Zrettag, September I9U Erstes Blatt 161- Jahrgang Nr. 205 Wietzener Anzeiger H assv V ,; . Tv.. tf« ?~g SLS-r General-Anzeiger für Vberheffen ->—l>- «” »'»>'«» Rotatlonstirud in6 0erlag 6« BrühPfd)« Unit>..Bnd). und Stelnömtfer«! R. faige. Rrdaffloit, 4rpminifter zu Lüttich eine Konferenz statt, an der der Militärgouverneur, Generalleutnant Heimburger, die die Befestigungen kommandierenden Generale und die wichtigsten Militärbehörden teilnahmen. General Helleband führte den Vorsitz. Die Beratungen wurden geheim gehalten. Währenb der letzten Tage sind Patronen und andere Munition an die belgischen Forts verteilt worden und die Kommandeure erhielten versiegelte vertrauliche Instruktionen vom Kriegsminister. Der französische Minis.errat. Rambouillet, 31. Aug. Der Mini st errat genehmigte die dem Botschafter Cambon erteilten Instruktionen. General Archinard, Kommandeur des Armeekorps der Kolonialtruppen, wurde zum Mitglied des Obersten, Kriegsrats ernannt an Stelle Burands, der die Altersgrenze erreichte. General Lautier, Kommandeur der 4. Infanterie- divifion in CompiSgne, ersetzt Archinard. Ein Telegraphendirnst in Fez. Aus VersailleS ist eine weitere Genieabteilung nach Marokko abgegangen, um in Fez einen T e l e g r a - phendienst einzurichten. Der besuch der türtischen Thronfolger;. Berlin, 31. Slug. Zum Empfang des türkischen Thronfolgers hatten fid) Der Reichskanzler, Staatssekretär v. Kiderlen-Wächter, die Generalität, die Herren der türkischen Botschaft, der türfifd)e Generalkonsul und der Polizeipräsident von Berlin cüigcfunbcu Dcr Taifer erschien in Der Uniform eine# i^cncralseldmar- challS mit dem türkischen Ordensband. Eine Ehrcnkom- >anie deS dritten Gardc-RegimentS zu Fuß erwies Die HonneurS. Der Kaiser geleitete den Thronfolger nach dem königlichen Schloß, wo der Prinz Wohnung nahm Bald nach seiner Ankunft frattete der Thronfolger dem Reichskanzler und dem Staatssekretär v. Kiderlen-Wächter Beuche ab. Der jkaiser verlieh dem hirfifchen Botschafter >aS Großkreuz deS Roten Adler-OrdenS, dem türkische» Thronfolger den Schwarzen Adler-Orden Verl in, 31. Aug freute abend ianb bei den Majestäten im Elisabetdfaal de* Königlichen Stblofici eine Tasel statt, an der die hier bereit* jur Parade cingctroffcnen Fürstlichkeiten mit Gefolgen teilnahmen Der K ö n t g von S ach fen führte Die Kaiserin, der Kaiser Prinzessin Ettel Friedrich, der türkische Thronfolger Prinzessin Viktoria Luise Rechts neben dem Kaiser saß der König von Sachsen, link- Prinz Yhifflr Iziedin, gegenüber dem Kaiser die Kaiserin, zur Rechten Der Kaiserin die Prinzessin Eitel Friedrich, zur Linken der Grou- her zog von Baden. Weiter nahmen an der Tatet teil der Kronprinz, Prinz Ettel Friedrich, Prinz August Wttbetm Prinz Oskar, Reichskantter v. Bethmann frollweg und LtaatS- sekrctär v. Kiderlen-Wächter. Darmstadt, 31. Aug. Der Grobberzog ist heute vormittag zur Teilnahme an der Parade deS GardekorpS nach Berlin abgereist. Dem „Berl. Tagebl." zufolge nimmt Prinz Georg von Bayern als Protektor deS bayerischen Landesverbände,) deS deutschen Flottenvereins aus Einladung des Kaisers an der großen Flottenvarade in der Kieler Bucht teil und wohnt auf der Kaiserjacht „frohcnjollern". Der Grobherzog von Baden und der Fürst zu Waldeck statteten am Donnerstag nachmittag dem Reichskanzler in Berlin Besuche ab Später cmviing der Reichskanzler den Besuch deS türkischen Thronfolgers. Konstantinopel, 31. Aug. Bei der Ueberrcidjung deS Schwarzen Adlerordens an Den Sultan hielt der deutsche Geschäftsträger eine Ansprache, der Kaiser verleihe zum Zeichen der Freundschaft und als neuen Beweis für die Achtung, die er dem Sultan gegenüber hege, ihm die Insignien des Schwarzen und de* Roten Adlerordens Es sei der lebhafte Wunsch des Kaisers, daß die zwischen den beiden Ländern bestehenden freundschaftlichen Beziehungen, die immal» eine Trübung erfuhren, weiter andauerten und sich immer inniger gestalteten. Ter Sultan entgegnete, er danke dem Kaiser iiir die ihm bewiesenen Gefühle der aufrichtigen Fr.undschaft, und bat den Geschäftsträger, feinen Dank dem Kaiser zu übermitteln. Vie Teverungsunruhcn in zranttcich. Paris, 31. Aug. Die in vcrsdstedenen Städten Nordfrankreichs rochen der teuren LebenSmittelprcise vorgekom- menen Ruhestörungen nehmen immer mehr einen fek walttätigen Eharakter an. In Douai) trafen gestern nachmittag mehrere Hundert Weiber und Männer aus dem benachbarten Dorignics ein und zogen, bic Internationale und andere revolutionäre Lieder singend, vor das Stadthaus: vom Gemeiudcrat verlangten sie, daß er wirksame Maßnahmen gegen die Preissteigerung der Lebensmittel ergreife. Der Gemeinde- rat nahm einen Beschlußantrag an auf Abschaffung der Zölle auf Fleisch und andere Nahrungsmittel. Tie Menge gab sich damit aber nicht zufrieden und marschierte unter dem Rufe „Es lebe die Sabotage!" durch die Stadt. Das Zuchtpolizeigericht von Aoennc bestrafte mehrereFrauen, die vorgestern auf dem Markte von frautmont Ruhestörungen verübten, mit Gefängnisstrafen von 2 bis 4 Monaten. von Kurz und blutig ist bei Kampf: als der französische Heerführer den Befehl zum Rückzug gibt, sind bereits Taufende Of'izleren gefallen. Und bin er Rückzug vollzieht sich in der fürchterlichsten Unordnung, ohne Ziel, ohne genau angegebene Richtung, es kommt zu unzähligen kleinen Einzelkämpicn im Salbe unb auf den Straßen, kraftvoll bringen die xeutufcn nach und lassen nicht ab von ben Resten des unglücklichen fron- zösischen Korps. Und nun denkt General de craülo an feine Kavallerie: sie soll Luft schaffen, soll den Rückzug decken. „Ter Adjutant des Generals, Kommandant i?aüLct, trint bei der ftavanmebrigabe Borille ein uno bringt ben Befehl, ba* Vordringen des Feindes zu hemmen und d,e am Mouzon zurück- aedenben Truppen zu decken. General de BooUle bestehlt dem 6 Kürasfierregiment die Attacke. Der Ebern Martin, Kornman- bair ber 6. Kürassiere, antwortet in Gegenwart mehrerer Zeugen seinem Bnqadcgenera!: „Ich kenne Sie nicht wer hnb -u? hübe Sic nie gcscocu." Unb er fügt hinzu: „Wir smd nicht an der wchc, anjujansen," D.a* 6; Kürassierxegiment hlcibr zranzöstsche Erinnerungen an die Tage von Sedan und an die Kämpfe, die die Umzingelung des französischen Heeres in Sedan einlciteten, veröffentlicht Baron 2Ubert Vcrln im Gaulois unb gibt babei ein kritisckics Bild von dem milttärifchen Genie, der iii jenen Tagen bei großen Entfcheibung in dem höheren Offizierskorps der französischen Armee waltete. . Am 3U. August 1870 ließ Napoleon III. aui bem Wege nach