Erstes Blatt Ar. 78 Samstag, i. Apni ton 161. Jahrgang General-Anzeiger für Oberyeffen WWW iZiAttAitAf If-H ♦ Ai A Ai* SiBi mW MknMbt ziHwiucr -LMM General-Anzeiger für Oberyeffen LL-M- ^rn $n Ende. Er tvurde in der Fassung eines Antrages Fa übender angenommen, wonach die nicht avvrobicrten gewerbsmasjigen tzeilbeflissenen den Bezug von Arzneien nur an solche Arzneistellen vermitteln dürfen, die unter behördlicher Kontrolle stehen, ohne aber eine bestimmte Stelle anzugeben. Der Shiflahrtsabgabknausschuß erledigte heute den g 7 über die Strombciräte. Hierbei imtrbc gegen ben Miberspruch der Regierung die Ocfsentlichkeü der Sitzungen beschlossen und ben Strombeiräten nur für besonbere Fälle bic Befugnis zum Ausschluß der Ocffcntlichkeit gegeben. Weiter würbe ein Antrag ber Volkspartei angenommen, der genau bestimm«, welche Vertretuugskörper itnb Interessenten verbände Mitglieder in die Strombeiräte entsenden sollen: Handel, Industtie, Landwirtschaft und Hafenstädte nach Maßgabe ihres Interesses an der Schiffahrt. Weiterberatung: Sonnabend. Aur Liessen. Aus der Zweiten Kammer. Abg. Finger und Gen. beantragen: Die Gr. Regierung zu ersuchen, bic alsbaldige Beseitigung der int Beamtenderbältnis der Großh. Hessischen Landwirtschaftslehrcr bestehenden Ungleichheiten in die Wege zu leiten. Deutsches Reich. Ter Minister des Innern und der Finanzminister wiesen nach Mitteilung der „Berliner Korrespondenz" die Regierungspräsidenten an, bekannt zu geben, daß, da es zweifelhaft ist, ob der Entwurf des preußischen Aussüchrnngsgesetzes zum Reichszuwachssteuergesetz noch bis fiimr 1. April 1911 verabschiedet wird, bis zum Erlasse des Gesetzes bic Paragrapl^ew 1, 3 tu|nb> 5 des «Gesetz entwnrfes maßgebenb fein sollen. Der Ausschuß des preußischen Abgcorbnetenhau- > es für das F eu e r b c sta t t n n g s g c s e tz lehnte den Entwurf auch in der zweiten Lesung mit sieben gegen sieben (vier von fünf Konservativen, drei ZentrumSstuttmen) (stimmen ab. Im Finanzausschuß der lvürt le mb er fischen Kammer machte der Kultusminister die Mitteilung, das; im Herbst dieses Jahres dem Landtag ein D en Final* schutzges eh vorgelcgt wird. Für einen Neubau der Akademie der Bildenden Künste und der Knnstgewerbe schule wird dem Landtag in allernächster Zeit ein Entwurf mit einem Kostenaufwand non 2600 000 Mark zugchen Aus dem alten Platz ergibt sich ein Erlös von 800 000 Mk. Mit der Eröffnung des neuen KunstausstellungsgebäudeD auf dem alten Theaterplatz im Jahre 1913 wird eine intet nationale Gemäldeausstellung verbunden werden. Ausland. Wie die „Wiener Zeitung' nieset, wurde der österreichische Botschafter in Petersburg, Berchtold, zur Disposition gestellt unter Verleihung der Brillanten zum Groß kreuz dcS Leopold-Ordens und an seiner Stelle Thurn Valsassina zrmi Botschafter in Petersburg ernannt. Die Neuwahlen in Oesterreich werden am 13. Juli Mtlsrüden, die engeren Wahlen am 20. Juli. Eine kaiserliche Verordnung sieht zur Vermeidung eines gesetzlosen Zustandes in der (Führung des Staatshaushaltes ein neunmonatiges Budget prootjoruim vor und erteilt dem Finanzminister die Ermächtigung zur Bestreitung der im Jahre 1912 vorzunehmenden Tilgung der allgemeinen StaatssclAild und der aus Oesterreich entfallenden Anteile der außerordentliä>en Heeres- und Marineerforbernisse nach Maßgabe des Bedarfs .eine schivebeude Sdmld von 7L Uhr: .Glaube und Heimat*; abends 7% Uhr: .Fräulein Joj etle — meine Fra u". Ol, ^ortrao itbev die Umgestaltung der allen Klinik. Abends 8'/, Uhr un (Safä Ebel. Kolosseum: Täglich Lichtspiele. Kinematograph: Wcucr Spielplan. Biograph: Neuer Spiclplan. K o n z e r t de« Gernhardtschen Zither- und Mandolinenchors, Sonntag nachmuiag 5‘/8 Uhr auf der LiebigShöhe. m.ln ö c,SMJ,i! am Sonmag vormittag 11'/, Uhr in der Süd-Anlage, topielplmi: 1. Bilgerchor und Lied an den Abend- slern aus der Oper .Tannhäuser', von R. Wagner; 2. Ouvertüre jur Operette .Berliner Luit", von P. Linke; 3. Wiener Praterleben, Walzer von S. TranSlateur; 4. Marsch aus der Operette .Der luftige Krieg*, von Joh. Strauß. ♦ ** Der Großherzog und bic Großherzogin weilten gestern nadjmittag rncyrerc Stunden hier und bc- ftd)tigtcn bic Räume von