Die heutige Nummer umfahr 18 Seilen. monatlich 75^ßL, medtf- politische Wochenschau. Gießen, 1. März. Die Erblichkeit in der Schrift (Merabe in dem Zeitpunkte, wo man sozusagen dem Verluste der .^anM'dTTtit, herbeigeführt durch die Sdneibmaschiue, entgegen - sehen kann, beschäftigt man sich um so intensiver nut Lbaraitcr und Temperament, die in der Schrift zum Ausdruck kommen. In der letzten Nummer der ^ranlfurtcr „Umidjau" ift das Xlycnia ..Handschriften und Hanbschriftcn-Vcrerbung" von Geheimrat H. Bens belwnbelt. Der Verfasser steht da wohl aut dem etanö airntte, das; unsere Schriftzuge Beweisproben des Temper a; ment «3, nicht alter des Charakters seien, in zweck er Laue erst rönne man Schlüsse auf Charaktereigenschasten des edyreiberd rnadren, die aber oft nnth viel »u gewagt erscheinen. Jntcrepant smd nun die Beobachtungen, die der Verfasser über dte Verderb u u g s m ö g l ich k e i t der Handschriften gemacht hat. Cer sagt darüber n. a.: ,,Zch will cnvähitcn, daß nady meiner Eryahiwng zum Bet' spiel die Handsduift eines Vaters nicht allein auf Löhne, vonbern auch ans Töchter übergehen kann'. Dabei erklärt sich auch wohl das sogenannte „Männliche" in der Handschrist manayer 5rau • ^stas sich nicht vererben läßt, ist nur das Schreibut ,#ait Nch . ?sber Temperamente sind uns angeboren, folglich sind ne auch erblich Stehen Schüler der unteren Klassen unter einem strengen Schreiblehrer, und weist dieser lvährettd des Unterrrichtes tm Schönschreiben die Temperamente seiner SckÄler durch individuelle Behandlung so ziemlich aut ein ausgleichendes Niveau zu bringen, so erleben mir oft das überraschende Ergebnis, dast die Handschristen, glcidre Fingerfertigkeit der Schreiber vorausgesetzt, untcT sich Aehnlichkeiteii aufweisen. Die Handschriften entbehren eben noch des Charaftcristischcn: die Aehnlid^keitcu vermindertt sich icdodt mit bei- Zeit, ic mehr das angeborene Temperament beim einzelnen zunt Durchbruch und Ausleben gelangt. Da also Tem- peräm eitle crblid) sind, so ist auch der Einflust auf unser ganzes körperliches Gebaren, also auch auf die Tätigkeit unserer Hand- und Fingermuskeln erblich. Mit einem Worte: das Charakte- ristisdte, 'das sich in Handschriften vorfindet, must daher als Begteiterscheiming des Temperaments mit diesem erblich sein. 3um Schlüsse möchte ich nod) daraus aufmerksam machen, datz untere Handschrift auch noch davon abhängt, wie wir die Feder zu führen befähigt sind. Wir sprechen von flüssiger oder schwer-- fälliger Handschrift. Tenn zum Schreiben hat die Mutter Natur dem einen ein gelenkigeres Fmgcrmusfclwerk und unempfindlichere örtliche Nerven usw. als dem anderen gegeben: dem einen fällt es von Haus aus leichter als dem anderen, den Federhalter geschickt und bequem zu führen. Und alles dieses im Körper schlummernde Rüstzeug, dessen Intatigkeitfetzen gleichfalls auf den Charakter einer Handschrift ab färbt, ist nicht minder Erbgut von Aus Ikficit. Darmstadt, 3. März. Zu der Streitsache des Geh. Rq.ts Prof. Dr. W a g n c r - Darmstadt und Pros, v- Sox- 1 c 11) - München ist zu beridsten, dast die Angelegenheit einen recht erheblichen Umfang annimmt. Der Untersnchungs-- lichter, Landgerichtsrat Reust, in dessen Händen die Vor nntersuchnng gegen Prof v. Soxleth wegen Beleidigung des Geh. Rats Wagner liegt, hat s ich, für einige Zeit nach München begeben, um dort nähere Ermittelungen anzu stellen und Zeugenvernehniungen abznhalten. Das srag-- liche Verfahren ist bekanntlich durch einen vom Geh. Rat Wagner gestellten Strafantrag gegen Prof. v. Soxleth per anlaßt worden: es wird von Amtswegen durch die hiesige Staatsanwaltschaft gefiihrt. den Eltern und Vorfahren her, als das Temperament. Man kann also verstehen, wie es komnck, daß Handschriften. sich vererben." — Ter „R o senka v al ie r" in Mailand. Bei ber italienischen Uraufführung des „Rosenlavalier" in der Skala wurde der erste Akt mit großem Beifall aufgenommen, bodi wurde and) vereinzeltes Zisd»en hörbar. Nach dem Mecken Auszug überwog aber das Mißfallen, und von den Galerien wurdeii Tauiende von Zetteln mit einem Erlaß der Futuristen ins Parterre geworfen, die auf diese Weise gegen Strauß als Komponisten protestierten. Tie erste Hälfte des dritten Aktes wurde bur d) Gebrüll stellenweife direkt unterbrochen, aber das Terzett fand einstimmigen Beifall, und so besserte sid) das Schicksal des Werks schließlich noch. Nach dem Fallen des Vorhanges wurde Strauß fast ohne Widerspruch wiederholt gerufen. Die Morgcnblätter veröffentlichen vorwiegend unfreunb- ltche Rezenftoneti. — Eifenbahnen in M o nt-B l a nc-H v h e. aac hodutc Eisenbahnlinie in der Welt besitzt nad) einer Znsammenstelluna, bic sid) in ber Zeitung deS Vereins deutscher Eisenbahnverwaft tintgen findet, die Antofagasta- und Bolivifche Eifenbahngesellfdiack. Von Antofagasta steigt die Hauptlinie dieser Bahn stetig auf eine Länge von 300 Kilometer und erreicht dadurch bei Aseotin eine Höhe von 3905 Meter. Auf viele Meilen läuft die Bahn in einer Seehöhe 3660 Meter hin. Tic ganze Strecke von Antofagasta an der Küste von Chile bis Oruro in Bolivien ist 924 Kilometer lang: obgleich sie eine Spurweite von nur 76 Zentimeter bat, verkehren doch auf ihr fogar Schlafwagen. Tiefe Hauptlinie ist aber noch nicht die höchste Strecke des Netzes. Von ihr zweigt bei Ollague (Oyaguc) eine Bahn nach Collahuaft ab, beren Gleise eine Höhe von 4820 Meter über dem Meeresspiegel erreichen. Durch eine untere Zweigbahn von Rio Mulato nad: Potosi, eine Meterspurbahn, die im Bau begriffen ift, wird aud) bic letztgenannte Bahn voraussichtlich noch übertroffen werden. Man erwartet, daß hier die Höhe von 4880 Meter erreicht oder gar nod) überschritten werden wird. Tie nächsthöchste Bahn zu sein, darf wohl bic Oropa-Eisenbakm in Peru für sich in Anspruch nehmen Sic erhebt sich bis zu einer Höhe von 4750 Metern. Tonn folgt die Peruanische Südbahn, die bei Porte; dcl Crnzera eine Höhe von 4473 Meter erreicht. Auf der Argentinisch- Chilenischen Transandenbabn beträgt die größte erreicht^ Höhe 3200 Meter, immerhin noch eine recht außcrgewöhnlichc Höhen- läge für eine Eisenbahn. __ — „Ufona". Was bedeutet dieses rätselhafte Wort? Es ist eine "neu: Erfindung der Amerikaner. Sie haben die Entdeckung gemacht, daß die Bürger der Bereinigten Staaten keine gcsetzcs und des Gesetzes gegen die Lelyrtuttgfeit berOrdens Mitglieder mehr Duldung walten lassen, als den Radikalen, bereit Führer wieder eine größere Rolle spielen wollten, lieb war Die Erneuerung des Kabinetts an Haupt und Gliedern steht denn nun auch ganz im Zeichen des radikalen Drängens Wir haben Monis', des neuen Ministerpräsidenten, Programm wie die andern Zeitungen kurz mit geteilt. Die staatlichen Eisenbahnarbeiter erhalten das ' Recht" auf Ausstand, und die Privatgesellschaften sollen dementsprechend gleichfalls zur Unterordnung unter den Willen der sozialdemokratisch geschaukelten Ma,sen genötigt werden. Natürlich haben die vatikanischen Wünsche unter Monis und seinen Kollegen, die zum größten Teil aus dem äußersten Links geholt morden sind, nichts „gerade Gutes zu erwarten. Was aber das Treiben der franzchismen „Genossen" von unseren deutschen Internationalen so völlig unterscheidet, ist, daß in der auswärtigen Politik unter den neuen Ministern keineswegs die Friedensuebel aufsteigcn werden. Eher könnte man das Gegenteil denken kommt doch TelcassS wieder ans Iftuber, der Kriegstreiber von 1905, her später geständig war, auf die völlige Isolierung Teutjchlands lftngearbeitet zu haben und der unter den krieg-'Wetterwolken des 17. Juni 1905 von seinen ängst