Nr. 25? Ter «Ittener Anzeiger erscheint täglich, außer Eoiinlag«. - Beilagen: viermal wöchentlich »ichenerZamlllendlüNer; irocunal wöchenit llielr» dlaNlürtzeaXrei,Siehe» (I ieititog und Freitag); zweimal monoll. £anb* wirtschaftliche Seitfratzeo ttenifpred) • Anschlüsse: inr die Redaktion 112, S-erlag n. Expedition 51 Adresse für Tepeschen: Nuzctgcr Gießen. Annahme van Anzeigen für die Tagesnninmer bis vormittag- 9 Uhr. Erster Blatt 161. Jahrgang Mittwoch, l- November 19U ® »Reiter Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei R. Lange. Redattion, Lrpedition und Druckerei: Schnlftrahe 7. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Vezna-vrei»: monol(irf)75i'UpicrteI- iädrlich ML. 120: bur* Abhole- u. Zweigstellen monatlich 66 Pf.: durch die Post l'lf. 2.—viertel- iäbrL au6|d)L Beüellg. ScilenpreiA: lokal 15Pf^ ciu-L'värt» 20 Pfennig. C Kefredakteiir: ?l Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz: für .freuille- ton*, .Vermischtes* und „®cnd)i6faale: R. Neurath: für .Stadt und Land": für den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umsaszt 12 Seiten. Vie Kriegslage in (Tripolis. Die gestrigen Meldungen über die Zurückeroberung von Tripolis stellen sich alS übertrieben heraus. Es steht aber fest, das; die Italiener zurückgeworfen worden sind und daß die Türken zwei FortS zurückerobert haben. Davon schweigen natürlich die italienischen Meldungen, die heute cingelaufen sind und sich in allgemeinen Redensarten um die Schwierigkeit ihrer Lage herumzudrücken suchen. Ein amtlicher türkischer Bericht. K o n st a n t i n o p c l, 31. Olt. DaS Kriegsministcrium veröffentlicht folgendes Telegramm des Kommandanten von Tripolis: In der Nacht vom 26. Oktober unternahmen die Truppen einen allgemeinen Sturm gegen die italienischen Stellungen, wobei sie die Verteidigungslinie der Italiener an einzelnen Punkten durchbrachen. Ein Teil der Angreifer drang durch die Pal- mcnhaine hindurch bis zur Stadt. Unser rechter Flügel durchbrach nach längeren deftigen Angriffen alle Vcrtcidi- Sslinien des Feindes, der zurückgeworfen c. Ter Feind konnte den gegen die Befestigungen von Said Miöri und Hani gerichteten Sturmangriffen mcht standhalten. Er räumte dieFortS und floh. Truppen und Freiwillige besetzten die Positionen und nahmen die Verfolgung der Flüchtigen auf. Ter Feind eröffnete aus seiner Stellung hinter der Verteidigungslinie ein Feuer mit Schncllfeuergeschützen und Mi- trailleusen und wurde hierbei von in Verschanzungen verborgener Infanterie unterstützt. Trotzdem legten die otto- manischen Truppen großen Mut an den Tag und brachten nur durch Gewehrfeuer die Festungen zu Fall, auf denen die ottomanische Flagge gehißt wurde. Die Verluste des Feindes sind unbekannt. Tie Türken hatten etwa 40 bis 50 Tote und efh>a 100 Verwundete. Die Eroberung zweier FortS durch die Türken. Einer telegraphische» Meldung Nechat Beis zufolge behaupteten die Italiener die Forts Said Misri und Hani bis 28. Oktober nachts und räumten sie dann. Der Kriegs Minister richtete an die Korpskommandanten ein Zirkulartelegramm, mit dem er ihnen von den heldenhaften Angriffen der türkischen und arabischen Streitkräfte, die Eroberungzweier Forrsvon Tripolis, von den großen Verlusten der Italiener und der Erbeutung einer großen Menge Kriegsmaterial, endlich der Gefangennahme zahlreicher Feinde Mitteilung macht und ferner davon, daß die Italiener in die Stadt fliehen. Der Minister glaube, bald die Wiedereroberung von Tripolis melden zu können. Die abends hier verbreiteten 97achrichten verursachten in Stambul freudigste Erregung. Berlin, 1. Nov. Der Zeitung „Sabah" ist ein Telegramm aus Malta zugegangen, das die Wiedereroberung der Stadt Tripolis aukunoigt. Die Italiener hätten 1000 Tote und Verwundete verloren. Der ,/Tanin" erhielt letzte Nacht ein Telegramm des Abgeordneten Rahmt aus Tripolio, das besagt: die Italiener konnten unserem Angriff nicht standhaften und mußten sich zurückziehen. Sie schlossen sich in die Stadt ein. Zwei Forts in der Nähe der Stadt wurden genommen, und in ben Händen der Italiener befinden sich noch drei Forts. Tie Italiener ließen viel Munition, Kanonen und Gewebre zurück. Man hofft, die Stadt zu entsetzen. Die italienischen Bef st ganzen von Tripolis wurden von drei Kolonnen angegriffen. Tie mittlere und linke trieben die Italiener in die Stadt, ohne die Ver eibi gungSlinie ganz zu erobern. Tie rechte Hanptkolonne hat alle Befestigungen genommen. Dor Tripolis kommandiert Oberst Nascheb, Ma;or Fethe ist etabsdjef. Tie Darstellung der Ztaliencr. Tripolis, 31. Okt. (Agenzia Dlefani.) Der heutige Tag ist ruhig verlaufen. Infolge ungünstigen Windes konnten bic Flugzeuge, bie Erkundungsflüge Vornahmen, nur fünf bis sechs Kilometer über Die italienischen Reihen hinausgelaitgen Innerhalb dieses Umkreises würben keine feindlichen Ansammlungen bemerkt. Ter Tampscr „BoSnia" ist mit ben fremben Militär- und Marine-Attaches an Bord von Tobruk, Tema und Ben-Ghasi hier einge troffen und hat Nachrichten mitgebracht, daß in den genannten Orten alles feinen gewöhnlichen Gang gehe. Für die Truppen sind reichliche Lebensmittel und für die Tiere reichlicher Futtervorrat vorhanden. Mit der Ausschiffung der Truppen wird fortgefahren. 