Die heutige Nummer umfa&t 10 Seiten. en hf. >6 172 igeö 3976 t Teil. Nationaler Seutjcher Rundflug. von Kassel x)Uil. unsichtigem Wetter taub heule seich i ent 5?ic Adgg. Fen Antrag bei der arr für bic clfic Stiele H.- III.- Kta* u beziehen durch die Einnehmer in Giessei, Flimm IhUtorstri&se 63 LwMMch. gemeine Aufsichtsreckt des Staates werden nicht leicht zu lösen sein. Der Einfluß der Stiftungen auf bic Gestattung und die ganze Verwaltung der Universität können Icictn die notwendige staatliche Autorität und Fngeren; beeinträchtigen. Auch müßten Garantien geschaffen werden, das; die Ärftungsmittel für alle 3eiten ausreichen und dem Staate später leine Lasten entstehen 'JUich die Konkurrenz rage für Marburg und Gießen ist zu prüfen, "oa diese Universitäten später vielleicht durch die Frankfurter Stvii lurrenz größerer Staatszuschüsse bedürfen. Kassel—Nordhansen des Deutschen uudfluges statt. Als erst r startete W ienc-zier-Z um 1 Uhr 20 Min.; er kam bald in 22o. Lotterie beginnt 111911 Die Frankfurter Universilätzsrage. Aus Berlin wird uns geschrieben: Die Verhandlungen wegen der Errichtung einer Universität in Frankfurt a. M sind im Kultusministerium zwischen dem Oberbürgermeister Abickes und dem Kultusminister ausgenommen worden. Die Bei Handlungen werden sich längere Feit hinziehen, ihr Abschluß ist erst nach den Sommerferieu zu erwarten, lieber den Standpunkt der U n t e r r i ch t s v c r w a l t u u g in dieser Frage erfahren wir: Tie Errichtung einer staatlichenVolluniversität kommt für Frankfurt nichtinF r a g e. Bei Errichtung einer freien kommunalen Universität hat neben anöeren Gesichtspuulten die Staats- regieruug vor allem bas Interesse der Frankfurt benachbarten Universitäten im LI uge zu behalten und sich auch mit Baden und Hessen in dieser Frage auseinanberzusetzeu. Was die Errichtung einer freien Universität in Frankfurt anbelangt, so steht die Unterricktsver- rvaltung zunächst diesem Plaue nicht sehr smupathisch gegenüber und zlvar aus folgenden Gründen. Frautfurr wäre die erste Stiftungsuniversitäi privaten Charakters, bei der Errichtung dieser Universität müßten die Interessen des Staates genau geprüft werden, da das auszuarbeiteirde Gesetz — denn die Errichtung kann nur auf Grund eines Gesetzes erfolgen — leicht unabsehbare Folgen für den Staat zeitigen kann. Der freien Universitätsbildung würde Tür und Tor geöffnet, in 3ukunft werden von anderen Kommunen ähnliche Bestrebungen in die Wege g. leitet werden. Die Fragen des Einflusses des Staates auf den Lehrgang und die Besetzungen der freien Universität, das all- 2lus Ijcjicn. Entschädigung für die an Klauenseuche gefallenen Tiere. Königin Maria Pia f. Turin, 5. Juni Königin Maria Pia ist 3.15 Uhr nachmittags im Schlosse St uvini gi infolge plötzlich ein getretener Urämie gestorben. Nach dem offiziellen Krank- heitsbericht war die Königin am Nachmittag des 1. Juli von einer sehr hestigen, von Fieber begleiteten Leber folil ergriffen. Der Zustand verschlimmerte sich dann infolge der hinzutretendeu Störung der Nierenfunktion. Die Königin Maria Pia war die Witwe des 1880 gc torbenen Königs Ludwig I. von Portugal und die Mutter des 1808 ermordeten Königs Karl I. Ihr Vater war König Viktor Emanuel II. von Italien. Die Verstorbene erreichte ein Alter von 63 Jahren. entschädigt werden. Hilfe für Mittel-Gründau Eilten dringlichen Airtrag hat der Abg. Bähr an die Zweite Kammer gc richtet, in dem er die Kammer bittet, die Negierung zu er suchen, entsprechende Mittel für die durch den Wolkeiibruch geschädigten Bewohner in Mittelgrüudau einen angemeffc neu Betrag zur Verfügung zn jtcHeii. Z u m Fall Svxlet h W a g n e r, über den das gc richtliche Verfahren noch schwebt, hat Prof. Wagner soeben eine 125 Seiten starke Broschüre mit einem über 30 Seiten starten Anhang mit graphischen Darstellungen und Tabellen erscheinen lassen, m denen er sich gegen die von Soxleth erhobenen Angriffe rechtfertigt. In scharfer Weise weist er alle gegen ihn erhobenen Vor würfe zurück, die in erster Linie von Soxleth aus Gehässigkeit und Neid überfeine (Wagners) Erfolge erhoben icorbcn seien. Alsfeld-Lauterbach Schotten Von Vorzug lich unterrichteter Seite wird mitgctcilt, daß von der nalio- nailiberalcn Partei Herr Heck- Alsfeld, der Direktor det Landwirtschaftlichen Winterschule daselbst, als K a u d i d a l für bei nächste Reichstags wähl aufgestellt wird. In einer in Mainz abgehaltenen zahlreich besuchten Vertrauensmännerversammlung der Zentruinspartei der LandtagSwahllreise N ie d er-O lm-Go u s enhe i m und K o st h e i m - B o d e n h e i ul wurden bic seitherigen Lanbtagsabgeorbiieten Kommerzienrat M o l t h a u und Justizrat Dr. Zuck mauer einstimmig als Kanbibaten für bic bevorstehende Landtagswahl aufgestellt. chel, Leun und Gen. haben folgenden Zweiten Kammer eingercicht: Nachdem durch Ausbruch der Maul und Klauenseuche iu den Orten Ettingshausen iuid Golzheim im Kreise Gießen erhebliche Schäden entstanden sind, beantragen wir, hohe Zweite Kammer wolle bc schließen, Großh. Regierung zu ersuchen, dem nächsten Landtag alsbald ben nach $ tiV des Viehseuchengesetzes vorzu legenden Gesetzentwurf über bic Eutschäbigung einzubringen und darin vorzusehen, daß auch die im Großherzogtum nach dem 1. Januar 1011 cingctrctcnen Fälle nachträglich Der Ausstand der Seeleute. Rotterdam, 5. Juli. El i holländische Dampfer mir deutscher Bemannung, oic kfeule morgen hier cintraf, gingen ab, darunter „Baravier 3", dessen frühere Mannschaft gleichfalls in den Ausstand tnu. London, 5. Juli. Auf den Kais der Grafschaft Surre>) ist die Arbeit wieder ouigeiiommcn worden. South Shields, 5 Juli. Tie ausständigen .s? nie na r beiter am Tune nahmen ein von ihren Vertretern den Arbeitgebern unterbreitetC5 Lohnabkommen einstimmig an, beschlossen aber, später eine weüere Forderung zu stellen. Tie Arbeit wird morgen ausgenommen. legen ist und der natürliche Hasenort für die an Naturprodukten reiche Provinz Sus und die dahintergelegcncn Wüstenprovinnn war. Aber 1760 sand seine Blüte ein ,ähes Ende. Tie Provinz Sus empörte sich damals gegen den Sultan Sidi Mohammed Ben Abdalla, und die Rache, die der Herrscher an dem ungetreuen Untertanen nahm, war grausam und schrecklich, wic.es ja auch jetzt noch bei den marokkanischen Herrschern üblich ist. Er zerstörte Agadir, den Herd des Aufruhrs, sperrte den Hasel und vernichtete auch jede Hoffnung für die Zukunft, indem er etwa 150 Kilometer nördlich auf den Ruinen einer kleinen vortugu fischen Niederlassung eine neue Stadt gründete, Mogador, ivohin auch die Bewohner von Agadir überführt wurden. Seitdem war Agadir dem europäischen Handel fast völlig unzugänglich, wahrend Mogaoor aus seinem Niedergang den Grund für fein mächtiges Auiblühen zog. Die^ltc Feste verödete, und in ihren heutigen, «och von einstiger »traft und Größe erzählenden Mauern wohnen kaum mehr als tausend Einwohner, die größtenteils von Fischerei leben. Aber ein Umschwung durste nahe sein, und vielleicht wird Agadir wieder das Glück lächeln, das es dereinst zur blühenden Hafenstadt machte. Keiner der acht marokkanischen Küstenplätzc, die jetzt hauptsächlich dem europäischen Handel dienen, verfügt nämlich über einen so vorzüglichen Hasen wie Agadir. Schon 1887 erklärte ein so genauer Kenner Marokkos wie her frühere Konsulatssekretär Viktor I. Horowitz, daß Agadir bestimmt sein dürste, „in nicht zu ferner Zeit wieder ein hervorragender kommerzieller Platz zu werben, icdensalls aber eine politische Rolle zu spielen". Tie Stadt besitzt, wie gesagt, den beiten Hafen Marokkos, der geräumig, tief und gut geschützt ist. Als der äußerste südliche Hafenort des Landes ist sie viel besser als Mogador geeignet, das Handelszentrum^ für das ganze Hinterland