161. Jahrgang Swett« Blatt Nr. <84 Lrlchetnl täglich mti flulnohme bei eormtog«. Person, brt Papsttum-: nd brr flamen fatboltidxn namentlich mit dem in ho# flcgnimärtiflc eine Vorbedingung der Ultra’ der päpstlichen Venvaltung ii: be4 LoralkomitveS. und reid-’lidte Unterftflbung zu einer Festrede. Zug des Zwanzigsten Iayrhunoerts nach Verb.ncr Beim Tie „•lt6encf Semilieebiatter* werden dem „Anzeiger^ viermal wöchentlich betgelegt, dal ..Kreisblatt fflr lei Kreb Gießen" pveimal wöchentlich. Tie „Laidwirtschaftlichev Lett- lragen" erscheinen monatlich zweimal. hingt ab . Meinung gemeinen Verkcftrs er n mm vollen Zewußfein. rorrol: d‘y auch bei bet dcltrischen Lokomotive i er .'irr. brr dauernden Betricbsjichcrircit und 0«. . : . - -Jiotoxi- ab, und 'v urlennt iran i icht, oob der moöccn . aschiut. nbau öic Eigentliche Grundlage itxn Trort’d» im modernen Verkehrswesen bildet. büö rl; nfballon Redaktion, örcebihon und Tnickevei: ßtbul« ftrabe 7. Groebinon und Verlag: 9iebcttion:fcwll2. Lel.-Ädru.In^igerGieieir. betreffenb. nahm Abgeordneter Bache in Köln) das Wort. Der Antrag lautet: ,,Tie 58. Weneratocriammlung Deutschlands ocr Kat Honken bringt dem hl. Vater in Rom ihre ehrfurchtsvolle Gegenüber den zahlreichen Schmähungen seiner Gesellschaft für Nasscnhygiene. Dic Gcsellschast i ü r Rassen Hygiene hält int Künstler Hause in Dresden ihre Tagung ab. Als erster Redner wrack, Pro». Tr. v. Gruber München) an der Land von Lichtbildern über das ?hema „Was lehrt die Ausstellung der Gruppe Rafscnhngiene für Staat und Gcsellscha'l!" Gr betonte, 0a6 die hauptsächlichste Sorge für ein Kulturvolk Die Aufzucht anes zahlreichen, gesunden, leistungsfähigen und arbcttotrcubigcn ^Nachwuchses sein müsse. Tie Tatsache, daß fast alle .'Vulüit voller nach einer kurzen Blütezeit zugrunde gegangen feien, bild- eine ernste Mahnung, sür den ’>iachivuchs besorgt zu sein. Tie Umwelt übt aus die Entfaltung des Individuums ihre Wirkung aus und vermag sogar die einzelnen Individuen auch äußerlich um iuändern, wovon zahlreiche Fälle aus der Tier- und der Pflanzen weit den Beweis liciern. Tros alledem tritt aber die Ilmrodt an Bedeutung iür die Entwicklung des Menschen beträchtlich zurück butter bei angeborenen Beichaiienhcit des einzelnen Individuums, die in der Hauptsache ererbt ist. Turch eine Verbesserung der Umgebung des Menschen allem kann also eine durchgreifende Verbcsserung der Menschheit 'elbst nicht erreicht werden, c» muc die Vermehrung des Mindenvertigen gehemmt und icne des fcod» ivertigen nach Möglichkeit geiördert werden. Ta aber nicht alles Angeborene ererbt ist, ist es Sache der Indivtdualhogiene und der Hygiene der Forwilanzung, hier Wandel zu schonen. In erster Linie war em Hindernis für die Besserung bei Menschheit, dass die Fürsorge ’ür die Jugend erst so spät eingesetzt hat, denn ic weiter die (änlroidlnng des Ginzeiindioiduums laßt 'ich umw weniger bceinfhifrtn. ie weiter sie schon porgc'cbrittcii m. Neben dec steigenden Militäruntauglichkeit, die