Wl iaus cke litftum dein Rindvieh b? icßeit. Sießen- Sieße"- KießtN- erfauft msektion zu Rgers ie. Ucberzieher, e aller Art, :a 1000 Rainen, Herren« :en aller Art, issen Telephon 8t Nutte. m sich schließen, sich int Lause der Jahre vertieft und verstärkt haben. Im Namen her Regierung und ich glaube unter voller Zustimmung aller Mitglieder des Hauses erwidere er auf das herzlichste die herzlichen Frcnndschaftsansdrückc, welche der hervorragende Minister der auswär' tigen Angelegenheiten Frankreichs in Bezug auf Großbritannien vor einigen Tagen gebraucht hat. Der Minister ührte dann iveiter auS: Ich will die Gelegenheit ergreifen, nm auf die Tatsache hinzuweiscn, daß in diesem Jahre die Feim des 50jährigen Jahrestages der Begründung der Einheit Italiens fallen wird. Diese Gnubcit rourbt er stritten und erzwungen unter der Shmpathie der großen Mehrheit der Bevölkc rung dieses Landes und seitdem die Einheit erreicht ist, hat eine unerschütterliche Herzlichkeit zwisäum beiden .Vrönig ■ reichen bestanden und ist eine dauernde auf wechselseitigem Verstehen und Wohlwollen bcgriindetc Freundschaft erreicht worden. Tas Oberbaus. London, 6. Febr. Im Oberhaus erklärte bei der Abrcß- aussprache £orb Lansdowne unter Bezugnahme auf bie jüngsten «beunruhigenden Berichte aus Mazedonien über die bei der Entwaffnung angcwendetcn Mittel: Ich weiß nidn, ob die britische Regierung von diesen Vorgängen unterrichtet ist, aber ich hoffe es: Wir werden hören, daß sie wachsamen Auge, beobachtet werden. Wir tönnen nicht überrascht sein, wenn die Kommentare darauf hinaus laufen, daß das Vertrauen in das neue konstitutionelle Softem der Türkei ernstlich erschüttert sei. Ich bin überrascht, daß in der Thronrede nichts über die Lon doner Deklaration gesagt ist. Die meisten würden gern gesehen haben, wenn ein internationales Brisengericht anstelle der nationalen Prisengerichte gesetzt wäre, auf die wir uns jetzt verlassen müssen. Aber unsere Zustimmung hing von zwei Dingen ab, nämlich von einer befriedigenden Zusammensetzung des Gerichtshofes selbst und von einer befriedigenden Fassung dec Bestimmungen, nach denen der Gerichtshof zu richten habe. Die Stellung Großbritanniens ist verschieden von der einer anderen Macht. Aus diesem Grund ists entschuldbar, wenn wir diese Angelegenheit mit kritischerem Auge betrachten als andere Mächte. Deutsches Kcicb. Ter Kaiser ist der „historischen Kommission für die Provinz Hannover, das Großherzvgtum Oldenburg, da- Herzogtum Braunschweig, das Fürstcntirm Schaumburg Lippe und für die Hansestadt Bremen" als Patron ibei» getreten. lllendck, a- d- *66. ütb angcordnet wieder ^u besuchen, und dort eine Versammlung ab»u* halten, um den Untertanen in Persien bekanntzugeben, daß er die ^rachfolgeschast in der kaiserlichen Krone Indiens angctreteii habe. Die Thronrede kündigte sodann Vorschläge für die Rege-, lung der Beziehungen zwischen den beiden Häusern betf Parlaments an zum Zwecke wirksameren Arbeitens an der Verfasnmg, ferner Maßregeln zur Ausdehnung der Altcrspension, auf Personen, die bisher infolge Genusses von ArrnenunterslLtz i ungen kein Anrecht besaßen, weiter die Einführung einer Bei» icherung der Jndustriebevölkerung gegen Krankheit unU Invalidität und eine Versicherung gegen bie Arbeite- losigkeitin Industriezweigen, wo sie vorzugsweise zu Tage triiU Nachdem die Thronrede verlesen war, verließ das könig liche Paar den Sitzungssaal und kehrte auf demselben Weg? nach dem Buckingham Palast zurück. Die ganze Zeremonie batte kaum eine halbe Stunde in Anspruch genommen. Das Unterhaus. London, 6. Febr. Das U n t e r haus versammelte sich heute nachmmittag 41/» Uhr, nm über die Adresse zur Be antwortung der Thronrede zn beraten. Verschiedene Förmlichkeiten verzögerten jedoch den Beginn der Aussprache, so daß Balfour sie erst 61/* Uhr eröffnete. Da Sir Edward Gr eh wegen des Todes seines Bruders abwesend war, berührte Balfour die äußere Politik nicht. Er kritisierte Winston Churchill wegen der Ruhestörungen in Südwales und bezeichnete die Affäre in der Sidnep-Street als eine Vereinigung dunkelster Tragödie mit etwas waS man fast Farce nennen könnte. Lord Balfour gab in Bezug aus die Erklärungen der Thronrede über daS-Budg et der Überzeugung Ausdruck, daß die vermehrten Ausgaben für Zwecke der Verteidigung absolut notwendig seien. Er hieß die Andeutung willkommen, daß der Marinehans halt eine Erhöhung zeigen werde. Er bedauere den Abschluß des RezeprozitatsabkommenS zwischen Amerika und Kanada und er- flärtc, daß das Abkommen ein großes Unglück für das Reich sein würde, wenn es ratifiziert werden würde. Bezüglich der Verlas sungsfrage sagte Balfour, die Regierung habe dem Hause in der berühmten Vorrede znr Parlamentsbckl erklärt, das; sie eine zweite Kammer, die so zusammengesetzt sei, daß sie die Verfassung wirksam sichere, für eine Notwendigkeit halte. Wolle die Regierung eine solche Kämmer gewähren oder beabsich tige sie, ihre knappe' Mehrheit zn einer fundamentalen Aendernng der Verfassung auSzunützen? Premierminister Asauith sagte über die Aeußerung Balfours, daß er eine starke Vermehrung der Ausgaben für die Vor teidigungskräfte annchme, er könne Balfour nur raten, eine Haltung geduldigen Abwartens einzunehmen. Obschon idi mich jeder eingehenderen Bezugnahme auf die auswärtigen Angelegen 0ettcii infolge der Abwesenheit Sir Edward Greys enthalte, fuhr der Premierminister fort, so kann ich die tonventionellen Wendungen der Thronrede erläutern und sagen, das; sich unsere •nfernationalen Freundschaften, die. wie dos .'naus uni das b wissen, reine ausschließlichen sind nnd seindseligen Tendenzen Ves Kreises. >orf a. b. Lahn de I ist zur LerhM« I Aitern unb Men- I tii zu 'Men. »führt rocrom loim-i Minde ist uns uÄI MM g gl r. 22 vom 18-wan rbnung vom 20. oidcrhandl'lnge" ar. London, 6. Februar. Die Eröffnung des Parlaments durck) den König in P-erson ist jetzt wieder zu einem festen Brauch geworden. Während ber letzten Jahre der Regierung ber Königin Viktoria hatte man den Brauch fast ganz fallen lassen, aber König Eduard hat ihn bei seiner Thronbesteigung sofort wiÄrer ausgenommen und König Georg steht im Begriff, dein Beispiel seines Vaters zu folgen. Die a.ten glanzenden Zeremonien der Eröffnung haben nichts von ihrem i.m|)OTriecenbcn Charakter verloren. König Georg fuhr mit der Königin Mary in dem berühmten von sechs isabellen- farbenen Pferden hannoverschen Schlages