Nr. 55 Erster Blatt M. Zahrgang Montag, b. März Ml Der «ießener Dqeiß« JHJ M /A d nwnatlich75P1^viettell «lchemi täglich, aufer JBW ▼ Cv • ^Sk |H _ ▲ ▲ a. A A jährlich Mk. 2L0. durch Sonntag«. - Beilagen- M A»- A Ak Ak AA WB A A 2k A Jk 20^, 2^ Abhole- u. Zweigstellen wöchentlich M "^M^A -4Br M^A 2^A AtA B0 K J ]■ monatlich 6b Pf.: durch -ithkner.^amilienblätter W WM M MM ÖZ | > R Q * V H MW ■■ X |T II | MM ■ diePoftMk. 2-viertel- zweimalwöchentt.Breir: Ml NH TM B Bz jSWA Aj f'.- fe’../ M y M M M M M jahrl. ausschl. Bettellq. blatt fbrden Nretr -letzen WW W M W «V* V-< ß E Hf M Z I ■ I MM IHR M M Z-Üenorea : lokal löPj, < Dienstag und Freuaq), M M MA_ W gfl Wy 11 88 NA . fll . Rj M, B TV ausivärts 20 P'cnnlg. säm»ä. ^LZ A v' § g W B v Vh». ». xmti»« Botofiottsörud und Verlag »er Brfii)l’|cn RebnergUartettS hier aussühren: der Name, den sich die Vereinigung in her musikalischen Welt erworben hat, bc lagt alles. Auch daß öerr Pröll Trautmann, der als Mitglied des Gießener Rebnettrios in ständiger Fühlung mit den Frank furter Künstlern ist, sich int Quintett zu vollkommener Einheit mit ihnen zusammensand, bedarf keiner weiteren Hervorhebung. Das Publikum, das in Anbetracht der vorgerückten Jahreszeit des Charakters des Konzertes als reinen 'Kammermusikabends und der mancherlei sonstigen Veranstaltungen des heutigen Sonntags recht zahlreich erschienen war, spendete lebhaften Beifall nach jedem Werke und, nachdem ein kurzer Kamps zwischen Wollen und Nichtkönnen während desTebussyguattetts zugunsten Der lieben alten Gewohnheit bald entschieden war, auch zwischen den einzelnen Sätzen der Werke, ja sogar nach dem Mirtelsatz des Beethoven-Quartetts. Ich beicheide mich: dixi et salvavi animam meam. , , . . m. • — Prinzregent Luitpold an die Künstler. Prinzregent Luitpold non Bayern hat an den Minister des Innern für Kirchen- und Schulangelegenheiten, Dr. v. Wehner, folgendes Handschreiben gerichtet: „Getreu den Traditionen meines Hauses und dem Vermächtnis meines hochseligen Herrn Vaters habe ich stets das I n - leresse für die Schönen Künste mit besonderer Sorgfalt gepflegt. In den Tagen, in denen ich der Vollendung meines 90. Lebensjahres entgegengehe, gedenke ich deshalb, in inniger Zuneigung der gesamten Künstlcrschaft, deren unermüdlich aufwärts strebender Schaffenskraft unser liebes Bayern, feine Hauptstadt und sein Königshaus so viel zu danken haben,' und ich will meinen Gefühlen der Anerkennung und des Dankes dadurch Die heutige Nummer umfatzt 10 Seiten. Stimmungen vor den Reid)stagswaf)Ien. Auf die Ausführungen des Herrn Prof. Lulev in der letzten Nr unseres Blattes über die bekannte Rede des Abg. Sttesemann - übrigens hat die parteiamtliche „Nationallib. Korresp." gestern ähnliche Feststellunyen wie Herr Luley veröffentlicht geht uns von der zuständigen fortschrittlichen Seite heüte eine Erwiderung zum Abdruck zu. Wir möchten, wie wir schon einntal bemerkt haben, über das Thema „Gisevius und der Bund der Landwirte" keinen langen Streit mehr mit Worten entfesseln, denn wenn sich auch von einem Wort „kein Jota rauben" läßt, so droht die Sache doch zum mindesten langweilig zu werden. Prof. Luley wird voraussichtlich wieder entgegenhalten, es sei etwas anderes, wenn man es dem Bund der Landwirte einfach überlasse oder nahelege, für den nationalliberalen Kandidaten einzutreten, als wenn man mit ihm verhandle und besondere Zusagen mache, die nicht ursprünglich im Pro gramm des Kandidaten gestanden haben. In Friedberg scheinen, nach dem folgenden Bericht, weite Kreise im Bürgerin m des Willens zu sein, die sozialdemokratische llebermacht durch ein Zusammengehen der bürgerlichen Parteien zurückzuweisen. lieber die neuesten großen Parteiversammlnngen, die am Samstag und Sonntag in Gießen stattgefunden haben, berichten wir im 2. Blatt. Wir beginnen mit dem Offenen Brief an Herrn Pros. Luley. Sehr verehrter Herr Professor! Ich verstehe Ihre Erregung. Es muß in der Tat peinlich für Sie fein, die Beziehungen zum,B. d. L. nicht mehr abftreiten zu können. Ist es Ihnen aber heute nicht noch um einiges peinlicher, sie abgeftritten zu haben? Die Erklärung des B d. L. stellt e/ic doch arg bloß. Sie haben also doch um hie Bundesunterstützung yeworben. Ihr Kandidat hat also doch mit den Herren eine Besprechung darüber gehabt. Er hat also doch dieselben Zusicherungen gemacht wie der Kandidat der Antisemiten. Tas geht ja noch über das hinaus, was von unserer Seite behauptet worden war! Wozu dann die Ableugnung von ganz belang losen Nebendingen? Wir wollen nicht spotten, sonst zitteren die Anttfe miten wieder den ersten Psalm. Aber nicht wahr: Hätten Sie die Erklärung dck^B. d. L. gelesen, bevor Sie Ihren Aufsatz schrieben, — Sie hätten manches anders formuliert. Das Wichtigste bleibt doch bestehen: Herr Tr. Stresemann hat eine scharfe Rede gehalten für den Liberalismus d. h. gegen den B. d. L. und gegen den Herrn v. Hehl. Sie suchten die Unterstützung des Bundes nach. Ist das kein grundsätzlicher Unterschied? Für Herrn Tr. Stresemanns Schlußwort war es sehr -günstig, daß unsere Parteigenossen in Flensburg einen ganz ähnlichen tollen Streich gemacht haben wie Sie hier. Das hebt sich nach Ihrer Ansicht auf Auch nach der Ansicht der Wähler? Die sollen in Flensburg nur getrost den Fortschrittler durchfallen lassen; also hier in Gießen ganz gerechter Weise den Nationalliberalen. Einverstanden? Mit vorzüglicher Hochachtung Metz, Vorsitzender des Vereins der fortschrittlichen VolkSpartei für den ersten hessischen ReichstagSwahlkreis. Versammlungen der fortschrittlichen Volköpartei. Die Fortschrittliche Volksvartri hack, so tautet ein bar- teiamtlicher Bericht, Der uns zum Abdruck zugeht, in den letzten Tagen mit einer lebhaften Wahlagitation ein gesetzt. Der Kandidat, Herr Pfarrer Korell, sprach am Freitag in Allendorf und Großen-Linden. In ersterem Orte fand eine Aussprache mit dem antisemitischen Gegenredner Tb. Reuther statt, die von dem fortschrittlichen Parteisekretär Kuhlmann fortgeführt wurde. In Groß en -Lin den waren wiederum der deutschsoziale Ge ncralicfretär Henningsen und Herren aus Langgöns als Gegner anwesend. Am Samstag sprach Herr Pfarrer Ko - veil in Grüningen und Klein-Linden. Beide Ver lammlungcn waren, wie auch die vorhergehenden, stark besucht. In'Grüningen war ein anderer antisemitischer Par teijelrelär, Herr Rieschke, erschienen, der auf die 1 stündigen Ausführungen des Referenten zwei Sttinden lang in einer Tour antwortete. Parteisekretär Kuhlmann antwortete. Unterdessen war Pfarrer Korell nach Klein-Linden gefahren, wo eine ausgedehnte Debatte mit Herrn Vetters von der Oberhessischen Volkszeitung und mit Herrn Nippel aus Hagen stattsand, in die dann auch noch der christlich-soziale Parteisekretär zbuhlmann in später Stunde ein- grisf Herr Reichstagsabg. 