Nk. 285 Zweites Blatt ,bi- Jahrgang tr14einl tLtzNch mll Autznahme d-< Sonntag». TU „tUtener ZamttiendlSNer- «erben bem ß 6/ H issr-Wü vajjvnvi wöchenckich. Tie ^avdwlrlfchaftllchev LeU- f << • *•» tragrn" erfchemen monatlich iroeimaL ©CUCFöl*Anzeiger für Oberhefjen Montag, 4. Dezember 19U Äotartcnlhnjrf uni Verlag bet Vrüdllchea Untetrfudil - Buch- an! StembrudertL Ä. Longe. Sieben. Rebaftten ®ypebihon und Truderet: 6c6iil< ftragt 7 Eroedilwn und Verlag. fc#6» 5L •tebatiiorce^® 111 Tti.-Adro AnzeigerLietzen. Per Dtutfdien Geldreform zum 40. Eeburtrlag. Am 4. Dezember jährt sich zum uier*.g|tcn Male der Tag, an dem die deutsche (') e l b r e j o r m mir dem Münzgesetze vom 4. Dezember 18« 1 ihren hochbedcut.runen Ansang nahm. Tas neu geeinigte Deutschland unternahm in der Geldreform eine Finanzoperation von gewaltiger Größe. Die bis dahin unerreichte Höhe der in Frage kommenden Beträge erregte das Inicresie der Zeitgenossen in fieberhafter Welse. Das spiegelt sich vor allem in der Darstellung der Geldreform aus damaliger Zeit wieder. Unsere heutige Zeit hat eS gelernt, mit Milliarden zu rechnen. Will man die enorme Bedeu.ung dieser grogzügigen Reform unseren Zeugens.sen vor trugen fuyren, muü man eine andere Methode der Darstellung suchen. Vor der deutschen Geldreform zählte man an Gcwum- laufSmitteln in den deutschen Staaten 66 Typen Staals-Bapiergcid 117 „ Banknoten 119 „ Münzgeld also Zuz. verschiedene Typen. Nach der deutschen Geldreform erscheinen nur 2 Typen Staats-Papiergeld 9 „ Banknoten 12 „ Münzgeld also 2j verschiedene Typen. In die,em einfachen Zahlenverhältnis prägt sich die ganze eminente Bedeutung der Geldreform für unser wir.- lcha>lliches Leben am einfachsten und klarsten aus. Der Praktiker wird sich hiernach die ungeheuren Schwierigkei.cn rekonstruieren können, die aus dem Chaos von Geldum- in laussmitteln dem Handel und Wandel der dama.igcn Zeit erwachsen sind Ter mächtig aufblül-enüe deutsche Hansel wäre durch dieses Chaos crjtidt woroen, hätte die Geld- keform ihn nicht davon befreit. Der hochbedeutsame Anfang zur Geldreform brachte die Goldmünze und damit das so heiberscyn.e bequeme Zahlungsmittel. Man stelle sich jetzt nur einmal vor. daß Aroei Taler damals ebensoviel wogen wie jetzt lüO Ml. in Gold. Und welchen Schwierigkeiten begegnete schon dieser erste Schritt zur Geldreform. Woher das Gold nehmen,? Der Gesamtumlaus an Sitberrnunzen vor der Geldreform belief sich nach damaliger Schätzung auf 1530 Mill. Mark, 450 Millionen hiervon brauchte man zur Ausprägung der neuen Silberscheidemünzen. Wäre die französische Kriegsentschädigung nicht gewesen, so hätie man erst die übrig bleibenden 1080 Millionen oder ear»a 6 Millionen Kilogramm Silber ausschmelzen und verkausen müssen, um dafür das benötigte Gold anzukaufen. Diese Zahlen beweisen, wie einschneidend schon der erste Schritt zur Geldreform für die gesamte Weltwirtschaft in seiner Rückwirkung aus den Edelmetallmarkt und die internationalen Wäl)- , rungSverhältnisse werden mußte. ° Das Münzregal der bciti|ü)en Fürsten, eines ihrer am eifersüchtigsten gehüteten Hoheitsrechte, schien ein weiteres unüberwinbbares Hindernis! Ter nordoeutsche Taler und der süddeutsche Gulden mußten dem Partitularisrnus ab- gerungen werden. Mit eisernem Be,en segle die Geldreform alles hinweg, sie schuf die Marlrwährung, die sich klar und konsequent in der Mi,chung und Ltüctelung auf dem Dezimalsystem ausbaut. All' die Ucbcrbteibjcl früherer Münzsys.eme wurden hinweggefegt, das Paptergeldwesen neu geordnet. Die deutsche Geldreform stellt sich heute noch als eins der größten volkswirtschaftlick-en Ereignisse aller Zeiten dar. Ein in sich abgeschlossenes Ganzes rücct sie mit jcbem i Jahre immer mehr aus dem Strome der Zeitereignisse. । Sorgen wir dafür, daß man sie nicht vergißt! Uinemalographische Lr.ckr. Bon Dr. H. Lehmann in Jena. TSir entnehmen diesen Aussatz dem soeben erschienenen 358. Bändchen der Sammlung „Aus Natur und Geistcswcit": Tie Kinematographie, ihre Grundlagen und ihre Anwendungen. Bon Dr. H. Lehmann, Physiker am Zeißwerk in Jena. (Verlag von 9. G. Teubner in Leipzig und Berlin.) Ihre ganz enorme und täglich immer weiter anwachscnde Per- । breikung verdankt die Kincmatogravhie ihrer vorzüglichen Unterhaltungsgabe. Tie kincmawgravhnchen Tarstcllungcn von Bor» Gängen in der Natur, wie z. B. der Brandung des Meeres, des Fliegens und Fallens von Wassermassen der Ströme, des ^cran- I brauiens eines Eisenbahnzuges oder einer Reüerschar unb dergl. mehr, können in keiner Weise durch irgendwela-e andere -tat* sullungsart an Deutlichkeit überlrossen werden. Das bctchreiocnbc ^ort und das ruhende Bild stellen immer mehr oder weniger Anforderungen an die Phantasie, und die ^schönl-cit und Harmonie drr Bewegungen lassen beide Ausdrucksmcktck nur ahnen. Für die winschastliche Ausgestaltung der Kinematographie iu aber hauptsächlich das literarische Gebiet von Bedeutung gewesen. Infolge der Kostbarkeit der Fümbändcr hat man dramatnche Panto- nnmen von besonderer Kürze versaßt, in denen natürlich alles ..Handlung" ist, und die gerade deshalb äußerst spannend und I ladend wirken. So ist das Kinematograohenlhcater das Theater der Unbemittelten geworden, dessen Besuch wohlseil und^am wenig- 1 Ften zeitraubend ist. Freilich ist hier lange Zeit ans das sewations- | ßdfljte der großen Massen spekuliert worden, und das Niveau lank [ rcpld. Tie Folge davon mar ein ungünstiger Einüuß aus die | Moral der Minderjährigen, und leider haben «ichPriele Verbrechen ! in letzter Linie aus das im iinematographischcn Sensaiionsdrama F Unebene böse Beispiel zurückjühren lassen. Hieraus kennt man am denen, welche ungeheure Macht das I nur miirulenlange Kinodrama als Ausdrucksmillel für Leiblich asten und Gefühlsäußerungen, als Tarsteilungsmittel für Tu- l ! ich und Laster bentzl. Zum Glück hat in neuerer Zeit das bessere Element wieder die Lberhaich gewonnen, unb das Niveau der Kuiotheaicr-Piogramme hevr «ich mehr und mehr. Hier hat einmal >’.c polijeiitd,x „Zensur" unverkennbar segensreich gewirkt, mch -'s ist zu I)often, daß die Kinematographie noch ein Volisbildungs- । mittel ersten Ranges wird. \ Neben diesen „Dramatischen Films" nehmen aber auch die blumoristischen, komischen und possenhaften Films in dem Programm frrr Kinorhealer einen brcücn Raum ein. Auch hierin wird von ^-n Gesellschaften, welche derartige Films Herstellen, oft Eruaun- bches geleistet, wovon man sich leicht in einem besseren Kiiwl Heater überzeugen kann. Der italienisch-tllrki chc Krieg. Nach dem amtlichen iuuieniiltzen t-mon hadeii auch am Freitag und Samstag bei Tripoli-, G.iechte fiat tiirunbrii. Große Ent- Icheidungen sind icdoch nicht gefallen. Tie Italiener melden ferner amtlich, der Berichterstatter des „Temps" tci