Mouzon an ber Mühle von Pon^an fralt machen: „Müh- sam unb von zwei Dienern gestützt stieg er vom Pferbe und ging mit langsamen Schritten, auf ben Arm bes Baron* Verl o gestützt, ein wenig auf unb ab. Die Statt bauerte kaum 20 Minuten : bann ritt ber Kaiser gegen Mouzon und Baybel weiter, während hinter ihm und zu seiner Rechten die Kationen durnp' unb zornigOfummten. T e F a l l l y war in Beaumont ^überrascht worden: der Vorhang des großen Dramas von •seban rollte empor, unb ber Prolog hatte begonnen. Napoleon |uch:c eine Stelle, die ihm einen Ueberblid über das Gelände gewähren und ihm Aufschluß über den Stand bes Kamvies geben könnte. Bei dem Gutshose von Baybel machte er micbcr fralt; hier wurde ein Frühstück gebracht, doch der Katter rührte keinen Bissen an unb blieb taub gegen alle Vorstellungen, lemer Umgebung. Nachmittags zwischen brei unb vier Uhr trat Macmahon mit bem 12. Korps hier ein: noch immer hörte man au* per Gegend von Beaumont die Kanonen herüberbröhnen, unb endlich brachte der General Pajol, den Napoleon um Nachrichten aus- gesandt hatte, die Botschaft, daß bas 5. Korps nch aur Mouzcn zurückzogc. Da* war ber Augenblick, in bem Macmahon, frcrzog von Magenta, bem Kaiser vornellte, daß „balb bie ganze Armee da* rechte Ufer ber Mosel erreicht haben würde, daß er, Macmahon, biet bleiben wolle, bi* die Bewegung vollendet sei, aber, ba alle* gut gehe, bäte er den Kauer, sich nach Carignan zu wenden, wo da* erste Korbs beretts eingerrosten sein müyte unb wo bas Hauptauariier errichtet würbe." Unb so verließ denn Napoleon Baybel: cs war nachmittags 4 Uhr, er war voll Vertrauen auf ben Ausgang des Tages unb wandte sich nach Cangnan, ohne zu ahnen, welche Katastrophe bereits begonnen batte, unb baß ihn nur noch 48 Stunden von bem enbgültigcn Zusammenbruch trennten. Denn währenb Macuiahon dem Rauer sagte, daß „alles gut gehe" unb ibn »um Weiterreisen überrebete, hatten in Beaumont bie Tinge bereits die Wendung zum Schlimmsten genommen. ~ Um 1 Uhr morgen* war General de Failly mit jeincn völlig erschöpften unb lebensmittellosen Truppen in Beaumont ringel rossen. Eine Rast war unabweisbare Notwendigkeit, bie Soldaten mußten ruhen unb essen. Tie Umsicht hätte geboten, das Lager um 9 Uhr morgen* lieber aufzuheben, aber Der General de Failly setzte den . bmarsch erst auf 1 Ubr mittag* feit, ließ seine Tnippen in wirrer Gruppierung m Aeaumonl Quartier nehmen, versäumte cs, die umliegenden Höhen besetzen zu lassen, vergaß es, Rekognoszierungsvatrouillen auszusenden, und verachtete alle Schutzmaßregeln., Die Soldaten wuschen ihre Wäsche, reinigten Gewehre, bie Pferde waren abgesattett, die Artillerie ausgcspannl, die Cffijiere suchten sich stille Winkel zur Ruhe, die Generäle frühstückten, und de Failly ließ der Küche des Bürgermeister* von Beaumont, M. Jaiffon, alle Ehre widerfahren. Unb boch tarnen von allen Seiten Warnungen unb Ankündigungen, flüchtige Bauern, bie burdj bic vorbringenden Deutschen von ihren freien oenneben waren, kamen nach Beaumont, warnten vor bem Vorbringen ber Gegner unb beschworen bie Qssiziere, Schutzmaßregeln zu tressen. Tie aber antworteten: „Tas geht uns nichts an, sagen Sie das dem General." Ta bringt endlich eine wackere Bäuerin in bas frau* be* Bürgermeisters, sie erzwingt sich Eingang, wie nn Sturm bricht sie in das Gemach: „Tie Preußen kommen, in einer Stunde sind sie da." ,,6H bien, wir werden sie empfangen", erwiderte der General und bleibt ruhig am gedeckten Tische sitzen. Fünf Minuten später stürzt ein zweiter Bote ins Zimmer und beschwört den General, Maßnahmen zu treffen, die Deutschen seien in wenigen Minuten da. Aber im Bürgermeisterzimmer nimmt ba* Frühstück ruhig feinen Fortgang. Bi* plötzlich eine beutt'che Granate in bas iranzöfifche Lager einfchlägt, eine ganze certcibigung5lofc Armee überrascht unb eine furchtbare Panik herausbeschwört. Tre deutschen Batterien haben sich mit aller Ruhe 400 Meter von unserem Lager eingerichtet, und unter dem Schutze ihres Ge- schohhagel* bringt bic Jm'anteric jetzt vor. Ein Teil be* Iran- ;öfi|chen Armeekorps rafft sich zusammen unb wiberueht dem Angriff, während General be Failly enblich seinen FrühstückStifch verläßt ■ « ." ruhig in Teckung stehen. Kommandant fraillot wendet sich nun mit dem gleichen Befehl an das 5. Rürafficrregimcnt. „Än- gräfen? Was angreifen?" fragt der Oberst von Eouiensou. „Ta" antwortet der General de Salignac-Fänölon, unb deutel auf bas von Infanterie unb Artillerie iiberzogene Bergrlatcau. „Sie schicken uns in ben Tob, gehen wir," antwortet ruhig ber wackere Lberfl. Unb wie bei ber Parabe, Offiziere vor ber Front, setzen sich bie 5. Kürassiere in Trab, unb mit bcm Ruse: „Es lebe der Kaiser!" beginnt ber Galopp. Ein Enenhagel empfängt ba* wackere Regiment: noch ein paar Sekunbcn. unb ber Oberst, neun Offiziere unb bei jebft Eskabron an bie 50 Mann gefallen. Um bic völlige Vernichtung zu vermeiden, muffen bic traurigen Reste abfchwenken, wenden fick zur Mosel, unb ba alle Brücken abgeschnitten find, «oersen sich bte letzten Kürassiere *u Pf erb in bic Fluten, unb bic meisten von ihnen gehen in ben Wetten unter . . ." « — Ein unbekanntes Napoleonbild. Aus London nrirb berichtet: Bei der Durchsicht und Ordnung einer Sammlung alter Papiere und Toiumente, bic fidi im Maidstone-Museum befindet, hat man jetzt eine interessante Entdeckung gemacht: man fand eme bisher unbekannte Bleistiftzeichnung, die Napoleon auf seinem Sterbebette in Longwood darstettt und wenige Stunden nach dem Tode des großen Morsen hergestellt wurde Tas interessante Bildnis stammt von der Hand des berühmten Kapitän Marry at, dessen phantasieoolle unb spannende Abenteurerromane den britiftben Marineoffizier zu den bekanntesten und meistgelesenen Antoreu seiner Zen machten. Kapitän Marryat wettte m den kritischen Maitagen, in denen Napoleon verschied, als Kipitän der Schaluppe „Bleaoer" auf dem einsamen Felseiland, und er hat die Zeichnung de? toten Napoleon auf besondere* Verlangen des Gouverneurs Hudson Lowe angefeNigt. Das Blatt zeigt folgende Inschrift: „Skizze von Bonaparte, wie er auf feinem Feldbett von Austerlitz au'gebahrt war, gezeichnet von uapitän Marryat von der britischen Manne, 14 Stunden nach jeinem Tode auf Verlangen von Sir frubfon So rot. — Mai 1821." — Ein Lincoln-Denkmal in Washington. Der langgehegte Plan der Amerikaner, bem Anbeuten um* großen Präs io ent en Lincoln in ber Bunbeöhauptstadl ein Ehrenbenkmal zu errichten, das durch Pracht unb Größe Lincoln* würdig fein sott, ist nunmehr