Zweite; Blatt 16V Jahrgang Nr. 6 Erscheint tll-Nch mit Ausnahme bei Sonntags. 'n ^»nwreske. >11 ericffe Kultur bi.ses Vll.'es bietci 25 Pfg., 25 Pfg.. 40 Pfg.. 50 Pfg 65 Pfg. fängers ü) in Crten mit Einheitstarif b) in Orlen mit 'Zonentarif bei einem Gang innerhalb der Zone I l N Fclikl! "snahine. iu Nöten Redaktion, Expedition und Druckerei: Sckmk» strotze 7. Exvedltion und Verlag: fcge# 5L Redaktion: ^^112. Tel.-Adr.:AnzergerGieben« Samstag, 7. Januar M RotattonSdruck und Verlag der Brühl'schea Unwersuäks • Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Dietzen. Die „Otehener ZamilienblStte^ werden dem ,9lnAfiflfre viermal wöchentlich beigelegt, dal „Krdsblatt für den Kreis Stehen" zweimal wöchcnNich. Tie „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. recht zu sühnen. Die >. recht wenig und ist inj l e der Berührung mit der europäischen Kultur bedeutend zurückgegangen Früher wurden aus Pflanzenfasern .Gürtel gewebt und gemustert, auch die Hessen-Nassau. 0 Marburg, 8. Ian. Oberbürgermeister a.D. Schü ler wurde anlätzlich seines 75 Geburtstages zum Ehrenbürger ei nennt. — Die Freiwillige Feuerwehr begeht am 4. und 5. März ihr 50jä nriges Bestehen. Die Stadt bewilligte 3000 Mk. für neue Uniformen. [] Aus dem Kreise Marburg, 6. Ian. Die Vieh- iählung hatte im hiesigen ftreiie folgendes Ergebnis: 34'>3 Pferde (gegen 3005 in 19<>9). 26 312 (22 586) Rinder, 11335 (13 423) Schafe und 27 842 (24 735) Schweine. N ^t08tanulu ter mit So«»»1 ln b" -e sSSti- von ober nack) der Zone II von ober nach der Zone III von oder nach der Zone IV fendungen, so wird die Gebühr von 25 Pfennig nur für die erste Sendung und für jede weitere eine Zuschlagsgebühr von 10 Pfg. berechnet. Tie EÜabholungsgebühr von 25 Pfennig ist auch bei Zurückziehung des Auftrags fällig, sofern der Eilbote den Wog zum Absender bereits ongefreten l>at. Tie Gebühren sind vom Auftraggeber bar an den Roten zu entrichten. Tie Eilabholung soll sich auch auf Rohrpostsendungen erstrecken. Sie wird somit für Grvtzberlin von besonderer Bedeutung sein, da es künftig jedem Absender einer zur Rolxrpost- beförderung geeigneten Briefsendung möglich sein wird, diese für 50 Pfennig (Karte) oder 55 Pfennig (Bries) von seiner Wohnung innerhalb des Rohrpostbezirkes Berlin auf schnellste Art befördern zu lassen. der Familie der Mutter an^ehört Bielweiberei war früher besonders bei den Vornehmen üblich. Das bürger.iche Leben wird mangels einer geordneten Rechtspflege von der B l u t - rache beherrscht. Der Lumm, d .i. die Familie der Mutter, war verpflichtet, das 'nem jjami iengli be angetane Un- M« Gies86",,,^ dca ».uVi iiiji ‘SÄ jUiA' jicise" Äs»:;."11 zK« «•'* Die Ponapesen. Die Insel Ponape, als deren politischer Bestandteil die ihr vorgelagerte und durch den letzten Aufstand bekannt gewordene Insel Dschokadsch anzusehen ist, gehört so entnehmen wir einem interessanten Aussatze in der „Köln Ztg", zu den östlichen Karolinen und beherbergt ein mit den Malaien 'Indonesiens verwandtes Vö.kchen. Ebenso wie die Bewohner von Palau und Jap d icken auch die Ponapesen aus eine verhältnismäßig hochstehende Kultur zurück, die thpisch.ist für ihre Zusammeng hörigk.it mit der grojjen malai scheu Vötkerfam l'.e D e B'wohner glauben, daß ihre Vor,ah>en in sagen!) ften Z iten von bei Insel Jap ausgewandert seien Tie Auswanderer sollen heilige Steine mitgenommen haben, die auf dem Meere schwammen und aus denen die Insel Ponape emporgewachsen sein soll. Tie heiligen Steine waren zu früheren Zeiten Gegenstand besonderer Verehrung; sie galten als versteinerte Gottheiten, aus ihnen wurde geopfert und zu ihnen mürbe gebetet. Die Steine aber übermit.el'en das Gebet dem Gotte. Das N e l i g i o n s s y st e m der Ponapesen war ein eigenartiges Gemisch von Monotheismus und Polytheismus. Man verehrte ein höchstes Wesen , Tokota", das aus sich selber geboren sein sollte und dem die Naturkräjte: Blitz, Donner, Wind und Regen, die ebenfalls als Götter gedacht, untertan waren. Daneben aber herrschte ein ausgedehnter Naturl'ult; man bcvö.kerte Tiere und Pflanzen, Bäume und Steine mit Geistern und Kobolden der verschiedensten Art. Auch die Seelen- und Ahnenverehrung war den Ponapesen nicht fremd. Tie Seele der Abgeschiedenen (ani arama), die nicht in den „Himmel" (pagit) eingegangen waren, flogen namentlich des nachts als Jrwische aus Erden umher, bald Segen, bald Unheil bringend. Die Seele gelangt nach dem Tode in ein Land, das unter dem Ozean liegend gedacht wird, ein Land des Ueberflus'es und der Freude, ein Ort der Glückseligkeit (pagit). Aber nicht allen Seelen ist es vergönnt, dort ausgenommen zu werden. Um dieses Glückes leibhaftig zu werden, müssen sie vorher eine Probe bestehen, sie müssen nämlich auf einer Brücke Hinei n- tanzen und durch ihren Gesang die beiden bösen Geister, einen männlichen und einen weiblichen, die sie hinuntcr- ziehen wollen in die „Hölle" (puetkv), derartig in Verwirrung setzen, da ßdiese ihr Vorhaben vergessen. Gelingt ihnen dieses nicht, so kommen sie in das Puelko, den Ort des Bösen. Daneben bestand auch der Glaube, daß sich die Seele in ein Tier, insbesondere in einen Vogel oder Schmetterling verwandle und ihren Angehörigen