160t Jahrgang Rr. »32 Dienstag 4. Oktober 1910 Erstes Blatt & Atf d »Ä. S55^flZ*AwA**A'|f pl **• 4AjAAifMrSÄ ' ■ leI M*1711 Lz I /■ II «PU llz I iMärÄ gfsAUlVrivIlVl «lljvlUvl =2= ML General-Anzeiger für Oberheffen WM £ HofrffoitsMn» mid Verlag der vrühl'schen Univ.-Such, und Steindruckerei B. Lange. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schulstrahe 7. — - -■ ------- - — ■ ■ Var türkische Vorgehen in Mazedonien. £ London, 3. Oktober. Der Vertreter der „TimeS" in Athen drahtet, daß der außerordentliche Ernst der auswärtigen Lage von den leitenden Kreisen in Griechenland voll und ganz erkannt werde. Man wisse, daß die türkische Regierung nicht mehr über Krieg und Frieden entscheiden könne, sondern daß das ganz und gar von den unverantwortlichen jungtürki- schen Komitees abhänge, die die Armee vollständig in der Hand hätten. In jedem Augenblick könnten sie einen Ein- sall nach Griechenland beschließen. Man glaube, daß der Plan bestehe, Thessalien zu besetzen und als Pfand KU behalten, bU die kretische Frage in der von den Türken gewünschten Weise geregelt worden sei. Tie scharfen MaßregelninMonastir werden als ein Zeichen dafür angesehen, daß man einen Krieg vom Zaun brechen wolle und daß die Jungtürken wahrscheinlich einen Einfall machen dürsten, ohne vorher Befehle von Konstantinopel auch nur abKuwarten. Die Haltung Rumäniens vergrößere die rl Sorge sehr, llm die Jungtürken des letzten Vorwandes für lg einen Krieg Ku berauben, erließ der König von Griechenland n am Freitag bereits ein Dekret, durch welches die Neu- 01i mahlen für die Aurückgetretenen kretischen Abgeordneten aus den 27. November angesetzt werden. Weiter spricht der i Korrespondent die Hoffnung aus, daß die Machte noch ein- ■j mal versuchen möchten, in Konstantinopel ihren Einfluß Pg auszuüben, um wenigstens die Zurückziehung der Truppen mi erreichen, die, wenn auch nicht direkt an der Grenze, so doch bedenklich nahe daran ständen. Eine Meldung des Vertreters der „Times" in Konstanti- "r nopel besagt, daß einer der Minister bei dem gestrigen Mi- - nifterrat den Großwesir um nähere Auskunft über die Be- 3 Ziehungen Kwischeu der Türkei und Rumänien hat. Der ■ i Korrespondent sagt, daß die offiziellen Kreise erklärten, an ei, das Bestehen eines Abkommens zwischen den beiden Ländern n nicht -u glauben, wenigstens vorläufig nicht. Der Äotre* eil fpondent der „Daily Niall" in der türkischen Hauptstadt tele- graphiert endlich, er könne nunmehr erklären, daß kein |QI Vertrag bestehe, der Großwesir habe definitiv gesagt, daß ,cr er keinen solchen Vertrag unterschrieben habe, und daß ec n überhaupt den rumänischen Gesandten gar nicht gesehen )a habe, weil er sich auf Urlaub besinde. !ei Konstantinopel, 3. Okt. Nach Blättermeldungen ist ifl es an der türkisch-montenegrinischen Grenz: zu einem sechsstündigen Fenergefecht gekommen. Die Bewoh- ner des auf türkischem Gebiet gelegenen Dorfes Vetisca, die 1 an dem Kampfe teilnahmen, flüchteten nach Montenegro, nm nicht , zur Ablieferung der Waffen gezwungen zu werden. Die Pforte 5 erhob bei der montenegrinischen Regierung Einspruch. Lin^halbe Million Arbeiter aurgesperrt! 2 Hamburg, 3. Okt. In der aus heute aberrd anbercyrmten Versammlung der :al Mitglieder desDeutschenMetallarbeiterverban- JJ b e §, die von über 5000 Personen besucht war, berichtete der is. Bevollmächtigte, Otto Franz, über den Gang der Ver- Handlungen mit den Arbeitgebern. Er teilte mit, daß die Verhandlungen ergebnislos verlaufen seien. Der Vor- aj stand des Deutschen Metallarbeiterv erb an- o' des hat nunmehr beschlossen, die vom 23 er* 2 band der Industriellen angedrohte Aussper- br rung anzunehmen, sodaß die Aussperrung von 400 000—500 000 Arbeitern bevor st ehe. Die 1h Versammlung