kicheren Kollegen im Ministerium Rouvier vor der Ent scheiditng doch int Stich gelassen worden war. Er llftomnif heute nur" das Marineministerium, in dessen Betrieb erlich seit seinem Abschied mit besonderer Liebe eiligen r bei t ei haben soll, und das zeigt, das; die Franzosen, trotz ber kühnen Sprache ihrer Zeitungen bei den letzten Auseinander jetzungen über bic Frcmdenlegionäre, die Achtung vor dem an Menschenzahl so weit überlegenen deutschen Nachbar noch nicht verlernt haben. Aber trotz des innerpoliinchcii Durcheinanders, das fetzt wieder eintritt, bewahrt man in der auswärtigen Politik Konsequenz. Der neue Minister das AuSivärtigen, Cruppi, ein guter Jurist nut Volks wirtschaftlichen Kenntnissen, hat verkünden lassen, es werde bet dem fetzigen Kurs und den alten Freundschaften bleiben Die ganze Art aber schon, wie der Ministerpräsident Monis, ein 65sübriger Senator, Weinbergbesitzer und Advokat, der unter Waldeck-Rousseau 1899 schon einmal Justizmmister gewesen ist, über die Besetzung des Postens über dem Aus markigen verhandelt hat, zeigt, daß Delcasse den enftcheiben- den Einfluß haben wird. Daß nicht gerade cm »rried-enskurs gesteuert wird, geht au chdaraus hervor, daß Telca'se planen fall für Frankreich 22 Dreadnoughts mit den notigen andern Schlachtfchissen bis zum Jahre 1920 fertigzustellen. Es tragt sich, ob Deutschland den kommenden Dingen ängstlich entgegenfehen soll. Wir glauben nicht. England und Rußland sind „dringend" beschäftigt, Deutschland, das den österreichischen Bundcsgcnosscn fester an sich gekettet Hai denii je und auch mit Rußland wieder ins Reine gekommen zu sein scheint, braucht ferne Umklammerung zu furchten. >?err v. kiderlen-Wächter wird zudem aus der Erfahruiig der letzteti Jahre seine Schlüsse gezogen haben. Umichmcichc lung tuts bei den eitlen Galliern nicht, erzeugt nur, wie 1905, den Glauben an deutsche Unsicherheit. Wir haben augenblicklich fernen Anlaß, das Vcrsölmungssct ,o sehn süchtig herbeizuwünschen. Fcstigfcit und ruhige -Stetigkeit müsseii Frankreich au chseruer gezeigt werden, Unb -bor sicht, Umsicht, auch ein wenig Mißtrauen, denn Telcaffi- ist erfahren, kühn und verschlagen, und seine Wege mnnen gleich von Anbeginn überwacht werden. Tie hessische Zweite Kammer ist bei der Beratung des Voranschlages für 1911, und ungünstige Finanzgemalde machen die Runde. ES ist sogar der Vcrzweiflung.'vlan ausgetaucht, zwei Ministerstcllcn fortan zu stretchen: laute und ungestüme Ruse, dcucn in der Regel dann doch teilte Taten folgen. Wir werden wohl auch sonst (eine immer wiegenden Verwaltungsnmu alzungcn bekommen. Eine Sorge hat sich den hessischen Parlamentariern fest ms Her-, genistet: bic Sorge um unsere EiscnlmhngcmeimMaft nm Preußen. Sind wir damals über den Löffel barbier, worden? Das ist nud) in diesen Tagen wieder die 6rage gewesen. Tic alte Klage wird immer lauter, das; bic heilt scheu Bahnstrecken seit dem hessisch-preußischen Zusammen arbeiten mit bem Güterverkehr zwar immer starker belastet worden seien, daß wir aber am Reinertrag noch mit den alten Teilziffern beteiligt werben. Zweifellos jyint du augenblickliche Geldklemme, in ber der hessische ^taat sich befindet, nachdrücklicher auf io trübsimuge Anwandl,mgen (jx gibt in dieser Frage ein Für und Wider, und irn yrcugt- fchen Abgeordiictcnhaus hoben die hessischen Klagen bereits das erwartete Echo gefimbcu. Ter lonscrvative Herr .Hon Papvenheim hat bi' hessische Begehrlich!eil getadelt und die Vorzüge gepriesen, die aus ben hessischen Bahnen gegenüber ben früheren Zuitäudeu ins Auge sielen. Auch ber Esten bakinminister v. Brettenbach, der betanutlid) als Tircltions Präsident in Mainz den Anschluß an Preußen ins '4berf geleitet hat, machte crmunlernte Zurusc. Es hilft aber uiditd; die Tarmftädter werden ihre Skrupel und Zweifel nicht los: Zentrum, Fortschritt und ialbeniotcattc drangen fetzt auf chic Revision des Gemeiuschafksvcrtrogs, und "als ber Wormser imtionallibcrnlc Abgeorbncte Kahler autoritative Vorlagen für eine Prüfung ber ganze,t Frage verlangte, änberte ber Zentrumsabge.ordnete Riolthou >,tm ter eise einer gemeinschaftlich wirksamen Aktion" feinen Eintrag in biefeni Sinuc um. Staatsminister Ewald will bei: Kammer erst später, bei ber Beratung dieser Anträge, aussührlich Rede stehen. So erscheint also in verschleierten Umrissen bas ziemlich unvermeidliche Znlunftsbilb, baß ber hessiflhe Löwe wieber einmal einen Bittgang zum preus;ft scheu Adler macht und aller Voraussicht nach absdstägig beichic.ben wirb, wenn ihii nicht allenfalls bic Tröstugg erquidt, baß manche Wünsche „tunlichst berücksichtigt" wer den sollem Tas steht allerdings schon im Gcmeinlchafts vertrag. Verbriefte Rechte bringen wir leider nicht, sondern, bei dem in Aussicht stehenden Bittgang, nur ;Hrd)tc, „die mit uns geboren sind". Von denen ist aber bchmntiid, leider nie btc Frage . Es ist aber zweifellos cm allgemeines Bedürfnis geworden, daß unsere hessische Re gierung eine ausführliche Denkschrift über bic Streitfrage yerausgibt. Am nächsten Freitag finbet int Reichstagswahlkreis Gießen Grünbcrg-Nidba die Ersatzwahl für beu verstorbenen Der französische Ministerpräsident Briand, her die von bett radikalen Umstürzlern drohenden Gefahren beim letzten Eisendabnausstanb siegreich abgewehrt und auf der nut nor unverantwortlichen Streichen seiner früheren. Partei- .genossen einen leichten Rückhalt frei >en rechts stehenden 'Parteien gesucht hatte, ist nun doch gestürzt worden. Das .Mißtrauen ter äußersten Linken hat ihn verfolgt und bei ber Wicberauftollung der kulturkampffraste ilym bic Fallgrube 'bereitet. Brianb hatte bei ber Durchführung des Vereins Gesetzes gegen die Lelyrtätigkeit derOrdens Duldung walten lassen, als ben Radikalen, Abgeordneten sshl-r statt. 2ie (Erregung wächst; alle vier beteiligten Parteien machen die äußersten .inftringungen. Als ber kanbidat ter wirtschaftlichen Vereinigung, Tu Werner, am Tonnerstag aud) in ber O l d e n b u r ,/D a r m ft a b t" und „9t o» land" des Norddeu tschen Lloyds sind kürzlich in .Konstantinopel eingetroffen. Der türkische Marineminister äußerte sich, so wird aus Bremen gemeldet, bei der Besichtigung der Schiffe äußerst anerkennend über ihren Zustand und sprach den Wunsch aus, als Instrukteure für die türkische Besatzung einige Kapitäne und Offiziere des Norddeutschen Lloyds engagieren zu dürfen. Dre Direktion des Norddeutschen Lloyds stimmte dementsprechend zu. Es traten ein Kapitän, ein erster Offizier und zwei Maschinisten zunächst für ein halbes Jahr in türkische Dienste. Die Schiffe sollen, wie verlautet, demnächst als Truppentransportschiffe nach dem fernen Verwendung finden. Die Blätter melden aus Immen stabt: Am Freitag hielten die sozialdemokratischen Vertrauensmänner des Wahlkreises Kempten-Immen st adt mit Vertretern des Lanbesvorstanbes der Partei eine Konferenz ab, in der beschlossen wurde, in der Stichwahl am 7. März für den nationalliberalen Kandidaten zu stimmen. Dieser hat sich verpflichtet, gegen lebe Verschlechterung des Reichstagswahlrechts, gegen jeden Angriff auf das .Kvalitionsrecht, gegen jebes Ausnahmegesetz und gegen jede Einschränkung der Selbstverwaltung bei der Sozialgesetzgebung sich zur Wehr zu setzen. Aus Freising wivo gemehrt: Prälat Dr. v Doller ist am Freitag mittag 1 - gestorben Der Freifinger Prälat und Lyzialrettor Jr Balthasar v Daller war ein bekannter Zentrumspolitiker Er gehörte seit 1871 ununterbrochen der bayerischen Abgeorbnetenkammer an. Bon 1899—1904 war er Vorsitzender des Finanzausschusses der Kammer, seit 1893 betraute ihn bie Abgeorbnetenkammer