Nr. 105 ««Nch wdt IMm M ru »ettBCTia Jamalen blauer* •erben bau .Anzeiger «lenruxl •Adjenthd) betgdeflt, be« ^Krelsblaö fib bei Hieb «leßeo- zmetmal »öchkntlüd. Dte ^r-ubwtttlchaflNch« iett» frage»" «fchetnem «w null ab ysetmaL 161. Jahrgang Giehener Anzeiger General-Anzeiger für ©berfjefjen Freitag, 5. Mai 1911 1bteA*Ae*t ** Berfag be» «»«HNchM, Unweq uLis - Buch- en> 6trtnbtnrfetei» K •«■«*. fite^ew. FebaFttaa Exvedtttom an* Druckerev Schob» fhnfee 1. ExpedUton un> Verlag > M» VtebaftUMce^llX Tel.-Ab r- LlnzNgerTrebe» mb Deutscher Reichstag. 166. Sitzu ng, Donnerstag, 4. Mai. Am Tische des BunbeSrats: Dr. v o n L i n be q uist, D e r- m u t h. Präsident Graf Schwcrin-Löwitz eröffnet die Sitzung um 2 Uhr 20 Minuten. Rechnungsfachen. Erste Beratung kolonialer Nechnungen für 1905 und 1904. Abg. Erzücrgcr (Zentr.): In den letzten Jahren ist die Vorlegung der Rechnungen endlich au einem Zeitpunkt erfolgt, der befriedigend zu nennen ist. Hoffentlich bleibt das nun auf die Tauer so. ^.aS darf nicht mehr Vorkommen, das; tvir Ausgaben zu prüfen haben, die o ober 7 Jahre zurück liegen. a, Die auf der Tagesordnung stehenden R e ch n n ngs 1 a ch e n werden erledigt und zum Teil der Recknungskommission ubcr- wiesen, zum Teil in zlveiter Beratung genehmigt, ter vorjährige Bericht der Rcichssclmldcnkommission zur Kenntnis genommen. Bei einer kolonialen Re chnnngLsache, die noch citei'■ it.) Die ganze deutsche Väckerwclt ist mit Vorschriften über Sauberkeit einticrftamcr und wünscht die Ausmerzung der Elemente, die dagegen verstoßen , aber die Sozialdemokraten sollten da vor ihrer eigenen Tur kehren. Der Redner trägt unter Hort', Hört l-Rusen einen Gc- ricktSbericht über „Geheimnisse einer sozialdemokratischen Back- stube" vor. Das gesamte deutsche Volk, soweit eS_ national ist, muß sich um die Bäckermeister scharen. Wir dürfen nickt mit Enstenzen spielen. (Abg. Bebel: Wenn Sie nur bei Steuer- fragen so reden wollten!) Sie haben, Herr Bebel, Beschuldigungen gegen den ganzen Bäckerstand erhoben und sind den Beweis schuldig geblieben. (Abg. Bebel: Ick »bitte ums Wort!) Bringen Sie uns dcn Beweis. (Abg. Bebel 7 Dazu habe ick gar keinen Grund!) Ilm so schlimmer, daß Sie dann einen Stand in den Schmutz ziehen. Traurig, daß die Regierung so fremd im praktischen Leben ist. Die Bäckereiverordnung wird in infamster Weise angewendet. (Präs. Graf Schwerin-Löwitz rügt diesen Ausdruck.) Abfl. Giesbcrts (Zentr.):' Um den Kern der Bäckereiverordnung geht Herr Rieseberg herum. Mißstände haben doch zweifellos bestanden und die werden durck die Verordnung beseitigt. Ich stamme s elbst aus ei n e r Bäckerfamilie und habe zahlreiche selbständige Bäckermeister >u Freunden. Die Bäcker haben sich im großen Ganzen mit ber Bäckereiverordnung abzufinden. Der Kominissionsbeschluß: Erwägung zur Beseitigung der Härten, ist eine Verständigung zwischen den Parteien. Das. was hier vorgetragen ist, will ja nie. mand von uns, will auch nicht die Regierung. Nirgends gibt eß so viel sckwiiidiücktig aussehende Menschen wie unter den Bäcker- meistern, soweit sic selbst Mitarbeiten. Hinter den Petitionen heben eigentlich nicht die Bäckermeister, sondern die Hausbesitzer. Die Unreinlichkeiten darf man nicht verallgemeinern. Tie Meister selbst gehen dagegen vor, denn, meist sind c5 die Gesellen und Lehrlinge, die sie verursachen. Ich selbst war drei Jahre in der Lehre in einer Bäckerei und habe von meinem Meister manche Ehrfeige in ber Backstube bekommen. (Zuruf: Backpfeife!). Abfl. Kopsch (Vp.)' erwidert auf Schefbeck. Seine Anschuldigung gegen Mugdan und mich tir vollständig unbegründet. Die Bestimmungen der Backerei- Verordnung sind zu burcaukratisck. Sauberkeit und Reinlichkeit sind nickt abhängig von 2 Zentimeter Höhe mehr. Herr Riese- berg will nicht, daß mit Existenzen gespielt wird. Wa- rum haben Sie mit Existenzen gespielt, als es sich um Taufende von Tabakarbeitern handelte. Abg. Dcbcl (Soz.)? Herr Nieseberg kann nur meine Broschüre von 1890 gemeint haben über die Lage ber Arbeiter in den Bäckereien. Ich habe da die Ergebnisse einer Enquete mitgeteilt, ohne Namen zu nennen. Es waren geradezu grauenhafte Zustande: die Arbeits- -eit, die Arbeitsräume usw. Meine Broschüre hatte damals ungeheures Aufsehen gemacht, ist hier im Reichstag besprochen worden, man f ielt die^Sackcn für unmöglich; man hat bann unter- suckt und bat es überall bestätigt gefunden, hat mir nirgends eine Unrichtigkeit nachgewiesen. Meine Broschüre hat, das rechne ich mir als Verdienst an, den Anlaß zu den amtlichen Enqueten und zur Bäckerciverordninig gegeben. Herr Rieseberg soll den Beweis liefern, daß die Bäckcreiocrordnung eine Bäckereieristenz ruiniert bat. Wo ist je eine Arbeiterschutzverordnung erknien worden, die nicht zunächst den allerheftigsten Widerspruch ber Arbeitgeber her« borgerufen hat! Die kleinen Existenzen haben überall zu kämpfen, nicht nur in ber Bäckerei. Die günstigsten Arbeitsbedingungen sind überall im Großbetrieb. Abfl. Raab (Wirtsch. 23g.): Bei der Tabaksteuer haben wir, der immer als vorhanden hingestelltc schwarzblaue Block, nur die Hälfte bewilligt von dem, was nach dem Anträge Mommsen herausgekornmen wäre. Wo haben wir Existenzen vernichtet: bringen Sie doch eine hmbe Milliarde Steuerreform fertig ohne wirtschaftlichen Druck, aber Sie haben nicht den Schatten einer Ersatzsteuer vorgeschlagen. Tie Aussorache schließt. Nach einem Schlußwort des Berichterstatters Herzog (Wirtsch. Vgg.) wird abgestimmt. Ein An« trag der Sozialdemokraten auf Uebergang zur Tagesordnung über die ganzen Petitionen wird abgelehnt, /der Antrag der P e ti t i o nZkom mi sf io n wird angenommen. Die nächste Petition betrifft den Erlas eines Reichsfheafergefefjes. Der Verein .Frauenwohl Groß-Berlin" und der .Preußisch« Landesverein für Frauenstimmrecht" richten angesichts der vielen sozialen Mißstände, die sieh im Bühncnwesen ergeben haben und die weiblick?en Bühnenmitglieder ganz besonders hart treffen, an den Reichstag die Bitte um baldigen Erlaß eines Reichs-Theater- gesches. welches allen Bühnenangehörigen ein Mindestmaß von Äigienischem wie rechtlichem Schutz gewährleistet und den be- ,'onderen Jnteresien ber weiblichen Bühnenangehorigen Rechnung trägt durch Regelung der K o st ü m f r a g e (Lieferung be« historischen und mobernen KostümS). sowie durch einen größeren Schutz ber Mutterschaft (Berücksichtigung ber Sonntage, Beseitigung bc8 SchwanaerschaftSparagraphen sowie bc8 Heirat»- verbot-: Einfüh ung einer Mutterschaftsversicherung). Diese Petitionen beantragt bie Kommission mit Rücksicht darauf, baß die Vorarbeiten zu einem ReichStheatergesetz im Gange sind, dem Reichskanzler als Material zu überweisen. In einer anderen Petition bittet Fräulein Anna Buchholz in Elberfeld um Erlaß eines ReichStheateracsetzeS