«S r;-,o L-r- 2 5: CT® '-** c" r> rt £s« g^5* sF ':?2 672. E o* - ‘2.5 tZ- ; ?a1 ; =5C 2 i,? -l§ ;-S <-s- US !?a Nr. 106 Erstes Blatt M Jahrgang Samstag, 6. Mai 1911 flll AfitAii Ai* i|«t4A| A Ai* MM MMbnbilei LMZkmez MW General-Anzeiger für Oberyesjen MW ”"ni6 n umn't Kofationsbrud unö Verlag dervrühl'ichen Univ.Guch- und SteinSruderei H. fange. Nedaltian. Lrpedilion und vruckerel: Schulftratze 7. scheitert oder infolge der Haltung dieser Parteiinstanz abgcbtodicn worden seien. Wir haben vielmehr Grund zu der Annahme, daf; der Vorstand der hessischen L a n d e s p a r t c i e i n er Vereinbarung d >l r ä> a n s n i ch t abgeneigt ist. Wie uns ferner bekannt geworden ist, sollen vorerst von privater »eite Versuche gemacht worden sein, eine Einigung herbcizuführen, und wir haben nichts davon gehört, daß diese Versuche bisher mit einem Mißerfolg geendet haben. Wir haben uns selbst- verständlich gehütet, von diesen uns bekannten Verhandlungen in der Ocjfentlichkeit Mitteilung zu machen, denn wir waren und sind der Ansicht, daß jebe Mitteilung darüber btc Verhandlungen nur stören und ungünstig beeinflussen kann. Und es zeugt von einem hohen Maße politischer Unklugheit oder von einer unerhörten Gleichgültigkeit gegen die politisch notwendige liberale Einigung in Heften, wenn solche durchaus salschcn Nach- richten in die Welt gesetzt werden. Ties Verfahren ist durchaus nicht geeignet, diese — wir wiederholen es — notwendige und mögliche Einigung des Liberalismus in Hessen zu fördern. Wir geben bei dieser Gelegenheit der zuversichtlichen Hoffnung Ausdruck, daß diese Einigung zustande kommen möge: und wenn es schon nicht möglich fein sollte, s,e für ganz Hessen durchzusülweii, so wird s»e iid) für geeignete Wahlkreise unter allen Umständen bc- ii einstelligen lassen. ____ Deutsches rreich. Taß der Kronprinz heute sein 29. Lebensjahr volli endet, gibt den Blättern Veranlassung der Beliebtheit zu gedenken, deren sich der Kaiserssohn und seine Gemahlin erfreuen. Es ist, fdireibt die „Vossische Zeitung", die sich „frei von allem Byzcm- tnnsmus" fühlt, eine Freude dieses jugcnblidjc Paar zu sehen. Hoffentlich werde die Trennung von Berlin biird) die lieber- siedelung des Paares nach Tanzig nicht von langer Dauer sein. Ter Ausschuß des preußischen Abgcordneten- h q n f c s für den Gesetzentwurf betr. die Errichtung von Pflicht- fortbildungs schulen nahm bei dem § 4 den von den Freikonservativen, den Konservativen und dem Zentrum gestellten Antrag an, die land- und forstwirtschaftlichen Arbeiter von der Besuchspflicht für gewerbliche Fortbildungsschulen auszunehmen und ihre Beschulung den ländlichen Fortbildungsschulen zu überlassen. — In der Sitzung des G eschäfts- o r d n u n g s a u s s ch u s s c s des Abgeordnetenhauses wurde ein Antrag angenommen, nach welchem mangels einer Verständigung der Redner die Entscheidung über die Reihenfolge dem Ermessen uc» Präsidenten überlassen bleibt. Herrn Eduard Wörmann ist vom Kaiser ans Karlsruhe folgendes Telegramm zugegangen: Tie Nachricht von dem Plötz' litten Tode Ihres Bruders Adolf Wörmann hat Mich schmerzlich berührt. Sein Hinscheiden bedeutet einen großen Verlust für die deutsche Reederei, um die er sich unvergängliche Verdienste er» Internationale Hygiene-Ausstellung. -4- Dresden, 6. Mai. Nach den letzten großen Weltausstellungen wurden allenthalben, auch tn Frankreich, dem Ausstellungslande par execllence, gewichtige Stimmen laut, welche diesen „Weltschauen" jede nadi- haltige wirtschaftliche und üdtiirellc Bedeutung ab sprachen und dafür Sonderausstcllungen das Wort redeten. Wenn es itod) eines Beweises für die Richtigkeit dieser Anschauung bedurfte, so hat ihn die vor der Eröffnung stehende I n t e r n a t i o.n a l c Hygiene-Ausstellung in weitestem Maße erbracht. Und wenn man ein so großzügiges Unternehmen üt einem kurzen Satze beurteilen darf, io wird man sagen müssen: die^ Internationale Hygiene-f?lusstellung in Tresden bedeutet einen Triumvh deutscher Organisationskunst, deutscher gründlicher Arbeit und Gewissenhaftigkeit, sic wird in Zukunft einen Markstein tu der Entwicklung des Ausstcllungswcsens aller Lander und Volker bilden. Wenn heutzutage die Forderungen nnb Grundsätze der Hygiene sich von keiner Lcbcnsaußerung des Menschen trennen lassen, so geht daraus hervor, daß eine Ausstellung für Hygiene einen Umfang annehmen mußte, der sie räumlich neben die großen Weltausstellungen weist. Weit wichtiger aber ist der praktische und wissenschaftliche Wert dessen, was aur dem idealen Ausstellungsgelände im Königlichen Großen Garten geboten wird. Es ist überflüssig zu sagen, daß die Vorarbeiten zu dem großen Werke Ial-re zurückreichen. Eine wie hohe Auffassung von ihrem Amte d:e Ausstellungslcüer besitzen, gehr daraus hervor,' daß sie Tür ihr Wert bcnJRamen „Ausstellung" nur als Notbehelf gelten lassen wollen. Sie stehen auf dem ciandpuntt, daß in diesem Sommer in Trcsdcn Vorführungen zu erwarten sind, die geeignet fein werden, Sitten und Gewohnheiten der Menscheii tn neue Bahnen zu lenfen.. Und es scizeint, daß diese stolze Auffassung Recht behalten wird, es wird zu einer großen Ueberschau von alle dem kommen, wa» seit ^.temchen- gedenlcn Mcnschengeist erdacht hat, um das kostbare Gut, die Gesundheit, zu fordern und zu erhalten. Ten Ehrensdpitz über die Ausstellung hat der König von Sachsen übernommen. Zur Erledigung der gesdiäftlichen Arbeiten nt em Direktorium gebildet worden, das aus den Vorsitzenden der einzelnen Abteilungen besteht. Bei dem ungeheuren UmTange des zu be- nxiltigenbeit Materials war eine Einteilung in Untergruppen geboten. Für die Einordnung der Materie tn die zwölf .»aupt- gtuppen waren vor allein wissenschaftliche Geftchtspuntte mastgebend. Innerhalb dieser Gruppen sind auch die vraktiiche Hygiene, die Gesetzgebung und die sozialen Bestrebungen, soweit sic put der Hygiene zusammensallen, auigcführt. linier den Mitgliedern Der Gruppenausschüsse sind hervorragende Männer aller 17 Nationen, die die Ausstellung beschickt haben, vertreten. Tie genannten 12 Hauptgruvvcn beziehen sich auf: 1. Luft, Licht, Boden, Wasser: 2. Ansiedlung und Wohnung: 3. Ernährung und Nahrungsmittel; 4. Mleibung und Körperpflege: j. Beruf und Arbeit; 6. Tie Infektionskrankheiten; 7. Kranken- tünorge und Rettungswesen; 8. Kinder und jugendliche Personen; 9. Verkehr: 10 Militär und Marine; 11. Tropenhygiene und 12. Statistik. Daneben bestehen noch verschiedene Sonderabteilun- gen, u. a. für Krebskrankl)citen, Alkoholismus und Rassenhygicn.', sowie eine historische Abteilung und eine Soortabteilung. Tie Liste der Aussteller, die aus aller Herren Länder stammen, gleicht einem Adreßbuch, so unuangreid) ist sie. Tas Gebiet der Ausstellung umfaßt 320000 Quadratmeter, auf ihm sind gegen 100 Ausstellungshallen errichtet. Man hat hier einen eigenen Ausstellungsstil criunbcn: nicht zu umfangreiche, gefällige leichte Bauten mit viel Licht und geschickte^Raum- ccrteilung, mit einem künstlerischen Einschlag m einsachen Formen, bet einen würdigen Rahmen für die ausgestellten Tinge abgibt. Nicht weniger als 21 verschiedene Dresdener Architekten haben die Entwürfe zu den Bauten, soweit cs sich nicht um die von den fremden Staaten ausgeführten Sondervaläste handelt, ge- schasien, aber übet einzelne Künstler empfand es habet als seine Pflicht, daß sich sein Werk dem Ganzen einzuordnen habe. Es ist selbstverständlich, daß bei einer AuMellung, die nicht nur der Schaulust, sondern in erster Linie der Sache selbst dienen will, mand'e Abteilungen nur für den Fachmann Interesse haben werden. Tieies Interesse ist aber schon jctz- so stark, daß z. D. aus einer gamen Ncihe von Kulturstaaten staatliche und städtifche Polizeiärzie angemeldet sind, bic zur Unterrichtung hierher kommen werden. Für ctc Beauemlichkeit der Ausstellungsbesucher ist auf da« ausgiebigste gesorgt. Gleich am Hauvteingang in der Lcnne- ftraBe befindet sich das Vcrwaltungsgebäudc.