Die heutige Nummer umfahr 12 Selten- erst einmal die beschränken und die Grenzsteine auch in die Meßbriese und Parzellenkarten cinzuzeichnen. Ta die Regierung inzwischen den meisten dieser Forderungen bereits entsprochen hat, beschließt der Ausschuß, den Antrag für erledigt zu erklären und vertagt sich darauf auf unbestimmte Zeit. dcutung ansprechen. Term es wird wohl kaum wieder die Gc- lcgenhcit geboten, diese herrlichen Beethovcnschcn Quartette in schöner Verteilung und in solch vollendeter Weise zu Horen. Selbst eine Woche lang m einem von der Natur so gesegneten Fleckchen Erde wie Eisenach ist, zu verweilen, ist ein hoher Genuß, eine schöne Vereinigung von Natur und Kunst. Die Konzerte sinden statt anr Sonntag den 11. 3uni, vormittags 11 Uhr, Montag, 12., Mittwoch, 11.. Donnerstag, 15., Samstag, 17. Juni, abends G Uhr, Sonntag, 18. Juni, vormittags 11 Uhr. — Eine Monographie des lSebäudeS der Uni> v e r ? i l ä t Jena ist in einem Sonderheit der Leipziger Zeitschrift .Pioianvau" erschienen. Man schreibt nnS darüber: Ter Neubau der Universität 3cna, von Theodor F i scher in den Jahren 1905 vis ly(b errichtet, bedeutet einen Höhepunkt im Schaffen dieses süddeutschen Baukünstlers, nicht allem wegen des äußeren Um-; langes, sondern auch roeqcii der inneren Bedeutung der Ausgabe,: die das Werk dem Architekten stellte. Es galt vor allem, das neue Haus der altberuhmlen alma mater so zu gestalten, daß es, ohne billiges 'Archaisiren, sich dem engen malerischen Klemstadtbilde des alte,'. Jena harmonisch einsügle und aus ihm sich doch würdig und imposant beroorhob. Es galt, neben diesen künstlerischen Forderungen auch den schier zahllosen praktischen Forderungen mancherlei Emzelivünjchen und -Rücksichten gerecht zu werden, ivie das bei einem io komplizierten Organismus selbstverständlich ist, - und all dies bei genau und streng bemessenen materiellen Mitteln. All die Erfahrungen und geieuigleu Anschauungen, die sich Fischer als Ltadtbaumeilier rote als Erbauer zahlreicher Schulen (in München und Stuttgart- erworben, tonnte ec nun verwerten, zugleich aber auch seine rem künfilerischen Ideen von der äußeren baulichen Gestaltung und von der Ausbildung der Jnnenräume in diesem großen vielgegliederten Ganzen auis manntgsalligste und reichste in die Wirtlichkeit übertragen. So entstand ein Werk, das dein Fachmann eine Fülle des Stoffes zum Betrachten und Studieren Dielet, und zugleich jeden, der die alte Thüringer Hochschule und Las .liebe, närrische 91ei"t' Jena kennt und liebt, interessieren und anziehen ivird. Es lag darum nahe, dem Neubau der Universität Jena eine Monographie zu widmen, die in Wort und Bild das Werk des Künstlers voriührl und dem allgemeinen Verständnis nahe zu bringen sucht. Diese Monographie liegt jetzt in einer stattlichen Publikation vor, die, aus einer Veröffentlichung in der Zeitschrift „Der Prosanbau' heroorgegangen, die Schöpfung Fischeis in nicht weniger als 8u Illustrationen nach sehr wirkungsvollen und charakteristischen Aufnahmen veranschaulicht. Ter Text jucht die Absichten des Architekten aus dem Werke selbst herauszudeuten und zu erklären, den schönen Einklang in der praktischen und künstlerischen Lösung der Ausgabe und die harmonische Verbindung von Sachlichkeit, Monumentalität und In-. timität, die dem Ganzen den eigentlichen architektonischen Charakter gibt, dem Betrachter zum Bewußtsein zu bringen. stcriums des Innern Exz. Gras V ißt um v. Eckst ädt, ferner Ministerialrat Geh.-Rat Tr. Roscher und Reg-Rat Dr. Jahne, als Vertreter der badi.ckien Regierung Ministerialrat v. W i tz l e b e n. Nachdem der Vorsitzende des Vereins, Geb. Oberregierungsrat Regierungspräsident a. D. v. Gescher die Anwesenden kurz begrüßt hatte, wies er daraus bin. daß die rechtliche ösfentlickie Grundlage unseres Gasthauswesens beule der inneren Berechtigung entbehre und der freie Wettbewerb unterbunden sei. Dadurch, daß Konzessionen zum Dirtschaslsbetrieb heule einzelnen Privatpersonen ohne icden RechtStitel und ohne entsprechende Gegenleistung gewissermaßen als Privilegium überlassen werde, werde eine Steigerung des Alkoholkousums zum allermindesten versucht: die hieraus sich ergebenden Mißstände wolle der Gasthausresorm- verein beseitigen, entweder durch Schasfung k o m m n n a l e r Gasthäuser oder durch Förderung solcher Unternehmungen, die im Interesse der Allgemeinheit bei ihrem Wirtschaftsbetiicd nicht den Alleinzweck in der Erzielung möglichst hoher Reingewinne aus dem Alkoholyenuß sehen. Das G a st Haus solle ein Mittelpunkt g e i u n d e u und g e s e l l i g e n. Le b e n s werden: der Verein will alle hierzu dienlichen Bestrebungen sammeln und seine Ersahrungen der Allgemeinheit zur 23er- sügung stellen. Ter Verein verfolge seinerlei politische Zwecke, weshalb ihm auch Mitglieder der verschiedensten Parieirichtungen aiigebörten. Landrat Gras M e e r v e l t - Recklinghauson sprach sodann über „G a st h a u s r e s o r m und K o in nt n n c n". Nack) seinen Ersahrungen