zu bieten. Tie Umgebung der Stadt ist zwar gebirgig, aber sehr fruchtbar : der bedeutendste Stamm in seiner Nähe sind die berberischen Ait-Bnmara. Ausland. Der böhmische Statthalter Fürst Thun ist in Wien eingetrotfen und teilt morgen dem Minist. rpräsiden den Gautsch mit, daß der böhmische Großgrundbesitz bereit ist, wie im Vorjahr die Vermittelungs rolle zwischen den Dellt scheu und den Tschechen zu übernehmen, um den Ausgleich in Böhmen zu Ende zu führen. Man nimmt in führenden parlamentarifck^ii Kreisen an, daß der wgeuaunle kleine Ausgleich diesmal zustaildc kommt miö dadurch der böhmische Landtag arbeitsfähig wird. Tie Verhandlungen werden erst im Herbst ausgenommen. Das englische Oberhaus hat heute Nackt die von Lord Lansdowne cüigebrächten Amendements zur Vetol> ill trotz des energiichen Widerspruchs der Regierung mit 253 gegen 46 Stimmen angeiwmmen. Zn politischen Kreisen herrscht all gemein Die Ansicht, daß, nachdem das Unlerhans die Amendements zur Vetobill verworien und Asquith die Absicht der Regierung funbgegeben habe, der ,'trone die Ernennung neuer Peers anzuraten, oas Oberhaus nack)gcben wird. In Lissabon soll es gestern zu einem Kampfe zwischen Militär und einem Teil der Bevölkerung sonne von Monar d) i fr e n angestifteten Seeleuten gekommen sein. Tic Truppen hätten schließlich die Oberhand behalten In Lissabon herrsche Panik. lieber die Bedeutung von Agadir gibt die nach- fieliciiDc Beschreibung Äuskunsl: Agadir, der kleine Hasen, der südlichste an der Küste von Marokko, hat eine uralte Vergangen- heil, wie wir anneljinen dürfen, eine nicht unbedeutende 8 n 1 u n f t. Der Ursprung der Stadt geht auf eine feste Burg zurück, die ein Portugiese erbaute, um Den Seefahrern, die an dieser Küste wegen ihres Fischreichtums sick) aushielten, eine Zu flucht zu gewähren. Er nannte _bie Burg und das fick) allmählich darunt bildende Oertchen Santa E r u z. Turcl» Kauf ging bann Santa Eruz in ben Besitz des Königs Portugal über, bis es 1536 von ben Marokkanern er obert würbe. Agadir, wie es nun genannt wurde wickelte sich zu einem bedeutenden Hafenplatz, Da es an der Mündung eines der größten Ströme des Laiwes, des Sus, ge- M a u1- und Der Aufstand in Albanien. Der montenegrini|ü;c König teilte den Gesandten mit, er stelle ab 15. Juli, wo der den Aufständischen zur UnteriDcrfung gestellte Termin abläuft, 7 000 Mau u an den Uebcrgängen der t ü r t i s ck - m o n t c n e g r i n is ch e n Grenze auf, um den llcbcrtritt der Aufständischen nach Montenegro zu verhindern Dor König er Wärt c auf das entschiedenste, er Hoge bic friedlichsten Absichten und werde den Frieden so lange wahren, als er nicht angegriffen werde. Tie Pforte ließ im Hinblick auf die Mobilisierung montenegrinischer Truppen durch ihre Botschafter den Mächten mittcilen, sie wolle b cit Krieg nicht, müsse aber die Würde des Reiches gegen alle Angreifer verteidigen. In demselben Sinne äußerte sich der türkische Minister des Innern, dieser higte b/wr - We-'re Zuge stäub nissc könne bic Regierung ben Malisforen nicht machen, ba cs ihrer Würde nicht entspreche, mit Untertanen auf bem Fuße von Macht zu Macht zu vcrhanbeln. Rifaar Pascha äußerte sich: Montenegro verhindere bic. malissorischcu Flüchtlinge, nach ber Türkei zucückzukehren. Der Kriegs miniftcr betonte, bic Türkei suche ben Krieg zu vermeiden, so lange ihre Würbe nicht leibe und erklärte, bic Melbang von montenegrinischen Truppenkonzentrationcn entbehre noch ber Bestätigung In Wiener politischen Kreisen gibt man ber Ansicht Ausbruck, bic Begründung Montenegros, es schicke Truppen an bic Grenze, um ben llcbcrtritt von Aufstän bischen auf montenegrinisches Gebiet zn verhindern, zwar plausibel Hinge, trotzdem sei bicsc Maßregel sehr beben kl ich. Man wäre hier babon überzeugt, baß durch große militärische Maßnahmen Montenegro Die Malissoren in ihrem Widerstand bestärke unb borauf bestehen würbe, baß bic türkische Regierung alte ihre Forberungen akzep tiere, auch jene, auf bereu Erfüllung bic türkische Regierung sich bisher nicht cinlassen konnte. Nach Mitteilungen informierter albanesischer Kreise greift bic Au f st a n b s b e w e g u u g trotz ber Verhanb- lungeii in Pobgoritzc im Norbcn und Süden Albaniens weiter um sich.' Tie Aafstänbischcn siub fest entschlossen, auf ihren Forberungen zn beharren. Tic Mission bes Erzbischofs von Skutari wirb erfolglos bleiben. In türkischen Armeekreisen herrscht große (S r b i 11 c r u n g g e g c n 9)1 o n t c n c g r o ; sic befürworten ein aktives Vorgehen unb sinb gegen zuweit gehende Zn geftänbnisse au bic Malifsoren. ichmg. SSäS r besämme iE E Kirfuns von inckm tunt SsSÄä*- Ä $ ,allen aßen, <^ge tx» innerhalb der o ivendig werd^ Komtatswen Agadir. Nach einer ansckfcincnb offiziösen 9Rittcilung hätte sich dst französische Regierung bereit erklärt, in Besprechungen einzutreten, an welchen, angeblich einer gung zufolge auch Spanien in zweckdien liehet Weise leilnehmen töinitc. Ta auch Englanb mit Ruck sicht auf seine eigenen Interessen ben Wunsch geäußert i ave, an den etwaigen Verhandlungen teilzunehmen, io wür- sprechungen zu viert und zu fünft stattftndcn, wenn Rußland, wie matt an nehme, sich mit Frankreich solidarisch erklärt. Ucber bic Einflüsse, bic für ben Slimmungsumschwung in französischen Regieruugslreisen maßgebenb gcroejen sinb, iegeu äußerst verschiedene Versionen vor. Sicher ist, baß hl)oit am Tage der Abreise bes Präsibcnteu Falliercs nach vollonb in der nächsten Umgebung des Staalschess die Entsendung eines Kriegsschiffes nach einer atlantischen Ma- lüUolüfte als derzeit untunlich betrachtet wurde. Tic gleich- ,.itig ersolgle scharfe Zurückweisung jener Absicht durch 'i) erfahrene Staatsmänucr wie Ribot und Frcycinet usw. ijaben dazu beigetragen, Herrn Eaillaux in seinen sried- -ichen Absichten zu bestärken. Tann trnf die Tcpeschc des Botschafters Paul Eambon aus London ein, deren Tendenz vollkonnncn geeignet war, auch die bis dahin fchwankend gewesene Minderheit des Ministeriums Eaillaux für die dec des Einlenkens, oder wie man sich hier aus drückt, bei Gewährung bes deutschen Wunsches nach einer Aussprache zu gewinnen. Besonbcrs zufrieden mit ber jetzt etenen Wenbung ist der Botschafter Jules Camdon, dcl' uuninel-r wieder reichlich Gelegenheit haben wirb, seine diplomatischen Fähigkeiten in ben Dienst einer großen politischen Sacke zu stellen. Tie meinen pariser Blätter erörtern auch jetzt noch bic rage: „W a s will T e u 1 s ch l a nb?" Die Mehrzahl ber eil äugen scheint immer mehr zu ber Ansicht zu neigen, baß 5 - n.schianb burch bic Entsenbung eines Kriegsschiffes nach ’igabir eil-. P anb in ber Hand l oben wolle, um im Hinblick uif etwaige Vcrhanblungcn in einer vorteilhaften Lage (iu sein. c- i rsatz des Kanonen er" burck ben Kreuzer „Berlin" wirb lebhaft von mehreren Pariser Blättern erörtert. „Paris Journal" meint, bic deutsche Regierung verstehe es, bi? Affekte zu steigern D r „Figaro" sagt, diese Maßnahme sei nicht ohne Bedeutung. Ter „Panther" habe nur schwer Lanbungstruppcn liefern löiincii. Gewiß, bic Entsenbung bes Kreuzers „Berlin" bc- luei)c noch nickt, baß eine Landung vorgenommen werben soUe, jedenfalls hat aber Deutschland nimm ehr die Mittel dazu. des Zwischenfalles von Agadir bespricht her „Tcmps" Die seit 1909 geführten Verhaudlu ng c n über ver- |d)tchcnc d e n t s ch - s ra n z ö f i s ch c U n t c r n c 1) in unge n und Projekte in Marokko und m den afrikanischen Kolonien. Ferner k'irb aut die Verhandlungen über den Bau einer K amernn - Kongo-Bahn hingewiesen, weldic von Kamerun nadi Fran- zöfifch-Kongo führen und womöglidi nad) dem belgischen Kongo- siaat verlängert iverden sollte. Obgleich eine mit den diesbezüg- lidicit Vorarbeiten zu betrauende Gesellschaft geplant und eine Kilometer Garantie seitens der französischen und deutschen Re- gicrung ins Ange gefaßt war, gerieten die Verhandlungen, die int April d. I. zwischen dem damaligen Finanzminister Eaillaux lind dentsdierseits angeknüpst worden seien, im Juni ins Stocken: ebenso seien die über die deutsche Beteiligung an den Marokko- Bahnbaulen geführten Verhandlungen seit dem Rücktritt des Kabinetts Br.and ins Stocken geraten. 