m. 506 •ddietni täglich, außer Benning*. - Beilagen: »lernt al roocbentlicb GlebenerZamiUenblStter irvrunal roöct)entl.Krei$: len für >tn Kreis ©iefcen (DrenStag undFreiiag); gnwmal monntl. Land« vlrljchastUche -eltfrage» ^emipied) - Anfchlufje: für bte Äebafüen 118 Verlag u. Expedition M Hb teile Kii Tepeld)ea: «nzetger Sieben. Annahme eon Anzeigen für die Tagesnummer bis oormitiaqs 9 Uhr. Ersin Blatt 160. Jahrgang Aettag, 30. Dezember 1910 iehenerAnzei General-Anzeiger für Gberheffen Botafiottttrntr vvd Verlag -er Vrühl'lchev Uaiv.-Vuch» au- Stein-ruckerei R. Lange. Hebattion, Lrpedition und Druckerei: §chu!stratze 7. Expedttiou für vü-lngen: Bahnhofstraße 16a. - Telephon Nr. 50. ve,ng4»reiS: monatlich 75 OU vierteljährlich 'Btt. 2.20; durch Ab ho le- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.— viertel» jährt ausfchl. Beste lla. Zeilenpreis: lokal 15 ÜU ausivärts 20 Piennig. Chefredakteur: A Goetz. Perantivortlich für den potitischen Teil: August Goetz; für .Feuilleton", .Vermischtes' und ^Gerichtsfaal": R. Neurath; für .Stadt und Land": E.Heß; für den Anzeigenteil: p. Beck. Dar Wirtschastrjahr (9(0, r -.-1 r-. ni. IHe Kaliin du strie litt noch unter der Krisis des Vorjahres und unter der Unklarheit über die toeirere Ent- ttndlung dieser für Dentschlanb so wichttgen Industrie. Die Wirkung des neuen Kaligesetzes, von dem man eine Förderung spekulattver Neugründungen erwartet, muß erst ab» gewartet werden, bis auch auf oiesem Gebiet wieder eine gewisse Stetigkeit eintreten wird. Reckt Günstiges ist von der chemischen Industrie zu beruhten. Diese Industrie ist vernlöge ihrer überragenden Stellung aus dem Weltmarkt weit unabhängiger, als andere Industriezweige, wenn auch zugegeben werden muß, daß die Zollregelungen in anderen Industrieländern ihr für die Folge einige Schwierigkeiten bereiten werden. Immerhin ist aber zu hoffen, daß diese Schwierigkeiten durch Verbesserungen in der Technik wieder ausgewogen werden. Es darf aber weiter nicht vergessen werden, daß die Ungünstige Sage der Webereien und der Lederindustrie auch auf die chemische Industrie zurückwirken wird. Wie so viele andere Industriezweige, so leiden gerade die beiden vorgenannten stark unter den erhöhten Rohproduktpreisen. Bei Baumwolle z. B. ist eine Preiserhöhung um 30 Prozent gegen den Höchststand des Jahres 1909 eingetreten. Ungünsttge Ernteergebnisse, Ueberspekulation in Amerika, zunehmender Verbrauch Amerikas im ^Inland, das sind wohl die tzauptmomente, die hierbei milgewirkt haben. In der Ledersabrrkation haben die Preise für Häute eine ungeahnte Höhe erreicht, während oie Preise jür Fertigfabrikate nur mit größter Mühe aufrecht zu erhalten sind. Auch die Serdenwebereien besinden sich wegen der kleinen Ernte und dadurch verteuerter Rohprodukte in ungünstiger Lage. Besonders ungünstig ist die Lage der Zementin- dustrre. Ein Blick aus die bei Submissionen abgegebenen verschiedenartigen Offerten läßt dies leicht erkennen und oen Synditatsbestrebunaen begegnen wohl auf keinem Gebiet so große Schwierig leiten, wie gerade aus dem der Zementtnoustrie, weil die Neugründungen auch nicht im mindesten im Verhältnis zu den Absatzmöglichkeiten stehen. Es läßt sich nicht absehen, wann hier wieder auf eine anhaltende Besserung zu rechnen ist. Günstiges läßt sich aus der Maschinenindustrie berichten. Sie ist wohl im allgemeinen während des ganzen Jahres gut beschäftigt gewesen. In der Getreidebranche standen zu Anfang des Jabres umfangreiche spekulative Engagements in Amerika, wodurch ein ftarter Preisdruck ausgeübt wurde. Diese Preisrichtung wurde durch die günstigen Nachrichten über die Ernteaussichten in fast allen produzierenden Ländern weiter eingehalten. Der Preisabschlag wurde von den Konsumenten umso freudiger begrüßt, als die verteuerte Lebenshaltung an sich für die Stagnation der wirtschaftlichen Verhältnisse des Jahres 1909 mit verantwortlich gemacht werden muß. Man versprach sich von der günsttgen Weltemte eine Zunahme der Kaufkraft im allgemeinen und von diesem Gesichtspunkt aus wurde z. Ä. die gesamte wirtschaftliche Lage Rußlands günstig beurteilt. Mts starke Interesse, das man den russischen Getreidebahnen und den russischen Banken entgegenbrachte, beweist dies zur Genüge. Als SckMten- seite dieser günftiaen Ernteergebnisse muß aber hervorgehoben werden, daß sich die Mühlenfabrikate und der Getreidehandel in einer wenig günstigen Lage befinden und daß die großen Preisschwankungen im Laufe dieses Jahres manches Opfer gefordert haben. Das B^rauereigewerbe und die Tabakindustrie find d^rch die Steuergesetzgebung und durch erhöhte Rohproduktpreise in einer schweren Lage. Weitere Industriezweige, die unter erhöhten Rohproduktpreisen zu leiben haben, ohne daß sie in der Lage sind, die Preise für Fertigfabrikate entsprechend hinau'fzusetzen, sind die Gummibranche, die Oel- und Fettwaren- und die S e i f e n i n b u ft r i e. Das Interesse für die Schiffahrtsgesellschaften war ein lebhafteres. Die günsttgen Ziffern unseres Auslandshandels und der erhöhte Warenverkehr, namentlich zwischen Deutschland und Amerika und Deutschland lind Kanada infolge der getroffenen Handelsabkommen waren die Ursachen für diese Erscheinung. Das lebhaft pulsierende Leben in der heimischen Industrie und die sich immer mehr verschlingenden Welthandelsbeziehungen Deutschlands haben auf bie Banken im Jahre 1910 günstig eingewirkt. Wohl allgemein werden die Abschlüsse steigende Ergebnisse ausweisen. Es ist klar, daß bei aufsteigender Konjunktur von Seiten der Industrie steigende Ansprüche an die Banken und den Geldmarkt gestellt werden. Es kommt hinzu, daß durch die mehrfach erwähnten Preiserhöhungen ber Rohprodukte ebenfalls größere Geldmittel von Handel und Industrie benötigt werden und diese beiden Erscheinungen machen sich durch steigende Inanspruchnahme der Reichsbank und durcy ein Anziehen der Geldsätze bemerkbar. Aus der Mahnung des Reichsbankpräsidenten, diese Ansprüche soweit als irgend möglich einzuschränken und die großen spekulattven Engagements zu lösen, glaubt man den Schluß ziehen zu sollen, daß für die Folge von unserer aufstrebenden Industrie noch weitere Mittel benötigt werden. Neben diesen Erscheinungen hat auch die Beschaffung des Geldes für die großen Auslandsanlehen unteren Geldmarkt stark in Anspruch genommen und wird bies auch weiterhin tun. Aus allen diesen vielseitigen Geschäften werden unsere Danken guten Nutzen ziehen und das Jahr 1910 wird wohl allgemein als ein günstiges jür diesen wichtigen Zweig nuferer Volkswirtschaft bezeichnet werden können. , i Daß unser Wirtschaftsleben auf einer