endgültig gei unb nicht weniger al* 40 Millionen Mart stehen ,.ic oen d.eL zzSuicpln-SÄcmojial" zur Verfügung. Tic xom- Das Urteil rief unter den Bergleuten des Beckens von Mau- beuge außerordentliche Aufregung bervor. Ter Allgemeine Arbeiter verband forderte die Arbeiter in einem maßlos heftigere Aufruf auf, heute und morgen zum Zeichen des Protestes zu streiken. Im Bezirk Valeneiennes wurden viele Kaufleute von den Arbeitern gezlvungen, sich schriftlich AU verpflicht teu, nur zu den bo:n diesen festgesetzten Preisen zu verlaufen. Die Geschäftsleute, die unter diesen Umständen nur mit Schaden arbeiten mürben, haben ihre Läden geschlossen. Die Metzger beschlossen infolge der hohen Bieh- preise, bis auf weiteres nicht mehr zu schlachten. In Valeneiennes wurden die Fleischhauer, die einer Versammlung im Stadthause beigewohnt hatten, von der Menge beschimpft, so daß sie in ein Cafe flüchten mußten. In Fresnes Drangen die Ruhestörer in die Geschäfte, deren Besitzer sich geweigert hatten, die Eier äu einem billigeren Preise zu verkaufen, vernichteten Die ganze Einrichtung und plünderten die Vorräte. Ein alter Pächter wurde vor Aufregung vom Schlage getroffen und starb. Eine Reiterschwadron wurde nack Valeneiennes abgesandt, um die Ruhe wiederherzustellen. In St. Quentin kam es abends zu neuen Ruhestörungen, bei denen ein Laden vollständig aus geplündert wurde. Ter Unterpräsekt und zwei Polizisten, die einzugreifen versuchten, wurden von Der wütenden Menge verwundet. Paris, 31. Aug. Der Ackerbauminister teilte mit, er werde im nächsten Ministerrat die Ergebnisse der Untersuchung betreffend die Teuerung der Lebensmittel in gewissen Gegenden vorlegen. St. Quentin, 31. Aug. In dem Kampfe gegen die Teuerung in den Lebensmittelpreisen ist es auch heute abend wieder zu ernsten Zwischenfällen gekommen. Fast alle Fleischer- und Bäckerläden wurden geplündert und verwüstet. Trotzdem Polizei und Truppen aufgeboten waren, steckten die Ruhestörer das Hausein es Kaufmanns, das sie ausgeplündert hatten, und mehrere Läden von Pächtern in Brand. Kundgebungen auch in Belgien. Brüssel, 31. Aug. Auf den heutigen Wochemnärkten des Zentrums ist es an fast allen Jndustrieplätzen zu lärmenden Kundgebungen der Hausfrauen gekommen, Die dm Bauern die Preise für Milch, Eier und Butter vorschreibeu wollten. In La Louviöre besetzte Gendarmerre den Markt, in Jolimont und Fontaine l'Eveque mußte die Polizei die Bauern schützen. Telephon in Sen Tisenbahnzügen. Dem Vernehmen nach ist die preußisch-hessische Staatsbahnverwaltung geneigt, Versuche mit telephonischen Einrichtungen in den Eisenbahnzügen anzuslellen. Die Neuerung ist bereits über das gesamte englische Bahnnetz verbreitet. Ausland. Ter türkische Kriegsmini st er Mahmud Schew- ket ist vollständig wiederhergestellt. .Er nahm seine Tätigkeit wieder auf. Aus Portsmouth wird berichtet: In der Jahresversammlung der British Association hielt Broses, or Sir William Ram sah als Vorsitzender eine Reoe, in der er ernstlich vor einer Erschöpfung der englischen Kohlenlager warnte, die, wie er sagte, nur noch 175 Jahre ausreichten. Ein Gesetz, das die ökonomische Ausnutzung seitens der Industrie sichere, fei dringend erwünscht. Aus Lissabon wird gemeldet: Da Duarte Leite die Kabinettsbildung abgelehnt hat, ist Bristo Ca- vacho damit beauftragt worden. Aus Tokio wird gemeldet: Der statt des zurückgetretenen Ministerpräsidenten Katsura zum M i n i st e r p r ä s i d e n t e u ernannte Marauis Saionji hat in einem Gespräch jede Absicht einer grundsätzlichen sachlichen Aenderung oder Regie- rungspolitik in .Abrede gestellt, die vielmehr nach wie vor sich in Mission der schönen Künste hat jetzt den Architekten Henry Bacon mit der Herstellung der Pläne und Entwürfe beauftragt. Das Denkmal wird int Potomao-Park in Washington erstehen. Es handelt sich nicht etwa um ein Standbild oder um ein Denkmal im herkömmlichen Sinne: man w.ll vtel- mehr ein großes Monumentalgebäude errichten, das ein würdiges Gegenstück zu dem Kapitol von Washington bilden soll. Bacon hat endgültige Beschlüsse noch nicht gefaßt, aber nach der Besichtigung des Standortes steht seft, daß man sich für einen großen, aber verhältnismäßig niedrigen Bau- körver entschließen wird, der im Gegensatz zu dem in der Nähe stehenden Obelisk in seinen Verhältnissen die Horizontale betont. Der Bau wird voraussichtlich nur ein Stockwerk hoch sein und mit einer prächtigen Front versehm, die mächttge und in ihrer Form doch strenge, einfache dorische Säulen erhält. ff. Ein Briefwechsel König Ahabs mit dem Propheten Elias entdeckt? Aus Jaffa läßt sich die „Cgyptian Gazette" von einem wichtigen archäologischen Funde berichten, ben eine Expedition des „American Institute of Archology" in Nablous in Syrien in der Gegend des ehemaligen Schechem gemacht hat. Es handelt sich um althebrätsche Schriftstücke, die wahrscheinlich ben Briefwechsel bes Propheten Elias mit bem König Ahab und seiner Gemahlin Jesebel darstellen. Ganz sicher ist es noch nicht bewiesen, ob es sich um diesen Briefwechsel handelt, aber andere Funde, die gleichzeitig gemacht worden find, machen es sehr wah r s ch ein lich. Die Manuskripte sind auf Ton mit einer tief schwarzen, augenscheinlich sehr widerstandsfähigen Tinte geschrieben. Unter anderem ist in den Briefen ein historisches Werk der damal,gen Zeitgeschichte erwähnt, das in der jüdischen Bibel ntcht vor- h-anden ist. — Die Maßregelungen der Louvrebeamten. Nachdem die Untersuchung durch die Verwaltung über den Diebstahl der „Mona Lisa" die verantwortlichen Personen feststellte, beschloß der Minifterrat, Homo Ile, den Direktor der Nationalmuseen seines Amtes zu entsetzen und zur Djsponiblität zu stellen. An seine Stelle tritt vorläufig der bisherige Verwaltungsinspettor des Fmanzmmi- fteriums Pujalet. Der Oberaufseher, der fict) einer Nachlässigkeit schuldig gemacht hat, ist ebenfalls entlassen. — Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg ist am Donnerstag vorm. mit dem Reichspostdampser K^n.g von feiner zweiten Forschungsreise durch Ainta zurückgekehrt. Zur Begrüßung hatten sich ringesun- den her Großherzog von MecUenburg-Scywerin, Herzog Paul Friedrich, mehrere Mitglieder des Senats und andere. Eine reiche wissenschaftliche Ausbeute befindet sich auf verschiedenen Woermanndampfern, die demnächst erwartet werden. den überlieferten Linien der Erweiterung de8 Nationalkredits und der Entwicklung der heimischen Industrie bewege. Japan werde fortfahren, engste Freundschaft zu allen Mächten zu