Steins Garten, um mit dem Architekten Haus Meyer bic Einrichtung für den BerkaufStag der Großyerzogiin zu be|pred)cn, der Mitte Juni für Gießen geplant ist. M " LandeSnniversität. Der Groß Herzog hat den außerordentlichen Professor bei dec medizinischen Fakultät der LandcSuniversität Dr. med. Karl v. Eicken in Gießen zum ordentlichen Professor in dieser Fakultät ernannt. ** Pfar rdienstnachrichten. Ernannt wurden Psarrvcrwalter Stract zu Friscuboril zum Pfarrassistenten m Gustavsbnrg; Puirrassistenl Hellwig zu Maar tum Pfarrverwalter tu Frischborn. Gestorben sind der evana. Psarrer t. P. Alex. Scl) uchard zu Reinheim am 4. März, ber enattg. Pfarrer t. P. Otto Offenbacher von Klee- stadl zu Darmstadt am 4. März. Zur W i e d e r b e s e tz u n a werden ausgeschrieben: die ermng. Pfarrstellen tu Sellnrod und zuRomrod. n, '' Militär-Wochenblatt. Dr. Schultz, Ober^Intend.-Rat, von der Intendantur bc6 18. zu der des 3. Armeekorps, Heller, Intend.-Rat, non der Intend. des 4. Armeekorps zu der des 18. Armeekorps versetzt. •* Eisenbahnpersonalien. Der Großherz hat dem stellv. Vorsitzenden der Direktion der Süddeutschen Eisen- bahngcsellschast, Direktor Otto Wolff zu Darmstadt, anläßlich seines Uebertritts in den Nuhestand den Charakter als .Baurat' erteilt. — In den Ruhestand versetzt wurde der Bahmvärter in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft Hch. Döring I. zu Lauterbach. •• LandeSversichernngSan st a l t. Der Groß- h erzog hat dem zweiten Beamten bei der LandcSvcrsiche- rungSanstalt Großherzogtüm Hessen, Amtmann Hermann v. Bechtold den Charakter als .NegierungSrat' verliehen. "Infolge der Reorganisation der Gendarmerie wurde der Oberwachtmeister Ploch-Gießen mit Wirkung vom 1. April in den Ruhestand versetzt und ihm anläßlich dieses Ausscheidens von dem Großherzog der Titel .Leutnant' verliehen. ** Ernennung. Der Großherzog bot ben Scminaroiener am Lehrerseminar zu Friedberg yalber von verschiedenen Bühnen wieder in ben Spielplan ausgenommen. — Beim Benefiz des Oberregifseurs B a ko s am tommenben Dienstag zahlen Abonnenten gegen Vorweis des 6. Erinästigungskupons kleine Preise. Das für biefen Abend an- gesetzte Schauspiel Sübermanns „Es lebe das Leben" kann wegen des nahen Saisonschlusses unter keinen Umständen wiederholt werben. ** Dem Hosenrock, ber neuesten Schöpfung ber Mobe, ist nach einem Bericht ber Münch. N. N. ein temperamentvoller Verteidiger erstanden in bem Mitglied der Pariser Akademie, dem Literarhistorilcr Professor Emil F a g u e t. Der streitbare Professor veröffentlicht im „Gau- tois" einen längeren Aufsatz, in dem er die Vorzüge der neuen Nockmobe scharf betont. Ein wichtiger Vorteil des Hosenrockes besteht nach Prof. Faguet darin, daß er die Hände befreit, da die Dame ihr ft leib nicht mehr zu raffen braucht. Der Hosenrock gestattet wegen seiner größeren Bewegungsfreiheit einer Dame, die etwa in Gefahr des Ertrinkens gerät, das Schwimmen, während sie im gewöhnlichen Nocke in die Tiefe gezogen wird. Ebenso ist der Hosenrock viel bequemer, iuenn man bei windigem Wetter gegen den Wind zu gehen hat. Schließlich ist der Hosenrock dem entsprechenden männlichen Bekleidungsstück in mancher Beziehung überlegen. Faguet spricht nur davon, daß er gegen das Eindringen von Staub und gegen ben kalten Wind schützt. Der Hosenrock ist dezent, hygienisch, ungefährlich und befreiend und kann hübsch werden. Das Hübschwerdcn, so sagt die Internationale Schnitt- m u ft e r m a n u f a 11 u r (Dresden) in einem soeben erschienenen Heftchen Der Hosen rock, das mit vielen Abbildungen geschmückt ist, ist eine Ausgabe, der die Geschicklichkeit der Schneider sich wohl gewach,en zeigen wird. Um den praktischen und unter gewissen Uniftänden and) schönen „orientalischen Rock" — Hv,enrock — zu lanzieren, veranstaltet die Oberprobierdame des genannten Vortages in allen größeren Städten des Reiches Dcmoiistrationv-Aus- steltungen, bei denen die neue Mode im Bild und am Körper vorgesührt wird. In Gießen findet die Ausstellung Yente den ganzen nachmittag über im Laden des Hauses ^eltersweg Nr. 20 statt. Der Eintritt ist unentgeltlich und steht jedermann frei. ** Silb ern cs Gesch äftsjubiläum. Das