nahm den Beschluß mit lebhaftem Beifall auf Und genehmigte einstimmig die von der Verwaltung vorgeschlagenen Maßnahmen, wie Ausschreibung eines Ex- = ,'trabeitrages von einem Tagelohn für alle noch in Arbeit verbleibenden Mitglieder und Verzicht der von der Aussperrung Betroffenen auf jede Unterstützung während der 0 ersten vierzehn Tage der Aussperrung. Ferner verzichten die Angestellten und Beamten des Verbandes aus ein Monatsgehalt. H a m b u r g, 3. Okt. Die Verhandlungen zur Beilegung der Streitigkeiten in der Werstindustrie wurden heute (in den Räumen des Arbeitgeberverbandes für Hamburg-Altona fortgesetzt. Der Standpunkt der beiden Palleten, sowie die Materie selbst wurden noch einmal durch- -- gesprochen, jedoch «an dem Ergebnis der bisherigen Berit Handlungen nichts geändert. Ob eine neue Zusammen- J tun ft stattfindet, hängt von der für heute abend anbe- raumten Versammlung der Werftarbeiter ab, in der die Vertreter der Arbeiter Bericht erstatten werden.___________ Englische Wehrmachtsorgen. - £ London, 3. Oktober. Wie in einem der jetzt in den englischen Zeitungen veröfsenllichten ausführlichen Berichte “■ über die Armeemanöver zu lesen steht, soll es sehr spaßhaft gewesen fein, zu sehen, wie sich die höheren Offiziere und besonders die G e n er al e zu „drücken" pflegten, sobald sie in die Nähe eines militärisch aussehenden Herrn in Zivil kamen, der von einer der Anhöhen zu der anderen zu fahren und von dort aus die Uebungen mit großer Aufmerksamkeit und gelegentlichem Kopsschütteln zu be- obachten pflegte. Dieser Herr in Zivil war nämlich nie- vrano anderes als Lord Kitchener. London, 3. Okt. Premierminister Asquith erklärte Lord Beresford in seiner Antwort auf dessen offenen Bries, 4 die englische Regierung sei vollständig durchdrungen von der ia Notwendigkeit, die Oberherrschaft Englands zur See aufrecht zu erhalten. Sie werde nicht unterlassen, alles, was für diesen Zweck notwendig erscheine, unverzüglich vom Parlament 7i (W fordern, 3 2luslaii0. 150 000 Arbeiter aus Wien und Niederösterreich zogen am Sonntag vormittag in einem riesigen Zuge über die Ringstraße in Wien, nm gegen hie Fleiichtenernrrg -u ßiote* Heev und Flotte. Parts, 3. Okt. Tas neue Gefchwaderuntersee- boot ,Archimede", das kürzlich eine llebungsfahrt von 1056 Seemeilen, allerdings bei spiegelglatter See, erfolgreich zurückgelegt hat, soll in den nächsten Tagen eine noch größere Fahrt und zwar angeblich von Cherbourg nach Toulon oder sogar von Cherbourg nach New-Pork unternehmen. Man will feststellen, ob der .Archimede' tatsächlich imstande ist, einem Geschwader zu folgen. wieder eine Reichstagsersatzwahl. Königsberg i Pr., 3. Ott. Dec Reichstagsab-geord- nete Amtsrat Arendt, der konservative Vertreter des Wahlkreises Königsberg 2, Labiau-Wehlau, ist gestern in Spannagel bei Pölkeu gestorben. Herr Lebrecht Arendt war 1507 mit 11 575 konservativen Stimmen gewählt worden. Daneben waren 3179 sozialdemokratische und 1760 freisinnige Stimmen abgegeben worden. hessischer Anwaltstag in Giehen. Gießen, 2. Oktober. Die HauptversaUrmlung der hessischen RechtsanwÄTe nahm nach Erledigung des Jahresberrchts und Voranschlags einen mit großem Beifall aufgenommenen 23ortrag des. Rechtsanwalls Dr. Licht en-Mainz über die hessische Gebührenordnung für Rechtsanwälle entgegen. Der Vortragende erklärte, daß erhebliche Bedenken über die Rechtsgülligkeit dieser lediglich vom Großherzoge erlassenen Verordnung bestünoen, da die Materie mir im Wege der Gesetzgebung geordnet werden könne. Jnhalllich sei diese Verordnung unklar und schwer verständlich, auch für die Anwälle nachteilig. Die Rechtsanwälle Hirschhorn und Grünewald-Gießen erklärten ihre Zustimmung Ku dem Bericht und beantragten eine konforme Aeußerung der Kammer, die auch einstimmig erfolgte. Vom Vorstande wurde sodann über dessen Tätigkeit hinsichtlich der Mllwirkung an der Redaktion der hessischen Rechtsprechung" und wellerhin wurde über die Schrille berichtet, die gegen die Auswüchse des Rechtskonsu-^ lentenwesens geschehen und noch beabsichtigt seien. 