Nr. 1Z8 Erstes Blatt 161. Jahrgang Dienstag, 1. ilugnst 191t WGietzenerÄnzeiger ssfflss 'we’J“ ZJ s=«.aS WV General-Anzeiger für Oberhejjen Wch- SriSmS! Botationsbrud und Verlag der vrühl'fchen Unio.-Vuch. und Sleindruckerei K. Lange. BedaMon, Lrpeditlon und Druckerei: Zchulstraße 7. $?Qnbe:< E.^tb: tüt bett bis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Br. 50 Geschäftsstelle Vahnhofstraste 16a. Anzeige,ttetl: H. ‘^ed- Vie Geheimhaltung der Marottoverhandlungen. Am gestrigen 'Montag haben zwischen dem Staatssekretär v. rtiderlen unb dem französischen Botschaster Can, Kon die Besprechungen wieder begonnen, über die im einzelnen noch nichts Bestimmtes verlautet. 9hir einige Lügen werden auch heute wieder zerstreut, und zwar diesmal von der französischen Regierung. Sie läßt durch die „Agcncc Havas" erklären, eine Tarstellung des „Matin" sei unwahr, wonach Botschafter C a m b o n zu .Herrn v. Äther- len-Wächt er, als dieser in einer Unterredung über bic marokkanische Angelegenheit eine scharfe Tonart anuxindte, gesagt haben soll: „Aber mein verehrter Herr Minister, «ie vergessen, daß Ihr Souoerrain in Miel sagte „Mit oder ohne Kompensation, Marokko ist mir gleichgültig"." Blätter verschiedenster Barteifärbung behagen es, daß niemand im Volke von den fielen, nach denen die Marokkoverhandlungen gerichtet sind, etwas bestimmtes lvciß. Tic „Tägl. Rundsch." z B. fürchtet es, daß Deutschland von seiner Regierung plötzlich vor die vollendete Tatsache gestellt werde, mit „Kompensationen" im tropischen Afrika vorlieb nehmen zu müssen, und die „Possische Zei- t-ung", die sich befriedigt über die fast einmütige regierungstreue Haltung der deutschen Presse ausspricht, meint, die leitenden deutschen Staatsmänner würden doch noch besser daran tun, tvenn sie durch ihr Schweigen das Volk nicht in so kühler Entfernung hielten, sondern in engster Fühlung mit ihm blieben, was auch innerpolitisch nickt ohne Einfluß bleiben würde. Das Blatt scheint dabei auch dafür eintreten Ku wollen, daß Deutschland nicht mit „tropischen Ländereien" sich abspeiscn läßt: Tic gegenwärtig zur (Erörterung stcl-enden Marokkofragen haben eine bei auswärtigen Angelegenheiten sonst selten zu bcobady icnbc sozialpolitische Färbung erhalten. Die Reichs» regicrung bat nichts getan, daZ Bild in andere Beleuchtung zu rücken, und muß der Stimmung, die sich entwickelt hat, 9tcd,* nung tragen. Die Lage ist diese: Tie Erhaltung des unabhängigen marokkanischen Staatswesens und das Festhalten an der Algecira satte wird als eine Sicherung von Absatzgebieten für die deutsck^e Industrie betrachtet. Ebenso wird die Forderung der Alldeutschen: „Wcstmarokko deutsch" begründet mü der Aussicht auf SiedelungSgebiete für deutsche Bauern. Kompensationen in den Tropenlandern dagegen erwecken den Anschein ein er Bevorzugung deS Kapitalismus. Die große Mehrheit des erwerbenden Volks und das Proletariat st ehe n hinter denen, die tropische Pflanzungsgebietc nicht eintauschen wollen gegen Ab sah- und Siedlungsgebiete. Tie Regierung bat cs verschmäh,, die öffent- tiche Meinung zu dirigieren. Vielleicht ist ihr die in Bewegung gesetzte Strömung erwünscht, vielleicht nichl. Wer weiß cd? .3ebenfalls hat sie die diplomatischen Verhandlungen nach alt» nwdischer Weise im verborgenen geführt. Eine Staatsleinmg, die das Richtige tut, ist deshalb noaj Nicht volkstümlich. Will sie es sein — und gewiß nmß ihr daran liegen —, so muß sie tm Volk von bornherein bic Ueberzeugung wecken und nähren, daß sie das Richtige tut. 9uun wird noch eine neue Betracktung in die öffentliche Diskussion geworfen. Mit der Frage der force noire werden schier unbegrenzte Mögliäckcüen aufgccollt. Afrikanische Rekru- ticrung^gebiete! Wir werben mit der Vorstellung geängstigt, daß Frankreich im Bunde mit afrikanischen Kriegshordcn unsere cuio püische Kultur bedroht und daß England mit indischen Hilfsvölkern an seine Seite tritt. Aus solchen Vorstellungen muß der Antimilitarismus einen Anschein von Berechtigung ziehen. Und die internationale Arbeiterverbrüderung wirft sich in die Brust als die einzige Besckmtzerui der heiligsten Güter der Völker Europas! Sollte es angesichts solcher Perspektiven nicht an der Zeit sein, Konraö Duven t- Wiesbaden, 1. .Aug. Ter Geheime Regie- rungsrctt Tr. Konrad Tuben ist heute nacht in seinem Landhaus in Sonnenberg gestorben. Konrad Duden, der noch im vorigen Monat in voller Rüstigkeit seine goldene Hochzeit gefeiert, hat ein Alter von 83 Jahren erreicht. Ter Verstorbene war noch in den letzten Wochen mit der Durchsicht der neuen Auflage seiner „Deutfchen Rechtschreibung", die sein eigentlichstes Lebens- werk ist, beschäftigt. Tuben war am 3. Januar 1829 aus dem Gut Bossigt bei Wesel geboren unb wurde nach dem Besuch der Universität Bonn Gymnasiallehrer m Soest 1869 wurde er Direktor des Gymnasiums in Schleiß; 18<6 kam er in gleicher Eigenschaft nach Hers selb, wo er bis zum Jahre 1905 wirkte. 1872 erschien sein erstes Buck, bic „Rechtschreibung", dem vier Jahre später die „Zukünfte orthographie" folgte. Tann lam sein größtes und bekanntestes Werk, das vollftändigeortyographische Wörterbuch der deutschen spräche, das 1905 bereits in 8. Auflage erschien. Er gab noch eine Anzahl von Schriften über Dasselbe Thema heraus, die alle weit über bic Kreise der Fachgenofsen hinaus ins breite Voll gingen unb außerorbcntlich viel zur Klärung unb Festigung unserer Sprache beitrugen. Seine Rechtschreibung ist heute eines bei unentbehrlichsten Bücher geworden. M. Der Beginn öes Breslauer Unioerfitätsjubiläums. AuS Breslau wird uns berichtet: Hier begannen am heutigen Montag unter Beteiligung von Vertretern 46 dem scher und ausländischer Universitäten unb von 16 'Jlfabenüen, sowie von tauicnben ehemaliger Stubemen der hiesigen Unioerfität die mehrtägigen Festlichkeiten des hundertjährigen Bestehens der Breslauer Universität. Straßen und Plätze der Stabt prangen im festlichen Schmuck. AIS Vertreter des Kaisers trifft ber Kronprinz am Mittwoch hier ein, während der größte Teil der übrigen Ehrengäste, so der preußische Kultusminister von Trott zu Sol;, der Kardinal Fürstbischof Tr. Kopp, bereits hier emgetronen sind. Ten Auftakt zu den mehrtägigen Festlichkeüen bildete die Eröffnung des deut sch- akademifchen Olympia durch eine Festsitzung, die am heutigen Abend im Musiksaale der Universität stattsand. Die überaus zahlreichen Nennungen für bic sportlichen Veranstaltungen beweisen, ein wie tiefes Interesse unb Verständnis da- Schweigegebot aufzuheben und bic Diskussion wieder in reale Bahnen zurückzuführen'? Das auch das Endergebnis der Marotko- kriie