IC 8. 3 3 mit r in 8 S e. LS s & C- “?e v tr ?! Vie deutsche Negierung und die französische Fremdenlegion. 5eit Herr v. Schoen nicht mehr an der Spitze des beut» sch en Auswärtigen Amtes steht, scheinen die allzu weitgehen» den Rücksichten ans die nationale Empfindlichkeit von Marianne aufgehört zu haben. Tie „Nordd. Allg. Ztg." hat dem „Temps" einen derben Wischer versetzt, und einige französische Blätter, wie z. B. „Liberte", malen schon deutsche 3 §3$ te ~ & 2 ft T 3 ati Profeffor Glsevins unb btt Bunb bet Laobwirte. Gegenüber der gestrigen „nationalliberaleii Erwiderung", die m;t keinem Worte auf unsere an Herrn Profesfor Gisevius ge- riditctc Erklärung eingeht, wiederholen wir nochmals: 1. Erne fülnende Persönlichkeit des Bundes der Landtmrte unterhandelte am Sonntag, dem .>. Februar, kurz vorüber ^Entscheidung der Bertrauensmännerversammlung (des B. d. ft.'nnt Herrn Professor GiseviuS und legte ihm hierbei die ^christlich formulierten „Forderungen" des Bmides vor. Herr Proseffor Gisevius erkannte diese „Forderungen" ausdrück» 11 Daraufhin wurde in der nun folgenden Bertrauensnchnner• Versammlung des Bundes der^Landwirte auch ausbrucklich hetovr. gehoben, da.tz beide Kandidaten - Herr Professor ®tfa sevius und Herr Tr. Werner — die Forderunaen de Bundes anerkannt hätten u n d , o na ckdi c tim m cn freigegebcn werden könnten. Trohdsn cntfchied die Versammlung nahezu einstiinmig zugunsten der Munbibatnt ""t ' Wir erwarten nunmehr von Hernr Professor Gis^iuS eine bestimmte Erklärung. — Eure Rede fei: Ja, ia! nem, nein. I «“'» Übri9C i!t K? Storern: bet fortfdnittlid*. Alb. Kuhlmann. 3n Frieden und Reichtum, mitten unter Festesfreuden ist der .^önig 'gestorben. Nicht dem Feiiide ist er erlegen, nicht wie grobe Helden der Vergangenlieit vor ihm der vmterlist der eigenen Sippe. Aber trotzdem klingt ein elegifcher Ton an: Attila ist nicht gestorben, wie er gelebt, als Krieger und .Lampser. Ter Tod dalnnm galt nicht als das schönste Ende eines solchen Lebens. Die Totenklage sucht solches Mißgeschick ausföhneiid zu vcrNaren; sie berichtet ausdrücklich, daß er .„froh unter Freuden starb . Ucbcrall strahlen germanische Anschauungen, Ausdrucksweifen und Stilmittel durch die lateinische Paraphraie des Jordanes hindurch: ihnen Hal Kluge iit seiner schölten lieber,ctjung eine gluck- (ufcc Form gegeben, die dies Kleinod altgermQiifchen Geistes einem Hellen Licht erscheinen läßt: .Ter Edelkönig der Hunnen, Attila der Botelung, War Herrscher über Heldenvölker. Nie besaß ein Herr- 1 w N 3° % ö »ft tf 1 Das älteste ventmo! germanischer Dichtung. Tie Gestalt des großen Hunnenkömgs Attila ist für die Geschichte der germanischen Sage von der größten Bedeutung, denn üe ist mit »ein S«-kial des irnchtmst-n brutschen S°gm° heldcn Siegfried seit frühester Zeit auss Innigste verknüpft - -v i c in unserem Nibelungenlied in Etzel die Erscheinung d^ gc^chfa)^ lichen Attila noch durchschimmert, w ist auch fckon ttuher da^ Bild dieses machtvollen Herrschers mit dem Schicksal Nibelungen verwachsen. Tie grönländischen Atttta-Lied^ der -S wohl dem 11. Jahrhundert an. Aber noch viel ^tcr-uruck lassen sich Beziehungen Attilas zu altgermanischer ft-ichtung und Sage verfolgen. ... Ter Freiburger Germanist Prof. Friedrich Kliige weift in einem Aussatz der Deutschen Rundschau auf die Spuren euwr uralten gotischen Dichtung hin, die >ich noch aus der lateinifchen Ueberlieierung des gotischen Geschickstsichreckers Jordanes erken- neu lassen. In der Tarstellung dieses ednirtfaller--,, der last hundert Jahre nach dem Tode der „Gottesgeitzcl fchriJ',^^widtt sich der Wortlaut einer poetiscl^n ^otenHagc, ote bei attila. Leichcnfeier eine Rolle spielte. Eine hunnische Ueberlieferung m der Sprache der Hunnen konnte der Gote, der die hunnifcm Svrache nicht mehr verstand, unmöglich besitzen. Es mutz al,o eine gotische Totenklage auf Vai Hunnenkönig geivefen «ein, Die im Gedächtnis der Goten weiterlebtc. Hatten doch nach der derung dos Priscus, die Jordanes als Cucllc vorlag, gorifche Sänger in Attilas Halle den Ruhm des großen HeerkonigS vcr^ kündet! Ist doch Attilas weltgeschichtlicher Name nicht bunniidi, sondern gotisch'. Das gotische atta (Pater ist in das Vertier nerungswort Attila (Väterchen verwandelt. Mlugc, unternimm: cs, aus den durch den lateinischen Text bindurchschunmernden Nuaneen altgermailischen Stils Geist und Form dieses gotuchen allitterierenden Liedes in deutscher Ilcbersetzung wieder ergeben. Tie Bedeutung des Ltbbildes eines germanischen Originals, da- im siinfteii Jahrhundert entstanden sein müßte, ist nämlich einzig artig und garnicht hoch genug einzuschätzen. Diese Totenilage, der einzige, warn anä, schwach und ver worreu zu uns I:erbringende Widerhall aus der heldenhaftrn Frutzcit germanischen Lebens in der Völkerwanderung, ist das älieste Denkmal germanischer Dichtung überhaupt Ter Tod des Huirnentönigs wird beklagl ui jenen knapoen,, gehaltenen Forinai, in bciicn man wohl auch das letzte Lied au' einen germanischen Volksherrscher angciimmt haben macht . ~ er -Held und seine Abstanimung, sein angeeroteS Bolt und die unter jochten Völker leer ihm genannt. .Die Kan vi >: mit dein Römer reich zeigen ihn airi der Höhe seines Glücks. Alles nebenbei ist otrmieben; oic lTunnischen Waffengefährten und Kriegerscharen brauchten nGr zu erfahren, was sie persönlich nnterlebl hatten^ Also mit 2 Prozent bei Erbschaften schon von 2000 Mk. an sollte die Steuer einsetzen und nicht mit 1 ProA, wie Herr Krumm schreibt. Weiter ist in dem ganzen Anträge nirgendwo die Rede davon, daß der Ertrag der steuer zur Herab etzung der Salzsteuer unb des Pctroleumzolles bienen sollte. Der Leser ersteht daraus am besten, wie es mit den Angaben des Herrn Krumm bestellt ist. Herr Pfarrer Korell hat in Langsdorf gesagt, Rheins Hessen sei niemals 7m Besitz der Franzosen gewesen, worauf ich ihn zu seinem sichtlichen Erstaunen darauf hinwics, datz durch den Frieden von Luneville (1801) das linke Rhernufer an Frankreich abgetreten wurde. Von den Jakobinern in Mainz, von Lauthards Sck)riften haben offenbar manche Leute noch nie etwas vernommen. ~ Ich freue mich, daß die Herren vom Freisinn „treu und standhaft" die Wahrheit vermeldeten, indem sie so schreiben, wie ich es gesagt und gemeint habe. Im übrigen lasse mait jetzt die „rheinhessischen Franzosen' fich bessern unb schaue aus nach mächtigereii Getsteswafsen gegen die bitterbösen Deutschsoziälen! Ruppertenro d, am 28. Februar 1911. Dr. Ferdinand Werner. neuer Sterne gewesen. Es handelt sich bei diesen Himmelskörpern! nicht um solche, die dem Menschen bisher nur wegen der llnvoll» tändigkeit der Erforschung des Himmelsgewölbes unbekannt ge* blieben sind, sondern auch um solche, die wirklich entroeber neu entstanden sind, oder dock so eine große Steigerung ihrer Leuchtkraft erfahren haben, daß sie für das menschliche Auge oder für die photographische Platte zum erstenmal wahrnehmbar wurden.. Nun ist es aber zweifellos, daß derattige Katastrophen, wie sie diesen