Nr. 80 Erstes Blatt W. Jahrgang Dienstag, 4. April M Der Siehener Anzelgn Ä erscheint täglich, außer /■» ▼ Mr Sonntags. - Beilagen: A viermal wLchentlicl M iWgk 'S-jr ZVl SlehenerZamilirndlätter f3 M 5? d W < L-' U- <• £« T- jivcunailoöcbcntl.Kreis- M ZK WJ Ä -RX KUr 5?j blattlUrdenNreisSietzen M W W W 6®F Eä M U .M tTienslag und Freitag); TOdJr M ffl Wk . W W R M «k. jrjoeininl monfltl. tand Jy *C$y \eti3r M? am >]y yi ehy wirtschaftliche Zeitfraoen W ■ ~ sternfprech - Anschlüsse ft# UZW General-Anzeiger für Gberyefsen Annahme von Anzeigen Hotafiousörud und Verlag der vruhl'schen Univ.'Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion. Expedition und vruderei: Zchulstrahe 7. b» -°nnlS"»"üh" Bringen: Z-rnsprech«r Ur. 50 Seschästrstelle vahnhosftratze 16a. Bezugspreis: monatlich 75 'Bk viertel- »Lhrlich Ulf. 2.20; burch stbhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost '1UL2.—oicrtel- jährL aii^idiL Aesiellg. ZeilenpreiS: lokal 15 Bi., auswärts 20 'Bfeimiq. Chefredakteur: 91 Goetz. Verantwortlich für den politifchen Teil: August Goetz, Wit .Feuillc- tou', .Bennifchles^ und »Gerichtsfaal": K. Neurath; für „Stadl und Land-: E.Heß; iür den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfa&t 12 Seiten. Vie neuen holländischen Linsuhrzölle. Aus Berlin wird uns geschrieben: Tie Thronrede, mit der Königin Wilhelmina am 20. September v. I. die Generalstaaten von .Holland eröffnete, enthielt schon den Hinlveis, daß dem Parlament ein Zolltarifgesetzentwurf üorgelcgt werden würde, der eine Erhöhung der Einfuhrzölle vorsieht. Dieser neue Taris, dessen jährlicher Mehrcrtrag sich aus 10 Millionen Gulden beziffert, von denen 9 für die Altersversorgung der Arbeiter bestimmt sind, ist am 1. d. M. den Generalstaateti zuge- gangcn, doch bestätigt sich die Befürchtung, daß er ausschließlich schutzzöllnerischen Charakter tragen würde, nicht in vollem Umfange. Immerhin wird man mit der Tatsache rechnen müssen, daß nunmehr auch Holland dabei ist, in das Lager der SchutzzoUstaaten überzugehen, wenn auch vorläufig die in Aussicht genommenen- Zollsätze nicht hoch genug fuib, um den au-ländischen Export nach Holland unmöglich zu machen unv so den holländischen Industriellen Gelegenheit zu bieten, ihre Preise zu steigern. Das wesentlichste für die deutschen Exporteure ist (was aus unseren gestrigen Mitteilungen schon zu entnehmen war), daß die Hauptgebrauchsstoffe der holländischen Industrie und Landwirtschaft, wie Kohle, Erze und Getreide, nach wie vor von Zöllen verschont bleiben, daß Kaffee und Garne ebenfalls frei bleiben, Tabak nicht höher besteuert wird als bisher, und auch Schlachtvieh, sowie Petroleum von dem neuen Zolltarif nicht berührt werden. Dagegen sollen ittdustrielle Hatbsabrilate mit 3 bis 6 Prozent Wertzoll, beinahe sertiggestellte Fabrikate mit 10 Prozent und Gauzfabritate mit 12 Prozent Wertzoll belegt werden. Jein st es Mehl wird mit 40 Eents pro 100 Kilogramm belegt, Zigarren mit 1*23 Gulden plus 20 Prozent Wertzoll und Zigaretten mit 230 Gulden pro 100 Kilogramm plus 40 Prozent Wertzoll. So durste der neue holländische Zolltaris, dessen Annahme in den Generalstaaten allerdings einigermaßen frag» lich ist, wenn er auch zur Deckung des Defizits dienen soll, nur eine ganz bestimmte Kategorie deutscher Exporteure schädigen. Diese vor er lüft en zu bewahren, besteht aber ,flir das Deutsche Reich an sich keine Handhabe. Denn der zwischen Teuifchiaiid und Holland bestehende Vertrag sichert Deutschland nur die Meistbegünstigung, und da Holland den neuen Zolltarif gleichmütig gegenüber allen Ländern in Anwendung bringen will, gibt es rein Mittel, feiner Einführung irgendwelche Schwierigkeiten zu machen. Eine andere Frage aber wäre es, ob nrchr die deutsche Regierung, da sich die Durchberatung des neuen Zolltarifs in den Generalstaaten längere Zeit hinziehen wird, inzwischen Mittel und Gelegenheit hätte, sich unserer Exporteure anzunehmen und sie vor Schaden zu bewahren. Es könnte das am besten geschehen, wenn man mit den Niederlanden an Stelle des geltenden Meistbcgünstigungsvertrages einen neuen Vertrag abschlösje, tu dem die Verzollung der einzelnen Artikel vertragSrechllich geordnet und Teuischland Die angesichts des neuen Zolltarifs notwendigen Ermäßigungen zugestanden würden. Es ist anzunehmen, daß man un Haag zu einem solchen spezialisierten Vertrage um so eher geneigt sein wird, als der deutsche Markt für Holland eine recht große Bedeutung hat, und wir bei der Revision unseres Zolltarifs gleiches mit gleichem oorgelten könnten. Zunächst freilich wird alles darauf ankommen, bis zu welchem Grade die holländischen Generalstaaten die Erhöhungen des neuen Zolltarifs genehmigen. Bestätigen sie die in Aussicht genommenen Erhöhungen, so wird man einer Revision des veralteten, vom Reiche übernommenen preußisch-niederländischen SchisfahrtSvertrages (1831), der den Charakter eines reinen Meistbegünstigungsoertrages trägt, das Wort reden müssen. Nicht in dem Sinne, daß Holland die in dem alten Vertrage gleichzeitig festgelegte freie Rheinschiffahrt fallen läßt, um den deutschen Export in den Niederlanden und seinen Kolonien höher zu belasten, sondern in dem Sinne, daß Holland, wenn das Schiffahrtsabgabengesetz im deutschen Reichstag wirtlich durchgeht, sich die Freiheit des Rheinsttoms, die übrigens auch durch Vertrag vom 17. Oktober 1868 Holland garantiert ist, weiter dadurch sichert, daß es in einem Tarifverträge mit Deutschland den deutschen Exporteuren für die Niederlande und ihre Kolonien gewisse Bevorzugungen zugesteht. Tie von Abgaben unbelastete Schissahrt auf dem Rhein und die regen Handelsbeziehungen zu Deutschland sind es, die den Mynheers das Geld im Kasten erk.ingen lassen, die einzige Macht, über die Holland noch ver,ügt. Sollten sie da, nicht bereit sein, um die Abgaben! reih eit auf dem Rhein aufrechtzuerhalten und zollpolitische Repressalien von deutscher Seite aus zu verhüten, in eine Ecmänigung ihrer jetzigen Zollerhöhungen gegenüber