161. Jahrgang Die heutige Nummer umfahr 20 Seiten. leider Erstes Blatt 9 Kr. 242 Ter Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich digung aus Mangel an tatkräftigen und verständigen Vormündern doch ihren Zweck verfehle. Dieser Skepsis ist cntgegenzntreten und danach zu streben, in Vormündern vielleicht durch Berufs- Vormundschaft, den aus der Strafanstalt Entlassenen einen Rückhalt zu geben. Tie während des Strafvollzugs an ihnen gemachten Beobachtungen wären mit gutachtlicher Aeußerung des Gcfängnisarztes der Staatsanwaltschaft zu übermitteln. Diese hätte dann das weitere zu veranlassen. Wird dieses Verfahren auch nicht in allen Fällen den Rückfall verhüten, so kann es doch, zweckmäßig ausgestaltet, in vielen die soziale Hygiene fördern. Zum miiwesten vermehrt die Garairtien für die Beaufsichtigung chronisch Krimineller uns ist im Vergleich zu den gegeiuvärtigen Verhältnissen ein Fortschritt. • Nachdem Prioatdozem Tr. Hübner (Bonn), Professor Ferri (Rom) und Stabsarzt Tr. Funaioli (Ancona) gesprochen hallen, wurde eine Entschließung gefaßt, in der ein gut entwickelter Unterricht in der Kriminalpsychologie gefordert wird. Ten Schluß der Tagung bildeten die Vorträge des Land- gcrichtspräsidenlen Tr. T. O. Engel en (Zutphen i. Holland) und des Geheimen Justizrats Profen'or Tr. Kahl (Berlin) über verminderte Zurechnungsfähigkeit. Mitteln. Er war in den Märztagen nach Berlin geeilt und hatte sich in die Schloßwachen einreihen lassen. Ter Gemahlin des Prinzen pon Preußen reichte er eine Denkschrift über den hi,torrschen Berus Preußens und die iwtwendigen Reformen ein, den Verfechtern anarchistischer Ideen rief er zu: „Ein Hundsfott, der die Krone in diesem Kampf verläßt." In der Paulskirche unb in Erfurt wirkte er im oreußischen Sinne, mußte aber weichen. Ganz der historischen Forschung hingegeben, schuf er sein Hauptwerk, die „Geschichte des Altertums". Nach kurzer Lehrtätigkeit in Tübingen wurde er nach Berlin berufen, wo er nebenbei die Leitung der amtlichen Presse übernahm und die Regierungsmaßnahmen der neuen Richtung vertrat. Ihm wurde vom König das verantwortungsreiche Amt vertraut, den Kronprinzen in die Gesetzgebung und Verwaltung einzuführen und ^ihn über den allgemeinen Gang der Politik zu unterweisen. Tas war eine schwierige Stellung, in der er sich aber bewährte. Er nahm daber entschieden Partei für die Bismarcksche Politik, der der Thronerbe widerstrebte: und als Kronprinz und König in offenen Konflikt gerieten, warnte er dringend und nicht vergeblich jenen, often an Die Spitze der Opposition zu treten. 1864 begleitete er den Kronprinzen ins Feld, dann nahm er seine Entlanuug, so daß er ihm 1866 nicht mehr zur Seite stand.. Dafür wurde thm die Zivilverwaltung des eroberten Kur helfen anvertraut. Bald darauf wurde er Direktor der Preußischen L>taatsarchive, die er neugestaltete und der Forschung zugänglich machte. Er entfaltete nun eine reiche wissenschaftliche Tätigkeit, lehrte , auch an der Kriegsakademie und war einige Zeit parlamentarisch tätig. Als brandenburgischer Hofhistoriograph beschloß er am 21. Juli 1886 sein Leben. * — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Ter Geheime Medizinalrat Tr. med. Carl Hasse, ord. Professor und Tirektor des anatomischen Jnstftuts an der Universität Breslau, feiert am 17. Oktober seinen 70. Geburtstag. — Ter klassische Philologe Geh. Rat Professor Tr. phck. Alfred Schöne in Kiel vollendet am 16. d. M. das 75. Lebensjahr. Ostern 1902 wurde Schöne von seinen ,amtlichen Verpflichtungen entbunden. — In Stuttgart ist der Privatdozent für Hygiene an der dortigen Technischen Hochschule, Landtagsabgeordneler Tr. med. Ludwig Bauer im Alter von 48 Jahren gestorben. würde. Vielleicht wird die staatliche Umwälzung nun rascher ins Rollen kommen. Wenn die Truppen fortfahren, ins Lager der Umstürzler überzugchen, so wird, wenn der November wiederkeßrt, die Regierung der Mandschu vielleicht schon gestürzt sein. Au einer einheitlichen Führung der gewaltsamen Maßregeln scheint cs den Jungchinesen nicht zu fehlen, wenn ihre politischen Ziele vielleicht auch noch verworren und unbestimmt sind. Max vuncker. Ter ausgezeichnete Geschichtsprofessor und einsichtsvolle Politiker, der Freund und Berater des nachmaligen Kaisers Friedrich in ernster Zeit, Max Tuncker, wurde vor hundert Jahren, am 15. Oktober 1811, geboren. Im Hause seines Paters, des bekannten Verlegers von Böckh, Hegel und Ranke, genoß er eine treffliche Erziehung. An der Universität studierte er Literatur, Geschichte und Philosophie, diente bei den 7. Ulanen sein Jahr ab und promovierte 1833. Er widmete sich nur als wissenschaftlicher Beirat dem väterlichen Verlage und bearbeitete selbständig einen Teil der dort erscheinenden Beckerschen Weltgeschichte. Auch dieser ernste junge Gelehrte entging den „Temagogen- verfolgungen" nicht, er wurde verhaftet und nach langer Untersuchung, die dem Fünftmdzwanzlgiährigen graues Haar brachte, zu sechs Jahren Festung verurteilt. Ter König begnadigte ihn zu sechs Monaten, die er in Köpenick verbüßte, wo er sehr milde behandelt wurde. Bald nach bestandener 5träfe habilitierte er sich in Halle, wo er auch heiratete. Er wandle sich auch der Politik zu. In den bewegten Jahren 1848/49 suchte er zu per- Samstag, U. Oktober 1911 Vezn gSPreiS: monatlich75Pß, vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- iu Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch die Post Mk.2.—vienel- jährl. auSschl. Bestella. Zeilenpreis: lokal 1b Pf^ auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für .Feuilleton', .Vermischtes' und .Gerichtssaal": R. Neu- Giehener Professoren über Kriminal-Psychologie. '4 ftÖlrt; 13. Okt. Ter 7. Internationale Kongreß für Kriminal-Anthropologie nahm im weiteren Verlauf seiner Verhandlungen einen sehr interessanten Vortrag über Die Entmündigung chronischer Krimineller als Mittel der sozialen Hygiene von Professor Tr. Dann em an n (Gießen) entgegen. Der Vortragende führte aus: Ter § 65 des Vorentwurfs eines Deutschen Reichsstrafgesetzbuches wird, wenn er zur Annahme ge- lanaen sollte, zweifellos eine wertvolle Handhabe zur erfolgreichen Eindämmung der Kriminalität psychopalisch oder neurotisch veranlagter oder an der Grenz? der Imbezillität stehender Minderwerttger abgeben. Doch darf nicht unterlassen werden, da wir unmöglich alle psychisch Defekten nach Konflikten mit dem Strafgesetz in Anstalten unterbringen können, auch auf andere Vorbeugungsmaßregeln zurückzugreifen. Es empfiehlt