9t o m, 31. Okt. Die von auswärtigen Blättern verbreiteten Meldungen aus Konstantinopel über neue riesige Verluste der Italiener bei Tripolis werden von der Agenzia Stesani als absolut falsch und sinnlos bezeichnet. Tripolis, 31. Okt. (Ageucia Stesani.) Seit gestern ist, abgesehen von einigen unbedeutenden Alarmierungen der Vorposten, nichts neues vor^ekom- men. Wie gemeldet wird, soll der Kommandant der Türken mit Hilfe der übrigen Chefs die zwischen den Arabern und Türken aufgetauchten Meinungsverschiedenheiten zu beseitigen suchen. Ein gefangener türlischer Soldat erklärte, daß die Türken vor dem Verlassen von Tripolis und der Oase an jede Familie und die Zahl ihrer Mitglieder eine entsprechende Menge Gewehre und Munition verteilt hätten. Ties würde die Menge der aufgefundenen Waffen erklären. Siebenhundert kürzlich gefangene Araber wurden an Bord des Dampfers „Minas" nach den Tremiti- Inseln gebracht. In Homs ist die Lage unverändert. Sammlung.n für die Familien der Gcfalleucu und Acrivundeteu. Rom, 31. Okt. Ter König hat dem Ministerpräsidenten G i o l i t t i 100 000 Lire f ü r die Familien der im Kriege Verwundeten und Gefallenen und eine gleiche Summe des Roten Kreuz überiviesen. Banken, Spartassen und andere Institute, sowie Privatpersonen haben beträchtliche Summen zur Unterstützung bet Familien der gefallenen unb verwunbeten Solbaten angewiesen. Eine Unterredung mit lliderlen Wächter. Berlin, 1. Nov. Der Staatsserretär v. Kid er len- Wächter hatte gestern abenb eine etwa zweistündige Unterredung mit dem Vertreter des türkischen Botschafters, Botschaftsrat Fahreddin Bey. Der Rücktritt öcs Kabinetts v. Gautsch? Ter österreichische Mimfterprä,ioent o. Gautsch will zurücktreten: bie Meldung kommt einigermaßen überraschend, nachdem er jüngst im Abgeordnetenhaus bei seinem Hinweis auf bie notwendige Mitarbeit der Tschechen so- ivohl von bie)en als auch von beutschnationalen Rednern Zustimmung gefunden hatte. In der Teuerungsfrage war Herr v. Gautsch namentlich einem drohenden Eisenbahn- Ausstand mit sehr scharfen Worten entgegengetreten. Irn ungarischen Abgeordnetenhause sind die Verhandlungen über die Wehrvorlage wieder gescheitert. Wien, 31. Okt. Wie das Wiener Korr.-Bureau erfährt, unterbreitete der Ministerpräsident v. Gautsch dem Kaiser auf Grund des heute nachmittag abgehaltenen Ministerrates den Abschied deS Kabinetts. Wie aus parlamentarischen .'Trcifcn verlautet, übernimmt v. Gautsch die Bildung deS neuen Kabinetts nicht. Als Nacknolger des Freih.rrn v. Gautsch gilt der „Neuen Freien Preise" .usolge der bisherige UnterrichtSminister Graf Stuergkh, der in der letzten Wocbe zweimal beim Kaiser in Audienz war. DaS Kabinett deS Grafen Stuergktt dürste ein reinesBeamtenkabinett mit provisorischem Charakter sein unb ein Uc Hergangs Minister t u ni darstellen. Ofcnpest, 31. Okt. Der Präsident des ungarischen Abgeordnetenhauses Albert Ber zcv t tzn, der mehrere Wochen hindurch bemüht war, die Opposition zur Einstellung der Obstruktion gegen die Wehr- Vorlage zu bewegen, veröffentlicht eine Erklärung, aus der hervorgeht, daß feine Verhandlungen mit der Opposition gescheitert sind, und daß infolgedessen die Regierung nicht beabsichtigt, mit der Opposition in direkte Verhand- luitgcn zu treten, da hie Anschauungen der verschiedenen Fraktionen der Opposition auscinandergeben, so daß keine Aussicht vorhanden ist, die Erledigung der Wchrvorlage durch eine Verständigung mit der Opposition sicherzustellen. Deutsches Ueich. Ter Kaiser cmpjing am Dienstag vormittag den Reichskanzler v. B e t h m a n n - H o l l w e g. Tie amtliche Straßburger Korrespondenz veröffentlicht: Zur Vornahme d e r W a h l e n zu der Ersten Kammer des Landtages für Elsaß-Lothringeu ist der L a n d w i r t f ch a s t s r a t auf Tonnerstag den 9. November, vormittags, zusammenberusen. Es sind zu wählen je zwei im Hauptberuf in der Landwirtschaft tätige Personen, in den Bezirken Ober-Elsaß, Unter-Elsaß uno Lothringen, deren je einer aus jedem Bezirk bäuerlicher Kleinbesitzer sein muß. Zur Wahl zweier Mitglieder in die Erste Kammer des Landtages tritt die Handwerkskammer am Donnerstag den 9. November, vormittags, in ihrem Dienstgebäubc in Straßburg zusammen. Endgültiges amtliches Wahlergebnis der 2 11 ct)wah l Kon h anz -Ueberlingen am 27. Oktbr. Abgegeben wurden insgesamt 29159 Stimmen. Davon erhielten Gärtnermeister Schmid- Singen (natlib.) 15 113, v. Rüpplin - Konstanz (Ztr.) 14 046 Stimmen. Schmid ist somit gewählt. Im Reichstagswahlkreise Bie l e fe l d - W i e be n b r ü ck ist die Kandidatur des früheren Staatssekretärs Grasen Posa- dowskl) beschlossen worden, unb zwar wird er als gemeinsamer Kandidat des Zentrums, der Konservatipen unb der National' liberalen iminieren. Tie Fortw.rittliche Voltspartei hält bie Man- didatur Tr. SchepVs aufrecht. Tie Leitung der F o r 11 aj r i 111 i d) c n Volkspartei veröffentlicht einen Aufruf, in bem sie zu Gelbsammlungen ausfordert. In dem Ausruf heißt cs: Tie taktische V e r st ä n d i g u n g mit ben National- liberalen sichert in den meisten Wahlkreisen ben einheitlichen Aufmarsch unb die gegenseitige llntetftiibung der liberalen Parteien Die Sozialdemokratie verfügt über einen Kriegsschatz von nahezu zwei Millionen Mark, rougrenb ben Agrariern nicht minder reiche Mittel neben dem Parleisonds unb Kaliiubven- tionen unb sonstigen Quellen zur Verfügung stehen. Wir vertrauen aus die Lpfersreudigieit ber Parteifreunde in Stadl unb Land und erbitten tatkräftige Unterstützung. Ausland. Präsident Fallier es unterzeichnete ein Dekret, »voburch die französische Kammer auf ben 7. November cinbc* rufen wird. — Der am Dienstag im Elysse abgehaltene Mi- niiterrat billigte den Entwurf zur Linderung der Lebensrnittel- unb der Mietsteuerung. Präsident Falliöres unterzeichnete ein Dekret, wodurch das erste und zweite Das Wetter im November. Der November ist in unseren deutschen Mittelgebirgen bereits der erste Winter monat. Sehr häufig bringt er aur ben Höhen des Taunus, bes Vogelsbergs unb ber Rhön eine länger dauernde Schneedecke, die die Saison des Wintersports eröffnet. Auch in ben Niederungen können^Schneefälle unb Frostperioden schon Vorkommen, wenn auch eine Schneebccke von einigem Benanb eine sehr seltene Erscheinung ist. Tie mittlere Tageswärme sinkt von 70 am 1. November auf rund 3 am 30. Der Wärmerückgana ist geringer als im Oktober, wo bic xageS- temperaturen von 13° auf 7Ü herabsanken. Tie mittlere Monats- temperatur beträgt für Frankfurt 4,6 °, für Weilburg ^Lahntal) nur 3,5°. Tie Mittelgebirge m 400 Meter erreichen nur 2°, in 600 Meter ca. 10 Monatswärme. Warme Nachmittage können im Turchschnitt nicht mehr erreicht werben, xie mittlere Nachmittagswärme beträgt am 1. November 9—10 , je nach der Ortslage, am 30. nur noch 4—5°. Tie Nachttemperaturen linken von ca. 4° am 1. auf ca. 1° am 30. November. In außer- gewöhnlichen Fällen können diese Mitteltemperaturen aber ganz beträchtlich überschritten werden. So stieg am d. Nov. 1899 bie Nachmiilagswarme auf 20° an, während am 28. Nov. 1890 zur selben Tageszeit 8° Kälte herrschten. Eine ähnliche Warme- fchwankitng kann auch in den Nächten beobachtet iverden. xer 4. Nov. 1899 hatte eine sehr milde Nacht von 14 mittlere Nachtwärme des Atigust) und am 23. Nov. 1858 herrschte nackts eijige .'kälte von —15". Sommer unb Winter können de- sotidcrs im November sich nahe berühren. Normalerweise treten 8 Frosttage aut Im Jahre 1858 stieg diese Zahl aber aus 23 an, 1877 unb 1900 dagegen kam kein einziger Frosttag vor. Auch E i s t a g e, an denen lelbit nachmittags das Thermometer nicht über 0° steigt, wurden schon öfter beobachtet, -on dem sehr kalten November 1858 siebenmal. Ter Novembcrhimme l ist trüb unb bereits echt winterlich. 