Deutschland zu willigen? Wir find überzeugt, daß sie das tun würden, aber leider liegt hier die Schwierigieit darin, daß die deutsche Regierung wegen der Agrarier auf den Scknssahrtsabaaben besteht, so daß unser Export naUj Holland hierbei der leidtragende Teil sein wird. Des deutschen Reichskanzlers Rede uni) das englische Geerhaus. Lord Roberts t,ui u.i eiiga^ch verhaust den Ausführungen des Herrn v. Bethmann-Holtweg Beifall und Achtung gezollt und seine alten Anträge zur Umgestaltung des englischen Heeres wieder eingebracht: London, 3. April. Im Overyaus verlas Lord C h e st e r f i e l d eine Botschaft des Königs, welche die Antwort auf die von Lansoowne in der Vorwoche beantragte Adresse ist. Tie Botschaft erklärt, im Vertrauen auf die Weisheit des Parlaments wünsche die Majestät, „daß der Prärogative für die Ernennung der Peers die Erwägungen des Parlaments über die Maßnahme zur Reform des Lberhauses nicht im Wege stehen sollten". Lord Roberts beantragte sodann folgende Entschließung: Angesichts der veränderten ß r a t e g i s ch e n Verhält- n i s s e i n E n r o p a betrautet das Haus die unzureichenden militärischen Vorbereitungen bet Regierung für die Verteidigung des Reiches mit schwerer ö o r g e. _ Ser Feldmariä alt sagte zur Begründung: Ich war einigermaßen in Verlegenheit, daß ich die Entschließung cinbringen sollte während der Erregung, welck>e durch die Hosfnung auf eine allgemeine Abrüstung und einen allgemeinen Frieden hervorgetufen wurde, eine Hoffnung, die, wie man sagt, si^er schnell in Erfüllung gehen lolL Al eine Verlegenheit wurde aber durch ein gänzlich unerwartetes Ereignis gemindert, nämlich durch die Rede des deutschen Reichskanzlers. Dieie bemerkenswerte Rede, so voll mannhaften Empfindens, wrrkt am mich in einer Webe ein, für die ich schwer Ausdruck finde. Als der Reichskanzler seine Meinung über die wahre Beziehung des Volks und des Reiches zu den bewaffneten Streitirönen auseinander- setzte, kleidete er nur Grundsätze in Worte, die meinen Geist während der letzten Monate wiederholt beschäftigten. Lor d___R oberts führte das Prinzip des Reick.Kanzlers aus, daß die bewaffneten Streitkräfte des Reichs in bestimmter Beziehung zu den materiellen Hilssauellen stehen mußten und erklärte: Diese Ansicht scheint mir s o st a a t s m ä n n i s ch zu sein, wie sic un wider leg lich ist. Bei Anwendung des Prinzips auf Aroß-Britanmen möchte ich es dahin modifizieren, daß die Streitkräfte des Reichs nicht nur za den materiellen Hilssauellen, sondern auch zu dem Geiste in Beziehungen stehen müssen, der die Nation beseelt. Tie Streitlräste sollten den Maßstab abgeben, für die Bereilwittig- keil der Nation, dem Ziel nachzustreben, das sie sich gesei'... Können wir annehmen, daß unsere bestehenden Strettliäfte, unsere materiellen Hilssauellen oder den Geist der Nation repra * sentieren? Lord Roberts setzte in längerer Rede auseinander, daß Groß-Britannien weder eine für die Verteidigung der Heimat hinreichende Armee besitze noch eine genügend leistungsfähige reguläre Armee, um die britischen Interessen im Auslande?u schützen. Großbritannien sollte gegen die Möglichkeit einer Hir- vasion durch löOOOO Mann vorbereitet sein. Der Feldmaischall üble scharfe Kritik an der Territorialarmee und erklärte, Großbritannien brauche außer der regulären Armee eine Million Mann. Lord Haldane erwiderte, was auch für strategische Aenderungen sich vollzogen hätten, es befinde sich doch stets ein Streifen See zwischen Großbritannien'und dem möglichen Feind. Wenn Großbritannien die Herrschaft zur See besitze, könne cs seine Seestreitkräfte zur ersten Verteidigungslinie gegen eine Invasion machen. Tas habe Großbritannien stets getan und werde es guch weiter tun. Haldane wies auf die E>chwre- riqfciten einer Invasion hin, solange Großbritannien die Nordsee beherrsche. Er wendete sich ausführlich gegen die Einführung der obligatorijchen Tienftpf.icht. Der Reichskanzler sprach von der Bereitwilligkeit a^utschlands, mit England Informationen über die Flotte auszutauschem Wenn ein solches Verfahren eingeschlagen würde, müsse es etwas dazu beitragen, die Gefahr einer Panik zu verringern, die so viel getan, die Flottenbudgets nicht nur Großbritanniens sondern auch anderer Länder in die Hohe zu treiben. Tie Gefahr eines Krieges mit Frankreich ober Rußland sei jetzt viel weniger wahrscheinlich als seit vielen Generationen. " Was für em Beispiel würde Grost-Vritan- nien den anderen Nationen zurzeit geben, wo die Anfänge der neuen Bewegung sich zu zeigen begannen? (Eine Kriegspartei in China. Peking, April. ,)N Erledigung der Denkschrift des Kriegsministers Hin-Tscyang, von dem be- tannt ist, daß er wahrend der jüngsten Krisis m einer Tentschi.ii r sich für Erö.fnung der Feindseligkeiten ausgesprochen hatte, ist jetzt em außerordentliches Edikt erschienen, das dem Regenten den Oberbefehl über die chinesischen Streitkräfte verleiht und die Armee au> sordert, eingedenk zu sein, daß die Mandschus dank ihrer militärischen Tüchtigkeit China eroberten und feit drei Jahrhunderten beherrschen. Tas sei Chinas einziges Mittel, um die Sicherheit der Nation aufrechtzuerhalten. Die Botschaft wurde den Truppen auf privatem Wege übermittelt. ' Auf Anordnung des Vizerönigs der Mandschurei wurden in der Provinz Kirin Bestimmungen einaeführt, welche die Rechte der Europäer, chineiischen Firmen Kredit zu gewähren, beschränken. Ten Chinesen wird es durch Formalitäten äußerst erschwert, solchen Kredit in Anspruch zu nehmen. Tie Chiueien müssen bei derartigen Kredit- opcranimen den Behörden die Bilanz üorrocijcn. Durch diese Maßregel hoff- die Regierung, die Tätigkeit der chinesischen Staatsbank zu heben. Heues aus Bismarcks Petersburger Zeit. Die Zeit der Petersburger und Pariser Gesandtschaft ist im Leben und Entwicklungsgang Bismarcks noch am wenigsten geklärt, da eine VeröfseuUichung seiner Petersburger unD Pariser Depeschen noch nicht erfolgt ist. Neues Material über diese für die Bildung