der Person einer seither zu Kraftsolms cuohnhaft gewesenen Frau verhaftet. Den Mantel fand man noch in ihrem Besitz. Landkreis Gießen. U. Reiskirchen, 15. Okt. Heute würde unser neuerbautes Schulhaus einge weiht. Nachdem der Choral „Lobe den Herren" gespielt war, hielt Lehrer Grün eine Abschiedsrede, in der er einen Ueberblick über das Schulwesen seit 1836 gab. Alsdann trug ein Schuljunge ein Abschiedsgedicht vom alten Schulhause vor und unter Musikklängen setzte sich der Zug unter Vorantritt der festlich geschmückten Schuljugend in Bewegung; es schlossen sich sämtliche hiesige Vereine an. Nach dem Umzug gings zum neuen Schulhaus, das sich neben dem alten befrnoet. Nachdem der Gesangverein „Mit dem Herrn fang alles an" gesungen hatte, hielt Pfarrer Gombe l eine weihevolle Ansprache. Alsdann erfolgte durch eine Schülerin die Ueber- gabe des Schlüssels, der durch einen Vertreter des Kceis- amtes Kreisschulinspektor Dr. Allers übergeben wurde. Darauf öffnete Bürgermeister Wagner das Schultokal, das besichtigt wurde. Nachdem an die Kinder Bretzel verteilt worden waren, belustigte sich die reifere Jugend am Tanz. Parteitag der hessischen Senfrumspartei. d. Mainz, 16. Okt. Ter 2. Patteitag der hessischen Zentrumspartei fand gestern nachmittag bei gutem Besuche in der Stadthalle zu Mainz statt. Den Vorsitz fühtte Justizrat Dr. S ch m 111, der die Anwesenden begrüßte. Wenn es auch bei den deutschen Katholiken, wie dies auf dem Katholikentag hervorgehoben worden sei, noch Tüferen- zen gebe wegen der Wege, die zum Ziele fühtten, so seien in Hessen keinerlei derartig e Differenzen vorhanden. Justizrat Kru e s em an n-Krefeld meinte, daß sich die christlichen Konfessionen unter Wahrung ihrer religiösen Eigenart bei den übttgen staatlichen und wirtschaftlichen Dingen verständigen könnten und sich nicht zu befehden brauchten. Warum sollte nicht Frieden nach dieser Richtung eintreten? Das Zentrum werde auch in Zukunst der Regierung jeden Mann und jeden Groschen bewilligen, wenn es die Machtstellung Deutschlands nach außen erfordere. Werm bei der kommenden Reichstagswahl die Sozialdemokraten sich stark vermehrten, so könnte dies leicht aus Kosten der Nationalliberalen geschehen. Das Zentrum sei bei den bevorstehenden Wahlen auf seine eigene Kraft angewiesen, es verstehe gut draufzuschlagen und auch zu siegen, es werde aus den Wahlen wieder als der starke Zentrumsturm hervorgehen. Mit den Sozialdemokraten würde das Zentrum keinerlei Bündnis eingehen, die anderen Patteien möchten dies auch klar und bündig sagen. Reichstagsabg. Dr. Pfeiffer-Bamberg streifte eingangs seiner Rede die Marokkofrage, dann wendete er sich zu den kommenden Reichstagswahlen. Herr Bassermann habe auf dem Patteitag in Kassel den Satz ausgesprochen, die Nationalliberalen Ständenfeem Machthunger des Zentrums fern. Machthunger heiße bei andern Parteien, wenn es aber die eigene Partei angehe, dann heiße es „Wahrung berechtigter Interessen". Justizrat Dr. Schmitt sprach sich befriedigt über das neue Landtagswahlrecht aus. Tie Handelskammern, Handwerkerkammer und Landwittschaftskammern halten jetzt das Recht, einen Vertreter in die 1. Kammer zu entsenden. Wenn das neue Arbeitergefetz angenommen sei, werde er nicht eher ruhen, bis auch ein Vertreter der Arbeiterkammer in die 1. Kammer entsendet werde. Im kommenden Landtag müsse eine einheitliche Regelung der Ausführungen zum Viehseuchengesetz erfolgen. Die Ordensfrage müsse im kommenden Landtag auch angeschnitten werden, die Beschränkung für die Ordensleute dürfe nicht bestehen bleiben. — Für die Landtagswahl en am 3. Nov. sei es den. einzelnen Wahlkreisen überlassen, in erster Linie eigene Kandidaten aufzustellen, wenn wichtige Gründe nicht dagegen sprächen. Bei den Stichwahlen müsse nach folgenden Grundsätzen gehandelt werden: Der Landtagskandidat muß gegen jedes Ausnahmeges etz «egen die Ordensleute sich erklären, sonst kann er feine 'Zentrumsstimme haben. Ter Kandidat muß sich weiter verpflichten, daß bei der Revision des Volksschulgesetzes unter allen Umständen die Stellen über den Religionsunterricht, die im bisher geltenden Volksschulgesetz enthalten sind, beibehalten bleiben. Nach ^stündiger Tauer wurde der Parteitag geschlossen. h. Ma röt Iberiität nm, ‘ W.iore für bat 1 Md; in ber Un ith i'rniai angehiireil ! Wtl bet Mak Ws bet Lhattziei Wien, ihnen so । Rektor und btt Bwfeiioicn trag fcarfjr, farbigen ! tinler Leitung d i senden gcmisch pt Professor B L knAlätsjahr. E, I J-W mater Mil H. Rat Schmid Marburg sei in f0 I Mm wohl auch ^Mmihlszwecke £ I ® von einer Stü Scann, JW btr errate] ' Atn. G so wiir EL Wkwohnt, schl, Mai pn Jonne. Unf 5? «Lm •• Pfarrdienst-Nachrichten. Ernannt wurden Pfarramtskandidat Stumpf zu Darmstadt zum Pfarrvikar in Heubach; Pfarramtskandidat Weidner zu Herchenhain zum