sich insbesondere, solchen Menschen, wenn nicht zwingende Gründe für eine Anstaltsaufsicht vorliegen, durch Vormundschaft eine soziale Stütze zu schasten, wenigstens solange ein besonderes Sicberungs- versahren noch nicht besteht. Llußer den durch eine halb krankhafte Veranlagung offensichtlich zur chronischen Kriminalität mt- genden Minderwertigen gibt es eine beträchtliche Anzahl Recht- brechender, die infolge eines aus allgemeiner Urteilsschwäche zu erklärenden Mangels an sozialem Pflichtgefühl und infolge völliger Unfähigkeit, aus erlittenen Strafen die s)7utzanwendung zu ziehen, beständig der Rechtspflege Schwierigkeiten bereiten. In ihrem Verhalten kommt ein Grad von geistiger Schwäche zum Ausdruck, der zur Enttnündigung wohl berechtigt, obwohl kein Grund vorliegt, ihre straftechtliche Verantwortlichkeit zu verneinen. Eine von mir angestellte Umfrage bei zahlreichen Gefängnisärzten ergab, daß die große Mehrzahl geneigt ist, tu der Tlteorie die Zweckmäßigkeit der Entmündigung dieier Minderwertigen anzuertennen, da sie als Mittel zur Verhütung oder doch zur Einschränkung ihrer kriminellen Betätigung nach der Entlassung aus den Strafanstalten stieße. Man bat sich bisher Ober gescheut, diese Auffassung in die Praxis umzusetzen, ciiimal nie manche Staarsanwaltichasten, von denen doch allein die Jni- - -alive in dieser Sacke ergriffen werden tönnie, solche Versuche cabgelehnt wurden, sodann weil man befürchtet, daß die Entmün- lvegt hat, ist in den Verhandlungen sehr weit entblößt ivorden. Unsere Gesetzgebung hat auch aus diesem Fall tDieber Lehren zu ziehen und zu erwägen, ob es angeht, private Angelegenheiten ohne Not so brutal ans Tageslicht zu zerren. Die Boudoir-Szenen der Frau Wolfs-Wertheim und ihrer Tochter standen nur in losem Zusammenhang mit den Vergehungen des Angeklagten, der, ob er Ehekandidat der Dolly gewesen war oder nicht, gerichtet werden mußte. Aber alle die Vorgänge, die da enthüllt wurden, von den ästen des Hauses Wertheim bis zu der seltsamen Existenz des Ordensvermittlers und sogenannten „Generalmajors" Pauli, sind unangenehmer, widerwärtiger Natur. Geld spielt die Hauptrolle; alles andere ist Nebensache. Man darf diese Dinge nach keiner Richtung hin verallgemeinern, aber sie sprechen Bände. Es wird beklagt, daß Offiziere im Hause Wertheim überhaupt verkehrten, wo nur krasser Lebensgenuß an der Tagesordnung gewesen sei; daß einer der Herren sogar regelmäßige Geldgeschenke angenommen habe. Hier müssen kräftige Maßregeln einsetzen, und unsere Offizierkorps können es sich überlegen, ob dem Mammon ein so besonderes Ansehen in der Welt einzuräumen sei, daß darüber afie ernsten und sittlichen Erwägungen zu schänden werden. Dieselbe Frage berührt das g^nze Volk. Ekel ist das Hauptgefühl, das dieser Prozeß aufgewühlt hat. Ueberall wurde ein niedriges Niveau der Lebensauffassung aufgedeckt. Ein Verteidiger durfte voll Emphase ausrusen, ob denn der Ordensschacher so etwas Schlechtes wäre! Es gibt Handlungen, die, obgleich sie vor Gericht nicht als strafbar erscheinen, schlimmer beurteilt werden müssen als mancher Fall, auf den das Sttafrecht anzu- wenden ist. Der Graf Wolff-Metternich sollte seine Gefäng- uismuße dazu benutzen, darüber nachzudenken. Dann wird politische Wochenschau. Gienen, 14. Okt. Ter Prozeß gegen den Grafen Wolf-Metternich, der leider 8 Tage lang dauerte, war der öffentlichen Aufmerksamkeit wert. Tie Moral der Geschichte beschäftigt heute die gesamte Presse. Wenn einer der Verteidiger des Grasen gemeldet hatte, die Oeffentlichkeit würde int Falle einer Verurteilung einen ungeheuerlichen Rechtsbruch feststellen, so irrte er. Der Verurteilte genießt keinerlei Sympathie, und um formale juristische Erwägungen kann es sich bei Der Beurteilung des Falles nicht mehr handeln. Der angeklagte Graf ist eher besser als schlechter denn ein gewöhnlicher Sterblicher behandelt worden. Er hat zwei tüchtige und hartnäckig sich bemühende Verteidiger gehabt, die es verstanden, den Gerichtshof 8 Tage lang mit ihrem Fall zu beschäftigen. Da erscheinen die dreisten Ausfälle des Verurteilten gegen die „preußische Gerechtigkeit" wirklich in einem sehr eigentümlichen Lichte. Nein, an den Taten dieses Trägers eines erlauchten Namens gibt es nichts zu beschönigen und zu entschuldigen. Er ist weder geistig minderwertig, noch ist er durch anderer Menschen Schuld auf die schiefe Ebene gelangt. Seine Verteidigungsreden verrieten einen Menschen von Selbstverantwortlichkeit. Er gibt das, was er verübt hat, als einwandfrei, höchstens ein bißchen leichtfertig, aus. Nicht das leiseste Gefühl der Scham sprach aus ihm, als er seine fragwürdigen Glücksritter-Abenteuer breit treten ließ; it sand es ganz in der Ordnung, die Dolly Pinkus, nach deren Geld er gestrebt hatte, der Verachtung preiszugeben, und seine Anmaßung und Unbescheidenheit vor den Gerichtsschranken kannten keine Grenzen. 9 Monate Gefängnis find eine fast zu leichte Strafe für diesen armseligen und gemütsrohen Menschen. Das Milieu, in dem der Angeklagte in Berlin sich beer vielleicht nicht allein seine bisherige Lebensführung „als Kavalier", sondern auch die Unflätigkeiten seinen Richtern und dem Staatsanwalt aegcnüber bereuen lernen. Irgend eine schlichte, ehrliche Arbeit schändet auch einen Grafen nicht. Tas deutsche auswärtige Amt hat in der abgelaufenen Woche wieder einen neuen Markstein gesetzt. Marokko gehört fortan den Franzosen. Ter Streit darüber, ob wir etwas vom französischen Kongo erhalten und ob es ein paar Quadratmeter mehr oder weniger sein werden, nimmt seinen Fortgang und soll als ziveiter Teil des Abkommens später „paragraphiert" werden. Tas Interesse des dcut- chen Volles an Marokko erlahmt allmählich, trotzdem das deutsche amtliche Wolsfsche Bureau sich bemüht, jeden Tag neue französische Pressestimmen uns vorzusetzen. Ob es ein Gefühl des Stolzes ist, mit dem man dartun zu können glaubt, daß die Franzosen allmählich siel) mit dem Gedanken vertraut machen, den Deutschen tatsächlich ein Trinkgeld zu gewähren? Tann aber hat man vergessen, hinzuzufügen, daß bekannte Pariser Blätter selbst schmunzelnd von „einigen Sümpfen des Kongo" gesprochen haben. Der Bundesratsausschuß für auswärtige Angelegenheiten hat in Berlin getagt und, wie es in der amtlichen Notiz hieß, „Mitteilungen des Reichskanzlers" entgegengenommen. Es heißt neuerdings, die deutsche Regierung sei bereit, als Gegenleistung den Franzosen auch ein Stück deutschen Gebietes, vielleicht den sogenannten „Entenschnabel" im