^in dem die Ausstellungsleirung, die Post, die Feuerwehr und die Laaitäts- wache UMcrkunst gesunden haben. Gegenüber erhebt sich ein Bau, ber u. a. einen großen Festsaa l und eine Vortragshalle enthält. Ter Iem'aal ist geschaffen worden, um den zahlreiche Kongressen, btc Dresden in diesem Sommer zum Tagungsort gewählt haben, einen würdigen Versammlungsort zu bieten, ^m Anschluß an das Ausstellungsgelände ist ein „Erholung spar k" geidiaücit worden. Es ist maraftcrifhid;, daß man ihn nicht nach berühmten Mustern „Vergnügungspark" genannt hat. Tie Aus- stcllungsleilung hat Dafür gesorgt, daß dieser Teil des Geländes zu einem Platz echter Fröhlichkeit, zu einer Stätte wirklicher Erholung wird. Ohne wilden, aufdringlichen Jahrmarktsrummel wird sich hier ein buntes, srohcs Leden entfalten können, das zu dem ernsthaften Zweck der Ausstellung eine heitere Folie bilden kann, wenn inan es versteht, gewisse Elemente, die in jeder Großstadt zu finden sind, in respektvoller Entfernung zu halten. Auf die Ausstellung selbst wird noch im einzelnen zurückzukommen fein. Allgemein kann schon jetzt gesagt werden, daß man es sehr gcfchidl verstanden hat, aud) trockene Gebiete der hygienischen Wissenschaft, namentlich statistische Zahlen, durch plastische und zeichnerisdfe Tarstellungen auch dem Laien verständnisvoll und interessant erscheinen zu lassen. So wird B. die Frage der rationellen Ernährung dadurch erörtert, baß in Hunderten von Beispielen die Nahrungsmittel nicht nur in ihrer Zusammensetzung unb in ihrem Nährwert gezeigt werden, sondern auch mit ihren Preisen, da Diese Dod> bei Dem Gros Der Bevölkerung bezüglich der Erwägung, ob ein Nahrungsmittel geeignet ist ober nicht, ausschlaggebend sind. Daß Tresden seinen vielen Vorzügen in diesem Sommer iwch ben Ruhm einer idealen Ausstcllungsstadt in großem Stile, hinzufügen wird, ist schon fetzt sicher. Und bekannt in allen deutschen Landen ist aud) die Tatsache, daß Sachsens,Hauptstadt schon an und für sich Genüsse edelster Art für Geist und Gemüt bietet, trotz des Italieners, der es nidn verstehen konnte, daß man die sächsische Metropole „Elbflorenz" nennt. * — T i e elektrische Fcrnphoiographie auf b et Turiner Ausstellung. In der Gallerir della Mcraviglie dell' Electricitü der Turiner Ausstellung werden, wie sckwn kurz gemeldet, auch zwei fernvhotogravhische Apparate von Professor Korn aufgestellt, so daß Bilderubertragungen auch einem größeren Publilum gezeigt werden können. Leider ist die Galerie, m der auch Marcont seine neuesten Versuche der drahtlosen Telegraphie, Paulsen seine drahtlose Telcphonie ooriühren wird, nod) unfertig; die 'Apparate werden erst gegen Ende Mai eingebaut werden lönnen, und eine Besichtigung der Galerie durch Den König von Italien wird erst im Sommer stattsmden. Tie Kornschen Avparate sind vorläufig in Der Technischen Hochschule in Turm untcrgebrad)t worden, und Professor Korn hielt, einer Einladung des Vorsitzenden des Turiner elektrotcchni'chcn Vereins folgend, in italienischer Sprache einen Vortrag über Die letzten Fortschritte Der/ Pildtelegravhie, Dem alle in Turin anwesend?n wissenschaftlichen Größen Italiens, u. a. auch Marroni, Der Erfind, r Der drahtlosen Telegraphie, beiwohnten Es . m wahrscheinlich, daß sich, - n n an bic bisher l estehenDen Stationen für Bilt:ücgrapl)ie Berlin, Paris, London, Manchester, Kopenhagen, Stockholm anschlicßcn werden. " 3 U ’M t3i«/ ?v 1 V - /•. 1 L f. I > Worben hat. Ich spreche Ihnen und allen Hinterbliebenen Meine herzlichste Teilnahme aus. Die Wahl des Reichstagsabgeordneten Dr Werner ist von der 1. bezw. 2. Abteilung (Wahlprüfungs- ausschuß) für gültig erklärt worden. I Tie Blätter melden aus Koburg: Die Vertreter sämtlicher thüringischen Regierungen einigten sich über die Gründung eines Arbeitsnachweisverbandes zum Austausch von Arbeitskräften. Als Vorort wurde Jena gewählt. Tie Tarifv er Handlung en für das Bäckereige- werbe Groß-Berlin haben am Freitag vormittag vor dem Berliner Gewerbegericht ihr Ende erreicht. Die Meister lehnten die Aufnahme einer Lehrlingsklausel in die Tarifverhandlungen ob und betonten, daß im Berliner Bäckereigewerbe geradezu ein Lehrlingsmangel herrsche. In keinem Punkte führten die Verhandlungen zu einer Verständigung. Nächsten Mittwoch wird der Schiedsspruch verkündet. Aus Statt unt Land. Gießen, 6. Mai 1911. Die Blume der Barmherzigkeit. Als zur Zeit der Troubadours die Galanterie der vornehmen, französischen Gesellschckft jene überschwenglichen Formen angenommen hatte, die lange Zeit als der Gipfel der Höflichkeit an allen europäischen Höfen Nachahmung fand, war es auch Sitte, daß die Dame ihrem Ritter die Erlaubnis geben mußte, in seinen Schild ein Gänseblümchen eingravieren zu lassen. Ties diente, wie heutigen Tags der Verlobungsring, als äußeres Zeichen ihres Einverständnisses. Aus dieser Zeit stammt der französische Name „Silberschildblume". Volkstümlicher jedoch ist die ältere Bezeichnung .Marguerite" geblieben, eine Bezeichnung, die wir bei alten romanischen Völkern finden. Sie entstammt dem lateinischen Wort Margarita-Perle. Sie soll sich auf die mattweißen, runden Blütenknospen beziehen. Im Laufe der Zeit ist der Name Marguerite auch auf andere, dem Gänseblümchen ähnliche Blumen übergegangen. So z. B. auf jene, von den kanarischen Inseln stammende, strauchartige Kamille Chrysanthemum frutescens, die mit ihren weißen oder schwefelgelben Strahlenblüten im Winter den Blumenmarkt von der Riviera aus beherrscht. Mit dieser Blume, die alljährlich zu Hunderttausenden aus Südfrankreich in die deutschen Blumenläden kommt, ist auch der franMische Name Marguerite bei uns Mode geworden. Wir hätten seiner kaum bedurft, denn wenige einheimische Pflanzen haben so viele, dem Volksempfinden entsprungene Namen, wie gerade das Gänseblümchen. Einer der ältesten ist Maßliebchen, ein Wort, das wie Masholder keltischen Ursprungs ist. Maß hieß Feld, bedeutete also Feldblume. Es heißt auch, Tausendschön und diese Benennung ist für die gefüllte