größere Sterblichkeit der Männer, das geradezu manenbaiic A bsterben der besser situierten Familien und nicht in letzter Linie das Bestreben, die Nack'- lommenschaft einzufchr inken, all das muß den denlcnden Völls- freund mit schwerer Sorge um die Zukunit erfüllen, da diese Fal toten nicht allem schon letzt zu -mein Aussterbcn bei besser Begabten geführt bat, sondern auch die Vermehrung des deutschen Volkes überhaupt in Frage stellen muß. Im weiteren Verlause der Ver-andlungeu behandelte der Professor sür Nationalökonomie an der schwedischen Universa u Lund, Fahlbeck, das Thema: „Ter Reom.iühusianismus m feinen Beziehungen zu Rassenbiologie und Rassenhygiene", 'er 'd)Ubene zunöchs: die Ursachen des Rßcdergangs zahlreicher Völker und betonte, daß sie zum großen Test m verheerenden Mrant beiten, zum andern aber m rnßerer Gewalt zu 'neben seien. Ihn die innere Krankheit der Völker zu erklären, habe man zwei verschiedene Theorien aufgestelU. Tie eine Erklärung beruhte daraus, daß eine Verschlechterung der naiuritrhat Erbmasse eingetreten sei, die andere erblickt den Grund für den Untergang aller älteren Deutscher Katholitentag. ~ M^iinz. 7. Aug. Um S Uhr gestern abend begann in der Stabt ball- am Rhein National Jubiläum georad'! bat, ’cnbf iie Darme den Ausdruck uiiD u Dienstag, 8. August 19U Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen Universität! • Buch- und Steindruckerei. R. Lange. Gießen. bängigken des Pavßes aud» dte volle 'inanzielle edbilänöigleit - — st. io fordert ixe die Maibohfm Zivilisation in der Kultur selbst. Das zunehmende Reichtum, die bessere Stellung der Frau, das Fallenlassen älterer religiöser Anschauungen usw. habe dazu beigetragen, die .Zahl der heiraten zu beschränken nnd ebenso die Zahl der timber, so daß die Volkszahl sinke und damit gleichzeitig auch die Kultur selbst. Rom und Griechenland seien hierfür sprechende Beispide und auch deut deutschen Volk drohe die gleiche Gesahr. Von diesem Standpunkt aus müsse die Bewegttng des Neomalthusianis mus betrachtet werden. Ter Hinweis bei Neomalthusianer am die große Bevölkernngszunahtne sei unrichtig, desgleichen auch die Ansicht, daß mit der Beschränkung der .Minderzahl die soziale Not ichwinden wurde. Die Verhältnisse zwischen den schanenden und den verzehrenden Kräften leien nn Volle ganz andere rote in der einzelnen Familie. Die dem Neomalthu'ianismus na di gerühmten Vorteile bezeichnete der Redner als Luftgeiputiute, die durch die Bewegung dem Volk als ganzem roic auch dem Einzelnen zugefügten Schäden dagegen als sehr bedeutend. Ter Neomalthujianismus würde das beut'die Volk genau jo in» Verderben führen wie Rom und das griechische Volk. Rechtsanwalt Tr. Breymann sprach sodann über ,.a.\e drotroendigkeit eines Zusammengehens von Genealogen und Mc- dizinern in der Familtenforschung". — Ein Radiuminstitut in London Am nächsten Montag wird das neue Radiuminstitut m London in seinem glänzend ausgestatteien Gebäude, dem ersten in der Leit, das nur für diesen Zweck errichtet ist, eröffnet werden. Es nein etwa iür eine Million Mark Radium zur Ver'ugung, das lorocni ;u Irocden der Forschung al» auch ur Behandlung von .