M. Jahrgang Zwettez Blatt Nr. 5 Erscheint NgNch mtt Aufnahme bei Sonntags. Die „Gießener ZamlliendlStter" werden dem t81mctfler* viermal wöchentlich beigelegt, das „UrrlrdlaN für den Krds Sietzen" iwei.nal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Lett- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Gießener Anzeiger Eeneral-Anzeiger für Sberhefien Zreitag, 6. Januar {9U Rotationsdruck und Verlag der Brübl'schen UniversilälS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedltion und Verlag: e^5L Redaktion: ^^112. Tel.-2ldr.:AnzergerGießen. 145 Milliarden für den grieden. Jahres 1908 in Millionen Francs gegen deutschen Handel, der jetzt dort in noch regeren Wett bewerb mit den anderen europäischen Ländern trat, eine besten Eindruck - Der LtäatLnwalt geht dann auf die Stütze. In Anerkennung ferner Verdienste wurde er in EinzelMe ein und erörtert zunächst den Fall Heinemann/ den Freiherrnshand erhoben. | H. behänd sich in der Menge und beschimpfte die Beamten, aber eine lehrreiche 1883 denen des über stehen: Berlin, 5. Jan. Die „Rordd. Allg. Ztg." teilt mit daß die Angabe, die als Nachfolger des Botschafters Frhr. Mumm von Schwarzenstein den Gesandten v. Treutler bezeichnet, unzutreffend ist. In Peking wirkte der erfolgreiche Diplomat bis zum Jahre 1906, m dem seine Berufung auf den wichtigen Botschasterposten von Tokio erfolgte. Hier hat nun Freiherr v. Mumm mit seltenem Geschick und Takt die deutschen Interessen vertreten. In der richtigen Voraussetzung, daß eine genaue Kenntnis des japanischen Volkscharakters die Grundlage für eine ersprießliche Ausübung seines unleugbar schwierigen Mandats sein mußte, unternahm er große Reisen durch Japan, Korea, die Mandschurei, Formosa. Er lernte so das aufstrebende Volk des Mikado auch als Kolonisator in den neu gewonnenen Gebieten kennen. Für die asiatische Politik und für unseren Handel im fernen Osten wird, so schreibt der „Lok.-Anz", sein Rücktritt einen großen Verlust bedeuten, namentlich jetzt, wo Frhr. Mumm von Schwarzenstein bereits die recht schwierigen Vorverhandlungen über ben neuen japanisch-deutschen Handelsvertrag in bie Wege geleitet hatte. Als sein Nachfolger wird der bisherige Gesandte in Christiania, Wirkt. Gey. Rat v. Treutler, angesehen. Eine außerordentlich eindrucksvolle Berechnung der Unsummen, die Europa während 25 Jahren für den Frieden geopfert hat, stellt Edmond THSry auf Grund der Bridgets der europäischen Staaten auf und gibt dabei ein genaues zahlenmäßiges Bild von den rastlos wachsenden Ausgaben, die die Großmächte für ihre Kriegsrüstung cnifwenden, um den Frieden zu erhalten. Die Summen, die sich dabei ergeben, sind so gewaltig, daß die finanziellen Lasten eines Krieges fast zur Unansehnlichkeit zusammenschrumpfen. Ter südafrikanische Krieg hat Großbritannien rund 51/2 Milliarden Francs gekostet, der rus,isch japanische Krieg den Bussen 6300 Millionen Frs. und den Japanern 5 Milliarden. Aber was bedeuten diese Zahlen, wenn man erfährt, daß Europa in der Zeit von 1883 b i s 1908 insgesamt 145 Milliarden für Heer und Marine ausgegeben hat. Wenn man die Budgets der europäischen Großmächte nebeneinander stellt, sieht man deutlich, in welchem Maße die Aufwendungen für die Landesverteidigung sich gesteigert haben. Thery gibt Tabelle, in der die Ausgaben des Jahres ein Anlaß zur Erregung lag für den Angeklagten gar nicht Dor/ Bezeichnend ist auch, daß er einen Schlagring bei sich hatte. Eine, Mißhandlung des Angeklagten nach seiner Verhaftung auf benti Wege zur Wache ist nicht nachgewiesen, worden. Ich beantragt gegen ihn, der zweimal vorbestraft ist, .6 Monate Gefängnis. Ein weiterer Fall betrifft den Arbeiter Rothe, der ebenfalls bid Beamten beschimpft hat. Es kann ihm aber nicht Aufruhr uack>- gewiesen werben. Dagegen hat er sich der Beleidigung schuldig gemacht, wofür ich 3 Monate Gefängnis beantrage. Der Angeklagte Schlosser Weiß hat, wie erwiesen ist, von seinem Balkow aus einen Blumentopf herabgeworfen, der den Schutzleuten gelten! sollte. Es handelt sich also um einen tätlichen Angriff gegen die Beamten, die sich in rechtmäßiger Ausübung ihres Amtes be- fanden. Ich beantrage gegen Weiß 9 Monate Gefängnis. Dio Angeklagten Schreiber Wandt und Schlosser Sch u l z haben eine Laterne zertrümmert, was sich als Sachbeschädigung, bczw. An- tiftung dazu charakterisiert. Gegen Wandt beantrage ich 8 Monatc- gegen Schulz, der aus guter Familie stammt und nur in schlechte Gchellschaft geraten ist, angesichts seiner Reue und seines offenen! Geständnisses 2 Monate Gefängnis. Weiter beantragt der -Staatsanwalt gegen den Monteur Albrecht wegen Beleidigung zwei Monate und gegen Zollchow wegen Aufruhrs und Beleidigung 9 Monate Gefängnis, gegen Weise wegen Auflauf und Beleidigung 3 Monate, gegen Romanowski wegen Beleidigung 2 Monate, gegen Miersch wegen Beleidigung und Widerstandes! 4 Monate, gegen Kliche, der in der Königstraße die Beamten beschimpfte, 2 Monate Gefängnis und 2 Wock>en Haft, gegen) Eisenreich wegen Aufruhrs und Beleidigung (der Angeklagte gehört der Sekte der Mormonen an) 9 Monate Gefängnis, gegen! Senf wegen Beleidigung 3 Monate Gefängnis, gegen ben Kunst? maler Weidemann wegen Beleidigung und groben Unfugs! 