Aei Ibl.Zahrgmg Zweites Blatt Ur. 31 lelheini lgsdors oOv tussprache. tee. ldtsHotelSTchötz ichirmacher »hne. jcnböd) anftadt gang v. Goethes und dem jüngeren Ruhm des Regisseurs Max Reinhardt zehrte hier auch der Restaurateur des Deutschen Theaters. Tenn den Sturm auf bi: Büscttwälb, der hier stets dem Passionsbilde der Gretchentragödie unmittelbar iolgic, und der Menschen zu Hyänen werden liest, hätten in seinen kolos'alen Di- meniionen nur ein Lovis Corinth, ein Hodler malerisch sesthalten können. . . . Erscheint ISgNch mit Ausnahme bet Sonntag?. Die „Gießener ZamilienblStter" werden dem Unifiger* viermal wöchentlich beigelegt, da? * Kreisblatt f6r den Kreis Siehen" zweimal Wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Sett- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Die deutsche Reichs-Kriegsflagge. Als vor 40 3obren die Marine des Norddeutschen Bundes, die ehemalige vreustische Marine, zur deutschen Reichsmarine wurde, blieb die Kriegsflagge unverändert in der Gestalt, die iie erhalten har, als sie zum ersten Male am 1. Oktober 1867 anstelle der preus i'ckcii Kriegsslagge gehistt wurde. Ueber deren Vorgeschichte wird in der „Parole" erzählt. Tie Kriegsicmffe des Grossen Mnriüi'len hatten auf ihren Fahrten den roten kur- brandenburgischen Aar im meisten Felde über ben Ozean getragen. Als dann, mehr als cm Jahrhundert später, in Stralsund der als erstes preußisches Kriegsschiff mit einem Kostenaufwand von 10 400 Talern gebaute hölzerne Segelschoner Stralsund am,28. November 1816 zu Wasser gelassen wurde, wurde am gleichen Tage die Gestalt der preust.ischen Kriegsflagge bestimmt: ein weißes, dreieckig ausgezacktes Fahnentuch mit dem preußischen 90)1 er in der Mitte und einem kleinen Eisernen Kreuz in der oberen Ecke am Flaggenstock. Nachdem Preußen am 25. Juni 1867 seine Marine dem Norddeutschen Bunde als Morgengabe dargebracht hatte und die schwarz- wkist-rote Bundesslagge am 2. Juli von König Will>elm genehmigt mar, führten die Kriegsschiffe seit dem 1. Oktober die neue 'iTicgsilaggc des 'Norddeutschen Bundes, in der jedoch der idimarje Adler und das Eiserne Kreuz erhalten blieben, die spätere Reichs- KriegSfllwge. Sie wird durch ein schwarzes, von weißen und schwarzen Linien umgebenes Kreuz in vier Felder geteilt, von denen die zwei am Flaggemtock liegenden kürzer sind als die rechtsseitigen. Die beiden letzteren und das dritte untere Feld sind weiß, während das obere Feld am Flaggstock die drei schwarz-weiß-roten wagerechten Streifen der deutschen Nationalflagge mit daram- stehendern Eisernen Kreuz zeigt: der Schnittpunkt der Kreuzarme wird vom preußischen Wapvenadler in weißem, kreisförmigem Feld verdeckt. Tic ehemalige deutsche Reichsflotte von 1848—18.d2 führte die schwarz-rot-goldene Flagge mit dem Doppeladler, der auf einem kleinen goldenen Feld auf den schwarzen Streiten am Flaggenkiiopf dargestellt ist. Damals war es, daß einige Tage nach dem Seegeseeyt mit den Dänen bei Helgoland Lord Palmerston durch die „Times" erklärte, „es hätten sich Schiffe unter einer schwarz-rot-goldenen Flagge "in der Nähe von Helgoland gezeigt: ließen sie sich noch tinmai sehen, so würde er sie durch englische Kriegsschiffe als Piraten aufbringen lallen". Auch die ichleswig- holsteinische Flotte, di: während des Freiheits,ampies der Herzogtümer gegen Dänemark eine rühmliche Tätigkeit entwickelte, fuhr gleichfalls unter der schwarz-rot-goldenen Flagge. * * * Wohnungsfrage und Wohnungsreform. — Gießen, 6. Februar. Die gestern nachmittag aus Veranlassung der Ortslrankew- taffe Gießen abgehaltenc öffentliche Versammlung war gut besucht. Der Lande»-Wohnungsinspektor G r e tz s ch e l - Darrnitadt sprach über die Wohnfrage im Allgemeinen und über die '.'rot- Wendigkeit der Schaffung gesunder drei Zimmerwohntmgcn Tur den kleinen Beamten, angestellten Kaufmann und Arbeiter. Xie Wohnungsfrage gebe es nickt nur für die großen Städte, auck in den Mittelstädten, den Kleinstädten uiid auf dem Lande bo tehen Wohnverhältnisse, die aus sittlichen und gesundheitlichen Gründen der Besserung bedürfen. Auck in Steffen wohnen noch zahlreiche Familien unzureichend. Im Jahre 1906 existierten in den hessischen Orten über 2000 Einwohner 39 000 kleine Wohnungen mit drei oder weniger Räumen, wobei die Küche als ein Raum angesehen wird. Man müsse vom gesundheitlichen Standpunkt verlangen, baß in jeder Wohnung für die darin llnterlunft findende Person 20Kubil-> meter und für Kinder unter 12 Jahren die Hälfte Luftraum vorhanden ist. Es sei festgestellt, daß unter diesen 39 000 Wohnungen sich 19 000 befinden, die so bevölkert sind, daß sie den mindest Anforderungen auf Luftmeuge nicht entsprechen, es bc- iinben sich darunter 8500 Wölbungen, die für den Bewohner nur 10 bis 15 Kubikmeter Luftmenge aufweisen und 2500 Wolf nungen, bei denen die Luftmenge unter 10 Kubikmcter^herunter- geht. — Diese Verhältnisse sind in den kleineren. Orten auf dem Lande noch schlechter als in den Städten, so baß man jagen kann ber Arbeiter in ben Stabten wohnt burchfchuittlick gefütibcr Montag. 6. Sebruar M Rotationsdruck und Verlag der Brübl'fchen Universitäts - Buch- und Steinbruderei. R. Lange, Dießem n’s Garten l?d.io-Feb*mai IWlilliW iÄZrs o.SOi-d- *ail,erhandl°nL? buftiÄn räsoniert über ben Materialismus des modernen Theaterbesuchers, dem der Theaterabend nur eine Vorftmc zum Abenb- enen bedeutet dem btc künitlernche Probuktion nur ein Durch- nanaswea zu ben substantiellen Genüssen bes Soupers vt. Aber man denk? nickt daran, daß die Gedankengange, btc von dem künstlerischen Eindruck zum Appetit führen, gerade mit Hilfe des Eindrucks gegraben werden. Die Spannung, die von dem tragischen Stoff auf die Seele des Zuichaucrs zuruckretlekttert, mutz 0ck lösen Tie Hitze, bie von einem kunstvoll geltetgertcn,, die leidenschaftliche Teilnahme des Beobachters wachrufenben Kon- Mr aus den seelisch ßctciligtcn überimingt, muß .DerbamprerL Sie Oaune bie burch eine angeregte Buhnenkonoeriation, ditrch |baä Parfüm und den Glanz eleganter Bilder, durch derbe Redaktion, Expedition und Druckerei: Sckml- straße 7. Expedition und Verlag: ea^ ol. Redaknon:^E112.Tcl.