Erscheinungen zugrunde Hegen müssen, viel häufiger tm Weltraum sind, als sie zu unserer Keruunis gelangen. Es ist eben für die verhältnismäßig geringe Zahl von Asttonomen unmöglich. das ganze Firmainent so fortgesetzt unter Beobachtung zu halten, uitb auch die ausgenommenen Photographien so schnell zu studieren, daß jeder neuer Stern alsbald festgestellt wirb. Professor Turner, der Asttonom der Universität Cambridge hat nun in einer Zuschrift an die „Times" einen Vorschlag gemacht^ der die Such: nach neuen Sternen weniger niühsam und kostspielig mach eit könnte. Er meint, man solle die Photographin einer bestimmten Himmelsgegend nach ihrer erstmaligen ^Aus^ nähme wieder in demselben Fernrohr auf die gleiche ^stelle richten. Tann würde das Licht der bauernd vorhandenen Sterne sich mit den Lichtpimkten auf der Platte genau decken und also [ein weiteres Bild hervorbringen. Ein neuer Stern aber würde sich alsbald durch einen neuen Lichtpunkt verraten. Professor Turner gibt zu, daß die Jagd auf neue Sterne auch mit diesem Hilfsmittel noch eine äußerst schwierige Arbteit sein würde, wenn man eine vollständige Beaufsichtigung des Himmels ausführen wollte. Immerhin würde die Wahrscheinlichkeit, einen neuen, Stern unmittelbar nach seinem Erscheinen zu Mdecken, wefentlrch wachsen. — Tie Frauen und das Theater AusNeuyork wird berichtet- Ter bciaimtc amerikanische Jmpressario Charles Frsh- ntan hat in Neuvork ein interessantes Experiment durchgerührt: er hat in füur der größten Neuhorter Theater nnc Woche lang eine genaue Zählung der Besucher vornehmen lassen, um sest- zustellen. in welcher Weise Die beiden Geschlechter am Theaterbesuche beteiligt sind. Tas Ergebnis war überraschend, die Statistik zeigte, daß in Neuyork auf 100 Theaterbesucher nicht weniger als 68 Frauen entfallen. Frohman stützt auf diese Zahlen die Behauptung, daß der weibliche Geschmack für das amerikanifcha Bühnenwescn tonangebend sei und daß hierin auch di? Ursache für otc Feminisierung des ameritanischeu Theatergeschmackes Hege, ,^sn allen Landern." so schließt der embrene Therttermann feine 'a-oft Heilung, „wo die Bühne zu Einfluß unb Größe empor ge- : luadih n ist unb nationale Eigenarten entwickelt hat, ivar es tns Theater des Mannes, das diese hohen Ziele erstrebte mch : erreichte." Eine Entgegnung. , . Ohne in die Tonart deS Wahlburecrus der „fvrtschnü> lichen Bolkspartei" zu verfallen, weise ich darauf Inn, daß die Erklärung des erwähntem WahlbureMts rn Nr, 49 desi „Gießener Anzeigers" für die fortschrrttliche ^^^bvrier wohl besser unterblieben wäre. Es steht für feden Bet> sammlungsteiluebmer in Langgöns, der.,dre Mngc nicht durch die einseitige Parteibrille der fortscbrtttlichen Bolks^ Partei anfiebt, sondern ansiebt, Ivie sie waren, fest, daß unser Kandidat, .Herr Dr. Werner, in der erwähnten Verlamm« luug in Langsdorf den Pfarrer Korell mit fernen Geschichtskenntnissen gründlich auf den Sand fetzte. Wenn weiter erklärt wird, daß ich so wenig sachtttn- dig sei, daß ich den alten Demokraten Hecker mit benti Monisten Häckel zusammenaeworfen hätte unb daß oas sechst für einen antisemitischen Generalsekretär ein starke? Stück sei, so erwidere ich darauf, daß nur durch Verseh^ bet Setzers statt Hecker Häckel gesetzt wurde. Ich habe bQÄ natürlich soßort bei dem Erscheinen der Zertung wahr« genommen, hselt eine besondere Berichtigung bet meuter knappen Seit nicht für nötig, weil aus dem ganzen Zusammenhänge des Artikels hervorgrng, daß nicht Hacke^ sondern nur der Tentokrat .Hecker gemeint sein konnte. Wenn weiter dann geschrieben wird, baß Pfarrer Kvrell noch nie in Kirchheimbolanden gewesen sei, also auch ferne Gedenkrede am Denkstein der gefallenen Republikaner von 1849 dort im Juni 1909 halten konnte, so mache ich darauf aufmerksam, daß ich mud) dabei auf Angaben einer größerem, sonst gut uni er richteten nationalli beraten Zettung fttchre. Vielleicht ergreift jetzt diese Zeitung das Worb 2öetter aber richte ich an Herrn Pfarrer StoreH und an sein Wahl- hurcau bic Anfrage: ,&at Pfarrer Korell niemals etne Gedenkrede für die gefallenen Republikaner von 1849 gehalten?" I. Henningsen, Generalsekretär. In der gefangen Notiz „Eine nattonalliberale Erklärung^ > ist ein sinnentstellender Druckfehler enthalten- Es muß im erften Satz bei der Wiedergabe des Jnlwlts der vorhergeheno«i Erklärung des freisinnigen Wahlbureaus heißen „es sei n i r g e n b w o nickt irgendwo) gesagt, Herr Prof. GiseviuS Hobe das Programm des Bundes der Landwirte unterschriebm." fürst vor ihm Die -Oberhoheit zugleich über Ofckeutc mrd Germanen. Rönierstädte hat er bezwungen, ihre beiden Reiche bedroht. Seine Gewalt fürchtet bet Wcltkreis. Aber Wohlwollen unb Huld fand Wer um Schonung bat und SchatzspenbQi bot. Stets war das Glück mit ihm. Jetzt liegt um er Komg Nicht durch FeindeShand, nicht durch der Freunde Aralist. Fri^>e herrscht im Volk; ör verschied in Freud uicd Lust. Nicht uralt et hier Wehgesckick, nicht müssen Waffen l)ier räd)en." Ein internationaler Kongreß für Philosophie in Bologna. Ter vierte Jnternattonale Kongretz für Philosovhie, der vom 6. bis 11. April in Bologna tagt, wird sich durch eine besondere Reickchaltigkcit seines Programms aus- zeichnen Alle spekulativen Richtungen, alle philosophischen An- fckanungcn in ihrer Beziehung zu Wissenschaft, Stuufa Geschichte unb Religion werden vertreten sein. Es haben für die allgemeinen Sitzungen, wie wir der Internationalen Wockenichrirl entnehmen, ii a Vorträge angnnelbet: er ante Ülrrhcnius über den Ursprung ocÄ Gestirnrultus, G. Barzellotti über Philosophie und Gesck'ckte der Philosophie, E. Boulroux über die Beziehungen der Philosophie zu den Wissenschaften, Rudolf Eucken über die Aufgaben der Vliilosophic im Kulturleben der Gegenwart. Wilhelm Ostwald über elementare Begriffe und die Gesetze ihrer Vcrbindnna, Henri Pomcarö über die Definition, Alois Riehl über die Fortbildung Kantischer Gebanken in ber Philosophie der Gegenwart, F. C. S Schiller über den Irrtum, F. Toceo über die platonnchc §ragc und Wilhelm Windel band über die Metaphysik der Zeit. _ t($in neues Mittel zur Entdeckung neuer ytetßfc TaS Wt JoL Ut ronrhörr rM an dex Entdeckung 60«® K-S LL? vt ip h ? Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Die Agitation im wahltteis Sietzen-Srünberg-Nidda. Mit der heutigen Erwiderung des Herrn Tr. Werner tuf das „letzte Wort" des Herrn Krumm und mit beim Abdruck des langen Erbschaftssteuer-Antrags der sozial- Demokraten wollen wir die Aussprache über das sozial- hemolratijd)e Programm unb den Zukunftsstaat fchließen. Audi die ganz nebensächlichen Abschweifungen auf die lcheinhessisdien Franzosen" und auf die do Hfl fchulblvsen inib unbeteiligten Hecker und Häckel betrad)teii wir letzt r erledigt. Ebenso scheint uns das Thema Gisevius und der Bund der Landwirte" nahezu nschövsend behandelt worden zu sein. Streitigkeiten um zgorte und belanglose, in der Aussprache einmal gefallene Aeußeriinqen haben weder für die Wähler noch die Leser Mi Interesse. Run also zu n eue n Wahrnehmungen und 5Törterungen, sonst wirken lange Abschweifungen vielleicht nachteilig auf die allgemeine Wahlbeteiligung! -koch einmal die Erbschaftssteuer unb die Sozialdemokratie Von Herrn Dr. Werner erhalten wir folgende Zuschrift: Herr Krumm hat noch ein letztes Mal. in dieser Angelegenheit im „Gießener Anzeiger" vom 28. Febmiar das Wort ergriffen und behauptet, daß bei einer Erbschaft von "000 Ml. an nach dem sozialdemokratischen Anträge teme 2 Prozent, sondern nur 1 Prozent Steuer erhoben werden sollten Weiter kommt er wieder aus die in dem Anträge angeblid) geforderte Ersparnis an Petroleum- unb Salzzoll »u sprechen Daß beide Angaben des Herrn Krumm nicht [timmen, kann ich am besten durch den vollftändigen J.t druck bei amtlichen Reichstagsdruckfache, bic den sozialdemokratischen Antrag wiedergibt, beweisen: Abänderungs-Antrag zur zwcücn Beratung des Entwurfs eines Gesetzes, betreffend die Ordnung des Reickshaushalts unb die Tilgung der Reicksschuld — Nr. 10 und 360 der Drucksachen —. Eibsckaftssteuergcsetz — Anlage 5 —. Albrecht und Genossen. Der Reichstag wolle beschließen: I die 88 12, 13, 14, 16, 17, 18, 39, 50, 59, 60, 61 her Kommisswnsbescklüssc wie folgt abzuändern: s 12 Tic Erbschaftssteuer beträgt: I. -wei vom Hundert: T für Ehegatten, S. für Kinder und Sttcrrinber, 3. für un eheliche Minbcr unb im unmündigen Alter adoptierte Kinder: II. vier vom Hundert: 1. für leibliche Eltern unb W dient, 2. für Sckwiegerkindcr, 3. für voll- und halbbürtige Geschwister: III. sechs vom Hundert: 1. für Großeltern und entferntere Voreltern. 2. für Schwiegereltern, 3. für Abkömmlinge eisten Grabes von Geschwifteni. IV. acht vom Hundert: für Geschwister der Mtern; V. -ehn vom Hundert jur testamentarisch beruhte Personen, die mcht unter Nr l bis IV fallen, soimc für .Körperschaften: VI. fechzehn vom Hundert' für nicht unter I bis IV aufgeführte JßAAierben. lieb ersteigt der Wert des Erwerbs den Betrag von 20 000 Mark, io wird oom lleberfchuß zwischen 20 000 Mk. und 40 000 Mk. M. un» 80000 MI. das I'/-- iadie zwischen 80 000 Mk. unb 160 000 Mk. daS l3 »fache, 'wifaieu 160 000 Mk. unb 240 000 Mk. bas zweifache, zwilchen 240000 ÄL unb 600 000 «t hab 2V. Inch- »*[•«« Mark und 1 000 000 Mk. das 2'/. fache. Swifdien l 000 000 Mk. und 2 000000 Mk. had 23 . fache, über 2 000000 Mk. da» dreifache der in Abs. 1 bcftimmten «atze erhoben. s 13 Bon der Erbschaftssteuer befreit bleiben: 1. ein Erwerb von nicht mehr als 2000 Ml.: 2. ein Erwerb von nicht mehr als 3000 Mk., welcher Personen zusällt, die in einem Dienst- oder Arbeitsverhältnis zum Erblasser gestanden haben. | Ve$U Sind^einem erbschastssteuerpslicktigen Erwerber seitens desselben Erblassers innerhalb sünf fahren ^rmogei^ vorteile zugestoßen, von denen anzunehmen ist. daß die AU und Weise der Zuwendung nur zur Benneidung des höheren Steuersatzes oder zur Erlangung der Ltcuerfrelheit gewählt worden ist, so sind sie als ein Erwerb mt ^mne des Gesetzes anzusehen. 8 17 zu streichen. i 8 18. Abs. 2 zu streichen. 8 39. Folgenden Absatz als Ab,. 1 voranzustylen. „Tn Wert jeder Nachlaßmasse, deren Wert vorausucktlich 1000 Mk. ückerstcigt, sowie die Wnte der aus ihr den nbschaftssteucr- vsHcktiaen Erwerbern zusließendcn Erbanteile find vom Erb- schastssteueram t festzustellcn. Die ^usführungsbefanurnlngen hierüber nläßt ber Bundesrat unter Zufttmmung bes Reichstages. , 8 50. Abs. 2 zu streichen. 8 60. ^Jn ^Ws" l hinter „Lebenden" einzufügen „(Ans- steuer, b-Äilgn^t Mw.) 6on „außn" in Zeile 1 bis Paragraphen als § 66 an» 8^66^^Mit beni Inkrafttreten dieses Gesetzes treten die Abgabe und ber Zoll auf Salz (Salzabgabengesetz vom 8. Mai M7 mit Nachträgen unb Nr. 280 des Zolltarifsetzes vom 25. Dezember 1902), sowie bn Zoll aus Lcttolemn unb sonstige Minnalöle unb fofsckc Rohstoffe, '.Nr, -.39 des Zolltarifgesetzes vom 25. Dezembn 1902' außer Erhebung. Berlin, ben 3. Mai 1906. /zu «tah im L märj 1911 N. 51 Erster Blatt 8DLW 1 A&AttAV |HAt AAM UM (ntCnvllvL ZlHwlUvl M-- LLZSL General-Anzeiger sur Oberyessen L-tzM ÄÄ ..n Hnin .Bn»: nnd Steinbruderei B. Lonne. Hebattion, o 2560000 M t UM F F. 3 auf waren, 1, bie frei- Ent- möglich schadet jeder Schnee, der im März fällt, sondern nur der, der längere Zeit liegen bleibt, wie überhaupt über» luftige Nässe in dieser Jahreszeit den Feldern schädlich ist. nach abznr mitte: Oh; wolle», beim er befürchtet, daß die neue RlchLung, wie die letzte Kammer bebatte erwarten lasse, die allgemeinen Interessen des Landes schäbigen müsse. Jonnart hatte nahezu 11 Jahre ben Generalgonverneurposten inne. ** Tageskalender für Mittwoch, 1. März: Stadt- Heater: „Glaube und Heimat* Anfang 7 Uhr. Akademische Vorträge: Prof. Dr. Tannemamt: Das hessische Irrenwesen. Abends 8* 1/, Uhr im großen Audttorium des Kollegiengebäudes. e aber Feuchter, iauler Atärz Ist des Bauern Schmerz. Wenn es aber weiter in den Bauernregeln heißt Märzenjchnee tut den Saaten weh, braucht man das nicht allzu ernst zu nehmen, denn un- •• Lehrerpersonalien. In den Ruhestand ver- etzt wurde die Lehrerin an der Gemeindeschule zu Gau. Algesheim Elisabeth Kempf auf ihr Nachsuchen, unter An. erkennung ihrer langjährigen treuen Dienste. vermischtes. * Heber bi e Gefahren für bi c Gesundheit, die mit dem Reichen der Sjänbe verbunden sind, ereifert sich Prof. Thompson von der Universität Colorado, der die weit geringere Gefahr int Küssen sieht, denn seiner Meinung nach werden ganz bösartige Mikroben durch die Hände übertragen und können so den Brutherd für gefährliche Erkrankungen bilden. Ein englischer Arzt prüfte die Ansicht des amerikanischen Professors auf ihre Stichhaltigkeit, Dr. T. Thorne Baker, dies der Name des eng-* Zur Einführung der Lateinschrift. lAus Berlin wird uns geschrieben: Der Bittschriftenausschuß des Reichstags hatte bekanntlich einen Antrag des Allgemeinen Altschriftvereins, betreffend die amlliche Zulassung der Lateinschrift und die Awvendung dieser Schrift in den Schulen dem Reichskanzler zur Berücksichtigung überwiesen. Dieser Beschluß erfolgte einstimmig, nachdem der Regierungskommisfar Geheimer Regierungsrat Albert diesen Antrag empfohlen hatte. In letzter Zeit haben die Gegner der Lateinschrift gegen diesen Beschluß in Volksversammlungen Stellung genommen und erllärt, daß durch diesen Beschluß die deutsche Schrift in Deutschland abgeschafft werde. Wie wir hören, ist die Stimmung im Reichstag bezüglich der Einführung der Lateinschrift jetzt nicht mehr so günstig wie früher, einige Fraktionen haben sich mit dem Beschluß des Ausschusses nicht einverstanden erklärt. Sollte der Antrag im Plenum zur Sprache kommen, so werden sich einige Fraktionen auf das schärfste gegen die Einführung der Lateinschrift aussprechen. Aus Stadt und Land. iei;en, 1. März 1911. März, Lenzmonat. Heute ist er getommen und wird sicherlich von jedem mit Freuden begrüßt, bringt er uns doch in wenigen Wochen den lang ersehnten Frühling. Im allgemeinen ist der März ein freundlicher Gesell, der uns erfreut nut dem Lächeln