16 Tage, mehr als die Hälfte bes Monats, sinb völlig bedeckt. Nur der Dezember hat noch eine größere Anzahl trüber Tage fi8i aufzuwci.cn Zum Vergleich sei aum an den heitersten Monat des ganzen Jahres, den August mit nur 6 trüben Tagen, erinnert. Es kann vorkommen, wie nn Jahre 1906, bau der .November ausschließlich bedeckte Tage bringt. Die geringitc 45c- wöllung weist leit 1857 der November 1884 auf, doch kamen auch in bi dem Monat noch 12 trübe Te.ge vor. Eben o ungünitig üib die Nevclverhältniss e. Ls kann im Turchschnitt nut 5 Nebeltageti gerechnet werden. In ben Mittelgebirgen wird diese Zahl aber weit überschritten. Hohe NÄelwahrscheinlichkeit ist für die ersten Wlntermonate in größeren Höhen bis 1000 Meter sehr charakteristisch. Dir kommen jetzt während der nächsten zwei Ntonate in cie dunkelste Zeit des Jahres mit wenig AuSücht auf Sonnenschein. Tas ist in gesundheitlicher Beziehung wenig erfreulich. Zu den Wetterkrankheiten gehört u. a. die Influenza, die sehr vom Sonnctischein abhangt. SBinter- sonne tötet offenbar bi; Anstcckungs'eime, während auf trübe Tage viele Jnstuenzaerkrankungen folgen. Aehnliches gilt für die Atmungsorgane. Auch die Arbeitsfähigkeit und Muskelkraft stehen nut der Stärke bes Sonnenscheins, der chemisch wirkenden Strahlung der Sonnenwärme, in enger Beziehung. Wahrend der Sommermonate bleibt bie Muskelkraft, nachdem sie im Frühtahr sich gesteigert hatte, infolge ber hohen Wärme konstant, ohne weiter aniuiteigen. Erw un September mit dem Sinken der Temperatur mit wieder eine Verstärkung ein. Anfang 'JTooember setzt aber infolge der geringen Lichtstarke unb Temperatur eine Abnahme ber Muskelkraft ein, bie erst im Januar wieder in Zunahme übergeht. Tie monatliche Nie ber schlagshohe beträgt ca. 50 mm, etwas weniger als in den beiden benachbarten Monaten Oktober und Tezembcr. Der nasseile Nooemoer wurde 18/2 beobachtet mit mehr als 150 mm, der trockenste 186/' mit ca. 11 mm ie Nieoerungen aus den Nieder- schlagstagen biejenigtn mit Schnee,ack aus, dann kommen tm Mittel 3 Schneetage vor. 1874 waren es aber 9 Tage. Eine Schneedecke wurde 1887 und 1902 an 6 Tagen gemessen. Tie häufigste Windrichtung ist tnc süowestliaic, ba..ejen ko. men aber auch Nordost- unb Omornde oerhll.niSmäßig häustg vor, sehr selten ledoch eine nordwesttiche Luftströmung. Ter vergangene Oktober hat mehr Regen als der September gebracht. Im gan^m wurden 17 Taae mit Niedersarlag beobachtet, alio mehr als dir Halste des Monats. Noch regnerischer waren die Mittelgebirge, trockener Rhein- und Main- ebene. Doch erreicht die monatlickse ^iiedersch.ag»menge mit ca. 46 mm nur knaov die normale Menge von 49 mm. In feinen Därmeoerhal.niisen war der Monat um 0.4' zu warm gegen das langjährige Mittel. Ter wärmste Tag war der 13. mit 19° Nachmittagswärme. — Gin Denkmal für einen Erfinder bes Blitzableiters. In dem kleinen französischen Städtchen Nsrac ist feierlich durch den Präsidenten ber Republik das Tenkmal tür den französischen Physiker de Romas enthüllt woroen. Ter französische Gelehrte entdeckte gleichzeitig mit Franklin den Blitzableiter, und die französische Akademie sprach ihm später den Ruhnt der Priorität an dieser großen Erfindung zu. Tas Tenknial steht auf einem hohen Marmorsockel, über dein man aufrecht in itnnenber Haltung bie in Bronze gegossene Gestalt deS Gelehrten sieht, dem es nicht vergönnt war, die Ehren feiner Entdeckung zu genießen, da eine schnellebende Nachwelt ben Namen be Romas fast vergessen hatte. CK. Ter erste Kongreß der Indianer. Aus Neu- york roiro berichtet: In Columbus, Ohio, ist nun der erste Kongreß der amerikanischen Indianer zui'anunengetreten, der über die Lage der roten Nasse Beratungen ab hält und Mittel unb Wege finden soll, um bie letzten roten Männer vor ihrem Untergang zu bewahren. An dem Kongresse nahm eine Reih: von Indian,.rn teil, die sich an amerikanischen Hochschulen umfassendes Wissen und moderne Bildung angeeignet haben. Ter Kongreß hat eine Anzahl von Plänen ausgearbeitet, die darauf abzielen, bie Indianer systematisch zum Ackerbau zu erziehen unb sie mit beg mo> deinen Prinzipien ber Landwirtschaft vertraut zu machen Ein anderer Plan bezweckt die Heranziehung der Indianer zur technischen Ausbildung, da bisherige Eriahrungeti gezeigt haben, daß die roten Männer für bie Mechanik unb die technischen Wissenschaften aufialtenb gut entwickelte natürliche Anlagen besitzen. — Kurze Nawrityten au» ftunit unb Wissenschaft. Ter Botaniker uno Zoologe Proieft'or Tr. Wilhelm H e b an ber Technischen Hochschule in Hannover, feiert am 3. November feinen 70. Geburtstag. Er ftanrmt aus Verden, Provinz Hannover. — Am 29. Oktober starb der Geheime '.'.