Pfarrverwalter in Ober-Breidenbach; Pfarramtskandidat Lio. Vollrath zu Darmstadt zum Pfarrassistenten der PetruSgemeinde zu Darmstadt; Pfarrverwalter Eichenauer zu Mainz-Kastel zum Pfarrverwalter in Nieder-FlorSheim. Gestorben sind Pfarrer FloruS BuS zu Hammelbach am 21. September; Pfarrer und Dekan Kirchenrat Karl Matth eS zu Jugenheim am 25. September. Zur Wiederbesetzung werden ausgeschrieben die Pfarrstelle zu Stockstadt; die Pfarrstelle zu Kaichen, dem Kammerherrn Dr. Freiherrn v. Leonhardi zu Darmstadt steht daS Präsentationsrecht zu; die Pfarrstelle zu Appenheim. •• D i e erhobenen Kirchenkollekten ertrugen 139 246 Mk., nämlich für kirchliche Armenpflege 94723 Mk. (ausschl. der nicht für diesen Zweck bestimmten Kirchenopfer), für die Heidenmission 6933 Mk., für die Innere Mission 4305 Mk., für das hessische Krüppelheini 4988 Mk., für hilfsbedürftige Gemeinden des Inlandes 4955 Mk., für die ausländische Diaspora 4226 Mk., für die Förderung der evangelischen Kirche in Oesterreich 4390 Mk., für die Gnstav Adolf-Stiftung 4914 Alk., für die Luther-Stiftung 4036 Mk., für Helpershain 4194 Mk., für verschiedene Zwecke 1582 Mk. An freiwilligen Beiträgen zur Prälat Dr. Köhler-Schnütt- Habicht-Walz-Stiftung gingen ein 834 Mk. 30 Pf. Der Verein der Gustav Adolf-Stiftung verwandte auf das Inland 21 900 Mk. "Der zum Großbritannischen Geschäftsträger in Darmstadt ernannte Lord Act on hat dem Staats- minister Dr. Ewald sein Beglaubigungsschreiben überreicht. " Stadttheater. Die morgige Aufführung von Wil- brandts tiefsinnigem Schauspiel „Der Meister von Palmyra" ist die unbedingt letzte des Werkes. Es sei besonders darauf hingewiesen, daß die Spieldauer des Stückes schon bei der letzten Vorstellung auf 3 Stunden reduziert werden konnte. •• Eröffnung von Eisenbahn st recken. Am 1. September ds. Is. ist im Eisenbahndirektionsbezirk Frankfurt die 6,12Kilometer lange vollspurige Nebenbahn Marienberg— Langenbach — Erba eh (Westerw.) eröffnet worden ; sie ist eine Fortsetzung der Stichbahn Fehl—Nitzhausen— Marienberg—Langenbach und schließt in Erbach (Westerw.) an die Strecke Limburg(Lahn)—Westerburg—Altenkirchen an. ** Personalnachrichten. Versetzt sind: der Ober- regiernngsrat Dr. Grün berg, bisher in Frankfurt a. M., zur Eisenbahndirektion nach Kassel, der Ober- und Geheime Negierungsrat M a r ck h o f f, bisher in Kassel, zur Eisenbahndirektion nach Frankfurt a. M., der Hessische Re- gierungs- und Baurat Horn, bisher in Essen, zur Eisenbahndirektion nach Mainz, der Regic rungsbaumeister Sammet, bisher in Altenahr, nach Friedberg als Vorstand der daselbst neu erttchteten Bauabteilung, der Hessische Regierungsbaumeister Dintelmann, bisher in Erfurt, als Vorstand der Bauabteilung nach Dillenburg. Ernannt wurde der techn. Eisenbahnprakl'ckant Kirchberg in Friedberg ram techn. Eisenbahnsekretär, die Telegraphisten Sand und Schlieper in Frankfurt a. M., Weiland in Bebra und Münch in Gießen zy Telegraphenassistenten. Belohnungen haben bekommen: Lokomotivführer Henning in Bebra für Abwendung einer Betriebsgefahr; Reservelokomotivführer Reins child in Stockheim, weil er das Ueberfahren einer Frau verhütet hat. -d- Die Freiwillige Gail'fche Feuerwehr feierte am Samstag in der Turnhalle ihr 5 6. Stiftungsfest. Eröffnet wurde das Fest mit einer kernigen Ansprache des 1. Kommandanten der Wehr, Prokurist K. Wenzel, der alle Erschienenen herzlich begrüßte. Ihm dankten Kreisamtmann Langer mann und Branddiirektor Braubach. Von befreundeten Wehren waren die Gießener Freiwillige Feuerwehr und diejenigen von Nodheim, Heuchelheim und Klem-Linden erschienen. Im weiteren Laufe des Abends brachte der Gesangverein „Heiterkeit" unter Leitung seines Dirigenten, Lehrer Becker, einige Lieder zu Gehör, worunter besonders „Des Kriegers Traum" gefiel. In exakter Weise führte der Männer- Turnverein Neck- und Gewandtheitsübungen vor. Die Darbietungen beider Vereine fanden ungeteilten Beifall. Den Wehrmännern Hill gärtner und Schmidt wurden die von der Stadt gestifteten Ehrenurkunden für 15jährige Dienstzeit durch Branddirektor Braubach überreicht. Unter Leitung des Kameraden Meinhardt schloß sich ein lustiger Schwank, „Die letzte Rettung", an, der von den Mitwirkenden sehr flott gespielt wurde; nicht enden wollender Beifall belohnte sie. Nach den Darbietungen begann der Ball. Aus jeden Fall kann die Wehr auf ihr 56. Stiftungsfest mit Genugtuung zurückblicken. Am Sonntag nachmittag fand noch ein Ausflug nach dem „Windhof" statt. " Die Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde veranstaltet im Winter 1911/12 folgende Vorträge: Donnerstag, 26. Oktober: Dr. Kurt Weg en e (Göttingen): lieber Samoa. Donnerstag, 16. November: Prof. Dr. Georg Wegener (Berlin): Das heutige Indien. Nach Studien und Beobachtungen während der Reise des deutschen