gesunden, entwickln ngSfa bi aen Basis steht, hat das Jahr 1910 gezeiat. — Die schwierige Lage einzelner Industriezweige und die Rückschläge auf dem einen oder anderen Gebiet können dieses Bild nicht wesentlich verschieben. Wenn es gelingt, unsere Volkswirtschaft vor inneren Erschütterungen, wie Ausständen, Aussperrungen usw. zu bewahren, und wenn es gelingt, ihr auch den äußeren Frieden, wie bisher, zu sichern, dann ist zu hoffen, daß die langsam und schrittweise aussteigende Siunjuiiftur auch im neuen Jahre noch anhält. (Eine Rechtfertigung des Reidfsfolonialamts. Auch wir hatten gestern Verwunderung darüber geäußert, daß das Kolonialamt die Nachricht von den Vorgängen in Ponape so spät dem deutschen Volke mitgeteilt wurde. Heute liegt eine amtliche Erttärung hierüber vor, die eine volle Rechtfertigung des Kolonialamtes bedeutet, so daß Vorwürse nicht aufrecht erl-alten werden kömien. Die „Nordb-wtsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Die Presse hat ber Annahme Ausdruck verliehen, baß die Nachricht über den Ausstand in Ponape bereits seit Längerer Zeit an amtlicher Stelle bekannt sei, aber der Oesfentlül-keit vorent- halten wurde. Demgegenüber sei festgestellt, daß die e r st e Nachricht durch das am 2 6. Dezember hier eingetroffene Telegramm bed Jtellüertretenben Gouverneurs aus Iap hierher gelangte. Am aleick^n Tage wurde den Angehörigen der Ermordeten durch bchöroluche Vermittlung Mitteilung davon gemacht und am folgenden Tage der Inhalt des Telegramms veröffentlicht. Ein aus Radaul über Sydney abgesandtes Telegramm über die gleichen Vorgänge ist erst am 27. Dezember eingetroffen. Das späte Eintreffen der Nachrichten er Hart sich daraus, daß weder in Ponape noch in Ra - baul irgendwelche telegraphische Verbindung ist. Ter einzige Ott im ganzen Schutzgebiet, der eine Kabeloei-bindung besitzt, ist Jap in den Westkarolinen, welche Insel von Ponupe über 1000 Seemeilen entfernt jft. Der Postdampfer „G er- m a n i a", welcher die regelmäßige Verbindung der Hauptplätze des Inselgebietes untereinander mit Hongkong einerseits und mit Sydney andererseits vermittelt, traf im November in Ponape ein. Bis dahin hatte es jedenfalls an irgendwelcher Möglichkeit für Ponape gefehlt, eine Verbindung mit der 9kußenwelt herzustellen. Die „Germania" lies nun, als Jie die bedrohte Lage der Europäer in Ponape erkannte, anstatt die Reife fort*» zusetzen, von Ponape nach Rabaul, dem Hauptort des Schutzgebietes, um Hilfe herbeizuholen. Darauf begab fick, wie in dem Telegramm gemeldet wird, der stellvertretende E^vuverneur mit den verfügbaren farbigen Polizttsoldaten wiederum auf direktem Wege nach Ponape und requirierte gleichzeitig den in Neu- Guinea befindlichen Kreuzer „Cormoran" zur Unterstützung. Nach dem die Pol iz ei so Idaten in Ponape gelandet waren, begab sich die „Germania" nach Jap. Nunmehr war erst die Absendung des am 26. Dezember hierher gelangten Kabels möglich In Rabaul ist das Telegramm mit dieser Nachrickü mit der „Germania" am 30. November eingetroffen. Die erste Verbindung mit einem Otte mit Kabeloerbindung stellte der am 17. Dezember von Rabaul nach Sydney abfahrende Lloyddampfer her, welcher fahrplanmäßig am 26. Dezember in Sydney ein treffen solle. Die (Eröffnung der österreichisch-ungarischen Delegationen. O sen p est, 29. Dez. Die feierliche Eröffnung der Delegattonen sand heute mittag unter dem üblichen Zere- monrell flott Der Präsident der österreichischen Delegation sagte il a.: Erfüllt von unwandelbarer Dankbarkciit blicken die 23 öl brr zu dem Kaiser als Hüter des Friedens und Beschirmer aller friedlichen Arbeit auf. . Die Monarchie kann aber, ohno ihr Ansehen und ihren Einfluß und bie Sicherheit auf das Spiel zu setzen, feine Sonderstellung ein- nehmen. ' Die Delegation wird deshalb bie in Aussicht gern acht unter Bttmchtnähme auf bie internationale Stellung der Monarchie aber auch auf die Leistungsfähigkeit der Volkswittschaft gewissenl)aft prüfen und erwartet, daß die no-twendigen Opfer für eine einheitliche und auf den alten Grundlagen beruhende Armee gebracht werben. Durch die Beseitigung aller Hemmnisse insbesondere durch die zu erhoffenbe nationale Verständigung ber Volks stamme und durch eine ungestörte Entwickelung der Volkswirtschaft werden wir im Stande fein, die Anforderungen der sozialen Verpftichttlngen mit der intensiven Pflege der Wehrmacht, ohne Besorgnis wegen ber Höhe der Militärlasten, in Einklang zu bringen. Der Präsioentber ungarischen Delegation feierte ben Herrscher als Friebensfürsten imb errfarte, bie ungarische Delegation werbe nicht vergessen, was sie dem Ansehen bes Thrones und ber Machtstellung des Landes schulde. Den Ansprachen ber Präsidenten folgten lebhafte Hoch- unb Elfen rufe. Ofenpest, 28. Dez. Bei dem Empfang der Delegationen in der Hofburg erwiderte auf die Huldigungsansprachen der Präsidenten der Delegationen Erzherzog Franz Ferdinand namens deS staiserS und Königs: Die ©efüble treuer Anhänglichkeit an Seine Majestät, welche Sie eben zum Ausdruck brachten, werde ich nicht veriehlen, Seine, 'Dlajefläl zur Kenulms zu bringen. Indem ich Sie zum Beginn der Ihrem Wirkungskreis vorbehaltenen wichtigen Tätigkeit namen» Seiner Majestät begrübe, hebe ich zunächst allerhöchstdessen wahre Genugtuung darüber hervor, daß sich bie a nswä r ti g en Verhältnisse durchaus erfreulich gestalten. Gestützt aufl ihre Allianzen und dank der guten Beziehungen zu allen Mächten wird bie Monarchie auch künstiglstn bie bisherigen erfolgreichen Bemühungen für die Erhaltung und Befestigung des Friedens nachdrücklich sortsetzen. Das ENordemis der Kriegsverwaltung für das Heer weist gegen bas Vorjahr eine Steigerung auf, welche bie enbliche Richtigstellung der einzelnen Bubgetposten bezweckt. Die Kriegsmarine dagegen benötigt die Bewilligung größerer Mittel, um sich angesichts ber einschlägigen Vorbereitungen anderer Mächte auf ber Höhe ihrer Aufgaben zu erhalten. Diese Krebitsorderuirg wirb aber nicht nur bte Schlagfertigkeit der Kriegsmarine erhöhen, sondern auch wittschaftlichen Nutzen bringen. Nm Seiner Majestät beauftragt, Ihn«; den Ausdruck aller-' höchsten Vertrauens in Ihre bewahtte Einsicht und patriotischem Eifer kundzutun, wünsche ich Ihren Arbeiten besten Erfolg, unh heiße Sie herz-lichft willkommen." Die ö st erreicht sche Delegation begann bie Beratung bes Bu bgetprovisoriurns. Die Abgeorbneten Ubrzal, Seliger unb Lresic-Pavisic begrünbeten barauf den ablehnenben Stanbpunkt ber Tschechen, ber Sozialbemokraten unb bet Sübslaven gegen bas Bubgetproviforium. Geßrnann stellte nach meh--^ reren Vorrebnern fest, baß bie