waren die Kommunen ebenso wie die Gastwirte auf die Erzielung möglichst hoher Einnahmen aus den gemeindlichen Gasthäusern, von denen sich im Landkreise Recklinghausen verschiedene befinden, bedacht, die Verwalter ihrerseits batten, da sie am Gewinn beteiligt sind, ein ebenso großes Interesse an einem gesteigerten Alkoholtonsum: außerdem war es schwer, eine ausreichende Kontrolle zu üben. Man habe daher mit den betr. Gemeinden eine Gesellschast nt. b. £>. mit einem Kapital von 60 000 Mk. gegründet: der Alkoholgenuß soll nicht ganz ausgefchaltet, sondern nur der Alkoholmißbrauch soll eingedämml werden. Tie Gasthäuser haben sich gut bewährt und es werden weitere solche errichtet werden. fünft haben. Korvettenkapitän a. T. Reche führte in seinem Vortrab „G a st h a u S r e f o r m und I n d u st r i e" aus, daß eine solche Reform hauptsächlich in den Industriezentren nötig sei, es müsse aber zwischen Berg- und Fabrikarbeitern unterschieden werden. Rittergutsbesitzer v. L ch ö n i n g - Muschering sprach über die „Beziehungen der Gasthausreform zur ländlichen Wohlfahrtspflege" und begrüßte es, daß in den Reformgasthäusern auch Lebensbedarfsartikel verkauft werden und zwar nur gegen bar, da hierdurch dem Borgunwesen geficuert werde. Auf dem Dorfe soll der Reformwirt in der Wohlfahrtspflege, bei Errichtung von Sparkassen, .Versicherungsvereinen und Genossenschaften mit tätig fein. Rittergutsbes. v. Lösch - Lorzendors besprach die Beziehungen des Themas zur Landwirtschaft. Er betonte, daß die Gasthausresorm der Abwanderung in die Städte entgegenarbeiten solle durch harmlose Sonntagsvergnügungen, Lichtbitdervorführungen: der Alkoholtonsum solle hierbei möglichst eingeschränkt werden, namentlich beim Verkauf über die Straße. Ter Staatsminister Gras Vitzthum v. Eckstädt hieß die Kongreßteilnehmer namens der sächsischen Regierung herzlich in1 Sachsen willkommen. Er wies daraus hin, daß, wenn der Ge- Lin Kongrcfj für Sasihaurrcsorm. ~ Dresden, 31. Mai. Ter im Vortragssaale der Lhgieneausstellung veranstaltete Kongreß für Gasihausresorm war sehr zahlreich, besucht. Unter den Ehrengästen befanden sich als Vertreter des sächfischen Mun- Frhr. v. Gahl, Direktor der Ostpreußischen Landgesell- schast, berichtete sodann über „Innere Kolonisation und Gasthausresorm". Er schloß sich im wesentlichen den vom Regierungspräsidenten v. Gescher entwickelten Gedanken an und betonte, die vom Staat ins Leben gerusene Ostpreußische Landgesellschaft nt. b. L>. werde die Gasthäuser auch weiter behalten und verpachten; die Bewegung werde, sobald erst einmal die richtigen Persönlichkeiten an der Spitze stehen, eine große Zu- Hüftuiigen in Montenegro. Tie „Köln. Ztg." meldet aus Ectinje: Am 31. Mai wurden alle streitbaren und nicht unmittelbar d i e n st p f 1 i ch t i g e n Männer von 16 bis 62 Jahren mit Waffen und Stoff für eine Uniform versehen mit dem Befehl, innerhalb 10 Stunden gegebenenfalls marschbereit zu sein. Etwas vom Weltporto. In der Nummer 8 des „Illustrierten Briefmarken Journals" lesen wir nachstehenden kleinen Artikel, der für unsere Geschäftswelt von Interesse fein dürste Das sog. Weltpostporto beträgt bekanntlich 5, 10 und 25 Centimes (Centimos, Eenlcsimi, Bani usw.) b;w. 1, 2 und 5 Cents amerikanisch, out welche Einheit des Satzes ja auch die nunmehr fast allgemein durchgeführte Einheitlichkeit b e r 'Warfen- farben: grün, rosa, blau, hinweist. Tie Postkarte kostet dem nach innerhalb des DellpostvereinSgebietes 10 Centimes bzw 2 Cents amerikanisch, die Trucksache bis zu 50 Gramm 5 Centimes bzw. 1 Cent. Wie kommt es nun, daß der deutsche Ge schästsmann mit starkem Auslandsverkehr gezwungen ist, für jede Postkarte 2 Pfennig und für je 50 Gramm Drucksachen 1 Pfennig mehr zu zahlen als zwisckien den Weltpostvereinsstaaten vereinbart ist? Denn in deutsche Münze umgerechnet würde der Satz lauten: 4, 8 und 20 Pfennig. Wenn innerhalb des T e u t s ch e n Reiche s auch das Zehn psennig^Porlo für Briese eingeführt ist, so ist das doch no^f) lange rein Grund, daß im W e l t p o st v e r k e hr die Postkarte auch soviel kosten muß, und ein den Mmachungen des Weltpost- Vereins direkt zuwiderlausender Taris zur i.'lnwendung kommt, der bei großem Umsatz eine nicht unbeträchtliche Vermögensschädigung der 'Geschäftswelt bedeutet. Nach den angestellten Ermittlungen betrug z. B. bei einer Berliner Firma im Turchschnitt von sechs Monaten der Verbrauch an 10-Psennig-Karten pro Monat 218 Stück: demnach kommt auf die Ausgabe von 21.80 Mark ein Zuviel von 1.36 Mark, also int Jahre 52.32 Mark. Eine andere Firma versendet jährlich rund 51)000 Trucksachen ü 5 Psennig ins Ausland, erleidet also eine Vermögenseinbuße von rund 500 Mark int Jahre! Einen E i n n a h m e a u s s a l l hätte die Post bei Herabsetzung deS Weltpostkartenportvs auf 8 Pfennig und des Trucksachenmiudestportos aus 4 Pfennig wohl kaum ■;u befürchten, da noch immer die Erfahrung gelehrt hat, daß jebc Verbilligung von Verlehrseinrichtungen einen mehr als