fein mag, es kommt darauf an, aus der auswärtigen Politik auch Nutzen zu ziehen für dicinnervolitische Lage. Ter Reichskanzler hat eine Störung der Verhandlungen mit Frankreich von keiner politischen Partei zu besorgen, ^cr er muß ihm daran gelegen sein, im Einverständnis mit dem Volk zu einer Lösung zu gelangen. Tie Ereignisse auf marokkanischem Boden. Paris, 31. Juli. Ten Blättern zufolge ist in Tanger ein Funkentclearamm aus Fe; vom 29. Juli eingetroffen, nach welckem der Sultan die Befürchtung hegt, daß nach der Ernte die B e r b e r st ä m m e d e S Mittel- atlaS sich von neuem erheben werden. Mulan Hasid scheine sehr beunruhigt zu sein, tverl ihm bic zur Vermehrung ber scherisischen Armee erforderlichen Geldmittel immer noch nicht zur Verfügung gestellt worben seien. AuS El Kfar wirb gemeldet, Oberst Snlvestre habe beschlossen, für die Besattungstruppen Hvlzbaracken zu errichten, um sie gegen die Unbilden der Witterung des Herbstes und des Winters zu schützen. Man erblicke darin den Beweis bahn, daß Spanien nicht baran benfe, feine Truppen aus El Kfar zurückzuziehen. Paris, 31. Juli Aus Eadix wird gemelbet: TaS Kanonenboot „Panther" ist hier einaetrofsen, um die Post für beit Kreuzer „Berli n" hier aozuholen. Richtigstellungen der französischen Regierung. P a r i s, 31. Juli. Ter „Agcncc HaraS" wird versichert, daß bie in gewissen Pariser Blättern über den Stand der Verhandlungen zwischen Frankreich und Deutschland veröfsentlichten Mitteilungen ungenau oder verfrüht seien: erst int Lause dieser Woche, nach den Unterredungen, die der Kaiser mit dem Reichskanzler unb dem Staatssekretär von Kiderlen-Wächtcr gehabt hat, iperben bie Verhandlungen einen aktiveren, entscheidenderen Charakter annehmen. (Diese Dericktigung bezieht sich auf eine Melbung, wonach ein günstiger Abschlug ber Verhandlungen schon für die nächsten Tage zu erwarten fei.) Ferner veröffentlicht die „Agence HavaS" folgende Rote: Verschiedene Zeitungen haben sich in ber letzten Zeit zum Echo ucn tendenziösen Gerüchten gemacht, denen zufolge Deutschland zu ungemöbnhajen Einberufungen von Reservisten schritte, während Frankreich außergewöhnliche ^militärische Maßnahmen träfe. Diese verschiedenen Gerüchte entbehren jeber Begründung. .________________________________________ poletifdyc fcaaesfeban* (iine schaurige Statistik. In einer der jüngsten Nummern ber HUmch. Zeitschrift „März" hat Hermann Fr i eb em an n in seinen Querzügen der Statistik solgcnbe sprechende Tatsache über unsere Kultur deS Friedens unter dem Titel: Struggle forlife (Kampf ums Dasein) zusammengestellt: In Deutschland sterben jährlich 13000 bis 14 000 Personen durch Selbstmord: 10000 durch Unsall im Beruf: 1000 durch Verbrechen; ein paar Tausettd durch verschiedenerlei Unfall. Das find 30000 int ganzen, die auf gewaltsame Weise enden. Mitten im Frieden und jahraus, jahrein; mit tödlicher Präzision. So blutig ist der Alltag unseres Daseins. Scheioet mau aus der Selbstmord- zisfer bic Frauen und Kinder aus, so bleiben unter 300000 Todesfällen männlicher Erwachsener 10090 Selbstmorde. Jeder dreißigste Mann ist em Selbstmörder. . . Im Kriege 1870 sielen 26 000 deutsche Soldaten: 6000 Tote unsere akademische Jugend den gesunden Leibesübungen entgegen- bringt. In so ziemlich allen seinen Zweigen wird der Sport in spannenden Kämpfen während ber Dauer des Unwersitatsiubi- läums täglich vorgesührt werden. Tennistourniere, Wettspiele, Ruderregatten, Fecktlourniere, Emzel- unb Sechskämpfe, Wettschwimmen, em Hochschnl-Eilbotenlausen, turnerische Wettlämpse und gemeinsame Hebungen deS Akabeinischcn Turnerbmrdcs sowie allerlei Leistungen auf dem Gebiet des Schwimmsports wird diese beutsch-akademiiche Clnmpia bilden. Geheimrat Professor Tr. Hillcbrandt, Geh. Medizinalrat Professor Tr. P artsch (Breslau) (namens des akademifchen Ausschusses für Leibesirbnngen an der Universität Breslau), Oberlehrer Tr. Siebert .Berlin), Direktor Knorr, Vorsitzender des Verbandes alter Turnerschaitcn, Professor H. Raydt Leipzig) (ber Vertreter der Zentralstelle für Volks- unb Jugendspicle) und ftnb. jur. E. ftunert, Sucvia, (für die Breslauer .Studentenschaft- hielten Begrüßungsansprachen. * — Ueber eine Freunbin Richarb Wagners, bereu Beziehungen zum Meister burch bic von Frau Eosima redigierten Lebenserrnnerungen in ein falsches Lickt gekom- men sind, schreibt Tr. Hans Scholz in der Münchener Wochenschrift „Marz": Zu den wichtigen Punkten im Leben Wagners, bereit völlige Aufhellung ber Zukunft Vorbehalten ist, gehören des Meisters Beziehungen zu Mathilde Maier. In den Memoiren wird auch dieies Verhältnis als ein rem freundschaftliches hingcstellt. Um ,'o erftainilec ist man freilid) später über Wagners „unbefanaenen Wunsch", sich seinen Penzinger Haushalt — in Abwesenheit feiner au — von dieser Freundin führen zu fassen. Daß er Mathilde mit diesem erfolglosen Ansinnen „in die höchste Aufregung" versetzte, kann der Meister anscheinend nicht begreifen. Aber abgesehen davon, daß wohl lein junges Mädchen von gutem Rufe jid) zu einer so leicht mißmbcutenden Rolle beauemt haben würde, wird der, welcher die näheren Umstände kennt, die Aufregung Mathildens doppelt gut verstehen können. War 'JJuatbilbc Wesendonck Wagners erste Isolde, so kommt Mathilden Maier dock mindestens die Bedeutung der „Isolde Weißhand" zu. Ta sie bie intimste Jugendfreundin meiner Mutter war, so bin ich in der Lage, heute schon ein Scherflem zur Berichtiguna entstellter Tattachen beitragen zu können. Wagner lernte, wie Weißheimer bestätigt, Malhüdc Maier 1862 zu Mainz im Schott scheu Hause kennen. Frau Schott hatte das schöne, intelligente 'Mädchen auch besonders deshalb cingelaben, um Wagners Behauptung, „es gäbe in Deutschland gar feine schonen, blonden Frauen mehr" zu widerlegen. Weißheimer erzählt, daß ihm Wagner naa) dieser ersten Begegnung Mathildens „gelt nb 70000 Verletzte kostet jährlich allein bic Industrie. Alles zusammenaerecknel, so schreiben dazu biiK „Münch. Neueste Nackr ", stirbt in deutschen Städten feder zehnte Mann eines gewaltsamen Todes. ES ist kein Druckfehler; jeder zehnte. Noctot alS Ruhmtedner Preubevk. Dir lesen in der „Voss. Zig.": Ter französische Gewertschastsführer flvetot, ber vor acht Tagen im Gewerksckastshause zu Berlin den Mund sehr voll genommen hat unb sich dann als vorsichtiger Mann ber Ausweisung durch schleunige Flucht entzog, entpuppt fiel) nach feiner Rückkehr nach Paris als Ruhmredner Prenßens. Er bereitet feinen Parteifreunden in Deutschland, die seinen großen Worten vor acht Tagen jubelnd zustimmten, eine peinliche Uebcrraschung, iitdem