-Mr.:AnzetgerGictzen. ^^O^Hne^Ausspracke wird weiter genehmigt die Rcgicrungsv^r- aqe, betr. die sumariscke Uebenidst über bie Einnahmen und Ans- . t«lbcn der Landeskreditlasie für 1904 und der gleichen Vorlage für 905' der Antrag Haas) Noack, Dr. Ofann imd Gen. über bie Organisation ber" Staatsbehörden und bie Vereinfachung ber '-laatsverivaltnng, sowie der Antrag Bähr über die Verminderung Vr Ltaatsbeamtmi Weiter gelangt ohne Ausfprachc zur ^n- ubmc das Gesetz, betr. die Füri.orgekasse für Beamte und Bc- bianftete der Landgemeinden imd Kommunalverbande, die Vorlage hetr. den lieberidmü ber Hessischen Landesausstellung für 1908, ne Vorstellungen des Arbeiter-Rabfahr er-Bundes und des Kartells ocr österreichischen Rad- und Motorfahrerverbände, der Lehrer läul Witwe in Nonnenrotl), ferner die Vorstellung einer Anzahl Oberlehrer, betr. bie Regelung ihres Befoldungsdienstalters und der Antrag der Abgg. Dr. Pagenstecher, Dr. Schmitt und Gen., betr. )ie Gehalte ber Vollsschullehrer. v. „ . Eine längere Aussprache ent,pinnt sich über die Regierungs- -jOTlagc, betr. bie Abänberung des Gesetzes ühcr die Ausübung unb ben Schutz ber Fischerei twm 27. April 1881. In Verbindung damit gelangt die Bor- riluuq des H'ssisckfen Anglerbundes, Sektion Niaiuz, betr. den Angelfport im Rhein unb bic Vorstellungen des hessischen öildKret- pereins, sowie des Hessisckfen Anglerbundes, zur Beratung. Der Ausschustberichterstatter Graf Kuno Roßlar erklärt, l^ast sich der Aus-r aß im allgeineinen mit der Vorlage cinvcr- nanbm erkläri i bereit Hauptzweck es sei, die Berussmckerei teil wünschenswerten Schutz gegen die ihr aus der Ang elf rei heit erwachsenden Sckwben durch land es gesetzliche Vorschläge zu ge- ,„ähren Die Zweite Kammer habe dem Entwurf im Prinzip zu icftimmt, aber die int Artikel 35 vorgesehene Gebühr für Fttckerct- i-arten von 5 auf 3 Mark bezw. von 2 auf 1 Mark ermäßigt unb weiter im Artikel 37, welcher bestimmt, baß die Ftfcherct- Tarte auf die Person, auf ein bestimmtes Ftfcheretrevlcr und aus eine bestimmte Zeit zu lauten habe, einen Zusatz beschloßen, woirach die 51 arte ohne E twhung der Abgabe auf weitere Fuchereigeblcte .iu---qcbcl)nt werden Hirn. Weiter hatte die Zweite Kaimner, bie Strafe füi den nicht int Besitz einer vorschriftsmäßigen 'Nsckerei- ime befinblidicn Angler, für welche die Regierung 20 Mark Geldstrafe festgesetzt hatte, auf 10 Mark herabgesetzt. Dte,em letzten Beschluß stimmt auch der Ausschuß zu. dagegen Asipfiehlt er, im Artikel 33 eine Bestimmung hinzuzufügen, wonach als jchifs- baxe Ströme und Flusse im Sinne dieses Gesetzes die Altrheine Nicht angesehen werden sollen. Im übrigen empfieM der Aus- :d)uB die Annahme des Gesetzes mit nur unwesentlichen Abande- hesfische Erste Kammer. R.B. Darmstadt, 4. Febr. In der um 9 Uhr 40 Minuten vom Präsidenten Graf von »örtz eröffneten Sitzung wurde nach einigen geschäftlichen Mitteilungen sofort in bie Tagesordnung eingetreten. Am Regierungstische hatten Platz genommen: Staatsminister .7 mal b, Minister des Innern v. Hombergk, Geheimerate vicft 2üffert, Ministerialrat Höltzrng er. Erster Gegenstanb ber Beratung ist die Regierungsvorlage, Mr ben Staat co er trag z wischen H essen und Baden über die Verlegung der L a n d e s g r e n z e zvnsdfcn yelmhos und Kcdarbitchossheim Der Ausfdmß beantragt die Annahme nach ■,rn Beschlüssen ber Zweiten Kammer und das »auy Ihmmt ohne Viiniltcr von Hombergk betont, daß das Fitcherei- qetoerbe ebenso em Gewerbe sei wie jedes andere und deshalb .fleickfalls des Schutzes bedürfe. Man hatte zuerst geglaubt, baß her Anglerfport für die Fischerei nicht sehr schädlich wäre, nach den achlichen Darlegungen des Freihcrm von Hehl, in denen die 'chädigenden Wirkungen des Handangelns dargetan wurde, habe bic Regierung ben biesbezüglichen Anregungen Folge gegeben. Icnn zuerst lammt dock ber Beruf unb bann das Bergnug^i, denn die Regierung fühlt sich verpflichtet, in erster Linie die Gewerbe zu schützen. Im übrigen erklärt sich der Minister mit den AussckmK- beschlüssen cmüexftanben. .. Freiherr Heul zu Herrnsheim ist dem Minister sehr dankbar dafür, das^ die Regierung sich verpflichtet fühlt, in eritcr Vtme für ben Schutz der Gewerbe einzutreten und er hofft, datz auch bie Zweite Kammer sich zu biefem Stanbpunkt bekennen wirb. Die Fischerei sei vielfach stark im Nicbergang begriffen, wie er iiamcntlidi auch aus bem Wormser Fischereibezirk bestätigen müsse. Der Deutsche Fischereiverein, ber vom Reich jährlich eine große Dumme, SO 000 Mark, Tür bie Hebung ber Fischerei erhalte, sei aber nach .Kräften für beten Fürberung beftrebt unb auck bic Hessische Regierung gebe cdensalls einen Betrag für bie Hebung der Fischerei. Es sei notwendig gewesen, daß nicht nur die Fische erjtfktW6 Jianino feg Mslvte gungen und osortc-.Aab^ kn den FlußMusm ix-rmehrt, sondern auch für die Verbreitung der richtigen Fischarten gesorgt wurde. Nanienllich wurde mit großm Opfern der Zaiider in die Flüsse geführt und man kann freudig feststellen, daß dies auch mit großem Erfolg geschehoi sei. -Ltc Fischzucht sei im Rhein durch die Steinbeschüttung im vauptstrom znrückgegangen, und die Fische hätten