mit dem Amte ihres Kommissars zur Staatsschulden- ldnrmisfion, seit 1905 war er Vorsitzender des Wahlprü- sungsausfchusses. Ganz besonderen Einfluß aber übte er als Borsitzender der Zentrumsfraktion aus Ausland. ArtS Ofen pest kommt die bemerkenswerte Nachricht: Im Laufe der Delegationssession sind bis jetzt 50 Prozent der aus Wien eingetro ffenen Delegierten und Regierungsvertreter an Influenza erkrankt. Der schweizerische Bundes rat beschloß, bei den Großmächten zu sondieren, ob sie bereit seien, auf einer internationalen Konferenz die Frage der Kalender-Reform bezw. der Fesffetzung des Ostertermins auf einen bestimmten Tag zu diskutieren. Der Bundesrat ist durch wiederholte Dorstellungen der schweizerischen Handelskreise zu diesem Schritt veranlaßt worden. Die infolge der Katastrophe des Unterseebootes „Pluviose" in Frankreich angeordneten Rettungsmaßnahmen für Unterseeboote sind, so wird aus Paris gemeldet, nunmehr übevall durchgeführt. Sämtliche Unterfeeboote sind mit Ringen zur Befestigung der Trossen versehen und die Häfen mit allen $irr Hebung der Unterseeboote erforderlichen Materialien ausgerüstet worden. Ueberall wurden bereits diesbezügliche Hebungen vorgerwmmen, und die Taucher waren imstande, in 10 bis 15 Minuten die Trossen zu befestigen. Aus Tanger wird gemeldet, daß der Hpai Aina und Mtir-Stamw sich dem angeblich durch unerträglichen Steuerdruck verursachten Aufstand der Scher arda an- geschlvssen haben. Man befürchtet, daß die Lage sich sehr ernst gestalten könne, als auch unter den 3aer5 und Zemmurs, unter denen bereits feit Mehreren Monaten eine große Gärung herrsche, eine Erhebung drohe. Die Streitkräfte des Sultans, bie am Freitag gegen die Aufständischen marschieren wollen, bestehen aus fünf Infanterie- und drei Kavallerie-Tabors, fonrie zwei Batterien. Wie mehrere in Newyork eingegangene Meldungen besage», sind in Managua 45 Personen wegen Teilnahme an einer Verschwörung gegen die Regierung zu-m Tode verurteilt worden, unter ihnen angeblich ein deutscher Arzt, Der Gesandte von Nicaragua bezeichnet diese Meldung als unrichtig. Aus Washington wird gemeldet: Der Senat hat die erste Rate des Flottenbauprogramms für das Jtchr 1912 in Höhe von 2i/2 Millionen Dollars angenommen, ferner die Vorlage, durch bie 3 Millionen Dollars für die Befestigung des Panamakanals gefordert werde». Aus Statt unb Land. Gießen, 4. März 1911. ** Tageskalender. Stabttheater. Samstag abend 8 Uhr Faust, 1. Tl., 1. Abend; Sonntag abend 71/- Uhr Faust, 1. Tl., 2. Abend. 2' Konzertverein. Dritter Kammermusikabend. Sonntag, 51/« Uhr nachmittags, in der neue Aula. Kinematog rapb: Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorstellung. Wahlversammlungen: Fortschrittliche Volks- varter: Samstag abend 81/» Uhr im Cafe Leib. Redner- Reichstagsabgeordneter K o p s ch - Berlin. Sozialdemolra- tische Partei: Sonntag nachmittag '/»2 Uhr im Cafe Leib- Reichstagsabg. Dr. David-Mamz. Kandidatur Dr Werner: Sonntag nachmittag 3V- Uhr in Steins Garten. Redner: bie Reichstagsabg. Liebermann von Sonnenberg und Lattmann. u l a g e n m u s i k am Sonntag, 5. März, vorm. IP/, Uhr, tn der Sud-Anlage. 1. Ouvertüre zur Over „Stradella"' von Fr. v. Flotow; 2. Paraphrase über ,Honn swet Hom" von W. Nehl; 3. Musikalische Täuschungen? Potpourri von A. Schreiner; 4. Per aspera ad astra, Marsch von W. Urbach. ** Deutscher Hochschultag Auf Einladung verschiedener interessierter Vereine und Verbände trat dieser Tage hier der 1. Deutsche Hochschultag zusammen, um zu der Frage einer Reg e lu n g d es A k ad em is cli en Ehrenschutzes Stellung zu nehmen. Die meisten deutschen Hochschulen hatten offizielle Vertreter, entsandt. In Vertretung der Wiener unb Prager akabemischen Anti- buell-Liga war das Mitglied des Internationalen Antiduell- unb Ehrenschutzrates Dr. Emil v. Hofmannsthal aus Wien erschienen. Die Verhanblungen würben durch Prof Dr. Mittermaier eingeleitet, der sich in längeren Ausführungen über bie Bestrebungen ber Tagung verbreitete. Nach eingehenber Besprechung würbe ein Antrag von Dr. v. Hofmannsthal angenommen, wonach die Gründung v 0 n Eh r e n f ch u tz a u s s ch ü s s e n an allen deutschen Hochschulen befchloffen wurde, die ihrerseits wieder die Organisierung von Ehrenräten in die Hand nehmen sollen. Es wurde betont, baß biese Ehrenräte unbedingt paritätisch smn und jeden Gewissenszwang gegen Duellgegner tvie -An- yarmer vermeiden müßten. Der Enquetebogen der Wiener akadennschen Antiduelliga über die Gründung eines all- aememen studentrschen Ehrenrates wurde mit großem Interesse zur Kenntnis genommen, und befchloffen, einen ähnlichen H-ragebogen für Deutschland auszuarbeiteu. Ter nächste deutsche Hochschultag soll in Göttingen abgehalten werden. "AuS dem Militär-Wochenblatt, v. Harnier, Hauptm. und Adjutant der 49. Inf.-Brigade (1. Großy. Hesi.), als Komp.-Chcf in das Kurheff. Jäger-Bat. Nr. 11 versetzt. — Gras zu Lynar, Oberlt. im 1. Garbe-Regt. zu Fuß, zum Adjutanten der 49. Inf.-Brigade (1. Großherzogl. Hess.) ernannt •• Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Lehrer an der Realschule i. E. zu Frankfurt a. M.-Rödelheim Arthur Wolff die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Balkhausen; dem Schulamtsaspiranten Wllh. Schott aus Altheim die Lehrerstelle an der Gemcmdefchule zu AüertShosen- Hoxhohl, der Schulamtsaspirantin Wilhelmine Ludwig auS Mainz eine Lehrerinstelle an der Gememdeschule zu Neu- Iienburg. — Dem israelitischen ReligionSlehrer Leopold Grün bäum zu Eberüadt sKr. Darmstadt) wurden die Rechte eines endgültig angestellten Bolksichullchrers verliehen ** Do st-Personalnachrichten Angenommen Vizeieldwebel Hob in Gießen zum Telegravhenanwärter unb Landivirt Kratz tn Wohnbach zum Postagenten. — Versetzt Obertelegraphenassistent Günther von Mainz nach Gießen, Postasfistenl Penneraiß von Sonneberg nach Worms, bie Stete* gravhengehilfinuen Anna Müller von Offenbach nach Frankfurt a M. und Dorothea Fischer von Frankfurt a M. nach Offenbach — Inden Ruhe sl and tritt Ober-Boüalsi .ent Wei- mar in Gießen Gestorben Poßagent Klein in Wohnbach "Die Versorgung Lberhe'sens mit elektrischer Energie 'für Kraft- unb Lickitzwecke durch die Zentrale Wölfersheim, ist inzwischen roieoer einen Schritt ihrer Verwirklichung näher gerückt, indem der vom Pro- vinzialausschuß mit der Regierung vereinbarte Vertrag vom Rtinisterium genehmigt wurde. Die Angelegenheit wird nun bald der Zweiten Kammer vorgelegt werden und der Mitte März zusammentretende Prooiuzialtag wird ebenfalls darüber beschließen. •’ Schwurgericht für ön§ 1 Viertcffayi 1911 Es kommen folgende Fälle zur Verhandlung: Montag. 6 Marz, vorm 10 Uhr: Christoph Harbach von Großen-Buiec wegen Körperverletzung mit tödlichem Erfolg. Du Anklage vertritt Großb Staatsanwalt Trümpert, die Verteidigung führt Rechtsanwalt Dr. Katz. 2. Dienstag, 7. März. vorm. 9 Uhr: Heinrich Rupp ent hak von Köddingen wegen Mein- eid. Die 9lnflagc vertritt Großh. GenchtSasiessoi Neurotb, d:e Verteidigung fuhrt Rechtsanwalt Arnold 3. Mittwoch 8 März, vorm. 9 Uhr: Veronika Bretz ig h einer von Großheubach wegen Mordversuchs Die Anklag« vertritt Großh. Staatsanwalt Dr. Brill die Verteidigung fuhren die Rechtsanwälte Iuflizrat Katz unb Kaufmann. 4 SamStag. 11 Marz, vorm. 9 Uhr' Anna Gottwold von UleRtngen wegen Nkeineid. Die Anklage vertritt Großh. Staatsanwalt Dr. Brill, die Verteidigung führt Rechtsanwalt Menbeliohn. Die letzte Verhandlung findet voraussichtlich statt. ** K 0 10 nialv 0 rtrag. Man schreibt uns: „Der Untergang des Hererovolkes unb seine Bebe u tu n g", so lautet bas Thema, über bas in allernächster Zeit Oberleutnant Rausch, Jnf.