-irant n verwende: werden roll. Bedürftige Patienten werden uiientgdilicu behänden T.e .halste der Räume iff für die linier'ua?ung_ unö Behandlung der Leidenden bestimmt. Mit ganz besondcr.r coxq ialt sind die Laboratrnen eingerichtet, in denen die Fonu ungen 0>C)vcbe, ausgeführt werden sollen Ter Radiumvorrat ielbii wird m kleinen Glasflaschen ausbewahrt, di-, in starken t'.eibuc • .i in einem großen Schrank m den M Hier räumen des Gebäudes ausgestellt werden. Feinste Mikro'kovc und Apparate, m.t d ten kleinste Mengen des kostbaren Stosses abgelön werden können, Räume *ür vdotogravi »iwe Arbeiten, in denen emenfiutnahinen bci lünstlichem Licht gemacht werden können, vollstäiwig ausgerüuete Werkstätten und Mafckinenräumc und eine außcrordcntlic.' -ie ®aSe, bic in einem b "anderen Raum von .-.nein starken iahm r. roeri getragen das durch die Grundmauern e • »ui . bi» i n den Untergrund tmabn t, das find .. .e:d-,agife.i Einigungen b.e-'c-. neuen Instituts, das ganz der ^eroiidning bc» Radiums und bet Ausnntzung feiner Sirhingen gewidmet sein soll. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen K.-K. ElcktrischePollbahltundlenkbaresLuft- schiff, diese beiden mobernstett Verkehrsmittel, finden wir, wie wir in xkü 7 der „Technischen Monatshefte" Franckhsche Bcr- lagsl-atidlung, Stuttgari lesen, nirgends in so miercnantcni ticii» bewerb wie in Bitteneld. Es war sehr wichtig, daß bic Staat.- bahnvcrroaltung iür den Beginn der Elektrisierung der Vollbahncn eine Strecke von nicht übermäßigem Personen- und Güterverkehr auswählte, um in aller Ruhe neben dein nnunterbrodKiuii Tauipi- betrübe alle Einrichtungen iür den tünitigcn elektrischen Betrieb treffen zu können. Tie 26 Hilometci lange Strecke Bitter- | e l b — 2 e) f a u bietet keinerlei betriebstechnische Schwierigleite:., iie weist mir eine einzige Steigung von 1:240 auf und hat nur Kurven von über "XÄ) Meter Radius. Tas östliche Gleis der Strecke ist größtenteils bereits mit schwereren Schienen von ! 1 Kilogramm Metergewicht versehen, und zwar wird die letzte Strecke zurzeit noch umgebau:. während das westliche Gleis durchw., noch Schienen von 33 Kilogramm Metergewicht au sw ei st Ter B trieb am beiden Seiten zeigt indessen bei der dektriichen JagfraH keinerlei wesentliche Unterschiebe. Beim Tamvsbetrieb würbe man es aber schwerlich wagen können, aui dem schwächeren Glktie auch nur streckenweise mit einer Geschwindigkeit von mehr als 70—80 Kilometer in der Stunde zu fahren. Tie gesamte Ein iicbtung sür den elektrischen Betrieb ist in seh: kurzer seit rollenbet worden. -Im Id. Januar 1910 tat man Den ersten Späten stich zu dem Bau des Kraftwerks, bas in etwa b Kilometer Ent ieruung norböstlich vom Bahnhof Bitterielb an der Stricke yaik Berlin bei der Gulerhaltestelle Bi u t d e n st e i n in nämitrr ‘Jlihc