erscheine. Ausfallend und einerseits an das mittelalter iche Japan, anderseits an Polynesien erinnernd, ist das Lehns - und Ständewesen, welches das gesamte soziale Leben beherrscht. Tas Land zerfällt in fünf Landschaften: Meta- temim (bekannt durch die Steinbauten), Kitu U. Tscholadsch (Aufstandsgebiet), und Not In al en Landschaften bestehen gleiche ober im wesentlichen ähnliche politische Zuständ?. Die Bevölkerung teilt sich in drei Klassen: Königsgeschlechter (youpeiti), Adel (yerijau) und Volk (aramqmat'). E neu be- jonbern Sklavenstand scheint es nicht zu geben. Aus den Familien der Königsgeschlechter werden die Könige (nan- marafi) von den übrigen Geschlechtsgenossen getürt und es besteht keine erbliche Monarchie. Dem König stehen zwar große Ehren und Einnahmen zu, tatsächliche Regierungsgewalt besitzt er aber, ähnlich wie der Mikado im mittelalterlichen Japan, nur in geringem Maße. Ihm zur Seite steht nämlich als erster Beamter — oder besser gefügt — „Hausmeier" der Nanelin (Schogun in Japan), und diesem liegt die eigentliche Regierung ob. Charakteristisch für das malaiisch-polynesische Ständewesen ist der Umstand, daß die einzelnen Geschlechtsgenossen bestimmte Titel haben, und daß sie nur mit diesem Titel angeredet werden. Ter Titel steht in Zusammenhang mit dem Landbesitz, der einem jeden vom König als Lehen angewiesen ist. Hierbei ist ru unterscheiden zwischen „Nanue", o i das den Königsgeschlechtern von alters her zur Nutznießung überwiesene Land und „Koijap", dem Land der unterworfenen Bevölkerung. Nanue wird vom Könige den Königsgeschlechtern und dem Adel zum Lehen überlassen. Koijap zerfällt in Gewanne (Jap) und jedes 9)ap in Lehensxar- zellen (Palienjap) Koijap wird dem Volke von einem vom Könige bestellten Beamten als Lehen überlassen und zwar so, daß je eine Familie eine Lehensparzelle erhält. Das Lehen ist nicht erblich und kann nach dem Tode des jeweiligen Lehensträgers, d. h. des Familienhauptes, anderweitig vergeben werden. Ter Lehensträger hat der Lehensl,er. schäft Tribut zu entrichten, bestehend aus: Schweinen. Hühnern, Fischen und Früchten. Zieht der Lehens!,err durch d e Gaue, um den Tribut einzuholen, so huldigt ihm das V.-lk durch Tanz und Gesang, verbunden mit zeremoniellem Kawa- genuß. Außer den genannten Ständen besteht noch ein P r i e st e r st a n d: Jamaran. Ihm liegt die Verehrung b.r Götter und der heiligen Steine • b, und es haben die verschiedenen Gotthci.en ihre befor' 'ten Priester. Im Familien- und Erbrecht gilt der Gr- idsatz, daß das Kind 6. bei Zurückziehung eines Auftrags vor dem Beginn der Eil- bestellung, sofern der Bote den Weg zum Auftraggeber bereits angetreten hat, 25 Pfg. Tie Gebühren unter 1 bis 4 hat der Auftraggeber bei der llebergabe der jSendsung, die Gebühr'unter 5 bei der Meldung des Bolen bar an diesen zu entrichten. Neben den Gebühren wird ein besonderes Porto für die zu bestellenden Sendungen nicht erhoben. Die Boten haben den Auftraggebern als Quittung) iiber die gezahlten Gebühren den aus einem Block herausgetrennten Turchbruck bes Gebührenzettels zu übergeben. Als Hilfsmittel jjür bie Berechnung ber Gebühren führen bic Bolen auf ihren Gängen eine Abschrift des Tarifs unb in Orten mit Zonentarif außerdem ein Straßenverzeichnis mit sich, aus dem hervorgeht. (I i welcher Avne bie einzelnen Straßen unb Häuser gehören. Tarif unb Straßenverzeichnis haben bie Boten den Auftrag- Q£beni_ auf Verlangen vorzulegen. Für die Aushändigung der von den Voten bestellten Sendungen sind bie Vorschriften der Postordnung über bie Aus- Eäubigung gewöhnlicher Brieffenbungen maßgebend. Auf bie Erteilung ber Antwort können bie Boten eine angemessene Zeit, etwa 5 Minuten, warten. Unbestellbare Sendungen werden dem Auftraggeber, sofern dieser bekannt ist, bei der nächsten gewöhnlichen Bestellung burci den Briefträger gebührenfrei zurückgebracht. Neben dem Ortsschnellbienst führt bie Reichspostoerwaltung ebenfalls vom 1. SLpril 1911 ab eine weitere Neuerung ein, inbem sie es übernimmt, gewöhnliche Brief senbungen im Ortsbestellbezirk auf Verlangen bei den Absendern durch Eilboten abholen unb zur Postbeförberung aufliegen zu lassen. Für biete Eilabholung kommen im Gegensatz zum Ortsschnellbienst inur Briefsenbungen in Betrachl, bie ihrer Beschaffenheit nach den Vorschriften ber Postorbnung entsprechen. Eingeschriebene Äriessendunaen und solche mit Wertangabe sowie Postnachnahmc- fcnbungen sind von der Eilabholung ausgeschlossen. Die Anmeldung von Aufträgen zur Eilabholung erfolgt in berfelben Weise wie Anmelbungen für Bestellung von Senbungen im Orts- stchnellbie.ist. Bei ber Anmeldung ist bie Stückzahl ber abzu- tzolenben -Sendungen anzugeben. Tie Entsendung ber Eilboten liegt dem Verkehrsamt ob, bei bern ber Auftrag anzumelben ist. Für bie Eilabholung einer Senbung werden 25 Pfennig erhoben «hält der Bote von einem Absender gleichzeitig mehrere Bries--' Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Lbsenigllngsstelle). Der Bote, dem die Anmeldung unverzüglich übergeben wird, darf vom 'Auftraggeber nur Sendungen an nicht mehr als «iue i verschiedene E mpsänger mlnehmen; die Zahl der Sendungen für ein und denselben Empfänger ist