5 o m m e r sprach am selben Mend in Treis a. d. Lda., wo ihm Herr Hesse für die Kandidatur Werner entgegentrat. Jin Cafs Leib zu Gießen sprach Herr Reichstagsab. Kops ch. Außerdem fanden am Samstag noch 14 Versammlungen statt, in denen die Herren Henk, Eberle, Staubach, Garnier, Lenchtgens, Klein, Burger, Goldschmidt, Strecker, L e i tz, Pfeiffer und Wolf für die Kan didatur Korell eintraten. — Am Sonntag wurde hie Agitation in noch größerem Maßstabe fortgesetzt. Es fanden 41 Versammlungen statt, in Denen außer den oben genannten Personen noch die Herren Bethe, Röder, Balje r, 11 r ft a D t, Reiß und Haag als Redner auftraten. Eine geplante Versammlung in Echzell mußte ausfallen, da das Auto, das den Redner an Ort und Stelle bringen sollte, versagte Herr Pfarrer Korell besuchte 15 der ab- gehaltenen Versammlungen und hielt kurze Ansprachen. Fast überall waren antisemitische Sekretäre erschienen. Die Der Rednern der' Fortschrittlichen Bolkspartei entgegentraten. Eine gemeinsame Kandidatur in Friedberg-Budingen. -- Friedberg, 5. Mär;. Heute nachmittag fand hier eine aus dein gosainien Reichstagswahlkreis Friedberg - B ü d i n g c n sehr Zahlreich besuchte Versammlung von ?l ngebörigen des B u n d e s b e r L a u d w i r te, der N a t i o n all- liberalen und des 3 e n tr u m s statt, in der über ein gemeinsames Vorgehen der bürgerlichen Parteien bei der nächsten ReickstagSwahl beraten wurde Man war m der Versammlung, in der u. a. die Herren Mühienbriitzcr S ck u d t - Görhelheimer Stühle, Landwitt W e i t h - Nieder Wöllstadt, Rechtsanwalt S ck r ö °- o e r - Friedberg ^Zentt. - und Laiidwii l Hensel- Dortelweil sprachen, sich Darüber einig, bei der nächsten Wahl gemeinsam d o r ä n g c i) e n unh versprach sich davon auch ein günstiges Ergebnis. Ws Kandidat wurde Biedizinalrat Tr. Vogt in Butzbach in Aussicht genommen Weiter wurde die Bildung eines Ausschusses beschlossen, dem außer den Einberuf.'rn der Versammlung, den Herren Schudt-Görbelheirner Mühle, Wttth Niederwöllsiadt und Buchhändler 2 e r i b a - Friedberg je fünf Herren der beteiligten Parteien angehören sollen. Der Ausschuß soll die Einigungsoerhandlungen zum Abschluß bringen und die Wahlvorbereitungen einleiten. In dem Bericht über die Beriamnilung der wirtschaftlichen Vereinigung (Nr. 33, 1. Blatt) ist Herrn Krumm infolge eines DruckiehterS die Aeußerung zugejchrieben, 60 kleine Branntwein brenner empfingen so viel an Liebesgaben wie die vier größten Brenner Es muß nicht 60, sondern „60 000 kleine Branntweinbrenner" heißen. Neue Ruhestörungen in Metz. Metz, 5. ,März. Heute abend gegen 7 Uhr kam cs hier wiederum zu einem Krawall. Zwei einheimische junge Leute randalierten auf der Römerstraße und gerieten in einen Wortwechsel und dann in Streit mit Unteroffizieren. Es sammelte sich eine große Menschenmenge an. Schutzleute mußten einschreiten und nahmen die beiden jungen Leute fest. Aus der Menge wurden Rufe: Vive la France! A b as la P russe! laut. Bei dem Zusammen- stoß sollten die Unteroffiziere blank gezogen haben, auch auf der anderen Seite von dem Messer Gebrauch gemacht worden sein. Eine authentische Darstellung war bisher nicht zu erlangen. Hier war zunächst das Gerücht verbreitet, daß es sich bei den jungen Leuten nm Mitglieder der Lorraine Sportive handle: das stellte sich aber später als unrichtig heraus. Metz, 4. Mürz. In der Angelegenheit der Lorraine S p o r t i v e ist den neun Beschuloibten, S a m a i n und acht Genossen, nunmehr die Anklageschrift zugestellt worden. Sie lautet nach dem „Lorrain" gegen drei Angeschuldigte auf Hausfriedensbruch, gegen Samain außerdem auf öffentliche Aufreizung zum Ungehorsam gegen die Gesetze und behördliche Anweisungen, sowie auf unerlaubte Veranstaltung eines öffentlichen Konzerts. Im übrigen erstrecken sich die Anklagepunkte auf die Veranstaltung und Beteiligung an den Straßenkundgebungen._______________ Der Kaifer in Wilhelmshaven. Wilhelmshaven, 5. März. Der Kaiser un-d Pr inz H einrich trafen kurz vor 12 Uhr im Exerzierhaus ein. Nachdem der Kaiser die Front der aüfgestellten Truppen abgeschritten hatte, hielten Konsistorialral Schorn und der katholische Marinepfarrer Erdmann Ansprachen, worauf die V e r e i d i g u n g von 1200 Rekruten durch Oberleutnant zur See Büchse! erfolgte. Anschließend hieran hielt her Kaiser eine kurze Rede, in der er auf die Heilighattung des Eides hinwics. Nach der Feier nahm der Kaiser militärische Meldungen entgegen und fuhr mit dem Prinzen Heinrich nach dem Kasino, wo um 12i/2 Uhr Frühstück zu 101 Gedecken stattfand. Ter Kaiser verließ um zwei Uhr das Kasino und fuhr int Automobil nach Dem Hafen, wo er sich an Bord des Linienschiffes „Deutschland" begab. Wilhelmshaven, '>. März Heute abend .K Uhr fand beim Kaiser an Bord des Linienschiffes „Deutschland" Abend täfel statt, zu der Staatssekretär v. Dirpitz und die anwesenden Flaggoffiziere geladen waren. Oldenburg, 5. März. Der Kaiser hatte heule vormittag auf seiner Reise nach Wilhelmshaven einen Aufenthalt von etwa zwei Stunden. Der Kaiser wurde auf dem Bahnhof bom Großherzog und dem Erbgrohherzog empfangen und "begab sich mit ihnen nach dem Palais zum Frühstück. Gegen 10i/2 Uhr setzte der Kaiser die Reise nach Wilhelmshaven fort, wohin ihm Der Groß Herzog morgen folgen wird, um an Den Besichtigungen teilzunehmen Au» Hessen. R. B. Darmstadt, 5. März. Der Gesetzgebungs- au s s ch u ß d e r E r st en Kammer hat am Freitag nachmittag seine Beratungen über dieBerwaltungsgesetz- revii i o n ausgenommen und in einer dis zum späten Abend ausgedehnten Sitzung den Gesetzentwurf, bett, die Städteordnung, erledigt. Dem Vernehmen nach hat der Ausschuß an der von der Zweiten Kammer Der Vvr^ läge gegebenen Fassung nur wenig nicht prin.zipielle Aen- derungen vorgenommen, so daß eine Verständigung darüber mit dem anderen Hause keine Schwierigkeiten bereiten dürfte. . Im Laufe der Woche wird der Ausschuß auch die Vorlagen über die Landgemeindeordnung und die Verwaltungsrechtspflege in Beratung nehmen. Das Plenum der Ersten Kammer wird alsdann in der zweiten Hälfte des laufenden Monats zu mehrtägigen Verhandlungen zu- fannnentreten und neben den drei vorgenannten Gesetze entwürfen auch die vom Ausschuß bereits fertig gestellte um - Ausdruck gegeben, daß ich mit einem Kapital von 100 000 Mart eine Stiftung für Pensionen an tüdj- lige bedürftige Künstler errichte. Hiernach wollen Sie das weitere veranlassen und mir den Entwurf des Stifiingtsbriefes vorlegen Tie königliche Hostasse ist zur Auszahlung der Summe von 100 000 Mk. angctoiefai. München, 4. März 1911. Gez, Luitpold, Prinz von Bayern." — Eine französische Ehrung Uhdes. Aus Paris wird berichtet: Durch ein tragisches Zusammentreffen ist es Fritz v. Uhde versagt geblieben, eine Ehrung noch zu erleben, die Frankreich dem berühmten Maler zugedacht hatte. Am