Die heutige Nummer umfaht 10 Seiten. durch seine luugjädrigeu Studien über di- Farbe alter Gemälde in dmStadtrat gauLW wurde, I-M aim, in -ne- a, , m- und bemalter Skulpturen, chemisch und mikrastomsch aufs gründ- n»l11 >"n gewahll Messina bre infolge bei Ehl d^Mau fas ihre Porten' hatte schließen muss«., hat ihre Dars. worden.DEchtheit der Flora-Büste. Das Januar- heft der „Amtlichen Berichte aus den Königl. Kunstsammlungen bringt noch ein paar Gutachten über technische Untersuchungen der Flora-Büste, die auch aus der äußeren Beschaffenheit die Echtheit und die Entstehung der Büste 8 ur 3 e11 der Renaissance außer Zweifel setzen. Geheimrat Mi et he von der Technischen Hochschule hat eine Photographie der Büste genau in der gleichen Weise und mit ähnlicher Beleuchtung wie die vielgenannte Photographie vom alten Lucas angefertigt war, hergestellt. Diese Photographie hat Qigeben, daß die Büste schon bemalt war, als sie Lucas photographierte. Das zweite Gutachten beschäftigt sich mit den Farben auf der Büste, die der Berniter Staatsrat Raehlmann in Weimar, bekannt Die hessischen Knanzen. R. B. Darmstadt, 6. Sait- (Ein Zwischenfall an der turnesiisch-tripsirtanischen Grenze. Paris, 6. Jan. In der Wache des Forts Tehibet lind reguläre türkische Soldaten aus Tripolis in ein Gebiet eingerückt, das Tunis als ihm gehörig betrachtet. Zwischen den türkischen und den tunesischen Soldaten wurden Schüsse gewechselt, doch wurde niemand verletzt. Da die Grenze zwischen Tunis und Tripolis nicht genau bestimmt ist, sind ähnliche Zwischenfälle Mischen türkischen und tunesischen Soldaten schon mehrmals vorgekommen. Die französische Regierung beauftragte nunmehr ihren Botschafter in Konstantinopel, an die türkische Regierung das Ersuchen zu richten, sie möge den tripÄitanischen Behörden unverzüglich die notwendigen Anweisungen zugehen lassen, um dadurch die Bewegung der türkischen Soldaten zum Stillstand zu bringen. Auch der türkische Botschafter in Paris richtete ein in diesem Sinne gehaltenes Schreiben an feine Regierung. Man ist hier der Ansicht, daß dieser bedauerliche Zwischenfall keine weiteren Folgen haben wird, da die türkische Regierung umgehend habe wissen lassen, daß sie im Prinzip mit Verhandlungen über eine endgültige Feststellung der tnnesisch- tripolitanischen Grenze ciiwerstanden sei. r- Für die Nachfolgerschaft Baron Bergers am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg wird eine ganze Rmhe von Namen genannt, die aber mehr oder toemger alle auf Vermutungen beruhen, weil der Aufsichtsrat noch gar kerne Stellung zur Neubesetzung des Tirektorpostens genommen hat. Ms aussichtsreichste Kandidaten gelten, nach einer Meldung des Tag, die Herren Dr. Karl Heinc (Frankfurt a. M.) und Max Martersteig (Köln). Persönlich anwesend zur Bewerbung um den Posten eines Direktors ist in Hamburg der Kammerherr von Frankenberg, der Intendant am herzoglichen Hostheater m Koburg. — Von anderer Seite wird auch der durch seine Ichnft- stellerische Tätigkeit bekannte Schauspieler wird auch der Pavillon der Medizinischen Fakultät, m dem sich sogar Operationssäle und Anatomie befinden, eröffnet werden Eiymten. Ter Zustrom der Studenten hält andauernd an, so daß das Weiterbest-ehen der Universität gesichett afömt — Napoleon L als Dich ter. Aus Paris wird den „Hamb. Nachr.' geschrieben: Als in Brienne die ehrgeizigen Zu- kunstsvläne des jungen Bonaparte noch keine bestimmte Form und Gestalt befaßen, sind aus feiner Feder eine ganze Anzahl von Ge- dichien geflossen. Mehrere davon sind bekannt. Eines der weniger verbreiteten, und doch gerade sehr charakteristischen verofientlichte vor kurzem ein hiesiges Blatt. In freier Ueberfetzung, dem Inhalt nach genau wiedergegeben, lautet es: Der Hund, der Hase und der Jäger. Cäsar, ein Jagdhund betten Rufs, Hielt festgebannt in feinem Bau Ein Häschen, das vor Furcht schier leblos blieb. „Ergib dich/ schrie der Hund mit einer Donnerstimme, Don der im nahen Wald die Bäume bebten; „Cäsar bin ich, bekannt durch meine Taten! Dor meinem Ruhm neigt sich die ganze Erbe.* Dor solcher Größe gitterte der Hase — Und — fein Geschick der Gottheit anempfehlend, Hub angstvoll er zu fragen alfo an: ,Oh, überaus durchlaucht'ger Hund, Ergeb' ich mich, was ioivb mein Schicksal fern? ,Du stirbst 1" — „Ich sterbe", sprach das Tier, „Und fliehe ich?" - »So ist dem Tod gewiß/ „Was!" fing der Hofe wieder an, In jedem Fall soll ich mein Leben lassen k Alsdann verzeihe mir, erhab'ner Herr, Wenn ich entflieh', da ,ch doch sterben soll/ — Gesagt, getan! Der Held entflieht. Cato hält' ihn verurteilt. Gebet ihr ihm recht! Denn kaum hat ihn der Jägersmann ersvahl, So legt er an und schießt. — Getroffen sinkt der Hund Indes der HaS entkommt. Was wurde La Fontaine wohl hierzu fageii? „Hilf dir nur feiber stets, so hilft dir Gott!" DaS Wort ist auS der Seele mir gesprochen. sichen Gesetzentwurfs für Etatsjahr fei eine Schulbentilgung aus dem Rest des «tu , gleichsfonbs vorgesehen. Nach seiner Meinung sollte ab dieser Rest für andere Zwecke, rote — ""T" allgemeine Sbaatszwecke verwendet und fitr 1910 nur « . Mark ba&u verwendet werden, um Schulden abzuttagen. ; Abg. Dr. Weber spricht sich im' Sinne des Abg. Brauer für die Schuldentilgung aus. Schließlich wird noch von Ausschuß und Regierung einem Vorschlag des Abg. Molthan zngesttmmt, zwecks gemeinsamer Aussprache über bie Finanzlage mit dem Ft- nanzausschuß der Ersten Kammer zusammen eme Sitzung abzulmlten. Am Freitag vormittag wird der Ausschuß wieder ohne Regierungsvertteter zusammen kommen. Wir lesen in der amtlichen Darms.. Ztg. fowende Darlegungen, die offenbar die höchst dürftigen Mitteilungen ergänzen sollen, die der Finanzminister un Finanzausschuß aus Anfragen gemacht hat: Die fortschreitende Einschränfung der staatlichen Bautätigkeit macht naturgemäß auch die V e rrn inbetung des nichtangestellten staatlichen Aushilfepersonals notwendig. Stehen nämlich Baukredite, aus denen das Aushilfepersonal budgetmäßig &u bezahlen ist. Nicht mehr oder nur in beschränkterem Umfange zur Verfügung, so sind Personal- cntlafiungen nach den Budgetbestimmungen unvermeidlich. Im Hauptvorcmschlag 1909 unter Kapitel 103 Tckel 1 war gegen 1908 eine Ausgabeverminderung von 67 450 Mark, un Haifiüvocanschlag 1910 ist gegen 1909 eine weitere Ausgabeverminderung von 71000 SOM veranschlagt. Wahrend am 1. September 1908 noch 100 Bauaspiranten und geprüfte Techniker verwendet waren, sank diese Zahl allmählich