Photographische Atelier Will). Becker begeht heute sein 25jähr. Bestehen unter dem heutigen Inhaber. Herr Will). Becker kam mehrere Jahre vorher als Geschäftsführer seines Vorgängers, des Photographen Backofen, nach Gießen und übernahm das Geschäft am 1. April 1886 für eigene Rechnung. ** Milchpreisaufs chla g. Unter den Produzenten und Lieferanten, die unserer Bevölierung Mit chliesern, find Bestrebungen im Gange, demnächst einen Preisausschlag von 1 Psg. für den Sck)oppen vorzitnehmen. ** Der Vogelsberger Höhenkl ub, Zweigverein Gießer, hielt gestern abenb ün Käiserhos seine Hauptversammlung ab. Nach dem vvm Vorsitzeirdcn, dem Touremvart uud Rechner erstatteter Jalnosbericht gestaltete sich bic Entwickelung des Vereins in ben abgelanfener 3. Vereinsjahr recht günstig Die Mitglieberzahl stieg von 206 auf 221 und die Slassenverhält- nisse sind günstig. Die Markiernngstätigkeit wirb auch im neuen Jahr fortgesetzt werben. Der Vorstanb setzt sich für bas nächste Veremüjahr zusannnen aus Rebakterr E. Heß, 1. Vorsitzender, Prokurist ft'. Wenzel, 2. Vorsitzenber, Spenglermeister K. Faber tun., 1. Schrrftsührer, Reallebrer H. Will, 2. Schriftführcr, Eisen- bahnpraktilairt ft. Anbrcas, Rechner, ftanfmann W. Frohnlstinser unb Architekt F. Noll, Beisitzer. Die erste Vereinsivanoerung un neuen Vercmsjalw findet am 9. April statt und geht in bas Ohmtal. Ausbildung von Ha n d a r b c i t s l c h r e- rinnen. Man schreibt uns: Wie aus bem Inseratenteile ersichtlich, beginnen die neuen Kurse der Abteilung I des A l i c c - S ch u l - V c r c i n s — S e m i n a r zur Ausbildung von HandarbcilSlchrcrinncn und Gewerbeschule für alle weiblichen Handarbeiten — Dienstag den 25. Ätpril. Die seitherige verdioiistvolle Leiterin, Oberlehrerin Lina Mo es er, legte mit Schluß des letzten SdMjahres, eines Auaenleidens wegen, ihr Amt nieder, das sie 23 Jahre hindurch mit größtem Eifer unb treuester Pflichterfüllung ansgeubt hat. An il)re_ Stelle tritt eine am Lettehans in Berlin auögebilbetc staatlick) geprüfte Lehrerin, Fräu- Hedwia Hoppe, die schon einige Jahre als aus- btlbcnbc Lehrerin von Hanbarbeitslehrerinnen tätig war. Die Leitung bes Ganzen — Abt. I — wurde in die Hände bon Fräulein Mathilde König, preuß. Gewerbeschullehrerin, gelegt. An diese sind alle Anfragen, Anmeldunaen und Forderungen zu richten. Daß mit diesen Veränderungen zugleid) and) auf verschiedenen Gebieten eine Umgestaltung ücrbunbcn ist, erscheint selbstverständlich — gilt !nL S1!1 .?.cr ^cischiebigcn Zeit unb ihren wachsenden /Mten unb zu bedenken, daß Rasten heißt .Rosten. — Besonbere Erwähnung verdienen die zu- 15m,m,c. V Ö c,lc V1 c n ft u r f e, in denen die Grundlage 1?gltche Handarbeit gelegt wird. In diesen erlernen bic Schülerinnen gründliche Anleitung m Weiß- und Ma- schuiennähen, Stopfen nnd Flicken, um dann wohl vor- bereitct mit bestem Erfolge unb Nutzen die Einzelkurse be- zu können Verständige Miltter werden die Not- und )tützlichkeit dieser Vorstufe sofort einseheii. nuv gUtCr ^nd gelegt ist, Eamt man mhig und sicher auf bauen. ö undwirtsch'Lstskommer für Hessen ver- afn ick^r Sr 7rr?eu roie5cr S”* 'diiffülfl landwirt- Wirtschaftslehrer Wagner Büdingen einen Vottrag über: ,Mie ist die Ziegenzucht rentabel zu gestalten und' welche Aufgaben erroadften ben Ziegcufiuchtverciiicn?" Halten, ben er am Sonntag nadnniltag in Altenstadt im Gasthaufe von Wilhelm Lips wioberholen wirb. In Bermutshain im Gasthanse von A. Ovchsler spricht am Sonntag nochNiittag öeEonomicrat "Anbrae - Bübingen über: „Die.Vorteile ber ftclbbereiniffmig" unb in Reinharbshain im Gasthaiise von Karl Roth Ocfonomicrat Weitzel-Lich über: „Welche Maßnahmen sind zur Verbesserung ber Simmentaler Zucht zu ergreifen?" •’ In bem Bericht über die Sitzung derStadt- üctor bneten sind bei ber NahrungSberg-BebäuungSfrage bic Ausführungen des Stadtv. Dr. Ebel irrtümlich z. Tl. bem Oberbürgermeister Mecum zugeschrieben worben. Stablv. Dr. Edel führte n. a. aus: Es sei bringend zu wünschen, daß der NahrnngSberg von der Rebauung ausgeschlossen werbe, damit er im Interesse der Gesundheit der Stadtbewohner unb zur Freude aller Naturfreiinbe im wesentlichen so erhalten bleibe, wie er