Gartenform allgemein verbreitet. In Deutschtirol heißt sie Ruckerl und Marienblümchen, in der Schweiz führt sie die Namen Margarethen-Rösli und Mannablümchen. In diese Namen muß sie sich dort mit der etwas größeren und mit längeren Stielen versehenen Alpen-Gänseblume, Bellidiastrum Michelli ebenso teilen wie sie bei uns den Namen Margaretenblume mit der großen Liebesoraketblume der Wiesen gemeinsam hat. Bei uns in Hessen nennt man sie auch Konradsblume, Konrädchen und Gänsegisserte, weil sie, wie die Kinder sagen, wie die Gänse aus der Weide, auf einem Beine steht. Ihr schönster Name aber dürfte vielleicht der neueste sein: Blume der Barmherzigkeit. Daß unsere Dichter das bescheidene Gänseblümchen vielfach besungen, daß Goethe das uralte Liebes-Orakelspiel in seiner gewaltigsten Dichtung mit verflochten hat, ist bekannt. Weniger bekannt dagegen ist das Gedicht von Ernst Woritz Arndt, das mit folgenden Versen beginnt: Es blüht ein schönes Blümelein, Das steht auf grünen Auen, Von innen und von außen sein Gar lieblich anzuschauen. Bald bunt, bald rot und bald schneeweiß Ist es des Lenzes erster Preis, Des Herbstes letzte Freude. Die kleinen Kinder, die es seh'n, »Sie klatschen in die Hände Und schmeicheln: „Gänseblümchen schön! O Tausendschön!" ohn' Ende, Sie winden es in jeden Kranz, Sie treten drauf bei jeden Tanz —' Das süße Tausendschönchen! * ** Tageskalender: Kolosseum: Täglich Lichtspiele. Kinematograph: Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorstellung. * •* Wahlkreiseinteilung der Landwirtschaftskammer. Die Bezirksvorsitzenden der Landwirtschaftskammer für Oberhessen berieten kürzlich über die Wahlkreis- einteilung. Es wurde beschlossen, gegenüber der bisherigen oft willkürlichen Einteilung die politischen Kreise zu Grund zu legen; die Kreise Büdingen, Friedberg und Gießen sollen je 3, die Kreise Alsfeld, Lauterbach und Schotten je 2 Abgeordnete erhalten. Die Vorsitzenden der rheinhessischen Bezirke tagten am Montag und beschlossen, die bisherige Einteilung mit wenigen Abänderungen beizubehalten. Diese Vorschläge der Provinzen werden der voraussichtlich im Juli wieder zusammentretenden Hauptversammlung zur Genehmigung vorgelegt werden. Die Bezirksvorsitzenden von Starkenburg werden demnächst zusammentreten. ** Zulassungen und Aufgabe der Rechts- an w altsch a f t. Am 20. Februar wurde Referendar Dr. Wilh. Ehr Hard zu Mainz zur Rechtsanwaltschaft bei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen zugelaffen; am 16. März wurde der Rechtsanwalt Dr. Alexander Bopp zu Darmstadt zur Rechtsanwaltschaft bei dem Oberlandesgerimt ÄUgelassen, nachdem er die Zulassung bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg ausgegeben hatte; an demselben Tage wurde der Rechtsanwalt Wilh. Schiff zu Offenbach zur Rechtsanwaltschaft bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg zugelaffen, nachdem er die Zulassung bei der Kammer für Handelssachen zu Offenbach und dem Amtsgericht Offenbach aufgegeben hatte; am 20. März wurde der Gerichtsassefsor Karl Kleinschmidt zu Frankfurt am Main zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Alsfeld zugelassen; am 24. März, wurde der Rechtsanwalt Fricdr. Kart Fischer zu Dieburg zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Reichelsheim zugelassen, naa)dem er die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Dieburg gleichzeitig aufzugeben erklärt hat; am 3. März hat der Rechtsanwalt Geh. Justizrat Theophil Bai st zu Gießen die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft bei dem Lano- gericht der Provinz Oberhessen, am 7. Marz hat der Rechtsanwalt, Geh. Justizrat Dr. Karl Schüler zu Darmstadt die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft bei dem Oberlandesgericht und dem Landgericht der Provinz Starkenburg aufgegeben. ** Russischer Dolmetscher. Der Großherzvg hat genehmigt, daß der ordentliche Professor an der Technischen Hochschule zu Darmstadt, Geh. Baurat von Will- mann, auf sein Nachsuchen von den Dienstverrichtungen eines beeidigten Uebersetzers und Dolmetschers für die russische Sprache enthoben werde, und dem Diplom-Ingenieur Klemens Herszberg zu Darmstadt, für die Geschäftsbereiche sämtlicher Ministerien übertragen werden. ^Vogelschutz. Zur Errichtung eines wirksameren Vogelschutzes hat der Starkenburger Geflügel- Züchterverband an die ihm angeschlossenen 55 Vereine das Ersuchen gerichtet, die Bestrebungen zum Schutze der Vögel mit zu unterstützen und mit den Gemeindeverwaltungen und Forstbehörden sich zu einem gemeinsamen Vorgehen ins Einvernehmen zu setzen. Das gleiche Vorgehen würde sich auch für.Oberhessen empfehlen. ’* Z u b e tu Bericht über bie Stadtverordneten- Versammlung schreibt uns Stadto. Grünewald, bas; er nicht gesagt habe, er halte in der Bürgervereius-Versammlung die Behauptung, es sei srüher in Eisenbahnfragen manches versäumt worden, alsbald widerlegt. Er hat erklärt, er habe in dem Bürgerverein die gegenwärtige Verwaltung in Schutz ge- noinmen lind sei den bezüglichen Angriffen entgegengelreten, die Lladiverwaltung^habe iil Bezug auf Kleebachtal-Bahn und Hinter- land-Bahn ihre Schuldigkeit getan. Dagegen feien s r ü h e r erhebliche Fehler in der Eisenbahnpolitik gescheh eil, so habe man namentlich seitens der Vertretung der Stadt in der Ständekammer verab- saunlt, dahiil zll wirken, daß die Bahn Londorf nach Gießen statt nach Lollar geführt wurde; das sei ein schwerer Fehler gewesen. Zur Universitätsirage habe er gesagt, für Staat und Stadt fei die Franksnrter Gründung ein Ansporn zur Anspannung aller Kräfte für die Gießener llniversität. Ferner habe er erklärt, jeder moberne imb wissenschaftliche Mensch müsse eine Universitäts- grünbung begrüßen unb dürse sie nicht bekämpfen. ** Eine beherzigenswerte Anregung. Von sehr geschätzter Seite wird uns geschrieben: Das gestrige Eingesandt und die Bekanntmachung des Polizeiamts betr. „den Schutz der Vögel" veranlassen mich, auf einen Mangel der neuen Anlagen an den Wieseckufern in der Micestraße hinzuweisen. Da diese Anlagen vom Verkehr abgeschlossen sind, eignen sie sich sehr für Niststätten der Vögel, worauf jedoch bei Auswahl der anzupflanzen- den Sträucher keinerlei Rücksicht genommen worden ist; denn solche, die, wie z. B. Schwarzdorn, von den Vögeln als Niststätten benutzt werden, fehlen vollständig. Es ist aber noch soviel Raum für Anpflanzungen vorhanden, daß das Versäumte nachgeholt werden kann. Der Rat Sachverständiger wird der Stadtverwaltung ja wohl zu Gebote stehen. ** Ein gefährlich es Spiel trieben mehrere schulpflichtige Knaben von hier im Walde bei Klein- Linden. Sie hatten sich mit Schießwaffen, Deschings und dergl. versehen und veranstalteten ein Jagdspiel. Ein 13jähr. Knabe legte auf einen 12jährigen Kameraden an. Der Schuß krachte und der Kamerao lag getroffen am Boden. Er mußte sofort in die Klinik gebracht werden, wo alsbald eine Operation vorgenommen werden mußte; man fand die Kugel im Unterleib. ** An- und Abmeldung