Angelegenheit 23a* sitsch für bie Mehrheit ber Delegation kein Interesse habe unb er sprach sein Befremben bar üb er aus, baß sich ein österreichischer Delegierter zwecks taktloser Reklame mit offiziellen unb nicht offiziellen Aus- länbern ,in Verbinbung gefetzt habe, um Material zu sammeln, bas er bann gegen bis Ansehen ber österreichischungarischen Monarchie üertoenbet habe. (Lebhafter Widerspruch bei ben Tschechen.) Der Abgeorbnete Mayr stellte fest, ,baß nicht Forgach, sonbern ein untergeorbnetes Kanz- leiorgan mit Vasitsch verkehrt habe. Es gebe feine bipsomatische Mission, bie ganz aus politische Spionage verzichten könne. Mayr wies jeden Zweifel an dem Patriotismus und ber persönlichen Ehr en Hastigkeit MasarykS zurück. Das Bubgetprovisotium würbe barauf angenommen. Die nngariscbe Delegation nahm bas Bubget- provisorium ebenfalls an. Die Delegationen werben, ihre Tätigkeit nach bem 20. Januar sortsetzen. Der Thronfolger empfing heute vormittag ben ungarischen Miuisterpräsibenlen in Aubienz. Im Verlause ber Audienz kam auch die A r m e e s r a g e zur Sprache. Der Thronsolger hob hervor, baß Ungarn, wenn es tm Rahmen bes neuen Wehtgesetzes ber Monarchie unb ber Heeresverwaltung alles bewillige, was für bi* Großmachtstellung ber Monarchie unb bie Kriegsbereitschaft des Heeres unerläßlich fei, jenes große politische Ansehen, welches es früher besaß unb ben Glanz seines politischen Presttge, bas in ben letzten Jahren etwas gelitten habe, wieder gewinne. Der Thronfolger erklärte, er sehe der politischen Zukunst oer trauend do II entgegen. Die persische Antwort. London, 29 Dez. Die persische Antwort auf die britische Note vom 17. November betretend bie im südlichen Persien herrschende Unsicherheit wendet sich zunächst gegen ine Behauptung ber brittschen Neuerung, baß die Frage der Anwesenheit der fremden Truppen in Persien ohne B.beu- tung sei und zählt sodann die verschiedenen Maßnahmen auf, bie zur Wiederherstellung ber Orb* nung getroffen worben seien. Darunter befinben sch bie Ernennung eines neuen Generalgouverneurs für Fars und bie Bildung einer starken Polizeitruppe. Auch wirb die Or- aanisatton einer tüchtigen Genbarmerie unter fremden Jn- stru ft euren vorgeschlagen. Die persische Regierung, mit ber Ausarbeitung eines Planes für zweckentsprechenbe Verwen* buna ber beabsichtigten Anleihe beschäftigt, ist überzeugt, baß dies bie britische Regierung veranlassen wirb, ber (5h> Hebung einer Surtax von 10 Proz auf bie Eingangszölle in ben sübltchen persischen Häsen zuzustimmen. London, 29. Dez. Wie das Reuter'sche Bureau aus Teheran melbtt, erwähnt der Minister des Aeußern üt dem Scheiben an ben Premierminister zur Motivierung seines Rücktritts N- a. bte bauernde Nichtbeachtunq ben Vertragsbestimmungen burch Rußland unb führt darüber Klage, bah die russische Negierung sich sottwälTrenb auf angeblicho Präzibenzfälle berufe, um ihr unrecktmäßiges Vorgehen zu recht- fertigen. — In gewissen Kreisen wird ber Rücktritt Guli-Kl)ans seinem Wunsche zu geschrieben, vor der Rückkehr des Regenten Asr-el-Mulk aus dem Kabinett auszutreten, da dieser, wie man glaubt, dem Kabinett ein wesentlich anderes Aussehen, als es das jetzige hat, zu geben wünsche. An- He^en. Der Zweiten Kammer ist folgende dringende Anfrage des Abgeordneten Dr. Fulda, betreffend die Einrichtung eines Triebwagenverkehrs zwischen Frankfurt und Langen zugegangen: „Ist Grvßh. Regierung bekannt, daß die Eisenbahnbirek- tum Frankfurt a. M. bie Einführung eines Triebwageiwerkehrs von Franffurt bis zur Station Sprendlingen-Brtchsckstag unteä Ablehnung ber Weiterleitung bes Triebwagenverkehrs nach der nächsten in unmittelbarer Nähe gelegenen Station Langen plant? Ist der Regierung bekannt, daß eine derartige Maßnahmg eine Bevorzugung der Villenkolonie .Buchschlag und eine selyo torocre Sck)ädigung der in erfreulichem Aufblülxm begriffenen Stadt Langen im Gefolge hätte unb was benft Großh. Regierung zur Abweubung dieser Idyroeren Nachteile von ber Stabt Langen und zur Glrichstellung der Stabt Langen mit der Villenkolonie Buschlag im rinzuführenden Triebwagenverkehr zu tun?" R. B. Darmstadt, 29. Dez. Der Lanbesaus- schuß ber nationalliberalen Partei im Groß- Herzogtum Hessen ist vom Vorsitzenben, Reichs- unb Lanb- tagsabg. Dr. Osann für Sonntag, 8. Januar, zu einer Sitzung ein beruf en worben. Tie Sitzung finbet vormittags 10 Uhr im Gartensaal bes stäbtischen Sa.albaues statt. Dio Tagesordnung lautet: Dio nächsten Rcichstagowahlen. Dcittidbcs Aercb. »Der Staatssekretär bes Auswärtigen von Kiderlen- Wachter ist am Donnerstag in Stuttgart vom Könige von W ü r 11 emberg in Aubienz empfangen worben. Ausland. Teplih meldet man: Der Eisenbahn inspek- F" ka hinterließ sein gesamtes Vermögen von 300 000 Kronen bem tschechischen Schulvercin mit lleber- gehung seiner Verwandten. Präsident Fall iß res empfing den Direktor der Mteiluno für Krunüralfachen im Justizministerium, ber ihm bie Alten in Gedenket der hungernden Vögel! feier luifltommcn. " Llangelhast verwahrte Schaukasten bieten Langfingern häufig leicht Gelegenheit zum Stehlen. So wurde in den letzten Nächten ein vor einem Erker in der Bahnhofstraße angebrachter Schaukasten zweimal geplündert. Eine Partie Handtücher und Handschuhe fielen dem Dieb in die Hände. ** Dupot-Stiftung fürdieZwecke derevange- tischen Gemeindepflege im Grobherzogtum Hessen. Dkan schreibt unS: Um das Andenken des um unfere hessische Landeskirche hochverdienten Pfarrers D. Joh. Guyot, weiland in Heppenheim, in einem dauernden Ehrenmale festzuhalten, haben sich die sieben hessischen Gemeinden und die sechs kirchlichen Vereinigungen, die zu ihm in besonders nahen Beziehungen standen, vereinigt zur Errichtung einer Gliyot-Stiftung, deren jährliche Zinsen zur Unterstützung evangelischer Gemeindepflezestationen, zu Stipendien für den Besuch deS GenieindepsiegeseminarS dcS hessischen Diakonie- vereinS und dergl. verwendet »verden sollen. Wer einen jährlichen Beitrag von mindestens 1 Mk. oder einen einmaligen Beitrag van mindestens 30 Mk. leistet, erwirbt damit die Mitgliedschaft der Stiftung und Stimmrecht in der Mitglieder- ücifammhmg. Näheres ist dem Werbeblatt der Guyot- Stiftung zu entnehmen, das gern an alle, die sich für diese LicbiSarbclt interessieren, abgegeben wird. HauptnicldesteUc ist die Bank für Handel und Industrie in Darmstadt. Vertrauensmann der Guyot-Stiftung für das Dekanat Gießen ^Stadtkreis) ist Privatdozent Lic. Glaue hier, Frankfurter Straße 24, der auch Beitrittserklärungen und Einzahlungen Au» Statt mit Laut. Gießen, 30. Dezember 1910. ** Tageskalender sür Freitag, 80. Dez. Stadt- heater: ,Uebcc die Kras te. Anfang 8 Uhr. * ( e* Vortrag über Mutterschutz. Am Freitag, 6. Januar, wird Fräulein Dr. AliceSalomon aus Vec- anlasjung unserer Frauenvereine einen Vortrag über „M utterschutz" halten. Dieser Vortrag rechnet aus die Teilnahme weile,ter Kreise un.erer Stadt, und zwar ebenso um dec Persönlichkeit der Vortragenden, als um des Gegenstandes willen. Frl.Dr. Salomon ist eine der hervorragendsten Vertreterinnen der Frauenbewegung, und zwar in der Richtung, daß es ihr nicht in erster Linie darum zu tun ist, den Frauen Rechte zu erkämpfen, sondern vielmehr, ihnen Luc vollen Entlastung und Betätigung der ihnen eigentümlichen Gaben, und damit zu einem reicheren Lebensinhalt ju verhexen. Wie sehr aber gerade die Frage des „Mutier- schutzeü" eben die Gemüter aLer VoUSsreunde bewegt, ist ja allgemein bekannt. Bei uns in Hessen ist sie besonders durch Die Begründung der Zentrale für Mutter- uno Säug- liligssürsorge in Fluß gebracht worden lieber dieses Thema Frl. Saionion reden zu hören, ist ein wirtlicher Genuß. ÄIS sie es vor zwei Jahren in Hannover beim Kongreß des Deutschen Vereins für Armenpsleae und Wohltätigkeit be- handelte, war das geradezu ein Ereignis. Die große Zu-! Hörerschaft, aus hervorragenden Vertretern der Wohl-! sahrlspslege aus ganz Deutschlaird zusammengesetzt, stand! unter dem Banne dieser von eoenfuotel nüchterner Sach- Zuuoe und Besonnenheit, a!S von warmheiziger Menschenliebe und höchster weiblicher Würde getragenen Aussüh- tun gen. Bachen Durand überreichte tmb ihm die Ansicht deS Degnadi- gunn^auSschuffeS mitteilte. Dem „Temps" zufolge habe Trtnn in Madrid Nachrichten (ru8 Lissabon er Halter:, welche die Lage in Portugal als ziemlich gespannt darstellen. Die Handwerkerzünfte erheben Forderungen, welche man unmöglich befriedigen könne. In der Armee seren zahlreiche Fälle von Disziplinlosigkeit vor- gekommen. Drei Kreuzer seien unter verschiedenen Borwänden entfernt worden. Die provisorische Regierung sei weder der Armee nock der Marine sicher. Die Bevölkerung sei sichtlich beunruhigt. „Diario de Noticias" behauptet, die Negierung in Lissabon habe eine geheime Gesellschaft entdeckt, welche ein Komplott zur Wiedereinsetzung des Exkönigs Manuel angezettett hätte, Mehrere Verschwörer seien verhaftet. In der bulgarischen Sobranje begründete Kraefs den Antrag auf Versetzung der früheren M i n i st e r in den Anklagezustand. Petross, Ehenadieff und Schischmanoff waren persönlich erschienen. Eadesf uno Haladscheff batten x\yc Fernbleiben schriftlich entschuldigt. Schischmaneff wies die einzige gegen ihn erhobene Anschuldigung bctrchdiib die Ausiicbung zurück. Petro ff widerlegte die Ansckmldigung der Verfassungs- Verletzung. Der frühere jfriegsministcr General Savoff fuditc | die Anklage wegen Mißachtung der Gesetze bei militärischen Bc-! stellunpen zu entkräften. Er wird seine Rede morgen fortsetzen D:e serbische Skupschtina nahm endgültrg den Handelsvertrag mit Oesterreich-Ungarn an. Kreis Schotten. x Herchenhain, 28. Dez. Wie Pelzkappen fallen die Schneeflocken herab, und der Fremde, Der in den letzten Tagen hier oben weilte, konnte glauben, dec Weltunter-^ gang sei nahe. An manchen Stellen Liegt derSchneebiS 11/2 Meter hoch. Telephonleitungen liegen um und der Verkehr ist gestört. Das läßt aber gerade den Winter- sportler ntcht in den vier Wänden, täglich sieht man Trupps (auch vom zarten Geschlecht) auf dem Wege zum Ernstberg und dem Hoherodskopf. Die Schibahnen finb in gutem Zustand, die Rodelbahn am Forsthcms wird fahrbar gemacht, Kreis Friedberg. x Steinfurth, 28. Dez. An der Straße nadji, Bad-Nauheim hat man in der großen, zu unserer Gemarkung gehörigen Lehmgrube, die aus mächtigen Löß- schichten besteht, schon verschiedentlich ganz interessante Funde gemacht, die auf die älteste geschichtliche Epoche oder gar auf vorgeschichtliche Zeiten Hinweisen, ähnlich wie die großen Lößgruben bei Friedberg. Auch neuerdings ist man bei Aufräumungsarbeiten in der hiesigen Grude wieder auf einen interessanten Fund gestoßen, auf ein Pferdegrab. Man sand darin eine Menge Scherben und sämtliche Knochen des Tieres außer den Schädelknochen. Dieser Umstand weist mit ziemlicher Bestimmtheit darauf hin, daß es sick) um ein Grab aus germanischer Zeit handelt. — In derselben Grube wird man voraus- sichtttch bald auf ein weiteres Grab stoßen. Alte Anzeichen weisen jetzt schon auf eine prähistorische Grabstätte hin. A Mün ft er, 2S. Dez. Im Basa ltste tn b euch dec Firma Lenz & Co. am sog. StemeS verunglückte der Arbeiter Kaspar Nachtigall auS Ober-Bessingen dadurch, daß ihm beim Sprengen der Felswand em schwerer 6tem gegen daS Bein flog und dieses zerschmetterte. Starkenburg und Nheinhessen. N. B. Darm ft ad t, 29. Dez. Generalmajor z. TL v. Eckenbrecher, der frühere hiesige Stadtkommandant und seitherige Vorsitzende des Hessischen Landesverbandes des Deutschen Luftflottenvereins, wird demnächst nach Mannheim übersiedeln und das Amt des g.schafts, uhrenden Direktors des deutschen Luftflottenvereins übernehmen. Darmstadt, 29. Dez. Ein AusbildungSkurS für Weißbinder und Dekorationsmaler findet in dcm Neubau der Landesbaugewerkschule unter Leitung des Malermeisters H. I. Nover vom 16. Januar bis 4. Februar 1911 statt. Der Unterricht erstreckt sich auf Bemalung von Wänden, Decken, Holztetten, Möbeln in den verschiedenen Techniteu, ©diifiereii von Holz und Marmor, Faß- und Freskomalerei, Pinseltechniken, Patinieren, Schrif- tcnmalen, Kalkulation und Materialienleyre. Unterrichis- .geld 10 Mk. Handwertsmeistern, die Lehrer an hessischen Handwerkerschuleu find, kann im Bedarfsfälle eine Beihilfe gewährt werden. Anmeldungen nimmt die Zentral teile für die Gewerbe bis zum 12. Januar entgegen. rm. Darmstadt, 29. Dez. Im Schnee verirrt hat sich in der Nacht auf Mittwoch ein Postkutscher, der abends 8 Uhr von Ernsthofen L Odemv. nach dem eine Stunde ent,ernten Brandau fahren wollte. Durch den starken Schneefall konnten die P,erde nicht Wetter, o daß der Kutscher den Wagen stehen ließ und die P,erde weiter führte. Das eine P,erd trat fehl, fiel den hohen Rain herunter und ertrank. Der Kutscher kam dann vom Wege ab und wurde halberfroren von zwei des Weges kommenden Lehrern mit feinem Pferde unter großen Hindernissen, da auch sie sich verirrten, und bedenklicher Liebend* gesahr nach Brandau gebracht, wo sie alle halb tot durch Kälte und Strapazen gegen 2 Uhr nachts anlongten. m. Ofsenbach a. M., 29. Dez. Zum letzten Mal im alten Jahre und aleichzeitig zum letzten Mal unter der bisherigen bürgerlichen Mehrheü hatten sich heute abenb nufere Stadtväter versammelt. Unter