14 Tage Gefängnis und 10 Mark Geldstrafe. Dieser Fall, bemerkt! der Staatsanwalt hierzu, ist von der Verteidigung benutzt worden, um der Staatsanwaltsch)ast den Vorwurf zu machen, als ob sie sich nur gewisse politisch oder gewerkschaftlich Organisierte herausgesucht hat. Dieser Vorwurf, der ein Vergehen gegen § 14H involviert, ist ja bereits von dieser Stelle aus energisch zurück- gewiesen worden. Der letzte Fall betrifft den Gastwirt Vilz, der beschuldigt wird, sich an den Mißhandlungen des Wellschmidt beteiligt und Arbeitswillige durch Drohungen zum Streiken bewogen zu haben. Ter Angeklagte hat erwiesenermaßen den Zeugen Well- schmidt immer wieder in ben Kreis der Streikenden hineingestoßen, wo er mißhandelt wurde. Zeuge Wellschmidt ist durchaus glaubwürdig. Freilich hat die eigene Mutter gegen den Sohn ausge-, sagt aber ihre Aussage ist wertlos. Dem Angeklagten Pilz wird ferner teilweise ein gutes Zeugnis ai^gcftellt, wenn es sich aber um politische und gewerkschaftliche Kämpfe handelt, dann tritt bei ihm ein glühender Haß gegen seine Gegner zu Tage. Bei dem Strafmaß ist die Dreistigkeit und die Hinterlistigkeit seines Handelns zu berücksichtigen. Sein Lokal war gewmer- masen ein Herd für Gewalttätigkeiten, in das der Zeuge Well- schmidt wie ein Fuchs hineingelockt worden ist. Der Staatsanwalt beantragt gegen den Angeklagten Pilz eine Gesamtstrafe von einem Jahr sechs Monaten Gefängnis. Der Angeklagte K r a tz e r t sei wegen Mangels an Beweisen freizusprechen. Nack der Pause plädiert als erster der Verteidiger Rechtsanwalt Wolfgang Heine: Meine Herren Richter! Wenn man sich am Ende einer fast zweimonatigen Verhandlung noch einmal das ganze Material Diergegenroärtigt und Durchsicht, bann erstaunt man über die Fülle dessen, was in ihr vorgebracht worden ist. Es tritt ja naturgemäß mit der Zeit eine gewisse Ermüdung ein, aber überblickt man alles, bann kommt einem vieles so frisch und neu Der Aurgang öes Moabiter prozeffer. 4 Berlin, 5. Jan. Sofort nach Eröffnung der heutigen Sitzung nimmt der Erste Staatsanwalt Steinbrecht das Wort, um in seinem Plädoyer fortzufahren. Er wendet sich zunächst zu dem Fall des Angeklagten Krämer, der der öf entlichen Beleidigung und des Widerstandes gegen die Staatsgewalt beschuldigt wird. Polizeileutnant Folte hat zugegeben, daß der Wider- ’tanb des Krämer kein erheblicher war, so daß ich vier Monate Gefängnis beantrage. Wir kommen nun zu der ersten Frau, bie unter Anklage steht, Frau Dominik. Sie hat in ganz wilder Weise aufgehetzt und mit einem Schuh nach einer Laterne geworfen. Wenn sie ein Mann wäre, wäre sie sehr schwer zu bestrafen, denn ihre Tat grenzt an Aufruhr. Aber mit Rück- icht darauf, daß sie leicht erregbar und noch nicht bestraft ist, beantrage ich die milde Strafe von zwei Monaten Gefängnis. Der Angeklagte Breyer hat an die Menge die Aufforderung gerichtet: Haut die Bluthunde! Tas hat her Zeuge Busse bekundet, der freilich nachher vollkommen versagt, wie viele andere Zivilzeugen. Ich nehme an, daß der allgemeine Druck, der aus dem Zeugen lastete, ihn beeinflußt hat. Aber „Schri t bliewt", die Protokolle bleiben bestehen. Mit Rücksicht, daß er unbestraft und Familienvater ist, beantrage ich gegen ihn zwei Monate Gefängnis. Der Angeklagte Hagen ist zu ällig in die Krawalle bineingeraten. Er hat aber keinen Respekt vor der Obrigkeit, das zeigt die Art seiner Vorstrafen. Er wollte seine eigenen Wege gehen und mißachtete die Weisungen der Schutzleute. Mit Rücksicht darauf, daß er von den Unruhen nichts wußte, anderir- alls aber siebenmal vorbestraft ist, halte ich eine Strafe von ecks Monaten Gefängnis für angemessen. Der Angeklagte Tret- 1 n to e-1 i ist schwerer vorbestraft als alle Angeklagten zusammen, über 40 Mal. Er ist außerdem durch Alkoholmißbrauch moralisch minderwertig. Tvotzdem war er sich seines Tuns bewußt. Eine Gefängnisstrafe von vier Monaten scheint gewiß milde. Der Angeklagte Bock ist auch schon sechs Mal vorbestraft, darunter mit sieben Monaten Gefängnis wegen Messerstecherei. Er hat sich.an der Ecke Beußelstraße aufgestellt und sich dort sehr provozierend benommen, obwohl ihm die Schutzleute gut zuredeten. Der schwerverletzte Schutzmann Koppe hat ihn ausgefordert, weiterzugehen. Als Antwort rannte er ihm ein Messer in ben Unterleib. Ein zweiter Beamter erhielt einen ähnlick>en Stich. Erst als ber erste Stich erfolgt war, ist Bock mit vollem Rechte niebergeschlagen worben. Er ist zu bestrafen wegen gefährlicher Körperverletzung unb groben Unfugs, und zwar beantrage ich mit Rücksicht barauf, daß ein pflichttreuer Beamter schwer verletzt wurde, unb beim Messerstechen nicht unter einem Jahre erkannt wirb, andererseits bei Bock keine Reue vorhanden ist, zwei Jahre sechs Monate Gefängnis unb zwei Wochen Haft. Milder liegt wieder ber Fall der Frau Giese. Sie wollte sich durch eine Schutzmannskette durchdrängen, war eigensinnig unb trotzig unb fing bann an zu schimpfen, als sie ihren Willen nicht burchsetzen konnte. Ich beantrage gegen sie zwei Wochen Gefängnis. Der Angeklagte Treibe ist ein fleißiger Mann der viel gelesen hat, vielleicht zu viel, benn bie Lektüre hat ihn aufgeregt unb b erbittert. Statt sich nach ber Arbeit ruhig im Tiergarten zu ergehen, ließ er sich verleiten, sich unter bie Menge zu mischen unb die Beamten zu beleidigen. Er hat aber nicht nur geschimpft, sondern auch wiederholt laut gepfiffen. Er hat dadurch gezeigt, daß er ein äußerst reni enter Mensch ist. Von Reue zeigt er keine Spur. Man möchte sagen: ber junge Mensch ist nicht mehr zu bessern. Vielleicht tut aber eine hohe Strafe Wunder. Ich beantrage gegen ihn ein Jahr drei Monate Gefängnis. Bei Frau und Fräulein Sattler kann es nach der Voruntersuchung keinem Zweifel unterliegen, daß beide „Bluthunde" in die Menge riefen. Die meisten Zeugen sind auch hier freilich wieder zusammengebrochen. Ich beantrage gegen Frau Sattler zwei Monate Gefängnis, gegen Fräulein Sattler mangels Beweises Freisprechung. Ferner beantrage ich bei allen Angeklagten die Anrechnung ber Untersuchungshaft. Darauf nimmt Staatsanwalt Stelzner bas Wort. Er geht nochmals auf ben allgemeinen Teil ber Anklage ein unb schildert ausführlich die Notwendigkeit ber scharfen Mittel ber Polizei vom 27. September. Um diese Zeit trat zum erstenmal auf die Zeitungsnachrichten hin der Janhagel in die Erscheinung. Zeuge Steinberg