-Leib-Regt 117, Mainz, auf Anregung bes Frauenbunbes ber beutscheti Kolonialgesell- schaft, Abt. Gießen, unb ber Graphischen Gesellschaft für Erb- unb Völkerkunde sprechen wirb. Herr Rausch, ein Sohn bes hiesigen Geh. Schulrats Rausch/hat selbst in ben schweren Feldzügen gegen bie Hereros unb Hottentotten mitgekämpft. Hieraus erklärt sich ohne weiteres, baß bei Vortrag überall außerordentliches Interesse wachgerusen hat. In Mainz hat Herr Rausch nicht weniger als siebenmal gesprochen, stets vor vollem Hause. Auch in Frankfurt a. M. sprach ber Rebner vor mehr als 600 Zuhörern. Es ist deshalb mit großer Freude zu begrüßen, daß Herr Rausch auch für uns Gießener als Rebner gewonnen ist. — Jedermann hat Zutritt zu bem Vortrag. ** Kunstve r ein. Die Kollektion Prof. Kuehl, die seit 14 Tagen ausgestellt ist, hat während dieser Zeit eine große Anziehungskraft auf unsere Kunstfreunde ausgeübt. Auch Künstler aus der weiteren Umgegend haben die Gelegenheit benutzt, die Kuehl-Ausstellung zu besichtigen. Wie schon erwähnt wurde, hat es große Schwierigkeiten bereitet, eine solche umfangreiche Kollektion dieses Künstlers in ber Hauptsaison bet Ausstellungen hierher zu bekommen unb es wäre bem Kunstverein für seine Bemühungen zu gönnen, baß er bei Schluß biefer Ausstellung auch einen Verkauf von Kuehl-Werken $u verzeichnen Hut. Auch bie Kollektion F. Block- Antwerpen finbet allgemeine Beachtung, unb auch von ihr dürfte manches Bilb in hiesigen Privatoesttz übergehen. Ta bie jetzige Ausstellung nur noch einige Tage bleibt, so sei nochmals barauf hingewiefen. Einige Bilder ber Kollektion Krehsig werben schon am Montag ber Ausstellung entnommen. **Guyot-StiftungfürbieZweckeberevan- gelischenGem ei nbepflegeim Großherzogtum » c f f c 11. Wie wir schon berichteten, ist eine Guyot-Stif- tung zum Anbeuten an ben für bic hessische evangelische Lanbeskirche hochverbienten Pfarrer D. Guyvt ins Leben gerufen unb bie Werbearbeit bafür im Dekanat Gießen bereits ausgenommen worben. Auch im Dekanat Hungen sollen Aütglieber gesammelt werben. Vertrauensmann für das Dekanat Hungen ist Pfarrer Hofmann in Winnerod, Kr. Gießen, der auch Beitrittserklärungen und Einzahlungen entgegennimmt. " Vom Arbeitsausschuß für die Erhaltung des Gießener Liebrg - Laboratoriums ist on die Zweite Kammer der Landstände eine Vorstellung gerichtet worden, in der um Bewilligung eines entsprechenden Betrages der Kosten des Unternehmens gebeten wirb. •• Gala-Saalsportfest beS Rabklu bs „Germania" Gießen. Man schreibt un§: Fürst Karl zu SolmS-HohensolmS-Lich, der das Protektorat zu dem am 12. März in der Turnhalle stattftndenden Gala-Saalsportfest deS Radklubs „Germania" Gießen übernommen hat, hat zu dieser Veranstaltung seinen Besuch in Aussicht gestellt und für bie daselbst zum AuStrag kommenden Wettbewerbe einen echt silbernen Pokal gestiftet. " Konzert verein. Man schreibt unS: In Ergänzung zu dem Bericht über den Kammermusikabend am Sonntag, 5. Atärz, und die 'Mitwirkung des Frankfurter Redner- Quartetts sei den .Leioziger Neuesten Nachrichten" vom 1. Dezember, Nr. 331, u. a. folgendes entnommen: „Reiwer Quartettsegen strömte aui uns in diesem Zahre nieder. Wohl uns! Gilt es doch auch unendlich viel Schätze zu heben. Fede Qilarlettkorporatiou von typischer Eigenart und ausgeprägter Charakternote, bic uns utroergängltch Wertvolles bringt, ist dri unS gern gastlich ausgenommen. Die hiervon früher her in bester Erinnerung stehenden „Frankfurter^ kamen uns diesmal durchweg brahmßfch, das heißt auf deutsch: sie brachten das Wundersamste, das Tiesinnerlichste, bai Beste vom Besten ber nachbeethoven'schen Quartettliteratur. Eine Großtat, ein edles Wagnis, sämtliche Quartette bes großen, romantischen Nachklajßkerä an einem Aber.b zu bringen. Sie binften cs! Denn fte stehen unter ihresgleichen obenan! Vergleiche haben keinen Wert: ihre typische Note ist unvergleichbar, beim sic heißt Eigenart. Aber weit mehr als nur das: Größe, kerndeutsclie Beseelung und Tiefe, bildhauerische Prägnanz und in bie Augen springende Plastik." — Auch aus anderen Städten, vor allem Berlin, wo die Redner Debussy's Quartett mit grobem Er olge {Dielten, liegen cbenjo günstige Berichte über' ihr treffliches Zusammensviel vor, nicht zum mindesten auch die Frankfurter Be^ nchte, gerade über die Interpretation der Beethoven'scheu Quartette. welche ße in geschmackvoller Auswahl an 6 Abenden in Form eines Beethoven-Zyklus barboten. Da wir leider so selten Gelegenheit haben, Streichquartett-Vereinigungen in unseren Konzerten zu hören. Io fei hiermit noch einmal aui dieses Konzert hin- qetöiefen Tie genannten Künstler, welche sich im Tvorak'lchen Quintett mit Herrn Professor Trautinann vereinigen, werden zweüeUos jebem Besucher einen großen Kunstgenuß vermitteln. " TurnkurfuS. Auch in biesem Jahre findet wieder 00m 3.— 22. April an der TurnlehrerbildunqSanstalt in Darmstadt unter Leitung des Schulrats Schinuck ein TurnkursuS statt, der dazu bestimmt ist, besonders Handarbeitslehrerinnen und Leiterinnen von Frauenriegen für den Mädchentnrnunterricht anzuleiten Damit ist wieder eine günstige Gelegenheit zur QlnSbreihmg des Frauenturnens gegeben, da? heute immer mehr an Bedeutung gewinnt. ** Oberhessischer Verein für bie Baseler Mif. Hon. Gestern nachmittag- fand die erste Jahresversammlung des Oberhessischen Vereins für bte Baseler Mission in d-m Gemeindehaus, Kirchstraße 9, statt. Der Verein ist, wie ber Vorsitzenbe, Kirchcnrat D. Schlosser, in dem Jahresbericht ousführte, nicht zu dem Zweck gegründet worden, um Missions- betträge zu sammeln, sondern um das Interesse für die Basclcr Mission unter den Missionsfreunden zu beleben. Dem Verein gehören bis jetzt 47 Kirchengemeinben unb zwei Einzelpersonen an; ber Beitritt weiterer Kirchenqemeinben fteht in Aussicht. Nach Erlebigung bes geschäftlichen Teiles durch den Vorsitzenden sprach ber Heimatinspektor ber Baseler Mission, Pfarrer Dipper- Basel, über bie Lage unb Aufgabe ber Baseler Mission in der Gegenwart. Die Baseler Mission arbeitet in Indien, China. Goldküste und Kamerun. Aus allen vier Gebieten geht bie Arbeit aut voran, wenn auch überall besondere Schwierigkeiten auftreten. Reben der Hndenpredigt nritb großes Gewicht auf bie Errichtung von Schulen gelegt, nicht nur für Christen-, sondern auch für Heidenkinder Außerdem handelt es sich nicht nur um bic Bekehrung bet Heiden, sondern auch um bie Pflege ber Ijcibctv christlichen Gemeinden. Besonders hinderlich für bic Mission und verderblich für bie Kameruner ist die Einfuhr von Branntwein, bie aber infolge Eingriffs ber deutschen Regierung im letzten Jahre um die Hälfte, auf 1 Million gesunken ist. Die Missionsarbeiz ist eine Geduldsarbeit mit dem Ziel, die werdende Missionskirän selbständig und von europäischer Führung ftei zu machen. Die Aufgabe der Heimatkircke besteht zunächh einmal darin, mehr Aufklärung über bic Mission zu verbreiten, sodann ihre Glieder zur Arbeit für bic Mission zu erziehen, damit der Baum der Mnswn kräftig wachsen kann. Mit Dankesworten des Bor- sitzenden an bie zahlreich erschienenen Anwesendem wurde die Jahresversammlung mit Gebet geschlossen. ** Fu ß b a ll s p or t Man schreibt uns: Dem Gießener Sport-Verein von 1900 ist es nach längerem Bemühen gelungen, eine reine MNitä r-Fuß b al lmannschaft und zwar bie des Infanterie-Regiments Nr. 81 zu Frankfurt a. M zu einem Wettspiel für kommenden Sonntag hierher zu verpflichten. Der Fußballsport, ber in ber deutschen Armee offiziell eingefüfyrt ist, hat nunmehr auch bei ben einzelnen