der Braunkohlenlager dieses Bezirks belegen ist Bereits am 18. Januar 1911, also genau nach einem Jahre, konnte der erb elektrische Personenzug von Bitterfeld nach Tcuau mrichten Ern zufälliges Zusammentreneit ift es, oaß in Bitterielb lia, auch die ä) a u p t ft a t i o n ’ür c en Betrieb mit Lcnkba 1 Ions Nam dem System P a r - r r a , bennb : T men nur Ballonhalle ist mit be'onderet Rücksicht aui den al Produkt der chemischen Fabriken in Bitterfeld sehr billig zu bc- - 15 sich nun bei b.m dektriichen Probefahrten, daß audi incr d«r Parsevalballons in der Richtung btr Bahnstrecke Biiteritld Tesfau fährt und man somit ein äußerst iiinruktroes Bild bekommt von ter Bcbeulung des mooernen Verkehrs mit cleitrtickien Voilbahn-:t und lenkbaren Lustichiffen. Bei solcher Beobachtung lommt der likernages regen .Intest nehme, einmal, west Mainz der Sitz des großen iogtalcn Biicko-: von Keitel« gewesen sei, dessen Andenken die Tagung geroiMnct ist und ferner, weil Teut'chlarst) die Ge- burtsfianc dev großen loostels Bonifatius war, driien Arbeit in vrftet Linie die Bekehrung Temsck'lands zu danken sei Tie Teilnehmer hatten sich wählend der Verlesung des vaiütlichen Sdueibeiro von den Sitzen erhoben und brachten zum Schluß em hoa, auf den Papst aus Auch vom gesamten Episkopat lagen längere Begrüßungsschreiben vor. Es folgte die '13 a h I des Präsidiums Mit ftüniiischem, langannaitcnban Bet all nahm die Veriammlung die Mittestuna entgegen, daß der ständige Ausschuß einen 9?nien des großen Bischofs Sctteler, den Erzkamtnerer, Reichs- und Landtagsabgeordneien <'kaicn Oialen zum ersten Präsidenten besnmmt habe Zu Ehrenpräsidenten rourMi bvr Reichs rat der SVrone Bauern, Rerchslagsabgeorbneter Professor Tr. Freiherr von L> e r t l i n g Plüuchcn . der soeben von längerer Ürankheit wieder hcrgestcllt ist, der Reichstags- und X'anbtagsabgeorbnae Lahensl v i.imburg unb Freiherr Wilderich von .'fette- ler, auch cm Verwandter des verstorbenen Bischofs, gewählt. Präsident Graf Galen übernahm den Vorsitz mit eurem Tank an drc Versammlung, die durch feine Wahl das Andenken des Bischofs itettder ehren wolle. Zu Virevräsidcnten wurden gc- roäblt Rechtsanwalt Tr Rump' München, unb Landtage abgeordneter von Brentano (Offenbach/. An den Papst gelangte folgendes vulbigungstelcgramm zur Absendung: . „Die zur Aatholikenveriammlung nach Main; gekommenen Männer versprechen Dir, vl. Vater, als Statthalter Edritu erz, das gerade heutzutage durch die schlimmen Machmarionen der Feinde so tief getroffen wird, aurridttcn und trösten. Zugleich deS 8. Jahrestages Teiner ftrummg ge- bciikend, wünschen sie Teiner öcstigleit von .-.rorzen Gluck und Segeti und 'ie flehen inständig mm allmächtigen Gott, daß Tetne Gesundheit noch gestärkt unb gefrähigi iverbe auf viele Jahre. Wimm, wir bitten, heiliger Vater, biete Wünsche an unb segne Tcine getreuen Söhne, damit bic Fruchte dieser Versammlung überreich werben unb immerdar bleiben." Tas an den Kaiser gesandte Telegramm lautet: ,.Eurer staifcrluhcn und .stöniglichen Majestät brmgeit viele Tausende zur ö£. Generalveriammlung der .