hat bekundet, daß um diese Zeit werktätig« Arbeiter an den Unruhen beteiligt waren. Es wurde das Arbeiterlied gelungen und ein Hoch auf die Sozialdemokratie ausgebracht. Den Gipfelpunkt der Ausschreitungen bilden die Unruhen in der Rostocker Straße, wo auf Kommando die Laternen ausgedreht wurden und daraus planmäßig ein Angriff auf die Beamten erfolgte. Schließlich wurde ein Phvtographenkasten in Brand gesetzt und die Menge tanzte um ihn mit dem Gesänge: „Das ist Jagows wilde verwegene Jagd" herum. Die Beamten hielten sich mit Recht davon fern, weil sie glaubten, sie sollten, in einen Hinterlwlt gelockt werden. Tie Arbeitswilligen ftanbert unter einem unglaublichen Terrorismus. Diese Arbeitswilligen waren harmlose Leute, die nur von ihrem Reckst, ihre Arbeits- hraft zu verkaufen, Gebrauch machten. Trotzdem schlugen die Streikenden sofort auf sie los. Sie standen unter einem derartigen Truck, daß bie Staatsanwaltschaft es sich überlegt hat, ob nicht gegen die Streikenden ein Verfahren»wegen Freiheitsberaubung einznleiten wäre. Tie Verteidigung hat ben Versuch gemacht, die Arbeitswilligen als Gesinbel hinzuftellen. Das ist aber mißglückt. Die Arbeitswilligen haben hier vor Gericht ben . Ä-.4 Aoki Xzi H tt /lief hir vor, baß man bebauert, im Plädoyer nicht noch einmal die gesamten Aussagen Revue passieren lassen zu formen. Man kann das nicht, sonst würde das Plädoyer noch einmal wer Wochen dauern. Tie beiden Herren Staatsanwälte haben freilich von dem, was bie Beweisaufnahme ergeben hat, anscheinend eine anbere Ansicht. Ter Erste Herr Staatsanwalt sagte, alle Zeugen nach dem L Dezember seien überflüssig gewestn. Ich begreife, daß die Herren von der Anklage nicht erbaut sind von den Zeugen, die auf unsere Veranlassung vernommen worden sind. Und darum erklärte auch der Herr 'Staatsanroalt Stelzner, die Verteidigung sei schuld, daß die Sache so lange gedauert habe. Nun, die Verteidigung übernimmt mit gutem Gewissen bie Verantwortung bafür, daß hier so viele Zeugen: gehört wurden. Tie Art und Weise, wie die Anklage, seitens! ber Anklagebehörde beljunbelt würbe, hat ber Verteidigung erst die juristische Basis gesckwfsen, auf Grund deren sie die Beweisaufnahme im roeitefteu Umfange durchführen konnte. Wenn die untergeordneten Fälle, wie es die Verteidigung beantragt hatte, jeder für sich getrennt . behandelt worden wären, dann wäre es nicyt möglich gewesen, ein Gesamtbild ber Sache in bie)em: Umfange zu schaffen. Es scheint mir allerbings die Beweisaufnahme noch nicht umfangreich genug gewesen zu sein, um auch die Herren von der Staatsanwaltschaft zu überzeugen. Wir hätten noch gern ein paar hundert Zeugen mehr laben können, wir haben uns aber Beschränkung auferlegt. Immerhin kann ich aber wohl sagen: Will ber Herr Rat ein Tänzchen wagen, so soll er es nur sagen, ich kann ihm noch huuderU von Zeugen bringen, bie ähnliche Vorgänge befunbeu werdest, wie wir hier viele gehabt haben. Man hat der Strafprozeßordnung die Schuld gegeben, daß so viele Zeugen geladen roerben mußten. Wenn man sich hier auch auf bie Loyalität beS Herrn Vorsitzenben verlassen tonnte, so ist es doch besser, daß die Strafprozeßordnung uns das Recht gab', diese vielen Zeugen hier zu laden. Ohne die Zeugen, die von uns geloben wurden, würbe ein ganz schiefes Gesamtbilb entstehen. Der Herr Staatsanwalt hat Angriffe gegen die Belastungszeugen gerichtet, welche hier nickst Stich gehalten hätten. Diese Zeugen sind ledoch dadurch vielleicht umso glaubwürdiger. Aussagen im Vorverfahren ohne Staatsanwaltschaft und ohne Verteidigung haben überhaupt keinen Wert, die Aussage in foro ist das Wesentliche.. Sind denn die Zeugen, die sich auf ber Straße befunden haben, alle der Teilnahme an den Unruhen verdächtig? Dann müßte das auch bei den von ber Staatsanwaltschaft präsentierten Zeugen ber Fall sein. Auch unter ihnen befinben sich Leute, bie aus allen Teilen Berlins hingefähren sind, um sich von der Sachlage zu überzeugen, aus Neugierde, oder, wie ich sagen möchte, weil sie interessiert froren, denn der Bürger hat ein Interesse daran, über diese Dinge etwas zu erfahren. Sollen ferner die Zeugen, bie nicht alles gesehen haben, vom Blaukoller befallen fein? Die positiven Aussagen der Zeugen werden dadurch nicht aus der Welt geschafft, daß sie etwas nicht gesehen haben. Wenn von Terrorismus gegenüber den Zeugen die Rede gewesen ist, so muß ich auf den Zeugen Förster a. D. Prevor Hinweisen, dem von konservativen Leuten Vorwürfe gemacht wurden, über tute Art, rotie er seine Aussage machte und der erklärte, er fürchte gesellschaftlich geächtet zu werden. Unb der Zeuge Frost hat erklärt, daß burch das Vorgehen der Polizei die Grundlage )Li'neS rfligiÖfen Glaubens erschüttert wurde, und der Sohn eines anderen Zeugen hat angesichts der schrecklichen Szenen in Moabit gefragt: Vater, ist das die Obrigkeit, die von Gott verordnet ist? Ter Zeuge Dr. Kochmann tjat positive Bekundungen über Tatsachen gemacht, bie kein Regen abwäscht. Alle diese Aussagen kann man nicht mit wohlfeilen Klassifikationen Deutschland England Öeüerreich-Ungarn Frankreich Jinlien Rlißland Uebrtge Lander__ zus. Million. Frcs.: Die Ausgaben für Kriegszwecke in Europa sind also innerhalb von 25 Jahren von 4111 Millionen Frs. auf 7536 Millionen gestiegen, also durchschnittlich im Jahre Um annähernd 137 Millionen Frs. Das bedeutet eine Zunahme von 830/0, die sich wie folgt auf die einzelnen Staaten verteilen: Deutschland l£Oo/o„ England 112, Rußland 69, Frankreich 39, Oesterreich-Ungarn 66, und Jta.ien 47o/o. Und ähnliche Verhältnisse ergeben sich bei der Betrachtung der übrigen kleineren Staaten. Schweden z. B. hat seine Heeres- und Marine-Ausgaben um 80 Millionen Frs. vermehrt, Spanieü um 49 Millionen, die Türkei um 46 Millionen, Portugal um 37, die Schweiz