proportional gesteigerten Umsatz zur Folge hatte. Und so würde es auch hier sein. Im Anschluß hieran werden noch folgende Mitteilungen gemacht: In ben 'öT'ßcnbeit nach der Grenze, besonders der Schweiz, ist es ein nicht unbekannter Trick, daß der Geschäftsmann sich größere Posten Schweizer Postkarten mit bezahlter Antwort senden läßt, die Fragekarten für den Nennwert dem Ueversender zurückgibt und nun die — um 2 Pfenmg bi^g?ren — Antwortkarten ftlbft nach der Schwei; benutzt. Die Post sollte also selbst ein Interesse daran haben, durch Einführung des normalen Wcltpost- satzes eine solche Hintertür zu schließen. — Dic Entwürse für das Bismarck-National- denkmal in Wiesbaden. Aus Wiesbaden erhalten wir folgenden Bericht: Leute (Mittwoch, 31 Mai-, vormittags UUIjr, lano im großen Saale des Kurhau;es eine stimmungsvolle Feier zur Eröffnung der Ausstellung ausgelvähtier knttroüri: uni) Modelle lür das Bisrnarck-National-Deni.nal auf der Elifenhöhe bei Bingerbrück Halt. Cs waren etwa 800 Gäste anwesend, darunter Prinzessin Eliwbelh zu Schaumburg-Lippe, d-.e Vertreter der hiesigen sta.it, imen und schulischen Behörden, die Vertrter der Städte am Älütelrhcin, unter ii,neii Oberbürgermeister Tr. Göt- telmaun-Alainz, iLbetbürßcrniCiiier Vogt-Biebrich, Bürgermeister Alberti-Rübes l)e im, Bürgermeister Nees-Bingen, außerdem der Gouverneur der Festung Mainz, General Graf Schlesien, die EisenbahndircliionSpräsidentcn tu Mainz und Frantsurt a. M. Tie Feier wurde cingclcitct mit einem Vortrag dec Bc.rhovenschen Ouvertüre „Zur Weihe des .'öouicü" durch das städtische Kur- oralster und einem Vortrag des Liedes „An das Vaterland" durch den Wiesbadener Männergcsangoerein, .woraus Lotschauspieler Leffler einen von Joseph Laufs verfaßten P r o l o g sprach, in dem Bismarck als Reichsgründer gereiert wurde und oer mit den Worten schloß: „Er ist ewig und immer, Bismarck." Oberbürgermeister Tr. v. Ibell hielt daraus die Begrüßungsrede, in der er die Hoffnung aussprach, die Ausstellung möge dazu beitragen, das große nationale Denkmal zu fördern. Der Vertreter des Kunstausschusses Geheimer Regie- rungsrat Professor Dr. Schmid-Aachen gab schließlich Erläuterungen vom tünnlcri]a;en Standpunkt aus über die ausgestellten Entwürfe. An die zweier schloß sich die Eröffnung und Besichtigung der Ausstellung im Paultnenichlößchen. — B e e t ho v e nf cst i n Eisenach. Tie Bachttadt Esienach rüstet sich, so schreibt man uns von dort, in einem größeren Rahmen em Bcethovcnfest zu feiern. Cs werden vom 11. bis zum 18. Juni im Saale der Erholung zu Eisenach Ludwig van Beethovens särnt- ltckze 16 Streich-Quartttte zur Ausführung kommen. Dieses geplante Fest mit der vollendeten Wiedergabe samtlichtr Quartette Beethovens durch d-as betannle Redner-Quartett auS Frankfurt a. M. kann man wohl als ein mu :lc.i,ü;.^ Ereignis von Bo- Theatervorstellungen am pstngftinorgen. In Berlin war es nöch vor etwa dreißig Jahren Sitte, baß verschiedene Theater an den beiden Psingstseiertagen am frühen Morgen Vorstellungen veranstalteten. Insbesondere war dies bei solchen Theatern Brauch, an deren Gebäude sich große Gartenlokale anschlossen, wie das Belle-Allianec-Theater Fetzt Volksoper-, National Theater, sowie das Vorstädtische Theater der Mutter Gräbert, welch letztere eine derbe urwüchsige Theater- lcitcrin einer Volksbühne war, der der Restauraiionsbetrieb mehr am Herzen lag, als die theatralische Kunst. _ Demgemäß waren die Pfingst-Frühfomödien an dieser Bühnenstücke mit dem gut berlinischen Brauch verknüpft, daß „Familien Kaffee Kochen können". Ein altberliner Schriftsteller Adolph Reich schildert solchen Pfingslmorgen bei Mutter Gräbert in der folgenden Weise.' „Noch waren die Sonnenrosse des Phvbos feine Nasenlänge über den Horizont cmporgaloppiert, und schon ergoß sich ein breiter Strom fröhlich gestimmter Pilger durch das Rosenthaler Tor in den Gräbertschen Theatcrgarten. Welche bunte Munerfarte festlich gestimmter und dennoch von jovialster Laune erfüllter Menschen hatte die alles sich gleichmachende alte Berliner Gemütlichkeit unter den hohen Lindenbäumen versammelt, in deren Wipfeln es wie eine Festhymne rauschte. Bürgerliche Karawanen, zärtliche Brautpaare, alte Junggesellen nut Blumen im Knöpftoche, der Kommerzienrat und sein jüngster Kommis, der Professor und der Student, die reiche Rentiere in starrer Seide und in schwerem türkischen Schal, und die arme Nätherin, welche noch spät in der Kackst ihr „Fähnchen" zu dem fröhlichen Morgenfeste zugestuyt batte, .vier schüttelten sich alte Freunde, welche sich Jahr und Tag nicht gesehen hatten, die Hände; hier hallen Damen von ihren abwesenden Freundinnen nur Gutes zu sagen: hier begrüßte der Hotelier von Unter den Linden die Mutter Gräbert als seine „liebe Kollegin", und der Sjeiiörid)d von der Hof bühne den „Hendrichs des Vorstädtischen Theaters" so wurde der mater in einer Irrenanstalt zugrunde gegangene Heldendarsteller Oden genannt). Und das Ganze war von zahllosen lachenden und leuchtenden