der Frühlingssonne nach langer Winterszeit, nut den ersten linden Lüften, die Herz und Lunge bis ms Innerste laben. Er begrüßt die Menschen mit den ersten Blumen, wieder ge- pendet von Mutter Natur, die ihr Schöpsungswerk von neuem beginnt. Die vielen Sänger in Feld und Wald kehren mit ihm wieder zurück und bauen ihre Nester. Der Landmann wünscht sich die Witterung im März trocken, denn er sagt: Märzenstaub ist dem Golde gleich; rSnsland. Das „Wiener Fremdenblatt" meldet: Wie bereits gemeldet, wird der Minister des Aeußern, Graf Aehrenthal, nach Abschluß der Session der Delegationen zu seiner vollständigen Erholung von dem im Laufe des Winters überstandenen Unwohlsein einen zweimonatigen Urlaub antreten. Während dieses Urlaubs wird der Botschafter in Konstantinopel, Markgraf Pauleavicini, die Gesck)äfte des Ministeriums führen. Der Botschafter wird in Konstantinopel durch den ersten Settions-- chef des Ministeriums des Aeußern, Müller von Szentgyverzy, als Botschasrer mit außerordentlicher Mission vertreten werden. Graf v. Aehrenthal wird den Urlaub in Abbazia verbringen. Aus Konstantinopel kommt folgende Meldung: Wie der Bali von Monastir telegraphierte, wechselten am Montag türkische und griechische Truppen an der Grenzzone bei Domenikon Schüsse. Der Kampf, an dem aus griechischer Seite auch Zivilisten teilnahmen, bauerte eine Stunde. Bei der Pforte sind Nachrichten eingegangen, daß die Griechen die Besatzung aller Grenzposten verdoppeln. Der türkische Geschäftsträger regte bei der Regierung Griechenlands an, Maßnahmen zu treffen, um einer Wiederholung solcher Zwischenfälle oorzubeugen. Aus Lifsabon wird gemeldet: Trotz des behördlichen Verbots verlas die Mehrzahl der Pfarrer der Diözese von Braganza vor den Gläubigen einen bischöflichen Hirtenbrief. Die Bevölkerung von Samora Correa nahm den Pfarrer fest, weil er verdächtig ist, insgeheim gegen die Regierung zu arbeiten. Der die Truppen von Bonavente befehligende Offizier wurde auf Grund einer gegen ihn eingeleiteten Untersuchung von seinem Poften abberufen. Er soll seine Soldaten au j gefordert haben, im günstigen Augenblick die Monarchie za proklamieren. Aus Teheran wird gemeldet: Da neue Ranbanfällc auf der Straße von Abuschehr nach Japahan vorgekommen sind, lenkte der britische Gesandte bie Aufmerksamkeit des per- i s ch e n Ministers des Aeußern auf diese Vorgänge. Aus Douglas (Arigona) wird gemeldet: Mexikanische Aufständische nahmen ituci) einem Kamps die Stadt Fronberas ein. W Wt , gilt V kti festes. ■ ,n DM e. Kng f» !K * ® „ Ein e> AieniMg d- owettpartei w Ä« e«i«, idtin «E» Inf auszahlte i si-b dort ha flpianb die iu Saiten, daß ße wchaus gebmt chte da Er" sie sich rrnti' üiüich und >1 jtöu unla de fcti nach ihra y braven ruc bunte, rin flö sdlich glüallkt nd ihren jetzi Alt ihre Zeit imcht, und d hm A. W. £ Lasten, bie c können, währe freut, ohne sü müssen. - zerstört! ♦ Amei Rcklameweser Menschen be ausgegMgen. dies« antetil widmet, weist Statistiker int liaröen Mark üntfätrng iol än reicher an Ä ältesten be: ml einem jähr^ betragen die ? 3 Millionen $ der noch vor < 120000 Merck anderthalb Mi Kaufhaus mv versandt; bie' "Das Museum d es Oberhessischen Geschichtsvereins hat in letzter Zeit wieder sehr wertvolle Bereicherungen erfahren. Heroorzuheben sind Waffen aus den Bauernaufständen und eine Reiterrüstung aus dem 30jährigen lrieg. Für die OrtSgeschichte interessant ist ein größeres Aquarell, einen Gießener Maskenball 1836 im Gasthaus ,zum Sinborn* darstellend mit zahlreichen Anspielungen' auf Per- onen und Tagesereignisse, besonders auf die Beendigung der Lahnkanalisation bis Weilburg (Karikatur). Nach langwieriger, mühseliger Arbeit find nunmehr auch die Totenkisten der fränkischen Neihengräber von Leihgestern im Saal 1 aufgestellt. Die Sarge geben dem Beschauer ein Bild der damaligen reichen Bestattungsweise. Es ist mit Genugtuung festzustellen, daß der Besuch de§ Museums äußerst rege ist. Deutsches Reich. Die Blätter melben aus Berlin: Ueber bie Ausführung bes Zuwachs steuergesetzes finden im Reichstage an ben folgenden Tagen Beratungen statt, zu benen umfangreiche Einladungen ergangen sind. Wie der „Sächsische Landesdienst" melbet, wirb sich in Vertretung des Königs Prinz Johann Georg zu den Krönungsfeierlichkeiten nach 'London begeben. Aus Einladung der englischen Majestäten wirb auch Prinzessin Johann Georg ihren Gemahl begleiten. ! ** Frauenbund der Ko^onialgesellsKaft. In : den schönen Räumen beS Offizier-Kasinos fand am Montag zum > Besten des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft ein Fünfuhrtee statt, der einen glänzenden Verlaus nahm. Min- , bestens 400 Personen nahmen an der Festlichkeit teil. Ihre Zahl wäre zweifellos noch größer gewesen, wenn man nicht bei Ausgabe der Teilnehmerkarten von vornherein auf die Platzfrage - hätte Rücksicht nehmen müssen. An blumengeschmückten Tischen, . oie von den Damen des vorbereitenden Ausschusses verschieden- i artig auSgestattet waren, kredenzten junge Damen den Tee. Frl. Strack bcFIamierte zur Einleitung „Die offene Tafel" von Goethe. Dann trug Hauptmann Schwendy ein Klavierstück (Novelle von Schumann) vor, dann einige Lieder, gesungen von Frau Prof. Versluys folgten. Frl. Netto und Oberleutnant Brendel gaben den Tanz aus „Brüderlein fein" zum besten, : der ungeteilten Beifall fand. Heitere Weisen der Regiments- kapelle sorgten für weitere Unterhaltung. In allgemein fröhlicher Stimmung trennte sich die Gesellschaft, nachdem ein lustiger Tanz den Schluß gemacht hatte. Stadttheater. Eine recht hübsche und vergnügliche Vorstellung, bereu Tempo maiicku. allerdings etwas flotter hätte fein dürfen, war die geftrigd Aufführung des alten Schwankes von bem Raub der Sabinerinnen, bei der namentlich Hermann Norden als Theaterbirektor Sttiese Triumpye feierte Seine verinnerlichte, herzvolle Darstellung des armen Schmieren - komöbianten, bie sich zum Schluß zu einer rührenden Innigkeit erhob, war eine ganz famose Leistung. Voll drastischen Humors war das Dienstmädchen Rosa, bas Lore Scholz mit prächtiger Charakteristik wieder gab. .Der Professor-Dichter wurde von Karl Volck mit luftiger Aengstlichkeit dargestellt, nervös und zitterig und mit einer ganzen Last weltfremder Begeisterungsfähigkeit., ytaria Duval, die auf Anstellung spielte, gab die wenig hervorragende Rolle der energischen Friederike sehr gefällig und mit ferner unaufdringlicher Färbung, die recht günstig wirkte. Immerhin wäre es wünschenswert, den Gast noch in einer bedeutsameren rftolle vorzustellen. Hllde Engel war eine niedliche Paula, Karl Marx ein liebenswürdiger Emil. Sehr schön war Eva Gühne als Marianne, was umso höl-er anzuscAagen ist, als sie die Rolle erst in letzter Stunde übernommen hatte. Eine sehr anerkennenswerte Talentprobe, dtuoolf Goll u>ar ein liebenswerter Neumeister und Rolf Gunolt ein wirkungsvoller Karl Groß. Der Beginn der Vorstellung, die von Rudolf Goll gereitet wurde, hatte sich nicht umn-beblich verzögert. —h. ♦* Vom Kolosseum. Zum G a