ist. Sollte dies jedoch nicht zu erreichen sein, bann müsse ber Bebauungsplan eine erheblich weitere Bauweise vorsehen, als dec jetzt vorgelegte, der noch enger die Häuser aneinander rücke, als der frühere. *'"PreußischcKlassenlotterie. Die Lose zur vierten Klasse müssen unter Vorlegung bcs Vorklassenloses bis zum 3. April, abends 6 Uhr, eingelöst sein. Auch müssen bis zu diesem Termin bic Freilose gegen Rückgabe der gezogenen Lose eingelöst fein. Landkreis Gießen. ----- Lonborf, 31. März. Gestern ist der älteste Einwohner unseres Ortes gestorben, der Arbeiter Konrad Schinidt. Er war nahezu 94 Jahre alt. der rneter 1. Kl. Eich. Der neue Lehrgang beginnt am 6. Nvv, — Zu dem öffentlichen Festakt am heutigen Vormittag hatten sich eingesuuden: Ministerialrat Hölzingcr und Landesökonomicrat Müllcr-Darnistadt, Kreisrat Boeckmaun, Bürgermeister Fendt, die Mitglieder des Aufsichtsrats, die Lehrer der Anstalt, frühere Schüler, die Ettern der Schüler und andere. Zu den Unterrichtsvroben, deren Stoff erst zu Beginn der Prüfung gegeben ivurde, so daß jede Vorbereitung ausgeschlossen war, wurden Fragen aus Düngerlehrc, der Anatomie der Tiere und der Pflanzen- schüblinge vorgelegt. Die Beantwortung erfolgte fast durchweg rafd) unb sicher, so daß die Zuhörer von'den tüchtigen Leisttingen der Sd)ulc überzeugt wurden. Als Probe freien- Vortrags behandelte der Schüler der Oberklasse Heinrich Schüßler aus Ranstadt „Die Landwirtschaft früher unb Ijcute". Der junge Redner ging in der Behandlung des Stoffes alle Stufen durch, die die Landwirtschaft von den frühesten Zeiten an imler den schwierigsten Verhältnissen in sozialer, politischer, ted)ttifd)cr, wissenschaftlicher Hinsicht bis zu ihrer heutigen Höhe zu durch- laufen hatte, betonte aber auch, daß nock) viel gelernt und geleistet werden müsse. Zum Schlüsse dankte der Redner allen, die die (öd)ule gefördert und unterstützt, besonders aber den Lehrern und gab das Versprechen, daß die Schüler auf der betretenen Bahn weiter wandeln und handeln wollen zum Segen der Landlvirtschaft und des deutschen Vaterlandes. — Kreisrat Boeckmann begrüßt int ytamen bcS Aufsichtsrats die Anwesenden und spricht seine Befriedigung über bic Leistungen ber Schule aus, er bankt ben Lehrern für ihre Arbeit unb den Schülern für ihre Leistungen unb ihr Betragen, er legt ihnen warm ans Herz, uud) nach Verlassen ber Schule die Wissensdi-aft hochzuhalten und sid; biircl) eifriges Lesen ber Fachzeitschriften unb |oii|ngen guten Bücher immer mehr zu vervollkommnen. Nach Verteilung ber Zeugnisse an bie Sd)üler burd) ftceiS- rat Boeckmann hielt ber Vorsteher ber Schule, Oekonomierat «? , r, a c^strebe. Ausgehenb von ber vor 27 Jahren erfolgten Grunbung ber Sd)ule legte ber Rebner bar, wie diese sid) aus den kleinsten Anfängen heraus, allerdings unter Ucbcrluinbung mannigfacher Schwierigkeiten unb Beseitigung ber ben bäuerlichen Kreisen anhaftenben Vor- urteiie entwickelt. Für ben erfteit Kursus hatten sich 13 Schuler gemelbet. Ehrenb gebent’t der Redner des Gründers, Herrn Geh Regierungsrat. und S^reisrat Klietsch, ben äwei Lehrer unb Aufsichtsratsmitglieber unb etwa ar n0.1; 8>'üne Rasen deckt Seit Bestehen der - ■inuoc Landwirte die Schule, sonach lahrlich durchschnittlich 27 Schiller. Der Redner verbreitet sid) über die praktischen unb idealen Ziele der Schule, •e urcht nur in der Heranbildung tüchtiger -^andwiitc, sondern aud) in der Veredelung des Gemütes, Anregung zum Denken sieht. Dem Dank an die ^ta“tÄreOierilnfl, des Kreises und der Stadt K öS .5 entgegengebrachte Wohlwollen, und an t- ß11 . Mitwirkung, an die Mitglieder des ^^d die Eltern der SckMer fügt der Redner $>lc Mahnuna an die Schüler an, sich stets ihres sd)önen ^."gen, Ideale und Wissen, ehrliches ^Jerla.nböliebe zu pflegen. Der Anstalt aber ef lü5llcr .Wuchsen, Blühen unb Gedeihen. Amts- Ll R1 dankt bem Vorrebner für bic feinem verstorbenen Vater ^emibmeten ehrenben Worte und teilt k1' -1}1 diesem Danke and) äußerlich Ausdruck ji geben ber edptlc bas Bild seines Vaters widmen werbe, am oc (vcicr fand ein gemeinsames Mittagsmahl im „Furstenhof" statt. Kreis Büdingen. -l- Büdingen, 31. März. Die Gr. land wirtschaft l. Winterschule Bübingen veröffentlicht ihren 2 7. I a h re s b c r i ch t unb begeht mit bem heutigen Schulschluß bic erst infolge ber Uebersiebelung in bas neu einberichtete stäbtische Schulgebäubc ermöglichte Feier bes 25)ührigen Bestehens. Sie würbe am 2. November 1884 burd) ben bamaligen Kreisrat bes Kreises Bübingen, Klietsch, gegrünbet. Der Kreistag bewährte bem Unternehmen im September 1884 einen jährlichen Zuschuß von 500 Mk., ebenso leisteten ber lanbw. Bezirksverein, ber landw. Verein für bie Provinz Oberhessen unb bic Sparkassen bes Kreises ansehnliche Zusähüsse. 