üatholikeii Teutsch- lanbs in Mainz versammelte Manner ihre Huldigung dar. In dem fetten Grunde der Treue gegen Gon wurzelt unsere Treue gegen jegliche von Gott gesetzte Autoritär, untere Xrcuc aud) gegen liurel’lajc" Itär Keine Treue kann fester sein, als jene, dic in der Gottes- iurcht und Religion begninbet tit Eurer Maiettät chruthdKr unb gerechter Smn macht cs uns leicht, nut ber Gcsutnung solcher Treue auch bte Gesinnung wahrer Liebe unb Verehrung gegen bic erhabene Person Eurer Maicstät zu oerbmben. Möge ber allmächtige Gott Eure Maicstät nod) viele Jahre in Glück unb segensreicher Regierung dem deutschen Vatcrlandc erhalten, gez.: Erdkammerer Graf Sricbrid) von Galen, Präsident." TaS Telegramm an den Großherzog Ernst Ludwig von Dessen lautet: „Tie in Eurer ölönrglichen Dohcit getreuer Stabt Mainz gegenroärtig stattsuidendc u8. Generalversammlung der Katho- liten Tcutschlanbo empfindet eS als eine angenehme Pflicht, Eurer Königlichen Doheit in Liebe und Treue zu gedenken und ehrfurchtsvollen Duldigungsgruß zu entbieten. Sic sieht zu dem Allmächtigen, bau er Eure königliche Hoheit und Ettter königlichen Hoheit ganzes Haus zuni Segen deS HcenlandeS schütze, ben'ahre imb erhalte. Eurer Königlichen xiobcit untenc.mgiter Erbkämmerer Gras Friedrich von Galeii, Erster Präsibem der 58. Generalversammlung Teutscher Katholiken in Mainz." Es folgte ber Geschäftsbericht des itänbigen Ausschusses, den Gra^ Tröste zu Vischemng abitottete. Er teilte mit, daß der Aus- schuh eine Geschichte des KuliurkampieS vorbereite, deren erster Band in Freiburg i. Br. erscheinen werde. — Dann schritt bte Veriammltmg zur Beratung der Anträge. Zn dem ersten Anträge, die Pa pst frage ehmng für seine Person und der treuen Liebe zur Mir.i. zu geben " Ter Antrag wurde emiumnug angeiujinmen. Ern zweiter Antrag betra' bic B o n i s a c i u »- V e r c i » e Tiefe bilden bekanntlich cm latholifchev Öegcn’turf zum evan gehidien Gustav-Adolf-Verein. Ter Redner, <^i nf stallbn i Siollberg, ’ührte dazu u a. aus: Tie Sucht m gebifb»", n Kreisen, nidn vom Katholizismus zu reden, ist fehl verbi eiter, und Hand m Hand damit geht bic Verachtung alles Katholischen Wir stehen einer solchen 'luTfah'ung nut Entrüstung jmb Speit gegenüber. Aber die jungen Leute wissen sich diesem Sfeptiomu» gegenüber nicht zu wehren, sie stellen ihr Lidu unter den Sdici'ei und bald ist cs mit ihren Glauben aus. Eine zweite Klippe bilden die gemischten Ehen. Dir wissen, daß dic Kreise, welche Bildung, Besitz und Wisfen- schasr repräsentieren wollen, dem Katholizismus nicht gerabe treuub hck) gegenüber stehen. Turch Anschluß an diese Kreise verhemi die jungen Leute ebenfalls leicht ihren Glauben. Tie gemischte Ehe ist ost das Ende des Glaubens und ber traurig Adiall vom GlOttben. Tas ist zu beklagen, aber aud, zu be giciien. Tas jimge Mäbchen läßt heb blenben durch ben Glau; ber Uniform bcs