er die preußischen Verhält nisse auf Kosten der eigenen Heimat preist. Pvetot gibt setz: in der „Bataille snndicaliste" seine deutschen Reiscembrucke zum besten. Er bedauert, daß er fick nickt hat^ fassen lassen, er hätte nützliche Vergleiche anstetten können. Schlimm c r, meint er, kann es unter ber Regierung beS Kaisers auch nicht sein als unter bet Eaillaux'. „Jedenfalls," fährt er fort, „stelle ich fest, daß ich mit 10 Kameraden, französischen Qkiverficbaitcni, nacti Berlin gehen konnte unb daß keiner von uns die geringste Einschränkung erlitten hat. Kein preußischer Büttel hat uns belästigt oder herausgeforderl. Wir haben s o g a r f r e i e r s p r e- chen dürfen als in Frankreich. Vor einigen Jahren konnte der zu einer Pariser Volksversammlung ciiigclabeite Peter Kropotkin in Frankreich nicht landen, und Tom Mann wurde auogcroiefen. Dasselbe würde zweifelsohne auch beute geschehen Die Berliner Polizei beitete sich dagegen an meine Berten erp. nachdem ich gesprochen hatte, und auch das nur auf bic Hetze eines gewissen Teiles der deutschen Presse bin." Hiemacy zu urteilen, meint das genannte fortfcnrntlidir Blatt, dürste bie agitatorische Ausnutzung beS Faltes Pvctot durch die deutsche Sozialdemokratie sehr bald aufhören. Lin neuer Brief Oer LntMrer Richters. Die Räuber, bic den deutschen Ingenieur Rickfter entführt haben, wollen sich anickeincnb tctzt mit einem geringeren Lösegelb zufrieden geben. Sie haben dnrck einen Schäfer einen neuen Brief üocrbringcn lassen. Es ist in: erhört, daß dieser Unfug immer noch nickt fein Ende erreichen kann. Nun heißt es gar, die türtischen Behörden wollten ihre Nachforschungen endgültig als ergebnislos ein- stellen. Jetzt wäre für bie beutsche Regierung dock bie Zett ncLommcii, energisch einzuschreiten. Wenn die Herren Räuber von den Hirten und Bauern so sehr gehegt und gehütet werden, so sollte man auch bic Hirten und Bauern dieser Gegend unter einen fchärseren Druck nehmen, wenn man nicht vorzieht, für die Rettung Richters eine hohe Belohnung auszuschreiben. Wir erhalten folgende Meldung: iLaloniki, 31. Juli. Ein Schäfer brachte einen neuen Brief ber Rebellen, bie den Ingenieur Richter entführt haben. 5ic verlangen in dem Schreiben, bas deutsche Konsulat möge doch einen Vertrauensmann z u ihnen s e n d c n. Tiefer werde in keiner Weise feindselig angegriren werben, er habe nichts ;u befürchten, man wolle bloß mit ihm wegen der Höhe des Lösegeldcs ihtb der Zahlungsmobaliliten unter handeln. Tie Räuber fügten dem griechisch geschriebenen Briefe wieder bic Drohung zu, baß Mchter umgebrackt werde, falls man ihrem Verlangen nicht entspreche. Die Behörden beabsichiigen die Nachforschungen im Llhmpgebiet cintuftellcn, weil sie zwecklos sind. Ihrer Meinung nach haben bic Müder bereits den türkischen Boden verlassen. Emc Abteilung von türkischen Truppen scheites Gesichtchen" unb ihren feinen Takt gerühmt habe. Von da an besuchte bet Meister bie rasch liebgewonnene Frcuiibin von Biebrich aus oft im Hause ihrer Mutter und embmig auch öfters den Besuch von Mutter und Tochter in seinem Biebricher Domizil. Im Lause der Zeit vertiefte sich dieses Verhältnis mehr unb mehr; cs blieb nicht bei ber Freundschaft. Das gegenseitige Einvernehmen gestaltete sich so innig, daß Wagner diese Bezied ungen zu dauernden machen wollte. Allein bic Scheidung von seiner Gattin Mimia, bic zu jener Zeit ernstlich erwogen wurde, kam nicht zustande, und da sich gerade damals ein ererbtes Gehör leiden MaihildenS in bebentlichcr Weise steigerte, gab sie den Meister frei mit ber Degrünbung, ein Mann, dessen Reich di. Wett der Töne sei, könne unter diesen Umständen nicht glücklich mit ihr werden. Im vergangenen Jahre starb Mathilde Maier als Siebcn- undsiebzigjährige, noch bis ms hohe Alter eine reizvolle Erscheinung. Sie hinterließ weit über hundert Briese dec Meisters, um deren Besitz Frau Cosima Wagner sich wiederholt, aber ver gebens, bewarb. Mochte eine möglichst lückenlose USublifatioir dieser intimen Dokumente recht bald zu erwarten sein.' (Sin* so wichtige Episode un Leben eines großen Mannes darf nicht mit Stillschweigen übergangen werden. ff. Ein Blatt aus bcm Tagebuch des Weltum- seglers Eook. Bei So'thebys gelangte, wie aus London gemeldet wird, dieser Tage das einzige erhaltene Blatt aus dem eigenhändigen Tagebuche des ersten Weltumseglers über feine „Erste Reise" zur Versteigerung. Tas kostbare Blatt erzielte schließlich den außcrordeMlich hohen Preis von 9020 iRark. Es ist datiert vom 5. und 6. Mai 1770 und berichtet in schmuckloser Sprache über den Aufenthalt EookS in ber Bothany Bay (in Lst- au(Italien : es gibt zunächst bic Ursache für die Benennung dieser Bucht an: „Tie große Zahl von neuen Pflanzen usw, bi: unsere Herren Botaniker an diesem Orte gesammelt haben, veranlaßte mich, ihm Den Namen Botany Bap zu geben;" dann fährt Eook fort: „Mehrere Tage lang wurden wahrend unseres Ansenthattes in diesem Hasen die englischen Farben am Land gehißt; und ich sorgte ferner dafür, baß in einem der Baumstämme nahe dem Wasservlatze ber Name unseres .Schiffes eingeschnitten wurde." — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. In dem Palazzo Farnetz in Rom wurden zrn Bilder von Guido Bem unb eines von Rubens g e st oh len. Von den Tfcbcn jeblt jede Spur. Ter P.ortjer de- Pal.'s?, wurde verhaftet, ■ ■ < Ausland. Das englische Unterhaus nahm die Verhandlung über das Versicherungsgesetz wieder auf und wird sie wahrscheinlich in den nächsten beiden Tagen fortsetzen. Der neue Vertrag über die neuen türkischen Bahn- bauten sieht auch den Bau von Dafenanlagen in San Giovanni di Medua vor. Dem Vertrage zufolge muß die Gesellschaft die Studien der Bahnen der europäischen Türkei Linnen 16 Monaten beendigen und der Regierung die Pläne nebst den Angaben über die Baukosten vorlegen. Falls die Regierung die Baupreise zu hoch findet, erfolgt die öffentliche Ausschreibung. In diesem Fälle entschädigt die Regierung die Gesellschaft für die Kosten der Studien mit 30 Pfund per Kilometer. Dem Stott „Seime Turc" zufolge stimnrte Frankreich infolge des Abschlusses der Bahnverträge einer vierprozentigen Zollerhöhung Und der Anwendung der Patentsteuer auf Fremde zu. Deutsches Reich. Der „Berliner Lokalanzeiger" meldet aus Straßburg: Der bereits seit langem vorausgesehene Riß im lothringischen Block zwischen den liberalen und klerikalen nationalistischen Führern, der bei der vorwöchigen Hauptversammlung mit Mühe vermieden worden war, ist nunmehr eingetreten. Der Block bat nämlich in Metz bereits für den ersten Wahlgang eine Einigung mit dem Zentrum geschlossen. Darauf