Sonnabend, als in Deutschland der Traht die erfte Nachricht von Dein Ableben des Meisters in alle Gaue trug, schritt die Akademu der schönen Künste in Paris dazu, ihn zu ihrem Mitglied zu wählen. Die Todesbotschast wurde an Der Seine erst später bekannt. Obgleich die Wahl nun annulliert werden muß, wird die Akademie doch das Protowll der Sitzung und der Wahl Der Familie des verstorbenen Künstlers übermitteln. Erst dann wird zu einer Neuwahl geschritten. Bisher hat es sich nur einmal ereignet, bafs ein sranKösischer Akademiker vor seiner Ausnalstns in die Akadamie dem Reiche der Lebenden entrissen wurde. Ed- mond ?Lbout wurde am 24. Januar 1884 gewählt, imb das Datum für die offizielle Aufnahme und bat Empfang in der Akademie war auf den 16. Januar 1885 festgesetzt. Doch kurze Zeit vorher starb About, ohne jenen Ehrentag erlebt zu haben. — Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissenschaft. Dem Kunsthistoriker Geh. .Hoftat Professor Tr. Henry Thodc in Heidelberg, der -,um 1. April d. I. vom Lehramt zurücktritt, ist der Titel Geheimer Rat 2. Klasse verliehen worden — In der amerikanischen Botschaft ;u Berlin überreichte am Sonntag nachmittag Botschafter Hill mit einer Ansprache beni Göttinger Geographen, Professor Hermann Wagner, im Auftrag ber ,,Nattonal Geographieal Society of America" die Oullummedaille für seine Verdienste um die geographische Wissenschaft. Der Feier wohnte Minisierialbirektor Lewald, der Vorsitzende der Geographischen Gesellschaft Penk und der Bruder des Geographen, Exzellenz Adolf Wagner, bet. — Der niederländische Leutnant zur See d eW a l erhielt von Der niederländischen Regierung einen Auftrag zur geographischen Grfot - schung Neuguineas. LAMPE I Bestbewährte 70% Stromersparnis Grund Prix Brüssel 1910 Durch die Bektrlxttltswerke und Initallations- goecharte tu beziehen. Anergesellscb&n, Berlin 0.17 fangreiche Vorlage über die Gemeind eumkag en' reforrn zur Verabschiedung bringen. Au» Stadt und Land. Gießen, 6. März 1911. w TageSkalender für Montag, 6. März: Stadt- theater: VolkFvorstellung: .Kabale und Liebe/ Anwng 8 Uhr Kirchlich-positive VortragStagung in Steins (flotten. Montag abend 8*/^ Uhr: Konsistorialrat D. Walther- Koflocf: Hat sich JesuS in btc Menschheit eingerechnet oder sich ihr gegenübergestellt? — Dienstag vormittag 10 Uhr: Geh. Konsistorial- ral D. Seeber g-Berlin Äntorilät und Freiheit. — Dienstag nachmittag 3'/, Uhr: Geh. Kirchcnrat Prof. D. Ihmel S-Leipzig: Durch religiöses Erleben zur religiösen Gewißheit * ** Ordensverleihung Der G roßh eoczv g hat das Ritterkreuz erster Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen dem Hauptmann Freiherrn v. Wei-- te rShausen im Preußischen Kriegominrsterium, seither Batteriechef int 2. Hess. FeldartMerie-Regt. Nr. 61, ver- liehen. Ausland. Aus Bukarest meldet man: Bei den Kammerwahlcn wurden aus dem zweiten Distriktswahlbezirk gewählt: 67 regierungsfreundliche Konservative, 5 Mitglieder der geeinigten Opposition und zwar drei ^konservative, Demokraten und zwei Liberale. Acht Stichwahlen sind erforderlich. Die Sozialisten und die Nationalisten, die sich zum erstenmal bei den allgemeinen Kammerwahlen um Mandate bewarben, vermochten nur wenige Stimmen aufzubringen. Blättermeldungen zufolge, hat ein Impresario dem früheren Ministerpräsidenten Briand für eine Vortrags-Tournee in sämtlichen Hauptstädten Europas und Amerikas ein Honorar von 300 000 Franks an geboten. (!) Briand hat auf das Anerbieten noch keine Antwort erteilt. Im türkischen Abg cor d n e t e n h au s wendete sich bei der fortgesetzten Beratung des Budgets der Führer der gemäßigten Liberalen Ismail Kemal gegen den Bagdadbayn-Ber- t r ag. Er verlangte, daß die Bahn mir bis El Helif gebaut und die Verbindung zwischen Konstantinopel und Bagdad durch die Linie Homs—Bagdad hergestellt würde. Der Großwesir legte die Vorteile der Bagdadbahn dar und erklärte, daß der Staat zum Weiterbau der Bahn durch einen Vertrag gebunden sei, den die Regierung nicht brechen dürfe. Die Negierung könne sich höchstens bei den Verhandlungen günstige Bedingungen sichern. Die Bahn könne unmöglich bei El Helif enden. Wegen der jährlichen Ausgabe von 300 000 Pfund könne der Staat den Weiterbau nicht preisgeben und die Aussicht auf eine Zollerhöhung von 4 Proz. einbüßen. Der Großwesir sprach schließlich die Hoffnung aus, daß sich ein Einvernehmen über den Weiterbau der Linie Bagdad—Äassra ermöglichen lasse, da alle Beteiligten einsehen würden, daß die Türkei mir ottomanische Interessen verfolge. OSRAM tag wurden der Vorsitzende Rößler und der Schriftführer Nagel gewählt. Es folgte dann eine eingehende Besprechung über den Gesetzentwurf betr. die Privatbcamtenversicherung (Militäranwärter). m. Offenbach, 6. März, lieber die Anzahl der hier beschäftigten Arbeiter gibt der Verwaltungsbericht der Bürgermeisterei näheren Aufschluß. Danach waren in 313 (311 im Vorjahr) Betrieben, die unter 20 Arbeiter beschäftigten, 1831 (2114) Arbeiter tätig: in 133 (132) Betrieben, die 20—100 Arbeiter beschäftigten, zusammen 6131 (6019) und in 46 (42) Betrieben mit über 100 Arbeitern, zusammen 10 595 (9555) Arbeiter. Insgesamt waren demnach in 492 (485) Betrieben 18557 (17688) Arbeiter beschäftigt. rm. Schönberg, 5. März. Unregelmäßigkeiten in seiner Kasse haben den Gemeinderechner Gy. Reh- man von hier in den Tod geführt. Am Freitag fand eine kreisamtliche Revision statt, bei der ein Fehlbetrag von mehreren Tausend Mark festgestellt wurde, über deren Verbleib R. keinen Aufschluß geben konnte. R. hat sich nun am Samstag auf dem Speicher seines Hauses erhängt. Allgemein galt R. als vertrauenswürdige Persönlichkeit. Er hinterläßt eine Frau und 6 unmündige Kinder. Kreis Wetzlar. △ Wißmar, 5. März. Lehrer M ergental ist mkt dem 1. April nach Niederwetter versetzt. Der Schulvorstand hat in seiner Sitzung am Freitag beschlossen, die erledigte Schulstelle dem Lehrer Richard Kuhl aus Kinzenbach, zurzeit Lehrer in Nisterberg im Westerwald, zu übertragen. Wißmar besitzt die stärkste Landschule im Schulaufsichtsbezirk Wetzlar. => W ihm ar, 5. März. Ein recht bedauerlicher Vorfall ereignete sich gestern abend gegen 11 Uhr hier, dem beinahe zwei Menschenleben zum Opfer gefallen wären. Der öfters dem Trünke ergebene Arbeiter Stroh von hier bekam mit seinem jüngeren Bruder, als dieser nach Hause kam. Streit. Er soll dann seinen jüngeren Bruder mit dem Tode bedroht haben, worüber dieser in Verzweiflung flüchtete und in einen über drei Meter tiefen Teich sprang. Der zufällig hier irr Ferien weilende Musikschüler August Rein sprang ihm nach, um ihn zu retten, wurde aber mit in die Tiefe gerissen. Erst als Leute mit Stangen berbeieilten, gelang es dem Retter, mit Anstrengung aller seiner Kräfte den bereits Untergesunkenen wieder an die Oberfläche zu bringen; und so wurden denn durch