um 29, Holland Um 25, Rumänien um 25, Belgien um 13 Millionen Frs., Usw. Aber diese Riesensummen von insgesamt 145 M l.iar- den Frs. umschließt keineswegs alle die Lasten, die die europäischen Staaten sich für ihre Landesverteidigung auf- biirdetcn. Die Kosten des spanisch-amerikanischen, des südafrikanischen und des russisch-japanischen Krieges sind in dieser Berechnung nicht einbegriffen, ebensowenig wie die Kosten strategischer Eisenbahnen und die Verzinsung der erheblichen Anleihen, die fast alle Stauten in großem,Umfange eingehen mußten, um die Mehrkosten der Rüstung zu decken. Auch die sozialen und nationalökonomischen Verluste, die sich daraus ergeben, daß in Eropa rund 195 000 Offiziere, 3 800 000 Unteroffiziere und Soldaten und 700 000 Pferde oder Maulesel dem wirtschaftlichen Leben entzogen sind, sind nicht in Rechnung gesetzt, ebensowenig wie die schädlichen Einwirkungen der erheblichen Steuer- erhöl/ungen, die insloge dieser Entwicklung notwendig wurden. Eine statistische Zusammenstcllilng d r St at schuld n der Großmächte ergänzt das Bild. Die Schuldenlast Europas ist von 107 Milliarden Frs. im Jahre 1883 auf 151 Milliarden im Jahre 1908 angewachsen, .also um 410/0. Die Zunahme der Staatsschuldenlast verteilt sich auf d e einz.'lnen Länder wie folgt: Frankreich 2412 Millionen, Italien 3472 Millionen, Oesterreich-Ungarn 4005 Millionen, Rußland 11 101 Millionen, Deutschland 14 557 Millionen Frs. Diese Statistik zeigt, daß Frankreich die Lasten seiner Rüstung noch am leichtesten ertragen kann, hat es doch von allen europäischen Größmächten die wenigsten Schulden aufzunehmen brauchen, nicht ganz ein Fünftel d.ssen, was das Deutsche Reich an verzinsbaren Staatsschuldscheinen ausgeben mußte. Zum Rücktritt öes votschaftcrr Mumm von Lchwarzenftein. Wie gestern bereits amtlich gemeldet wurde, wird der deutsche Botschaster in Tokio, Frhr. 9Jhtmm von Schwarzenstein demnächst wegen eines Augenleidens zurücktreten; nur sür die Zeit, in der der deutsche Kronprinz in Japan weilt, will er noch mit seinen Erfahrungen dienen. Frhr. Mumm von Schwarzenstein Hut vielerlei Erfolge in seinem amtlichen Wirken zu verzeichnen, und in her deutschen Presse wird ihm ziemlich allgemein das Zeugnis eines tüchtigen Diplomaten ausgestellt. Alsons Freiherr Mumm von Schwarzenstein ist am 19. März 1859 in Frankfurt a. M. als Sprößling einer alten Patriziersamilie geboren. Er studierte Staats- und Rechtswissenschasten in Göttingen, Heidelberg, Leipzig, Berlin. 1885 trat er in den diplomatischen Dienst. Er war Attachee bei den Botschaften in London und Paris, päter Legationsstkretär in Washington, wo er sich in )en vier Jahren ,eines Aufenthaltes besonders handelspolitische Kenntnisse erwarb. Vorübergeyend war er auch ui Bukarest und am Vatikan tätig. Von 1894 bis 1898 war er irn Auswärtigen Amt als Vortragender Rat be- sckstistigt und bearbeitete als solcher die orientalischen Angelegenheiten. Herr von Mumm wurde dann Gesandter in Luxemburg. Im Jahre 1900 wurde er noch während der chinesischen Wirren zum Gesandten in Peking sür den ermordeten Freiherrn von Kettler ernannt. Hier leitete er mit geschickter hrnnd die Friedcnsverhand- 111119en, die am 7. September 1901 beendet waren. Die näcMten Jahre seiner Tätigkeit in China waren der Wie- deryerstellung der Beziehungen zwischen Deutschland und dem Reich der Mitte gewidmet. Auch war er für den 1883 1908 Heer Marine Summa Heer Marine Summa 458 46 504 1068 436 1504 432 270 7"2 676 811 1487 295 23 318 4'i9 60 529 584 205 789 780 320 ll<)0 253 58 311 299 158 457 772 122 894 1280 231 1511 483 110 593 7G5 183 818 3-77 834 4111 5337 2209 75 6 li gememöe. Dem Aus ckpiß gehören von Görfck>en Altenkirchen, der Zohannerkircht B.o'. D. tief. Kinderkirckie iür die LnkoSgemetnde. P'arrer B e ch l o l s h e l i» e r. Plärrer A il s f e l d. 3n Vormittags 9*/, Uhr VornnuagS 11 Uljr: nd Geheimer Regrerunasr^ Professor Dr. H. Fresenius bas 30jährige Jubiläu seiner Tätigkeit als Leiter der Anstalt. Ualholische Gemeinde. Gout$öicn|L NackmitlngS 6 Uhr. ------- , Avexds 7l/t Uhr: Versammlung der konfirnuerten w e i b» lichen Jugend der L n k a s geinenide und VersaminUuig der kon- ftrntierlen männliche n Jugend der Johanne sgen.einde. Aiontag den 9. Januar, abends 8 Uhr: Versammlung deS JrauenvereinS der I o h a n «t e S gemeinde. Vintivoch den 11. Januar, abends 8 Uhr: Bi del Nun de im »Ufas saal. P'arrer B e ch t o l S h e i ,n e r ^Freitag den 13. Januar, nachmittags 4 Uhr: Beriammlung deS Fiaueu-Vtljüonsvereins der L u k a s geineinde ; abends 5* , Uhr: Beriammlung der konftrmierten weiblichen Jugend der I o h a >i n eS- liircl)lid?€ Zlad)recbt Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Milnärgotleedlenit. Plärrer Schwabe. Nachmittags 8»/, Uhr: Kinderkirche für die Maithäusgemeinde. Plärrer D. Schlosser. Abends 5 Uhr: Plärrer Schwabe. Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der VlatlhänSgen'einde. Montag den 9. Januar, abends 8 Uhr: Versammlung der konfirmierten Mädchen der AiatlhänSgemeinde. Tiensiag den 1<). Januar, nachmittags 4 Uhr, im MalthänS- saal: Jrauemnisnonöveren,. Vortrag des dem, Misfion»irs (Ä n t e k u n st ans Kamerun, wozu alle Mtssionslreunde eingelaüen rcCrt-lUinrootf) den 11. Januar, abends 8 Uhr: Vereinigung de» konfinnierten iveiblichen Jiigeiid der Markusaemeinde. Donnerstag den 12. Januar, abends 8 Uhr, in» MalthauSfaatt Bibelstunde. (Bilder aus der Avostellieschichtc) Piarrasfiilenl Schorle mm er. ♦* Unentgeltliche Benutzung der deutschen Patentschriften. Bei der Bibliothek bei Großh Zentralstelle für die Getverbe, Darmstadt, Neckar,traste 3, beruibet sich eine Auslegestelle bei vom Kaiserlick>en Patentamt in Perlm herausgegebenen Patentschriften über die seit dem 1. 