2er „Temps" bemerkt bierzu, diese Verhandlungen zeigen, daß auf beidcii Seiten der Wiuisd) nach Verständigung bestand, leider hätten bic inncrpoli- tüchen Streitigkeiten Frankreichs diese internationalen Angelegen- leiten in bedauerlicher Weise beeinflußt. Wie bem aber and) sei, Frankreich und Deutschland könnten unsdfwer in Besprechungen eintreten, sie braudnen zu diesem Zwecke nur die seit langem begonnenen Verhandlungen mit größerem Eifer wieder auf- zunchmen. In der italienische n K a in ni er beantwortete der Unter» staatssrkretär des Auswärtigen, Fürst di Scaleas, die Marokko- V. n trag c. Er erklärte, daß keine Ausschiffung deutscher Truppen >u Agadir statisaird unb gab den Inhalt der deutschen Note bc Innnt. Die deutsche Regierung habe hinzugefügt, daß das nach vignbir entsandte Sckiss den Hafen verlassen werde, sobald die ' ngclcgenheitcn in Marokko wieder in Den früheren ruhigen instand zurückgekehrt seien. Von Den Fragestellern erwiderte n.i.'ckst Galli auf bic Antwort di Scaleas, er glaube, das Vor- ib'l'.n Tcmscklands sei eine Kundgebung Der Absickt, Den tatsäch- lu. cn rcditlidieii Statusquo unverändert aufrecht zu erhalten, der auf her Aigecirasakte beruhe. Tarin stimmten die politischen nüi'aüungcil Deutschlands mit den Interessen Italiens überein, i. r wurde wünschen, daß die italienische Regierung einen Beweis der notwendigen Energie in der Vertretung des italienischen Stand- vunktes in den Miltelmcerangclegenbcitcii gebe. lBcisall.) — Las!ini erklärte sich von der Antwort nicht befriedigt und wandelte di? Anfrage in eine Interpellation um. — Pala erklärte, die Vervsln.l lungen aus her Algceirasakte bestünden weder für Frank reich nod) für Spanien noch für Tcutschlaiid mehr. Er Hoffe, daß die Regierung angefickls der neuen internationalen Lage die Interessen Italiens zu wahren missen werde. Nr. 156 Erstes Blatt W. Fahrgang Donnerstag, 6. Znli 1W ssWlßnt Hßi 2lHwlQvI Vs1VPVV« M »S General-Anzeiger für Gberhessen SM-r Nnnabme von Anzeigen Uotationsdnlck und Verlag der vrühl'schen Univ.'vuch- und Steindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und vruckerei: Schulstratze 7. Lmd-: L.Heb:°ür den bis vormittag • vüdingen: Zernsprecher Nr. 50 Leschäfttstelle vahnhofstrahe l-a. Anzeigenteil: k». Beck. 19U- bic . größere Höhen und verschwand schnell int dichten Nebel. Um 4,57 Uhr überflog Vollmöller mit Passagier das Startbanb. B ü ch- ner stieg mnt 5 Uhr 30 Mm. ans: er gelangte überrasckiend schnell in große Höhen und verschwand im Nebel. Ms letzter stieg Hanuschke um 5 Uhr 38 Min. auf. Schauenburg ließ seinen Apparat, der durch die Regengüsse in den letzten Tagen gelitten hat, abrüsten intb mit der Bahn nach Nordhausen schaffen. Dr. Wittenstein ist wegen Benzimnangels in der Nähe von W a r bürg niedergegangen, zwischen 10 Uhr 15 Min. und 10 Uhr 30 Min. aufgestiegen und nach schöner Fahrt nm 11 Uhr 12 Min. glatt ans bem Flugplätze in Kassel gelandet. Lindpaintner gibt auch die Strecke Kassel—Nordhausen auf, weil sein Apparat nicht rechtzeitig fertig geworden ist. Höxter a. d. Weser, 5. Juli. Hannschke, der nm 5 Uhr 38 Min. ''in Kassel aufgestiegen war, flog irrtümlich statt in östlicher in nördlicher Richtung. Er hatte bei Münden den Weserlauf für die Werra gehalten. Als er seinen Irrtum bemerkte ging er hier glatt nieder. Nordhausen, 5. Juli. Vollmöller ist Um 6 Uhr 15 Min. glatt gelandet. Wicneziers nahm auf dem Bahnhof von Bleicherode eine Zwischenlandung vor, weil er im Nebel die Orientierung verlor. Er ist nm 6 Uhr 30 Min. wieder aufgestiegen, mußte jedoch einen Kilometer vor Nordhausen wegen Motorschadens niedergehen, Büchner ist nm 6 Uhr 36 Min. mit Passagier gelandet. — Bei den gestrigen Schauflügen mußte Lecomre wegen Motordefektes landen. Er erlitt bei der Notlandung einen Beinbruch. Ter Apparat wurde stark beschädigt. Die preuhisch-hGsche Lisenvahngemeinschast. R. B. T a r m st a d t, 5. Juli. lieber die preußisch- hessische Eisenbahn-Gemein schäft war für gestern abend wiederum eine Versammlung einberufen, die als Fortsetzung der Biermer- Versammlung int jungliberalen Verein angesehen werden kann. Einberufen war diese Vcrfammluiig von der fortschrittlichen Volkspartei. Stadtv. Hennrich führte aus, die Sache sei nicht Parteipolitik, da sie das ganze Land interessiere. Er gibt alsdann eine Darstellung der Entwicklung der Dinge, von der Verstaatlichung der Ludwigsbahn an. Bei dem Vertrag wurde Preußen der Geschäftsführer, vermöge seines überwiegenden Anteils. Ständigen Schwankungen sei die Teilungsziffer des lleber- schusses unterworfen. Die Zinsen dagegen schwanken nicht, sondern sind in stetigem Steigen begriffen. Kritik sei immer an dem Vertrag geübt worden. Der frühere Ludwtgsbahn- direktor Groo ß kämpfe in seiner Kritik nicht gegen den eigentlichen Vertrag, sondern nur gegen die finanzielle Grundlage, auf der er beruhe. Diese beruhe auf einer künstlich herabgedrückten Rente. Prof. Biermer stütze sich bei seinen Ausführungen nur auf preußische Argumente. Dieser schildere nur die Verhältnisse, die durch Auflösung des Vertrags entstehet: würden. Ferner sei auch nicht, wie Ministerialdirektor Ossenberg feststelle, ein Ueberschuß von 21/4 Millionen aus den ersten 2 Jahren vorhanden. Von diesem Betrag müßten noch IV? Million abgezogen werden, die aus der verminderten Zinsenlast infolge des Anteils aus dem Verkauf der Ludwigsbahn entstanden seien. Wäre die hessische Ludwigsbahn teuerer bezahlt worden, so wäre unsere Teilungsziffer höher gewesen und wir hätten für alle Zeiten Vorteile daraus ae- habt, auch wenn wir entsprechend mehr Zinsen hätten zahlen müssen. Ferner wird gesagt, der Verkehr habe nicht in dem Maße zugenommen, wie behauptet würde. Es bleibt nun die Frage offen, ob sich die gemachten Aufwendungen verzinsen. Aus den Voranschlagszahlen schließe Direktor Ossenberg aus einen Ueberschuß von 50 000 Mk. Ter Redner weift nach, Hessen habe in: Jahre 1909 einen Verlust von I1/4 Million gehabt. Schließlich wendet sich der Redner gegen den Ausdruck „politische Unehrlichkeit" bei der Behauptung, der Gemeinschaftsvertrag sei Schuld an unserer Finanzlage. Wenn gesagt wird, die Ueberschüsse hätten eine Höhe erreicht wie nie zuvor, so werde außer Acht gelassen, daß die Zinsenlast um l1/?—2 Millionen gestiegen sei. Alsdann ergreift Landtagsabg. Reh das Wort und zollt Herrn Grooß Dank, daß er die Sache ins Rollen gebracht habe. Hierbei bandele es sich nur um die Frage, ob für Hessen bei Abschluß des Vertrags mehr hätte herausgeschlagen werden können, oder ob dies jetzt noch aus Billigkeitsgründen geschehen könne. In einem Staatsrechtslehrbuch stelle der Staatsrechtslehrer Böning fest, daß von zwei souveränen Staaten, die einen Vertrag geschlossen haben, einer zurücktreten könne, wenn die Voraussetzungen nicht mehr die gleichen seiet: wie bei dem Abschluß.' Nach unwesentlichen Ausführungen des Herrn Nöske ergreift Herr Ritz er t das Wort und verwahrt sich dagegen, daß der jungliberale Verein den Vortrag Biermers aus parteipolitischen Gründen veranstaltet habe. Es gelte eine Unterlage zu schaffen, auf der die Sache behandelt werden könne. 9iad) einem Schlußwort des Herrn Hennrich wird die Versammlung um 111/4 Uhr geschlossen. 