des staatsmännischen Genies so wichtigen Jahre bringt Heinrich v. Ko s chi n g e r in einem Aufsatz „ÄusBismarcks dunkelsten Perioden" in der Deutschen Revue bei, in dem er sich besonders auf persönliche Mitteilungen des Altreichskanzlers stützt. Seine Berusung zum Gesandten in Petersburg war Bismarck zunächst gar nicht angenehm. Als er ans Berlin mit der Kunde zurucktam, war er recht verstimmt, aber bald fand er in Frankfurt, wo er bisher als Gesandter beim Bundestag gewirkt hatte, seine gute Laune wieder. Er ging zum Buchhändler, taufte eine russische Grammatik und ein russisches Lexikon und legte zu Hause die Bücher auf den Tisch seiner Gattin mit den lakonischen Worten: „Ja, wir müssen Russisch lernen." Tie Reise von Berlin nach Petersburg, heute mit dem Luxuszug eine Bagatelle, war damals noch sehr beschwerlich. Bismarck, der zuerst mitten im Winter allein die Reise antrat, mußte 130 Stundenlang ohne Aufenthalt fahren und blieb trotz acht Kurierpferden einige Male vollständig im Schnee stecken, so daß er zu Fuß weiter gehen mußte. Seine Gattin folgte ihm er ft über ein Jahr später mit den Kindern nach. Bismarcks finanzielle Lage war durchaus nicht glänzend. Während er in Frankfurt am Main mit 21000 Talern sehr gut ausgekommen war, mußte er in Petersburg im^Probejahr 1860 trotz größter Einschränkungen 8000 Taler über sein Dienst- einkommen ausgeben. Er dachte schon daran, seine Familie wieder nach der Heimat zurückzuschicken, zumal das strenge Klima die Gesundheit seiner Kinder jdxüngtc, die Knaben bei der großen Kälte oft nicht ausgchen konnten und die Tochter mehrere Wochen an einem typhösen Fieber lebensgefährlich erkrankt war. Ader allmählich richtete sich der neue Gesandte ein; seinem Lieblingssport, der Jagd, tonnte er sich in intensivster Weise hingeben. In Tschudowa an der Nikolaibahu, 101 Werst von Petersburg entfernt, hatte er eine Jagdhütte, bis zu der heran die Wolfsspuren führten, während die Bürenspuren einige hundert Schritte davon anfingen. Mehrmals trat er mit kalter ckcrschrockenheit riesigen Bären entgegen; als seltene Jagdtrophäe brachte er einen kleinen Bären mit, der, so lange er jung mar, zum großen Ergötzen der Kinder sre. in den Zimmern herumlies und später sein ünterfommen im Zoologischen Garten zu Berlin mnd. Sehr rasch lernte Bismarck r1tussi>ch. Sein Lehrer, ein junger Student Alexejew, hat von den raschen Fortschritten ,eines großen Schüeers erzählt. Beim Schreiben benutzte er eine Gänsefeder, und als ihn sein Lehrer fragte, warum er die Worte nicht lieber mit Bleistift schreibe, antwortete er; „Nein, das überlasse ich Den weichen, verzärtelten weiblichen Naturen, die überhaupt nicht gewohnt sind, zu schreiben." t Als guter Vater kümmerte sich Bismarck auaj um den Unterricht seiner Kinder; sie mußten ihm jeden Sonnabend ihre Hefte vorlegen. Einmal brauchte Der Lehrer zwei Wochen lang dazu, um den Kindern die Ereignisse des Jugurthinischen Krieges beizubringen. Auf Bismarcks Vorhalten erklärte er, bei ihm finde fein Schüler Gnade, der nicht wisse, daß Jugurtha, des Masuuisa von dkumidien Enkel, anno 112 v. Ehr. mit dem Gebauten um- gegangen sei, seine beiden Vettern Adherbal und Hiempsal um ihr Erbe zu betrugen. ,,Sie haben ja ganz Recht," meinte daraufhin der etwas ärgerlickje Vater, „aber die Kerls sind^ schon so furchtbar lange tot, nun ntadjen Sie nur, daß Sie weiter kommen." Bei seinen häufige« Reist« nach Zarslost-Selo zum Zaren barte Bismarck einmal ein merkwürdiges und nicht ungeiahr- ucbcA Eisenbahnabenteuer zu beuchen. Zu einer eoircc des Kaisers geladen, versäumte er den Zug ; . ein ^oitderzug wurde ihm verweigert, da die Bahn einglciug U’i unD ein Zusammen stoß befürchtet wurde. Nach laugen Bitten gewährte man ihm eine Traisine mit zwei Bediensteten. Nachdem er einige Kilometer weit gekommen war, lam Plötzlich der erwartete Zug Giiacfahren. Bismarck und seine beide« Leute mutzten schleunigst absteigen, und nur durch die hertulische Kraft des Gesandten gelang es, die Traisine auf die Böschung zu ziehen. >-o tonnte man den Zug noch glücktich voruberlassen, bann wurde das Vehikel wieder auf die Schienen gesetzt, und Bismarck (am rechtzeitig an. Seine Körpertraft hat überhaupt dem gewaltigen Manne in Rußland mancke gute Dienste getan So wurde er emma auf dem Newiti-Profpett von einem Muschit bclamgt, woraus er ibn beim Kragen nahm und ihm einen Stoß gab, bau er in fcen Straßengraben fiel, llnoergetztich blieben Bismarck die Worte, die der also Gestraite beim Fortgehen sprach: „Berzeiwuig, Herr, ick' befenne mich schuldig . .." „Sehen Lie," lastotz Bismarck diese ErMlung, „io sind die Planen ade, die einzelnen wie die Völker. Man muß ihrer Freck?heit nur mit der gehörigen Krack entneqen treten, und iie werden schuldbewußt für die Zuü)- tigung danken, wo der Deutsche im verletzten Rechtsgesühl über das Zuviel zum Himmel schreien würde." Bismarcks Leben und Tätigkeit wird von ihm selbst in feiner meisterhaft anschaulichen Weise in einem zum erstenmal von Ürner inner hier veröffentlichten Brie st an einen Frankfurter 6 reunD Geschildert Nachdem er der schönen Frankfurter Zeit gedacht, iährt er fort: „Es ist vielleicht gut, daß ich nicht viel Zeit stabe, rückwärts zu bliaen und zu träumen — ick.hatte m Frank- lurr mitunter viel zu tun, aber es war doch 3-tu zum ^djlaien uitö zum Essen: das fällt hier gänzlich fort, würde jemanö in den „Fliegenden Blättern," jagen und dabei für manche Tage streng bei der Walmlwit bleiben. Wir haben hier tm Lande über 40000 preunikf-c Untertanen, für die ich Gericht und Polizei, jüngerer nnö älterer Bürgermeister, Vater. Mutter, Bundestag, Sriditeur, Advokat, Bankier und vieles andere zugleich bin. Jeder von ihnen hat eine persönlich von mir ausgestellte Legitimation, die fünf Jahre gilt, es sind also etwa ch)OO jährlich zu erneuern, und jeder ist so freundlich, mir feine Familienercijnisse, Trauungen, Todesfälle, Geburten anzuzeigen, die ick' in seinen Schutzschein und in ein drittes Buch