st s p i e l des Kabaretts „Alles gestohlen^ schreibt die Kurzettnng des Nordseebades „Westerland-Sylt" am 30. Juni vorigen Jahres: Ein luftiger „Brettl-Abend" im Hotel Hohenzollern! „Das war wirklich wieder ein genußreicher, luftiger und künstlerischer Abend und dabei trug das Ganze ein vornehmes, großstädtisches Gepräge; die Art, in der Hofschauspieler Holler zu konferieren verstand, mußte natürlich gleich die unerläßliche Sttmmung für einen Brettl-Abend Hervorrufen! Daß sich dieser vielfettige Künstler als erstklassige und ftimmbegabter Brettl-Sanger geradezu hervorragend bewährte, fei konstatiert. Ihm zur Sette Fräulein Mealenburg. Der Reiz der niedlichen Erscheinung wurde durch künstlerische Darbietungen verstärkt. Nicht nur als brillante Pianistin, sondern auch als Lautenfängerin wußte die Künstlerin entzückende Wir- tungen zu erzielen. Wahre Stürme des Beifalls ries der .staub- stumme Lautensänger" Niels Söhrnsen hervor. Kein Wunder, daß aus bem zahlreich erschienenen Publikum der Wunsch laut wurde, die Künsller öfter zu hören. ** D er BauerjcheGefangverein gibt am Sonntag, 12. März, aus Anlaß seines 47. Stiftungsfestes ein Kvnzertin der neuen Aula der Universität. Es gelangen eine ganze Anzahl Kunstchöre und Volkslieder zürn Vortrag, auch das Quartett wird einige Lieder zu Gehör bringen. Die Leistungen des Vereins bürgen für einige genußreime Sinn den. Zu dem Konzert sind Frau E Stcsfens-Harnifchfeger, Sopranisttn, Frankfurt a. M. und Pianist Julius Huhn, Gieren, gewonnen. ** Volks unterhaltungS-Abend in Klei n- Lind encnn Sonntag, b.März. Das ernste Bestreben der Männergesangvereine der größeren Städte, an Stelle der Bierbankliteratur das deutsche Volkslied wieder zu pflegen, hat bereits seine Früchte getragen, auch auf kleineren Plätzen und namentlich auf dem Lande strebt man jetzt darnach, die reichen Schätze, die man so lange vernachlässigte, zu heben. In dankenswerter und energischer Weise verfolgt auch Herr A. Bauer, der Sohn unseres geschätzten Musikpädagogen Franz Bauer, diesen Zweck. Drei Vereine, die unter seiner Leitung stehen (Klein-Linden, Leihgestern und Waldgirmes) hat er zu einem Chor vereinigt und wird mit diesem im Gasthaus zur Deutschen Eiche einen VolkS- liederabend ausführen, dessen Reinertrag der Wohltätigkeit dienen soll. Unterstützt wird das Konzert durch die Kammermusik-Vereinigung der Herren Franz Bauer, Leopold Geller, Karl Krauße (Musikdirektor), Bruno Herrmann und Herniann Fischer, ein Beweis, daß reicher musikalischer Genuß in Aussicht steht. Zweifellos werden auch von Gießen sich Freunde guter Volksmusik zur Unterstützung des chönen Unternehmens bereit finden. •* Jubiläum. Der Buchhalter Josef Ehrmann ilickt heute auf eine 25jährige Tätigkeit im Hause Georg Heinrich Schirmer zurück. *• Maul- und Klauenseuche. Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet auS Goldburghaufen, Württemberg; Stein am Kocher, Baden; Zweibrücken und Ganzlofs, Regierungsbezirk Pfalz; Gütersloh, Regierungsbezirk Minden, bei Händleroieh. Starkenburg und Rheinhessen. -o. Spiesheim, 28. Febr. Hier wurde ein alter Kriegsschatz gehoben. Der Landwirt Philipp Diesen- hätzer von dort fällte eine uralle Effe, die sehr starke Wurzeln hatte, weshalb er den Boden ringsum ausheben mußte. Da gab es plötzlich ein eigenartiges Klingen und als der Mann näher zusah, fanden sich im Grunde unter den Baumwurzeln vierzig Stück große goldene und silberne Münzen, die mit Jahreszahlen zwischen 1515 und 1565 versehen sind, also wohl im dreißigjährigen Krieg vergraben wurden. Hessen-Nassau. <= Rodheim a. d. Bieber, 28. Febr. Gewerbeinspek« tor Kern aus Wiesbaden besuchte am Samstag die hiesige gewerbliche Fortbildungsschule, die jetzt 35 Be- ucher zahlt. [] Marburg, 28. Febr. Wie immer, so entwickelte sich auch heute ein fröhlicher Mummenschanz. Hunderte von kleinen und großen maskierten Gestalten durchzogen die mit dichten Menschenmassen besetzten Straßen. Die meisten Maskierten stellte wieder die Studentenschaft, die sich zum Semesterschluß noch einmal gut amüsierte. Der Uabinettswechsel in Frankreich. Paris, 28. Febr. Präsident Fatiieres ließ den Sena- tor Monis rufen und forderte ihn auf, die Kabinettsbib- dung zu übernehmen. Monis erbat Bedenkzeit zu einer Beratung mit seinen politischen Freunden. Paris, 28. Febr. Die gesamte Presse erörtert eingehend das Schreiben Briands an den Präsidenten der Republik. Die combistischen Blätter kritisieren es ziemlich scharf und er flöten: Wenn Briand bei feinen Resorm- wersuchen scheiterte, so sei dies darauf zurückzuführen, daß seine treuesten Freunde die entschied en ften Gegner jeder 1 Politik der Entwickelung und des Fortschrittes seien. Die in dem Schreiben gegen die Republikaner erhobenen Vorwürfe seien unpassend und ungerecht. Die dem scheidenden Ministerpräsidenten persönlich ergebene „Aetion" erklärt: Die Politik Briands fei nicht beendet, sondern sie begönne erst. — Der konservative „G a u- lois" meint: Der Kamps gegen die Kongregationen werde nick;t so einfach sein, denn die künftige Regierung werde »gerichtlichen Entscheidungen gegenüberstehen, welche sie höchstens umgehen könne und das werde keine leichte Sache lern. Bezüglich der Stelle des Schreibens, in dem von dem wachsenden Mißtrauen und der systematischen Feindselig- kett einer gewissen Anzahl Republikaner gegen den Ministerpräsidenten die Rede ist, wird mitgeteill, die Minister- kollegen Briands hätten int Ministerrat am Samstag insgesamt versprochen, daß sie dem künftigen Kabinett fern» bleiben würden. Briand sei von biejem Freund schafts- bemeiö sehr gerichrt gewesen, habe es aber entschieden ab» gelehnt, daß feine Mitarbeiter eine derartige Verpslich-- tung auf Jid) nehmen wollen und habe deshalb ben er» ^wähnten <-atz in sein Schreiben ausgenommen. Emer Blattermeldung zufolge hat der General- gouvernenr von Algerien, Jonnart, heute nacht dem jcheibenden Allnisterprasidenten telearavlftfch leinen älbfchted angezeigt. Es heißt. Jomtart, der Tcpi> loKctia. ii&. habe dsmll erneu politischen M vollziehen 'Angriffsgelüste in die Wandelgänge der franzöftschen Kammer, wo man ob der augenblicklichen Kabinettskrisis natürlich doppelt aufnterffam ist: Ber lin, 27. Febr. Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung schrieb: „Der .striegsminister drückte im Laufe der Debatte über ben Militäretat, als von anderer Seite die Sprache au die französische Fremdenlegion gebracht wurde, mit bet' e ch t i g 1 e r S ch ä r s e die Entrüstung über deutsche Blätter aus, die für diese bekanntlich größtenteils aus deutschen Fahnenflüchtigeit bestehende Trttppe Reklame machen. Nicht nur der preußische Kriegsminister, sondern auch jeder gute Deutsche wird über ein solches un- patriotisches Gebahren entrüstet fein. Der Temps und einige andere ftanzösische Blätter sanden sich bemüßigt, den Kriegsminister von Heeringen wegen dieser Worte anzugreisen und fabelten dabei sogar von einer Beleidigung der französischen Armee. Wir müssen diese Vorwürfe auf das entschiedenste zurück weis en, und möchten den Temps erinnern, daß die Art der Rekrutierung der Fremdenlegion und der sich daraus ergebenden Folgen wiederholt die Oesfentlichkeit in der Weise beschäftigten, die nicht geeignet ist, die Sympathien der gesitteten Welt zu erwecken." P a r i s, 28. Febr. Mehrere Blätter erörtern in scharfer Weise die Note der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" sowie die Aeußerungen verschiedener deutscher Blätter über die FreTudenlegion. Der „Temps" schreibt: Nach den alldeutschen Zeitungen ist es nunmehr das halbamtliche Organ der kaiserlichen Regierung, welches sich diesen unziemlichen Angriff erlaubt. Ohne lang bei der Prüfung der Beweggründe zu verweilen, hallen wir dafür, daß die gesamte Presse und öffentliche Meinung Frankreichs darauf mit einem entschiedenen Einsprusch antworten muß, und wir fügen hinzu, daß man durch derartige ungerechtfertigte Angriffe zwischen unferm Nachbar und uns einen bauern ben und schweren moralischen Zwist herbeizusühren droht. Das Blatt bespricht sodann die in der Fremdenlegion vorgebommenen Desertionen und behauptet il a., daß diese durch regelrechte deutsche Agenturen und seinerzeit auch durch das deutsche Konsulat in Melilla gefördert worden seien. Schließlich meint der „Temps", die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" könne versichert sein, daß weder ihre Kritik, noch die Drohungen der deutschen Presse in Frankreich irgendwelchen Eindruck machen würden. Die „Siberte" schreibt: Gewisse deutsche Blatter gehen so weit, oaß sie einen tatsächlichen Einfchritt gegen die Einrichtung der Fremdenlegion verlangen. Wir wollen die deutsche Regierung für btefe Herausforberung nicht verantwortlich machen, wenngleich dieselbe durch ben General v. Heeringen ermutigt würbe, aber man muß bie öffentliche Meinung Deutschlands boch baran erinnern, daß Frankreich allein ben Oberbefehl über feine Armee ausübt unb daß lebe wenn auch noch so diplomallsche Einmischung in bie freie Ausübung dieses Rechts hier als durchaus unzulässig angesehen würde. Es ist übrigens bezeichnend, daß die deutsche ,Presse gerade die Frage der Ministerkrisis zu einer neuen Herausforderung benutzt. Darin liegt zweifellos Methode. Diesmal trägt auch der Umstand, baß Delcasse wieder ans Ruder gelangen könnte, dazu bei, daß dieser Herausforderung bejonderS scharfer Ausdruck verliehen wird. Es handelt sich sichtlich um einen Einschüchterungs- Versuch auf parlamentarische Kreise. Jedenfalls muß das neue Ministerium und die öffentliche Meinung Frankreichs angesichts der von auswärts kommenden Angriff sabsicht begreifen, daß dienationaleVertei- öigung das dringendste und wesentlichste Regierungsprogramm ist und bleibt. ** Zur Prüfung für bas höhere Lehramt waren int Wirttersemesier 1190/11 im ganzen 5 7 Kanbibateu zu- gelassen, wovon 45 zu einem Prüfungsergebnis gelangt sind, während die andern zurückttaten oder eine Zurückstellung für bas nächste Semester bewilligt erhielten. Von den 45 Prüfungen ind 32 bestanden, 13 nicht bestanden. Unter den 32 bestandenen ind 6 Erwetterungsprüsmrgen (die eine schon früher bestandene Prüfung voraussetzen). Die verbleibenden 26 ergaben in 2 Fällen das Ergebnis „ausg^eichnet", in 5 „sehr gut", in 9 „gut", in 10 „genügend". Diese Ergebnisse erzielten 20 Bewerber in einer einmaligen Prüfung, 6 aus Grund einer zweiten, nach rüherem Mißerfolg. Faßt man bie Vorbttdung ins Auge, so waren unter den erfolgreichen 26 (also abzusehen von den 6 Erweiterungsprüfungen): 15 Humanisten (2 ausgezeichnet, 5 sehr gut, 4 gut, 4 genügend), 5 Realgymnasiasten (2 gut, 3 genügend), 6 Oberrealschüler (3 gut, 3 genügend). Von den 13 Fehlschlägen entfallen 5 auf Humanisten» 5 auf Realgymnasiasten, Oberrealschüler. An den 6 zwetten Prüfungen, die nötig inb bie Humanisten mit 2, die Realgymnasiasten mtt Oberrealschüler mtt 3 betätigt Das Ehrenzeichen für Mitglieder williger Feuerwehren wurde verliehen durch chließung des GroßherzogS dem Friedr. Deibel VI. zu Lollar. >81 gÜyi 5> > j* leu. *>*_ ®wintä Tr^n^nuiiü; sB teS ä-s -LrrL “ln^»tfco EL Waagen ijf qü Sil** “°H Ivar an Vuküll-Svolla °?n Ä(Q|0[f iogert Ju ieJ?8 8060165 w xoroitcbto-j ’fui luihll »W ivar roiifiid) 1 dlbenü unö baba Gepräge: tu toftanb, ntuLc «nen BreA-Äb-rb « °lS etfiflaliito hervorragend U» ilein Mrälesbllra durch tünftlmii Pianistin, lonbnn > enijütfenbt Lu. llS tui da jaub- 11. fein Wunda, ba Wunsch Luu n gibt am Sonn- । iftMgSfesteS an ät Irs gelangen Er M, Äorkng, vr bringen. Tie ?nu&reiuie 5hm is-Harnischeger, L Julius jptijm, in ftltin» en der Manner. der ^itibaul« M.hnl btwti yn unb namsni- iad), bit reichen !, ju heben. $ [gt auch Herr L lpabagogeu Franj * her seiner fieiiun; | 1 und Waid l und wird mi e einen Volks g der Wohltätig- lonzert durch bu ren Franz Vauei. or), Bruno Herr« ch reicher mufila- L I werden auch von p Untechützung des ; Joses Ehrm°»° igkeit un Hause >eue Ausbrüche ausen. Mtteni. veibrücken und terSloh, Regi«' r g m L jjCJL s«? -Ls- 2i« । wurden K-werbeinsp^' "S »*■ «i.fSÄ und trunkene gerettet. (4.32) Familie Heinrich Hammel. s^lufi- und Seefische 1475 i ^T?oTr Kari Zimmermann, ft Giessen (Wolfstrasse 16), Frankfurt a. M.» Leipzig, 28. Februar 1911. GeriWto and Rollseile bäh stets auf Lager und offeriert z. billigsten Preisen 1218) Ludwig LazarnS, Asterweg 53. Jernsvr. 505. Die Beerdigung findet Freitag, 3. Mär», nachm. 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. *■ L'ßbernabiDe von Erd* und Feoerheslallwgea Prospekte erhältlich durch Drucksachen aller Nn liefen in lefler gewünschten flusftattung, (tilrcm und preiswert vmvl'lcvc UnwcrMäU-vuch-u. Stctnüru&crcbR.langc* Sießcu Das neue ftanzofische Kabinett. Paris, 1. Mürz. Monis entschloß sich, neben der Präsidentschaft noch das Ministerium des Innern zu Übernehmen. Er verhandelte mit Berteaux, der sich um den Posten des Kriegsministers zu bewerben scheint, und mit Delcasss, dem er die Uebernahme des Mart ne- Ministeriums antrug. Das Portefeuille des Aeußern wird er Ribot oder Poincarö anbieten. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gieße«. Verlaus der Witterung seit gestern Die nördliche Zyklone ist ostwärts wettergewandert mrd lagert mit ihrem «er» westlich Skandinavien, lieber der Biskaya und R"bland liegen Hochdruckgebiete. Niederschlage sind allenthalben, zum Teil m erheblicher Menge, gefallen. Tie Temperaturen sind außer in Eng land gestiegen. " Das Dotbringenbe westliche Hoch bringt unS vor anSsichtlich wieder Aufheiterung, wobei »achtS geringer vtrahlungS- frosl eintrelen kann. Die Niederschlage dursten Nachlassen.