2Zon den Rechtsanwälten aus Offenbach wurde lebhaste Klage über die dortigen Zustände geführt, Gericht und Ministerium müßten dem Auftreten der Rechtskonsulenten, die vielfach bedenkliche Persönlichkellen seien,, energischer entgegen^ treten. Rechtsanwall Grünewald-Gießen, unterstützt von 12 Anwälten, Halle folgende Fragen Kur Erörterung gestellt: 1. Ist der Rechtsanwall berechtigt, auf die Gebühr des § 87 der Gebührenordnung für Rechtsanwälle zu verzichten? 2. Welche Maßregeln gedenkt der Vorstand zu ergreifen, mü seine wiederhol: ausgesprochene Mißbilligung von Vereinbarungen zwischen Amts- und Landgerichtsanwällen, welche Mandatsüberweisung und Kostenteiümg betreffen, wirksam durchzusühren? 3. Wann und in welcher Weise gedenkt der Vorstand die durch eine Kommission im Jahre 1909 bewirkten Arbeiten bezüglich der Fürsorge für die Gehilfen fortzusetzen'? Die Versammlung trat, nach zustimmenden Erklärungen von Hirschhorn-Gießen und Ha ll wach s-Darmstadts sämtlichen Anträge:: bei. — Wegen der sozialen Lage der Gehilfen beantragte Grünewald -Gießen Fortsetzung der seit Jahresfrist ruhenden Kommissionsarbeiten im Sinne der Errichtung von Fachschulen, des Abschlusses von Dienst- unb Lehrverträgen und machte darauf aufmerksam, daß der Vorstand einen Beschluß der Versammlung vom Frühjahr 1909, beim Reichskanzler wegen Vorlage eines Gesetzentwurfs, betr. Fürsorge für die Hinterbliebenen der Privat- angestellten, vorstellig zu werden, noch nicht ousgeführt habe. Der Vorsitzende, Geh. Justizrat Dr. Gut fleisch, sagte Fortsetzung der Arbeiten zu und versprach, die Eingabe an den Reichskanzler, die mau vergessen habe, alsbaA nachzuholem Die erste Sitzung des chinesischen Parlaments. Peking, 3. Oll. Bei der Eröffnung des Vorparlaments erklärte der Regent, daß in dieser Versammlung die Meinung des Volkes zum Ausdrucke kommen solle. Obwohl hiernüt der erste Schritt auf dem Wege Kum Verfassungsstaat getan sei, so verkörpere sich doch in dieser Versammlung die Hoffnung auf eine große Zukunft des Landes, indem China zeige, daß es im Einklang mit dem Fortschritt der garten Well die Notwendigkeit erkannte, die ae aller Bevölkernngsllassen und das gute Einvernehmen scheu ihnen zu verbessern. Die Anträge, die beraten werden sollen, beträfen innere Angelegenheiten. Trotzdem der nur beratende und nicht gesetzgeberische Charakter der Versammlung von den Rednern der Regierung ausdrücklich betont wurde, gab ein Volksvertreter der großen Freude darüber Ausdruck, daß der Wunsch, eine konstitutionelle Regierung zu erhallen, wenigstens zum Teil erfülll worden fei. Wie aus Pittsburg gemeldet wird, ist der Bethlehem- Steel-Company der Bau zweier chinesischer Schlachtschiffe zum Preise von 15 Millionen Dollars übertragen worden. Aus Hejsen. Der Ortsvorstand zu Lamperrhiim hat an die Zweite Kammer der Stände folgendes Gesuch gerichtet: Lampertheim wird bei der nächsten Voltszählung (1. Dezember 1910) 10 000 Einwohner gewiß überschreiten und nach öfr derzeitigen Gesetzgebung gezwungen, die Städteordnung einzuführen. Wer auch nach dem Entwurf einer neuen Städteordnung wird dies nichi anders werden bei dessen in Aussicht genommener Fassung. Ter Ollsvorstand bittet es zu ermöglichen, daß unsere Gemeinde von der Einführung der Städteordnung noch lange bewahrt bleibt, denn: 1. Trotz der hohen CiiUvohnerzahl und großen räumlichen Ausdehnung hat Lampertheim noch sehr ländlichen Charakter; meist kleine landwirtschaftlicl>e Betriebe und noch mehr Arbeiterbevölkerung. 