Hälfe der Leute beide noch rechtzeitig gerettet. Die Mutter des Retters, Krankenschwester Nein, sorgte dafür, daß beide gleich in richtige Pflege kamen. (s( Lausbach, 5. Ntärz. Hier wurde heute nachmittag bei Gastwirt Rinn unter zahlreicher Beteiligung der 6. Turu- tag des Lahn-Dünsberg-Turnerbundes abgehalten. Als stimmberechtigte Vertreter waren einschließlich der Ausschuß- Mitglieder 45 Abgeordnete erschienen. Vorsitzender Daubert Wieseck gab den Jahresbericht. Der Bund hat auch im abgelaufenen Jahr einen Zuwachs erhallen durch die Vereine Annerod, Burkhardsfelden, Reiskirchen und Roth. Es gehören nunmehr 26 Vereine mit 1950 Mitgliedern dem Turnerbunde an. Der Bericht des Bundesturnwarts Schmidt-Launsbach stellt die im allgemeinen befriedigende turnerische Tätigkeit der Vereine fest. Die Jahresrechnung schließt mit einem Barbestand von 164,05 Mk. ab. Das diesjährige Bundesturnfest wird am ersten Julisonntag in Atzbach gefeiert, während die Bundesfahrt nach Daubr ingen und der Herbstturngang nach Großen- Buseck geplant ist. Der Turnverein Wieseck, der stärkste des Bundes, blickt im Jahre 1912 auf sein 50 jähriges Bestehen zurück, aus welchem Anlaß ihm zu seiner Jubelfeier für 1912 das Bundesfcst zuaesprochen wird. Aus der Vorstandswahl gingen hervor: Daubert-Wieseck, 1 Vorsitzender; Bürgermeister Schmidt- Lollar, Stellvertreter; Schmidt-Launsbach, Turnwart; Dorth- Gr.-Buseck, Stellvertreter; Reinecke-Wieseck, Schriftführer; Verlach-Bieber, Stellvertreter. In den Bundesausschuß wurden wieder- bezw. neugewählt: Hört und Rinn-Launsbach, Geißler- Lollar, Lotz-Wieseck und Karber-Odenhausen. Zum Schluß wurde dem Ehrenmitglied Schlag vom Turnverein Hausen eine besondere Ehrung zuteil. Aus Anlaß des vorjährigen Bergfestes auf dem Schiffenberg überreichte ihm der Vorsitzende ein Diplom und die Versammlung brachte ihm ein kräftiges „Gut Heil" aus. Auf das fernere Blühen und Gedeihen des Lahn-Dünsberg-Bundes stimmte die Versammlung gleichfalls ein dreifaches „Gut Hell" an. Hessen-Nassau. n. Diez 5. März. Die Stadtverordneten haben in ihrer gestrigen Sitzung die Pflegegeld sätzeim neuen Auguste- Viktoria-K rankenhaus für auswärtige Privatpatienten in der 3. Klasse von 2 Mk. auf 2,60 Mk. für Erwachsene und von 1,50 aus 2 Mk. für Kinder unter 10 Jahren erhöht. Die Unterrichtsräume der Realschule werden durch Hinzunahme der bisherigen Direktorwohnung erweitert. Der Voranschlag des neuen Krankenhauses für 1911/12 erfordert einen Zuschuß der Stadt von 3000 Mk. Der Voranschlag des städt. Gas- und Wasserwerkes sieht einen Gewinn von zusammen rund 10000 Mk. vor, dagegen erfordert die Realschule einen Zuschuß von etwa 15 000 Mk X. Aus Kurhessen, 3. März. Für den Umfang des Regierungsbezirks Kassel ist eine am 1. April d. I. in Kraft tretende Polizeiverordnung erlassen worden, nach der zur öffentlichen kinematogra phischeu Vorführung nur solche Bilder gelangen dürfen, deren Darbietung von der Ortsvolizeibehorde vorher genehmigt worden ist. Mindestens drei Tage vor der Vorführung ist zu die>em Zweck der Ortspolizecbehörde ein Verzeichnis vorzulegen, das die Titel der einzelnen Bilder, unter denen sie in den Handel gebracht weroen, und den Namen der Fabrik, die sie hergestellt hat, enthält. Auf Verlangen ist jedes zur öffentlichen Vorführung bestimmte kinemato- graphische Bild vor erfolgter Genehmigung einem Beamten der Polizeibehörde in einem von dieser zu bestimmenden Raume vorzuführen. Deutscher Ucicb. Zur ^weiten Beratung des HauslMts für das Reichsamt des Innern beantragt das Zentrum int Reichstage folgende Entschließungen: 1. Den Reichskanzler zu ersuchen, im Reichsamt des Innern eine Zentralstelle zur Förderung der Tarifverträge zwischen Arbeitgebern und Arbeitern zu errichten, 2. den Reichskanzler zu ersuchen, dahin zu wirken, daß die ärztliche Anmeldung der gewerblichen Bleierkrankungen zur Pflicht gemacht wird, 3. den Reichskanzler zu ersuchen, dahin zu wirken, daß durch Bundesratsverordnung die Arbeiter in Zelluloidwareusabriken gegen die Gefahren für Leben und Gesundheit insbesondere gegen Brandgefahr tunlichst geschützt werden. Im Anschluß an btc Verhandlungen des preußischen Abgeordnetenhauses über den Rhein — Hannoverkanal und die Drohung, den Kanal 10 Kilometer vor dem festgesetzten Endpunkt endigen zu lassen, wenn die Stadt Hannover ftch nicht bald entschließe, den Hafenbau in Angriff zu nehmen, erklärte Stadtverordneter Tramm in der letzten Sitzung der städtischen Kollegien, daß Hannover keine Vernachlässigung der gesetzlichen Aufgaben vorgeworfen werden könne. Die Regierung habe Hannover vier Jahre über ihre Absicht im Unklaren gelassen und habe dann Bedingungen gestellt, denen Hannover nicht habe zustimmen können. Hannover habe kein Interesse an einem Umschlaghafen und könne deshalb nicht allein bauen, sondern es müsse ein Ausgleich darin gefunden werden, daß der Staat in Gemeinschaft mit den übrigen Interessenten den Hafen baue. Diese Forderung müsse die Stadt um so mehr erheben, als niemand garantieren könne, daß der Kanal bis Magdeburaweiter- geführt werde. Im übrigen betonte der Redner, daß der Minister erst das Gesetz ändern müsse, wenn der Kanal nicht bis zum festgesetzten Ende durchgeführt werden solle. In diesem Falle seien aber die ganzen Kanalgarantien hinfällig. Der ganze Vertrag sei auf die Erklärung des Ministers auch von den Städten Hannover und Linden bereits wegen Irrtums angefochten worden, um zu betonen, daß man picht geneigt sei, auf garantierte Rechte zu verzichten. Das Präsidium des deutschen Handelstages und das Direktorium des Hausabundes für Gewerbe, Handel und Industrie schlossen ein Abkomm en über die Abgrenzung der Arbeitsgebiete des deutschen Handelstages und des Hansabundes ab sowie über die gemeinsame Bearbeitung großer wirtschaftlicher und wirtschaftspolitischer Fragen. Der Prinzregent von Bayern hat aus Anlaß seines bevorstehenden 90. Geburtsfestes den Staatsminister v. Podewils und den Kriegsminister v. Horn in den erblichen Grafenstand erhoben. Ferner verlieh der Regent dem langjährigen Akademiedirektor v. Kaulbach das Prädikat Erzellenz und dem Stiftsprobst v. Türk das Großkreuz des St. Michael-Verdienstordens. —- Die Programme der politischen Parteien in Deutschland werden gerade jetzt vor den Reichstagswahlen öfter durchgelesen werden. Dr. Phil. Karl Mahler hat im Verlag von O. Gracklauer (Richard Goldacker) in Leipzig eine kleine, zweckentsprechende Zusammenstellung herausgegeben, die jetzt in zweiter Auflage erschienen ist. Me Schrift enthalt die neuesten Programme uni) sozialen Grundaltjchauungen sämtlicher politischen Parteien Deutschlands. Auch wurde die neue Auflage vervollständigt durch Einschaltung wichtiger Programme neuer Parteien und wirtschaftlicher Vereinigungen. Bei der Zersplitterung unseres deutschen Parteiwesens ist