Norden Kameruns, abzutreten. Das Gerücht wird heute nicht mehr dementiert. Man kann sich also auf alles gefaßt machen. Ferner ist in der Presse Die Meinung ausgesprochen worden, Herr v. Bethmann-Hollweg werde bei einer dem- nächstigen Anfrage im Reichstag nur eine kurze Erklärung abgeben und sich weigern, schon jetzt auf die Marokkofrage näher einzugehcn. Der Berichterstatter fügte grollend hinzu, die betreffenden Abgeordneten würden eS trotzdem sich nicht nehmen lassen, eine ausführliche Besprechung zu veranlassen. Was soll man aber mit einem schweigenden Reichskanzler anfangen? Spott und Hohn häufen sich ja heute schon genug auf sein armes Haupt. Der Reichstag wird sich vermutlich in Ruhe fassen, geduldig warten, bis Herr von Bcthmann seine Zeit für gekommen erachtet. .... Schwachheit, dein Name ist heute nicht mehr „Weib"! Während der italienisch-türkische, Krieg in dieser Woche keine Ueberraschungen gebracht hat und das türkische Parlament heute seine Sitzungen eröffnet, um der Lage die entscheidende Wendung zu geben, ist in China eine ernste Revolution ausgebrochen. Vielleicht kann man fortan auch von einem Komitee der Jungchinesen sprechen. Wie die Türken ihren Abdul Hamid absetzten und eine neue Aera herbei-- führten, so ist Jungchina anscheinend mit der Mandschu- Dynastie unzufrieden. Uebereinstimmende Berichte aus Ehina lauten dahin, daß die Revolutionäre überall siegreich vorgedrungen seien und daß sie am mittleren und oberen Jangtse sogar schon eine eigene republikanische Regierung eingesetzt hätten. Die Bewegung hat drei Provinzen des himmlischen Reiches erfaßt. Wie einst in der Türkei, hat diese chinesische Agitation ihre Hauptanhänger im Heere gefunden. Die Führer rechneii darauf, daß das Ausland ihre Absichten unterstützen werde, und sie verkünden, daß sie Leben und Eigentum der Fremden nicht antasten wollten. Solche Versprechungen sind innerhalb einer unberechenbaren Bevölkerung, die zudem wieder unter lieber- schwemmungen zu leiden hatte, nicht allzu hoch zu bewerten. Glücklicherweise werden Kriegsschiffe, auch unsere deutschen Kanonenboote, mitzusprechen haben. Im letzten November war ein kaiserlich chinesisches Edikt herausgekommen, nach dem China in zwei Jahren ein Parlament mit einem verantwortlichen Ministerium besitzen Gitfjentr$amUlcnblätkr; zweimal wöcheml.Meir- dlatt für den Ureis Sichen (Dienstag und Freitag); zweimal monntl. Landwirtschaftliche Zeitfragen Ferniprech. Anschlüsse: General-Anzeiger für Gberhessen Annahme^ von Anzeigen Kofofionsbrud und Verlag ber Vrühl'schen Umv.-Vuch- unb Steinbruderei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstrahe 7. Land-:^E.Heb;^sür den (S MrnuuaSnTun^ Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16 3. Anzeigenteil: H. Beck. Die Revolution in 5üd-Lhina. £b die Erhebung in Wutschang mit Der Bewegung in Szetschwan irgendwie in Verbindung steht, scheint zur Stunde noch untlar. Sehr beunruhigend für die Pekinger Regierung ist das außerordentlich rasche Umsichgreifen des Ausstandes gleich in seinem ersten Stadium. Reicht minder beunruhigend klingt es, daß ein großer Teil der im Auf- standsgebiete stehenden europäisch gedrillten und organisierten Truppen zu den Aufständischen übergegangen sein soll. London, 13. Okt. Wie das Reuterbureau aus H a u- kau meldet, treffen dort Steilungen von Regierungstruppen ein, denen die Aufständischen entaegengehen und zum Anschluß an die Meuterer zu verlocken suchen. In der vergangenen Nacht kam es zu einem Massakreunter den Mandschufamilien. Die Gefängnisse wurden geöffnet, die Sträflinge enttarnen. Wutschang und Hanyang sind stark befestigt und mit Geschützen armiert worden. Im Arsenal ist reichlich 9)tunition vorhanden. Tie Revolutionäre sind der Ansicht, daß sie imstande sind, die Gegner niederzuzwingen. Die Brandstiftungen werden fortgesetzt. Die Verbrecher werden, wenn sie gefaßt werden, streng bestraft. Die weitere Ausbreitung der revolutionären Bewegung. Aus Han kau wird ferner gemeldet: Bisher treugeblieb ene Schiffe fangen an, zu den Revolutionären, die in Wutschang und Hankau strenge Ordnung halten, überzugehen. Marodeure und Brandstifter werden streng bestraft. Gestern nacht wurden fünf htngerichtet. Tie Revolutionäre st eckten die Verwaltungsgebäude und die Häuser der Mandarinen an. Tas Bombardement auf Wutschang wurde fettens der treu- gebliebencn Schiffe, die längs den Siedlungen Hegern auf Wunsch der ausländischen Kreuzer eingestellt, da durch das Feuer der Revolutionäre aus den Forts die europäischen Siedlungen, besonders russische, gefährdet werden. Peking, 13. Okt. Tie Aufständischen von H a n- fau eroberten die Eisenbahnstation. Ausländische Matrosen unter dem japanischen Admiral Havashima wurden gelandet, um die Niederlassungen der Fremden zu toü^,ing 13. Oft. Ter Kommandeur der in ,WuLschang liegenden Division wurde entlassen. Heute gehen nach Hupeh mehrere Züge mit Truppen ab. In Peking wurden Polizeimaßregeln zur Aufrechterhaltung der Ordnung getroffen und der Schutz der Kaiserstadt verftärkt. Aus Wuhu in der Provmz Anhui werden Unruhen gemeldet. T s ch a n g - scha, Provinz Hunan, ist von den Aufständischen umzingelt. An der Spitze der interimisttschen Regierung jn Wutschang steht der Revolutionäre und frühere Offizier Huangh- sing. Tie Lage in der Hauptstadt. London, 14. Oft. Der „Central News" wird aus Peking telegraphiert: Die Einwohner von Peking sind durch die Nachrichten von der großen revolutionären Bewegung in Schrecken gesetzt. Die Truppen wurden auf alle Fälle in Bereitschaft gesetzt und teilweises Kriegsrecht wurde verkündet. Tie Rebellen- f ü h r e r erließen eine Proklamation, worin es heißt, die Volks- armeewerdedieMandschu-Tynaftie ftürzen. Es heißt, daß der wahre Führer der Bewegung der berüchtigte Revolutwnär Hunt sch ing sei, der früher Offizier war. Er ist noch mcht auf 'dem Schauplatz der Reooluiioir eingeiroffen. Aus Stadt und Land. (s*) i e f; e n, 14. Oktober 1911. Erntedankfest. Das Erntedankfest, das die Christenheit in den Tagen feiert, da die ersten Blätter gelb und rot zur Erde fallen, da im milden Schein der Oktobersonne und in der reinen Atmosphäre des Frühherbstes eine entzückende Fernsicht sich vor dem Auge auftut, ist älter als das Christentum selber. Die Völker des Orients haben es schon vor Jahrtausenden gefeiert als ein Natur- und Landbaufest und haben dabei der Gottheit für den Erntesegen gedankt und geopfert. Die Grundstimmung, die bei diesem Feste vorwaltet, ist heute noch die: An Gottes Segen ist alles gelegen, und alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichtes. Erntedankfest ist ein Freudenfest; die Blumen- und Aehrensträuße die man auf den Altar stellt, die FeDfrüchte, die man zu seinen Stufen niederlegt, geben diesertr Feste in unseren Kirchen ein feierliches Gepräge. Aber viele in unseren Tagen haben den Eindruck, als ob sie dieses Fest nicht mehr mitfeiern könnten; denn sie sind aus dem Zusammenhang mit der Natur herausgeraten und haben mit dem Feldbau nichts zu tun. 