Erstes Blatt M- Iahrgang Gietzener Anzeiger Olütr - M- Jahrgang Donnerstag, 8. Mi 1M erscheint täglich, oubct ifieSB» 3SC flb BtjnflhteU! r°fTmal' "roö^nthd) Ak ^A AA ^A AA « A A A jA A ^A AA ^EM^2Ädu!ch *sa» 1 ■< ¥ Air AM Ay fl itzAinAr —sWIviivIlvl ZllKvlUCL s» ssaar ▼vlt IVt»!»ssi» für die Redaktion 112, VV^ if Verantwortlich für den MW? General-Anzeiger für Oberheffen 5S,SS für die Tagesnnnnner Rokakionsdruck und Verlag der Brnhl'schen Univ.-Vucks- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zcbulstrahe 7. v^..^r>e^ür den bis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 50 GeschäftSslelle Bahnhofstraße (6a. Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten. Erdbeben in Merito. Ter neue Präsident Madern vollzieht seinen pompösen Einzug unter verhängnisvollen Umständen. Ein gewaltiges Erdbeben störte die Festfreude und wird bei der Bevölkerung als ein sehr schlechtes Vorzeichen angesehen werden! Wir erhalten folgende Meldungen, die den schrecken des furchtbaren Naturereignisses ermessen lassen: Mexiko City, 7. Juni. Heute um 4 Uhr morgens erfolgte ein Erdbeben. Mehrere Gebäude wurden zer stört, darunter die Artilleriekaserne; siebzig Soldaten wurden unter den Trümmern begraben. Tie Zahl der Verwundeten und Toten wirk auf 50 bis 70 ge schätzt. Neuyork, 7. Juni. Wie dem „Sun" aus Mexiko gemeldet wird, dauerte das Erdbeben sechs Minuten und war d a s s ch w c r st e d c r l c tz t e n z e h n I a h r e. Ter schaden ist größer als anfänglich angenommen wurde und die Zahl der Toten ist größer. Mehrere Personen wurden durch hcrabfallende Gegenstände getötet oder verwundet. Im Bele-Gefängnis, das beschädigt wurde, erlitt eine Anzahl Gefangener Verletzungen. Bei dem Erdbeben erloschen die dichter. Tie Bevölkerung lief angsterfüllt auf die Straßen, wobei viele Personen in der Tunkelheit über die entstandenen Erdrisse stolperten und zu schaden kamen. In den Zei- lungsgebäudcn versagten die Truckprcsscu infolge der Erschütterung. Tie Panik, die dem Erdbeben folgte, inay umso größer, als Tausende von Fremden gerade in der Stadt weilten, um dem Einzug Maderos beizuwohnen. In der Artilleriekaserne ereignete sich kurz vordem Erdbeben eine Gasexplosion. Auch die Mr cif 1- station der Straßenbahn stürzte ein, wobei mehrere Pcr- foncii gelötet wurden. Es ist unbekannt, wieviel Tote unter den Trümmern der eingefallenen Häuser liegen. • 11 c b" c r 'b i f F l u ch k de S E x p r ä i i de Uten P o r - jirio Tiaz berichtet der Sonder-Aorrespondeul des „Taily Telegraph" wie folgt: General Porfirio Tiaz, der entthronte Herrscher Meri- lo^, verließ mit gebrochenem Herzen und in geschwächter Gesundheit Havana, mit sich nach Europa einzuschiffen. Aus Montag in Ncunork eingetroffenen Telegrammen geht her- vor, daß die Abschiedsszene eine pathetische war. Ter Sohn des entthronten Präsidenten, Oberst Tiaz, gab den Berichterstattern ben ersten authentischen Bericht über die Flucht des Präsidenten von Mexiko Eitp bis nach Vera Eruz. Erst nach zweitägigem Aufruhr in der Hauptstadt, uuE nachdem ihn seine Angehörigen inständigst augefleht hatten, sich dem Willen der Revolutionäre zu jügen, gab der greise Tiltator feine Einwilligung ,,ur Flucht. Tie eiligen Reisevorbereitungeu im Hause des Prä iiöcntcn, während der Mob in den Straßen wütete, wurden durch den Umstand wesentlich erschwert, daß die Gattin des Obersten Tiaz erst vor zehn Tagen einem Kinde das ^'eben gegeben hatte. Trotzdem verließ die Wöchnerin bas x;ett und nahm an den Reisevorbereitnngen teil Am frühen Morgen, während die Straßen noch von nächtlichem Tuntel erfüllt waren, rasten die Automobile, die die Familie Tiaz beherbergten, zum Bahnhof. Um vier ll.hr morgens verließ der Zug die Halle Zwei Lokomotiven fuhren an der Spitze des Zuges. Tiefen schloffen sich zwei Expreßwagen an, die von einer Abteilung Infanterie mit zwei Maschinengewehren besetzt waren. Tann tam der sondcrzug des Präsidenten Tiaz, dem sich eine mit einem Regiment Pioniere gefüllte Anzahl Wagen anschloß. Ilm 10 Uhr vormittags wurde der Zug von R c b c l l e u auf g eh alt cii. Ohne die Zeit durch Parlamentieren zu ver licrcn, wurden die Maschinengewehre sofort in B e r e i t s ch a f t g e st c l l t und schon lichteten sich die dichten Reihen der Rebellen. Tie Infanteristen verließen den Zug und nahmen längs der Strecke Aufstellung, wobei auch ihr Gewehrfeuer feine mörderische Wirkung begann. Unterdessen lonntc der Zug seine unterbrochene Fahrt fortsetzen. Präsident Tiaz befahl den Frauen und Kindern, sich flach auf den Boden zu legen. Tic minder schrien anfangs heftig, beruhigten sich aber bald. Ann verließ Präsident Tiaz mit seinem Sol.n ben langsam fahren den Zng, um ben Fortgang dps Gefechts mitanzufehen. Tie meisten ber Rebellen waren beritten. Tie Mafchincnge wehre brachten sie bald in eine solche Verwirrung, daß sie nach 3 Minuten in panikartiger Flucht ben Schauplatz verließen, indem sie 29 Tote zu rück ließ en Gleichzeitig mit der Nachricht über die Einschiffung des greisen Generals liefen in Neuhort Berichte rin über den Triumphzug Generals Madcro nach der mexilanischen Hauptstadt. Au jeder Station wurden ihm Blumensträuße überreicht und das Volk begrüßte ihn allenthalben als den Befreier Mexikos! Dns ttaiserpaar in Neustrelitz. N e u st r e l i tz, 7. Juni. Ter Staijcr und die Kaiserin sind mittete Sonderzug um 11 Uhr 50 Minuten hier ein getroffen Am Bahnhof war großer Empfang. Ter Großherzog und die Großherzogin, der Erbgroßherzog, her Hof und die Spitzen der Behörden waven auf dem Bahnhof versammelt. Ter Kaiser und der Großherzog nahmen im Schimmelvierer mit Spitzreitern, die Kaiserin, die Großherzogin und der Erbgroßherzog im zweiten Wagen Platz. Unter Hochrufen setzte sich der Zug durch die Straßen der Stadt in Bewegung. Unter dem Baldachin wurde die Kaiserin von neun Ehrenjungfrauen mit Blumen und Versen begrüßt. Ter Kaiser wurde von bem Bürgermeister von Neustrelitz, Geheimrat Wolsahrr, unter bem Kaiserzelt ruppfangen.. Ter Bürgermeister ,einru.erte. in feiner Ansprache an die früheren Besuche bes Kaisers in Neustrelitz und iagte u. a.: Sollte ber Kaiser ic genötigt sein, einmal zu ben Waffen zu rufen, so würden die Mecklenburger mutig und voll Gotivertra uen für Kaiser und Reich, Fürst und Vaterland deut Feind eiugegeiitrcten. Ter Kaiser banltc dem Bürgermeister für feine Be orüßungsworte. Er drückte feine Freude aus wieder einmal Gelegenheit zu haben, hierher zu lommen um feine Verwandten, insbesondere die ehrwürdige Großherzogiuwitwe zu besuchen und zwar gerade ein Fahr nach ber Hohenzieritzer Feier zur Erinnerung an den hundertsährigen Tobestag der hvchseligen Königin Luise. Tie Mecklenburger seien ein urdeutsches, kräftiges Volk. Sie verehrten wie das preußische Volt die unvergeßliche Königin Luise wie eine Heilige. Dann wurde die Fahrt nach dem Rcfi benzschjoß fortgesetzt. Trinksprüchc. Um 1 Uhr fand im Rc,ioenz,chloß Galataf cl statt. Ter Großherzog brachte folgenden Trintsvruch aus: „Gestatten Majestät, mir meiner hohen Freude darüber Aus- Drud zu geben, daß Eure Majestät und die Kaiserin meinem Hause die hohe Ehre Ihres Besuches erweisen und die Bande der Freund schast, Die seit der Königin Luise zwischen den verwandten Häusern bestanden, auch aus mich übertragen haben. Tie Mecklenburger werden immer treu zu Großherzog wie zu Kaiser und Reich stehen. Seine Majestät der Kaiser und Ihre Majestät die Kaiserin Hurra! Hurra! Hurra!" Heues aus der ttlemwelt der Spinnen. Tie Spinneu haben sich ja im allgemeinen keines guten Rufes zu erfreuen, sondern werden als recht häßliche und iin sympathische Tiere verabscheut. Aber auch hier i)t der Mensch, n*ic nicht selten, ungerecht, und wenn er sich ic lief.r ui di. Ktcinwelt dieser eifrigen Arbeiter