(tn jmalrat Tr. Richard ftroemer, Itrcftor ber Pro«in,i«t-Irren anstatt zu Conrad st ein ^Kreis Stargard) im 62. Levens, ahre. Er war Muglied des Mebizinalkollegrums ber Provinz West preußen zu Danzig. — Der ^Direktor oeS Kaiserlichen Instituts tür Experimentalmedizin zu 2 t. Petersburg, Professor Tr. Wladimir Balerianowiftch Vobvysocky und der Direktor des „Rockriekler Institute for Medical Research" zu Neu y ort, Professor Tr. Simon Flexner, wurden zu orbentl’.crin mitgltärern beS Instituts für erperimentelle Therapie Zu Frankfurt a. M. ernannt. Geschwader einer Flotte vereinigt wird, um so eine Ausbildung unter einem einzigen Kommando zu bewirken. Vizeadmiral Boue de Lapeyrere wurde zum Oberbefehlshaber der Flotte ernannt. Die Kretische Nationalversammlung ist sich, wie amtlich aus Athen gemeldet wird, nach mehreren geheimen Sitzungen einstimmig über die Gefahren schlüssig geworden, die die Beibehaltung der gegemvärtigen provisorischen Regierung auf der Insel mit sich bringen würden und erachtet die Umstände für geeignet zur Ausführung des Votums der Vereinigung mit Griechenland vom 24. September 1908 und behält sich für später vvr. Über die Mittel, die die Ausführung des Votums sicherstellen, zu entscheiden. — Das wird wohl wieder eine Note der Pforte zur Folge haben. Arbeiterbewegung. Die Bewegung der Tabakarbeiter in Westfalen. Hamburg, 1. Nov. Zwölf Tabakfirmen in Hamburg, Altona und Ottensen, welche dem westfälischen Fabrikantenverein nicht angehören, haben beschlossen, sich mit den ^streikten 16 Firmen solidarisch zu erklären und ihre Arbeiter mit dem Ablauf dieser Woche auszusperren. Damit ruht die Arbeit in der gesamten Tabakindustrie der niederelbischcn Stadtgebiete. Ein gleicher Beschluß ist von den Bremer Fabrikanten gefaßt worden, lieber die weitere Stellungnahme werden die Arbeitgeber in den nächsten Tagen beschließen. Aus Stabt und Land. Gießen, 1. November 19J1. Zu Allerseelen (2. November.) Auf einen guten Menschen. Wenn ein guter Mensch gestorben, Wie wird unser Herz so schwer, Jedem steht sein Bild vor Augen, Doch zu keinem spricht er mehr . . . Ruhig schlummern seine Züge, Noch umschwebt von manchem Plan, Und wir fühlen tiefergriffen All was er für uns getan! Seine kleinen Erdenschwächen Machen keinen Sinn mehr trüb, Jeder denkt, kam er nur wieder, Alle hatten wir ihn lieb! . . . Ach, es ist ein Trost voll Wehmut, Was ein guter Mensch uns war, Das macht uns sein Bild verklärend Erst sein stiller Abschied klar! Aus „Göttliche Lieder" von Max Bewer (Goethe-Verlag Leipzig.) * •* Tageskatenoer für Mittwoch, 1. Nov. Stadttheater: „Der Pfarrer von K i r ch f e l b". Anfang 7 Uhr. Kolosseum: Programmwechsel. * ** Zur Lan dtagswahl. Aus' Anlaß der am 3. November stattfindenden Landtagswahl gelten die Arbeiterrückfahrkarten nach und von hessischen Stationen auch am 2. und 4. November. Ebenso können die am 2. November gelösten Arbeiterrückfahrkarten zur Rückfahrt airsnahmsweise noch am 6. November (Montag) benutzt werden. Einer Gültigschreibung durch den Stationsbeamten bedarf es nicht. "Ordensverleihungen. Der König von Preußen hat dem Oberbürgermeister Dr. Emil Göttelinann zu Mainz den Roten Adlerorden 3. Klasse, dem Hessischen Gewerbeinspektor Gewerberat Theodor Baentsch zu Mainz, dem Baurat Adolf Gelius, Vorstand des städtischen Hochbauamts in Mainz und dem Hessischen Hofrat und Bibliothekar der Mainzer Stadtbibliothek Alfred Börckel den Roten Adlerorden 4. Klasse, dem Postdirektor a. D. Julius W asm er zu Mainz, bisher in Karlsruhe i. B., den Königlichen Kronenorden 3. Klaffe, dem Postsekretär a. D. Paul Kunzen dorf zu Darmstadt und dem städtischen Gartendrrektor Wilh. Schröder zu Mainz den Königlichen Kronenorden 4. Klasse, sowie dem Polizeiwachtmeister Albert Hoppe zu Mainz das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen. ** Lehrerpersonalien Uebertrageu wurde dem Schulamtsaspiranteu Ludw. H Uber aus Großen-Buseck die zweite Lehrerstelle an der Gemeinbeschule zu Uuter- Mvftau; ferner den Schulamtsaspiranteu Rich. Müller aus Hangen-Weisheim und Wilh. Schneider aus Bellersheim Lehrerstellen an der Gemeindeschule zu Walldorf. •• Für die studentischen Unterrichtskurse für Arbeiter und Unterbeainte wurde folgender Arbeitsplan festgesetzt: Montag: Französisch (Unterstufe Saal 13), Rechnen (Oberstufe Saal 2); Dienstag: Rechnen (Unterst. S. 13); Mittwoch: Deutsch (Oberst. S. 13), Buchführung (Einfache S. 2); Donnerstag: Französisch (Oberst. S. 13), Steno- graphie S. 2); Freitag: Deutsch (Unterst. S. 2), Englisch (Saal 13). Ter Unterricht findet im Unioersitätsgebäude, Ludwigsiraße 23, statt. ■ Während des Unterrichts werden noch Anmeldungen entgegengenommen. ** Stadttheater. Am Freitag geht der erfolgreiche Schwank „Meyers" von Friedmann-Frederich im Abonnement zum erstenmal in Szene. Das lustige Werk darf als „Schlager der Saison" auf heiterem Gebiete bezeichnet werden und erlebt nicht nur in den Großstädten ungezählte Wiederholungen, sondern hat sich auch den Boden der Hoftheater erobert wie in Kassel und Darmstadt. — Zinn Gastspiel Rosa Poppe in Hebbels „Judith" am Mittwoch, 8. ddovember wird uns geschrieben: Rosa Poppe, Königl. Preuß. Hofschauspielerin, welche dem hiesigen Publikum ja keine ^Fremde mehr ist, dürfte wohl d:e bedeutendste und eigenartigste von den wenigen großzügigen Darstellerinnen der Gegenwart sein. Sie tritt dem Zuschauer mit der bestrickenden Gewalt einer „Persönlichkeit" gegenüber und ihre temperamentvolle und vergeistigende Art wirkt mit den glänzenden äußeren Formen ihrer Erscheinung zusammen und läßt sie uns jene harmonischen Kunstleistungen geben, die ihr den großen Ruf sichern. Aber nicht als „Star" werden wir Frau Poppe kennen lernen, sondern umgeben von Partnern, welche neben der Künstlerin in gleichen Aufgaben in Berlin wirken. Diese Gesamtgasrspi.'le bieten das, was Einzelgastrollen auch der bedeuteiwsten Künstler nicht gewähren können, nämlich eine einheitliche Aufführung, in der sich alle Leistungen zu einem abgerundeten Ganzen vereinigen. *• OrtSgemerdeverein. Die erste diesjährige Monatsversammlung findet heute (Mittivoch) abend iin Ge- werbehauS statt. Der Vortrag über die Dünen der Kurischen Nehrung mußte für eine der nächsten Sitzungen verschoben werden, da die Tagesordnung ohnedies genug Stoff bietet. (S. Anzeige.) ** Kartoffelbezug durch die Stadt. Als Schlußtermin für die Anmeldungen zum Kartoffelbezug durch Ver- mittelung der Stadt ist Samstag, 4. Nov., festgesetzt. Mengen über zwei Zentner werden zu den bekannten Preisen ins Haus geliefert, während Mengen von einem bis zwei Zentnern zu denselben Preisen bei den Händlern abgeholt