und, naästrem zum 1. April 1909 fun davon als Hochbauaufseher angestellt worden waren bis letzt auf 77 Wenn auch bereits bei den Landtagsverhandlungeii über bas Budget 1909 die Notwendigkeit einer Einschränkung des staatlichen Bauwesens noch stärker.betont wurde als früher, 10 mar doch nach Abschluß dieser Verhandlungen der Umfang weiterer Entlassungen noch nicht Übersehbar. Vielmehr mußte in Vorbereitung des Budgets pro 1910 zunächst festgestellt werden, ob aewisse größere Bauwesen, über die Verhandlungen un Gange waren, tatsächlich in den Haupworanschlag für 1910 ausgenommen werden konnten ober nickst. Alsbald nachdem im Derbst vorigen Jahres hierüber eine Uebersicht gewonnen war, wurden im Oktober vottgen Jahres durch einen Referenten der Ministerialabteüung für Bauwesen sorgfältige Erhebungen bei den einzelnen Bauämtern über den voraussichtlichen Personalbedarf junt 1. J-prii 1910 vorgenommen. Schon hierdurch war das Personal auf die zu erwartenden Maßnahmen vorbereitet Auf eine Ende Oktober vorigen Jahres etngegangene Eingabe der hessischen Bereinigung mittlerer Baubeamten fand Mitte November eine eingehende Besprechung über die Verhältnisse der Aspiranten mit einer Deputation dieser Vereinigung bet dem Vorsitzenden der Ministerialabteilung für Bauwesen statt Entsprechend den hierbei geäußerten Wünschen wurden alsbald die sämtlichen im Land etwa in Betracht kommenden Behörden und Verwaltungen, wie die Kulturinspektionen, Brandversiche- rungskammer, Stadtebürgermeisterien us'w. auf die Sachlage am- merlfchm gemacht und ersucht, gegebenenfallsBauasPi- ranten zu beschäftigen. B er e i t s du r ch Au ss chr et- ben vom 2. Dezember vorigen Jahres teilte dte Mtntstertal- abteilung für Bauwesen den sämtlichen ihr unterstellten Behörden mit- „Die derzeitige Verminderung der Bautätigkeü mache es nötig, eine Anzahl der jüngeren Bauaspiranten zu entlassen Um den Aspiranten das weitere Fortkommen zu erleichtern und mit Rücksicht auf die zurzeit ungünstigen Anstellungsverhältnisse fei beschlossen worden, den zu Entlassenden sowie auch den älteren von der Entlassung nicht betroffenen Aspiranten durch Beurlaubung unter Wahrung der Dienstaltersverhältnisse Gelegenheit zu geben, sich um Stellen außerhalb des Staatsdienstes zu bewerben." Des toeiteren wurden in eingehenden Beratungen der Ministerial- und die weiße Untermalung des Fleisches dj ara f ter ifti f (&e alte Farben sind, die Raehlmann namentlich auf venezianischen Gemälden vorn Ansang des 16. Jahrhunderts wie aus glcuU' zeitigen bemalten Figuren gefunden hat, wahrend fte sonst aus Kunstwerken nicht über das 17. Jahrhundert vor kommen Ob diese schlagenden Ergebnisse der teckmischen Gutachten unserer ersten Autotttäten die Lucas-Freunde, namentlich seine Anhänger jenseits des Kanals überzeugen werden, lassen wir dahingestellt, wir glauben aber, daß die Generalverwaltung den Forderungen der Presse nach gründlicher Untersuchung der Büste so ausgiebig nachgekommen ist, daß es jetzt an der Zeit ist, eut ©nbc bamü zu machen. Die Büste kann unmöglich ZMiz ^beschädigt dabei bleiben, und im Interesse der großen Mehrheit der ^instfreunde, die in der Flora ein kostbares Meisterwerk aus der Blütezeit der italienische Kunst — einerlei, ob fron Leonarda iE ofar oon einem leinet Schüler - (eben, mu6 »erlangt werden, fa° Ne nicht noch mehr beschädigt wird, °ls (w dnrchdie Resw-r-tron des somvsen Lucas ohnehin schon gesc^digt wvrden ist. Alle zu überzeugen, wird schon deshalb mäst gelmgenweü int^rauf schon von verschiedenen Seiten hingewu.en worden ist, der Streck gar nicht der Flora galt! Wenn die Feinde ihres Käufers aus den gewaltigen Anstrengungen, wie sie nur feiten in ewer politischen oder sozialen Frage, aber nie m emei Kunstangelegm- heit geniacht worden sind, ehrlich das Fazck riehen, so müssen sie sich gestehen, daß gerade sie die Flora zu einem der populärsten Stücke der ^Berliner Museen und den Direktor der L>ammlungQi womöglich noch bekannter gemacht und ferne Stellung nur befestigt haben — Camilla Eibenschütz vom Deutschen Theater m Berlin ist beim S chl i tt s chu h l au fen.auf dem See bei S.ils Maria verunglückt. Tie Künstlerin verdankt ihre Rettung einem Kurgast aus St. Moritz, der zufällig den Borgamg von weitem beobachtete und sie aus benil Wasser zvg. simmngsvos. Nach Aussage des Arztes besticht augenblicklich keine Lebensgefahr mehr. — Einen humv r vvllen Stadtrat besitzt Mus- bach. Tott wurde der durch feine Weinfasichmigen bekannte frühere Reichstagsabgcordnete Sartorius, der tu Musbach wieder rn den Stadtrat gewählt wurde, jetzt auch mdie —Waffe r ko m- Handlungen mußte einem seit rund neun Jahren bei bex Ministerialabteilmig beschäftigten v^^en Privatarchittft^ zum 1. April d. IS. gekündigt werden, sechs bereits in der Verwendung befindliche Regierungsbaumeister wurden veranlaßt, zum glnchen Zeitpunkt um Beurlaubung nachzusuchen, endlich ging 28 Lspi tonten, und sieben Baugehilfen und Technikern, wovo» em« sieben Iahte, zwölf zwischen vier und fünf Jahren, dre anderen kürzere Zeit beschäftigt waren, unb füns Dauschreibetn dre Nachricht M, daß sie ium 1. April 1910 (einige zum 1- Juli) an* der Verwendung entlassen bezw. beurlaubt wetdm müßten. Die entsprechenden Verfügungen wurden übet Weifmachten kuruck- behalten, mußten aber mit Rücksicht auf die n-ttven^S werdendem Wohnungskündigungen vor Neumhr MIestellt werden. vorbezeichneten Maßnahmen sind unter d« VorauSs^mg getroffen, daß die sämtlichen im Hauptvoranschlag für 1910 eingestellten Bauwesen bewilligt werden. Wir haben den Eindruck nicht, als könnte durch diese Veröffentlichung die Regierung der Vorroüvfe, die fie tm Aussckmß ui Horen bekommen Hat, entlastet roerden. Dte tanqroeiligen, zögernden unb unbestimmten Verhandlung en über die Beschränkungen des Personales mußten btßf.eS allerdings in Unruhe versetzen, aber der Vorwurf bleibt Mrt, daß das Vorgehen Her Regierung hoch,, ungesoirckt rzsichttg war. Großzügigkeit ist wahrttch efivas anderes Ob an den Voranschlägen herumbuchstabrert werden mußte, um die Not und Erfordernis der Zeit zu er- kennen, blerbt doch sehr srogltch. DieRegieramg iqerrck sich noch etwas darauf einzubilden, daß „bereits du^ch Ausschreiben vom 2. Dez. vorigen Jahres die bevorstehende Verminderung der BauasvirantenzaU angc.unötgt worden sei! _ u vor. ...olthan bie Wünsche des Ausschusses - mich näher präzisiert Hütte, betonte -Fin-nzmrnister Gr. Gnauth, es könne auf eine Mehreinnahme