gezogenen Staats - wagen vom Buckingham-Palast na chd°em Hause der Lords. Die Fahrt ging die Mail entlang über die Horse-GouardS Parade und dann White Hall hinunter y,ach Westminster. Dort angekommen begab sich das Königspaar sofort in den Staatsn^AeidPre'im, t,Afs x'vn'if in her zu öer Beralungshalle der Lords führenden tönig'ichen Galerie zu erscheinen. Hier bildete sich die königliche Prozession, die aus einer Schar von Herolden und hohen Beamten des königlichen Haushalts bestand. Als das König?paar in die Halle trat, erhob sich die gesamte glänzende Versammlung, Peers und PceresseS, Bischöfe, die Mitglieder des diploma tischen Korps: König Georg ergriff die Hand der Königin und führte sie zu dem links stebenden THronsitz. Dann wendete er sich zu den Versammelten und ersuchte sie, sich zu setzen. „Black Rod" („ber Träger des schwarzen StabeS") der hohe Beamte des Hauses der Lords, der bic Botschaften von den Peers Sem Haufe der Gemeinen übermittelt, wurde sodann entsandt, um die Gemeinen zur Schranke des Hauses der Lords zur Vernehmung der Thronrede zu sorderii. Wenige Minuten darauf erschien der Sprecher an der Schranke, gefolgt von einer dichten Schar von Mitgliedern des Unterhauses. Der Lordkanzler reichte dem König knieend eine gedruckte Kopie der Thronrede. König Georg erhob sich und las das Dokument vor. Der König ist zwar kleiner an Gestalt als sein Vater, aber mit einer etwas stärkeren Stimmt begabt, und seine Worte schallten mit vollem Klang durch die ungeheure Halle. Die Thronrede. K o n st a n t i u o p e l und London in Sachen der Bagdab- bahn zu melden wissen, ja, eS scheint sich sogar gestern eine türkische Ministerkonferenz ernstlich mit dieser Frage beschäftigt zu lhrben, wie aus der Hinzuziehung des Genc- raldireltors der aiiatolischen Bahn, Huguenin, hervorgeht. Daß Frankreich hierbei mit England an einem Strange zieht, darf als sicher gelten. Befremden aber muß es im ersten Augenblick, daß sich das Londoner Kabinett nicht mit Berlin in Verbindung gesetzt hat. Und doch ist das eigentlich nur natürlich und deutet gleichzeitig die Richtlinien an, in denen sich die Verhandlungen bewegen dürften, zu denen zweifellos die türkische Regierung vorher die Zustimmung Deutschlands eingeholt hat. Wenn die Türkei an das Londoner Kabinett mit Vorschlägen in der Bagdadbahnfrage herangetreten ist, so war das nur natürlich. Hat sie doch ein Interesse daran, daß das Unternehmen auS finanziellen Gründen nicht ins Stocken gerät oder auS politischen hinsichtlich seiner Durchführung 'biS zum Persischen Golf scheitert, ganz abgesehen von der Erhöhung der türkischen Änfuhrzölle, die hiermit in engstem Zusammenhänge steht. Da nun für England das Interesse an der Bagdadbahn, wenn man die Frage der Kapitalsbeteiligung und der Schiffahrtskonzessron auf dem Euphrat und Tigris einstweilen offen läßt, erst hinter Bagdad beginnt, so ist es klar, daß sich die Verhandlungen nur um die letzte Strecke, Bagdad-Koweit, drehen können, zumal diese in die der anatolischen Bahngesellschaft gewährte Konzession nicht cinbexogen wurde. Hier Hal also die Türkei freie £>anb und dürste England Ümso leichter zu einer Kapitalsbeteiligung an der Bagdad bahn überhaupt, die ja auch von Deutschland gewünscht wird, unb zu einer Zustimmung zur Erhöhung der türkischen Einfuhrzölle bestimmen können, als England, dessen Einfluß im südlichen Persien und am Perjijchen Golf ja schon jetzt allgemein he. 28.3i* «de«- »BUS > üer|CU^Sid) b* > ort5ul?1 Dorl'E Die Thronrede lautet: ^ndem ich das erste unter meiner Regierun» gewählte Parlament eröffne, gedenke ich vor allem des' schmerzlichen Berllistes, den das Reich durch den Tod meines geliebten Vaters erlitten hat. Als er vor Jahresfrist lento Thronrede an Sie richtete, batte niemand vvraussehen^können. daß sein Leben, das er in unermüdlicher opsermütiger Tätigkeit dem Wohle seiner Untertanen widmete, m kurzer Zeck plötzlich beendet sein sollte. Indem ich mich dem unersorichlichen RaN'chlliß der Vorsehung beuge, schövfe ich ans fernem Beyptel Mut, und fühle mich in meinem tiefen Kummer durch bie Teilnalyne getröstet, bie mir von entern Volk in jebem Telle meines Reichs darge'oracht würbe Der König hieß fobann ben nach Vollenbung feinen Mission in Sübafrifa zurückgekehrt en Herzog von Gon- liaugbt willkommen unb brückte bic lebhafte Genugtuung aus, daß ber Herzog hi allen Klaffen bes südafrikamschen Gemeinwesens mit Kunbgebuitgen der größten Begeisterung und Loyalität emp- l'auqen nrrbe. Die Beziehungen zu ben auslänbischen Mächten bezeichnet bie Thronrebe als bauentb freunbhd). Tie Thronrede kündigt an, daß infolge der Kündigung des Handelsvertrages sollens der japanischen Regierung Verhandlungen über ben Abschluß eines neuen Vertrages eingeleitet seien, bie, tote er hoste zu einem befriebigenben Abkommen führen werben. Hier- cruf heißt es weiter: Die häufigen Klagen über Schäbigungen bes britischen Hanbels burch bie fortgesetzte Unsicherl-eit auf den Hanbelsstraßen im südlichenPerfien bewogen meine Regierung, obwohl mit Widerstreben, sich mit energischen Vorstell ungen an die persische Regierung zu rieten, bie seither ber Angelegenheit ihre Aufmerksamkeit zuwendete. Es machte sich in ber letzten Zeit eine gewisse Besserung bes Zustanbes auf ben Straßen bemerkbar. Daher schlagen meine Minister vor, bic weitere Entwickelung abzuwarten, bevor wir aus bie Annahme ber eigenen Vorschläge bringen, bie in jedem Falle fein anderes Ziel verfolgen, als bas Ansehen ber persischen Regierung wieberherzustellen unb ben Hanbel zu schützen. Mll großem Interesse sehe ich ber kommenden Mai zusammentretenden Reichskonfcrenz entgegen, in ber sich bie leckenden Minister ber SelhfiDermaltungsEolonicn unb bes Mutterlandes vereinigen werben, um über wichtige Angelegenhecken zu beraten, bie ihnen von einzelnen Regierungen unterbreitet werben sollen. Der König erflärt sodami, daß 7 bie Absicht habe, nach ben, Krönungsfeierlichkeiten die indischen Des itzuugQr Ans Liessen. .