und bietet für den Fall des Inkrafttretens einer Reichs- oder Staats- Versicherung zum Schutze deutscher Bühncnangehörigen eine Stiftung von punberttaujenb Mark an. Diese Eingabe beantragt bie Kommission dem Reichskanzler zur Kenntnisnahme zu überweisen. Abfl. Dr. Pfeiffer (Zentr.) befürwortet die Petitionen. Die jetzigen Zustände sind unhaltbar. Tie verbündeten Regierungen müssen endlich einen positiven Schritt tun. Besonders wichtig ist die Kostümfrage. Die Vcr- sicherungSfraae wird ja bei ber Beratung der ReickSversicherungö- orbnung verhandelt werden. Wie weit sind die Vorarbeiten zum Reichstheatergesetz gediehen? Aber da bin ich ber Prediger in der Wüste: ringsum gähnende Leere, kein Regierungsmann ist hier, sehr bedauerlich! Abfl. Dr. Müller-Meiningen (Vp.) schließt sich dem Vorredner in allem an. Tie Vorarbeiten sollten beschleunigt werden. Bühnenleiter und Bühnenangestellte haben ein großes Material zusammengebracht, daS nun der Bearbeitung Sirrt. Auch mit den Schmieren-Theaterschulen mußte man sich tfaffen. Es ist ein glänzendes Elend, das zum Himmel schreit. Gewiß ist die gesetzgeberische Losung eminent schwierig, es müßte eine der ersten Aufgaben beS neuen Reichstags fein. ES ist aber eine zwingende Pflicht vor allem der Hof- und Stadttheater, möglichst durch Selbsthilfe für Abhilfe zu sorgen. Abg. Geck (Soz.) stimmt zu. Auch in den Großstädten ist die Bezahlung vielfach miserabel und treibt ber Prostitution in bie Arme. Jetzt wirb zum Glück auch ben Bühnenangehörigen bie Bedeutung ber Organisation klar. Die Anträge der Kommission werben angenommen. Der Inhaber eines Putzgesckäfts in Braunschweig petitioniert um Abänderung des § 187 der Gewerbeordnung. Dieser verbietet, daß Arbeiterinnen am Sonnabend, sowie am Vorabend der großen Feiertage über 5 Uhr nachmittags hinaus beschäftigt werden. Die Eingabe führt au”, baß hierdurch die Putzgeschäfte Bart betroffen werden, da sie lediglich von ber Saison und dem kaufenden Publikum abhängig feien, ihren etwaigen Bedarf nicht voraussehen, deshalb auch nicht auf Vorrat rcsp. Lager arbeiten können. Daher bittet die Eingabe darum, daß gerade am Sonnabend gestattet werde, länger, vielleicht bis 9 Uhr abends, zu arbeiten. Sehr oft würden am Sonnabend Hüte gekauft, an denen noch sogleich notwendige Aendcrungen vorgenommen werden müßten, da sie Sonntag ge- braucht würden. Der Ausgleich könne am Montag gefunden werben. Der Zentralausschuß der vereinigten Buhdetaillistenverbände Deutschlands macht eine Reihe von Vorschlägen im gleichen Sinne. Die PetitionSkommifsion beantragt llebcrwcisung der Petitionen zur Erwägung. Abg. Manz (Vp.) spricht für den Antrag der Kommission. Die Abgg. Brühne (Soz.) und GieSberts (Zentr.) verlangen Uebergang zur Tagesordnung. Die Beseitigung von Härten müsse dem Verordnungsreckt des Bundesrats überlasten werden, aber die Gewerbeordnung dürfe dazu nicht geändert werden. Die Abstimmung ergibt die Annahme dcS Antrages auf Uebergang zur Tagesordnung. Eine Reihe von Petitionen wirb ohne Erörterung nach ben Anträgen ber Kommission erledigt. Die Antiqua. Der allgemeine Verein für Altschrift richtet durch seinen Vorsitzenden Albert Windcck in Coln-Kalk an den Reichstag bie Bitte, 1. bie allgemeine Zulassung der Altschrift, vor allem der Handschriftform im amtlichen Verkehr der Reichsbehörden zu er- wirken, 2. daß allgemein der erste Schreibleseunterrickt in den Volksschulen mit der leichteren Altschrift beginne,^ der Unterricht in der schwereren Aruckschrift dagegen auf die späteren Schul- fahre bericht"ben und möglichst bald auf das Lesenlerucn beschränkt werde. Tie Pe t i t i o n s k o m m i s s i o n beantragt einstimmig, die Petition zur Berücksichtigung zu überweisen. Abg. Bindewald (Wirtsch. Vg.), beantragt Uebergang zur Tagesordnung. Abg. Dr. Stengel (Vp.) begründet als Berich t c rsta tter den Antrag dec Kommission. Er bemerkt in lebhafter Erregung, er habe dcn Präsidenten gebeten, seine Ausführungen besonders in schöner Altschrift drucken zu lassen, aber der Präsident habe es abgelehnt. (Lebb. Beifall und Heiterkeit.) Die heutige Schreibschrift ist eine Fälschung und nicht eine wirkliche deutsche Schrift. (Halloh! 5?ärm.) DaS wird nicht mit hohlen Pbrasen, daß das Deutschtum in Gefahr ist, erledigt. Das Deutschtum bat mit der Schrift nichts zu tun. (Gelächter, Lärm.) Dazu braucht man nur einen Blick auf die Entwicklung zu werfen. Ich erinnere auch daran, daß ich Berichterstatter bin (Große Heiterkeit): ich bin durch Zwischenrufe zu diesen Ausführungen gekommen. Ich bitte, mich nickt durch Zwischenrufe dazu zu bringen. (Heiterkeit.) Im Verlaufe seiner weiteren Ausführungen unterbricht ihn ber Präsident mit der Bemerkung, wenn er seine persönliche Ansicht vertreten wolle, möge cc sich hernach als Abgeordneter von neuem zum Wort melden.) Der Redner begründet seine Forderung mit päda- gogischeu Rücksichten, mit der Rücksicht auf die Deutschen im Auslände. Die Alrichrift wird die allein übliche sein, aber darum nicht die alleinige. Die Franzosen tun alles mögliche für die Ausbreitung ber französischen Sprache, wir erschweren es ber unfrigciL ■A * * V x-4 f Mg. Dr.' Pfeiffer ^ZenkrIZ. r©ec 'Herr Referent hat sehr temperamentzE ^"hier ^lnen eigenen Standpunkt dargelegt, aber nicht den der Kvirrmission. Stellen Sie sich vor, daß in der Duma der 2«rag gestellt würde, die russische Schrift abzuschaffen. (Zu- xufht!»: Tas wäre sehr vernünftig!) Was würde man mit dem Mann machen. (Zuruf rechts: Rausschmeißen l Heiterkeit.) Es vewuethd), baf; die deutsche Schrift ohnehin bei uns vielfach veaachtciugt wird. Die ersten Schreibmaschinen mit deutscher ^rchmft kamen ans Amerika. Die deutsche Schrift geht neben Entwicklung des deutschen Volks und der deutschen Geschichte 5*®* sotten unsere geistigen Schätze besser bewahren. Die H«^»tsache ist, daß man darauf hinausgeht, die deutsche Schrift var-ächlrch zu beseitigen. Das würde dec tatsächliche Erfolg sein. -petitronSstürnren soll man uns nicht kommen. TaS ist immer so, wie vor Gericht, wo der eine sagte: Ich bringe zwei Zeugen, d« es geschen haben! worauf der andere erwiderte: Ich bringe Manzig, die es nicht gesehen haben. (Heiterkeit.) lieber die o®“9e der leichteren Lesbarkeit der Schrift und der Schoruuig E 5?0cn bestehen große Meinungsverschiedenheiten. Man doktert ja jetzt immerfort an der deutschen Sprache und bec deutschen Schrift herum. Wenn man den Herren den kleinen »"rqec gibt, dann werden sie bald die ganze Hand verlangen. Es gibt Zeitschriften, die in Antiqua gedruckt sind, bei denen man sich fragt: hängt das Ding nun richtig, oder ist es verkehrt ge. druckt? Der Streit um Antiqua und Fraktur ist schon Jahrhunderte alt. Luther hat mit gutem Grund seine Predigten rn deutscher Schrift ins Volk geworfen, weil er als deutscher Mann