sich mehr ut bic Altrheine zurückgezogen. Dorthin kämen mm bie Sportangler aus Den großen Stabten, Mannheim, Frankfurt usw., unb glaubten aus Kosten ber Fischerei ihren Sport ausüben.zu können. Wenn bas Haus bic Aussckustvorschlägc annehmc, so werde damit emc gesunde Miltclstandspolittk and) für dieses Gewerbe ausgeübt unb er hofse, daß auck die Zweite Kammer diesen Vorschläj^n zustimmen werde. Die Fischer des Landes würden der Erpen Kammer sehr dankbar fein, daß sie sich ihrer Interessen in so warmer Weise angenommen habe. Die Kammer genehmigt darauf cmsttmmig den Gesetzentwurf nach den Anträgen des Ausschusses. Bezüglich des Antrags Korell und Genossen über Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen, gibt Graf Stob berg - Roßla einen kurzen mündlichen Bericht und betont, datz auck) die Erste Kammer entschieden für den Schutz gegen B,eh,cuchcii aussprechen müsse; er beantragt Zusttmmnng zu dem Antrag. Minister v. Hombergk erläutert kurz die bisherigen Maß nahmen des Reiches gegen bic Viehseiichen unb brtoiit, baß ber gegenwärtige Staub ber Seuche keinen Anlaß zu Bcfurcktiingiai gebe Wenn bie Seuche aber weitere Fortschritte machen sollte, würbe bas Reich sofort zu weiteren Maßregeln greifen. Der Antrag Korell unb Genossen wirb darauf einstimmig angenommen. Letzter Punkt der Tagesordnung ist die Vorstellung des Ober- bahnassislcntcn Ferkinahosf zu Tarmftabl, betr. Pensionsverhalt- nissc der oonnaligcii Ludwigsbahnbeamten. Das Hans beschließt, dem Ersuchen der Zweiten Kammer an die Regierung be,zutreten, daß sic bie Vorstellung in erneuten Verhanblungcn beim preutzischen Minister ber öffentlichen Arbeiten nachdrücklick) vertreten möge. Damit ist bie Tagesorbnung erledigt und das Haus vertagt sich Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhesten :sS> <*. 1W- cn sen-dH, Sein r; tyti» •ff C'k" lerlorenmbetdelc. r Linie, vom Mack ttritt 50 Pseuvi-. lmeniein. "tc n gibt M 30000 •er 1. Avril 1911. nngungen durch al. Immobilien. Lank u. Sommiii. »oetbeittaife 63. rb.zuiammenlegbar. zu kaui gesucht, dal. liciic abzug.. 10 W. imer Lnahe 10 L unb besser, als ber kleinere Bauer ober ber Lanbarbeitci. xer Rcbner hat festgcstellt, baß in Hessen 1500 Wohnungcii vor- haiiben find, bie nur aus einem einzigen Raum bestehen, von benen 580 von mehr als fünf Personen bewohnt werben. Fenier sinb 12 700 Wohnungen vorhanben, bic aus Stube unb Küche bestehen unb 23 000 Wohnungen mit zwei Räumen unb Küche, unter ben letzteren, 1000 in benen acht und mehr Personen ihr Dasein hinbringeii. Gegen soldic Zuslände mit Polizei!ichem Zwang vorzugehen, ist ausgeschlossen, weil die Verhältnisse stärker sind, als die Mcnsdicn. Was Gießen anlangt, so hat der Redner vor einigen Jahren amtlich solgendes festgestellt: Hier befinden sich 70 Wohnungen mit nur einem Raum, darunter elf von drei und mehr Personen bewohnt; ferner 212 Wohnungen mit zwei Räumen, darunter 108 von vier und mehr Meufchen bewohnt, und 822 Wohnungen mit drei Räumeii, baiunter 100 mit vier unb mehr Insassen Es wirb häufig behauptet, bic Minberwertigkeit bieser Wolmui'gen cntspreckie ber MinbciWertigkeit ber Menschen bic barin Hausen, bics gibt aud) ^crr Gretzfckcl teilweise zu. Mer in solck unzulänglidscii Verhältinsfen leben auch orbentliche unb brave Arbeiter, bie burch bie VerhältnOfe bazu verurteilt sinb. Es ist statistisch fcftgcftellt, baß in Hessen ber Durchsdinittsmietprcis einer Wohnung von brci Raumen sahr- lief) 279 Mark beträgt unb wenn man annimmt, baß burchicknltt- sich ber sechste Teil bes JahresverbicnsteS als Wohiiungsmictc bezahlt wirb, i'o ergebe bics ein Einkommen Don 16/4 Mark für bic Familie, bic eine Wohnung von einer Wohn-, cimr Schlafstube unb einer Küche bewohnt. Wenn man aber bedenkt, daß zirka 75"., aller Steuerzahler ein geringeres Cmilommcit haben, w wirb ber Vergleich mit ben in Hessen vorhanbciicn kleinen Wohnungen ben Beweis bringcii, baß auch bet uns eine Wohnungsfrage besteht. Es itt uidjt richtig, baß man hierfür bic Hausbesitzer verantwortlidi macht, biefe sinb aud) recht geplagte Menschen. Nur auf gesetzlichem Wege mit Unterstützung ber Gemeinbe unb burch Selbsthilfe ist Abhilfe möglich. Hefsen ist 1893 und 1902 burch bas Wohnungsaufnchtsgesetz unb bas Wohnungsfürforgcgcsetz Porangcgangen. Turd) bie Gin^ richtniig der Wohuungsinivekrion hat man das ärgfte Ucbel bc- festigt, denn es wird durchschnittlich jährlich 4500—^000 anittiche Beanftandungeii in den Wohnungen, manche xisferenz zwischen Vermieter und Mieter beseitigt. Die Wohnungsaufsicht wirkt lozial bessernd, auch wenn dabei milde verfahren wird. Man ichastt hier unb da kleine Wohnungen durch bic Gemeinben und gemciniiu&igr Bauvereine unb sucht bic Gemeinben zu einer gesunden Bobenpolittv zu bewegen. Es ließe sich nod) viel tun unb cs sei zu bcarüßen, daß bie Ortskrankenkasse Gießen, als erste berartige Staue, bas : Interesse für bic Lösung bcr Wohnsragc in Gießen rege mache. Es gäbe barüber keinen Streit, baß jebe Gemeinde ein direktes । Interesse daran habe, wie ihre Bewohner wohnen unb ist das. , besonders für jede Stadt das wichtigste Gebiet sozialer Betätigung ; Allerdings muß die Selbsthilfe cinfetzcn, um geinnbe Woh > ' nungen zu bclommcn. Dies Moment wird leider viel zu wenig ' gewürdigt und doch läßt fich nur damit etwas erreichen. Der Redner verweist auf Die Baugenoffenschaft des coangcL Arbeitervereins in Gicßeii, die den Anfang gcmad)t hat durch bic Erbauung Bessere i 'W-ch iü verleihen to Karnbach Babnboittr.