+ Mainz, 6. Febr. Gestern fanb hier eine Vertreter» Versammlung des R h e i n - M a i n g a u e s beS Allbentschen Verbanbes unter bem Vorsitz bes Gymnasiallehrers Grünschlag statt, bie ausgezeichnet besucht war. Heber bic politische Lage berichtete ber Borsitzenbe bes Allbentschen Verbandes, Rechtsanwalt C l a ß, Mainz. Er erörterte zunächst bie Entwicklung ber reichsländischen Versassungsfragc, schilberte bic Verhältnisse in ben polnischen Landesteilen unb berührte sodann die günstige Entwicklung unserer auswärtigen Politik. Im Anschluß hieran wurde einstimmig folgende Entschließung angenommen: „Die Vertreter-Versammlung erblickt in ber burdi den Gesetzentwurf über bie Verwssung Elsaß-Lothringens vorgeschlage- nen Aenberung bes Zustanbes im Retdislanbe eine schwere Ge- fäljrbung bes Reichsinteresses und hofft, baß dieser Entwurf nicht die Zustimmung bes Reichstages findet. Soll eine Aende- rung bes bestehenben Zustanbes oorgciwmmen werden, so erachtet ber Gautag bie Einverleibung Elsaß - L 01h ringens in bas vniareich Preußen für bas einzige Mittel, bas bem Lanbe Ruhe nnb Orbnung roiebergibt unb ;■ SBiebergcroinnung feiner Bevölkerung gewährleistet." Neue Vagdadbahnverhandlungen. Der Bau einer Eisenbahn von Kvnia najch Bagdad ist im Jahre 1899 der deutschen Gesellschaft ber anatolischen Bahnen konzessioniert worden, wobei von vornherein in Aussicht genommen war, die Bahn bis zum peitschen Meerbusen durchzuführeii. Da England, Frankreich und Ruß- Imtd von diesem Unternehmen eine Stärkung des deutschen Einflusses in Kleinasieii und seine Ausbreitung Mich in Mesopotamien fürchteten, haben sie sich, obwohl ihnen das von deutscher Seite freigestellt war, jeder Kapitalsbeteiliguug an dem Bahnbau enthalten und es mit Freuden begrüßt, als die Arbeiten im Jahre 1907, sei es wegen technischer Schwierigkeiten (Ueberschreiten des Taurus), fei es auS Mangel an Mitteln, ins Stocken gerieten. Zwar hatte man deutscherseits (1903) England eine Vertretung un Direktorium angeboten, um es für das Projekt zu gewinnen, aber dieses Anerbieten fand nicht nur eine schroffe Ablehnung, nein, je weiter der Bahnbau fortschritt, desto größere Schwierigkeiten suchte man ihm zu bereiten, indem man in London, wie im Jahre 1903, so auch im Jahre 1909 feine Zustimmung zu der Erhöhung der türkischen Einfuhrzölle davon abhängig machte, daß aus diesen nicht mehr, wie bisher, die Kilometergarantie für die Bagdadbahn bestritten würde. Eine kleine Abschwächung der Haltung Englands gegenüber der Bagdadbahn ließ sich erst feststellen, als im Dezember 1909 "Sir Ernest Cassel, der englische Direktor der oltomanischen Bank in Konstantinopel, in Berlin weilte, um über die Vorschläge der deutschen Bagdadbahngruppe hinsichtlich einer britischen Mitwirkung an der Ausführung dieses großartigen Unternehmens zu verhandele TieseS Entgegenkommen hing wahrscheinlich damit zusammen, daß durch den Verkauf der französischen Zweigstrecke Morsina-Andana (südlick) von Bulgurlu) an die Bagdadbahn- qese lisch ast Frankreich seinen Widerstand gegen daS deutsche Unternehmen bis zu einem gewissen Grade aufgegeben und sich damit einen, wenn auch bescheidenen Einfluß im Direk- Torium gesichert hatte, wie ihn neben Deutschland und der Türkei auch Oesterreich-Ungarn, die Schweiz usw. besitzen. England wollte also nicht den Anschluß versäumen, doch führten die Verhandlungen damals zu keinem Ergebnis, sei es nun, daß Sir Ernest Cassel ein Kartell zwischen der Bagdadbahngesellschaft und der zu gründenden anglo-otto- manischen Schiffahrtsgesellschaft auf dem Euphrat und Iig> is als Preis für die englische Kapitalbeteiligung vor- icktug, sei es, baß er für bie letzte Strecke ber Bagdadbahn .Bagdad-Koweit), die überhaupt noch nicht endgültig festgelegt ist, gmiz bestimmte, das englische liebergetoidht am persischen Golf berücksichtigende Wünsche geltend machte. Durch die Potsdamer Monarchenbegegnung und die babei getroffenen Abmachungen über die Bagdadbahn frage ist diese nun in ein neues Fahrwasser gelangt. Dadurch, bah Rußland in eine Verbindung des nordpersischen Eisenbahnnetzes mit der Bagdadbahn willigte, trennte es sich offiziell von den bagdadbahnfeindlichen Machten, und eS ist bei den Bcsvrechungen über die Ergebnisse der Potsdamer Begegnung schon wiederholt darauf hingewiesen worden, das; bic nächste Folge dieser veränderten politischen Lage i'i amuidfc Anschluß Englands und Frankreichs an die Bagdabbahnmächte fein müsse, wollten sie sich nicht allen Einflusses im mittleren Orient begeben. Unb diese Erwar- mng scheint fick) jetzt erfüllen zu sollen. Nachdem schon Mitte Januar fast bie gesamte englische Presse dafür plädiert patte, jetzt bic mit Deutschlaub bestehenden Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich der Bagdadbahn auszugleichen, weil es leinen Zweck mehr habe, ihre Fertigstellung hindern zu wollen, und man auch in Frankreich bei Befprechnng ber Verhandlungen über die auswärtige Politik stets darauf hingewiesen hatte, daß man sich im mittleren Orient nicht ausschaltcn lassen dürfe, gehen seit einigen Tagen Nachrichten durch die Presse, die von Verhandlungen zwischen m. 52 Erster Blatt 16h Jahrgang Dienstag, 7. Zebruar IM t.t eitle»«»wige« © Z> jfk "VT © ei Gießener Anmgett »«-r tzeneral-Anzeiger für Gberyeffen DSM »nnahme von Anzeigen ßotationsönid und Verlag der Vrühl'schen Univ.-Vnch- und Steindruckerei R. Lange. Redaktion. Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. 2nnd* * E.beß• deu b!tz Mrm1taia%ni9niih” Büdingen: Fernsprecher Nr. 50 Geschäftsstelle Vahnhofstrahe lös. ^"zc.gcntcü: H. Beck. anerkannt ist, besonderen Wert darauf legen muß, daß das etzte Stück der Bagdadbahn unb ihr Endpunkt nidyt einer rem den Macht ausgeliefert wird, daß zum mindesten die Strecke Bagdad-Bassorah zur Hälfte mit englischem Gelde gebaut und daS Protekwrat Englands über Koweit (türkisch) und Ndohammeran (persisch) anerkannt wird. Ob man in Konstantinopel die englischen Wünsck)e in vollem Umfange erfüllt, bleibe dahingestellt. Jedenfalls lürftc man das nur rm Einvernehmen mit Deutschland tun, so daß hier absolut Feine Gefahr besteht, die beut]dum Jitter essen könnten durch das eng lisch-französisch-türkische Abkommen gefährdet werden. Vielmehr wird man ci^nur begrüßen können, wenn ein solches zustande kommt. Denn ganz abgesehen davon, daß der deutschen Bagdadbahn dann die reichen Mittel Englands und Frankreichs zugeführt werden, verschwinden auch ReibungSflächen, die bei den unsicheren Besitz Verhältnissen am Persischen Golf leicht zu einem englisch-türkischen und, weil der Endpunkt der Baa- dadbahn 'dabei in Frage kommt, auch zu einem enghisck>- deutschen Konflikt führen könnten. Und wenn solche Kvn- flikte werben vermieden werden firmten, ohne daß Deutschlands wirtschaftliche Interessen und die Integrität der Türkei verletzt wird, so kann man damit