nicht beschränkt. Bei Empfang des Auftrags hat der Bote stets zu fragen, ob er eine Antwort zurückbringen soll, unb dies gegebenen* falls im Zettel zu vermeiden. Die Gebühr für die Ausführung der Aufträge wird entweder einheitlich für den ganzen Ort oder nach einem nach ber vom Boten zurückzulegenden Entfernung berechneten Zonentarif festgesetzt. Die Gebühr: 1. für die Eilabholung und Eilbestellung einer Sendung soll betragen: a) in Crten mit Einheitstarif 50 Pfg., bj ,in Orten mit Zonentarif, wie ihn Berlin haben soll, bei einem Gang innerhalb der Zone I (2 Kilometer) 50 Pfg., von ober nach der Zone II (4 Km.) 75 Psg., er neue Tienstzweig nur auf Sendungen in Bries- und bt a r I e n f o r m im Gewichte bis zu 250 Gramm. Gingeiaynebcnc Sendungen unb solche mit Wertangabe bleiben ausgeschlossen. Ta es sich bei dem Ortsschnellbienst nicht um eine Postbeförberung int eigenttick-en Sinne, sondern lediglich um eine Eilabholung und Eilbestellung von Sendungen Ijanbelt, brauchen die im Ortsschnelldienst abzutragenden Sendungen nicht den Bedingungen zu genügen, die nach den Ausführungsbestimmungen zu § 2 bet Postvrbming an eine zur Postbeförberung als Bries geeignete Sendung gestellt werden müssen; als Sendungen in Briefform find vielmehr alle verschlossenen und offenen Sendungen auzu- fcljen, die nack) dem allgemeinen Sprack)gebrauch als Briefe gelten rönnen. Auch unadressierte Sendungen können zu- 'gelasien werben, wenn ber Abressat dem Boten, der die Eil- Mlclhmg auSführen soll, mündlich genau bezeichnet wirb. Ilebcrhaupt soll bei Ausführung des neuen Dienstzweiges den AÜunscheu des Publikums möglichst entgegengefommen werden. Aufträge zur Eilabholung und Eilbestellung von Vriessen- bungen iverden von ber Post in ber Zeit von 6 Uhr morgens bis 10 Uhr abends ausaeführt. Ferner beschränkt sich der jicue Dienst in der Regel noch auf den Ortsbestellbezirk. Tic Ausführung des Ortsschnellbienstes, der dem Teleara m m b e st e l l d i e n st a n g c gl i e d e r t wird, liegt den Verkehrsämtern ob, von denen aus bie Abtragung ber Telegramme erfolgt. In Orten, in denen mehrere Aemter an ber Telegrammbestellung beteiligt sinb, soll bie Entsenbung der Boten in ber Regel nur einem Amte als Zentralstelle übertragen werben Ausnahmen hiervon sinb nur in Orten von großer Ausbehimngi vdcc bei ganz besonbcren örtlichen Verhältnissen zuläsiig. 3~ freu Botengängen werden in erster Linie gewandte jugend 1 id) r Telegrammbe st ekler herangezogen. Tie Anmeldung von Aufträgen kann durch Fernsprechev über mündlich am Schialter oder schriftlich erfolgen. Schrift- lüiye Al imelbungen können in die Briefkästen gelegt oder den bestellenden Voten mitgegeben werben. Für derartige schriftlich Auiiielbungen werden Gebühren nick)t erhoben. Aimieldungen durch Fernsprecher müssen vom Mistraggeber unmittelbar an bie Dienlt- fLellc gerichtet werben, von der die Boten ausgehen (Telegramrn- Der Grtsjchnelldlenst. (Die Abholung von Briefen aus der Wohnung.) Heber den Plan der Postverwaltung, in größeren Orten Briefe auf Verlangen bei den Absendern von besonderen Boten abholen und durch diese Boten bestellen zu lassen, bringt bie „Deutsche Verkehrszeitung" folgende Einzel- 21115 Staöt uiiO CanO. Gießen, 7. Januar 1911. ** Der Landeslehrerverein hakt am 21. Januar in Frankfurt eine Obmänner-Versammlung ab, welche sich mit sehr wichtigen Standesfragen beschäftigen: wird, so z. B. mit den Besoldungsverhäktni)sen der Lehrer, der Witwen- und Waisenversorgung, Haflpstichtschutz, Lehrerwohnungsfrage u. dergl. m. ** Kon zert des Konzertvereins. Heber Reger a l s Komponi.st wird uns geschrieben: Wenn sich hervorragende Künstler vereinen, um während eines dreitägigen Rlusik- sestes in sechs Konzerten Werke eines einzigen Komponisten zur Ausführung zu bringen unb solches mit länjcnbcm Erfolge tun, so spricht bies nicht nur für bie Quantität, sonbern vor allem für bie Qualität dieser vorhandenen Werke. — Wenn sich aber die Musikliteratur mit einem „Regerproblem" beschäftigt, wenn sich Parteien für unb wiber seine Werke bilben, so ist bies nur ein Beweis für bie Eigenart unb Bedeutung bieses Mannes. Auf ber Orgelbank unb in Bachscher Schule ausgewachsen, hat er sich besten polyphone Schrcibiveise so zu eigen gemacht, daß bie Kunst bes Kontrapunktes und ber Fuge zum telbstverstänblichen Hilfsmittel seiner Kompositioiistechnik wirb; babei ist er von einer musikalischen Begabung unb einer Produktionskraft, wie sie außer dem Thomaskantor einst etwa Mozart und Schubert eigen war. Tie großen Fortschritte, welche auf dem Gebiete der Harmonie den allermobernften Prvgramm- musikern zu banken sinb, nützt er in seiner Kunst voll auS. Indem er alte Polyphonie und moderne Harmonie zu einem Ganzen verbindet, zieht er aus dem, was Bach anftrebte, die letzten Konsequenzen unb er sinbet eine neue Art ber Melobik, bie ebenso logisch als im Anfang verblüffend und von einer solchen Kühnheit ist, daß sie einen Musikschriftsteller zu dem Ausspruch reizte2 „Reger häuft bewußt die letzten harmonischen Wagnisse und mo- dulatorischen Willkürlichkeiten in einer Weise, welche dem Hörer bas Miterleben »ur Unmöglichkeit macht!" — Dem ist nun gewiß nicht ganz