den Piüteilungcn verdieiU eine Eitigabe dcS Verems für Kunstpflcge Erwähnung, die eine Verschönerung des Straßenbildes erstrebt. Tie Eingabe soll bei der Revifwn der Bauordnung berücksichtigt werden. Tie Ucberweisung von Ruhegeld städtischer Arbeiter ober Witwengeld ihrer Hinterbliebenen für Krankenhauspflege wurde dahin geregelt, daß Rupe- und Witwengelder dann nickü zur Deckung von Krankeuhauskosten übtuvirfcn werden sollen, wenn die Empfäilger mit Angehörigen zusammen einen Haushalt führen. Die Erbauung des neuen Ävhdbauied ür das Krankenhaus bildete den Gegenstand einer längeren Beratung. Schließlich wurden die erjordcrlicheu Mittel bewilligt Kreis Bübingen. = Nidda, 28. Dez. Tie langersehnten, hach, willkommenen Wintergälle, Frost und Schnee, die nun endlich siegreich eingekehrt find, haben unter dem sports- freundlichen Volk eine wahre Begeisterung entfacht. Im 91 u waren gestern olle Rodelschlitten mobil und heute tummelt sich daS Jungvolk auch zum Teil schon auf der Eisbahn. In der Tat verfügt Nidda aber auch nicht nur über eine ideale Eisfläche, sondern auch über eine ganz herrliche Rodelbahn, die von dem hiesigen Eisverein in mustergültiger Weise vorbereitet worden ist. Sie befindet sich in der Nähe deS KnrlShofS, 8—10 Minuten von der Stadt entfernt, ist 400 Nieter lang und dielet eine einzigartige Gelegenheit, sich deS NodelfporteS zu erfreuen. Zweifellos ist in weiter Umgebung eine gleiche oder auch nur ähnliche Schlittenbahn nicht zu finden, und e« lohnt sich wahrlich selbst einer kleinen Bahnfahrt, um sich dem prächtigen 9laturgenuß auf ein paar Stündchen hinzugebm. Rodelschlitten sind leihiveise zu erholten. Der EiSverein — Wettergunst vorausgesetzt — wird demnächst auch em Ei «fest für Schulkinder abhalten, falls ihm die nötige Unterstützung der Einwohnerschaft in hin» reichendem Mage zuteil werden wird, was wohl nicht zu bezweifeln ist. KreiS Alsfeld. X Kirtorf, 29. Dez. Unsere Wasserleitung ist vvsi- enbet und wurde in Betrieb gesetzt. Auch die Zuleitung nach Lehrbach ist beendet und die dortigen Hausanschlüsse sind in Arbeit. Das Quellgebiet unseres WasseriverkS liegt in der Gemarkung Ohmes. Nach Fertigstellung der QuelljasiungSarbeilen liefern die Quellen täglich rund 500 Kubikmeter Waisen Dur ausführends Behörde war die Kulturinspektiou Gietzeu, KreiS Lauterbach. s. Lauterbach, 29. Dez. Die Aachener und Münchener Feuerversicherungs-Gesellfchaft und die Bezirks,pai> kaffe Lauterbach haben dem Landwirtschaftl. Bezirksverein des Kreises Lauterbach aucy für dieses Jahr Beiträge bewilligt. Von ersterer wurden dem Verein <9 Mk. und von letzterer 200 ML. zu Vereinszwecken über* wiesen. — 9älchdem erst in diesem Frühjahr eine Scharlachepidemie unter den hiesigen Kindern herrschte und zahlreiche Op,er forderte, sind auch letzt wieder oerschie- oene Kinder von dieser Krankhett befallen. Da mtt dem Eintritt des Winters kein allzu frühes Erlöschen Lu erioartett ist, ist die Besorgnis unter den Etteru Heuitt üttwer sehr groß. *Krast wagenverkehr. Im heutigen KreiSblatt finden unsere Le/er eine Bekanntmachung über die Berkehrsvorschrsiten für Krastwhrzeuge, worauf wir Interessenten Hinweisen. 4 Lich, 28. Dez. Mit dem Schnee und dem Frost, der über Nacht kam, hat auch der Wintersport gleich eingesetzt. Aus der Hardt, von wo aus eine prächtige Schlittenbahn hinunter nach der Jhringschen Brauerei fuhrt, wurde heute sck)on fleißig gerodelt; jung und alt huldigte mit großem Vergnügen dem gesunden Sport bis in Die späten Abendstunden hinein. Ncben dem alten Handschlitten sind seit vergangenem Winter auch die „offizielleren^ Tau- nusrodel und bad Davofer-Modell, vereinzelt sogar der große Bobsleigh, vertreten. — Auch vereinzelte Schlläuser versuchten heute auf der Hardt ihre Kunst. X Londorf, 28. Dez. Am 1. WeihnachtSseierwge fand in der diesigen Kirche unter sehr starker Beteiligung sowie unter Mitwirkung des diesigen Kirchenchors die B e s u, e r u n g s f e i e r ,ür die Schüler bet oberen Klassen von Lonbors und Kesselbach statt, am 2. Weihnachtsjeiertage eine solche für bie Schüler bei Unterklassen, sowie bie Kleinlinberschulc von Lonbors und Kessel- bach. Die beiden Schweitem haben sich.an diesen Veranstaltungen ganz besonders verdient gemacht. Deitficbe Kolonien entgegennimmt, über bie in der Presse von Zeit zu Zeit OK an K . öffentliche Rechenschaft gegeben werben wird. Möchte bad /tu hpr h p II Hrft rh u!, id,öue LiebeSwerk vielen offenen Herzen und Hänben begegnen ! tau ausgebrochenen Krisis wirb von unterrichteter Sette kam pf-Kon kurr en z. Im Kolos,eum würben mitnrteili bnfi hm ISprrm Q p r n f rh unh c* h t k gestern bie Kamp e ortge etzt. Zuerst gab es ein hochinteressantes vatz, ven.Verrm Jerosch sei- Treffen zwischen bem neu eingetrosfenen Bilkan, England, unb iiCtt JdkJ!.1 ar1 e*?m8 0 e k ü n b i g t würbe, weil bas bent Bayern Hitzler. Der Englänber zeigte sich als ein äußerst Unterbleiben der kunbiQimg vor Ablau, der vereinbarten tüchtiger Ringer unb griff seinen Gegner unausgesetzt an. Im Probejahre eine langfristige Binbuna zur Folge gehabt Verlaufe bes äußerst hitzig geführten Kampfes gerieten beibe hätte, bie angesichts Der noch im Werden begriffenen Ver- Gegner einige Male in Gefahr, konnten sich jedoch immer wieder hältiiisse ttwpportun erschien. Jrn übrigen handelt es sich infolge ihrer Geschicklichkeit retten, bis es Hitzler bann nach um flclinfje Mißhelligkerten inbezug aus die Schulordnung Minuten gelang, seinen Gegner zu besiegen. Reich an intet- die derzett einer Revision unterzogen wird und es ist Quanten Momenten war auch der zweite Kamps Del ie-Rheinland mtt Beüimmtdett äu hohen dast die Reoiiion tu pfnrni gegen Bll l-Mexiko. Zwar erwies sich ber Rhemlanber als em iür T^e l^slnebiaenden Ergebnis küt^ 6 eincm QuW beachtenswerter Gegner unb verteibigte sich sehr gut; er ;ur aue ^eue oeineDigcnDen Ergebnis führe. | konnte es aber nicht verhindern, baß ber Indianer nach 12 Min. siegte. Das Hauptinteresse erregte dann der Entscheibungskamps Eggelbera gegen Christensen. Letzterer ist bebeutenb leichter als ber mnnlänber, ersetzt biefen Mangel aber burch eine fabelhafte Technik. Er wußte sich allen Angriffen Eggelbergs zu entziehen, so baß sich ber Kamps sehr in bie Länge zog. Nach mühevollem Kamp,e gelang es Eggelberg, burch Schleudcrgrif zu siegen. Insgesamt hatte ber Kämpf' 47 Minuten in Anspruch genommen. Großes Interesse dürste bie Teilnahme Heinrich Eberles, bes bcmtschen Meisterringers, an ber Konkurrenz erregen, ber heute hier eintrif'ft. — ES sei noch hinrugesügt, baß bas 93aii6t6- programm biesmal besonbers hübsche