ist der frühere Vorsitzende und jetzige Alterspräsident, Geheimer Justizrat Ditsch aus der Partei ausgetreten. Man erwartet weitere.Austritte. Zur „Preußisch-Süddeutschen Klassenlotterie" wird noch gemeldet: Diese erhält ihre Wirkung vom 1. Juli 1912 lab. Für Baden ist in dem Vertrage für die ersten Jahre eine Garantiesumme von 690 000 Mark jährlich zugcsagt. Für die folgenden Jahre der Vertragszeit erhält Baden einen Gürags- anteil nach Verhältnis der abgesetzten Lose. Die Lose werden in Baden durch Lottericeinnehmer vertrieben, die von einer badischen Behörde angesteklt werden. Aus Statt und Land. Gießen, 1. August 1911. Musiker und Lehrer. Auf dem 24. allgemeinen deutschen Müsikertag, der dieser Tage in Zittau stattfand, wurde auch ein Antrag verhandelt, vom Kultusministerium einen Erlaß zu erwirken, der den Volksschullehrern die Schädigung der Zivil- berufsmusiker durch privaten Musikunterricht, durch die Leitung von Gesangvereinen usw. verbietet. Der Antrag wurde schließlich zurückgezogen zugunsten eines anderen, der das Präsidium des Musikertages beauftragt, „gegen die Musikunterrichtstätigkeit der Schullehrer die von Fall zu Fall notwendigen Schritte zu unternehmen". Die Anträge sind typisch, wenn es sich darum handelt, zu zeigen, was aus einer Sache herauskommt, wenn man sie lediglich als Standesfrage behandelt. Selbstverständlich haben die Musiker das gute Recht, ihre Standesinteressen wahrzunehmen, ebensogut wie die Lehrer dies Recht für sich in Anspruch nehmen; aber wo höhere sachliche Interessen in Frage stehen, da müssen bei den Musikern so gut wie bei den Lehrern die Standesfraaen zurücktreten. Das. sachliche Interesse ist hier offenbar die Pflege und Verbreitung guter Musik. Wer dem am besten dient, der dient unserm Volke, mag er Musiker oder Lehrer sein. Es gibt bekanntlich „Musiker", die verzweifelt wenig von guter Musik verstehen, und es gibt andererseits „Schullehrer", die in der edlen Kunst das höchste leisten. Wo kein Mangel an guten Musikern ist, z. B. in großen Städten, da sind wir durchaus der Ansicht, daß die Lehrer sich nicht bemühen sollten, den Berufsmusikern das Brot zu nehmen. Wie die Dinge aber auf dem Lande und in kleinen Städten liegen, das brauchen wir unseren Lesern nicht auseinanderzusetzen. Schließlich kommen in dieser Frage außer dem musikalischen Können noch Persönlichkeitswerte in Frage. Ein Volksschullehrer mit bescheidenem musikalischen Können kann vermöge seiner persönlichen Eigenschaften ein besserer Musiklehrer und ein besserer Gesangvereinsdirigent sein als der ausgezeichnet ausgebildete Berufsmusiker. Es wird dem Musikertag denn auch wohl nicht viel nützen, wenn er die Behörden gegen die Konkurrenz der Vokksschullehrer aufruft, weil eben die Behörden in erster Linie die oben erwähnten sachlichen Gesichtspunkte ins Auge fassen müssen. Der einzige Weg, vorwärts zu kommen, ist für die Musiker der, baß sie ihren Stand von minderwertigen Elementen freihalten und als Künstler und Persönlichkeiten das Beste leisten. Dann findet sich alles andere von selbst, und es bedarf keiner .Erlasse und keiner sonstigen behördlichen Maßnahmen, Gewitter und Zeuerschäden. - Die Unwetter am Sonntag haben in Oberhessen mancherlei Schaden, aber auch den langersehnten durchdringenden Regen gebracht. In Ruppertsburg glichen die Straßen Bächen, das Wasser drang in die Gehöfte und Ställe; der Blitz äscherte die Scheune des Landwirts Konrad Hö g y ein. Bei Grünberg und Queckborn bis Mücke herrschte ein Hagelwetter. Bei den genannten Orten stand heute noch das Wasser in den Gräben. Die Flüßchen des Pogelsbergs, die bisher einen sehr niedrigen Wasserstand zeigten, sind sehr gestiegen. Bei Oberkleen, Hörnsheim und Dillingen wurden Kornhaufen vom Blitz getroffen und brannten nieder. In Rieder-Weisel traf ein sogen. Walter Schlag das Haus des Landwirts Häuser; das Gebäude ist stark beschädigt. Es liegen noch Nachrichten aus folgenden Orten vor: -n. Göbelnrod, 31. Juli. Gestern nachmittag kam nmertoartet ein schweres Gewitter über unseren Ort. Der Regen floß in Strömen, gemischt mit haselnußgroßen 'Stiefeln. Straßen und Wege waren in kurzer Zeit überschwemmt und stellenweise drang sogar das Wasser in die Keller ein. Auch die Gemarkung hat infolge dieses Wetters .großen Schaden erlitten, indem die Frucht mancher Uecker ganz niedergeschlagen oder teilweise mit dem Boden sortgerissen wurde. + Lauter, 31. Juli. Gestern nachmittag hielten sich heftige Gewitter zwei Stunden lang über unserer Gemarkung und endigten gegen 6y4 Uhr mit einem starken Hagel und sehr starkem Regen. Die Wassermassen waren so groß, daß sie Kornsicherlinge aus dem Felde bis in die Mitte des Orts schwemmten. Das Feld in der Richtung nach Grünberg zu wurde am schwersten vorn Hagel getroffen. Der Schaden an dem Getreide ist bei der jetzt reifen Frucht sehr groß. Auch die Obstbäume wurden vom Sturm uno Hagel viel beschädigt und die noch unreifen Früchte heruntergeschlagen. Die meisten Einwohner sind versichert. Lauterbach, 31. Juli. Gestern nachmittag gegen 5 Uhr schlug der Blitz bei dem hier niedergegangenen Gewitter in den Schornstein des hiesigen Schlacytyofgebäu- des ein ohne jedoch zu zünden. Dagegen wurde in der Küche des über dem Schlachthause wohnenden Fleischbeschauers Blum und auf dem Dachboden durch Zersplitterung von Balken und Mauerwerk einiger Schaden verursacht. Vor einigen Jahren wurde das betreffende Gebäude schon einmal durch Blitzschlag beschädigt Laub ach, 31. Juli. Gestern nachmittag gegen 5 Uhr zog ein schweres Gewitter über unsere Stadt. In die Scheune des Landwirts Konrad Lauk schlug der Blitz ein, ohne zu zünden. Verschiedene Korn haus en außerhalb^ der Stadt wurden durch Feuer vernichtet. Auch int Schloßgarten hat der Sturm mit verheerender Gewalt gewütet, mehrere Bäume teils abgebrochen, teils entwurzelt. In Ruppertsburg wurde eine mit Erntevorräten reichlich gefüllte Scheune durch Blitzstrahl entzündet, sie brannte vollständig nieder. ** Die Verkehrs-Einnahmen aus dem Per- sonen-und Güterverkehr betragen nach vorläufiger Feststellung: 1. für die Eisenbahndirektionsbezirke Frankfurt a. M. und Mainz: a) im Monat Juni 1911 12 051000 Mark oder gegen das Vorjahr mehr 757 000 Mk. = 6,70 Prozent; b) in der Zeit vom Beginn des Rechnungsjahres 35 055 000 Mk. oder gegen das Vorjahr mehr 928000 Mk. = 2,72 Prozent; 2. für die Preußisch-Hessische Eisenbahngemeinschaft: a) im Monat Juni 1911 177 486 000 Mk. oder gegen das Vorjahr mehr 17131000 Mk. — 10,68 Prozent; b) in der Zeit vom Beginn des Rechnungsjahres 519 744 000 Mark oder gegen das Vorjahr mehr 36140 