Kronprinzen. Donnerstag, 30. November: Prof. Dr. Eberhard Fraas (Stuttgart): Ueber die Saurier-Lagerstätten in Deutschostafrika und deren Ausbeutung. Donnerstag, 11. Januar: Pfarrer Lio. Dr. Schwarz lose: Montenegro. Voraussichtlich Donnerstag, 8. Februar: Prof. Dr. Ludwig Neumann (Freiburg): Der ägyptische Sudan. Kreis Büdingen. — Büdingen, 14. Okt. Die hiesige Gewerbe'- schule steht unter staatlicher Aufsicht. Ihre Verwaltung und öffentliche Vertretung liegt einem örtlichen Aufsichtsrate und ihre Leitung einen: Hauptlehrer ob. Als weitere Lehrer wirken an der Anstalt zurzeit acht Herren, hiervon sechs im Nebenamte. Der Unterricht verteilt sich auf insgesamt drei Winterhalbjahre von Ende Oktober bis Ende März an allen Wochentagen. Er umfaßt die Lehrgegenstände der drei unteren Klassen der Baugewerkschulen, ferner Buchführung und Gesetzeskunde. Die Anstalt will dem Handwerk tüchtige Söhne heranbilden, die den hohen Forderungen gewachsen sind, die unsere Zeit an das theoretische und praktische Wissen der Meister stellt. Sie will namentlich den Bauhandwerkern die unentbehrlichen technischen und kaufmännischen Kenntnisse vermitteln, die zur selbständigen Ausübung eines Berufes heutzutage gehören und deren Mangel den Rückgang jeden Geschäftsbetriebes zur Folge hat. Daher bietet sie die beste und gründlichste Vorbereitung zur Meisterprüfung. Gleichzeitig aber befähigt die Gewerbeschulbildung zum Eintritt in die vorletzte Klasse der hessischen Baugewerkschulen mit und in die dritte Klasse ohne besondere Aufnahmeprüfung. Die' Schüler sind berechtigt zur kostenlosen Teilnahme am Unterrichte der Sonntagszeichenschule während der Dauer ihres Schulbesuches. k. Merkensritz, 14. Oft. Da sich der hiesige Bahn- h o f für den Güterverkehr als zu klein erw-iesen hat, ist seine Vergrößerung in Aussicht genommen. Mit den Arbeiten soll noch in diesem Herbst begonnen werden. k. Ort en berg, 14. Okt. Infolge des Ausbruchs ber Maul- und Klauenseuche in hiesiger Gegend ist die Abhaltung des Pferde-, Fohlen-, Rindvieh- und Schweinemarktes auf dem sogenannten „Kalten Markt" verboten worden. Es findet nur Krämermarkt und zwar am 31. Okt. und am 1. und 2. Nov. statt. Kreis Schotten. A Hartmannshain, 15. Okt. Die am hiesiges Bahnhof erbaute Bahumeisterwohnuna ist jetzt mit einem Kostenaufwand von rund 25000 Mk. vollendet worden. Kreis Friedberg. --Bad-Nauheim, 13. Okt. Bis zum 12. £)ftobec sind 3 4 2 6 2 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 1515 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 12. Oktober 459 818 abgegeben. sc. Großkarben, 15. Okt. Zentnerweise trieben gestern früh tote und betäubte Fische die Nidda, deren Wasser eine kalkmilch ähnliche Farbe hatte, hinab. Zahlreiche betäubte Fische wurden von den Fischereipäch- tern an Land in frisches, klares Wasser gebracht, wo ste sich erholten und genußsälstg waren. Man glaubt, daß ** Der Deutschen Gesellschaft für Kaufmanns-Erholungsheime gehen zur Unterstützung ihrer Besttebungen fortgesetzt größere Stiftungen zu. Es sind u. a. in letzter Zeit Stiftungen erfolgt von: Geh. Kommerzienrat Dr. ing. h. c. Delius, Aachen 10 000 Mk., Kommerzienrat Griebel, Stetttn 5000 Mk., Waggon-Fa- brif vorm. Herbrand, Köln-Ehrenfeld 5000 Mk., von einem nicht genannt sein wollenden, jetzt in leitender Stellung eines industriellen Unternehmens tätigen früheren Offizier 5000 Mk., Warenhaus Theodor Althoff, Münster i. Westfalen 5000 Mk., Gebr. Bernard, Offenbach a. M. 2000 rötvk En ffros: Tribun & Sund heim, Giessen. Gießen, 16 Oktober 1911. 6355 das Fritz Rosen bannt Löweugaffe 20 Bie/i Telephon 692. Scheid. 6346 Magel. 6342 6348 I N In unser Handelsregister Abt. A Nr. 10 wurde heute bei der Firma I. H. Jhring, Lich, eingetragen: Die Ge- sellschaft ist aufgelöst. Ter bisherige Gesellschafter Bier- brauereibesitzer Heinrich Jhring zu Lich ist jetzt alleiniger Inhaber der Firma. Lich, den 13. Oktober 1911. Großh. Amtsgericht Brüssel, 16. Okt. Gestern fanden im ganzen Lande Ge- meinderatswahlcn statt, bei denen die Hälfte der Ge- mcindcratssitze neu zu besetzen waren. In allen größeren Städten siegten die gemeinsamen liberal-sozialdemokratischen Listen über die Klerikalen. Madrid, 16. Okt. An Stelle des seinen Verletzungen erlegenen Generals Ordonnay wurde General Ariza n zum Gouverneur von Melilla ernannt. Toulon, 16. Okt. Im hiesigen Hauptpostamt wurden z w e i B r i e f s ä ck e g e st o h l e n, die 160 000 Franken enthiellen. Großh. Bürgermeisterei Stangenrod. K n a u ß. lichen Unfall. Zwei Güter züge warm zusanrmen- g e sl o ß c n. Die Lokomotive und vier Waggons waren über den Palmdamm gestürzt. Ter Nachtzug ftrcijte die zertrümmerten Waggons, ehe es gelang, ihn anzuhatten. Drei Personenwagen wurden beschädigt nnd fünf Personen verletzt. Am Sonntag wurde in Gegenwart von 150000 Menschen vom Präsidenten Taft der erste Spaicnstich zur Ausstellung in San Francisco vollzogen Tas G e d r ä n g e war so stark, daß über 100 Menschen ohnmächtig wurden. — Gleichzeitig fand ein Jubel s e st d e r F raue n statt, anläßlich der Einführung des Frauenstimmrechts in Kalifornien. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Wetterallsslchten in Hessen am Tienstag, den 17. Oktober 1911: Heiter, trocken, mild, vielfach Nachtfröste. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Krof- fcrfcr Straße zwischen Rodheimcr Straße uub Gleibcrger Weg teil heute an bis auf werteres für jeglichen Fuhrwerks- und Rad- lchLverkchr gesperrt. Ai eß en, den 14. Oktober 1911. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Gebhardt, Letzte Nachrichten. Der Zelingebote-Hosmann in einer Eisenbahnerversammluug. Berlin, 16. Okt. Die „Deutsche Tageszeitung" meldet: Der Verband der Eisenbahnhandwerker und Arbeiter, der 92000 Mitglieder umfaßt, Hütte zum gestrigen Sonntag nach einem Lokal in der Hasenhaide eine öffentliche V e r s a m m l u n g einberufen, um zur Teuerung Stellung zu nehmen. Der Riesensaal war von. 5000 Anwesenden gefüllt. Als der Vorsitzende, Eisenbahn-. Handwerker S t o h r, die Versammlung eröffnet halte, meldete sich der Landtagsabgeordnete Hofmann zum Wort, um gegen die Aufforderung des Präsidenten, daß alle Nichteisenbahner den Saal verlassen sollten, zu protestieren. Unter ungeheurem Tumult und nach scharfen Auseinandersetzungen zwischen dem Vorsitzenden und Hofmann verließ dieser den Raum mit dem Ruf: „Ich protesttere dagegen, daß Sie einen Abgeordneten ausgewiesen haben, der ihre Interessen vertreten wollte." Mit ihm erhoben sich über 1000 Eisenbahnarbeiter und marschierten unter Hochrufen auf Hofmann aus dem Saal. Ter Vorfall wurde shundenlang erregt besprochen. ,«•" 1 Lnftschistahrt. Bern, 14. Okt. Ter Flieger Schmid aus St. Gallen, Teilnehmer an den schweizerischen Fliegertagen, ist aus 50 Meter Höbe abgestürzt. Beim Aufschlagen explodierte der Benzin- bchälter und das Flugzeug verbrannte; der Flieger wurde als verkohlte Leiche hervorgezogen. Kreis Wetzlar. Krofdorf, 15. Okt. Tie freireligiöse Ge- Danksagung. Für die in so reichem Maße erwiesene Teilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verlust sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Familie Wilh. Pletsch. Bekanntmachung Der Voranschlag der Gemeinde Lindenstruth für Rj. 1912 liegt vom 17. d. Mts. acht Tage lang zur Einsicht der Jntereffenten auf unserem Bureau offen. Lindenstruth, 14. Oktober 1911. Großh. Bürgermeisterei Lindenstruth. Bekanntmachung. Ter Voranschlag der Gemeinde Stangenrod für 1912 Rj. liegt vom Freitag, den 20. Oktober 1911 einschl., ab acht Tage lang auf unserem Bureau zu jedermanns Emsicht offen. Stangenrod, 15. Oktober 1911. Bekanntmachung. Ter Voranschlag der Gemeinde Allendorf a. d. Lahn für Rechnungsjahr 1912 liegt vom 17. d. MtS. an acht Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Beltershain für 1912 Rj. liegt vom Freitag, den 20. Oktober 1911 einschl., ab acht Tage lang auf unserem Bureau zu jedermanns Einsicht offen. Beltershain, den 15. Oktober 1911. Großh. Bürgermeisterei Beltershain. Autenha V Lanolin-Seife Bekanntmachung. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 16. Oktober 1911. Betr.: Landespolizeiliche Prüfung des Entwurfs der Anlage einer Fußweguntersüürung durch den Damm der Oberyessischen Eisenbahn zur Verbindung der Ebelstraße mit der Stephan- strahe. Die Pläne zur Anlage einer Fußwegunterwhrung durch den Damm der Oberbesfischen Eisenbahn zur Verbindung der Ebelstraße mit der Stevbansiraße zu Gießen liegen auf unserer Kanzlei vom 16. Oktober 1911 bis zum 24. Oktober 1911 zur Einsicht offen. Innerhalb dieser Fttst sind Einwendungen gegen das Projekt, welche sich auf Ansprüche wegen Verlegung und Aenderung öffentlicher Wege, An- und Zufahrten auf Grundstücke, Einfriedigungen, Wasier- und Vorslutverbältnisse usw., sowie die Herstellung von Schutzvorrichtungen zur Sicherung gegen die aus dem Bahnbetrieb entstehenden Gefahren und Nachteile beziehen, bei Meidung des Ausschlusses bei uns vorzubringen. [B^/io Gießen, den 12. Oktover 1911. Grobherzogliches Kreis amt Gießen. I. V. gez.: Dr. Merck. rcfluiuj in der letzten Atzung bei Stadtverordneten hin läßt die ötabt vorläufig 10 Waggons Kartoffeln kommen, die zum Selbstkostenpreis in Mengen bis zu zehn Zentnern an bic hiesigen Eimvvhner, die zum großen Telle ilyrc Winterkarioffeln noch nicht haben, abgegeben werden. Der Preis bürste 3.40 Mk. für den Zentner betragen, während sonst hier 4—5 Mark verlangt werden Aus dem gestrigen Woctienmarttc wurden für das Pfund Kartoffeln fogar 8 Pfennig bezahlt. tv. Frankfurt a. 9)L, 14. Okt. Wie der Polizeibericht meldet, ist im Stadtteil Oberrad die Maul- und Klauenseuche auSgebrochen. UNS: % Ö die 611 N> a b>- «'ne tey-Ss ZO tet. Ter GwÄ AW S*1 fc4.