der Lehrlinge zur Lehrlingsrolle. Jeder Lehrling, der in Lessen eine handwerksmäßige Ausbildung erhält, ist bei dem Sekretariate der Handwerkskammer in Darmstadt anzumelden und bei Auflösung des Lehrverhältnisses unter Angabe des Grundes wieder abzumelden. Die Anzeigen sind spätestens 4 Wochen nach dem Ein- bezw. Austritt auf dem vorgeschriebenen Formular bei dem Sekretariate einzureichen. Jnnungsmirglieder haben ihre Lehrlinge bei ihrer Innung statt bei der Kammer anzumelden. Die Innungen haben die Verpflichtungen, am 1. Januar und 1. Julr j. I. ein Verzeichnis der bei ihren Mitgliedern ein- und ausgetretenen Lehrlinge ebenfalls auf vorgeschrie- benem Formular bei der Hanowerkslaminer einzureichen. Für die keiner Innung angehörenden Lehrmeister bleiben diese für Erfüllung der Anmeldung der Kammer gegenüber verantwortlich. Formulare zu diesen Anmeldungen sind von dem Setretariate oder den Beauftragten der Kammer erhältlich. **DieneueStandartedes Bäckervereins F r ü h - auf und die Ehrengeschenke, die der Verein gelegentlich >er Feier seines 25jährigen Bestehens erhalten hat, sind in einem Schaufenster des Fahnenlieferanten H. Fuhr in der Sonnenstraße ausgestellt. Landkreis Gießen. = Hungen, 5. Mai. Das Progra mm für das am 28. Mai hier stattfindende 3 2. hessische Kirchengesangfest ist nunmehr festgestellt. Es wirken mit die Kirchengesangvereine von Gambach, Holzheim, Hungen, Langd, Lich, Rodheim und Södel; die Leitung übernimmt Kärchenmusikmeister Professor Mendelssohn, die Liturgie Dekan Hainer, die Festpredigt Dekan Wagner-Grünberg, das Orgelspiel Reallehrer Müller-Friedberg und Lehrer Metz. Kreis Büdingen. ----- AuS dem Kreis Büdingen, 5. Mai. Die Vorbereitungen sind beendet. Ter Blumentag findet in allen Gemeinden des Kreises statt, ausgenommen 3. Bei schlechten; Wetter werden die Verkäuferinnen gut tun, statt ihrer Sommerleider, die leicht Schaden nehmen, andere Kleiber, wenn nötig mit Mantel anzuziehen unb bas Hauptgewicht auf ben Verkauf in Häusern und bei Veranstaltungen am Abenb zu egen. Es empfiehlt sich, sich mit Nickelmünzen zu versehen. Dec bunte Abend Büdingens wird sehr unterhaltend werden. Gegen Kauf von 1—2 Blumen oder Postkarten oder eines Programiiis an der Abendkasie ist der Eintritt gestattet. Es ist erwünscht, daß alle Kreise der Bevölkerung teilnehmen. Kreis Wetzlar. O A tz b a ch, 5. Mac. Wahrem) die diesjährige Bundes- Turnfahrt des im Jahre 1906 gegründeten Lahn-Düns- berg-Turnerbundes am 21. Mai nach Taubringen vorgesehen, wurde das Bundes turn fest für den ersten Julrsonntag dem hiesigen Turnverein übertragen. Letzterer hat sich seinerzeit um dieses Fest beworben, da er gleichzeitig die Weiye seiner Fahne vorzunehmen gedenkt. Die hiesigen Vereine haben ihre Mitwirkung bei dem Fest in Aussicht gestellt. Gießener Strafkammer. Gießen, den 5. Mai 1911. Betrug im Rückfall. Der Handelsmann H. S. von S. entitammt einer dortigen alteingesejienen, angesehenen Familie. Er hat aber den Namen seiner Familie des öfteren dazu mißbraucht, um eine Anzahl Betrügereien zu begehen, wegen deren er zurzeit eine elfmonatige Gefängnis st rafe in Preungesheim verbüßt. Inzwischen ist ein weiterer Fall zur Anzeige gebracht worden. Er hat im Oktober v. I. zu Höchst a. d. N. bie Abwesenheit des Ehemannes dazu benutzt, unt einer Ehefrau unter Vorspiegelung von allerhand unwahren Angaben fünf Mark abzuschwindcln. Als rückfälliger Betrüger erhält er eine Zusatzstrafe von zwei Monaten Gefängnis. Jagdvergehen oder Tierquälerei. Der Messingdrcher T. S. von M. hatte in seinem, durch einen Lattenzaun umschlossenen Hausgarten Trahtschlingen ausgehängt, um Feldhasen zu sangen, die ihm angeblich den Kohl abfraßen. Dies hatte ein dortiger Jagdaufseher erfahren, ber in der folgenden Nacht hinging unb einen von ihm geschossenen toten Hasen in einer Schlinge befestigte. Als S. am anderen Morgen sich des Hasen bemächtigen wollte, erschien der Jagd- auf!eher, ber auf der Lauer gelegen hatte, und nahm ihm die Beute wieber ab. S. selcht wurde wegen Jagdvergehens unter Anklage gestellt, vom Schöffengericht zu Vilbel aber freigesvrochm Die Staatsanwaltschaft focht auf Veranlassung der Forstbehorde das Urteil an, das Berufungsgericht bestätigte aber das frei sprechende Erkenntnis, indem es ausführte, daß von einer Ver lctzung des Jagdrechtcs keine Rede sein könne, weil ein Jagdrecht dem Jagdberechtigten in einem umschlossenen H ausgart.n nicht ru stehe. Es wurde jedoch darauf hingewiesen, daß auch in einem solchen Falle das Fangen lebender Tiere in Trahtschlingen möglicherweise unter dem Gesichtspunkte der Tierquälerei strafbar sei. Vergehen gegen die Konkursordnung. Ueber das Vermögen des Kaufmanns I. H. von F. war Konkurs eröffnet worden. Es stellte sich heraus, daß die Geschäftsbücher so mangelhaft geführt waren, daß sie eine lieber sicht über ben Stand des Vermögens nicht gewährten. H. hat Nch deshalb wegen Vergehens gegen § 240 b.r Konkursordnung in verantworten und wird zu 75 Mark Geldstrafe verurteilt. Diebstahl auf ber Eisenbahn. Der Schirrmeister L. G. in F. hatte an dem Tage, an dem im vorigen Jahre die Fürstlichkeiten Friedberg verließen, mit verschiedenen der dorthin abkommandierten Beamten gefeiert' Des Abends begab er sich nach dem Bahnhof, obwohl er keinen Dienst hatte, stieg ohne bemerkt zu werden in einen Gepäckwagen und warf eine Warenliste heraus. Hierbei wurde er von dem Rangierer V. betroffen, der ihm mit der Laterne entgegenleuchtete, so daß er die Kiste liegen ließ und sich entfernte. Des andern Tags gestand er ein, daß er die Absicht gehabt habe, b ie Kiste mit nach Hause zu nehmen. G. sucht seine Tat mit sinnloser Trunkenheit zu entschuldigen, jedoch ergibt die Beweisaufnahme unb zeigt auch die Ausführung der Tat, daß der Grad der Trunkenheit kein allzu hoher war, so daß G. wegen versuchten Diebstahls zu bestrafen ist. Er erhält zwei Wochen Gefängnis. töeridMsfaal. Stendal, 5. Mai. Die Strafkammer verurteilte den Rittergutsbesitzer v. Jagow auf Pollitz, der im Dezember auf der Treibjagd den Wirtschastseleven Gra- dias aus Versehen erschossen hatte, wegen fahrlässiger Tötung zu einer Woche Gefängnis. Lübeck,^5. Mai. Das Schwurgericht verurteilte nach viertägiger Sitzung neun Angeklagte wegen Landfriedensbruch zu Gefängnisstrafen von einem bis fünf Jahre. Die Angeklagten, meist aus Essen-Ruhr gekommen, waren während des Streiks der Lübecker Maschinenbaugesellschaft als Arbeitswillige tätig. Sie begaben sich eines Abends bewaffnet ans Land, an die Wasserseite des von Streikposten umgebenen Fabrikgeländes. Sie machten gemeinsam eine Bierreise in die Stadt und gerieten mit Unbeteiligten in Streit, der allgemein in eine Schlägerei ausartete. Das Gericht war der Meinung, daß die Bewaffnung nicht erforderlich gewesen sei. Lustschlffahrt. Frankfurt a. M., 4. Mai. Der Frankfurter Flugsportklub überreichte aus seinem letzten Klubabend am Dienstag in Darmstadt, auf welchem der Aviatiker AugH Euler einen Vortrag über