vertiefen wollte, so würde in ihm sicherlich ein Gefühl der Neigung und der Bewunderung für die verachtete Spinne aufsteigen. Einen solch varurteilsloi.n Einblick in dcte Leven und Treiben der 1 luge» Nep weder innen, das jur Gerechtigkeit und Liebe hinlcitcn kann, crö'inen uns Die neuesten Forschungen über die Svinuen, von deren Resultaten Henri Eoupin in der Revue berichtet. Weben anderen ich l im men Tingen hat man ja den Spinnen auch uorgcivorfen, daß das Weibchen das Männchen verspeise, .Tas mag in wohl auch hin und wieder Vorkommen, aber es ist durchaus nicht die Regel, lüic der Toulouier Zoologievrofcffor Leeaillou durch Versuche nut den verschiedensten Spinnenarten nachgewiesen hat. Um das Ebeleben der Spinnen zu verstehen, mutz man sich zunächst über die Bezichllngen klar werden, in die die veiden Geschlechter ^einander Sieten. So lange die Spinnen noch ganz klein sind und int Nest »Der aus dem Rücken ber Mutter tl r Tasein fristen, nehmen sie leine Nahrung. Tritt das Bedürfnis der Ernährung ein, dann erfolgt eine Trennung, und jedes Individuum lebt für 'ich Wie bei allen, besonders den fleischfressenden Tieren, iu.es auch ki bin spinnen nicht erstaunlich, baß iie ihre '.'(rtgeiioncn nicht fininuv schonen, aber bas geschieht nur int Falle der höchsten Not. Für gewöhnlich wird eine Kreuzspinne das Leden einer anderen Ärcuzspiune streng respektieren, und bas Weibchen idiont dab.-. ebenso das Männchen, wie das Männchen das Weibchen. Und io wird es auch in der Zeit der Hochzeit und der Flitterwochen gehalten. Niemals endet unter normalen Verhältnissen das Liebe: leben mit dem Tod des männlichen Teils, sondern sie leben in einer vollkommenen Harmonie, und der Mensch kann von der verleumdeten spinne das Ideal ber jjlücHidjcn Elie lernen. Tu rührende Mutterliebe, mit bei" die Spinne den Kokon, das ' nn gesponnene Behältnis der Eier, verteidigt, zeugt von ihrem aus geprägten Familiensinn. Nimmt man ihr ihren Kokon weg, io taumelt sie unruhig umher und geht^ in ihrer -trauer io^ wen, irgend eilten anderen Gegenstand, ein Stückchen Pavier, ein :e »ich eimchiießen, um Eier zu legen unD ihre Kolons auszuarbeiien. Fünf oder »eck'-s Weibchen teilen sich in die Muttermlichten. Wenn di. jungen Spinnen kräftig genug sind, verlassen ne das mutter liebe Nest, um jede für sich zu leben. Viel entwickelter in die Geselligkeit einer anderen spinncnart in Venezuela. Von diesen sog. Gesellschastsspiunen leben Tarnende zusammen und arbeiten gemeinsam, um ein leichtes durch'tä tiges Gewebe von -ehr großer Ausdelnuing hcrzustcllcn, das bisweilen einen ganzen Äatseebaum vorn Wiv'el bis zur Wur-el umhüllt. In die-em iveilen Netz, in dem nd> sehr unregelmäßige Abteilungen, gleich'am bestimmte Wohnstuben iür das einzelne Fnsckt, beiinßcit, Laziereu nun bie Spinnen bel^glid) atü und ab, verkehren ireundscha'tlüch mtieittanber und beteiligen iid) nickt 'eiten ;n mehreren, um eine besonders umtangreiche Beute zu vcrivciseit. Bet der sog. Re- xublilaneripmite neidet sid- dann ein rtchtigec Genos'-emd »nsstaat ausgebildet, m dem jeder der Neybewohner ’ür die Ge'amri.eit arbeitet. Mehrere Hundert leben hier in einem riesigen Gespinst zusammen, denen dichterer mittlerer Teil für Die Männchen be- stimmt ist, während tue Weibchen sid) an dem äußeren Ilmtreis ihre besonderen lrciS'örmigen Reiter errichten. Zerstört ein Vogel aut »einem Fluge ein Stück dieses gewaltigen Geivinsts, das sid) bisweilen über die ganze Lichtung eines Waldes bin aiisdehnt, Dann machen iid) sofort mehrere spinnen Daran, den schaden wieder auSznbesscrn. Tas Eierlegen wird von allen Acibck.it derselben Kolonie zu'ammcn vorgenornmen. Sie begeben sich dann in einem laugen Brautzug in das Mittelnetz zu Den Männchen unD verseriigeu hier ihre Kokons. Tiefe Kokons haben ganz ?■: Form von trockene»^Blättern, so daß Vögel Daöiird) gciauidit werden und sie achtlds. fallen laßen, während sie sie verspeisen Ter Kaiser erwiderte: „Mein lieber Vetter! Gestatte, daß iä» Tir meinen und issprcche li-. die gütigen Worte, die wir soeben vernommen haben. Es ist meiner Frau und mir eine große Freude gewesen, hierher zu kommen. Ter Empfang seitens der Mecklenburger bat uns auf das tiefste gerührt. Rament Iid).bäte ich mich gchreut, so viele alte Kriegskameraden liier $n sehen, auch die jüngeren Generationen waren stattlich vertreten Ich empiinde es danlbar, daß mir ein Jahr nach der bünbertjäbrigcii Gedächtnisfeier für die .n öni g i n.L u t i c ivieder Gelegenheit gegeben ist, dies Haus zu besuchen, welches die Hobe Entschlafene ui ihrer Jugendzeit beherbergt hat. TieieS Land Hat uns einen Edelstein geschenkt Tic Königin ist das Vorbild Der deutschen Frau, sie Hat dieses Vorbild in einer Rein beü uns allen vorgelebt, daß iie inneres Volles guter Genius geworden ist. Möge ihr Bildnis unserem deutschen Volke und Vaterland allezen vorschwebell als eine ewige Brücke zwischen unseren beiden Häusern Tir jur Großherzogin Witwe gewandt, meiner hohen Frau Großtante gegenüber, möchte id» nicht ver fehlen, der schönen Eindrücke zu gedenken, Die id» und die Kaiserin in London erfahren hoben, und die Freundlichkeit zu erwähnen, -die Tein Großneffe und Deine Großnidne uns angetan haben. Mit großer Warme bat der König in seiner Rede die srciindsdmft- lidjcn und naben verwandtschaftlichen Beziehungen unserer Häuser besonders hervorgehoben. Fd» erhebe mein Glas auf dos Wohl des Großberzogs, der Großherzogin und des großberzoglid)en Hauses. Hurra! Hurra! Hurra!" Ter Maifer verlieh eine Reihe Ordensanszeichnungen. Tic Abfahrt des Kaiserpaares nach Berlin erfolgte gegen 6 Uhr. Der Sultan auf Helfen. Saloniki, 7. Ium Ter Sultan ist heute uach- niittag au Bord des Pauzerfchifkes „Haireddiu Barbarossa", dem das ganze Geschwader folgte, hier cWgetroffcn. Eine viettcuiseudlöpfige Menge begriißte begeistert die cmsaliren- ben Schisse. Ter Sultan bleibt heute an Bord des Kriegs schisses und begibt sich erst morgen früh nach Konak. Neue Ausschreitungen der Winzer in Zrantteich. - Paris, 7. Juni. Tic Entscheidung des Staat-.rates über die „Ehatn- pagnes" bat, wie zu erwarten stand, die erregten Gemüter in der Anbe keineswegs beschwichtigt, wo es bereits am Pfingstiuoutag zu sehr uuliebsameu Austritten und Zu- jaminciistößeii kam. Tic Sturmglocke lu.irbe gegen Abend in mehreren -Ortschaften um Bar-snr Aube geläutet und etwa dreihundert Winzer aus Fontaine und Barville zogen unter den Klängen der „Internationale des Bignerons" nach Bar, wo sic in der Nähe des Stadthauses aus ein starkes Aufgebot vou berittenen Gendarmen und Tragottern stießen, die angesichts ber biohenbcu Haltung vom Leder zogen und die Umzügler langsam zurückdrängten, wobei zahlreiche Per- haftuuge.i vorgenornmen wurden Fm Laufe des Abends waren alle Straßen von Bar-fur-Aubc militärisch besetzt, so daß es zu keinen weiteren Kunogebungen kam. Das Zentral-Komitee hielt eine längere Sitzung und genehmigte ba eine Tagesordnung, in der oie Entfchcibuug des Staats« rates als ungesetzlich bezeiciinel mi;b, Da bas Gesetz von 1905 bem Staarsrate Nicht bas Recht einräumte, neue Be- zeichuungeu zu erfinden. Im Augenblicke des Inkrafttretens dieses Gesetzes gab es, so wurde geltend gemacht, nur eine einzige Eampagne und ba hatte ber Staatsrcrt bie Befugnis, der Aube bie Zugehörigleit zu ber Ehampagne auzuerkcuneu ober zu verweigern, aber keineswegs bie, eine völlig neue Bezeichuuug zu erfinden. Tas Komitee ver- wahrt iid) auf bas Entschiedenste dagegeu, irgendwelche KundgOuug zu veranlass.'