pflegen. Ans Stadt rrnd Land. Gießen, 1. September 1911. eilt Versuch mit der Einschienenbahn. Nächst Homburg ist der klimatisch günstig und landschaftlich schön gelegene Luftkurort Königstein der bedeutendste Fremden- verlehrsplatz im Obertaunuskreis. Dabei sind aber die Eisenbahnverhältnisse keineswegs aünstig, so daß man annehmen kann, daß eine Verbesserung der ZufahrtSmöglichkeitcn für die weitere Entwickluna des Platzes von großer Bedeutung wäre. Vor allem fehlt eine direkte Verbindung zwischen Königstein und Homburg. Nachdem Homburg nun durch die direkten Bäderzüge Nauheim- Wiesbaden (die sogar zu einer Linie Berlin—Nauheim—Homburg-Wiesbaden auSgebaut worden sind) und durch die elektrische Schnellbahn Frankfurt—Homburg seine eigenen Vcrkehrswünsche ziemlich befriedigt hat, sollen nun die Verkehrsverhältnisse im Kreise selbst verbessert werden. Das Schnellbahnprojekt Wiesbaden—Königstein—Homburg hat wenig Aussicht auf Verwirklichung. Statt dessen hat der Landrat des Kreises, Ritter von Marx, nun einen neuen Plan ausarbeiten lassen, der eine $ au- nusguerbahn von Homburg über Oberursel nach Kronberg und Königstein mit Abzweigung nach Frankfurt zur Grundlage hat. Für diesen Zweck haben ihm die Frankfurter Lokalbahn-Aktiengesellschaft (die auch die elektrischen Schnellbahnen Frankfurt—Homburg und Frankfurt—Oberursel betreibt), die Continentale Eisenbahnbau- uno Betriebs-Gesellschaft und endlich Ang. Scherl Entwürfe und Pläne eingercicht. Dieser soll sich bereit erklärt haben, zusammen mit einem großen Bankinstitute die Gründung einer Taunusbahn-Aktiengesellschaft zu bewerkstelligen, um endlich einmal sein bekanntes Einmaschinenbahnsystem zur praktischen Einführung zu bringen. In dem Angebot soll Scherl sich verpflichtet haben, zunächst eine Versuchs st recke von s. ,f Kilometern einschienig zu bauen und die Erprobung zu Lasten des von ihm zu gründenden Unternehmens vornehmen zu lassen. Gibt diese Bahnart zu berechtigten Einwendungen Anlaß, dann soll der Unternehmer verpflichtet sein, die ganze Strecke als Zweischienenbahn auszubauen. Dem Mitte September rusammentretenden Kreistag fällt die Entscheidung über die verschiedenen Bahnbauvorschläge zu. Man wird auf das Ergebnis gespannt sein dürfen, da es vielleicht zu einem technisch sehr beachtenswerten Versuche führen wird. * ** Orbensangelegenhsit. Der Großherzog hat nachstehenben Personen bis Erlaubnis zur Annahme unb zum Tragen ber ihnen von bem König von Preußen verliehenen Orbensauszeichnungen er;eilt, unb zwar bem Hofsekretär 5riebr. Engel bes Roten Ablerordens 4. Klasse, oem Hosreitknecht Kourab Jox mb bem Hoskuischer Tan el Christ ber Kronenorbenmebaüle sowie dem Kaiserlichen Konsul a. D. unb Verlagsbuchhänbier Ernst Vohfen zu Berlin bie Erlaubnis zur Annahme unb zum Tragen bes ihm von bem König von Dänemark verliehenen Ritterkreuzes bes Danebrog-Orbens. •’ Lehr erpersonalien. Uebertr ag en wurde bem Lehrer Aug. Mandel zu Hansen (Kr. Offenbach) eine Lehrer- telle an der Gemeindefchulc zu Kleln-Steinhetm; dem Schul- amtSafpiranten Ludw. Breitwieser aus Groß-Rohrheün eine Lehreistelle an ber Gemeindeschule zu Ulrichstein. Bestätigt wurde der von dem Grasen zu Erbach-Fürstenau auf die erste Lehrerstelle an der Geiueindeschule zu Rothenberg präsentierte Lehrer Wilh. Ihrig zu Airlenbach. — Erled igt ist eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Genieindejchule zu Vol karts h a in. Mit der Stelle ist Organisten- und Borlesedienst verbunden. Dem Fürsten zu Slolberg-Wernigerodc-Gedern fleht das Präsentationsrechi zu. **EineSitzungbe§Provinzialausschusses findet am Samstag, 9. September, vormittags 9 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Enteignung von Gelände in Gemarkung S a a s e n zur Verbreiterung bur Mittelgasse. 2. Beschwerde des F. Alles von Nieoer-Flor- 11 a D t gegen die Festsetzung des Wus^rgeides. 3. Hilfs- bedürftigsteit des Ty. Helo von Osienbach a. M. 4. Gesuch des Wilhelm Schneider zu Butzbach um Erlaubnis zum Betrieb einer Schanlwi^schajt. ** P r e u ß i s ch e K l a s, e n - L o t t e r i e. Die Lose zur 3. Klasse der 22j. Lotterie müssen bis zum 4. Septemoer abends 8 Uhr, bei Verlust des Anrechts, eingelöst werden. Auch müssen die Freilo.e zu dieser Klaffe gegen Rückgabe der gezogenen Lo.e bis zu diesem ZeitpunA in Emp,ang genommen werden. ** September. Der September übernimmt heute die Regierung. Er bildet nach der alten römischen Zeitrechnung den stebenten Monat des Jahres, und wenn er auch in umerem Kalender seit dessen Emsuhrung die neunte Stelle einnimmt, so hat er [einen Namen (der von Septem, d. h. sieben, abzuleiten ist) doch bis auf den heutigen Tag beivehalten. Unsere Altvordern nannten den September Scheiding ober Herbstmonat. Der Land- mann wünscht sich den Herbitmonat recht regneriich, der Winzer aber fürchtet im Gegenteil Niederschläge in diesem Monat außerordentlich. Der September schüttet ein Füllhorn verschieour- artigsten Inhalts über Welt und Menschen aus. Den Patrioten begeistert er durch das Sedansest, dem Bergfreund schenkt er eine klare Fernsicht und dem Weidmann bringt er die Eröffnung ber Jagd, den Söhnen des Mars be,chert er die lustige Manöverzeit und der Knabenwelt gewährt er die Lust am Drachensteigen. Die Herzen,liebender Dorfschönen erfreut er durch die Heimkehr der Reservisten. Den Familienvater beglückt er in den letzten Tagen seiner Regentschaft nicht selten mit dem Umzug. Landkreis Gießen. == ©rüningen, 31. "Ang. Tiefer Tage fand hier die Wahl eines Beigeordneten statt. Es wiirde dec Landwirt Christian August JLheiiu nut 96 Stimmen gewählt. Als Gegenkandidat brachte cs der seitherige Beigeordnete auf 68 Stimmen. -m. Hungen, 1. Sept. Gestern abend brachte ber Gesangverein „Lie^errranz' seinem langjähr.gen Mitglied? K'ärl Schwarz anläßlich ber Feier ftiner sub^nen Hochzeit ein Stäubchen dar. Auch bie Freiwillige Feuerwehr unb ber Rauchckub waren baia) rine ^oorunuug zur Gratulation erschienen. Kreis Lauterbach. ----- Hochwal dl, a ti|< n, 31. eiug. Unser neuer Höhen- luslkurort, der auf eine glanzeno verlaufene Laijon zurück- blickt unb noch zurzeit gut besetzt ilt, empfing heute ben Be- such des Minulets des Innern von Hombergk, Provmzial- bireklorS Tr. Klinger unb Kreisrats von Bechtolb. Während bie letztgenannten Herren schon häufig hier waren, kannte der Minister Hochwaldhaujen noch nicht unb es war erfreulich, von ihm Worte der Würdigung ber ausgezeichneten Lage des neuen Kurortes unb ferner landschaftlich schönen Umgebung von ihm zu