Kindergestalten wie von einem lebenden Blumenflor durchstreut. Ja, es war ein unvergeßlicher, yerzberauschender Anblick! Mit dem Schlage fünf Uhr rief die Klingel in das Theater. Wie seltsam die Rampenlichter mit dem durch die offenen Seilen deS Theaters hereuiflutenden Sonnenlichte kontrastierten: und wie entzückend der hercinftröniende Lindendusl mit der weihevollen Stimmung der Theatergemeinde harmonierte! Gegeben wnrde em „Volksstück"; und es nt wunderbar, wie der derbe Realismus der Darsteller sich in diesen Stunden idealisierte. Unö nach Beendigung des Stückes ergoß sich die Menge in den blumenprangenden Garten und konstituierte sich zu einer großen urgemütlichen Fr n hftücksp a r ti e. .Hausmütter eitlen in die Küche, wo „Familien Kaffee kochen konnten", während geschäftige Kellner Solchen, die sic.) keines Familienglücks cr- frculcn, den Mocca in Ricsenkannen servierten. Mutter Gräbert im schweren AltlaSgewande und blütenweißer Pichelschstrzc, und mit einem Gesichte, strahlender als inr Pfingslmorgen, stand hinter dem Buffet, und verabeichte, anstatt der üblichen profanen Schinkenstullcn, festtägliche Kuchenstücke, deren Dimensionen an Die Granitblöcke erinnerten, welche weiland Pochphem _ dem fliehenden Uthfses nachschleudcrte. Um die achte Morgenstunde hatte, bis auf wenige Nachzügler, die dramatische Frühgemernde den Garten verlassen, teils „um sich die Sache zu bcidjlaieu", teils um Landpartien zu machen, mio teils um, nach dem weltlichen Vergnügen, in der Kirche Gottes Wort zu hören." Au; dem Gesetzgebungzaurschntz der hessischen Zweiten Kammer. R. B. Darmstadt, 31. Mai. Ter 'Gesetzgebungsausschuß der 2. Kam m c r hielt heute ttodj eine gemeinsame Beratung mit der Regierung ab, die durch Finanzminisler Braun, Geh. Rat W i l b r a n d und Geh. Oberfinanzrat Fuchs vertreten war. Zuerst gelangte die Regierungsvorlage betr. die Au s ü b u n g der Stock- Holzberechtigungen zur Beratung. Der einzige Artikel dieses Gesetzentwurfs bestimmt: Besteht an einem Walde eine Stockholzberechtigung, so ist der Eigentümer des Waldes berechtigt und aus Verlangen her oberen Forst- bchördc verpflichtet, die Stöcke nach Inhalt der Berechtigung von den gerodeten Bäumen abzutrennen und das Stockholz für den Berechtigten in Raummaße anmrbeiten zu lassen Tem Eigentümer des Waldes steht derjenige gleich, welcher als Eigenbesitzer oder auf Grund eines dringlichen oder persönlichen Rechts die Früchte (den Ertragt des Waldes bezieht. In Fällen des Absatz I hat der Stockholzberech- ligte, unbeschadet einer Vereinbarung, durch welche die Gegenleistung in anderer Weise festgesetzt ist, dem Waldeigentümer zwei Tritteile der für "das Roden und Zurichten des Stockholzes entstandenen Kosten an Hauer- und Setzerlohn zu erstatten. Nach eingehender Aussprache, in der die Regierungsvertreter die näheren Gründe für die neue Gefeizes- vorschrist erläuterten, wurde vom Ausschuß die Regierungsvorlage angenommen. Eine weitere Regierungsvorlage betraf den Entwurf eines Gesetzes, betreffend den Arbeiter schütz und die Unfallverhütung bei Bauten. Tie Vorlage bestimmt im wesentlichen, daß die für den Arbeiterschu^ notwendigen Bestimmungen nicht durch Gesetz, sondern durch Verordnung erlassen werden. Tie lanoesherrliche Verordnung soll in vier Hauptabschnitte zerfallen: 1. Verantwortlichkeit im allgemeinen, 2. Vorschriften zur Verhütung von Unfällen, 3. Vorschriften zum Schutze der Gesundheit und Sittlichkeit und 4. Sonstige Borschriiten. Tcm aus vier Artikeln bestehenden Gesetzentwurf ist von der Regierung eine längere Begründung ' beigegeben worden, in der ausgeführt wird, daß die Regierung für den Erlaß der Vorschriften den Weg der Verordnung gewählt habe, weil sie bei einer so umfangreichen Gesetzgebung und zahl- ceicheu, der Abänderung unterworfenen Bestimmungen diesen Weg für den praktischeren und zweckmäßigeren erachte. Ter Ausschuß beschloß, der Kammer die Zustimmung zu dieser Vorlage zu empfehlen. Weiter beschäftigte sich der Ausschuß noch mit dem Antrag Tr. G l ä s s i n g, betr. die Vereinfachung der M e ß b r i e f a r b e i t e n. Ter Antrag bezweckte, die doppelte Maßeinschreibung in den Plänen der Meßbriefe (nach dem früheren hessischen und dem jetzigen Metermaß- aus- Litheben und nur ein Maß beizuoehalteu, ferner baä bei Verbriefung von Geländeverkäusen zu den Gerichtsalten geforderte Meßbriefformular ohne Beifügung der J.ihalts- berechnung und ohne Maßeinschreibung im Plane auszu- fertigen, den Eintrag auf das unbedingt nötige Maß zu nr. 127 Erstes Blatt 161. Zahrgang Donnerstag, 1. Juni 1911 Ter Eiehener Anzeiger A A. Ä ä Be;ug»pret»r erscheint täglich, nutzer ▼ pV ■ ▼ mvn-nIich75Pf.,viertel- Fernfprech- Anschlüsse . gk W • W Verantwortlich für den für die Redaktion 112, politischen Teil: A.