3uli lö// erteilten Patente. Die Auslegeftelle ift geöffnet an ben Wock.en- tagen von 10—12V- und 3—5Vr Uhr (Samstag-Nachmrttag aus- Universitäts-Nachrichten. — Die nächste Jahresversammlung des Deutschen Vereins für Psychiatrie wird am 21. und 22 April 1911 in Stuttgart stattfinden Nach der , Münch. Med. Wochenschr." sind folgende Referate vorgesehen: 1. Psycho- ogische Untersuchungsmethoden. Ref. Kräpelin (München) und So m m e r (Gießen). 2. Die torit kommen psychogene Krankheitszustände und Kranlcheitsprozrs e vor, die nicht der Hysterie zuzurechnen sind. Ref. Bon hoffet (Breslau). 3. Ueber tun Einsluß Wernickes auf die firn sche Psychiatrie. Ref. Li ep mann (Berlin). 4 Besprechung über den Vorentwurf des Strafgesetzbuches. Anmeldung von Vorträgen wird erbeten an Santtatsrat. Lae h r (Sä-we^zer- Hof zu Zehlendors-Wannseebahn). von Max Reger unter de- Komponisten Begleitung zu tze- hör bringen. So ift das Programm des Abends nicht nur ein instrumentales, es bringt vielmehr auch einen Reichtum vokaler Kunst und das durch die denkbar berufensten Kenner des Regerschen Liedes. Dazu Klavierwerke für zwei Hände, für vier Hände und auf zwei Klavieren, wiederum durch Max Reger, den Komponisten selbst rm Verein mit Pros. G. Trautmann, ein Abend, dazu g schaffen, die Werke des neben R Strauß wohl bebeutcnbjien lebenden Komponisten an der Quelle kennen zu lernen. •• Obst da uverein. Am Samstag abend findet tm CasL Ebel eine Versammlung bc8 Oberhessischen Obstbauvereins statt, zu der alle Freunde des Obstbaues unb Gartenliebhaber eingelaben sind. Dr. Hoffmann aus Friedberg wird einen Vortrag halten über: .Die Bedeutung ber Wurzeln und Blätter und die dadurch bedingten Arbeiten im ©arten-. Im Anschluß an den Vortrag findet eine GratiSoerlosung von Obl'lbäumen statt für di- Mitglieder deS Verein«. Ferner findet am SamStag nachmittag eine Gartenbefichtigung statt. Hierzu find auch die Gartenliebhaber eingeloden. Gelegentlich dieses RnndgangeS iverden Besprechungen über Gartenpstege, Baumbehandlung rc. gegeben. •• Die Eisbahn ist bei anhaltendem Frost schon von 11 Uhr morgens ab geöffnet. ßanöcL — 4 prozent. Röntgt Ungarische steuerfreie StaatS-Re ulen-Anleihe von 1910. Diese Anleihe wird u. a. von der Bank für Handel und Industrie (Darmstadler Bank) am 11. Januar d. Js. zum Kurse von 91'/. Proz. ^ur Zeichnung aufgelegt. Die Stucke ioiute die Kupon» laute» au* Mark D. R.-W. Auch da« Bankhaus Josef Herz nimmt Zeichnungen zu dieier 170 Mtllionen-Anlethe outgegen. F C. Frankfur t a. M., 5. Jan. Graf Joseph De- nin-Borkowski, der hier größere Betrügereien verübt, aber wegen Geistesschwäche außer Verfolgung gesetzt und in der hiesigen Irrenanstalt Aufnahme gefunden l,a te, hat am 1. Januar die Anstalt verlassen und ist nicht mehr zurückgekehrt. Er soll sich in Brüste! aufhalten. Kleine Tageschronlk. Friedrich Ha as e, der älteste der deutschen Sckstiuspieler, wurde mit gutem Erfolge operiert, und ist jetzt frei von Schmerzen. Er wird auch voraussichtlich die Folgen der Operation überwinden. Die Unterschlagungen in der Sparkasse von Geest- hacht, über die wir gestern schon berichteten, nyerben neuerdings mit 180 000 Mk. berechnet und sind vielleicht noch erheblich größer. Sie reichen bis zum Juhre 1304 zuruck und sind jetzt durch Zufall aufgedeckt ivorden. Auf einer Rodelbahn bei G a r m i s ch geriet ein mit 4 Herren und einer Dame besetzter Schlitten an einer Kurve aus der Bahn, stürzte einen steilen Abhang hinunter und wurde mit voller Wucht gegen eine Buche geschleudert. Der Student Olcrueber au3 Preußisch-Eilau erlitt einen Schädelbruch und ist seinen Verletzungen erlegen, drei andere Personen sind schwer verletzt In Jauer in Schlesien wurde der Hausbesitzer Knotig in seiner Wohnung ermordet. Zivischen dein Mörder unb dem Opfer hat anscheinend ein heftiger Kampf statt- gesunden, da ein eiserner Ofen umgeworfen worden war. Der Mörder ist noch nicht ermittelt. In der Sommerfrische Vesinet tötete ein fünfzehnjähriger Schlosserlehrling den Licbl-aber, einen Gärtner, im Schlafe mit einem Beil, weil der Gärtner seine Mutter wiederholt mißhandelt hatte. i In Paris starb im Alter von 94 Jahren die Gräfin Gobineau, die Witwe des berühmten Sck)riststellers Artur Gobineau. In einem Anfall von Wahnsinn erschoß ber Waldhüter Farkas, wie aus O f e n p e st g m ldet wi.d f ine beiden kleinen Kinder und eine erwachsene Tochter. Ein viertes Kind konnte sich durch Verstecken retten. Die Frau wurde durch mehrere Schüsse verletzt Gegen die her- beigerufenen Gendarmen setzte sich der Wütende m.t Schüssen zur Wehr, so daß man ihn n i e d e r s ch i e ß e n mußte. Aus Queenstown (Kapland) wird unterm 5. Jan. gemeldet: Bei Gaiskasloop in der Nähe von Cathcart ist gestern abend ein mit Ausflügler» von East-London dicht besetzter Personenzug die B.schuna eines Eisen- bahndarnrnes hinuntergestürzt Nach den bisherigen Feststellungen wurden acht Personen getutet, gegen LO verletzt. Nach den amtlichen Feststellungen wurden 15 Per/ onen getötet »iDcnren »cm. - Laubach, 5. Jan. Im Jal)re 1910 sind im ganzen at aber auch 10 Eheschließungen, Geburten und 26 Sterbefalle etn- bic Staats- getragen worben Von den Gestorbenen waren a s Raubach anwaltschast die Oessentlichkeit unb die Zeitungen für die Herbei- 10 erwachsene Männer unb 11 Frauen und^ein Kind Weib- schajsiing von Zeugen in Anspruch nimmt, hat gewiß den Reiz sichen Geschlechts. Im Johann-Frrodrich-L>trit sind zwei ber Neuheit für sich. Es hat sich da der 20 jährige Super-' numerar gemeldet, der junge Mensch ohne Mitleid. Wenn ein junger Mensch von 20 Jahren mit Leuten, die blutig gelingen werden, kein Mitleid empfindet, so trägt der Zeuge geflissentlich einem Mangel an sittlichem Urteil zur Schau, fo daß ich l.hm nicht glauben kann. Und gerade der Zeuge Goldammer hat gesagt, jeder