vernehmen. ^Frischborn,31. Aug. Zu bem gestern gemelbeten Dranbe in dem Anwesen des Mühlenbe.iners Heinrich Daum hier in der Nacht vom 29. b. MtS. jet bemerkt, daß das Feuer nicht, wie man anfangs glaubte, infolge ber am Tage vorgenommenen Drefcymaschuienarbeiten, fonbern vermutlich auf Brandstiftung zurückzufuhren ift, da nach Eins.cllen ber Drcscharbeüen um 7 Uhr abenbs alles aufs Sorgfältigste gereinigt würbe unb ein etwaiger Funkenaus» wurf ber Maschine bei bem bürren Stroh schon viel früher hätte zum Brandausbruch führen müssen. Großes Lob ist ber hiesigen Feuerwehr zu spenden, bie mit Aufbietung aller Kräfte baS stark gefährdete Wohnhaus, bas nach ber hier üblichen Bauweise mit ber Scheuer in einem Bau vereinigt war unb dessen Tachwerk schon in Flammen stand, größtenteils retten konnte. Der Besitzer war infolge ber hohen Prämie, bie bei einem Mühlenbetrieb von ben Ver- sicherungsgefellschafien verlangt werben, nicht versichert unb erleibet baburdj einen großen Schaben. Kreis Friedberg. L. Bab-Nanheim, 31. Ang. Seit einigen Tagen haben die Vorarbeiten an unserer Quelleinfassung im Sprubelho fe begonnen. In der nächsten Woche werben die eigentlichen Bilbhauerarbeiten an ben Sprubeln ihren Anfang nehmen. Der Bilbhauer Prof. Jobst von Darmstabt leitet fie; von ihm stammt auch der Entwurf oer ganzen Sprubeleinfassungen. Starkenburg und Rheinhessen. D a r m ft a b t, 31. Aug. Der Großh. Baurat Sebastian Weihrich, ber Vorstanb ber Dammbatibehörbe hier, ist in Bab Aibling, wo er zur Erholung weilte, am 25. b. M. plötzlich verschieben. Weihrich war am 24. Juni 1855 in Bensheim geboren. m. Offenbach a. M., 31. Aug. In ber heutigen Sitzung ber Stadtverordnetenversammlung wurden zur Teilnahme an einem Kursus für die Ausbildung von Beamten in der Handhabung ber Reichsverjicherungs- orbnung, ber im Oktober an ber Frankfurter Akabemie beginnt, Obersekretär Reiß, Vorsteher Bopler unb ber Leiter ber Rechtsauskunftsstelle Lube bestimmt. Außerhalb ber TageSorbnung würben Einwendungen gegen bas Bahn- hossprojekt zur Sprache gebracht, bessen lanbespolizei- liche Prüfung am 14. September ftattfinbet. Die Forderungen bestehen darin, baß auf der Strecke Parkstraße bis zur Tulpenhofstraße ber Bahnkörper etwa mit Stützmauern statt ber im Entwurf vorgesehenen Böschungen ausgeführt wirb, um eine Verschmälerung ber Srraßen zu üermeiben. Die Rampen ber Unterführungen sollen keine stärkere Steigung als 1:50 aufweisen, ba bie vorgesehene Steigung von 1:30 für ben starken Lastwagenverkebr zu steil ist. Tie übrigen Wünsche, bie bei ber lanbespolizeilichen Prüfung gclienb g-macht werben sollen, bestehen noch in einer Anzahl Unterführungen, bie bas Projett nicht enthält, unb in ber Forderung, baß im Osten der Stadt eine Hälteste l l e der Robgau- unb der Hauptbahn errichtet wird, an ber minbestens einige Personenzüge halten, besonders bei Beginn und Schluß ber Arbeitszeit. Zum Schluß brachte Stablv. Bruhns namens der sozialdemokratischen Fraktion einen Dringlichkeitsantrag zwecks Ergreifung von Maßnahmen gegen bie Teuerung ein, ber einstimmige Annahme fanb. Danach soll bie Bürgermeisterei bei ber hesstschen Regierung vorstellig werden, daß der Vertreter Hessens im Bundesrat beauftragt wird, dort zu veranlassen: die Suspension der LebensmiAel- unb Futter zolle, bie Ocffnung der Reichsgrenzen für Einfuhr von ausländischem Vieh und Flei.ch unb bie Beseitigung der Ge- treideeinjuhrscheine. Die Bekämpfung ber Lebensmittetteuerung soll auf bie.Tagesorbnung des demnächst in Posen tagenden Deutschen <5iäüietage3 zu setzen beantragt werben und schließlich soll ber Verfas,ungsauchchuß beauftragt werden, mit der Verwaltung zuiammen über weitere Schritte zur Bekämpfung ber Teuerung zu beraten, besonders da- rüber, ob nicht durch Vermittelung ber Stadt selbst ein billiger Bezug von Lebensmitteln, vor allem von Kartoffeln, Brot uno Fleisch für die ärmere Bevölkerung ermöglicht werben kann. m. Dietesheim, öi. Aug. Ein Sittlichkeits- öcrbrecijen beging hier an einem fünfjährigen Mädchen ein lüjähriger Bursche, der von einer ooriigen Fa- ntiiie an Kmoespatt angenommen ist. Der Unhold ging nach ber Tat flüchtig uiw konnte noch nicht ergrijfen werden. Das Kind mußte in ärztliche Behandlung gebracht werden. Hessen-Nafsau. [] Marburg, 31. Aug. Heute fanb in hergebrachter Weise bas Köni gsp r ä iniensch ie ßen des Jäger- U alaillonS statt. Ten Meisterschuß mit 70 Ringen gab der Jäger Ker8 bcicher von ber 3. Kompagnie ab. Er' erhielt den Ehrenhirschsänger. Um 2 Uhr zogen die Mannschaften, nachdem sie bewirtet worden waren, mit Musik in die Kaserne zurück. ---- 21ns dem Taunud, 31. ?lug. In einem großen Teile des Taunus hemcht großer Wasjermangel, so daß die Btanöver des 18. Armeekorps sehr darunter leiden. Abteilungen von Pionieren graben im Manövergelände Brunnen. Tie in vielen Dörfern schon angesagte Einquartierung wurde wegen Wassermangels abgesagt. Tas Ab- brennen von Sedaiisfeuem wurde wegen' der herrschenden Trockenheit und der damit verbundenen FeucrSgefahr untersagt. d. Dillenburg, 31. Ang. Die Umgestaltung unseres Bahnhofes und der Bau der Eisenbahnstrecke .Weidenau — Dillenburg bieten wohl auf mehrere Jahre einer zahlreichen Arbeiterschaft lohnenden Verdienst. Die neue Linie ist auf drei Ausschreibungslose verteilt; m Los 2 sind bedeutende Schwierigkeiten zu überwinden. In dieser Strecke liegt der große, 2645 'Dieter lange Tunnel, der die Ortschaften Rüdersdorf und Tillbrecht verbinden wird. Dieser Tunnelbau wird drei Jahre in Anspruch nehmen. Auf der ganzen Strecke werden außerdem noch vier größere Talbrücken gebaut, von denen die grüßte zwischen Rüdersdorf und Anzhausen 200 Dieter lang und 27 Dieter hoch wird. Unterhalb SechShelden lenkt die neue Bahn in Die Strecke Gießen— Köln em. Universitäts-Nachrichten. hc. Frankfurt a. Al., dl. Aug. Tr. W. U ö b l e r, Assistent am Viychologifchen dnftttut der Akademie Mr Lozrai- und pcn?e(e- ivtffcuiciiaiien, tu als Privaidozenl für das Gebiei der Psli^oiogie, fyllematifchen Philofoptzie und der Philofophiegeschichlc an der Akademie znqelanen worden. Sport» △ Stockheim, 31.Aug. iLm Oberhessischer Sviel- verband für Rasen svort wurde von den Vereinen Lcpoiien, Gedern, Büdingen, Crtenbcrg und Nidda bei Gastwirt Walter gegründet. Eroher Lrandunglück in Gengenbach. In Gengenbach in Baden sind, wie uns aus Offenburg gwelbct wird, bei einem Brande, bet ein HauS B»* Vermischte» fl - Trotzr; 3^ mit Effi LZtz Sittlichkeitt- fünfjährigen 9l* einer botugen ji Ter Unhold gas Ml ergriifen irr Handlung gebro# ■ine Uhr haben, ein i lifferblatt von 8 Metern Eingesandt. (Mr Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehende» Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Dießen, 81. August. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlidte Wetterdienststelle Gieße». ttetterau4H(tteii m pesten am Sain-tag, öen 2. Septdr. 1911: Wechselnd bewölkt, trocken, am Tage mild, nacht« kühl. • Vierzig Stunden hilflos in offener See. 9lu8 Nduyork wird unter dem 31. Aug. berichtet: Der Dampfer .Mohawk* sand auf hoher See sieben Schiss, brüchige auf, die die einzigen Ueberlebenden des kürzlich gestrandeten ViermasterS .Tlalioln Seavy^ sind. Tie Unglücklichen berichteten über die furchtbaren Leiden, die sie durch 40 Stunden, während derer sie hilflos von den Dellen Herumgetrieben wurden, überstanden haben. Ihr Schift war nach vergeblichen Ankeroerfuchen bei Eye 1 on nahe Charleston gestrandet und zertrümmert worden. Die Mannschaft erkletterte das Tauwerk und hielt sich daran so lange fest, bi« die Masten abbrachen. Der stapitän des Schiffes wurde bewußtlos an einen schwimmenden Masi fest. )ie rr t Ski»1 M ‘•’S 6öor'.U" Uniert^ di öie e**1 ff/' "tn Ff kn. ?’u»t Sttei. I ?orb,ti".lh I c- am b e ' ar am 24. | 3n bet heutig I '"sanimlur- I «hu «uöbübi I tter ^fabemie E. I und bet Lchf I • Außerhalb KI -ßen baS tzah,.I IknJanbespoly I y. Die Wt I .Parkslrabebijl 1 mit etüfmou^l langen ausgeij,h:.g 3^i zu betmnb’.r I «ne stärkere ZK I >eschene sietgim I -u steil i|i I ipouzetllchen Hr. I ^en noch in eir.r nicht enthält, ur.t I tobt eine Halle I h errichtet hrirt hallen, befonötri I »um Schluß bra^ | mofratifaien FrL i Ergreifung dü: | na ein, bet ein ie Bürgermcislkre werben, bag tc agt wirb, bon Uc(» unb Fülle: 1 für Einfuhr k. Heiligung der fr >er ütbeusmitu. eninächst in Pon beantragt werbe- uh beauftragt uv er weiter? cd)i\r ten, befonbeii t » ig btt 6tal [I Mitteln, vor qLc | ie ärmere BeM in England. ahr- hunderle später war e« ein Glück für die Menschheit, daß ein ragendes Bridicn, ein lauttönendeS Uhrwerk ihnen die Stunden ß irdete Ader waS soll das bcutiuitage in Berlin, in Hamburg linb gar in den Vororten der Großstädte, wo die Bahnkwssuhrcn töllia daS Bedürfnis nach richtig gehenden Zeitmessern berric- l irn? Für wen schlagen sie in der Nacht? Für LiebeSpärchen, bi, sonst zu lange auflblriben wurden, für Betrunken.-, ixe sich bor der Heimkehr zur Gattin fürchten, für wen, für wen? Tie ">11chtbewunle Verwaltung einer jeben Gemeinde follte doch wenig- f die kirchlichen Behörden beftünmen, die Sckstagivcrke der Ihren in der Nacht ab^ufletlcn, was gewiß leicht zu bewerk- lelligen ist mb in hergebra^lr en beS W* mit 70 Ringen c: # rtompagmc ab. e | ir zogen die SW> In einem gtc? j erinanget, io jt darunter In®*1 im Rlauöoetgei^ ion angesagte e-' L ; abgesagt- I, cn' ber W " , g p: f •’ Der Inhaber der »usammengebrochenen Firma Randohr! & Co., Bankier Wichert, in Berlin ist am Ufer deS Möllen- s«S als Leiche auf gefunden worden. 'Nach den bisherigen Feststellungen hat Wichert ungefähr 200 000 Mk. an Depots , unterschlagen Äußer dem fturSsturz, der vor einiger Zeit an -kbunden. ber Neuyorker und der Londoner Börse ftattfanb, soll Wichert • Graf b e Passy in N eu v o r k? DaS deutsche Konsulat burd) den Zusammenbruch der Bankiers ft miet und Gans in Network untersucht eine Aehnlichkeit»wischen einem Manne ruiniert worden fein. in mittleren Jahren, der sich Albert ^nrceld also nennt gn Neuendorf bei Sköpen in Ostpreußen floh nach einem And am Dienstag im Stadthauie heiratete, und vc a r ts aj i e • ^ne Jnstfrau mit ihrem Kinde in einem vandkahn viangk, der vor einiger Zeit tn »cilbronn auS dem ^elänan^- t)cn (£i[qef(u&. Der Ehemann verfolgte sie schwimmend entsprungen ist. Passy erklärte, nach Poughkeeps geben zn wollen^ ! erreichte den Kahn mitten im Flusse. Im Hand- löierzu wird dem „B. T." aus N e u n °^^noch gekabelt, -.tc qfmmgc fischen Mann und Frau kippte der Kahn um. DaS ffoentität des ManneS, der, wre schon gemeldet, imter dem Namen tzh g r und sein Kind ertranken. siÄ-Mtetan «r MULMS Weffia?®51 - — “■ ^enKlDornaVn«I3$bS;C»ri?Mri6ncbtCTnnSilbSc6.™angr;. Unter d-m BrrbaSt, »irr i»rer nächsten Btrroanbten mit M» cus einer Berliner Zeitung gewigt wurde, erklärte er, das standen mk vergiftet zu haben, wurde m Dhitf teld (Lancaster) Miß e^ä?,e Austen Grasen habe bei ihm den verdacht, da« er Editb Bingbam verhafte^ , . T. m -in.m Sandler ,u Sn habe, nicht aufkommen lasten. Auf bem Schleppdampfer „Anna" benutzte, nach einem Tele- 2er B nmie be^Beirats Lizenzbureaus, an das sich Passy wandte, grarnm auS Spandau, während der Sabrt von saatminle. ernärte einem Rebakteur der ..Neuporker 2:aatszeitung" gleich- der ISjährig^e Deizerlehrling Petroleum jum‘ fall! haft das Bild dem Manne gleiche, der um die Delrats- anzunden seine Kleidung geriet tn Brand. Tlanrnmaft •1 ^baelucht Iwbe D^r d^tsche Generalkonsul stellte fest, warf ihn inS Master und erindte d.e Pamme»-. Ong ruf mürbe lyenj nacpgeiuwl wuot; *T_L ^yul ««__.< ^rmhrni.nh.m irfirorr verlent und ins ftra feine Kinder aufzuioeisen haben, so haben sie jeher einen öunb Tas GcburistagSfest galt denn auch in der Tat einem Hund und zahlreiche fcunbe th*r guten Gesellschaft von Chicago waren dazu nngclahcn. Diese Tiere sind sämtlich darauf breiiutt, auf ihren Hinterpfoten zu gehen, und an jenem Tage waren sie wie Männer und Frauen angezogen. Die £>flnbm, deren Geburtstag gefeiert wurde, trug eine lange Schleppe und eine dicke meiste — Ente die dazu tauglich war, alS Page zu dienen, trug die Schleppe Ein Umzug fand statt, bei dem Sic Tiere zu zweien daherschritten. Aber irgend jemand, der an dem Schauspiel kein Vergnügen fand, warf plötzlich der Ente eine bandvoll MaiS vor, worauf diese sofort IHe Schleppe fallen ließ und das ganze Programm über den lausen warf. In der Verwirrung kam einer der 5?unb- zu Fall und verlor dabei eine Fußspange, die mit Diamanten besetzt war unb einen Wert von 200 000 Mark hatte. Diese Fußspange geriet unter den MaiS. den die Ente fraß, und während eine zweite vündin, die nicht daran dachte, daß sie einen bumpelrock trug, I ^m^no obn yrigl)7on älw Äuth Coast Railwav hat die Elektri- ebenfalls ^msturzte, um die ^ermirrung noch zu erbaben, bub fjijCTun(1 ^ner ihrer weiteren Strcrfen durchgeftchrr. Zu dieser sich die Gitte mit der Diamantenspange ,nS Blaue mtd flog (ft nur nne Zeit von 9 Monaten cnorhcrlub gv- banon nach irgend entern entlegenen Ruheplatz tm Calumelsee ^ra cnqliidie Meilen, d b. 64,4 ftdometer ber Und Ente rote Spange „sah man niemals wieder . (?) - eingleisigen Bahn, umgewandelt werden mufuoi, ohne kf Mo arbeiten die meisten .»rauen? Fm all- j gg ^^rrische Eisen- ''.meinen olaubi man. »«6 bei un« i,t T(lnl*lanb enbfiUiuemafim babnnSoin mufcten’.n ber olrid>?n Seit frrHnarfirtlt werden. E« die meinen Frauen aibenen. 