! und macht die Regierung für die eventuellen aufrührerischen Bewegungen ocr Winzer veranlivorrlick Tes weiteren erklärt bas Komitee, cs könne in Zukunft kein Vertrauen zu ben Versicherungen der Regierung mehr haben, da diese, statt dem Staatsrale volle wurden, wenn iie wüßten, was in enthalten? Außerordentlich mannigfach iinD nad» Den Untersuchungen Lseoillons die Arten Der Arbeit, Die die Spinnen verrichten. Tic höchst leiten Fäden, bie sie Herstellen, dienen ihnen zur Anfertigung von Netzen, in Denen »ic ihre Beute fangen,zur Anbringung von sinnreichen Verstecken on mit mehreren Lcisnungen, in Denen sie iid) vor ihren FeinDcn verbergen. Eine weitere Webtätigteit, gilt Den beionDcien Nestern, in Denen • ic ihre Hochzeit feiern, andere Formen haben iie wieder für Die Wocheniiuben, in _btc sie sid) zum Eierlegen -urückzicben. Fhr Faben bient Der Spinne, die sehr schlecht lieht, aber auch zur Fortbewegung uno besonders jur Orientierung. Setzt man eine ihren Moton iragenDc Spinne nur einen runden glatten Tisch, so befestigt Dos Tier ^eilten SeiDcnfaben an bem Moton unD entfernt sick) dann. Den Faden aus Dem Tisch gelangt, befestigt hier das andere Eiide ocs Fad.'ns unD zieht einen neuen Foden zu Dem Kolon zurück, so d.iß ihr, wie der Ariadne Der antilen Sage im Labyrinth, Der Fodc:i stets als Wegweiser dieni. So kann sie "d". mehr als 50 Zentimeter weit entfernen; zerschneidet jnan Den Faden, dann ist cs dem Tier unmöglich. Den Weg zurückzufinbcn. * — Tic Ticrircli Des 2 üb v als. In der Pariser AtaDcmie der Wissenschaften bchamdte Bo uv i er auf Grund der wissenschaftlichen Ergebnisse der Forfchungsterie von Eharcot die Tatsache, baß Die Tierwelt am Südpol -w.i'ellos zahlreicher unD mannigfaltiger ist als am Nordpol Allein in o.r sehr rnerk- würdigen Gruvpc ber Was' .gliebertierc, Der_ Rüsselasseln, die gewissermaßen Dem Leben im Basser angevaßu Spinnen oarfteHen, wurde eine gon-c Anzahl neuer Arten inbeckt. Darunter eine be» icnbers bemerlenswene, weil sie zehn Füße anstatt Der odn aus- keist. Bei einem einzigen Fug mit Dem Schleppnetz war die Halste ber heraufgebrachten Tiere bisher unbekannt. Ti?fc Tal- sacke erklärt iid) dadurch, daß am Südpol rin großes Festland oder nnndeslens eine gewaltige Jwelwelt gelagert ist, währenD sich am Nordpol tiefes Meer befindet. Es gibt also am Südpol viele Küstengebiete, unD diese iinD cs. Die im Meere Die meisten Tiere beherbergen, weil nur hier zwischen 0 und 15—20 Meter Tiefe Gewächse und Algen vorkommen, cie den von pflanzlich n Nah- rungsiioffen sich nährende i Fische t ?o-:- Fortlommcii >.möglichen, Reiches Tierleben gibt es tm Meere nur on den yriijten» Handlungsfreiheit zu lassen, ihm ihren Willen aufgezwun- gen hat. Dieses Wiedererwachen der revolutionären Kundgebun- tzen veranlaßt einzelne radikale Regierungs- v r g a n e zu sehr deutlichen Bemerkungen über den Ursprung und den Zweck der ganzen Agitation, hinter der sie die g c 1 ch i ck t e Hand der Reaktion vermuten zu dürfen ja zu müssen glauben. Die „Lantecne", die im Gegensätze zu verschiedenen anderen Organen derselben Partei die vom Staatsrate vorgeschlagene Lösung höchst annehmbar findet, ist bezüglich des reaktionären Ursprungs der Winzerbewegung sehr deutlich uud erklärt: „Wenn zufälligerweise die wirtschaftlichen Zwischenfälle, die sich in der Champagne zugetragen, zum Nachteile der Interessen der republilanifchen Partei jener Gegend ausgebcutct werden könnten, so wäre das der reaktionären Presse sehr angenehm: und sie gibt sich denn auch gegenwärtig alle erdenkliche Mühe, sie tut das ohne Vorbehalte und die lokale Reaktion, die sie inspiriert, zeigt nicht mehr die scheinbare Zurückhaltung, hinter der sie ihre wahren Gefühle versteckte. Heute stellt sich die Frage klipp und klar: Entweder wirb die Aube endlich begreifen, das; sie sich nicht länger in einen ihren eigenen Interessen zwviderlaufcnden Antagonismus verbeißen darf oder der Beweis wird durch die andauernde Haltung der Wühler in jenem Lande erbracht sein, daß wir uns im Beginn der Angelegenheiten der Champagne nicht getäuscht, als unser ursprünglicher Verdacht den politischen Charakter gewisser revolutionärer Machenschaften der Rcaltioir enthüllte, die die Aube einzig und allein zum Nutzen uud Frommen ihrer geheimen Abfichten in Aufregung versetzte. Par i s, 7. Juni. Der Präsident unterzeichnete ein dem Beschluß des Staatsrats gemäß abgcfaßtes Dekret über die Abgrenzung der Champagne. Tic Regierung beabsichtigt eine Gesetzesvorlage einzubringen, durch welche den Besitzern von Weinbergen oder Weinbausynditaten, welche sich durch die neuen Abgrenzungen in ihren erworbenen Besitzrechten geschädigt fühlen, E n t s ch ä d i g u n g s t l a g e n vor den Gerichtshöfen gestattet sein sollen. Paris, 7. Juni. Nach kurzer lebhafter Debatte lehnte die Kammer die sofortige Besprechung der Interpellation über die Mgrenzung der Champagne ab und verschob sie hinter die Beratung der Arbeiteraltdrsversicherung. B a r - s u r - A u b e , 7. Juni. In dem Weinbaugebiet haben mehrere Gemeinden von neuem auf den Rathäusern die rote Fahne aufgepflanzt. Verschiedene Inschriften erscheinen wieder auf den öffentlichen Gebäuden. In allen Dörfern herrscht lebhafte Erregung. KoUtische Sagesschau. Das kaiserliche Handschreiben an Bischof Keppler. Bischof Keppler von Rottenburg dementiert selbst die auch von uns kurz erwähnte Nachpicht, daß der Kaiser ihn um sein Buch „Mehr Freude" gebeten und ein Dankschreiben gesandt habe. Die „Information", die die Nachricht als sicher verbürgt verbreitet hat, wird nun angeben müssen, wer sie so falsch informiert hat. Ob nun gar nichts Wahres dran ist? Auch die „Lothringer Volks- stimme", Bischof Benzlers Blatt, schrieb: „Der Kaiser hat vom Hochwürdigsten Verfasser, Bischof Keppler von Rottenburg, selbst ein Exemplar von „Mehr Freude" sich kommen lassen. In.einem besonderen Handschreiben hat dann der Kaiser Bischof Keppler gedankt und ihm mitgeteilt, daß er das Büchlein seinem Hofprediger übergeben habe mit dem Befehl, über dasselbe zu predigen." * Bergarbeiterlöhne. Die amtliche Nachweisung der in den preußischen Hauptbergbaubezirk en im 1. Vierteljahr 1911 verdienten Bergarbeiterlöhne ist soeben int „Reichsanzeiger" erschienen. Folgende Aufstellung zeigt, wie sich der Sckücht- lohn der Gesamtbelegschaft und der Schichtlohn der unterirdisch beschäftigten eigentlichen Bergarbeiter (Hauerlohn) in den drei größten Kohlenrevieren Preußens, im Obcr- bergamtsbezirk Dortmund, im Oberschlcsischen Revier und im Saarbezirk, in letzter Zeit entwickelt hat. Der reine Schichtlohn — nach Abzug aller Arbeitskosten und der Beiträge für die soziale Versicherung — betrug Gesamt- L.Oberbergomtsbezirk Dortmund belegschast ,pQUC1' «Dir. Mk. Jahresmittel 1909 4,49 5,33 1. Vierteljahr 1910 4,48 5,29 2. „ 1910 4,51 5,33 3. „ 1910 4,57 5,40 4. „ 1910 4,61 5,45 1. , 1911 4,64 5,49 b. Oberschlesien Jahresmittel 1909 1910 1910 1910 1910 1911 1910 1910 1910 1910 1911 3,48 3,45 3,42 3,45 3,45 3,45 3,96 3,94 3,95 3,97 4,01 c. Saar bezirk Jahresmittel 19u9 3,97 3,90 3,90 'S,95 3,91 3,91 4,51 4,46 4,47 4,49 4,57 1. Vierteljahr 2. 3. 4. 1. 1. Vierteljahr 2. 3. 4- 1. 4,03 4,60 Im Oberbergamtsbe-irk Dortmund ist demnach vom . 1. Quartal 1910 bis zum 1. Quartal 1911 der Schichtverdienst der Gesamtbelegschaft um 16 Pfg. und der Schichtlohn der Hauer um 20 Pfg. gestiegen. Im Saarbezirk ist in demselben Zeitraum eine Erhöhung des Schichtlohns um 9 bezw. 14 Pfg. eingetreten, während sich im Oberschlesischen Bezirk die Löhne nicht wesentlich verändert haben. Die Zahl der von einem Arbeiter verfahrenen Schichten betrug im 1. Vierteljahr 1911 im Oberbergamtsbezirk Dortmund 78 (im Vorquartal 77), in Qberschlesien 71 (70) und im Saarbezirk 73 (73). 