Montag, Mai WU 161. Jahrgang Erft« Blatt Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. L> den in 9 rwirft * V MW ndwigstr.55 cfce Ritrelpto , Weitfl. 88 avSchoti. liier ide sowie ißsbefeble ima Beter Mahlla zu geraten. Bremond in Fez? vm issen elephon Ai Separatom Z N innohme Don »n)tig«n Rotationsönid und Verlag der vrühl'schrn Univ.-Such- und Steindruderei «. rang«. Sedaktion, drpcöilion und Crndcrei: Schulftratze 7. bis vormittags 9 Uhr. Bübingen: Fernsprecher Nr. 50 SeschäftLstelle Bahnhofstraße I6a. x^XtV^- BezngSvrels: monatlicl)75Pi.,vierteljährlich SDK. 2.20; durch ?lbl)ole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Alk. 2.—viertel- lährl. ausschl. Bestellg. ZcilenpreiS: lokal IbPft anSwättS 20 Pfennig. Chefredakteur: 9L Goetz. VeranlworUich für den politischen Teil: August Goetz; für .Femlle- ton*, .Vermischtes^ und „(BericbtSfaar: K. Neurath; für „Stabt und Land-: E.Heß; für den Anzeigenteil: H. Beck. Tanger, 29. April. Wie amtlich gemeldet wird, sind die Truppen des Majors Brsmond am 26. April in Fez eingetroffen. Aus Tanger wird vom 29. April gemeldete die deutsche Gesandtschaft erhielt durch einen Spezial boten, der Fez am 23. April verlassen hat, die Mitteilung, daß die Stadt ruhig sei. Die Sicherheit erscheine nicht bedroht. Eine Hungersnot sei das einzige, was befürchtet werde. Die Besetzung von Larrasch durch Spanien? Köln, 29. April. Die „Köln. Ztg." meldet aus Dan - g er: Die BesetzungvonSarrafchdurchSpanien ist sicher zu erwarten. Es ist nicht anzunehmen, daß es dabei zu Blutvergießen kommen wird, da die Bevölkerung den Eindruck hat, daß Spanien lediglich einschrcrte, |im Frankreich nicht zu mächtig iw Marotko werden zu lassen. Utiofc'L^ ■ H . 1 [jjfldlno? rt, eiierne" Nr. 101 Ter Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntage. - Beilagen: r ter mal roöchentln: e-ietzenerZamilienblätter z-veunal roöcf)cntLKtei$: blatt für den Nrnr Sieben iTiensmg unb Freitag); zweimal monatL Land wirtschaftliche Seitfraaer Fernjprech - Anschlüsse fül die Redaktion 112, l'' und den ausländischen Kommissaren am Sonntag ein F r ü h st ü ck. Der Bürgermeister von Turm brachte einen -trink spruch aus die sremden Vertreter aus, worauf der französnche Botschafter B a r r e r e als Doyen des diplomatifchen! Korps dankend erwiderte. , ... Der deutsche Botschafter v. ^agoto und her bayeruche Gesandte Frhr. von der Tann be|id)tigtcn die von der nändigen Aussteb.ungskommifsion sür deutsche Industrie orgaiu,terte dcutichc Abteilung unter Führung der Geheimräte Busley und Ravens unb sprachen ihre große Befriedigung über den architektoniichen Ausbau und die Qualität der Ausftellung aus. (wir haben in Nr. 64 der Gieß. Familienblätter schon über die Ausstellung berichtet. Die Red.) * — Münchener Gemälde - Ausstellung in Main ; Ein neuartiges und im großen Stil geplantes Ausftellungsunter- nehmen wird im Einvernehmen mit der Surgermeutcm vom 12 bis 26 Mai d. I. der „R i n g M ü n ch e n e r Kunst! c r in Mainz vorführen. Vertreten werden hervorragende Maler fein, meistens durch ganze Sanmilungen von Bildern hauvti.ichna) Inhaber von goldenen Medaillen internationaler Ausitellungeu, bie in Staatsgalerien, städtifchen und privaten Mufeen vertreten find. Die Ausstellungsräume werden im alten Iustizgebaude sein , . — Tie „Crcftie" im Zirkus ©arraiani. xircttor Sarrafani"wird im nächsten Jahre wieder in Berlin Vorstellungen geben und zu diesem Zwecke im Weiten Berlins einen stabilen Zirkus errichten, bet sechstausend Perwnen lauen {oii Er verhandelt, wie wir hören, gegenwärtig mit der Tire tion des' Deutschen Theaters darüber, bau sie in der kommenden Saison in diesem Hause Aufsührungen Deranitalte. Öerr Direktor Sarrasani hat sich verpflichte^ falls em derartiges Ab- tommtn mit M°k R°,nh°rdl sultanhc kommt b« BM- mit allen Einrichtungen moderner -techmt aus zu statten Eine Einiaung vorausgesetzt, wird bie Direktion des ^cutichen-tHeaters dem Berl T " zufolge, im L k t o b e r A e s ch y l o s „L- r e it i e sur Ausführung bringen. Die szeni sche Aussta11u ng der OrtfHe" ilt bemti $TOiciiot 'Sollet in Wien, der mich die s'^nischen Bilder für den zweiten Teil des „tyault' entworfen hat, übertragen worden. — Die Antipeftkonferen; in China. Aus Mulden wird gemeldet: Auf der Antipestkonferenz, deren letzte Sitzungen auf Antrag des ckinefuchen Kommiffars -ckr unter Aus- ickluß der Leffemlichkeu staUfanden, fanden die relegierten den Widerstand der chinesisch en Aerzte, fobald sie eine ernite Fragestellung versuchten. Die Delegierten waren m drei « ' gespalten. Zu dem ersten geporten Rutzland, ^apan, Holland Frankreich, Italien und Mexiko; zu dem anderen irng- a£h' Amerika und China: in der Mitte standen Deut'ch- lan'd unb Ceiterreid). China erklärte, nur Praktyche ILn» träge bezüglich der Bekämpfung der Sungenpest annehmen zu können Hierin wurde es von England und Amerila unterstützt ^ie anderen Vertreter waren bemüht, das ^Programm zu erweitern. Tie Vertteter der meist interqiicrten Staaten ^apan GiehenerAnzeiger General-Anzeiger sür Oberhessen Fürst Georg zu Schaumburg-Lippe f Bückeburg, 30. April. Ter Fürst zu Sdurumburg Lippe ist gestern abend an Herzschwäche gestorben. Er wurde gestern mittag non einer plötzlichen Herzschwäche befallen. Tie Unfälle wiederholten sich trotz der angewen- detcn Gegenmittel. Gegen abend trat Bewußtlosigkeit ein;, ohne schweren Todcskampf starb der Fürst um 9y2 Uhr abends. Ter Tod erfolgte in Anwesenheit der Fürstin, des Staatsministers