so! Freüich muß man sich bei Reaers Kunst, wie es bei allem Neuen ist und auch bei Berlioz, Liszt, Waaner^ Wolf unb Strauß war, erst einfühlen, wer ihr aber ein williges Ohr unb offenes Herz entgegenbringt, wirb halb im Banne eines eigenartigen Zauber es fein, der nur solchen Werken eigen zu sein pflegt, die eine innere Sprache wahren Empfindens zu reden wissen. Reger mag uns hineinführen in „bie Kinderwelt", er mag uns erzählen von des Menschen „Drängen", „Sehnen" und „Träumen", er mag aus den Zyklus der „schlichten Weisen" Vorsingen (deren Ueberschrist — vom Dichter und nicht vom Komponisten stammend — zu manchen Mißdeutungen Veranlassung gab), stets weiß er den rechten Ton zu treffen. Mit den „Pieces pittoresques" führt er uns in ferne Lande: Serenadenklang durchzittert die orangenduftende Mondscheinnacht und in südlichen Rhythmen schweben tanzende Paar dahin. — Während „dre (Äisoden" op. 115 in vollstem Sinne Novitäten sind, batieren seine Variationen unb Fuge über die Beethvvensche Bagatelle Nr. 11 in B-dur bereits einige Zeit zurück: trotzdem gehören sie zu dem Bedeutendsten, was kontrapunktische Kunst je erschaffen hat. Seine Ersindung trägt, wie Dr. G. Fischer berichtet, darin das Kennzeichen der (Genialität, und solchen Werken gegenüber könne man schon jetzt behaupten, daß Reger nicht nur bie Gegenwart, sondern auch die Zukunst gehört! Landkreis Gießen. △ Klein-Lin den, 6. Jan. Welchen Schaden die Mause anrichten formen, das erfahren jetzt viele Einwohner, die eigene Brurrnen besitzen. Vielfach finden sich! die Mäuse so reickftich in den Brunnen, daß das Wasser übel schmeckt. Sie müssen dann mit großen Kosten au5* gepumpt und aufgeräumt werden. Meistens findet man die Mäuse in den mit Backsteinen gemauerten, wenigev in den mit Zementröhren hergestellten Brunnen. r. Hungen, 6. Jan. Das Hofgut Obbornhofen in der Wetterau soll dem Verkaufe ausgesetzt werden. Die Gesamtgröße des Gutes betrug vor der Bereinigung ca. 670 Morgen, nach der in den letzten Jahren durchgeführten Bereinigung verbleiben noch ca. 630 Morgen. Die ganze Gemarkung Obbornhofen hat nach Ausweis der letzten statistischen Verösfentlick)ung 566 da bewirtschaftete Fläche; das Hofgut bildet also etwa 30 Prozent der Gesamtstäck)e und der Erwerb durch die Gemeinde, an die das Hosgut dem Vernehmen nach veräußert werden soll, vergrößert deren in däuerlick)em Betrieb zu bewirtschaftende Fläche um 40 Prozent. Man wird nicht fehlgehen, wenn man annimmt, daß die geplante Veräußerung einem in den betreffenden Gemeinden und im ganzen Lande freudig begrüßten Vorgänge, dem Verkauf und anschließender Parzellierung zweier fiskalischer Hofgüter in dem letzten Jahre, folgt und dem Wunsche nach Ermöglichung der Ausbreitung des bauerlick)en Besitzes in der Wetterau entgegenkommen will. Das Haus Solms-Laubach, die Eigentümerin des Gutes, hat diesem Gedanken schon früher einmal Rechnuna getragen, indem es mehrere Hofgüter eingehen ließ unc an kleinbäuerliche Besitzer oder an die betreffenden Gemeinden verpackftete, wie in Laubach selbst, ferner in Wohnbach, Wetterfeld, Trais-Münzenberg, Arnsburg und anderswo. Andererseits besitzt das Haus noch mehrere andere Hofgüter, deren Auslösung nicht ins Auge gefaßt worden ist. Tas Hofgut Obbornhofen gehört nicht zum alten Solmsschen Hausbesitz, sondern ist erst im vorigen Jahrhundert erworben worden. Beile von Tridekanmuschel verdienen Beachtung. Seit Ein- führuna der europäischen Kleidung uiib des Eisens be* tehen diese Gegenstände nicht mehr. Nach Funden zu urteilen, muß vor langen Jahren auch die Töpferei hier in Blüte gestanden haben. Fischfang und Landwirtschaft ist der Haupterwerbszweig der Pon.rpes^n Das Vvlkchen hat: ich der Einivirkung der europäischen Kultur nicht gewachsen gezeigt; es ist trotz allgemeiner Einsühruna des Ehrislen- tumS und trotz der Einschränkung des Lehnssystems und der Häuptlingsmacht Physisch und moralisch gefüllten. MM keift , »buch Slowene Lochangl te Handhabung rer- Scherbe«** r unbegrenzte SolidiHt loitenlo® durch Iser Schreibmaschinen nnl Mi |llfrn v^jüglich gc|pi([ eS ttfg erschwerend bezeichnet, bcfo dieser Beamte, Me fit ijtemj Dienst waren, beschimpft habe. Was für Sä-impfworle smd ober von den Subalternen Beamten gegen aiiftänbic r Frauen gebraucht worden, es ist eine ekelerregende widerwärtige ihlte. ES ist klar ernnesen, daß die Beamten in verschiedenen Fällen diese gemeinen Ausdrücke nur der Roheit wegen gebraucht l-aben. Ww haben zur Lopalilät des Gerickftshoses daS Vertrauen, daß die vielen Fälle von Ausschreitungen seitens der Beamten, bie ivifl vorgebracht haben, genügen werden, um das Gericht zu der Auffassung zu bringen, daß hier tatsächlich die Beamten nicht nt AtuSübring ihrer Ticnstgetvalt waren. Der Verteidiger geht dann noch auf den Fall des Angeklagten Eisenreich ein und hebt hier ebenfalls die rechtlichen Momente hervor, die zu einer mUberal Auffassung der Sache führen müssen. Morgen werden die Plädoyers fortgesetzt. «alb. von-blSvou-bl- 86-87 49 86 <2d)lad)hi>erie.’, höchstens 6 ^ahre alt 48—50 44—47 84-85 46 84 39—43 78—83 41 80 44-60 80-87 83 47 73-76 40 74 64—71 34 67 Schenket der hungernden Vögel! 