das Thema: Der Flug mit der Flugmaschine hielt, den ersten zwölf Führern des Klubs eine Erinnerungsgabe an die Entwicklungszeit des Flugsports in der Erwägung, daß diejenigen Herren, welche sich diesem Sport in der Anfangszeit feiner EntwicklunL gewidmet haben, eine besondere Anerkennung verdienen. Herr August Euler, der erste deutsche Flugführer, erhielt ein kunstvoll ausgeführtes Papiermesser aus El,enbein mit silbernem Adlerkopf und eingravierter Widmung, die übrigen Herren silberne Zigarrenetuis mit Widmung, und zwar Walter Mumm von Schwarzenstein, O- E. Lindpaintner, Erich Lochner, Oberleutn. v. Tiedemann, Leutn. v. Hiddessen, Leutn. v. Hammacher, Werner Duecker, Leutn. Saanzoni von Lichtenfels, Diplomingenieur Witterstäcker, Otto Reichardl, Oberleutn. Real. Der Protektor des Klubs, der Großherzog von Hessen, überreichte die Erinnerungsgabe für die Flieger persönlich. Berlin, 5. Mai. Wie die Luftverkehrs-Gesellschaft mitteilt, flog „P. L. V" heute nachmittag Uhr mit eigener Kraft von Amsterdam nach dem Haag. Gegen 7 Uhr ist er bei ziemlich böigem Winde im Haag glücklich gelandet, wo er voraussichtlich zwei bis drei Tage verbleibt, um Passagierfahrten vorzunehmen. Brüssel, 5. Mai. Der belgische Flieger Cachee stürzte bei einem Fluge von Cievit nach Brüssel ab und wurde lebensgefährlich verletzt. 'Rettungsvorrichtungen für Flieger. Tie' zahlreichen verhängnisvollen Stürze mit Flugmaschinen, die sich in der letzten Zeit ereignet haben, haben bie französische Nationale Luitliga veranlaßt, einen Wettbewerb auszuschreiben für Bor-j richlungen, bie geeignet sind, im Falle eines Sunzes abschwächend ■ zu raufen. Es handelt sich dabei um Vorrichtungen, die entweder den Sturz abschwächen, wie pneumatische Gondeln ober befonbere Kleidungsstücke, ober solche, die bic Geschwindigkeit int Falle des Sturzes vermindern, wie besonders Fallschirme. Dcrmncbtes« ♦ Gegen die griechischen Weine. In Neu-' stabt a. d. H. tagte eine Versammlung der vier pfälzischen Fachvereine des Weinhanbels. Die Versammlung galt der Abwehr ber brohenben Ueberflutung bes deutschen Weinmarktes mit Höch ft zweifelhaften ausländischen, insbesondere griechischen Erzeugnissen. U. a. wurde beschlossen, eine Eingabe an die zuständige Stelle zu richten, worin verlangt wirb, 1. für die Pfalz eine Zentralstelle mit dem Sitze in Speyer für die chemische Untersuchung ber einzuführenden Weine zu schaffen;, 2. einen Sachverständigenrat burch die Regierung auf Vorschlag ber Hanbelskammer Ludwigshafen aus ben vier pfälzischen Fach- vereinen zu wählen, ber in zweifelhaften Fällen als Zungen sachverständiger bie Zentralstelle unterstützt unter Hinzu-. ziehung des Weinkontrolleurs der Pfalz. , * Maxim Gorky über London. Der Daily Graphie veröffentlich eine Unterredung mit Maxim Gorky, ber sich über' seine Eindrücke von der englischen Hauptstadt nicht allzu schmeichelhaft ausläßt. Der berühmte russische Schriftsteller sagt, daß London in ihm das Gefühl einer tiefen Traurigkeit auslöfe. i Allenthalben sehe er Zeichen geistigen Verfalls: Die Macht des Goldes, des Eßens und des Steins, die Gewalt ber Habgier unb des Hasses springen in die Augen. In dieser Niesensammlung von Menschen, die müde wurden vom geschäftlichen Treiben unb die abgearbeitet sind von dem nie endenden Daseinskampf findet der Glaube an die Möglichkeit eines Glücks für alle Menschen keinen Apostel. Der Ruhm Englands Ivar das ungestüme Verlangen nach geistiger Freiheü. Heute ist diese Sehnsucht verschwunden. Englano bedarf eines neuen Shakespeares, eines? zweiten Byron, Shelley, Gibbon unb Macaulay, eines anderen, Walter Scotts Automobil*\ ertreter; iih. Hamel. Für Fahrräder: Adam Kircher, < bargiager Kar| Zimmermann, — TAPETEN! aec :$! MflujBEHTZEnri25^RABnn ZMHS » r— F zl™ Nebengleisen aufrechterhalten. Die Ursache der Entgleisung ist ftatiöcl. Sntcriunft. Kleine Tageschronik. Statt besonderer Anzeige 3045 Gross-Gerau, 5- I9IL 3047 <■ teswrn, »leichstrasee BleichwtraMse. Visitenkarten liefert raeob and billigst Brühlecbe Uen-Druckerei Die trauernden Hinterbliebenen. Heuchelheim, Rodheim a. d. Dieber, 5. Mai 1911. geb. Rinn sagen herzlichsten Dank noch unbekannt. , _ Dom 11. bis 13. Mai findet tn Stuttgart der 2. deuftcke ylag statt. Ten Ehren schütz über die Veranstal- König übern u; - Feme Herren- und Damen- Schuhmacherei v P. Bachmann, Steohanur. 32 1. Stock, emvncüU Herren-Sohlen u- Absätze 3 — 'M. Damen- „ » , » „ 2.40 „ Olummiabf. bill. schnelle Bedien. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlichc Wetterdienststelle Dietzen. Verlauf der Witterung seit gestern trüb: Unter der Herrschast dec. Hochdruckgebiet«, das sich von der BiSkayasee bis Skandinavien erstreckt, hot Mitteldeutschland teilweise heiteres, trockene« •h.etter; die über Island und Lüdosteuropa lagernden Tietdrnck- acbide werden zunächst ohne Einflutz auf unsere Witterung bleiben. WeitcrauSstchteu iu Hessen am Sonntag dem 7 Mat 19U: Zeilwetsc beiter, trocken, Temperatur wie heute, schwache nördliche Winde. — Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme mährend der Krankheit und beim Ableben unserer heben Tante Frau Am Mbktha SWtimn „Falkonin dac< beste Mittel er vertu« i Pollttz, dcr Zeleven Gra- lvegeti sah:- erteilte ttaä en 2anb' nem bis für1 liuhr geloir. r Maschine begaben |id> asserseite der Sie machlev gerieten mit e Schlägerei >aß bie ffy reisende HOSpiZoDamen eräug Schwesternhaus, Uieueu rohanaeMtr J. Bei Düsseldorf-Rath entgleiste am Freitag nach, mittag um 5 Uhr 25 Min. der von Ratingen-Ost kommende ; i i u n 78 bei der Einfahrt in den Bahnhos Rath mit JSmt- lidtett Achsen7 Der Lokomoti sührer wurde getötet, Hetzer unb ein Reisender schwer und sechs Per,onen leicht verletzt Das Hauvtgleis ist gesperrt. Ter -Betrieb wird au, bin , -in ■ htab11 ... .riammlunH- ÄinI?a£t. •■Äi -W II 5-•* eA - ; SÄ I -Äff ■Ä' 1 u öffnet da der Nachlaß überschuldet ift. :HcdH*anivali N a a b m Darmstadt wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurs- iorderungen sind bis zum 2 *. Mai bei dem Amtsgericht Tarnt- tabt I auzumelden. — lieber daS Vermögen des Kanintann« Jakob Sterner in Friedberg, deS Inhabers der Firma Gebrüder Stenner in Friedberg, tuiirbc am 1. Mai das stonkurs- veriabren eröffnet. Rechtsanwalt Schröder in Friedberg wurde tum Konkursverwalter ernannt, stonktirsiorderungeit sind btS zum 22 Ptai bei dem "Amtsgericht Friedberg anznmelden. — lieber das Vermögen des Hermann 'Mesituger in ^0111111111 a. TL, asteinigcn Inhaber? der Firma Herzield & Messinger, ^ederwaren- fnbrtr in O ' ieiibach, wurde am 2. Mai da« KonkurSvenahren eröffnet. RechtSauwalt Tr. Bangel zu Offenbach wurde zum NoniursverivaUer ernannt. Kontursforderungen smd bis zum JU. "l'iat bei dem Amtsgericht Offenbach anzumelden. — lieber da« Vermögen deS Kauimanns Jean Christian Wieg an d m Dar in st a d t, Alleininhabets der Firma Limmermachcr & Wiegand ivutde am 1. 