'Unsere Mrchen- agenden erwecken gleichfalls oft den Eindruck, daß das Erntefest nur ein Fest des Landmanns sei; denn die Gebete, die sie enthalten, reden nur vom Segen der Felder und Weinberge oder von Hagelschlag und Mißernte. Das ist jedoch ein Irrtum. Das Erntedankfest gilt jeder ehrlichen, tüchtigen Arbeit, gleichviel, ob sie auf dem Gerstenacker und der Wiese oder im Kontor des Kaufmanns oder im Arbeitszimmer des Gelehrten geschieht. Hat doch der religiös gesinnte Mensch stets die Empfindung, daß alles Gedeihen seiner Arbeit von Gott abhängt. Gott gibt zur Arbeit die Kraft des Leibes und der Seele, Gott hat die Kräfte und Hilfsmittel geschaffen, die die Erde in sich birgt: die Elektrizität, das Radium, die Wasserkraft, den Wind, der die Mühle treibt, die Steinkohle uitb den Porphvrstein. Daß die deutsche Industrie Waren Herstellen und verkaufen Tarrn« daß der Staat durch die Ausführung großer Bauten Arrs Hessen. Zur Landtagswahl in Gießen. Dom 1. Vorsitzenden des nationalliberalen Vereins Gießen erhalten wir folgende Zuschrift zur Veröffentlichung: Um eine Z ei t u n g s f e hde zu vermeiden hatte ick, trotz des einseitigen Artikels über die Generalversammlung, der Fortschr. Volksp. vom 26. September, in der Herr Prof., Urstadl als Kandidat ausgestellt wurde, meinen Bericht über unsere Generalversammlung vom 5. Oktober, in der wir Herrn Fabrikant Klingspo r sunt Kandidaten proklamierten, ni ckt in die Presse gegeben. Tie in der gestrigen Nummer veröffentlichte Erklärung der hiesigen Fortschrittlichen Volkspartei zwingt mich durch ihre einseitige, das Publikum irreführende Fassung, .sofort zu erwidern, um einer Legendenbildung entgegenzutreten.. Tie Erklärung ist an sich schon eine tendenziöse Darstellung des von ihr behandelten Sachverhaltes. Jl>r schlimmster Fehler ist aber das, was sie nicht sagt. , . . 1. Sie verschweigt, daß die Fortschrittspartei ünser Ausgleichsangebot: Unterstützung bei den uächstenReichstagswahlen, schroff abgele Hut ha t. 2. Sie verschweigt, daß unsere Darmstadter Freunde sich schon im Juli zu einem Austausch der Mandate Darmstadt 3 gegen Gießen 2 „gen et g t erklärt hatten, obwohl die Freisinnigen bei der letzten Landtag^watu mir 900 Stimmen erzielten gegen rund 3000 für die national- liberalen Wahlmänner und 1800 Stiminen d r Sozialdemokraten. 3. Sie verschweigt, daß der hiesige Verein der fortschr. Volkspartei durch Mehrheitsbeschlüsse im V o r st a n d und in der Generalversammlung sick stets gegen uns und für ein selbständiges Vorgehen ausgesprochen, also dte am 22. Juni mit von ihren eigenen M i t gliedern geschaffene Verhandlungsbasis zerstört hat. 4. Sie verschweigt, daß die F o r t s ck r i t t l t che V o l k Partei in Darmstadt länger als drei Monate bmbim > gar nicht mit unseren Darmstädter Freunden zu sammengeheu, sondern das Mandat allein erobern wollte. , 5. Sie verschweigt, daß gerade der Darmstadtei fortschrittliche Kandidat, Herr Henrich, seine hie sigen Freunde aufgefordert hat, auf den Ausgleich Gießen Tarmstadt mit uns nicht einzugehen, sondern hier w t e t n Darmstadt selbständig vorzu gehen. 6. Sie verschweigt, daß hier und tn Dar m st a d t die Fortschr. Volkspartei ihre Kandidaten zuerst aufgestellt hat und daß man uns die Aufstellung des Herrn H e n r t ch in Darmstadt gar nicht mitgeteilt hat. 7. Sie verschweigt, daß wir, aüknüpsend an eine A n regung in einem offiziellen Briete des hiesigen Fortschrittlichen Vereins („irgend ein anderes städtisches Mandat als Ausgleichs Mainz 3 als Ausgleich gegen Gießen 2 vorschlugen und zwar wiederholt, dieser Vorschlag aber wieder holt, am 12. Oktober sogar als Verhandlungsbasis, abgelehnl wurde, obwohl die Freis. Partei in Mainz schwächer ist als die nationalliberale. 8. Sie verschweigt, daß der Darmstädter Nationalliberale Verein vor etwa 10 Tagen einstimmig beschlossen hatte, das Darmstädter Mandat einen rechtsfreisinnigen Kandt baten zu überlassen gegen Abtretung des 2. Mandates hier an uns. wozu zu benterten ist, daß man bei der ersten Verhandlung von un< einen links nationalliberalen Kandidaten als Grundbedingung verlangte. 9. Sie verschweigt, daß die Darmstädter Freist n n i g e n die Annahme des auf der äußersten Linken stehen den für unsere Freunde dort in Rücksicht auf ihre int Geschäfts leben stehenden Anhänger unannehmbaren Herrn Hen - richfordern. 10. Sie verschweigt, daß man uns über die Verhand lungsform 3 Monate in der Irre herum geführt und so die Zeit Dergeubet hat. 11. Sie verschweigt daß hiesige Mitglieder der Fortschrittlichen Volkspartei ihren Freund en draußen schon im Aug u st in itgeteilthaben,ausdenVer Handlungen zwischen Gießen und Darmstadt werde es nichts, da ihre Freunde hier und in Darmstadt nicht wollten. 12. Sie verschweigt, daß Herr Prof. Urstadt, den Kandidaten der Fortschrittlichen Volkspartei schon vor jetzt 6 Wochen, also mitten in den Unterhandlungen und 5 Wochen vor her Proklamierung des nationalliberalen Kandidaten in Gießett Und fast 6 Wochen vor der gerügten Ernennung des national- liberalen Kandidaten in Darmstadt schon den großen Saal in Steins Garten für den Abend des 2. November bestellt hat. Das dürfte die Lust zur „Einigung" genügend charakterisieren. Für heute genug mit dieser Auslese, die ich aus meinen Akten *utb durch Zeugen beweisen kann. Gießen, 14. Oktober 1911. Professor Lulsh, 1. Vorsitzender des Nationalliberalen Vereins. Tttrche und Schule. Köln, 14. Ott. Am nächsten Montag wird das Ver - fahrengegendenPfarrerTraub seinen Anfang nehmen. Traub ist auf diesen Tag zur Vernehmung nach Münster geladen. Laut Antwort des O b e r k i r ch e n r a t s an Jathvs Verteidiger, Baumgarten und Pfarrer Traub, wird Pfarrer Jatho der Pfarrer-Titel aberkannt. Tausenden Brot schafft, ist so gut Gottes.Werk, wie daß der Apfelbaum Frucht trägt und der Winzer in diesem ^ctyre ür manches Notjahr entschädigt wird. . uf. . Das moderne Wirtschaftsleben ist em sehr kompliziertes Gebilde. Früher wurde auf einem Bauernhöfe