sich ans deutsche Volk wandte. (Zurufe links: Luther? Hört! Hört!) Ich spreche hier nur von meinem beruflichen Stkt als Bibliothekar. (Aha! links.) Ich stimme dem Antrag Bindewald zu. (Lebhafter Beifall.) Im deutschen Parlament haben wir die Pflicht, für unsere b« währte deutsche Schrift einzutreten. (Brausender Beifallssturm.) Abg. Henning (Kons.) spricht in gleichem .Sinne, im Ein« zelnen nicht verständlich. Abg. Geck (Soz.)r Ich stelle fest, daß der Beschluß der Konunission einstimmig angenommen ist. (Hört! Hört!) Die Herren, stch f° sehr entrüsten, haben ihr nationales Herz entdeckt, als sie außerhalb des Hauses toaren. (Heiterkeit.) .ich habe vorhin in der Lohnliste draußen vor der Tur des Hauses nachgesehen und siehe da von allen den Herren, die ich hier sehe, habe sich ganze zwölf als gute Deutsche erwiesen, indem sie ihren kkamen in deutscher Schrift eingetragen haben, alle anderen in Antiqua. (Große Heiterkeit.) Als guter Zentrumsmann ist auch Herr Pfeiffer Lateiner (Heiterkeit), auch er steht draußen mit seinem guten deutschen Namen in Antiqua. (Heiterkeit.) Hoffentlich werden Sie Ihre patriotische Anwandlung nicht soweit aus- vehnen, daß Sie all den Herren die Diäten entziehen. (Große Heiterkeit.) Herr Pfeiffer hat sich auch hier als Künstler und Kunstfreund gezeigt, seine Kunstliebe hat ihn verleitet, für die Eothik einzutreien. Es fällt ja aber niemand von uns ein, die Gothic zu beseitigen und der Kunst eine wichtige Handhabe zu entziehen. streitet sich doch auch darum, welche Kurzschrift die beste tft; haben Sie schon gehört, daß man deswegen in patriotische Entrüstung gekommen ist? Ist auch nur irgend ein Studenten- zrrkel möglich ohne Antiqua? Die lateinische Schrift ist die internationale Verkehrs- und Verständigungsschcift. liegt im Iliterefse der Kultur und Hygiene. Abg. Dr. Stresemann (Natl.)- Die Frage hat eine außerordentlich große Erregung in weiten ötceifen hervorgerufen. Es spielt da ein anerkennenswerter Jde- puSmuä mit. Aber die Tragweite des Beschlusses, den wir heute «fassen, wird außerordexitlich überschätzt. Die Fraktur ist, so wird behauptet, eine deutsche Schrift, d > e deutsche Schrift, die Schrift der deutschen Kultur. Ja, wenn das richtig ist, warum wird denn auf den deutschen Schulen daneben noch Antiqua gelernt? Es gibt Namen von bestem Klang in der deutschen Geschichte, die für Fraktur, und Namen von bestem Klang, die für Antiqua sind. Da sprechen Sie doch nicht den einen deutsches Empfinden ab! Jakob Grimm auf der einen, Bismarck auf der anderen Seite! Der Briefwechsel mit Charlotte von Stein ist auf Anordnung Goethes in Antiqua geschrieben, von der ersten bis zur letzten Zeile. Die Goethegesellschaft bedient sich durchweg der Antiqua, weil sie glaubt, im Geiste Goethes zu handeln. Der Verband deutscher Handlungsgehilfen hat sich einstimmig für den Kommissionsbeschluß ausgesprochen, ebenso der deutsch-nationale amerikanische Lehrerverband. Das gibt doch zu denkem Letzten Endes ist es eine Zweckmäßigkeitsfrage, wenn Zwei Schriften neben einander gehen, welche von ihnen geeignet ist, unsere deutsche Kultur besser zum Verständnis des Auslandes zu bringen. Dr. Arning hat mich gebeten mitzuteilen, daß, als der Vurenkrieg tobte, in Afrika die Haltung des deutschen Volkes wenig Verständnis fand. Und als er erstaunt danach fragte, da wurde ihm gesagt: sorgen Sie dafür, daß Ihre gelesenslen deutschen Zeitungen in Antiqua erscheinen, dann könnten wir deutschen Pioniere mehr für das Deutschtum eintreten. Das ist feine Par- teifrage. t Abg. D. Naumann (Vp.)k Es handelt sich in keiner Weist um eine Parteiangelegenheit; sondern jeden einzelnen leitet fein künstlerisches, wissenschaftliches, deutschsprachliches Empfinden. In diesem Sinne unterscheide ich mich von meinem Parteigenosien Stengel, der sowohl als Referent nie als Privatmann gesprochen hat. Tie psyckvlogische und die charakterologische Seite darf man nicht unterschätzen. Goethe, nenn er einTenkmal setzt, wenn er etwas ganz ausgefeilt hirftekt, nimmt allerdings die Antiqua; das meiste, was wir von ihm -aben, tvas aus Fluß, aus Geist herauskommt, ist trotzdem in Deutsch geschrieben. Ist denn in den romanischen Ländern, die nicht in den Schulen mit deutscher Schrift geplagt werden, der Geist und die Energie soviel besser entwickelt? (Sehr gut!) Unsere Kaufleute klagen sehr über die Schrift in den Briefen, die sie aus Frankreich bekomnien. Die Verhandlung dauert fort. Freitag: Rcichsversicherungsordnung. Aus Stadt und Land. Gießen, 5. Mai 1911. " Vost - Personaln ach richten. Angenommen zum Postanwärter: Feldwebel Sachs in Heppenheim a. d. Bergslr. 93 e ft a n b c u: J)ie Poslsekrelarprüfung Ober-Poüassistent Volk in Offenbach, die Telegravhenassisleiitenprnfimg Telegraphenanwärter E h in i g in Mainz. U e b e r t r a g e n: dein Postsekretär « ohl - Hase ans Offenbach eine Ober-Postsekretärstelle bei dem Postamt in Gießen, dem Ober-Postassistenten Foren köpf in Darmstadt eine Bureaubeamlenstetle 2. Klasse bei der Ober-Posldirektion. Etatsmäßig a n g e st e l l t: Postsekrelär Mantel in Mainz. Versetzt: Die Postsekretäre B e ck e r von Heppenheim a. d. Bergstraße nach Darmstadt und Karg von Darmstadt nach Köln; die Postässislenlen Altvater von Gernsheim nach Hagen i. Wests., 23 u e b von Krozingen nach Mainz und Herms von Gebern nach Zörbig (Bez. Halle); der Telegraphenassistent Walcker von Mainz nach Konstanz. Entlassen: Telegraphengehilie Daniel in Mainz. "DerJahresberichtderKrieqerkameradschaft „Hassia" über das 36. Verbandsjahr 1910 (das 39. der alten „Hcüsia") ist erschienen. Danach schlossen sich dem Landesverband 16 Vereine an, bis aui vier Neugründungen des Jahres. Aktive Mitglieder zählen diese 16 vereine 832 und passive 86. Ter Militär- verein Semd hat sich auigelöst. Der reine Zuwachs beträgt daher 15 Vereine. Am Schlüsse des Jahres besaß die „Hassia" 964 Vereine nut 61829 aktiven (Ende 1909 = 60 537) und 6338 passiven (Ende 1909 — 6692), zusammen 68 167 Mitglieder (1909 = 66 795). Die Vermehrung beläuft sich sonach aus 968 'Mitglieder. — Der Kapitalienstock der „üaifm" und ihrer Stiftungen hat Ende 1910 eine Höhe von 263 903,23 Mk. erreicht. Das bedeutet im Vergleich mit dem Vorjahre eine Vermögenszunahme von 15 668,23 Mk. Das Kapitalvermögen der Verbandsvercinc betrug 628 387 Mk., Universitäts-Nachrichten. Hk. Das neue österreichische Wehrgesetz soll, wie die „Klin.