meuchlerisch Überfällen worden, und |ie tudKU die Schuld dafür den Iung- turken an die Rockichoße zu hangen, natürlich um ^tim.nung wider den Gegner zu machen. Ta aber keinerlei Scroti]c und Anhaltspunkte Vorlagen, tann man sich über den Anschlag aus den Berichterstatter gar lein Bild machen. Tue letzten Gefechte. Tripolis, 2. Tez. (Agenzia Stesani.) Gestern vormittag gingen ein Bataillon bei 52. ^nsan.e icregimentS, em Alpcn- jägcrbaraillon, em Bataillon Beriagl.eti und die 2. Pionier- Kompagnie vom rechten Flügel der italienischen Cturont auS vor, um eine Fronllinic in der Richtung au» das kleine Fort Sidi Mcßri vor,uschiebcn. Gegenadcr üanden b c t r a ü> t l i m c Abteilungen türkischer Linientruppen und A ratz e r. Nach hinreichender B e s ch i e ß u n g d.r scino.i Rn ol.lkng durch das Feuer der Infanterie uns dir Gcbirgsb.n.e.ien nut.n die Truppen zum Ang ritt vor und nahmen Die b.zei^nete Stellung mit dem Bajonett. Tie UrMlcne verfolgte den ui Unordnung sich zurück; ichcnbcn Fe.nd nut ihrem Feuer. Ter Angriff wurde auch durch die bei oem Fort Megri auigestellte Artillerie unterstützt, welche die südlich stehend: feindliche F.ld- battcrie nicbertampne, ebenso durch den Voruoß anderer G.gner. Nach der Besetzung der bezeichneten Ste.lung bei Me^ri b.gönnen Jnsanterieab.eiluiigen und Pioniere sofort |ie zu ver.tär.en und das Schußfeld frei^umachen. Tie Verluste der Italiener betragen acht T'te und 17 Berwundete; die der Gegner konnten nia)t genau fejigei'tellt werden, müssen aber sehr er^etz.ich gcrocjcn sein. Am frühen i-iachmUtag ucr.euetie der „Earlo Alberto" auf nne AbteÜung von caoa hundert Acauern, die aui dem äußerüen lln.cn Flügel gebeut hi...cr ei-.er Mauer i.anb.n, roci Granaten mit groger Spreng.aounp. Be.de Geschosse trafen so genau, baß Ntauer unb Araber in einer Staubwolke verschwanden. Gegen 3 Uhr nachmittags seuerte „Carlo Alberto" aus ein Zeichen des Teaujcnbahond g.gcn For mazi. Nach wenigen wiitu.igsoo.len Schlissen beotzaustetc man vom Tracheubailon, wie ,ich zwei türtücqe Molannen in Hast nach dem Innern der ^a.e ^urüüzogen. 2ur^ einen Flieger wurde heute vormittag ic.lge,teilt, daß die Gegend btt Z-n.ur säst und die Strafe nau) 'ttstzra ga.izliu) frei vom Feinde ist. Tripolis, 2. Tez. (Agenzia Ste.an..) Zuara i i von dem Panzer „Liguria" mit großer öcjtigteit bombardiert worden. Auf die Entdeckung des Ucbelid.erd, der den AniTstag auf Jean Carrere verübte, wurde ein Preis von 10 00) Piastern ausgesetzt. Aus Home. Die aus Home gerne bet wird, wurden gestern drei Kompagnien auf einem Ertündlgungszuge heilig beschossen. Mit Hilfe zweier weiterer Kompagnien unb einiger Battttien würbe ber Feind zurückgeworfen unb bis in bie Ruinen von L ebb ah oerioigt. Tie Italiener hatten zwei Tote unb 3 ebn Berwnnbcte, der Feind belrachUiche. Berluste. UeberfaU cmr3 frsajosiichea 2erichlerslattrrs. Tripolis, 2. Tez. (Agenzia Stefani.) Als der Berichterstatter des „Temps", Jean Earrere, gestern nacht nach hause zuruckkehcte, wurde er verräterisch angesallcn und in ber Schulter, bicht am Halle, durch einen Tolchstich verwundet. Edlere Lrgane wurden von ber JhJaT-e nicht berührt. Ter Täter in entflohen. Tie Ermittelungen gestalten sich )a,roietig, bi Earrere feine Personalbeichreibung geoen lann. Es wird vermutet, daß der Mörder in den Rechen der I u n g t u r f e n zu Junten ist. Earrere und der französische Stirn ml erhielten bereits 'Drohbriefe in sranzösiicher Spraa)e; sie benachrichtig.en aber be- bauerlidjerroeiie die Behörde nicht. Heute morgen 6 lihr war ber Zustand des Ber.evlen gut und ohne Fieder. E.n tutliMjtt Augnss bet Terna. Paris, 2. Tez. Tie Agence yuoaß mettiol aus Terna: Ungcialjr 1000 Türken und Araber machten auf die Sudfront der Italiener einen allgemeinen Angriff, wurden aber ourch heftiges Artiller.efeucr zurückgetricben. Alle die komischen Lcgebenhcitcn aber, welche auf derartigen Films dargestellt und, haben in der Regel einen gemciniamcii roten Faden: sie laufen schließlich sämtlich in ein großes „Rennen" aus, meistens in ber Weise, daß zunächst eine Perion od.r ein Tier ocer auch ein Gegenstand, wie 5. B. ein ganzer Schweizerkäse, sich in Bewegung setzt, denen sich nach und naa) immer mehr Personen iugeielkn und hinterher rennen, so daß oft ein langer Zug von abenteuerlich gcueibclcn Pcnonen in teienber Eile dahinstürzt, tcüroctie über die merkwürdigsten unb unverhofftesten Hüidernlne stürzend, wie z. B. über Hökenrauen mit Eierlörben, deren Inhalt lich über die Stlirzenden ergießt, oder Händler mit Gipsiigurcn überrennend unb dergleichen mehr. Dabei wird bie scheinbare Geschwindigkeit ber Personen und Gegenstände oft noch tunstlich vergrößert; e:- geschieht das out die Weife, daß die Au"nähme nur nm der halben Bildivichfeifreauenz gemau't iviro, der .luinahmeavoarat wird al|o nur ha.o so 'chnell oder noch langsamer gedreht, als wie bann bei der Vorführung ccr Projeltionsapparat. Tiourch wird der komische Effekt, welcher io schon in der van an sich liegt, noch mehr vergrößert. Schließlich gehören zu den rein unterhaltenden Films noch die iogenanitien Zauber- ober Trickfilms, die irgendwelche zatiber- hasten Vorgänge, z. B. Wirkungen übernatürlicher ärdfte, Verwand kungen ufw. zur Tarstellung bringen. Ta ber Beobachter weiß, bau mittels der Photographie Targestelktes immer nur aui die natürlichste L aie vor sich gegangen • t m kann, io ist es wohl von Znterenc, wenn wir hier aus die Technik der oft so verblüffenden Trickfilms etwas näher eingehcn. Ein belieoter Trick ist die Vern'andiung von Pcrjonen, b.c fich bei 5l-.no aufnahmen leicht ausmhren läßt Hierbei wird einfach in folgender Weise verfahren: in dem lilomenr, wo bie Verwandlung einer Person vor sich gehen soll, wird bie Ausnahme unterbrochen und das Tb- jeftiv geicheosfen. Nun wird m alter Ruhe die zu oerwandelnde Person mit einer geeigneten anderen vertauscht, oder aber die Person vertauscht mir Getvand unb Maske: darauf wird das ^bieluo wieder gcoimet und der Auparat weüer gedreht. Nach biefem Prinzip der Änfnahrneunterbrechung taffen sich nun eine große Anzahl weiterer „Zaubereien" ronäuschM. Wir wollen ein Beispiel betrachten: ein Betrunkener liegt auf der Straße: ein Automobil saust heran unb iahn ihm bewe Beine ab. Ter Mann schreck nach und iauDtnti bie Perne ut ber Lust. Tas Auto hält, der Znfafse lauft heran. Nickt ihm bie Beine wieder an und beide ziehen zufrieden von bannen. Lösung des Rätsels: hier wurde die Au'nahme zuerst in dem Nlomem unierbrowen, wo das Auto herangelommen war. Tas Auto hält nun an, und ber Betrunkene wird durm unen Äiuonei trtepi, dem beide Berne wilkiia? fehlen, und cm Paar hmmupe veure werden vor ihm hingelegt. Tic Ausivecon.