Freiherrn von Feilitzsch, und des Hofstaates, mährend die Prinzen erst nach dem Mleben de:- Fürsten eintreqen. Kurz vor dem Tode sprach der Hof- vrediger ein Gebet. Tic Beisetzung findet wal)rscheinliw am Samstag statt, vorläufig in der lutherischen Mtrdic zu Bückeburg, später in dem neu zu erbauenden Mausoleum. Fürst Georg zu Scnaumburg-Sippe stand im 2lltcr von 65 Jahren; er starb nach einer 18jahrigen Regierung. unb Rußland vertraten ihre Anträge mit besonderer Energie., Dw Konferenz lehnte jedod, ihre kategorischen Forderungen ab., Die ausländischen Delegierten stimmten darin überein, daß bi? Konferenz ohne praktische Bedeutung sei und reiseti nach Peking zur Audienz bei dem Regenten ab. — Neuentdeckte Briefe Voltaires. Aus S o n b o ?. wird uns geschrieben: Professor Stevenson in Glasgow vt in den Besitz verschiedener interessanter Briefe Voltair:., bie bisher noch nicht verösfentlidt waren, gelangt. Vor ungefähr achtze^-. Monaten starb ein Verwandter des Professors, Der Rever: nd Stevenson von Ruthcrglen, und unter seinen Papieren sand mau ein Palet, das dem Profesior Stevenson zur Tiirchsicht tibergibui wurde. Es stellte sich heraus, daß dieses tm Jahre 185.S im Bis in von G. F. von Tempskv, der in Glasgow wohnte, war. Wi diese Paptere nun in den Besitz des Verstorbenen kamen, ,st nicht zu ermitteln. Aus der Außenseite des Valets stand von Tempsuis yanb dec Vermerk, oaß ferne Großmutter eine Tochter b?s 1 - rühmten deutschen Juristen Eocceji war unb bau t-.e Papiere in der Coccejischcn Fmuniie aufbewahn wurdni, da i auf deren Verbürdung mit Vol aire Bezug nahmen, ^un J 1751 war Voltaire in Berlin und hatte zu der Zen einen Rechtsstreit mit einem Iuoen namens 5?ir'u?ll. Eocc.ii war cvur bet Richter bei diesen Verhandlungen uno verwahrte bie br bezüglid)en Papiere, die eigenhändig. Briefe VoN.nres c^nhi.: .?. Der Prozeß zwischen Voltaire und fciriaicil erregt ;u feiner großes Aufsehen, das auch ausführlich in Earlples Buch „Fricornu der Große" erwähnt wird, obgleich erst nad) Carlyles Zeü ergänzendes Material zu diesem Prozep frei wurde, -eie u mente über den Prozeß befinden fich im Archiv z u E h a r l o 11 e n b u r g und sind hu ad) Deu icm ;d)tjvor‘ . ■ von Professor Stevenson branden sich neun ^diri atüde von b.r löanb Voltaires, von denen acht unmittelbar am bin Iro.c ? ag haben. Zwei von den Briefen waren an Eocceji im Saus d . Verhandlimgen geschrieben unb zwei andere sind Memo rcn über diesen Fall. — Kurze Nachrichten aus K u n st uno W i f sc n - schäft. Von Hermann Sudermann erscheint demnächst im Verlage der I. G. Gottaichcn Buckhandluna Rochf. ein n c r Novellen band unter dem Tst : -T i c indische H i c" — Tie Große Berliner .... tausstelluug wurde im Landes-Ausstellungsgebände in Gegenwart des Kultiisninnsiers von Trott zu Solz eröffnet. mit ber des Macksen iolibariid) sei Soll vielleicht die sran zösische Falme bie Raubgier der' Kaids decken, nnldK überliefe rungsgemäß die marokkanischen Stämme aussaugten? Mann die Tatsacke, daß fraitzösiscke Ossiziere damit betraut sind, musel manische Banden zu triUcn, ihrem Unternehmen ein französisck' nationales Gepräge verleihen, wenn eine Schlappe dieser Truppen als eine französische Schlappe angesehen loerbc ? Diese Frage verlangt eine Antwort und die französische Regierung muß bie erste beste Gelegenheit benutzen, um zu erklären, daß die fran zösisckic Fahne weder jetzt noch in Zukunft mit den französischen Instrukteuren engagiert ist, gleichviel welcher Armee diese and) zugeteilt sein mögen. Die französischen Truppenbewegungen. Paris, 29. April. Wie aus Alhucemas vom 26. April aemcldct wird, wurde die Ankunft der für die Garnison bestimmten Rckrutcn von den Gebirgsstämmcn als die Ankündigung einer weiteren dcmnädlstigen Trup penlandung aujgcfaßt. Die E i n gc b o r c n c n hielten' an den Marktplätzen Beratungen ab, in welchen die jenigen, die keine Waffen und Munition haben, aus gefordert wurden, sich solche trotz der scharfen Ucbcrwachung zu verschaffen. Es wird versichert, daß an einigen Punkten der Küste Waffen und M u n i t i o n an Sand geschmug gelt wurden. Ra bat, 30. April. Tic Staffeln der K o l o nn e B r u- lard vereinigten sich mit der Spitze der bei Et Kuistra stehenden Kolonne uno werden hier die Konzentration unb Verproviantierung abwarten, während die Oftims bei Sal laits vorrücken. Tie Beni Hassen verhalten sich ruhig, da sie fürchten, zwischen die Gums und die bei El Tisae lagern IHorotto und die deutsche Regierung. Die bisherige Zurückhaltung des deutschen auswärtigen Amtes bet der Marokkofrage ist durchaus zu billigen. Die Franzosett hätten es vielleitht garnicht so ungern gesehen, wenn Berlin schon jetzt, bei der unklaren Sage, sich mit einem Einspruch gemeldet hätte, denn dann hätte man die Stimmung des übrigen Auslandes gegen uns aufwiegcln lönncn So ?ber müssen die vielen Sügenmeldungen aus Marokko doch einmal aufhören, und dann wird sichs zeigen, waS Frankreichs wahre Absichten sind. Schon weist man ui amtlick>en deutschen Veröffentlichungen darauf hin, daß für die deutsche Kolonie in Fez keine Gefahr sei, und damit wird deutlich gesagt, daß man des französischen Schutzes vorläufig niajt bedürfe. Von großer Bedeutung ist, daß die „Norddeutsche Allg. Ztg." verkündet, bei einer vcsctzung von Fez durch die Franzosen und Uebcrschreiten der Algecirasbcichlüssc hätten die anderen Regierungen wieder die Hände frei. £b bann die Fehler des früheren deutschen Kurses wieder gut gemacht