cmtrage Ohne solche Kontrolle fiiu diese Leute, die vom Kaipnck>en Meere bis zur Weichsel zerstreut loohnen, nicht gegen alles das zu schützen, was den hilflosen Menschen hier panieren kann. . . . Mher dem Bewahren des Landsmannes vor ^ckiadeu, welckfcs allein die Täligleit mehrerer Bundestagsaesandten in Ampruch nimmt, geht die große Politik hier d^> mit einem anderen Wellenschläge als in der Eschenheimer Strage. Im Lommer wohnen der Kaiser und seine Liinister auf einem der umUegciwen Schlösser, so daß jede Bejprechuiig, mit einer Reise verbunden ist, die nicht selten den ganzen Ta^ sortnimmt. Ties ist mir nicht unangenehm. Dieser endlofe Steinhaufen, aus bem man ,ttu> m teiner Rickstung retten kann, ohne brei bis vier Werst ichleajtes Pflaster zu fahren, lastet manchmal wie em Alv am mir, und wenn die Sperlinge in den Büschen vor meinem Pferoest.all auf dem Hofe zirpen, so ist es mir aus dem schrecklichen Gewühl ein süß betännlcr Ton, unb ich könnte es nicht übers Her^ bringen, nach, cutcm dieser Singvögel zu ichießen; jeden Abcno fchicke ich meine Pferde nach den Jmeln und rette m den hublch.n, von Newaarmen durchflossenen Parkaickagen; das tlt^arer emo gute Meile von meinem Hause und wimmelt von Diplomaten und Würdenträgern, deren dtachstellungen ich nicht immer entgehe, obschon ich bet einzige Berittene bin/ * — Ein Fayenceteller für 60000 M ark. Aus Paris wird berichtet: Im Hotel Trouvt entspann sich zwischen Kunstfreunden und Kunsthändlern ein eifriger Wettkampf um den Besitz eines tiefen Fayencetellers aus teruta, der von den Sachverständigen vor der Versteigerung aus 20000 Ml. geschätzt worden war. Die Arbeit zeigt in der Mitte des Zellers inmitten einer Girlande, die mit einer Inschrift geschmückt ist, die Büste einer Frau. Nach heißem Streite wurde für bieien Teller die ungewöhnlich hohe Summe von 60 000 Mk. gezahlt. Für ein arideres Fayencestück aus Urbino, das einen Durchmesser von 25 Zentimeter hat unb nach bem Urteil der Kenner in Gubdio hergestellt wurde, zahlte ein Liebhaber 12 000 Mk. Am selben Tage tarn auck) ein altes koreanisches Truckwerk, das im Jahre 1-134 mit beweglichen Kupsertypen gedruckt worden war, zur Versteigerung. Tas Werk, bas moralische Betrachtungen über die Erfüllung der drei größten Pflichten, der Fürst-entreue, der Kindes 1. und Ehrenpreis: Jul. K'lippstein (Gesellschaft); 3. Preis: Deutsches Reich erungsausschuß trat am r 1911 91 619 85 073 9’231 Einnahme 1910 Mk. 27125 1911 Mk. 24 572 zurück. Ebenso wenig befriedigte den Konsul eine dreistün- oige Unterredung mit dem Generalgouverneur, dem er offi- -iell erklärte, er sei genötigt, die Verhandlungen ab - an, daß bei einer Ere2g.i L. Lenz (Gesellschaft). Insgesamt wurden von 175 /. - -u—/- j.uv ... Gießen wohnende Arbeiten 122 mit Preisen bedacht. Außerdem kamen elf on im Durschschnitt jährlich 30 Fahrten machen würde. Ehrenpreise zur Verteilung. Der diesjährige Verbandstaa p k... — , m , . i, .. r. .-x , tltlnpf h nm 1 1.1P 9 ("V.. <1 ■ m 1 _ r. - r. , ° Der Reichsversi Montag zu einer kurzen Vie Niederwerfung de; albanischen Ausstandes. Konstantinopel, 3. Avril. Tie von den aufständischen Malissorcn belagerte Stadt Tuzi an der montenegrinischen Grenze wurde Samstag durch türkische Truppen nach siegreichem Kampfe entsetzt: damit ist die Niederlage der Ausständigen entschieden. Die türkischen Truppen haben ihren Erfolg erzielt, noch bevor die von hier abgesandten Verstärkungen auf dem Schauplatz eintreffen konnten. Cetinje, 3. April Einem Teile der von Skutari des selbständigen Vorgehens aur Sicherung des Lebens und Sann (Verein), Otto Settegast (Gef-ellschastü Werner Gunkel Eigentums der Japaner in der Mandschure: in Kenntnis (Schülerverein am Gymnasium), Wilh. Weller (Realgymn.)- " |C^en- 2 Preis: A. Wolf, H. Fritsch (Verein); 3. Preis: Th. Gäulke' - ... e. r , Tageskalender für Dienstag, 4. Avril Stadt- T; v türkische F l nanzmini st e r hat Vorbehalt- spater: B e n ef i z für Ober-Regisseur Hermann Bakos: „Es Uch der Genehmigung durch das Parlament die mit ber lcbe bc15 Leben." Awang 8 Uhr Ruvierbank abgeschlossene 2'/z Millionen Pfund - An- ' >. ^'ebener Fröbel-S em in ar: Osterfeier. Nachmittags leihe iur Straßenbauten unterzeichnet. P ' 'n Steins faxten. ■Jaö spanische Ministerium ist nun endgültig m n-i e Sitz u n g d er St ad t v er o r d n e t en- gebildet; es setzt sich folgendermaßen zusammen: CanalejasDonnei-s^na R Inneres Ruiz Valerino, Aeußeres Garcia Prieto, Oeffentüche Arbeiten Gasset, Unterricht Gimeno, Justiz Varroio, Krieg General Luque, Marine Admiral Pidal, Finanzen Rodriganez. Alle Mitglieder mit Ausnahme von Pidal waren bereits Minister. Wie ein Telegramm aus Tanger meldet, berichteten Eingeborene aus der Gegend von Alhucemas, daß ein französischer Handelsreisender, der sich von Penon de la Gomera aus in das Gebiet der Beni Urriaquel öorgcrtJagt hatte, am Donnerstag gefangen worden sei. lieber jem Schick, al fei nichts bekannt. ^ie japanische Presse hebt die politische Bedeutung der in ^apan emittierten lO Millionen-Anleihe !lejh ^ar^n ^en Beginn einer Annäherung zwischen China und Japan. b -i^Ä?„^ukden wird gemeldet. Die sich in die Länge ^Pn eineindcschule zu Einartsh-ausen präsentierte Schulamtsaspirant Phil. Schäfer aus Armsheim. *' Obnbaulehcec. Der Großherzog hat den KceiS-Obslbauimpekioc Karl Heyden zum Fachlehrer fü Ob'l- und Gemüsebau an der Wein- und Obstbauschule Oppen. Heun ernannt. schäft); 3. Preis: Hans Heß (Verein). 