* Sintnte ** di. ;!>•$. tarnt 3ug^to ‘ auf eint 6ui»'1 ‘b'tnftj.it jutüi W einen Manl^ leien verjncht. Tie ner seither zu Krasisol« Den Mantel sand mc Tage lang aus hiesiger Bürgermeisterei offen. Allendorf a. d. Lahn, am 14. Oktober 1911. Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lahn. Volk. 6344 N. it hiesige Öeroetbt, Ihre Verwaltung ur etlichen Aussichtsrate )b. Als weitere Lehr Denen, hiervon W » sich aus inSgesawl w bis Ende März an oGr. ■genflänbe berb«n* LuchsührungundlSksp per? tüchtige Sohnes St,0*n «e ffiiU« d-- * lU()anbroerfen> ta «"* innigen S** * btmg ein-8 £ bcn »«"9 ihn |lf (jittJ gjleifletpruf* tliilbung. F» , .»»•Stil u klein V werben- Lr-S ssS-s 'S"1“ Uttivcrsitäts-Nacbricbten. Hk. Marburg, 15. Okt. Ter Berliner Privatdozent Tr. Georg Misch hat den Ruf an die hiesige Universität angenommen. Seine Ernennung zum ctatsmäßigcn Exlraorbi- nariuS in ber philosophiscl>en Fakultät ist bereits erfolgt mit beim Lehrauftrag, das Gesamtgebiet der Philosophie im Verein mit den Ordinarien zu vertreten. Misch ist hier Nachsolger von Pros. H. Schwarz. Gerichtssaal. Leipzig, 13. Okt. Die Sprachlehrerin Thirion wurde vom Reichsgericht wegen Vergehens gegen § 49 a des Strafgesetzbuches zu sechs Monaten Gefängnis verurtellt. Auf die Strafe werden vier Monate der Untersuchungshaft ungerechnet. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt bie Rcbaklion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Zur Milchpreiserhöhung der Landwirte v o n W i e s e ck. In Erwiderung auf das Eingesandt vom 14. i>. Mts. entgegnen wir folgendes: Es entspricht nicht den Tatsachen, daß die in dem Eingesandt erwähnte Milchpreiserhöhung von bat Milchhänblcrn ausgegangen ist, sondern von den Produzenten in mehreren Versammlungen angeregt wurde. Tiefer wiederholten Aufforderung standen bic Milchhändler anfangs ablehnend gegenüber, icbod) unter Berücksichtigung der gegenwärtig herrschenden Futternot tuib der erhöhten FuUermittclpreise wurde ein Abkommen dahin getroffen, daß ein Preisausschlag von 2 Pfennig pro Liter erfolgen sollte. An diesem Ausschlag sollten beide Telle, sowohl Produzenten wie Händler, je zur Hälfte teilnehmen. In den von den Produzenten kürzlich wieder abgehaltenen Versammlungen wurde abermals eine Preiserhöhung beschlossen. Diesem Ansinnen tonnte jedoch von dem Mllchhänblerverein, in Anbetracht ber erst kürzlich vorgenommenen Preissteigerung nicht ftattgegeben werben. Tie so oft geführten Redewendungen, der Milchhäitbler wäre ber Urheber ber Preiserhöhung, muß als völlig aus ber Luft gegriffen bezeichnet werden. Tieser Umstand ist schon bcshalb leicht erllärlich, daß auch ber Milchhäitbler aus einer erneuten Preissteigerung keinen Vorteil, sondern nur Nachteil ziehen würbe, indem der Verbrauch an Milch aufs äußerste eingeschränkt wirb unb somit ein Rückgang seines Geschäfts cintntt. Wie aus vorstehenden hervorgeht/wird wohl jeber rechtlich benfenbe Mensch zugeben müssen, daß die geplante Preissteigerung nicht von bcn Milchhänblern, sonbern lediglich von ben Produzenten ausgehl. —r. vermischtes. kf. Gaby DcslYs über bas nächtliche Paris. Gaby Teslys, die Freundin König Manuels tritt gegenwärtig im Neu Yorker Wintergarten ans und erzählt den Neuyorkern, die sie neugierig nach ihrer Heimat Paris gefragt haben, in einem großen Blatte, wie sich bas Pariser Nachtleben abspielt. Eigentlich, so sagt sic, kann nur, wer in Paris geboren ist, Freude am Pariser Nachtleben sinden und es nrirllid) durchleben — bas ist ein kleiner Siitcnhicb gegen bic Amerikaner. Tas Pariser Nachtleben beginnt um 6 Uhr. Jetzt füllen sich bic Cafes mit bcn ersten Gästen, unb die Charnps Elysöes sind hell erleuchtet. Man sucht sich einen Tisch am Boulevard, von dem mau bas Straßenleben überblickt und ißt, und zwar viel, denn nach 9 Uhr gilt cs in Preis nicht für schicklich, hier zu essen, dann wirb vielmehr getanzt und getrunken Vom Cafe geht man in irgend eine Revue, Ijört. ein paar leichtfertige Lieder ober sieht eine mehr ober wenige Inrm- lose Posse, und um 11 Uhr beginnt dann bie wirkliche Nacht. Um den dritten Grab bei Pariser Nachtlebens grünblich kennen zu lernen, muß man sich nach Montmartre verfügen. Uebcrall herrscht reges Leben in bcn Nachtrestaurants. Man geht an ber „Toten Ratte" und ähnlich genannten Restaurants vorüber und betritt bas vornehmste, die „Abbaye bc Thclemc". Hier wimmelt cs Von jungen Mädchen, bie tags ihrer Arbeit im Konsektions- unb Putzmachcrgcwcrbc n-achgehen, bei Nacht aber ein lustiges Leben führen und tanzen. Wann sie schlafen, iveiß niemand. Außer den Einheimischen Verkehren Isier natürlich bic Fremden, bie das Pariser Nachtleben kennen lernen wollen, unb wenn sie auch samt Frau, Söhnen unb