21ms Stadt ubiO Land. Gießen, 6. Juli 1911. * * Tageskalender für Donnerstag, 6. Juli: Abonnements- Konzert der Regimentsmusik. Abends 8 Uhr in Steins Garten. • * In Audienz empfangen wurde vom Groß- herzog Oberlehrer Kohlbacher von Schotten. .** Ordensverleihung. Der Großherzog hat das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen dem Kaufmann Karl Ernst Rübe, das Ehrenkreuz desselben Ordens dem Kaufmann Ludw. Messel, das Ritterkreuz 1. Klasse desselben Ordens dem Kaufmann Ludw. Wagner, sämtlich in London, verliehen. * * Ernennung. Der Groß her zog hat den Finanzaspiranten Werner Tönges aus Friedberg zum Ministerial- revisor bei der Buchhaltung der Ministerien des Innern und der Justiz ernannt. "Erledigt ist die mit einem kathol. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hüttenfeld. ** P 0stpers 0 nalnachrichten. Verlieh en wurde der Charakter als Postsetretär dem Ober-Postassisten- ten Kumpf in Gießen, den Postverwaltern Altmannsperger in Assenheim und R a u in Lich, der Charakter als Telegraphensetretär dem Obcr-Telegrapyenassistenten K unz in Bensheim; der Titel Ober-Postaftiftent den Postasftsten- ten A rras in Darmstadt und Kuntz in Alzey und der Titel Ober-Telegraphenassistent dem Ober-Postassistenten G a u l r a p p in Mainz. Bestanden die Postsekretär- prüsung: Ober-Postasftftent Joseph Müller in Bad-Nau- heim; die Telegraphenassistentenprüfung: die Tel.graphen- gchilsen S P i tz f a d e n und K r e i t e r in Mainz; die Postassistentenprüfung: die Postgehilsen Burk in Homberg, Lutz in Fürth, Spalt in König, Ulrich in Grebenhain, B 0 lland in Oberramstadt, Geißner In Gernsheim, Oe streich er in Londorf, Rost in Ortenberg, Jung in Viloel, Bepler in Beerfelden, Neuroth in Waldmichel- bact), Sch 0 lzin Bodenheim und V a l e u t i n in Goddelau, ferner bic Postanwärter Keil in Alzey und Kadel in Mainz. Etatsmäßig an gestellt die Telegraphen- gehilftn Zöller in Darmstadt. Versetzt Postsekretär Meiski von Gießen nach Kreuznach, die Postassistenten Harth von Nieder-Jngelheim und Knöß von Worms nach Köln, Kühling er von Bad-Nauheim nach Gelsenkirchen, Postsekretär Böhm von Gelsenkirchen nach Mainz, Postverwalter M 0 l t e r aus Griesheim als Ober-Post- assistent nach Mainz, Postassistent Schlesinger als Postverwalter von Mainz nach Westhofen und Ober-Post- assistent Trabert von Hungen nach Gießen. Angenommen zum Postagenien der Polizei- und Hafenmeister a. D. Soelle in Hirzenhain, Schneidermeister Sattler in Weiskirchen, Landwirt Wolf IV. in Dietzenbach und Dreher Friedr. Beilstein in Niedernhausen. Freiwillig ausgeschieden die Telegraphengehilsinnen Grün in Mainz und Lip 0 wsky in Gießet:, der Postgehilfe Fellen in Bodenheim und die Postagenten Glockengießer in Hirzenhain und Wolf II. in Dtetzen- 6ad). Geft 0 rben Over-Postfekretär a. D. Rechnungsrat Bernhard in Gießen, Postsekretär Kretz mähr in Darmstadt und Postagent Georg Beil st ein in Niedernhausen. ** Organisationsänderungen in den Bau- ämtern. Von geschätzter Seite werden wir darauf aufmerksam gemacht, daß die darüber gebrachten Nachrichten nicht ganz zutreffend sind. Das Hochbauamt Alsfeld soll nicht eingehen, sondern besten Vorstand soll vorläuftg eoeut. die Arbeit des Kreisbauinspektors Alsfeld mitversehen. Die Verhandlungen über eventuelle Organisationsänderungen befinden sich noch im Stadium der Erhebungen. ** Leben in der N eust adt. Der gestrige Jahrmarkt, mit dem der Kirschenmarkt verbunden war, hatte zahlreiche Leute aus dem Hinterland in unsere Stadt gebracht, die and) die Geschäfte in der 9?eu)iabt, der Mcrrt't- straße und der oberen Bahnhofstraße aus suchten, wo gestern recht belangreiche Umsätze erzielt wurden. Einzelne Krämermärkte im Jahre haben für die Geschäftswelt unserer Stadt immer nock) Bedeutung, zu diesen zählt jedes Jahr der Kirschetunartt; der geschäftliche Erfolg des gestrigen Tages würde für unsere Kaufleute iiodj größer gewesen sein, wenn gleichzeitig aud) ein Viehmarkt gehalten worden wäre. ** Ofensetzer Will). Höß ersucht uns um Mitteilung, daß er nicht der Höß ist, der, wie in der Montagsnummcr berichtet wurde, einen Zusammenstoß mit der elektrischen Bahn hatte. Bemerkt sei dazu, daß Sllbert Höß am anderen Tage wieder hergestellt war und feinem Berufe nachgehen konnte. ** Siebe u n d Hehler. Gestern nachmittag holten sich zwei Frernde einen Handiverksb ursck)en auf der Herberge und beauftragten ihn gegen Bezahlung, Schmucksachen im Pfandhause zu versetzen oder zu verkaufen. Als der Hand- wecksbiirsche dann bei einem Trödler eme Damenuhr mit Kette verkaufen wollte, wurde er von einem Kriminalbeamten überrascht. Seine beiden Auftraggeber hatten sich auf der Straße postiert. Während der Beamte zur Verhaftung schritt, hatte sich der eine bereits verduftet und der zweite machte einen Fluchtversuck), wurde aber wieder ergriffen. Wie festgestellt wurde, handelte es sick) um zwei in Wetzlar wohnende Arbeiter, und man nimmt an, daß die Schmuck- sachen aus den EinbruchSdiebstählen herrühren, ivelche in letzter Zeit in Wetzlar und Braunfels ausgeführt ivurden. Jnzivischen wurde auch der dritte der Beteiligten, ein mehrfach vorbestrafter Mensck), in Wetzlar festgenommen. Landkreis Gießen. -- Gr 0 ßen - Liuden, 5. Jun. Im hiesigen To r f - bad wurden im Monat Juni ',0 Wannenbäder und 139 Brausebäder abgegeben. Kreis Schotten. + Laubach, 5. Juli. Unser Gymnasium hak eine wertvolle Bereicherung seiner Lehrmittel erfahren. Schlachthofsdirektor Modde-Gießen hat ihm eine Sammlung präparierter Tierschädel zum Geschenk gemacht, darunter befinden sich sehr schöne Exemplare. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 5. Juck. Zurzeit wird der B a hn - dämm der Main-Weserbahn wie der der Friedberg- Hanauer Bahn in den Gemartungen Feuerbach und Bruchenbrücken bedeutend erhöht, damit er mit dem neuen Bahnhof in gleicher Höhe zu liegen kommt. Die neue Zufuhrstraße von Fauerbach nach dem Neubahnhof, ans der schon einige Häuser stehen, hat den Namen Fritz Reuter- straße erhallen. Starkenburg und Rheinhessen. d. Mainz, 5. Juni. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurde als unbesoldeter Beigeordneter an Stelle von Dr. Bamberger einstimmig Stadtv. M. M. Mayer gewählt. Oberbürgermeister Dr. Göttel- mann widmete Dr. Bamberger herzliche Dankesworte für seine Dienste. — Wegen des geplanten Verkaufs eines großen Teils des Gonsenheimer Waldes (der Wald gehört dem Universitätsfonds) an den Schloßbesitzer v. Waldt- h aus en wurde von den Stadtv. Haardt und Adelung gegen den Verkauf gesprochen. Stadtv. Dr. Schmitt behauptete, daß es sich bei dem Verkauf hauptsächlich um Ackergelände handele und zum kleinsten Teil nur um Wald, die Sache sei übrigens nock) nicht >0 weit und müsse unter allen Umständen vorher den Kreis- und Provinzialtag beschäftigen. Tie Bürgermeisterei wurde beauftragt, gegen jede Veräußerung des Waldes aufzutreten. — Für die durch das Unwetter geschädigten Bewohner in der Gegend von Kreuznach wurden 1000 Mk. bewilligt. — Die alte Sturmglocke des Stefansturmes kommt ins Museum. — Ta die Geflügelhändler sich weigern, Oktroigebühren für Wild und Geflügel zu zahlen und bisher auch in drei Instanzen obsiegende Urteile erfochten, wurde bejchlossen, die Gebühren nicht mehr zu erheben, bis das Reichsgericht im Oktober darüber entschieden hat. Im letzten Rechnungsjahr haben die Gebühren auf Wild der Sradt 15000 Mark eingebracht. — EinschweresUnglück ereignete ich heute nachmittag an einem Neubau der Pionierkaserne des Pionierbattaillons Nr. 25 an der Kaiserbrücke. Dort waren mehrere Zimmerleute der Firma Lippmann aus Weisenau im zweiten Stockwerk beschäftigt, als plötzlick) gegen 4 Uhr eine Diele durchbrach und die ledigen 19- und 25jährigen Zimmerer Franz Berberich und Ludwig Kuhn aus Weisenau in den ersten Stock des Hauses hinab- stürzten. Die Abgestürzten wurden in bewußtlosem Zustande hinweggebracht. Es wurde festgestellt, daß Berberich eine Gehirnerschütterung und Verletzungen am Kopfe, Kuhn schwere Verletzungen am Kopfe erlitten hat. Hessen-Nassau. rv. Kassel, 5. Juli. Die Kaiserin, Prinzessin Viktoria Luise und Prinz Joachim sind heute früh 7 Uhr 47 Min. auf der Station WilhelmZhöhe eingetroffen und haben sich nach dem Schloß begeben. Einsendungen zum Neubau der Gietzener Amtsgerichtrgebäuder. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Geehrte Redaktion des Gießener Anzeiger! Gestatten Sie mir bitte noch eine Erwiderung auf das heutige Eingesandt des Herrn Landtagsabgeordneten Grünewald. Zum Tanke dafür will ich mich recht kurz fassen. In dem von dem Herrn Justizrat veröffentlichten Briefe des Obcrhess. Anwaltsvereins heißt es unter anderem wörtlich: „In allen diesen Fällen wäre es doch möglick), daß die hiesigen Anwälte, welche sehr häufig am Amtsgericht und Landgericht gleichzeitig besck>üftigt sind, ihre Termine gleichzeitig an beiden Gerichten wahren könnten usw." Ties bedingt aber, daß die Rechtsuchenden und Zeugen fthr ost auf den an beiden Gerichten „gleichzeitig" beschäftigten Anwalt warten müssen und das liegt durchaus nicht im Interesse des Publikums, für welches dock) nach meinem Dafürhalten das Amtsgericht in erster Linie eingerichtet sein soll. Freilich baut man Wiesenbesitzern zuliebe kein Amtsgericht, aber auch nicht allein fifc die Anwälte, und die Gründe, welche der Anwaltsverein in letzter Stunde an führt, hätte er schon vor vier Jahren angeben können, denn so lange wird schon über einen „Neubau" des Amtsgerichts verhandelt. Daß es sich um 40 bis 50 Zimmer handelt, habe ich aus dem Munde des hessischen Justizministers vernommen. Herr Grünewald zitiert hier falsch, wenn er schreibt, 40 bis 50 Zimmer mehr. Dieses mehr hat nicht in meinem Schreiben gestanden. Tas Zitat „was ich denk' uiü> tu’, trau ich andern zu" hätte sich Herr Grünewald vorhalten sollen, als er einem anderen zuerst „in unglaublich gehässiger Weise Eigeninteresse" unterstellte. Wenn Herr Grünewald von meinem Schreiben als von „Anwürfen" und „frivol" spricht, so kann er mir da absolut nicht maßgebend fein, ick) stelle es vielmehr der Gießener Bürgerschaft anheim zu beurteilen, worauf diese Bezeichnungen am besten passen, auf mein Schreiben oder auf die mündlichen und schriftlichen Ausführungen des Herrn Justizrates. Zum Schlüsse droht der Herr Justizrat noch mit dem Gericht. Dadurch hat sick) vielleicht schon mancher einschüchtern lassen, dock) gehöre ick) nicht zu denjenigen, die sich durch eine derartige Drohung ins Bockshorn treiben lassen. Also Herr Rechtsairwalt, reiten Sie gleich mit Ihrem „Tier" — wahrscheinlich ist es ein recht hohes Pferd, aus dem sie sitzen und auf das Getümmel herabblicken — in die Ost-Anlaae und fordern Sie mid) vor Justitias Schranken, ich stelle Ihne:: auch dort meinen Mann. Louis. Troß. * Dem Herrn Justizrat Grünewald sei erwidert: Nachdem ich die „Anmaßung" besessen habe und so „un- ar t ig" gewesen bin, für den in Wildbad befindlichen Herrn Stadtverordneten L ö b c r, dessen Bestrebungen zur Hebung der Altstadt ich rückhaltlos billige, in die Bresche zu treten, wozu auch mir zahlreiche Zustiminungserklärungcn aus allen Teilen der Stadt angegangen sind, stimme ich jetzt freudig und aus Ueberzeugung — nicht wegen der Drohung mit dem Kadi — in den Rus ein: „Die Waffen nied er." Nachdem die Angelegenheit durch die bisherige Aussprache genügend geklärt ist, sehe ich gern davon ab, die allerdings selten günstige Situation für eine Polemik weiter auszubeuten und begnüge mich nur mit folgenden sachlichen Feststellungen. Die Form und Schwere des persönlichen Angriffs auf Herrn Löber war eine so ungewöhnliche, daß sie auch Unbeteiligten Veranlassung zu Protesten bieten konnte, wie ja auch die zufällige Bundesgenosicn>cyatt beweist, die ich von feiten eines Stadtverordneten aus ganz entgegengesetztem Stadtteil gefunden habe. Die Feststellung, daß er mich nicht kennt, hat bei mir — und wohl nicht bei mir allein — ein heiteres Lächeln entlockt. Auch hierin irrt der Herr Justizrat menschlich. Denn ich habe den Vorzug gehabt, ihn seinerzeit unter der Firma Grünewald und Römheld, als ich ihn mit einer Rechtssache betraute, persönlich kennen zu lernen. Doch ich kann nicht erwarten, daß er sich einer so unbedeutenden, in größter Zurückgezogenheit einzig ihrem Berufe lebenden Person, wie meiner Wenigkeit, noch erinnert. Für die Zukunft dürfte ich schon eher einige Chancen haben. Die Frage der Zweckmäßigkeit der Trennung der Gerichte, sowie überhaupt die gerichtstechnische Seite der ganzen Angelegenheit wage ich nicht zu berühren, weil ich als Laie nichts davon verstehe. Destomehr aber nehme ich vor der Oesfentlichkeit ein Urteil über die systematische Vernachlässigung in Anspruch, welche die Altstadt seit Jahrzehnten gefunden hat. Die Verhältnisse weisen hier jetzt einen Pegelstand auf, der eine Steigerung schlechterdings nicht mehr verträgt und zur Krisis drängt. Soll ich Ihnen die Auswanderung aller verkehrbringenden Institute einmal aus dem Handgelenk und ohne für Vollständigkeit zu garantieren, herzählen'? Es Huben sich von bannen: Post, Universität, Gymnasium, Frauenklinik, Quästur, Hals- und Ohrenklinik, Kaserne, Reichsbank, Bibliothek, Theater, Polizei, Bürgermeisterei usw. Diese letztere fühlt schon wieder den Wandertrieb, und ihre neuerliche Verlegung nach Süden wird eine letzte Kraftprobe für das sein, was man der Altstadt zu bieten wagt.. Was für öffentliche Institute geblieben sind, wage ich nicht anzudeuten. Aber auch die auf bass Ortsgeschäft angewiesene Geschäftswelt verläßt den alten Stadtteil, wie die Ratten das sinkende Schiff. Siehe hier: Schneidermeister Leib, Bankgeschäft Grünewald, Hirschapotheke, Hotel zum Rappen usw. usw. Ich möchte benjenigen kennen lernen, ber bie Stirn hat, das zu bestreiten. Neuerdings haben wir einen neuen, schweren Schlag erlebt durch die Inhibierung ber Einjährigeneinstellung im Herbst. Herr Apotheker Schwieber, ber bas Verdienst hat, einen wunderschönen Bau an den Marktplatz gestellt zu haben, hat sich erst kürzlich in dieser Sache bemüht. Bis jetzt leider vergebens. Dies alles soll ein Verhängnis sein. Ich bestreite es und bin bereit, den Weg zur Abhilfe anzugeben! Noch andere Tatsachen zu erwähnen, verbietet mir der Raum. Auch will ich als vorsichtiger Taktiker nicht alle .Argumente auf .einmal verpuffen. Zum Schlüsse noch die Beantwortung der Frage betr. den Widerspruch in der Frankfurter Universitätsfrage. Als aus der Bürgervereinsversammlung Ijetaud der Hinweis gegeben wurde, eine wie schwere wirtschaftliche Konkurrenz mit der nur eisenbahn- stundenweiten Entfernung benachbarter Universitäten gegeben sei, betonte Herr Justizrat Grünewald vom hohen Kothurn ber idealen Weltanschauung aus die Erfteulichkeit ber Errichtung neuer Pflanzstätten ber Wissenschaft. Nun aber rechnet der ausgezeichnete Geschäftsmann Grünewald den Nutzen ber Anwesenheit recht vieler sttibentischer Besucher ber künftig im sonnigen Silben neu zu errichtenden Hals-, Ohren-, zahnärztlichen und Kinderklinik in barem Gelde aus. Also, um Verzeihung, ich bleibe dabei, Grünewald contra Grünewald. Im übrigen möchte ich mit meinen Worten feine neuen Spal- tungen Hervorrufen ober vorhanbene vergrößern. Ich stehe vielmehr an meinem bescheibenen Teil auf dem Stairdpunkt bcs großen Sophokles : „Nicht mit zu Haffen, nein, mit zu lieben,- trat ich ins Leben! Adalbert Bindewald, Gericht-saal. [1 Marburg, 9. Juli. Der Raubmorbversuch bei Nied er Weimar. Unter gewaltigem Anbrange des Publikums verhanbelte heute bas Schwurgericht gegen ben Steinhauer Karl Schröber genannt Lohrey, ber unter der Beschuldigung stand, am Spätnachmittage des 29. April im Walde bei Niederweimar auf ben Bautechniker Karl Mauß aus Marburg einen Mordversuch gemacht und 330 Mark geraubt zu haben. Mauß, ein 24 Jahre alter Mann, ber im .Weishauptschen Baugeschäft hier tätig ift> Märkte. 