mir Hu fried en sein. Herr v. Liderlew-Waechter hatte richtig spekuliert, als er auf dem Umwege des Abkommens mit tRuMnd die Bagdadbahnfrage in FMß brachte, deren endgültige Lösung wohl ljeute keinem Zweifel mehr tuiterliegt. Die Eröffnung bes englischen Parlaments. Be- dem ver- ber An- BaterS befolge, inbem er ferne Gönnerschaft jener wegung züweirde, welche die Freundschaft zwischen deutschen und dem englischen Volke vermehren und tiefen wolle. Der König gab in seiner SLnttoort sicheren Hoffnung Ausdruck, daß die wohltätigen strengungen, auf beiden Seiten ein herzliches Einvernehmen zu fördern, reick>e Früchte tragen möchten. — Abends speisten Harnack und Spiecker beim Erzbischof von Canterbury. Aus Athen wird gemeldet: Zum Präsidenten der Revisionistischen Kammer wurde Stratos, Kandidat der Venizeles-Partei, mit 249 von 276 abgegebenen Stimmen gewählt. Wie das Reutersche Burscru aus Teheran meldet, ist F i - /manzminister Ianicd Dauleh seinen Verletzungen Zerlegen. Der Polizei gelang die Festnahme der beiden Mörder, nachdem sie einen von ihnen verwundet hatte. Ta 'beide russische Untertanen sind, hat die russische Gesandtschaft ihre Auslieferung verlangt. — In Ispahan herrscht große Erlegung darüber, daß der russische Konsul sich weigert, den Mnnn > aus zu liefern, der am 1. d. M. den Gouverneur durch mehrere Schüsse verwundete. Es heißt, die Geistlichkeit reize die Bevöl- Lerung auf, sich der Eröffnung einer Flliale der Russischen Bank W wchersetzen. Aus El Paso wird gemeldet: Die Insurgenten zerstörten gestern früh einen Eisenbahnzug. Mit dem Obersten der Bunddsarmec Rabago entspann sich ein Kampf, bei welchem zwei Insurgenten und 170 Mann der Bundesarmee gefallen find. Rabago ist mit 300 Mann der Umzingelung durch die Revolutionäre entronnen. Gestern abend zog er in Zuarez, von der Bevölkerung lebhaft begrüßt, ein. Aus Cap Haiti en (Haiti) wird gemeldet, der von den Revolutionären für die Präsidentschaft vorgeschlagene "General L e c o n t e suchte in dem deutschen Konsulat Zuflucht. Ferner wird gemeldet, daß dre Revolutionäre die Städte Le Trou und Quannaminth (?) eigenommen haben. Ausland. Im ungarischen Delegations-Ausschuß für VNswärtige Angelegenheiten trat Graf Aehren- khal, der von Batthyony in der letzten Sitzung ausgedrückten! Nnschauüng entgegen, daß die Ausgestaltung der v st e r r e i ch i s ch- üngarischenFlotte gewissermaßen aufWunschDeutsä)- lands erfolge. Diese aus der englischen Presse stammende Legende werde jetzt in der englischen Presse nrcht mehr geglaubt. Ebenso unrichtig sei, daß die Ausgestaltung der Flotte Oesterreich-Ungarns gegen dessen Bundesgenossen Italien gerichtet sei. Der Aussclpiß nahm hierauf das Budget des Arußcrn [im allgemeinen und im besonderen an und drückte^ dem Minister deS Aeußern für seine richtige Leitung der auswärtigen Polllik der Monarchie Anerkennung und Vertrauen auS. Die französische Kammer begann mit der Beratung des Gesetzentwurfes, der bestimmt, daß nur die aus der Champagne stammenden Weine als Champagner bezeichnet werden dürfen. Mehrere Abgeordnete der an das Weinbaugebiet der Champagne angrenzenden Gegenden spracl>en sich gegen den Entwurf aus, der die Frecheit des Handels beeinträchtige und die Trustbildung begünstige. Der HauptberichterstaUer des Budgets verteidigte den Entwurf, der die logische Erweiterung der Gesetze zur Unterdrückung der Nahrungsmittelfälschung bedeute. Nach Schluß der Aussprache wurde der Uebergang zur Einzelaussprache mit 344 gegen 154 Stimmen beschlossen. Die drei ersten Artikel des Champagnergesetzentwurfes wurden angenommen. Artikel 4, der eine Steuer von fünf Centimes auf die Flasche zur Bestreitung der Kosten für die Kontrolle festseyt, wurde von mehreren Abgeordneten bekämpft. Daraus wurde mit 260 gegen 241 Stimmen trotz der Befürwortung durch die Regierung und die Kommission die Krrückstellung des Artikels beschlossen. Ter Finanzminister erklärte sodann, er werde nunmehr Vorschlägen, die Steuer von 5 Centimes in das nächste Finanzgesetz ein- Nlfügen. Die letzten Artikel und das Gesetz im gangen wurden schließlich mit 411 gegen 108 Stimmen angenommen In der russischen Reichsduma stand der Fi- Die Blätter melden: Letzthin verweigerte eine ^Batterie des 1L französischen Artillerie-Re- stzim ents den Dienst, weil die Mannschaft über ungenügende Ernährung klagte. Das zweite, um 10 Uhr ausgeteilte Frühstück entsprach angeblich nicht ihren Forderungen, weil der OeLonom Ersparnisse machen wollte, nanzplan für die Einführung des obligatorischen Elementarschulunterrichts zur Beratung. Die Vorlage fordert eine jährl. obligatorische Ausgabe von zehn Mll. für 10 Jahre u. überträgt den Verteilungsplan für die zu gründenden Schulen den Selbstverwaltungsbehörden. Der Finanzminister erklärte, die Regierung sei mit Rücksicht auf die Wichtigkeit dieser Frage bereit, eine jährliche Ausgabe für den genannten Zweck festzusetzen. Das Zentrum stimmte ober nicht über 8 Millionen zu. Der Staat müsse bei der Festlegung der obligatorischen Ausgaben Vorsicht beobachten. Dsie Duma nahm die Gesetzesvorlage über die Einführung des Elementarunterrichtes mit einer obligatorischen Ausgabe von 10 Millionen Rubel jährlich für die Dauer von 10 Jahren an. „Standard" uno „Daily News" melden: Der König von England sagte in seiner Unterhaltung mit den deutschen Pastoren: Mein teurer Vater wurde der Friedensstifter" genannt: er inar auch ein Friedensstifter. Ich betrachte es als meine Pflicht, in seine Fußstapfen zu treten. Infolgedessen werde ich nach besten 'Kräften das Bemühen unterstützen, das dahin abzielt, den Frieden intb den guten Willen zwischen den Völkern zu fördern. — Andere Blatter melden: Spiecker sprach dem König seinen Dank dafür aus, daß er das Beispiel seines Aus Stadt uns Land. Gießen, 7. Februar 1911. ** Tageskalender für Dienstag, 7. Februar. Stadt- iheater: Gastspiel der Jbjen-Tournec: .Wenn wir Toten erwachen.