Regimentern festen Boben gefaßt unb einen guten Aufschwung genommen. Das Frankfurter :)ix> giment Nr 81 war mit bas erste, bas eine reine Militär- mannschaft stellte. Diesem Beispiel folgten halb nnbere Regimenter nach, so baß es zurzeit bereits mehrere Militär- Fußballmannschaften gibt, bie sich auch an ben Spielen der Zivil-Mannschaften beteiligen unb zwar nicht ohne Erfolg. Desonbers erwähnenswert finb hier bie Marinemanu- schaften, bie bereits eine gute sportliche Höhe erreich! haben. Das am Sonntag hier ftattfinbenbe Spiel auf bem Sportplatz an ber R ob heim er Straße bürfte bah er nicht nur für unsere hiesigen Sportliebhaber von Interesse sein, Hubern auch für unser Regiment ein nachzuahmendes Beispiel werben. ** K0che mit Gas. Das Gaswerk veranstaltet vom 14 bis 16 März in Steins Garten ein Schaukochen, um bie vielen Vorzüge ber mobernen Gasherbe praktisch vorzuführen unb zu beweisen, baß auf ihnen billiger, besser unb müheloser gebraten, gebacken unb gekocht werben kann, als auf bem Kohlenherb. Fisch, Geflügel, Wilb unb sämtliche Fl ei scharten werben auf bem Grillrost auf bas beli- fatefte gebraten unb als Kostproben serviert. (NäliereL aus ben Inseraten.'' ’* Messerheld. In einer Wirtschaft der Marburger Straße geriet gestern abend ein Krankenpfleger mit einem Lahn- bediensteten in einen Wortwechsel. Nachdem der Bahnbedienücw das Lokal verlassen, entfernte sich auch ber .Krankenpfleger. Letzterer wurde nun auf "ber Straße angeblich von bem Bähnbedien- fteten überfallen unb erhielt vier Messerstiche in Kopf, Hals und Schultern. Er würbe in bic Klinik gebracht, woselbst scstgcstcllt würbe, daß bie Verletzungen nicht leöensgesälwlich sind. " Warnung. Obgleich in letzter Zeit vielfach Anzeigen gegen Huirbebefitzer erhoben wurden, bie ihre Hunde frei in den Anlagen laufen unb bic Beete betreten ließen, ficht man, bei anders morgens früh unb abenbs, häufig Hunde sich auf den Beeten ber Anlage tummeln. Die Schutzmannschaft m am gerate,cn, unnachfichtlich mit Anzeigen gegen die Hundcvesiner vorzugehen, auch ,ollen künftig bie Strafen bebeutend erhöht werben. Betrüger. Jtr ben letzten Tagen treibt hier ein Unbekannter, ber sich als Beamter ber Alters- Versicherungsanstalt ausgibt, fein betrügerisches Hanbwerk, inbem er Arbeiter-Witwen aufsucht unb sick> von diesen unter ber Vorspiegelung, bie .Fnvalibenrentencm- spräche bes verstorbenen Mannes balbigst zu regeln, Geld- betrage (5—6 Mk.) geben läßt. Einige Witwen finb auf ben Schwmbel her eingefallen. Der Betrüger ist untersetzter Statur unb trägt eine Mappe bei sich. Es fei hiermit vor ihm gewarnt. Bemerkt wirb, baß derselbe Betrüger im Fe- bruar auch in Aschaffenburg unb Lubwigshafen mit Erfolg feine Betrügereien auf gleiche Weise ausführte. ** Preußische Klaffen-Lotterie Die Erneuerung ber Lose zur 3. Klaffe ber 224. Lotterie muß mit Vorlegung ber Lose 2. Klaffe spätestens bis zum 6. März b. I., abenbs 6 Uhr, geschehen fein. Auch muffen bie Freilose zur 3. Klaffe gegen Rückgabe ber Gewinn- lofe 2. Klaffe bi$ zum vorerwähnten Termine etngefor» bert fein. Ma ul- unb Klauenseuche. Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet aus Hövel, Regierungsbezirk Münster, und Ellerhoop, Regierungsbezirk Schleswig. Landkreis Gießen. -- Langgöns, 3. März. In ber ©entetube fotine in sämtlichen Vereinen unseres Ortes herrscht eine rege Tätigkeit zur Vorbereitung bes am 10., 11. unb 12. Juni rief es Jahres ftattfinbenben Gefanaswettstreite. des Gesangverein Germania. Bürger ber Gemeinde owie bie Mitglieder unb auswärtige Gönner des Vereins yttben wertvolle Kunstgegenstäube unb hohe Geldbeträge )em Verein unterzeichnet, so baß biefer über einen fraf- llgcu giottbS zu verfügen hat. Der Delegiertentag ftndet TAPETEN! _ W •J MQUJBEJITZEHM 25%RABATT ist mit bem cbracht, m-' zgejährlia,,t: unbejr«1* 1 tzunde |i® c ; mnid'a'!1 ■ - j Amtticqer Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Welteraussichteu in Hessen am Sonntag dem 5. März 1911: Trüb,' vielfach Regende, etwas kühler. ic puntÄ edeutend «I» en treib' her betrug* jt und *tc: \ ilibenrentj^' 1 regeln, nterieyte.- iermit vor i- trüger [feit nut Sl' * K ' . M SeL»1 - Luch u**. ‘ ■ der E °1w- <* tei«""1* Schlesn»S^ V, br r Pa9nÄltaU88eS>Q,CTtt. Brillen, llhrrn und Silberzeug wurden bei nnem Schankwirte in Altmoabrt ermittelt, mo sie em vielbestrafter Verbrecher, der angebliche Viehhändler Starnberger, untergebracht^hatt^ anläßlich seines 80. ®cburt«taoc. b« Kaufmann Julius Kronheimer u» Gonemschast nur seinem Bruder Josef in Melbourne 300000 Mark für wohltätige 51De3n Cochem sind sechs Wohnhäuser abgebrannt, l wodurch achtzehn Familien obdachlos geworden sind. Der 15jährige O)uillcmetta, der kürzlich den Liebhaber seine? Mutter erschlug, weil er die Mutter grausam mifr f^nbcltc, ist von dem Schwurgericht zu Versailles frergc- jpro ckcn worden. _______________ achur ö, 3. März. Die Strafkammer verhandelte fcute gegen drei junge Burschen aus Neustadt, die am ^bend.des o Dezember auf dem Lahnho, einen sremden Reiftndeu schwer mißhandelt und bestohlen hatten. Der HaupMbeltäter wurde zu 10 Monaten, die beiden anderen zu ie 3 Monaten ^efängni» verurteilt. — Ferner wurden zwei Mitglieder einer wandernden Schausvielertruppc, die in Wehrda den Nachtwächter durchge- prügelt hatten, w 5 und 3 Mönchen Gefängnis verutteftt. Der Nachtwächter, ein junger Mann, ist infolge der Mißhandlung erblind et.__________________ . 52. Val.ieologen llongreß. Das- Unglück trug sich folgendermaßen zu. «S der Flieger sich etwa zwei oder drei Meter von dem Erdboden erhoben hatte, riß die Menge, im Glauben, daß der Abflug bereits bewerkstelligt fei, die Schranken um und drängte in die Bahrn Plötzlich senkte sich bat herab und geriet in die Menge, wobei durch die rz-lugel bei Lchroube der Frau der Kobs fa ftabgariften wurd^ Dian der en Verletzten sind zwei Milttärpersonen, em Priester und ein hoher Beamter.__________ angerechnet. Einen schweren Bertrauensmißbrauch hat sich der Schweizer Chr. Sch. von K. zu schulden kommen lassen, der im Sommer vorigen Jahres auf dem GutShofe zu Utphe eine gute Stelle und freundliche Aufnahme gesunden hatte. Er hat die SBertrauend) cligleit des Lberschweizers dazu benutzt, um ihm in einem unbewachten Augenblick fern gesamtes Geld ia Betrage von 126 Mk. wegzunehmen und damit zu verschwinden. Er wurde jedoch in Gießen alsbald verhaftet und das Geld ihm wieder abgenommen. Tas Schöffengericht vungen bat den Sch. wcgcn dieser Tat mit fünf Monaten öefananiÄ bestraft. Sch. bittet um Herabsetzung der Strafe. Mit Äück- märtte. -m. Friedberg, 3. März. Bei unserem Pferdemarkt wurden folaende Preise zuerkannt: A. Belgier, Klasse L ©hren* S bei i Karl Vetter, Ärmid Schwalheim, 70 Wir. «lasse II': Wenzel Nasser, Nleder-Welsel, 65, Karl Vetter, Grund Schwalheim, 1. Preis 45, Ludw. Hahn, Nreder-Wersel, 2. VrerS 35, Biudurg, Echzell, 2. Preis 3Ö, Christ. Häuser IV.SBtiü.,1Habt!t> Weisel, 3. Preis 25, Will). Horack, ReichelSheun r. d. W 8. Preis 25 C. I. Vielchlor, Butzbach, 3. Preis -5, AloiS Eß, Dornassen- heim, 3 Preis 25, Heurr. Schultheis, Echzell, Anerkennung 12, 3atob Häuser VIII., Nieder-Weisel, Anerkeimung 12, Wrlch Acker, Berstadt, Anerkennung 12, Otto Stoll, Heuchelhe.m Anerkennung 12. Klaffe III: C. I. Aielchior, Butzbach, 1. PrerS So, Rndol' Nehmer, Geiß-Nidda, 2. Preis 25, Gustav Mogk, Grund Schwalheim 3. Preis 15, Gutspächler Katz, Okarben, Anerkennung 10. Wuflao Atoak, Grund Schwalheim, Anerkennung 10, ^oh. pe»nrich Piohr, Lambach, Anerkennung 10. ftlaffe IV: LomZ Rohntaler Langd, 1. Preis 25, WUH. Richter, Reichelsheim, 2. Preis 20, Otte Stoll, Heuchelheim, 3. Preis 15, Karl Rieß, WeckeSl>eim, Am erkennung 10, Marl Vetter, Grund Schwalheim, Anerkennung 10, Wilh. Acker, Berstadt, Anerkennung 10, Heinr. Schneider. Utphe, Anerkennung 10 Mk. B. Oldenburger.