den Di- retten Steuern unb den Stempelgebühren über die regel- mäßige jährliche Steigerung der Erträgniife hrnauZ Nicht gerechnet werben. Nach ben bisherigen teuerfa£en würben bie brretten Steuern nur 11883 000 Mk. unb bie Vermögenssteuer 3 463 000 Mk. ergeben. Bei Annahme der beantragten Steuererhöhunaen werbe sich die Einnahme aus der Einkommensteuer auf 15 449000 9)tt unb aus ber Vermögenssteuer auf 5079 000 Mk., bie Steuereinnahme in Summa also auf 20628000 Mk. belaufen, während ber Ertrag der Stempelsteuer auf 3 755 800 Mk., der Erbschasts- unb -Lchen- kungssteuer auf 912650 M. unb ber 5)unbAeuer auf 390000 Mt. sich berechnen wirb, insgefamt 2o 6,2100 Mk. ober 5 745 000 Mk. mehr als im Vorjahr. Er halte es nicht für richttg, bie Einnahmen aus ben Eisenbahnen, die zu schwankenb seien, mit in bas -Dcbinartuin aufzunehmen. Richtiger fei, biefe Ueberschüsse aus ben Eisenbahnen zur schul bmtilaung zu verwenben unb nur bie Ueberschüsse über btc Schulbentilgung hinaus in bie Staatskasse für allgemeine Zwecke überzuführen. „ . . ,, Mo Ulrich legte feinen stanopuntt dahrn dar: Er bezweifle, daß bei ben jetzt auftauchenben allgemeinen Sparsamkeitsbestrebungen viel herausrom- mentoerbe;cr wolle aber boch mit dahin wirken, daß Ersparnisse im Staatshaushalt erzielt werden. Abg. B rau er yat seinen Stanbpunkt schon früher bar gelegt und j ich mit der versiärkten Schuldenttlgung einverstanderr ecttart. eine Erhöhung ber Beamtengeyalter fotinc er nur bann eintreten, wenn eine Lrünbsiche Neuo-^aniiation und Vereinfachung in ber Staatsverwaltung erfolge und durch sie bie ersorbersichen Mittel herbeigeschafft würben. Abg. Molthan erklärte, man müsse dahin streben, nicht nur durch Vereinfachung ber Staatsverwaltung an überflüssigen Beamten zu sparen, sonberm auch an ben hohen Staats- Mschüssen, wie sie für bie Lanbwirtschast uub verschiebene anbere Haushaltungen jetzt alljährlich reichlich bewilligt würben. Zur Besserstellung der Beamten mußten unter allen Umständen bie nötigen Mittel beschafft werden; es sei eine Pflicht des Staates, ber notleibenben Beamtenschaft wenigstens burch eine Teuerungszulage eine Unterstützung zu gewähren. Ebenso sei es Sache ber Regierung und nicht ber Lanbstänbe, geeignete Vorschläge zu Ersparnissen in ber Verwaltung zu machen. Abg Dr. Osann betonte, baß er eine Schulbentilgung für die Zukunft nack) Maßgabe ber Vorschläge bes biesbezug- Nr. Erstes Matt 160. Jahrgang Freitag 7. Jannar 1810 «GichenerMzeiger« WI sLi-Mjeig-r W Gb°ch-Ki> MI L"Ä7r-7°— Ho(flfiens6ra8 nnb »erlag »er vrSHI'!ch-n Hnfo.-Bnd,. und Stt'-drnSerei «. fange. Nedakti°n, Lrpedision und Druckerei - Sch-llttatz. r. Anz^-N,.iu s. bis vormittags 9 Uhr. wv „ ir- - -— SIS ASS1 SÄÜÄ •net rndnuna folüe aber fangen far älteren im Dienst $u bebal«et^en enbgulttis ftgeftetlt Seamtenbefolbung^unb unb . ____ l TMiifeti* MxiMn seit runb neun ^soyten oei dci Partei nicht ihattgci'anüxa haben, uUdj da» 3arftraÄureou biefer Partei gebe ihr trotz ber. ermähnten 9)telbung dar „M. Je. N." diese Versickerung. Dann aber fährt die „T. R." fort: Wenn ein Bcsitzwechsel der „Täglichen Rundschau" statt- ftttbcit sollte, so ist die selbftvcrständlicl^e Voraussetzung, daß das Matt als unabhängige nationale Zeitung erhalten wird und jede irgendwie geartete Parteiabhanyigkeit ausgeschlossen bleibt. Wenn die „Hamb. Nachrichten" srch noch einige Zeit qebuTbcn wollen, werden sie unsere Behauptung einwandssrei bestätigt finden. t„ Ein Berliner Telegramm der „Köln. Ztg." erklärt die Behauptung der „Tribuna", Deutschland habe cs abgelehnt, in Sachen des ermordeten deutschen Reisenden Burck-- hardt Schritte in Konstantinopel zu unternehmen, für unrichtig. Der italienische Konsul in Hobcida soll jetzt zur Bergung der Leiche Benzonis sich ins Innere begeben, dem, Wunsche der Angehörigen Burckhardts entsprechend, auch des,en Leiche an die Küste zu bringen. Freiherr Marschall von Bieberstein sei zur llnterstützung der Schritte des italienischen Kollegen auch seinerseits bei der Pforte vorstellig gcioordcn. Tie Leiche Burckhardts und Benzonis wurden zwischen Ibund und Sian aufgefunden. Tas Grab wurde unter Bcschützung und das Gepäck der Ermordeten vom Mali unter Verwahrung genommen. Der Vorstand der n a t i o n a l l i b e r a l e n L a n d e s - V e r - eine für das Herzogtum Gotha hat beschlossen, in Gc- nteinschaft mit den anderen im „Landesverband Thüringen" zu- santtnengeschlossenen natiounlliberalcn Vereinen den Zentral-Bor- stand zu. ersuchen, dahin Härten zu wollen, daß für die Zukunft weder von einem national liberalen Verein oder Verband, noch von einem1 einzelnen ein Wahlbündnis mit ber z ral- demvkratie abgeschlossen werden darf. Taktische Erwägungen dürsten, so wurde in der Diskussion ausgeführt, dabei nicht in Frage kommen. Lieber im harten Kamps, aber mit Ehren Mgrunde gehen, als mit der Sozialdemokratie paktieren. Bei dieser Gelegenheit wurde auck die Frage angeschnitten, ob ein Znfammenlchluß aller Maralen Gruppen empfehlenswert sei und politischer Erfolg verspreche. Tas wurde verneint. Ein gelegentliches Zusammengehen mit den freisinnigen Parteien könne richtig und iwsolgrcich, ja nötig feilt, wie es in Gotha sckkm seit Jahren nnt schönem) Ecsolge'gepflegt worden sei, aber ein Ziüammcnschluß der Liberalen toiürbc für die Nalionalliberalen gerade so verhängnisvoll sein, wie alle derartigen Versuche bisher gewesen sind. Tie Partei müsse bleiben, was sie ist und war: nationalliberal. Anslcrard. Die Mvrgenblätter melden aus Loudon: Als gestern M i - n ist er Burns das Stadthaus von Weanesbury verlieh, uni feinen Kraftwagen zu besteigen, wurde er von einem Manne angegriffen. Burns versuchte vergebens, den viel kräftigeren Angreifer ab zuschüttel ir. Die beiden wurden, im' Kraftwagen Hand- gemein, bis SckMtzleute den Angreifer fortriffen. Dieser enl kam. getragen werden, ohne daß das Reich sich zu Opfern, wie jie das Angelsachscvrtum ouswender, zu verstehen braucht. Ter Vortrageirde bittet daher die zahlreich erschienenen Mitglieder der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde, der Oberhessischen Gesellschaft für Natur- .unb Heilkunde und des Deutschen ^chnl- vereins, wenn gelegentlich an ihr Verständnis über die Bedeutuirg solcher Kulturfragen appelliert würde, dies durch die Tat zu beweisen. Deutschtum und Angelsachsentum gegenüber der chinesischen Uutturresormation. Aus dem Vortrag von Lic. Dr. Paul Rohrbach i'Berlin), der gestern, Donnerstag, abend