-ckherapeut. Wochenschr." mitteilt, folgende Acndernng im Präsenzdienst der einjährig-freiwilligem Mediziner erhalten. Während sie bisher sechs Monate als Soldaten bet der Truppe und sechs Monate nach Erlangung des Doktorgrades als Assistenzarzt-Stellvertreter dienten, soll «nun der Truppendienst auf drei Monate, welche in die Universitätsferien fallen, beschränkt werden. Dagegen wird der militärärztliche Dienst auf neun Monate ausgedehnt, von welchen seä)s Monate dem Spitaldienste, drei dem Dienste als Truppenarzt gewidmet fein sollen. Gerrchtssaal. Leipzig, 4. Mai. Vor dem vereinigten zweiten und dritten Strafsenat deS Reichsgerichts begann heute der Spionageprozeß gegen den ehemaligen Souffleur des polnischen Theaters in .Posen, Siegmund Zbierski. Im Eröffnungsbeschluß wird er des versuchten Verrates militärischer Geheimnisse beschuldigt. Er' soll versucht HMen, gegen Ende 1909 = 607 705 Mk. Die Bibliothek des Verbandes besitzt jetzt 973 Bände, hat sonach in 1910 eine Vermehrung um 86 Bände erfahren. Einschließlich der Neuanschaffungen für die Ausstattung der Geschäflsstelle hat das Verbandsinventar nunmehr einen Werl von 5500 Mk. Die Vereine schätzten ihr Mobilieneigentum Ende 1910 aui 479 322 Mk., Ende 1909 aui 472 039 Mk. Dte Eiuuahmen betrugen 95 256,14 'Ulf., die Ausgaben 86 702,45 Alk., ergibt einen Kassenvorrat von 8553,69 Mk. Der Voranschlag für [911 schließt mit 70 931,25 'Ulf. Die Entwickelung der „Hassia"- eterbefafie ist in ein ruhigeres Tempo gefommen. Ihr Stand ist heule 4189 079 Mf. Versicherungskapital auf 16 350 versicherte Per- {onen. Gegen das Vorjahr 965 GUI Mk. Versicherungskapilal und c-850 versicherte Personen mehr. Im Jahre 1910 kamen 135 Sterbe- fätle zur Auszahlung mit 19 728 'Ulf., im ganzen bis jetzt seit Bestehen der Kasse (1. Oftober 1907) 344 Slerbefälle mit 45 448 'Ulf. ".!'?b^ahlten Versicherungsgeldern. — Hinsichtlich der Verems- tätigkeil stand im Vordergrund des Interesses der .Veteranen-Appell in Darmstadt, der am 14. August unter Teilnahme von 6000 Kameraden in glänzender Weise verlief. Die Veteranenfahrteii nach den Schlachtfeldern von 1870/71 gelangten in großer Zahl zur Ausführung, weil die Eisenbahn -Verwaltungen ganz anßer- gewöhnlich günstige Vorzugsbedingungen bewilligt hatten. — schwere Verluste erlitt die „Hassia" durch den plötzlichen Tod ihres Ehrenmitgliedes, des Grafen • Waldemar von Öriola, der am 16. April in Berlin an den Folgen eines Unfalles starb, und durch das am 29. August erfolgte Hinscheiben des 1. Präsidenten, Generalleutnant Hof, der fast 6 Jahre lang die LeiliNig des Verbandes hatte. Ter geschaflsführende Vorstaiid setzt sich nunniehr wie folgt ziisanimen: Freiherr von Heyl, Generalniajor a la suite der Kavallerie, Darmstadt, 1. Präsident; Beck, Ulajor a. D., Darmstadt, 1 stellvertr. Präsident, Referent für die laufende Kassen- oerwaltung; Dr. Vogt, Medizinalrat, Butzbach, 2. stellvertr. Präsident und 1. Schriftführer, Referent für Neuausnahmen, Fahnen- gesuche, Jahresberichte, Ehrentafeln, Lotterie; Dr. Lahr, Obei> amtsrichter, Geh. Justizrat, Hauptmann d. L. a. D., Darmstadt, 2- Schriftführer, Referent für Beschwerde-, Streitsachen, Zürich- Versicherung und die Lebensversicherung; Waldecker, Hauptmann d. L. a. T., Darmstadt, Schatzmeister, Referent über den Kyffhänser- 23und, Redafteur des „Hessischen Kamerad" und Geschäftsführer der Sterbefasse „Friedrich Wilhelm". ** Gießener Volksbad. Im April ds. Js. wurden 9058 Bäder verabreicht gegen 8645 im März 1911 und 9072 im April 1910 oder im Durchschnitt täglich 302 Bäder gegen 279 un März 1911 und 302 im April 1910. Der Besuch im einzelnen verteilt sich wie folgt: Schwimmbad: 3459 Männer, darunter 1199 zu 10 Psg., „ 789 Frauen, „ 190 „ 10 „ Wannenbäder 1. Klasse 242 Männer, 74 Frauen, 2. „ 810 „ 508 „ Brausebäder 1. Klasse 1057 Männer, 352 Frauen, E . .» ..2- . ,, . 1223 „ 422 „ -lampf- u. Herßluftbäder, sowie Massage zus. 107 Männer, 15 Frauen. Die Personenwage wurde von 220 Personen benutzt und das Bad von 3 Personen besichtigt. "Ritt dem Schutz der Vögel beschäftigt sich eine in der heutigen Nummer enthaltene Bekanntmachung des Großh. Polizeiamts, worauf besonders hingemiesen sei. Starkenburg und Rheinhessen. m. Offenbach, 4. Mai. In Her heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurde für die Lungenheilstätte in Davos außer dem jährlich zu entrichtenden Beitrag ein außerordentlicher Betrag von 100 Mk. bewilligt. Der Fehlbetrag in Höhe von 9709.49 Mk., der durch die Veruntreuungen des ehemaligen Vorstehers der Jnvalidenver- sicherungsstelle Ripper entstanden ist, soll auf iden Voranschlag verbucht werden. Die Gevichtskosten, die durch die aussichtslose Einklage des Fehlbetrages entstanden sind, beziffern sich auf 956.20 Mk. Die Schaffung einer vertraglich gu besetzenden Stelle eines Gartentechnikers anstelle eines vorhandenen Gärtners wurde beschlossen. Der Gehalt soll ans der für Gärtner vorgesehenen Lohnsumme bestritten werden. Für die Erneuerung und Versetzung der Akkumulatorenbatterie des alten Elektrizitätswerkes nach der neuen Zentrale wurden 42 000 Mk. bewilligt. Die Stadtverordneten erklärten sich damit einverstanden, daß die noch zur Verfügung stehenden Zinsen aus der Kl-afft- schen Stiftung aus dem Rechnungsjahr 1910 im Betrage von 2507.13 Mk. mit 600 Mk. dem Verein für Naturkunde für Mufeumszwecke, 500 Mk. der Ferienkolonie und 1407.13 Mk. der städtischen Beratungsstelle für Säuglings- unb Mutterschutz zum Zwecke der Verleihung von Stillprämien überwiesen werden. Außerhalb der Tagesordnung brachte Beigeordneter Walter einen Dringlichkeitsantrag ein, für die maschinelle Anlage des neuen Elektrizitätswerkes, das bereits zum 1. Dezember dem Betrieb übergeben werden soll, die erforderlichen Mittel in Höhe von 300 000 Mk. zu bewilligen. Die Angelegenheit soll erst int Verfassungsausschuß beraten werden. d. Mainz, 4. Mai. In der H o l z i n d u st r i e ist heute eine Einigung zu Stande gekommen. Nach längerer Beratung zwischen den Vorständen des Möbelfabrikanten- und Schreinermeister-Verbandes und den Vertrauensleuten der vereinigten Holzarbeiter wurde ein auf vier Jahre laufender Vertrag angenommen. Die Arbeiter erhalten eine Lohn- erhöhung von 6 Pfg., die sich auf die vier Jahre verteilt; die Verkürzung der Arbeitszeit um eine Stunde an Samstagen tritt mit nächstem Jahre in Kraft. Außerdem wird ein Schlichtungsausschuß eingesetzt. In einer am Abend abgehaltenen Versaminlung der Holzarbeiter wurde diesen Ab- inachungen zugestimmt. Kreis Wetzlar. = (Steifen ft ein, 3. Mai. Die Ruine Greifenstein, die bisher im Innern ein wüstes Durcheinander bot, scheint neuerdings einer gründlichen Aufräumung unterzogen werden zu sollen. Unter Leitung des Burgbaumeisters Seiler- Braunfels sollen die Fundamente der Feste freigelegt werden, um dadurch einen vollständigen Lageplan der Burganlage zu gewinnen. Auf welche Art die Burg in den jetzigen Zustand gekommen ist, darüber schweigt die Geschichte. War doch die Feste Greifenstein selbst für den französischen General Turenne uneinnehmbar. sich Schriften usw. zu verschaffen, die in WirMchLeit wbefl nach feiner Meinung geeignet waren, die Sicherheit des» deutschen