iverden müssen. ’• Fahrplanänderung. Von heute ab fährt der Personenzug 534a nach folgendem Fahrplan: Grünberg ab 5£4 vorm., Göbelnrod — 540, Saasen 545 — 546, Reiskirchen 552 — 554, Groizen-Buseck 600 — 60-, Rödgen 608 — 609, Gießen an 6 9. Ter Zug fährt nur Werktags bis zum 29. Februar 1912 und ausnahmsweise am 22. November d. I., Montags und an auf Feiertage folgendem Tage fährt der Zug von 'Dh'icfe, ab 5^ vorm. ** Auszeichnung. Auf der Weltausstellung in Turin wurde dem Forstwart Stendal auf Burg Otzberg i. O., früher in Weikartshain, für seine Baumrodemaschine (deutsches Reichspatent) die goldene Medaille verketzern ** Auto und Elektrische. In der Marktstraße stieß gestern vormittag ein Llutomobil mit feinem Wagen der Straßenbahn zusammen. Als das Auto oorbeifahren wollte, blieb es an bem ^Straßenbahnwagen hängen und riß dabei das Schutzblech ab. Auch am Straßenbahnwagen wurde ein Handgriff abgerissen ** Vom Turnspi et. Um die Spiele in Turnerkreisen mehr zur Geltung bezw. zur Einführung zu bringen, hatte der Gau Hessen in seinem Turnplan für 1911/12 Spielübungen am 29. O ktober festgesetzt. Es versammelten sich am Sonntag dementsprechend hier 54 Vertreter von Turnvereinen, die teilweise schon recht achtbare Leistungen zeigten. Neben einigen Neckspielen wurden besonders das Schlagball-, Faustball-, Tamburinballspiel unb Schleuderballwerfen geübt. In der darauf folgenden Besprechung war man sich darüber einig, daß ein besonderer Spielleiter gewählt werden müsse, wenn die Spiele allgemein zur Einführung gelangen sollten, denn die Gauturn- warte seien mit rein turnerischen Arbeiten bereits überlastet. Statutengemäß konnte die Wahl gestern nicht vorgenommen werden. Deshalb wurde der Turnlehrer Fischer aus Marburg zum vorläufigen „Gauspielwart" ernannt. Es sollen in Zukunft gelegentlich der Bezirksturnfeste zwischen den einzelnen Vereinen Wettspiele ausgefochten werden. Beim Gauturnfest aber treten sich bann die besten Spieler bezirksweise gegenüber. ** Preußische Klassen-L0 tterie. Die Lose der 5. Klasse der 225. Lotterie müssen unter Vorlegung der Lose 4. Klasse bis zum 4. November abends 6 Uhr eingelöst sein. Auch müssen die Freilose der 5. Klasse gegen Rückgabe der Gewinnlose 4. Klasse bis zu diesem Termin in Empfang genommen werden. Landkreis Gießen. =- Lollar, 31. Okt. Donnerstag, 2. November, abends 8 Uhr, finbet öffentliche Gemeinderatssitzung statt. Tagesordnung: 1. Herabsetzung der Beiträge zur Gemeindekrankenversicherung von 21/? Prozent auf 2 Prozent. 2. Elektrische Lichtanlage der Gemeiirde Lollar. u. Hungen, 31. Okt. Das 29. Bundesfest des Lahntalsängerbundes wird nächstes Jahr anfangs Juli hier durch den Gesangverein „Eintracht" abgehalten. — Bei Kanälisaiiousarbeiten wurden wiederum Mauerreste der ehemaliger: starken B e f e st i g u n g der Stadt bloßgelegt. Uebrigens sind die Zeichen der Festung Hungen an anderen Stellen noch gut erhalten und können mit zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gezählt werden. — Man glaubte die Maul- und Klauenseuche auf den einen Herd beschränken zu können, aber es gebt auch hier wie cm änderen Orten, die Seuche bricht plötzlich an einem ganz andern Platz der Gemeinde aus; sie hat auch hier bereits Opfer gefordert. Alle Maßregeln helfen demnach nicht. — In W 0 h n b a ch haben sich sämtliche Viehbesitzer solidarisch erklärt, indem sie die durch die Seuche hervorgerufenen Verluste gemeinsam tragen. Kreis Lauterbach. ~ Lauterbach, 31. Okt. Die Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. beabsichtigt zwischen Station Lauterbach-Nord und Station Wallenrod der Bahnstrecke Gießen-Fulda eine B l 0 ck st a t i 0 n zu errichten. Diese wird voraussichtlich bei dem dicht an der Bahnstrecke liegenden Orte Heb los (ohne Bahnstation) zu stehen kommen und soll im Bedürfnisfalle eine schnellere Zugfolge zwischen den verhältnismäßig weit auseinanderliegenden Stationen Lauterbach und Wallenrod herbeiführen. ~ Schlitz, 31. Okt. Für den Hochwassermelde- und Voraussagedienst der Weser soll auf Veranlassung des Re- gierungsvräsidenten der Provinz Hannover in der Fulda unterhalb der Einmündung der Schlitz ein Wasserst a n d s p e ge l angebracht werden, von dem bei eintretendem Hochwasser, oder falls dies zu erwarten steht, eine regelmäßige Mitteilung über den Wasserstand oer Fulda durch eine geeignete Person an die Regierung in Hannover zu gelangen hätte. Die Pegel wird voraussichtlich an der Brücke bei Unterschwarz angebracht. Kreis Schotten. n. Schotten, 30. Okt. Die seitherige Pächterin des hessischen Lehrer heims, Fräulein B. Maul, die zwölf Jahre lang die Verwaltung des Heims in Händen hatte, hat nunmehr die Pacht gekündigt, so daß das Lehrerheim anderweitig verpachtet werden muß. — Der Fabrikant Gg. Thron: in Gießen, dessen Anteilschein auf der Herbstversammlung zur Rückzahlung ausgetost worden war, hat den Betrag dem Lehrerheim als Geschenk überwiesen. Kreis Friedberg. L. A s s e n h e i rn, 31. Okt. Dieser Tage wurde Unser neues Schulhaus eingeweiht. 2 Klassensäle u. 2 Lehrerwohnungen befinden sich in ihm. Tie ganze Gemeinde mrseres Stäbtchens nahm an der Feier teil, darunter auch der Graf und die Gräfin zu Solms-Rödelheim. Ein Festzug, Uebergabe des Schlüssels, Gesang der Schulkinder, Weihrede des Pfarrers Hechlers unb Besichtigung des Gebäudes, waren die Hauptpunkte der Feier. Starkenburg und Rhein Hessen. m. Offenbach, 31. Okt. Der Offenbacher Lehrerverein sowie der katholische Lehrerverein sind um E r h ö h u n g der-Le hrerge hätte r eilig, kommen. Nach der Eingabe des ersteren Vereins würden b:e dadurch entstehenden Mehrausgaben 151000 Mk. betragen, während nach der Eingabe der katholischen Lehrer die Mehrkosten nur 122 600 Mk. aus mach en würden. Kreis Wetzlar. w. Wetzlar, 31. Okt. Das alte Amtsgerichtsgebäude, das die Stadt für 60000 Mk. erworben hat, wird nach Plänen des Stadtbaumeisters Krieger für die Zwecke eines Rathauses umgebaut. Auch die Stadtkasse wird in diesem Gebäude untergebracht, wie auch das Standesamt, Meldeamt und Bauamt. — Akte Straße u- wärter, welche