Schutzmann habe sich wie ein Gentleman benommen. Das werden die braven Schutzleute schließlich selbst nicht von VtS ber Welt schaffen. Wenn wir Bedenken gegen die Glaubwürdigkeit eines Zeugen hatten, so haben roir den Nicht einmal in unsere Sammlung von 675 Zeugen ausgenommen, unter hen Zeugen ber Anklage vermisse ich vor allem bie Dinzeichen Streikbrecher. Schade, daß sie nicht gehört mürben. Die Staats- dnwaltschaft weiß, daß Hinze jetzt seiner Militärpflicht genügt. Sind die Leute vielleicht nicht präsentablel genug? Herr von Vicitzenstein hat sie freilich Abenteurer genannt^ Eine zweite irategorie von Zeugen der Anklage sind die Schutzleute. Man ollte bei ihnen die Fähigkeit und den guten Willen, klare Ansagen zu machen, voraussetzen. Ich habe aber bei sehr vielen von ihnen eine äußerst ungünstige Austastung von ihrer Wayr- hrilsliebe. Es sind geradezu leichtfertige Aussagen gemacht worden. Der Polizeileutnant Götze hat eidlich ausgesagt, er habe einen Radler gesehen, der Botschaften von der Sozialdemo. Iratie brachte. Nachher stellte sich heraus, daß der Radler mit ber ganzen Affäre nicht das geringste zu tun hatte. Die Aus. sagen der Beamten über die Mißhandlungen sind fuehr cis ver- bachtig. Sie wehren sich gegen die Anschuldigung ber Mißhand- Iimgni auf eine Weise, ntie sie uns alten Kriminalisten von der Anklagebank her nicht unbekannt ist: Erst leugnen sie, und wenn Zeugen vorgebracht werden, sagen sie, ich weitz es nicht wehr. Und auch den großen Unbekannten haben sie hier erroalmt. Aussage des Herrn Polizeileutnants Folte, daß der Waren- hauSbesitzer Pieuß von feinem Balkon aus nichts beobachten tonnte, ist nicht nur falsch, sondern fahrlässig falsch. Wunderbar bleibt es, daß die Polizeiossiziere von den Mißhandlungen nichts gesehen haben wollen. Ich habe das Recht zu sogen: Ich glaube nicht, daß sie in allen Fällen nichts gesehen haben. Man kann in solchen Fällen allerdings auch mit Abf'cht unterlaßen, etwas zu sehen, indem man sich einfach abwendet. Der Leutnant D e a 11. hat in seinen Aussagen einen „Widerstand mit Worten" an- geführt, einen ganz neuen Widerstand, den das Strafgesetzbuch bishrn noch nicht gekannt bat. Es ist deprimierend aber auch charakteristisch, daß gebildete Leute in amtlichen Stellungen die sich durch ihre amtliche Stellung von ieder Anklaac wegen Eides- Verletzung geschützt wähnen, von ihrem Eidesrecht einen solcher <ßcrid>tsjaaL New-Pork, 5. Jan. Ter frühere Gemeindebeamte ® a I l e g b e r, welcher das Attentat auf de» Bürgermemer Ga yneS verübte, louröe zu zwölf Jahre» (S e f ä » q » i s verunesti. Kreis Friedberg. L. Bad-Nauheim, 5. Jan. In den letzten Tagen des Dezembers sind die über das Weidnachtsfeft anwei'cn- den Kinder unseres Kinderhospitals nach Hause gereist und am 3. Januar 49 Pfleglinge wieder neu eingetretem. Auch im Könitz kystif t, das seit dem 2 Weihnachtstage neben den seitherigen B dern auch Sprudclbäder verabfolgt, sind zurzeit nahezu 50 Kursremde anwesend. L. Nied er-Mörlen, 5. Jan. In unserem Dorfe ist ein prächtiges neues Schulhaus erbaut worden, das bis auf die innere Einrichtung fertiagestellt ist. Im .»Ordensverleihung. Der Grvßher^og Hut dem I ^^-besmden^ch zwei gerüunnge Äh-erwohnungen preußischen Eisenbahn-Obersekretär Rechnungsrat Joh. von ie fünf Zimmern. Koop zu Berlin aus Anlaß seines Ausscheidens aus dem Hessen-Nassau. Eifenbahndirektionsbezirk Mainz das Ritterkreuz 2. Klasse * Aus Kurhess en, 5. Jan. Den Gern einde- des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen, fassen Kurhessens sind im Jahre 1910 aus dem Ver- ** Erledigte Oberlehrer stelle. E rl e d i g t ist kauf des G e m e i n d e o b ft e s im ganzen 270 822,01 Mk. eine Stelle für einen Oberlehrer oder Lehramtsassessor mit zugeflossen, gegen 191918,57 Mk. im Jahre 1909. An der Lehrbefähigung für beschreibende Naturwissenschaften, dazu Spitze steht der Kreis Hofgeismar mit 48222,35 Mk, der Mathematik oder Physik und Chemie an der höheren auch 1909 mit 32121,30 Mk. die Höchsteinnahme hatte. Mädchenschule zu Offenbach vom 1. April 1911 an. Aus dem Regierungsbezirk Wiesba- ** Teckin.-Hochschule. Der Großherzog hat den 5. Jan. Im Wirischaftsjahre 1910 betrug d e Zahl außerordentlichen Professor für Lasthebemaschrtten an t>erk)er25flft){)ränl)e|m Oberhausen-Rheinlanb. Etatsmäßig an- > rr 5 Qan Die l a n d w i r t s cb a ft- gestellt Postassistent Wunsch aus Groß-Zimmem in Osten- . D W t e s b ad en ,5 Jam Dte t an o w t r r, cy a s r badx Angenommen als Postagent ber Schreiner Georg ltch - chemische Vers u ch s st a 11 o n in Web^ii vaU Berg in Mörlenbach. Freiwillig ausgeschieben bi4 endete am 31. Dezember 1910 das 30. Jahr ihres Bestehens. Telegrapl-engehilfin Paula Diacont in Worms unb Stumpf Mit ihr feiert auch ihr Vorstand Geheimer Regterunasrat in Mainz. Entlassen Poftagent Keil in Mörlenbach IProfessor Dr. D. Fresenius das 30jährige Jubiläum ** Stadttheater Am Sonntag nachmittag wird auf vielfachen Wunsch statt „Jugendfreunde" das be- IMU VV11 .... solchen lagen von 10—12i/2 und 3—oVz Uhr (Samstay-Nachrntttag aus- Gcbrauck" machen. Der Herr Polizeileutnant Folte leibet über» genommen) und Tann von jedermann unentgeltlich benutzt werden, bauvt an einer Gedächtnisschwäche, bie verschiedentlich zutage ge- Durch diese Einrichtung soll jedermann Gelegenheit gegeben wer» treten ist. Eine unerhörte Irreführung des Gerichts durch ben D(m, sich über den Jnl?alt von Patenten zu unterrrckstem Um Säiuldiuen ist ausgegangen von demjenigen Schutzmann, der den guck, auswärts roolyncnben Personen die Einsicht btt JSatcnt». iänzlichfchuldlosen Zeugen Bartsch auf ber Treppe mißhandelte s^sten xu ermöglichen, ist bie leihweise Wg^.einz^ner Nurn- unb bann die Erklärung gab, der Zeuge müsse schon mit den mem auf kürzere Zeit gestattet. Die neu eridxinnibcn ^tent- Wuiiden, die er wahrscheinlich auf der Straße erhalten, die .Treppe stiften werden den ^u siege stelleni n ^'iwock>eiitlichen Zwisck^en- binauf gelaufen sein. Auch „falsche Kriminalbeamte" sind md räumen überwiesen unb bem Publikum alsbald nach ihrem Er Feld gesührt worden. Die Hunderte von Mißhandlungen durch scheinen zugänglich gemacht. Zivilpersonen, die allgemein für Kriminalbeamte gehalten tour- •• O öffentliche Lesehalle. Im Dezember wurde» den, können damit aber nicht aus ber Welt geschant werben, zug Bänbe auSgeliehe». Davon koinme» ans: Erzählende Ueber die englischen Journalisten sind die merkwürdigsten Gerüchte 9 ,0 ( Zenschri'te» 440, Jnaendschnflen 234, Ber-.