Reiches zu gefährden, und dies in der Absicht getan zu haben, sie einer fremden Regierung zu übern Mitteln. Geladen sind zwei Sachverständige und sechs Zeugen. Zbierski kann sich nur durch einen Dolmetschen verständlich machen. Auf Antrag des Reichsanwalts Freiherrn Eberz und .Rockenstein wurde wegen Gefährdunig> der Staatssicherheit für die ganze Verhandlungsdauer die Oeffentlichkeit ausgeschloffen. Wandern und Heilen, Bäder und Sommerfrischen. # Deutsche Verkehrspropaganda in Amerika u n d England. Zur Heranziehung des amerikanischen und enq. liscl)en Fremdenverkehrs hat der Verlag der illustrierten Zeitschrift „Deutschland" in Düsseldorf eine große S o n d e r - N u in m e r f u r A merika (American Travellers’ Edition 1911) unter Mit- Wirkung der Staatseisenbahnen und Verkehrsvereine Deutschlands in englischer Sprache heransgegeben. In einem stattlichen Bande von 172 Seiten haben .sich Schriftsteller von Rnf ein Stelldichein geg.beii zur Schilderung der dentschen Städte mit ihren hervor- raqcnditen Sehenswürdigkeiten und der landschaftlich schönsten Gebiete Deutschlands. Heber 200 künstlerische Illustrationen führen nns von der Reichshanptstadt in die großen initleideutschen '13er- kehrszentren Leipzig und Dresden, in den deutschen Osten, den Harz imd die Thüringen Lande, an die Wasserkante mit den interessanten Küsten- imb Hafenstädten, in die vornehinen Fremdenstädte Hannover, Kassel, Hildesheim und Brannschweig. Durch den Nordwesten Tentschlands geht es in die Städte der Jndnstrie uiid Arbeit, von Essen zum lieblichen Niederrhein nach Düsseldorf, wo wir Kunst, Schönheit nnd Jndnstrie in dem reizvollen Rahmen der ^Rheinischen Gartenstadt" vereinigt finden. Do in heiligen Köln mit feinem einzigen Tom und der alten Kaiserstadt Aachen gelangen wir an Bonn und dem Siebengebirge vorbei an den romantischen Rhein und ferne idyllischen Seitentäler. Wir begrüßen das Deutsche Eck am Zusammenfluß von Rhein nnd Niosel, genießen das herrliche Panorama von Deutschlands schöiistem Strom zwischen Koblenz und dem goldenen Mainz, ivähreiid uns aus der Ferne Frankfurt, die Höhen des Taunus mit seinen berühmten Bädern, die Bergstraße und ,Alt-Heidelberg", Straßburg, sein berühmtes Münster und die Vogesen grüßen. Von Mannheim wandern wir durch das Badener Land mit seinem Schwarzwald und Schwabenland imb beende« unsere Reise in München und im Bayrischen Hochland. — Es war ein kühnes und schivienges Unterfangen, im Rahmen eines einzigen, wenn auch umfangreichen Bandes, den Toiwisten durch die deutschen Lande zii führen. Die Zeitschrift mußte sich daher darauf be- chränken, durch besonders markante Striche das riesige Panorama festznhalten. Text imi) reicher emgeitreutcr Bilberschmnck erfüllen diesen Zweck in sehr gelungener Weise. Tie Fülle prächtiger Jliu- Irationen ist nicht nur geeignet, den Fremden zu zeigen, daß Deutsch- lands Gaue eines der hervorragendsten Tonristenlänber bilden, sie werben vielleicht auch manchem Deutschen, bem bas Anslanb oft "der bie Heimat geht, bie Augen für bie Sehenswürbigkeiten und Naturschönheiten im eigenen Lanbe etwas öffnen. — Die Nummer bringt als Einleitung brei sehr interessante Aufsätze zur Würbigunq ber beutsch-amerikanischeii Beziehungen von Dr. Drechsler im. Amerika-Institut, Professor 'Ul ü n ft e r b e r g, bem amerikanischen Austausch-Prosessor unb 1. Direktor bes im vergangenen Jahre qegrünbeten Anierika-Jnstitnts in Berlin, und Herniaiin Ridder dein Verleger der Newyorker Staatszeitung. Besonders hervorgehoben sei ferner noch ein Aufsatz über das'deutsche Verkehrswesen von Geheimrat Dr. von der Leyen. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) G i e ß e n, den 5. Mai 1911. Einer langgehegten Idee, die inzivischen zahlreiche Freunde gefunden hat, erneut Ausdruck zu verleihen und gleichzeitig mi- seren verehrten Stadtvätern die Bitte zu unterbreiten, unseren. Vor- chlag willkommen zu heißen und baldigst zur Ausführung yi bringen, soll der Zweck dieser. Zeilen sein. In letzter Zeit ist unser Städtebild sehr verschönert worden durch die gärtnerischen, noch nicht ganz abgeschlossenen Anlagen, >te beide Wieseckufcr zieren und warhaft herzerquickend ist der Blick von der Wicscckbrücke bis Bahnhofstraße und Frankfurter Straße, wenn er die Alicestraße entlang streicht. Nur eines wirkt störend, die armselige Wieseck selbst. Wie viel schöner, wie vollendet in seinem Ganzen würde es wirken, wenn die Wasserfläche doppelt so breit wäre, als sie jetzt ist und so tief, das; nicht der verunreinigte Grund der Wieseck zu schauen wäre, daß Schwäne ungestört darauf hinziehen könnten. Dies alles zu erweichen, wäre eine Kleinigkeit. Zahlreiche Anhänger hat das Projekt einer Stauung der Wiescck um ca. 1 m kurz vor dem Cisenbahuviadukt und dem Einfluß des alten Stadd- grabens bereits gewonnen und ein gut Teil der Kosten würde- aus deren Kreisen zur Verfügung gestellt. Es wäre eine breite Schleuse dort zu errichten, die eine einmalige Reinigung des Wiesecö- grundes im Jahre ermöglichen müßte, und bei Hochwasser das Andrängen des Lahnwassers zurückhalten könne. Einige Schwan- l>äuser müßten ihren Einwohnern Schutz vor Regen und Mlte bieten. Wer etwas Sinn für Schönheit hat, muß diesem Projekt gewogen sein und unverständlich ist cs dem Einsender dieser Zeilen, der als Laie sich gewichtige Gegengründe nicht benfen kann, daß es nicht schon früher zur Durchführung kam. kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag den 7. Mai, Jubilate: Gotterdienst. 3n der Stabtlirche. Vormittags 9'/, Uhr: Prof. D. E ck. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Schwabe. Nachmittags 2 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. 3n ber Zohannerkirche. Vormittags 9*/3 Uhr: Pfarrer Ausfelb. Vormittags 11 Uhr: Kinberkirche für bie Johann es gemeinde. Pfarrer A u § f e I b. Abenbs 8 Uhr: Bibelbesprechnng im Johannessaal. Nächstkünftigen Sonntag Eaniate, ben 14. Mai, nehmen in beiben Kirchen bie Frühgottesdienste nm 8 Uhr und in Verbindung damit die Christenlehren für die Nenkonfirmierten wieder ihren Äniang, und zwar zum erstenmal für bie Neukonfirmierten aus ber Markus- unb Johannes gemeinde. Die Eltern werben gebeten, ihre Hinber bazn anzuhalten. Ebenso ergeht an die Dienstherrschaften und Lehrherren die Bitte, dafür bie Zeit freigeben zu wollen. Katholische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag ben 6. Mai 1911: Nachmittags um 5 Uhr unb abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag den 7. Mai, 3. Sonntag nach Ostern: Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. „ um 7 Uhr: Die erste heil. Diesse. , um 8 Uhr: Austeiliing bet hl. Kommunion. „ um 9 Uhr: Hochamt mit Prebigt. , um 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt. Nachmittags nm 2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Dienstag nnd Freitag abend um 6X Uhr ist Uiaianbachl. Der Aktiengesellschaft Apollinaris-Brunnen vormals Georg Kreuzberg in Neuenahr ist die alleinige Lieferung des Tafelwassers für die Kabine des Luftschiffs Deut,chland- übcrtragen worden. ' D*/< 93JS0 M. 1 Türken Vagdad-Bahn Htaats-Anleihen Ungarische (Holb-Mente 2025t fteuerfr. gar. 92J2O 77. M. *k 37, do. SU Vk IlußereuropLische. II inn. G.