000 Mk. -- 7,47 Prozent. *• Personalien im Steuerwesen, Der Großherzog hat am 29. Juli d. I. den HauptsteueramtSassislenien Karl Carl in Mainz zum Revisionskontrolleur und den Finanzaspiranten Karl Weidmann aus Gießen zmn Hauptsteueramtsassistenten ernannt. — Erledigt ist die Stelle eines Steueraufsehers in Sprendlingen (Rheinhessen). ** Zulassungen zur Rechtsanwaltschaft. Am 16. Juni wurde dem Rechtsanwalt Dr. Friedrich Bangel zu Offenbach neben der Zulassung bei der Kammer für Handelssachen zu Offenbach und dem Amtsgericht daselbst die gleichzeitige Zulassung zur Rechisanwaltschatt bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg erteilt; am 19. Juni wurde der Referendar Franz Mäher zu Mainz zur Rechtsanwaltschaft bei dem Landgericht der Provinz Rhei.nhessen, am 20. Juni wurde der Regierungsassessor Dr. Otto W a l l v t zu Darmstadt zur Rechtsanwaltschaft bei dem Oberlandesgericht, am 1. Juli wurde der Gerichtsassessor Ludwig Hill zu Mainz zur Rechtsanwaltschaft bei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen zugelassen: am 6. Juli wurde dem Rechtsanwalt Dr. Hermann Rothschild zu Offenbach neben der Zulassung bei der Kammer für Handcls- fachen zu Offenbach und dem Amtsgericht Offenbach die gleichzeitige Zulassung zur Rechtsanwaltschrft bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg erteilt; am 17. Juli wurde der Gerichtsassessor Eduard Rompf aus Gießen zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Bad-Nauheim zugelassen. ** Das Großh. Hessische Regierungsblatt, Beilage Nr. 22, ausgegeben am 31. Juli d. I., hat folgenden Inhalt; 1. Bekanntmachung, die Genehmigung von Schenkungen betreffend. — 2. Bekanntmachung, die Satzungen der Haftpflichtversicherungsanstalt der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für das Großherzogtum Hetzen, hier: Abänderung des § 18 Abs. 2 der Satzungen betreffend. — 3. Bekanntmachung, den Steuerausschlag zur Bestreitung der Bedürfnisse der Land- judenfchaftskasse für das Rabbinat Darmstadt II für 1911 (Rj.) betreffend. — 4. Uebersicht der von Großherzoglichem Ministerium des Innern für das Etatsjabr 1911 genehmigten Umlagen der Kommunalbedürfnisse in der Gemeinde Kostheim im Kreise Mainz. — 5. Ordensverleihungen. — 6. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. — 7. Zulassungen zur Rechtsanwaltschaft. — 8. Dienstnachrichten. — 9. Dienstenthebung. — 10, Dienstentlassungen. — 11. Charaktererteilungen. **.SalzstreuungalsStaubl>indemittel. Die Klagen über die gesunoheitsgefährdende Staubentwicklung der Automobile nehmen immer mehr zu und immer lauter werden die Forderungen zur Abhilfe. Im Hinblick auf diese wirklich brennende Frage dürfte die Veröffentlichung einer der „Bauwelt" entnommenen Notiz angebracht sein: „Die Stadtverwaltung von Hagen unternimmt seit einiger Zeit mit bestem Erfolg Versuche mit Salzstreuungen als Staubbindemittel auf chauffierten Straßen. Zur Verwendung gelangt das sogenannte Gewerbesalz, dem wegen der Steuer zwei Prozent kalziniertes Sodasalz beigemengt ist. Das Salz wird mit Sandstreumaschinen auf die Straße gebreitet und dann mit Wasser übersprengt. Die sich bildende leimartige Lösung hindert den Staub tagelang. Die Kosten stellen sich auf 1,9 Pfg. für den Quadratmeter, ohne Spesen und Anfuhrkosteii, sind also viel geringer als für die fertigen Lösungen, wie Westrumit,. dazu kommt noch die leichtere Lagerbarkeit." ** Der KonditorgeHilfenvereLn Gießen hielt am Sonntag auf dem Windhose seine Gründungsfeier ab. Trotz der ungünstigen Witterung und anderer Veranstaltungen hatten sich viele Gäste eingefunden und der Saal war gegen Abend bis auf den letzten Platz gefüllt. Eingeleitet wurde die Feier durch einige Konzertstücke, dann sprach der Vorsitzende, Herr Kerle, zu den Gästen und dankte für das Interesse, das sie dem Verein entgegen brachten, ebenso dest Kollegen, die den Verein tatkräftig unterstützten. Im Namen der Konditorinnung der Provinz Oberhessen und Starkenburg, sowie der hiesigen Kvn- bitormeifter übersandte Hofkonditor Glückwünsche. Auch mehrere auswärtige Gehilfenvereine sowie Kollegen sandten Glückwunschtelegramme. Es folgte dann eine Verlosung«, die durch Spenden von Fabriken, Ge.- schäften und Gehilfen sehr reich bedacht war Nach der Verlosung wurde ein Tanz veranstaltet, der die^ tzestteil nehmer noch lange in guter Stimmung zusammenhielt Kreis Büdingen. Nidda, 31. Juli. Unsere ®leijtltnb'etfäjule feierte gestern ihr Iah r es fest im sch atttg en Kinder garten neben der Kirche. Festlich geschmückt kamen ^0 Kinder unter Führung der Schwester angezogen und führten, mancherlet Spiele aus, wobei ihnen allerdings die große Hitze sehr hinderlich war. Hierauf wurden sie pach einer kurzen Ansprache des Vorsitzenden des Kuratoriums, Pfarrer Werner, mit Milch und Bretzeln bewirtet. Leider mußte wegen eines drohenden Gewitters die Feier rasch abgebrochen werden. Der Jahresrückblick war ein günstiger, fein ^odessall war vorgekommen und auch keine schwere Erkrankung. Unter-S^mitten, 31. Suh. Gestern wurde unter allgemeiner Beteiligung die am Freitag auf der Bahn verunglückte Frau Rau zu Grabe gebracht. Es ist letzt festgestellt, daß die Frau, um sich in die Staffelsche Fabrik vor dem Sturm zu retten, von ihm ersaßt und vor den Zug geschleudert worden ist. Sie hinterläßt fünf Kinder und fünf Enkel. Bad Salzhausen, 31. Juli. Das gestrige Konzert der 116er Kapelle aus Gießen war sehr gut befudbt; befon- ders das Abendkonzert vor dem Kurhaus sand großen Anklang. . (?) Altenstadt, 31. Juli. Ein Knecht ernes hiesigen Landwirtes wurde am vergangenen Samstag auf dem Felde von einem Hitzschlag betroffen. Er kam abends von der Arbeit nicht mehr zurück und wurde dann morgens früh von den Leuten des betreffenden Landwirtes auf der Arbeitsstelle tot aufgefunden. Kreis Alsfeld. ’△ Nieder-Ohmen, 31. Juli Gestern nachmittag gegen 6 Uhr zog ein schweres Gewitter über unsere Gemarkung. Ein Blitzstrahl fuhr in einen Kornacker und setzte das reife Korn in Brand. Der Acker brannte ab. Das Gewitter war von Hagel begleitet, der aber feinen Schaden anrichtete. In Saasen lagen die Hagelkörner noch lange nach dem Gewitter wie Schnee auf dem Erdboden. In Ruddinqshausen, wo gerade Kirmes war, schlug der Blitz in einen Birnbaum und zündete den um den Stamm befindlichen ausgedörrten Nasen an. Der Sturm warf den getroffenen Baum zu Boden. Kreis Friedberg. L. F r i e i) b e r g, 31. Juli. An den Besuchstagen, Montags und Donnerstags, kommen viele Kurfremde, insbesondere Russen, hierher und besichtigen das Schloß, dessen Besichtigung seit einigen Wochen von dem Hofmarschallamt erlaubt