in der Gießener Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde ftattgefunben hat, geben Wir folgende Gedanken Wieder: Ms nach bem Frieden von Shimonoseki die abendländische Walt bi* Auslösung des ungeheueren chinesischeir Reiches für'bevor- stehend hielt, da beeilte sich jede Macht, soviel als angängig, sich von dem demnächstigen Erbteil zu sichern, ohne zu ahnen, welch gewaltige Lebensenergie noch in dem Totgeglaubten schlummerte. ;^wi Ereignisse genügten, um das Vierhundertmillionen'volk aus seinem! gciöoljnteu apathischen. Tänrmerungszusiande zu wecken und ifym zur Erkenntnis seiner welthistorischer Bedeutung zu ver lzclfcn: der Boxerausstand und der russisch japanische Krieg. Hatte schon der erste den chinesischen Nationalusnrus dermaßen gestärkt, daß er dorn' Verlangen: „China den Ehinesen!" _ mm Ausdruck gelangte, so übte der für Rnßlarrb (bis dahin die gesürchtetste europäische Macht) unglückliche Ausgang seines Wasfengangs mit dem kleinen Japan auf alle asiatischen Völker einen Eindruck aus, von dessen Tiefe die weUicken Völker keine Ahnung hatten, bis sich ihnen in übeiraschender Weise die ersten Anzeichen, einer neuen ustas iatisch.cn Kulturepoche zeigten. Trotz des Gegensatzes in bm politischer und religiösen Anschauungen zwischen Nord- und Südchina, der noch durch- Verschiedenartigkeit der Sprache erhöht wird, trotz ständiger revolutionärer Umtriebe int Innern, die den Sturz der Mandschurei zunr Ziele Halen, geht heute ein gemeinsamer 3ug des Ü'ortsck>ritts durch alle,Landesleile. Wenn nun auch nicht acTeugnct werden kann, daß das Verlangen her Eh in csen nach ber westeuropäischen Kultur keineswegs aus der Erl'emttnis von deren Größe entspringt, sondern lediglich aus dem Wunsche hervorgeht, mit den europäischen Bildungsmittel ü sich auch bereit Machtmittel airzueignen, so must dock ;ugestanden werden, dass mit einer iwslaunlichen Umsicht dabei zu Werke gegangen wird. Tie wichtigste Veränderung bat sich bereits im staatlicher PrüfungÄvesen vollzogen. Während in früherer Zeit Mein das Stndmm der hri- urischen Literatur als Vorbedingung zur Erlangung eines Staatsamts angesehen ivurde, wird heute daneben in allen eirrobäifdjen Wissenschaften, besonders aber in Mathematik und f>Laturlvissen- schast, geprüft imb die Keirntnis von mindestens einer von zwei Weltsprachen ^gewöhnlich Critglifd; oder Deutsch) verlangt. Tast auch auf anbemi Gebietetr nicht gerastet wird, zeigt vor allem der Bau der Eisenbahn, die über die große Mauer hinaus ben Anschluss an die russisch-sibirische Bahn erstrebt, erbaut von chine- sischnr Ingenieuren, aus chinesischem Material und von chine-- siscyen Arbeitern. Vorgänge von solch unermessticher Tragweite; .konnten natürlich den interessierten Weslmachtcn nrcht verbürgen Ueiben. Sie suchten den dadurch bedingten Verhältnissen dadurch Rechiuüng zu tragen, baß sie sich bemühten, ihren Einflust auf die künftige Gestaltung dar Dinge möglichst zu erweitern und zu vertiefen. Was wäre aber hierzu geeigneter gewesen als die Schule? England zeigte sich auck hierin ccks Meister der Tiplomatie. Die Entschädigung von 2 Millionen Marl, die Ehiua infolge des Boxeraufstandes an die geschädigten englisch?n Missionsgesellschasten zu zahlen hatte, wurde auf Englands Anerbieten in. zehn Jahresraten .abgetragen, und zwar in der Weise, das. diese zur Gründung und Erhaltung eütcr englisck)>-chinefischeu Hochschule in der wiclstigen Provinz ^rchairfi verwendet wurde, der das Recht zu stand, Anstellungsgrade zu verleihen. Amerika erkannte die Wichtigkeit dieses Erfolges und zahlte sogar die bereits erhaltene Entschädigung von vielen Millionen wieder an China. zurück unter der einzigen Bedingung, daß jährlich 80 chinesische Studenten zum Studium nach Amerika geschickt würden- Damit noch nicht genug, stiftete Rockeseller ein Kapital von sechs Millionen Mark, mit dessen Hilfe die englischen und amerikanischen MijsionSgcselljchaftcn in Schontung, der beut-- leben Interessensphäre, eine Hochschule mit freiem Unterricht für chinesische Studenten errichteten. Ebenfalls gänzlich freies Studium gewährt die von englischen Kaufleuten in Hongkong errichtete Universität. Solchen Erfolgen gegenüber nahmen sich die Llnstrengungen Deutschlands auf diesem Gebiet recht besctwiden aus. In Tsingtau besteht zwar eine .dcutschMinesisckje Admiralitäts-Hoch- schule, deren Mittel aber zu gering sind (200 000 Marti, als daß sie mit den genannten Grund Zügen in WettbÄverb treten könnte. In Tsingtau selbst ist jastn der kurzeir Zeit mnt neun Jahren ganz Hervorragendes geleistet worden, aber als Anschauungsobjekt über Deutschlands Bedeutung ixnnntt es für einen zu kleinen Kreis in Betracht, als dast sich davon viel erhoffen ließe. Dagegen hat der „Evangelisch-protestantische Missionsverein" in Tsingtau Bildung Sanft alten geschaffen, die bei geringen Mitteln von ganz un- absehbar-er Bedeutung zu werden veriprechen. Es handelt sich in erster Linie um medizinische Unterrickstsanstalten, in denen zur Steuerung des fanitären Elends Heilgehilfen herangebildet werden. Sodann hat sich derselbe Verein der Bildung der weiblichen Jugend airgeiwmmen, die seither völlig d an red erlag, mit dem Erfolg, daß seine Mädchenschulen gern von den oberen Kreisen der Bevölkerung beschickt werden. Auf diese Weise tarnt deutsche Kultur in das niedere Volk sowohl, als auch in die maßgebenden Kreise Aus Stafct und Land. Gießen, 7. Januar 1910. Vom Groß herzoglichen Hofe. Der erste diesjährige Hofball fand gestern abend 8 Ubr im Alten Palais zu Darmstadt statt. Es nahmen über 300 Ballgäste daran teil; von Fürstlichkeiten außer dem Großherzogspaar: Kronprinz und Kronprinzessin von Griechenland, Prinz und Prin- zesfln Friedrich Karl von Hessen, Prinzessin Friedrich zu Solms-BraunfclS, Prinzessin Hermann zu SolmS-Braunfels und zwei Prinzessinnen-Töchter, Prinz und Prinzessin Leopold zu Jsenburg-Birstein, Fürst unb Fürstin zu Leiningen, Fürst und Fürstin zu SolmS-Hohensolms-Lich und Prinzessin Dorothea, Fürst und Fürstin zu Erbach-Schönberg und Prinzessin Edda, Gras und Gräfin zu Erbach-Fürstenau, Graf v. Schlitz, gen. v. Görtz, mit drei Töchtern, Graf und Gräfin Wilhelm o. Schlitz, Prinz Hermann zu Stolberg-Wernigerode, Prinz und Prinzessin Reinhard zu SolmS-Hohensolms-Lich. In den prächtig mit frischen Blumen geschmückten Ballräumen entwickelte sich alsbald nach dem Erscheinen des GroßherzogS- paares ein farbenreiches gesellschaftliches Leben und