Töchtern basitzen, lassen sic sich doch unter bem Einflüsse ber Pariser Lust von irgendeiner Mimi ob?r Marie gern zu einem Tänzchen bewegen. Ter vierte Teil des Pariser Nachtlebens spielt sich toicber am anberen Orte ab. Wenn bic Morgenbämmcrung hercinbricht, geht man in irgend ein anderes Caf4, wo bie Marktleute verkehren. Man bestellt Wein unb bekommt billigen roten Wein vorgesetzt. Hier sind Hänbler, bic Geschäfte miteinander abmachen und Wein trinfnt wollen, man sieht Bauern in öddzen mit rosigen Wangen, aber getanzt wird hier auch. Punkt 8 Uhr, wenn die Uhr schlägt, verladen bie Hanbclsleutc bas Cafe, unb auch bie Pariser Nachtlebewelt bricht auf, um bcn letzten Schritt bcs Pariser Nachtlebens zu tun. Man geht nach bem Pr6 Catelan unb trinkt frische Milch. Tic Pariser glauben, bic Milch ber Kühe bes Pre Catclan genüge, den Schlaf einer verbummelten Nacht zu ersetzen, und wenn sie bann noch eine kleine Fahrt burchs Bois machen, glauben sic bem nächsten Tage unb ber nächsten Nacht Voll geioachsen zu sein. Kleine Tageschronik. Am Samstag entgleisten bei ber Einfahrt in ben Bahnhof von Rothfließ 17 Wagen eines Güterzuges. Ein Schaffner wurde getötet, ein Lokomotiv führer leicht verletzt. Tic „Kölnische Zeitung" meldet aus Ucrbingen: Tic chemischen Fabttken Weiler-tev-Meer ftitteten zum Jubelest ihres 50 jährigen Bestehens 100 000 Mark für bic Untcrstühungskasse für Beamte unb Arbeiter. Ferner bewilligt bas Wett seinen Arbeitern zur Erinnerung an ben heutigen Tag einen jährlichen Urlaub unb gewährt den im Tagelohn stehenden Arbettem eine Urlaubsvergütung von sechs Matt täglich und ben Arbeiterinnen vier Matt für ben entgangenen Arbeitsverdienst. Außerdem erhält jeder Arbeiter ein Jublläumsgeschnrk im Bettag von 5 bis 50 Matt, je nach dem Dienstalter. Ein heftiger Sturm richtete in Rownoje (Gouvernement Samara 3) große Verwüstungen an. 9luf der Wolga zerschellten viele kleine Schiffe, Getreibebarken wurden beschädigt, mehrere Häuser zertrümmert und Tücher wcggcriss'.'n. Nach einer Meldung aus Außig (Böhmen) erlitt der Prag- Berliner Nachtzug in ber Nacht auf Sonntag einen gefähr- tten. hiesig . $abet , # genti'e’ÄfW(i Ä rÄrffej kN. eute hmrbe unser ne< kiht. Nachdem br Jftt, hielt Lehrer Vrü- m lleberblick über bc trug ein Schuljunge ei ye vor und unter Mujf Borantritt der sestli. -gung; es schlossen (i । dem Unuug aings jic Jin alten besindet. Nae )erm fang alles an" $ »e l eine weihevolle !■ ine Schülerin die Ikbr :en Vertreter des W lers übergeben tmir' igner bof Schulloli bie tobet tfrefiet vr bie reifete Jugend i Me Abwässer der Zuckerfabrik Friedberg das Fischstrrben :^rbeigeführt haben. Starkenburg und Rheinhrffen. X Groß - Steinhcirn (Hessen), 15. Okt. Kaufmann Ladw. Meyer-Gemgroß, Inhaber der Firma Gerngroß in Mann- hkim, hat seiner Vaterstadt ein Friedensdenkmal gestiftet, aas eine Erinnerung bilden soll an bie vor ungefähr hunbert Zähren durch Großhcrzog Lubwig I. seinem Laube gegebene Vcr- iossung unb weiter eine Erinnerung an ben vor 40 Jahren v Frankfutt a. M. geschlossenen Fricben mit Frankreich. Heute nachmittag sand unter großer Beteiligung bie Einweihung )k- Tcnkmals statt, zu ber als Vertreter ber hessischen Regierung 'kreisial Lochmann aus Offenbach unb als Vcrtteter ber beutschen 1 rieben Gesellschaft Bankbirektor Hohenemscr aus Frankfurt a. M. rschiencii war. Bllbhauer Bu sch-Groß Steinheim hielt bie Be- i üßungsansprache, worauf burch bcn Stifter, Kaufmann Meyer- ierngroß, bie Uebergäbe des Denkmals an bie Gcmeinbe •ifolgte. Kreisrat Lochmann gab bas Zeicheii zum Fallen ,cr Hülle unb Böllerschüsse unb Fanfarenklänge begleiteten biesen ilkt. Die Festrebe, bi? ben Friebensgebanken würdigte unb zum izchlusfc eine Beschreibung bes Denkmals eitthielt, würbe von Gerichts-Assessor Dr. v. Eiff-Groß-Steinheim gehalten, ber nit einem Hoch auf ben Großherzog schloß. Umrahmt würbe lFie Feier burch Musik und Gesangsvorträcp'. An Kaiser unb '-roßHerzog würben Hulbigungstelegranrme geiandt. Noch währenb ,,cr Feier liefen Erwiberungstelegramme ein von bem Großherzog ;inb bem hessischen Minister bes Innern v. Hombergk. Auch Zusiizrat Tr. Tietz-Jugenhcim hatte als Vorsitzender bcs ättcuen rtuifdicn FttebencVereins ein Begrüßungstelegramm gcfaubt unb zur Enthüllung bes ersten deutschen Friebensbenkmals beglüd- irteinbc Krofborf-Gleiberg feierte heute ihr fünfzigjähriges Jubiläum. 