1892 würbe bas Geljalt bes Vorstehers unb 1902 aud) bas bes zweiten Fachlehrers auf bie Hauptstaatskasse übernommen unb ba- mit ber Schule gewissermaßen bie Eigenschaft als Staats- anstatt verliehen; als Fachlehrer wareii tätig: 1884/85 Lohaus, 1885/91 Dr. Ullmann, 1885/87 Bornemann, 1887 bis heute Oekonomierat Anbrae (Vorsteher ber Schule seit 1892), 1892/94 Hey, 1894/96 Heck, 1896/1905 Lintz, seit 1905 Wegner. Am 7. November traten 34 Schüler in bie Anstalt, je 17 in bie obere unb untere Abteilung, aufjerbem wirb bic Oberklasse von einem Hospitanten besucht. Den Unterricht in Ackerbau, Wirtschaftslehre, Rechnen, Tierznd)t, Physik leitet Oekonomierat Anbrae, Ackerbau, Tierzucht, Chemie, Pflanzenkunbc, Buchführung Lanbwirt- schaftslehrer Wegner, Bürgerkunbe Streidamtmann Froelich, Tierkunbe, Tierheillunbe 'Tierarzt Docter, Obstbau ftrei§- Obstbauinspektor Metternich, Geometrie, Rechnen Lehrer Weibmann, Deutsd) Lehrer Pracht und Heusohn, Physik Lehramtsasscssor Keller, Zeichnen unb Felbmcßkimbe Geo- X Düdelsheim, 31. März. Bei der Wahl eines Bürgermeisters wurde Bürgermeister Albrecht in der zweiten Wahlperiode einstimmig wiedergewählt. Kreis Lauterbach. 1z. Wallenrod, 31. März. Besitzwechsel erfolgt zum 1. April in der Wirtschaft von Gebrüder Wo big, die ihr Heimatdorf verlassen, um nach Berlin überzusiedcln. Die Gastwirtschaft wurde käuflich von Bäcker Born hier erworben. Kreis Friedberg. 0 Friedberg, 30. März. 3m hiesigen Volksbild un gsv erein hielt heute abend Mehrer Muth, der Bibliothekar des Vereins, einen Lichtbildcrvortrag über eine Reise nach Oberitalien und Venedig, die er mit einer Friedberger Reisegesellschaft unter Führung von Seminarlehrer Holzert im letzten Sommer unternommen hat. Der Vortrag war vorzüglich besucht und fand viel Beifall. x Bad-Nauheim, 31. März. Die Stadtverordneten verwahrten sich in ihrer gestrigen Sitzung dagegen, daß bei der Feldbereinigung nichtlandwirtschaftliches städtisches Gelände (die Anlagen am Donnersgraben) zugezogen werden soll, während die staatlichen Parkanlagen nicht mit einbegriffen werden. Damit kann der Stadt auf billige Weise der DonnerSgraben, der von jeher städtisches Eigentum ist, entzogen werden. Butzbach, 31. März. Herr Josef Oppenheimer erstattete gestern Morgen gegen halb 9 Uhr Anzeige, er habe bei seinem Spaziergang, an dem Fußweg zwischen Nußallee und Römerstraße den 13jährigen August Scharmann von hier an einem Baume angebunden vorgefunden. Derselbe sei mit Kordel an den Beinen, um den Leib und um den Hals an einem Baume fellyebunden und anherdem seren ihm bfc Hönde zusammengebunden gewesen. Auf Befragen gab ©dxranattn an, ein Handwcrksbursche, dem er auf Verlangen das ^Kohlenlager von Weidmann gezeigt habe und von dem er auch eine genaue Beschreibung abgab, habe ihn mit zu dem betreffen Den Baume genommen, ihn, wie oben erwähnt, angebunden und dann zu ihm gesagt: „So, nun bleib stehen, so lange du willst." Herr Wachtmeister Stroh begab sich mit dem Jungen sofort nach dem von ihm bezeichneten Ort, um den Tatbestand festzustellen. Da ihm die Sache verdächtig bczw. Nicht glaubhaft vorkam, machte er Sch. Vorhalt, worauf er zugab, daß er sich selbst an den Baum angebunden habe imb zwar erst morgens um hall» 8 Uhr: die Nacht habe er auf der Kellertreppe des Taunus-Hotels geschlafen. Der Jnngc sott seine Angehörigen schon wiederholt in Aufregung versetzt haben, daß er nachts außerhalb geschlafen habe. (Butzb. Ztg.) Starkenburg und Rheinhessen. m. Offenbach a. M., 1. April. Der seit gestern früh vermißte Schutzmann Jakob Weber vom vierten Polizeibezirk wurde nachmittags als Leiche aus dem Hafen geländet. 