-.ig der beiden Personen kommt natürnch nicht mii auf den Film. Hierauf tritt der Kino wieder in Tatig- 21115 Hessen. Aus dem Wahlkreis ÄNfeld-LaulttbachSchollen. Alsfeld, 4. ^.ez. Tie iort,airi:!tm.>cBolks- D a r I c : ? c. Sckwttcn stellte in einer gestern in Lauterbach abgebaneuen Bertraucnsmaniier-Versammlung beit Pfarrer Eyristoptt MöbuS auS Lbenyaufen als Kanbibaten auf. Deutsche» Ueieh. Ter Kaiser hat auf Vorschlag deS BundeSratst falgcnoc acy^hn Herren zu Mitgliedern der Ersten il a m m e r des Landtags für Elfaß-Lothnngen e. iiannt: Kommerzienrat Gustav A d t in Forbach Lothringen , Giaf Öubcrt von Andlau-vomburg in Siotzheim (Unt.icliai; . General der Jnianlerie 4. D. Hans v Arnim »n 'JJloiUtn.- bei Metz, lln.ttiiaatvfekretär a. T. WirNicyer Geheimer Rat L-tto Back in Stratzourg, Großindustrieller lÄtnö Bian tu Scu.hcim, Pros.n'or Tr. Einil Bronncrt in Niedernwrfä ucilct, R^ch.sanweut Tr. Alvcri G r 4 g 0 i r e in Metz, Geoeimci Ricdizinalrat Tr. Johann Höifel in Buchs iv.il er, Wirklicher Gchenncr Rat Profestor Tr. Paul La band m Straßburg, Tirekror der Rombaa-cr Hüttenwerke Hugo Miet he in Rom bad), Gencrai ber Maoauene z. T. Walther v. Moßner ui Straßburg, Stubiendirektor Tr. Joseph Rech in Sablon, Freiherr SiegiSmunb v. Reina ch in Hirzbach tObciclsaß . bkuHoauiDalt Iuiiizrat Tr. Heinrich Rulanb in Eolmar, Prästoent ber G.neialdirektion ocr Eisenbahnen in Elsag-Lotb ringen. Wirk!. Geh. Obcrregicrungsrat Rudolf Schmidt m Slratzburg, Rechtsanwalt xr. Leo Bonder fcheer in Straß bürg, Haup.lehrer Johann Wcckel in Ruvoreeptsau unb Weck'- biiajoi Tr. Franz Zorn von Bulad) in Straßburg. Aus Pletz wirb gem.lbet: Am Sonnrng mittag unternahm ber Kaiser mit dcm Fürstenpaar Plcß eine Autoniobn fahrt naaj Sei ja in Österreich, wo er von Graf L arisch empsangen würbe. Nad) bem Frühstück erfolgte die 'Jiüdfabn nach Pleß. Tie Kaiserin übernahm baS Protektorat der Hilfs akiion, bie zu Gunsten ber durch die Ueberfchwemmungskatastropbc in Südbrafilicn Geschädigten eingeleilet ist. Tie Reichspartei des Nciaistag-.- beantragt, die Ber bünbclai Regierungen zu eriuchen, in baldmöglia e Erwcigung.'n darüber eiiimtre.en, in welchem Maße sich neue Grundsätze über bi e Festsetzung eines angemessenen Prei ses bei ber Vergebung von Leistungen durch öfah ce. Her »alter vor einiger Zeck einen Trickfilm vorsühr.n, aus dem in ein;. Tuchlerwerkstott die Werkzeuge, wie Hobel, Sage, .»ammer um- gan| allein die Möbelstücke fertig stellten. W i das zum tm 1 \ittft, ist ganz verbluift. Aber die Erklärung ist ja oucn schon a geben: es bieiocn Re Hüfsvorgange dem Hutyauer verooegen, t» >le mcht mit photographiert werden. Freuich ist eine jolcbc A»-^ napme, roic ne dem Beiipiele ber Tifchti-rwerkstatt enrrrtdn, titm-. llch muh'am wegen ber vielen Untcrbrcchungcn. Bisweiuii man remer Films, aus benen ein Mann an den Wänbcn hin kriecht, oder.auch an ber Tecke hinläuft. Tie Lcrnng o.s ist tehr eimadi: bet ber Aufnahme werden aus Ben Boom Ateliers ^.koratwnen gelegt, welche die Seitenwandc oder dir emes Zimmers barftellen; ber Mann kriecht ober unb wird von oben her photographiert. Nach demselben Pri:'-- bem „Photographieren von oben her", wird auch De 1 iahten n caö »Jiiegen eines Menschen bargestellt wird. Tw betresjcnR ton legt^tich dabei auf ben Rücken unb macht mit Jiini.n «»nen olugbewegungen. So >ah der Berfafscr z. B. einen , . totbvemctt\;nitiHde, an die Jules Berneichen Romane ( ; Geichiwle eines Ehernieprofeffors Mrfidlt; ocr Professor cm in »einem Laboratorium einen Stoff, per die Schwer.- U"x. deii g ' " " 1 ober öu ooiber sthon auf bem Film, aufgenommen i. arZi/u:» welche me Wolken mn Huumei .. ..;n ,o... • 2. .. .:n Uu. SJE.fSS auT d-w Mars an uno haue unter den nesenhasten Marsbewohnern Pie türch'er.icysten Erlebniste: durch zember unter dem Vorsitz des Landrats Röt g er abgehaltenen Sitzung der Interessengemeinschaft in voller Ueberemsttmmung ein einheitliches Vorgehen hinsichtlich der Vorarbeiten für den Luftigen Abschluß neuer Handelsverträge. Tas für bte Vorarbeiten aufgestellte Programm sieht die grundsätzliche Prüfung unseres ganzen lmndelspolitischen Systems vor und wird unter Würdigung der Wünsche der interessierten wirtschaftlichen Verbände und EtnzÄfrrmen durchgeführt. Deutsche Kolonien* Die Neubesetzung des Staatssekretarpostens. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Die Nachrichten von den Neubesetzungen der Stellen des Staatssekretärs des Neichskolonialamts und des Gouverneurs von Ostafrika sind unrichtig. Ueber die Ernennung des Staatssekretärs ist noch keine Entscheid u n g getroffen.______________ Arrr Stadt und Land. Gießen, 4. Dezember 1911. ** Stadttheater. Am Samstag, 2. Dez., nachm. 1/24 Uhr, ging zum ersten Male vor fast ausverkauftem Hause das Märchen „Hänsel und Gretel" in S-ene. Auch diesmal wie gewöhnlich große Begeisterung auf Seiten der Kinder. Sie spielten vollständig mit. Den die Gretel suchenden Hänsel suchten sie eiligst auf den richtigen Weg zu bringen, indem sie ihm zuriefen: „Ei, sie is ja fort, da hrnnv naus", und dem vor dem Knusperhäuschen der Hexe stehenden Peter, der noch im Zweifel darüber war, ob er ein „weißes" oder „schokoladenes" Gebäck essen sollte, gab ein Heiner Feinschmecker den Rat: „Nem e schokoladnes!". Einem ettvas ängstlichen Gemüt der hinteren Reihen erschien die Hexe doch zu fürchterlich. Es fing an zu weinen Und beruhigte sich erst, als es merkte, daß sie in dauerndem ungefährlichem Abstande von ihm blieb. Verursachte die Hexe auch bei den anderen ein geheimes Gruseln, so blieb doch die Heiterkeit, die der närrische Peter in seiner Zipfelmütze mit seinen ungezählten Possen und Dummheiten auf der anderen Seite erregte, obenauf. ** Die hessische Vereinigung für Volkskunde wird am Samstag, den 9. Dezember, in der Aula der Universität zu Gießen cftien Märchen abend abhalten. Pfarrassistent Schorlemer wird ihn durch einen Vortrag über „das Familienleben im deutschen Märchen" einleiten. Dann wird Privatdozent Dr. Rauch über Ubbelohdes Bilder zu den Grimmschen Märchen sprechen. Endlich wird Frl. Ida Strack ausgewählte Grimmsche Märchen vorlesen. Die Veranstaltung ist mit Absicht auf nachmittags 51/2 Uhr gelegt, damit auch, die Jugend teilnehmen kann. Noch vor Weihnachten ist für die mittleren Altersklassen der Schüler eine Wiederholung der Märchenvorlesung (v hn e die Vorträge) in Aussicht genommen. Genaueres wird später bekannt gegeben werden. **DerKampsum die Har em s b r aut — Der geheimnisvolle Sarg — Der Mädchenschlächter — In den Lasterhöhlen von Budapest. — 50 Millionen Mark etwa gibt das deutsche Volk jährlich aus für die widerlichen Erzeugnisse einer Literatur, deren Charakter aus diesen Titelproben schon einigermaßen zu erraten ist. JUimer neue Gerichtsverhandlungen erbringen die traurigsten Beweise dafür, wie entsetzlich verheerende Wirkungen