-Lnl. v. 1887 Pes. t abgeft. Lo. 1890 do. v. t V' 99.70 4 Pforzheim v. 1899 kundb. 8'/. 91.— 4 do. ad Lstr. d. 1904 ualilgb. b. 97.40 1901 tünbb. ad 1906 do. 100.20 3‘i . - Pes- do. cons. innere . . do. Eisenbahn-Prioritäten. 4 99. 84.80 89.25 b. «uSländische 37, L Europäische. Är. v. 1888 u. 1894 M. 95.90 4050c Lire v. 1900 unk. b. 1911 96.50 6. ft 80. 2000c Lissabon v. 1886 400 Letz- Süd (S'omb.) flf. u ®. Mo-kau 5er. 30-33 unk. b. 1913 1000c Fr. * 7 do. s. v. 71 i. G. Wien Kommunal i. ®. 5 Brünn-RS. 72 stf. i. G. 100 5 Kr. 3'/, Zürich 6 Stadt : i. unk. b. 1910 M. b M. 1000/2000 66.90 u 121.50 93L0 4 29— M. ab 1908 Gold-Lnl. v. 1894 fteuerfr. . »landesherrliche Anleihen. v. 1896 steuerst. do. M. v. 1890 91LV 91.30 LP. 87.30 1906 99.70 M. M. 91. 1903 Lstr. Unverzinsliche Lose. »10 , M. 10UO/3ÜÜO ö.85| 6.48 Südd. Boden Kr. S. 53 u. 54 tünbb. 1906 213.90 9 bi3 mcl. Ser. 52 be. 67, 6L50 do. do. 452. do Landw. Kreditbank LiL D-J 67, M. N. P. do. 148.70 37a tafltlec LandeS-Ereduanst. unk. I. Ultimo. 393. 6 6 nie: 1 99.50 103.20 1104.70 37, *7, do. r. 162 Industrie-Aktien. 47s Tisenb. Äentcnbonl do. Ser. 2 u. 3 do. do. Meininger Hyp. 47» do. 4 Preuß. 37, H do. do. 7 do. „nion- obgeft. 80°/< lo. 27, 9975 , 99.20 Ser. 7 unk. b. 1913 87.50 93.80 500 500 500 500 500 200 v. 1888 i. G. v. 1909 t ®. ab ab ad 9 77, 8 10 8 ab 1905 ab 1907 500 1000 500 600 1902 1907 102.10 102.70 mii^eteilt von der 3 3 91.30 91.30 «8.50 98.10 87, 87, 1910 1910 100. 100 100.20 91.80 Vk i 4 4 4 4 I Ser. Ser. Ser. M. 600/1200 M. 600/1200 67» 67, 7 149.30 149.80 5 5 5 <7. ö 5 8 4 4 4 5 4 4 4 4 4 37. 37, 4 4 Mexik. amorL innere Ser. I—IV . Pes. do. cons. äußere v. 1899 steuerst. Lstr. 37, do. 37, do. 4 4 4 4 do. do. do. S. 43 S. 46 1888 1897 unk. unk. unk. unk. unk. unk. 400 400 400 101.90 99.40 5 5 3 37. »7. 37. 37. 37, v. 1889 L Rg. v. 1889 II. Rg ab 1901 ab 1902 ab 1908 94.70 90.70 10030 91.90 136— 176.90 12-170 37, 37, do. do. do. dc. do. v. 1901 kündb. v. 1883 obgeft. v. 1895 kündb. v. 1886 . v. 1895 . 97.20 iSi 135.40 n l 4 8 107, 8 77, 7 4 4 4 3 3 3 3 3 3 3 3 3 4 4 5 4 kündb. ab 1906 unk. b. 1911. b. b. b. b. b. b. Lstr. M. Lstr. 1R. 99.80 81.90 58.10 3 4 3' 4 3 37. 4 37. do. do. 161.50 18.50 96.20 94.7V 104— 131.50 31.80 9)1.1000 M.1000 M. 1000 93.80 83.50 93.90 93.50 100 JO 93.20 91.60 85.30 101.40 91.80 91.40 82.20 90.70 do. do. do. do. do. do. do. do. M. M. 91.40 92.50 100.2« 98.30 M. 1000 Tlr. 100 4 4 87. 8 4 Fulda 4 Gießen 37, do. 37, do. 87, do. 37, do. 3 4 4 3 5 100.80 100.80 84.10 95— 82.50 67.20 Äotthardbahn. . Jtal. Mittelmeer . Anatol. Eisenb. . Printe Henri . . Prag-Dux St. Att, 1. ®. v. 1891 v. 1894 . . v. 1898 . 100.60 91.40 82.30 100.60 100.60 142.50 205— 133.70 237L0 138 70 134.20 do. ex. Ä. Sch. Lnrechtscheme. . kündb. kündb. kündb. Fe. DL v. 1888 conv. v. 1895 . . 139.75 145— 192— 137— 138.70 123.- ’Mn ittvWi ib« lemalä 18 . 20 . 12, 13 15 . 11 67. 7 10 57, 8 6 7 9 1909. 1912. 1914. 1915. 1912. 1914. M. Tlr. M. Fr. do. do. Deft.-Ung. Bank . . Ceft.-l'onberbant . . CefL-ftrebit-Änftalt. . Pfälzische Bank . . . Preu>j. Bodenkreditbank d.fl.200 6. p. 260 M. 1200 Tlr. 200 do. do. unk. b. 1913 . kündb. ab 1908 106.80 137.60 do. do. Lstr. M. do. do. do. do 3 Hamburger 0. 1866 . . 3 holländische Storno, v. 1871 3'/,Kokn-Mludener.... 37, Lübecker v. 1863 . . . 2*/, Lütticher v. 1853 . . , 5 Stus fische v. 1866 . . . 27,Stuhtweißenb.-Staab-Graj 1893 1896 1897 1903 1905 1901 1894 1905 1902 kündb. ab 1907 1903 kündb. ab 1908 1897 do. do. 8.P. M. do. do. do. do. Rbl. Lire M. Lüdv. Bodenkredit-Bank Ungar. Kreditbank . . Unionbant (Wien) . . Wiener Bankverein. . do. do. Pfandbriefe. , (vr. Pommr.- abgefL 80°/( do. do. do. do. do. do. do. Ser. 10 B. fl. M. S.fl. Lire v. 1901 kündb. ab v. 1888 . . . v. 1895 . . . v. 1898 kündb. ab 1905 . . . . 37, 37. 37, 37 7 Reichsbank Frankfurter Bank Badische Bank . 8 ö7. b V7, 4 4 4 37. 37. 37. *7, 4 4 4 4 4 4 u. S. 18 . . unk. b. 1912. Papcnh. Gräsl. , RudolfS-StistUiig Türkische . . . do. . . . Ungar. Staat» . Benetmuec . , 37, 4 4 4 4 4 37. 3'/. 31/, 3 Itlin & Hübner teregetn fltUli . Lorz.Lkl. do. do. do. do. d^ Elisabeth K. Ferd. do 3 17. 11 67k 67: 10 5 8 37. 127.70 263.75 119.— 128.10 189.10 157.50 3*/. unk.'b.'1914' Kommunal. . do. dä. do. do. do. do. do. WormS do. do. Rio de Janeiro v. 1909 i. Ä- Sofia • • 4 37, 37, 37, 37, 9 67. 290.— 167— 127.50 127 JO 109.30 106.— 104.10 98.25 80.70 79.60 79.30 80.10 76.8J 78.10 77— 152— 141.30 148.1U 37, 37. 37s 37, I Vk >•/, 107.50 165— 125.6U 138.75 204— 138 — 177.25 204— 155 JO dv. do. do. do. do. do. do do. do. do. do. do. Siaatl. oder provinzi al»garanL Hess. LandcS-Hyp. Bank 2er. 12—13 . 100.70 100.90 91.30 100.70 100.90 91.30 9-L50 94.50 95.— BeretnSbank . Tilkonto-Geleüschast Dresdner Bank . . Dresdner Bankverein Eisenstahn-Renten-BL StaotSb. v. 83 I—VIII Lm. IX Lm. v. 1885 91.25 80.25 83.30 101.90 94.90 91.70 97— 89.90 99.60 99.90 99.60 100.30 91.20 91.20 13 9 67, 67, 6 6 Verzinsliche 4 Badische Prämien Serie II u Donau-Regulierung . . 3*/, Gothaer Pram. Pfandbr. I i. G. 1. Ä. S.fl 150 ö. |L 150 . P* . . L. st. 100 .. Tlr. 100 . Tlr. 100 . . Llr.50 . . h.fl.100 . . Tlr. 100 . . Tlr. 50 . . Fr. 80 . . Fr. 100 . . Tlr. 100 . . L. fl. 500 . . Tlr. 40 alt. K. Rbl. 100 alt. K. Rbl 100 100-30 3V, —— 13 --->4 —.— I 4 L G. i. e. do. do. do. n. 14-15 . Ser.I-V unk. 1909 102— 99.60 10L20 571.75 120.80 462— 276.20 149— 134.50 „ R abgefL . . (Straßenbahn) v. 1899 . v. 1901 ilbL L . . . v 1901 Abü IL il III. 91.80 85.20 do. do. do. do. do. do. v. 1902 unk. b. 1910 da. v. 1896 do. do. Lstr. Kr. convert. v. 1891 LiL H v. 1897 v. 1902 amorL ab 1907 v. 1905 amort. ab 1910 Augsburger . . . Braunschweig . . . huiilälidische . . . Freiburger . . iKenua Mailänder . . . . Mailänder , . . . Meiumger . . . . Deftr. v. 1864 . . . Oeftr. «cedit d. 1858 . 1905 1912 do. do. do. do. I Psdbr. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. omort. amorL 13 9 67. 67, 6 6 Eisenwerke Lollar r. 102 ... Llektr. Werk Homburg r. 103. . T. Atlant Telegras Franken-Allee, garanL v. Frankfurt Franks. Hof r. 105 bleue Boden r. 102 do. Hyp.-AkL.Bk. M. 600/1200 Rhein. «reDUbt M. 600/1000/1200 97, 10 87, 87. 8*7, 3 4 47, 47. 4 4 4 4 litrlüier girle. Bliesenbach Bergw. , Borz.