22. Evangelisch-sozialer Kongreß. ** Danzig, 7. Juni. Unter sehr zahlreicher Beteiligung wurde gestern abend die diesjährige Tagung des Evangelisch-soziale,; Kongresses mit einer Begrüßungsfeier im historischen Bau des .Artushofes eröffnet. Im ganzen waren etwa 250 Personen erschienen. Am Vorstands- tiiche sah man außer Exz. Pros. Dr. H a r n a ck den Reichstags- aogeordneten Dr. Naumann, die Professoren Haus Delbrück, Rade, Lie. Dr. Dibelrus, Oberbürgermeister Scholtz, den Vorsitzenden des westpreußischen Provinziallandtags Grafen K e y s e rl i n g t, Negierungsprüfident Für st e r u. a. Die Eröffnungssitzung begann heute vormittag im Festsaal des „Danziger Hofes". Nach einem gemeinsamen Liede und einem Gebet bestieg der Vorsitzende des Evangelisch-sozialen Kongresses, Exz. Professor Dr. Adolf Harnack, das Rednerpult, um die geistigen und sozialen Strömungen d e r G e g e n w a r r zu behandeln. Harnack kam auf die Reichs- v e r f i ch e r u n g s o r d n u n g zu sprechen, über welche viele enttäuscht und unmutig seien, weil sie fänden, daß ein ungerechtfertigtes Mißtrauen gegen das Volk und fiskalischer Kleinsinn vielen wichtigen Bestimmungen ihren Stempel ausgedrückt haben. Er führt weiter aus. ich vermag diese Kritik nicht zu widerlegen und doch der unzufriedenen Stimmung nicht Recht zu geben, lieber zwei Punkte komme ich schlechterdlngs nicht hinweg: die Altersgrenze und die Behandlung des W ö ch n e r i n u c it= schutzes. So schwer die nachträgliche Verbesserung sein wird, die Forderungen werden wiederlehren, und sie werden schließlich erfüllt werden. In England ist eine Forderung bereits erfüllt. Tie einfache und großzügige Linienführung der dortigen Ver- sicherungsgefetzgebung erfüllt uns mit Bewunderung, aber,' mit noch größerer die Art, wie sie aufgenommen worden ist. Wir Deutschen mögen eine tiefere Kultur besitzen, aber die englische Nation ist geschlossener und politisch erfahrener als wie unsere. Eine Hauptaufgabe unseres Kongresses muß es bleiben, den Kastengeist in unserer Nation zu bekämpfen. Der Redner schloß mit einem Hoch auf den Kaiser. Nach verschiedenen Begrüßungsansprachen folgte der 1. Vortrag über das Thema: „W i c lassen sichdie sittlichen Ideale des Evangeliums in unser gegenwärtiges Leben überführen?" Pros. Artur Titiu s-Göttingen führte dazu ans: „Nicht um die Ideale kann es sich handeln, die sich in der Verkündigung des Urchristentums gefunben hab^n, sondern um Ideale, die die unfern sind und uns voranleuchten und die schon der ersten Christenheit den Weg wiesen und in der Reformation zum Verständnis weiter Kreise und zu ausgedehnter Wirkung gelangt sind. Alles kommt darauf an, daß wir zu jenem ursprünglichen Leben erwachen. Eingespannt in eine gewaltige Entwicklung, bereit Verlauf wir nicht unterdrücken können, haben wir unsere Pflicht zu tun. Wir müssen binarbeiten auf eine soziale Rechtsbilbung, die unseren Gerechtigkeitsbegrisfen entspricht, auf Pflege des Handelns des Christen auf neuerfchlossenen Lebens- gebieten, die der bestehenden Unsicherheit ein Ende macht und die Gewissen schärst, wir müssen bas int Schwinben begriffene Vertrauen ber Gesellschaft untereinander und zum Ganzen unter Einsetzung unserer persönlichen Kraft stärken und neu beleben, ber Voltsbildungs- und Volkserziehungsfrage unsere Aufmerksam- Rit schenken, vornehmlich aber unsere Kirche ermächtigen, baß sie unter Zurückstellung n n sr u ch t b a r c r D o g m e n st r e i t igle i t e ,t ihre Kräfte mobil macht in ber Richtung auf Weckung ethischer Energie. Es folgte eine angeregte Aussprache. Nachmittags um 3 Uhr begann bic zweite Hauptversa m m lung , in der Wirkt. Geh. Rat Ministerialdirektor Dr. Thiel über „Land- slucht" sprach.____________________________________ Deutsches Resch. Zur Marburger Landtagsersatzwahl wird uns berichtet, daß der Bund der Landwirte in einer am Dienstag in Marburg abgehaltenen Vertrauensmänner-Ver- sammlung mit 23 gegen 7 Stimmen beschloß, an der Kandidatur des Gutsbesitzers Lauer-Fronhausen festzuhalten. Forstmeister Wolff-Wetter, der als konservativer Kandidat genannt wurde, ist zu gunsten des Professor Bredt- Marburg, der auch von den Nationalliberalen unterstützt wird, zurückgetreten. Von den linksstehenden Parteien ist wieder Prof. S ch ü ck i n g-Marburg ausgestellt worden. Aus Anlaß der Jubelfeier des 30jährigen Bestehens des Vereins für Deutschtum im Ausland überbrachte Prof. Mentz-Jena in der Hauptversammlung, die am Mittwoch in Koblenz stattfand, dem Vorsitzenden des Vereins, Staatsminister z. D. v. .Hantig, die Ernennung zum Ehrendoktor der philosophischen Fakultät der Universität Jena. Ausland. In Paris ist ber frühere Ministerpräsident>, Senator Rouvier gestorben. Rouvier war am Santstag, als er vom Landaufenthalt nach seinem Wohnort Neuilly für «seine zürückkehrte, von einem Unwohlsein befallen worden, das sich verschlimmerte. Der Tod ist am Mittwoch nachmittag 2 Uhr eingetreten. fjeer und Flotte. Karlsruhe, Juni. Der „Karlsruher Zeitung" zufolge ist Prinz Max von Baden, Generalmajor und Kommandeur der 28. Kavallerie-Brigade, aus dem aktiven Militärdienst ausgeschieden, da er zu ber Ueberjeugung gelangte, daß er die ihm als Präsident der Ersten Kammer erwachsenden Aufgaben und die militärischen nicht gleichzeitig in der Weise zu losen imstande sei, wie er das bei ber Bedeutung jeder einzelnen für seine Pflicht erachte. Deutsche Aolouieu. — Au s Aula ß der Tagung der Deutschen Kolo n i a l g e s e l l s ch a f t fand am Mittwoch abend im Residenzschloß zu Stuttgart Galatafel statt. Es nahmen daran teil der Präsident der Gesellschaft, Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg und Gemahlin, bic Königsfamilie, die Staatsminister, die obersten Hofchargen und die Mitglieder bed Ausschusses ber Kolonialgesellschaft. Während des Mahles hieß ber König das Herzogspaar und die Kolonialgesellschaft herzlich willkommen und brachte auf das HerzogSpaar und die Gesellschaft ein Hoch aus. Der Herzogregent banttc für den Empfang und für das den Bestrebungen ber Gesellschaft entgegeugebiachte Interesse unb schloß mit einem Hoch auf das KonigSpaar.__________ Kongreß für Rechts- und tvirtschaftrphilofophie. R. B. Darmstadt, 7. Juni. Zu dem Internationalen Kongreß für R ech t s - u n d Wirtschaftsphilosophie sind über 100 Teilnehmer aus allen Gegenden des Reiches und viele bekannte Wissenschaftler aus dem Auslände gekommen. Nachdem der geschästsleitende Vorsitzende, Dr. jur. Fritz B e r o l z h e i m e r - Berlin, die Tagung eröffnet, hieß Staatsminister Dr. EZv a l d die Versaiumlung im Namen des Großherzogs und der Staatsregierung willkommen. Namens der Stadt Darmstadt hieß Oberbürgermeister Dr. G l affin g die Festversammlung ebenfalls willkommen unb ber Ehrenvorsitzende, Geh. Justizrat Prof. Dr. Kohler-Berlin, dankte dem Großherzog als Protektor, sowie der Regierung und der Stadt. lieber das Thema: „Reform des Rechtsunterrichts und der N i ch t e r v o r b i l d u n g" sprach Pros. v. Dr. I itta- Amsterdam, der zunächst die niederländischen Verhältnisse beleuchtete und aus seinen dortigen Erfahrungen Material für die geplante deutsche Reform vortrug. Als zweiter Redner erörterte Pros. Dr. A. v. K i r ch e n h e i m> Heidelberg eine Reihe von Leitsätzen, deren wesentlichste lauten: Die Regelung des juristischen Vorbildungs- und Prüfungswesens durch Reichsgesetz ist wünschenswert. Eine Reform unserer juristischen Fakultäten ist notwendig. Zur Habilitation ist nur zu- zulafsen, wer die erste juristische Staatsprüfung bestanden, hat. Das Studium soll 7—8 Semester dauern und durch eine Zwischenprüfung in eine Unter- und Oberstufe geteilt werben. Die Refe- rendarprüfung soll in Gestalt von schriftlichen Klausurarbeiten unb mündlich unb öffentlich erfolgen. Der eine Abschnitt ber Prüfung soll sich auf Staats- unb Verwaltnugsrecht, Nationalökonomie, Rechts- unb WirtschaftSphilosophie ufiu., der andere auf Privat-, Straf- und Prozeßrecht beziehen. Die BeschäftiguUgL- zeit des Referendars soll 42 Monate