dieser Giftstrom von Roheitsverherrlichungen, Perversitäten und jeglicher Auspeitschung aller niedrigen Triebe namentlich in jugendlichen Gemütern hervorbringen. Und zwar ist daran die Jugend aUer Stände in gleichem Maße beteiligt, und das Land kaum minder als die Stadt. Auch hier in Gießen und bis in die entlegensten Dörfer des Vogelsbergs hinein hat sich diese Schundttteratur nur allzureichlich Eingang verschafft. — Es! ist daher sehr zu begrüßen, daß die hiesige Ortsgruppe des „Allgemeinen deutschen Frauenvereins" in einer besonderen Ausstellung ollen Verantwortlichen, besonders den Eltern unserer heranwachsend-en Jugend, Gelegenheit gibt, einen klaren Einblick in das Wesen der sog. Schundliteratur zu gewinnen Diese Ausstellung gegen dieSchundliteratur findet vom 8. bis 10. d. M. im hiesigen Stadtverordnetensitzunassaal statt und bringt nicht nur reichliche Proben des Schunds, sondern als Gegenstück auch Proben guter billiger Volks- und Jugendschriften. Obenan stehen hierbei die Erzeugnisse der „Deutschen Dichtergedächtnisstiftung" in Hamburg, die ihr Mw- ihren feurigen Atem wurde er einfach hinweg geblasen; oder als er einen Berg besteigen wollte, itmrbe dieser plötzlich lebenbig und entpuppte sich als ein ungeheurer Riese usw. Diese zuletzt erwähnten Täuschungen nun beruhen auf einem weiteren Prinzip: nämlich auf der „Kombination durch Uebereinanderdruck". Die erwähnten Riesen sind nämlich weiter nichts, als phantastisch gekleidete gewöhnliche Menschen, aus großer Nähe ausgenommen, so nahe, daß z. B. nur die Köpfe riesengroß auf der Leinwand erscheinen. Der feurige Atem dieser Riesen ist natürlich weiter nichts als Zigarrenrauch. Der Herr Professor wird dagegen aus großer Entfernung ganz winzig klein ausgenommen, unb die beiden Negativfilms werden dann in geeigneter Weise auf einem Posttiv- film übereinander kopiert. Nach diesem Prinzip lassen sich die reizvollsten Effekte erzielen: dem Träumer erscheinen winzig kleine Feen, die Blumen entsteigen und einen Reigen aufführen; oder es taucht eine Miniaturtänzerin in einem gefüllten Wasstrglase auf, um sich darin zu bewegen und dann wieder allmählich wie im Nebel zu verschwinden. Man kann wohl sagen, daß kein Märchen so seltsam und «keine Phantasie so kühn ist, daß sie nicht die Kinematographie im lebenden Bilde verwirklichen könnte. * — Internationale Ausstellung für graphische Gewerbe, Leipzig, 1914. Die unter dem Vorsitz von Dr. Ludwig Volkmar, dem Vertreter der Staatsvegierung, Kreishauptmann v. Burgsdorff, Geheimrat Albert-Berlin und Oberbürgermeister Dr. Dittrich am Samstag in der Gutenberghalle des deutschen Buchgewerbehauses versammelten Vertreter aller Zweige des Buchgewerbes, der graphischen Künste und der Photographie stimmten vollinhaltlich aus Grund der ihnen vorgclegten Programme der Ausführung einer Internationalen Ausstellung für graphische Gewerbe und Photographie 1914 zu. Sie werden sowohl persönlich als auch besonders durch die von ihnen venretenen Vereinigungen gerne an dem bedeutsamsten Werke mitarbeiten und für zahlreiche Beschickung ihrer Kreise Sorge tragen. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Die Neue Rundschau kündigt für das nächste Jahr die Veröffentlichung eines neuen Dramas von Gerhart Hauptmann „Gabriel Schillings Flucht" an. — (5 nem Telegramm aus Paris zufolge zeigte sich Eleonore Düse wälnend ihres achttägigen Aufenthaltes in Paris den wenigen Personen gegenüber, mit denen sie verkehrte, von einer geradezu beun- ruhigendm Melancholie ergriffen. Sie hatte anfangs die Absicht, sich an einen bekannten Arzt zu wenden. Als die Zusammenkunft sckwn bestimmt war, reiste sie abee schleunigst nach Rom ab. Nach eingegangenen Depeschen hat sich die tiefe Depression int Wesen der Künstlerin bis jetzt nicht gebessert. — Die vier Nobelpreisträger, Maurice Maeterlinck, Madame Curie, die Professoren Wien aus Würzburg und Gull- st r a n d aus Upsala kommen zur Preisverteilung am 10. Dezenter pach Stockholm, um selbst die Preise in Empfang zu nehmen. teriaT der Gesamtausstellung zur Verfügung gestellt hat. Als Wegführung durch die Ausstellung und nähere Anleitung zu ihrem Verständnis geht ihr am Vorabend, 7. Dezember, im großen Hörsacrl der Universität ein Vortrag voraus, in dem Pfarrer Schlosser-Rodheim Wesen und Bedeutung der Schundliteratur erörtern wird. ** Vom Bieberlieschen. Welch herrliche Zustände bei unserem Bieberlieschen herrschten, zeigt ein dieser Tage vorgefallenes Stückchen. Fährt da aus der Straße von Gießen nach Rodheim ein Bierfuhrwerk, dem unser Liescken begegnet. Ob die gegenwärtige Tropenhitze oder bte Hitze der Maichine so durstige Kehlen gemacht hat, ein Mann vom Personal verspürt Durst, flugs springt er in voller Fahrt ab und sichert pch eine Flasche Bier, um schleunigst wieder im Zuge zu verschwiEN, den verdutzt dreinschauenden Bierfuhrmann allem lastend. Der Fuhrmann mußte nun auf der Station Rodheim warten, wo alsdann Bezahlung erfolgte. So harmlos die Sache einesteils sein mag, so muß andererseits zugegeben werden, daß oas Lieschen immer mehr unsere Straßen unsicher macht; sind doch ruchä allein Menschen und Tiere in Gefahr, sondern auch das Flaschenbier. Vielleicht helfen jetzt auch die Abstinenzler, das Lieschen aus unserer Gegend zu verdammen. Tie Verwaltung errichtet der Sicherheit der Flaschenbierfuhrwerke halber einige Ersrifchungs- hallen zwischen den einzelnen Stationen, vielleicht nach dem Modell des Bahnhofsgebäudes Krofdorf-Gleiberg., Landkreis Gießen. s. Lollar, 4. Dez. Dienstag, 5. Dez., abends 8 Uhr, findet öffentliche Gemeinderatssitzung mit folgender Tages- ordimng statt: 1. Beratung über die Rechnung für 1911, 2. Beratung über den Voranschlag für 1912, 3. Wahl von 3 Schulvorstandsmitgliedern, 4. Wahl von 3 Vertretern bei der Bezirks- sparkasse Gießen, 5. Antrag der Lehrer Jakobi und Weitzel auf Erhöhung der 'Mietentschädigung, 6. Antrag des Joh. Schäfer um Abgabe von Pachtgelände. — 'Die feit einiger Zeit zwischen der Eisenbahn-Direktion und der Gemeinde Lollar gepflogenen Verhandlungen wegen Uebernahme der alten Bahnhofstraße haben zu dem Ergebnis geführt, daß die Gemeinde die Straße unentgeltlich übernimmt. Sie erhält außerdem noch einen Betrag von 3500 Mark, welcher für Instandsetzung der Straße verwendet werden soll. — Von dem, aus der jetzt beendeten Feld- bereinigung entstandenen Massengelände waren bei der Versteigerung eme größere Anzahl Grundstücke ohne Gebot geblieben. Tie Kommission hatte daraufhin den Antrag gestellt, die Gemeinde möge das Land übernehmen. In dem kürzlich abgehaltenen Verhandlungstermin hat sich die Gemeinde bereit erklärt, einen Teil der Grundstücke zu übernehmen. Die Gesamt- Übernahme ist, vom wirtschaftlichen Standpunkt aus betrachtet, nicht angebracht, da die Zinsen