-auft General-Anzeiger für Gberhefien WSsL Rotationstrui und Verlag der Erüb!'f*en Umv.Guch- nnd Steinöruderei R. Zange. Reöaftion, ärpeöition und Druckerei - S»ul|traBe 7. sani'-eM-tot^n bis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 50 Geschäftsstelle Bahnhofstraße \6a. Anzeigenteil: H. Beck. danke einer Gasthausreform in Sachsen noch wenig Fuß gefaßt habe, der Grund in der Schwierigkeit der Durchführung der Reform liege, cha man in Sachsen die Konkurrenz dieser Reformgasthäuser fürchtet. Die wichtigste Frage sei wohl die, ob die Gasthäuser wirklich Erholungs- und Geselligkeitsstellen seien. Die Mißstände auf diesem Gebiet itnb ihre Ursachen seien bekannt. Der Redner gab der Ueberzeugung Ausdruck, daß es sehr wohl möglich sei, rentable Gasthäuser zu bauen und zu erhalten ohne besonders starken Verbrauch alkoholischer Getränke, und schloß mit dem Wunsche, daß die Bewegung auch in Sachsen fortschreiten möge. Aus Hesse«. 'Zur Landtagswahl in Rhein Hessen. Aus Mainz wird geschrieben: Die Vorstände der sozialdemokratischen Partei Rheinhessens haben beschlossen für den Wahlkreis Groß-Mainz den Stadtverordneten B. Adelung, für den neugeschaffenen Wahlkreis Bretzenheim-Niederolm Parteisekretär Seel und fiir ,Alzey den dortigen Stadtverordneten L u ck e l zur nächsten hessischen Landtagswahl anfzustellen. Weiter wurde beschlossen, in allen Wahlkreisen mit sozialdemokratischen Kandidaten, deren Namen demnächst publiziert werden, vorzugehen. Dar Ergebnis des hessischen Blumentages. Das Patronat der Großh. Zentrale für M. u. S. in Dessen teilt uns über das Ergebnis des Blumentages folgende Abrechnung zur Veröffentlichung mll. Die E i n n a b m e u betragen: 1. Kreis Darmstadt: Darmstadt Mk. 29 067,46 Landgemeinden „ 5 529,01 Mk. 34 596,47 Dazu: Einnahme d. Großh. Prinzen All. 77,20 Ueberschuß b.Jeitvorstellung im Großh. Hostheater . . „ 1 065,25 1142,45 2. Kreis Bensheim: BenSheim Hilf. 2 013,38 Landgemeinbeu „ 4 392,87 i/ 6 406,25 3. Kreis Dieburg: Dieburg Alt. 863,81 Lanbgemeinben „ 4 712,02 V 5 575,83 4. Kreis Erbach : Erbach u.Umg. Alf. 1 634,03 Lanbgemeinben „ 2 960,31 V 4 594,34 5. Kreis Groß-Gerau: Gr.-Gerau Mk. 1 230,30 Lanbgemeinben 6 194,51 f» 7 424,81 6. Kreis Heppenheim: Heppenheim Alk. 1104,30 Lanbgemeinben „ 4 322.60 w 5 426,90 7. Kreis Offenbach: Offenbach Alk. 19 752,80 Lanbgemeinben „ 10 917,27 e 30 670,07 8. Kreis Gießen: Gießen Alf. 7 000,— Lanbgemeinben „ 8 089,38 V 10 089,38 9. Kreis Alsselb: Alsselb Alf. 1 359,09 Lanbgemeinben „ 1 284,02 zus. Alk. 2 643,11 abzüglich „ 203,56 n 2 439,55 10. Kreis Bübingen: Bübingen Alf. 658,89 Lanbgemeinben „ 2 738,77 0 3 397,66 11. Kreis Friebberg: Friebberg nt. Fauerbach Mk. 1 987,47 Bad-Nauheim „ 3 447,02 Landgemeinden „ 5 638,12 D 11 072,61 12. Kreis Lauterbach: Lauterbach Alk. 1 4u«,4U Lnnbgemeiubeii „ 1 636,65 V 3 095,05 13. Kreis Schotten: Schotten Alk. 602,23 Landgemeuiben „ 1 687,54 0 2 289,76 14. Kreis Mainz: Mainz mit Mombach Mk. 11 216,73 Landgemeinden „ 5 821,27 zus. Alk. 17 038,— abzüglich „ 400,— e 16 638,— 15. Kreis Alzey: Alzey mit Schaf- hausen . . Mk. ßanbgemetiiben , 1 556,60 2504/16 4 061,86 16. Kreis Bingen: Bingen Mk. 2 009,84 Laiidgemeinben , 2 705,25 Mk. 4 551,94 zus. Alk. 4 715,09 abzügl. 163,15 17. Kreis Oppenheim: Oppenheim „ 1 032,— Landgemeinden „ 1 159,64 • 2 191,64 18. Kreis Worms: Worms Alk. b 282,63 Landgemeinden, 3 783,18 II 10 067,76 Summe Alf. l"ö 732,33 Hiernach betragen die Einnahmen: 1. In den Städten Darmstadt, Offenbach, Gießen, Mainz, Worms und Bingen Mk. 75 329,46 2. In den übrigen Kreisstädten und in Bad- Stauheim 18 947,81 3. In den Landgemeinden ... » 71079,32 Summe wie oben Pik. Ibb 356,b9 Air diesen Beträgen sind die geringen Unkosten des lokalen Komitees bereits abgezogen. Die General-Unkosten betragen: 1. Für Blumen Pik. 6 545,82 Gestiftet waren rund 700000 Blumen „ 3 000,— bleiben zu verrechnen . . . Mk. 2. Für die Blumentagsiestschrist (Auflage: 20 000) , 3. Für 60 000 Postkarten (Mk. 1013,80) und für Wohliahrtsbilder (112 Mk.) 4. Für Wohlfahrtsfiguren für 10 Städte (850 Figuren für Darmstadt sind gestiftet) .... , 5. Für Wohliahrtsschreibzeug 6. Für Plakate und sonstige Druckkostetr sowie für Schreibarbeiten und allgetneine Ausgaben . . 3 545,82 747,10 1125,80 1573,15 173,85 590,35 Summe . Atk. 7 756,07 Abschluß: Die Einnahinen betragen .... Mk. 165 732,33 Tie Ausgaben betragen . Mk. 7 756,07 Verglichen, ergibt sich ein Reinerträgnis von . . Alk. 157 976,26 Nach Vorstehendem betragen die General-Unkosten 7756,07 Mark, also 4,7 Prozent der Einnahmen. Dieses günstige Ergebnis ist dem Umstande zu verdanken, daß die große Anzahl von Büchsen (6500)_itnb die Abzeichen von der Firma Georg Volt in Msselsheim gestiftet waren. Außerdem wurde das übrige Material fast durchgängig zum Selbstkostenpreis geliefert oder gestiftet. Aus Stadt und Land. Gieren, 1. Juni 1911. '* In Audienz empfangen wurde vom Großherzog am Mittwoch u. a. Pfarrer Mencke von Dortelweil. •* Pfarrpersonalien. Der Großherzog hat der durch die Dekanatssynode des Dekanats Rodheim für den Rest dec laufenden Wahlperiode vollzogenen Wahl des evangelischen Pfarrers Phil. Heußel zu Altenstadt zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Rodheim die Bestätigung erteilt. ** Schulpersonalien. Der Großherzog hat den Kreis- ichulmspektor Professor Dr. Albert Lucius zu Darmstadt zum Direktor an der- neu zu errichtenden höheren Mädchenschule zu Darmfladt ernannt, den Oberlehrer an der Viktoriaschule und dem Lehrerinnenseminar zu Darmstadt Professor Tr. Julius Röll auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste in den Ruhestand versetzt, und den Oberlehrer an der Oberrealschule zu Alsfeld Wilh. Zimmer zum Oberlehrer an der Viktoriaschule und dem Lehrerinnenseminar zu Darmstadt ernannt. ^>n den Ruhe st andvcr setzt wurden die Lehrerinnen mannia"-Frankfurt a. M. afy Jot Märkte. 