^ Ehrenpreise des -. Pf.cr..L. Klasse I. Konrad Echepp X , PohlgonS. EHrenprett de- I v. Ps.-Z.-V. 70 Mark, Friebr. Schnubt, Echzell, 2. Preis 40, Lorenz I Alüller^Langenhain, Anerk. 16. Klas,e 2 : Otto Georg •00111^1, -angd/Ehrin,preis bes L. Pf.-Z-V. 55, Kutspachter Katz, Okarben, l Preis 45, Wilhelm Wagner II, Kirch-Gons, 2. PrerS 3b, Burger- I meister Reichert, Rabertshausen, 3. Preis 2b, Konrad Weitz IV., Torf Gull,- 3. Preis 25, Heinrich Diefenbach l-, Berstadt, 3. Preis 25, Otto Rieß, Meckesheim, AnnerkeNnung IS, PH. Kleberger Mel. dach, Anerkennung 12. Klasse UI: Konrad Schepp X., Vohl-Gons 1 Preis 35, PH. Reitz, Weckesheim, 2. Preis 25, LouiS Christ, Griedel, 3. Preis 15, Heinrich Heller I., Echzell, ti. PreiS 15, W. Hort Schäfer, Reichelsheim, Anerkennmig 10, Otto Spengler, Grimd Schwalheini, Anerkennung 10, Georg Walther, ^f! en heim, Anerkennung 10, Heinrich Alter, Berstadt, Anerkennung 10. KlasseUV’: Wilh. Gg. Straßhenn, Griedel, 1. Preis 25, GutSpachter Katz. IOkarben'2. Preis 20, Wrlh. Karl Schaler, Reichelsheim i d W., 3. Pre,S 15, WUH. Hensel, Okarben, Anerkenuung 10, Georg Walther, Ossenheim, Anerkennung 10, WUH. Beppler, ^'rch-Gons, Anerkennung 10, Jul. Brücket, Hoch-Weisel, Anerkennung 10 Marl. Bad-Nauheim, 3. März. Auf unserer Saline ist mit bem L März eine alte Sitte verschwunden, ine Jahrhunderte bestand und noch an die gute alle Zett er- ui nette: DaS Salinenglöckchen, bad rnorgens jjun Dienst rief, ertönt nun nicht mehr, auch brauchen btt Arbeiter nicht mehr zum früherüblichen — DaS Musikleben unserer Stadt hat eine Bereicherung erfahren durch die L a m m e r k o n z e r t e, die Kupellmmster I Steinmann hier veranstaltet. Der zweite, derartige Abend findet kommenden Sonntag un Sprudel-Hotel unter Mtt- Wirkung von Frau Aliee Struve-Levin (Berlin) statt. Slarienvuig uuD DtljemiKneii. rm. Darmstadt, 3. Marz. Zu dem Raubanfall auf dem Riegerplatz hött man, daß nach ben polijei« amtlichen Feststellungen am Tage nach der Tat, also am 1 März, ein erst kurze Zett hier wohnhaft gewesener Russe von hier ab gereist ist, dessen Personalbeschreibung auf die Angaben der Ueberfallenen paßt. Wenn die Angaben stimmen, wird man eL wohl mit dem Täter zu tun haben. d. Mainz, 3. März. Heute nachmittag wollte ein kleines Mädchen rn der Rheinallee Einläufe für seine Eltern I machen. Auf der Straße wurde das Mädchen von eurem Mann ungehalten, der zu ihm sagte, es möge bas Geld geben, er wolle die Sachen für cs enikaufen. Das Kind erwiderte dem Räuber, daß es sein P^temonnaie mcht aus der Hand gebe, worauf dreier dem Mädchen das Portemonnaie aus der Hand riß das Geld hcra^nahm und dann die Börse wegwarf. Der Räuber lies mit dem Gelbe davon, auf das Hilfegeschrei des Kindes verfolgten Passanten den Dieb Ein Schutzmann konnte den Flüchtling festnebmenl und auf die Polizeiwache bringen. .Bei der körperlichen Visitation wurde das geraubte Geld rm Hemd versteckt bei ihm vor gefunden, trotzdem blieb er bei fernem Leugnen, auch dann noch, als ihm das Kittt) gegenubergestcllt wurde urck ihn als Täter bezeichnete. ES ist der 30jährige Hausdiener Dollrath aus Fürth. Kreis Wetzlar. -- Hörnsheim, 3. Marz. Hier wird mtt Beginn neuen Schuljahres die zweite Klasse eingerichtet und das Sck)ulhaus durch einen Anbau erwcttert. Hesseu-Nafsau. W. Frankfurt a. DL, 3. Marz. Gestern abend starb an einem Herzschlag im Alter vor 54 Jahren der frühere langjährige Stadtverordnete Fritz Rumbler. Er stcmd gestern zur Wahl als Stadtverordneter für Sachsenhausen und sollte auf Grund des gestrigen Wahlergebnisses mtt bem Sozialdemokraten Maier in Stichwahl kommen. w Raffel, 3. März. Die Stadtverordneten nahmen die Stiftung von 60000 Mk., die d»e Witwe Eleve zu Zwecken der Armenpflege ouSgefetzt hat, an. Unter zahlreicher Beteiligung ihrer MitgliÄrerMis ganz Teukschland trat im Hörsaal der Berltner llntveriuats^,li- klinik die Balneologis che ^efellfcha ft zu ^r^r 32. Jahresversammlung zusammen, Der Dorsitzendc, Geheimrat Brleger (Berlin), begrüßte die Erschienenen und gedachte der großen Derdienste bei verstorbenen Professors van t Hott um bie balneologische Wissensck)aft. Nach Erstattung des Jahresbenästs durch Geheimrat Brock wurde in die Beratung der wmenschaft- lichen Themata eingelreten. Sie Mdiäftigtcn ftw sämtlich mtt | der Radiumforfchuna. Dr. Markwald (Bcrlm) sprach über dieses neuartige Metall und feine Verwendung vom chEisch- phyfikalischen, Professor Itionta (Jena) vom biologischen Stand- punkte aus. Tr. Lachmann (Landock) referierte über die Messung der Radiumemanation, Dr. Ruhemann (Berlin) über radioktiveS Gebäck, Dr. Päßl-er über die Anwendungsmoglich- keiten des Radiums für bie Heilung der sogenannten rheumaluchen Affektionen. Es wurde festgestcllt, daß eine völlige Hellwirkung bei Radüunbehandlung noch nicht zu beobachten gewesen sei. Am meisten Anivcndung findet die RadiumbehaKlung vorlaung bet chronischem Rheumat ismns und der Gicht. In neuester Zeu hat man au gefangen, bösartige Geschwülste mtt Radium zu behandeln, und zwar zunächst oberflächliche Neubildungen. Die Erfahrungen auf diesem Gebiete lassen es aber noch nicht zu, bas Radium als ein Hellmittel gegen den KrebS zu betrachten. Dr. Fürstenberg iDerlin) machte Mitteilung von den Ergebnissen seiner Untersuchungen, wonach das Radium in gAg- neter Dosierung schlafsörderiid wirke. — Die Versammlung beschtotz schließlich, von ihnwi beträchtlichen Vermögen eine Stiftung zu gründen, aus deren Zinsen Prämien für die Lösung von Preisaufgaben aus der Balneologie gezahlt werden sollen. RtsacheTdaßtzch. auch noch, andere DiÄltühleverübtbatbc. stätiat das Gericht das erstinstanzliche Erkenntnis Mit derMaß- gäbe, daß vierzcM Tage Untcn'uchungshaft in Anrechnung kommen. Der Flach der bösen Tat. Der Taglöhner K S. von G-, der vorübergehend bei dem hiesigen Mruntrrncim« B. b-schiM-t °m Ab-^d he* 13 T.nember 1910 für seinen Geschäfts Herrn 30 Act. ver lieferte daS Geld aber nicht ab, sondern verausgabte es tut» weise an demselben Abend in einer Wirtschaft, da ihm fern eigenes Geld nickt ausreickte. Um die von ihmbegangene Unttr- ! ffblaaiiM m orrbccken fälschte er am andern Morgen einen Etl- ftackW^^rDäf! Lß er z° der Frachweklaration noch 20 Mk. Nachnahme hinzuschrieb, bie ihm die Fraui sein^i G<> sckästsberrn auch ahnungslos verabfolgte. Er nntb deswegen nickt nur wegen Unterschlagung, sondern auch wegen schwerer I n r(biinn sckuldia gesprochen, kommt aber Mit Ruck “d^Sfdiu SugTnbfiättit w> Wochcn Befängniä davon. _______ _____—-—■ xuftschissahrt. Flugzeugschau Frankfurt a. M. 191L Frankfurt a. M., 3. März AlS Abschluß des Zu- verlässigkeitsflugs durch die Oberrheinische Tiefebene in bet letzten Rttriwoche veranstalten die drei Frankfurter luftsportlichen Vereine vvm 37. Mai biS 5. Juni in der Festhalle eine „Flugzeugschau Frankfurt a. M. 1911". Diel Schau wird acht Gruppen umfassen: Llpparate schwerer als» Luft, Flugzeuge, RLowre und Schrauben, Stohmaterial, An-I lagen für Flugplätze und Flugstraßen, Telegraphie, Werk-I zeugmaschinen, Hilfsindustrie, Wissenschaft, Wetterdienst,! Lunst und Bibliographie. An der Spitze des Unternehmens I stehen Geheimrat I. Lndreae und Prof. Wachsmuth. An! die Spitzc des Ortsausschusses für den Zuverlässigketts- flug h«ben sich Geheimrat Gans, Geheimrat Darrentrapp und W. vom Rath gestellt. Stürmische Fahrt. Rosenheim, 3. März. In