des Kaufpreises für das sehr hoch bonierte Gelände mit den von der Gemeinde dafür erhobenen Pachtgeldern schwerlich in Einklang zu btinaen sind, zumal auch etwa 70 Prozent der diesigen Einwohnerschaft aus Niclstgrund- besitzern bestehen, die dadurch als Nichtinteressenten gewissermaßen indirekt zu den Kosten der Feldbereinigung beiyufteuem hätten. Kreis Lauterbach. — Ilbeshausen, 2. Dez. Auf der Gewerbe- und Musterschutz-Ausstellung zu Turin 1911 erhielt der hiesige Landwirt und Sechniedemeister Otto Georg auf seine Erfindung, eine Pslugvorrichtung zur Herstellung von Wiesengräben, die goldene Medaille. Die lÄfindung ist in Deutschland und im Auslande patentiert. Kreis Schotten. -m. Wetterfeld, 4. Dez. Im hiesigen Dcunpfsäge- werk verunglückte am Freitag nachmittag der erst seit einigen Wochen dort beschäftigte, Johannes Leidner IV. von hier. Seine rechte Hand wurde von der Kreissäge erfaßt und eS wurden ihm drei Finger abgeschnitten. Nach Anlegung eines Notverbandes mußte er in die Klinik nach Gießen verbracht werden. Kreis Friedberg. — Vilbel, 3. Dez. Der Gemeinderat hat, dem Beispiele anderer Städte folgend, beschlossen, den Volksschullehrern bis zu 2500 Mk. Gehalt eine Teuerungszulage in der Form eines Wohnungsgeldzuschusses von 200 Mk. und denen über 2500 Mk. eine solche «von 100 Mk. zu gewähren. Merkwürdigerweise stimmten die Sozialdemokraten geschlossen gegen die Bewilligung. <5erid?t$faaL Los Angeles, 1. Dez. In dem Prozeß gegen die beiden Brüder Samara wegen des D y n a m i t a n s chl a g es auf das Geschäftslokal der „Los Angeles Times" im Oktober 1910, wodurch 21 Personen getötet wurden, bekannte sich ein Bruder des Mordes schuldig, der andere gestand, , an der Zerstörung der Llewellyneisenwerke beteiligt gewefen zu sein. Der Gerichtshof fällt am 5. Dezember das Urteil. Vermischtes. * Zur Krebsforschung. Wir brachten kürzlich ine Mitteilung, daß der Kölner Krebsforscher Dr. Otto Schmidt sich um den Preis Mariani beworben habe und seine Ansprüche auf 40 mit seinem Serum geheilte Fälle stütze. Zu dieser Frage wird dem B. T. von wissenschaftlicher Seite geschrieben: „Das in Betracht kommende Präparat „Antimeristem-Schmidt" ist von zahlreichen Auwren, so auch von Czemy-Heidslberg, bei Krebskranken wiederholt angewandt worden, ohne daß es bisher auch nur in einem einzigen Falle gelungen wäre, eine Heilung herbeizuführen. In gleichem Sinne äußerte sich por wenigen Monaten toi eher um ein Autor in der „Münch. Medizinischen Wochenschrift", was Dr. Schmidt nicht unbekannt sein kann. Gleich anderen Erfindern huldigt Dr. Schmidt trotz aller Mißerfolge einem ungesunden Optimismus, der ihn auch wohl dazu verleitet haben dürfte, die mit seinem Präparat behandelten Fälle irrtümlich als geheilte anzusehen. Einer ernsten wissenschaftlichen Kritik, die ja..anläßlich seiner Bewerbung um den Preis nicht ausbleibeu wird, können solche Pseudoheilungen nicht standhalten, darüber dürfte Herr Dr. Schmidt sehr bald von zuständiger Seite aufgeklärt werden." — Gegen den Reklameunfug. Ter Ausschuß der Salzburger Tagung für Denkmalspflege und Heimatschutz hat im September dieses Jahres den Auftrag erhalten, bei den Handelskammern und Kaufmännischen Vereinen in Anregung zu bringen, daß auch von dort aus dem Reklamewesen, soweit es eine Schädigung des Straßen-, Orts - und Landschafts bildes im Gefolge hat, energisch entgegengetreten werden möge. Zur Förderung dieses Zieles hat der Ausschuß an alle Handelskammern und Kaufmännische Vereine in Deutschland und alle Handels- und Gewerbekammern in Oesterreich eine Eingabe gerichtet, worin er der Ueberzeugung Ausdruck gibt, „daß gerade aus den eigenen Kreisen des Gewerbe- und Handelsbettiütes heraus eine wlche Einwirkung sich ganz besonders wirksam erzeigen wird. Haben diese doch selbst das größte Standesinteresse an der Verhircherung der Uebcrtrcibungen, die man als Reklameunfug bezeichnen kann und die fast in allen Kulturstaaten zu polizeilichen und gesetzgeberischen Maßnahmen geführt haben; kennen diese doch selbst am beiten die Mittel und Wege, hier aufklärend und bessernd unter ihren Standes- genauen zu wirken." >Ter Ausschuß versteht sehr wohl die Bedeutung und Notwendigkeit einer wirksamen Reklame und erkennt gern an, daß an manchen Orten bereits der Anfang gemacht worden ist, ästhetischen und künstlerischen Ansprüchen dabei gc teebt ju werden; im großen und ganzen bestehen aber die leidigen Zu stärke, die schon so manches herrliche Häuser-, Straßen- und Laich,chaftsbild aufs empfindlichste beeinträchtigt ober zerstör! haben, allenthalben noch fort und verlangen drängend nach Besse rung und Abhilfe. Diese Uebelstände liegen offen zu tage und such sowohl in Vereinen und öffentlichen Versammlungen, aP auch in den gesetzgebenden Körperschaften oft genug erörtert wor den. An der ästhetischen Kultur unserer Zeit mitzuarbeiten sollten alle Berufsstände wetteifern unb sich dabei stets Uergcgcn- Nachweifung über den Stand der Maul- und Klauen l-s> zn Li vom 25. November bis 1. Dezember seuche in CMC? “"bl ? pflegen erfahrene Herren nicht ohne 5 eine Schachtel Wy her t-Tab letten zu gehen. Wer zu Erkaltung neigt, f hat kein besseres Mittel, nm Husten > und Heiserkeit, die durch die An- ? strenpmng der Stimme meist noch -- befördert wird, rasch und gründlich .... vertreiben. Die Schachtel mit nahezu 400 Tabletten kostet in allen Apotheken nur 1 Mk. iss /o Depot in Gieneen: Pelikan-Apotheke, Kreuz 2. wärtigen, daß mit der Besserung offenkundiger Mißstände überall Der Anfang gemacht werden sollte. Hoffentlich fällt die Anregung des Ausschusses auf guten Boden. * Ein Kampf auf Leben und Tod spielte sich out Freitag im Schnellzug Bordeaux—Paris der Orlcansbahn ab. Ein Erpresser, namens Lalanne, der nach Paris ins Unret- suchungsgesängnis gebracht werden sollte, öffnete die Waggontür und sprang auf das Trittbrett, um zu entweichen. Der ihn begleitende Gendarmeriewachtmeister eilte ihm nach und nach einem heftigen Ringkampf stürzten beide auf das Gel eis. Der Gendarmeriewachtmeister wurde zermalmt, der Verbrecher schwer verwundet. * Einer, der in Monte Carlo gewinnt. Von Zeit zu Zett soll es doch vorkommen, daß jemand die Spielsäle von Monte Carlo mtt mehr Geld verläßt, als er sie betreten hat. Diesmal ist es ein Engländer, der in den letzten Wochen den Neid aller Mitspieler erregt hat. Er setzt sehr hoch auf die hohen Nummern der Roulette, unb wie sehr das Glück auch tchwankt, im Endeffekt ist er her lachende Gewinner. Am vorletzten Donnerstag begann er mtt 4000 Mk. zu spielen unb hatte einige Stunden später 100 000 Mk. gewonnen. Am Sonnabend daraus war das Glück noch größer, er gewann 240 000 Mk., aber am folgenden Sonntag rächte sich die Bank und nahm ihm den Verdienst wieder ab. Doch die Glücksserie begann am Montag von neuem, und am Dienstag verließ dieser weiße Rabe die Spielsäle mit einem Reingewinn von 160 000 Mark. jrfMbxhifartM 'vud)M s> sfe «er «i k’l'tit i». 