'Mai daS Konkuisveriahien eröffnet, da der Antragsteller Hoilieierant Karl Will in Darmstadt seine Forderung und die Zahlungseinstellung des Schuldners glaubhast gemacht hat. GerichlStaxator Wolff in Darmstadt wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konlursiorderungen sind bis zum 10. Juni bei dem Amtsgericht Darmstadt 1 anzuinelden. Mexcko. Neuyork, 5. Mai. Rach einem Telegramm aus El Paso erbietet fid) Madcro in einer dem mexikanischen Unterhändler Überreichten Erklärung, auf die provisorische Präsidentschaft zu verzichten, und verlangt, baß Diaz und Vizepräsident dorr al zurücktreten, und der Minister des Aeuffern De la Barra brS zu den Neuwahlen als Präsident fungiere. Maderos Note wurde in Carabajal von den Rebellensührern erst nach heftiger Erörterung überreicht, in der diese darauf bestanden, daß die von Tia; den Unterhändlern mit geteilte Absicht, von der Prästdent- schaft zurückzutreten, öffentlich bekannt gemacht werde. ♦ Petersburg, 6. Mai. Das Ministerium der $er- kehröwege brachte im Ministerrat einen Vorschlag ein, auf Kosten der Krone eine südsibirischeHauptbahn- linie mit Anschluß an die sibirische Bahn und an die Taschkentbahn zu bauen. Ferner soll eine Eisenbahnstrecke Nowonikolasewsk—Darnaul—Bijsk gebaut werden. Zizikar, 5. Mai. Eine Truppenabteilung ist zur Wiederherstellung der Ctbnung nad, fi umara abgegangen, wo men» ternbe Soldaten die Goldwäschereien verwüsteten. Die Verwaltung ber Goldwäschereien ist entstohen. Räuber setzten das von den Soldaten begonnene Werk fort. __________________________ Die nach- Sonn,aK dem 7. Mai -tehenden ÄtFZilC «vn 1? Uhr iihiuk- bis 12 Ihr nnchte nur fiir dringende Fiille sicher anzutreflen: v '/, Dr. Meyerhof!. Süd-Anlage 7. - l>r. Waele, Aliceetr. 11. Letzte Nachrichten. Spaniens Marokkopolitik. Madrid', 6. Mai. Tas amtliche Blatt „Mario Universal" schreibt: Die Aufrechterhaltung deS Einvernehmens mit Frankreich ist für Spanrrn die unveränderliche Grundfrage seiner Marotkopolttik. Wrr haben das Vertrauen, bey fid) die durch das gemeinsame sandeln Frankreichs und Spaniens verursachten unvermctd- lichcn Mißverständnisse freundschaftlich beilegen lassen werden. Tas Blatt fährt fort: Wohl müsse Spanten seine Interessen verteidigen, aber es sei weit davon entfernt, Frankreich gegenüber eine feindliche Haltung cinzunehmen ober über die Entente mit Frankreich hinwegzugehen. Vogelschutztag statt. Ten Ehrcnfckutz über die Veranstaltung hat der König übernommen. Im Ehrenausschutz befindet sich u. a. der Fürst von Hohcnzollern. D-er Bankdireftor Horstmann vom Lichtenberger Bankverein bat sich ber Staatsanwaltschaft gestellt. Vor bm Monaten wurde m nnem Walde in dcr Eitel die schrecklich zugeriästete Leiche eines TlenstmädckenS ausgefunden. Mau nahm Lustmord an. Bisher war es nicht möglich, den Mörder zu ermitteln. Heute hat sich ein junger Landwirt aus Danzra, der auf einem benachbarten Gute als Eleve tätig ist, der Polizei gestellt und eingestandcn, den Mord saut nötig ist. Auf dem Gelände der Grube Cockerille ist ein Eisen- gerust im Gewicht von 30 000 Kilogramm z u s a m m e n g e t a l- len. Fünf kohlensuchende Frauen wurden gctötet unt> drei Der verstorbene Großkaufmann Achclis in Reu York hinterlietz 19 wohltätigen Vereinen in Bremen 106 00 0 Mk In Agram erhängte sich aus Schmerz über den Tod des Vaters, eines Gymnasiallehrers, ein Idiühriger Gnmnaiiast. Als dessen Schwester die Leiche sah, stürzte sie sich aus der im dritten Stock gelegenen Wohnung in die Tiefe, wo sie mit zerschmetterten Gliedern tot liegen blieb. In einer Nein en Fabrik in Broadway brach Feuer aus. 500 Arbeiterinnen stürzten bie engen Treppen des Di-r Stockwerk hohen Gebäudes hinab. Etwa 30 erlitten dabei tcilroci e schwere Verletzungen. Soweit bisher feststeht, sind feine Todesfälle vorgekommm. Nur die rasche Löschung des Brandes verhinderte eine große Katastrophe. In China trat eine neue Verfügung für bie Mittel- und Volksschulen in Kraft, die den p f 1, ch t rn ä tz » g e n Turnunterricht, sowie Hebungen im Exerzieren und Schießen ein- führt. Die Schulen sollen bie notwendige Anzahl Flinten erhalten, in deren Handhabung sie von Militätlehrern Untermieten werden Gestern nacht verschied sanft nach kurzem Leiden meine liebe Mutter Frau Johannette Schwall; Wwe. im 8z. Jahre ihres Lebens. Prof. Dr. Fr. Schwally. artet Fltst babenb c. Arier AH ;tug mit ik n des M it des Fluc erren, iveltt> : Gntoidfun: ig nerbienen iihrer, nhie^ 6l',enbein mi lg, bie übrigr ig, und jiK: i‘inbpaintner, i. v. Hiddejser Zaanzoni do: tto Reichard, .1, der Groi ungsgabe F rs^esellscha!! st.6 Uhr mit aag- * lag ö?dIhl* )tei rage w. eqer Cacho- stüssel ab । ff., Me'ssch« :eibcn jut es abschwa^ cn, Die entlud« !öderbE eit im verübt zn haben. Vor einigen Worben wurde in Duisburg ein Hollander aus Ryrnwegen verhaftet, der seit Jahren den Zigarrenschmuggel von Holland und) Deutschland betrieb. AS der Verhaftete dem Untersuchungsrickster in Cleve vorgesührt werden sollte, gelang eS ihm, zu entweichen und in einem bereitstehenden Automobil nach Hollano zu entkommen. An dm letzten Renntagen aut dcr Gr u newa Idba bn wurd.n nicht wen ger als 2 7 Buchmacher verhaftet. Bei d.n Verlwsicten, unter denen sich auch eme Frau befindet, wurden zum Teil große Beträge beschlagnah m t. Die Beerdigung der ermordeten Fleisdwrsftau Nickel in Lichtenberg hat gestern Nachmittag iiailgchmben. Ter An- drang dos Publikums war so groß, daß die Polizei Müche hatte, die Ordnung aufrecht zu erhalten. Blättcrmeldungen zufolge machte der Kauer der G nosien- schaft der bildenden Künstler Wiens anläßlich ihres 50 jährigen Bestehens eine Zuwendung von 100 000 Kronen für den Pension s - und Unter st ützungsfondS Aus Madrid wird gemeldet, daß sich die Königin Viktoria Ende Juni ober Anfang Juli mit dem Infanten Jaime in die Schweiz begeben werde, wo an dem Jnsanttn eine chirurgische Operation zur Behebung von Sprach- schwierigkeitien iwrgenommen werden soll. Auf Formosa sind 129 Pest fälle vorgekvmmen. Tie Erdbebenwarte Jugenl>emi berichtet: In der Nacht vom 4. zum 5. Mai jmirbe um 12 Uhr 48 Minuten 22 Sekunden! ein mittelstarkes Fernbeben in 8200 Kilometern Entfernung verzeichnet. Der Herd liegt im östlichen Teil Asiens. Durch einen Hagelsturm wurden bei laf(6feine große Baumwollp flanzungenzer stört, so datz eine neue Aus- "664-^ ; QQ » kt j!? ab znV;: btit; (ini £ tS0«ten 2 ?bg ii ir-- :i Ihaikr nung. 8 dn oaß bit e,- e eint Ua„ «kN. h "Jtutiotbiuit'i i|e verur., t. 011 Tage, c- ttg vertief unten gtfeien. er feine einen Ivurde tr vn trne entaegu, K rntstM. tzuht gebaut acht feine Je ergibt die b Tat, bai r, so datz 6. 