nahezu alles erzeugt, was seine Bewohner brauchten, nicht nur da,, was zum Essen und Trinken gehörte, sondern auch Kleider und Gerätschaften. Das hat längst aufgehört. Selten noch wird auf den Dörfern Flachs gepflanzt, und das Spinnrad chnurrt nicht mehr zur Winterszeit. Was Jmmermann in seiner reizenden Dorfgeschichte „Der Oberhofs von dem westfälischen Bauer erzählt, der seinen Wagen selbst ausbessert, gehört der Vergangenheit an. Daß diese Bewegungen des wirtschaftlichen Lebens jedoch dazu beitragen sollten, den Glauben an einen persönlichen, allwaltenden Gott in den Hintergrund treten zu lassen, ist Nicht einzu- sehen. Sahen die Alten Gottes Allmacht auf ihrem Acker- ilur zur Erntezeit, so überkommt uns moderne Menschen eilte Ahnung von seiner Größe, wenn wir die riesigen Markthallen zu Paris am Boulevard de Sebastopol durchwandern und ungeheuere Vorräte hier angehauft sehen. Eine Rundfahrt durch den Hamburger .Hafen gibt uns em nndrucksvolles Bild von der Größe des Handels und des Verkehrs der Welt, die wir uns ohne einen persönlichen Urheber nicht denken können. Auf dem Fischmarkte zu Brüssel werden wir an den Psalm erinnert, der Gottes Werke preist und dabei auch sagt: Das Meer, das so groß und weit ist, da wimmelt es ohne Zahl, beides, große und kleine Tiere. Und gerade eine Zeit der Teuerung wie die gegenwärtiae, da alle menschliche Macht und aller menschlicher Scharfsinn gegen den herrschenden Notstand nichts auszurichten vermögen, zeigt uns, daß das ganze Dasein in Natur- und Menschenleben von einer höheren Macht abhängig ist. H. B. " Tageskalender. Stadttheater: Sonntag nachmittag 37, Uhr: „Glaube und Heimat"; abends 77, Uhr: „Polnische Wirtsehas t". Kolosseum: Täglich Vorstellung. K i n e m a t o g r a p h: Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorstellung. A u l a g e in u s i k am Sonmag, 15. CEt., vormittagS^l'/s Uhr in ber Süd-Anlage. Spielplan: 1. Hochzeitsinarsch a. b. „Sommer- nachtslraum", von Mendelssohn-Bartholdy. 2. Ouvertüre zur Oper „Mignon", von A. Thomas. 3. Fantasie a. d. Oper „Preciosa", von C. M. v. Weber. 4. Kaisergarbe-Marfch, von O. Wiese. * L. U. Prof. Dr. Strack hat den an ihn ergangenen 9x11 f an die Universität Kiel angenommen. ** Anschlüsse a n die U eberlandzentrale Gießen. Nachdem die Provinz Oberhessen und die Stadt Gießen die beiderseitigen Interessengebiete, die sie mit elektrischer Energie versorgen wollen, festgelegt haben, haben bereits 11 Orte ihren Anschluß an die Zentrale Gießen beim Kreisamt angemeldet, das für die Stadt Gießen die Verträge mit den Gemeinden abschließt. Es sind dies die Gemeinden Wieseck, Heuchelheim, Großen-Buseck, Mten- Buseck, Beuern, Klein-Linden, Allendorf a. d. Lahn, Allen dorf a. d. Lumda, Weitershain, Saasen und Mainzlar. Die Orte, die sich bis 1. November zur Abnahme von elektrischer Energie melden, erhalten die Beleuchtung usw. bestimmt bis zum Herbst 1912. Alle Orte, die sich erst später zum Anschluß melden, müssen sich wahrscheinlich bis Herbst 1913 gedulden. ** Der Prüfung für Finanzamtsgehilfen, die in der Zeit vom 4. bis 6. September und 7. Oktober abgehalten wurde, unterzogen sich insgesamt 15 Kandidaten, von denen neun die Prüfung bestanden, darunter vom Finanzamt Gießen die Gehilfen Schäfer und Röder. ** Stadttheater. Die Vaudeville-Posie „Polnische Wirtschaft", die am Sonntag abend zum ersten Male gegeben wird, enthält eine Reihe von Schlagern, die bereits populär geworden sind. ES sei hingewiefen auf „Komm, mein Schatz, in den Lunapark" (Frl. Jüngling, Frl. Scholz, die Herren Norden, Großer und Goll), auf „Die Dors- mufif" (Frl. Jüngling, Herr Norden), auf das Terzetts „Du hast ja keine Ahnung, wie schön du bist, Berlin" (Fräulein Jüngling mit den Herren Norden und Großer) u. a. m. Im ersten Akt werden außerdem Frl. Jüngling und Herr Norden ein großes parodistisches Duett singen. ** Religionswissenschaftliche Vorträge. Wie aus dem Anzeigeteil des Blattes zu ersehen ist, beabsichtigen die Mitglieder der theologischen Fakultät an der Landesuniversität fünf Vorträge zu halten, deren Ertrag wohltätigen Zwecken zugute kommen soll. Sie wiederholen öamil ein Unternehmen, das im vorigen Winter in Darmstadt bei regstem Besuch allgemeinen Beifall fand. In der Tat dürfen diese Vorträge in einer Zeit, da so viel von Religion und Theologie die Rede ist, des Interesses weiter Kreise sicher sein. Die Themata sind so gewählt, daß die Arbeit am Alten und am Neuen Testament, an der Kirchen- und Dogmengeschichte, an der Dogmatik und an der Verwertung der Ergebnisse der Wissenschaft für das kirchliche Leben fortlaufend an hervorragenden Beispielen Erläuterung findet. Doch bildet jeder Vortrag für sich ein Ganzes. Wir machen ausdrücklich daraus aufmerksam, daß die Borträge allgemeinverständlich, also nicht nur für eine akademisch gebildete Zuhörerschaft bestimmt sind. * * Ihr lOOjähriges Geschäftsjubiläum begeht morgen die Firma Jvh. Balth. Noll hier. Die Firma befaßte sich anfangs mit dem Kolonialwarenhandel und der Likörfabrikation und' ging in den 1860er Jahr Hi. zur Zigarenfabrikatiou über, die sie heute in 9 Fabriken betreibt. Wir werden auf das Jubelfest der angesehenen Firma, das zugleich ein Ehrentag für die Gießener Industrie ist, noch näher zurückkommen. • • Herr Rechtsanwalt Dr. jur. C. Spohr bittet uns um Veröffentlichung folgender Notiz, „da man es nicht verstehen würde, wenn er den Vorwurf der Tiradenmacherei ohne Zurückweisung hinnehmen würde": Ich versage mir ein näheres Eingehen auf die Zuschrift des Herrn Juslizrat W. Grünewald in Ihrer Nr. 241. D i e Tonart ist bekannt und Ihre Leser wissen Weiß von Schwarz ganz gut zu unterscheiden. Was man nicht widerlegen kann, das schwärzt man als Tiraden an. • • Der Kriegerverein feierte gelegentlich feiner letzten Monatsversammlung in seinem festlich geschmückten Vereins- okal den Abschied des Kameraden Bommersheim, der nach seiner Versetzung in den Ruhestand nunmehr Wohnsitz in Homburg v. d. H. nimmt. Der 1. Vorsitzende des Vereins, Hauptmann d. L. Gabriel, feierte ihn in einer längeren Ansprache als langjähriges treues Vereins- und Vorstandsmitglied und überreichte ihm in dankbarer Anerkennung das Diplom als Ehrenmitglied. Hierauf widmeten ine Ehrenmitglieder MöbuS und Wiener dem Scheidenden noch herzliche Abschtedswocte. Herr Bommersyelm oanrit mit bewegten Worten für die ihm erwiesene Ehre, und ver- prach, mich für die Folge dem Verein ein gutes Andenken zu beiöabren. •• Rekrutenbeförderungen. Am 12. und 13. Okt. wurden