78-00 39 78 39—00 54 69 Meteorologische Beobachtungen der Station Sichen. Wetter o § solche Bezichtigung, die auf daS Strafmaß von Einfluß sein Tönntc, mit aller Macht wehren? Wenn der StaatSanwalt sagt: Führer war der seit langem geschürte Daß gegen die Polizei und Streikbrecher, so liegt darin: diesen Daß haben die Sozial- 69 66 60 53 45 54 51 100 89 76 Ian 1911 58-63 50-57 42—48 do Q 'i 06-105 8 4-95 72-80 o 3 £ = 5» Z t» sc u i ü e c. t'scinOe "Diaft* (Votlniilchniast) und beste Langlälver Mittlere Mail- und gute Saugkälber . weruigere Saugtalber s eh a ' e. Maftlammer u. jüngere Plasthammel Schweine. gehen. -0. Wiesbaden, 6. Ian. Die Stadtoerwaltunq Hai angesichts der nicht mehr zu verkennenden schädlichen Wirkung der Nurtaxe beschlossen, das gänzliche Fallenlasse» der Taxe in ernstliche Erwägung zu ziehen und mit de» Pensions- und Hotelbesitzern einen geeigneten Ersatz dafür zu beraten. Lian dentt in erster Linie an eine Bett- r1** eine Bädersteuer, da infolge der Kurtare nicht die Zahl de Ochsen. VoNsleifchige, ausaemäsiete, hSdiften Schlacht wertes vis zu i Zähren . . 38—42 Weitete ausaemasleie Mühe unO wenig gui enliuidclle iinigereMühe u. Fär>e>i 32—37 Junge, fleischige, nicht mißgeniäiiete imö ältere aiisgemäuele...... Mäßig genährte junge und gut genährte allere oärien, Rübe. Wollsteischige anSgeinästeie «Zärsen höchst. Schlachttveties . l otlfleuchige allsgemäslete Ruhe höchst. Nur effit mit bicler Marie — bem Fischer — btm.Qtiin^idirn b« Scollschea JBeifabtenÄ. Muhfleisch 70 Psg., Schiveiiiesleisch uv. "L;hntb 80—96 Pfg. ileiich uv. Pid. <0—80 chfg., vmnmtOieihh vr. i?b. 6u—K4 Vtg., Mariosseln vr. 1U0 Mg, 7.50 bis 8."ü ck'ik., Weißkraut das Stück 20 -öcolls Emulsion wirkt vermöge ihrer bewährten Au« fammenlckliiig aus nllerffinflrn Mai terialien in hohem Maße blutbildend, aupetiianreuenb und Kräftigend. Tiefe Eigenschaften machen ihren Ge» brauch unluibehrtich in allen Fallen von Enttrübung und ganz besonders auch in der iÄenesungszeit. sttiemand ist zu jung oder zu all, um ScotiS Emulsion zu nehmen, beim dant itnet märhe. Gieße», 7. Ian. TIatfiberirht. Auf heutigem Wochen- mailte foitete: Butter vr. Ptd. 1,00—1.10 3NL, Hühnereier 1 St. 10—11 Vfg., Enteneier 1 Stück 0 big., Möse pr. St. b—8 Pf„ Kasematte pr. St. 5—6 Vig., rauben pr. Vr. 0,80-1,00 1)1 L. vnibnev pr. St. 1,00—1,00 l>«k., vnhnen vr. Stück 0,"0—1,80 Vck,. Enten pr. St. l,"0-2,20 Mk., Gänse daS Pid. 75-80 Big., Ochsen- Die nnch- A orvto *ind am Sonntag dem 8. .Ian. »teilenden Ävl ulv von 1 Uhr uiiiia«- »'S 12 Ihr uacuia nur fnr drintrrnd- Kälte sicher anzntreften : D 1li |>r. SchIivphake, Goethestr. 44. - l)r. Wa»!6, Alicestr. 11. Voll fleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht 53—55 68—70 VoUNcischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 53—55 68—70 Fleischige Schweine ..... 51—52 66—67 1H o -a v e E 8 = - Ved- nd. S vtachc« pro 100 hlund fle uidji xieueno« äoilu ui* ClULtJt bmu>fraten gesät; wenigstens wird man daS draußen im Lande glauben. Alle politischen Bezichtigungen in dieser Sache sind gespenstig. Wer lange in Moabit gelebt hat, in den Arbeitervierteln, der gewinnt den Eindruck: diese Bevölkerung ist himmelweit davon entfernt, eine Gesellschaft von Desparados zu sein. A)ie Moabiter Arbeiter stehen viel besser da, wenigstens relativ, als große Teile anderer Arbeiter. Es fehlt ihnen nicht an Sinn für einen gewissen Komfort. Immerhin sind es Leute mit den Lebensbedingungen der Nichtbesitzenden. Die Frauen müssen viel auf der Straße sein, die Scheu vor der Straße der sogenannten besseren Stände kennen sie nicht, und daher kann man sich nicht wundern, wenn sich bei solchen Gelegenheiten die Straße schnell füllt. Dazu kommt, daß die Bevölkerung sehr dicht wohnt, bi3 ßOO Personen in einem Dause. Wo das der Fall ist, kommen vrchr Leute zusammen, wenn etwas passiert. aLI in ben teinen bis 30 Big., Zwiebeln per Ztr. 5,00—6,00 Vik.. HiiLh das euer 2<> big., Birnen per Ztr. 12-15 Mk., Aemel per Ztr. M bis 12 TU, ‘Jhilie 100 Stuck 50—00 Vig„ per ^tr. 0—00 Mk«, Bohnen ver L-fb. 00-00 Big Tiaifueit von 8—2 Uhr. fc. Frankfurt a. M., 6. Fan. v e u- n n d S t i o h m a r k t. Angeiahren waren 6 Magen £>cu und 2 Wagen Sttol). Man notierte: Heu 3/ 0—3,- 0 'Mk., Stioh (WornUingHtou) 2,50 bis 2,7 , 'Mk., 'b. irrftrvh ।',00-0,00 Tlf. Dilles per 5u Kilo. Geschäft flott. — Tie Zufuhren waren aus Oberhessen und dein Kreise vanan. / f.6 Wiesbaden. V i e h b o <-M a r k t b e r i cht vom 6. Jan. Auftrieb: Ninder M. Kälber 115, Schale 45, Schweine 204. Tendenz: Rinder mittelmäßig, Kälber und Schale flott, Schweine nulielniduig. PrelS Durch- pro luo l>fb. ichmlivpreis M NESTLE Altbewährte Nahrund ^ürKinderundKranKe heisch pr. Md, 84—92 big., Rindtleisch pr. chiund 84—b8 'big,, aus der Seite ihrer Gegner findet, namentlich auch in den ivtrt- schastlichcn Kämpfen. Es sind Ausschreitungen der Streikenden vorgekommen. Hätte die Polizei aber mit Umsicht gehandelt, hätten diese eingedämmt werden können. Durch daS rücksichtslose Vorgehen einzelner Offiziere und '-Beamten ist auch die nicht am Streik beteiligte Bevölkerung aufgereizt worden. Und dann geschieht das Unglaubliche: Die Polizei überläßt für i 1 */» Stunden die Straße