dauern, davon 9—10 Monate bei Verwaltungsbehörden. Zur Forderung ber Rechtspflege unb zur Gewinnung hervorragender Beamten wäre eine beutsche Ncchts- afabemie erforderlich. Den dritten Vortrag über dasselbe Thema hielt Prof. Dr. Wolfgang M i 11 e r m a i e r - Gießen. Er betonte, daß die Reform des Rechtsunterrichts an das Bestehende und Gewordene anknüpfen müsse. Grundsätzlich werde dies genügen. Die verschiedenen Methoden haben sich int letzten Jahrzehnt schon ungemein zum Besseren entwickelt Es müsse namentlich an der Bedeutung der Theorie sestgehalten werden: sie müsse am Anfang stehen, da praktische Ausbildung ohne theoretische Kenntnisse nicht fruchtbar sein könne. Ziel des theoretischen Unterrichts müsse das Verständnis des Rechtes nach allen Seiten hin sein, es dürfe aber im Anfang nur das Grundsätzliche gelehrt werden. Neben dem theoretischen und praktischen Unterricht sollte die allgemeine 14. Nus KtadL uud Lund» Gießen, 8. Juni 1911. Das Großherzogspaar in Gießen. Die Großh. Hofhaltung wird in der Zeit vom 9. bis d. Mts. nach Schloß Gießen verlegt werden. Die I Oii ju entzerr | ® Hofreiten e k getriebenen ! Allein gxhac aufgebm "Siu an die Mg-ntumsi 1 Mtzen jüü I 'Winden. (?i> I S 2 M sic I yhmiic unb u I Ae des Bach I ms1 Vct«’ I "“B- <'0t ber < I einem Rückkehr der Großh. Herrschaften nach Jagdschloß Wolfsgarten wird am 14. d. Mts. nachm. erfolgen. Wie uns soeben mitgeteilt wird, werden der Großherzog und die Großherzogin morgen Freitag, !>. d. Mts., im Auto von Darmstadt kommend, zwischen 4 und 5 Uhr in Gießen cintrefsen. — Die Bürgerjmeisterei ersucht die Einwohnerschaft, aus Anlaß der Anwesenheit des Grpß- herzogspaars in Gießen die Häuser zu beflaggen. Am Verkaufs tag verkehren außer dem bereits mitgeteilten Zug nach Büdingen folgende Sonderzüge: 1. Friedberg— Gießen: Ab Friedberg 3 Uhr 30'M in. nachm., an Gießen 4 Uhr 32 Mm. nachm. Der Zug hält auf den Stationen Bad-Nauheim, Butzbach, Lang-Göns und Großen-Linden. — 2, Gießen-Alsfeld: Ab Gießen 10 Uhr 55 DUn. abends, an Alsfeld 12 Uhr 34 Min. nachts. Dec Zug Hütt auf allen Stationen. Bei Einlegung des Sonderzuges Friedberg- Gießen wurde auch auf die in Bad-Nauheim weilenden Kurgäste Rücksicht genommen. * ** Pfarr Personalien. Der Großherzog hat den evang. Pfarrer Kirchenrat Ehristian G r o s ch zu Kastel auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langiührigen treu geleisteten Dienste und unter Erteilung des Charakters als Geh. Kirchenrat in den Ruhestand versetzt und den von Sämtlichen Riedesel Freiherren zu Eisenbach auf die evang. Pfarrstelle zu Nieder-Moos, D. Lauterbach, präsentierten Pfarrverwalter Gg. Friedr. Naumann daselbst bestätigt. ** Erledigte O b e r l e h r er st e ll e n. Vom 1. Oktober an: Je eine Oberlehrerstelle: 1. an dem Realgymnasium zu Darmstadt; erforderlich: Lehrbefähigung im Deutschen für alle Klassen; 2. an der neuen Oberrealschule zu Darin stadt für einen Theologen; 3. an derselben Schule für einen Neuphilologen: 4. an der Oberrealschule zu Worms; erforderlich: Lehrbefähigung in Chemie und Erdkunde. An der neuen Oberrealschile zu Darmstadt eine Reallehrerstelle. Meldungen sind spätestens am 21. Juni bei der Ministerialabteilung für Schulangelegenheiten ein- zureicheu. ** Die c r st e Schlußprüfung der Kandr- datcn der evang. Theologie hat n. d. Darmst. Ztg. im Landessynodalgebäude zu Darmstadt ihren Anfang genommen. Es beteiligen sich daran 12 Examinanden, von denen 4 aus Starkenburg, 4 aus Oberhessen^ 3 aus Rheinhessen und 1 aus Thüringen sind. . ** Eisenbahnpersonalien. Zum 1. Juli ist Bahnhofsvorsteher Hage u von hier nach Vilbel versetzt. An seine Stelle tritt Bahnhofsvorsteher Fiedler von Bebrg, der früher längere Zeit in Nidda war. Er ist weiteren Kreisen bekannt geworden durch seine Kandidatur für die fortschrittliche Volkspartei für die Reichsragswahl im Wahlkreis Hersfeld-Hünfeld-Rothenburg. ** Von der Eisendahn. Ten förmlich zum Zugführer geprüften und auf Grund ihrer Anwartschaft überwiegend im Zugführerdienst beschäftigten Schaffnern ist nach einem Ministerialerlaß von jetzt an die Amtsbezeichnung „Oberschasfne r" veigelegt worden. Ebenso sollen die in gleicher Weise beschäftigten geprüften Packmetjter rm dienstlichen Verkehr jetzt „O b e r p a ck m e i st e r" herßeu. Dre in einfachen Verhältnissen anstelle eines Zugführers beschäftigten sogenannten „Aufsichtsschaffner" werden von dieser Neuerung nicht berührt. , •• Kunst verein. In dec Gemäldeausstellung rotrb gegenwärtig wieder ein größerer Wechsel der Gemälde vorgenommen. Obgleich in der jetzigen Zeit durch die Sommerausstellungen in großen Städten mcht so viel gute Bilder zur Verfügung stehen, wird die neue Ausstellung manches hervorragende Werk aufzuweisen haben. Die Ausitellung, die schon 'M :':lp qilaiO V-* SS garten Tec>i Bildung spstrumtischer betrieben werden, eventuell sogar mit Zwang, und daneben sollte auch auf die Charakterbildung eingewirkt werden. Die größte Schwierigkeit liege im Anjanger- nnterricht und daher sei eine mehr schulmäßige Einrichtung mit einem Zwischenexamen notwendig. In Gießen habe sich der Besuch ber Praktika als sehr nützlich erwiesen, denn er vermittle dem jungen Juristen in zweckentsprechender Weise die Keimtnisse der Theorie und der praktischen Anwendung deS Rechts. Ter Unterricht sollte mehr an die Praxis anknüpfen, ohne kommentar- mäßig zu werden, und dabei müsse die Kenntnis des LebenS in allen seinen Phasen tunlichst gefördert werden. In der nun folgenden Aussprache sprachen Prof. Leonhard i - Breslau, Geh.-Rat Haber-Leipzig, Pros. Dr. E. Grüber -München, Pros, van C a l k e r - Gießen, der dafür eintrat, daß das Studium für den Anfänger interessanter gestaltet unb die Referendare selbständiger gemacht werden, vielleicht durch Ucbertoeifung an kleinere Amtsgerichte: für die älteren Juristen sei ein Ausbau der Fortbildungskurse nach dem Beispiel der staatswissenschastlichen Vereinigung erwünscht. Geheimrat B e st - Darmstadt sprach sich für ein Zwischenexamen auS, um eventl. nicht für die Rechtswissenschaft befähigte Elemente auszuscheiden. lieber das Weitmar kenshstem sprach Rechtsanwalt Dr. Wassermann- Hamburg, der dafür eintrat, daß die beiden bestehenden Spsteme, das deutsche und das französische, die beide ihre Vorzüge und Nachteile hatten, zu einem einheitlichen Weltmarkensystem umgeschaffen werden. Dann verlas Dr. W i r t h - Frantfurt die von Pros. Dr. O st e r r i e t h - Berlin aufgestellten Leitsätze, worin dieser zu bem Ergebnis kommt, daß der Weg zu einem Weltmarkensystem nur durch eine Eingliederung des Markenwesens in die allgemeine Gesetzgebung über den unlauteren Wettbewerb möglich sei. Das würde auch im Interesse der einzelnen Staaten liegen, die heute noch formalistische Markensysteme besitzen, wie Deutschland unb Oesterreich. Nach einem Vortrag von Justizrat Katz-Berlin nahm bic Versammlung folgende Entschließung an: „Der Kongreß spricht den Wunsch aus, daß in Erweiterung des internationalen Union-Vertrages eine einheitliche Gestaltung der Warenbezeichnungen innerhalb der einzelnen Vertragsstaaten angeregt werde. Der Kongreß erachtet in Vorbereitung dieses Zieles für erforderlich, daß durch wissenschaftliche Vorarbeit die Vorschriften der deutschen Gesetzgebung und der Gesetze anderer Länder zusammengestellt werden, welche übereinstimmen, die, toelche sich soweit annähern, daß eine Uebereinstimmung unschwer erreicht werden kann, und die, welche grundsätzliche Unterschiede aufweisen. Die Arbeit soll sich auch auf die Ergebnisse der Rechtsprechung der einzelnen Länder erstrecken." Arn Abend waren sämtliche Kongreßteilnehmer zu^ einem Herrenabend beim Großherzog eingeladen. Mehr als 100 der Teilnehmer versammelten sich im Parterresaal des linken Schloßslügels, wo an kleinen Tischen in zwangloser Weise das Abendessen serviert wurde. Der Großherzog naljm mit dem Vorsitzenden der Vereiingung, Geh. Justizrat Pros. Dr. Kohler- . Platz, mit dem er sich angeregt unterhielt: auch zahlreiche andere,) Mitglieder zog der Großherzog zeitweilig ins Gespräch. Nach j ber Einnahme bes Mahles begab sich bie Festgesellschaft, aut, die mit zahlreichen Lampions erleuchtete Schloßterrasse, woselbst bei Bier vom Faß die Unterhaltung fortgesetzt wurde, bis sich der Gastgeber nach 11 Uhr von seinen Gästen verabschiedete. I; I Vüdi bc» Iti dritten Fe tag br» I Menen Men W» heile der yano Im Festplatze, Ln ScdurMI lonntc- entm.