30 MW Standesaintsnachrichten. (Nachttäglich eingegangen.) Echzell. Aufgebote: Nov. 16. Rudolf Holler, Pflasterer, ntff Ottilie Knaus, beide in Echzell. — 28. Hermann Eichenmirr, Dienstknecht, zu Echzell, mit Lina Lettsch zu Leidhecken. — 30. Heinrich Mogk II., Taglöhner, zu Echzell mit Lina Müller 81 Bisses. Wilhelm Kriegk IV., Maurer, zu Gettenau mit Strati Wolf zu Echzell. • Sterb efälle: Nov. 17. Heinrich Reitz I., Grvßh. Bürger» meister, 66 Jahre alt. •— 24. Nov. Elisabethe Stoll, gä>. Osthvllh ; 50 Jahre alt. ' e Drucksachen aller Art Ausstattung stilrein u.preiswert —...... die Brühl'sche Unix.-Druckeret 4 Zimm 3 Zimm TZimfi Kreis: Am 25. Nov. waren verseucht: Boni 2d. Nov. bis 1. Dez. sind neu verseucht: Boni 2ö.‘Jioo. bis 1. Dez. ist die Seuche erlolchen in: L-M rVerschTe Äcr «s! rieten.__ Darmstadt . Bensheim . Dieburg . . Erbach . . Groß-Gerau Heppenheim Offenbach. . Gießen . .. Alsfeld . . . Büdingen. . Friedberg . Lauterbach. Schotten. . Mainz . . . A!,-q.... Bmgen. . . Oppenheim Worms. . . Darmstadt, Wsthausen, Griesheim, Nieder- Ramsladt, Eberstadt Bensheim, Lorsch, Bürstadt, Bickenbach, Bobstadt, Zwingenberg, Büttelborn, Biebesheim Erielben, Rüsteisheim Igelsbach Offenbach, Seligenstadt, Kl.-Krotzenburg, Offenthal Eberstadt, Steinberg, Tori-Gill, Langsdorf, Hungen, Lich, Birklar, Jnheioen, Wtefeck, Garbenteich, Villingen, Nieder-Befsingen, Winnerod , Nonnenroth, Trais-Horloff, Röogen Ruppertenrod, Kirschgarten, Maulbach Berstadt, Langenberg- tieim, Heuchelheim, Echzell, jRanttadt. Selters, Stockheim, Engelthal, Ober-'Mocksladt, Bingenheim, Gettenau, Letdhecken, Düdelsheim, Tauernheun, Bleichenbach , Ortenberg, Eckartsborn, Hinrbach, Hof-Lustadt, Altenstadt Griedel, Bönstadt, Rockenberg, Beienheim, Rendel, Klein-Karben, Ober- Wöllstadt, Dorn-Affen- heim, Dorheim, Vilbel, Bruchenbrücken, Assen- heim, Nieder-Florstadt, Södel, Frredberg- Ialierbach, Nieder- Wöllstadt, Groß-Karben, Klovpenheim, Kirch- Göns, Bauernheim, Ilbenstadt, Reichelsheim, Wickstadt, Dortelweil, Wöllersheim, Bura-Gräsenrode, llstassenheim, Oppershofen, Kaichen, Staden, Rodheim, Ober-Florstadt, Wtsselshetin, Stein- iurth, Schwalheim, Pohl- Göns, Bad-Nauheim Angersbach Ober-Schnntten, Eichelsdorf, Freienseen Bretzenheim, Ebersheim, Klein - Winternheim, Marienborn Weinheim Grolsheim, Gensingen, Ockenheim, Horrweiler, Dietersheim Wollsheim, Nierstein, Bechtolsheim, Schwabs- burg, Biebelnheim Pieddersheim, Westhoien Schadenbach Lindheim Effolderbach Glauberg Piordt Schotten Stadecken, Biehhof Mainz Gonsenheim Appenheim Guntersblum Darmstadt Wixhausen Griesheim Nieder- Ramstadt Lorsch — Steinberg Engelthal Heuchelheim Bingercheun Bönstadt Bauern hei« Groß-Karb« Torn-Asien- heim, Rockender- - - - — Möbl. Zin rt. möbl. Zimmr b •r Broker Ztciuwc W Änitand. Arbei wie erb. Tckulstr. Pension tze Neuen Baue 1 Out möbl. Zimme Hie 'Pension, elektr. plevbon, Zentralbei< W schön möbl. 3 * j oerm. Gr. Wühlt AMblWUI Mmchstraüc 6. Nah WW 1 3rSs,ere Wobmm 2 mal 4 v chartern unü 1. | ÜiL Will . Dss.lwh.WM, Bis ■ ! LeAngSlähiae gut H'brtk sucht iür Ar Mouchekundtgen, singt Reisen Dauernde Slellun usuhrliche Angebote lo Gießener Anz Mgerer K L'm Yabrjf-Ko slcn£< Eintritt bal \$r|iü, Angebote ilfen Giehencr Anze Mljillta MM ;fc?hflefu4t Sch Stellmacher u ..... Kasten Ztz-iSt «S.S leinfl» 1 I. V 'M üj 6 Zimmer 8Üi(brlmftrahe 44 L flW) Margarine l'OHl ID. 3t: R< ItHabt 57. aieten. (6061 ;ii Dermietcn. Praktische Geschenke. bei Büdingen. 7294 B*/i K. 46/11. enbod) L Prflp. Mk. !.—. heim / (Wd itfH Mtlbtn« berg -rnMm 1000 Mk. sucht ein GeschäslSm. A. leib- u. TiDfr. n. t>. 2clbftn. Schr. Sinn- u.09882 nn den Gieß.Sinz, erb. ichten. nt.) J’ioöcrnc .5«3immcriDol)iinng Balkon. Badeeinr., GaS, eleftr. richt, mit (SaitfnanL, fof. au oeim. Primli.flogniiMkridinitt. Diese Ware zeichnet sich besonders durch milden Geschmack auS. ist frei von Aetherbeimischungen, seines in franAönfcber Art ver* Stets frisch erhältlich in edlen einschlägigen Geschäften | 3 Zimmer | flMKI 3 • Zimmer mit Balkon -rin Steg 10 foroie eine kleine Z Zimmer - Wohnung Liebig- Krake 05 L H. au vermieten __________Heinrich Schön. | Verne hi edene | il^TÖj »—4 Zimmer Wobnnng aut oder ohne Werkstatt zu per- VItello kst feinster Natur^utter ebenbürtig «5L^ rech» abfdftt, hofMM ilen^eim penheim Sllrtr. Ramli Versteigerung. DienStag, den 5. Dez. ds. IS. nachmittags 1 Ubr verweigere ich Neu,ladt 55 dahier gegenBaar» Zahlung: 1 Partie flu.8 Psg. Zigarren. Versteigerung findet bestimmt statt. 7270 Born, Gerichtsvollzieher in Gießen. "kzemdn U|J Jculfdit Litisn-ßiiiliiit 7 Monate alt, la-Sloof, ^tehohren, ©Übelrute, sehr wachsam, für 45 Mk. verkäufitch. DtM-Siirzliur'Me 6 Monate alt, Pracht-Tremvlar. vorzügliche Anlagen, für 40 l'lf. verkäufitch. Sende zur Ansicht. LV. TranmiiUcr, Düdelobeim Kodak** und andere Marken in größt. Auswahl vorrätig in der Central-Drogerie Emil Karn, Schulflraße. (Et Kinder-Kochherde Kinder-Bügeleisen Dampfmaschinen Eisenbahnen Klnematographen emvfiehlt Kupnfere Kessel giäucherschränke kiartosfeldämpfer Janchepnmpen empfiehlt vorteilhaft [** Edgar Borrmann Terlreter der Alla-Laval-Separaloren bu L- lehr H JN 00 Mk.. Ä 1 nahm iha J Jinn am V_ | 4 Zimmer Vahnhosstraße 14 IIL Stock. 4 Zimmer mit Zubehör, sofort zu vermieten. 6610 Nähere» Nord-Anlnge 811. Born, Gerichtsvollzieher in (Sieben. Donnerstag, 14. Dez. 1911, nachmittags 3 Ubr, werden in unserem Amtszimmer die dem Hotelier Örtebr. WilbelmSchmidt und (Sbchmi ncb. Romeisen in Gießen zuaeschriebenen nachstehend verzeichneten Parzellen versteigert : ÖL VI Nr 21*/irj» - 220 qm Grab' garten am Sieckloch öl VI 9h 22 — 583 qm Hofreite daselbst iHotel Viktoria). Gießen, den L Dez. 1911. Großh. Ortsgericht.______ Versteigerung. Mittwoch, den 6. Dez. d. 3., nachmittags 2 Ubr, werden im Btekerfcheu Saale, Neustadt55, 5000 M gea. bno. Sicherh. a. 2. Stelle rtef. Schriftl. Angeb. unt. 728H nn den Gtel euer Anzeiger. Gröbere Wohnung, bevorzugt 2 mal 4 ^imnter (parterre und 1. Stock, I6** fit 1. Mil 1912 iki'iW. Pfi auH.Wallae-,vlSinarckstr.l4. | Leistungsfähige Zutkerwaren iibrif sucht für Anfang 1912 Mtanchekuudigen, eingesuhrlen Reisenden |eitf dauernde Stellung. Schriftl. k msstihrliche Angebote unter 7302 ■H den Gießener Anzeiger erbet. I Jüngerer fiommid * -.sucht Tüt öabrik-Kontor Nähe liieficnv. Eintritt bald. Schriftl. Angebote unter 7306 «t den Gießener Anzeiger erbet. versteigert: Piöbel aller Arten, 1 Näh Bekanntmachu ug. Betr.: Maul- und Klauenseuche in Beuern. Wegen Ausbruchs der Maul- unb Klauenseuche in 93 e tr er 1 wird ein Sperrbezirk gebildet: dieser umfaßt daß Gebiet des Lrtes und der Gemarkung Beuern. In das gebildete 23e* obachtungsgebiet werdet: die Gemarkungen Allertshausen und Climbach einbezogen. Öftr den Sperrbe-irß und das Beobachtungsgebret gelten die Bestimmungen unter IL IV, V und VI unserer Bekannimach^mg vom 11 November 1911 Klavier- Stimmen Reparieren Q Polieren In tadelloser Ausführung. Wilh. Rudolph Großh. Hess. Hoflieferant Pianohandlg.u. Reparatur- werkstAtte. Seltersweg 9L Fernapr. 