werden sollen? Jedenfalls find die Franzosen gewarnt Auch die „Köln. Ztg." bringt ähnliche Ausführungen wie das amtlidjc Blatt, und sie dürften gleichfalls auf Herrn v. Kiderlen-Wüchter zurückzuführen sein. Tie „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt in ihrer Wochenrund schau : In ber vergangenen Woche stellte fick) mehr unb mehr heraus, rote sehr die französische Regierung sick) besorgt zeigt, für die als Instrukteure in und bei Fez weilenden französischen Lsfizicre Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Eine Gefährdung bei europäischen Kolonien ist nad) ben in Berlin eingelaufenen Nachrichten glücklicherweise vorläufig nicht zu befürchten. Frankreick) ist es nicht zu verdenken, daß es auf alle Mittel sinnt, die geeignet erscheinen, das Sehen seiner Offi ziere zu sichern. Es bleibt natürlich dem Ermessen Frankreichs uberlassen, meldje Mittel ihm geeignet erscheinen, da cs auch die Verantwortung für die Folgen der angewandten Mittel trägt. Nad) den bündigen Versicherungen der französischen Regierung hat lie lediglich bie Msicht, bie zur Sicherung ihrer Staatsangehörigen , nötigen Maßregeln zu ergreifen; insbesondere beabsichtigt sic uid)t, .die Integrität Marokkos und die Souveränität des Sultans am zutastcn, auch liegt eine Besetzung von Fez nicht in ihren Absichten. Es ist zu hoffen, bas, bie Ereignisse "ber iranzösischen Regierung bie Innehaltung ihres Programms gestatten werben. Ein Siinausgcben über dasselbe würde deshalb mit der Algeciras-Alte nickt im Einklang stehen, weil rin wesentlicher Bestandteil der Akte ein unabhängiger marolkanischer vcrrscher ist. Ein Durchbrechen wesentlicher Bestimmungen der Algcciras-Akte, selbst wenn cs durchzwingende äußere Umstände unb gegen den Willen ber handeln den Macht herbeigeführt würbe, würbe sämtlichen Mächten die volle Aktionsfreiheit roiebergcbcn und es könnte damit zu Konscguenzen führen, die fick) zurzeit nicht übersehen lassen. Wir können aber nur wiederholen, daß vorläufig kein Anlaß vorliegt, bei ber bisherigen vorsichtigen Ballung der französischen Rcolicrung eine so weitgehende Entwicklung ber derzeitigen Verhältiiijsc vor- auszusehen. Im allgemeinen bewegt sich bie Auffassung auch führender Organe der nicktdentscheii Presse in ähnlichen Gedanken gangen. Als Beispiel führen wir die „Westininfter Gazette" und den „Pcjjer Slohd" an. Befremdlich crfd)eint dagegen, daß in der französischen Schweiz einige Zeitungen einen Ton anid)Iagcn, der mit der Haltung aufgeregter Pariser Boulevardblätter wetteifert unb schwer mit der Neutralität der Schweiz vereinbar ist. Die „Win. Ztg." schreibt weiter zur Marotkofrage: Man wirb die loyale Erklärung unb die Versicherung der französischen Regierung bezüglich Marokkos glauben müssen, aber nicht übersehen dürfen, baß bie Regierung nicht alle Strömungen Frankreichs in ber Hanb hat unb daß es dort eine kolonial? M ^Dr.L°W 9(tt: Gewe hiifte. Mer ui»- | WN Ausland wird Die lungtürkische Kammerpartei beschloß am Sonntag vormittag in einer Konferenz nach langer Beratung dre Wahl des Darteibureaus auf den 25. Mai, den Ablauftermin des Mandates des jetzigen Bureaus, zu verschieben. In Parteikreisen verlautet, die Erörterung sei ruhig verlaufen. Bei einem großen Teil der Dissidenten scheint eine ruhigere Auffassung der Lage Platz zu greifen. der fchnellite und mächtigste der englischen Kreuzer sein. Das Schiss verdrängt 26 350 Tonnen, ist 700 englische Fuß oder 213 Meter lang und entwickelt 70—75 000 Pferdekräfte. Es kostet über 2 Millionen Pfund Sterling. Am Montag wird ein Schwesterschiff der „Prinzeß Royal", der „Conquerece", vom Stapel gelassen. Deutsche Kolonial. Die Unruhen auf Ponape beendet. Wie der kleine Kreuzer „Condor" aus Jap meldet, verließ er am 2. April Ponape und ging nach Tsingtau ab. Auf Ponape ist alles ruhig. Irgendwelche Unbotmäßigkeiten der Eingeborenen sind nicht mehr vorgekommen. Die ständige Anwesenheit eines Kriegsschiffes wird nicht mehr für nötig gehalten. Die sozialdemokratische Maifeier. Stuttgart, 29. April. Die süddeutschen Holzindustriellen betrachten das Ruhenlassen der Arbeit am 1. Mai als einen Vertragsbruch und schließen für die Feiernden die Arbeitsräume bis einschließlich 4. Mai. Memel, 29. April. Die Memeler Holzindu- trie tritt am 1. Mai in eine Betriebs ein st ellung ein, die einer völligen Aussperrung gleichkommt, nachdem die Verhandlungen und die Aufstellung eines Tarifs gescheitert sind. In einer von ca. 1500 Personen beuchten Versammlung stellten die Arbeiter eine Entschließung auf mit den Forderungen: Mindeststundenlohn 35 Pfg. bis 31. Dezember, vom 1. Januar 1912 eine zehnprozentige Lohnerhöhung. vom Ausstand in Mexiko. Neuhork, 3o. April, T^pe.u^.e aus der Hauptstadt Mexcko entwickeln die Auf ständig en in der Nähe der größeren Sladre des Innern, oie außerhalb der Was fen- still st and s z o n e liegen, eine rege Tätigkeit. Die Aufständigen sind überall in Fühlung mit den Regierungstruppen, die sich augenscheinlich auf ihre Verteidigung beschränken und überall zurückgedrängt werden. SB UM tagswahlen im Wahlkreise Nordhausen, GrafschaftHohenstein, die nationalliberale Kandidatur aufrechterhalten werde. Damit werde eine unabweisliche Forderung für die Durch- führung des Abkommens hinfällig. V» Lgt Lersan Deutsches Aeich. Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt: Der Kronprinz war von dem Kaiser Nikolaus eingeladen, auf der Rückkehr von seiner Ostasienreise Petersburg zu besuchen; für die Fahrt durch Sibirien hatte die russische Negierung bereits Vorkehrungen getroffen. Der Kronprinz wird nunmehr mit der Kronprinzessin Mitte Mai sich nach Petersburg begeben, um seinen Dank für die ihm zugedachten Aufmerksamkeiten auszusprechen und Kaiser Nikolaus zu seinem Geburtstage am 19. Mai die Glückwünsche des Kaisers zu übermitteln. Der Parteitag der Fortschrittlichen Volks- varter der Provinz Sachsen sprach sein Bedauern darüber aus, daß entgegen den Vereinbarungen über ein taktisches Zusammengehen der Fort^chrituichen Boltspartei und der National liberalen bei den nächsten Reichs- Der Kaifer in Korfu. Achilleion, 30. April. Der Kaiser verweilte gestern mittag bei den Ausgrabungen, wo ein Teil der gepflasterten Straße aufgedeckt wurde, die vermutlich zum Altar vor dem Tempel führte, wo die Säulenstücke gefunden wurden. Zur Abendtafel waren geladen der Präfekt und der deutsche Konsul. Heute vormittag hielt der Kaiser Gottesdienst in der Schloßkapelle des Achilleions ab. Zur Mittagstafel waren der Kronprinz und die Kronprinzessin von Griechenland geladen. Es wurden zahlreiche Orden verteilt. I I die De I I ihrer M te Iv,wfl oorttW LU,*' risjn wieder Lttabitwn^ r.: 6or bem $ r tu. Lnifl vom ; LUeggrun r f.C. ®1( L hiesigen H Liling im - L der Sänge> Lnbe roare, 1 -nnahnr di der Vor ::i Intendantu Jn Vorfall ;;n 10 M. gew -ach Mainz c F, C. ü»i linblft haben ßk daß Lite, Liberi hallen, livtzeführl, o! ,^gen worden U dein Rheim .:-!wirle 1 Pf 4?cer und Flotte. Berlin, 29. April. Das ,,Marineverordnungsblatt" veröffentlicht eine Kabinettsorore, wonach die Panzerkanonenboote „Mücke", „Skorpion", „Krokodil" und „Natter" aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen worden sind. Wilhelmshaven, 30. April. Das von der Werft- Aktiengesellschaft „Weser" in Bremen erbaute Linienschiff „Thüringen" hat heute bei der Uebergabe seine Probefahrt nach Wilhelmshaven erfolgreich erledigt. . S t u t t g a r t, 29. April. Der General der Infanterie, ä la Suite des Infanterie-Regiments Alk-Württemberg Nr. 121 und dienst tuender Generaladjutant Freiherr von Bils finger wird wie der „Stautsanzeiger" meldet, in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt. Er verbleibt ferner in dem Verhältnis als Generaladjutant und ä la Suite des Infanterie-Regiments Alt-Württemberg. Zugleich hat ihn der König zum VkitgliedderErstenKammer aus Lebenszeit ernannt. Der Generalleutnant von der Armee, Frhr. v. Starklo ff wurde zum diensttuenden Generaladjutanten ernannt. Aus Hessen. Ueber die Einführung eines Inland-Legi ti m a t io n tz z w a n g s für die in Hessen beschäftigten ausländischen Arbeiter fand vor einigen Tagen eine Besprechung im Ministerium mit sachverständigen Vertretern der Landwirtschaft, der Industrie und des Handwerks statt. Es wurde hierbei festaestcllt, daß die hessische Landwirtschaft ohne die Hilfe ausländischer Arbeiter nicht auskommen könne, daß jedoch für Industrie und Handwerk im Lande ausreichende Kräfte vorhanden seien. Immerhin würden, ausländische Arbeiter in Ziegeleibetrieben, oer Zementfabrikation, Steinbrüchen, dem Berg-, Bahn- und Tiefbau, der Portefeuille-Industrie, Zuckerfabriken und Korkstopfengeschäften, sowie in der Kleidermacherei und der Seidensabrikation beschäftigt. Mißstände und besonders schlechte Erfahrungen lägen bei der Verwendung Auswärtiger nicht vor. In einzelnen Fällen seien Gewalttätigkeiten zu verzeichnen, die sich jedoch nur unter den Genossen derselben Nation abspielten. Auch Klagen über Lo hn drücke r ei en seien nicht laut geworden. Italienische Arbeiter seien gewerkschaftlich organisiert, Polen, Kroaten usw. nicht. Diese könnten als Qualitätsarbeiter gegenüber den Italienern nicht in Betracht kommen. Die scharfen Maßregeln, wie sie in Preußen, besonders an der Ostgrenze, für nötig befunden würden, seien für Hessen entbehrlich. Ueber Kontrgkt- brüche habe auch hier die Landwirtschaft besonders zu klagen; es werde vermutet, daß ein Teil der Schuld hieran aus die Agenten falle. Der Einführung des Legi- ti mationszwanges für Hessen wurde von allen Seiten zugestimmt. Eine Wirlüng verspricht man sich aber nur, wenn auch die süddeutschen Na.^barländer sich diesem Verfahren anschließen. Eine Beschränkung der Arbeitszeit oder der Beschäftigungsart, wie sie Preußen für polnische Ausländer kennt, wird hier nicht für notwendig gehalten; die Erkenntnis, ob Kontraktbruch vorliegt, soll den Verwaltungsbehörden obliegen. EineVertrauensmännerversammlung des Bundes der Landwirte tagte am Sonntag in Friedberg. Bezüglich des Wahlkreises Friedberg-Büdingen wurde ein Ausschuß gewählt, der mit der nationalliberalen Partei wegen gemeinschaftlicher Auf st ellung eines Reichstagskandida- ten verhandeln soll. In diesen Ausschuß wurden gewählt: Fr. Fenchel-Griedel, Prof. Gebhard-Friedberg, Dr. von chelmolt-Friedberg, Otto Hirscheb-Friedberg, Hch. .Gg. Ja- cobi-Rodheim und Rohde-Fimdörferhof bei Büoesheim. Als Kandidaten für die nächste Landtagswahl sollen für Rodheim-Ass en heim Dr. v. Helmolt, und für Echzell-Reichels- beim der seitherige Fbg. Breidenbach-Dorheim aufgestellt werden.. In Vilbel soll eine Vertrauensmännerversamm- lung des Wahlkreises selbst die Entscheidung treffen, ebenso im Wahlkreis Büdingen, wo man der Wirtsch. Vereinigung die Ausstellung des Kandidaten überlassen will. Der Bund wird den dort voraussichtlich wieder aufzustellenden Abg. Bähr unterstützen. Dann wurden noch einige durch die neue Wahlkreiseinteilung notwendig gewordenen Neuwahlen von