länger als 6 Jahre im Dienste der Kreisstraßenverwaltung beschäftigt sind, erhalten jetzt den vom Kreistag festgesetzten Durchschnittslohn von 3 Mt. Der Tageslohu betrug bisher 2.40 Mk. Hessen-Nassau. )( Marburg, 31. Okt. Raiffeisen-Unter ver>4 bandstag. Im Restaurant Seebvde hielten heute nachmittag die Raiffeisen-Vereine des Kreises Marburg ihrer: Unterverbandstag ab. Aus dem Jahresbericht des Vorsitzenden, Pfarrer Dörr-Michelbach, ist zu erwähnen, daß dem Unterverband 24 Vereine mit rund 2200 Mitgliedern angehören. Das Verbandsvermögen ist auf 63 000 Mk. und der Umsatz auf 4 337 000 Mk. gestiegen, die Gesamtspareinlagen betragen 2 400000 Mk. Gemeinschaftlich bezogen wurde für 200 000 Mk. Auch der Jahresbericht des Verbandsanwalts, Oekonomierat R e x e r 0 d t aus Kassel, entrollte ein gutes Bild fortschreitender Entwickelung der Raiffeisen-Bewegung in Kurhessen. Es folgte ein Vortrag des Pfarrers K 0 r f f - Schönstadt über das Thema: „Was sind wir unseren R^feisen-Vereinen schuldig" und hieran schlossen sich Mitteilungen des Landgerichtsrats Klingenbiel-Marburg und des Landrats v. Löwenstein zu Löwenstein-Marburg über die Frage des An^ schlusses des Kreises Marburg an eine elektrische Ueberland-Zentrale. In Betracht kämen die projektierten Ueberland-Zentralm: in Gießen, die der Ederi talsperre und des h:esigen Elektrizitätswerkes. Die Angelegenheit soll werter verfolgt werden. Nachdem noch Pfarrer Dörr als Unterverbandsdirektor wiedergewählt und zur fleißigen Beschickung des demnächst in Kassel stattfindenden Rechnerkursus aufgefordert war, wurde der Unter» Verbandstag geschlossen. Gießener Strafkammer. Gießen, 31. Oft. Der Schwager. Ter Taglöhner L. R. II. von Daubringen lebt mit seinem! Vater, einem früheren Bahnbeamten, zusammen in einer W0H1- nung. In demselben Hause wohnt auch sein Schwager. Er soll diesem in seiner Abwesenheit 93 Mark aus einer Tischschublade entwendet haben. Das Geld hat er verjubelt. 'Der Angeklagte hat schon eine Anzahl, teilweise recht erheblicher Strafen, erlitten unb ist als Dieb rückfällig. Seit bem .!Diebstahl hat er die elterliche Wohnung nicht mehr aufgesucht und treibt sich arbeitslos umher. Auch in der heutigen Hauptverhandlung ist er nicht erschienen, trotzdem er ordnungsmäßig geladen ist. Das Gericht erläßt Haftbefehl. Der gute Fr eUnd'. Der Flugtechniker A. Sch. von Ober-Rosbach hatte mit einem Landwirt aus Rödgen in Friedberg einen vergnügten Nachmittag verlebt. Sie hatten eine Bierreise zusammen gemacht unb Sch. hatte im wesentlichen die Zeche bezahlt. Einige Tage danach besuchte Sch. seinen Freund in dessen Heimatsdorf. Beide begaben sich in eine Wirtschaft unb tränten zusammen. Nachbem Sch. eine Zeche von 1,25 Mark gemacht hatte, verließ er ohne sich zu verabschieden bas Wirtslokal und warb nicht mehr gesehen. Ter Wirt erstattete Anzeige wegen Zechprellerei. Ter Angeklagte gibt an, er habe ursprünglich die Absicht gehabt, wieder in die Wirtschaft zurückzukehren, sei aber daran gehindert worden. Wegen der Zeche habe er sich keine Gedanken gemacht, vielmehr habe er angenommen, daß sein Freund den geringen Betrag bezahlen werbe, umsomehr als er selbst kurz zuvor in Friebberg dessen Zeche bezahlt habe. Tie letzte Angabe wirb von dem als Zeugen vernommenen Frcumb bestätigt. Tas Gericht erkennt, dem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprechend, auf Freisprechun g. Der Mieter. Der in Herchenhain geborene Schneider S. N wohnte seit etwä zwei Jahren bei dem Landwirt Ch. D. in Laubach. Er ist angeklagt, mit zwei Töchtern des Vermieters und zwei ihrer Freundinnen ünzüchtiae Handlungen vorgenomnren zu haben, obwohl drei dieser Mädchen noch nicht 14 Jahre alt mären. Die Verhandlung findet unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Der Angeklagte ist erst lam 6. Oktober l. I. wegen UrkundenfäTchung (Erstattung einer Anzeige unter Mißbrauch fremder Namen) zu d Monaten Gefängnis verurteilt worden. Nach Wiederherftellm:g der Oeffentlichkeit wird das Urteil dahin verkündet, daß der Angeklagte wegen Sittlichkeitsverbrechen in zwei Fällen und wegen tätlicher Beleidigung in einem Fall unter Einbeziehung der früheren Strafe zu einer Gesamtstrafe von einem Jahr und zwei Monaten Gefängnis verurteilt wird. In einem Fall erfolgt Freisprechung. Die Geschwister. Der 16jährige W. A. von Gebern war bei einem dortigen Lanbwirt als Knecht in Stellung. Obwohl er sich auf ein Jahr vermietet hatte, Tünbigte er vvr, Ablauf dieser Zeit und gab' 14 Tage nach ber Kündigung seine Dienststelle auf, um alS Eisengießer in bas Eisenwerk zu Hirzenhain einzutteten, in benti sein Schwager beschäftigt war. Als er seine Quittungskarte über bie von ihm verwenbeten Beiträge zur Invalidenversicherung bei ber Krankenkasse erheben wollte, wurde ihm bebautet, ei} müsse zuvor einen Abmeldeschein, dessen Formular ihm ans- gehändigt wurde, durch seinen seitherigen Dienstherrn ausfüllen lassen. Da er mit Recht fürchtete, sein seitheriger Dienstherr werde hierzu sich nicht bereit finden lassen, so wandte er sich an seine Schwester, die das Formular ausfüllte und den fernen des Dienstherrn darunter setzte. Daraufhin erhielt er die Quittungskarte. Beide Geschwister aber wurden wegen Urkundenfälschung unter Anklage gestellt. Das Gericht war indessen der Ansicht, daß die Fälschung nur zum Zwecke des besseren Fortkommens des jungen A. geschehen sei und verurteilte die beiden geschäftsungewandten, im übrigen aber unbestraften und gut» beleumundeten Personen lediglich wegen Uebertretung des § 363 St.G.B. zu je 3 Mark Geldstrafe.____________________ Gerichtsfaal. ----- Büdingen, 30. CfL Das schriftliche Urteil des Verwaltungsgerichtshofes vom 18. September in Sachen des Professors Haacke hier ist nunmehr den Interessenten zugegangen. Es lautet wörtlich: „Der Großh. Oberlehrer Professor Haacke zu Bübingen, geboren am 14. Mai 1862 zu Lüneburg, evangelisch, verheiratet, wird sreigesvrochen. Die Kosten werben der Staatskasse auferlegt/' Die 35 Seiten lange Urteilsbegründung kann kurz dahin znsammengesaßt werden, daß, wenn auch dem Angeklagten einzelne (mehr oder weniger indessen auf seine persönliche und außerordentliche Gutmütigkeit und Menschenfreundlichkeit zurückzusührende) Takt- fehler untergelaufen sein mögen, der Gerichtshof dennoch bei der geechflfte tu beziehen. Bestbewährte Glühlampe 70e/« Stromersparnis Grand Prix Brüssel 1910 LAMPE OSRAM < HS® I »7 Ties abe Ä**i /rrfil Iva""' , % dH die R i1/. r enb ’it Mona" Writike 1 / «it einem o ii Stuttgart Kr Ä Udes SlM L standen M .