2Bd>er war 32 Jahre alt, verheiratet und seit dem Jahre 1905 im Dienst. Ob ein Unglücksfall oder Selbstmord vorliegt, konnte nicht festgestellt werden. Hessen-Nassau. X. Schlüchtern, 31. März. In der Freiherrlich ü. Thüngenschen Waldung bei Rupboden entstand ein großer Brand, der etwa 60 Tagwerk Fichtenkultur vernichtete. Feuerwehren auS sechs Ortschaften waren am Brandplatze erschienen, denen eS gelang, eine weitere Verbreitung des FeuerS zu verhindern. Waldarbeiter, die zum Kaffeewärmen ein Feuer angezündet hatten, sollen den Waldbrand verursacht haben. XBadOrb,!. April. Der Magistrat der Stadt Bad DrB hat hrt Interesse seiner ruhebedürftigen Kurgäste geg« die Anlage eines Schießplatzes im Orbtal Pro- test eingelegt und zwar sowohl beim Generalkommando des 18. Armeekorps als auch bei der Regierung in Kassel. Auch den parlamentarischen Vertretern ging der Pro- test zu. 21 “'.'7..',.4 Wetterbericht. Verlauf der Witterung seit gestern früh: Das Hochdruckgebiet breitet sich wieder aus und verdrängt das Tiefdruckgebiet, das sich heute nur noch als flache Lufldrucksurche von der Nordsee nach Polen erstreckt. In Deutschland bleibt das Welter noch meist trüb und vereinzelt fällt Regen. Da mit einer weiteren Verstärkung des Hochdruckgebietes zu rechnen ist, wird das Wetter langsam aufheitern. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag dem 2 April 1911: Ausheiternd, meist trocken; Temperatur wenig verändert. Schwache Lustbewegung. Letzte Nachrichten. Kufstein, 1. April. Der Dichter Martin Greif ist heute früh gestorben. Dr. Zncker'6 Koblcnsänrcbädcr mit den Kiffen sind nach den neuesten vergleichenden Untersuchungen von Professor Dr. Junghabn und Dr. B a c d e ck e r-Berlin ein einzigartiger voll wertiger Ersatz der Bäder in 'Jl a u b c i m, Kissingen usw. (hv'"’ Kassenschränke Fr. Krogmann Bahnhofstrasse 30 D“*/* Fernsprecher 401 besonderer Namen Hinterbliebenen: Giessen (West-, . März statt. ung findet Montag trauernde Gattin ngerich. geb. Brennemann. neuen Friedhofs en schweren Es hat Gott dem Allmäch Gatten, unseren lieben Bruder, , meinen geliebten id Onkel von der 2213 heute nachmittag 4 Uhr von seinem durch einen sanften Tod zu erlösen. < ' Deutsche erstkl. Solldaria-Fahrräder < 1 auf Wunsch ♦ 1 Teilzahlung! ' 1 Anzahl.: 20, 30, ' ' »50 Mk. Abzahl. < » 7—15 Mk. mon. Kalt abwaschbare Oanerwäsche in weiss und bunt. Das Beste und Billigste. Kein Gnmmi. Kein A.bblättern mehr. Fr. Levermann Seltersweg 83. 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Gegenstand des Unternehmens ist die Herausgabe der ^Greßener Zeitung" iuü) der „Wetzlarer Zeitung", sowie der Nebenausgaben dieser Zeitungen. Das Stammkapital beträgt 20000 Mark. Der Gesellschaftsvertrag ist am 22. März 1911 festgestellt. Geschäftsführer sind. Hugo Helfer, Kaufmann in Wetzlar, und Robert Roller, Kaufmann in Gießen. Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft ge- meiuschasllich und haben mit der Gesellschaftsfirma und ihrer beiderseitigen Unterschrift zu zeichnen. Die Genehmi- ader Gesellschafter ist erforderlich -irr Anstellung und ssung von Hilfskräften mit mehr als 12p0 Mk. Jahres- lohn. Der Gesellschafter Albin Klein leistet seine Stamm- einlage durch Einbringung der Vevlagsrechte der Gießener Zeitung und der Wetzlarer Zeitung nebst Abonnenten und Inserenten. Der Wert des Einbringens beläuft sich auf 5000 Mark. Der Gesellschafter Otto Heinecke leistet seine Stammeinlage zum Teil durch Einbringung seiner anerkannten Forderung an die drei Mitgesellschafter aus Arbeitsleistung in Höhe von 1000 Mark. Die Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen in der Gießener Zeitung und in der Molarer Zeitung. Gießen, den 24. März 1911. BVi _________ Großherzogliches Amtsgericht.______________ Vergebung von LinsrieöigilnDrbeit. Die zur Einfriedigung bcs Schulgartens der Gemeinde Oppenrod erforderlichen Arbeiten sollen Mittwoch den 5. April, mittags 1 Uhr, auf dem Bürgermeistereibureau zu Oppenrod durch schriftliches Angebot vergeben werden und zwar: 1, Erd- und Maurerarbeit veranschlagt zu 128.25 Mk. 2. Zimmerarbeit veranschlagt zu 152 IM. 3. Schlosserarbeit veranschlagt zu 114 Atk. Die Eröffnung der Angebote findet in Gegenwart der erschienenen Bieter statt. Oppenrod, den 31. ALärz 1911. Großh. Bürgermeisterei Oppenrod. Balser. 