«. Masken Lmlls ■- r ui oerleti).3umr t.b sttzcsuch. >r, iMidni-Lnli- ire. eoanti.. /.Jadst altm M tfß Heirat bic rt iner eoanget DW I Junge, hnbertok neidil. i-L u. W; ,1a.d.Gie8-Auz liner Publikum beschäftigte schreibt He in r i chBra un in her Deutschen Bühne" — unb bie intellektuellen, wie biC^Maffe an bie" Reihe bieser ftarffernigen, wie aus Erz gegoffenen Szenen hanb Alles war gefesselt. Unb nur einer - man verzeihe mir, wenn ich jetzt blitzschnell ben Sprung vom ^^enen zum Lächerlichen machen muß — staub surnenb in bcr Eckc^ bei Mann, bcr bem ^Treftor Dr Otto Brahm die Bü-ctts im Foyer abgcmictet batte In bcr Tat hatte bieser Würbigc, ber Lieferant bcr Lachs- unb Schinkenbröte, bes Münchener unb Pil,euer Bieres auch allen Grund, zu bemonftrieren unb laut zu erklären, baß ihm biew Rrch- tuna burckwus nicht passe. Es lag gewiß im sinne de- etude«, wenn Direktion unb Regie bes Leningtheaters fich bamals entflossen hatten, bas Elgabrama, benen 3roci)tunbcnbaucr einen Jp mpietten0 Theater ab enb um.aßte, ohne Unterbrechung. 5u ipiclen u»b ben im Anbeute religioso einsetzenben, Vrestimmo ungc- 'äbmter Lcibenschailcn ausgedenben Rhythmus ber Tragobie nickt burck ben Einschnitt ber i'onft ubhdieit „grotzen Pawe zu sprengen. Aber ber Restaurateur war, roie bas benn wohl zuweilen kommen mag, anbercr Meinuna. Er pläbierte: Kein Vergnügen ohne Pause" unb er vermochte nicht emzusehen,. warum beim nicht auck zwischm ben einzelnen Etappen ber aufregenben unb Mutig enbenben Gheanärc iw Hause bes Grafen starschemki bie Qeutc ihren Adenbimbiß nehmen sollten Es hat damals lange 3cit gebraucht, bevor die Kritik fich endgültig darüber Khlumg war, was ihr an dem Glgabrama fehlte Der Restaurateur des fss natbcaters war mit seinem Spruch fchneUer tni Reinen Er saate- Mir fehlt an diesem stud bie große Pause , unb er liebt noch heute in bieiem übcrlebensgrotzcn Einakter den schttmm- fen Mißwacks ber getarnten Gerhart Hauptmann,chen Pro- ISA» tltth Fop I Tührung ober pikante Andeutung wach gekitzelt ist, wünscht eine Dö$ Tyearer Uno oer mayeil. langsame Ebbe, nidn das sähe Untertauchen ili EiMamkest unb (Sa mnv damals als Gerhart Hauptmanns „Elaa" bas Ber- Alltäglichkeit. Gewiß, bic stark ausgeprägte, selbstzufriedene, von iLS war oamai_, ui y . x. m Umgebung unabhängige Individualität stellt sich auch un Rausch bochgehender, künstlerischer Empfindungen am liebsten auf fids selber und trägt bic neuen Reichtümer, bic in bcr Berührung mit einem künstlerischen Objekt entstauben, gern eiligst in btc Einsamkeit. Die Masse ober braucht bic Aussprache; bic lärmenbc Diskussion; bas Wort als Spiegel bes Eindrucks; ben Körperlichen Genuß als Fortsetzung bes geistigen. Und bic Masse ist eS bock, bie — hinweg über ben oppositionellen Willen bes einzelnen — bie Normen ,'ckasst unb bcr Welt ben Willen ausprägt . . . Um bemrt enblich vorn Philosophisch-Theorcrischcn abzulorninen unb auss Praktische überzugehen: ber große Tbeatereindruck, gleich ob nun ber Ernst ober bic Heiterkeit an ferner Wiege staub, pflanzt sich birekt in ben Sehnsüchten bes Magens fort, frä’tigt ben Durst und den Hunger, erzeugt den Run aus die Zwiidsenaktsbüfetts unb die Gasthäuser, ben bic Gleichgültigkeit niemals zuläßt. Man beschäftige sich nur einmal mit biefem Gcgcnstanbc, unb man wirb ohne weiteres beobachten können, welche Essenssdslachtcn an ben Abcnben geschlagen werben, an benen bie Teilnahme bcr Theaterinteressenten herzhaft engagiert ist, wie man fick sogar banach sehnt, bic Anpassungsfähigkeit nod) zu steigern, inbem man uc unter Alkohol setzt, unb wie anbcrscits Magen unb Kehle fern Lebenszeichen von lieb geben, wenn auch ber Geist inbolent bleibt. Diesen verzwickten Distinktionen, aus btc bie „Großgeistigen" natürlich von oben hcrabschen, bertn Vorhanbem'ein sie aber keincs- salls leugnen können, kann man selbstverstänblich nodi weiter nachgehen; unb bic Hauptstraße, bie Theater unb Appetit zufarnmen- iührt. bulbet eine ganze Anzahl von Nebenwegen, bte zwnchcn ben einzelnen Gattungen ber Bühnenkunst unb ihren gastronorni- scken Koiiscaucnzcn bic Mittler spielen. Gerabe bie vorn ston ausgehenben Reizungen ber Schaubühne zerreiben bie in ben Körpern bcr Zuschauer ausgespeicherten Stofsvorräte, bie bann teieber ersetzt werben müssen Ich benke ba immer an bie brci Faustaussührimgen bes Deutschen Theaters, bie im Winter 1909/10 durch den Wechsel ihrer Besetzungen ben Kritiker breimak nach- cinanber zu sich riesen. Aber von bem Nachruhm Johann Wols- auf unbestimmte Zeit.___________ Der Entwurf betreffend die Aufhebung des HUfstasfengesetzes ist, wie bereits berichtet, bem Reichstage zugegangen. Durch tiefen Entwurf ronb bas Gesetz, über bie eingescknebenen vilwkassen aiü- qehoben und bie beflebenben cingeid)'-icbenen Hstsskaffen werben den Bestiinmungen bes Veifickcrungsaufsichlsgefetzes imterftedt Turcf) bic Austiebung bes HilfskassengcletzeS glauben die veibundelen Regierungen den bei manchen Hst'skasscn beobachteten Mißständen begegnen zn können. Da bic Beziehungen dq» emgejchriebeneii Hil'skassen zur reichsgcsetzlicken Arbcterversicherung m bcr Retcks- vcrsicherungsorbniing geregelt ivorben sind, so bleibt nir den Ent- >vuri noch bic Regelung bcr Stellung ber Htl'skassen demnächst Erfatzkassen) zur staatlichen ^lusticht und, soweit iitcht bic beton- deren Bez.chnngcn zur reichsgcfehlichen Krankenversicheiinia ui Betracht kommen, bie Regelung ihrer inneren unb äußeren Ber- «affiind. Ferner regelt ber Entwurf btc Verhältnisse ber Hmslasfen infoweit, als sie ber Versicherung von Pertonen bienen, bie nicht ber reichsgesetzlichen Krankenversicherung unterliegen, ober als sie von ver- sichernngsvfltchttgen Personen nur als Zuschußkasieu bc.iujt werben. seinen Bestininiungeii entspricht ber Entivnrf ben Beschlüßen bes Ausschiisses zur Beratung bes Hilsskasiengesetzes aus bem Jahre 1906, soweit bieVorlage durch die Bestimmunaen der ReichsversichermigSorb- nung keineAenberung hat erfahren müssen. Dieveibilnbeten Realcrun- aeii hoffen, daß sich die znknnftigen Ersatzkassen nach Auchebung bes HiUskassenaesetzes kreier entwickeln werben, nachbem ihrer Konkurrenz in Gestalt' von Schivinbelkasien burch beu Entwuri Emhatt geboten wirb. Die Annahme ist gerechtfertigt, baß bie beslehenben Hllsskaifen, soweit sie auf solider Grundlage beruhen, durch ben Wechsel be« Systems keine Schäbigung, im Gegenteil infolge der erhöhten Ge wähf btc sic fortan zu bieien vermögen, voraussichtlich eine etarning durch Zuwachs der Mitglieberzahl erfahren werben. Der Nronprinz Ehrendoktor der Universität UaNntta! Kalkutta, 4 Febr. Bei der h.