Wahlkreisvorsitzenden vorgenommen. x Fried b er g, 30. April. In einer von der Fortschrittlichen Volkspartei einberufenen öffentlichen Versammlung, die Fabrikant Langsdorf leitete, shrach .gestern abend im Saalbau Reichstagsabgeordneter Rektor Ko p s ch-Berlin. Er besprach eingehend die Reichs- äinanzreform und das Resultat der Ersatzwahlen, die für die liberale Sache einen gewaltigen Fortschritt bedeuteten. Jirdern sich der Redner mit dem Termin der nächsten Hauptwahl beschäftigte, kam er auf die Hauptarbeiten zu sprechen, die der jetzige Reichstag noch erledigen soll, auf das Arbeitskammergesetz, das Reichsversicherungsgesetz, die Reform der Strafprozeßvrd- nung, das Versicyerungsgesetz für Privatbeamten und die Verfassungsfrage für Elsaß-Lothringen. Eingehend erörterte Rektor Kopsch die Stellungnahme seiner Partei zu diesen Gesetzesfragen. Besonders trat er für das Arbeitskammergesetz ein, das als ein Akt ausgleichender Gerechtigkeit eine alte liberale Forderung sei. Der Redner verlangt eine Arbeitskammer, in der im Gegensatz zur sozial- 'demokratischen Auffassung Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammen sitzen und beraten sollen; auch Eisenbahnar- beiter und Arbeitersekretäre müßten mit einbegriffen werden. Die die Strafprozeßreform betreffende Vorlage bezeichnete der Redner als die Erfüllung eines Versprechens, , das Fürst Bülow einst den Liberalen gegeben. Die Forderung der Liberalen gehe dahin, auch für die Straf- , kämm er eine Berufungsinstanz zu schaffen, in der auch das < Laieneleprent vertreten sein müsse. i^uerbau^ I Bit ?,Mmcriv Ans stnor MnO ttanö* Gießen, 1. Mai 1911. •• In Audienz empfangen wurde am Samstag vom GroßHerzog u. a. Bürgermeister Dr. Kayser von Bad-Nauheim. •• Von der russischen Gesandtschaft. Der russ. Minislerresident Baron von Knorring Hot die Führung der Gesandtschaftsgeschäfte vom 29. April ab wieder übernommen. **, Ein interessantes Preisausschreiben. Der hiesige Akademische Ausschuß für Leibesübungen hat zur Anregung der Wanderlust folgendes Preisausschreiben erlassen: Alle im S. S. 1911 immatrikulierten Studenten und alle Assistenten der Ludo- viciana werden zu einem Wettbewerbe um die besten Photographien,ZeichnungenvderBilder aus der näheren und weiteren Umgebung Gießens eingeladen Preise: 1. Preis 30 Mk., 2. 20 Mk., 3. 15 Mk., 4. 10 Mk. Bedingungen : 1. Zu gelassen werden alle Photographien von mindestens 6x9cm Blei- und Tuschzeichnungen, Aquarell-, Gouache- und Oelbilder. Die Bilder müssen technisch fertig und gut aufgezogen sein. 2. Ihre Gegenstände müssen aus der Landschaft, der Heimat- und Volkskunde der Umgebung Gießens genommen sein und sollen möglichst etwas dieser eigentümliches darstellen. Als Umgebung rechnet die bis zu einem Wandertagsausflug (Vogelsberg, östlicher Taunus, nähere Teile des Westerwaldes und Hinterlandes). 3. Die Bilder sind spätestens am Samstag den 15. Juli, 6 Uhr nachmittags, an den Akademischen Ausschuß für Leibesübungen einzureichen und können hierzu verschlossen beim Hausbeschließer Ritter im Kollegienhause abgegeben werden. Sie müssen den Namen und die Adresse des Verfassers offen tragen. Die Bilder werden vom 19. Juli bis zum Semesterschtuß im Kollegienhause ausgestellt; die Preisverkündigung erfolgt am 29. Juli vormittags. Preisrichter sind die Herren Dr. Kaiser, König, Rauch, A. Schmidt, Watzinger. Bei der Preiszuerkennung wird auf die künstlerische Auffassung, den der Umgebung charakteristischen Gegenstand und die gute Ausführung geachtet. Von besonderer Seite ist eine Summe zum Ankauf von passenden Bildern für einen Führer durch Gießen und Umgebung zur Verfügung gestellt worden. Die Verfertiger und Einsender wollen deshalb angeben, ob sie die Bilder zur Anfertigung von Klischees gegen entsprechende Vergütung zur Verfügung stellen oder nicht. Zum Ankauf können auch Bilder in Frage kommen, die keinen Preis erhalten haben. Fürst Georg war als Sohn des Fürsten Adolf von Schaumburg-Lippe und seiner Gemahlin Hermine, geb. Prinzessin zu Waldeck, am 10. Oktober 1846 zu Bückeburg geboren, vermählte sich 1882 mit Prinzessin Marie Anna, der Schwester des Herzogs von Sachsen-Altenburg und folgte feinem Vater nach dessen, am 8. Mai 1893 erfolgten Tode in der Regierung. Der Fürst war preußischer General der Kavallerie und Chef des westfälischen Jäger-Bataillons Nr. 7. Der Erbprinz, bisher beim Husarenregiment Nr. 7 in Bonn im Dienst, trat die Regierung als Fürst Adolf an. ** Die Architekturausstellung, die gestern abend geschlossen wurde, war von über 4000 Personen besucht. Am Samstag wurde sie u. a. von einigen Vertretern des hessischen Ministeriums (Geh. Oberbaurat Klingelhöffer, Oberbaurat .Paul und Bauinspektor Haag- Friedberg) besichtigt. Von den hiesigen Ausstellungs- vbjetten seien heute noch zwei erwähnt, die namentlich zur Hebung des ll^ordviertels beitragen würden: Ein Neubau Kreis Schotten. x Vom Vogelsberg, 30. April. Am 18. und 19. Juni findet in Hörgenau das Bezirks fest des Hassiabezirks Herbstein statt, an welchem zahl- rerche Kriegervereine des Vogelsbergs teilnehmen werden. — Der Krieaerverein in B r ä u n a e s h a i n hat beschlossen, einen Schießstand anzulegen und Scheibenschießen abzuhalten. — An einer Ge nick starre ähnlichen Krau?