21 bei .rrcmfreich scheint unji in bielei hnl'ttie(t" rid) um ^xt Elektniiüerung der Strecke von London nach Beuebuna Üderboli zu haben. Tenn iDQbrcHb tu Tenl,*.l"”b ticm Ernstall Palace, der bekannten Ricsenvergnügunasanl« einer Bevölkerung oon jibcr 60 lan onen Unroohneru frer Themse Der Schienenstrang der London, Br,gh! 6 Millionen arbeite,ide «itnuen gezählt werden, gibt e6 in u^ank- (Vyaft Railway lauft durch einen Tunnel, der leider so schmal reich, wie wir im .kecolo" lesen, über 7M Millionen Frauen, die . . tncitc ..Irisch betriebene EisenbaHmvagen wie auf der "' ^r Industrie, im handel und anderen Beru'en »«tig ltnb^, wöbe, ’bif nach London Bridge fuhrt, nicht eingestellt werden zu bcuidriditiacu ist, daß jo aronfreidj nur ruub 89 Dhlliouen ronntcn, vielmehr der ältere schmalere TypuS von Wagen bet- Einwohner hat. Ueber 3 Millionen der iranzostschen .tianen sind ^falten werden mußte. Daß trotzdem die neuen Wagen gegen- ''' d-s Landwirtscha't desch.i'tigt.und। etrna Jnaiorien in ber I ( cme wesentliche Verbesserung darstellen, brauch» Industrie In dieser zeichnen sich natürlich ewige Zme,ge dadurch ' - werden. au«, daß dann Jani nur Frauen tätig sind: wir erwähnen d e Umwandlung wurde der Allgemeinen GleftriiitätA- I 'Schneiderinnen, dieWaschennnen. b’e^l‘|mfntunnieriiinen unö bie I in Berlin übertragen. BiSlwr benurte man Gleich- ,»rtfcn(cn. Allem die Schneiderinnen sind zahlreicher als das ganze l . . ioeiter Bcmltzung finden soll, sobald man das pra-i<önf*e die mobiflinnen nberftetgen bieGumine ^nJC' Bahnsnstem der genannten Gesell schast um gewandelt hat von d3«K)0. WaS die höheren Bernte angebt. so Oidtetz 'n Frank-beabsichtigt dies, falls der Betrieb der nun um gewandelten I reich 24 weibliche Rechtsanwälte, 5<3 Äerztinnen, 3 ftaatlicb ge-. sl- • ■ . Aufricöenüdlcitb erweist Tas scheint tmrchaus der orü'te Baumeisterinnen und 8il Sd)rt'tfle(lerinnen und Dichterinnen. I ~ ' ,• Dam kommen die Vertreterinnen der iranzösischeni Buhn^ nämlich O« Tk Eisenbahnen werden, wenigstens soweit eS sich i247 Sängerinnen, 14b8 ^chai.fpielerumen und 641^ Tänzer nnen. I £inint ^ndclt, die eine Großstadt mit einer Vorstadt herbin QOl£cr0Sonen verbrannt E l ber letzten Zeit war zu grotz gvoesen: der Regen reichte nut: I Z > Lut« uM n' 1 aus, den Boden gründlich zu erauicken. und die Sonne sandte na4i| pub uns daruder k . . . (tUHiMthn* rc'c D0T 'hre sengenden Strahlen auf das Land hernieder. Am Ein furchtbarer Brand hat heut „ t . folgenden tage ichen kamen die Bauer., von nn;em zu der »eiuigesucht. «legen 1 Uhr brach »n hcm ^. . g. . wundertätigen Maler mb baten ihn. erst schüchtern dann immc-. I Zimmermann» Karl Lsrschrg Äruer aus * , , mir ’ beftign, ihnen einen neuen Regenguß »om Lvmmel herablufleber tue drei Stockiverken von denen unbewohnt war. den Barometerstand war aber an b:rem Tage keine-weas so, das »weiten Stock hatte die kinderlose ?L -^‘0 man aus Regen rechnen durfte, der Maler si^nd tnlol'edeflen den ten dritten beroobni' der Maurer .A^oers mit Fran und f«hr hilflos gegenüber, und als er erklärte, ihnen nicht bellen |u - Indern. Da» abgebrannte bau- swgt neben der Armbrustfchen f.nnen, da nahmen sie eine immer drohendere valtung an em Handlung, von der Unfalls mn-chuppcn durchs Bran. (omrn immer mehr Bauern hinzu- und der Maler fad, daß »ernichtet wurde. Das Feuer grift mitso rasier Schnelligkeiil^^ Bolk.'wut sich bald nicht mehr zu zügeln wisten werde C« tm sich, daß nur out J ,bm- *u entwischen, und bann verließ er in fluchtartiger ►erben konnten, während an dre Rettung der übrigen Bewohner Dorf, das er wohl erst mittler zu betreten wagen wird, des dauieS nicht mehr zu bemen war. Berbrann t 11n d 1 n,fnn ci Mündlich geregnet hat. ter Zimmermann ftarl Börscht g und Frau und Maurer I • ui a i i a n t> 9 n ch » t u m. An? Mailand wirb berichte: E i c e e r I und Frau und zwei x i n b e r. Bis b£u,eI Tie Grgrbnifle ber limgiten Polkszätiliinq liegen jetzt auch für i’im- % Uhr waren 5 Leichengebo r g e n, von denen nur Die Zden> ^nd vor und zeigeii em sehr bebeutenbei rvachstum dieses 3u- tüät ber Frau Börschig leftflejtellt werben '°nn'e, während die ^„ie.enirums m Norbitatten an. Insgescm t würben 599 200 tbrigen vollständig verkohlt sind^ BiS 11 Uhr, ®or» I •ßer’onen am Zählung^laae in *l';891 wurde keine Polksiäblimg veransiastet 4M 46fi ■j—JT'kf Hunde, die Diamanten tragen Wohin sich Zng^ D,e künnte man wett sehen^^n Nicht in ,tt>cr Stu.. nandmiQ1 amerikanisches Protzen tum versteigt, bat dieser Tage an der «usbltck leibst auf ^0^11 ft^nirm nin ein kbr b^ nhinluh br; amerikanischen ÜongrcsieS, frerr V Rabat Fowler, schränktcr wär< ^b^r nicht nur dem Auge, auch -V bi t . I n nnfm lvirril(j) eindringlichen Beispiele gej.ut. Nachdem er Ubr ctwaS Andere-^e wird m,t anem 9 weidlich im allgemeinen ähr die ,,'aulen Radien" q'ichtmpfi werk versestzM fnn, baSaußa dem ^'^ol täglAh n«n Schl ag I E rgötztc er das dauS mit eina anidiauütben Beschriibiuig SÜSHf?nb»Cn i^rtdfh^nbe^o?einm9a? nach bei int» Gcbun^iagSfesteS, das vor kurzem in Ehica-o oc«aat worden Nacht atont. Nach der^ersten ^ertelstunde soll "nmal, nach1 da I if| alle die faulen Reichen, bic bei dem freut zugegen waren, ttoeiten zwamal, nach der dritten ormmai, nach oa inerten vier- > . . - ... - mal die v 1 aielstundenglocke anschlagen und daraus die Stunden- alocke die Stuiide melbai. Also um Mitternacht, wenn alles tm beten Schlafe liegt, werden lo Schläge ertönen. Man sollte es tn biefn Zeit ber Nervosität und deS von ihr auigebenben Anti- lürmvereins nickst für möglich halten, daß eine gut geleitete Groß- lebt an derartiges mitten tat aus da» Schlafbedürmis ihrer Bc | rnohner duldet 1’5 kann zugegeben werden, daß bet aefchlosienen genfteni Leute mit gesundem Schlaf dieses Schtagwerk nicht stört, aber in heißen Sommernächten, in denen überarbeitete Menschen lo leulx der Schlaf ffleht, ist eine solche Uhr die Qual vieler lausender, denen Bienelstunde für BieNelstunde eingebämmert Wirb, daß sie noch immer schlaflos auf den stissen liegen. Nickst trur Hamburg ist unempfindlich gegen die einfache Forderung der Vernunft, ftirdvnubren in der N.icktt adzustcllen; auch in Berlin, enb was das fdWimmfte