eine derartige lückenlose Zusammenstellung der Parteiprogramme im politischen Kampfe für jeden Wähler sehr geeignet. Aus Breslau meldet man: Eine stürmisch verlaufene Mitgliederversammlung des Deutschen H ol z a r b c i t e r v er- bandes, Zahlstelle Breslau, lehnte mit 1087 gegen 150 Stimmen die Vorschläge des Berliner Schiedsgerichtes ab und beschloß, am Montag in den Ausstand zu treten. Die Arbeitseinstellung umfaßt etwa 2000. Vermischtes. * Der Hosenrock in Berlin. Die Berliner Hutten schon feit einigen Tagen Gelegenheit, die neueste Errungenschaft auf dem Gebiete der Pariser Damen mode, die ja auch bereits auf einigen Bällen zu sehen war, in den Scham- fenstern einer Firma der Friedrichstraße zu bewundern. Aber aus den Aeußerungen der Beschauer konnte man nur wenig von Sympathie und Anerkennung für den Hosenrock heraushören. Am Freitag nachmittag zeigte sich eine lebende Dame den Berlinern öffentlich in dem neuen Kostüm. Die zierliche Parti etin, die diese führende Rolle übernahm, erschien zwar nicht auf der Straße, sondern sie postierte sich in dem Schaufenster einer Firma in der Tauentzien- straße. Sie trug ein in Paris verfertigtes, langes, schwarz- seidenes, golddurchwirktes Gewand, das bis zum Kme reichte und mit grünem Samt kragen und grünen Chiffonmanschetten besetzt war. Diese elegante und im Grunde nicht plump wirtende Toilette sand nach unten hin ihre Fortsetzung in den beiden, ebenfalls schwarz,eidenen Hosen, die an den Seiten die Ceffnungen für die Füße hatten. Das Erscheinen der Dame rief in der Tanentzienstraße eine gewaltige Aufregung hervor. Erst strömten Hinderte zusammen, um das neue Kunstwerk der Mode zu betrachten, und bann fanden sich immer größere Scharen ein. Schließlich entstand eine erhebliche Verkehrsstockung. Es dauerte nicht lange, so kam ine Polizei und veranlaßte im Interesse *• Erledigte Lehrerstellent^ Die mit einem ebang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Haisterbach, eine mit einem ebang. Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Schwickartshausen, mit der Organistendienst verbunden ist. * * Der Kreistag des Kreises Gießen setzte in seiner Sitzung am Samstag den Voranschlag für 1911 auf 608 960 Mk. fest und die Beiträge auf die Gemeinden auf 340 510 Mark. Geh. Justizrat Schäfer wurde in den Provinzialtag wieder- und Rentner Erich Wassers ch leben als 9. Vertreter neugewählt. (Näherer Bericht folgt) * * Kirchlich positive Vorträge. Es wird nochmals auf die heute abend in Steins Garten beginnende Kirchlich positive Vor tragsta gung aufmerksam gemacht. (Siche den Inseratenteil.) Die Vorträge sind öffentlich und unentgeltlich; auch Domen sind willkommen. * * Wohltätigkeits-Konzert des Kronhauerschen Quartett-Vereins. Die jetzt erfolgte Abrechnung hat einen reinen Ueberschuß von 877,50 Mk. ergeben, welcher Betrag der Bürgermeisterei übergeben worden ist. — Landwirts chaftskammer. Am Samstag hielt der Vorstand seine 6 3. Sitzung ab. Es gelangten zunächst eine Anzahl Verwaltungsfragen zur Erledigung. Eingehende Besprechung fanden die Ausführungsbestimmungen zum Reblaus g e f e tz. Zu der Bekanntmachung, betr. die Ausführung des Reichsgesetzes über Bekämpfung der Reblaus wurden verschiedene Aenderungsoorschläge angenommen, die dem Ministerium unterbreitet werden sollen. Die Anordnung dec Preisfestsetzung beim Markthandel mit Schla chtvieh auf dem Schlachthof in Mainz soll bei dem Ministerium beantragt werden. Das LandcSmeliorations- wesen wurde ebenfalls eingehend besprochen und zu den Bestimmungen der Maschinenprüfungsordnung ein Antrag angenommen. Die für 1911 in Aussicht genommenen Maschinen- prüfungen und Eortenbauoersuche fanden Genehmigung. - Stadttheater. @5 fei daraus hingewiesen, daß in der heutigen Volksoorstellung von .Kabale und Liebe" auch Frau Baumeister zum ersten Male nach ihrer Krankheit wieder auftritt und zwar in der Rolle der Lady Milford. •• Fünfte Landes - Verbands-Aus st ellung hessischer Geflügelzüchter. Wegen der Gefahr der Uebcrtragung der Maul- und Klauenseuche, bic in Rheinhessen und Starkenburg herrscht, hat das Ministerium die Beschickung der Gießener Geflügelausstellung mit Federvieh aus den beiden Provinzen verboten. Da für die Ausstellung allein nahe an 1000 Stück Großgeflügel aus Oberhessen an» gemeldet sind, hat der Vorstand des Geflügel- und Vogel- zuchtvcrcins Gießen und Umgegend e. V. 1897 beschlossen, die Ausstellung doch abzuhalten. Landkreis Gießen. g. Watzenborn-S t.em berg, 4. März. Bei der heutigen Bei geordneten wähl wurde Jobs. Philipp II, “mit 199 Stimmen gewählt, der Gcgenkanoidat Ludwig .vaas II. erhielt 182 Stimmen. 4 Stimmen wurden für ungültig erklärt. ---Garbenteich, 6. März. Der Gesangverein Viktoria eierte am Samstag abend fein 32jähriges Stiftungs - e st. Der Saal „Zum grünen Baum^ war dicht besetzt. Ge- angsvorträge, Thoauu um) Konzert füllten den Abend aus. Reichen Beifall fanden besonders die Liedervorträge, die zeigten, daß die gesangliche Ausbildung der Sänger aus der Höhe steht. Die Konzertstücke der Kapelle des Dirigenten Harnisch-Steinberg waren nur gut zu nennen; die Theaterspieler entledigten sich ihrer Ausgabe vorzüglich. Das Ehrenmitglied Lehrer i. P. V ö l- sing hielt eine Ansprache, in der er die hohe Bedeutung des Volksgesanges hervorhob, die Ereignisse des Vereins während des verflossenen Jahres nochmals vorüberziehen ließ und die Mitglieder ermahnte, in dem bisherigen Streben fortzufahren. Sein Hoch galt dem ferneren Blühen des Vereins, sowie dem bewährten Dirigenten Herrn Harnisch. H. Mohr gcdackste noch besonders der Gründer des Vereins und I. Stumpf überreichte vier Mitglieder Ehreuoiptouie. Uiu uou) folgender Tanz hielt alt und jung bis in später Stunde beisammen. Kreis Büdingen. --I-. Büdingen, 6. März, -uie beiden hiesigen Laternenwärter sind in den Streik getreten. Sie fordern Erhöhung des Lahnes, die ihnen vorn Gemeiude- rat nicht prinzipiell verweigert, sondern die Entscheidung bis zur Beratung des neuen Voranschlags zurückgestellt wurde. Bis zur Neubesetzung der bereits ausgeschriebenen Stellen versehen Gaswerksarbeiter den Laternenwärterdienst. 