-utigen Promovierung des Kronprinzen zum Ehrendoktor (doltor of laws) der Unv verfität Kalkutta feierte der Rektor in einer An,pr a ch e die hervorragenden B er d r e n st e D eu t s ch 1 an d » um die Erforschung der indischen Geschichte und Literatur Der Kronprinz Hube durch seinen Besuch fern : Interesse für Indien bewiesen. (!) Der Feier ; Lohnte ein zahlreiches geladenes Publikiim Bei, darunter i die gesamte deutsche Kolonie. vvn Mietshäusern mfrt 76 Wohmmgen, unb einer --- Hen ch elh e i. m, 5. Febr. Gestern hielt der Steno- tzraph en verein „Gab els b erger" sein Winter- vergnügen im „Treppchen" ab, txrs in schönster Weise verlaufen ist. Der Vorsitzende Bergen begrüßte die Gäste im Namen des Vereins. Im Mittelpunkt stand ein flott gespielter Einakter. Verschönt wurde die Feier durch die wirkungsvollen Vorträge des Quartetts vom Bauerschcn Gesangverein. Besonders hervorzuheben ist Herr Schlan- drafs in seinen urkomischen Rollen und Herr "Haffner mit seinen prächtigen Bariton^esängen. Für die an den (Äeno- graphenverein Stolze-Schrey ergangene Einladung dankte der 2. Vorsitzende des Vereins. Seine Ansprache ließ er in den Wunsch austlingen: deusches Einheitssystem. Fröhlicher Tanz hielt die zahlreich Erschienenen bis zum frühen Morgen zusammen. = Lollar, 5. Febr. Der Man n e r g e s a u g- verein Germania hielt am Samstag, 4. Febr, im Gasthaus zur Traube seine Hauptversammlung unter Lei tung des 2. Borsitzenden Es pich ab. Der Schriftführer gab ein eit ausführlichen Bericht über die Tätigkeit des Vereins im Jahre 1910. Sodann wurde zur Rechnungsablage geschritten, sie war sehr reichhaltig" unb alle Beiträge jmd lns zum heutigen Tage eingegangen. Die Vorstandswahl ergab: Als 1. Vorsitzender wurde gewählt: H. Espich, 2. Vorsitzender P. Freud eit berger, Rechner: H Kvob, 1. Schriftführer L. Geißler VI., 2. Schriftführer L. Hofmann und 4 Beisitzer: H. Kaletfch, A. Kreuter, H .Henkelmann I. und G. Fuchs. Der Besuch der Singstunden war sehr erfreulich, es ist dies wohl in erster Linie der guten musikalischen Leitung des Dirigenten Lehrer Becker aus Gießet: zu verdanken. Es wurde beschlossen, am Sonntag 25. Juni, im Garten des Wirtes Weinrich das fünfjährige Stiftungsfest abzuhalten, wozu in den ersten Tagen die Einladung der auswärtigen Vereine erfolgen wird. Auch wurde beschlossen, mit ca. 60 Sängern einen Wettstreit zu besuchen. Der Verein zählt über 60 Sänger und etwa 100 passive Mitglieder. = Lang-Göns, 4. Febr. Im Saale des Gam- brinus feierte der Gesangverein Frohsinn sein 56jäh- riges Stiftungsfest. Daß der Verein etwas schönes zu bieten vermag, zeigte das schöne Programm uno seine Ausführung. Obgleich der Dirigent, Lehrer Schwinn, die Leitung nicht selber hatte, wurden die Chöre vorzüglich vorgetragen. Auch die Kapelle Leisingen zeigte in ihrem Programm, daß sie über tüchtige Kräfte verfügt. Bürgermeister Rompf wurde zum Ehrenmitglied ernannt. -b. Hung en, 5. Febr. In den letzten Tagen wurden in den Wäldern außer vielen Hasen auch einige Rehe verendet aufgefunden. Es wurde nun inbezug auf die Hasen von einer ansteckenden Lungenkrankheit gesprochen. Aber dies scheint nickt die Hauptursache ni sein. Vielmehr ist anzunehmen — dafür sprechen auch Die vielen Vogelleichen, die man draußen in Wald und Feld allenthalben antrifft —, daß die langanhaltende, festgefrorene Schneebecke der letzten Wochen, die den Tieren jede Nahrungsaufnahme unmöglich machte, ihnen zum Verhängnis wurde. Sunger und strenge Kälte brachten vielen Tieren den Tot. in Beweis dafür ist, daß selbst Rehe bis in die Hausgärten kämet: und Wald- unb Obstbäume durch Benagen ihrer Rinde beraubt sind. Auch die Anpflanzungen auf dem „Rod" und den „Jungen Hansen" wurdet: schwer heimgesucht. Die ganzen, aus Akazien und Ziersträucher:: bestehende:: Einfrtedigungen wurden bis in die Krone abgenagt und dürften infolgedessen eingehen. Kreis Lauterbach. -r. Lauterbach, 5. Febr. Der Handelsverein hielt gestern eine Sitzung ab, in welcher der Vorsitzende, Fabrikant Dürbeck, u. a. auch über kürzlich gepflogene Verhandlungen einiger Ortsvorstände des Vogelsberger H^henk.ubs mit der Eijenbahndirektion Frankfurt a. M. berichtete, bei welcher Gelegenheit auch der Handelsverein vertreten war. Die Besprechungen bezogen sich auf mögliche Verkehrs- Verbesserungen auf der Eisenbahnlinie Lauterbach-Stockheim, wozu auch Lauterbach Wünsche vorzubringen hatte; leider wird diese Strecke ihrer ganzen Anlage nach für uns als Durchgangsverkehr nicht inbetracht kommen, obwohl sie die kürzeste Verbindung mit Frankfurt darstellt, sie muß auf absehbare Zeit mehr dem örtlichen Verkehr dienen. Nach den heutigen Mitteilungen zeitigten die Verhandlungen kein greifbares (Ergebnis, der Vertreter der Eisenbahnbehörde erklärte, mit Rücksicht auf den geringen Verkehr auf dem Vogelsberg könne eine erhebliche Aenderung der jetzigen