ü Mentlich ev Achtes Ändensier $ Manderk, unt tzirtschaslen „I qegen ' tlhr, ( sveite Festtag, ab. $ie von Bete Preu 1, Bürger,c Mett den sog -Preis -3enti Irehscn, 2. M m -Na jlbr. Eulau, 2. b. Jagdschei Udingen, 2. P Sagner, 4. Prc Ltg. - 4, yi |r., 2. Preis i Wächtersbach t I Preis.Ludn Meigeordneter »lättdyc n.j i MH. Tülck, c I mit dem gegen ! nach der Stal 4- Aus Schaden, dc •200^-250 mV.genommeiu selbst betrifft, sein; auch Sri den Straßen, lid]en Sdtabeit baijitgcmeini^a unb $öid)iinget -i- Mitt tiingftieiertage lahrtsort. dag seit Bestehe unserer etatio loährend der [ zahllosen Fuhrt hierher gekomn die hierher föefi den Schrecken, i Heif des A chnbahnregim braßen wieder Nwer- und Sj ^rensträuchcri zeit in reichhaltiger Auswahl zu billigsten Preisen. Gebrüder Stamm Schulstrasse. Marktplatz. *7« nomineller Rettungsversuche nicht mehr rechtzeitig erreicht werden. Als sein Slörpcr geborgen würbe, hatte das Herz bereits zu schlagen aufgehört, so daß alle Wiederbelebungsversuche erfolglos blieben. lürcbiictye rurct^ricytcn. •>siuemi|u/e aeity»oi verbreitete und vier Wohnhäuser und vier Nebengebäude einäscherte. Zwanzig Schweim find verbrannt. Der schaden in durch Versicherung gcfccdi Tie bei der Wüive 'Jtoepfc, bei der das Feuer ausbrach, bedienstete 18 jährige Paula Lange gestand ein, wegen angeblich schlechter Behandlung daS Anwesen ihrer Dienstherrin angczündet zu haben. Sic wurde verhaftet. Zn Halle a. d. Saale gab der Maler Keidel auf seine Frau und eine andere Frau mehrere R e v o l v e r j chüs sc ab, durch die beide erheblich verlegt wurden, rieidel schoy sich eine Hügel in den Hals und stürzte sich aus den Hof, wo er schwer Derlei;t liegen blieb. Das Motiv ist unbekannt. Letzte Nachrichten. Em Eljenbahnunsall in Hungen. X. Hungen, 8. Juni. Heute morgen 9 Uhr fuhr im hiesigen Bahnhof der Pers'onenzug von Gelnhausen auf eine Gütcrzu gSma sch ine. Die beiden Maschinen, sowie der Pack- und c:n Personenwagen wurden stark beschädigt. Personen erlitten keinen Schaden. Der Verkehr wurde nicht gestört, der beteiligte Personenzug erlitt eine Verspätung von einer halben Stunde. Tas Erdbeben in Mexiko. Ncuyork, 8. Juni. Heber das Erdbeben in Mexiko wird dem „Sun" weiter gemeldet: Um 8 Uhr früh wurden elf Leichen aus den Trümmern der Artillerickaserne geborgen, lieber 30 verletzte Soldaten liegen im Krankenhaus. Zn zahlreichen Fällen wurden die Wächter in den Kaufhäusern von den einstürzenden Mauern zerschmettert. In den Wohnvierteln wurden viele Kinder getötet. Eine merkwürdige Erscheinung war cs, das; mehrfach die Mauern von Wohnhäusern nach außen anstatt nach innen einstürzten, so daß die Zimmer unversehrt blieben. Die Bewohner waren sehr erschreckt, aber unverletzt und erwachten. Die Bauern und kleinen Farmer, die in großen Massen nach der Stadt geströmt waren und zum größten Teil die Nacht in den Straßen und Parks verbrachten, wurden durch die Bewegung des Bodens und den Einsturz der Gebäude ausgeschreckt und liefen schreiend durch die Straßen, wo sie mit den Bewohnern, die aus den einstürzenden Häusern flohen, zusammentrafen. Als der Tag anbrach und die Erderschütierungen sich nicht wiederholten wurde die Bevölkerung, der solche Naturerscheinungen durchaus nichts Ungewöhnliches sind, wieder ruhiger, Um 7 Uhr begaben sich die Massen nach dem Bahnhof um Madero zu begrüßen. Amliiü.'ec swrttclvcricht. O e f f e n t l i ch e Wetterdienststelle Gießen. Berlaul der Witterung seit gestern früh: Bon Norden ist ein Tiefdruckgebiet vorgedrimgen, das eine Aeyderung des befielen ben Wetters herbeiführen wird, zumal da kleine Randwirbel unser Gebiet berühren werden. WetterauSüchten m Venen am Freitag dem 9. Juni 1911: Wolkig, vereinzelte Negenfälle, weitere 'Abkühlung. Lusischiffahrt. Ter erste Flugmaslanenturm wird gegenwärtig in der Nähe von Calais errichtet, an der stelle, wo un Zul' vor zwei Zähren Blöriot seinen deniwürdigen Flug uv.r oen Manul begann. Tie Grundmauern dieses TurmeS sind bereits aui dem militärischen Uebimgsviatz „Le-> Baragues" begonnen worden. Ter Tnrm soll 150 Meter hoch werden und o Nieter Durchmesser haben. Seine Aufgabe soll sein, als eine Art Signal tnrm für Flieger, die den Kanal kreuzen, zu di i an. Es wird e.n Ballengernu errichtet, das nicht ganz aeichlr .n wird, da man annimmt, daß es so auf weite Ent« lentungcit sichtbarer fein w.ro und leichter von anderen Gegen- ständ.'n in der Landschaft unterschieden werden kann. Man hofft, laß man den Turm von der Flugmaschine in der Fahrt ans 500 ober 600 Meter Hohe weithin erkennen wird. Landwirtschaft. *> Siri), 7. Juni. Tie Feldarbeiten hier und in der Umgebung sind diese-. Zahr so ivcil vorgeschritten, wie selten um diese Zeit Tie l.artoffeUelder, die bis letzt sehr gut baficbcn, sind schon alle gehackt und werden bereits gehäuselt. Mit der Heuernte, die in Qualität unb CLiiautmit nicht au die vorjährige berau- reichl und nur eine .halbe* Ernte werden wird, hat man vieler- orts schon begonnen. Nur dem Tickivurzsetzen i’i durch das trockene Wetter Einhalt geboten worden. Die Landleute warten daher aus Regen. lichen Badeort gekommen. Die Gasthäuser waren . weise so ubersülli, daß lein Plätzchen mehr zu finden war. ,E1Nl i,„ *lbS, «I «9t hu. von Stimmzettekn^sondern von milden Gaben. Hoffentlich haben eine ansehnliche Menge von Reichsmünzen den Weg in die Urne gefunden. o. Nidda, 6. Juni. Nachdem erst kürzlich von dem früheren Verwalter der Molkerei v.n nahen Fauerbach eine solche auch hier errichtet worden ist, ist nun noch eine weitere Molkerei in dem 1 _• Stunde von hier entfernten W al le r n h a n s c n dazu gekommen, indem Wil Helm Ostheirn aus Gettenau in einem gemieteten Hause mit seinem Molkereibetriev begonnen hat. Znr Erbauung eines zweckmäßigen Neubaues hat er schon die Arbeiten vergeben. Tie Landwirte der hiesigen Gegend haben daher große Auswahl bezüglich ihrer Milchabnchmer, sie liefern in die Molkereien Nidda, Fauerbach, Tauernhcim, Ulfa, Wallernhaujen und aus Geiß-Nidda und Borsdorf sogar nach Hungen. x Bad Salzhausen, 6. Juni. Der diesjährige Pfingstball am VfingiimontQg war nicht so stark aus der breiten Wetterau besucht, wie dies in früheren Zähren der Fall war. Von seinem Prunk, den er noch vor etwa 25 dis 30 Zat-ren hatte, hat er gewaltig eingebußt. Trotzdem waren außerordentliu) viel Fremde in unseren Herr- Kreis Alsfeld. G Mücke, 7. . Juni Ter Pfingftverkehr war auf unserem Zcnkralpunkt des Verkehrs für den nordwcst lichen Vogelsberg fcür rege. Tie Nachbarorte Cbcr Shntcn und Ruppertenrod hatten nicht nur wegen der dortigen Kirchweihen slarkcu Besuch, auch die Zahl der sonstigen Besucher und Ausilugier in den Vogclsoerg nach dieser Rtch- tuiig war gegenüber den vorausgegangeuen Jahren stärker. Tas sommerliche, herrliche, nur etwas zu heiße Pfiiigst- weiter übte seine Anzieyungstrast aus und lockte zu Ausflügen in die kühlen, schattigen Wälder. Slarlci'.duig uaü Rljrtn Hessen. Darmstadt, 7. Juni. Aus Anlaß des Geburtstags der M ci i f e r iii von Rußland fand heute morgen in der russischen Kapelle Gottesdienst mit Tedeum statt, an dem der russische Ministerresident