100 Silben: 1. Preis: Frl. Luise Wink, Ottilie Schmidt, Marie Luch (Damen«» . . Y o .. - . m , verein), Aug. Fakiner, Aug. Breidecker, Karl Mandler, Ehr. u brech en und ferne Regierung von der Notwendigkeit Reuter, Karl Horn, Hch. Etenverger, F. Weidemier, Hch - n?Donnerstag, 6. April, nachmittags o utji ist folgende Tagesordnung aufgestellt worden: Zuwachssteuer. Fahrplan der Straßenbahn. Landkreis Gießen. Heuch el heim, 3. April. Bei dem gestrigen Wettschreiben m Braunfels wurden alle Mitschreibende von dem hiesigen Stolze-Schreyschen Stenographenverein durch Preise ausgezeichnet. - Auch der hiesige Stenographen- verein G a b el s b er g e r, der sich an dem Wettschreiben in Nidda beteiligte, wurde mit Preisen bedacht. -- Garbenteich, 3. April. Nach langen Bemühungen ist hier ein Kaninchen- undGeflügelzuchtverein gegründet worden. Durch einen Vortrag dec Mitglieder Wlh. Schmelz. Vwoßen-Linden und Schrader-Leihgestern veranlaßt, schlossen " Mitglieder zusammen und traten zu gleicher Zeit dem Mitteldeutschen Kaninchen- und Geflügelzucht-Verband bei. Gewählt wurden als 1. Vorsitzender Karl Stein, 1. Schriftführer Wilh. Schmidt, 1. Kassier Peter Stumpf. v- ?rtl?JJeFb 0 V a- d. Lda., 3. April. Gestern tagte bie Hauptversammlung des Geflügelzuchtvereins Mendorf mVsL ™ ?rb kUm9ebun9 bei tzLstwirt E. Ranft hier! ^9’fiebern, die dem Verein zurzeit angehören, waren 2/ erschienen. Der Kassenbericht ließ erkennen, daß am Schlüsse dieses Veremsjahres ein ansehnlicher Betra« m der Kaste verblieben ist. Der bisherige Vorstand wurde wiederaewaylü Es sand eine Freiverlosung von 14 Sätzen (ä 10 Stuck) Bruteiern statt, die von Mitgliedern geliefert S?b^*\ ?Te ^binzucht treiben. Im Herbste gibt es eine Freiverlosung von Junggeflügel. Der Verein besitzt jetzt eine Zuchtstation, rebhuhnfarbiger Italiener, aus der Mit- 9^0c er Bruteier für 15 Psg. das Stück erhalten können und zwar biy .Ende Juni. Die Zuchtstation befindet sich bei Maurermeister y. Kas in Altendorf a. d. Lda. Am Sckstusse la^Besichtigung dieser Zuchtstation durch die Mitglieher statt. Die nächste Versammlung ist am 9. Juli in Mainzlar bei Gastwirt Dingel. Kr. Muschenheim, 2. Apcil. Hier veranstaltete Pfarrer Doering in der Ortsgruppe des Evangel. Bundes einen ,ra mi(ie na benb. Emgeleitet wurde die Feier durch einen pveist:mmigen Chor dec 1. Schulklasse. Hierauf eröffnete Psacrec Doering die Feier durch eine kurze Ansprache, in der er auf die Bedeutung des Evang. Bundes hinwieS. Im Mittelpunkte des Abends stand ein Vortrag des Generalsekretärs des Evangel. Bundes, PfarcecS Lio. Bräunling aus Halle. Ec schilderte die Lage des evangelischen Volkes und rotes auf die Notwendigkeit eines Zusammenschlusses aller Goangelischen hin. Besonders interessant war dec Vortrag deshalb, weil Pfarrer Lic. Bräunling aus der Fülle seiner reichen Erfahrung erzählte, war er doch selbst mehrere Jahre in Oesterreich tätig und verließ seinen dortigen Posten nur deshalb, weil er von den Behörden aus Oesterreich aug- gewiesen wurde. Vor und nach dem Vorträge trugen Schülerinnen der Oberklasse in schöner verständnisvoller Weise Gedichte aus Luthers Leben vor. Unter Leitung des Lehrers iunther trug die Oberklasse mehrere dreistimmige Chöre vor, ebenso sang der Gesangverein ,Liederkranz« mehrere Lieder. Zum Schluffe dankte Pfarrer Doering allen Er- chienenen und Mltwirkenden und forderte zum Beitritt in Öe? ^eCn n auf; blc ^ge war, daß die Mitgliederzahl auf 60 stieg. 0 ’ o ?-eÄ^(an eine§ neuen Lehrstuhles für 2 u ftschiff a h r t an unserer Lanbesuniversilät scheint der Marburger „Hess. Lanbesztg." sehr imponiert zu haben denn sie bruckie unseren langen Artikel über die Moberui- ierung Gießens wörtlich ab. Unsere Nachbaruniversität beucht aber nicht beunruhigt zu sein: Ter Plan wirb vorläufig nicht verwirklicht werben. Hauptgrunb ist die ^Möglichkeit, die starren und hatbstarren Systeme aus ben berfd^tebenen Wißensgebieten", wie es in bem Artikel in ber ^amsiags-Nummer hieß, alle in bem alten Kliniks nh?en- -vie §tabt Gießen will auch bavon nichts wißen, „bie geistige Ber assung ihrer Bewohner auf eine gesicherte Grunbtage zu stellen", ba sie an ein Em por chnellen ber wi> enschaftlichen Tiizivlinen" nirht und ihr Einspruchsrecht für Sn Sfutier Sutoul nur 50000 Mk nicht Wfgcben aber, wenn M a r b u r g mit n acb half in pt hu Unterstützung der „Hefs. Sanb"^““^ »Ä .. ES«®1- ihr Winterkleid, das all^dinos rasck ^L^^ wieder 3ic morgen abend seine § Zup t"» erf a m mtuna E t" M tine ’e[’r wichtige TagesordnLg"r-V ■,. - -v-Nauheim" erhält. Die „Bade- dlrektion fallt weg. Der an der Spitze des Bades stehende Beamte heißt jetzt „Badebirektor", entsprechend ber seither chon bestandenen Bezeichnung ,Furdirektor". Babedirek- kor und -siUrbirektor behalten ihren seither schon durch Verordnung und Dienstanweisung genau bestimmten getrenn- ten Geichastskreis bet. Beide zusammen bilden die „Großh ^5- und Kurverwaltung", zu deren Vorstand der Bade- utrertor Geh. Baurat Dr. Eser durch landesherrliches Dekret I ^wanut worden ist Es wird durch diese Aenderungen eine I größere Einheitlichkeit und Geschlossenheit der Bad^Nau- hetmer Verwaltung erreicht. « dostg ehil s i nnen. Bis auf weiteres werben weder AiM^cter wr ben höheren noch solche für den mittleren Dienst ° l L^^s-Po,werwalluna angenommen, weil der Bedarf luneit gebest ist Dagegen Jollen in Zukunft in ben nachgeorbneien WeamtenMen der kleineren Postämter toeibliche Personen als Gehilfinnen oder SchveibhUfen beschäftigt werden. Die Bewerberinnen müssen 16 Jahre glt, gesund und unbescholten Cllte an gemeßene Schulbildung — mindestens gute Volks- haben. Es sollen möglichst ortsangesessene Personen ttgungsorte^haben Dbcr ,oI^c' Familienanschluß am Beschäs- abgegangenen Truppen gelang es gestern nach der Einnahme von Tuzi mit der Garnison Schipchauik sich zu vereinigen. Tie Stellungen von Teschidscn und Plauinitza wurden gleichfalls von ben Truppen genommen Die Verschwörer zogen sich in das Gebirge zurück. Die Ueberschreitungen der Grenze nach, Montenegro dauern fort. Rettungen ber Spielzeit am kommenden Sonntaa wirb an diesem Tage der ganze F a u st n hrngewiesen. Es Am Nachmittag die erste Abtt^una P?°c6cn werden. Vorstellungen finden bei klonen Zreism H zweite. Die druckt ich darauf hlngewiesen, d^ß icheSorH^rim"? r l-et^tu,Ss abgeschloßcnes und sehenswertes^ttch etn werden aber sicher bei£ Lo^ellunh?n Viele Besucher imrd die fa|t 5/4Hünbiqe " auü wollen und diesen Dorftcttung willkommen fein. zwischen Mittag- und Abend- »r««ässa& s LL",MK..' 