Lffiziers unb des Beamten, ber junge Mann ’uebt fidi besser zu stellen oitrdi eine Heirat in jene Mrcue So lommt bic Zerrissenheit ber Auhanung juftanbe unb der trüb'te Eriolg ist der Verlust ber Amber für unsere Kirche. Kur durch biirchgreifcnbc Bekampsung kann dem Hebel gesteuert werden Tic größte Gcsahr m der bezeidwelcn Richtung besteht in bei Tiaspora, daher ist es unsere Pflicht, dem BonnacmSverein bei* jutreten. In der Aussprache rohrte unter großer Ausmerksamkcit bet Versammlung ber Bischof von Leitmeritz auS: Tcr Boni- faciusvercin hat nicht nur bic Aufgabe, Oie in btr Diaspora lebenden Katholiken $u schützen, sondern alle Katholiken, besonder» die unserer armen Arbeiter, bic in Gcsahr smd, ehre Religion zu verlieren. Eine um"id)tbarc Leitwig leitet den Kamm gegen uns. Bei jedem antivnpstlichen Rummel ^eht es zu, wie auf dnn c erfelde. wenn d . General t Schuß verloren. Immer reagieren die icismographisdwu .’Lpparate ber gegnerischen Presse wie bei einem Erdbeben. Tie unsichtbare Leitung durch Preßaugrisse macht das arme Volk verwirrt. Tie Kirche verhindere, so lagt man, die Entwickelung von Handel und Industrie. Ihr legt man es zur Last, daß in Spanien unb Italien keine Kohle gewachsen ist unb baß im Norden Datteln und ■-Mi > len Iahet muß das Volk aufgcfläri roerben, baß alles Lüge und Berlcumdung ist, was über Kirche unb Glauben verbreit : wird und da» am ewauben nichts fehlet Haftes ist. Tic katholische politische Presse, die in Deutschland verbreitet ift, kann hier nichts nm, ba muß hie i giöse Presse c in g reifen. Ich empfehle daher den Ausbau De» Bonifaeiusblattes. Zum Schluß beschäftigte i'idi bic Veriammlung noch mit einem Antrag: aus Förderung des St. Ravhaelvereins, der sich di.' öüriorge iür die katholischen Auswanderer »um Ziele gesetzt hoi 'JUid, dieser Eintrag, ber eine Forderung dieses Vereins Dcrlajigi, wirb angenommen unb hieran' die erste Versammlung geschlossen Tie erste ö f s c n t l i ch e V e r s a m m l un g bcs Katholikentages nahm heute nachmittag 5 Uhr in der Mainzer Stobthallc ihren Ansang Trotz ber drückenden Hitze war ber Saal von über 8000 Personen ungefüllt. Graf Galen eröffnete an den bl. Stub.. als den gottgewollten Mittelpuntt r.-i gen n katboliicheu Klicke Tie Generalversammlung verspricht, t - 'ir da» Lv'er fee Gebells iür ilm ciirig darbriugen ro.-ib*. bamu ber ewige Gott die Tage b r Brüning abkürzen mott-: T ‘ Generalversammlung verlang! nach wie vor mr den Papn. ba? Lberhaupt der '.atholnchen Kirche euic volle und rotrfharo i Itall.u g eri >' hm nut h.rouderer und '.1im.rnfl!'d".ir Me ofiiziellc Begrüßunasfeier. Die Büsten des Kaisers, bes Grotzherzogs von Helfen und de» Papstes idpmtckten die Tribünen, über der das Bildnis des Bischofs von Ketteler, umrankt von ^ektrifdien Lichtbünddn, angebracht per. Auf ber Tribüne erschien kurz vor Beginn der Bvchof Kir stein von Main; in Begleitung der übrigen Kirchenrürsten. ?iud, die ZentrumHobgeordnell n des Reichstags und der Einzel- Lanbtage