luirtlid) bem TZ ob, und io kam es zu bedauerlichen Ausschreitungen. Tie weiteren Maßnahmen gingen i dahin, die Massen anzusammeln, statt sie zerstreuen. Es zeigte sich ein absoluter Mangel an sachgemäßer Leitung. Xie Polizei hat durch ihre Operation verursacht, daß ganz Unbeteiligte ' sich in den Streik einmischten. Dabei haben ganze 150 Leute g(-streikt In Berlin haben schon 150 000 Bauarbeiter gestreikt unb es ist nicht- vvrgekommen. Es war auch das erste Mal iür Berlin, datz den Arbeitswilligen gestattet wurde, mit Ne- volvern umherzulaufen. Die Revolver, das war überhaupt der - , reine Unsinn, das hat ja schließlich auch Major Klein eingesehen obci Unb hat den Arbeitswilligen die Wafsen wegnehmen lassen. • Unnötig, zum mindesten unvorsichtig, war auch die Kavalkade, ------- ■ _ri , die Begleitung, der Kohlenwagen durch die Polizei m der Mtttags- 93nbe- und Kurgäste, sondern die der nur kürzeren Jluient . bi(? $rbeilcr $au)-e hatten. Daß Steine geworfen wur- hall nehntenben BcrgnügungSreisenden wesentlich Qbgenoimnen ^xi, daran zweifle ich nicht. Ader die fragliche Strecke durchbat Dies schließt man daraus, daß die Zahl der verab fährt man in 30 Sekunden: es kann sich also nur um eine Bäder .m, 26 000 h-.., menn nut de. Ä &Ä gleichen Zeit deS VoriahreS verqltchen wird, die Ziffer d Polizei das nicht verhindern kann, so ist daS ihre Schuld Fremdenverkehrs aber um 20 000 zuri'tckgfganqen ,lt. La n)Qr direkt eine Marotte von der Palizri, die Straßen leer Berichte über den wirtschaftlichen Niickqang Wtesbade'S " I Äü halten. Tas Unsiimigste war das Vorgehen der 'Polizei n,.e W«.t Qc6an9rn sind n..d tchon Ä.ÄÄlRS von einem Znsatnmeubruch geredet w.rd, will die ^tadl Qmy V^den liegende Personen Tiefe Dinge mutzten erörtert Verwaltung eine zuverlässige Darstellung der Lage Der. IÜCrbcrL um ,u prüfCn, ob Aufruhr vorlag und mit Rücksicht üsscnlltchen. auf das Strafmaß. Schuldige sind unter den Angeklagten und " ; 1 unter der Masse, aber die Schuld, datz die Tinge dreien Umfang annahmen, liegt bei der Polizei. Daher sollte man vermeiden, über die gesetzlichen Mindeststrasen hinauszugehen. Bors.: Sie haben schtvere Ausdrücke gegen Polizeibeamte gebraucht, eS gilt das doch nicht gegen alle? Berteidigert 1 Selbstverständlich nicht. taiK U>irru*pafC* hieraus tritt die Mittagspause ein. ** Darmstadt, L. Jan. Am 4. Lage des Vortrags. btr e-r Weidebctrreb, Nicht die alte Keltach n^ ublich Gericht. Wenn hinterher die Verteidigung diese Verbindung £?unueibe ohne Pflege und ohne Dungung. Die Lcmdschlage feien mihtinemad)t hat, um h er Hunderte von Zeugen vorzufichnn, kif»t allen Mitteln ju erhalten und zu verbessern. Die Leistungs. getan um, wie ich fest überzeugt bin, nicht der fähig keil sei durch exakte Lerstungsprufungen noch im Kleinbetriebe w hat sie c>as gern 'uf'l>c’,unt der Behörde eins zu haben. AuchdieStamnibaumforfchungbieteein gutes Mittel, «acheru nutzen, sondern um oer -oeyorve mit Sxlfe ber Erkenntnis der Verwanbschasts- und Perwertmrgs. « n -u b in £>cinemann: Ich möchte darauf hin- tiü^ü™lcnfü^n3g°bnnridnUCl91umni?nCft’Ähii »"Ä M =e ®SBtbiT Ä™. W m i t b=6 N,A. Seine f ünf 6 t un benlnng !° f^n u.. on Grund der Beobachtungen aus diesen Ersck>einungen müsse mani Verfehlung en der ^oiize g IP ) dieMöalich- L? Llg^bÄnw-rd^' ^Den.und nachh-^rn^wtnl ^Ich^m^M^demselben müsse im ersten Jahre füttern, was in das Fohlen hineürgehe. die Polizei auf treten zu können ., , Daneben unbedingt Werdegang für das wachsende Tier. Dre Verteidiger R.-A. Cohn unterbrechend. Ich sehe Mich eben» Auszucht müsse der Zucht als gleidimertig unb gleichbedeutend falls genötigt, um den Schutz des Vorsitzenden zu bitten; das an die Seile gestellt werden, damit die im Pferde schlummerndenI geht doch unter keinen Umstünden. guten Anlagen auch voll zur Entwicklung gebracht würden. An! Wors: Wir werben beraten, der Vererbung selbst habe Dengst wie Stute den gleichen Anteil. . ßalbftünbigcr Beratung frkünbet der Vorsitzende: Tie Dererbungskraft sei am höchsten m ber Vollkraft semer Jahre den Herrn Ersten Staatsanwalt nach ben gesetzlichen und bei normalem Futterzustanbe. Bei Paarung von Tieren Zustimmungen nicht zwingen, diese Ausführungen -u unterlassen, tickt entgegengesetzten Fehlern dürfejuan ^^1^bitte ibn aber in einmütigem Auftrage des Gerichts, die Aw »i^i erwarten, e» treten vielmehr nur versdarkte Fehker bet --- । Verteidigung zu vermeiden, da sie geeignet sind, olchm Zuchtprodukten zutage. Tie inteTc^^anlen 9[u§fuhTungm gfeU\eQ(^U’tniä6e Erledigung der Angelegenheit zu geläbrbcn. An- dcs Redners, welche durch verschredene and^.ZuchtigungsgriUib- ole wchÄ v gleichfalls in einmütigem Auftrage des Ge- erlfanzt wurden, wurden mit großem Beifall aufgenomnien. ^^^ Vann die Verteidigung, umgekehrt, solche Angriffe auf orsührung der Landbeschaler schloß sich nacki S^atsanwaltschaft zu unterlassen, die dahm gehen, daß die der Mtttagspaufe dem Vortrage an unb eine rege Bespreckmii Berlin, 6. Jarr. tmng ber einzelnen Strassack-eri aus politisck>en Grünben erfolgt sei Nach Eröffnung der heutigen Sitzung fährt Rechtsanwalt Das steht rm krassen Widerspruch mtt den^lihrirnsen der Deine in seinem Plädoyer fort: Anklagefchrift, so daß ich mrch berechtigt glaubte, vmhm zu sagen Trotz aller Schwierigkeiten, die ber Beweisaufnahme er- Mt dem,eiben Rechte . . . Dn Verteidiger hat Ywere Angr fte wachsen sind, haben wir sehr viel bewiesen. Wir bestreiten aber allgemeiner Natur gegen die Polizetbeamten gerichtett Es find nicht, daß an einigen Orten und zu einigen Zeiten in Moabit Mißgriffe in einer Anzahl von AU^vorgekommemdas habe ich die Momente des Landfriedensbruches Vorlagen. Es bereits zugeftanden. Aber daß die Mißgriffe in solcher Zahl und ist ein sonderbarer Zustand in Berlin, daß Nächtelang der Säbel in solcher Art ftattgehinben hätten, daß man fagen Tonnte, Die und der Browning auf den Straßen dominierten. Wer trägt Beamten hätten eme Luft an Roheiten, das muß ich zurückweisen, die Schuld daran? Der Staatsanwalt hat angebeutet, eS wäre Die Polizei h a t n a ch b e ft e mi ® 111 e n f u t ßt bn u n g eine planmäßige Leitung nicht erwiesen, aber wahrscheinlich. Tamil »u sorgen versucht. Sollten sich die Beamten in oen ein» konnte er nur die sozialdemokratische oder gewerkschaftliche Leitung zelnen Mitteln vergriffen haben, so kann man ihnen daraus keinen meinen. Deutlicher hat sich die polizeioffiziös inspirierte Presse Vonvurf machen. Ter Verteidiger hat weiter den Vorwurf er- ansgesprochen. Ist es da ein Wunder, wenn wir uns gegen eine hoben, die Beamten hatten es nicht mit der Wahi bett gehalten, ----- ' ' ------ ‘$ e hätten ihre Eibespflicht verletzt, ja er hat sogar indirekt gegen ben Polizeileutnant Falte ben Vorwurf der Feigheit erhoben. Polizeileutnant Folte hat bewiesen, daß er ein äußerst tüchtiger Mensch ist, und der Gerichtshof hat ihm auch das befbe Zeugnis ausgestellt. Wenn er sich geirrt haben sollte unb die Frau Pflaumbaum recht hat, so liegt eben ein menschlicher Irrtum vor. Was den Vorwurf der Feigheit anlangt, so brauche ich ihn dagegen nicht zu verteidigen. Wir haben gesehen, wie mutvoll er gegen die mit Steinen bewaffneten Arbeiter vorging unb wie er trotz seiner Verletzung weiter auf seinem Posten blieb. hierauf pLäbiert Rechtsanwalt Heinemann: Bon den Ver- hanblungen gilt das Wort Mephistos: Du mußt es breimal sagen. Tie Geduld des Gerichts ist auf eine hohe Probe gestellt worden, unb ich will daher das von Herrn Heine gefügte nicht wiederholen. Ter Verteidiger geht bann auf die Fälle ber von ihm vertretenen Angeklagten ein unb bittet zunächst bei ben Angeklagten Wanbt unb Schulz, deren jugendliches Alter sowie den Umstand zu berücksichttgen, baß sie unter bem Einfluß der Masfcn- lugsestion standen. Iw Fall« Heinemann hat der StaatSanwalt v"llkommen leichten Verdaulichkeit wird sie von Äiubrrn und Erwachsenen gtrich gut vertrnsien. Bestehen Sie daraus, die echte Scotts Eniulsioa zu erhalten. Scott» Emulsion totrb von uni aullchltehltch im grufeeu Verlaust, uni Jluur ntt tofr auch Setvicht ober V!ah. lonbtrn nut in urrsteaetlkn LrtaitialNaschen m Norton mit unserer Schulwarte «Fischer mit bem Dorsch». Scott * Bowoe, <8. m. b. Fruntsurt a. DL Bestanbteite: Frinftcr Mebi-inal-Lebertran 150.0, prima Glyzerin »O.O.unttTVhoepborifllaurrT Aalt».l.unttrptjoepqonq« saure» Natron t.o, pulD. 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Dazu kommt die unmittelbare Nahe von f?ÖbK ftomUienbefdiäfäaung, die ungekannt Plätzen, wo sich ebenfalls immer arbeitsscheue Leute aufhalten. 2 ; M irf w boffeh daß daS Ber- Die solide Arbeiterschaft von Moabit ist, das gebe ich zu, orga- lin misse n Volke lÄben. Csi istzu l offen dav lms llificrt Wenn diese Arbeiterschaft durch die Arbeiterbewegung tauditts für den Wert der Volksbttdungsarbeit, die Dteic c}n geroiffcd GI)rgefabI bekommen hätte, so datz sie sich Kräfte pflegen und m hte reckften ^u^n lenken will, Beleidigungen auibäumt; wenn sie die Prügel wie vor durch die Ausstellung wachsen wird. Für die Aussteller lu0 gaf)rcn mit bem blöden Lächeln eines russischen Muschik enl- clbst bot die Ausstellung viel Anregung durch die Gelegen^ I gegennehmen würde, bann wären die Unruhen nicht vorgekommen, uftt, das Sckfassen anderer mit dem eigenen zu vergleichen! Daß das aber nicht mehr der Fall ist, diese Verantwortung nmintt um den Nutzen für die Aussteller zu vertiefen wurden sie von die Sozialdemokratie gern M sich. F-r Haß d^ Arbeiterschaft «yinnihoirnt Dr Hüller rweimal unter kriti cher Be^ gegen die Polizei, der in gewissem Maße vorhanden ist, ist er* 1 ? LS- ' QruaftPf na nefiHirt Es bestell! wachsen aus dem Gesühl, daß die Arbeiter chast die Polizei immer spccchuug dttZch die AuSstrung gesiU)rt, VS veucyi \ n ihrer Gc-gner findet, namentlich auck in den wirt- Nickst die Ab icht, die Ausstellung in den naaftten ^aorcn zu wiederholen. Es genügt, wenn nach einem längeren Zeitraum einmal wieder durch eine Stichprobe gezeigt wird, wie unser Volk feine Freistunden ausuützt, und in welcher Weise dies sich im Lause der Zeit ändert. Dagegen er schc-iiit es imiiischelisiveit, daß auch in vielen anderen Städten von Zeit tzu Zeit solche Ausstellungen veranstaltei werden. Dadurch würden sich Vergleiche über das Volks leben und -Euipsindcn in den verschiedenen Gegenden er- 6 2*1 »49,9 4-1.1 4,2 85 SSW 2 10 6. <52 0 4-13 4,2 83 SW 2 10 7. n »53,0 3,5 92 8 2 10 Bleichirrahe Ä! l. 001(57 3 Zimmer -LclMädlheil ! Bahnhofar Kl, A4öhl Zimmer , Dameuschiieiderin ,vuun- 1‘iiü t'VHI '0 86-87 49 66 VI b<-85 46 84 13 78-83 41 80 10 80-87 47 83 2 73-78 40 74 17 64-71 84 67 78 39 00 78-00 69 54 •55 68-70 Well« A. 2 LAden etc. 5ii vermieten verschiedenes LffllenGeWe ■ l In verkaufen Miet gel ltche Offene Stellen Kauf-Gesuche 10 10 10 54 bl 60 53 45 69 66 100 89 76 öS 68-70 52 66—67 129] ®eer frtunM. 