2. Die wirtschaftlichen Verhältnisse, mäßige Steuerkräfte, der größte Teil der Einwohnerschaft sind Arbefter, die in badischen Fabriken ihr Brot suchen und ausgermtzt im Aller der Gemeinde zur Last fallen. Diese und noch andere Lasten, zu denen die badischen Arbeitgeber nicht herangezogen werden können, sind die Ursachen unseres hohen Steuerkoeffizienten und bedingen äußerste Sparsamkell. 3. Eine bessere zeitgemäßere Verwaltung wird auch bei Beibehaltung der Landgemeindeordnung gewährleistet bei gleichzeitiger Reorganisation der ganzen Verwaltung mit dem Polizeiwesen. So könnte z. B. durch Aimahme eines Polizeiwachtmeisters der Bürgermeisterei viel Arbell abgenommen werden. Die Gemeinde bittet daher hohe Zwecke Kammer, die StLdbe- ordnung dahin zu ändern, daß die Grenze, bei der die Städteordnung notwendig eintreten muß, auf mindestens 15 000 Einwohner hinaufgesetzt wird; dagegen bittet sie, die Landgemeindeordnung dahin zu ändern, daß von einer gewissen Einwohnerzahl (etwa 3000 Einwohner) ab die Wahl eines besoldeten, entsprechend befähigten Berufs-Bürgermeisters durch den Gemeinderat obligatorisch gemacht wird, ohne besondere Ollssatzung^ stieren. Von her Kundgebung war die Polizei vorher ver- ftänbigt worden. Der Umzug, der fast vier Stunden dauerte, verlief ruhig und in Ordnung. Die organifierten Arbeiter versammelten sich gegen i/jlO Uhr auf dem Schwarzenbergplatz und zogen an der Hofburg und dem Parlament vorbei zum neuert Rathaus, wo die sozialdemokratischen Abgeordneten Wler, Schuhmeier und Winarsky an die Menge Ansprachen hielten, in denen gegen die agrarische Politik der Regierung protestiert, unb die Oeffnung der Grenzen für die freie Vieh -und Fleischeinfuhr gefordert wurden. Den Sozialdemokraten hatte sich ein kleines Aufgebot von Bürgerlichen, vor allem die Reichsorganisation der österreichischen Hausfrauen, von der etwa 200 Damen erschienen waren, angeschlosfen. Vor dem Rathaus sprach zu ihnen Frau Marianne Hämisch, die bekannte Vorkämpferin der österreichischen Frauenbewegung. Wie Reuter bestätigt wird, erfolgte die Entlassung des preußischen Leutnants Helm aus der Haft, nachdem zwei englische Bürger je eine Kaution von 500 Pfund Sterling gestellt haben. Aus London wird gemeldet: Die Schritte, die zur Regelung des Konflikts der Baumwollindustrie unternommen wurden, sind gescheitert, da die Arbeckgeber die Vorschläge der Arbeitnehmer ablehnten. Der König und die Königin der Belgier sind am Montag nachmittag in Wien eingetroffen und vom Kaiser, der Kaiserlichen Familie und den Spitzen der Behörden am Bahnhofe empfangen worden. Die Fürstlichkeiten fuhren in die Hofburg, wo sie von den Erzherzoginnen, ben gemeinsamen Ministern und den Ministern der beiden Reichshälften, sowie den obersten Hofchargen empfangen wurden. Abends fartb ein Familienessen statt. In Paris beschlossen mehrere tausend Maurer sich vom 3. d. M. ab entsprechend dem von ihnen geforberten Neun stunden- tag auf den Bauplätzen anstatt um 6Vs Uhr um 7 Uhr einzufinden und falls die Unternehmer sie zur Rede stellen sollten, sofort zu streiken. Der Polizeipräfekt hat umfassende Vorkehrungen getroffen, um etwaige Ausschreitungen der Ausständigen gegen Arbeckswillige zu verhindern. In Kopenhagen wurde am Montag die ordentliche Par- lamentssession eröffnet. Wie die „Agence Havas" aus Colom Bechar vom 27. September meldet, fand -wischen Eingeborenen und französischen Truppen und räuberischen marokkanischen Berbern, welche mit Mehrladern bewaffnet waren, bei Krebdel Laharada ein heftiger Kampf statt. Die Marokkaner flohen mck Hinterlassung aller Beute, zweier Täter und unter Mitnahme von drei Verwundeten. Auf französischer Seide wurden drei