wurde. Im Innern der Gebäude wird immer noch gearbeitet; eben werden 11 Zimmer neu tapeziert. Auch das ehemalige Kreisamtsgebäude, das in Grotzh. Familieneigen- tüm übergegangen ist, wird neu hergestellt. Es ist das einzige der vom Großherzog erworbenen Gebäude, das stehen geblieben ist und wird als Hofgärtnerwohnung dienen. L. Friedberg, 31. Juli. Die Mathildenstiftung für den Kreis Friedberg zur Rettung sittlich verwahrloster Kinder hat nach seinem soeben veröffentlichten Rechenschaftsbericht für 1909 eingenommen 27 976 Mf. und verausgabt 26 449 Mark, Hcffcn-Nassau. w Wiesbaden, 31. Juli T er Von wende des Aufsichtsrats der Chemischen Werke, vorm. H. E. Albert in Biebrich, Ernst Albert, der sich seit einigen Tagen am Karersee in den Dolomiten aufhielt, wird vermißt. Er wollte eine Tour ohne Führer unternehmen und ist von dieser Tour nicht mehr zurückgekehrt. Eine ausgesandtc Hilfskolonne hat bisher keine Spur von dem Vermißten gefunden. Sport. Bundestag des Deutschen Radfahrer- Bundes in Frankfurt a. M. Der Großherzog von Hessen empfing mehrere Herren vom Haupt-Ausschuß, sowie die Herren C. Schmitt als Ehrenvorsitzender des Darmstädter Veloeiped-Club und Herrn Georg Schmitt- Offenbach als Vorsitzender des Offenbacher Bieyele-Club in längerer Audienz und nahm deren Einladung zum Besuche des Bun des festes des deutschen Radfahrerbundes in Frankfurt a. M. entgegen. Der Großherzog hat sein Erscheinen bei dem Bundesfest und insbesondere bei dem Begrüßnngsfest am Samstag den 5. August zugesagt. Cowes, 31. Juli. Die Kaisers acht „Meteor" gewann das.Rennen der großen Schoner, „Whits-Heather" wurde zweiter. Die d e u t s ch e I a ch t „S o p h i e E l i s a- bet T)" gewann den internationalen Herausforderungspokal; die Jacht König Alfons' „Hispania" mit dem König an Bord wurde zweite. Getreide-Wochenbericht der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats vom 26. bis 31. Juli 1911. Öftere Haltung, die sich in der Berichtswoche im Getreidehandel zum Ausdruck brachte, waren neben den Befürchtungen wegen dec mutter- und Kattofselernte in erster Reihe beunruhigende Meldungen über die russische Ernte ausschlaggebend. 7 UÄftl9Jft wie sie von amtlicher russischer Snte dargestellt wird, bleibt abzuwarten. Jedenfalls darf man Nicht außer Acht latzen, bau es sich dabei nur um einzelne Gebiete handelt, wie dies in dem weiten russischen Anbaugebiet alljährlich * 1 wehr oder weniger der Fall zu sein pflegt, und daß das für die Ausfuhr Haupt,achlich in Betracht kommende Hinterland des schwarzen Meeres durchaus befriedigend abschneiden soll. Allerdings gewinnt man immer mehr den Eindruck, daß sich die an Ernten geknüpften Erwartungen nicht ganz SES&U Sowohl aus dem Nordwesten der Ver- aus Ganaba lagen diesmal ermäßigte Schätz- hmr lsJs°rbr wackerer Änlaß für die allgemeine Festigkeit S von,Niederschlägen in Indien und nicht M^pie zeltwene ungümtige Beurteilung der politischen Lage, um fn C, SDZome%crtin:atytcn lich im deutschen Getreibehandel iUj-®e!tiUU9' als hier die Möglichkeit eines Fehl- •in Betracht gezogen wurde. Hinzu ’S?-' b^?its ^bt Futtermangel bemerkbar zu jL™. FL;. die Störung im Schiffabrtsbetriebe r Grenzen zog, war auf dem Lieferungs- beinahe A^weise ziemlich lebhaft, zumal Rußland t StoyTer auftrat, so daß angesichts großer betoHTmf Weizen und Roggen höhere Preise inußten. vafer kam angesichts der frühen Ernte rum Vorschein, ohne sonderliche Kaus- Sn&raS1™ k ’ mr Lieferung blieb indes die feste Haltung 0011 d°rt vorliegende Kaufaufträge maßgebend. Rustlsche Gerpe war anfangs weiter anziehend, doch schwächte sich die Tendenz nach Erledigung der Juli-Verhindlichkeicen wieder stieß bei ihren Stteifzügen im Olympgebiet auf eine andere Räuberbande. Zwei der Räuber wurden erschossen, ein Soldat ist verwundet worden. Der vormarschdes früheren Schahs von Persien. Lo n d o n, 31. Juli. Wie dem „Standard" aus Teheran ;ünterm 30. Juli gemeldet wird, ist der frühere Schah von Astrabad mit starken Streitkräften nach Teheran aufgebrochen. Aus Odessa melden die „Evening News", daß aus Baku die Nachricht etnqclaufcn sei, daß die Anhänger des Exschahs an Zahl abnehmen. Die Bachtiaren haben sich bis auf den letzten Mann für das neue Regime erklärt. Deutsche Kolonien. Daß Schicksal der Kolonne Frankevberg. Aus Deutsch-Südwestafrika wird amtlich gemeldet: Da es trotz aller Nachforschungen bisher noch nicht gelungen ist, Aufklärung über das Schicksal der Kolonne Frankenberg zu'schaffen, und außerdem auch die am Okavango gelegene Polizeistatton Kuringkuru und die 60 Kilometer westlich von Andara (Libebe) gelegene Oblateumission Nian- gana gefährdet erscheinen, entschloß sich der Gouverneur, eine stärkere Expedition in den Nordosten des Schutzgebietes zu entsenden. Die Expeditton setzt sich aus zwei Kompagnien, einer halben Batterie, einer Maschinengewehrabteilung und einem Verkehrszug zusammen. Angesichts der Länge der Etappenstrecke ist ein Truppenaufgebot in einer Stärke von etwa 200 Mann erforderlich. Die Führung übernimmt Major Hins ch. Der Kommandeur der Schutztruppe, Major von Heydebreck, wird ebenfalls die Expedition begleiten. ib. Für Mais waren russische und Douau-Lfterren ün Loschluß ) beito. 'Liciiifler <-) gegenüber der Vorwoche beiflelügt ist. roie folgt: tn Roggen Ha'er Weizen 170 (- ) 1) 1V8 (- ) 102 (- ) 175 3) Weltmarktpreise: Deinen: Berlin Juli 217.00 Aomburi Herbst 1 Dcrmtfcbtcs © Für Eltern! L® Tagesordnung: 7 08207 Biograph Für die Reise Kinematograph Plocketrotte 12 06222 Ploeketraße 12 Babnbofstraße 54. (06200i Babnbofstraße 54. FritzchCtt als poassierskngd Touristen-Hemden humoristischer Schlager. * o •• L • Sport-Strümpfe an e Hosenträger,Sockenhalter! 185 185 Ibö 203 210 203 200 210 197 210 208 213 205 222 (- (- (+ <- (- (- ) 2) (+ (- ) 1) ) 2) I) Prof. Dr. Leutert verreist bis 31. August 2, ) ) 205 (— 203 (- 207 (- 205 (- 2) 1) 3, 1) 161 Ibd', 161 158 107 167 163 110 178 164 168 lt5 17-i 175 188 (- 5) t- ) (- ) (— ) (4- 8.26h Liverpool • Sport-Kragen u. -Gürtel • Strümpfe u. Socken 168 (- 178 (— 171 (- 178 188 - 190 ' + »riittenbe beS Albert in Bitbm Mafien am Karers« « Er wollte eint Tor rieser Tour nicht m* onne hat bisher Itmt n Besuchstagen, Mon- Kurjremde, inbbeson. >as Schloß, dessen 8?t- n hosmarschallamt er- c wird immer noch gc- i tapeziert. Auch bti Iroßh. Zamilieneigen- ileHt Es ist das ein- Gebäude, das stehen volmung dienen. I?athildenstistung f-' h vertvahrloster/- ichten .