- verbreitet worden. Bei ihnen liegt bie Verantwortung eine ®tufc öldnulhien unb Dramen 3 >, Literaturgeschichte 19, Länder- unb höher. Bei ihrer Behandlung hat die Meinung mitgeroirH, eS Völkerkunde -4, Kulturgeschichte 28, Geschichte und Bwgravhien 1.'2, könnten sich in bem Auto sozialistische Führer befinden, denen gtimigeschichte 6, Naturwissenschaft und Technologie 1 "8, veer- man einen Säbelhieb gem gönnte. Wenn höhere Stellen sich Seeivefen 18, Hau4- und Landwirtscha't 14, GeslmdheilS- gescheut haben, zuzugestehen, daß Ungeschicklichkeiten vorgekommen I (ebre 7, Religion und Philofouhie 18, SiagtSwissenschaft 17, finb, so kann ich es verstehen, daß untergeordnete Beamte es mit I ^pt-achivissenscha>t 6, Jreindspiachliches 12 Bände. Nach ausivarts der Wahrheit nicht genau nehmen. (Vorsitzende r, unter- sainen 122 Bände. brechend: Es ist unzulässig, daß Sie dem Herrn Polizciprau- ^15 Schotten, beulen indirekt den Vorwurf der Unwahrheit machen.) R.-A. . - . Heine: Es ist richtig. Die Auskunft des Polizeipräsidenten steht nicht zur Verhandlung, der Herr Staatsanwalt ha! aber auch auf manche andere Sachen Bezug genommen. Daß bie Staats-1 getragen anwaltschaft die Oessentlichkeit und bie Zeitungen für bie Herbei- 10 erwach)ene Manner und 1 Geschlechts. Im Job. männliche unb zwei weibliche Personen gestorben. SamStag den 7. Januar 19 11: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag den 8. Januar: Fest der Erscheinung des Herrn. Vormittags von 6'., Uhr an: Gelegenheit zur heiL Beicht. , um 7 Uhr: Tie erste heil. Blesse. , um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. , um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. , um 11 Uhr: Heil. Meise mit Predigt. Nachmittags um 61/, Uhr: Ehnneulehre; darauf Fest-Andacht mi Segen. II . ■. liefert billigst die Brdhl’sche Kuverts mit Firma sx* liebte Lustspiel „H u s a r e n s i e b e r" neueinstnbiert gegeben werden. — Zum Marzell-Salzer-Abenb am kommenden Montag dürften noch einige Besprechungen auS der letzten Zeit interes ijren. So schreiben Stuttgart, Würtk. Ztg.: „Ein Abend bei Marzell Salzer ift bas Herzerfr.fchend- fte, Ergötzlichste, Wundervollste, was man sich denken kann " Stuttgart, Sckiwäb. Merkur: „Wer in bi.fen v.rbties,lichen I Mandern und Reisen. Zeiten, bie Menschen so zum Lachen zu bringen versteht, I B m n, , s = es w * k Lie Marzoll Salzer, der ift mehr wie ein Tausendkünstler.I ° dem Westerwald Jan. Auch der Westm- «, ; .-1 ,1 „ (to Kar \" ® f m i t rfi <» I walbklub roirb ber Frage bes Wintert Ports naher treten. Zu der rft etn Wohltäter der Menschhett! Kölnische Ztg... 3rocd sich ein „Ausschuß füir Wintersport" ihn hort, vergißt bte Zeit • I gebilbet, ber bie Aufgabe hat, ben Wintersport auf bem Wester- „Wo er auch hinkommt, strömt ihm bte Menge zu. Er kann lx>Qlb pflegen, bie Mitglieber bes Klubs, bie dieses gesunde die Menschen lachen unb toeinen machen." Lelpz. Tagebl.: Vergnügen huldigen, zu sammeln, Schikurse und Winterfeste zu „Zu Marzell Salzer! bas ist die Parole für alle, bie sich veranstalten und durch Herausgabe eines Prospektes, sowie von nach des Großstabtlebens Hasten unb Plagen unb oft recht Säuberungen bes Wefterwälber Winters in Wort unb Bild langweiligen Vergnügungen froh und g.sunb lachen wollen die Außenwelt auf bas für Lochi unb RAel so chißerordentlich ff in 9irbt- unb st-reul inner ein 1 nebenher Vhilosovb ist günstige Geland« aufmerksam zu machen. Dem Anschuß gehören ’ ’ laa,enD" stl I §anblat sBüdxing.Simburg, Landral txm Görschen Allenkirchen. Hlt c** H n - nr in Ko™ n-m ß Tr. Liebe-Elgersdausen, Bankvar stanb Schulz-Hachemmrg, Rektor G i e ß e ne r Kon \ c r t 0 l r etn Zu dem am 8 ds. Wagner-Altenkirchen und Apotheker Schimmelfennig-i Marienberg Mts. ftattimbenben Max Reger-Abend hat ach bte zQ[g Vorsitzender) an. Zunächst findet zu Marienberg vom 21. ausgezeichnete Reger-Lieder-Sängertn, Frau G F scher- ßsz 24 Januar ein Schiknrsus statt. 9hi6erbem veranstaltet der Maretzk ihre Mitwirkung zugefagt. Sie wird 16 Lieder f Wrntersportverein Mariaiberg am 22. Januar ein Preisrodeln, sich behaupten. , . Der Verteidiger bricht hieraus sein Plädoyer ab. Die Der- banblungen werben auf morgen vormittag vertagt. Au» Stadt und Land. Gießen, 6. Januar 1911. auf Die Kupons sind am 1. März und 1. September jedes aut 408, 2040, 4080 und 8160 Mark D. K W. Bag* ffttr HandeB und .Industrie Amtliche WMMchllligcll der Stadt Wen Fcjcr der 40jährigcn Wiederkehr Für den Fest-Ausschuß schäften. 194 Be/t (D6A Stadt. WohnungsnachwciS Gieben, Tlstcrwcg 9. B8/1 Br nun. Sn Versteigerung bestimmt. L. Althost, Konkursverwalter. Niederlassung Giessen (Darmstädter Bank) A n s l a g e st e l l e der deutschen Patentschriften. festgesetzt. Die Stücke lauten Jahres fällig un-' in Mark 1). 6e strurrlreit 0. Tute A.