9eit<'Ä deS SRoartei der Vorrat glatt verkauft werden konnte. » d-r (itifl große J sei „crlvidert »Mag rom? Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteil Verwandten Mi mnii Pieth en werden. 220 qm Groll (Stehen, den 5. Juli 1911. 'KW aub mit nacht 1 -' und Tante i Ho freue toria"). dass heute Schwägerin Stellwerk ult DOP Stellwerk et. n. Id1/, Giessen (Klinikstr. 32), 6. Juli 1911 rarohern- groyen« St°ndL 6 Nr. 218J/ioo = garten am Sie Fl. 6 Nr. 22 = 583 daselbst (Hotel. Vermischtes. ♦ Tas Erträgnis des Blume n tag es in Würt- mberg. Ter König hat int Einvernehmen mit der Königin K 02 11. Bei7 Tonncrölag, 10. August 1911, nachmittags 3 Uhr, werden in unsereut Amtszimmer dte dem Schmidt, Friedrich Wilhelm und Ehe,rau geb. Romeiien m Gieven zugeschriebenen nachstehend verzeichneten Parzellen ver,teigert: meine innigst geliebte Tochter, KUNSTAUSSTELLUNG DAPMSTAOTA19)1 Geöffnet täglich bis Mitte October. 50HDEPAUSSTELLUM6- EH6LISCHE AQUÄQElU. prinz-tzeinrich-Za!)ri. Homburg v. b. H., 5. Juli Tie Prinz Heinrich. 3 d|jr t hat, tote bereits gemeldet, heute morgen bei herrlichstem v etter um 7 Uhr begonnen. Tie Startleitung hatte der General- itfretür des deutfchen Automobilklubs, Korvettenkapitän Hilmers. L (Heftern abend nahm Prinz Heinrich an einer Lasel beim Landrat v. Marx teil, zu der auch der Grobherzog non Hessen erschienen war Im Kurgarten wurde gletch- "llumination veranstaltet. fahrt starteten 65 Wagen, nicht 62, rote zuerst Der Plan über die Herstellung unterirdischer Telegraphen» Unien in Gieben liegt bei dem Kaiserlichen Telegravhenamt m Gienen von heute ab 4 Wochen aus. ™/t Darmstadt, 6. Juli 1911. Kaiserliche Ober-Po,tdirektton. K. 61/11. Bö 7 Donnerstag, 17. August 1911, nachmittags 3 Uhr. wird in unserem Amlsztntmer die dem -ijamen des Friedrich Drahn und Ehefrau geb. Kümmel Augeicurie- bene nachstehend verzeichnete Parzelle versteigert: l/693*/p — 87 qm Ho n ette in der Kavlansgasse. Gieben, den 5. Juli 1911. Großherzogliches Ortsgericht. Gros. unsere gute Schwester London, 6. Juli. Die englische Goetbegesell- schäft, die ein Jahr nach der deutschen Gesellschaft gegründet worden ist, feiert in dieser Woche ihr fünfundzwanzig' jähriges Jubiläum, zu dem eine Anzahl deutscher Gälte in London eingetrossen sind. Tie deutsche GoetheHesellschaft ist durch Ex.;, u. Bignau - Weimar vertreten. ~ . den die Gäste von Professor Breul zur Besichtigung der Um srellung der Stellwerke „Nst" und „Nnt" auf Bahnhof Bad-sllauhetm sollen verdungen werden. Zeichnungen u. Angebotsmufter liegen im Geschäftsgebäude der Bauabteilung zur Einsicht aus, letztere können, solange der Borrat reicht, gegen vorto- und bestellgeldsreie Einsendung von ie 60 Big. «nicht in Briefmarken! bezogen werden. Die Angebote für Stellwerk „Nst" werden am 21 Juli, vormittags 10 Uhr, die für Stellwerk „Nnt" um 11 Uhr geöffnet. Zuschlagsfrt'i 4 Wochen. Id*/: Großbcrzogl. Heu. Kiieubabn- Bauabteilung Friedberg. Die Tischler-, Schlosser- und GlaserarbettenzurHerstellungder Stellwerke „Nst" und „Nnt" auf Bahnhof Bad-Nauheim sollen verdungen werden. Zeichnungen und Angebotsmuster ließen im GeschästSgebäude der Bauabteilung zur Einsicht aus, letztere können, solange der Borrat reicht, gegen porto- und bestellaeldfrete Einsendung von ie 90 Pfg. (nicht Zu der Fahrt starteten bo Wagen, nicht 62, rote -uerst .meldet. Ein englisä>er Wagen ist beim Start ausgeblteben. ras lehte Automobil fuhr um 9 Uhr 5 Mtn. ab, der offizielle -chlubwagen mit der Oberleitung folgte um 9 Uhr 31 Mm. Auf der Feldbergkuvve, die von einer großen Menichcnmenge i .agert löar, hatten sich zur Begrüßung der Fahrtteilnehmer mgeiunben: Ter Franlfurter Automobilklub m ungefähr 200 'lulortwbilcn, der Homburger Ausschuß, Dberbürgermetiter Lübke i.io ,'lurbireüüv Gras Zeppelin. Als erster Fahrer langte Prinz Dctnrid) um 7 Uhr 42 Min. auf dem Felsen an, wo ihn Kur- nekior Graf Zeppelin begrüßte. Nach 10 Minuten Aufenthalt Erließ Prinz Heinrich die Kuppe wieder, in einer Minute Ab- itanb folgten ihm bie anderen Wagen. . Köln, 5. Juli. Bis ?'/. Uhr haben 60 Wagen m Kon- lrrrenz bie Ziellinie passiert. Tie noch fünf iwrtgen - jgcn müssen bis 8 Uhr eingetroffen sein, wenn sie ftaitberedp nt sein wollen. Als erster Wagen ist kurz nach 3 Uhr der : ig.-n der Fahrtleitung angekommen, als zweiter der des Prinzen Dcinrid); cs folgten bann Wagen auf Wagen. Ter Wagen der .. . s.‘ ...» Q llkv» 1 QDfHiilon mn K. 5/11. B /e Tonncrstag, 20. Juli 1911, nacpmiltags 3 Uhr, wird m unierem Amlsziuimer die dem August Gottlieb Karnes in Bafel zugeschriebene nachstehend oer- zelchnele Parzelle öerueigert: 11243-, ,o = 350 qm Hofreüe auf dem Gartfeld- Gießen, den 28. Juni 1911 Graßh. Lrlsgericht Gießen. Gros. benen nachstehend verzeichneten Parzellen versteigert: 1/1305 = 178 qm Hofrette in der Flügelsgmie. _ . . 11323 = 137 qm Hoirette in der Walltorstraße. 22/14 -= 1750 qm Grabgarlcn auf dem Rodt. Gießen, den 20. Juni 1911 Grogherzogliches Ortsgericht. Gros. Die Beerdigung findet Sonntag den 9. Juli, nachmittags 3*/2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 4347 be-narecbt? auf Dividende: Erhöhung brt Grundkapital» nm 172 000 Tif. Vorzugsaktien. MefaüuSlas ' aemisebe Fabrik Düsseldorf I G. QUaieldort________ i aus Innsbruck fast i- ! Häuser wurden ein : Brand» soll durch Kinder, die — In der Gemeinde auS Eger zwölf iroci Feuerwehrleute lammen Ter •• 21 uf dc m gestrigen K i r s ch e n m ar k r an der West- Anlage und auf OSwaldSgaiten war reger Betrieb. ES standen mehr wie 300 Zentner Kirschen, darunter wohl die Hälfte von Leuten auS Hochelheim angeboten, zum Verkauf. Tie Preise schwankten zwischen 18 und 20 Pig. und gingen erst gegen Ende um die Reste abzusegen, aus 15 Psg. daS Pfund herunter. Bel dein schönen Welter fehlte eS nicht an Käufern, so daß liniiitts ich cw- L’Ää. »Jte xi* Zündhölzchen spielten, entstanden sein. Neredrn sind nad) ein.. Meldung rx-fftc an dem fraglichen Sonnabend die in den dortigen Stein 'ilchen beschäftigten Arbeiter entlohnen. Als er kaum den Wald : < reten hatte, kam ihm an einer Wegbiegung ein Mann entgegen rb feuerte ihm ohne weiteres eine Kugel in den Lew. Ter ■Hropc-tc stürzte zu Boden, und nun sah er, roic der Räuber i ien zweiten Schuß in dec Richtung nach feinem Kopfe abfeuerte ?as Geschoß zerschmetterte ihm die Hand, bie er jur Abwehr tr das Gesicht gehalten. In der höchsten Not war) er nun den i ldbeutcl weg, welchen der Räuber ergriff und damit m ben I alt» floh. Ter Verletzte schleppte sich jetzt bis zu den Stein- 'üchen und rief um Hilfe. Man brachte ihn zunächst nach isjelberg, wo ihm Tr. v. Heusinger aus Marburg die in der - auchwand stecken gebliebene Kuael entfernte. Tann brachte man fn in bie Klinik. Er ist wieder so ziemlich hergestellt. Ter erbarfit lenkte sich bald auf ben arbeitslosen Schröder, der in fölbe bei seiner Braut wohnte. Es gelang, ihn in Gemünden, io er nad) der lat in Arbeit getreten war, zu verhaften. Der utigen Berbandlung wohnten außer vielen Zeugen die Herren l rof Hildebrand, Tr. v. Heusinger, ferner Gerlchtschemiker Tr. I ovV'Franksurt als Sachverständige bei. Der Angeklagte ,st j 387 jn Marburg geboren, in Ockershaufen wurde er von einer amilic namens Lohrey großgezogen. Bon 1907—1910 biente ... ßci ben Dragonern in Hofgeismar, trotzdem bie Beweue ii) ganz erdrückend gestalteten, leugnete er hartnäckig, ber Täter fein Tie Geschworenen bejahten schließlich sämtliche Schuld- nagen und billigten