389. W Linebesonderr wertvolle wcihnachstgabe M Wist die Lebensversicherung zugunsten der Familie. A Die einen Bestand o.reichlich 1080Millionen Mk.aufwcisendc Gothacr Ltbcnsoersicheruiigsbaiik ans Gegenseitigkeit gewährt die Versicherung zu niedrigsten Kosten und günstigsten Bedingungen. — Nähere Auskunft erteilt der Betretet d. Bank: Gebt. Jullmann, Gießen, Grabeuttraße 7. G. Bobn, Grast. Rentamtmann in Laubach. Alleinige Fabrikanten: Van den Bergh's Margarine«Gea. m. b. H. Cleve Grosse Auswahl In Violinen »ow. alh ander. Masik - Instramentcn Violine mit Holz-Etuis. Bogen etc. v. 10 Mk. an. i Buschs Musikhaus oww EfLtiirelfi- iiUiitapltii. ^Ich litt an dauernder Stublver- stopiung. verbunden mit heftigen Soostchmerzen u. Blutwallungen, sowie harmäckigem Magenleiden. Durch eine Hauskur mit Altbuch- borstet Mark - Svtndel Starkonelle l^od-Eisen-Mangan-Koch- salzoucllei wurde ich von meinem Leiden in wenigen Wochen befreit TaufendDant-E.H." Aerzll.warm enwr. öL S6 Pfg. in der Uuivern- tätS - Ävotbcke zum goldenen Engel und in den Drogerien von E Seibel, W. ftilbingcr, Aug. Stoll, C. Schaaf u. Ernst Noll. Ia1”/J Mti .Wäfi Billige Oefen sind eine Täuschung, da sie sich in den Unterhaltungskosten recht teuer stellen. Wer bei geringem Kohlen- :: :: Verbrauch den ganzen = r. Winter Tag e*d Macht gleich mäasig erwärmte Zimmer wünscht, em lebt dies mit insgravß’s Original - Danerbrandölen (System langsamer Verbrennung) H an pt-X ieder läge: 6770 Wilhelm Dürbeck, GieOen Frankolieferung nach auswärts Preis-Listen auf Wunsch! :: L^ilhelinstrasze 1 4 ift die 2. Etage, begehend auS 7 Zimmern, Bad, Gas, elektr. gcht u. andere n Zubehör, durch firrkQunn beä Hertn Maior von >obcnncin per 1. April eneniL frfljfr anderweitig zu oerm. 71107 200 Mark kostet die Ausbildung zu einem vollkommen tüchtigen Chauffeur. Verlangen Sic kostenlos die Broschüre B 103 unserer Öach- Lchule. Damen-Kurfe separat Eintritt jederzeit. Gebr. Windhoff, Motoren- und Fahrzeug-Fabrik, G. m. b. H.. Rheine 1. W. b'/„ Tücht., perfekte Schneiderin nimmt Kunden an in und außer dem Hause. Afterweg 26 II.1**0- "kbrmädchen für Bugelgeichätt f udit. Guttenberger, PrmverS deiche an der Vabii. 098S5 Binftfiita Schriftliche Angebote unter 0ÜS83 an den Gießener Anzeiger erbet. Pension Bellern Ä«räL guter Prmt-MitWW. ß Wflhk wird Wttomwkii. Hüttenberger l®“4 norm. Pimver'S Bleiche a. d. L. N. Stiller !kilhabtt mit 15- 200(10 Mark von tüchtigem Kaufmann gesucht. Kapital kann durchHvoothek ficher- gestellt werden. Tchr. Angeb. u. »9SS8 an den Gießen. Anret.i. erb. Gaiiwirtssobn, 25 Zabre alt der ievt die elterliche Gastwlrt- schalt übernimmt, wünscht sich mit einem tüchtigen häuslichen l’läö- cben, mit etwas Vermögen, zu oerbeiraten. An£X1_ Schriftl. Angebote unter 00636 a. d. Geschäftsstelle d. Gieg. Anz. Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche in L i ch. Wegen Ausbruchs der Maul- unb Klauenseuche aus dem Gut Colnhausen bei Lich wird ein Sverroezirk gt* bildet, der die Gemarkung Colnhausen umfaßt. Gleich-eilig wird infolge eines weiteren Ausbruchs in Lich der Lrtsteil zwischen Unterstadt, Lintergasse und Löwenaasse in den bestehenden Sperrbedrf einbezogen. jVür die Sperr bezirke gelten die Bestimmungen unter II unserer Bekanntmachung vom 11. November 1911 ^Gießener Anzeiger Nr. 267). Gießen, den 2 Dezember 1911. Großberzogliches Kreisamt Gießen. I. 93.: Langermann. (NAger Mann s. leichte Beschäst. r- welcher Art. Schr. Ang. u. kM an den Gießen. Ang, erbet. ^uterbaltener großer Tmierbranbofcit tU 48 zu verkaufen. [7291 WefvAulage 52 part. en 4. Dezember 1911. Großhenogltches Kreisamt Gießen. L. B.: Langermann. Flasche Mk. 2.25. '«9 ferner enwfehle ich erftklafiigen franzö*i*chen Kognak. JMöbl Zimmer | Ml. Wohn-1. Michlin oicr Großen Posten gesunde I72L ^utterkartoffeln cmvneblt p. Malt. z. 5.60 Pik. Karl Licr, Dammstr. 46, Tel. 561. «•OMMCäO Sie hasten mehr! ■* and werden krank. ■■ Die ges. nefd). ApotbekerCasvarv's Pee-Cee-hustenbonbons helfen ncker b.all.Erkältungen. Glänzende Guiacht. von Köuigl. Sängern rc. Bcut.L 2« u.4VPig. vnuutnicberlQflen: Universitäts- Apotheke, Pelikan Avotbeke, C. Scliaaf, Seibel, 21. Noll, Bahnhofstraße, Kaiferdrogerie E. Noll, kiaiier Allee, Gebr. Michel. Karn. — Engros: ApotHek. Caspary, Berlin-Friedenau. _______________ID*7u.l_______________ Zeugnis: „Die mir zugesandte Herba- “7“*» spröden .nie in. ■ ■ > ■ trotzd. ich schon lldll t mehr. Jahre vergebens andere Mittel versucht hatte, zu meinem Erstaunen guten Erfolg.“ F. Hassler, Remschci± Obermeyers Herba-Seife zu i haben bei: O. Schaaf, Adler-, W. Kllblnger, Löwen-, E. Karn. Zentral-, Aug. ä'oll, Kreuz-, K. Seibel, Germania-, A. Schäfer. Viktoria-Drogerie, GuMavWal er. Drog., Ernwt Noll, Kaiser-Drogerie, sowie in allen Apoth-, Drog. u. Parfüm, ä Stück 50 Pf, 30% stärker. l ** ,» maschine, 1 Kafieulchranf, 1 Poluohoninstrumen», 1 Partie Saitlerwaren, 10 Grabemfafi^ 9 Grabsockel u. a. II. 1 KreiSfchere für Svengler und 1 vollständiges Bett. Die Bersteigerung unter 11. findet bestimmt statt. 7303 Geißler. Gericht.wvllzieber Versteigernng. DicnStag, den 5. ds. 9)1 iS., nachmittags 2 Ubr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: 1 Safienschrank, 1 öabrrad, 1 Registrierkasse, 1 Halbverdeck. Schuh- u. Svielwarew 120 mitt' beetfenlter, 1 Bogelbecke mit Kanarienvögel, 23 Hühner, ein Büfett, 1 Schreibtisch und an- W $aumiü ÄroB’JlM lotn-Ü heim Rollet« Bleichstraße 11 find zirka 40 Oefen «.Herde billig abzugeben. W. Httss. I1*™ Zirka 30 jtntncr gutes vra verkauft 7296 Kaspar Keil, Grün berg. !wnit*rrnit 10 gesucht. 1'--' vaussrau ^cnlelttr. 10 I. Servierfräulein ' t angenehmem Aeußern wird k rwrt gesucht. Zu erfragen in der , ,'e'chäftestelle des Gief,. Anzeig. I^audercS, tüchtiges Dienstmädchen ■ befiercS HauS nach auSW. irinttl. Xol'n 25—30 Mk. . Nah. zu erfr. in der Geschäfts' blle dcS Gieß. Anzeig. 172^8 kkitlltlilhcs, junges Madlben gesucht. 0W90 Jasseler Schirm-Fabrik. j iin braves Lanfmädchen II 2 Damen für dauernd gesucht. Kirchstraßc 13 I. — 'MMMW I iFichten-Nadel- Bade-Extrakt ■ ■ ■ Öläschchen 30 und 50 Pfg. ano Reformhane. Sreuzvlatr 5. .Zucker s „Laluderma" hat mich von einem schweren (sl* e Hautausschlag rasch u. völlig befreit 1000 Dank. E. Phnlivo, Aufseher." Aerztt. warm cmof. Toie 50 Pf. il 1 M. Istärkste öornn bei W. Kilbtnger, Leltersweg /9a, Ä. dioll, Bahn- hofitrchl mE. NolESaiserdrogerie. bii[KJ idbtfcA eriolAtn' Achtung Öagdbnnd entlaufen Zeichen am Band Bros! Hof-Grabenbruch. Um Mitteilung bittet . Karl Henzel, Qbbornboteu. Entlaufen ffigT schwarzbr. Kriegshund iVur). Geg. Bell abzug. bei 6L Boller, Lelteroweg 43 II.