Zugverbindungen nicht statthaben, ebensowenig die gewünschte Einlegung neuer Züge. Dem Antrag Lauterbach nach einer beschleunigten Durchführung des ersten Frühzuges Lauterbach—Vilbel will die Eisenbahnbehörde nähertrcten, der Handelsverein beschloß heute noch eine Eingabe an diese Behörde des Inhalts, daß der Abendzug Stockheim—Grebenhain (8.24) im Interesse der hiesigen Geschäftswelt künftig regelmäßig bis Lauterbach durchgeführt werden möge. (Dies geschieht jetzt nur Sonntags vom 1. Mai bis 30. September.) Ferner wurde über die Frage der Einlegung eines weiteren Zugpaares auf der Linie Gießen —Fulda verhandelt, was ein lang gefühltes Bedürfnis der Bewohnerschaft unseres Bezirkes bedeutet. Es verkehrt jetzt hier zwischen 2 und halb 9 Uhr nachmittags kein Personenzug mit vierter Klasse in der Richtung Fulda, ebenso fehlt eine Verbindung mit Gießen zwischen 6 und halb 10 Uhr vormittags. Man wünscht deshalb einen Nachmittagszug in der Richtung Fulda, der Lauterbach etwa um 6 Uhr berührt, ebenso einen Vormittaaszug in der Richtung Gießen für die Zeit um 8 Uhr. Man verweist allseitig auf die Notwendigkeit dieser Zugverbindung hin, die auf der ganzen Strecke durchzuführen wäre und beiderseitig an den Endstationen günstigen Anschluß hätte und man glaubt, daß Lauterbach für sein Verlangen auch vielfach Unterstützung fände, namentlich von Alsfeld. Es wird beschlossen, diese Angelegenheit der Eisenbahndirektion Frankfurt a. §N. zu unterbreiten. Hierauf hielt Rechtsanwalt Scheer hier einen Vortrag über das eheliche Güter- und Erbrecht, den: die Anwesenden mit Interesse folgten. Kreis Schotten. ? Schotten, 5. Febr. Bei der Ausschreibung zwecks Errichtung eines zweiten Klubhauses auf den, HoherodLkopf sind bei dem Vorstand des Vogelsberger HöhenklubL zehn Bewerbungen eingegangen, von denen keine den Voranschlag überschreitet und bei denen beträchtliche Preisschwankungen nicht zu verzeichnen sind. Die Entscheidung bleibt nunmehr den: BauauSschuß und dem Vorstande Vorbehalten. Wie nötig die Erbauung eines zweiten Hauses auf dem Hoherodskopf ist, beweist der sehr starke Verkehr, wie er bereits diesen ganzen Winter über besonders an Samstagen und Sonntagen auf dem Klubhause zu verzeichnen ist, indem an diesen Tagen oft 20 bis 25 Personen Nachtquartier nehmen. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion den: Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Anmerkung der Redaktion: Herr Dr. meb. Strünkmann, der am Freitag abend im Neuen Saalbau die politische Versammlung allzu eingefrenb mit der Jmpf- srage unterhalten wollte, aber schließlich genötigt wurde, zurückzutreten, schickt uns das folgende „Eingesandt", in dem nochmals ein leiser Vorwurf gegen die Versammlung und chre Leitung erhoben wird. Unseres Erachtens aber I>ät±en die beiden Jmpfgegner sich selbst sagen müssen, daß nach den gehörten Borträgen der nationaltiberalen Redn.r das Interesse unb die Erwartungen der Versammlung doch nach anderem verlangte, als nach langen Ausführungen über eine solche Spettalfrage. Wenn die Jmpffrage auch gewiß eine wichtige Sache ist, so war es unseres Erachlens dock am Freitag ab.md nicht zeitgemäß, die polüffche Aussprache mit zeitraubenden Vorträgen darüber zu eröffnen. Deshalb wurden die Zuhörer unruhig, unb es ist falsch, die Versammlung mangeln den Verständnisses zu beschuldigen. Gießen, 1 Februar Laut Reichstagsbericht des Gießener Anzeigers vom 81. Januar erklärte der nationalliberale ^lbgeordnere Herr Dr. Axnrng. ira RärhAag; „Man muß den Langmut der Regierung bewundern, btr gegen dieHetze der Jmpfgegner, besonders in Hannover, nicht einschreitet. Die Art wie von den Jmpfgegnern gearbeitet wird, ist geradezu verbrecherisch." Es ist aber kein geringerer als der früher hier in Gießen tätig gewesene Professor Sticker, der jüngst folgende Stellung zur Jmpffrage nahm: „Entweder ist der Impfschutz sicher, dann brauchen wie. die Pockenkranken unb ihre Umgebung nicht ein halbes Mensclnu alter nach ber Einführung des JmpfgesetzeS nochnmls unter antikontagionistische (die Ansteckung bekämpfendem Polizeimaß- regeln zu stellen: loder die Aufnahme der Pocken in das neue Seuchengesetz erscheint wirklich notwendig, bann liegt ür dem Seuchengesetz bas Zugeständnis, daß die Schutzpvckemmpfung für den einzelnen unsicher unb für ben Schutz ber Allgemeinheit unzulänglich ist. Jedenfalls werden starke Zweifel an ber Notwendigkeit und damit an der Zulässigkeit der Zwangs impsung durch die vorliegende Fassung des Scucheugesetzes herausgefordert. Oder ist etwa der Impfschutz ein Dogma unb die Untersuchung des JmpfgesetzeS ein Frevel? Ich meine, wir sind trotz einiger Dunkelmänner noch nich, so weit, daß wir in der Medizin Dogmen statt Ucberlv.iugungai haben wollen. Wissenschaftliche Ueberzeugungen muffen ab?t immer wieder geprüft und gestärkt und erneuert oder aber abgetan werden. Und eine ärztliche Einrichtung, die soviel angefcinb.'t wird und vor allem von solcher Tragweite ist wie die Schutzpvcken- impsung, erheischt wiederholte unb vielseitige Prüfung auch bann ober gerabe bann wieder, wenn sie gesetzlich festgelegt ist. Wie bas Ergebnis der Prüfung ausfallen mag, ist durchaus gleichgültig; entweder verträgt das Impfwesen eine wissenschaftliche Prüfung, bann ist es gut; Anfeindungen muß es ohnehin ertragen; ober es verträgt feine Prüfung nicht, bann um so schlimmer für es unb um so besser für unsere Kunst, bic weiter nichts will, als dem leiblichen Wohle ber Menschen biene::, unb alles abschafft, was ihm toiberftrebt." Diesen Ausführungen Professor Sticker's gemäß hat jetzt im Reichstag bas Zentrum verlangt, daß eine Kommiision von Jmpffreunden unb