4- Büdingen, 5. März. Die Musterung der Militärpflichtigen beginnt in Büdingen am 30. SOZarx, und zwar im Rathause. Am 30. März haben sich zu stellen Die Militärpflichtigen der Gemeinden Altenstadt, Alt-Wlldermus, Aulendiebach, Bergheim, Bindsachsen, Bleichenbach, Bösge>äß, Büches und Büdingen ; am 31. März: Burg bracht, Calbach, Diebach a. H., Dudenrod, Düdelsheim, Eckartshausen, Gelnhaar, Gtauberg, Hain- chen, Hain-Gründau; am 1. April: Heeaheim, Himbach, Hitzkirchen, Höchst a. d. N., Illnhausen, Kefenrod, Langenbergheim, Lindheim, Enzheim, Lorbach, Merkensritz, Michelau, Mittelgründau, Oberau; am 3. April: Orleshausen, Rinderbügen, Rodenbach, Rohrbach, Liommelhaufen, Stockheim, Vonhausen, Wenings und Wolf. Kreis Schotten. § Nieder-Seem en, 3. Marz. In nicht allzu ferner Zeit wird auch unsere Gemeinde in dem Besitze einer Quellwasserleitung sein. Die Arbeiten hat ein Bauunternehmer aus Lauterbach übernommen. Kreis Friedberg. = Friedberg, 5. März. Die m den achtziger Jahren woch wegen des frühen Beginns um 7 Uhr und der zeitigen Rück- den in Dieser Woci-e hier uigiid) abends um 8 llgr im L>aalbau aufgeführt. Die reichlich 2 Stunden dauernde Aufführung wird sicherlich eine starke Anziehungskraft auch auf unsere Leser ausüben. Zum Besuch empfiehlt sich besonders der kommende Mitt- wo chwegen des frühen Beginns um 7 Uhr und der zelligen Rückfahrt um 10,16 Uhr. An anderen Tagen wäre diese erst um 11,52 Uhr möglich. s^iuitcnburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 6. März. Der Landesverband Hessen für Militäranwärter hielt heute im Saale des „Perleo" unter dem Vorsitz von Rößler-Darmstadt seinen Verbandstag ab, der von Vertretern aller Hess. Vereine gut besucht war. Auch waren Vertreter aus Bayern, Württemberg, Baden, Elsatz-Lothringen und Hessen-Nassau erschienen. Ter Vorsitzende erstattete den Jahresbericht, aus dem die eifrige Tätigkeit des Vorstandes sowie die erzielten guten Erfolge zu ersehen waren. Hs 'olgte noch Rechnungslegung. Auch der Wirtschafts- Plan für das Jahr 1911 fand Annahme. Hieran schloß sich die Beratung einer Anzahl vom Landesverband und einzelnen Vereinen gestellten Anträgen für den im n. I. in Dresden stattfindenden Deutschen Bundestag und den nächsten Berbandstag, die Annahme sanden. Bei der Vorstandsersatzwahl wurden neu gewählt I Ruppel und Appel-Darmstadt. Als Vertreter für den Bundesmeinem i unter de ändert | Vertrau ||Wrte KÄ Turin.. 5- ;1i einer tfteW eon Turin aus e SLSÄ Maud besorg i das So,M^ Mittwoch i K nachm '"rd in der ■ 3um $feo ucntcigert; 1 Vollst. ßie| 8*1 s. Bar ^bMischi Austatz, 3 mit tzhr, T^morpla schrank, i $ j- MerlQjj, rft u" Serien. W)nbütflen Ä'üttitn SiljeWl C$‘ '""-ch ml |eöMe ® "K^di- DUN und das 'Wg.SH-enl lUjaren_'9lAlL f Der Die Unsicherh staatlichen Sandel kaiusche Wirtscha qang der Trulb ‘ aialat Mrkte gM Wohl h' ,iing des ersten bie Zpekulation jMur durch die uichüttert roorbi anlastte auch bic Der Kwyorler ( 1:5 Meislbegünst '.■a ben Altim Interesse zuwan '.' ■.nabfl und di ;i)itb. Vorüberg ju beschäftigen, in,ficrium Leicas 2a aber Leica//' Ä ♦ asti Mütg &Iia“ , Oem beinah. h östus iS JW '-^ »fitti bedroht hab» '"e° übtnS > Mro teilet ’W M retten, e Ulit gtQUjin "S aller (eins ObMche ji Ute btibe mxb ranteuic^uefte lege tarnen. Ute nüchwMq 1£t 6. Turn- es abaeholla der Äusichuh. er Sauber; auch ün ab- Settine Änne* gehören nur., rrnerbunde an launäbad) iltflt eil der Leiem jatbeßanb Don wird am ttfu rndeZsahn nach h Großen >er stärkste des riges Aestch" feier für 1912 itdswahl gingen leister 3d)mibt- Unart; Sortb- flführer: Ser- iß wurden lvie- dach, Geißler- Schluß wurde eine desondere eN ouf dem )lom unb btt ui. Sui bu irdes ftunmu .il" an. [ erlassen W]\ ; dürfen, berr. 1 cher genehm'? G er Vorfühnll.- Z ein Verzeichn I er, unter bene 1 ten Namen M 1 f Verlangen u: Ä inttc kinemE « einem BeaanuH i bestimmen«: । ttu hoben o Mw Auguste- niitnim in det bfene und wi bl Sie Unia- jinjunabme btt Wag derma Äbet 6tß» i assemer!: i KL vor, dage- , M 15 000 ! E r den llmsn» L Äprll b. v. j "S übet * 18 «SiJj ^tietbe. L313 «8 Men, 183 Y'VJO .W (42, sj? %9 «»i bett ' *. alZ hh K fhau uy Aerline: haw «eße । **£ ,U belvunb^ Sern# « ie ?^IIf M*f«S bis ifX sL I Opfer Regentropfen P. E Vertrauen auch, rnir ternerliin bewahren zu wollen. 1586 Ganz vorzüglich Bd«/, Bde/i billig abzugeb. [01774 ^-0pya Tounenstr. 25 I Lohnend. Verdienst Ed®, Leipziger & Co. Uvvikisiedenes r3n verkaufen 73 84 82 W W W 10 10 9 4- 8,4 6 0. -- 3,7 eC. ferner eine Verkaufs- 1 Schrank 1 Haar» 1 «US» 0.1 5. 6. 5,3 5,2 4,7 Hochachtungsvoll Katharine Hess. 4> tioDfursucijitisiciiiiig. Mittwoch den 8. Marz d. Js., nachmittags 2 Uhr, wird in der Restauration Zum Pfau (Neustadt Sö) versteigert: 1 vollst. SteschäftSeinrich» tung f. Barbiere als ein Arbeitstisch mit Marmor- Aussatz, 3 grotze Spiegel mit Uhr, 2 Drchpolster- iesset, Waschkommode mit Ein Restclager bestehend auS Herren- u-Tamen- stofscn mit oder ohne Laden eiurichtung krankheilshalb. billig zu verlaufen. Offenen unter 1566 an d. (tiieß. Anz. erbeten. Büdingen, den 2. Mär- 191L Großh. Bürgermeisterei Büdingen. Fendt. teufungen, Vcrslaucdungen ift .Todor-: FE 60, 100 Pin-, guter, bewahrter Siormelucigeiit, auch bei Magen-, Vabuichmerzen, ^lolit, Lurchfall, Influenza als OQuäuuueL Büdingen, den 3. März 1911. Großh. Bürgermeistern Büdingen. Fendt. werden. Büdingens den 3. März 1911 Großh. Bürgermeisterei Büdingen. Fendt Büdtngen, den 2. März 1911 Großh. Bürgermeisterei Büdingen. Fendt. Ter .Neuen GesellschastS-Korrespondenz' zufolge, ubernimmt der Nronprinz am 1. Oktober das R o in m a n d o des 1. lieib- Husar en - RegimenlS Nr. 1 m E'an.ifuhr bei ranzig. Versteigerung. Dienstag den <. März l. I., nacdm. 2 Uhr, versteigere tch Neunadt 55 dahier gegen Barzahlung: 1 (£a. 2 Mille Zigarren. 2 . 30 Lorbeerbäume, ca. 4 Malt. Äanoneln, 1 Uafsenschrank, 1 Regurriertasse, 1 -üalbuer- öed, 1 Ladenemrlchtung, eine gold. Damenuhr, mebr. Hobel- bänte mit Zub., 2 VianinoS, 2 BiüardS, 1 Ltonoersations- Verihm, mehrere Betten, ein Buiett, 1 Vlüschsofa, 1 «djreib* tiidj u. andere Sachen. ilo77 Die Versteigerung zu 1. stu- det bestimmt uatt, zu 2. teilweise. . , , Dorn, Gertchtsvoll-reher t Gießen (ßcrid?t*faaL Wilhelmshaven, 5. März. DaS Kriegsgericht ver- urteilte den Obermatrosen Jacob wegen Landesverrats zu 12 Jahren Zuchthaus. Die erste Instanz hatte Lus sechs Jahre Zuchthaus erkannt. erb. Jeder ui... . Berkaus m. nach cig. ^>erf. präv. 1576 Ilatur-Fädierpalmen tiut bewährte Einreibung bei Hexenschuss ? Gicht, Rbeumatismus, Ber Wetteraussichten in Hessen am Dienstag dem 7. März 1911 Teilweise Hefter, vereinzelt geringe Niederschläge, kühl. wirken E. Walther’s Fiohtennadel- Brustbonbons Bd«/, MarmorptaUe, Scheidewand, 1 schrank, 1 Theke, f. Rastertassen, trockenapparat. bei Husten u. Heiserkeit , 2“ I 147,1 ; , b“:| '.48.4 1 6,7 4,2 2,9 Rollbahnen - Anschlussgleise. Miete u. Kauf. Neu- u. Altmaterial Vorrat Frankfurt a. M., SSWi. Bekanntmachung. Den GaSabnehmern wiederholt zur gefälligen .'»lennmiSnahme, daß Anstände an den Hausleitungen euren an die Bürgermeisterei zu richten srnd, die für umgebenDe Erledigung derselben sorgen wird. bis 5. Marz — , 5. „ = Bekanntmachung. Dienstag den 7. März d. I., vormittags 11 116r, wird in hiesiger Bürgermeisterei das Anliefern von 50 Meter Schlauch ohne Gewinde und ein Uebergaugsgewinde iMuster tat Termin vorliegend) wenigstnehmend versteigert. Luftfchiffahrt. Turin, 5. März. Der Ballon „Albatros", der heute zu einer Freifahrt aufgestiegen