Leiftungen ausweist. Namentlich bie vorgesührte Dressur von Hunben unb Tauben war reizvoll. Das babei beteiligte junge Paar zeigte sich später noch in gefälligen unb anmutigen schwebijchen Bauerntänzen. Die gymnastischen Leistungen von Jahn, seines Vaters unb seines Sohnes, waren von ungewöhnlicher Art. Wie ber flinke Junge aus hoher Leiter, bie sein Vater mit ben Fußen trug, seine Kopfstellung minutenlang auöhielt, toar beshalb so sehenswert, weil bas alles mit ber größten Leichtigkeit von statten ging. Steuerhinterziehung. Nach der soeben erschienenen Uebersicht der hessischen Zentralstelle für die LandeSstatistik wurden ttn Rechnungsjahr IUOj 73ö Strasvei> fahren weg cm Steuerhinterziehung eingeleitet und zwar gegen 526 Einkommen- und 213 Vermögenssteuerpslichtige. Dazu kamen noch 86 (61 und 25) Fälle, die aus früheren Jahren übernommen waren. Bis zur Jahreswende waren rechtskräftig erledigt 753 (529 uno 224) Fälle, darunter nut 28 (13 und 15) zugunsten der Betroffenen durch Einstellung ded Verfahrens. In 725 Fällen erfolgte aifo Bestrafung wegen Sleuerhinterzlehung und zwar ausfchließ- lich tnjotpe Strafbescheides durch das Finanzamt. Tie Gerichte be,chästigten nur solche Fälle, in denen gegen den Strafbescheid Einspruch erhoben wurde. Ties geschah nur in 18 Fällen, wobei in 9 Fällen auf zusammen 11 910 Mk. Strafen wegen hinterzogei.er Einkommensteuer und in neun Fällen auf 111 M5 Strafen bett. Vermögenssteuer erkannt j q- 4 y f k w ., u - ; f wurde, und zwar fast nur auf Ordnungsstrafen, nicht eiaent- K L 2 1 $ u , ^er Anzahl von Fuhrleuten liche Hinterziehungsstrasen. Der Gesamtbetrag dec ersann- Oedachte zu Weihnachten der hiesige Tierschutzverem, indem ten Orbnungsstra,eu ist bei der Einkommen teuer 206'1 Mk !? ihnen für gute Pflege und humane Behandlung der bei der Vermögenssteuer 2225 Mk., der Gesamtbetrag der en anvertrautcn Pferde je 5 Mk. als Anerkennung be- ,HinterziehungSstra,en bei ber Einkommensteuer 05141 Mk ^lligte. Etnem der Belelligten wurde ein Anerkenuungs- !bei der Vermögenssteuer 11555 Mk. Diese Strafen batten Drplom für: feine 2ojal)ugcn treuen Dienste Anerkannt. Auch Die weitere Wirkung, daß den Betreffenden Nachlräae fest- Feld schütz en wurde eine Geldprämie zuteil, die zur gesetzt wurden an Staatssteuern 16367 und 1607 SKF / an öorberuna be3 Vogelschutzes dem Raubzeug und den wil- Gemeindesteuern 17 573 und 602 Mk. . dernden Katzen zu Leibe mngen. Die prämiierten Fuhrleute ** KolkSiüblunaSerapbnlssp mA* hr Hln.b: Joh. Barth bei Btckenstocc & Schneider, Gg. Müller zählung hat der Kteis Erbach jetzt eine Seel en zahl von bei AbermannL Kling, Jakob 4 8 4 1 6 gegen 47 707 im Jahre 1905. ’ Zimmermann bet K. Sievers, H. Krauskops in der Union- Der Kreis Groß-Gerau zählte 1864 33 938, 1875 35 697 Brauerei, Ant. Wcippert bei Karl Huhn, Jost Bergener 1885 39 805, 1895 44 331, 1900 60 798, 1906 66 072, 1910 bei Bauunlernehmer Becker, K. Möbus bei Bauunterneh- 62 928 Einwohner, davon mämüich 32 083, weiblich 30 845. wer Seipp. Peter Trechsler bei H. W. Rinn, K. Müller ** Der Hessische Fechtverein Waisenschutz bei I. Balth. Noll, Joh. Laub bei Scheppelmann, Ballh. ?weigverein Gießen hält, wie er uns schreibt, am Sier bei I., Kann Söhne (Diplom). Januar abends int Hotel Einhorn seine Weihnachts- ** Maul- unb Klauenseuche. Neue Ausbrüche feier ab. Dank der Unterstützung einer Anzahl Bürger der Seuche finb pemelbct aus Giggenhausen, Regierungsbezirk hiefiger Stadt, die ein Herz und eine offene Hand für A^baycrn; Meinheim, Negierungsbezirk Mittelfranken unb einen guten Zweck haben, ist es bem Verein möglich, dieses Aschaffenburg (Viehmactt), Mal 21 Halbwaise Mnber zu beschenken und zwar mit Landkreis Gießen. Kleidern, Unterzeug und gutem Schuhwerk. Tie Tätig-! Watzenborn-Steinberg, 30. Dez. Wie in keit des Vereins verdient volle Anerkennung, denn die früheren Jahren, so sind uns auch wieder in diesem Jahre ytot gerade der Halbwaisen ist großer als man allgemein zum Weihnachtsseste reicheGaben für arme Becamanns- vewahr wird. Der noch vorhanDene Elternteil muß dem familien unserer Gemeinde von Herrn C. W. B. Fernie Verdienst nachgehen, die Kinder sind sich völlig selbst über-!durch Herrn Aug. Pascoe-Dutenhofen überwiesen worden lassen. In den weitaus meisten Fällen reicht der Ver- Viel Not wurde damit gelindert. dieiist aber gerade aus um bei den jetzigen teueren Verhalt» ^Lich,29.Dez. Der V o g e l s b er g er H ö h en klu b nifsen nur das äußerst Notdürftigste — Nahrung und Woh» veranstaltete gestern abend in Steins Saalbau einen Fa- nuiig — und dieses noch recht unzureichend zu bestreiten, m iliena b end, in dessen Mitteipnnll eine Chnstbaum- £>ier flmit bann der Verein ein. Freunde des Vereins Verlosung stand. Ansprachen, humoristische und musika- und der wohltätigen Nächstenliebe [inD zu Der Weihnachts- lische Vorträge und vor allem ein flottes Tänzchen hielten die Teilnehmer bis in die frühen Morgenstunden beisammen. Die gestrige unb auch bie kürzlich an Großherzogs Geburts- tag veranstaltele erste Feier zeigten, daß der hiesige Zweigverein des V. H. C., der beinahe ganz eingegangen war, sich wieder neu belebt hat. Auch die Hauptaufgabe eines Touristenvereins, touristisch tätig zu sein, soll in Zukunft mehr beachtet werden. Fürs nächste Jahr wird bereits ein Wanderprogramm, wonach nach dem Bei» spiel anderer Tonristenvereine monatlich Wanderungen aus- gesührt werden sollen, ausgestellt. Irpuermreten Haus zum Qlllcinbetoobnen pro 1. Avril 1911, 10 Wohn- räume, 3 Berauben, Babezinun- Lüche hl Bubebdr und Garten au Devmiet Marburger ©trabe 11 Zu erfraa. BerlagSbuchhandler Roih, Wiarbuiner ©trabe 20. I*1” 6150J Eine schöne Ö-aunmerwoUn. mit tiangla, 2. Stock, Henfeistr. 8 per 1. April zu vermieten. Stah. ftarl Hadn, Köberftr. 17. Ost-Anlage 30 Parterre-Wobnuna, 6 Zimmer m. Zubeh., aus L Ott. z. Perm. \ 5 Zimmer | 70UI Schöne 5-Ztuini.-Wohnung, L Siock, nebst Zubehör, (Gasj, Gartenanlett rc. per 1 Avrtl au oermictciL Ludwigftraße 35. ftXKi Blcichstraße 11. Schöne Wohnung, tuns Ztmmer mit Zubehör p. 1. April au uernüeien. 