nahmen auf ber Tribüne Platz. Tie VerlammUmg begrüßte alle bekannteren Persönlichkeiten nut stürmischem Jubel. Rach einem Fesnnarich ergrin der Voriitzende * Iustizrat Tr. Schmitt >Mainz das War: t m der er auriuhrte: Wir leben in einer schweren Zeit. Ain oem ganzen Erbenrunde, auch in unserem Vatcrlandc, ist ein geistiger Kampf entbrannt, der zur Schcrduna der Geister rühren muß, der Kampf um die christliche Weltanschauung. In die»em Kamme muß alle» zusammengchen, was auf positivem christlichen Boden steht Dir Hesd-ärtigcn uns heute nut mit unseren eigenen Angelegenheiten, Politik und jegliche konfessionelle Polemik ist a u s g e s ck l o f s e n Dir achten bic Ueberzcugung jebee anders Tenkendcn, wir wünschen nur, mb man aud) unsere llebtrjfuginig gerade so achtet und anerkennt. Man har auch von einer Spaltung der Katholiken ge'prochen. Man vergißt, daß e» bei uns gar keine Spaltung in Glaubenssachen geben kann. Man ist Katholik mit allen seinen Konseauen-cn ober man ist es nicht Wer nur einen einzigen Stein aus dem wunderbaren Bau >cr Kirche entfernt, der ift kein Katholik mehr. Zwar gibt es Meinungsverschiedenheiten in Sachen der Opportunität, aber alle diese „Richtungen sind nur verschiedene. Wege zum selben Ziele. Ter Redner schloß mit einem Hoch auf den Papst, ben Kaller und den Großherzog. Anhaltender Bcisall.) Oberbürgermeister Göttelmann iMainz) uhrt aus: Tic ftäbtiichc Verwaltung hat von dem Augenblick an, ivo bekannt wurde, baß an uns ba . amtliche Geiuck» des Katholikero- .cißcn. In später Stachtstunde hatte die Versammlung ihr Ende erreicht. Unter dem Vorsitz des Landtagsabgeordneien Iuitizrat Tr. Schmitt Main- trat heute vormittag in der Stabthollc die erste geschlossene Hauptversammlung zusammen, nachdem zuvor im Tome ein Pontifikalamt zu Ehren der Jungfrau Maria als der Patronrn der Katholikentage itatfr gefunden hatte. Tcr Vorsitzcnbe brachte »imadnt das -schreiben dcS Papstes zin Verlesung, in roeldr:m Pius X. seine Segens- nninidjc zu der Tagung übermitteli In dem Schreiben des Papste' wird auSg-.'-uhrt, daß dlcser an den Arbeiten dcs Katho-1 Huldigung dar. Teutichlanps au*, durck» regelmäßige u... .................... -- - der Sammlungen zum Peter-»"eniiig ur diesen Zu'cck . । steuern und audi bahirrt» dem hl Vater den Beweis uui qci . Freiheit und Unabbänfligfn! in Ahcj -.tng des oberi:-u Hirten amtc-?, welche- eine unerläßliche Vorbedingung für bir Frril>" der fatbolifchcii Kirche ist. Ta 1 Plocketrafr! Schlags sscherZ HumoreZkc. . t M *** Sdiatten Me„ in 3 mendes Drania. nJicWntti ^ctcr — e DM einer wahtt» 569 na aus dem Leben. er Dramen vor denen. b2'- V’ 49 60 42 . 43-00 86—00 43 48-51 62—66 49 48-51 62—65 49 46-48 60-61 47 Nun", sagte ich, „können und wollen Sie Ich wüßte keinen. Verantwortlich für „Aus Stadt und Land" i. V.: K. Neurath. Meteorologische Beobachtungen der Station Gletz«. August ’S •§• 1911 + 27,0 • C. Fleischpreise in Ließen 46 53 Sonnenschein Sonnenschein Ochsen Kälber Schweine 37 30 102 08 84 77 if 85 61 aus- 55 60 46 Bollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht....... Bollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht........ Vollfleischige Schweine über 2*/a Zentner Lebendgewicht........ Fleischige Schweine unter 60 kg Lebend- Höchste Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M. Scha «!?.;} ^6ÄÄ£" ^cnbateÄ^ Ten das !?, 2^$) t - Qtrtbet *7l Uhr. e 89' '*fe eunb^l^L Snl.0^^ Idn'5;. hrin pro loo ^HUöo^j, '^;k‘ n ;t<.- 55 60 46 10! M S< 71 -60-63 100.104 61 >68-58 8M? -p 48~ü3 80 -88 • 44-48 74-80 • 43-00 86—00 48 g er • *8—51 62-66 49 ■ -er ” • 48 —51 62—65 49 g er >. 46-48 60-61 47 « . 47 - 48 61-62 47 |] j ®2 —‘g , 3 a*. OD 2 v 5* U _Q e o E *• - l. Z-S L L £ u = -o .5®3 s E 3 £ M 7 03 e LZ S = : D S- s SZZ 8^115*12 eÖ Q -°se =49 = c —, JD /-» V *#•2 8? 3S av E5> 2Q 7k ■=6 »i 8» .5 $ E E5 SJ a£ mQ ve . r-"p §3 LL-ok_ J16t: 5* e s- e j- is-gj, a eg.e 2 c 3 — « -- jr :g<« 4- <9 L 2 =•■ S SM *S»5 i i 3*1 Z ° E§B.£ 2^ £S 55 f E M rs er «5 L ■:i ti , 2C 23.1 e*S c * = .E lj cs ö = s o 15) A FÄ F C c o Z L- = X- LLLZ >5 $ SffS-E S-Et w®-E &.£;s o c: a .. 's E S Sö £• tt <= u-^12^ ! E «■sS *” S-JE = =e c °o. * -£li5 E»S S = = ^-S LZc?-L gccfe= ss5ist t-!5.1 = =£ 5®e< eo «2 £Q £ 5 wi * = °Z°-Z e c ifi 11 k =«E E | w ® =2 t-e:=^‘ c1» 5 5 o = 2^ Sc.|®s>Ä® L-.-sZ-c^ = 2S5€ = 5= .» t -L ® se|» = i!.IH 6'Sfl 1 .ECS rjlbi iü:^i 5 — A CS f—■ C p a A A^- E " „ t* H K C -t# Z- i= So— = O~A— - = . --2 °.°ZWHZZ2LH-^ 5 E*c c=_ = E c<-* L-L— C •= 2**8 =S§.t&£ wielsP* = "^c2Ä i* ■KisiyW^iStwiiB R^2S2^9*5i^ScT82S3 C S = - v 2 c 5 c E E V gegf e =M*8'e|j t*$6 ig =5s: ”»s£g»;s,8E2 l»™rp: E = r= -L G« — « =ä£=E* ä2 2-SkC ■Szfi -r $ = s= Lr cSi KZvZLZÄ Os s5®« §=3. E= e c = c -8 £e 49 = s 1?=-k =5 2- iütik^eS -*^CZ2^ = §€-$5 Vi TL -L 5L rr c o r- •S^fs-e jp ■le st £ ö f d ,Q?« d IÄ Z 2 a D -s. E G2 D E -SS s 8». <$ — 8K ;5:"^ s L b G1Y.S ” I Z^D ■e^ ö 'j) <5Ss c s> D S-- svr1' Ati V £ 4 ä-3. 5 ca ’ga E L3 8Z £ i g =i* E e S a<^ 8 E a£ üQ a£ -5(9 2 d E 3?5 S c =T-e 50 L t: E v 'S V-Su. =H 6® E tc L a 2 L ei 5S S> L s 5 fe-e%£ -s L^Lr o "G V» V i^^A 5° A5? »*E e «s s E 86 5.*E 3 5 25 sg I 85 M *• se E 5 L I9*o ' EV -s» ET £2 e " a " a» V ZK « eij 18$ CO K E c -H-° LS zl ?z? r-S.5 SÄ .2 V •° E 2 « -E W hR)”^ Ä® : ä * v s v-s V H ^”<3 srH v-ty Sse» UM £ ä c <^.E£ v-0 ■eS^' ”<^aE d s E •- fc E 5Z Z: eE- E k.E^ O ■ff f E Z — »0 = .e" 3-=Ä S O> V-S - §£7-51 Z--SZ L L2Z LwZ g o <=• X5 -t:A ^. , A A -G.L -8=: -es *“ ■; a -■•* .5 FL 5 drSg^g •:3 5 5’i 5 C^S -Z-^Z-7 s £ = 3? 2"C T-sZ :n A s Ä-s^c ■ä c.b-s - -. 2^A^ *= ST «9£ ei 5 •e '- C 5^3 3 t: 5 A «Q-5 .! o #. *= -Ze r - “ "'—*5 2 CS-S >§ 5-:Sw «fps ®|P1 e*0^ - = Z =<9 3 O v .5 EEEB.5 S EZ z s - MZr^ s^Z-L gisst L ZM £» s = Zß - A-G *3 2?: c U. r F o -e H 5S — O --, -s: 58$ -.4L SH wCi :2a 5 V c V t, L-2L.ILZEZ-®^ ■ ._ = t e =-^ o_C G_^_ g9'^-"c«5<9^ ,5 “«Qo » e ,§iell ' ®'5 *- || M--ZZ -L 0 2 ^5 3‘.5sx •«• V . 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