auch keine mildernden Umstände zu. Als 3 r Staatsanwalt zehn Jahre Zuchthaus beantragte, meinte Schröder, man möge ihn zum Tode verurteilen. Das Urteil .outete auf 6 Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust. _____________________________ Handel. •• Konkurse in Hessen. Lieber ben Nachlaß des nm 25. Juni 1909 verstorbenen Jlaschenbierhändlers Gottfried Barch et, zuletzt wohnhaft in Mainz, ivurbe am 16. Juni das Konkursverfahren eröffnet. Nachlaßverwalter Aktuar i. P. Klein in Mainz lvurde zum Konkursvenvalter ernannt. Konkursjorder- ungen sind bis zum 8. Juli bei dem Amtsgericht Mainz anzu- melden. — Liebet daS Vermögen des Sparkaffenrechners Jakob I o ch e m I- aus Oppenheim, zurzeit unbekannt wo? wurde am 19. Juni bas Konkursverfahren eröffnet, da ein Gläubiger die Eröffnung des Verfahrens beantragt hat und da sich die Zahlungsunfähigkeit und Zahlungseinstellung des Gemeinschuldners ergeben hat. Rechtsanwalt Espenschied in Oppenheim luurbe zum Konkursverwalter ernannt. Konkursiorderungen sind bis zu,n 10. Juli bet dem Amtsgericht Oppenheim anzumelden. — Lieber das Vermögen des Bäckermeisters Johann I n g e b r a n d in Al a i n z - Al o in b a ch wurde am 24. Juni das Konkursversahren eröffnet. Rechtsanwalt Tr. Winter in Mainz wurde zum^Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zmii 15. Juli bei deni Amtsgericht Mainz anzumelden. — Ueber das Vermögen des Landwirts Ludwig Schneider II. in Raunheim wurde am 29. Juni das Konkursverfahren eröffnet. Gerichtsvollzieher i. P. Spreng in Groß-Gerbu mürbe zum Konkursverwalter ernannt. Konkursfordernngen sind bis zum 19. Juli bei dem Amtsgericht Groß-Gerau anzumeldeii. § Berliner Ho tel ges el ls chaft K ais erhos. Die Gesellfchaft beruft eine außerordentliche Hauptversammlung ein zur Beschlußfassung über die Herabsetzung des Grundkapitals um 172 OOU Alk. durch Zusammenlegung der Stammaktien int Verhältnis von 6 zu 2,2 derart, daß bie gültig bleibenden Stammaktien biefelbcn Rechte wie die bestehenden Vorzugsaktien erhalten, und im Falle der Annahme des Antrages: Aushebung des Nach- über bic Verwendung ber bei Gelegenheit ber silbernen Hort)- zeit gesammelten und ihm als Ergebnis des Alumentags zur Vucfügung gestellten Spende im Betrage von 540000 Mark fol- niiibc Bestimmungen getroffen: Es sollen verwendet werben zur d b e r l u l o s c b e l ä m p f u n g 100 000 Mark, zur I u g e n b • • iisor g e 280 000 Marl, für die notlcibcnben Weingärtner y) thjij Marl, für bic Stillung König-Wilhelms-Trost 3J000 Mark, für bic Wohlfahrtspflege auf dem Lande ,;i)000 Mark, für die Förderung der Kranken- und Wöch- n vrin n c ii pflege auf dem Lande 30 000 Mark, für bic Ve r- gtcn Zufluchtsstätten in Württemberg 10 000 Mark, israelitischen Unter st Übungsverein Tür Tie obigen Summen werben durch Letzte Nachrichten. R.B. T arm st a dl, 6. Juli. Die Zweite Kammsr begann heute ihre Sitzung um 9 Uhr mit der Beratung der Rückäußerung der Ersten Kammer über den Gemeindeum- lagenentwurf, nachdem vorher der Antrag Fenchel, Leun und Genonen über die Ausführung des Reichöviehseuchen- gesetzes dem zushändigeti Ausschuß überwiesen worden war. Abg. Molthan erläutert die gestrigen Beschlüsse der En'ten Kammer über die Gemeindesteuer und empfiehlt die Annahme des glücklichen Kompromisses. Auch Abg. Osann empfiehlt die Annahme, während Mg. Ulrich crfiärl, daß er mit seinen Freunden dagegen stimmen werde. Tie Kammer stimmt dann dem Gesetz in der von der Ersten Kammer beschlossenen Fassung zu uiw genehmigt ebenso die Initiativanträge auf Abänderung des Gesetzes und daS Besteuerungsrecht der Kirchen und Religionsgesellschaften. Tann kam die Anfrage des Abg. Grünewald und Reh, betreffend Umbau eines Amtsgerichtes in Gießen, zur Verhandlung. Abg. Grünewald erklärt, daß sämtliche Richter und Rechtsanwälte in Gießen gegen den Neubau seien, der überhaupt fein dringendes Bedürfnis darstelle. Er bittet zu prüfen, ob das dafür ausgeworfenc Geld nicht besser gespart werden könne. Staatsanwalt Ewald erklärt, der Neubau sei ein dringendes Bedürsiiis und desl)alb habe ihn di- Zweite Kammer auch bewilligt. Er legt die Notwendigkeit mr einzelnen dar und erklärt sich zum Schluß bereit, noch einmal mit der Stadt in Unterhandlung zu treten, ob sich die Verlegung der Straße ennoglichen lasse. Es soll dann nochmals mit Herrn Fulda wegen Ankauf des Geländes in Unterhandlung getreten werden. Aber das erkläre er schon jetzt, daß man sich auf bie Errichtung eines Stümper wer kes nicht einlasse. Tie Sitzung dauert fort, Paris, 6. Juli, Der Botschafter Jule Kamhon reifte nach Berlin zurück. K 1011 _ B*7« Donnerstag, 13. Full 1911, nachmiitags 3 Uhr werden in unserem Amtszimmer die dem August Gottlieb Kames in Basel zugc- schnebenen nachstehend verzeichneten Parzellen versteigert: 1/1243^io = 350 qm Hoftelte im Gartfeld. l/12448.u - 44 qm Grabgarten daselbst. Gießen, den 20. Juni 1911. Großherzogliches LrtSgericht. Gros. mayor und seiner Gemahlin zu ihrem heutigen Empfang im Man, Hon House gebeten, der glänzend verlief. , Madrid, 6. Juli. Zu den Unruhen in Lissabon wird gemeldet, bas; bort große Bestürzung herrscht Der tele- araphifchc Dienst wird aufs schärfste überioacht. 2l/i Millionen Kranken sollen aus Brasilien zur Unterstützung der royalistuchen Sache gesendet werden. _ ÄS äur Sefas J? -öceichc zu treten, wozu Garungen aus allen Teilen lch >ehl freudig und aus cohung mit dem äadi - in e b et." H die WnM Aussprache avon ad, die allerdings selten Nil weiter ausiubeuten und achlichen Feststellungen, ciönlichen Angriffs auf öerrn daß sie auch Unbeteiligten konnte, roic ja auch die zu- i- die ich Mi feiten eines ngefestem Stadtteil gesunden nicht kennt, hat bei mit - in — ein heiteres tüädjtln Justizrat. menschlich ibt, ihn seinerM rollet kx 5 ich ihn mit einer Rechts- lernen. M ick hnn nicht leutenbm, in größter Zurück- ebenden Person, roie meiner Zukunft dürste ich schon eher , der Trennung der Gerichte, usche Seite der ganzen Austen, weil ich als Laie nichts der Ocfsentlichkeit ein Urteil mng in Anspruch, welche die hat Tie Verhaltmlie weisen eine Steigerung schlechterdings isis drangt, soll ich bhnen ngenden Znslitule einmal auS Zollständigkeit zu garaniieren, inen- M Uniöcriiiat, Gym- "unb Okmllini M“' 9inliiei Iürgemeisterei uiw. Temen, b« » hrigeneinltelmg , einen derS'S Am. hat irktplaö gelA r stin Ä bestreite es chängnls M «WE’nrir der Raum. alle .Wmente ^^,".E«^Äl^aus der Inioerilatslrage- wurde, ; ber Öi"";et9nur eifenbabn- charter Unwer, ^urn vom höhens Artung Letder Lusttchiffahrt. London, 5. Juli. Tie 10 Flieger sind in öenbon ; :n Fluge nach Shorchnrn ausgestiegen. Der Start erfolgte um 6 Uhr früh in Zwischenräumen von zwei Minuten. Das Bett er ist prächtig. Von 6,57 Uhr bis 7,49 Uhr sind neun ii Shorcham cingetroffen. ___________________________ * Xie Hitze in Nordamerika ist noch im^steigen begriffen. In Neuyork sind in den letzten 24 Stunden 5 3 Todesfälle verzeichnet worden Sämtliche Spi täler sind überfüllt. Tie Aerzte sind physisch kaum mehr m der Lage, die geforderte Hilfe zu leisten Tie Statistik der Hitzschläae geht weit in die Tausende, ist überdies ungenau, weil sie nur die in öffentlicher Behänd hing stehenden Fälle verzeichnet. Tie augenblickliche Hitz- welle ist die bedeutendste seit 1871. In Montreal sind in den letzten beiden Tagen 183 Todesfälle zu verzeick)- nen Unter den Gestorbenen befinden sich 146 Miiiber. Diese Ziffer ist bisher ohne Beispiel. 