Baron von Stnorring sowie Vertreter der russischen Kolonie teilnahmen. Nach dem Gottesdienst folgten die Geistlichkeit und die Ber- tretet der russischen Kolonie einer Einladung zum Frühstück bei. dem Ministerresidenten Baron v. Knorring. rm. Tarmstadt, 7. Zuni. Tie H v u v t v c r s a rn m l u n g des Bundes Deutscher B c r k c h r s v e r e i n e begann heule vormittag 10 Uhr im Saale des Eornelianums zu Worms. Ikber: „Propaganda i m Auslände" sprach Professor 5 r i c 11-1 ü) - Leipzig, über die Schnalenplagc Tr. B v v v - Frci- weinhcim. An beide Vorträge schloß sich eine lebhaft^ Aus- iuradk1. Tr. u cl u d - Torlnmiid beljanbcltc alsdann das Thema: Fericnsonderzüge. Es wurde eine Entschließung ange- iwmmen, in welcher um Forderung dieser sehr bedeutungsvollen Einrichtung durch die maßgebenden Faktoren ersucht wird. Endlich sprach nocki Tr. Löwe-Berlin über: Propagandamittel für die Zwecke der Berkehrsvereine mit beionbercr vlucksicht aus bie Berliner Iieiseausüellung. Auch hierüber sanb eine sehr anregende Aussprache statt. Vor den beiden letzten Vorträgen würbe ein von der Stabt Worms gelüftetes Frühstück eingenommen. Nachmittags um 5 Ufrr fand int großen Saale des Spiel- unb Fcsthauses ein Festessen statt. Am Abend schloß sich bann un Festhaus ein Konzert unb Abendunterhalrung an. Tie Verhandlungen werben am Donnerstag srüh mit der Aussprache über den Jahresbericht fortgesetzt. m. .Offenbach, 7. Juni. Zu einem wüsten Exz eg kam es Dienstag abend gegen 11 Uhr nach dem Waldfest in der Nähe der Tempelfeemühle. Ter Metzgermeister Salomon war mit den Wirtschaftsgerätcn des Gastwirts Nagel aus der Geleitsstraße auf dem Nachhauseweg be- grisfen, als das Gefährt im Dunkel der Nacht von zwei Burschen überfallen wurde. Ohne jede Veranlassung wurde der Bruder des Gastwirts Nagel, der sich auch auf dem Wagen befand, von einem der Burschen mit einem Prügel derartig geschlagen, daß er 1 e b c n g c f ä h r l t ch verletzt ins ttraneinhans gebracht werden mußte. Als Täter wurden der 20jährige Ausläufer Heinrich S e u f f e r t aus Frank- furt und der gleichalterige Schlosser Will.) Schmaltz von hier ermittelt und scstgeiiommen. Kreis Wetzlar. X Wetzlar, 7.Iuni. Tie bekannteFirma K. Hagen- b eck- .Hamburg hat im Kreise Wetzlar einen jungen Vogels- berg er Stier anfaufen lassen. DaS Zuchttier ist für Deiltfch-Ostafrika bestimmt. — Auf Anregung deö meußischen Lanbesvereins vom Noten Kreuz wird der hiesige Kreisverein gemeinsam mit dem Vaterländischen Frauenvecem unb der Sanitätskolonne Freitag den 16. Juni einen Kornblume n t a g adhaltcn. — Unser Taunusklnb will bie .Brühlsbachcr Warte* burch eine Treppe dem Besuch zugänglich machen. Pläne, Zeichnungen und Kostenanschläge, angefcrligt durch Kreisbaumeister Witte, wurden der Behörde zi»r Genehmigung vorgelegt. Dorlar, 7. Juni. Gestern abend gegen 7 Uhr ertrank beim Baden der 18jährige Kaufmann Ludw. Neeb von hier. Der Verlebte, ein braver, junger Mann, ging an einer tiefen Stelle plötzlich unter unb konnte trotz sofort unter» Großherzog D«1 M roschzu 1M dl- . uehrbefählgu^," ncucn OberMl^ 3. an deA c hrr rbcrreflli^ 1 Tin Chemie @ nlc.i" oi M ^ngelcgenhe'le' „g der T':- 6 cn '' t suliüi «®Vi gier i|i y * i m inti) r ;«g«'infbihy em Freitag eröffnet werden sollte, kann leider wegen des späten Eintreffens der Bilder erst am Sonntag eröffnet werden. •• Maurer-AnSstand. Man schreibt nnS: Bei dem Baugeschäft von Abermann & Kling in Gießen sind heute morgen die Maurer in den AnSstand getreten, weil sich die Firma trotz wiederholter Vorstellimgen der OraanisationS- lritung weigert, den zwischen den beiden Organisationen oer- zinbarten Taris in ihrem Geschäft einzuführen. Kreis Büdingen. •\* Büdingen, 7. Juni. Tas alljährlich an den beiden Werktagen nach Pfingsten statlsindende Pfingst- schießen der S ch u p e n g e s e l l s ch a s t war wieder vom Ivnnigsten Wetter begünstigt. Nach dem üblichen Zapfenstreich am Abend des zweiten Feiertages wurde am Morgen des dritten Feiertags das Fest durch Wecken und den um ; 8 Uhr beginnenden Umzug, Abholen der Fahne, Marsch nach dem Schlosse, wo Fürst Wolsgang sich dem Zuge an chloß, ! nach dem Festpiatz, dem etwa 20 Minuten von der Stabt, , inmitten herrlicher Waldungen, im Tale des Seemcnbachs gelegenen „Hammer" eingeicitet Hier begann nach der üblichen Begrüßung das Schießen, sowie das von einem Teile der Hanauer illanenlapelle ausgesührte Konzert. Aus 1 dem Festplatze, auf dem in einem Wein- und einem Bierzelt den Bedürfnissen des Magens Genüge geleistet werden konnte, entwickelte sich am Nachmittag ein fröhliches, namentlich feiner Eigenart wegen viel von Fremden bc- i fuchtes Volksfest, auf dem sich „Fürst und Volt" in ungebundenster Weise vergnügte. Tie Stadt war völlig aus- gewandert, und nicht nur die Geschäfte, sondern auch nieie Wirtschaften „pickelfest" geschlossen. Geschossen wurde bis gegen 7 Uhr, getanzt und gezecht „bis dorthinaus". Ter zweite Festtag, Mittwoch, wickelte sich in der gleichen Weise ab. Die von dem Fürsten zu "Isenburg-Büdingen verkündete Preis-Verteilung Halle folgendes Ergebnis: 1. Bürgerscheibe. 1. Preis Wilhelm Appel, Bäcker (erhielt den sog. „Ritter"), 2. Preis Schützenmeiger lürdlL, 3. Preis Dentist Konrad Lenhardt; Ehrenpreise: 1. Wilh. Trehsen, 2. Wilh. Türck, 3. Forstmeister Knas, 4. Karl Wag- !ner. — 2. Naturalgaben scheibe: Zenirum 1. Preis Abr. Eulau, 2. Preis Ernst Hanner, 3. Preis derselbe. — 3. Iagdscheibe. 1. Preis Fürst Wolfgang zu Hsenourg-- Büdingen, 2. Preis Karl Schneider II., 3. Preis Foruajsessor Wagner, 4. Preis Gras Euno zu Stollverg-Roßia von Ortenberg. — 4. Fr ei Hands ch ei be/ 1. Preis Franz Lehning ijr., 2. Preis Karl Schneider II., 3. Preis Frau Kolb aus -Wächlersbach mit je 59 Ringen. — 5. G r o s ch c n s ch e i b e 1. Preis Ludwig Schön, 2. Preis Will). Treysain, 3. Preis Beigeordneter Dotter, 4. Preis Lehrer Becker. — 6. Geld sfb l ü t l ch e it.f d) cib e. 1. Preis Ludwig Schön, 2. Preis Will). Türck, 3. und 4. Preis Ludw. Schon. Das Fest ,'and mit dem gegen 10 Ul>r erfolgten Abmarsch der Festteünehmer nach der Stabt seinen Abschluß. A- 9111*3 dem Kreise Tübingen, 7. Zuui. Der 3 d) a ö c ii, den bas Unwetter am 29. Mai angerichret, kann aui 2 00 — 2 50 000 Mark geschützt werden. Das am härtesten iiiikgenoininene Miltclgrünbau dürfte, was den Schaben im £n | selbst betrifft, mit etwa 70000 Mk. in Mitleibenschast gezogen sein; auch Kreis und Provinz Haden burch die Beschädigungen an den Strafen, Durchlässen, Böschungen und Anpslanznngen erheblichen Schaden erlitten, und schließlich bic Hessisch-Preußische Eisen- I Vahngemeinsdiask, der burd) die Wiebcrhersiellnng von Dämmen und Böfchungen bedeutende Kosten evwadisen dürsten. -l- Mitte l g ründ au, 7. Juni. Während der Pfingstfeiertage glich unsere Gemeind^ einem Wallfahrtsort. Wir gehen nicht fehl, wenn wir annehmen, daß seit Bestehen der Oberhessiscyen Bahnen von und nach unserer Station so viele Personen befördert wurden, wie während der Psingstseiertage; dazu kamen noch bie mit zahllosen Fuhrwerken, zu Rab unb Automobil und zu Fuß riether gekommenen Menschenmassen. Uno doch erhalten die hierher Gekommenen nur annähernd einen Begni- von den Schrecken, der unsere Einwohner in den Nachmittags- stunden be-.