die neu eingestellten Rekruten zum Teil mit gewöhnlichen Personenzügen, zum Teil mit Sonderzügen in ihre Garnisonen befördert. Innerhalb deS EisendahndirektionS- bezirks Frankfurt waren infolgedessen vorgestern annähernd 1500 und gestern an die 4100 Rekruten zu befördern. Hiervon entfallen auf die Strecken Gießen—Gelnhausen am 12. Oktober 40 Mann und am 13. Oktober 60 Mann, Gießen-Köln 160 bezw. 540 Mann. Gießen—Frankfurt 300 bezw. 650 Mann. Die von Koblenz nach Berlin zum GardekorpS eingezogenen Rekruten machten gestern abend von 10—11 Uhr hier Rast und erhielten warmes Abendessen, daS auf dem Bahnsteig vom Bahnhofswirt an besonderen Tischen verabfolgt wurde. Es war eine Massenbeköstigung von 500 Mann, die ebenso wie in den Vorjahren tadellos verlaufen ist. Landkreis Gießen. — Grüningen, 13. Okt. Der frühere hiesige Beigeordnete Christian Heller feiert am Samstag, 14. Oktober, einen 8 0. Geburtstag in voller geistiger und körperlicher Frische. Kreis Friedberg. L. Bad-NaNheim, 13. Okt. In der Zenderstraße, in ber Nähe des Zenderinstituts, soll ein neueS Badehaus errichtet werden. In ihm sollen dann alle Dadeformationen ber Nauheimer Quellen verabfolgt werben., — Das Stadthaus ist jetzt gründlich hergestellt Im Erdgeschoß befindet sich der geräumige Sitzungssaal der Stadtverordnetenversammlung.. Weiter befinben sich von heute an bie Geschäftsräume des städtischen Hoch- und Tiefbanamtes und des Wasserwerks, in dem Hause. In bas seitherige Rathaus wird wahrscheinlich bie Gewerbeschule und bas städtische Museum kommen. Hessen-Nassau. to. Hanau, 13. Okt. Heute mittag ist hier das mit einem Kostenaufwand von über eine Million Mark neuerbaute Justizgebäude, das das Landgericht unÜ das Amtsgericht aufnimmt, einge weiht worden fc. Weilburg, 13. Okt. In Odersberg versuchte der 27 Jahre alte Heinrich Fuhrländer feinen 17jährigen Bruder die Kehle zu durchschneiden, michdem er ihn zuvor mißhandelt hatte. Ortseinwohner kamen auf das Hilferufen des Mißhandelten herbei, wodurch die Tat verhindert wurde. Ter Rowdy entfloh. Man konnte ihn bis jetzt nicht verhaften. [] Marburg, 13. Okt. Die in Aussicht genommene Fahrt des Luftschiffes „Schwaben" mußte diesmal wahrscheinlich unterbleiben, weil sich nicht genügend Fahrtteilnehmer von Frankfurt hierher und zurück gemeldet hatten. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller inner öiejer Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Wieseck, 14. Okt. Zur Milchfrage in Wieseck. Von gewisser Seite wird versucht, die Forderung der Landwirte als eine unberechtigte hinzustellen. Dabei wird aber auf die eigentliche Sachlage nicht eingegangen. Sie ist folgendermaßen: Vor einigen Monaten, als bie Futternot sich so recht bemerkbar machte, erhöhten bie Milchhänbler ben Preis ber Milch ohne auch nur bic Landwirte zu befragen, um 2 Pfg. für bas Liter wegen des Futtermangels, wie sie ben Konsumenten sagten. Diese Erhöhung des Milchpreises wegen des Futtermangels wäre ganz berechtigt gewesen, wenn sie ben Laubwirten zugekommen wäre. Aber mitnichten. Die Milchhänbler gaben ben Landwirten nur 1 Pfg., den anderen Pfennig steckten sie selbst ein und zwar dafür, baß weder ber Weg nach Gießen weiter noch bie Msatzmöglichkeit chwieriger geworden war. Die Landwirte verlangen nun diesen Teil ber Erhöhung, ber von den Milchhändlern für Futtermittel-' teuerung in Anspruch genommen worden ist, was doch ganz ungerechtfertigt erscheint. Der Grund ber Futtermittelteueriina be- teht boch hier in bieser Frage nur für die Landwirte. Die Landwirte verlangen von den Konsumenten keinerleiEr- Höhung des Milchpreises, sondern nur von den Milchhändlern den von diesen unberechtigter Weise eingenommenen Pfennig für Futtermittelteuerung, den die Konsumenten fckon seither bezahlt haben. .Dieses ist bie wahre Sachlage bes Milchstteits in Wieseck unb jeder unbefangene Vorurteilslose muß die Forderung der Landwirte alswerechtigt anerkennen. ld. Spielplan des Gießener Ztadttheaters. Direktion: Hermann Steingoetter. Dienstag, den 17. Oktober, abends 8 Uhr (3. £ ien§tag§-ybonne- ment-Vorstellung): Zum letzten Male: „Ter Meister von Palmyra." Ende gegen 117« Uhr. Mittwoch, den 18. Oktober, abends 7 Uhr (3. Mittwochs-Abonnement-Vorstellung): »Die Kinder der Exzellenz." Ende gegen 97« Uhr. Freitag, den 20. Oktober, abends 8 Uhr (3. Freitags-Abonnement-Vorstellung): „Die Geschwister." Hieraus: „Die Neuvermählten." Ende 10% Uhr. Sonntag, den 22. Oktober, nachmittags 3% Uhr, bei kleinen Preisen: „Ein toller Einiall." Abends 7% Uhr, bei kleinen Preisen: „Die Haubenlerche." Ende 102 Uhr. Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 15. Oktober 1911: Meist heiter und trocken, mild, südwestliche Winde, strichweise Morgennebel, später Trübung. Letzte Nachrichten. bs. Darmstadt, 14. Okt. In Mainz wurde von der Fortschrittlichen Volkspartei der Stadtv. Herdt als Landtagskandidat aufgestellt. M a n n h e i rn , 14. Ott. Kommerzienrat Vögele überwies aus Anlaß des 75jährigen Bestehens seiner Firma den Beamten und Arbeitern größere Geldgeschenke. Ferner errichtete er eine Stiftung, nach der den über 10 Jahren bei ihm beschäftigten Arbeitern acht Tage und den über 25 Jahre beschäftigten 14 Tage Ferien _ gewährt, toäljrenb welcher Zeit ihnen das U/s fache ihres durchschnittlichen Arbeitsverdienstes gewährt wird. Die Stiftung kommt einem Drittel der bei der Firma beschäftigten Leute zugute. Pirmasens, 14. Ott. Gestern stürzte hier ein Teil eines Fabrikneubaues ein. Drei Arbeiter wurden dabei verletzt. 14- Ott. Die italienische Regierung schrieb Kohlenlieferungen für die italienische Marine für die Zeit von November bis Mai aus. Verlangen Sie franko gegen franko Katalog I........ Tapete von 14- 45Pfennig Katalog II........ Tapete von 50- 70 Pfennig Für Damen und Herren Heuchelheim, den 13. Oktober 1911. 6310 Becker. 6321 n Wegen Umzug extra billige Preise Eintritt 45 Pfg mit Lichtbildern. 6254 10 Kinematograph D6/9 Babnbofstraße 54. (08542) Babnbofstraße 54. Im knN verlöre» Amtlicher Teil. || ann der feinsinnige 3/ y Humorist stattfinden. Ter Vorstand. 6306 2 «esse Vwstoltam Q. w nachmittags 3^2 Uhr (zu ermässigten Preisen) 5810 Grösste Mölielwarenversandhaiis Oberhessens mil KreditbewilligQng n Aussicht genommene ab en* muhte diesmal l stch nicht genügen? er und zurück gemeldet Kostüm Mk. 36.— Anzahlung Mk. 12.— Kostüm Mk. 45.