3n Chicago starben 19, in Pittsbnrg 13, in Reu-England 31 und in Philadelphia 9 Personen. Die Trockenheit ridjtete großen Schaden an allen Getreidearten an. • Ein hübscher Vorfall bei der englischen Königskrönung wird in einem Londoner Briefe geschildert. Nachdem der Äönig sich die Krone aufgesetzt hatte, begannen bic Prinzen und die Vertreter des Hochadels vorbeizumarschiercn, um das rbrönungsvaar zu huldigen. Ter erste, der an den -thron herantrat, war ein tchüchterner Jüngling, der ganz zaghatt und verlegen zu sein schien: der junge Prinz von Wales. Er war unter dem Eüwruck des historischen Ereignisses in solcher Ber- toitrung und Aufregung, daß er alles, was ihm über die zu bcobad)ient)cn Förmlichkeiten eingevrägt worden war, vollstan» big vergaß. Ta er nicht wußte, was er tun sollte, hielt er es für das beste, unten an den Stufen des Thrones niederzuttnen; er konnte das aber nicht so ausführen, wie er wollte, weil Nch ihm sofort ein gestrenger Zeremonienmeister näherte, um ihm leise, aber eindringlich klarzumachen, daß er aufrecht stehen bleiben müsse. Nun schritt der Prinz die Stufen des -phrones hmaut, um oben vor dem Vater zu knien: plötzlich erinnerte er stch aber, daß er vergessen hatte, sich die Krone vom Kopfe zu nehmen: er holte das rasch nad), indem er die Krone mit einem Ruck herunterriß. Als er aber bie Dor getriebene Eidesformel zu sprechen versuchte, versagte ihm die Stimme, und seine Augen füllten sich mit Tränen. Auch dem König wurden die Augen leudit, und als der Prinz ihn umarmte und küßte, erwiderte er, obwohl er das Zepter in der Hand hielt, Kuß und Umarmung mit großer Innigkeit. Kleine Cagesdjrontf. 3in Hunsrück richteten starke Nachtfröste an den Feldsrüchten großen Schaden an. Tic Holzbogcnllmstruktion bei- im -Bau befindlichen Rhein- b rucke bei Laufenburg ist auf der badischen Seite aus noch nicht aufgeklärter Ursache ein gestürzt. Ein Arbeiter ift er- trunken. ., , . m.. , Nach einer Meldung aus Tiflis nahm eure Räuberbande in einem Torfe des EoribezirkeS sieben Gymnasiasten gefangen, die von einem Spaziergänge zuruck- fehrten. Tie Täter, die ein Löfegeld fordern, find noch nicht ermittelt. _______________________ in Betracht kommenden Lin statten und Vereine mit näherer Weisung versehen. „ . . * Feuersbrünste. Jn Engen ^Baden^ wo, wie wir gestern telegraphisch mitgeteilr, 32 Häuser abgebrannt find, brach, nachdem die Feuerwehr abgerückt war, das Feuer von neuem aus. Ter ganze alte Stadtteil, 35 Häuser umfaisend, isr abgebrannt. Tie ^rtsck)aft 2ürcblid?c Nachrichten. Jsrütninuic Neligidn-gesitlfchall. Sotterdicnlt. Sabbat leier am 8. Juli 1911: Freitag abend 8.00 Uhr. Cainsiag vormittag 8.00 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Sabbat-AuSgang 9.35 Uhr. WockiengotteSdicnst: TlorgcnS 6.00 Uhr, abends 7.30 Uhr. 15cilani der Witterung feit gestern früh: Da- Hochdruckgebiet über Mitteleuropa ist konstant und so stark, daß die im Norden vorüberziehenden Tiefs nufere Witterung nicht beeinflussen. Wir haben mit heiterem, trockenem Wetter bei etwas erhöhter Temperatur zu rechnen. Wetterallsstchten in Hessen am Freitag dem 7. Juli 1911: Heiter, «rocken, etwas wärmer.____________________________________ M- M NAUMAN NIA SeifJ-__ •-x—. Biograph WWW Plockstrasse 12 05517 Plockstrasse 12 Zwischen zwei zum billigsten Tagespreis. Klnematograph 0 Bahnhofstr. 26 Neuen Baue 17 Frankfurter Strasse 65 Babnbofstraßc 51. (055281 Bahnhofstraße 51. Sklavin [D*/s M Cale Amend 900 Meter lang Spieldauer 50 Minuten. Heinrich Renting. 05520 U Anfang 8^ Uhr. Eintritt 20 Pfg. Anfang- 8 Uhr 0561« Restaurant Karlsruh Sitktntr W iiah Gmiisestlie Marburger Str. Inh. Karl Torfcld Telephon 595 Inh. St. Rüsch. Ncncnwcg 18. Telephon 363. Billigste Preise. 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Borschrist) mit vollständigen gleichen Irüchten ausgestellt. 4339 Wahrend des ciumaligen Sterilisierens im Äonkurrenzkochcn wurde in der gleichen Zeitdauer vier Mal im Bade - Tuplcr 2lpparat sterilisiert. Die sehr zahlreich erschienenen Damen sanden das Ergebnis für ausgezeichnet und ist mithin der vollkornmendste Beweis erbracht, das; der Bade-Duplex-Dampf-Einkochapparat sämtliche anderen Einkoch-Avvarate mehrfach übertrifft. Larcy A WBederstem. Hiihmiip und Hurutisut verschwinden sicher durch mein Radikal per Flasche 50 Psg. Germania-Drogerie C’ari Deibel 3713 Tel. 593 — Iranksurtcr Str. 39 Heidelbeeren Böekner. Tiefenwcg 4. l^- III. Teil. Packende dramatische Schilderungen aus den Niederungen des Lebens in 3 Akten nach den Ideen und dem Manuskript des Original-Verfassers der „weißen Sklavin II. Teil". fe/,t9''Wboi bterem ZrZ "eilen ' \ schlisse/ 7dl-U ¥ MW luiiös Ml 5teuctn i l'^fcu 6 hoch s!jC|n!n 40°U0 i N D^1?1 N'lsch vcrhs. , 6l Sie. g£JMen, Ällt9 do 3 dtt Ahg rungsiorMga Lei toire/ AuMniilg iwii lein Ae-cliticral bereit? in i>ei, SL '.'ibsichl beslchr, ir " die tlltlagÄcitim Äanldireltor beilimmungen mi ütiVtclhmg des öd,iimerat1 iclbitoetl'iünölid) und sorgjällig in llimmungen jollc uild jid) möglich| i Er könne aber , Zusage machen. Bankdircklor ' die abzugsfähigcn entsprechend sei. bezüglich des Sdji daß die Erste M gesunden habe. Freiherr v. ,i des Hauses bczü- treibendcn ans d chcc vorgeidilager .nchtlgere hielten. Artikel 10 teil angenommen, c&ei i 3usatzcä: „Znsoim | >ige Einkommen di i "l.orderlichc Festste | M Erlangen verl • gingen aus mindl ' LV-u geben !?• -lugnst . 43C1.Khlc Teklarat r Artikel 1 MLung die Ei dic Ersi Diese letzte Fortsetzung der Aufsehen erregenden dramatischen Schilderungen „Die weiße Sklavin" wird in erhöhtem Maße das größte Interesse des Publikums in Anspruch nehmen und allseitig ungeteilten Beifall finden. Das Drama ist von Anfang bis zu Ende glänzend inszeniert und ausgestattct und wird von allerersten Bühnenkünstlern in einer nicht zu überbietenden, ganz hervorragenden Weise dargestcllt. Außerdem das übrige Pracht-Programm, u. a. Chfrr Srr ergreifendes Drama aus dem Leben uvv -v/ivw, der berühmten Sängerin Edith Wlrlh. 400 Meter lang. Max und seine Srfjiyicgcrmiittcr,61 Gespielt von Mar Linder, usw. i» Mk. 3.-, 2.- und 1 - BekmrtttmKckmrlg. Betr.: Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Holzheim. Die Maul- und Klauenseuche ist unter der Schafherde zu Holzheim ausgebcocheu. Tie Herde ist unter Sperre gestellt. Ta die Herde den Wald zwischen Holzheim und Langgöns betreten hat und die Gefahr besteht, daß durch Wild eine Verbreitung der Seuche erfolgt, so wird der für die Gemarkung Holzheim durch unsere Bekanntmachung vom 22. Juni 1911 (Kreisblatt Nr. 49 vom 23. Juni 1911 > gebildete Sperrbezirk auf das Waldgebiet innerhalb der Gcmar - i kung Langgöns ö st l i ch der Kreis ft raßeHolzhci m-^ Langgöns ausgedehnt. Gießen, den 6. Juli 1911. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ___________________I. V.: Dr. Merck.____________________ Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche in Ettingshausen. Nachdem in dem Gehöft des Heiuri ch K ü h n I. zu Ettingshausen die Maul und Klauenseuche festgestellt worden ist, werden die unter II unserer Bekanntmachung vom 14. Juni 1911 angeordneten Maßnahmen auf dieses Gehöft ausgedehnt. Gießen, den 6. Juli 1911. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Or. M c r ck. Morts*^^sabend Samstag den 8. Juli 1911, abends 8 Uhr im grossen Saale des Gesellschaftsvereins. Frl. Lily Donecker Mitglied des Stadttheaters in Kiel. \/ A o von Goethe, Hebbel, Mörieke, vonrage wnde etc. Frl. Lina Poppe Frankfurt a. M. liodoP 71IP lanlß Volkstüml. Lieder, Brahms, fijIuUvl ZUI kuliiü Cimarosa, Scholander etc. Kartenvorverkauf bei Ernst Challier (Rudolph’s Nachf.), Neuenweg9 Nur noch 2 Tage. Ein Triumph der Kinematographie ist Oie weisse I MrtM „Im PlkneilBcher" W heute iviedcr übernommen habe. M Es svird mein eifrigstes Bestreben sein, durch MZ gute Speisen und Getränke meine Gäste in jeder y Hinsicht zufrieden zu stellen. Heute Gesalzenes Qchseuflcisch. _______Pfund 40 Pfg. B6/7 Frucht- pressen u. Messingkessel empfiehlt