-, heil gestorben ift; die 33 Jahre alte Frau des Polizeidieners in Eschenrod. Kreisarzt Dr. Koniger ordnete die nötigen Vorsichtsmaßregeln an. b- Lindenholzhausen bei Limburg, 30. April. Die Frau des Mühlenbesitzers Schmidt geriet in das Räderwerk der Mühle, wobei der Unglücklichen der linke Arm ausgerissen und das linke Bein durchgebrochen wurde. Der Tod erlöste die Frau von ihren Qualen. Kreis Lauterbach. -j-Lauterbach,30. Aprü. Sein 40jährigesDienst- iubtläum beging gestern der Forstwart W i e n o l d in Wernges, welcher int Dienste der Freiherrn von Riedesel steht. Es sand eine kleine Feier im Beisein der Riedeselschen Beamten statt. Wienold erhielt den Titel Förster und eine Ehrengabe, die Forst- cat Euleseld übergab. Kreis Friedberg. X Bad-Nauheim, 30. April. Ein Unglücksfall ereignete sich gestern nachmittag an der Ecke von Karls- und Parkstraße. Das Pferd einer im Galopp die Parkstraße herab- kommenden Kutsche scheute und rannte in das Schaufenster eines Porzellan- und Glaswarengeschäftes. Das Tier wurde so erheblich verletzt, daß es sofort auf der Stelle geschlachtet werden mußte. Die Erkerscheibe war vollkommen zertrümmert, eine Menge werwoller Schmuckgegenftäirde wurde vernichtet oder beschädigt, so daß sich der Schaben auf einige hundert Mark beläuft. Der Kutscher ist in der Haftpflichtversicherung. Starkenburg und Rheinhessen. D. Offenbach, 30. April. Hier fand heute vormittag eine außerordentliche Hauptversammlung der hessischen Gerichtsvollzieher statt. Es wurde beschlossen, die Regierung zu ersuchen, die am 1. April d. I. erlassene Gebührenordnung wieder aufzuheben, da sie die Gerichtsvollzieher je nach ihrem Wohnort in drei verschiedene Klassen teilt und sie zwingt, Zustellungen unter dem Posttarif zu besorgen. Ferner wurde die Befreiung von den niederen Diensten bet Gerichtsverhandlungen und an Arrestlolalen gewünscht und endlich mit größter Stimmenmehrheit Verstaatlichung des Gerichtsvollzieherwesens gefordert. Bei der Vorstandswahl wurde der seitherige Vorstand wiedergewählt und als Vertreter für den in diesem Jahre zu Köln ftattfindenden Bundestag der erste Vorsitzende, Gerichtsvollzieher Licks, Worms, bestimmt. Die ordentliche Hauptversammlung, die in diesem Jahre in Mainz ab gehalten werden sollte, fällt aus. rm. Oppen heim, 30. April. Die Vertreter-Versammlung der Sterbekasse für Mitglieder des Hess. San d esgewerbevereins fand heute hier statt. Den Vorsitz führte Stadtv. Sam es -Darmstadt. Den Ver- waltunasbericht erstattete der Geschäftsführer Syndiküs ^.6 b.l b a ch-Darmstadt. Dem Vorstände und der Geschäftsführung wurde Entlastung erteilt und beschlossen, einen Monatsbeitrag als Dividende zu erlassen. Den Hess. Mitgliedern steht für kommende Jahre weiter ein Betrag von 690 Mk. Provision aus der Haftpslichtversicherung zur Verfügung, lieber die Verhandlungen mit auswärtigen Verbänden ist zu erwähnen, daß neben den württem- bergischen Gewerbevereinen nunmehr auch Mitglieder aus dem Verband bayerischer Gewerbevereine der Kasse beigetreten sind, auch in den nassauischen Gewerbevereinskreisen macht sich das Bestreben zum Anschluß an die Kasse geltend. Der Vorsitzende gibt bekannt, daß die vorjährige Satzungsänderung, wonach der Sicherheitsfonds anstelle von 10 Prozent der Prämienreserve mit ö Prozent abgeschlossen werden soll, vom Reichsaufsichtsamt genehmigt wurde. Neue Ortsrechnerbezirke wurden geschaffen in Nürnberg, Lich und Bürstadt. Einer Anregung des Vorstandes, bei Neuaufnahmen eine anderweitige Regelung der Ortsrechnerbezüge eintreten zu lassen, stimmt die Die Blatter melden aus London: Der am Samstag vom Stapel gelassene Panzerkreuzer „Prinzeß Royal der schnellite und mächtigste der englischen Kreuzer sein. des Hotels Einhorn, bei dessen Durchführung die jetzt sebr enge Straße um 4 Meter verbreitert würde, und die von der Hoch-- und Tiefbaugesellschaft geplante Anlage einer Villen(Einfamilienhaus)-Kolonie an der Marburaer Straße. ** In dem Bericht über die Bürgerverein^r- Versammlung sei mitgeteilt, daß die Aeußerung des Landrates von Biedenkopf über die Notwendigkeit einer Verbindung mtt Gießen von Stadtv. Gabriel (nicht von Justizrat Grünewald^ mitgeteilt wurde. ** Seltenes Jubiläum. Am heutige Tage sind c5 50 Jahre, daß Helene Schäfer aus Wieseck bei der Firma Gg. Heinr. Schinner hier in Arbeit getreten ist. Aus diesem Anlaß fand die Jubilarin beim Betreten der Arbeits- ilätte ihren Platz reich mit Blumen geschmückt. Der Inhaber der Firma, Kommerzienrat Schirmer, überreichte der Jubilarin als Anerkennung für ihre treuen Dienste einen namhaften Betrag in Baar. Auch die Mitarbeiter ließen eS sich nicht nehmen, ihr sinnige Geschenke zu überreichen. Die Jubilarin erfreut sich noch einer großen geistigen und körperlichen Rüstigkeit. ** Ein Kleinbahn idyll trug sich auf der Vogelsbergbahn zu. Zivischen Grebenhain und Bermuthshain hielt plötzlich der Zug auf freiem Felde. Eilig öffneten die Weisenden die Fenster, um zu sehen, was los sei. Da sahey lie auch schon die Mütze des Zugführers den Bahndamm entlang rollen, die scharfe Morgenluft hatte sie ihm entführt. Ein Lchassner versuchte den Wettlauf mit der davon eilenden Kopfbedeckung und bald schwang er siegreich die Entflogen in der Hand. Unter allgemeiner Heiterkeit dampfte nun das Zügle gemächlich bergauf. Landkreis Gießen. 