Jmpfgegnern einberufen werden soll. Auch ber Sprecher ber konservativen Partei, Dr. Hahn, erflärtc (laut Reichstagsbericht bes Gießener Anzeigers vom 2. Februar«: „Die Meinung der Aerzte unb Bakteriologen über den Wert ber Impfung ist durchaus geteilt. Die Forschung liegt so;u- fagen noch in ben Windeln. Deshalb treten wir für Einberufung einer Kommission ein, die aus nur wissenschaftlichen Mitgliedern bestehen und die Fraye einer Klärung zuführen soll." In ähnlicher Weise haben in diesen Tagen int Reichstag die fortschrittliche Volkspartei, die wirtschaftliche Vereinigung unb die Sozialdemokratie eine Revision des JmpfgesetzeS verlangt. Nur die nationalliberale Partei hat, soweit man aus ben Ausführungen Dr. Arnings auf die Gesamtpartei schließen bart, prinzipiell gegen eine Revision des JmpfgesetzeS Stellung genommen. War es nun nicht naheliegenb, daß ich in der gestrigen Wählerversammlung ber nationalliberalen Parte: eine klare Antwort zu haben wünschte, ob bie nationalliberale Partei bic Notwenbigkeit einer Revision bes JmpfgesetzeS bejaht ober verneint? Meine Ausführungen aber, welche bie Notwendigkeit einer Revision des JmpfgesetzeS, bic Herr Rechtsanwalt Dr. Spohr vom juristischen Stanbpunkt aus beleuchtet und begründet hatte, auch vom hygienisch-medizinischen Standpunkt! begründen sollten, wurden durch bas Verhalten der Versammlung unmöglich gemacht, ba offenbar sowohl bie Herren am Vorslandstisch als bie meisten Anwesenden von der Po li tisch en Bedeutung ber Impf zwangs frage für bie liberale Entwicklung ber Dinge in Deutschlanb kein Verstänbnis hatten, insbesondere kein 33er-- stänbnis dafür, daß wissenschaftliche Streitfragen nicht durch Gesetzgebung und Polizeigewalt gelost werden förtnen, sondern nur durch Vorurteils freie unbefangene Forschung. Sich in dieser Frage ein paar einseitig impfgläubigar Aerzten, bie zufällig Mitglieb bes Reichstages sind und den Mebizinalräten ber Regierung anzuvertrauen, ist bas Gegenteil. einer unbefangenen Prüfung. Auf jeben Fall müßte also auch der Kandidat der hiesigen nationalliberalen Partei, Herr Professor Dr. Gisevius, da er selber kein Fachmann in ber Jmpffrage ist, der Forderung einer Kommission zustimmen, ber gleichzeitig wissenschaftliche Jmpf- freunbe unb wissenschaftliche Jmpfgegner angeboren: entspricht doch eine solche Forberung seinem Jbeal ber „golbenen Mittel- straße" zwischen alllen Extrenren, also int vorliegenben Falle zwischen Jmpffreunden und Jmpfgegnern. Dr. meb. Strünkmann. Spielplan der vereinigten Sranffurter Stadttheater. Opernhaus. Montag, 6. Febr., abends 71/, Uhr: „Der Bettelstudent.' Dienstag, 7. Febr?): „Madame Butterfly." Mittwoch, Febr., abends 77, Uhr: „Ein Walzertraum." Donnerstag, 9. Febr., abends 6 Uhr: „Die Walküre." Freitag, 10. Febr, geschlossen (Museums-Konzert). Samstag, 11. Febr., nachmittags *3VZ Uhr: „Aschenbrödel." Abends 7 Uhr: „Der Freischütz." Sonntag, 12. Febr., nachmittags 37, Uhr: „Die geschiedene Frau." Abends 7 Uhr: „Tiefland." Montag, 13. Febr., abends 77„ Uhr: „Ter Zigeunerbaron." Dienstag. 14. Febr.: „Der fliegende Holländer/ Aiittwoch, 15. Febr., abends 77, Uhr: „Der Gras von Luxemburg/ Schauspielhaus. Montag, 6. Febr., abends 77, Uhr: „Glaube und Heimat/ Dienstag, 7. Febr/): Anatol-Zykliis. Mittwoch, 8. Febr.: Anatol- Zyklus. Donnerstag, 9. Febr.: „Maria Stuart." Freitag, 10. Febr., abends 77, Uhr: „Glaube und Heimat." Samstag, 11. Febr.: „Cyrano von Bergerae." Sonntag, 12. Febr., nachmittags 37, Uhr: „Ter Raub der Sabinerinnen." Abends 7 Uhr: „Eyrono von Bergerac." Montag, 13. Febr.: Anatol-Zykliis. Dienstag, 14. Febr: „Die Macht der Finsternis." Alittivoch, 15. Febr., nachmittags 27, Uhr: „Wilhelm Tell." Abends 7 Uhr: „Cyrano von Bergerac." *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Febr. 1911 Barometer aus 0° reduziert Temperatur der Lllfl Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Wind- richlung Windstärke Grad ber Bewölkung in Zehntel der slchtb. Himmelsfl. Wetter 5. 5. 6.1 2” 753,2 1 4,6 4,7 74 9« 755,5 1 3,3 4,9 85 757,7 j -0,1 4,6 100 Höchste Temperatur am 4. Niedrigste , „ 4. Niederschlag: — 0,0 mm. । I bis 5. Februar — -s- 5,4 ° ü. , 5. ., = + 1,4 X NW 2 9 Bew. Himmel NW 2 7 n e W 2 5 Reis KIOS-Kurprinzg FürstenWelt-Macht g Türk. Tabak- & Clgaretten-Fabrlk „Klos" o E. Robert Böhme, Dresden. Lieferant der französischen Vabal^-t(eqie. Gichliker, Stein leidende, Nieren- und Blasen-Kranke erhalten kostenfrei Broschüre mit Heilberichten. [ss2<'< Brunnen verwaltnuc Uichtbad AssniannshaiiNi n am Rhein. Die Trinkkur mit 50 Flaschen hat mich für das ganze Jahr frei non Gicht anfällen erhalten. p,-. .„ed. Sch. in C. 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Mobiliar 62.77 10% Abschreibung 6.27 56.50 5789.15 Aktiva Warenvorrat Kasfenvorrat Ausstehende Forderungen Geschäfts- , Knuvvel: 101 Rm. Buchen, 34 Eichen, 6 Linden, 2 Nadelbolz: Stöcke. 127 J«. Buchen, 44 Eichen, 4 Weichbolz: ReiSbolz - Wellen: 3200 hueben, 900 Eichen. 1050 Fichten- und Weichbolz: 300 Rm. ^^^.st'^biSholz in langen Haufen. - 13 Buchen Schntttsti cke, 41 bi8 o2 cm Durchm. = 15,14 Fstm., 1 Linde = 0,ol Fstm. (33/b), o Sichten “ 6L4 Fstm., 21 bis 313 cm Durchm. m Mnn Die Zusammenkunft ist auf der chauffierten Waldstrabe von Kolnbausen in die Hard beim Einiritt in den Wald. ____________ Oberinspektor von grosser Versicherungs - Gesellschaft, die alle Branchen führt, gesucht. Garant. Einkommen und Nebenbezüge. Energische strebsame Herren finden lohnende Position und dauernde Stellung. Gefl. Off. mit Lebenslauf unter 901 an die Geschäftsstelle des Giessener Anzeigers erbeten. Nutz- u. Brcnnholz-Vrrsteigcrung Aönigl. Lberförfterei Krofdorf. DienStaa den 14. 