«kL Bochumer Guß . Buderus Elfen •loucorbia Bergb. TL L'Ufemb. Bgm. Llektr. <.ichiu. Kraft Liqweüer Bergw. Fagon ^tannfiaDt . Botz. Akt. Gelfenkirch. Brgw. Harpencr , Hafper Eifenw. . Hemmoor Zement Hiberuia Bergw. Hösch. Ltsenw. Humbold Mosch. . Laurahütte. . . Massen Bergbau. Mülheimer Bergw. -)cordd.Wollkämm. Oberfchief.L.-Jub. PhSntx Bergw. . Rheln-Rass.-Bzw. Jiqein. Stahlwerke Riebeck Pkontan . schief. Berg.Ziuk 37, 37. »7. L*/. Diabribcr abgefL . . Meininger Präm. Psandbr. Deftert. 0. 1860 . . . Oldenburger..... Russische v. 1864 . . . 4 4 37, 37» v. v. v. v. v. v. Rente do. Rente Rente v. v. v. v. do. do. do. do. Ser. 14 Ser. 16 u. 17 unL 1910 100.10 —— I Oest.-llng.StaaSb. 91.80 OefLSüdb.(Lomb) P/, Chile Bold-Lnl. v. 1889 6 Ehinefische Staats--lnl. v. Diverse Obligationen. 4 Buderus r. 103 ...... 47. Disch. Luxemb. conv. . . . . . 3*/, do. 276— 119.20 177.50 250.50 Schwabe, clusgewemdi- Scbwave. L ®. 1. ®. 1. ®. 1. ®. L S. v. v. v. 1875—80 abgefL e. 1900 .... b. 1903 .... v. 1896 . . . M. 8r.' lai 1911. :id)c | leichMg 1 ,unicren& Ausführung \ do. 1901 uncv. b. 1915 stf. g. 99.— 103.60 3e/., Neapel ftaatl. gar. 4 Stockholm v. 1880 87, r/: 99L0 99 JO 99.&J 99.30 100.10 93.50 91.50 91.50 89.50 89^0 89^0 89.50 99.25 99.25 99.25 90.50 90.50 Staal-.Rente . . . . do. v. 1897 steuerst. (Eisern Tot) Gold ftst. . 494.50 134.50 268— 496^0 J 30.30 do do. 5 5 4 4 Aktien ausländischer Transpurt« Anstalten. 37, do. do. Kommunal Set l u.II unk. 1909 37, Raffauischc LaudeSd. LiL F. 6. H. K. iL I* do. do. do. do. do. fitiilukt fiele Aschafi.Masch.Pop Neue Boden A. G. Brauerei Btndtng. Henninger. „ do. Pt. LkL Kempfi . . , a/iainjer Akt. „ Retteumeyer e 6tein(0bttt.) , lüerger . . Zements, ttarlfiabt Lhcm. Bad. AnUin , Blei u.Silb.Br. „ GneSh. Llektr. , Albert . . . DL ÄtL Telegraph Llektr. Böse Botz. , Lllgem. Berlm , Lahmeyer . . , Sch ucker t . . , «um. & HalSke , Untern. Zürich Farbwerke Höchst. KunftseideFfLa.M. Masch. «leger. . , Grttzner . . „ Fab.LSchletch. Hamb.«Lm.«Pcktst. Rordd. Lloyd . . Sleaua Rom.Petr. . fL7 Tlr. 20 Tlr. 10 . Fr. 15 Lire 150 Lire 45 Lite 10 . f-st.7 d.fi.100 l.fL 100 . s.fl.7 ö.fi.10 Fr. 400 Fr. 400 ii. st. 100 Lite 30 i.«8L Ser. Ser. 6 Ser. 7 Ser. 8 Ser. 9 obgeft. tünbb. kündb. Fr. Fr. 74.60 101.60 100.20 99.- 99— 99.— 99.10 99.10 90.40 90.40 90.40 91.50 99— 90.30 98.80 94.10 98.9u 98.90 99.20 99.20 99.60 93.50 93.50 90.30 91.30 99.30 992)0 90 — 90— 90— 99.10 99.10 99.10 1904 1904 1906 do. do. do. do. do. 98.30 99.90 64.50 do. do. do. do. v. 1900 unk. b. 1910 abgefL 1878 il 83 . abgeft. LiL J v. 1884 v. 1886 u. 88 . . . v. 1894 dfi.G Kt. 64.90 66.70 12— 100.40 96.30 37, Südd. Eisenbahn-Ges. Tatmstadl . . . 37, do. do. da. v. 1904 do. do. do. do. do. dv. do. v. v. v. v. v. B. V. 1899.1901 . . . 1902 unk. b. 1913 B. B. 110^0 206— 74— do. do. Salonique-Lonstant. Ionclion dv. iDienaftir . . 2020/4040 do. do. do. do. do. do. do. do. do. 99.70 90.70 do. do. do. do. 237 — 113^0 308.50 196^0 14CÄ) 183— 189.90 189.90 206— 186.25 179.40 122.75 2‘/ie@übital. (Mend.)St.A-ll. 4 ToScantsche Central . . 5 Westsiciliau v. 1879 . S. 19 S. 22 S 25 S. 27 S. 23 S.26 6. 17 S. 24 do. do. do. do. do. «nl. abgefL do. do. . . do. do do. do. do. do. do. >-6.80 94— 92.70 1903 kündb. ab 1908 1879 1900 kündb. ab 1906 1891/92 vabgeft) . . 1898 1902 lündb.' ab 1908’ 1905 37, Kreuznach v. 1888 u. 1898. 37, Lahr v. 1889 37, do. v. 1902 37, Limburg abgeft. 37. Lubwtg-hafen v. 1896 . . 31/, do. v. 1903 lündb. 4 Mainz 37, do. do. r. 101 . . . . 47, Ung. Lokalbahn Serie I t. 105 170.50 213.60 165.40 J 08.50 121— 126.30 93.50 37, do. b. 1899 &•/„ d°. 4 do. Fr- M. Pes. Lstr. M. G. G. G. LfL Kr. M. Franks. Hypothek.-Bank do. Hyp.-Kreb.«B. 9)1. 600/1200 Tiittelb. Bdkr. (®reij) Au. B. M. 1000 ^litteldsche. ä rebitb. . M. 300/1200 Natlb. f.Dtfchl. S.I-VIM. 300/1200 94.90 92.80 336— 146— 174.75 118.25 182— 150L5 88.75 261— 320.25 167.50 195— 409— 217.50 209.75 103.75 3*, Mey v. 1903 unL b. 1912 . . . Ä. 4 München v. 1900/01 unk. b. 1910/11 . 87, do. b. 1903 kündbb. ab 1908 . . 3*/, Nauheim v. 1902 unk. b. 1912 . . . 99.60 4's, -.-67, -.-67« 90.80 57. 90.81 90.80 95— I 3'/, Bamberg v. 1888 3'/, Berlin 0. 1886/92 .... Bmgen v. 1901 lündb. ab 1906 do. v. 1895 3*4 do. v. 1905 unL b. 1915 4 Mannheim do. do. 98.60 92.90 93.90 ItgenL do. do. do. do. do. dv. do. do. «ustiLndische. steuerst. 1. G. . . 2000 Nrbb. 1887 stf. i. S. . . do. 1887 stf. gar. 1909 । Ser. 6 unk. b. 1911 72.20 114.10 101.80 92.50 93— 102.40 98.10 90.50 90.50 90.50 90.10 do. —. —. — vreßL DiSkontobank Mk. 600/1200 87* do 3 Oest.-Ung. StSb. 1873/74 L S. 3*L Staffel abgeft. 3*/, ftiffingen v. 1886, 1888 il 1903 4 ftäln v. 1900 4 , v. 1908 Ban, für handel und Industrie Hiebtrlaflung Siehrn. ii'urttbg. Bankanstalt BetetuSbank 31/, do. Kursblatt des Siebener Anzeigers vom 4. Mai 1911. 3*/,Goithardbahn .... 3'/, Jura-Simplon v. 1894 ‘ Schwerz. Central v. 1880 MoSkau-Kasan unk. 1915 4*/ Grs. Henckel Hg.v. Tonn. r.4105 d. 84 4 FürstL SolmS-BraunselS v. 1880 . 3'/, do. do. v. 1886 . 3*/» GräsL SolmS-Laubach abgeft. . . 31/. Gräfl. EolmS-RLdelheim .... 3*/ Fürftl. Usenb. u. Büd^Birstein v. 1887 4 do. do. -Wächtersbach 0. 1884 S. 47 S. 44 unk. b. 1913 S. 28-30, 32 (tilgb.) Lose« . Tlr. 100 170.40 Gächfifche Rente ' b. 1907 -’S «6 ... S. 45 (tilgb.) . . . Land». Kreditbank Pfandbr. T-V do. Serie II r. 102 ---87, 91.50 3*/. 99.50 3*4 99.30 3'4 100— 37, ---137. »ihe,n. Hyp.-Bank Lk. 600/1200 öchafihaui. Bankver. . M. 1000 ” '. 4)1.600 8. ft. 200 d.fl.200 8. fl. 200 600/1200 . f. fl,350 Rhäson KoSlow fteuerfr. gar. . . do. UralSk fteuerfr. gar. 404/2020 do. do. 97 ‘ a. Teutsche. Dentsche ReichS-Lnleihe . . . . . do. do. . • • • ' Preußische Lonsol« do. do. Badische Anleihe 0. 1901 unL 1909 H. do. Bon 1892 u. 94 Heftische St.-Rnl. v. 1899 b. 1906 . . . 93.— 92.60 92.30 100.40 91.80 '“w I MichenV. I , 'hren beS I ^önittn (l I Dionen I USgl "d Arbeit, da wo wir Rup. ^'Rh-'Ä "u lemem e». 'wir an$o» !*Wn und seil-, iLck am 3«. herrliche m^Roblenj »j 1 (Jtanfiurt, ty .«ergftrajt 'fünfter und t« - das Badener d und beende, nd. - fe nw eines ctnjiflöi, ch die deutschen her darauf de. W Panoranic ichntuck etfüOe prächtig» 3b 'n, daß Teuisch.' inbet bilden, fr as Ausland« | ürdigfeiten uns | - Tie Nummer 1 zur 'LiürdigmB rechSler un s amenfani'tbet langenen Jahee tonn Ridder anders hervor- e VerkehrSwese« Russische Südost 97 fteuerfr. gar. . do. 98 unk. 1909 ftfr. gar. B. 1888 v. 1898 kündb. ab 1902 . v. 1903 kündb. ab 1908 . b. 1901 Ser. I kündb. ab 1906 . v. 1907 3*4 Destd. Bdkr. Hyp. (Köln- S.3 kündb. 1905 “ do. do. do. Ser. 4 kündb. 1906 1895. . Lstr. 8'4 Llzeh v. 1899 unL b. 1912 . . . 8*4 Aschaffenburg v. 1888 4 Augsburg v. 1901 unL b. 1908 . . 4 Badenhausen (Hessen) 3'/, Baden-Baden v. 1898 tünbb. ab 1903 91.80 3'4 do. 91.50 4 Stuttgart M6.— 37, do. 101— 4 Trier v. 3*4 3*4 3*4 Dffenburg v. 1898 kündb. 37, Neustadt a. d. H. v. 1889 . . . . B. 1903 kündb. ab 1903 Gold-Anl. B. 1889 .... w Lon>. 