's.?;? «es, w&n ö's6?*'?* sä ss$ -- »««««. 8® Es ist also im ersten Vierteljahr 1911 ein Rückgang im verkehr gegen das Vorjahr um rund 10 000 Fuhr gaste und in der Einnahme um 2500 Mk. zu verzeichnen, doch ist der Verkehr erheblich günstiger als man bei der Rentabilitätsberechnung angenommen hat. Zu berücksichtigen ist dabei, daß der Wagenpark, mit den Anfang Mai eintreffenden zwei neuen Wagen von 12 auf 16 Wagen vermehrt Montag zu einer kurzen Besprechung zusammen" Roch vor! ber Zuschuß sein wird, den das Wiederzufammentritt ber Vollveriammlung nach Ostern erfordert, wird in einigen hurb ber Ausschuß den bis dahin von den Berichterstatternh t tSetcttt fertiggestellten Bericht feststellen. der dafür vorgefehene - _________- betrag von 28676 Mk. nicht erreicht werden wird. nn-noMiP.« ? ^briL Bei dem Sturmwind in ber ber- ?um9OT^S^Jr1mb?lkm ®etneinbertwxfb eine M e n g e B aum e, äum größten Teil mit dem Wurzelstock um gerissen die von f«hmanni>cher Sette auf ca. 100 Festmeter9becÄü ^Ln Kreis Büdingen. 5"uTTTfmnpUhprn<$ Heute fand in ber neuen der Volksschule unter bem Vorsitz des Schulrats TC Bezirkz-L-Hrerk°nser°nz ftatt£e6rer nän^m «'m I"8“ führte die vier obersten Jahr- ?inioe 'ch-nturn-n vor. Hieran schlossen sich noch Stern eJn «Lmeinsames Essen im Hotel k ibete öeu ^)luß der Konferenz. je^neetittifigeng »onr 3. Aprilst Der i-oumbe ik eine Geldstrafe v»n SSfflÄÄ'nt «taanim», und der Dienstz-nmn A. T. weg« nÄen"Bcsib"b-n^" mtbätt' fl“3 kür 2400 Mk. in tohblttkhiet-'' -SchabalsLegat. AnS London liirv vecicyiei. Als vor kurzem L>ic Charles Diltc- her mnn11 ^‘nmIcr 11 nb Politiker aus bem Leben schied erwartet tat d-stimmnng, der Verstorbene üblr ' Sammlmlgen, über bie U-MWMWW SttÄlÄS »ÄtitoiÄ» MMMUMM dem Vorsitz Amir Alis oeTiifhVt Dcr -lld> tn„ London unter fchriften. Nun hat auch d?r^lis^>^?^ßt.täglich neue Zu- dieses Unternehmens zum Ausdruck^e^^^^ '^.ne ^n!rfenS1ull0 ftoef eme Spende von 20 000 Mark iwerwüsen Am ” 23 f- her, ich bm es doch ich U, mb cm er ausrief: „Seht fotnt iid, s-hr b«rii6?t, tag »inber war." ' üaB oie ganze Geschichte nicht wahr Geh. Schrat ^Erns" HL'^.' sle n sch a f t Brückenbau an dec Technischen ; rriP °L ?ur ^^enbahn- uv. im Alter v°„ 67 Znhrm >g e st« I 'i- rr, N N t chwe i g , si v. . IWVIllUv V X- v -J . y L L L llu Lil L L I /q z-* z \ 1 u > ” * ö " 1 zusammen 1 636798 Fahrgäste, .^b. Verein); 2 Preis: R- Neumann, L. Petri (Verein); ______7 664.73 Mk. brachten. A Preis: H. Ohr (Verein), F. Kyritz (Gesellschaft). 180 Sil- Bei der Rentabilitätsberechnung für das Unternehmen, ^n: Preis: Gg. Krüger (Akad. Verein). 200 Silben: n n ft n « t i n n h p r q gr^-r ® «die in den Voranschlag für 1910 überging, hatte man für u^ib Ehrenpreis: Jul. Klippstein (Gesellschaft); 3. Preis: klärt? Ähtiftpr 3‘ rV Kammer er- die ersten 500 Betriebstage auf eine Benutzung ber Bahn Mur Meirich (Verein). 220 Silben: 1. Preis: Chr. Weller £ bes Innern auf bie Anfrage albanesi- durch 1250 000 Personen mit einer Gesamteinnahme 'von (Verein und Akad. Vereinigung). 240 Silben: 1. und Ehrender Abgeordneten, bau die Enßatzkolonnen von beiden 123000 Mk. gerechnet. Man nahm dabei ‘ ” 1 1 ' lvwölS* ° °— - - ■ ■ -- ? -- Jetten in tu» eingecuckt seien und die einaeschlossenen Einwohnerzahl von 31000 Seelen jede in de^^nioraus Skutari und Person im Durschschnitt jährlich 30 Fahrten macyen würde. 1-^"'^«"- -oerceiiung. u-er oiesfaynge Ueoergreifen des Auf- Das Ergebnis dagegen weist eine Benutzung von 38 Fahr- lmdet vom 1. bis 3. Juli in Gießen stätt. Maftnabmen ^grerung hahe^umfastende ten für Jahr und Einwohner nach. Es wui'den täglich im L Die Bade- und Kurverwaltung zu Bad- Snfrfip Ä Aufstandes getroffen. Durchschnitt 32733/ä Personen befördert. Nauheim. Aus den am 1. d. ORts. von dem Großherzog, bie $ e r u n a in ihrem G H e r ff r ?n^e'fantri't eine Vergleichung der Benutzungszahlen L^Senen Ernennungen ist zu ersehen, daß die seitherig? f o tmar b c iVfuVerTa r ?en b*p r ft ärfpnCt ^e'fur. btt§ Vterteßahr Januar-März 1910 und 1911. Danach Kürverwaltung künftig die Bezeichnung „Sabe-unb^ut ' m h LxJ?; Zua - J i-i, ^ergibt der Verkehr das folgende Bild: ^Verwaltung Bad ~ ^te Kampfebei Kastrat und Tuzi waren erbittert! Besordecte Verwuen " unb blutig. Die Freiwilligen und Soldaten wurden 1910 mehrere Male zurückgeworfen und konnten die Arnauten Jam,ar . . 9k 944 erst gestern vormittag verjagen und Tuzi wieder besetzen. Februar . . 86 975 An beiden Tagen erlitten die Soldaten einen Verlust '-Wära . . 91307 öon 50 Toten und zahlreiche Verwundete, auch | „ Zusammen 2 8 2^6 268 923 bie Freiwilligen hatten erhebliche Verluste. Die Arnauten sotten etwa 200 T01e unb Verwunbete verloren haben. Von Preveza sind zwei Kanonenboote zur Be- wachnng der Küsten nordwärts abgegangen. (Schülerverein am Gymnasium'), Wilh. Weller (Realgymn.); H- Fritsch (Verein); 3. Preis: Th. Bäubke, . , Arthur Pletsch, Karl Ritzert (Gesellschaft). 120 Silben: Aus ^ta0t lano Land. 1. Preis: W. Vogel, K. Scheer (Vereins Lina Brasch (Damen- Gießen, 4. April 1911. verein), Willi Bausch (Akad. Verein,, Schlehenbecker (Schüler- Don der Straßenbahn. verein Realgymn.); 2. Preis: H. Hauser, Karl Lanasdorf, H. Das Betriebsergebnis für die ersten 500 AMib (Verein), Herrn. Mäurer (Gesellschaft), O. Trapp Tage feit Eröffnung ber Straßenbahn, abschließend mit l^ulerverein Gymnasium^: 3. Preis: R. Fourier (Gym- dem 31. März d. I., liegt jetzt vor und stellt sich wie folgt: Silben: 3. Preis: Wilh. Gilbert (Verein). Befördert wurden seit 20. November 1909: grüne Linie Silben: 1. Preis: Aiidr. Reining (Verein), Aug. Wenzel 674 475, rote Linie 962303, zusammen 1636 798 Fahrgäste, Verein); 2. Preis: R. Neumann, L. Petri (Verein); die eine Einnahme von 157 664.75 Mk. brachten. Preis: H. Ohr (Verein), F. Kyritz (Gesellschaft). 