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Armeekorps durch Mannschaften des Pionierbataillons 21 in Mainz tedesmal bei eintretendem Hochwasser gestellt und bedient werden soll. Hierfür bewilligte die Versammlung 5000 Mk. Außerhalb der Tagesordnung wurde beschlossen, den versuch zu machen, daß französisches Vieh unter der Bedingung, daß es in geschlossenen Wagen vom Bahnhof nach dem Schlachthos transportiert wird, eingeführt werden darf. Wöchentlich sollen 75 Ochsen und 200 Schweine zmzelasscn werden. Da infolge der am Frankfurter Vieh- und Schlachthvf ausgebrochenen Maul- und Klauenseuche die Schlachttiere nicht auSgeführt werden dürfen und dort geschlachtet werden müssen, wurde beschlossen, daß die diesigen Metzger während der Dauer der Seuche von der Entrichtung der Gebühren für die Nachbeschau am hiesigen Schlacht- Hos befreit werden. Offenbach, 29. Dez. Der Vorsitzende der Handelskammer Offenbach, Geh. Kommerzienrat Fritz Stroh, tritt am 31. Dezember von seinem Amte zurück. Aus diesem Anlaß ist dem Scheidenden gestern von der Handelskammer und des „Sozialen Ausschusies der verbün- beten Vereine kaufmännischer und technischer Angestellter Offenbachs" eine Ehrung bereitet worden. — Aus Dresden kommt die Nachricht, daß dort am 2. WeihnachtS- feiertage der langjährige verantwortliche Redakteur des lokalen Teils der „Offenbacher Zeitung", Herr Georg Radis ch, durch einen Gehirnschlag dahingerafst wurde -o. Main,, 29. Dez. Biel besprochen wird hier ein L e g a t von 50U00 Mk., das die kürzlich verstorbene Witwe Heim der Stadt Mainz vermacht hat. Die Frau hat hier ein öffentliches Haus befefien unb betrieben und dabei ein sehr großes vermögen erworben. Die 50 000 Mk. sind für Derfd}ämte Arme der Stadt bestimmt, die Zinsen davon sollen vom jeweiligen Oberbürgermeister verteilt werden. Kreis Wetzlar. v. Wehlar, 29. Dez. In Aenderung seiner bisherigen DeNungnahme erklärte sich der Kreistag damit ein* Varstauden, daß an Stelle einer Buhnsührung Wetzlar— Aßlar — Bechlingen — Oberlemp — Groß-Altenstädten — MuderSbach, um ein Einverständnis mit dem Kreis Biedenkopf zu erzielen, die B a h n l in i e W e tz l a r — 9öaunheim— Waldgirmes — Grube Morgenstern — Königsberg — Hohensolms — MuderSbach — Bischoffen (Herboni —Gladenbach) befürwortet wird. Gleichzeitig wurde einstimmig beschlossen, die von dem Kreistagsabgeordneten Kaiser vorgelesene diesbezügliche Eingabe der Handelst'lrm- mer Wetzlar und Dillenburg an den Minister zu der [einigen zu machen. — Atzbacb, 29. Dez. Der Umbau der Schule machte seither dank der günstigen Witterung gute Fort* schritte. Mit Vollendung der Schule kommt auch die alte ^Amtsglocke wieder zu Ehren, es wurde für sie rin Turm ausgebaut. Hessen-Nassau. Marburg, 29. Dez. Heute fand die mit großer Spannung erwartete Stadtverordneten - S t ich w a h l zwischen dem von sämtlichen bürgerlichen Vereinigungen ausgestellten Töpfermeister Kurt Eckhardt und dem Kandidaten des Beamtenoereins, Postsekretär Frese, statt. Es handelte sich gewissermaßen um eine Kraftprobe und so sand sich auch die bis letzt bei solchen Gelegenheiten unerreichte Zahl von 1004 Wählern ein. Es entfielen auf Eckhardt 573 und auf Frese ‘,431 Stimmen. Ersterer ist somit gewählt.________________________ | Möbl. Zimmer | 70001 Gut möbl. Zimmer au vermieten______Selteroweg 87 II. Wil möbl. ZinMl z» oerm. 010517] Zwei schön möbL Zimmer 1 kl. möbl. Zimmer zu vermieten. Bahnhofstraße tt0 3. St. 010588] Sch. möbl. Zimmer pretsw zu vermiet. Hammstraße 131. 010527) Gut möbl, größ^ ruhiges Zimmer mit Kabinett zu öep mieten. Frankfurter Str. 112. St. 010543) Freundlich möbl. Zimmer zu verm. Dammstraße 25 l. 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Dcniiiubrcs. * M ehrere Gasvergiftungen- denen seither fünf Menschen zum Opfer fielen, ereigneten sich in Erfurt. Im städt. Psleghause am Lindenweg sind vier Frauen an Gasvergiftung gestorben, zwei lebensgefährlich erkrankt. Im Hause selbst befindet sich keine Gasleitung; man stellte fest, datz das Gas von einem unter der Erde geplatzten Gasrohr in die Wohnung gedrungen ist. Das Rohr liegt 67< Meter von den Häusern entfernt. D as Gas konnte durch den gefrorenen Erdboden nicht an die Oberfläche kommen und suchte sich dann feinen Weg durch das kiesreiche Erdreich. In dem neben dem Pflegehaus gelegenen Gebäude ist der Gärtnergehilfe ebenfalls an Gasvergiftun g gestorben. Eine andere Person ist schwor erkrankt. , . . * vom Schu tzmann getötet! Ueber den Hergang einer nächtlichen Ru estörung, bei der in Breslau ein junger Arbeiter durch den Säbelhieb eines Polizeibeamtcn so schwer verletzt wurde, daß er starb, wird uns mitgetcilt: Eine Sckiar zum Teil angetrunkener junger Leute verübte in der Rosen straße durch Singen und <5dyreien einen derartigen Unfug, daß der Sclmtzmann sie zur Ruhe aufforderte. Do wiederholte Aufforderungen ohne jeden Erfolg blieben der Beamte im Gkge'v- tcil noch verhöhnt wurde, wollte er einen der Schreier festnehme-.l und seine Personalien feststellen. Der Mann verweigerte jede Auskunft und sollte deshalb zur Wackle gebracht weroen. Der ganze Trupp folgte nach unb bedrängte den Schutzmaim, um dem Festgenommenen die Fluctst zu ermöglichen, derart, daß der Beamte den Säbel zog. vor der Waäie versuclste der Festgenommene sich loszureißen; und einer von den Begleitern versetzte dem Beamten von ü/nten einen Sckstag ins Genick. Der Schutzmann schlug mit dem Säbel nach dem Angreifer, traf ihn am Halse und verletzte die Schlagader. Der schwergetroffene junge Mann wurde zunächst auf die Polizeiwache und nach Anlegung eines Rotverbandes von dort in das Allerheiligen Hospital geschafft, wv er kurz nach der Einlieferung an Verblutung gestorben ist. Kleine Tageschronik. Fast Dreiviertel Millionen WertznwachS- Umsatz unb Gr und st Ücks st euer hat dte Stadt S ch ö n e b e r g an die sogenannten Millionettbauern zurück- zuvezahlen, die im Prozeß gegen die Stadt bei dem Oberverwaltungsgericht ein obsregettdes Erkenntnis er stritten l)atten. In Köln hat sich ein älteres Ehepaar dessen Personalien bis letzt unbekannt sind, mit Stricken aneinander gebunden und m den bcchgehenden Rhein gestürzt. Der Grubenacbeitersireik in Lüttich nimmt zu. 2500 Ausständige haben die Regierung um SSecmiueLung angegangen. Die durch den vorgestrigen^ S ch n ee stu rm in der Pfalz hervorgerusenen Störungen ün Telephon- unb Telegraphen verkehr hacken zum größten Teil noch an. Die Telegramme kommen daher mit großen Verspätungen an unb die Telephonverbindungen können nur auf Umweaen hergestellt werden. Im Eisenbahnverkehr Haven die Verspätungen etwas nachgelassen. Aus Der St recte Neustadt-Schifferstadt sind sämtliche Le.egraphenstangen umgeworfen warben. Im Kreise Peterhof sind, wie auS Petersburg gern et- bet wird, nach dem Abendmahl in der lutherischen n Marvnrs,- 29. Dez. ytt der ^enflgnt Mtznng deka n d w i r t sch a f t l i ch en KretSveretnS Marburg^, dte ehr stark besucht war, fand ein Antrag, 200 Mk. für dte Beteiligung am Trachtenfest in Kassel zu bewilligen, Ablehnung, nachdem ein Gutsbesitzer sich dagegen ausgesprochen hatte. Da eine Beteiligung bereits zugesagt tst sollen die erkorderltchcn Mittel aus andere Weise beschafft werden. 