2214 Bekanntmachung. In unserem Genossenschaftsregister wurde bei der Land- wirtschaftl. Bezugs- und Absatzgenossenschaft e. G. m. u. H. zu Rodheim a. d. Horl. eingetragen: Die Liquidation ist beendigt. Die Bertretungsbefugnis der Liquidatoren ist erloschen. Hungen, den 20. März 1911. B1/* Großh. Amtsgericht. Mm Wr-rrM? in tßrünlitrg. Anmeldungen neuer Schüler nimmt Unterzeichneter entgegen Montag den 3. bis Donnerstag den 6. April von 11—12 und von 3—5 Uhr in seiner Wohnung. Dabei sind vorzulegen: Jmpffchein, Geburtsschein, Schulzeugnis. In die Serta werden Knaben und Mädchen ausgenommen, welche die Volksschule 3 Jahre lang mit Erfolg besucht haben. Mit Beginn des neuen Schuljahres wird die Unter Sekunda errichtet, nach deren Besuch das Einjährigen Zcngniö erlangt werden kann. Ter Unterricht der Serta ist an allen Wochentagen, der der Quinta mit Ausnahme eines Tages und der der anderen Klassen mit Ausnahme zweier Tage nur auf den Vormittag gelegt. Auswärtige Schüler können morgens 7 Uhr laus RichMng Fulda, Lich und Lollar-Londorf) mit den tilgen ankommen und von den gen. Ausnahmen abgesehen um */4 bezw. 1” (Richtung Lich) wieder nach Hause zurücksahren. Schulgeld: Sexta 60 Mk., Quinta, Quarta 72 Mk., Tertia 84 Mk., Unter-Sekunda 108 Mk. Das zweite Kind derselben Familie hat xlv jedes weitere die Halste Ermäßigung. Für Schüler, die später in ein Realgymnasium eiutreten wollen, ist wahlfreier Lateinunterricht eingerichtet. Das Rektorat der Höheren Bürgerschule. Angelberger. D1/4 Mce-Schul-Verein Gießen. Abteilung I. Gewerbeschule. a) Fachkurse für: 1. Einsache Handarbeiten, 2. Maschinennähen und Wäscheansertigen, 3. Schneidern, 4. Kunstbandarbeiten und Zeichnen, 5. Bügeln und Kunstwaichen. b) Seminar für Handarbeitslehrerinnen Sommerhalbjahr 1911 Aufnahme 24. April, Beginn des Unterrichts 25. April. Auskunft erteilen Frau Geheimerat Gebhardt, Bergstraße 3, sowie die Unterzeichnete. Anmeldungen vom 19.—22. April täglich von 10—12 und 3—4 Uhr im Schulgebäude, Kirchstraße 21. Die Vorsteherin: M König. Abteilung II. Koch- und Haushaltuugsfchule. Beginn des nächsten Kochkurses 24. Avril bis 6. August. Unterricht an drei Vormittagen wöcherUlich. Schulgeld und Entschädigung für Mittagstisch 80 ML; für auswärtige Schülerinnen volle Pension im Hause. Beginn des Seminarjahres im Oktober. Anmeldungen und nähere Auskunft Steinstrabe 10. vV< A. Deutsch, Vorsteherin. Gießener Fröbel-Seminar. Zu der am Dienstag, 4. April ‘/«S Uhr stattsindenden ~ Oster-Feier ___- des Seminar-Kindergartens erlauben sich fteundlichst ein-uladen. L. Jioeser. HL Thomm. Zur Deckung der Kosten wird am Einsang ein freirollllSer Beitrag erbeten. Cßfl Wähler von Lollar. Ern jeder Wähler muß sich iflar werden, was er zur Beigeordnetenwahl zu tun hat. Der Kandidat, Herr Oct- la ch, ist gewiß ein gerechter und aufrichtiger Mann, wie ihn seine Freunde schildern, aber ist mit diesen Eigenschaften aud) alles ersüllt, was ein Beigeordneter besitzen muß? Gewiß nicht, wenn nicht neben diesen Eigenschaften, die manch anderer unstreitig auch besitzt, Geistesschärfe, Rarer Blick und Fähigkeit zur Verwaltung vorhanden sind, die jeder Gemeindebeamte und vor allen Dingen die an der Spitze der Gemeinde stehenden haben müssen: als Gemeinderat hat Herr Gerlach ja überreiche Gelegenheit, alle Eigenschaften und Fähigkeiten zu entfalten. Man ist doch heute aufgctlärt genug, um einzusehen, daß Standes- und sonstige Vorurteile ui einer Gemeinde wie Lollar mindestens lächerlich zu nennen sind. Unschön und nicht näher zu bezeichnen ist es, wenn dennoch gewisse Leute, früh und spät tu Wirtschaften usw. eine Agitation betreiben, der keine ehrliche Absicht zugrunde liegt, als anderen Leuten, die ihnen furchtbar unbequem sind, zu schaden. Kein anständiger Mensch wird solchen Leuten znstimmen und sich auf gleiche Stufe mit ihnen stellen wollen. Sehen wir uns den weiteren Kandidaten Herrn Geißler an. Wer ihn kennt, wird zugeben müssen, daß er auf alle Eigenschaften, die man von einem charakterfesten Mann verlangt, mit