1861 burch bie gegen bcn Willen der Krosborfer erfolgte Berfetzung bes bamaligcn freigcfüintcn protestantii'cheii Pfarrers Geibel entftanben, Hal sich biese länb- lickc Gemeinbe ttotz ber oft ungünstigen Verhältnisse biese 50 Jahre baiburd) erholten unb entfaltet fidj heute unter ber Leitung bes Frankfurter freireligiösen Prebigcrs Klauke wieber prächtig. Tas bewies die heutige Jubelfeier, zu ber besonbers nachmittags so viele Teilnehmer herbrigeftrömt waren, baß sie ber Moossdw Seal kaum zu fassen vermochte. Vormittags fanb eine Fcst- (ftlxmung statt, bei ber Prebiger Klaukc bie Festprebigt hielt. Daran schloß sich ein Festessen unb nachmittags hielten Konzert, Gesang unb Ansprachen bic Erschienenen, zu benen auch Ge- iturainfldframbe aus Frankfurt, Offenbach unb Gießen gehörten, bis in bcn Abend hinein zusammen. x Kinzenbach, 15. Ott. Das Fest ihrer golbnen Hochzeit feierten am heutigen Sonntag in voller Rüstigkeit die Jakob S t e i n m tt l l e r Eheleute. Die gesamte Gemeinde rahm Anteil an bui'cr erhebenden Feier, unb die Kirche war lif aus ben letzten Platz besetzt. Eine Traubibcl nebst einem < mabcugeschenk des Königs von 50 Mark wurden dem Jubelpaar siiigehändigt. (Steinmüller ist am 10. Juni 1836 in Heuchel 1 iio geboren und steht seit 1. Tezember 1884 in ber Muellerschcn j izarrensabrik zu Gießen in Arbeit. z. .Hl öfter Altenberg, 15. Ott. In ber abgelaufenen Ihdie fanb ber Abtrieb ber Kreisjungvieh weibe auf Iri Altenberg statt. Trotz bcs überaus trockenen Sommers ergab bi (^ewlchtszunalmlc ber 47 Rinder 3641 Kilogramm, also im |$urdn"d)mtt 77',4 Milogramm glcid) 1 Pfuilb für jeben Tag tuib jedes Tier. Am stärksten von bcn Kreisgemeinben war auch d c-mal wieber Ätzbad) bertreten. Hessen-Nassau. Ii. M arbür g, 15. Okt. Tas Wintersemester an der Universität mürbe heute mit der (Einführung des ncugeroähltcn jeltorö für das Amtsjahr 1911/12 eröffnet. Sluch diesmal hatte fi.f; in der Universitäts-Aula ein zahlreiches, den akademischen l.iaiat angehörenbcS Publikum cingcfunbciL Kurz nach 11 Uhr begann der Festakt mit dem unter Orgel Hängen erfolgenden Einzug ber Chargierten der studentischen Korporationen mit ihren Fahnen, ihnen folgten unter Führung der Pedellen der derzeitige !h ‘fror unb ber gesamte akabemische Lehrkörper. Ein Teil ber ähofciforeit trug bereits die an vielen Uiriversitäten übliche Amts- hiirl’i, farbigen Talar unb Mütze. Nach dem Gesänge eines unlcr Leitung des Universitäts-Musikdirektors Professor Senner Krhenden gemilchten Chors gab ber scheibcnbe Rektor, Geh. Kons.- ttar Professor Bndbc, einen Mckhlick auf bas verflossene Uni« beriitätsjahr. Er gedackste der Fürsorge ber Regierung für unsere olma mal er Phllippina unb widmete dem Verstorbenen Kurator, kü'li. Rat Schmidtmann, einen warmen Nachruf. Tie Universität Viarburg sei in fortfd)rcitcnbcr Entwicklung begriffen und deshalb sinden wohl auch bic Wunsche nach (Schaffung neuer Räume für Ünterrichtszweckc balbigft ein geneigtes Ohr. Mit Frcube könne n von einer (Stiftung von 10 000 Mark, die dem staatswissen- siwsilichen Seminar zufalle, berichten. Was die geplante Universität Frankfutt anbelange, so sei wohl mlzimchmen, baß sie ärolgc ber erfolgten gemeinsamen Schritte ber verschiebcnen Hoch- fdnilcii nicht so wiirbe, wie man plane, salls etwas baraus würbe. Nach einem Rückblick auf bic verschiebenen Hodischuljubiläen, benen n beigewolmt, sdsioß ber Redner mit dem Hinweis, baß auch bi Univcrsllät Marburg in 16 Jahren ihr 400jähriges Bestehen feiern könne. Unter entsprechenben Ansprachen überreichte er bann seinem Amtsnachfolger, bem Tircktor bes physiologischen JMtutd, Professor Fttebr. Schcnck, bic Insignien seiner Düttw, r.nis letzterer seine Antrittsrede über das Thema: „Tie Phy loche der Hebung und Ermüdung in ihren Grundzügen mit leblicfen auf einige schwebende Untcrrichtsfragcn" hielt. Ein lang des gemischten Chors beschloß bie Feier. — Auf An- Marke ..Faostring" .C»m u'iprSngl. Rerepl »om lengjeh,. Fabrikant«» der ^ir.-iring.en«: C. Neumann. Offenbach a M. * per BestattungSgenoflenschaft der fielen «chreincrvereiuiguug Gießen . Kauf. :. Altmaterial vorrätig. KOLOSSEUM Der Wahlausschuss. Direktion: Karl Ohm B16/10 Giessen Telephon 645 MM. 36-31 Professor Dr. Koepps Der vorbereitende Ausschuss. D16/io wen der Reise zurück G349 08602 g Statt Karten. E Butzbach Giessen <• Biograph nicht mehr bei mir tätig ist. 6354 Plockstraße 12 08596 Plocketraße 12 August Förster, Gießen u. Lich Nur noch heute und morgen Monhlle bchandjleck Länge 1200 Meter. Kinemaiograph I e Kieler Bücklinge = 3 Stück 20 Pfg. Bahnhofstraße 54. t08595) Bahnhofstraße 54. Der SchandlleGkll ♦❖♦♦♦♦♦♦♦♦ Stadttheater Giessen Hospiz für reisende Damen SSHKSSSSSS l He te | Bj 01* Max Walde Original - Humorist NB. Des großen Andrangs in den Abendstunden wegen, bitten wir höflichst, auch die Nachmittagsstunden zum Besuche zu benutzen. evang. Schwesternhaus, tiieeseu. lohaoneteu 1, Musik von der Kapelle des Kaiier-Wilbelm-Regimeuts Musik-Leitung: Kapellmeister Hans Zorn. M Ein modernes Tendenzdrama in 3 Abteilungen von Louis Feuillade.! Peking liches Edikt zi {uang, das ernannt. Er um dort die Tachengpi diesem Zweck ersetzen unb Franziska Engel Sally Wetterhahn Verlobte Oktober 1911 Ein modernes Tendenzdrama in 3 Abteilungen von Louis Feuillade. Richtige Länge dieses Films 916 m. In der Hauptrolle die bekannte Schauspielerin Madame H®nee Carl Ort der Handlung: Teils in Paris, teils in den Heilstätten ,ße Paradou" an der Riviera. Sämtliche Mlraklionen sind vollständig neu I. Gießen Kchil-Kröffnilng 7 Uhr. Ansrnig 8 Uhr. Hur wirklich vornehmes Familien-Programm. 