__________09882 Am LamStag abend wurde in ZteinS Garten eine Brosche mit zwei Photographien verloren. Dieselbe ist gegen Belohnung abzugeben Buddestr. 1 vart. tRrtlffFM lann t. d. 'Jinbe v. Dollar ÖUUllll unt. gllnst. Berbälinifien einger. werden. 2(6rifiL Angeb.u. 00K38 an den Gieß. Anzeiger erb. 1 neuer Vanbauer, 1 UB’'H neueö valbueiberfm. festem Bock iMylordi und 1 neues Halbverdeck sehr leicht mit abnehmbar. Bock 'Viktoria», 1 neues Break 4fihig lin Naturbolzl hochmoderne Tlagdwagen, 1 gebr. Iagdwagen, Break. Halbverdeck,Gig u.Dockart sguiilich wie neu erhalten gibt äußerst billig ab. •'*i AonradStevbau.Großen-Bufeck. Musikwerk Polivhon mit Glockenspiel, 5-Pfg.- Einw., säst neu. sofort bill. zu oerk. 098811 Ör. Wrcin, Staufenberg. Nord-Anlage Zch. möbl. Zimmer bill. z. verm. *** Großer Stcinwcg 10 vart ÖjilKi Anstand. Arbeit, k. Kost u. ^vgis erb. Schnlstr. i 1 Istaiil. L Pension Bellevue Neuen Baue 22. Gut möbl. Zimmer mit und .hne ’Venfion, elektr. Licht, Bad, ckbleobon, Zentralheizung. »7228 4M4i Schön möbl Zimmer bill. Uverm. (Or. Wühlflaffe 28 v. fiij. möbl. Zinimr su Z tftuchitraße 0. Näh. Hinterbö. » dauernd gesucht. Schriftl. Ang. p.7882 an den Gieß. Anzeig, erbet. Stellmacher und 5lastenhclser euch jüngere Leute, die sich im > ironeiiebau auöbilben wollen, lÄnbcn dauernde Beschäftigung, ''achzeichenfchule am Ort. lhv”/n Daimentiorster WagenfabriK Carl Tönjes A.-G. L Delmenhorst bei Bremen. ihdmitr Zdirtintrgticllc sofort gesucht. [7299 Ideinri» Kümmel HL, Wieieck. ■ in grosser Auswahl HQi70 XXmit I E Kreuzplatz 10 B E Mitglied d. Rabatt-Spar- ■ W» Vereins. [6888 Wer empfindet die jetzige Teuerung am meisten? I Alleinige Fabrikanten: A. Ix. Mohr, G. m. b. H., Altona-Bahrenfeld. 70/bUe o/amt ° ofeide geben dir jetjt 311 gang bedeutend ermässigten Preisen ab. VW ’&ebr. dmheuser iiiiiiiiiiiiiimiiiüiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiii ‘IJlarttplatj 9—10 72Bi Met ii. Tafelgeräte in Goli u. Silier 2 l Familien-Wcffdie \ 2 in unübertroffener eleganter Ausführung, 2 eleganter Ausführung, 2 7216 2 > Färberei Wallenfels Dekatur- und Bettfedern-Reinigung Uelephon 487 Celephon 487 von jetzt an in meinem Neubau 7230 50-5 In APOTHEKEN u. DROGERI EN Verein der Detaillisten zu Giessen (E.-V.) Fachmännische Bedienung. Zivile Preise. 7048 allen Grössen chemische Wäscherei Wallnüsse Tafelrosinen Datteln Salz-Bretzel Lager in W- aus Kamelhaar und Filz, auch mit Pelzfütterung. Sehr preiswert! aVu Visitenkarten liefert raseb and billigst Hrubl ecbe Uttii^lXuckcrci :: Weihnachtsbitte der :: Detaillisten an das Publikum Der vollkommenste Ersatz für Molkereibutter, aber nur halb so teuer! Preis per Flasche (mit Fettgehalt oder fett frei) Mk. S.— u. 3.75 Zu haben in allen Drogerie-, Pariümerie- und besseren Friseur-Geschänen. es"/, Gcncral-Dcrtricb: Kugler & doppelt, Nürnberg. al Haselnüsse Tafelmandeln Tafelfeigen Kandierte Früchte bei Die Mitglieder des unterzeichneten Vereins richten an das kaufende Publikum die höfliche Bitte, die Weihnachtseinkäufe schon jetzt und möglichst auch in den Vormittagsstunden vorzunehmen. Ganz besonders empfiehlt es sich, Extra-Bestellungen, schon jetzt aufzugeben, um rechtzeitige Ablieferung zu ermöglichen. Gekaufte Waren werden gern zurückgelegt und nach Wunsch später abgeliefert. 53 Ludwig Kröll, Plockstr Haus- und Küchengeräte-Artikel-Sp.-Geschäft. 6. Schultheis, Giessen Marktstrasse 3 Kürschner Gegründet 1832 Grösstes Pelzwarenlager Alle Pelzarten in unerreicht schöner Kiirschnerarbeit. Die neuesten und elegantesten Modelle in Pelzkolliers, Schals ■' ■ Muffen, Pelzhüten — — Herren-Pelzröcke, Kragen, Mützen Fellteppiche, Fussäcke, Jagdmuffen ===== Pelzhandschuhe " fdirank fertig bei feparafer und garantiert [dienender Behandlung, tauber und blendend • • • • weift liefert die • • • ♦ 3)amen *XleiderstoJJe in Kirchenplatz 23 Telephon 644 Peru-Tannin- Wasser edelstes Kovfwasser der Welt, gegen Säiuppen, Haarausfall und Haarfvaue: altbewährtes, besteinaetührtes, ärztlich empfohlenes Eaarplleßemiilel I. Ranges. Emil Fischbach Telephon 267 GIESSEN St-ltersweer 24 reinigt man ohne Mühe und Zeitverlust, ohne Beschädigung der Stücke mit der KohlerPlatte Tausende 9m Gebrauch. 6ei anerkannt Billigen Kreisen foleHtrisdjer Klotor6etrie6 Carl £udwig £ei6 Kunsthandlung nie Kirdjstr. 2 Die Hausfrauen, die bei gleichem Wirtschaftsgelde höhere Preise lür Lebensmittel bezahlen sollen. Gegenüber den teueren Butterpreisen schafft einen Ausgleich die beliebte Qualitäts-Margarine Siegerin Rasier-Apparate Ur* neuester und bewährtester Systeme von Mk. 2.50 an. Gillette, Auto-Strop, Luna, Rapide, Comfort etc ---- Sicherheitsrasiermesser. = Rasiermesser unter Garantie Rasiergarnlturen und -Spiegel Haar- und Bartschneidemaschinen, sowie alle anderen Sorten Stahl- und Messerwaren i« denkbar aröhter Auswahl, altbck. beiter Qualität Schleiferei und Reparatur-Werkstätte aller in men Fach einschlagenden Artikel. AD. REINIG, Stahlwarengeschäft, Giessen, Seltersweg 30 Telephon 369. Größtes und ältestes Geschäft dieser Branche nm Platze. ____ Nß Frankf Schuhlager KP SS GIESS EM • StygOU !2 Mäusburg 12 Sßilder in großer Auswahl Qinraßmungen und 'Vergolderei | Dampfwafchanffalf Gdelweift | | Slehsn • Krofdorfer Strafe 12 | Annahme-Steifen in Alsfeld und Wetzlar. y Regelmäftiger Fuhrwerksverkehr nach Weilar | u. Butzback. Täglicher Poft- u. Bahnverfand. Dielöchierdes Erfinders MS; »II1IIHIIIIII >* % Mb. 515. Sitzl M T-I'-H- d' aial'-napp-' Haus ist Präsident ®> L ubr 15 Mnut Die Veiab Präsidenten her - Lie Vorlage hat ' ’ tniffionSbeschluffe, eine Berallgeme. «ersuch, -u em« Icirb im Sieichslai rin sehe ich eint Men Sejtimmm Lizeprafide legt bar, daß die beruhe, daß Tr. < dir in Lckmghai j Tas ffleinaftn heil in dritter Les Die zweite li I.. Die Bettung ' schüsse'. In t B Bchrens «Wirtsch. g Kimmung borg' ■ Nach § 135 sin ä Die Bolkspar I tragen auch Die L begründet den An grauen in btt A ersucht um Y6h Funktionen, für ausschüsse haben Personen lauen . Sie fall hat tert. Sie tritt N-W an alle di ausschüsse eignen f I kum legt -och jonjt L der Frauen. Sin 1 diesem Gebiet ans, I ibre Abteilungen । Besähigung abspre Qnßenomier 8,"M d'r- l-ist Li *IC ibeup,» . Atz ä.toitbUnh8 «hit j Wenn der S?il sittlicher Funkt! «an ihnen doch In der Abstir den Parteien der Murns füt > Mit § 157 be, ^ber.chiedsge' Miragen an Stelle »ngestelltenversicher ^rRc'chsdersicheru Al M sü-den 9(ntraf Sre. Sur Zerspij,^ &etUn8en A fett •Mo» är Fon^iniiietiafbiref