Recht vollen Anspruch erhebt, daß er neben diesem die Fähigkeit zum Beigeordneten besitzt, dies gestehen chm selbst seine Feinde, die gegen ihn agitieren, offen ju_ Jn gesicherter Lebensstellung stehend, sieht er es für den größten Fehler au, wenn vom Gemeüwerat zum Beigeordneten und schließlich zum Bürger meister aufgerückt wird, und er wird stets den Wirkungskreis, den ein Gemeindeoertreter hat, als ausreichend ansehen und ihn auszufüllen wissen, er wird mit aller Kraft einseitigen Belastungen und etwa vorkommenden Sonderinteressen entgegentreten und unparteiisch für bas Wohl der Gemeinde tätig sein. Da ihm von gewisser Seite der Vorwurf gemacht wird, er sei nicht reich genug zu diesem Amt, wird er naturgemäß stets bestrebt sein, Sparsamkeit zu üben, damit unsere Steuern, die in kurzer Zell von 100 auf 142°/o gestiegen sind, und auch in diesem Jahr wieder erheblich anwachsen werden, nicht ins Unerträgliche Reigen, denn man sollte meinen, daß in vieler Beziehung gefoart werden könnte, ohne daß dem Wohl der Gemeinde dienende Anlagen abgelehnt werden müssen, wenn nur einesteils darauf geachtet wird, daß Gelegenheiten, die der Gemeinde Einnahmen bringen können, wahrgenommen werden. Herr G e i ßl e r steht als Handwerker mit der Arbeiterschaft in direkter Berührung, er weiß die Beamtenschaft wohl zu würdigen und ist der Letzte, der der Landwirtschaft ihre Bedeutung in der Gemeinde und int allgemeinen absprechen wollte; er wird aus diesen Gründen niemals emfeitig urteilen, sondern stets dafür eintreten, gerechte Verteilung aller Pflichten, gleiche Zuwendung aller Rechte zu schaffen, auf Grund dessen allein ent gedeihliches Volksleben in der Gemeinde denkbar ist. Geben Sie am 5. April Ihre Stimme dem Tchttinmchkr Heinrich Geißler VII. Biele Wähler. Telephon 409 Stands- und Blitzableiter - Anlagen :: Spezial-Geschäft in elektrischen :: Beleuchtungs-, Kraftübertragung»-, ns o o s o 1*T Lager in allen elektro technischen Bedarfsartikeln Empfehle 12238 Gemüse-Konserven erstkllWare u.reelle, strammePack. Leipziger Allerlei, sehr fein 2Pfd.°Dosel.40M.,lPfd.-D.75Ps. Pa. Pa. junge Brcchbobncn tGarlen-Stangenbohneni 2 Pfd.-Dose 45 Pj. Pa. 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Frauenarzt. 1930 Täglich Eingang von F rühjdhrs-Neuheiten schwärzer u. färbiger Goethesträsse q, iv = Soziale Gesetzgebung. = Dienstag den 4. April 1911 abends i/,9 Uhr im VereinS- lokal „Zum Löwen", Neuenweg 28. ,-vy Ihre Verlobung zeigen ergebenst an Sofie Schlörb "Willi Cahn Komische Szene, Farbenkinematographi Tonbild: Geschickes Mäckto. Meine Wohnung befindet sich von jetzt ab Liebigstrasse 43. Professor Dr. med. Walther Privat- Tanz-Unterricht erteilt zu jeder Tageszeit Karl Schmidt, Tanzlehrer Wetzstcingasse 31 (427 Elegdnte Neuheiten in Jackenkleidern zu Mk. 49.- 55.- 68.- 89.- 120.- bis 260. 4 Cafe Am end täglich Künstler-Konzert a*/4] Giessen Direktion. Hermann Steingoetter. Sonntag den 2. April 1911 letzte Bolksvorstellg. der Spielzeit Glaube und Heimat von Karl Schöuberr. Anfang 3V- Uhr (Snöe 5V2 Uhr Gastspiel Frl. Toni Stckva vom Residenz-Theater, Berlin Frl. Joscttr - meine Fm Lustspiel pon Gavault u. Charvav Gewöhnliche Preise Anfang 7*/a Uhr Ende 91/» Uhr Dienstag den 4. Avril 1911 Benefiz für Herrn Ober-Regisseur Hermann Bakof Es lebe das Leben Schauspiel von Sudermann Ge'vöhnl. Preue Abonnenten 2Qy.en gegen Ablieierung des Uetne Preise Sütf. 8 Uhr. Ende nach 10'/« Uhr. ZpkMlgrsGst = d-k Mn- md Herd-Indnstrik ist nach » Kaplansgasse 9 $ finden grohe^AuSwahll K<3t i,lCr ^cren und Herde sehr billig und [2248 Walltorstr. 36—38. Dir. Tb. Rösch. Ab 1. April Jeder Film ein Schlager. Zwei Cowboys io Uniform Großartiges Wild-West-Drama. Ilie Vinter gegen den Hochstapler Jack Johnson Eine große, ganz vorzügliche Detektiv-Komödie. Aus Griechenland. SSÄ* An frße Schritt;iim Gjjjch DroßeS Drama nach dem Leben. Schülerstreiche Eme köstliche Humoreske. Adjutant. Erstklassiger dramatischer Kunstfilm. Chinesische Phantasie Thais Kunstfilm, herrliches Drama aus dem 6. Jahrhundert, wunderbar koloriert. Tontolini hat sich verliebt, humoristisch. . Piereüe Faschings-Drama. 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