180 Sil- Körperverletzung in eine Geldstrafe von 1 5 Mark ober 6 Tage Gefängnis verurteilt. Ter H. K., Sohn des Landwirts F. K. H. in Altwiedermus. wird wegen Jagdvergehens in eine Geldstrafe von 30 Mark oder 10 Taaen Gefängnis verurteilt. Zugleich wird auf Einziehung der beschlagnahmten Schlinge erkannt. Ter Tredjskr L E. auS Nordwalde, zurzeit hier in Untersuchungshaft, wird wegen Bettelns in eine Hast strafe von 3 Tagen verurteilt. Tic Sv K. Ehefrau M. geb. T. in Wolf, wird wegen Diebstahls zu fünf Tagen Gefängnis verurteilt. 4- Düdelsheim, 2. April. Heute fand im Simon- scheu Saale eine Abendunterhaltung des Volks- bildungsvereins statt. Die Veranstaltung war stark besucht. Orchestcrvorträge wechselten mit Gesanasvorträaen des gemischten Chors ab. Alles stand im Rahmen der Heimatslicbe. So auch das Theaterstück Heimkehr", ein Heimatjestspiel von Löscher. Hierin wurde geschildert, wie ein im Gebirgsdorf erwachsener Bauernsohn hinauskommt in die Welt und im Getriebe der Großstadt Heimat und Eltern vergißt, aber zum Schlüsse doch wieder für die väterliche Scholle gewonnen wird. Kreis Alsfeld. 1z. Vadenrod, 3. April. Seit einigen Wochen sind die Arbeiten an unserec neuen Wasserleitung eifrig im ange. Die Quelle wurde im vorigen Jahre gefaßt, sic liegt m nördlicher Richtung von unserem Dorfe. Das Re- ucüoic wird an die Straße nach Wallenrod zu liegen tommcn. AuSgeführt wird die Arbeit durch die Firma Hordt in Lauterbach, die dabei meistens Arbeiter a»iS hiesiger Gegend beschäftigt. Größere Schwierigkeiten werden dem raschen Fortkommen der Arbeiten bereitet durch den basaltenen Unter- gründ. Rian hofft, daß bis Pfingsten das neue Werk dem Betriebe übergeben werden kann. Kreis Lauterbach. lz. Lauterbach, 3. April. An das hiesige Kreisamt haben die Gemeindeeinnehmer des Kreises eine Ein- g a b e gerichtet, in welcher sie um eine Verfügung bitten, die die Gemeinden verpflichtet, feuer» und diebessichere K a s s e n s ch r ä n t e anzuschaffen. Begründet ist das Gesuch mit dem Hinweis darauf, daß in der letzten Zeit wiederholt Einbruchsdiebstähle bei öffentlichen Kassen — auch auf dem Lande — vcrgekommen sind und daß die Behältnisse, in denen die Bestände der Gemeindekassen ausbewahrt werden, im allgemeinen leicht zu öffnen sind. Auch auf die Feuer- mrd Blitzgefahr wurde hingewiesen. Das Kreisamt hat nunmehr den Gemeinden von dem Gesucl) Mitteilung gemacht und sie angewiesen, dem Ersuchen der Gemeinderechner stattzugeben, wo dies bis jetzt noch nicht geschehen ist. 4- Engelrod, 3. April. Die Wahl des Posthalters und Gastwirts Heinrich Schaaf I. zum Bürgermeister unserer Gemeinde wurde in der Krcisausschußsitzung am Samstag für gültig erklärt. Tie unterlegene Partei des seitherigen Bürger- mcisters hatte Berufung verfolgt, da angeblich von der Partei Schaaf Wähler durch Gcschcnle beeinflußt worden seien. In der ^rcisausschußsitzung hoben jedoch sämtlich von der unterlegenen Partei aufgebrachten Zeugen versagt. Krets Frtcoverg. L. Friedberg, aptu. xsui allen Gewerbeschulgebäude über den städt. Pfcrdestülien ist heute früh die Ausstellung von Schüler ar beiten und Modellen eröffnet worden. Tie Ausstellung bietet recht ante Leistungen unjerer hiesigen Gewerbeschuler und kann bis zum 17. d. M. besichtigt werden. h. Fauerbach v. d. H., 3. April. Einem hiesigen Landwirte sind innerhalb eines halben Jahres 2 Pferde krepiert. Das erste Mal war s ein Fohlen, jetzt eine Stute, die bei der Geburt eines Fohlens zu Grunde ging. Der Besitzer ist nicht versichert. Es soll drum wieder die alte Mahnung neu ertönen: Versichert euer Vieh! — Hier fängt man jetzt wieder an Mäuse zu vergiften, und Bahnhofstraße 54. (02680) Bahnhofstraße 54. Heute zum letzten Male oder: Der Einbrecher, Melodrama, gespielt und getanzt von Charlotte Wiehe vom Berliner Opernhaus. Charlotte Wiehe gastierte vor einigen Jahren am Gießener Ttadttheater mit größtem Erfolge. Außerdem das neue großartige Programm. Gewöhnliche Preise. Gewöhnliche Preise. Vorstellungen von 3 Uhr nachm. bis 11 Uhr abends. Giessener Eesehalle-Verein. Mittwoch den 5. April 1911, abends 8*/4 Uhr, Ordentliche Mitgliederversammlung im Hotel Schütz. Tages-Ordnung: 1. Geschäftsbericht über das abgelaufene Vereinsjahr 2. Neuwahl des Vorstandes 3. Verschiedenes. v”/8 Um zahlreiches Erscheinen bittet _________________________Der Vorstand. Institut Boltz 7/isitentiarten Schnell, sicher. Pr. frei. ßrühl'schc Oetr^Dnickcrcb es sind ihrer nicht zu wenig vom Herbst übrig geblieben. Ta man mit dem Mäusebazillus keine guten Erfolge hatte, soll es mit vergiftetem Weizen probiert werden. — Durch die Wärme der letzten paar schönen Tage sind die Knospen der Obslbäumc hier und in der Umgebung aufgeplatzt. Hoffentlich kommen keine schweren Fröste mehr, fowft sind die Obstaussichten schlecht. △ Steinheim, 3. April. Ein Unfall ereignete sich beim Soldatenspielen der Schuljugend. Ein 13iähriger Knabe stieß einem 11jährigen mit der Lanze ins Gesicht und traf das Auge. Zum Glück war die Lanze ziemlich stumpf. Startenburg und rttheintztjjcn. ■m. Offenbach, 4. April. (Priv.-Tel.) Hier wurden zwei Zigeuner namens Melbach verhaftet, die an einer gestern in Frankfurt vorgesallcnen blutigen Schlägerei sich beteiligt halten, sowie zwei ehemalige Fürsorgezöglinge namens Gunkel und Eppert, die in der Stadl zahlreiche Fahrraddiebstähle ausgeführt hallen. Hessen-Nassau. X. Hanau, 4. April. Der Händler Weidling aus Büdingen schloß mit einem Fechenheimer Geschäftsmann einen Vertrag wegen Lieferung von Kelteräpfcln ab und ließ sich auf den Fuhrlohn 50 Mt. Vorschuß geben. Ta er die Aepsel nicht lieferte, wurde er wegen Betrugs ange klagt. Ta er schon 16 mal vorbestraft war, erhielt er U/4 Jahre Zuchthaus. Heute früh hat er sich im hiesigen Amtsgerichtsgefängnis an seinen Hosenträgern erhängt._________________________________________ Die Eichener Raihaussrage. Gießen, 4. April. Der Bürg erverein hatte aus gestern abend eine allgemeine Bürgerversammlung einberufen, in der die Verlegung der st ä d t i s ch e n A e m t e r in das alte Kliniksgebäude besprochen wurde. Die unter der Leitung des Lehrers Bal. Müller tagende