50 88-92 99 38-95 52 91 81-84 44 82 86-88 43 42-44 87 Schweine. eevenOgeivichl . 47-48 60-61 47 60 60 47 45 58 Mieten. Prälat S. weitbrecht f. Wett« 9” 1 .. Mai — -4- 23,4'1 ___ i o a “n Höchste Temperatur am 30. bis 31. 30. 31. warme Mondami Zi-Milchspeise 20 Gramm Mondamin auf je 1/2 Liter Milch gekocht, als e & 59 ob 73 67 9 10 9 46 52 108 99 92 83 78 Mai Juni lull 86 93 96-103 90-95 82—85 77—80 Der Kinder Abendessen. leichtes Essen für diese, kurz vorm Zubettgehen in em g s 46 42 85—87 90—96 v» ru 0 tri Ein ist eine Vollsieischige, jüngere . . . Furien. Kühe. Geringere Alast- und gute Saugkälber 54—57 S ch a ^e. Bf Aellere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte simgereKühs u. Färjen 36—40 71—76 der neue Garten mit seinen neu angelegten Ruheplätzen. Demnächst verschwindet auch der offene Kanal des großen Hirschgrabens. Starkenburg und Rheinhessen. * D a r m st a d t, 31. Mai. Geh. Regierungsrat Tr. Udo aus To kio, Vortragender Rat im japanischen Land- 85 5 et» 38 33 Boll fleischige ausgemästete Färsen höchst. Schlachtivertes 50—55 BoUsteychlge ausgemästete Kühe höchst. Schlachtivertes vis zu 7 Jahren. . 42—46 Müller'sche Badeanstalt. Wass erwärme der u k> n um 1. Juni: 1 61/, 0 R. men «mA bei" 6$*# &e‘ ■il.3d)önc 5-Zjui. und allem 3i mre hoch, baldigst ^üilvcl, Ebelstraf fj PlMiiierwodu LBchenkaminer "er L äuli i -m. Friedberg, 31. Mai. Von einer treuen Anhang- x.6. Wiesbaden. Viehho^-Marktbericht vom 31. Mai, lichkeit an seine Heimatstadt zeugte ein Vermächtnis eines Auftrieb: Rinder 83 (Ochsen lö, Kühe 68, Bullen 00), Kälber 430, Sbcrrit Richard Volk, der unlängst in Hamburg verstorben ist, Schale 9, Schweine 477. Er hat in seinem Testament bestimmt, daß seine Frau einen Tendenz: Rinder, Kälber unb Schafs lebhaft, Schweine ruhig. Tisch aus antiken Geweihstücken, eine Fericnarbeit Preis Durch- seines schon länast verstorbenen Vaters, bent Museum seiner pro 100 Pst). schniltspreis Vaterstabt Friebberg überweisen soll. Es hanbelt sich um Hirsch- ^venr>. L»ia§c- prolOOPsuird ----- '■-** ' •' - *- c ‘ oeiuidit uebent. _ (.eivijjt Aiayig genährte ttühe und Färsen . . 32—35 64—70 Kälver. RjMöoiiert, % WM CSgg kSgg fess WL" Wb IM Zimmer nebit 2 ad zu vermiete, > Näheres Olt- leuhanstrage 2511 M.K-Zimmerl mdenz. und Md nfarde, Balkon, ( lu.Gartenanteil »er zu vermieten. Meres Ttcvliav l'iroüe V-Zimmer .. Lloä mit Beran ii.iö allem ZubehSi sa vermieten. , Näheres Bahn Liiedrigste p „ Aiederjchlug — 10,6 mm. tz-Zlmmer-L lanit Zubehör und ( lkcke Sllice-Ludwi, 5 Zimt dloonjtrt Moderne Stimme ■ii Balkon und Zub. W zu vermicien. ymb. Lchiüenbergei feil Tchöne 5-Zim stlilsiraße 11II ver Nab. Hofmat Wirtschafts- und Handelsministerium, ist zu längerem Auf- enthalt hier eingetrofscn, um die Einrichtungen und ver- Zcinsle Aiastlälber . . . . . . .64—66 106-110 65 schiedenen Genossenschaftsarren des Verbandes der Aiitllere Alast- und beste Saugkälber . 58—61 Hess, landwirts gastlichen Genossenschaften G-"""""'- R'1—r-'’ kennen zu lernen. Japan hat seit einer Reihe von Jahren aueibemftniAQfe auch dem Genossenschaftswesen Eingang verschafft, wobei c u ogische vcobach-ungen der Station sieben, im nahezu vollendeten 71. Lebensjahr gestorben. Mit ihm ist einer ber populärsten Kanzelrebner unserer Zeit heimgegangen. Ani 4. Juni 1840 als Sohn bes Buchhänblers G. Weitbrecht. bes bamaligen Geschäftsführers ber VereinSbuch- hanblung in Calw, geboren, machte ber angehende Theologe den üblichen Studienlauf seiner Fakultät durch, indem er erst baä niedere Seminar in Urach, dann das Stist in Tübingen besuchte. Eine wissenschaftliche Reise führte ihn sobann nach Norbdcutsch- 31. lanb, Englanb unb Schottland. Nach vieljähriger Seelsorger- 31, tätigfeit an der Garnisonskirche und als Neligionslehrer am Eberhard-Ludwigs-Gymnasüun in Stuttgart würbe ihm 1885 bas Amt des zweiten Stadtpsarrers an der Hospitalkirche und 1886 dasjenige des Stadtdekans in Stuttgart übertragen. Im Jahre 1897 sehen wir beit Prälaten von Weitbrecht am Münster in Ulm. Nach breijähriger Alüoesenheit kehrte er als SliftS- prebiger unb Mitglieb des evangelischen Konsistoriums toicbcr nach Stuttgart zurück, wo er auch Vorsitzender der Bibelanstalt, ferner des Diakonlssenhaus-Komitees unb der Frauenstiste, wie auch als Mitglied der Zentralleitung des Wohltätigkeitsvereins sich