— Anzahlung Mk. 15— Teppiche Gardinen E Rouleaustoffe Herren-Anzüge Loden-Anzüge Ulster, Paletots Capes Verkauf gegen bar und auf Kredit Streng reelle Bedienung Kleinste Anzahlung Bequemste Ratenzahlg. Damen-Kostüme Damen-Paletots Damen-Mäntel Kostüm-Röcke Eintrittskarten sind zu 1 Mk. abends an der Kasse zu haben. Angehörige unserer Mitglieder zahlen die Hälfte. Garderobe (mit Hut) ist abzugeben, Gebühr 10 Pfg. Kaufm. Verein u. Ortsgewerbeverein. ® Plockstr. 14/16 Giessen Plookstr. 14/16 Extra-Versand-Abteilung. Sonntags 11 bis 3 Uhr geöffnet. Kataloge gratis. Kleiderstoffe Bettzeuge sämtliche Manufakturwaren Visitenkarten liefert rasch and billiget Brühj'eche DdvUlncbrd Die Beerdigung findet Sonntag, den 15. d. MlS., mittags 1 uhr, vom Trauerdause Ludwigstr. aus statt. empfehlende Erinnerung. Täglich frischen Kuchen Billige Möbel 3-Zimmer- Einricbtung, komplett, Mk. 280.— Anzahlung Mk. 50— Bekanntmachung Der Voranschlag der Gemeinde Muschenheim für 1912 Rj. liegt vom 18. d. Mts. ab acht Tage zur Ein- ächt der Beteiligten auf dem Bürgermeisterei-Bureau offen. Muschenheim, den 14. Oktober 1911. Großh. Bürgermeisterei Muschenheim. Wir haben die grosse Freude, die glückliche Geburt eines gesunden Mädchens anzuzeigen. Oberlehrer Dr. Michel and Frau Gertrud geb. Winunenauer. Bückeburg, den 12. Oktober 1911. 6313 KOLOSSEUM Weltstädtisches Variete - —' Direktion: Karl Ohm. — t. >r dlubrif stehenden Arüle 'ikiim gegenüber kcmeck .) 'chfrage in Wiesel? rbcrung bet Landwirte oL: mb aber auf bic cigtt '■.ft jolgcnbennabcn: i recht bemerk xnaifr: Milch obxvt audifir.t- Lün wegen des^Lw n. Diese Erhöhung roare ganz berechligi c; nrnen wäre. M nie äanbmirten nur 1 jsij; ein und zwar dajür. d-! noch die MatzmoglM nrte verlangen nun biM Händlern für Fütterung en ist, wa^ doch ganz uiu r Futtermittcltcueruna le die Landwirte. T.e.Lm- -nten keinerlei Co n, w Den MM* nqmommmtn Jwnj«p- des MltttitS in libicgorbtnntgi«-" la. süssen Traubenmost und Federweisse 6016 Weinstube Schott. ll welcher •• in der kurzen Zeit Montag, 16. Llt., abcnds 812 Ult »iinftlidj in Licins Lgalbsn I. öffentlicher Vortrag Herr Dr. jur. et phil. Hugo Grothe, Lcipzig-GohliS Trlpolltanlen der italienisch - türkische Kriegsschauplatz dn BenberMf neues »Jur ftnf r.^ ^ladthäuZ M befindet sich bttT, Wiommlung,. Leun Traume des sMsche» '«».in bem Q? tue GewerbM Tanz-Unterricht. Mein diesjähriger Tanz-Kursus beginnt Montag, den 16. Oktober l. IS., abends 8 Uhr, im Lcuz'fchcn Felscnkeller. Anmeldungen werben daselbst, sowie in meiner Wohnung Wolf st raße 9 entgegengenommen. (N533 * Hochachtungsvoll Th. Bäulke, Tanzlehrer. und abends 8 Uhr. Das Theater ist stets gut geheizt und ist der Aufenthalt sehr anheimelnd. Die Musik stellt das hiesige Kaiser Wilhelm-Regiment Nr. 116 (MusikaL Leitung: Theaterkapellmeister Hans Zorn). rberichl' Oktober Idll! 3# w Kuverts mit Zirma billigst vrühl'jchr Unioerütätr-Vructerei. 8. Lange, Sieben Staöttljcatets. ZLK Ägt «-gtl?«® Steins Garten Gießen im neurenovierten Saale. - — Sonntag, den 15. Oktober Militär-Konzert ausgeführt von der Kapelle des 2. Grotzh. Hess. Jns.-Regt. Nr. 116 „Kaiser Wilhelm" unter persönlicher Leitung des Obermusikmeisters Herrn Löber. Die Sensation des Jahres. Ein Film von urwüchsiger Kraft und packender Handlung, etwas Gewaltigeres ist noch nicht gezeigt worden. 350 m lang. Lemke macht Freiübungen, äußerst komisch. Salombo, die Priesterin nach dem berühmten Roman von Gust. Flaubert, hervorragendes Drama. Ort der Handlung Carthago. 450 m lang. Teddy Holzbock als Reitersmann, alles lacht Nero als Detektiv, interessanter Tier-Film. An den Pforten des Oberlandes, 9&ÜÄ. Latz dich küssen, las; dich herzen, Vollbild. Fortbildungsschule des Kaufm. Verein weibl. Angestellter. Der Unterricht beginnt Montag, den 16. Oktober, abends 8y4 Uhr, in der Realschule (Ludwigstraße). Weitere Anmeldungen von Teilnehmerinnen können noch nimet8hai ** «ta, "" w« 12.0lX :00 bnro'S1" 15<> 0—11Uh?ej09enm ZK n ist, b" I. Mine biifu,, s. 1 üfr ""d tärpetiij,,; Restaurant Schiitzenhaus Telephon 220 bringt seine Lokalitäten für Ausflügler etc. in hi? das mit Million Mark neu- das Landgnicht und Iveiht worden Edersberg versuchte der sr feinim 17jährigen ldeii, mchdern er ihn ■r kamen aus daSM. rch die Tat verhindert nnte ihn bis jetzt nicht * Bekanntmachung. B e t r.'r Maul- und Klauenseuche in Arnsburg. Nachdem unter dem Viehbestände des Reitukgs- Hauses Arnsburg die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden ist, werden auf Grund der §§ 57 ff. der Reichsinstruktion zu dem Reichsgesetz die Wwehr und Unterdrückung von Viehseuchen betr. vom 23. Juni 1880, 1. Mai 1894 und auf Grund der Ausschrciben Großh. Ministeriums des Innern vom 10. März 1908 zu 9tr. M. b. I. II 1215 und vom 22. Februar 1911 zu Nr. M. d, I. II 977 hiermit die folgenden Maßnahmen angeordnet: I. Es wird ein Sperrbezirk gebildet. Dieser Sperrbezirkt umfaßt die ganze Gemarkung Arnsburg mit .Ausnahme der Bergermühle. II. In dem gebildeten Beobachtungsgebiet treten keineAende- rungen ein. III. Die in der Bekanntmachung vom 7. Oktober 1911 (Gießener Anzeiger Nr. 237) für den durch den Seucheuaus- bruch in Steinberg gebildeten Sperrbezirk und für das Beobachtungsgebiet angeordneten Maßnahmen treten auch hier in Kraft. V. Ter Hausierhandel mit Geflügel ist im Sperr- und Beobachtungsgebiet verboten. VI. Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Bestimmungen werden mit hohen Strafen geahndet, und zwar, wenn sie wissentlich begangen werden, aus Grund des § 328 Str.-A-B. ad* Gefängnis. Gießen, den 13. Oktober 1911. G.roßherzogltches Krersamt Gießen. I. B.: Langermann. Gießen- den 13. Oktober 1911. Bet r.: Wie oben. An die Grosth. Bürgermeistereien des Kreises. Wir machen Sie, soweit Ihre Gemeinden zu einem der gebildeten Beobachtungsgebiete gehören, auf vorstehende Bekanntmachung ganz besonders aufmerksam. Sie wollen die erlassenen Anordnungen ortsüblich bekannt machen lassen und außerdem die Viehhändler, die in Ihren Gemeinden wohnen, schriftlich oder zu Protokoll noch besonders aus diese Vorschriften Hinweisen. Gleichzeitig verweisen wir die Ortspolizeibehörden auf daS Ausschreiben Großh. Ministeriums des Innern vom 15. August 1902 (Amtsblatt Nr. 18). Nach den Vorschriften dieses Sms- schreibens, insbesondere nach Ziffer 1 daselbst ist zu verfahren, sobald in einer Gemeinde ein Fall von Maul- und Klauecheuche festgestellt wird. Tie Mitteüungen an den zuständigen Kreisveterinärarzt haben telephonisch oder telegraphisch W erfolgen. v., , Großherzoglubes K^retsamt Gießen. Z. B.r LangexmanL richten- een w lD #lciibenü^ WLW Nur noch heute u. Sonntag, den 15. Okt. 1911 das äusserst reichhaltige, hochinteressante ♦ Familien-Frogramm ♦ aus welchem hiermit noch besonders hervorzuheben sind 1W mit ihrem grossartigen Dressurakt | M (Für Erwachsene u. Kinder gleich interessant.) Der --------- I in unübertrofFene , I ■* CT M ■ w seiner staunenswerten Leistung d. Gedankenübertragung (hochwissenschaftlich). Todes-Anzeige. Heute morgen 4 Ubr entschlief sanft nach kurzem Leiden meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Marie Debus geb. Gernandt im 48. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Fr. Tcbus und Kinder. Elegante Kleidungsstücke nach Wiener und englischen Modellen gefertigt in jeder Grösse und Stoffart bereits eingetroffen. seines Auftretens dieGunst des Gießener Publikums sich in reichem Maße erworben hat. Und last not least TlT A "KT TA A dieäuß.schwierigen IX U IN U M J Vorführungen der AA -1V W V Die 6 weiteren Nummern des Programms sind sämtlich Attraktionen ersten Ranges. Am Sonntag, den 15. Oktober er. Anfang V25 Uhr. ^Grosse Betten 12 MkT* (Oberbett. Unterbett, 2 Kissen) mit doppcltgereinigten neuen Bett- tcdern. bessere Belten 15, 19, 24.50 9JI.; 1'/, schl. Betten 15, 20, 23.50, 28.50, 3250 M. usw. Bers. gegen Nachnahme. Preisliste, Proben, Verpackung kostenfr. Gustav Lustig ‘rintenstr.46. Geschäfts-Empfehlung. Einem verehrlichen Publikuni, speziell meiner werten Nachbarschaft zur gefl. Kenntnis, daß ich die seither von Frau Plank Ww. betriebene (08538 Metzgerei übernommen habe. Unter Zusicherung durchaus reeller Bedienung bitte ich um geneigten Zuspruch. Hochachtungsvoll Wilhelm Heilmann Ochsen- und Schweine-Metzgerei. Gießen, Bleichstraße 29, den 14. Oktober 1911. übern. Stapel- und Phanl.-Dek. im nanderUCKOraieUr Abonuem. Geil. f»rtft(. Angeb. u. r - 08500 an den Gieß. Anz. erbeten. * Anfertigung nach Mass unter Garantie für guten Sitz. Cafe Hstoria 6331 AiWMlitze llolkspittri Der In den Hauptrollen spielen: D der im D'Vio verein bestimmt. Du/, Anfang 81/» Ubr. vWio Der Vorstand. Der Vnrstond. 08559) Mll G. R. V. 1885 Sthratl. HWtvemmliW Donnerstag, den 19. Okt. er., im „Hessischen Hof", abends 9 Uhr. Tagesordnung: 1. Bericht des Borstandes über das abgelaufene Vereinsjahr; 2. Kassenablage; 3. Neuwahl des Vorstandes; 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet v14/io] Der Vorstand. Konst Namen' „V< • Spezialtcm nischen Nft gegen Stalin ,Janin" einer naf)me ausgeh dMw lurzm problem vom Standpunkt heutigen Geschichtsforschung. Mittwoch, den 15. November, abends 874 Uhr: Professor Krüger : Das kirchliche Bekenntnis Lichte der Geschichte. Mittwoch, den 22. November, abends 8*/4 Uhr: Professor Eck: Die Persönlichkeit Gottes. Mittwoch, den 29. November, abends 8l/4 Uhr: Inhaber 3ulius Körner früherer Oberkellner bei ßerrn Cafetier Skalifcky Wir eröffnen Sonntag, den 15. Okt. 1911, vormittags 10 Uhr zu Wieseck i. d. Schulhaus am Gießener Weg Lehrgänge in Stenographie lUnterrichtsgeld 6 Mk.) und Schreibmaschine lUnterrichtsgeld 4 Mk.). Gest. Anmeldungen werden aus dem Bureau Gr. Bürgermeisters Wieseck ober zu Beginn des Unterrichts entgegengenominen. v1-/ io Stenographen - Gesellschaft „Gabelsberger" Gießen. Das Heimatshaus in Keetmanshoop. Eintritt 2 Mk. leinschliehlich Erfrischungen). Der vorbereitende Ausschuß Professor Schian : Modernes Christentum u. geschichtliche Ueberlieferung Eintrittskarten zu 3 Mk. für alle 5 Vorträge (Familienkarten 4 Mark), zu 75 Pfennigen für den einzelnen Vortrag, zu 50 Pfennigen nur für die Galerie in der J. Ricker’schen Buchhandlung. Der Reinertrag ist zu gleichen Teilen für das Evangelische Schwesternhaus in Giessen und den Hessischen Diakonie- Philippsgemeinde Sonntag den 15. Oktober Ausflug nach Klein-Linden, Bernhardtsbäuserbos. Zusammenkunft um 3 Uhr nachmittags im Gemeindehaus. Ostend. Tonntlifl TanMfil I Tanz-Mnsit morgen, Sonntag 08534 Restaurant Wulfe. Lonntag,d.l5.Okt.,nachm.3Uhr, AusfBug ===== nach der Rinnsmüble.^^ Treffpunkt: „Zum Löwen". vH/10 Der Vorstand. Religionswissenschaft!. Vorträge Heue Aula der Universität. Mittwoch, den 25. Oktober, abends 81/i Uhr: Professor Gunkel: Die babylonischen Mythen und das Alte Testament. Mittwoch, den 1. November, abends 8‘|4 Uhr: Professor Baidensperger: Das Jesus- u. das Christus Privat-TMnterM erteilt gründlich und gewissenhaft zu jeder Tageszeit [0//83 Th. Bäulke, Tanzlehrer, Wolsstrasre 9. Fünsuhr-Tee, veranstaltet zum Besten des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesettschast, Abt. Gießen, am 23. Oktober 1911, nachmittags 5-8 Uhr in den Räumen des Gesellschafts-Vereins (Klub). 6 Uhr: Vortrag mit Lichtbildern von Frl. v. Hatten-Bcrlen über Eröffnung Schandfleck Ein modernes Tendenzdrama in 3 Abteilnngen von Louis Feuillade. Länge 1200 Meter. NäDorTnreiii Gießen Sonnabend, 28. Okt. 1911, abends 9 Uhr im Darmstädter Haus Bonität spondenten bi unb „Giorna I'chen Telegra lassen. Sie i Wie im die Psorte au vermittln läge der fiirfi lich seien. Die anleihe bea. mentietl Be Sondanf melbet mirb, r ?on Zmyrna bi ?oe,lhlag bei Plockstr. 12 Biograph Plockstr. 12 Ab heute? Verein ehemaliger Illi er. Samstag, den 21. Okt. 1911, abends 9 Ubr | Herbst-Mitglieder-PechMlimg Ä sogar pr Aene luuibe Beiladung m . Art Wtg ii ■ Mit«,, uabme t in / “"feren «« $ "K. bereit- ,,nelöei «Grenze^ ehl mobil ibet st/!?^esi HW® . Kj'»t °£n, ;h Y die Ät Rh» CM Sie „fW« .Anre'gcr c Kttisblfl*1 iw* frngt" Giessener Konzert-V er ein Erstes Konzert Erster Kammermusik-Abend Sonntag den 22. Oktober, abends 51/* Uhr, im Kiubsaal (Sonnenstrasse) Ausführende: Herr Maximilian Troitzscli (Bariton) Hofopernsänger aus "Wiesbaden, Herren Adolf Rebner (Violine) u. Johannes Hegar (Violoncell) aus Frankfurt a.M. Herr Prof. G. Trautmann (Klavier). Sine eB gainmer 6«1 8«»O »»K zs-"""" jer 5 tiifeitSI aber die yt inan, morgen .^-nmernochn Ivie in der Jl iür energr) daß die Kami uiird, das nicht annr ieits die Tend . zuschieben, au Krieg und Fr Wie wir i teilen konnten, flantinopel gebi ,ierung starker Stadt Tripoli- türkischen den Italienern und Vernn seien relativ k Dazu erh Rom, 1 Die Nachrich lviedcrgegebev Tripolis ein ftattgesunden gehabt hatte. Etwas , nopeler Mel 1. Trio op. 97 in B-dur, L. van Beethoven. — 2. Lieder: a) Nächtliche Heerschau, b) Süsses Begräbnis, c) Hochzeitslied. C. Löwe. — 3. Sonate für Violinesolo in G-moll, J. S. Bach. 4.'Lieder: a) Dem Unendlichen, Fr. Schubert, b) Befreit. R. Strauss, c) Auf einer Wanderung, H. Wolf.—5. Phantasiestücke für Violine, Violoncell und Klavier,