war. stürzte tn der Umgegend von Turin aus einer Höhe von 1900 Meter ab und |iel aber giücklicherweije auf Bäume. Sechs Insassen wurden schwer, doch -licht lebensgefährlich verletzt, mit Ausnahme meinem, denen justand besorgniserregend ist. Sie Verletzten wurden in das Hof vital von Turin gebracht. vcs VerkchrS die Schliestung des GeschästZ. Die in Pains ttnb Rom, so hnt der Hosenrock auch in Berlin seine erste Probe nicht bestanden. Den Mund der Damen, die dav „PUC Kleid sehen konnten, umspielte, wie tms B. T. B. schreibt, ein ironisches Lächeln, und, als spater sich auch Leute einfanden, die freilich nicht ganz sachverständig waren rrl'ob sich sogar ein lautes Geiohle. Die werter hinten stehenden Personen wußten zuerst gar nicht, um was es ■ ' —tlich handelte, und glaubten, ^es^ wäre ,ch eigentiiü) yatioeitc, uiw giauvicn, c» a 'chehen. Einige fragten nach der Zahl der Opfer man ihnen antwortete, das einzige -.vfer das L dieser allgemeinen Neugierde — sei eine iame rm „Hosen- rock Besonders die Straßenjugend mischte sich lärmend ein, und die Fahrgäste der Straßenbahn sprangen von den Wagen herab, um das Wunder aus nächster Nahe mit anzusehen. Ter Lärm hörte erst aus, als die Polizei em- sch?itt, die Dame sich den Blicken der huldigenden Menge ciuzog und das vorgeschobene Eisengitter andeutcte, dag die Vorstellung geschlossen sei. Kleine Tagerchromk. Am Sonntag vormittag warf der liühere Cberfeuerroerfer, ichiae viliSaibeiter im Statistischen Landesaml, tu tat, m der alten Warmfonkirche zu Berlin von der linken E.uoore einen r i e s nach der k a i s e r 11 ch e n L o q e , m der sich die Kaiserin leland. Ter Brief wurde dem bieniituenben Rainmerlierrn uber- neben, Lukat wurde feilgeuommen. Er laS während des Gottes- dicuste» den An'anq deS Briefes laut vor. xer Pla.m ist an- scheinend geistesgestört und macht den Eindruck eines Lchivind- Unruhe zu Hüten, Tart» sich di- Bü^e mck dieser Tanac^ Dato ab. Wenn auch das Merkmal der Börse eine merkliche Zurückhaltung war, so war die Grundstimmung doch vorwiegend fest und für einzelne Werte trat lebhaftere Nachfrage hervor. So entwickelte sich größeres Geschäft am M on tona ktienmarkt auf dem die Aktien der Gelsenkirchener Bergw-^rksgeiellschaft die Führung hatten. Anregung gaben die Ausführungen des^Geschäftsberichts. Besonders machte der Dinweis einen guMNgen Eindruck, daß der Erlös aus dem Derkaui der Zeitz Victor aut daS nächste Jahr vorgetragen worden ist. Einige Deckung^ kaufe sanden auch in Phönix, Deuisch-Luxemburgern und Bochumern statt, die merkliche Kurssteigerungen zur Folg« hattcm £ic Berichte vom amerikanischen Eisenmarkt, die sich durch di« Ablehnung der Tariferhöhungen zurückhaltentzr ausipirchen, konnte die Bewegung m Montanpavieren nicht hemmen. Auch Kali- werte bekundeten auf die Zunahme des Kalivenandts im Februar feste Haltung, ebenso verkehrten Ko l o n i a l v a v i e r e auf die Ausführungen in der RegierungSdenNchrift, wonach eine Kriegssteuer in Südwestafrika nicht zu erwarten ist, m besserer Bersafsung. Von Kassa-Jndu st r i e p a p i e r e n ttaten Elektrizitätsaktien mehr hervor unter Hinweis auf das riesige llr beitsvrogramm der beiden großen Elekttizitätsgruppen lur bie nächsten Jahre. Die Aktien von Maschinensabriken und chemische Werte erfretilen sich weiterer Nachfrage. Aus dem Banken- markt-waren namentlich Diskonto-Commandit-Anteile begun- ftigt. Die Spekulation ist in ihren Erwartungen auf den schluß dieser Bank insofern nicht enttäuscht worden, als die Abschlußziffern eine erhebliche Ausdehnung des Geschäfts -eigen und auch die erwartete Dividenden-Erhöhung e'ngetteten ist. Weniger befriedigt hat die Börse der Umstand, daß bei der^iwl- Vermehrung für bie Anteilseigner nur ein setz befcjciöened »ej zuchsre'cht sich ergibt. Handelsgesellschaft und Dresdener Bank waren gefragt und höher. Transportanstalt en lagen ruhig, ebenso heimische und fremde Fonds. Der Geldmarkt war flüssig. Prioatdiskont 3l/ie Prozent. ♦ Der werten Kundschaft znr gefälligen Kenntnis, dass ich das von V ♦ meinem verstorbenen Manne seit 23 Jahren am hiesigen Platze betriebene : Zivil- und Uniform-Massgeschäft; unter der Leitung meines Sohnes und langjährigen Mitarbeiters unver- — ♦ ändert weiter führe und bitte, das meinem Manne entgegengebrachte Höchste Temperatur am 4. Dlicbvigite „ »4. Sliederschlag: — 0,1 mm. Markte. ch Diez, 4. März. Aus dem Biehmarkte waren etwa 1001) Tiere »ugcicieutn. Der Be.um, ^)aitvei und Verkehr waren lebhaft, der Msatz gestaltete sich slott. Es kostete der Zentner Fcylachlgewichi- Fette gemästete 1. QuMftat 87-^ Mk., fleischige weniger gemästete 2. ^ualttat 82—84 Mr., mittlere 3. Qualität 78—80 Mk., geringere 4. Qualität 72—74 Mk., fette gentästete Rinder 1. Qualität-83—85 Mk , ttzniger gemästete 2. Qualttät 78—80 Mk., mittlere 3. Qualität 73 bis 75 Mk., geringere 4. Qualität 68—71 Mk., fette gemasttte Kutz 1 Qualität 7ö—80 Mk., fleischige weniger gemästete 2. Qualität 73-75 Mk., mittlere 3. Qualität 68-70 Mk , geringere 4, Qualität 64—66 Mk., ganz geringe Kühe60 Mk., Far,en 5^ bis 64 Mk., fette gemästete isclnveme 1. Qualität 62—64 JJCt, fleifcbiac 2. Qualität 58—60 Mk. Für das Paar Fahrochsen 1 Sorte wurden 900—1000 Mk., 2. Sorte 750—8oO Jet., 3. Sorte 600-700 'Mark, das Stuck Achckutz 240—380 Mk, srifclstnelkcnbe Kütz utth Rinder 300-440^?., htzAEige Kühe und Rinder 270-380 Mk lungere Nlnder 120-230 Mk das Paar seckB bis acht Wochen alte Ferkel 30—36 Mk , zehn Wochen alte Ferkel 40—50 Mk., altere ttiere das Stuck 70—12o Mark bezahlt__ Für Gießen und Umgebung wird von alter Versicherungö- Gesellfchast, die alle Branchen betreibt, fleißiger Herr als Inspektor gesucht. Garantiertes Einkommen und Provisionen. Die Position ist sehr lohnend und entwicklungsfähig. Schriftliche Anerbieten unter 1576 an den Gießener Anzeiger. Vörfen-Wochcnbcricht. — Frankfurt a. M., 3. März. Die Unsicherheft über bie Folgen der Entscheidung bet zwisch'.n- staatlichen Hanbeiskommission über bie Tartssrage jür das amen- kanische Wirtschaftsleben sowie die Ungewißheit über den Auszug der Trustorozesse haben m Newyork wie an den tonti> ,italen Nrärkten bet Unternehmungslust einen Dampfer g> neben Wohl hat die Newyork er Börse nach Ueberwm^ ung bcS ersten Schreckens ihre Haltung wiedergewonnen, aber bic Spekulation ist in ihrer zuversichtlichen Beurteilung ber Kon- nklur durch die Nichtgenchmigung bet Frachtencrhöhungen etwas . ndmttert worben und die schwankende Haltung Newyorls ver- .ulaßte auch die übrigen Märkte zur Zurückhaltung. Hier wurde c 'jkroijorler Einfluß dadurch gemildert, dag man dm Abschluß i Meislbegünstigungsoerttages mit Kanada begrüßte und daraus- i den Aktien der Canada Pacisic-Bahn ein erneutes großes ateresfe zuwandte, da für diese Bahn die Erleichterung zwischen "nada und den Bereinigten Staaten große Vorteile bringen ' ,rd. Vorübergehend hatte sich die Börse wieder mit Politik u beschäftigen, als die Veränderungen im fran-osi,chen Ministerium DelcassS wieder auf bie politische Oberfläche brachten. a aber Delcassö als Marineminister weniger Gelegenhett Ijat, Wer ist ftaffa - 'Abnehmer für unsere beiden (1 kl. u.1 größerer- Kassenschränkei Offerten unter H. 257 an den Gießener Anzeiger erbeten.