1. Rödgen, 30. April. Bei der gestern hier vorgenommenen Beigeordnetenwahl wurde Landwirt Hch. Wagner III. mit p6 Stimmen ^zum Beigeordneten gewählt. Sein Gegen- kandldat Landwirt Ferdinand Schwalb erhielt 46 Stimmen. Von 102 Stimmberechtigten machten 102 von ihrem Wahlrecht Ge- brauch Demnächst findet eine Ersatzwahl für ein Gemeinderat-- mitglred statt. -m. Hungen, 1. Mai. Der von Gießen aus wegen hier verübter B e trü gere ie n steckbrieflich verfolgte 38jährige Lteinhauer Heinrich Löw wurde am Freitag auf Veran- (affung der hiesigen Gendarmerie, die den Aufenthalt des Gesuchten ausfindig gemacht hatte, in Frankfurt verhaftet. Kreis Büdingen. —6. Büdingen, 30. April. Am Dienstag wurde in Franksurt auf der Kaiserstraße der 19 jährige Weißbinder Bartet von hier von einem Automobil überfahren. Bartel ist nunmehr an den erhaltenen Verletzungen gestorben. Der Verunglückte war ein ordentlicher und tüchtiger Arbeiter und wird allgemein bedauert. = B ü d ingen, 30. April. B l u m e n t a g. Große Freude herricht bei den Verkäuferinnen in der Stadt Büdingen über die Nachricht, daß sie allesamt am Blumentag bei den fürst- lich en Herrschaften im Schloß, im Oberhof und im Palais Alsred empfangen werden. 7 Zin lie «Mündig Ldnimn im 1. ich (Mtoriita ml Zubehör isr jj oermieien. 6 Zi: osEnla iZimmer neb H ab zu veru II Näheres 5 Zin. jh'erwea hone PZunmer 8" vermieten. Jiabereä bei ^UerswegU^ AtzlP g Ä''t^ichvl. i ■SgMpingr au, J Aicestr, • M 5 3imm Kabinett, u w Uuli zu tu Adolf? _ Mctitrtiiie 2 seichte «tod Mmajze io, lehr schön« Rimmern nebst j ober späte ^Wmboiiti r 4 zu 'n um 7 Zimmer Möbl. Zimmer Wl. Zimmer Äotlstr.^17 vi. lhntidcnllncnu.Lthmädlhtll '2W4 foiori nciucUt. <03551 nimmt an Kekul<^'Rimbach, Ludwigür. 361 ^eroÄe^ö/ Mädchen 2826 3 Zimmer Z-Zimer-WoWng Slfiberco 2902 H. Lckvn, Liehigür. |03578i SIL 3-Zim-Whg. au verm. trrau Heim, Steinstraßc <3. 2 Zimmer 9 mit Bett zu verm. 4 Lmvllicn 03543, 'Malgasse 11. 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Um nicht den anhaltenden Schulbesuch fortsetzen zu müssen, zu dem er von seinen Pflegeeltcrn mit aller Strenge angehalten wurde, verübte ein 13 Jahrc alter Knabe in Rixdorf Selbstmord durch Erhängen. In Wologda (Rußland) feuerte im Theater eine unbekannte Frau vier Revolverschüsse auf den vor ihr sitzenden Gesängnisinspekkor Jefimow ab. Der Hals und eine Hand wurden ihm durchschossen, während die Gattin Jefimows an der Wange verletzt wurde. Die Täterin entkam. In Buenos-Aires ist die Ueb er schwemm ungS- g e f a h r beseitigt, der Wasserstand ist normal. In Breslau warf sich an der Ueberführung der Breslau- Posener Eisenbahnlinie über die Frankfurter Straße ein 14- jähriger Knabe vor einen Personenzug und wurde getötet. •ule bonniM Klung?'1 5,5 mrdt r lprild.Z.'f e die M- liebelte ofttanliV te«lt geivunfO > ndsivab rtreterrf der erstes or^ in Matnr * lglieder^ Affe vrfS* dNwt«. *“w :il»5 es 5chwerer Lisenbahnunsall in Pennsylvania. Easton (Pennsylvania), 30. April. Ein Sonderzug mit 250 Lehrern, die nach Washington zum Besuch des Präsidenten Taft fahren wollten, ist in der Röhe von Easton entgleist, als er mit einer Fahrgeschwindigkeit von 50 Meilen die Stunde fuhr. Er stürzte eine Böschung hinunter und die Trümmer gerieten in Brand. Die Beamten des verunglückten Sonderzuges berichten, daß Leichen unter den Trümmern nicht gefunden wurden, doch fei der Zug vollständig verbrannt und die Hälfte der Passagiere verletzt. Drei Personen werden vermißt. Easton, 1. Mai. (Pennsylvania.) Nach neueren Meldungen sind bei dem gestrigen Eisenbahnunglück in der Nähe von Easton elf Personen getötet worden. Hmncs-Lehr-Miitut Gießen, Babnbosstraße 39. Handels Kurie v.'*/**, '/«'jähr. Dauer zur praktischen Borbereitung u. Fortbildung von Damen und Herren jeden Alters für den kaufmännischen Beruf. ***’ Beginn neuer Sturfe vom 19. April bis einschließlich 10. 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Versammlung bei, eberrso einem Anträge, für die Folge die doppelte Rechnungsstellung behufs Vereinfachung der Verwaltung zu vermeiden und der Vertreterversammlung ^'liuhrlich den durch den Äusfichtsrat vorgejchriebeneit . ^^nuugsabschluß nebst Bilanz vorzulegen. Die nächst- -ahrige Versammlung fort in Friedberg stattfinden. Hessen-Nasfau. p Marburg, 1. Mai. Wenn der Wonnemonat Mai sich anschickl, die Berge und Höhen, die Alt-Marburg umgeben, in inen Blülenkranz zu verwandeln, sind auch die Marburger Mi'scnsöbne vim Sommersemefter fast vollzählig am Platze, um nach ihrer Art den jungen Mai begrüßen zu können, eutf lag die Maifeier auch für die „alten Herren" besonders günstig, Nenn die Mainacht folgte auf einen Sonntag. Und so , mtifiertm sich die jungen und alten Semester bei Musik und , ,finng vortresslich und Punkt 12 Uhr unternahm man auch irotz dem „Mailüfterl" die üblichen Lampionumrüge. Ueberall rjurhen wieder Feuerwerkskörper abgebrannt und dazu tüchtig taS Mailied gesungen. Besonder» zahlreiche Zuschauer fand wieder sie traditionelle Maifeier des Korps „Nasfovia" aus dem Marktplatz vor dem RathauS. _ . w. Hanau, 29. April. Der Betriebsleiter König vom Ziegeleiwerk Sannerz hat sich erschossen. 2er Beweggrund für die Tat ist nicht bekannt. F. C. Wiesbaden, 29. April. Ter Sänger Braun vom hiesigen H oft Heater hatte am 18. April eine Cpcrn- rorstellung im Stadttheater Mainz besucht. Als er hörte, daß der Sänger Rupv plötzlich heiser geworden und außer etanbe wäre, den .Wotan* zu fingen, sprang er ein und Übernahm die Rolle. Das Braun von der Direktion am Schluß der Vorstellung angebotene Honorar schlug er auS. Die Intendantur der hiesigen siönigl. Schauspiele, die von tem Vorfall hörte, hat den Bassisten nunmehr in eine Strafe von 10 Mk. genommen, weil er am 18. April ohne Urlaub nach Mainz gefahren war! F. C. Wiesbaden, 29. April. Die hiesigen Milch. Händler haben nunmehr den Mehrpreis von 1 Pfennig für daS Liter Milch, den die Landwirte seit dem 1. 