* Anfang 8 Uhr. * M Ordensangelegenheit. Ter GroßHerzog hat bem Professor Dr. Erich Kaiser zu Gießen die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem König von Preußen verliehenen Roten Adler-OrdcnS vierter Klasse erteilt. ee Erledigte Stellen: Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Rauher m. Die Stelle des Forftivarts der Forslmartei Glashütten, Oberförsterei Nidda. ** V e r b a n d der Detaillisten-Vereinc ün Groß- h^ogluin Dessen. Ter Vorstand des Verbandes hielt dieser Tage eine ^ibung ab, in der «hauptsächlich die Frage, der Gemeindest e u er-R c s o r m nochmals eingehend erörtert wurde. Mil dm von dem Jorubenben, Kalbfuß, bei dem Finanzausschuß der Ersten Kammer eingelclleten Schritten erklärte man sich einverstanden und gab der Hoffnung Ausdrull, oaß die Erste Kammer den Wünschen der Telalllliten Verpändnis entgegenbringe und die von der Zweiten Kammer int Interesse des TetallltstenstandcS iSSS^wmmenc Svnde^fMer zücht zu Falle bringe a Ctz wurde ferner beschlossen, Anfang März eine Ausschußsitzung abzuhalten und sich besonders mit dem neuen Gesetzentwurf, betreffend dte Pensionsversicherung der Angestellten, zu beschäftigen. — Ferner fand eine Besprechung des Vorstandes mit einer Abordnung Rheinhessischer Geschäftsleute statt, die den dort bestehenden Rheinhessischen Detaillisten--Verband aufloscn und ihn als Detaillistenverein für Rheinhessen-Land neu gründen wollen. Dieser Verein wird dem Hessischen Verband sofort betreten. Die gegenseitige Aussprache ergab vollständige lieber ein\*immung. Eine große, öffentliche Versarnnilnng, zu der alle rhetnhefnswcn Detaillisten irimgelabcn werden, soll am 5, März ui Worms abgehallen werden. , _ . , .. " »Wenn iüir Toten erwachen. Zn der heutigen Aufführung im Ctadtthcater schreibt man uns: Mit bieiem .Epilogs setzt der Denler Ibsen dte Totalsumme, die Endziffer eines Schaffens in Klammer. In diesen rote in allen letzten Ibsenwcrken scheitert die versuchte Synthese zwischen der Mann- und Weibtvelt. Aber hier scheitert sie ,zfd)Ön*. Das irdische Glück zerklirrt gewissermaßen wohllautend unter Sphärenllang. Es erscheint zum Schluß dieses Dramas der güniltgste Fall im Weltenkräftespiel gegeben; daß nämlich die Kräfte Mann und Weib parallel zu einander wirken. Die Harmonie der Seelen ist das unlösbare Problem. Irene i|t das ewig Weib- !iche, das hinan-, Maja das einig Weibliche, das hinabzieht Maja und der Bärentöter steigen zu Tal, Irene und Rubel steigen gipfelan. Irene und Maja stehen zueinander wie der Geist zur Materie, der Vers zur Prosa, die Idealiiät zur Realität. Irene ist das Symbol für Rubeks inneres Schicksal. Sie repräsentiert sein »Leben". Er ist tot, wie er sich von ihr abkehrt, sich an em Derivat des Lebens, an die Kunst verliert. Das ist seine tragische Schuld. Zu ihrer Erkenntnis komnit er erst, als er das gekränkte, verstoßene, verlorene Leben wieder sieht. In diesem Alterswerk klingen breit und mächtig wie Orgeltöne auf- und ineinanderschwebend Gru d- themen der Symphonie: Menschheit, Tod und Leben, Luve, Kunst, Ich und Du, unentrinnbares Hoffen, unentrinnbares Verzichten, die mystische Triangel: Mann, Weib, Werk (Kind). Mit starkem Interesse kann man der Aufführung dieses gewaltigen letzten Werkes des großen Norwegen entgegensehen, das durch das Ibsen-Theater Maria Rehoffs zur Darstellung gelangt. "Die Eisbahn, die sich in vorzüglichem Zustand befindet, ist heute früh um 11 Uhr wieder eröffnet worden. Bei anhalteiidem Frost findet morgen nachmittag von 3 bis 5 Uhr Konzert statt. **FolgendeTaubstummengottesdienste finden in diesem Jahre in Ober Hessen statt: In Gießen, im Konfirmandensaal, Licbigstraße 56, nachmittags 2 Uhr: am 19. Marz (mit Abendmahl), 18. Juni, 17. September, 12. November. In Lauterbach, im Konfirmandensaal an der Kirche, nachmittags 21/4i Uhr: am 12. März, 2. Juli, 24. September (mit Abendmahl), 19. November. ** Maul- und Klauenseuche. Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet auS: Geseke, Regierungsbezirk Arnsberg ; Dinslaken, Regierungsbezirk Düsseldorf; Neunkirchen, Regierungsbezirk Trier; Erkelenz (Schlachthof), Regierungsbezirk Aachen; Berwangen, Baden; St. Leon, Baden; B öck in gen, Oberamt Heilbronn; Neenstetten, Lber- amt Ulm; Essingen, Oberamt .Aalen; Großbottwar und Marbach, Oberamt Marbach; Lindenberg, Bezirksamt Neustadt a. H.; Helfendorf, Bezirksamt Rosenheim; For- b ach (Schlachthof), Bezirk Lothringen; Dammerkirch, Bezirk Obereifaß; Andolsyeim, Bezirk Oberelsaß; Friedrichs- feld, Baden. .—.Erloschen äst die Seuche im Aiehhose zu Hof a. S. Landkreis Gießen. s. Reiskirchen, 6. Febr. Heute abend zogen die hiesigen Holzmacher, die heute mit dem Holzfällen fertig geworden sind, unter Gesang vor das Haus des langjährigen Rottmeisters Philipp Debus, den man nach einer Ansprache hoch leben ließ. Bon da ging es in die Fritzelsche Wirtschaft. -ch. Eberstadt, 6. Febr. Gestern veranstaltete der Gesangverein »Liedertrank im Saale des Gasthauses ,zum Adler" sein ziveites Wintervergnügen. Nachmittags war der Tanz und abends nahmen theatralische Aufführungen ihren Anfang. Einem ErüffmmgSmarsch der Kapelle Görlach und einem Prolog, gesprochen von Fräulein Emma Wörsbach, folgten mehrere sehr flott vorgetragene Stücke. Der reiche Beifall bewies zur Genüge, daß die Mitspielenden sich ihrer Aufgabe in vortrefflicher Weise entledigt hatten. 'Nach 12 Uhr trat der Tanz in seine Rechte. Während der Festlichkeit erfreute der .Liederkranz* feine Gaste durch einige GesangSvorträge, die Zeugnis von seinem Können ablegten. ’Z- Li ch , 6. Febr. Heinrich N e e b s Geburtshaus, an dem kommenden Sonntag zu Ehren des verstorbenen Komponisten eine Gedächtnistafel durch Frankfurter Sänger angebracht werden soll, liegt in der Oberstadt an der Ecke von Södelhosgasse und Marktplatz. Es ist jetzt im Besitz der Getreidehandlung Gehr. Baum. Die Stadt und die hiesigen Gesangvereine „Cäeilia" und „Männer- quartett" treffen Vorbereitungen zu dem Empfang der Frankfurter Gäste. Kreis Büdingen. -1-. Büdingen, 6. Febr. Die vom WohlsahrtS- pflegeoerein Büdingen veranstaltete Theater- Vorstellung des mittelrheinischen Perbandstheaters bringt am Mittwoch den 8. d. Nits. das Dr. Töpfersche Lustspiel „Der Pariser Taugenichts". Tie Vorstellung findet im Saale des Fürstenhofes statt. Die von der Aufführung des,Mein- eidbauer" noch in bester Erinnerung stehenden Mitglieder des Vcrbandstheatcrs finden hoffentlich cm vollbesetztes Haus. ----- Büdingen, 6. Febr. Schöffengericht. Der Taglöhner K. L. von Ober-WidderSheim, zurzeit ohne festen Wohnsitz und Aufenthaltsort hier in llmersuchungshast, wird wegen Bettelns zu einer Haft strafe von ö Tagen und in die Kosten des Ver- iahrens Verurteilt. Ter Steinrichter A. B. von Rinderbügen erhält wegen vorsätzlicher Körperverletzung mittels gefährlichen Werkzeugs unter Annahme mildernder Umftänbc eine Geldstrafe von 15 Mark, die im Uneittbringlichkeitsfalle