____ 01687» Gut erhaltenes Fahrrad zu verkaufen Bleichttr. 80 v. SB» Näh, i. b. GefchäflSn. d. G- Anz. D.KG.MN2 280848. ganze Länge 45 cm n Erlr.-Qual- Stahl. Unübertroffen zur Freistellung von ftulturen, Ent- lemung von Forstunkräulern, zur Läuterungen AuSvutzen o. Jagd- iriegen, Stück Mk. 3.70. (&l3 Ernst Steinhaus, Werdohl L W. Bekanntmachung. Die Dienststelleli zweier Laternenanzünber in hiesiger Stadt sind neu zu besetzen. Nähere Austunst und Annahme der Gesuche um Uebernabme dieser Stellen geschieht bis zum 7. März d. I. durch die unterzeichneie Lürgermeisterei. Bekanntmachung. Die Grundliste der nach Art. 11 der Landcsi^uerlöschorduung vom 29. Aiärz 1890 vstichtigen 'Mannschaft, sowie ein Verzeichnis der aus dieser Grundlijte für das nächstfolgende vom L April bis 31. März lausende Jahr als feuerwehrpslichtig in Anspruch zu nehmenden Personen liegen vom 6. Utärs d. I. acht Tage lang auf hiesiger Bürgermeisterei zur Einsicht der Jmerefseiiien offen und können Einwendungen nur innerhalb dieser Frist yorgebrächt ________6a- rvelikau-Slpotheke. Äreuzplav 2 Palmcniabrik Bachmauu, 0WnHHBB * Altenburg S.-A. L Stbrnerirc. Letzte Nachrichten. Paris, 6. März. Der konservative Senator ©ulbin be Villain Eünbigt an, er werbe von dem Minister des Acußeren über die von der deutscl>en Regierung erhobene Forderung Auskunft verlangen, daß bie Frage ber Fremdenlegion einem internationalen Schiedsgericht unterbreitet werden solle. Das sei mit Würde Frankreichs nicht vereinbar. Neberlegen Sie es sich genau, Stafette- seife Sie für Ihre empfindliche Haut verwenden sollen? Dafür gibt es nut die milde Mynholinseife nut ocrblutfenber Schön hbitsivitkung. Stück ca. 100 g 50 Psg., überall erhälilich. Id'/, Standesamt-nachrichten. tticiN-Linden. Eheschließungen: Februar 25. Lenhack>t Tauln, Geometer, mit Maria Margareta Lennertz, beide in Meiw-Litwen. __ Jakob Kissel, Bergmann in Klein-Lindem, mit Sophie £)op mann in Gießen. . , . , Geborene. Februar 25. Dem Lokomottvhnzcr Jakob Kopp ein Sohn, Erwin Karl. — 27. Dem Bahnarbeiter Karl Weller eine Tochter, Will-elmine Elfriede Spiclplan öer vereinigten frankfurter Siaötttjcater. Opernbaus. Montag, 6. Tlärj, obenb-S 7-4 Uhr: .Prima - Ballerina.' Dienstag, 7. März, abends 6'/, Ubr: ,Ter Rosenkaoalier." ffllitt- rvoch, 8. März'): 4. Abonnements-sionzert. Tonnerstag, 9. März -Tie'land.' Freitag, 10. Alärz, abends 7‘/, Ubr: .Ter Gras von Vuremburq." Samstag, 11. Alärz: »Mignon/ Sonntag. 12. Atarz, nachmstiags 3'/. Ubr: ,£ic Ge.sba.' Abends 7 Uhr : .Der Roscn- kavaller.- Alontag, 13. März, abends 7*/f Ubr: .Orpheus tn der Unterwelt/ Dienstag 14.Marz: .Tannhäuser.' Mutivoch, 15. Marz, abends 7'/, Ubr: .Undine.' Tonnervtag, 16. März: Zum ersten Ulale: .Tie schöne Rstette.' Schauspielhaur. Montag, 6. Ma,z'): ,‘JJioöoinc Bonivarb." Dienstag, 7 März: .(5yrano von Bergerac.' AMtwoch, 8. l'.arz: Zum ersten Male- Herr und Diener.' Schauspiel in 3 9l(tcn von Ludwig Fulda. Tonnerstag, 9. März, abepdS 7l/t Uhr: Anatol-Zyklu-:. Arcitaq, lu. Marz, abends 7% Uhr: .Glaube und peunat.' Samstag, 11. Alärz: .Veit und Tteuer.° ooimtag, 12. Marz, nachmittags 3*/, Ubr: .Ter große Dlnine.' Abends 7 Ubr: .Herr uub 2teuer.' Mootlag, 13. Marz: .Glaube und heunat.' Ttens- iag 14. März: .Herr und Wiener/ 'Diutivod), 15. 'Marz: Anatol- Zyklus. Tonnerstag, 16- Mörz, abends Uhr: .Eyrano von Bergerac.' *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Zahm. Zeisig entflogen. Wieder^ bringet gute Belohnung. 1591)_________Kaiser Allee 191 In ber Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Hut, Ueberzieber, Rock u. Manschetten abhand. ge kommen, ytäb. in der Geschäfts stelle des Gieß. Anz. (0177U Meine Tochter war hochgradig blutarm. Durch eine Hcmskur mit Altbnch- horstcr Mark Sprudel Stark- auelle «Jod-Eisen-Mangan-Koch- ialÄaueÜelbat sie die besten Erfolge erzielt. Tas Allgemeinbesinden hat sich gehoben und der Avveiit wurde in hohem Ataße angeregt. Innigsten Dank. Frau A" „Der Mark-Svrudel leist, mir grovart. Dienste. Bin sehr zuftied. Fran At." „Seit 4 Wochen trinke ich Mark- Sprudel,fühle michjetzt bedeutend wohler und traniger, habe mehr Appetit, Lebens- u. Schaffenslust. Frau R. H." Aerztl. warm emps. Fl. 65 Big. in der UniversitätS- Ävotbcke z. goldenen Engel il in den Drogerien von Carl Seidel, W. Klidinger, August Noll. Ltlirkcs Zug- ii. Arbeitsnserd z. verk. 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Walther-Rostock: „Hat sich Jesus in die Menschheit eingerechnet oder sich ihr gegeuübergestellt?" Diskussion. Dienstag den 7. März 1911. Vormittags 10 Uhr: Andacht: Koniistorialrat Baltzer-Fränkmrt; Eröffnungoansprachc: Psr. Bernbeck-Okarben. — Geheimer Koiisiftorialrat D. Seeberg-Berlin: „Autorität und Freiheit". Diskussion. Nachmittags l'/r Uhr: Gemeinsames Mittagessen. n 3Vi Uhr: Gebeimer Kirchenral Pros. D. Fbmels- Leivzig: „Durch religiöses Erleben zur religiösen Gewiss beit“. Diskussion. Die Tagung stndet im Daalbau «Steins Garten) statt. Samt- licke Versammlungen sind öffentlich. Freie Diskussion. Auch Damen sind willkommen. w3 ’ 'hitii J ,n iitjV*01 am ,z lo f m. gutgebendem ^nvCl! Gemüsegeschäft zu vernneten. Näheres Atterweg 1. 101657 W'L-z-Zm!.-Wihming von ruh. jungem Ehepaar gesucht. Schristl. Angeb m. Preis unt. 01765 an den Giess. Anz. erb. % *■ >** D gnititoü äcr itilMti SilMiil-Stie W Abteilung Giessen WWfi sör 6rH« inl BölkeMde, Gießeii. Donnerstag den 9. 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Im w 'tanhe imb den .mein gestürzt w liiegsportefeuilles jit er in der Kan ieizestandm und I:ä!enerhök)Mg ar Sorben., Eine chr nicht redselig, aber inb die Revue de gründliche Befolgt Caillautz nicht mehr barai „schönsten Sviegel fein Frauenfeind, in Statistik und Projekte des Steu der Ecole des § Departement in WaldeckRousseims fytn Sr ut>D s tyirpurrod b& 0a ".ui hielt ihn für Mit locken ii ^ein im Thea «W einige Begabung r^ng an den ! «?i;epräfidenteu Antoine Per M» et nach ein «rannet seit 19(X hochbetagten n|M, ist ein schr Hilmer. IPerrie ~mt5)d)toenlung vbnhaufes ^abbotituxt in zn müt, man m bet gTDi M 1836 U Mer vbn Ci Bahn, t ?on dm an ■to tttentfafa 2 wickle» goren, marUniv Asinas. 6t S^srnntiftersg; s Zb LW SA h>tt s Lehrling sucht Markus Bauer, Giessen, Bahnhofstrasse 60, 15B31 Bersand-Äeschätt. Solides Wghch«»» für Ruche und tüchtig. Hausarb. ges. 01779] Ost-Anlage 30 III. 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