4-Ztm-roovn 11 treppe hoch» per Wvvil au oer- mieten._________Kaiser-Allee LU. 2341 3 - Zimmer - Wohmmn wart > yrZrilein oder ältere Frau, mit (Sartenantcil u. Bleichvlatz wn 13 96-105 57 81-95 48 72-80 138’ Schöne V-Zlm. -Wohnung im l. Stock nebst Bubebör IQM; per 1. April ob so. au verm., daselbst Stube m. Kab. u. Stüdje an ein». Person foiort au vermieten. 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Nachdem unter dem Rindvieh zu Burkhardsfelden der an-« steckende Scherdenkatarrh festgestellt wurde, ist zur Verhütung der Ausbreitung der Krankheit den Bullenwärtern und Bultcn- baltern aufzugeben, weibliches Rindvieh zurückzuweisen, das von Burkhardsfelden zum Sprunge zugeführt werden sollte. Bei Beobachtung der Krankheit in Ihrer Gemeinde ist uns und dein zuständigen Kreisvetcrinäramt sogleich Nachricht zu geben und dafür zu sorgen, daß die im Kreisblatt Nr. 22 vom 18. März 1910 abgedruckten Vorschriften der Polizeiverordnung vom 20. Oktober 1902 strengstens eingehalten und Zuwiderhandlungen angezeigt werden. Gießen, den 4. Januar 1911. Grvßherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Langermann. Hausveikauf Montag, den9.Ianuar!9l 1, nachniitiagS um 1 Uhr, soll das der Gemeinde Saasen ge- böviqe Schulhaus nebst dem daraufloßeuden 9lcfer u. Grab- gelände zusauimen 3578 qm, nochmals an Ort und Stelle auf dem Beitsberg meifibictenö versteigert weiden. Saasen, ben 30 Dez. 1910. Großh. yürqcnneiftcrei Saasen Scliepv. 206 MkÄErWrW Montag den 9. b. Mts., nachm. 3 Uhr werden im Hofe des Hauses Ncucn- Bäuc 7 üecfletqert: 1 Pferd, (braune Stute) 1 Break, 2 Prltschenwagen, 1 Ockouoiuieivagen, 1 Pflug, 1 Ei^ge, 1 Schlilten, 2 Hafer-- kaflen, 2 Paar Pferdegeschirre, einige Pferdedecken, 1 Partie Kartoffelsäcke, drei Dezimal-- u. 3 Taf lwagen mit Gewichten, 1 Fahrrad, 1 Gasherd, sowie verschied. Geschäfts- und Hausgerät- schaften. 194 Versteigerung bestimmt. L. Althoff, Konkursverwalter. T'ockcliks Atifallhoiz die Karre 2.50 Mk. (205 Küfer. Lommcrko n, Bleichstr. 12 Petroleumheizdfeu, Wärmflasche», Ofenschirme, Kohlenkasten, Blumentische, Vogelkäfige, Schirmständer, Christbaumstäuder re. re. empfiehlt Edgar Bormann tiiessen, Eisenhandlung Neustadt 11. (ßo Gießen, den 7. Januar 1911. 0153 Danksagung. Für die vielen Betoetse herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres heben treubesorgten LaterS, Bruders, Großvaters und Schwiegervaters Herrn Georg Friedrich sagen wir allen unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Frau Wwa. Katharina Bonarius, -"’b. Launspach. Gestern vormittag verschied sanft nach schwerem Leiden unsere teuere, innigst- geliebte Mutter, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Statt jeder besonderen Anzeige. Die Beerdigung findet Montag den 9. Januar, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des alten Friedhofes aus statt. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Louise Ginnbel geb. Pfeil in Troy-New-York William Pfeil in Troy-New-York J. Fritz Wolf in Troy-New-York W. Neah äusser geb. Sax in Bietigheim a. d.E. Ottilie Sax in Nagold. Giessen, West-Anlage 32, den 6. Januar 1911, Die Beerdigung findet am Sonntag den 8. Januar, nachm. 3®/« Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhols aus statt 244 Nachruf! Heute nacht starb nach kurzem Krankenlager unser erster Meister Herr Gustav Ehmke. Rinn & Cloos Heuchelheim, 7. Januar 1911. Giessen (Bruchstr. 13) und Frankfurt a. M., den 7. Januar 1911. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. 1. d. N.: Karl Bonarius. Wilhelm Bonarius. Henriette Bonarius. nach kurzer, schwerer Krankheit von 80 Jahren, entschlafen ist. sanft in dem Herrn, im Alter Wir verlieren in dem Entschlafenen einen bewährten Mitarbeiter, der mit kurzer Unterbrechung von Anbeginn in unserem Hause tätig war, seine grossen Fachkenntnisse und seine reichen Erfahrungen stets gerne in den Dienet unseres Unternehmens stellte. Die Liebe zu seinem Beruf war ihm angeboren; sein Name wird mit der Entwicklung unseres Geschäfts stets eng verknüpft bleiben. Wir bewahren ihm allezeit ein dankbares Andenken. 241 Die Beerdigung findet Montag den 9. ds. Mts, nachmittags 4 Uhr statt. Danksagung. Für die liebevolle Anteilnahme bei dem Hinscheiden und der Beerdigung unserer guten Muiter, Schwiegermull er, Grohmulier, Schwägerin und Tarne Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. 9L: Robert Güth. Fran Marine Hetee Heil tte geb. Sei Gießen, Offenbach a. M., Gelnhausen, den 7. Januar 1911. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, dass unsere liebe treusorgende und unermüdliche Mutter, Grossmutter, Urgrossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Theodore Glüh Wlv. geb. Fsterling danken wir herzlich. ■ v-va