9(pril erfordert hatten, bewilligt. Der Aufschlag ist jetzt allgemein jurchgeführt, ohne daß die Konsumenten in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Auch für die aus dem unb dem Rheingau nach Mainz gehende Milch erhalten die Landwirte 1 Pfennig mehr. Letzte Nachrichten. Ter Sieg der Dissidenten in der jnngtürkischen Partei. Konstantinopel, 1. Mai. Eine Veröffentlichung bet sungturkischen Partei besagt, daß die Partei einstimmig beschloß, die ihr dprch den Patriotismus aufrrlraten Pflichten einträchtig zu erfüllen. Der Führer der Difsidenten verlangte eine offene Erklärung, ob alle Forderungen der Dissidenten angenommen seien, was von der ganzen Partei bestätigt wurde. Wie au5 fungtür- kilcken Kreisen verlautet, habe die Frage der Enlsernung des Obersten Sadik aus Konstantinopel zu Disserenzen im Kabinett geführt. Mehrere Minister hätten den Großwcfir ihren Abschied angeboten, falls Sadik nicht entfernt würde. Wie aus guter Quelle verlautet, teilte dcrKriegSminister dem Großwesir gestern abend mit, daß der Oberst Sadik, in dessen Haufe die Vereidigung ber Mitglieder deS Geheimbundes ftattfanb, morgen nach Saloniki abreife, somit scheine der Ministerkrise vorgebeugt. Die Ankunft Brömonds in Fez. Tanger, 1. Mai. Die Ankunft der Truppen DrömondS in Fez wurde der englischen Gesandtschaft heute durch Mitteilung des englischen Kvnsularagenten von Elkassar bestätigt. Von dem französischen Vizekonsul Boissst ist aus SuT el Arba ein Brief vom 27. April cingetroffen, wonach die Truppen Brämoutzs am 26. April im Gebiet ber Uledjama 20 Kilometer nördlick von F-cz standen und voraussichtlich am 27. April F-ez etreidln. Auch der spanische Konsul hat aus guter Quelle eine Bestätigung der Nachricht von der Ankunft BrSmonds in Fez erhalten. Tie Winzerunrnhen in Frankreich Bar für Aube, 1. Mai. Nack; Schluß einer Versammlung von mehreren taufend Winzern zugunsten der Wiedereinbeziehung in den Cyampagnerweinbaubczirk kam es zu einem Zusammenstoß zwischen Winzern und Militär. Hierbei wurde ein Dragonerobcrst vom Pferde gerissen unb verwundet. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommcn. 03522) 3 3unuicrttiohu. au verm. : un HimerbauS. Steinstraße 5~ ***1 3 ZimmcrwoVUung lMans.1 • mit allem Zubehör an ruh. Leute ui vermieten. Stcvbanttr. 43. Ortsgruppe Giessen. Mittwoch den 3. Mai 1911, abends 9'/, Uhr, im DereinSheim „Hotel Einhorn" taMnnliiiig. vV» Ter Vorstand. 035501 Gut mödl., Zimmer zu vermieten. Schulsrrage 11II. 0356H Vis-ä-vis der Klinik möbl. Zimmersos. z. v. Friedrichitr. 13111 0356^ Möbliertes Zimmer zu vermieten. Baonbotitraße 5811 SrflliWIblt »u^veimieten tiÄJtiO |HHill Sonnenuratze 11 Geschäils....... für Manusaktur- u. sonst. Geschälte billig zu uert, als: Lager-Regale, Arbeitstische, Stühle, Leit., Stand, nut Packvapter uim. ui tu. 2930 L. 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Die Wunde ist längst vernarbt, trotzd. waren die Drüsen imJanuarwiederstarkan- geschwollen. Auf ärztl. Rat trank ich Altbuchborstcr Mark Svru- del Ttarkauclle (Jod-Eisen-Man gan-Kochsalzquelle». DerErwlg m. überraschend. Schon nach 6 Fl. waren die Drüsen zu meiner größt. Freude vollst, zurückgegangen. Ich werde denMark-Svrudel immer trinken, er wirkt appetitanregend, verdauungsördernd und blutverbessernd u. bekommt mir viel besser als Lebertran, den ich früher trank. H. G." Aerztl. warm emvsohl. Fl. 95Psg.t d. Universitäto Apotb.;. gold. Engel u. in d. Drog. v. Carl Seibel. W Kilbinger, Ang Noll. Otto Schaaf. sP'/i ISalomon&Cie. 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DerhöchsteTriumphdcrKmematographie Jeder überzeuge sich! Jeder staune! HeissesBlul großes Theaterdrama in 3 Akten von Urban Gad, Verfasser von Abgründe, in der Hauptrolle spielt Asta Nielsen, die bekannte Tänzerin aus „Abgründe". 800 m lang. VV Spieldauer ca. 50 Minuten. Sowie heute zum letzten Male: Das goldene Mahl 420 m lang, großer amerikanischer, dramatischer Kunstsilm. Musette, ein Pariser Sittendrama, usw. usw. Kinematograph. Slc Männerriege,' nimmt Mittwoch, 3. Mai, abends 83/. Ubr ihreregelmäßigcnUebungsabcndc wieder auf. Wir ersuchen unsere älteren Mitglieder um recht zahlreiche Beteiligung. v1 s Der Vorstand. Da? wunderbare Tonbild: Arie des Figaro aus „Der Barbier von Sevilla-. W zuli' yr ©roßf». Ü in dein w V 97 - oll Li'«en Gieße r;r Hereinoreci •«! in seinem jwjie am ^ar 0» 'Kvolaien £ v Licdig 1 w SelterM I jrizbarem Kon ■jjF und Mit : gnlangen kant Wmer 2r.». Stebig- ai allgemeine j bot Cper uin : sc- Zrischbaaei | fruen Bauen, I ßj hem Selta ?on am 3 || Hemden komm ■ 13, M.6, H g bei Ro,e II ■ tlrites vom 8. ■ a Beziehung I Jfli üreiurat I Nr Nahnunge I k irorcn ban I gebracht. - I jir Saalmiete ties Berzei Beheizung np mit g I Mücken ist I Tie Wies« Verbieten (Pe I loditabt illllr l^inC, Rocken jttmeS 13teuc Weitzels, Zell Stadenburg ( Also 18 Wies bürg. Es ist verein in jem Hule wurde erriet ert m Wiesenbc Steife naa Miefe. des ! mausgobt zu. .Es ist aufs mindeeinnehme ’M anerfann EMmdeslempe W ßemeinbei IN Dom Prc Äselba « Deren. Ko. hat die 3i Ö«.liegt die zitier und Erdige Rechn ^ngen Ang Dre, Säcke >ve ] -rack A, 5 < o'Tacke H, 1 dkr Säcke um W gemachi Kaufleuten? Bezahlung de Fort mit Kreppscheerenl Fort mit Wicklern Uberneoht! wette Dein fiaar selbst gefchl) n 5 Minuten mit der ges. gesch. Haarweller-Presae „Rapid“. Kinderleicht! Das dünnste Haar erscheint voll und üppig. 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