mit ,5 Tagen Gefängnis zu verbüßen ist. In einer Privatklagesache wegen Beleidigung war der Privatkläger in der Hauptverhandlimg rod)er erschienen, noch durch einen Reästsanwalt vertreten. Das Verfahren wurde cingefreUt unter Belastung des Prrvatklägers mit den Kosten. Tie nächste Sitzung suchet am 20. Februar statt. -1. Stockheim, 5. Febr. Der Kriegerverein hielt am letzten Samstag seine Hauptversammlung unter großer Beteiligung der Krieger- und Gesangvereins-Rsttglieder in der Wirtschaft Weitzel ab. An die Versammlung schloß sich ein Bierlommers, der bei guter Uiiterhaltung durch den Gesangverein, sowie durch komische Vorträge deS Herrn Gernand und die Mitwirkung der Kapelle Elzenheimer einen gemütlichen Verlauf nahm. — In der vorigen Woche verunglückte hier ein junger Bursche; er schoß sich beim Hantieren mit einem Revolver eine Kugel in die Hand. Ter Verletzte mußte die Klinik in Gießen aufsuchen. Kreis Lauterbach. — Angersbach, 6. Febr. Heute nachmittag wurde der zweite Kursus der wandernden Kreishaushal- t u n g s - und K o ch s ch u l c, der am 12. Dezember hier begonnen hat, geschlossen und zugleich einer Besichtigung durch die Kreisbehörde unterzogen. An dem Kursus hatten sich diesmal 28 Schülerinnen, barunter mehrere junge Frauen von hier beteiligt. Ten Unterricht in der ersten Hilfeleistung bei Unglucks- ällen hatte der pratt. Arzt Dr. Pyroth aus Lauterbach übernommen. Nach der Prüfung, die im neuen Schulgebäude stattsand und in durclxrus befriedigender Weise verlief, gab es für die Teilnehmer in der Wircschaft von Adrian Möller, wo der Kursus abgehalten wurde, Kaffee und Kuchen. Für den Kursus in Crainfeld, der nach Verbringung der Gerätsä-aften dorthin deninächst beginnt, sind bereits 31 Schülerinnen gemeldet Kreis Friedberg. 0 Friedberg, 6. Febr. Einen Familienabend, der sich eines außerordentlichen Besuchs aus der weiten Umgebung erfreute, veranstaltete am Samstag abend im Hotel Trapp der Bezirkslehrerverein Friedberg-Bad-Nauheim. Ein ausgewähltes Programm sorgte für reiche Unterhaltung. Besonderen Beifall fanden die Gesangsvorträge von Seminarlehrer Kuhn (Tenor), Blindenlehrer Schmidt (Baß) uns Fräulein Wehr- heim-Bad-iliauheim (Sopran), sowie der vorzüglich gespielte Haus Sachs'sche Fastnachtsschwank „Ter fahrende Schüler im Paradies", den Lehrer Weinerl, Lehrer Zinser-Beienheim und Frl. Säufer- Wisselsheim trefflich Wiedergaben. An die Feier schloß sich ein Tanz an. Gestern schloß sicy an die Feier noch ein Ausflug nach Bad-Nauheim, roo man int Restaurant Burk noch einige ge- m^ckiche Stiiilden verlebte. Das nächste Familienfest des Be- zirtsoereins soll int Sommer auf dem Watdscyloßchen bei Ober- blosbach veranstaltet werden. . m. Ba 0 - N a u y c i in, 6. Febr. An 13 Kriegs- cetera nen mit einem Einkommen von weniger als 1300 Piark wurden jetzt von der Stadt je 25 Mk. ausbezahlt, Im Ganzen sind noch 49 Veteranen vorhanden. — d. Bad-Nauheim, 5. Febr. Im hiesigen Kriegerund Militärverein „Hafsia" hielt gestern abend Hauptlehrer Storch-Butzbach einen Vortrag über „Er- lebtes und Erfahrenes aus großer Zeit". In von Begeisterung getragener Sprache gab der Redner in seinen Ausführungen die Eindrücke wieder, die er als Junge während der großen Tage von 1870/71 in unserer Badestadt in sich aufgenoiumen hat. In einer größeren Anzahl Dichtungen hat der Vortragende seinen Empfindungen poetischen Ausdruck verliehen. Der Vortrag fand reichen Beifall, besonders auch von den anwesenden Veteranen. Hauptlehrer Storch hat über dasselbe Thema in diesem Winter schon einmal im hiesigen Vortragsverein gesprochen, auf vielseitigen Wunsch hin wiederholte er es gestern abend in der „Hassia". m. Rieder-Mörlen, 6. Febr. Hier ist die älteste Einwohnerin, Frau Witwe Hahn, im 9 8. Lebensjahre nach kurzer Krankheü gestorben. 9ioch einige Tage vor ihrem Tode verrichtete sie sämtliche Wlrtschaftsarbeiten. In unserem Orte leben jetzt noch 6 Greife und Greisinnen im Alter zwischen 80 und 90 Jahren. Starkenburg und Rheinheffen. R. B. Darmstadt, 6. Febr. An dem FestbaN, den Staatsminister Ewald und Frau heute abend in den Räumen der Vereinigten Gesellschaft veranstaltet hatten, nal)men etwa 250 Gäste teil, darunter auch der Großherzvg und die Großherzogin. Um i/29 Uhr fand in den kleineren Sälen ein gemeinsames Abendessen statt, bei dem der Großherziog Frau Staatsminister Ewald, Staatsminister Ewald die Großherzogin zu Tische führte. Nach beendetem Essen begann gegen V2IO Uhr der Ball, der bis nach 1 Uhr an dauerte. Die Tafel- und Ballmusik stellte die Kapelle des 23. Dragoner-Regiments. rnu Darmstadt, 6. Febr. Zum Besuch des Zarenpaares wird aus zuverlässiger Quelle mitgcteUt, daß das B e- s i n d e n der K a i s e r l n in der lebten Zell majt beiondcrs gut war. Die Besserung im vorigen Iahlre hielt nicht allzulange an und der Zustand soll wieder schlimmer geworden fein, so daß alsbald mit dem Eintritt besser er Witterung die Nauheimer Mur wieder beginnen soll. Es wird behauptet, daß der Rückschlag in dem Befinden der Zarin auf die Tatsache zurückzuführen sei, daß sie sich im Vertrauen auf ihr Wohlbefinden allzugroße Anstrengungen aller Art zumutete und sich dabei erneut Erkältungen ufro. zuzog. Der Zustand hat keinerlei Bedenken, roiib aber einer längeren Behandlung bedürfen. Voraussichtlich bürile die Zarin mit den Kindern schon Anfang Mai in Schloß Friedberg eintreffen. Die Ankunft des Zaren ist auf einige Wochen später vorgesehen. — Wegen der langen Hutnadeln hat auch die Darmstädter Stratzeitbahnverwaltung ihr Fahrpersonal angewiesen, Damen mit Gefahr bringenden Hutnabeln in höflicher Weife zu deren Beseitigung oder Sicherung der Spitzen aufzufordern. Bei etwaigen Verletzungen sind die Namen der Trägerinnen, der .Verletzten und Zeugen festzustellen. rm. Gernsheim, 7. Febr. Plötzlich gestorben ist heute früh der Oberamtsrichter Franz während des Dienstes auf feinem Bureau. Er erlitt einen Schlaganfall. m Offenbach a. M., 7. Februar. Ueber die Errichtung einer Kläranlage hielt in der gestrigen Sitzung des Bau- ausschusses Ingenieur Dr. Heydt-Darmstadt einen dreiviertelstündigen Vortrag, in dem er die verschiedenen Kanal- Systeme und besonders das von ihm für Offenbach vorgesehene Projekt erläuterte. Schließlich wurden 30 000 Mark für die Vorarbeiten zur Kläranlage bewilligt. Dr. Heydt soll in einer demnächst abzuhallenden öffentlichen Versammlung über die Kläranlage berichten, damit