08590 wohlschmeckender süßer Rotwein, bervorrag. Stärkungsmittel bei Blutarmut, Bleichsucht und Magenleiden, für Erwachsene und für Kinder empfiehlt die '/.-Flasche zu Mk. 1 — [6360 Georg Wallenfels Marktplatz 21. Telephon 46. Gegenüber der Engel - Apotheke. Mitglied d. Rabattsparvereins. Erstklassiges dezeoies Familien-Propim Täglich abends 8 übr. Ende gegen 11 ühr Prozrmm vom 18. bis 31. Atober 1911. Fächerkünstler der Welt •II Original-Jongleure IssM 1 2 Damen 3 Herren W Nr. IIG. Ile w«i> «ttistiw in ihrer Original- Nnmmcr als „ßescherle Kali“ Der 2. Wultilagerll welcher Aufsehen erregen wird, wird morgen näher bezeichnet. GeseWst für Erd- uni) Völkerknniie Hauptversammlung: Montag, den 23. Oktober 1911, 8’/., Ubr, im Hotel Großberzog von Hessen. Tagesordnung: Geschäftsbericht. Rechnungsablage. Wmterpro- gramm. Satzungen. Verschiedenes. Der Vorstand. kksMAft siir Erd- mih Völkerkvilde iinh Frournbiiod dcr Deutschen Koloniolzesellslhost, Abteilung Biegen. 1. Vortrag Donnerstag, den 26. Oktober 1911, 81 /, Ubr, in der neuen Aula der Universität. Herr Dr. Kurt Wegener «Göttingen) lieber Samoa (mit Lichtbildern). Anmeldungen neuer Mitglieder find an Herrn Verlagsbuchhändler A. Töpelmann, Süd-Anlage 4, zu richten. v16/10 Zm vordcrev Resiolimt große Künjiter-Konserte mit Ktsongö-Eiiliogen. Eintritt frei. Lonn-n.Fkiertogß große Aorstriinngen, mchmittW 13'12 Uhr zu crmoßigten Preisen. Aonlll Uhr Friih- slhovven-Äonzert. Preise dcr Plätze: Loge Mk. 2.50, Sperrsitz Mk. 1.50 1. Platz Mk. 1-, 2. Platz Mk. 0.60, Galerie Mk. 0.40 Der Vorverkauf findet in den Zigarren - Geschäften von Loeb, Sonntag, Scharmanu, Friesleben, an der Theaterkasse, Walltorstr. 36—38, und in den :: :: durch Plakate erkenntlichen Stellen statt :: :: [ Bdi. Kalbfleisch | Seltersweg 12 O86io Telephon 285 Ieeeweew W i|!i I ■ l_ et$on Danseur S U Ke Liola js,. s S A Milo Liola ist Solotänzerin der kgl. Cper Stockholm M- W Peaphfvnllp Mmalinn mil Lieht-11 WassfirRfffikfen IÄ ■AAAAA/WM :tten Mä The Worlds Greatest Flags-Act. IHZ *256 «b."LI4)e g SM Fünfuhr-Tee, veranstaltet zum Besten des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft, Abt. Giessen am 23. Okt. 1911, nachm. 5—8 Uhr in den Räumen des Gesellschafts - Vereins (Klub). 6 Uhr: Vortrag mit I,ichtbildern von : Fräulein von Hatten-Berlin über : Das Heimatshaus in Keetmannshoop. Eintritt 2 Mk. (einschließl. Erfrischungen). Bei Herrn Challier sind Eintrittskarten erhältlich. — Es wird gebeten, diese der Vorbereitungen halber, bis spätestens Freitag, 20. ds. Mts. lösen zu wollen. An der Tageskasse kann nur noch eine beschränkte Anzahl von Karten ausgegeben werden. Aul mlÄW Imsch prolongiert SZS'Jose de Labero Ke iftp hi* ss ^stellt Mr fördert werde) rührer,gM Tie Arsenale sicht der W Aus schc boot nach Wr Sie „revo sie sei an Z Telegraph bes die die chrne, während Tele liegen. Die Hanke Ztreitkr sigen fremt Anleihe^ lichkeiten bi Die ai auf Man tötetwor Liyuarsh größtenteils Geldmittel h non giimbt j/mbifäii zu M. Der re! ^jähriger Reuterjchen B in eineRep wärtigen Lte sie ausreichen Verpflichtung, lichen Arbeite leicht ohne du doch könne m, wenn es nottr entschlossen, m Ter Arzt \ V D schaffet lhm Bersche ^l>a|ich'che N für o M sfiihrer Me, ist der K tes= ?tt9rümm, dA »7LL 8T,«St *?u,Tb to?tc den Alssche 9 & SÄ piano- n.Grgeiskimmmig. Meiner werten Kundschaft die ergebene Mitteilung, j daß seit dem 1. Oktober mein Vertreter Herr Schedel Direktion: Hermann Stelngoetter. Dienstag, d. 17. Oktober 1911, abends 8 Ubr: 3. Dienstag-Abonn.-Vorstellung Gewöhn!.Preise Gewöhnt.Preise Zum letzten Male: Der Meister von Palmyra Dramat. Dichtung in 5 Aufz. von Adolf Wilbrandt. Ende gegen 11 Uhr. Mittwoch, d. 18. Oktober 1911, abends 7 Ubr: 3. Mittwoch-Abonn.-Vorstcllung Gewöhnt. Preise Gewöhnt. Preise Die Kinder der Exzelleaz Lustspiel in 4 Aufzügen von E.v.Wolzogen und W.Schumann- Ende gegen 9l/i Uhr. [a16/^ ß Hmica • Süßrahm - IRargarine bester Ersatz für 1 = fcandbutfer = per Pfd. Mk. 1.— 8 Uebertrifft sämtliche Nachahmungen — | = Goldtrauben=| ganze Steige per Pfd. 26 Pfg- I lose ausgewogen per Pfd. 32 Pfg- ! Kandidatur »M Wahlbm*eau: Hotel Kaiserhof (Telephon 73) Sprechstunde: täglich von 6 bis 7 ühr. Mim WMM erstklassige Qualität, empfiehlt bei freier Lieferung m§ Haus Fritz Rumpf, Giessen Kartoffel- und Zwiebelhandlung en gros Zozelsgasse 9.[6242] Telephon 375. 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