1 erhält;irtj • Da s Rote Kreuz nimmt in Deutschland, wie ’ ml den Berichten der 13 Abteilungen deS VolfSheilstätten-Ber- 1 ,nnl zu Berlin in der am Freitag abgehaltenev Gcneralvcrsamm- mg ersichtlich wurde, an der Tuberkulosebekämpfung ^inen von Jahr zn Jahr steigenden Anteil. Zu den Heilstätten üt Erwachsene imb Kinder, den zahlreichen WalderlwlungsimMn mb Ylrbenergärlen, der ländlichen Kolonie, Ferienkolonie, Helfe- rinnen-schulc usw. sind Elementar- und 5oribi.bung8|d)ulai lür •►nd>ni und Mädchen in ländlicher und gewerblicher Beschäftigung Ungerichtet ober in der Ausführung begriffen. .Die büriorgc •i tXoien Kreuzes lehnt sich hauptsächlich an die WotstiahrlS- gflege brr Gemeinden an und ist bestrebt, namentlich auch den 5lbürsnlsseii deS Mittelstandes gerecktt zu werden. In dieser iiaifid't bestehen Verbindungen namentlich zu den Ministerien nit großer Beamtensdiaft und der großen Zahl von Beamten- . nen, die zu günstigen Bedingungen Frauen und Kinder .1 Mitglieder in den Genesungsheimen zu Hobenlychen nterbringen. Eine aus zahlreichen Mitgliedern bestehender Sach- i^rständigen-Rai stehl dem Roten Kreuz beratend zur i-eüe. Das in den Anstalten und Einrichtungen liegende Kapital be- •rägt mehr als drei Millionen Mark. Zu Ehren des verstorbenen (Mennrath Hoffa ist ein Frei st eile nfonds für orthopädisch pi behandelnde Kinder gegründet worden. • Aethiopischer Ersatz für Polizeihunde. In tinem Aufsatz über Verbrecher, Richter und Gerichte in Äthiopien >-rid)tet Tr. Lincoln de Castro and; über die „Liebascha" ober *1 i) vfiidcr, an welche in Äthiopien die Bestohlenen sich wenden, im tkii Dieb und die Diebesbeute zu entdecken Ter .Liebascha" lefchSftigt einen jungen Burschen, dem er, wenn ein Dieb er- m t Ü werden soll, mittels eines geheimnisvollen Apparates ein tu» verschi'l'enen in Milch aufgelösten Pulvern bestehendes hyp- »otisches Getränk einsiößt: dieselben Pulver werden bann mit tabof vermischt und in einer Wasserpfeife, wie man sie b i den Wla häufig findet, dem „Spurburschen" zu rauchen gegeben, flenn der Junge getrunken und ein paar Mundvoll Rauch gegluckt hat, sprrnat tr wie ein Besessener auf und beginnt mit veit aus den Höhlen quellenden Augen und wie ein Pferd schnau- knb, zu rennen, wobei er angeblich genau denselben Weg zurück- kqt, den der Spitzbube genommen hat; der „Liebascha", der ",t ihm läuft, kann ihm laum folgen: er muß ihn an einem Ripkl seines Gewandes festhalten und wie ein wildes Roß lenken, k*nn der Bursche kennt in seiner Raserei keine Hinderniiie und töfit sich weder durch dornige Hecken, noch durch spitze eteine uilalten, bis er die Hand auf die Schulter des mutmaßlichen »ber vermeinten Diebes gelegt hat Manchmal wird w woh^durch kefe Methode der wahre Tieb überführt; in den meisten galten eher hat fid) ber ,Liebascha" schon vorher mit dem Diebe m tierbinbung gesetzt und sührt dann bie Justiz durch lernen Spur- langen, der wie ein Polizechund arbeitet, mit großer Schlauigkeit mf einen falschen Weg. ♦ Die Selbstmordepidemie in Rußland. Zu Anfang dieses Jahres wurde am Petersburger Psychoneurologiichan Dnilitut eine Abteilung eröffnet, die sich gleich nach ihrem Ent- frcbci mit der Frage der ungeheuren Verbreitung der Seloitmorde it .'Ihiiilonb beschäftigte. In einem urmangreichen Bencht teilt Dr. N. I Grigorjew interessante ftatiltuche Tatsachen über Selbstmorde in Petersburg mit. Von 1906 bis 1910 hat ich ihre Zahl um 253 v. H. vergrößert und erreichte Ende 1910 >ie Höhe von 11 auf je 10 000 Personen. Kaum bester liegen he Dinge in Odessa, wo im Laufe der letzten acht Jahre 30o0 Selbstmordversuche und Selbstmorde zur Anzeige gelangten, itie heilten Selbstmörder (27,87 v. H.) begingen die Tat aus materieller I Kot, in 8,5 v. H. aller- Fälle war AlkoholiSmus bic Uriadje, t«i 8,36 v.H. lagen Fälle von Leidenschaft vor. In 6,79 t>. H. bildeten cl)elid>c Zwistigkeiten, in 4,89 v. H. schwerer Mummer, in 4,20 v H. GeisteSkranNieiten, in 1,93 v. H Furcht por einer Strafe, in 1,47 v. H. körperliche Leiden, in 0,72 0. S). ber Falle einfacher Lebensüberdruß" die Urfadjc. In 3o,18 v. H. konnten bie Gründe nicht ermittelt werden. ! * Aberglauben. Ein tschechisches Pardubitz er Blatt bc Met über Vorfälle, die sich bei einem Brande begeben haben i,nb die beweisen, in weid) ausgedehntem Maße der Aberglaube noch in manchen Gegenden Bölnnens herrscht. In dem Dorfe 'i t ansch 0 witz bei Pardubitz brach am Manrcitag cm Brand aus, dem fünf Gehöfte zum Opfer fielen. Aus einem Hauic niiibc eine Wöchnerin gerettet, aber keinc^ der 300 Familien bc« Dorfes wollte trotz des Herrs äsenden Sturm- und Regen Zetters die Kranke aufnefmum, weil beim Volke der Glaube herrscht, daß eine sremde Wöchnerin dem Hause Unglück bringe. Tie Bauern zweier nahegelegenen Dörfer gaben Tur bic Feuer- spritzen auch die Pferde nickt her, da nach abcrglaubiacr Ansickt em Karfreitag verborgte Pferde das Jahr ntd)i überleben, zie Folge davon war, bau der Brand weiter um sich grM, als es sonst der Fall gewesen iväre. Die Wöchnerin fand endlich in bem benachbarten Torfe Puscher bet einer vorurteüsloien Bäuerin - Konkurse in Hessen. Heber daS Vermögen deS Anton Kutscher, Händler und Wirt in F r am e r 6 he im, wurde am 21. April das Koiikuisoerfahren eröffnet. Reckts- nmvalt und Notar Z 0 st in Alzey wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 12. fDlai bet dem Amtsgericht Alzey anzumeldeu. — lieber das Vermögen der ffleoro '21 b l e r Ehefrau, Emma, geb. KlyhS m Aiainz, Schusterstraße 2R, wurde am 25. April das Konkursverfahren eröffnet. Piivatbearnter Gosenheimer in Mainz, Schulstr. 23"/,.. wurde zum Koukursver>vafter ernannt Konkursforderuiigen sind bis zum 20. 'Mai bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. — lieber das Vermögen der Firma Josef Klein in je burg unb deren alleinigen Inhabers SchlossermeisterS Jofef Klein baselbst, würbe am 24. April bas Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt l? ü f t in Dieburg würbe zum Konkursverwalter ernannt. Kon- kursforberimgen sind bis zum 30. Mai bei bem Amtsgericht Dieburg aiiAumclben. — lieber das Vermögen ber Firma d r t tz &- Lie. i. Ligu. in Offenbach wurde am 27. April daS Koickurs- oeriabren eröffiiet. Rechtsaiiwalt Tr. Giiggen h e i m zv Offenbach wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen imb bis znm 30. Mai bei bem Amtsgericht Offenbach anzn- mclben. - lieber ben Nachlaß des am 17. Dezember 1910 tn Darmstadt gestorbenen Backers Johann And 1 e a 91 Zimmer m a n n wurde am 2. 'Mai das Koukursoer'ahren er» Verlangen 81c franko eex-n franko Katalog I........Tapete von 14- *5 PNa»l< Kiu oR H........1 a;*te von fA- 70 Pfennig Katalo Ilf........ Taoetr von 75-MPfenn$ Ringfreie Tapeten-Induatrle C-Kupech, t rankfurt a. M. O. Alte Gawe Nr. 14. gegen Motten!'. km ; i Zu haben in Beuteln zu 10 Pfg. ; : u.WPfg. in jed. Trogenhandlg. ; ■Restauration 5puck Xord'#bnlaec (BrauereiansHchank) Äord38nlÄu.U6. Statt besonderer Anzeige. Heute nacht erlöste ein sanfter Tod im eben begonnenen 9. Lebensjahr unser heißgeliebtes Kind, unser herzensgutes Schwesterchen Irmgard von ihren schweren, mehrwöchentlichen Leiden. In tiefstem Schmerz: Dr. Richard v. Hippel und Frau Erich und Eva v. Hippel Gießen, den 6. Mai 1911. Die Beerdigung findet Dienstag den 9. Mai, nachmittags 1.4 Uhr. von ber Slaöcüc deS neuen Friedhofs auv itart. Botel-tatanl Ws 0*. tag Besitzer C. Stein :: Grosser und kleiner Saal mit Nebenzimmer Herrlicher Gartenaufenthalt __ «•Jvo ------------------- - - ■ - Fremdenpension ----- Mittagstisch in und äusser Abonnement von 1__2 Uhr Verein Contentia. Samstag den 6. Mai abends 9 Uhr Kommers im neuen Pereinslokal Wagners- ruh, Neuenweg. Sonntag den 7. Mai nachmittags 3 Uhr Familien-Ausflug nach der Karlsruhe. v4/e Der Vorstand. Kinematograph. Babnbosstraße 54. (03730) Babnbosstraßc 54. Heute und die folgenden Tage großes historisches Drama in 2 Akten und 16 Bildern. 