0 Frankenberg, 29. Dez. Der KreiS Franken- berg zählt 2 5 597 Einwohner gegen 24823 tn 1905. Dorskirche 32 Personen erkrankk. Der MrchenäTkeste gvU statt Wein eine Mischung von Schwefelsäure una chromsaurem Ka l i in den Kelch. In der Nähe de§ BahntelegrapyenamteS in Messin« brach Feuer aus und zerstörte mehrere Baracken^, darunter einige Eisenbahnlager und das Bahnpostamt. Der Brand griff rasch um sich. Die telegraphischen und diß telephonischen Verbindungen find unterbrochen Der Schaden ist beträchtlich. Verletzt ist niemand. Eine zweiköpfige Apachenbande hatte letzte Nacbl einen hartnäckigen Kampf, wobei zahlreiche Revolverschüsse fielen. Die meisten Mitglieder wurden festgenommen, unter ihnen zwei Mädchen von 17 Jahren. Bewaffnete Banditen plünderten daS Postamt eines Ortes in der italienischen Landschaft Sass ar i. Zwischen den Räubern und den Carabinieris entspann sich ein Feuergefecht, in dessen Verlauf ein Bandit erschossen wurde. Die andern sind entkommen. Im Bahnhof von C h o l e t stieß ein von AngerS kommender Personenzug mit einer rangierenden Lokomotive zusammen. Fünf Zuabe dien stete und fünf Reifende, durchweg Soldaten, wurden verwundet^ darunter mehrere schwer. Einem Lehrling, der auf der ReichSbank amerikanisches Geltz in deutsches umwechselte unb 5000 Mk. in Banknoten er hielt, mur^e von einem jungen Manne, bet sich ihm unauffällig genähert halte, angefallen unb beraubt Der Dieb entfloh und tonnte bishre noch nicht ermittelt werden. Während eines Unwetters stürzten aus der kanarischen Insel Gomera mehrere Häuser ein. 22 Be« wohn er, meist Kinder, wurden erschlagen. In Compiegne brach in der Kaserne deS 54. Infanterie-Regiments Feuer aus, welches insbesondere die Uniformen- und Waffenmagazine einäfcherte. Rach einer weiteren Meldung wurden 12 000 Gewehre vernichtet. Der Schaden wird auf V, Million geschätzt. Lufljchissahrl. Cuxhaven, 28. Dez. Der Fischereidampfer „Senator Murnnlsien" fischte am 19. Dezember bei 58 Grad 39 Minuten nörblid)er Breite und 10 Grad 45 Minuten östlicher Lang! einen grauen Ueberzieher auf. In den Taschen befanden sich neben anberen Deinen Gegenständen zwei weiße Taschentücher gezeichnet O. L. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die Gegend stände Leuwant Otw Lange, dem Führer des verunglückten DaUouL „Saar", gehörten. 1 Paris, 28. Dez. In Issh-leS-Moulineaur landete freut* nachmittag wohlbehalten der englische Lenkballon „EUy of Cardiff", der vor einigen Wva-en den Kanal Uber flogen bat, jedoch infolge wiederholter Havarien den Flug nach Issy-les-MoulineauL erst in langen Unterbrechungen und in mehreren Etappen zurücklegen konnte. Zimmer mit separatem Eingang, pait atS Lesezimmer zu mieten gesucht. Schriftl. Angebote unter 010530 an den Gießener Anzeiger erb. (Offtiic Strllcii Reise- Beamten für die ganze Provinz Cberteffen acht alte, gut eingesührte LebenS-, Unfall., Haftvfltcht.Verf.'Akt.' Gel. per sofort gegen bobeS Gehalt. Retsespesen unb Pvoo. 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Oberbayern. 2. Meinheim, Bezirksamt Gunzenhausen, Reg.-Bez. Mfttelfrankcn. 3. Aschaffenburg (Vie^- markt). Bezirksamt Aschaffenburg, Reg-Dez. UnterfranfoL Die Ortspolizeibehördcu haben Borstehendos ortsüblich btlflfittt zu machen. ß i e 6 e n, ben 30. Dqemter 1910. '. Großherzogliches Kreisamt Gießen I.V.: Weicker. ' Flaschen Anfang 4'/, Uhr. (70491 Eintritt 50 Pfg. Mm* JamalcaM Arrak, Kognak | garantiert rein und abgelagert, ' nuuflf au9uaß £ empfiehlt preiswert (6282 ff* Li* Carl ^chw'ab, TUnSCH-tSSCßZen Wiederoerkäufer. Iss17/» II«| I ■ n ■ «L« Mz-ÜMie A. Schäfer, Marktstr. 5. Feinschmecker finden Ls kl«», ken 2t. Dezember 1910. v-/, Ia&fiSt Central • Drogerie Emil Karn, Schulstr. 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Vorsitzende unsere« Verein«, Herr Justus Volte nach kurzem, schwerem Krankenlager sanft ent- schlafen ist. Mil ihm ist nn glühender Verehrer deS deutschen Liede«, ein eifriger Förderer de« Männergesanges dahin gegangen. Unser Verein verliert in dem Entschlafenen ein treue« Mitglied und den langjährigen, ztelbewußtcn, wohl bewährten Führer, der in der rechten Auffassung der VereinSpfltchten jedem Milgltede ein leuchtendes Vorbild war. Sem Lod bedeutet für un« einen unersetzlichen Verlust. Wir werden ihm stet« ein treue« Andenken bewahren. Männergesangverein Germania Espich, 2. Vorsitzender. Frischt FrailksllrtkrWürslchtll Ftinßk Ltbcr- nni Mettwurst Fstt. Salami o.Zcrutlatwiirst bart und weich, in Rind»- u. Fettdarm, empfiehlt sehr pretswert 6eor8 Wallenfels, Marktvlav 21 Telephon 46 gegenüber d. Engelaootheke.6W1 Mitglied deS Rabattsparvereins. . . Mk. . . Mk. . . ML . . Mk. 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Gtefien, den 24. Dezember 1910. ▼"/ 21*57" AuSfeld. Pfarrer BechtolSheimer. Stadtverordn. Helm.' I - Reallehrer Jann. LandaenchtSrat Neuenhagen. Pfarrer V. Schlosser. dfarrer Schwabe. Wetnhandler August Schwan. ' t Iler Hoger per Flasche.....Mk. : bei Abnahme von Gute preiswerte Weine Sonntag den 1. Januar 19111 „ . nachm. 4 Uvr findet in der Turnhalle, Nord-Anl. Wlihnchtsbkllhttinig mit Tanz fkatt. — Die geehrten Mitglieder werden hierzu böfL eingeladen. ^»1________Der Vorstand. Plattduisken In’d Een höre van Dage, Freedac'a, abends Kohl mit Npeek _______on Pinkel. f* Todes-Anzeige. Nach langem, schwerem Leiden verschied am 29. Dezember 1910 morgens ö1/, Uhr, unsere innigstgeliebte ’ Lese! im Alter von 16 Jahren, Die tieftrauernden Hinterbliebenen: In deren Namen: Hermann Köhler, städt. Bautechniker. Die Beerdigung findet Sonntag den 1. Januar 1911, nachmittags 2ya Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 7044 Vor den Ringkämpfen das durchaus erstklassige Variete- BTnn dc.r Vorstellung 8 Uhr. Beginn der Rin® kämpfe 9/, Uhr, lm vorderen Restaurant KünHIer-Konsert. Neujahrstag. tlsngrlckiner jiöheit-Xlub L Stiftungsfest m| btr Wellersburg verbunden mit Cleeang und hamorialhclien Vorträgen, gimtio firri. freunde und wünner find willkommen. ladet du lwl Der vorüaud. Z Arrak-Verschnitt W */, Fl. von sm. 2.5# an V, Fl. von M. 1.85 en Schlittschuhe, findtllLikinM.AiiSMhlb. J. B. Häuser Neustadt 56. 7006 Tel, 660. ET- NchleliulÖMcnd "ML wirken Apotheker Laspary'S nef. aefch. Nr. 92459 15867 XW* Pee-Cee Bonbons "HI glänzende Gutachten von Kgl. Sängern. Vorzüglich bewährt b- Hutten, Heiserkeit, Satarrben ufm. Nachahmungen weise man zurück. Beutel ä 20 u. 40 Pfg in den Drogerien von: Emil Slam Ctto Schaaf, Gebr. Michel, Ang. Noll, L. Seibel u. 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