große Verdienste erwarb. -f' 21’onc, modern -Wohnung, i nächh u schon. Auöiii und eleti i0®!,bU vermieten gcweihe von seltner Schönheit aus der Römerzeit,'die in dem n , l)fin-biäion-bis Schutt auf der Westseite ber Burg bei Erbauung ber Straße r-fr.n.., ^riebbera—Bab-Nanl-eim nefitnhen innrbpn Bollsicisclnge, ausgemastete, höchsten L Fried b er a 31 Äi Äeute vormittaa traf der Schlachtwertes, höchstens 6Jahre alt 49-o2 , f • o r r e o v e r g, öl. Jcat. Heute vormittag traf Der c^unQe f;Ci d)tge, nicht ausgemäste unb H>ofmarschall v. Ungern-Sternberg aus Darmstadt ^ünero ausgemästete ... . . .44—48 im hiesigen Schlosse ein. Er besichtigte die bis jetzt fertig- Ungejochte..........50—55 gestellten Schloßbauten. Außer den feit Anfang dieses Bull en. Jahres vorgenommenen größeren baulichen Veränderungen DoMeischige, ausgewachsene, höchsten werden jetzt kleine Ausvesserungen im Burggrafiat und Schlachtivertes........45—47 dem Kavaliersbau vorgenommen. Beinahe fertiggestellt ist Vollsieischige, lungere......41—44 „Borussia"-Frankfurt a. M„ ___________ _______, u... ................ ......._ ........ . ______ „Fortuna"-Mainz, Mainzer Ruderklub 1903, Limburger einmal zurückgezahlt ist. Es ist interessant, daß in Anbetracht des RuderNub 1907, „Germania"-Kastel und „Hassia"-Gießen. großen pekuniären Gewinns, den die^ Engländeraus dem Suez- Für 5 Rennen sind Vorrennen notwendig, die am Regatta- sanal ziehen, ^bnglncher Schriftsteller, Walter Mlövllle, tnrr hnrm:ffnna hnti r 11 Hßr nnlnpfnürpn mprhpn einer der angesehensten englischen Zeitschriften, ,,^he Nineteenth Ä ” m e V ' L . £ Century and alter", einen Appell an England richtet, aus diesem Außer den vom Prinzen Heinrich von Preußen und von Grunbe nun eine weitherzige und selbstlose Politik in Bezug aus der Stadt Gietzen gegebenen beiden Ehrenpreisen sind dem Aegypten zu treiben — namentlich wenn es sich um die Er- festgebenden Ruderklub „Hassia" hier noch einige wertvolle Neuerung der Kanalkonzession handeln wird. Haben doch auch Ehrenpreise gestiftet worden und zwar: ein silberner Pokal ausländische Beobachter nicht so ganz selten den Standpunkt ver- für den Begrüßungsvierer vorn Radktub „Germania"- treten, daß Aegypten etwas mehr Wohlwollen auf Sellen der Gießen, ein desgl. (Lahnpokal) als Hassia-Heraussorde- Engländer finden könnte. rungspreis für das Einer-Rennen von"Herrn Geh. Korn- ' Die g eh eimnisvolle Haarknr. Em ungewöhnlicher merzienrat S. Hcich°lh°im unb Herrn Kommerzienrat H. ->« f”. den Juniorviercr von Herrn ^^,Sch°d°n°?!atz>>°n E iv!k geklagt, weil er chr HaaAallsländig Apotheker Th. Schwreder, ein silberner Pokal für einen ruinicrt v()a()e. Die Richter befanden sich in einer mißlichen Lage, eeniorüierer von den Damen des Ruderklubs „Hassia", Sie mußten einerseits anerkennen, daß die Dame recht hatte, wenn und eine Vase für den Trostvierer von Herrn C. I. Melchior- sie eine Entschädignng forderte, anderseits konnte dem Friseur kein Butzbach. Verschulden nachgewiesen werden; er hatte sein Bestes getan unb ** Vogelschutz. Unsere Singvögel sind mit ihrer behauptete, die Haare wären „verhext" gewesen. Tie Dame wollte Brut und mit der Aufzucht ihrer Jungen beschäftigt. Da uon dem Friseur ihr Haar, das „bereits cmen leisen grauen fipint P8. für hprr Mnm>lfrpinth tinrfirhHrr? «itrürfhnftitiirr Ton angenommen hatte, UI seiner urspninalichen Blondhell erhalten yeiyr es jur Den BogLlsreund vorfichNge Zuructyaitung ;‘nb bcc geschickte Figaro erklärte sich gegen ein Honorar ^.erin?i!r+ ^toning am Nest kann Die brütenden <,jn panr Di'ark dazu bereit. Hundertmal hatte er schon bie und futternden Alten vertreiben und bie jungen dem fllcid)c Operation ausgesührt, wie stets, champonicrte er zunächst .Hungertod preisgeben. Arn allerwenigsten darf es ge- bie Haare unb iuanbtc bann nach seiner erprobten Manier etwas schehen, daß man Die Eier oder die Jungen mit der Hand „Eaa oxig soös" unb Ammoniak au. Eine Haarkompresse sollte berührt. Will man etwas gutes tun, dann sichere man bann bie Behandlung zu einein glücklichen Abschluß führen, aber das Nest mit Dornreisig ober Stacheldraht gegen kletternde als der Künstler sein Werk gekrönt glaubte, da zeigte sich, daß all Katzen bie schönen Locken, aus bie bie Dame so stolz gewesen war, m einer J ttriphfirrrt ivilben und scheußlichen Uuorbnung sich besaubeu, stell unb zottig geiuorben waren und einen schrecklichen Farbenton angenommen = friebberg, 31. Mai. In beit letzten Jahren hat der hatten. Der entsetzte Friseur versuchte nun mit neuen Mitteln Apfelweinkonsum ganz bedeutend zugenommen, was im Interesse das Furchtbare ivieder gut zu machen. Er wandte eine Friktion unserer obstbautreibenden Bevölkerung nur zu wünschen ist. Um au, versuchte es mit Waschen, unb als all das nicht Helsen wollte, einen flotten Absatz des Apfelweines zu erzielen, gehört aber wanbte er schließlich ein Radikalmittel an, er gab ihr eine Tinktur, auch dazu, daß man einen cinwandsfreien edlen Tropfen auS- die ihr blondes