^ WetterauSsichten in Heffen am Donnerstag, dem.2. Marz 1811: Ansheiternd, ineisl trocken, windig, leichter Nachtfrost. Die Witterungskunde rechnet heute Frühlingsanfang. nin&t sich der Ansicht des amerikanischen Gelehrten anMschlretzeL Ä ber H-ndftac^ eines Mannes, bat er nnterfucfrte, sarch Dr^ -Msluen-a-Bazillen, während er in zwei werteren F^len SrtSben fand, die die Erreger von Erkaltungen und Bluwer sein können. Es genügt bemnad), dem Mann mit ben ÄAwouabarillen die band zu reichen, eine Anzahl der: »»* 'x Ki» eigene Hand zu bekonnnen Denn es nun der Zufall will. Nch^chgerade zum Mittagessen begibt, so gibt man nrü Leichtigkeit beim Brotschnciden Baslllen ans Brot^ab,wdcbes Die Bazillen geraten in ben Magen und m den Blut^ kreiSlaus, und man hat auf die denkbar einfachste Art von der Velt Influenza erworben. — Ein Mustersatz Folgendes Musterbeispiel deutscher gtesetzessmache in Ceflerrcidj tÄ unS ein Leser mü Es stammt Mmi .Reichsgcsetzblatt für die im Reichsrate vertretenen König- t7tdK und Landes, 10. Stück, vom 11. Februar 1911, 9h. 22, «nb lautet: „«erorbnung des Ministers für Kultus und Unterricht und des Finanzminiiters vorn 27. Jänner AN^womit der für L Führung des TekanatSamteS in den nach dem Gesetze vorn 19 tzeptember 1898, R G. Bl Nr 176, einzubringenden Loka- einkornmensbekenntnissen der kongruaergänzungsberechligten Seel- sorgegeistlichkcit alS Äusgabepost anzuerkennende Bettay mAn- Wng des neuerrichteten Dekanates Zator m der romrich-katho- ischen Diözese Krakau festgesetzt, nnrd/' (hierauf folgt bic $ er- mönung selbst.) Bon einem Ministerium für Kultus und Un- ufriebt kann man Th um fin besseres Satzungeheuer verlangen SfljMnhlt SifiBJon Liebigstr. 63. Elektr. Betrieb. Garantiert bei dauernder Behandlung blütenhelle Wäsche Svez.: Haasbaltarras Waiche imb seine Herren Wäsche ui tadellsier Lnsiübruug. l84ö Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine Hebe Gattin, unsere treusorgende Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter und Tante Frau Marie Hammel nach langem, schwerem Leiden heute mittag in ein besseres Jenseits abzurnfen, was wir mit der Bitte um stille Teilnahme tiefbetrubt mitteilen. beseitigt Crfeme D6hn6 sennuDien *n weni^cr ai*24 8tn°d®n- VIX VIA 50 pff? in Apothekenu. Drog. Die Lieferung von 1500 Kbm. HintervackungSsteinen für Bauzwercke zur Erweiterung bco Bahnhofs _^^vt>erg soll verdungen werden. Angebotsmuster liegen im Äeschanogebaude zin Einsicht aus und können, solange der Borrat reicht, für 60 BiL lportofreie Aujendung des Betrages) bezogen werden. Die Ange^tt werden am 1/. März, vormittags 10 Ubr, geöffnet. B /. är^b^eeff. E^senbabN'Bauabteilung Friedberg. e n n io __ schöne Stämmchen Obstbaume u. Jiuli^taüe, ö. 8. ill.il. 8-, Wtttusel!« b. Suliadj. — Ein ehelicher Dreibund. Im „Progresso italo- americano" liest man: In Wichita, im nordameritanischen Staate -ansa-, heiratete vor einigen fahren eine junge Dame einen Jüeren ömn namens A. 2B. Luce. Emc Zeularrg gutfl alles troB des bedeutenden Altersunterschiedes ganz aut: dann aber tarn bet Tag, an welchem die junge tfrau m hciyer Liebe zu einem Trigen Jüngling namens A. Wtlion entbrannte.. Der Gatte bc- f?m sofort Wind von dem Liebesspiel mochte leincr un reuen %rau aber keine Szenen, sondern brachte als echter Phllosoph die Trennung bet Ehe in Vorschlag; der Vorschlag wurde von der Gegenpartei mit Freuden angenommen, und Frau Luce hutz wenige Wochen später Frau Wilson. ,Drrr Luce ging in semer weisen, abgeklärten LebenSans^iuung so weit, ba6 er gattin anläßlich ihrer zweiten Vermählung eine bedeutende Mitgift auszohlte Tas Ehepaar Wilson reiste nach Knlisornien ab, um sich dort häuslich niederzulassen: nach einigen Monaten aber empfand die junge Frau so starke Sehnsuchtnach ihvem ersten Gatten, daß sie ihn in einem rührenden, von ihrem neuen Gatten durchaus gebilligten Briefe nach Los Angeles einlud. Herr Lu« folgte der Einladung, und die beiden Marmer schworen sich, als sie sich näher kennen lernten, ewige Freundschaft und wohnten glücklich und zufrieden mit der von beiden gleich inntggeliebfcrn Ar au unter demselben Dache. Bald darauf beschlofsmiie.all. drei nach ihrer tzeimat Wichita zurückzukehren und hier im Lause deS braven Luce, in dem sich die junge Frau ja >"^NZnd fühlen konnte, ein gemeinsames Leim zu gründen Luce ist settdem unendlich glücklich und wie verjüngt: Er bettachtet leine Ex Gattin und ihren jetzigen Gatten als seine ftuiber, unddieNM^Frau teilt ibre Beit zwischen ihrem ersten Manne, dem sl« Trost zuspricht und dem zweiten, den sie glücklich macht. So O«™6. • & W. Luce das Glück der Häuslichkeit ohne die mancherlei Oa.foen die er bei seinem Alter nicht mehr gut hatte tragen können' während Wilson sich cined traulichen Familienlebens er» freut ohne für die nicht unbedeutenden DauShallunaskosten sorgen zu müssen. - Loffentlich wird dieser liebliche Dreibund mcht zerstört! ♦ Amerikas R«klamebubget- Die Ltttwicklung des Reklamewesens zu einer gcmaltiffci Snbuftne die Tausende von Menschen beschäftigt und Milllarden um|e^, rstvon Amerika ausgegangen. Die Revue hebdomvdaite, btc dieses^ amerikanischen Reklamewesenö einen interessanten, Aufsatz nSSd StbaS hin, daß nach den jüngsten Schatzungen der Cötntifri'fcr tne amerikanische Nation alljährlich wenigstens 4 Milliarden Mark für ReName ausgibt. Die Entwicklung^biszur frnifffpinmo solcher Riesensummen hat sich sprungweise vollzogen Ite Ä J-brilont, Zscu (Stabliffemmt emrt K„ rtitFiftm hr Lxmdes ist, kam vor den ^ezegionskriegen noch L^Llich^Reklamebudget von 12 000 Mark aus. veute betragen die Ausgaben des Unternehmens für Reklame ^nahezu 3 Millionen Rlark im Jahre. Der Erfinder einer Toiletteseije, berJno* ü?r einigen Jahren sich mit einem Reklamebudget von PO 000 Mark begnügte, verbraucht heute für ben gleichen Zweck ürtbertbalb Millionen. Erst kürzlich hat ein großes amerikanisches ÄX täten Katalog in .hunderttausenden von ^«ntfaren jSarS Ser Katalog umfaßte mehrals tausend Seiten urck vier Pfund. Allein bie Druckkosten und der Poft- Jand dÄer ReUE verschlang die stattliche Summe von 2 560 000 Mark. Ausfallendes Haar. Seine Ursachen und Verbütung. Die erschreckend zunehmende Zahl kahler Männer, der mmr im Theater, in den Cas^s und Restaurants begegnet, die tzrohe Nach frage nach Perücken und Zöpfen bei Frauen, wovon sich ötele noch bicöieitfi der Vierziger betinben, hat einen berühmten (VaÄmmin baxu bewogen, einmal eine gründliche Untersuchung der Kahlköpsig° keit, ihrer Ursachen und ihrer eventuellen HeilmögUchkeit anzusteÜen. Das Resultat seiner Forschungen ergab» da« ^ leder Fall van ausfallendem Haar der Sämvvenbildung zuzuid)rciben i|t, er w mete daher seine weiteren Studien auSschlietzlich den Mitteln und Meaen wie man die Bildung der Kopsschuppen auf gttlnbllche Weise vertteibe. Nach vielen sehIgeschlagenen Ve^P ^^"pchen ^n Äe fand er schlienlich em Praoarat, das bet einfachem Einretoen tn ote Äopt^aut bie lt®^^llPbenbilbllll0 oft schon nach zwei bis drei An. Wendungen vollständig beseitigt; es wirkt öugttich kräftigend ai^ die Haarwurzeln ein, regt ben Haarwuchs an und scheint stsv auch öfters bei ergrautem Haar als dienlich zur Älederherstel^ng uon besten natürlicher Farbe erwiesen zu haben iss /, Das Rezept zu diesem bemerkenswerten, sonst aber gam unschädlichen Präparat ist folgendes: Ko gr 13ay’^?13?/AO Hp ComD0s6e, 1 er krist Menthol. 