650 m lang. Der große erbitterte Kamps der griechischen Melden um den Preis der schönen Helena, der nach zehnjährigem, blutigem Ringen mit der Zerstörung Trojas seine» Abschluß fand. Ein Kunstfilm von klassischer Schönheit und tiefstgehender Wirkung. Moritz geht nicht aus, humoristischer Schlager. Des Rivalen Errettung, öu6erff fPönnen^m(t Auch ein Rembrandt, humoristisch. Ein braver Sohn Ne» - Irlands, L^Lb-n. Einquartierung in dem Schloß, r°«bild. Gletscher des Görnergrates, Biograph Plocketraße 12 03745 Plockstraße 12 Hervorragend ift die diesmalige Programmaufstellnng. Hur ausgewählte Schlager Bekehrt Vornehmes Kinematographen - Theater. Walltorstrasse 36/38. Programm vom 6. Mar bis 9. Mai Der Gefangene auf St Domingo Fesselndes Drama (Schlager) Russischer Nationaltanz Naturaufnahme Tonbild: Die Parade der Zinnsoldaten. Mw, öaö uiMiildW Pferd. Aechrst komisch. Ser Schrecken Der Panther nlo Erbstück. Hmoriftischer Lchlogcr. Die königliche Elenjagd. Naturaufnahme. Einbrecher* m der* FaSle Hochdramatische Episode aus dem Leben eines Mädchens. Diebstahl aus Liebe Humoristische Komödie (Schlager). 03778 Caf6 Leib - Kolosseum Vornehmstes Familien-Konzert-Restaurant. Erstklassige Biere u. Weine. — Gute bürgerl. Küche Anläßlich des heutigen Festes auf allgemeinen Wunsch von nachmittags 4 Uhr ab (jr. Ehlg-Köiizßi’l ö. RodenbuschsciisnKüiistler-Eusßinbles. Tagesgespräch Kunst --------- Humor -------- --------- Witz. Eintritt frei?03769 Eintritt frei! I~ - III lllll ........... Cafe Amend Anlässlich des Hessischen Blumentags beginnt das Konzert schon mittags um 4 Uhr Eintritt frei 3027 Eintritt frei Cafe Amend 2227 Täglich Künstler-Konzert Anfang 4 Uhr Eintritt frei Sonntag den 7. Mai 3016 ------ Tanz - Musik — in der Wirtschaft zur Germania in Bieber, wozu ergebens! emladet_______Tic Burschenschaft Germania. Rehmühle imBiebertal Ein Film wie er selten vorgcführt. Ein Kriminal-Roman von fesselnder Wirkung. Länge 500 Meter. iiSflgrtreus Der Roman eines Burschen. Länge 520 Meter. In Scene gesetzt und gespielt von dem beliebten und bekannten Schauspieler Walther Schmidthäßlcr. Ein Meisterwerk deutscher Lichtbildkunst. Dr. Pellie der Bankräuber Acußcrst spannender Detcktivfilm. Moritz als Vetter des Postdirektors Aeußerst köstliche Humoreske. Tie Truppe Guevvo, hochinteressanter Variet^akt. Tonbild: Heimkehr Liebe und Musik, Humoreske. Pathe-Jourual, hochinteressant. Sonntag den 7. Mai [03696 Konzert und Tanz-Belustigung wozu freundlichst- cinladcf______________________Willi. Reh. Zweigverein vom Roten Kreui. Die Haupt - Versammlung findet Mittwoch den 24. Mai 1911, abends 81/, Uhr, tut Lokale des Kaiscrhof hier statt, wozu die Mitglieder des Zmeigocreins hiermit ergebcnst cingeladen werden. Tagesordnung: 1. Bericht über die Tätigkeit des ZweigvereinS,- 2. Nechnuugsablagc für den ^weigvcrcin und die Sanitätökolonne; 3. Beschlußfassung über Anträge öou seilen des Borstandes oder einzelner Mitglieder; 4. BorstandSwahl. Gießen, 4. Mai 1911. Der Vorsitzende. D6/5] Dr. Wiener. RADKLUB TEUTONIA Sonntag den 7. Mai 1011 vo» 4^Nhr ab: Ausflug mit Tanz auf die Ludwigsburg (K. Stumpf) Heuchelheim. Freunde und Gönner des Vereins sind herzlich willkommen. 3035 Der Vorstand. Büdingen Das Komitee. Bd6;. ' ad-Nauheim Sonntag den 7. Mai: 03752 J DaS Komitee. wozu einladet Eintritt 20 Pfg., Militär 10 Pfg. Silles Nähere aus den Plakaten. I Waschu-Plättmaschinefl meerfahrten, Charlottenburg, Wallstr. 42. hv*/. llnfcrer werten Kundschaft zur gtf. Kenntnis, daß wir 03665 (3 um Der Rcftbestaud meines Lagers Wy in Ncgulatorcn, Weckern, silbernen Herren' Damen Uhren. Uhrkcttcn, Kolliers, Brillen ui» wird wegen Ausgabe des Ladens Bahnhositraße n l jalut bewe 6er Stahlt yürjienban durz-Lippc Max von earg mur meinbegejc iit tenbent ikicht her : burhe in 1 lejenr. Ri w Feier. Ws im ;U Bunter Abend im Fürstenhofsaale Sonntag den 7, Mai, abends 81/; Uhr. Vorträge, Gesänge, turner. Darstellungen, Theater usw. An der Kasse Verkauf von Margaretenblumen, Postkarten, Programme. 9.-30. Jnli, 5.-26. Ang., a. österr. "Doppelschranben-Schnelldampfer Alice, 10500 tons, 140 m lang. Preis 375 1M. Triest, Cattaro, Korfu. Athen, Constantinopel, Smyrna, Jerusalem, Cairo, Kreta, Venedig, Triest. Prospekte durch Vereinigung f. Deutsche Mittel- 88 große und kleinere Schweim bei Herrn Gastwirt Jochem, Puloermühlr, Gießen eingestellt haben, welche nächst Mittwoch frei werden. Gebr. Schercr !. Frühlingsfest auf der Schönen Aussicht Konzert, Tanz im Freien (Tanzboden neu gelegt) bester Konstruktion jeder Größe fabriziert ForstcrWäschereimaschinenfabrit RUMSCH & HAMMER. Forst (Lausitz) No.76, Wochenprogramm vom 7. bis 13. Mai 1911. Von Dienstag ab täglich 8'/» Uhr FrübklMzert in der Trinkkuranlagc. Sonntag, 7. Mai Hessischer Blumentag »um Besten der Mutter- und Säuglingsfüriorgc im Großberzogluru .Dessen: vorm. 11'/.. bis 12'/. Ubr am Tennis Ease Konzert der Kurkavellc, am Bnrgvlatz Zlonzert der Kapelle des Hess. Leib- Dragoner-Negts. Nr. 24 aus Darmstadt. Nachm. 4 bis 6 Uh a. d. Terrasse 51urkapclle, nm Teich- bauS Dragouerkapcllc. Llbends 8 bis 10 Uhr Dovvclkonzcrt a. d. Terrasse, nach 10 Uhr Konzert im Tcnnis-<5as6. Von Montag bis Ereitag nachm. 4 bis 6, abends 8 bis 9'/._> Uh» a. d. Terrasse Konzert der Kurkavcllc. Montag und Mittwoch das Nachmittagokonzcrt unter Leitung des Kgl. Pros. Hans Windcrstein. Dienstag, abends 8 llhr im Theaiersaal Lustiger Abcud von HanS Aredv. Donrterstas. abends 8 Uhr im Theatersaal Kincitzato gravlnichc Vorführungen des Union - Theaters. Samsta«, nachin. a. d. Terrasse Konzert der Knrkavelle. Llbends 8'/. Uhr im Konzerthaus 1.Zlünttlerkonzert der Kurkapclle unter Leitung des Kgl. Pros. Hans Winderitein und unter Mitwirkung des Violinvirtuosen Joan de Mandn. C*7S Vorläufige Anzeigen. Sonntag, 14. Hai a. d. Terrasse Militärkonzert. Montag, 15. Mai I. Theatervorstellung: Der Kaufmann von Venedig. Samstag, 20. Mai II. Sinsoniekonzert der Kurkapelle. iit Mtiger ’urtisHal froge« heute d tj liegt eine «eneilung d Garantien s< Höhung der »an ist tim Kr Tlotzerc von heute Samstag bis einschließlich Mittwsä> den 10. Mai zu den denkbar billtgsten -hreiEn ausverkaust. Gg. Koch, WinM, PahHofstraßc U Zum Neubeziehen für Sonnen- und Regenschirme grosse Auswahl Stoffe ..... Billige Berechnung ===== Casseler Schirinfabrik Giessen, Seltersweg 9 :: .Reparaturen schnell n.bill. 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