^echenk' Ölt und vem'tv ötftetn nachmittag fer über unsere ©J. en Kornacker und aer brannte ab. Das : aber keinen Schaden -gelkörner noch lange dem Erdboden. stn ar, schlug der Blitz in um den Stamm beer Sturm wars den Frankfurt a.M. Mannheim Strasburg München (- 8) (- 8*/,) in Amerika befestigt. (fc* fieUten fid) die Preise ’ür mlandi'cheS Tetreide am ätzten Markitag tn Mark pro 1000 k? ,e noch Qualität, wobei Netzjacken von Littgcsandt. (öür Form und Inhalt aller unter Duicr Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber fcmcrlci (- 6) (+ 8) ( neu ) (+ 2) • empfehle leichte Sommer-Unterkleider • für Damen, Herren u. Kinder • Macco-Hemden • • mit u. ohne Einsätze * Macco-Unterhosen u. Jacken • Zur Zeit des Schulschlusses dürfte es für viele Eltern ratsam sein. sich die Prospekte der rühmlichst bekannten hv*7r Spöhrer ,chen Höheren Handelsschule mit Akademieklasse >□ Calw (württ. Schwarzwald) schicken zu lassen. Die Erfolge der Zögli ge dieser Anstalt im Einjährigen • Examen sind glänzende, und die HaudeLabteilum? vermittelt den jungen Leuten eine gedieg ne und vielseitige kanf- männisclie Ausbildung. Die Absolventen linden durch die Direktion günstige Stellungen. Prospekte durch Direktor Weber. (- ( + (- (+ (- Sept. 200.5»> (+ IchO), Bndapeu Lkt. 1-.4.10 l— 0.85); QfL 155.10 (+ 1.80); Varis Juli I9R. 0 (- 0.20): IShtcocto Juli 135.55 (+ 1.15). Roggen: Berlin Juli 170.00 ( + 8.50), ec.teniber 168.25 2.75). Ha'er: Berlin Juli 16-i.OO ( - 2.25), Sept. 167.75 (+ 1.25). Mat«: Rem Bork Sept. 1143 ' (— 0.85). Fntlerger'ie : cst g schnrim ISl.uO (— 5L5), Juli alt IlüchO (-p 3.72>), 14.hu (4- 0M)) Mk. (- (- (- da» Mehr ( + ftlammecit () tköntgsberg Danzig Stettin Vosen Bre-lau Berlin Magdeburg Leipz'-- Ham r i Hannover Tüsseldort GandtL # v e w erks chatt Gießener vraunst« in - B erg- werte o otm. Fernie in Gießen. Ter Bericht über do» Grcrbm« be- *2. Quoitol- 1911 tfi jetzt vom Griibenvorstand nn die Gewerken erftmtet worden. Tanaw beträgt der lLrlös tür 6r»e und Mangansct Idnunc 3)if. 361 cii-6.60, welchem Betrage an Roüeii gegenüberitelren : Lohne und 0 ehalter ->k- 163 410.76^ Malertalten. Reparaturen re. DU. 4V253.99 Steuern. Abgaben. Lasten 1 L 2.» 09-> 45. nn Otaitjcn 91t. Ä. 768.20; wenraer: ^.rgana ju den Lagcrvoi a:en Mk. 1? 2u7 s= Tit. 225 555.20. Ter Bnitto-Uederfchiist beträgt Io- mit Mk. 185 500.40. Hiervon geben ab: Luisen der Anleihe 1 »mb - Tit. 80 426.88, Slmorttfolton der Anleihe 1 und 2 Mk. 41 160.- = Mk. 71 5»*'.b8, bleit! vieiio-llcbeTltbuü ou6 2. Cuattal Mk. 6 .918.5.'. 4- ttedeischnß au» deut 1. CuarlQl Mk. 70 133.20 — Mk. 134 Oi6.72. von denen Mk. 100 00 mit pro kure Mk. 50.—. wie wir schon gestern mtiietüen, all Ausbeute oerteiu werden- Märkte. — Oartoflelmorkt-Vericht i^rübkartosteln) vom 31. Juli 1911 Königsberg i- i>r.: Ro|.n 'riihe Mk. 2.50, grühe weide, Zailer- kröne Dik. 2.7t. L-ittQuer blanke 3.00. Diagdeburg: Grütze n eige, 5lai erkroue Tlf. 3.75—4.2 >, oval blaue Mk. 4.25-4.65. Ru.idc blaue Mk. 4.75 bt4 Tit. 0.00, Nieren, Pautfen« x\ult Mk. 3 50-4.25, Lrallen Mk. 4.90—5.00, Runde liieifarlofjeln 3.50 bi» 4.00. (Salbe n. b. 6.: ßtühe weiße, Kaisertrone l'.k. 4.10, oval blaue Til. 4.50. Hamburg: Role», frühe i’it. 2.70-U.uO, Neue lange Mk 3.80.—0.00, Runde vierkartosseln T t '0—O.üy. T ort m unb: Niere», Paulsens IiUi Mk. 4.-0, Hollander Mause (f. 4.50 - 0.00. Hagen t. LZ.: Holländer Manie 'Mk. 4.2 —4.a)-0.uo., HoUanber Tianie l’d 4 60, Runde üier- kartofieln f. 4.50. Hol» a. Rb.: Rosen llruhe) Tik. 3 20, oruhe ivei c. Roiierfronf Mk. 3. 5 । lieg ' t .'> > '>jj Jahresbericht. Vrusung der Rechnung. 3. BoritandSmahl. Die Mitglieder werben hiermit aus Grund der & 4, 5 und ber Stauungen ergebend eingeladen. p»/7] __________ Der Vorstand: D. Schlosser. Verantwortung.) Gtesten, 31. Juli. Ass ich am Sonntag nachmittag an dem beim Posigebäude in der Schlllstras'e auigcl'tcLItcn 93riefntarfrnautomat eine lO Psg.- Marke lösen wollte, nrur.te ich mich — wie auch verschiedene andere Leute — mit vollständig unbrauchbaren Wertzeichen begnügen, da der Markenstreisen ungenau eingelegt war und nur in der Milte durchgeschnittene Freimarken sterausgab. Ich wollte dann zwei ü.Pig.-Äarkcn lösen, aber leider war der Apparat ausverkauft. — Bei dieser Gelegenl^it sei auch darauf hingewiescn, dast die beiden Automaten im Bahnhof hinter der Sverre ausgestellt sind. Wer also nach Gesd-äftSschlust noch einen Brief befördern must, hat sich erst eine Bahnsteigkarte zu lösen Sa bei wäre vor der Sperre noch Platz genug gewesen für die beiden nützlichen Automaten, die sich rasch der Gunst des Publikums versichert haben. vuchekUsch. — Die .Illustrierte Zeitung" (Leipzig, Berlag von I. I Weber) überrcscht in ihrer neuesten Nummer 3o52 bom 27 Juli wieder durch Ihre Rerchhaltigkeit. Tine be,andere Zierde der ghimntcr bildet der mit 12 Abbildungen ausgclkatlete B'ttrog „Aus Bodo Tbhardts Lunstlerwerkstatt". Da» JntereNe der Damenwelt wird der mit 15 Abbildungen geschmückte Arttkcl über tzochsommermoden erregen. Reich illufonert ist auch ein dem neuen Museum für Natur«, Boller« und £)anbe!etunbe in Bremen gcnndmeter Beitrag Dte Schönheiten der öohan Tatra weroert unS auf zahlreichen Abbildungen vor Augen geführt. LaS flktdr- ist mit den französischen Moen der Fall, die durch eine von Nizza nach Thvnon—üman am Genfersee geführte, Amang Zuli eröffnete Automobilsrraste dem internatianalen Rei evrrlehr nun« mehr erschloilen imb. An aktuellen Illustrationen enthalt daS &cft Bilder von der dicsiaUigen Nordlandsreile des 5latierS, von den Banreuther Buimenfen,vielen, von, der Prtnz-vcinrich/üahrt in (htq1 .nd, van onn von reichsdcut'.chen fl'urgä|ren neIhitctcn kkai er srranz.Zofef Tcnlmal in Karlsbad, vom Freiltchüheater in .lachen u. a. m Ein doppelseitiges und verichiedene ganzseitige Bilder nach Gemälden oder Zeick-nungen vervoUstandigen den reichen Inhalt der Nummer. Letzte Nachrichten. Moskau, 31. Juli. Lier sind Diebstähle im Duk- harewschen Lombardhause ausgedeckt worden. Pianbobiekte für mehr als 100 000 Rubel sind gestohlen worden. D.c llebeltaier waren offenbar mit den Räumlichkeiten vollkommen vert-aut. Das GeschäftSlokal wird scharenweise von den BerPsändern ge- stürmt. __________ Mit Frnchtsüften und Mondamin versorgt die Hausfrau den Nachtisch mit allerlei falten, erfrischenden Flammeris. Jeder Fruchtsaft mit Wasser verdünnt kann mit Mondamin schnell gekocht, gestürzt und mit frischer Milch oder Schlagsahne serviert werden. oaren »ch“Ä#tf i nut um - |.n*"Ä** dem • t diesmal^' S.-S& cht 9eiö9rt?el"ont&' & j) leb^^gei'il^ ä i’o Vf, inf NZ der E & avgeliÄ -' NÄ seß-L ■SäSS-". rsH btt bi» nen7öÄ>ttn führte??” !