* 29. Mai befallen. Die Mannschaften bes Eisenbahnregimenls haben tüchtig arbeiten müssen, um bic Straßen ivicber passierbar zu machen. Was an Schlamm, ! Mauer unb Spalierresten, weggeschwemmten Obstbäumen, Beerensträuchern, Holz unb Geräten aus ben Gärten unb Höfen zu entfernen ist, ist Aufgabe ber Einwohner. Tie aus den Hofreiten entlang bes beit Ort burchziehenbe^t Baches iortgctriebciten großen Vorräte an Bau- unb Scheitholz und klein gehacktem Holz sinb hoch an beibeit Ufern bes Zaches aufgehäuft; es wirb eine schwere Aufgabe fein, bie Massen an die Geschäbigten zu verteilen, da naturgemäß alle Eigentumsmertmale fehlen. — Auch in ben Gärten unb Vorplätzen sinb bie Grenzmerlmale, Spaliere usw. verschwunden. Eine etwa (> Fuß hohe, 12 bis 15 Meter lange unb 2 Fuß starke Steinmauer, bic über 90 Zahre alle Sturme unb Unwetter ausgehalten, liegt wie eine umge- I sallene Bretlerwanb auf ber Lkraßc. Tie Brunnen tn ber I Nähe bes Baches sinb zerstört unb verschwemint, fo baß I Trinkwasscr aus weiterer Entfernung herbeigeholt werden I muß. Vor der Bürgermeisterei steht als stummer Bittsteller I auf einem Stuhl bie Wahlurne, biesrnal nicht, zur Abgabe Für die heisse Jahreszeit empfehlen wir Lüstre-Sakkos, Leinenjoppen, Wasch • Anzüge, Tennis-Anzüge, Tennis-Hosen, Pikee-Westen Knaben-Waschanzüge • Waschblusen • Waschhosen I bei !1,ohiet "Nl.iiz " -3 'erben 'N $toi . $t»i. "'Mnin * « J”1 «lle'd ; I I en ans, m, ' JanJ°iif(fw, t\ k«; I erlas Tr s\, I ni ?' > ber £ I ; d'nglirdn„ii° - I über den I )c M im jnitttS 1 WititoelX 1 ble derfommlW . EmeikriL! ■Inen ^ertragiiiautt .jjorceeeitung Vv'--. ilfaltlidic ilOrai> und ber a-, eiaie übcrtiniiimmtt Te üebercinitimmur: .^lche grunb'jjhd 'N) auch auf du & 1 -ander enüeder lnlnehmer zu eines ngclaben. Mehr ti! arterreiQQl des linla ifanglofer Weise d:i nahm mit dem M Tr. Kohlei auch zahlreiche andem ins (SeiDrädi. ülül e Festzeselljchast al Mohterrajse, mosM eic&t wurde, bis steil verabschiedete. | Wv, i, 8. Juni 1911. Gießen. er Zeit vom 9. L trlegt iDcrbeit 3aijb[dj(ofi .Msr- 'olgen. eit bet g, 9,b. M:= :n 4 uitf> -5:'■ teitzeW Mait ft dsenheit di- v'W i beflaM m bereits ckMin e: 1. Frieddeii- . nachm., an Git»«® t aus den Slilionin d Großen-Lindkn. - Uhr 55 Min. . c Zug halt auf all-' | erzugeS >M' I chtim iveilenbcn nuf I Aus i>CN ahlreiche Setciiinuno. Industrie ist Hessen Ualäsmsift etterauergrund (.vni tnrntmöfinuien bis Sorgenlos > (Wiesen im sind 1650 Peter Kronenberg 166 Während 1910 gingen ab Tel. 680 Süd-Anlage 7 GIE55EN Die Zahl In 1910 7 550,— 6 521.02 1 205.35 8 296.34 kÄt ct bes treit, k a8Jerba| nur den wiesen Mosel- Rhein- Bordeaux iSSr SaIlteueri 10 627.91 3 515.81 10547.74 531.25 geeignet erklärt werde Schcllcnbcrgcr «ohne Los ")lr. 3) und 3icnclbüttcitcirb ivtn 30 Morgen: sitenkasse) verzinst Einlagen Bedingungen. Hosen,-Anzüge, h'rti5t,latt । Aktiva An Warenbestand „ Kassenbestand , Ausstände , Dcpitorcn betrug Ende 1909 162 Für die uns bei dem Hinscheiden unseres geliebten Gatten und Vaters in so überaus reichem Maße bezeugte wohltuende Teilnahme sagen wir hierdurch unseren herzlichsten Dank. Tas Hingt | itugcnb, die Ae «chtabnkpraie. f.[' ioiibem W ?Mrbe!astiing 1 jungen. Tic Strimficit, die Ji Sorten wieder o xjts ist mn d> i\r durch den g letten Inhrc bi ta’&flC- nui dcm zebafgeroerbe n \W geht, 'n ,,inne ÄetZoltn esc bie Regicri Lirknng «ui dic Industrie imber Aber auch ^nbmiß von 5 Khcir Erträgni Hkidjcii dahin iu üuiamtnenstcttu MScid) 91,4jW Mark aus Tabc |3!i 50,2 Mill Ijcit nach Ucb Fimi aus 43 M nut 35 Millio rat iiiib ober ganzen 142,8 Ä ' ’ov.qq) nur 40, Äarl übet bei cnrägms ist Ürnägnid um Millionen mt verständiger : suhrung in n (teuer entfallt '■"Unionen, int honen Wirf n ba- Sttiiergefty bringen jolltc. Voranschlag von bh bereit" eriu bic lelbstzcrständ 'breit Üfusbrui ?crtzotlzuschlaos itetgcruitg für “1 nie Million Ml Geitau so tr iiu) mit bet beb Ang von M ron ivklchevk bei '-Mangen mor -59 000 To i-’Pfeljtntitcf t®mmen; mt ; M u»d 21b •‘Hw Loppelze» Melflnöijd-em W -rabak j Kicntver wc Kölkerung, Vmbercerbtü; w; M X:r Äh Daher Stand Ende 1910 . . . . . . 162 Der Vorstand. 3709 LuLtroig Lo-gcl. Ludwig Becker IV. FfefsHujSlas , Chemische Fabrik Düsseldorf I G. l OUeeeldorf j RcAskoiisülent Kart ätmmti Sonncnstraüe 31 Tel. 634 erk. plQt in Rechtssachen, eiuvsichlt sich in Anscrtignng von Gesuchen, Steuerdeklaration., Forderungs beitreibnilg, Aufstellung voit Ver- mögens-Berz. und Berlretung in ErbschastSsachen vor (Bericht. Fprcchstundcu auch Sonntags 02741J von 9—2 Uhr. Heil- und KlmmtM-MstciMUW!! auf griWn, Wiesen. I.9)littwoch den 11. fiuni 1911 von morgens 8 Ubr an, in der Gemarkung Laubach aus der Gcisenwicsc 34 Lose —30 Morgen: II an demselben Tage mit Beginn um 9', Uhr vormittags Plötzlidi und unerwartet wurde uns unser liebes Töchterchen 3722 Frida durch den Tod entrissen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Adam Büttner. Gienen, Landmannstr. 12, 7. fiuni 1911. Dic Beerdigung findet, Donnerstag den 8. fiuni uachm. SVa Uhr aus dem neuen Friedhof statt. 12 Uhr vorm 5 Uhr nachiiL J agdrad-Fahrräder Beste Merke. BUligato Preise. Prachfkataloo lWW» 3e,t- vv^/l^£ umaonetu.porto- frei an jederm. Deutsche Waffen- und Fahrrad-Fabriken In Kreiensen (Harz) Nr. 584 Grösste Auswahl in Schaumweinen und Champagnern. Verlangen Sie bitte meine Prpislisfa ’ i gg Wir erfüllen hierdurch die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben des Kameraden v-/ti Feter Egly geziemend in Kenntnis zu setzen. Tie Beerdigung findet Freitag den 9. I. Mts. nachm. 4 Uhr vom alten Friedhof ans statt und bitten wir um Mr. Mm Bahnbosstrafze 27 Fcrnivrcchcr 231. Seit Jahrzehnten als erstklassige Gualitätsmarken allseitig anerkannt. 25 222.71 der Mitglieder gingen zu . . Heugras - Versteigerungen der Fürstlich Solmst scheu Rentei Sich. Tas Hengras von den Fürstlichen Wiesen re. wird versteigert: Donnerstag den 15. fiiuti lsd. fis., vormittags präzis 8 Uhr, von den Wicseii in der Gemarkung Vidi oberhalb der Stadt, zusammen ca. 80 Morgen, wobei nnsdrücklid, bemerkt wird, das; die 'Abteilungen 1 bis (> und die Llbteilnngen 11 bis 17 26 'Utovgen der sogeiiannten Wörth wiese nicht versteigert werden. Zusammenkunft ans der Fürstlichen Wiese gegenüber der Peinmühle. An demselben Tage, nachmittags präzis 1 Uhr, von den Wiesen unterhalb der Stadl Vidi, zusammen 6 Morgen. Zusammen kunft in dem Sd)los;garten an der Eisenbahnbrücte. Carl Schwaab Weinhandlung empfiehlt seine garantiert reinen Passiva. Per Mitglieder-Eml. „ Reservefonds- fonto „ Bilanzkonto „ Kreditoren „ Reingewinn mit Schutz - Marke Kaminfeger können Sie das echte wegen seiner hübschen Geschenk-Beiiags so beliebte Br. Gentner's Veilchen-Selfenpulm Mdperte erhalten. Alleinige Fabrikant: Carl Gentner i. Göppingen. von Hrch. Franz 111. Wlw.): 2) von 163 Morgen im Wolssgartcn, lsttcuzfecner-, Oberseener- und Lippcrarund; 3) von 62 'Morgen — 30 Abtlgcn. der vom Obcrsccncrhosgnt zuriirkgenommenen Wiesen: V. Sanistag den 17. fiuni 1911 mit Beginn »in 9 Uhr vormittags in der „Acpsclobach" ans zirka 192 Morgen Wiesen daselbst, am Altenkeller, in den verschiedenen Hcegbrüd, Gölte-, Herrn- und Hcremviese; VI. an demselben Tage nachlnittags von 1 Uhr an ans dem fiägcrhauic von zirka 206 Morgen Wiesen in Ruthnrdshausen iWiese von 2l,lg. Traut 1II. Erben) Mulßau, Vanghecke, Geräums, Hahlgarten, Hanrteilen lWiescn von 2lng. fiochem und Ät. Einst. Wagncrl Vingel- und Sdiinenbach; ferner von zirka 16 Morgen in der Silbach, Vinnes, Elgersbach, Giehvrn und Brnrhwiese soivie von den Waldlvcgen verschiedener Reviere. Wiesenivärter Sils; dahier und die hetr. 6)räst. Forstwarte sind angewiesen, die Wiesen, die zudem burdi nummerierte Holzpflörke oder Sleiue tenntlid; gemacht sind, aus Verlangen vor dein Termine vorzuzeigcn. Vaubad;, den 6. ^nni 1911. B7/o __________________«Iräslichc Forstvcrwaltung._______ 3 Pfund 50 Pfg. RohSpargel Pfund 28 und 58 Pfg. Bank für Handel u. Industrie Niederlassung Giessen (Darmslädter Baw<) a7 Dürkopp Torpedo Triumph RÄDER Lästige Haare 786 im (Besicht, an d. Armen, entfernt Prof. 8)r. (^rnnwald ö Enthnar- uugspuder. D. 1.50. Otiederlage: Belikan-Avotbcke, Äreuzvlatz 2 HöSöiZ'ßanien3 S ^v: Mo ''HE »W MW K.:'D RE M roi:.4 • 5*^ s.j'-.v; H ■ W'M (4