Versammlung war leider nur sehr schwach besucht und unter den Anwesenden überwogen die Gegner des Verlegungsprojetts. Sie führten dagegen die Lage der alten Minik ins Feld, die von dem geschäftlichen Mittelpunkt der Stadt zu weit entfernt sei, den schlechten Zustand des Miniksgebäudes, das seiner ganzen Bauart noti) ungeeignet sei, als würdiges Rathaus zu dienen und dessen Umbau für diesen Zweck viel zu teuer komme. In diesem Sinne sprachen sich Fabrikant Roll, Hoslieserant Brück, Apotheker Sch wieder, Schreinermeister Beil, ^britant I n d e r t h a l, Gastwirt I a s k o w s t y, Architekt N i k o l a u s u. a. mehr aus. Von verschiedenen Rednern wurde einem Flügelanbau an das jetzige Bürgermeistereigcbäude an Stelle des Ortsgerichts- jlügels das Wort geredet, der so eingerichtet werden könne, daß er den Anfang eines monumentalen Rathausbaues aus dem Platz des fetzigen Bürgermeistereigebäudes bilden würde. Auch der Platz, auf dem jetzt die Gasfabrik steht, wurde für einen spateren Ratpausneuban genannt. Fabrikant Sb o r ft, der die Besprechung eröffnete, glaubt, der jetzige Mißstand, daß die städtischen Aemier in verjchiedenen Gebäuden z. T. recht weit voneinander untergebracht sind, könne durch eine Verlegung in das nicht ungünstig zum Stadtmittelpuntt liegende alte Kliniksgcbäude für die nächste Zeit beseitigt lverden, nur müsse die Umbausumme nach oben beschränkt werden. Journalist W o h l m u t h stand auf dem Standpunkt, daß die Stadtverordnetenversammlung auf Grund des ihr vorliegenden Materials wohl zu einem für die Stadt und die Bürgerschaft befriedigenden Beschluß kommen werde. Stadtv. Plank bekam auf seine Fragen, was aus der alten Klinik werden solle, wenn man das Rathaus nicht hin verlege, unb ob die Bürgerschaft im Falle des Baues eines neuen großen Rathauses 20—30 Proz. Gemeindesteuern mehr bezahlen wolle, aus der Versammlung die Antwort, daß man das Gelände parzellieren solle, wodurch die ve.t der Stadt für den Ankauf des KlinikSgebäudes aufgemcnbctc Summe sicher eingenen werde Ein Antrag, eine Petition gegen die Verwendung des üliniksgebätldes als Rathaus bei der Bürgerschaft in Umlauf zu setzen, wurde als nicht den Zielen des Bürgervereins, der objektiv sein will, entsprechend bezeichnet und soll privater Initiative überlassen bleiben 2agegen sand ein Antrag deS Installateurs Rödiger Annahme, die Angelegenbeit in einer weiteren Bürgerversammlung nochmals zu verhandeln unb hierfür einen oder zwei Berichterstatter zu bestellen. Wie der Vorsitzende mitlcUt, soll dies in Verbindung mit einer Besprechung über hiesige Verkehrssragen erfolgen. Hoflieferant Brück regte noch an, in einer Versammlung Stellung zur Frankfurter Universitätsfrage zu nein''___________________ c „Lorraine Sportive". ~ Metz, 3. April. In dem Prozeß gegen sic Mitglieder der „Lorraine Sportive" begannen beute vormittag die Plädoyers, die wegen eines Nervenchocs des StaatsanwaltschastSrat ' Riclrcrt aus zwei Stunden unterbrochen werden munten. — Der Staatsanwalt beantragte gegen ben Vorsitzenden ber Vereinigung Samain drei Monate, gegen den am meisten belasteten und schwer vorbcsllasten Angeklagten Schneider acht Monate, gegen einen weiteren ’i'iiiqc.iagtcn ic. v3od;en Gciängnis, sowie gegen die übrigen sechs Angeklagten Haftstrafen von drei bis vierzehn Tagen. — Das Urteil m morgen za erwarten. Verlauf der Witterung feit gellem früh: Aus ber Rückseite deS nach Rußland abziehenden Tieis ist die Teinveratur stark gefüllten. lieber nacht sind Schneebälle medergegangen, die in den Mittelgebirgen bet 5 — 8 Grad Ställe eine leichte Schneedecke gebildet haben. Ta uou Rordwesieuropa da« Hochdruckgebiet lang- iain vordringt, heitert das Wetter auf und Die Temperaturen werden wieder langsam steigen. Heute nacht sind zunächst noch empsindliche Fröste zu erwarten. Welteranssichten in Hessen am Mittwoch dem 5. April 1911 : Meist heiler und trocken, allenthalben Nachtfröste, am Tage wieder etwas wärmer, östliche Winde. Letzte Nachrichten. Aus der Hessischen Zweiten Kummer. R. B. Darmstadt, 4. April. 2te Zweite Kammer begann heute über die von der Ersten Kammer beschlossenen Abänderungen an den drei Gesetzentwürfen über die Wahlrechts Vorlage zu verhandeln. Nachdem Staatsminister Ewald bic besonnene Haltung der Ersten Kammer hervorgehoben hatte, gibt Abg. G l ä s s i n g Erläuterungen der früheren Wahlrechtsverhand- lungen und empfiehlt die Annahme des Ausschußbeschlusses. Abg. Fulda legt den ablehnenden Standpunkt der Sozialdemokraten dar. w Paris, 4. April. Aus Tanger wird gerüchtweise gemeldet, daß die dem Sultan feindlichen Parteien btc Häuptlinge der Benimeter davon verständigt hätten, sie würden ihnen die Tore von Fez öffnen, um ihnen Gelegenheit zur Gefangennahme des Sultans zu aebeit. Weiter wird aus langer berichtet, in Fez ici Mulch Jcunael zum Sultan ausgerufen worden. Der Regierung ist noch leine amtliche Nachricht über diese An gelegenheil zugegangen. Paris, 4. April. Wie ein Berichterstatter meldet, wird mit Rücksicht aus die Erregung, die in der muselmanischen Well durch die marokkanischen Ereignisse herrscht, der Präsident der Republik die geplante Reise nach Tunis aut geben. Emser Wasser - . ;,l. April d. u., uamni. 2 Uhr, werden auf der Mittetstmüble bei Alten-Bufcck versteigert: 1 Leitspindeldrepbank für Äraft- betrieb mit Deckenvorgelege 260 425/1000, 1 Lettspindeldrehbank, Spttzenhübe 175 mm, Drehlange 1000 mm, 1 Metalldrehbanl, zwei SchncUbohrmaschinen für Locher bis 12 mm und 25 mm, 1 Parallelmaschinen-Schraubstock, 1 Zentrierfutter 192 mm mit 2 Satz Backen, 1 Ualtsäge. !02UW Geißler, Gerichtsvollzieher Mittwoch den 5. April d. I., nachm. 2 Ubr, werden m dem Bteckerschen Saale, Neustadt 55, verlieigert: 1.1 Som, 1 Pianino, 1 Vertiko, 1 Nähmaschine, 10 Herrenüber- aicbcr, Möbel aller Arten, dreifig Hühner u. v. a. II. eine Partie Filzhüte unb Mützen. oswi Veritcigerung unter II bestimmt. Geißler, Gerichtsvollzieher. 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