nach der flotten Ballmusik der Kapelle des Leibgarde-Regiments Nr. 115 unter Obermusikmeister Hauske's Leitung wurde namentlich von den jüngeren Paaren eifrig dem Tanz gehuldigt. Um 101/4 Uhr wurde in den verschiedenen Nebensälen ein Abendessen serviert; die Ballfestlichkeit fand erst nach 1 Uhr ihren Abschluß. • • Ordens an gelegenheiten. Der Groß Herzog hat dem bisherigen Mitglied der Eisenbahndirektion zu Halle a. d. Saale, Geh. Baurat PH. Stahl zll Darmstadt, die Genehmigung zur Einnahme unb zum Tragen des ihm von dem König von Prelißen verliehenen Königlichen Kronen- OrdenS 3. Klasse erteilt und dem Telegraphensekretär Karl Nachtigall in Mainz das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps Großmütigen verliehen. " Pfarrpersonalien. Der Großherzog hat den von dem Fürsten zu Isenburg und Büdingen in Blrstem auf eine Pfarrstelle an der unierten evcmg Gemeinde Offenbach präsentierten Pfarrer Herrn. F u l d a t zu Eschollbrücken und den von dem Freiherrn Friedrich v. Nordeck zur Rabenau als Senior der Familie auf die evcmg. Pfarrstclle zu Winnerod präsentierten Pfarrassistenten Otto Hofmann zu Darmstadt für diese Stellen bestätigt. • * Goldenes Dok4orjubiläu m. Die lnedizinische Fakultät der Landesuniversität hat dem Geh. Obermedizinalrat Dr. Karl Neid hart in Darmstadt aus Einlaß seines heutigen fünfzigjährigen Doktorjiibilaiims das Diplom erneuert. * • Bei der Hessischen Landes Hypothekenbank, Akt.-Ges., Darmstadt, hat sich im Geschäftsjahr 1909 der Obligationen-Umlauf um rund 12^ Mill. Nik. auf 116x/2 Mill. Mark, der Darlehnsbestand um rund 13x/2 Millionen Mark auf rund 12()1/3 Millionen Mark erhöht. r,w Städtische Bekanntmachungen. Die Bürgermeisterei ersucht uns, darauf hinzuweisen, daß die Ver- öffentlich lingen der Stadt Gießen im Gießener Anzeiger künftig in der Regel nurDien Stags und Freitags unter der Aufschrift „Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen" erscheinen. ** Prüfungsstatistik. Auf Anregung her Großh. Zentralstelle für die Landesstattstik ist die Herstellung einer fortlaufenden P r ü fun g S st ati sti k beschlossen mürben. Demzufolge werden die staatlichen Prüfungsliamniissionen die Prü- sungsergebnisse an die genannte Behörde jeweilig einsenden, die für eine möglichst einheitlich? Bearbeitung und Veröffentlichung Sorge tragen wird. Es sollen hauptsächlich folgende Angaben erhoben werden: Zahl der Kandidaten, die sich der Prüfung unterzogen haben, Zahl der Kandidaterr, die die Prüfung bestanden habcnr, die Prüsungsnoten, Lebensalter, Konfession, Staatsangehörigkeit, Vorbildung der Kairdidaten usw. ** Vom Längerwerden derTa:ge redet man jetzt ivieder im Volksmünd in folgenden Sprüchlein: „Der Tag um einen Schritt, M Neujahr vorwärts tritt, Und am Drei- tönigstag (6. Iian.) um einen Ltundenschlag." Und in der Tat beginnen jetzt die Tage bereits merklich länger zu werden. In der ersten Hälfte des Monats Januar nehmen die Vormittage um sieben Minuten und in der zweiten Hälfte um 21 Minuten zu, die Nachmittage in der ersten Hälfte um 19, in der zweiten um 29 Minuten. Die Nachmittage sind während des ALonats länger als die Vormittage, in der ersten Hälfte beträgt her Unterschied 8, in der zweiten Hälfte des Monats 28 Minuten. * Schorschel und Heiner. Für das gemütvolle Verhältnis, das unser Großherzvg zur Bevölkerung unterhält, mag folgendes Vorkommnis als neuer Beleg dienen. Kommt da, wie das Tagbl." erzählt, vor Etlichen Tagen bei dem Jagdschloß Wolfsgarten ein kleiner Darmstädter „Heiner" vorbei — Heiner (Heinrich) ist der Sammelname der Darmstädter Straßenjuaend — und sieht auf der Gartenmauer den dreijährigen Erbg-roßherHog Georg sitzen, den die Hand des Vaters hinter ihm festhält. Fröhlich begrüßt der kleine Darmstädter das namentlich bei der Jugend äußerst beliebte Prinzchen mit dem Schmeichelruf : „Schor- schel! Schorschel!" — Da raunt der Vater seinem Söhnchen zu: „Ruf wieder: Heiner!" Und tapfer ruft der Prinz: „Heiner! Heiner!" — Und nun tzeht es: „Schorschel!" — „Heiner!" — „Schorschel!" — „Heiner!" — bis um die Ecke. L. Friedberg, 6. Jan. Heute vormittag 8V2 Uhr fand in dem Festsaale der Augustinerschule eine Gedächtnisfeier für den so rasch aus dem Leben geschiedenen Direktor der Anstalt, Dr. Balser, statt. Das gesamte Lehrerkollegium des Gymnasiums und der Rea schule, sowie )ämttid)c Schüler beider Anstalten hatten sich dazu ein- gefunben. Die Witwe des Direktors wohnte der Trauer- jcier bei. Die Feier selbst wurde eingeleitet durch den Trauermarsch von 5zändel, gespielt vom Schülerorchester. Nack) einem allgemeinen Chorgesang hielt Prof. Lampas die Gedächtnisrede, in der er die hohen Verdienste des Verblichenen als Leiter beider Anstalten hervorhob. Ein Schluß- gefang beendigte die einfache, aber würdige Feier. R. B. Darmstadt, 6. Kan Verhaftet wurde der Pferdeknecht F-erd. Will von Bensberg. Er ist dringend ver- dächttg, einen lürzlich in der „Tanne" versuchten R a u b a n f a l l, sowie ein in der Nähe ber Paüluskirche versuchtes Sittlich- keitsverbrechen begangen zu haben. Darmstadt, 6. Jan. In der russlschen Kapelle auf der Matbildenhöhe sand gestern vormittag 111/._> Uhr aus Anlaß des Ablebens des Großfürsten Michael Nikolajewitsch ein Trauergottesdienst statt. Außer dem russischen Ministerresidenten Baron von Knorring nebst Gemahlin und dem russischen GesandtschaftSsekretär Baron Pilar von Pilchau wohnten n. d. „Darmst. Ztg." dem Gottesdienst bei: als Vertreter deS Großherzogs der diensttuende Generaladjcstant Oberst Hahn, als Vertreter des Staatsministers Geh. Staatsrat Krug von Nidda, der preußische Gesandte Freiherr von Jenisch, der großbritannische Geschäftsträger Mr. Harford, als Vertreter des Dragoner-NegimentL Nr. 24 Major von Teichmann und Logisch und andere. N. Mainz, 6. Jan. Vor einiger Zeit tarn auf dem Güterschrrppen der Eisenbahn ein wertvoller Ballen Uniformtuch abbanden, und obwohl sofort Untersuchung eingeleitet wurde, blieb das Tuch verschwunden. Nun fanden sich bei dem Bahnwärter der alten Eisenbahnbrücke Krum meck Tuchstücke vor, die zweifellos von diesem verschwun denen Ballen herrühren. K. behauptet, das Tuch von dem Althändler H e u m a 11 n käuflich erworben zu haben, was sich auch bestätigte. Da der Dieb nicht ermittelt werden konnte, kamen beide unter dem dringenden Verdacht der Hehlerei in Untersuchungshaft. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Untersuchung weitere Kreise zieht und noch mehrere andere Personen darin verwickelt werden. Nia rbürg, 6. Jan. In diesem Jahre blickt der hiesige Turnverein auf ein fünfzigjähriges Bestehen zurück. DaS Stiftungsfest soll im August d. Is. gefeiert werden. s. Marburg, 6. Jan. Unter dem Vorsitze des Geh. Reg. Rats Landrat v. Negelcin wurde heute im Fürstenhaus eine Kreistagssitzung abgehalten. II.a. wurde beschlossen, nach Maßgabe des neuen Wegennterhaltungsgesetzes die U n t e r h a l tun g ber Landwege auf ben Kreis zu übernehmen. ES ftnb dies ohne die Landwege in den porstfiskalischen Gutsbezirken zirka "300 Kilometer, die in diesem Jahre einen Kostenaufwand von 92 000 Mark verursachen. Um die Einnahmen zu erhöhen, wurde eine Kre isu insa tzsteuer für Grundstücke von _• Proz. und eine Hundesteuer von ö Mark genehmigt. Tie Kreis- kommunalkassen-Rechnung für 1909 schließt ob mit 378 670,82 Mark Einnahme, 351 221,17 Mark Ausgaben und einem Bestand von 27 449,65 Atark. — AuS L i ebes ku m'm er versuchte fick) heute hier ein junger Mann zu erschießen. Er wurde sck^wer verletzt in die Klinik gebracht. (BcrictytsfaaL ** Tie Freie land e skir ch li che Vereinigung hiett kürzlich in Darmstadt ihre stark besuchte Hauptversammlung ab. Im Jahresbericht gab ber Vorsttzcnbe, Pvos. Dr. Berger.- Darmstadt, ein Bild der umfangreichen Arbeit, die die Vereinigung für bie Landeskirche im lebten Jahre leistete. In dem Vortrag deS Landgerichtsrats Friedrich -Gießen kam der Unterschied zwischen der jetzigen Form und von der Gemeindekirche der Zu. kunst zu klarem Ausdruck. In Beurteilung der gegemvärtigen Verhältnisse wie der Aufgaben, die der Kirche für die Folge er wachsen, sprach ebenfalls der kühl abroägenbe Jurist mit seinen Theorien, wie der evangelische Christ/ der unserer LandeÄirck)e den sachlichen Einfluß evangelischer Frömmigkeit, Sittlichkeit und Kultur auf das Volksleben sichern will. Keimzeichnend war die hohe Einschätzung der Einzelgemeinde. Iw Aistchluß an ben Bor trag wurde von ben Diskussionsrednern die Erl>altung unserer Landeskirche in klär abgegrnrztenr Verhälttris jur Staatsverwaltung, aber in enger Verbindung mit dem gesamten Geistes* und Volksleben und in kräftiger Vedormng ihrer religiösen Aufgabe gefordert. vermachter. * Der Privatsekretär Dr. Eooks hat von Frau Evok von Barcelona aus einen Brief erhalten, worin sie mitteilt, sie Hobe die vielgenannten Nottzbücher Dr. Eooks nach Kopenhagen, gesandt. Auch Cook selbst Hot aus einem kleinen Orte Spaniens an seinen Pcivatsekretär geschrieben: dieser will jedoch feilten: Aufenthalt nickst kennen. In Kopenhagen ist das ernsthaft geglaubte Gerücht in Umlauf, Edok fei nach Grönland abgefahren, um die Eskimos abzuholen unb sich durch ihre Aussage zu red;t.- fertigen. Auch in Monte Earlo soll er gesehen worden fein. Kleine Tagesckronik. Ter P ar se v a l 3 unternahm gestern um 12 Uhr 45 Minuten seinen ersten diesjährigen Aufftieg zwecks Abnalstne -durch biß Militär-Verwaltung. Führer mar Cbericutnant Stelling. Um 2 Uhr 15 Minuten landete der Ballon glatt vor ber Ballonhallc in Bitterfeld. Tie englische Regierung stellte Scott 20000 Pfund Sterling für die Antarktische Expedition zur Verfügung. Im Königlichen Schlosse zu Athen ist gestern Feuer ausgebrock.cn. Ter Brand entstand auf ben Röhren ber Heizanlage. Starker Wind begünstigte ben Ausbruch des Feuers. Hilfeleisttmg wurde durch die Besatzungen englischer Schiffe gewährt. Ter König, der mit seiner Familie in Ta toi weilte, kam um Mitternacht in Athen an. Tas Feuer war um 1*4 Uhr gelöscht. Ter Schaden ist sehr groß. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Arttkel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, ben 6. Januar 1910. In ber Neustadt steht ein Haus, ack nein, es war ein Haus: berat lang, lang ift's her, wohnen brimt’ keine „Menschen" mehr, sondern es dient am Tag den Gassenjungen und nachts den Fledermäusen unb ähnlichen Tieren zum Sckmtz. Vorübergehende Eiravohner bleiben stehen und bettachten sich kopfschüttelnd diese Ruine, bie besonders des Abends so gefpenfterhast aussieht, daß sich das beleidigte Auge rasch davon abwendet. Wie lange nun will man den Nachbarn., die alle Geschäftsleute sind und sich redlich bemühen, ihre Besitzungen in Stand und Ordnung zu halten, diesen cirenlick)en Anblick noch zumuten? Unsere verehrten Herren Stadtväter sollten ihreut KollegQt, dem Besitzer ber Ruine, die unserer Stadt wahrlich,nicht zum Ruhme gereicht, den guten Rat geben, seinem verwahrlosten Besitztum endlich etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken! Sonst könnte sich eventuell eine Eingabe darauf richten, bas; der Großherzog feine Ordensverleihung wieder rückgängig macht. Mehrere N e u st ä d t e r. Amtlicher wettervericht. Deffentlidje Wetterdienststelle Gießen. Allgemeine Wetterlage seit Donnerstag früh: Ueber ganz Cft- und Mitteleuropa hat sich hoher Truck, am Nordrcmbe der Alpen von nahe 7v0 mm eingestellt, wahrend weil entiernt von unterem Bezirk Tietbruckgebiete im Nordwesten vorüber wandern. Tein entsprechend ist das Wetter trocken, doch herrscht dichles Nebelqewölk, so daß bis jetzt die Temperatcir noch unverändert bei 2 Grad und 3 Grad Wärme liegt. — Ter hohe Drnck wandert mit seinem Zentrum ostwärts, so daß südöstliche Winde Frost, vorerst noch schwachen, bringen. WetteranSflchlen in Hessen am Samstag dem 8. Januar 1910: Bewölkung abnehmend und bereits leichter Frost. OriginaL-Drahtinelüungen. Aus dem cagllschen Wahlkampf. Portsmouth, 7. Jarr. Der Staatssekretär für Kolonien Earl of Crewe führte hier in einer Rede aus, die Eigene Höhere n. EmeiterteMööchellsAle stGießell. Die Anmeldungen der Mädchen, die von Beginn deS kommenden Schuljahres ab unsere Schule besuchen sollen, werden Mtttwocki den 12. und Donnerstag den 13. Januar von 9—1 Uhr im Schul hause, Nord-Anlage 14, entgegcngenommen. , Vorzulegen sind: Geburtsurkunde und Impfschein, bezw. Bescheinigung der zweiten Impfung und bet Kindern, die aus einer anderen Schule kommen, ein Abgangszeugnis. Mädchen, die erst schulpflichtig werden, und bei der Anmeldung vorzustellen. , Anmeldungen nach der festgesetzten Zett konncut ttur beruch stchtigt werden, insofern die betr. Klanen nicht ,chon vollzählig smd. Gießen, den 22. Dezember 1909. $' * Grotzherzogliche Direktwn. Dr. Störiko. Holzvcrstcigcrung Montag den 1V. Januar 1910, vormittags 9'/r Uhr, im Distrikt Ferucwald. B h 57 Nut. Eichenscheitholz. 0,5 R?n. Aspenrundscheitholz, 8 Rm. Kiesernscheitholz, 5,5 Nm. Buchenknüppel. 