ist, in den Vorort en, wo so viele wohnen, ke aus dem Lärm der Großstadt in die dörfliche Stllle der Villenkolonien, gerade der Stille wegen, entfliehen, find eine Reihe von neuen ftirchen mit diesen qualvollen viert el stunden- übten gebaut worden Stein Mensch wagt seine Stimme dagegen K erbeben, denn alles, wa« mit der Religion zusammenhangt, mit Recht jedes behördlichen Schutzes sicher. Aber haben denn diese n-'östlichen Ruhestörer irgend etwas mit der Religion zu tun? Weil es im Mittelalter keine Taschen- und keine vauS- ubren gab, ein allen zugänglicher, rocit^- nx^<* * f ~ eine Notwendigkeit war hat man die H Phfrnftrmirm in r*—c giert Proß Urstadt hat einem Bericht zufolge, ber kürzlich in diesem Blatte jit leien war, in Schlitz etwa geäußert, siege die Neaktioii, lo werde dadurch da« ReichstagSwohlrecht gefährdet. Tiefer Ausdruck ist nicht nett, wirb aber durch leine Wiederholung nicht richtiger. Es mag unter den Teutsch-Nonfervativen und ber Nci «partci vielleicht den Einen ober Anderen geben, bem diese« Wahlrecht nicht reckt ist, bei dem Teil der Reckten aber, ber in Helsen im Kampf gcaen die Linke steht, ber wirtschaft- licken Vereinigung, trifft es nicht zu. Der Führer derselben, ber deutsch-soziale Abgeordnete Liebermann v. Sonnenberg, bat noch in der laufenden Ve^tfllaturpcriobe de« Reichstage« sich babin geäußert, daß mit dem jetzigen ReichstogSwahlrecht wohl auSzulommen ist Der jetzige Vertreter von Alsfeld sowohl al« der von Wießen, die Herren Bindewald unb Dr. st^erner, sind beide deuifck-fozial, ebenfo der Bewerber um Qfienbach-Tieburg, Herr Tem. Der Bewerber um Bensheim.Erbach, Herr Hippel, ist rar oeunme vicncnuiuniui ikuk n-i.,. «uum .n.. -- v—--- . , chnstlich-sozial, aber da« im vor-gen Fabre in Siegen unter mefaer h^Hnndschrift beA Grafen Albert Marcel bc Passy durch Brandwunden ickwer ver etzt und ms Krankenhaus gebrockt, ^„^irkuna neu redigierte Programm dieftr Parte» enthalt unter den Li nnn Mefem im £ü^bureau t>wi(6neten Erklärung Mil Im Rheinselder Forst bei Solberg wurde der seit emlaen ^r^erunaen an die Staatspolitik den Satz: r. Wahrung der £ 'öanbÄdft' be i h aUen SSriftitüden. laaa. »m^unben, Janiwut $ r o 161 * Dotitiften Sed,te .-«bel-nbere b,< bie dem Generalkonsul vorliegen, übereinfHmmt, ebenso fq funben. Man vermutet, daß eS sich um den Racheakt nnes^E»chstagS Wahlrechts. W«MWS4WSWW der^Ankumi.in Neuv^k Eine Frau L r a^ t^ Ti? ftra^ext ist wahrscheinlich durch Bier aus einer SÄfflSiSrel . brnn^ar kein Mittel wüßten, um Regen hervorzubringen, d r namens A^ur F t ck a^ ^^en t^rntt olff in Frankfurt roraen der Kaiserhofaktien- der schrecklichen, ihre ganze Ernte oenudjtfnbfn Zrodttt eü enblich Itu Jute b«m Ucbnittan cn« «unit‘ wSf L f f Q r e endigte in zweiter Instanz mtt der Abweisung em Ende macke. Der Maler antwortete, eS sei da wohl nichts zu unternommm hatte, murbe^eun uxütnmxtum m bfl ^rrn in dem Dermin unvertreten war. machen DZrend nun die am ftopfe Die StcLt Offenbach^tte den Prozeß, der sich um 70000 TL X'sÄÄSWÄVÄ BIÄn u^d getötet. Seme «egletter erlitten schwere^drekte, in erster Iwtan.z verloren.______________ i£Ä.id- & J®™r^n.r°7n $nl^9Ä 8iüt. bie in Saben « jgfä. r\riirksrhpn o||Pr Art FdnOT fcanbroerf • Jcb möchte mich wohl verpflichten, euch vor sprang am 20. d. oon »jtb bei I 1 lU C K5 d L H ti (1 dllt/l MlT gibt deS beugen TaaeS Regen zu verschaneTr' .Lumdas r an gen I.. bein^, rourt>c tol auf gefischt. Sie hatte die Lbsickt, liefert in ieder gewOnschten AusstettunQ preiswert die m iU “ CK'1 Brührsche Universitäts-Druckerei. Schulstr. 7 iaäto: fiel in der L« rm wundencköacr «egen. Aber btt LLrre' auttluh getsteS traut. voiet zum Uioipauy aut onn cpocwia* \a u eet» wieientbal ui voll ständig abgebrannt Der Seliger ft eil er ist in den Flammen umgekommett Beim Abstieg vom Ma tter dorn ist brr Bergsteiger Don- sig ouo Fiume mit Heiden Führern von einer Steinlawine überrascht worden Alle Drei ahnen ziemlich schwere Verletzungen. „ . - Bei den ManSvem in Tirol sind im ® o n b on eg e bt r g e zwei Soldaten abgekürzt Beide wurden schwer verletzt nach Tr»en t gebracht. Em heftiges Gewitter mit Crfanen richtete bei ©all (Xttw) großen Schaden an. Zn 6t. Gerold in Vorarlberg kamen bei einem Brande zwei kleine Linder um ftorreklioncizöglinge kracken im Moskauer Beugbame ein und rolliübriai große 2 ubftable. Äls Der Diebstahl ent* bedt wurde, organisierten die Schuldigen einen allgemeinen Aufruhr unb erkletterten bewaffnet Dafl Tad) der Anstalt, bis sie von der Polizei unb Der Feuerwehr heruntcrgedolt wurden. In Ncmbertow sind bei Schießübungen Der Artillerie durch Eiplosion eines Geschosses zwei Personen getötet unb vier Landleute schwer verwundet I In ftonstantinopel wurden 52 neue Srkranknn. gen und 26 Todesfälle an Cholera gemeldet. Die knicke breitet sich am Bosporus in der Vorstadt Bujur- bete weiter aufl. vcul|che 6ktlroftd)nit in England. So lebhaft der ErfindungSgeist in England sich falber b- I tätigte, so sehr er auch deute nock auf mandren Gebietm ivirnam 11ft so Haden untere Vettern imieito bt« ftvnal« Die Führung in lewifien Beiirlen der Technik doch unS oder den Amerikanern uber- .J cn müiien Die derslellu.ig iwn Farben aus Eteinsthlentttr rar ursprünglich eine englische Ersinbung, ist aber erst von Der deutschen Industrie in vollstem Umfange auigenommen Kirben, so oaß nc bann heute bie luibcbingte Führung auf Dem Stkltmarft bnu t Auch die Elektrotechnik ist in England wesentlich »udlxfr geblieben, ivcnignrne gcgaiübcr Den Vereinigten lataatat imb Tnnidilanb. Tiefe Tatiacke gcroiiuu besondere Bedeutung rn ba I Gegenwart. Denn offenbar ist eine ber wichtigsten Aeränd»- I ruugcii auf technischem Gebiet, bie fick in den nächsten Fahret in weuem Umfange durchsetzen wird, die Elektrnijierung twn Eifen- I bahnen, wo nur irgend die Vorbedingungen dazu gegebenunD. genügend Wasserkräfte lur Verfügung stehen, um elektttsche ftraft billig zu gewinnen und auf weitere Entfernungen bin fort» sulntni, ober wo Stehle billig genug ist, urn aus ihr elektrifche Straft zu ziehen, wirb die Umbildung deS Te6 mu I all seinem Schmutz und feinen maraugiadjen technischen Ihv- Vollkommenheiten in ben elektrischen Betrieb i^nelle Fortschrrtt- nmckeii Dir sehen dies schon letzt mU aller Teuttichtzett auch Ich empfehle Gelegenheits - Posten in Herren-, Damen-, Mädchen- und Kinder-Stiefel äußerst preiswert Eine Partie zu rück gesetzte Artikel zu und unter Einkauf. Rabattmarken-Ausgabe. Wilh. 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