üeihr buhrie sTormslädlN 91\W turZeich- Pucoiie lomen i) e r j nimnil Zech Mtn. ___ em des Griindungstages des Deutschen Reiches. pk'IU L ipipyantal. Uit Walltorstrabe 32 ^pfiN ihr Walltorstrahe 32 prima Mastfleisch per' Pfd. 70 Pfg. prima Nindswurst per Pfd. 80 Pfg. Die seit dem 1. Juli 1877 erscheinenden Patentschriften fibcc die vom ^aiserltchen Patentamt in Berlin erteilten Palette können in unserer Bibliothek wochentäglich von 10—121/, und 3—5^2 Uhr (Samstag nachmittag ousge- nomineu) von jedermann unentgeltlich emgesehen werden. Darmstadt, im Januar lull. Gcogh. Zentralstelle für die Gewerbe. Roack. ^einbebtamt, Der"Utlll Soljverstcigttung der föcmcinöc WWar. 2Rontnn den 16. Januar kommen von 9'/, Uhr ab bei Wirt Damenfrisieren Shampoonieren (Kopfwäschen) mit neuestem Warmlnftstrom- Trockenapparat (l81 Frau Beruh. Bosch Neuen Baue 12. Ecke Weidengasse. Damen frl*ler-Salon separat. zur öffentlichen Zeichnung auf. Der Emissionskurs ist Jrauenberg bei Mrburg sehrschöne Rodelbahn Der Abendzug 8'" Uhr hat direkten AnschluK am Stidbabnbos. (152 offen amre-bwade. 6ie 5iaitbdii^iku^isch^^ ncn Lerletzungen mer verletzt. Besitzer Kiiötig Äörder und r »ampt statt, len worden war. te ein sünhehn' • einen Gärtner, hier seine 'Uluitci khren die Gräfin len Ähristslellers \ (6 o 6 her Vald« m ldet mi.b s.ine biene Tochter, ecken retten. Die L Gegen die her- lende m t Schüssen tzen mutzte, d untetm 5 Jan. Aähe Don Calh« n Don liast'Loiidon tu na eines Gisen. ach den bisherigen tct, geren 10 ver> , ürurden lö Lev Mark 870,000,000.— D. R. W. der 4% Königl. Ungarischen steuerfreien Staats - Renten - Anleihe vom Jahre 1980 KL ä: Beizer. 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U-* beton' .< '°"'"'2ei"be. ,,1,1'Ng 4 Mir: Uhr: f'"D<'flbi'06a|lBt8, ngtnD dir J Die bei bett Massenchören milwirkmbcn Sänger werben freundlichst ersucht, sich Samstag abend 9 Uhr pünktlich zur zweiten Probe im unteren Saale des Cafö Ebel einzufinden unb sich daselbst auch in die Liste der mitwirkcnben Sänger cintragcn zu lassen, damit Eintrittskarten für sie reserviert werden können. Die Beteiligung weiterer Sänger ist erwünscht. Wolf HeitienftcinerWfllb. Eichen: 2 Waanerstämme 104 ilsn. 2 Rm Nutzbo" 2 in lang, 4 R.n. Knlivvel. Buchen: 200 Nm. Scheit und SlnüuöeL M1/, ^m- Stöcke, 275 Jim.^el>er. Distrikt irb Kcnuelsbcck. Buche, d/8 mm. unu $inÜ*,,Tl1,trit!tmu»« iu »ernebem w, 5STO Ä-wS kn»Mn'"mL-n"°dnncn und b.e dwctowformula« erbalM find, einzureichen. _____ _ _ Drucksachen aller Art Ausstattung stilrein u.preiswert die Brühl'sche Univ.-Druckerei. Mecum, Oberbürgermeister.___________ Giessener Fleischhaile Nutz- und Brennholzversteigerunsi Kgl. Obersvrsterei Krofdorf. 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Entstcht der Mitglieder offen. ________________________________ * } Z| Keuchhustensatt „Bonussin“ bei Katarrh, Atemnot, überanstr. Stimme. Hustenreiz, Best. Extr. thymic. Menth. ä 1.75 Mk. Pelikan-Apotheke. hvl /u Holzverfteigerung Montag den 9. En"^?chlaa*^tovveb S'/, Ubr, in den 'Abteilungen Lauwctde, Lanneid) nn, ^toyvel berg, SHinoclfluR. (Jorstwartet (vtcncn 111, »onttottrl Wctirt) 1580 Zichienderbuaugen mit 1/3,91 »vitin., l*4b tViwunieie ,'tanaen mit 12,18 Jsnn., 1325 Fichtenbohneustangen mit 1,23 «>Ntn-, 1 Rm Gjchcnscheitholz, 18 Rm. Fichlettfcheitholz, 19 9An. Ktesermchett- Holz, 2 9tm. Eichenknilvvelholz, 47 Nm. Kie,ernknuopelholz, #LG> Jhn. 2 Rm Lärchenitockholz, 400 Wellen Etchenreing, 080 D-ellen Stkietn SSÄ'Siuuh™ »t,en S.°,nbach°r-°° an bet 2. Schneise._________________________1 Vorm. ITVorstwartei (Kienen II Forttwart Arft). 828 Jicktendet büangen mit 22,70 Sttiu., 180 KichtenreiSstangen mit L77 svstm 5 4 Rm. Buchenfchenholz, 16 Rm. Gtche111chettHolz, 23 Rm. Sefer'nschenbolz, 4>nt. ^l^fAe?\^Ogid)eU& säätk 8“äää7 »HL»«-«.:» «»'KL "** teusrrSÄÄSSSäft.... Annerod nach Steinbach. _____ __________1 Die Arbeiten zur Acndcrung der Anlage einer Ihbubn mit kamotivbetrieb zwischen der (9atl fcbcn Tamvfztegelet uub iektes find in der Zett vom 9. btS 1b. öanuar uu wivu herzoglicher Bürgermeisterei Gienen zu et beben.---- , -.J ZHllllgWPrdcrW. Im Konkurse Gg. Schöck, ÖnbrotafiraBe 57 wird bet Berichtigung der noch vorhandenen Rückstände binnen einer Woche entgegengesehcn. Die KonkurSverwaltung. 166) L. Altlioff.________ MüÄRtrnTfl Montag den 9. d. MtS. nachm. 3 Uhr werden im Hofe deS Hauses Reuen- Bäue 7 versletgert: 1 Pferd, (braune Stute) 1 Break, 2 Pritschenwagen, 1 Oekouotniewagen, 1 Pflug, 1 Egge, 1 Schlitten, 2 Haferkasten, 2 Paar Pferdegeschirre, einige Pferdedecken, 1 Partie Nartoffelsäcke, drei Dezimal- u. 3 Taf lwagen mit Gewichten, 1 Fahrrad, 1 Gasherd, sowie verschied. Geschäfts- und Hausgerät- H. W. zahlbar. . Wir verweisen im übrigen auf den offiziellen Prospekt, der an unserem Effektenschalter zur Emsicht aufhegt. Filiale Giessen r? •4 v bis bis bis 8 3 1908, Tedjhisat-Askerie 1905, Tedjhisat-Askerie 1 0 2 0 1 0 2 0 Bayerische Staatsanleihe konv. Badische Staatsanleihe 4°|0 Hessische Landes-Hypothekenbank-Pfandbriefe 4°|0 Neueste Bhcinprovinz-Anleihe 4°jo Frankf. Hypothekenbank-Pfandbriefe, unkündbar 4°|0 Frankf. Hypothekenbank-Pfandbriefe, unkündbar 4°|0 Frankf. Hypothekenbank-Pfandbriefe, unkündbar ausserdem von ausländischen Wertpapieren 4°|0Kais. Ottomanische Anleihe von 4° o Kais. Ottomanische Anleihe von 4^o Kais. Ottomanische Anleihe der Bagdadbahn, Serie H 41|2°|o steuerfreie Serbische Staatsanleihe und 5°|o Denver & Rio Grande I. Prcf. & Rcf. Mortgage Bonds Giessen, Januar 1911. Johannesstr. 17, gegenüber der Johanneskircho. 1910 1915 1920 Zum Anlagetermin empfohlen wir nachstehende Wertpapiere, die wir zum jeweiligen Tageskurse - ohne Berechnung einer Provision - solange Vorrat reicht, abgeben: Fernsprecher: Effekten-Bureau Nr. 168 — Kasse Nr. 2089 4°|0 Frankf. Hypothcken-Krcdit-Vcrein-Pfandbricfe, unkündbar bis 1919 4°|0 Frankf. Hypothckcn-Krcdit-Vercin-Pfandbricfe, unkündbar bis 1920 4°|0 Meininger Hypothekenbank-Pfandbriefe, unkündbar bis 1920 4°|0 Rheinische Hypothekenbank-Pfandbriefe, unkündbar bis 1919 ferner