„kN dm Im cosrt, ermordet -1 Mbare Tat w ^mite an, daß in zehn Jahr« '"Viskolcz •rod) den Aackm Ueny bie aus t Ibemrich tf« «cnbmordes |M >jrd> den eh Karlsruhe jeutslhenLul Diiber einen Sei Mannhein • so! um 3 Ht Richtung Lch> ' Metern unb ift na 1. i. beteiligten Ki LuftMes Ivl ging arbeitete aus Friedrichs Üigteit des „L. Big abgenommei I ii Lustichifs eing töutd) von 132 Eh 0 Ortende H. Ortend siege Ortenderql HO Anläßlich ]f Bayern an ei aus der Luitpoli 3um 3tocie Million Wart a 'Jubiläum be Kr Prov.nz Sachs Wt das eDangelijd F Linderung der I Tas Billn> Men Teile buri «r Berühr ist u In Bulgai iert worden. fertige R Wn die Telegn G, de< K r ®"det6 Mittwoch, den 8. rShdTersanm und p jytkirche: Feste fcds8'/> übr-1 ^nstentum in ^^uden ne Donnerstag, djö teicheJaK Nendorf, 31 Okt Tir Regierung zeigt Mc ?l n t - finbung au*5gebetmter Kalifelder an. RogtkrungS- bcamte prophezeien ba» Ende deS deutschen Monopol-. Amtlicher wetlerdencht. Oeffentlirbe ® e 11 e r b i e n ft ft e 11 e Sieden. WetlerauSsicdten in Heften am DoimerStag, den 2. November 1911 • Aickheiterud, trocken, kühl. flu42) 2*g W btn£ °°» 3f$l °k.. r. sen, 31. Oft. ^•«nteritol 2rtt? ,c mit runb 2*f. I Mögen ist m I • Mmetnschü- I Jahresber--. ^kerodl Qril M(httnndelu- f svlgle ein 8öt,| bn das tymJ 9 schuldig urb | imndgertchtsra^I r lauf liegenden UnalairfnvfirM^feN, ^tebepatbifcfrn Wmbtr- TfT(it|ffit und teilweifen fanatischen Geträskigkeit der Pmiptdeknftimo«- »euaen pir Uederzeuquna von einer schuld beweiben im Einne er Anklage nicht gelangen konnte und sonnt aul Freisprechung erkennen ninlitk. Tie* ade um so mehr, als dem Angeklaaten von allen «zeugen, die ihn näher konnten, die aderbeften Zeugnisse ausaeftellt Sorten waren. Mit diesem Urteil biidte nunmehr eine Anaele.'.en- j.tt, an die sich leider viel unbegründeter und gehässiger Klatsch (tfnürt Prov.nz Sachsen als der Heimat ber Reformation an Aufruf cn bav evangdifebe Deutschland vorbereitet. Die Stiftung soll zur Sinterung ber Sckzulnot ber Evangelischen in Oesterreich bienen. Das Bil l nosener Tal in Südtirol wurde an seinem engsten Teile durch einen großen Erdsturz ver schüttet. Der Verkehr ist unmöglich. In Bulgarien ist die Cholera siür erloschen erklärt worden. Heftige Regengüsse und Ueberschwemmungen haben die Telegraphen- und Eisenbahnverbrndungen tut Departement Algerien unterbrochen Zahlreiche Grundstücke stehen unter Was, er In Maison Carr4e Rovige und Haman-Heluan sind auch Personen umgekommen. Aus dem mrbannnttkrrns6rn Friebhvfe in Mustapba wurden die Gräber bloßqclegt. In ftiero besiegte bei einer Ringkampfvorführung der Ringer Dolgow seinen Gegner KeSbek AuS Wu! hierüber durchschnitt KoSbek seinem Gegner bic Kehle und verwundete den Schiedsrichter lebensgefährlich Der Täter wurde nur mit großer Mühe überwältigt. Bei I w i tz wütet seit drei Tagen ein großer Moorbrand, der über 100 Morgen Mtciernftanb vernichtete und die 400 Morgen große Besitzung der deutschen Besiedelungsgenossenschaft ertönte. Im Gefängnis in Minsk empörten sich mehrere zu lckenSlänglichem Zuchthaus Serurteilte und befreiten insgesamt 105 Gefangene, die mit Revolvern auf die Gendarmerie schossen. Zwei Gefangene wurden getötet, fünf Gefangene und ein Gehilfe des Pristaws ver w u n d e t. Eingesandt. Für Form und Inhalt allti unter oicici Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Gießen. Ich möchte mir erlauben, die Aufmerksamkeit aus die F r a » z ö s e l e l in der B a h n h o l S >v i r t s ch a l t 2. Klasse in Gieß.n zu lenken. Aul der Speisekarte «and ich heute abend dort verzeichnet: Schnitzel i li Chasseur Teuniedoa Sc. C6pe* (? flauem?) Haricote veru. :C- Aus meine Bemerkung, daß früher ft e t 6 deutsche Ausdrücke aut der Karte standen, und warum diese A e n d e r u n q voraenommeu sei, wurde ich belehrt: ,Tle deutsche Sprache ist zu arm dazu “ Ter betreffende Kellner „lei schon 25 Indre NN Nach" und .er habe ein be'onderes großes Wörterbuch baffir*! Aul einem Betriebe, der mehr oder minder unter Staatsau'ftcht steht, sollte so etwas doch nicht vorkommen. Handel. Die Zahlnngl'chw'erigke'teu ber Göttinger Bank. Göttingen, 31. Oki. Nach betrt von der Treuhand-Gesellschaft ausgestellten Status der Göttinger Bank, flTiiengcfdlfdnft, betragen die Vermögrnswerte nach Abschreibung von 3 000 000 Mk. Außenständen 7 424 168 Mü. bic Schulden 8 356 114 Mk. In ber Masse liegen also 81 Prozent. Dre heute von über 2000 Gläubigern besuchte Versammlung beschloß, der Dank, solle ein Moratorium bis zum 31. De>?mber 1913 gewährt werden j Ter Vorstand sei sofort abzuberufen und Liquidation einzu-« fetzen, denen ein stebenkor^iger Glaubigeratuäsctnrß übergeordnet wird. Dre Gläubiger verzichten auf ihre Forderungen, insoweit cs jc- weüs erforderlich ist, um eine Ueberschuldung adzuwenden und dadurch den Konkurs zu verhüten und eine außergerichtliche Licnii- bation zu ermöglichen Die Bankhäuser: Dresdener Bank, Hildesheimer Bank und Klettwig & Reibstein haben sich bereit erklärt, Forderungen bis zu 100 Mark voll auszuzah.en und die übrigen mit 3 Prozem zu lombardieren. • Die Häuteverfteigerungen der letzten Wochen teigen überall ein langsames Ansteigen ber Preise, besonders für Groswiehhäute. BesonterS auf kleineren Plätzen kommt die Aus- wärtSteivegung scharf zum Ausdruck. Es hat dies seinen Grund darin, >oerl zum Winter die Nachftage nach Bodenleder sehr stark ist unb die kleineren und mittleren Gerber aus ihrer Reserve herausgelockt werten, weil die Preise für Sohl- und Brandsol-l- leter sich befestigt haben. Die letzte Versteigerung der Genossenschaft Kassel, bei ber auch die Gießener Schlachthofsfclle