“ 8-06, Ä H einer » Oestetn lüutbe n*. M Suber I 848 S-flnge °c.'sL SLS tJK abends ^rbe dann morgens ! Landwirtes auf der «EinaewissenloserSchlächter. Einem großen Lertrauensbruche ist man auf dem Schlachthose zu Htl- d e S h e i m auf die Spur gekommen Der dort feit 20 Jahren angcstellte Schlächter Christophen hat in zahlreichen fällen Fleisch, da4 nicht mehr zu genießen war, und deshalb verbrannt werden sollte, heimlich beiseite geschasst. In seiner Gochnung hat er das Fleisch teilweise zu Wurst verarbeitet oder verkauft. In den Streifen der ^Schlächtermeister besteht eine große Erregung, umlomehr, als kürzlich hier einige Aälle von Fleischvergiftungen fcfigcftcHt wurden. ' Wildwest in 'Jl e ro • $ o r t. AuS Stew-Dork wird belichtet: Ein unerhört verwegener 3uroelenraub, der einem wackeren Beamten eines belannien Neii'-Dorker Juweliergescüä'ieS da« Leben kostete, ist am SamStag abend in Ne'v-?)ork tnmtuen beQ erleuchteter Strasten und zur Zeit be« groben AbenbverkebrS au«gelührt worben Ter Angestellte be« Juwelier« Jacob« ftonb gerade hinter dem Zahllisck be« Laden«, al« plötzlich ein grnüer Stein tn« 2aben)obanneSftr. 7. jede Spur. _________ • Aber. „Tu weißt, mein lieber Oskar, baß ich die sanfteste »eftr Frau ber Welt bin, baß man mich um den Finger nncfcln Hum — aber einen Widerspruch vertrage ich nicht." »Naturgeschichte. Lehrer: „Wir wollen^ heute in ber Betrachtung befi Nutzens ber Haustiere fortfahren. Sag' mir mal, Ella ivc>her bekommen wir denn Schinken und Würste?" — Ella (Tochter eint« Feldwebels': „V o n den Einjährigen " J uliusSchulzej •Kreuzplatz »*/. Telephon 774* 9 Rabattmarken des Rabatt-Spar-Vereins e • •••••• •• • • •• • 0 e • • • chcn Radsahret- Ter Großherzig ren vom haupsiM' als Ehrenvorschendt. »SÄ Großherzog ha g hiLbesonderc bet Dtn erjacht „wy 1 HL Fovhle EU ' ^rausforkrungsM nit dem KÄNZ011 & r Auch mit Zitronen- oder Apselsinensast lassen sich kost- liche Flammeris bereiten. Erprobte Rezepte hierfu. ' '"dm" i-^.icketeii L 60, 30 u Ih Pfg. Heuchel beim, 99 adü ' Die -evchelbeimer Wasserlertun«. Auf nntn ÄNikel m Nr 167 tne Lietzener Anzerg^S.bv' treff erb ..Wauerlettung Heuchelbenn' . i’t in .h 17a btefer Jcxtro ein „Mcbrere Bürger' nntcrreichneteS Eingestnwt MW unter der Beamtcnfchan Sie haben dtcrbei über das st" mnoMl* ■tJun noch einige« zur Sacke selbst: In bervorgedoden. bar» dre (üememdesckmld 15.» 000 M»rk betnage. 8»n!tr seien für da» gegenwärtige Feldderantcrungoverwvren ca 100 000 Mark aufzubrtngen unb der Neubau einer Brücke rm Torfe sonne der Neubau einer stretoscratzc nach Pleut^nwew und Villenber» stehe bevor unb bann könne benentye der xw» nicht Lasten genug bade, die Vasferleitung bmint Cbnun ber Neubau ber Brücke und der Neubau ber angeführten fftvt««ray für die „ailgcmnnbeit" da« Interesse bat, tme eine Waüertemmg, will üb den ruhig und weiter Tenlenben ubertanen -Tic Tilgung der Gemeinde!asten crrolflt auf eine Rnde von Mehren, io, dast dre künftige ltzenevoNon, die den vorlnl bwta ^mriOMungen gentetz. euch »u den Laiben brt»unasen , (Ta lntt deshalb für den einzelnen durch den Bau em er Ltast«- lertung keine, ober nur eine icbr germge enb wenn man die nttbi unwesentlrchen Umerbalmng«kosten eines Ansikdlimg in flammtn fpanncnbeS Drama auS den Sübilaaten Nordamerikas. Jtmkr unter wriblidjem §lhnd eine tolle Humoreske. DerMis$ionsbote eine Erzählung aus der MissionSzett in Alt-Kaltfornten. DiegcfiedertenSängerdesWaldes eine wtsienfchaftltche, hervorragende Naturaufnahme. T0mlny tanzt, Tollbild. AMku-PenjiMl 8ttlhk|'üulc, füeabfldi». M. 5 AnÄÄ^S mit Schulgeld 900-1000 M. Prosv. durch d. Drretuon. Der gnädige Herr ein hervorragendes, ergreifendes Drama. ■» , e liefert oilhgst die Brühl sche Kuverts mit Firma Brunneno in Abzug bringt. Ich kann da der dem Arttkelschrerbcr in Nr 167 nur mi stimmen, ivenn er sagt, bic Bürger e« ist icbcnfall« mir em Heiner Teil) hätten Furcht vor Mebr'.'clasmng.__ 3um Schlust emofcblai bie Öerren emumöer dem vorgenannten Arlilclichreiber den tonblfprud) dc« Landgrafen Gwrg I von Hessen: Da« man mit Bast binden kann, dazu brmuht man lein d^histTruch kann in der heutigen Seit nicht flemig beachtet werben und mochte ich bic lhemctn^vertrvvmg bitte», vor Inanariisnahme der eingang« erwähnten Bauvroiette zu pr» fen, ob dieser Mahnspruch >td) nicht auf da« eine oder anders Broiekt an wenden läh. durch deren Verwirklichung tnellnditmrr ein verfckrwmdender 2 eil der Bürger BoNkil hat, gegenüber emem fiulturrocrl wie die Wasserleitung ^cnn, datz dteie gerade aum für die Landwirtschaft gan; besondere« ^ntcresic Hot, zeigt un4 die Verbreitung der Maul- und Klauenseuche tn dem nw’fcrleiWnfl«- lofen üoUfKtm. Tie „Seuche" har hier einen gerade^ deimgfttgen^ den Umfang angenommen gegenüber dem entern Ortet, die IUI) einer Wasserleitung rühmen dürfen 6* ist wohl eine unbe- ftrittene Tatsache, dast da« Dolen be« Wasser- an gemeinhettltchot Brunnen die beftt Ursache »um Berickleopen der Sautie bubet Ein nicht einseitig interessierter Bürger. _____ . -_________ 1____ss Amtlicher Wetterbericht. Deffentliehe Wetterdienststelle Gießen. ®etteraii«hri)ten tu Heilen am Mittwoch, Bern 2. Vhiguft 1911: Meist heiter unb trocken, wnr.it, ftcllcmueife (Meivilter. Heute nettes Tchlagerprogramm. Die Tigerin. Große-, aufeerorbentlidi spannende« Drama au« dem Leben. Länge 350 Meter. Tontolini hypnotisiert Em groharttger, bumoriitifdier Schlager. Die beiden Wege Große« feffelnbe« Drama zweier Menschen. Länge 400 Meter. Marabujagd in Abessinien Hochmtercffant. g Das Automobil i Amerikanische Humoreske. Bonaparte und Pichegru. Ergreifendes Drama, lonbili): Xur Du! Lotte und Mizzi kaufen ein. Eine erstklafstge Humoreske, reich an humorinifchen Momenten. ■ ■ । | | bet Schlangenbad 366 m. ü. M. 1 kb St- UnhoniAlQ Ifl Waldweg o. Stat-Lbausieebau». Brachwoll nUllyllftalU gelegene Sommerfrische. Ringsum Wald. Herrlicher AudstchtSvunkt. Pennonstnetö $tt.45O Hotel-Restaurant. Man verl. Proiv. 0. der Verwaltung. 7 28. Bundesfest Radfahrer-Bundes Frankfurt a* Rfll. 4. bis 13. August 1911. Festhalle. Freitag, den 4. August, abends 8 Uhr: FeStkommerS im Zoologischen «arten. Samstag, den 5. August, abends 8 Uhr: Grosses glänzendes Begrüssungsfest in der Festhalle. Festspiel, Massenchöre, turn er. Vorführungen, Marmorgruppen. Sonntag, den 6. August, vormittags 11 Uhr: w* Grosser Festzug hv81/, Preis- und Blumen-Korso durch die Hauptstrassen der Stadt. Nachmittags 4 uhr: Rad- und Motor - Rennen III der Arena. Abends: Grosses Sommernachtfest Illumination des Festplatzes, Doppclkonzcrte etc. Montag, den 7. August, vormittags 5 Uhr: 100 km Mannschaftsrennen, Start und Ziel: Hippodrom. 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