Haar tiesschwarz färben sollte, um so wenigstens schenken kamt. Trotz aller Vorsicht treten doch aus irgend welchen die schlimmste Verunstaltung auszuheben. Doch das hieß ben Teufel Gründen zuweilen Fehler tut Apfelwein auf. Tie Direktion der nut Beelzebub ciuStreiveu. Die Haare gingen nun rasch aus, unb Obstbau schule zu Friebberg hat auch in biesem Jahre wieber nach ein paar Tagen war es so weit, baß ein anberer zur letzten einen Kursus für Apfelweinprobuzenten eingerichtet, Hille herbeigerusener Haarkünstler nur noch — eine Perücke empfehlen ber vom 19. bis 24. Juni in Friedberg ftattfinbet. In biefem konnte. In dieser Perücke erschien bie schwer heimgesuchte Dame Kursus wirb eingehend die Erzeugung unb Pflege eines eblcn vor Gericht. Aber bem Friseur konnte fein Fehler nachgewiesen Apfelweines sowie bie Behandlung fehlerhafter Apfelweine be- iverden, unb da zubem die Aussicht besteht, daß die Haare in besprochen und int Laboratorium die Untersuchung usw. praktisch einigen Wochen wieder nachwachfen werben, |o begnügte man sich geübt. An berselben Anstalt finbet auch vom 4.-6. Juli ein damit, ben armen Figaro zu 40:) Mk. Geldstrafe zu verurteilen. B e er env er w er tun g s ku r su s für Frauen und Mädchen statt, auf welchen hier schon liingewiescn sei. Weine 1. Wer, B°d, Ach „„...Anteil mit M dieweil ausgeirn Juli oder icfltcy i $re8 bei dem Be Peter Sri 6 Zimn. 746,8 21,6 । 9,2 48 NE 4 747,9 16,8 10,5 74 SE 4 750,0 14,9 10.3 1 82 NE 2 Wir bringen hierdurch unsere Safes a diebessicheren Panzer - Gewölben in auch für kürzere Zeit als Jahresdauer unter Preises abgegeben. Giessen, 1. 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Nr. 92) ordnen wir gemäß Verfügung Großh. Win des Innern v. 10. Mai 1911 zu Nr. M. d. 'I. II 2369 auf Grund des § 56 b der Reichsgew.-Ordg. bis auf w eiter es Folgendes an: 1. Händler mit Klauenvich und Geflügel dürfen solche Tiere zum Zweck des Verkaufs weder zu Fuß noch zu Wagen' mit srch führen, 2- Bon Händlern verlauste oder angekaufte Tiere siitd stets, aus kürzestem Wege und ohne Aufenthalt an ihren Bestimmungsort ju verbringen. Sie dürfen auf diesem Transport weder in dritte Gehöfte eingestellt, noch dritten Personen zum Verkauf augebottst werden. ., 3. Händlern mit Klauenvieh und Geflügel ist das Betreten s r e m d e r -L t a l l u n g c n, in denen solche Tiere untergebrach! sind, auch mit Einwilligung des Besitzers n i d) r> gestatt e t. Sie dürfen fremde Gehöfte ohne aus drückliche Aufforderung des Besitzers weder beim Aufsuchen von Bestellungen, nod) zu m Zweck des Ankaufs von Tieren betreten. , Wir bestimmen zugleich, daß ein in Erfüllung eines lieber liescrungsvertrags vorgenommener Viehtransport von einem amtlichen Zeugnis begleitet' sein muß, ails dem hervor geht, wo die Tiere herstammen, ev. ob und wo sic quarantänicr? haben, sowie wohin sie transportiert werden sollen. Dieser Ausweis Ht am Bestimmungsort der Ortspolizeibehörde auszu- händigen. Ist der Transportierende nicht der Käufer des Tieres, so hat er eine schriftliche Erklärung des Käufers mit sich zu führen, au* der zu ersehen ist, daß das Tier für fest gekauft ist. Auch dieser Lchciu ist bei der Ortspolizeibehörde des Bestimmungsortes a b \ zugebcn. Verstöße gegen diese Anordnungen werden nachs § *1’48 Ziffer 7a, ? der Reichsgewerbe-Ordnung und § 328 .des R cichs straf gesetzt s buchs mit Geldstrafe bis zu 150 Mk. oder Haft bis vier Wochen: bezw. mit Gefängnis bis zu einem Jahr und, falls infolge der/ i ^.odertretung eine Uebertragung der Seuche stattgefunden hat, mit/ i Gefängnis von 1 Monat bis zu 2 Jahren bestraft werden. Gießen, 30. Mai 1911. .Großherzogliches Kreisatmt Gießen. 1*^5/ h . Dr. Ufing er. rTi v. > — Gießen, 30. Mai 1911. Bet r.": Wie oben. , An die Groszh. Bürgermeistereien des Kreises und die Grotzh. Gendarmerie des Kreises. Wir machen Sie auf vorstehende Bestimmungen ausdrücklich/ aufmerksam, Interessenten sind entsprechend zu belehren und bei. Viehhändlern die Anordnungen zu Protokoll zu erSffncn: die.-» Durchführung ist streng zu überivacben. Aucl) ist die Bekamtt: M. I2Z .Anzeiger ^kkirblatl ft fragen 11 188. rlm T: v. Breite- Präsiden i Mr 15 N' Kirsch (3C DerÄnt be8 Keich nommen. vier Die Kow Gebühren für beseitigt oder Nach emc auknahm^ möglichst schn klbg. Sch in der Waste Pflasteisteinz, trage zu, Vreuß Die preu strebt gewesei entsprechende dabei auch El worden ist. st scharfe Ge in eine neue und zwar für wolen, hoffe die erhebliche da nur barn kann. (Söeift Ich will eine Mitteili und daran de sein soll, ras entsprechen. Abg. V Minderheit E§ gib: rn den Frak Ach baffe, b Inbiiitde bot tniiiien aber meinet gteun nochmals, ob Stellung, 'nteressiert sin derhandlungen Ich habe stelle aber not Reiche nicht i Me Auftrag, Man.) 9 . Ng. Vok unserer grafti, “et Pslasterstei Herr Wag iRb nicht eines w ein. ist 'n Abrede gest< diele "r Handelsvei Mwel gefomr S1 nid)t und De 2atle'9en. „i W . iata9iat aSs derben der erfinttp c 1VQl) u1 ki°^chm e«n nn9t8*Wt. LKr &L