auch die Bürgerschaft über diese Frage sich ein Urteil bilden kann. — In der hiesigen Leihhausverwaltung sind erhebliche Unterschlagungen aufgedeckt worden. Schon seit Jahren hat der Leihhausvorsteher Bayersdorf bei der Versteigerung von Pfandscheinen die über die Psandschein- summe hinaus erzielten Beträge den Psandscheminhabern nur zum Teil ausbezahlt, ohne daß bei den Revisionen die Unterschlagungen bemerft wurden, da die Summe der Pfandscheine stets mit den Eintragungen in den Büchern übereinstimmte. Die Höhe der veruntreuten Summe konnte noch nicht fest- gestellt iverden. Tie Entlarvung des Defraudanten erfolgst auf die Anzeige eines anderen Leihhausbeamten hin. BayerS- darf wurde sofort seines Postens enthoben. Die Stadt ist nicht direkt geschädigt, jedoch fragt sich, ob nicht die Psand- fcheminhaber Schadenersatzansprüche an die Stadt stellen werden. -0. Mainz, 6. Febr. Ter ehemalige Sauitätsrat Dr. Rolly aus Osrhosen, dec im vorigen Jahr wegen Verleitung zum Meineid mit dem Terekrio Großtorrenhaus zu 1^> Jahren Zuchthaus verurteilt lvurde, und wegen Kränklichteir zeitweiligen Strafaufschub hatte, machte in der letzten Zeit wieder ein Gnadengesuch an den Groß- Herzog, das dieser Tage ab gewiesen wurde. Hessen-Nassau. hc Hornburg v. d. Höhe, 6. Fcbr. Dem Landbauinspettor H. Jacobr in Hombura v. d. Höhe wurde der Charaucr al-H Bau cgi mft beiß pe^ioMchW Mnge öer Räte vierter Klaffe vcr- fe f&SS fS-S” Zailäck ■ übcrlvmM. tri di- eg □ jeder Seü K fdjonw VI» Mz 'M i lauf aügeMei Salb. Stein,« JnzwiM reiche Schauer auch die Ich am SluW elfen des W tn uw mieten Mftilk Stellen WUMMW bestehend auS 8 Zimmern, Bad, Küche, nebst 2 groß. Zimmern in der III. Etage u. Gartenanteil ist per 1. Juli ander- piet ist dir ölte;: 98. Lebensjahr! einige Tage do: sjchastsarbciten. imb (Dieijinntn i Die Beletage meines Hause» Max Lewinthal und Frau Hedwig geb. Kotheohild. lefitn. :n dem Festball, Frau heute ate lljchast veransialia darunter auch tr. i/29 Uhr sand in btt ejicii statt, bei bm alb, ^ta^minißei x N betnbtitnv bet bti nach X W \ stellte die äaiptllt Jg. Bäckerbursche kann loiort cintreten bet Emil Jöacl, Bäckermeister, ZLMieS MädM gesucht. Otitü Lawcagaiie 2 v> Letzte Nachrichten. Gotha, 7. Fcvr. Las Pt iltlär-Luftschiff M 8 ist hcrrte morgen 6.0b Uhr nach Dietz abgefahren. Es wird beabsichtigt, die Bahnlinie Bebra-Fianksurt zu hatten und von da die Richtung nach Tborius zu nehmen. Peking, 7. Febr. Tie Pest ui Lhtna macht Fortschritte, so büß jetzt auch Peking bedroht ist. ML jimintt zu vermieten. Setiersmea 2 lll. jroci Wll möbL jiuiuicr in ruhigem Hause zu vermieten. 53!________Nord-2lnlaac 3.» 11. Aus März gesucht träft, fleißig. braue» MädcheU über 17 Jahre. Zu sorecheu zw. l/,7 und */,8 Uhr abendS. Iran Geheimrat Bcbagbel, 7901 Hoimannitrape lo. «ut*rv gleichzeitig wurde er al« Nachfolger de« verstorbenen Geheimen Baurats Professor £. Jacobi »um Direktor des S a a l b urgmus eums ernannt 752] 3«Zim.-Wohw, 'Jicbcnü., ver L Uliärz 1911 zu vermieten. Zu erfragen in der Geschäfts« sielte deö Gießener Anzeigers. Em neuer Mensen.! Ich hatte vor mehreren Wochen über furchtbare Nervenschwäche zu klagen, halle dabei Schwindel, Angstgefühl, momentane Hitze im Siövper und liit übeiyauut an altgemetner Matligtelt und Lchtnsrigkeit. All diese 2-ianget waren für mich sehr schlimm, ganz besonders die Nervenschwache, uian ist sich dabei fclbit zur Vajt und wünscht sich ost das Schlimmste. Rechtzeitig erinnerte ich mich Ihres betvährten ^Bioson" und seitdem ich dasselbe regelmäßig trinke bin ich ein neuer Mensch. Möge tthr Bioson noch reujt vielen zum Wohle gereichen, wie mir selbst und ein allgemeines Familiengetränt werden. Altona a. Elbe, den 17. 'Hiai 1910. Willy Ewers, Humorist und Autor. Unter- schrist beglaubigt: Dr. Engel, Notar, «loson ist daS beste und billigite Äiähr« und Kräftigungsmittel; erhältlich In Apotheken, Drogerien usw., Paket tzirka ttiloj Nit 3.—.(bte/t< Büdingen. Neu hergertchtete Wohnung, 4 bis 5 Zimmer, mit GaS- und Wasserleitung, Keller, Holzstall und etwas Garten zu vermieten. Näheres tm Hause Bahnhof- straße 10 a. 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Inzwischen hatten die Frül>züge nach Schotten noch zahlreiche Zuschauer gebracht, die meist aus Schneejchuben tarnen, und auch die Teilnehmer an dem Jugendlauf und dem VolkSlauffanden sich am Klubhaus ein, wo um 12 Uhr das gemeinsame Mittagessen des Schikluüs ftatlfanb und kurz danach das deS V.-E., der mit Nücksichl aus die Wettläufe feine Wanderung auf diesen Tag verlegt hatte. _, Kur» nach 1 Uhr wurden die Schüler am Start versammelt inib in zwei Altersklassen cingeteilt, um die jüngeren nicht zu benadjitiligcn, und um 1,30 Uhr begannen die Jugendläufe, die manchen luftigen Zwischenfall aufiviesen und fvlgcndk^ Ergebnis hatten: 1. Erwin Jäger, Gießen: 2. Karl Döring, Rudingshain; 3. Kurt Vetzberger, Schotten; 4. Werner Gunkel, Gießen; b. Trapp, Gießen. Weitzel und Frank in Breungeshain, die dieselbe Zeit gebraucht hatten. Merkwürdigerweise wurde von der jüngeren Altersklasse bedeutend besser gelaufen, als in der älteren. Bedauerlicherweise mußte der beste Läufer, H e l m-Gießen, ausscheiden, da er mehrmals einen Schi verlor, und durch das Wnfdptallen fo viel Zett embüute, bau er aut die 8. Stelle rückte, obschon er nur 30 Sekunden mehr gebrauchte, als die mit dem 5. Preise ausgezeichneten. Auch der V 0 l k s l a u f, an dem tote beim Jugendlauf, ebenfalls weit über 30 Bewerber teilnabmcn, verlief sehr interessant und anregend. Erster wurde Sauer, Gießen, 2. G r ü n i n g , Breungeshain, 3. Neumann, Ruduigshain, 4. M 0 h r, Breungeshain, ö. Schuch, Wetzlar. Die Preisverteilung fano um 3 Uhr im Klubhaus statt. Es Tarnen außer Jugcndschrifteii, Lehrbücher Über Schneeschuhlauf, Bilder und praltische Ausrüstungsgegenstände »ur Verteilung, wie Wickelgamaschen, Touristenbestecke, Kompasse, elektrische Taschenlampen, Becher na. Der außerordentlich gute Besuch und die rege Anteilnahme der Bevölkerung haben gezeigt, daß die Wirksamkeit des Gießener Schiklub nicht vergeblich gewesen ist, und daß der Schneesporb im Vogelsberg ebenso entwicklungsfähig ist, tote in anderen Gebirgen, die dadurch auch im Winter einen regen Fremdenverkehr aufzuweisen haben und dadurch eine nickst zu unterschätzende Einnahmequelle. Haffentlick) ist der zweite diesjährige Schikursus, £utt|diiffat)rt. Darmstadt, Truppenübungsplatz, 