'Dian kann es sich oon federn Apotheker oder Drogisten -usammenstellen lauen Lemiparsumlert gewünscht, füge man noch einen halben Teelöffel voll feinen vor film» Di” u. Ilan reibe die »lüffiotell abenbe. unb .norgen» lei»t ober gründlich in die Kopshaut ein, so das,»sie in alle Poren bringt. vucherlifch. — Erne „starke Nummer" nennt sich das neueste „Winters", bas als Faschingsausgabe dr^n be^nnten tttusttwiten Wintersportszeitschrift erschienen ist. wahrlich, l)er Winter mu Schnee und Eis hat ben Humor nicht sterben lallen. LN. Teiiancr ^'cheraibt dn Oeftentlichkeft" „Drei Briese eines Wintenports- mönnN ifte den Snobismus gewisser Sportsleute ettreulich 'Efti in unr^älfchtrni Ächsisch gehaltener Bencöt über den Verbaiidswettlaus ui Oberwielental, sowie eine rifeber Lujiätze über allerlei wintersportluhe, allgemein besprochene L sonAg^Wi^elsportnachrickten, die den Leser über die Rennen usw. auf dem Laiftenden halten, _ ------ Letzte Nachrlchte«. Aus der Hesfifchen Zweiten Kammer. _______ P. B. Darmstad 1, 1. März. Die Zweite Kammer setzte beute vor schwachbesetztem Hanfe die allstem eine A u s s p r a ch e über den S t a a t sv o ra ns ch la g T7 Abg. Hauck (Bauernbund) kritisierte die langsame Arbeit ber ObcrreckinungSkammcr, besprach die Z'vf^ma^keit der Reich^finanzrcform und verbreitete sich üt^r die Block- Politik Abg. Raab (Soz > führte aus, zur Befserung der F inanilage müßten die Grostkapitalisten scharf^ pur Steuer KaeAoaen werden. Er besprach dann die Retchssinanz- reform und die schlechte Lage der Tabak- und der Zünd- holzindustrie. — Die Sitzung dauert fort. Kleine Tagerchronlk. In einem Wagen erster Masse wurde miß Breslau ein RegierungSbaurneister Ichwtzr ver l e Yr mifaeninben Er hatte sich mit einer Brownmgpistole in ben ^eib bie dem Fenst« t^nen. tzr verweigerte jegliche Angabe ?b^den Grund ber Tat starb bei bet Ueberfflbrung nach dem Krankcnhaufe. Einer ber zahlreichen Dillenvorotte von Ko n st ° n ti no pe l, X;1 äs- ;S... *W6S S" » fltinc Ernte sind bei dem falten W-Uei obbad)ü>«. Ni, bi, a»; her Insel Seitskar gelandeten Fischer erklarvi, »uM Ä bÄ .Ime.E .te . «L«- «U einer Eisscholle ins Meer getriebenen Fischer viS auf zwei General-Vertreter gesucht. Eine hannoversche Firma, deren Fabrikate m vielen Städten schon erfolgreich eingcsührt wurden, sucht auch für den hteffgen Platz einen Herrn zur Uebernahme der Äeneralvertr^ung. , Aeutzerst leichtes Arbeiten u. sehr hoher Verdienst. banptvostlagernb Giehen einreichen. ch. Simmern (Hunsrückf, 1 März. In Würrich im Hunsrück ist eine Bluttat bedangen morden. Die 20 Fabre alte Emma Schuch aus rohren, die rn Hahn bedienstet war, hatte an einem karnevalisttschen Tanztreo- gnügen teilgenommen und schl^blich gegen 12 Uhr den »eimweg angetreten. Einige Augenblicke spater wurd^! sie auf der Straße b lu t üb e rst r o m t gefunden. Es stellte sich heraus, daß die Unglückliche e r st o ch e n wvrden war. Eftt Messerstich hatte die Schlagader am Wpoften, ein zweiter war durch das Kinn rn di eMun d ho h drangen. Die Unglückliche war sofort tot. Der Tater ist unbekannt. Petersburg, 1. Diärz. Der Kongreß der «er- tret er des russischen Adels nahm eme EntschlteßimLl an, wonach ber bedingungslose ^Ausschluß ber Staatsämtern aesetzgeberischer -Latigfeit und vom Militär gefordert wird, selbst wenn sie getauft imd. Em Auttag, btt Juden als Ausländer anzusehen, wurde abgelehnt. A t h e n, 1. Marz. Ministerpräsident V e n i z e l o s klärte in der Kammer, das Kabinett ^de zurück^ treten, wenn die Kammer die vom VerfassunaSausschuß an dem von der Regierung eingebrachden Gesetzentwurf zur Revision der Berfassung vorgenommenen Abänderungen annehmen sollte. Chicago, 28. Febr. Bei den Urwahlen für das Bürgermeisteramt kamen ernste Ruhestorungen vor Ein Mann, der auf den Anwalt Shertfs gefeuert hatte und ihn am Bein verletzte, wurde von dem Anwalt er- chossen Mehrere Personen wurden verwundet. Llngesandt. 1 ftorm und Jnhall aller unter biejer Rubrik stehenden Artikel । übernimmt die Rebaktion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Run ist die Fastnacht glücklich vorüber und cs.ist gut, datz ö ä MKZL so ist bic» rin Hindernis und mochten wir unsere verehrten Stadt tkitcr fraaen, wie lange diese unhaltbaren Zustande noch fort- fae'tCJ^n zu/Sache selbst: sollle man es für möglich halten daß m«« hiri.. Ättnfec meldie so stark befahren rotrb und gerade an der fraalicken Stelle so eng ist, Monate lang sperrt und ben Berühr WNia httnmt »um Nachteile der ganzen Geschäftsleute. Man l_. pnn niicn Seiten ruhig zugesehen und angenommen, bte Stadt Sirbe diese Gelegenheit benützen und stch nrüd^ beiden Besitzeni «nniacn um die Straße zu erweitern und den Schandfteck zu be» seiligen' Mer statt dessen, sieht man letzt die öanbmerfreute an hr-m^au« um dasselbe wieder herzurichten u. muß man sich zunächst fraaen ^e ist es müglich, daß unsere Swdtväter zu einem be^ artiaen u5ihau bie Erlaubnis erteilt haben. Es ist gar nicht ru^ verkennen, "daß bie Stabt vieles tut, um ba Stra&en. zu verbessern und daher kann man es uicht begreifen, datz hier, es sich um Erweiterung ber Straße handelt und letzt die WeleaenlKÜ ohne große Opfer bringen zu müllen, geboten ist, SÄriSen iSrb Die beiden Häuser sind sc' rusammen verwachsen/ daß diese unbedingt zusammen abgebrochen werden rtiiiftpn Die Stabt sollte sich mit ben Besitzern ab finden, damit biei't «Iblüh einmal bsfeitigt unb biaic |o lange schwebenbc Frage zu aller Zufriedenheit erledigt wnd. Mehrere Bewohner ber Neustadt. Das Stricken und Anstrickeu von Strümpfen wirb gut u. .billig besorgt. Frau Johanna »dtid), 49) Bleichsttage 13. ZmNtsZWrW Kirchenvlatz II. Apsklpkii». SitrontD en groS [01491] . en betaU enorm billig. Schleimlösend 8 Hnsten, atarrb, Verl chic imnna Rbl.: Pelikan-Apoth., XreiupL 2 Kieler Bücklinge zum Rohesten frisch etngetroffen bei (39 August Wallenfels, Marktplatz 17. Telephon 262. 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Stamm knupvel, Rm.: 410 Bucken, 53 bainbuchen, 63 Eichen, 2 Aspen Knuvvelreisig, Rm.: 10 Eichen. Reifig Buchen und Hambuchen , 344 Buchen etütf« D°s iSSffiKS.nÄSä oorfleÄetnt; blau unterstrichene Nummern kommen nicht zum Aus ?n^?abere Auskuntt erteilen die Grofth. Forslwarte Zimmer m Ulfa und Jacob m Storntels. Eichelsdorf, den 25. Februar 1911. Grohherzogliche Oberförsterei Eichelsdorf. ____________________I- B-: Kra tz. Deutzer Motoren 1(^0 Wellen Luchen-Reistg lDurchforstunai 11250 Wellen Eichen-Retfig lDurchiorstungl 11230 Wellen Kiesern Retfig 50 Wellen Fichten-Reifig 0,8 Rm. Eimen-Stockhotz 28 Rm. Kiefern Stockholz. L-lh «r b» iS- WM-. b- m-n ' IfcitasnG D ISf!«*,! hntl* CJÖ i*« C»S ^Mhcmdli irtfethte Sinti iicht eininai i Hn Japan heute M Mals vor de 'ipan eine st ine Lerstarkn Hläne aufttzuc Keseskigung de 5oinod) wäre Staaten nom ;«hie IW u W gegen v jette, dem bi' toi Einwande üus seine sn langte Zimm hnechtignng! ta Äolksgeni U. höchstem 1 «5 Sdiroett i wnellen En skits sogar ei Sareinigten 1 ;a, sogar Er hem siÄ bcii int Äillen i seiner Fnodi sendung der