der Nähe txm Oberndorf landete nach vierftünbiger, aufregend verlaufener Sturm f ah rt ein Züricher Dallon mit vierJnsassen. Die In soffen waren sämtlich sehr erschöpft, eine Dame erlitt bei der Landung Verletzungen. Die Gondel schlug wiederholt hart gegen Bäume und Häuser an. Unglücklicher Flug. Madrid, 3. März. Während eines Schaufluges eines französischen Fliegers ftreifie dessen Flugzeug dos Publikum. Eine Frau wurde getötet, vier Zuscbauer schwer, drei leicht verwundet. Der Flieger blieb unverletzt. Unter den Berwundeten befindet sich der Oberst Dillor v i Villatte, der Bruder des früheren Aricgsministcrs, der den I König vor einigen Jahren nach Berlin begleitete. (ficridttifaaL (Mtefce« 2 Marz. Das Kr Leg S g e richt der Großh. । batte sich^ wegen Acklungsverledung in zwei Fällen, ut einem I Falle vor versammelter Mannschaft, wegen Didersetzung und Beleidigung eines Vorgesetzten zu verantwotten. Der Angeklagte kam am 6 Februar ds. IS. auf das DE^ldeamt in Fried- frttfl, um sich für Rodhcim anzumelden. Wahrend rnin tne Eintragungen rn feinen Müttärpaz vordenommen wurden gmg SKol mit den Händen auf dem Rucken oder m den Losentaschen, m Zimmer umher. Gleichfalls erkundigte er suh, wann dtc Frül^ lahrskontrollversammlungen stattftnden würden und teilte mU.! daß er ftch 14 Tage vorher auf Reisen abmelden werde, da erl eine grokae Rette vorhabe. Während nun der Angeklagte vom Bezirksfeldwebel belehrt wurde, daß dreS nicht angängig sei, daß! er vielmehr ein BefreiungSgesuch eimerch^r müsse, AAgnete N, daß er es schon fett 10 Jahren so gemacht 0°^. er eine gänzlich unmilttänsche valluna an und ttuaauch onst ein unbescheidenes Wesen zur Schau. Dem I nfiinpt meldete er daß er sich über den Beztrksscldwebel bol (taten wollt, äitanw den war, schrieb er am 7. Februar 1911 an letnra BezlNskom- manbeur und bat um über den einzusckl^enden Beschwerdeweg. In diesem Schreiben, sowie auf der Ddrcne, ließ I der Angellagle das Wort „Herr" rn der Anrede weg unb Tuflte am Schlüsse hinzu, er werde sich an Allerhöchster Stelle wenden^ I wenn er Nicht innerhalb! 3 Tagen Auskunft bekäme. Der Vertreter Iber Anklage beantragte wegen der Achtungsverletzung vor ttrc-\ Isammelter^Mannsckan auf 14 Tage strengen, wegen der ein- I fachen Achtungsverletzung auf 1 Woche mittleren Arrest und wegen der Widerfetzung und Beleidigung auf die Muidestlttafe von 6 Mo- Indien Gemngnis zu erkennen und dreie Ernzelstrafen zu erner I Gesamtstrafe von 6 Monaten 15 Tagen GesangnrS zufammen- zuziehen. Auch stellte ct dem Gericht anheim, evtl, em Gnaden- W einzureichen und wegen der hohen Strafe die vorläufige I ^csttzahme zu beantragen. DaS Gericht billigte dem Angeklagten 1 mildernde Umfüändc zu und verurtettte ihn wegen AckMngs- ' Verletzung in 2 Fällen und wegen WiderMng zu eüicr ! famtftralc von 3 Monaten und S Tagen Gefangms. Von der , Anllagc der Beleidigung wurde der Ängellaati ^ergefprochen. Der Angellagte behielt fick eine Lrllärung übet Annahme der Siebener Strafkammer. )( Gießen, 3. März. Ein böser Tag war bet 29 Januar 1911 Tür ben Fuhrknecht I. ,T. von Ä , btt damals bei einem Landwirt in Maifenheim in Diensten I stand, fix ließ sich am Morgen des genannten TageS von I seinem Diensthtttn den gesamten fälligen Lohn geben, um an-1 geblich in Vilbel Einkäufe zu besorgen. Dort angetommen, begab I et sich zunächst in eine Wirtschaft, traf dort fröhlidjc Gesellen, I mit denen er sich an.fr eunbetc und mit denen et schließlich ©anbei anfing, in deren Verlauf et einem sein Glas mtt Biet aus den Kopf schlug. Anstatt zur Wittagszett, wie ihm besohlen, Heun- zukehren, tarn er erst nachmittags um vier Uhr nach Mafsttiheun zurück und fing hier ebenfalls Lärm an, weil ihm daS Dienstmädchen fein Elfen nicht warm gestellt habe Als er auch mtt »einem Diensthertn anband, bedeutete ihm dieser, daß er g^en könne. Er begab iich darauf auf den Hof und machte hier einen derartigen Skandals daß sich eine große Menge von Mtti-1 schen, inäbeionbtte von Schulkindern, amammelte Während T. auf feiner Stube fein Bünoel schnürte, vermißte man eine neue Manchester Hofe, die kurz vorher noch dagehängt hatte. Nach kurzer Durchsuchung fand man bie Hose unter ben Sachen des T. und entdeckte bei dieser Gelegenheit aud^cin ebenfalls bem Dienstherrn gehöriges gestricktes Samifol, daS T. sich früher angeeignet hatte. D. bat sich deshalb wegen Körperverletzung mittels gefährlichen Werkzeugs, wegen zweier Diebstähle, begangen im strafrechtlichen Rückfall, sowie wegen Erregung tuhestörenden Lärms zu verantworten. In Würdigung aller Umstände erkennt das Gericht auf fünf Monate zwei Wochen Gefängnis und zwei Wocken Haft. Bier Wochen Untersuchungshaft werden aus bie Strafe Kleine Tageschronik. JnBerlinfuhraufder Döberitzer Heerstraße ralnto m o b i l b« Vcrkebtstruvven von hinten in ein t Jt o m b agnic des Elisabeth-Gardegrenadietreginients hinein. $ct am «expiuK marschierende Leutnant, ein ÄmttatSunteiDsfizier, ein Gefreitci und ein RektUt wurden leicht verletzt. Der ^enktt hielt die von bem letzten Mann der tfombagnic getragene Laterne für bic Laterne eines entgegenkommenden Automobil- und wat au, der bunficn Straße nach rechts in die letzte Gruppe der Som Letzte Nachrichten. München, 4 März. Der Prinzregent Luitpolb teilte in einem Handschreiben an den Staatsminister mtt, daß er im Hinblick auf die vielfachen Beziehungen des bayrischen Königshauses zur Künstlerschaft aus Anlaß seines 90 jährigen Geburtstages ein Kapital von 100 000 Mark stifte, dessen Zinsen zu Pensionen für bedürftige Künstler verwendet werden sollen. :: Rom, 4. März. (Privattelesramm.) In Kreisen, die dem Vatikan nahestehen, ü er lautet, daß der Pabst dem Kron- ptinzenpaat gegenüber keine Ausnahme machen werde, daß also kein Empfang stattfinden würde. Lissabon, 4. März. Eine große Spinnerei toutbc vvllständig durch Feuer zerstört. Dabei wurden 2 Leute getötet und 8 schwer verletzt. Athen, 3. März. Die „Agence d'Athenes" bezeichnet dic Darstellung der türkischen Botschaft in Berlin übei den G r en z - wi s ch cn f all von Domcnikon, nach der zwer i lüttttche Soldaten von grieüj,i|ü)en Soldaten an der Grenze übet» {allen, auf griechisches Gebiet geschleppt und dort auf das roheste erschlagen wurden, sei unrichtig. Demgegenüber wird erttärt: Die beiden Solbaten wurden in einem Scharmützel getötet und sind in den Peneiosfluß gefallen; eine Leiche wurde gefunden und bestattet. Unrichtig fei ferner, daß der grieckftfche Präseb sich weigerte, die Leiche herauszugeben; denn es ist angeordnet worden, die Leiche auszugraben und dem türkischen Konsul in Larissa zu übergeben. Auch Nachforschungen nach der anderen Leiche finb anbefohlen. Die Untersuchung über den Zwischenfall wird fortgefefrt Die Regierung erließ streiiac Befehle und ist fest entschlossen, die Verantworllichteiten festzustellen und gegebenenfalls die Schuldigen streng zube st rasen. Washington, 3. Atärz. Dian erwartet, daß Präsidern |Taft btc Einberufung des neuen Kongresses zu | der am 15. März beginnenden außerordentlichenSessiov am 4. März ergehen läßt. Am 3. Marz benachrickftigte der derno | kratische Führer Champclark den Präsidenten formell, daß | die Demokraten beabsichtigen, die außerordentliche Session zu | benutzen, um die Revision des Zolltarifs in die Wege | zu leiten. Aus den Verhandlungen des Senats über das Budget | ist bemerkenswert, daß das von Culberson (Texas) oorgcschlagen' | Amendement, nach dem das Tarifamt alle ihm zur Verfügung | stehenden Informationen bezüglich der Woll-,Baumwoll , | Eisen« und Stahltabellen des Tarisgesetzes vom Scp- | tember mttteilen sollte, mit 43 gegen 40 Stimmen abgelehnt | wurde, worauf Culberson sofort beantragte, daß das Tarifamt | nur Über die Wolltabellen berichten solle. Der stellvertretendc | Sekretär des Staatsdepartements Haie erklärte sich einbentanöcn ftntnrfaa 5. Tlär*, statt. Der Schlußtermin Mr Anmal-.l ^T^ebeitfato auf ben 5. Mär- verlest- . ; 9 ’R wif> [rfll|fntu[n,J gewinnt. srlkrNj.1 terfamt.l Million in >„ I K, witZ um Misjiol ttm R Mi^>j ^s.