86 Nm. ^'^cknuppel, 28 Rin. Eichenstockholz, 11 Rm. Kteternnockholz, 3,9 Nm. otchtenüvck Holz, 2890 Wellen Eichenreisig, 70 Wellen Kiesernretstg. rjuiammenkuuit aus dem Ovvcnrodcr Weg an der vauvtsmuenc. Holzversteigerung DonucrStag den 13. Januar 1910, vormittags 9‘/s Uhr, im Distrikt Großer «tadtwald I» : 280,5 Rm. Buchenscheitholz, 11 Rm. .vainbuchenrundschetthol^, 102 „ Elchenscheitbolz, 90,5 „ Buchenknuvvel, 74 „ Eichenknüppel, 48,9 „ Buchenüockhol.,. 54,4 „ Eichcnstockbolz, 2<60 Wellen Buchenretng. 1500 Wellen Eichenreisig. ~ n ~ 1 ______Zusammenkunft am der Vtcbei Strane an der /. ^cnnciu. Wir suchen für ein Mädchen mit guten Zeugnissen alsbald leichtere Stellung. B7A Armenamt. ass Wl» 202 (5 Dberhess. Gesellschch sör Mur- n. Heilkiiüde Konkursverfahren. 190 Hur in OriginabPaksfen. (Überall zu haben! MOSEL EM laiei lipliastiei 83 1 Hark. zu machen. B Albert Carstens, Altona s. E. Nr. 384. retour. Victoria Lose M. io V« 7 Walltorstr. 63 Feruivrecher 337 Gckc Westanlagc. Sckanzenstraßc 22 v. 3. 4. Vollkommenster Kaffee-Ersatz. Großherzogll Amtsgericht Gießen. Heber das Vermögen der Firma L. W. Plank in Gietzen und deren Inhabers des Kaufmanns Bernhard Oppenheimer in Gießen wird heute am 6. Januar 1910, nachmittags 5 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Kaufmann L. Althoff m Gießen wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursfordertingen sind bis zum 26. Januar 1910 bei dem Gerichte anzuinelden. Es lüirb zur Beschlußfassung über die Beibehalttmg des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretenden Falls über die ut § 132 der Konkurs ordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Mittwoch den 2. Februar 1910, vorm. 9 Uhr, vor dem unterzeichnet. Gerichte, Zinuner ton Pfau Cook ik mitteifl, sie lch 2nanieni : ici»d) ictncn j cmslhast gi> it d abgefahren, in retf t- rbm sein. 9. 45 Raummeter Kiefern-Reisig, 10. 15 Raummeter Fichten-Reisig, 11. 13 Raummeter Kiesern-Stoaholz. Der Anfang ist um 10 Uhr am Äuchenstaatstops. Musch enheim, am 6. Januar 1910. Großh. Bürgermeisterei Muschenheim. Becke r. ligung hielt »tvericunmlmtg -v Berger, 11 Steinigung dm Bvrlrag rr llittcrschieü irchc der Zu. Memvärtigen bte ssolge cr- ift mit leinen mddÄtche dm ttlidikit und ruteni) war die F. an ben &n> iltmg unferer Äaallverml- i Aeiftes- und töfa Sufgatc General Versammlmrg ^Gemeinschaftliche Sitzung beider Abteilungen) Dienstag den 11. Januar, 81/, Uhr pünktlich, im großen Hörsaal des physikalischen Justüuts. 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Herrn Prof. Dr. Sommer: Ueber Schiller als Mediziner. Gäste, auch Damen willkommen. ________________ Durchmesser, 8 Fichten-Stämme, 2,80 Fstm. haltend, _ 662 Fichten-Derbstangen von 18,27 Fskm., 5. 540 Fichten-Reisstangen von 7,40 Fstm., 6. 16 Fichten-Stämme von 3 Fstm., 7. 2 Raummeter 8 Scheiter, 8. 17 Raummeter Kiefern-Knüppel, M. 30 M. 10 M. 5 M. 4 empfiehlt solange Vorrat Frtte Flimm König). Preuss. Lotterie-Einnehmer Die hierorts fallenden Schweincvrcisc ermöglichen es mir, 8a. Schweinekleinfleisch Obren, steischige Pfoten, Kopfstücke pp.i garantiert inländische, tierärztlich untersuchte Ware in Kübeln von 30 Psd. an per Psd. m. 30 Pf. zu ofterteren. sP/.i Postkolli enthaltend 9 Pfund Mk. 3.— . Alles ab hier per Nachnahme. Garantie: Rtchtgemllend aus Distr. Dalberg. Lohensolms, den 5. Januar 1910. qi/ ' Der Bürgermeister Hutter. Nr. 6, Termin anberaumt. "Allen Personen, welche eine zur Konkursinasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dein Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 26. Januar 1910 Anzeige Einladung zum BälseBBcursMS in Giessen Vereinshaus bei Stadtmisston, Löbcrstraße 14. Sonntag den 9. Januar, nachmittags 20, U hr u. abends 8'/. Uhr, ?Routag und Dienstag, vorintttag 10—12, nachmittag - ,2 4 Uhr und abends 8V3 Uhr: Vorträge. Ihre Mitwirkmtg haben zugesagt. Herr Pfarrer Lohmann-Freienwalde^ .Herr Pfarrer Mockert- Frankfurt a.M. und andere. Eintritt völlig frei für stdermann.__0127 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Allertsyausen für. 1910 Rj. liegt vom 13. d. Mts. an 8 Tage lang auf unserem Bureau zur Einsicht offen. Allertshausen, den 7. Januar 1910. Großh. Bürgermeisterei Allertshausen. H i l l g a r t n e r.___________ Beta 11. Wenn kaufen Sie billig und gut bet iisg. KAM, Sclterswcg 89. Telephon Str. 733. Bekanntmachung. Die Gemeinde Erda verkauft am 17. I a n u a r d. Js. in der Gastwirtschaft Dörr zu Erda 33,32 Fm. Eichenfiammholz in unmittelbarem Anschluß an den fiskalischen Holz-Verkauf Ä« nanberr. oruber -,c üUiiibt o1 btin * 3** 1 ^velle r,r " ®otte5. c§ Staate, “Regiments önbere. Sff'bem K^öeleitet ijfe .Wtoiiiio ? bon dem konnte, 'cr Hehlerei M die andere Bestehe« gefeiert Maus ein Alossen, muh llnrerhal nehmen. Ez Gutsbezirken Jlterumiioanb ■ erhöhen, wn-, Pw;. ^ie Situ.. -t 378 670,82 inem Bestand versuchte sut L Er wurde Bauhotzverfteigerung im Billiuger Gemeindcwald. Montag den 10. Januarl. I., vormittags 9»/a. Uhr an sang end, werden im. Distrikt Blaustück versteigert. 167 EichemStämmc von 20 bis 29 cm Durchmesser und 3 bis 12 m Länge mit 73 fm, 641 Fichten-Stämme von 11 bis 25 cm Durchmesser und 10 bis 24 m Länge mit 250 fm, 22 Fichten-Derbstangen mit 1,84 fm. , Die Zusammenkunft ist an der Bahnstrecke zwischen Villingen—Hungen im Blaustück. B i l l i n g e n, am 6. Januar 1910. Großh. Bürgermeisterei Villingen. R ü hl. Amtliche Bekiüllitmgchllligell der M Gießklr. Die hier ansässigen Ehepaare, welche im lausettden Jahre das Fest der goldenen Hochzeit begehen und Anspruch auf Zuwendung der Gabe aus der tm Jahre 18/9 anläßlich, der goldenen Hochzeit des Deutschen Äaiserpaares errichteten SttNung erheben wollen, werden hierdurch aufgetoröert, ftch alsbald bet der Burger= meisteret zu melden. _________________________________________ Zu Gcsellscbafts- und Hoehzcits-Frisurcn empfehlen sich: Geschw. Tichy Seltersweg 43, Ecke der Goethestr. eine große noch kleine, rechne in ihrer Politik mit der Annahme, daß ein Krieg zwischen Großbritannien und Deutschland unvermeidlich oder auch nur wahrschernllch fei. Auch könne er nirgends am politischen .Horizont irgend etwas sinden, das btrett oder indirekt zu einem Strecke zwsschen England und einer großen befteundeten Nation Anlaß geben könnte. Offenbar wird die Furcht vor Deutschlands erregt zu Wahlzivccken. Die Regierung tat aber wirksame Schritte, der neuen Lage zu begegnen, nicht an irgend einem Sinne der Feindseligkeit, sondern zur Aufrechterhaltung unserer eigenen, tatsächlichen Superiorität. New York, 7. Jan. Die Leiter des Arctio-Klubs beschloffen, Cook aus dem Klub zu stoßen da seine Berichte g ro b er Betrug gewesen seien. — Tie öffentliche Bibliothek ui Bo sto n lehnte eine Anregung, die Schriften Cooks aus der Buchersamm- lung zu entfernen, ab, beschloß aber, die Bud)er m der Abteilung „Literarische F.