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Fichten =■ 7 Siamme mit 12 Fstm. 4 Stangen L Kl Distrikt /6, 77 und 78 C’jorbl E chen = 15 Rm. Schickmutzbol; i2 und 2,2 m lang», za Rm. ^cbeit und Snüppel, 11 Rm. Stockholz, 320 Rm. Retstg. B6/, Passiva Jt Per Geschäflsguthaben 1 1910 1 98 Heute morgen 6l/s Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden meine liebe unvergeßliche Gattin, unsere gute Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester und Schwägerin Frau Maria Seih geb. Kehler. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: 900 Konrad Seth. Großen-Linden, den 5. Februar 1911. Die Beerdigung findet Dienstag um 3ys Uhr statt. ,.Kr****e ->-« k l-deP1'0 le bei W01*'.. I Ay bei T-.W I 19 d-s 5^1 d°9ma und bl. H "'-Ssl S.ZV '.°le soviel ang^l } i.toie die iiSfl ät6 \ und um io | A als dem [tih'.J chchasst, soaz^W rr’3 gemäß hat jtr.l eine ftontmiiiton len werden soll. | . ^r. tzahn, er'-W rgers vom 2. nologen über den. ■ Forschung liegt J en mir für ®nben*| rscliasllichen MitglwW «führen soll." \ Togen im ReiLtzM istiichc Bereiniguiu ei Jmpfgesebeo veNr-M , soweit man aui« lmhxirtei schließen npsgesetzes Stellung M daß ich in der o r 8 n Partei eine 1 ionalliberale Porte. W lesetzes bejaht ober - ! die Notwendigkeit echtsanwalt Ti. 2:iW eleuchtet unb begr.-.- ■■ inischen Stntig baltcn der Versam-^W Herren am Bmi^-W ilitischen BcküvW : Entwicklung da I:: M , insbesan itsragen nicht buri ä ifl den köirnen, {onbi:: n rtfiefangeffc ?.-■ einseitig I ckgstagai mb unb M • aum, iß ba^ r Kandidoi btt t Dr. Gsevius, bi i ist, der ^rbttung tt wissenschastliche r ongchären: enM 1 der „goldenm int vorliegenden < m. ^Strünkwü^ MAadM . ;$er Settelft'J in« Mitlivoch, M - ‘ Donnerstag, 9d ig, 10. Trebv- nachmittags 8 < , >r Fleischs ,^.,1 eidtiebene iE '". Ter stiegende Hou- wnSie®“- SW. .Holzversteigerung. Fürstlich So msische Lberfötsterei Hohensolms. Mittwoch den 8. Februar Distrikt Pfafienmark. Zusammen. kunst H) Ubr vormittags am Htrichkovf bei Holz Rr. 1. Rutz bolA. Fichte: 16 Tt. Baubolz — 4,13 Festm.: 50 1. SU., 40 St. 2. u. 3 Kl. Derbstangen B. Brennholz. Buche: 85 Rm. Scheit und ihüiel Se> Rrn Stöcke, 7520 -ei. Wellen (stamm- und Astwellenl. Ä"".......*" " ।fffdie 7 ftitbte II. Kl., Knüvvclreifia, Rm: a Eiche: Vnv 849 Buche, 65 Eiche: Stöcke, Rm., 154 Bucke I Kl., n «t 30 Ache 3 Fickte IL Kl. Blau unieiltricbene Nummern Fnmmon niSt juni Angebot. Zusammenkunft 10 Ubr vormittags Ä?ÄenA-Äenfler Strafte an der Einmündung des Langd- Nillinaer Wegs Nähere Auskunst erteilen die Grogh. Forstwarte IK ®to"nfel6 uS ,>l°dr in yanOb. " Eichelsdori. den 3. Februar 1011. . V Grohherzogliche Cberidriteret E'ckelsdorf. I. B.: Kratz. iii W Neichstagswahl Die Liste der bei der bevorstehenden Reichötagswahl in der Stadt Gietzen stimmberechtigten Personen liegt von Freitag den 10. Februar bis Freitag de» 17. Februar d. I. beide Tage ein'chliehlich lauch am Sonntag» vormittags von 9 bis 12 Uhr und nachmittags von 3 bis 6 Ubr auf der Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 9, zu ieder- mannö Einsicht offen. .. . . . t IB6/« Einfvrackien gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Liste finb bei Vermeidung des Ausschlusses binnen 8 Tagen, von Beginn bet Lssenlegung ab gerechnet, daselbst vorzubringen. Gießen, 6. Februar 1911. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Giehen. Meeu m. Der Plan über die Errichtung einer unterirdischen Tele- gravhenlinie in der Marburger Straße zu Giehen liegt bei dem Kaiserlichen Telegravbenamt in Giehen von heute ab 4 Wochen aus. Darmstadt, 6. Februar 1911. deryestattungSgenossenschast der freien schretnervereiuigung Gtehcn llllllll llllll II !III«I0»WM»NNIIIIIII 8 Stämme, 40—49 Ctm. 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Großherzoaliches Kreisamt Gießen. ______________________Dr. Using er. Bekanntmachung. Betr.: Schweinepest (Schweineseuche) zu Mendorf a. d. Lda. .. In dem Gehöft des Christoph Weiß zu Mendorf a. d. Lda. tft die Schweinepest i Schweineseuche- ausgebrochen. Gehöftsperre und die Maßnahmen gemäß dem Amtsblatt Großh. Ministeriums des Innern Nr 12 vom 17. Juni 1904 sind angeordnet Gießen, den 2. Februar 1911. Großherzoglichcs Kreisamt Gießen. Dr. Using er. Bekanntmachung Vetr.: Abwehr der Maul- und Klauenseuche. Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 28. Ja« nuar hat als neuver>eucht zu gelten: Württemberg (Iagstkreis), Vr e u ßen: Reg -Bez. Münster, in Baden: Bezirksämter HeidZberg Lörrach, Lrllrngen, Weinheim; in Württemberg: der Reckarkrcls, Donaukrcis und der Schwarzwaldkreis. (Mtthin lluuz -ttrurttemberg, da der Jagstkreis bereits verseucht war.) Ate rtspolizerbehörden haben vorstehendes ortsüblich be« kannt zu machen. Gießen, den 2. Februar 1911. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _________________ Dr. Using er. Bekanntmachung. Betr.: Bläschenausschlag unter dem Rindvieh zu Annerod. . Gemerndebullen und einer Anzahl Kühen in Ahne« rod ist Blaschcnausschlag sestgestellt worden. Gr eßen, den 1. Februar 1911. Großhcrzogliches Kreisamt Gießen. __Dr. Usinger. Bekanntmachung. Vetr.: Milzbrand bei einem Rind des Adam Gorr III. M Dors-Grll. Der bei einem Rind des Adam Gorr III. zu Dorf-Gill ausgebrochcne Milzbrand ist erloschen. Die Sperre ist aufgehoben. Gießen, den 1. Februar 1911. Großherzoglichcs Kreis amt Gießen. ____________Dr. Usinger. Bekanntmachung V c t r.: Scheidenkatarrh unter dem Rindvieh zu Hofgut Alback. jjCL- unter dem Rindvieh des Hofgutes Albach aus gebrochene L-chcidenlatarrh ist erloschen. Gießen, den 1. Februar 1911. Großherzogltches Kreisomt Gießen. Dr. Usinger.