^ivvn. I 'niiwn in nbien, gu. lebt bie € üen mifirttn “t die GrtiS ionbnn _ ; nur um - St der hc^, c Msfion uy iianntiDtin, letzten Miffionlarbr; Missionen- jNtn. % ' dann, rrtJr n ihre (3^ *r 9antr. tr :en des 8r- cn wurde )em ©iefienr im Semühtn annschast 81 zu JranN enden Sonn* I, der in der umnehr auei gefaßt und nkfurter 'tr- ine Mlitar- anders •re Ml/ar« t ohnc §r- nncmanY.» Dem S-ori- W nut fü: [ein, fonbtir »des ®ev‘w! anftaltct m j au kochen erde ptah1: nlliger, bewerben le ild und |cr auf das !■ •tt W der Martz eit einem L7- kenpslegev -■ m AhnbS" iche in » Giessener Konzert Verein Neuntes Konzert Dritter Kammermusik - Abend am Sonntag, 5. März 1911, abends 5*/4 Uhr in der neuen Aula. Ausführende: Herren Adolf Rebner, Walter Davieson (Violine), Ludwig Natterer (Viola), Johannes Hegar (Violonoell), Professor G. Trantmann (Klavier). Programm: L Streichquartett op. 10 in Gmoll........ . Claude Debussy 2. Klavierquintett op. 81 in Adur Aut. Dvorak 3. Streichquartett op. 132 in Amoll (mit dem Dankgesang) L. van Beethovea Eintrittskarten: L Platz Mk. 4.—, II. Platz Mk. 350, HL Platz Mk. 2.50, IV. Platz Mk. L— " nz - Stehplatz Mk. 150, Studentenkarten Mk. 1.—. Kleine Partitur-Ausgaben sind in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolphs Nachf.), Telephon Nr. 671 für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Ritter und abends an der Kasse zu haben. Oeffnung des Saale* nachmittags 4V, Uhr. vB/t IVälikrvcrnintäitlung für die Kandidatur Br. Werner am Sonntag 5. März, nachm. 3L2 Uhr in Steins Garten Tagesordnung: I. Inspraclie des Reichslagsahgeordaelen Liebermann von Sonnenberg 2. Wrag b Reicbslagsabgeordnelen Amtsgerichtsrat Lathnann Freie Aussprache!OT, Der Wahlausschutz. Cafe Grnft Ludwig täglich Konzert der Kunffter-Kapelle Rheingold unter Leitung des beliebten Kapellmeisters HoIZüpfel Samstag und Sonntag: nachmittags - Kaffes - Konrsrts l ________________________________ t»« Tormhech überragt die Aufführung „Die Bauerntäniier“ Biograph Plockstr. 1$ (01720) Plocketr. 12 feinem erreichte, unübertroffene und größte R Welt-Schlager in 3 Akten die weisse Sklavin Tflil. - Vorführungsdauer über eine Stunde. Die Länge dieses kolossalen Films beträgt -= ein Kilometer =- Der Film verdankt sein Entstehen der Anregung der internationalen Vereinigung zur Bekämpfung des Mädchenhandels und erntete seine Vorführung u :: in den Großstädten der ganzen Welt :::: enormen Beifall Unser weiteres Programm: Doras Verehrer, tadellose Humoreske. Unschuldig verbannt nach Sibirien Großartiges Drama von einer sibirischen Originaltruppe gespielt. Eine Hochzeit bei Lehmanns Humoreske Ein Stieikampf in Nimes Hochinteressante Naturaufnahme -lOllbitb» Trinklied aus Cavalleria Rusticana. Bäuerischer Gesangverein, Giessen Dirigent: Herr Otto Görlach. Sonntag den 12. März 19U, abends 5 Uhr, in der neuen Aula der Universität KONZERT zur Feier des 47jährigen Stiftungsfestes unter Mitwirkung der Konzertsängerin Frau Ella Steffens- Harnlschfeger a s Frankfurt a. M. und des Pianisten Herrn Julina Hahn von hier. 1. Cher a ©apella: Neuer Frühling .... 2. Quartette: . H. Petachke a) Frühlingsgruss b) Ich hört ein Vöglein pfeifen . 8. Lieder am Klavier: a) Lied der Loreley . . . . b) Abendreihn c) Mägdlein, nimm dich in Acht . 4 Chöre a capella: a) Auf Bergeshöhen . . , . b) Meeresfahrt. 5. Solostücke für Klavier: a) Prölude Des-dür b) Gavotte D-moll c) Hochzeitstag auf Troldshaugen 6. Volkslieder für Chor a capella: a) Am Brunnen vor dem Tore . b) Die drei Röselern . 7. Quartette: R. Schumann K. Schauss M. Bruch G Reinecke G. Pittrieh L. Sauer J. Schwartz Fr. Chopin E. d'Albert, E. Grieg Fr. Silcher Fr. Silcher W. Taubert F. Neuert C. Schiebold a) Schwesterlein b) Abendständchen 8. Lieder am Klavier: a) Frühling . b) Tanderadei . c) ’s Lerchle 9. Chöre a capella: a) An die Heimat (Portugi-'s. Weise) . H. Jüngst , b) Der Zapfenstreich (Franzos. Weise) L. Rille 10. Am Usenstein, Chor mit Sopraü-Solo und Begleitung des Klaviers . -Th. Podbertsky Eintrittskarten: 2. putz Mk. i.-, 3. Platz - ----TTrr—- Mk. 0.50 sind m der Musikalienhandlung von Ernst Challier und abends an der Kasse zu haben, xr Die Mitglieder des Vereins werden gebeten, die Namen für die Einlasskarten ihrer Angehörigen in die in dem Zigarrengeschäft von G g. T o d t, Plockstrasse, aufliegende Liste bis spätestens Mittwoch den 8. März einzutragen. v*/8 Catö Amend täglich Konzert des Solisten-Orchesters H. Sandory unter Leitung des Violin - Virtuosen Jean Cornely Sonntag Anfang 4 Uhr. Eintritt frei. 1472 Sportplatz an der Hardt. Sonntag den 5. März 1911, nachmittags 3*/, Uhr = Fussball-Wettspiel = Militärmannschaft gegen I. Mannschaft Giessener Sportverein von 1900 Eintritt 30 Pfg. isLh Schüler und Militär 16 Pfg. alles bisher dagewesene wie Abgründe, weiße Sklavin usw Sensationelle Vorführung im Kinemaloiirapli Bahnhofstraße 54. oi786 Das Schauspiel, dargestellt von berühmten dänischen Bühnenkünstlern zeigt das Großstadtleben in packendster Form und überwältigender Naturtreue. Aufgeführt m Berlin, München, Dresden, Paris, London rc. mit glänzendem Erfolg. Hauptpersonen: Die Brovinz-Komtesie Frl. Maria Niedermann. Over Aarhus Der blaue Junge . . Herr Gurmar Helsengreen, AarhuS ^ri^.......HerrAageSchmidt,BolkscheaterKovenhagen Hein» Herr Aage ^onß, DagmarthealerKapenhagen Der Gutsbesitzer . . Herr Philipp Bech. AarhuS Der 5knecht Herr Alfr. Arnback, Operettentheater Kopenh Vorführung stündlich außer dem sonstigen neuen Programm, n stMfnklub Ndriil, Kiche» m ll | Grosse humoristische IN Zamilienunterbawing I: W mit Tanz 18 I I - I Sonntag den 5. Mär», von nachm. 4 Itot ab im I B " I 2aale des ^enz'schen i5clsenkeller tooau alle Mit I ■ I g ■ g glieder und Gönner des Vereins freundlichst einladet Kll ■■■ -»«»s___________________ Der Vorstand. W W | Gicßkirr Fkhrkr-Zngkchm. Der für heute vorgesehene Familieuabend muß verschoben werden. Weiteres in der nächsten Nummer des Schulboten. D*/, Schöne Rosenstäbe in allen Grötzen, Baum u. Waschvsäblc. Waichscilstützeu, sowie Hacken, Beil u. Schaufelstiele cinvr. bt(l. K. Gertb, ^andmannsir. 11. 0171 Der Borstand. tadMtafer flCfl. 11 Uhr. Karl Schmidt, Tanzlehrer Wetziteingqsse 31 (427 Kleine Breite Kleine Preise Giessen Direktion: Hermann Stelngoetter. säüp 4- saa ä Faust L Teil . 1. Abend. Anfang 8 Uhr. Ende geg. 11 Uhr. Sonntag den 5. März 1911 Bolks-Borstellung Der Vetter 2. Abend. Ans- 7I/tlIt)r. Ende 10 Uhr. Montag den 6. März 1911 Bolts-Borstellung Kabale uud Liebe Der etaoiouflage der beiutgeu '.Hummer liegt eine ve^ B9sondere Beilage bei über Mittelstandopolttik und Natioualliberale Partei. Rede d.llandeSrais vr.Schröder-Caffel, Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauies, gehallen aus dem Rationattiberaien Parteitage zu Caffel am 3. Oktober 1910. (D4/, Montag ben 6. Mär» Monatsversammlnnq bei Mitgl. Albold (GambrinuSl Zahlreiches Erscheinen erwünscht B4/3J_______Das Kommando. Gesangv. Gemütlichkeit. Sonntag, S. März, ab 71/« Uhr im Löwen Karneval. UM» mit Tanz. Zu zohlr. Beteiligung ladet ein v4/s___________Ter Vorstand. Privat- Tanz-Unterricht erteilt zu jeder Tageszeit