ä l s ch u n g e n‘ unterzubrmgen. Die zur Herstellung eines Vordaches an der Wagenhalle, für die elektrische Straßenbahn nötigen Schlosser- und Glatcrarbctten sollen Donnerstag den 13. Januar d. Fs., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. . geichnnna, ArbeitSbeschretbung und Bedingungen liegen bet nuferem Hochbauamt zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin an dieses (Hniin-rirhciL — .^nschlaasfrist 14 Tage. 6 ,1 skehtndcll Artikel S-a k-lnerlet iMtr 191°- r war em im >-*> jtn und 1* M sich bv. 0 qcspenE ' n llixoeichct. Wkr rum Kroßhcrz^ '^llstädter. Ziehung her 1. .Anise W. Lotterie 11.11.12. Zaiinnr. $*- ,ÜC iC&e gen« etat n*15 6igtiv aus- gegen die Steuerzahler sein, über das nötige Maß der Sicherheit hinaus zu bauen, denn es müssen nicht nur die Kosten für Bau, sondern auch für die Unterhaltung der Mannschaften in Betracht gezogen werden. * Berlin, 7 Jan. S hacklctvn, der erfolgreiche Südpol- forscher, hielt gestern in der hiesigen Gesellschastfür Erdkunde seinen ersten Vortrag in Deutschlands dem auch der Kronpritiz und die Donprinzessm beüy.üjntcn. Shackletmt hielt seinen mit starkem Beifall aufgenommenen Vortrag in englischer Sprache. Das Kronprinzenpaar unterhielt sich sehr lebhaft mit dem Forscher. London, 7. Jan. In einer Rede in Bath sagte Premierminister Asquith gestern abend, alle Anstren- gunaen, die gemacht worden seien, um Schrecken wegen Deutschland und dessen Marine heraufzubeschwören, seien recht matt ausgefallen. Richt eine einzige Macht, weder Wen, Miin, Wirtel A. Welz, Seltersweg 6. 84 fchaften auf die wir stolz sind: Patriotismus, Kraft bei Miseren Taten, die Größe unserer Mission in der Welt, alles das kann nicht das Monopol irgend einer einzigen Ration sein. Es gibt viele Leute in Europa, die uns für die habsüchtigste Ration der Welt ansehen. Folglich gibt es auch in Deutschland, wie bei uns, furchtsame Menschen, die glauben, die brilpche Flotte sei bereit, einen Angriff auf die deutsche Küste zu machen. Die beiden Völker wünschen in Freundschaft zu leben, wir merken uns aber die Tatsache, daß die Ideale zweier großen Gallonen einander widersprechen und in Konflikt geraten, können, weshalb ist es für uns nötig, völlig vorbereitet zu sein, laßt uns aber mcht uns selbst zum Gegenstände des Spottes der Welt machen. Was das Budget für das kommende Jahr betrifft so kann ich nur sagen, daß es nicht leicht fein wird. Was der Schiffbau betrifft, so -führte seine Eile zu Schaden, denn jedes Schiff der Dreadnoughtklasse war besser als sein Vorgänger. Es mürbe em Verbrechen Pianos FlügeS Harmoniums Ständiges Lager von 150 bis 200 Instrumenten Vertretung von Ph. Stelnweg« JbacJi, Hcnlediuayer 4 Söhn®» Aland, Bti-mhildt a. *. w. Annahme gebrauchter Instrumente. Günstige Zahlungsbedingungen bei Raten. Höchster Bar-Rabatt. Garantie 10 Jahre. Vermietungen: 2 bis 10 Mark pro Monat Stimmungen, Reparaturen. Franko-Liefenm© August Förster in tau und Iä Privat-Lehr-Institut für Schnittzeichnen n. Kleidermachen Der Unterricht in den Vor und Nachmittags Kurien beginnt tüteber ab 5. Januar 1910. Prospekte zu Diensten. Wabere Auskunft und Anmeldungen täglich. 11 Marie Sack, akad. ausgeb. Lehrerin Holzverfteigerung. Dienstag den 11. d. M. soll im Muschenheimer Gemeindewald folgendes tzolz versteigert werden: 1. 107 Stück Kiefern-Baustämme, 35,43 FitM-, von 14 ms 32 em mittleren Durchmesser, , 2. 2 Eichen-Stämme, 0,93 Fstm., von 24 bis -jO cm mittL hr 45 $muiat jjme durch biß :utnant diel- ilton M wr 0 $hinb Sta- ;ur Lermgaog- Litern Feaer ihren ber W im des d>?r Stflint gerann «innlViW Samstag den 9. Jannar O1U MlaeM mit Mw Todes-Anzeige. Hierdurch allen Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung,. bah es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwester und Schwägerin Frau Anna Haberkorn geb. Vogel nach kurzem Leiden im Alter von 40 Jahren, in ein besseres Jensetts abzurufen. Die trauernde« Hinterbliebenen. Beuern, den 7. Januar 1910. Die Beerdigung findet Sonntag, den 9. Januar, mittag um 2 Uhr statt. Restauration Spnck (Brauereiausschank) 38 Mord-Anlage 38. | Cermen Sie Scibel't» Nähr- and Kräftigung» ■ Uikör? — Falls nicht, so machen Sie bitte einen Versuch. — Derselbe wirkt appetitanregend, ist blutbildend und sördert die Verdauung. 130 i/2 Fl. Mk. 1.50, >/i FI- Akk. 2.50. Germania-Drogerie Carl Seibel. zinermalz, empfiehlt Kopf-, Kleider-, Zahn- u. Nagel - Bürsten :: Frisier kämme :: Stanbkämme : Toilette - Seifen :: Parfü . -- v merien in grosser Auswahl, ______________ R U h 1- ___________________ 103 Seltersw. 43, Lebe d. Goethestr. König!. Oberförfterei Rotzberg. Husten s Heiserkeit sind Menthol Gukn ineter abzugeben, müssen die ausdrückliche Erklärung des otetcr.’ lhvtnck Bonbons, Marke,Farrt, enthalten, das; ihm die Verkaufsbedingungen bekannt ,md und er bie heften. P. 30 Pfg. Verkautsst.: thnen ohne Vorbehalt unterwirft und werden uemIonen, mit Pelikan Apotheke, Kreuzplav 2. ber Aufschrift Brennholz versehen, bts zur Eronnun.g am 18. Januar "»-----—--rjin 1-2 Uhr mittags, erbeten an die Kgl. Oberwnteret Roßberg, Post AnZUff 6 nach tviaSS 3rCli,$licC1^eüotc müssen auf mindestens 25 Ratlinmeter lauten und liefert aittnbend kulantes crstkl. die Angckbe enthalten, ob das Holz bei Ilschhausen^oder tm Ober °d»° | öfi finb Schriftliche Meldungen unter 09858 an den Gieß. Anzetg. erb. Xönigl. Preuss.: Klassen-Lolterie Konkursverfahren. Das Konkursverfahren über das Vermögen deS Reisenden Nathan Buttenwiescr in Gießen wird nach erfolgter Abhaltung des Schllißtecinins u. Vornahme der Schlußverteilung hierdtirch aufgehoben. B7/, Gießen, den 29. Dezbr. 1909. Großherzogl. ?lmtsgericht. FOsäier hergestellt auö Münchener Kapu- " ndlcr&iQr DEM-, Dl* M ***r 3* verkau welcher Solange der Vorrat reicht offeriere Zames-Sasdslhshe ML mit ML 4.90, Belzkrawatteu, jetzt ML 350, 2.90,1.90, wenig angeschmutzt, jetzt Pf. 58, 48, Pf. 68, 48, jetzt ganz feine Ausführung SemdesSarcheste Rocksstter Mr. Dameu-Biber-Blnsen Mk. zus. geit. 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