6. Febr. Auf dem Flugplatz bestand heute nachmittag der fchweizc- rische Oberleutnant Real die Flugführerprüfung auf einer E u l e r f l u g m a s ch i n e vor den amtlichen Zeit- neymern des deutschen Luftschifserverbands. Kutz hma s ,uNäilic 7' >vv btt ' .Wind,. ; Sport. ** Fußball Am Sonntag fand auf dem Trieb das Meisterschaftsspiel V. f. B. Gießen gegen Wetzlar statt Seiner Uel-erlegenheit gab der hiesige Verein dadurch Ausdruck, daß er feinen Gegner mit 13:1 Toren schlug. Nächsten Sonntag findet ebenfalls auf dem Trieb du DteisterfchaflSspiel statt zwischen V s. B. Gießen und dem vorauSsickstlichen (Me- roinncr der Meisterschaft, dem F. C. ,Lahn" liegen. Die Spieltuchtigkeü bei den Mannschaften verspricht den Zuschauern ein schönes, abwechslungsreiches Spiel ansehen zu können. j Für die anläßlich unserer silbernen und grünen । | Hochzett erwiesenen Aufmerksamkeiten nnseren । „herzlichen Dank" g ZM §otn nnb grau Unna gtb. Hickln flourab Wißacr unh grau Toni geb. Hera 3 926 Schöner Laocn l ö. Ltaiser-Aäee zu venn. f. 5u DL Schr. Angel), u. 0948 an den Gieß. Anz. erv. Klciue helle Werthälte mit ob. ohne Bodenraum zu verm. 913]__Stetnstrabe So» Schöne, helle l0tL7 Werkstatt zu vermieten. Rieielosad 20. ♦ X A* 1\- | L,Aden etc. | W s « w mii Wobuuug per 1, Äprit zu DcrmteL 474]_____________ Asterweg 1 Neuer LadeuLL des Gieizener Anzeigers. ^0»w 926, Nians.«Wohnung, 2 Zimmer mit Küche, per 1. Avril zu ver- mieten. Ludwigstratze ött. I Verschiedene \ großher-ogS, und bann Ordomrantzosskrier deS GrvffberHog- Enckk Ludwig von Hessen und bei Rhein. Nach feinem Austritt aus btt Armee war er diensttuender Kammer Herr der ersten Gemohliu deS Großherzogs, schied später auS diesem Dienste aus und nahtq seinen Wohnsitz in Honnef a. Rh. • Ei ken bahnun f a N in Berlin, llnterm 6. Februar nnrb aus Berlin amtlich gemeldet: Atif bcirt Bahnhofe Baumschulwcg fuhr heute früh 5.53 Uhr der vom Potsdamer Bahnhof tommenhe Dorort^ug in den von Nicderschönweide-JohalmiStlstil nach dem Berliner Stadtbahnhose ausfahrenden Zug. Sechs Personen wurden schwer, 21 leicht verletzt. Die Maschinen und vier Wagen sind entgleis! Der Materialsck>aden ist bedeutend. Als Sck)uldiger lammt der Lokonwtivführer des vom Potsdamer Bahtthof kommenden Zuges in Frage. Er überfuhr das Haltesigtial und rannte dem andereit Zug in die Flanke^ Dar Betrieb wurde um 12.15 Uhr wieder ausgenommen. Kleine Tagerchronik. Der seit dem 3L Januar vermißte NeichSgerichtSrat Weller in Leipzig, ein geborener Darmstädter, ist als Leiche auS der Pleige gezogen worden. Die Witwe von Schillers Enkel, Freifrau Mathilde v. Schiller, ist, 75 Jahre alt, in Sttitigart gest 0 r 0 en. Die im D j ö r k e s u n d abgetriebene Eisscholle, auf der sich 2j3 Fischer befanden, ist an der Insel Seekar gelandet. Tie Fischer wurden sämtlich gerettet. WelleiauSuchieu in Venen am 'Mitlivoch, dem 8. Qebr. lull: Zcilweife ijcuer, trocken, Frost. ttoutoristiu sucht Stell», p. 1 März ob. Avril. Offenen unter K. K. 300, post- lage nid, tUiarUurg a. d. L. (0ö59 915] Jg. anit Mädchen a. g. &am., welch, nah. u. büg. kann u. a. einem Haushaltungskursus teilgen. hat, sucht z. I Marz Stelle als Haus^ maochen in bell. Hause. Offenen bitte an W. E. Biedenkopf, Kottenbachstr. 13 zu richten. Öür Waise (211.) ruh. u. nicht, u HauSh. an gen. St. z. aüeinft ält. Tarne gesucht. Schr. Angeb. unt 924 an den Gießener Anzeiger erb. 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Der Kandidat der Fortschrittlichen VolkSpartei Pfarrer Korell, Königstädten spricht am Dienstag, l Februar, abends 8'/2 Uhr, in Heuchelheim im Easthaus „Zum Treppchen" Mittwalh, 8. Februar, nachmittags 2 Uhr, in Bleichenbach bei Wirt Graulich II. Mittwoch, 8. Februar, nachmittags K Uhr, in Nanstadt bei Gastwirt Fung Mittwoch, 8. Febrnar, abends 8’A Uhr, in Langsdorf bei Gastwirt Heinrich Roth III. Douucrstag, 9. Februar, nachm. 2 Uhr, in Weickartshain bei Gastwirt Hock Donnerstag, 9.Februar, nachm. (i Uhr, in Ober-Bessingen bei Gastwirt Heinrich Jakob Donnerstag, 9. Febrnar, abends 8 */2 Uhr, in Reiskirchen Ganz hervorragendes Programm: Ave*Maria großes biblisches Drama, hervorragend in Bild und Handlung. Emmi und der Fremde spannendes Drama aus dem wilden Westen. pidHebcfammtditilrbcitswat Piefke sein neuester humoristischer Schlager. Her alte Geigenspier und sein Solin Drama aus dem Leben. Fritzchcn ist ein Ehrenmann Komödie von dem beliebten kleinen 5jährigen Fritzchen. Briefe aus vergangenen Tagen, "Ustendes 9iuilfcd Nenjatzrsfesk, große Humoreske. Griechenland, interessante Naturaufnahme. Brasilianischer Volkstanz, Tonbild. Zwei Pilgerchöre . , , . Lieder um Klavier a) An eine Aeolsharfe j b) Vor dem Fenster | . c) 0 liebliche Wangen 1 Chöre h capella a) Abend . . , . . b) Hans und Grete Solostücke für Klavier a) 2 Stitze aus Sonate B-moll . b) Etüde de Concert . . Lieder am Klavier a) Das verlassene Mägdelein , b) Elfenlied c) Es ist’s f FrühlingKnctz Chor mit Klavierbegleitung . . . Solostück für Klavier a) Aufschwung i b) Warum | . c) Traumeswirren > d) Tarantella de Napoli . Chöre ä capella a) Röslein im Walde b) Rheinweinlied .... deder am Klavier a‘ Stille Sicherheit b) Frühlingsliebe c) Anmutiger Vertrag d) Liebesfeier .... Da* Dörfchen Chor mit Klavierbegleitung Die falsche Gouvernante. Großes spannendes Drama. Der diensttuende Arzt. Großartige Humoreske, gespielt von Max Linder. Das Path^-Journal. Hochinteressant. Unter dem Apfelbaum. Hervorragende Komödie, von amertkantschcn Künstlern gespielt. Die roten Wogen. bei Gastwirt Guudrum Jedermann willkommen. Freie Aussprache. Das Wafelkomitee. hZum Postkellcr fgfe. Männer-Turnverein Giessen. rMMM Ätaskenball findet SamStaa, l l.Febr., in Gestalt eines Gefindcbnlles statt. Der Eintritt ist nur ben Mitgliedern und bereu Angcböriacn gegen Bor^eigung besonderer v inlas,karten gestaltet, die zum Betrage von je 20 Psg. bei Herrn Gg. Todt, Ptvdstrafee 11 im Vorverkauf zu haben finb. In Steins Garten werben keine Karten mehr anvgegeben. Slnowärtige 'Jiiditniiinliebcr können nur bann eingesllhrt werben, wenn sie sich bei Milgliebern znm Besuche ausbalten. Doch ist für sie eine Eintafekarte von 1.50 Mk. zu lösen. Sonntag, 12. Februar, Ausstug auf die Licbigsböbc. Die aus unserer Karte für ben 7. Febr. angcsetzte Fastnachtökncivc findet erst am 28. Februar im Holet Einhorn statt. "X-h—___________Der Vorstand. 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