zum Ausgebot kamen, nahm folgenden Verlauf: Es tarnen bei sehr zahlreichem Besuch zum Verkattf 773 tote Ochsenhäute, 162 schwarze Ochsenhaute, 56 rote .Wcideochsenhäute, 654 Bullen haute, 2890 Knh- imd Rinderhäute, 6253 Kalb- und 1943 Schaf- unb Hammel- felle. Bei flottem Gebot und lebhaftem Zuschlag wurden erzielt: Rote Ochsenhäute 57—65 Pfg. (am 14. September b. I. 56v? bis 64 Pfg.), schwarze Ochsenhäute 54»/,—61V, Pfg. (54 bis 62 Pfg.), rote Weideochsen häute 55V,—56 Pfg. (55V, Pfg-), Bullenhaute 52V,—54V? Vfg- (49V,—53'/, Pfg ', rote Rinder- häute 65V,—68r/j Pfg. (65V,—681/, Pfg.), rote Weiderinderhäute 54V,—55 Pfg. (54Vs Pfg-), rote Kuhhäute 611/,—67 Pfg. (61V, bis 67V, Pfg-), rote Weidekuhhäute 53V,—54 Pfg. (531/, Pfg.), schwarze unb bunte Rinderteiute 63—64 Pfg. (52V,—64V, Pfg.), schwarze und bunte Kuhhäute 59—65 Pfg. (58V,—64 Pfg.), das Pnmd bei Schlachtung mit Horn ohne Schweifbein und Maul. Kalbfelle mit Kopf brachten 5,85—10,55 Mk. (5,50—11,25 Mk.), Kalbfelle ohne Kopf 6,50—11 Mk. (6,05—9,55 Mk.), per Stück. Es wurden verkauft per Pfund: Mastkalbfelle 85 Pfg. (81 Pfg.), Fresser häute 63v2 Pfg. (60 Pfg.), Schaf- und Hammelfelle brachten: Blässen 30V, Pfg. (27V, Plg ), fruhgeschorene Wollfelle 40 bis 4iv, Äg.) (39Vs—4ÖV, Pfg ), große Wollfelle 45 Psg. (41 Pfg.), Lammfelle 21V, Pfg- (18—22 Pfg.). 2 •;> Lte Oeffcntliche Wähler-Versammlung am Jmerstag, iitn 2.3ioucinber, tibds.Nlhr, bei Gastwirt Phil. Schaum in Grossen-Linden. >Ä2 ! Schwedischer Kunstmaler. ▼ F IlLBJ 058 VS—KSEbee 151 Gemälde in Del auf Leinen. ▼ KSeyers Schwank in 3 Akten von Fritz Friedmann-Frederich. Ende 107a Uhr. aVn HARCISS MERTENS | Hedy Flott, Hummßm in ihrem Origtnal-Revertoire. Erschein',8il .Wzeißer 0 'mtisblo11 tragen" < I Wiestlk, Scttei statt, oj ppriemP; M liberal B Nii die Lain Sä< i«rbenk querte aber, d „Mrt&i, nicht Mgebung un nicht einem Sb i(inbern baB die tzeshalb sei es «anötage wttre gitte, zu kandn glich, ohne eins- SauMNN beru Reimer: LlindtaBaiididflt Leun. Freie Diskussion. 'dT v'/, Jkr WahlsllOch (fit die Kandidatur Lrnn. ZwiebelnlOOPfd.O.OOM. 'h. .|V ten s's-ä Hdi. Kalbfleisch Seltersweg 12. 09122 Telephon 285. «II lt» !h- ®atbeni I ?,L-?lQmmlunö st Mi in 1 ^uuh DuU er 1 3*Mit in Ä? »S?;, 5S-i A« tS&! taqren IMeil Heute abend Singstunde im Vereinslokal. Um vollzähliges Erscheinen bittet vVn) Der Vorstand. -------------------------------------------------------------L----------------- Thg&S?1* Der heutigen Auflage liegt ein Prospekt der Firma -Kultur", Institut s. Literatur u. Kunst-.Verltn SW. 4»> Wrlhelmstr. 37, über MeherS Großes KouverfatwusLertko» bei kiebigshöhe Jeden Donnerstag nachmittag von 4—6 Ubr: 07885 1 Kaffee Xonzertl Aufsehen erregendes Drama, darqestöllt von der berühmtesten Künstlerin der Welt, Fräulein Polaire, der Schöpferin des weltbekannten Apachentanzes „Dause noir“. Die großen Tageszeitungen schreiben spaltenlange Artikel über die „Polaire", die Dame mit der dünnsten Taille der Welt unb ihre für ihr Spiel erhaltene Riesengage von 15000 Mk. für eine Woche, die ihr eine Düsseldorfer Filmfabrik zahlte. Der besiegte Sieger Kunstfilm, 520 m lang. Inszeniert von Walter Schmidthäßler, Berlin und die übrigen Schlager Der Spielteufel. Ein hervorragendes Drama von Bourgois. Dieses Drama ist eine in ihrer For'n gemäßigte, aber in ihrer Logik schonungslose Anklagerede gegen das Spiel, jenes schreckliche Laster, das in allen Gesellschaftskreisen verbreitet ist. Spielteufel! Dieses Wort ruft vor unseren Augen die schreckliche Vision der Spielhölle hervor, die den kargen Lohn des Arbeiters verzehrt, sowie des Spielklubs, der die Mitgift der Gattin verzehrt. Mit einem Wort: Ein Tendenzdrama ohne Gleichen. Al InMigswill All Wahltage befindet sich dnä Wahlbureau für die Kandidaturen Fenchel. Dorsch im felmWtt z» Giessen Dort werden auch die Wahlergebnisse bekannt gegeben. KOLOSSEUM! Walltorstr. 36—38 Giessen. :: :: Telephon 645 Direktion: Karl Ohm Erstklassiges dezentes Familien-FrogramHi. Täglich abends 8 Uhr. Enda gegen 11 Ohr. Programm vom 1. bis 15. November 1911 Verein Contentia. Sonntag, 5. Nov., nachm. 3 Ubr Familien-Ausfiug auf die Liebtgsböbe. Der Vorstand. V.D. H. Mora Donnerstag abends 9 Uhr Monats- Bersammlung rtel Grokberzog. (vV3 Firttrilte NW Alle diejenigen Damön und Herren, die uns bei der Reichstagswahl in so bereitwilliger Weise unterstützt haben, werden gebeten, Mittwoch, den 1. November abends 9 Uhr, im Restaurant Metropol Plockstraße, zur Einteilung der Arbeit für den Wahltag Sämtliche Gemüse n. Früchte =Konserven= Frisch eingetrosfen in nur besten Qualitäten. onbetS hart tre Snbenen Bea lieflung, Haupts! für seine vorn roire der AM' zu wenig. Tie I er eine weite ) I einsühre und btt I her Einkommen I nod) mehr der I ron den schwach ■ legt würden. ( I Vertrags halt e 1 er streng aus de ■ ständige Gleicht Nach den I Kandidaten spr »'rechtfertigte daZ I schen LaMag. I verantwortlich I live entsprimge | politischen Lag tag könne das Verabschiedung mern beschast r Bestmmunger l leider um de • so werde es folgenden San I breitete jid) ba A Vorteile unb t 0 (d)cn (siienbatyi. U Nach einer 1 leohaste Ausspra 1 da die sozialdeir ■ Redefreiheit reich D wann suchte , ■ leinen wirklich I sch-mungen der I Äs. Munk De I zu welchem auch I Mchrittlichni ( ■ Riegen gelang I »nben sozialdem, |'Dut ber Stuiforbt | "ach Ber Seit! ■ Ivählen. I Hk Herr Kling , Auf tviedni I miT von fachm I dn Auffassz I trage beitret ließen, den w SUMS der urtoiiii|rf)t Zongleur (hei-didtl-dti) Der Wahlausschuß. Donnerstag früh eintreffend Nordsee-Schellfische p. W. 3 5 W. Nordsee-Kabliau p.P d.30Psg. Nardsce-BraWellfislüe p.Ps!>.21Psg. la. Torimall Nachn. T orf streu i.W affff. billigst, Peru- Guano (Füllhorn - Marke) 50-kff-Sack M. 10.30, Melasse-Torfmehl-Futter 75 kff Mk. 7.80, Holzwolle usw. Prospekt ffratis. Nie. Kett, Eltville a. Rhein. Ortsgewerbcverein. MsiiM-Vkrsrniimliiiig Mittwoch, 1. Novbr., 9 Uhr, Gewcrbebaus. Tagesordnung: 1. Wahl zur Ortskrankenkasse, 2. Einzugsgenossenschaft, 3. Verdingungswesen der Stadt Worms, 4. Verschiedenes. (P m