1i. B. 6er. I il II 89 Gold-Anl. Em. III v. 1890 . „ StaalS-Rente v. 1894 . alt.Kr. Rbl. do. v. 1902 fteuerfr. M. do. do. v. 1886,97,1902 do , BL S. 18 kündb.ad. 1908 Provinzial* and < omminal Obligationen. I do. (Ealzkgtb.) fts. L G. . Ungar.-Galizische . stf. i. G Vorarlberg ... '. S. St 4 Erlangen B. 1900 unL d. 1911 . . 4 Freiburg i. B. v. 1900 kündb. ab 1905 . "" b. 1881 u. 1884 abgeft . 4 Berk. Hyp.» Bk. 3*/, do. 4 Frk. Hyp.-BL Bavr. E^B.-Lnl. unk. b. 1906 . . - do. E.-B. u. «Ug. «nL do. do Bremer St.-Anl. b. 1888, 92, 99 . do. do. B. 1896 unk. 1912 . do. v. 1902 nnk. b. 1912 do. E.-B. St. Sch.-Bersch. (abgeft Elisad.-A.) l fteuerfr. Pp. . - Bormg. unifiz. v. 1902 Ser. I . . Lo. b umfiz. v. 1902 Ser. NI . . Eommerz. u. DiSlonto-Bank . . Tarmstadier Bank . . X1000 Bank f. Handeln. Industrie) Teutfche Bl. E.I-X M. 600/1200 Efielt.« u. Wechselst. Tlr. 100 . . M. 600 do. do. LiL N-P . ..... Landw. Kreditdauk Psdbr. LiL Q*S . . Hamda.Hhp^BLS.14)-340kündb.adl905 do. do. S. 341-400 unL d.1910 do. do. S. 401-470 unL b. 1913 3*4Hrunbg. Hyp.-BL Ser. 1—190 u. 301-310 • do. do. 6cr.311.350 uni. b. 1913 2716 3tal.ftLgar.@.S.@er. A*E.L®. . . 4 Jtal. Mittelmeer fteuerfr. i. G. . . 2*/,, LivorneS. Lit. C. D. u. D/2 500 4 Sard. Sec. ftfr. gar. I u. II . . 4 Eicüianische fteuerfr. 1. ®. v. 1889 4 do. „ i. <8. v. 1891 JplLndische. Braunschweig. LandeS-E.-v. H E . . do. do. I E obgeft. . do. do. in E unL b. 1905 Allgemeine Deutsche Kleinbahnen abg. 607, Hypotheken.LkL.LL \ §07» abg. do. J Hhp P.Zs. kündb. ab 190s . . Nürnberg. DeremSbk. M. 300/1200 Kr. 1400 FrL Hyp.-Sred..Ber. S. 15.19,21.27,31,34,35-39, 42 S. 40 u. 41 unL b. 1910 . Mecklst. Hyp. il Wbl. Ser. I verl. Ü12 do. Ser. 3 abgeft tünbb. ab 1905 .6^ Wüntembg. do. do. do. k>omburger Sl..Anl. amrl. 1900 u. 1909 8 do. do.v.1887.91,93,99 3*4 do. „ --------- ‘ Westd. Bdkr. Hyp. (ftöln) S. 1 u. 2 . Ser. 5 unL b. do. i. P b. 1898 lündb. ab 1908 Iiwest.AnL.... 1 v. 1889 BuenoS-AireS v. 1892 t. P. RheinproBinz AuSg. 20 u. 21 unL b. 1902 do. , 22 u. 23 ... . 3'4 do. „ 10, 12.16, 24-26, 29 3'4 Heft. Provinz Oberheffen 3'4 do. do. Starkenburg '/. Frankfurt a. M. LiL N u. Q abgeft. B. 1906 ... . 6*4 6'/, 12'4! 127, 5 5*4 Bayr. Hyp.- u. WechselstL f. fl. 500 Berlmer HandelSg. M. 500/1000 Vyp.-Bk. Lit. A M. 1000 do. LiL B HL 1000 do. (LrgLnzgS.-N.) „ do. v. 1895 stf. t. (S. Prag-Dux v. 1896 stf. Raast-Ded.-Ebenf. , do. bo. b. 91 „ do. do. v. 97 , Rudolf . . . . . dlönert idotm jenen Aillegkr. berjeiqnidini ißc und 3^- 1 streicht, wi: Sic viel id)önr, icnit die Laiin ) tief, baß mä re, dab-ch-m- feit. Meck fei um co. 1c )e-j alten 6^ ten mürbe; atü c breite ig des (iinige Sd)%' egen und jem Projck x er dreier N*- t denken koin, 4 ‘.Nürnberg 4 do. 37. da. 3 do. 4*/, Offenbach 5 do. do. B. 1896 4'/, do. do. B. 1898 4 Egyptische unifizierte. . . . 3*/, do. privtl. .... 3 do. garantierte . . . 4*4 Japaner Ser. II 0. 1905 4 do. v. 1905 102— 54.40 52.30 3'/, do. 3 sto. 3*/ Schwedische v. 1880 abgeft. . . . 37 do. v. 1890 3»/, Schweiz. Eidg. (A.-G.) unk. b. 1911 4 6erb. amort. . 1896 (405) . . . 4 Span. au«l. Rente v. 1882 abgefL 3'/. Türk.-Egypt. Tribut 4 Türken v. 1890 91.50 3*4 do. 91.50 f 4'/ Bukarest v. 1884 conv. 91.50 4*4 91^0 4*/, 91.50 4*/t 99.80 4 do. Eüdwest ftfr. gar. 408/2040 , Frk. Hyp.-Bk. Ser. 19...... do. do. Kommunal Ser. 1 unk. 1910 4'i Ruff. Etaatsanl. v. 1905 . ' ’ - Lon'olid.-iilnl. v. 1880 93.40 3'/, Ulm v. 1905 92.40 4 Wiesbaden v. 1900 lündb. ab 1905 —I 4 do. v. 1898 Kopenhag. v. 1901 unL 1911 2043c 3*/, do. B. 4 Hekdelberg 3*/, do. 3*/, do. 3*4 Karlsruhe 3'/ do. 8 do. Franz-Iosef . . 1. S. 200/1000 Kaschau-Odrb. v. 1889 u 6. . . do. do. v. 1889 l ®. . . do. do. v. 1891 i. G . . 8 8'4 97,| o*/, äuß. E.-B. 1. ®. innere v. 1888. äußere Gold-KnL do. do. Darl^'.-Wien. ftfr. gar. 2020/4040 Wladlkawk. 85 ftfr. gar. 408/2040 Lnatolische 1. G 2040c do. L ®. (S. II (trgnj.) 2040 Portg. E. v. v. 86 (Baira Baixa) . hn 4 • • • • • • Rumän. amort. Rente 1881/88,92, 93 — t. G. v. 1903 4 do. 27.. do Rhein. HYP. Plannheim kundb. ab do. kundb. ab 37, do. B. 1898 3*4 Lärmst, abg. v. 79 LiL ü u. 81 8iL A u.V 67. 4 do. priv. b. 1890 fteuerfr. . 4 do. conv. unif. v. 1903. . Bank-Aktien. 91— I Raab-Odenb. . v. 1901 tünbb. ab 1906 . . abgefL ........ v. 1887 b. 1891 abgefL . . . . . b. 1896 v. 1898 B. 1902 Ser. II kündb. ab 1907 b. 1901 kündb. ab 1907 . . . fci/ Bosnien u. Hercegov.v. 1902 unL 1913 4 Bo. do. v Bulgar. Tab. Rnl. v. 1902 i. 0*. . tu Kriech. E.-B. v. 1890 fteuerfr. . 17* do. Monopol-Ant v. 1887 . . I * Italienische Rente . . . - - - 2*1 do. bo t G. , . . . 17 Deft. Silber-Rente 17 do. Papier-Rente 11 do. Gvld-Rente..... • 4 do. einhettL Rent (conv.) . . . 4 do. StaatS-Rente .... . &.«. 6t. -ch.-Bersch. (conv. «Uab. Obi.) i. S. fteuerfr. . .vfl.G. st7.Oeft. E.-B. St. - ch.-Bersch, lconv. ^ianz-Fosks) i 6ilb. fteuerfr. . d.sL B. 1887/89 .... v. 1896 kündb. ab 1901 — 13*4 do. v. 190-l unk. b. 1914 . 91.501 4 Würzburg v. 1899 unk. b. b. 1903 unk. b. 61W o- Die 3 & Z-KV 2 ta, ö = KGBÖ 2-Ä ES @cr <-i e-, (?< 12, -• — o cy-5 2S.c mutig am I fojnwetiu ■ Mgsvotl z>) ~ c a 61®»S SS ist « MS 6i z: a S s 61» «*SfC? >IV ~ <"» >50 \5v E 3.-iv sa CPo^ H 61 » !? Co -V L c-u Windstärke ': tä SöyS.öD S5 61 r» M % ro 2 P. 6161 s?s 3 W1 3 C«H vx re cS 2v a. 6i ü" C- rr. 3g CÖ 3'"ti ro ÖT’C SS 61^9 Windrichtung Cu ^9; S» <0 <3 v> S" " Ö» esr 61 61» cs s <35 r> O Cb D Co kV Grad bet Bewölkung in Zehntel der Pchtb. ßimmelsfl. I hasliger, ■ richtige I Einzelne, I jeine Mu | licher Zr den Vor; I geschwun As der rujen ro > der nach übi i int) er er I lebenbig \ id)en nie I Tas I traurig iv | ohne Leet scheint ma bann nodi As die Ä Etlicher ^ogtuti begleitet, das; durcl ' Einzelner vielleicht keil des Schillers sich an d nach sei, der Lun Tie srei die tz)ip ein froi We, hiitbe bi trauen al nung und Und ' « K öS 1-) Wer sieht, ben ins Auge lüften l Cbcnan V nur unser Kulturläu ihnen bei reich, W im Begri oder aus- zluswendu Jahre sch zuschuß te Kork fteit Nach halben, ai schichtige haltige iDi dafür g0' Eines Ben io hat ihn Vdgien ^enn nia, ^Qbc bem nationale j deutscher f .Es ift jtoüen U te Jpejei® s S*nU‘ »kl. LT K Sfien t e?>M * Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit varomerer aus 0° reduziert Temperatur der Lust §tr M scheint t gjnnta^ -wtiinaln tt-Ord« iIienstaa -ireimal, oitW^ für die ff »ertafl «• Adresse u AnzciS Snnahine, für die - bis vorm ■3 61 ! 3 Co" Co Co 6^ Cl> CV CV CV 3 2 £ cv cP S Co Cv 61 •2> U» Cv 61 3 CD Cv Ö Co 3 3 61 io 3^ » —."552 «J CSü' "to "io *- ° G. <» y Ä J? ►— — *—4 O O co -7" "S HWO 5 L CO CO cc ä S WCitv • rs » w ■■ CD 50 CD O* i— r. bis i. . NW W N 4« ! 12 tc CO 4- _- .. J >, J ti II © o ö +4- " CZ<Ü er * 2 * PP '5* E"^- a o ~ TL - ZT o — 2, — o