Mann verwundet. Die persische Regierung teilte gestern der englischen und der russffchen Gesandtschaft mck, sie habe erfahren, daß der frühere Schah die turkomanischen Stämme ju einer Revp-l lution aufzureizen suche. Deutsches Reich. Der deutschsoziale Parteitag findet vom 8. bis 11. Oktober in Kassel statt. Er wird am 9. Ollober, vormittags 11 Uhr, im Saale des „Stadtpark" durch den Abg. Liebermann von Sonnenberg eröffnet Danach folgt Berichterstattung über die Arbeit im Reichsverbande u[rt>. Besprechung der politischen Lage und der kommenden Reichstagsmahlen. — Den einleitenden Vortrag daztk hält Reichs- tagsabg. Bürgermeister Herzog. Nachmittags find öffentliche Vorträge: 1. Die staatsbürgerliche Erziehung unseres Volkes. Lehrer Kr e b e d ünkel-Kuxhaven. 2. Schutzzoll und Freihandel Professor Henkel-Göttingen. Darauf Schlußwort des Abg. Lattmann. Am Montag vormlltag sind Vorstandswahlen, Beratung vorliegender Anträge usw., abends össentliche Vorträge: 1. Die Reichsgesetzgebung und die Forderungen des selbständigen und unielbständigen Mittelstandes. Reichstagsabg. Fr. Raab. 2. Die Kriegsveteranen und die Weyrsteuer. Reichstagsabg. Bi n deck) a ld. 3. Von Bismarck bis Dernburg — Kolonialpolllische Grundsätze und Ziele. Reichstagsabg. Amtsgerichtsrat Lattmann. 4. Schlußwort: Reichstagsabg. Liebermann v. Sonnenberg. — Am Dienstag findet bei genügender De- telligung eine Weserfahrt statt. Die Kreisregierung vonMittelfranken hat, nach einer Meldung aus Nürnberg, an die Verwaltungsbehörden und Schulinspettionen eine geheime Verfügung gerichtet, worin diese aufgeforbert werden, der Verbreckung der un Berliner Vor- wälls-Verlag erscheinenden Halbnwrratsschrift „Arbeiter-Jugend" eifrig entgegenzuwirken und den Schülern den Kauf dieser Zeitschrift und den Verkehr in Vereinen, denen die Arbeiterjugend zugänglich ist, zu verbieten. Die Verfügung weift ferner die Polizei an, der öffeittlichen Aufforderung zum Abonnement auf die Arbeiterjugend entgegenzutreten. London, 3. Okt. Das Kriegsmini ster ium kündigt eine Reorganisation unt> Erweiterung dermilitärischenLuft- schiffer schul e in Farnborough Mir intensiveren Ausbildung in der Flugtechnik an; geplant ist auch die Errichtung eines besonderen Flie gerkorps. (ßerictytsfaaL J ! d Der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche ist gemeldet aus: 1. Torwiden, Kreis Heydekrug, Regierungsbezirk Gumbinnen; 2. Abbau Rosenfelde, Kreis Deutsch-Krone, Regierungsbezirk Marienwerder, bei Händlervieh; 3. Zentral-Viehhof in Berlin am 30. September 1910. n rx cm • i o -- 0“ vnmntii, uci jä^ct^lnUtCn °°C 10 U^r 00m Theater zunt Bahnhof '^j€6cncr Festsaail" (Eafs Leib, früher । *'y'o(r* v«. von igrer wcutter am te hsz L« ' , Stadttheater. Da der neue erste Held Oskar Rßmard im September ernstlich erkrankt war und noch der Erholung bedarf, so wird in den ersten Vorstellungen des ^Kaufmann von Venedig- Rudolf Goll die Rolle des .Basiamo- und Direktor Steingoetter die Rolle des f.Pnnzen von Marokko- spielen. — .Buridans Esel-, das mene --ustspiel von de Flors und Caillavet, den erfolgreichen Werfaffern von .Die Liebe wacht-, gilt als das beste Werk der beiden Franzosen und dürft- in der hübschen Auffübruna Pe® hefigen Personals, die schon in Nauheim viel Beifall gefunden hat, sicher großen Erfolg erzielen. Die Neuheit, ?' ln Frankfurt fortwährend auf dem Spielplan ^teht, gibt der neuen Naiven Hilde Engel Gelegenheit sich m emcr größeren Rolle zu zeigen. ' ( " Sonderwagen für die Theaterbesucher «»den, w,e uns das Elektrizitätswerk mitteilt, auch in der kommenden Spielzest eingestellt. Es hallen zwei Wagen bis hach Schluß des Theaters in der Ausweiche am N-uemv-q von denen der eine über den SelterSweg zum Bahnhof' der andere nach Bedarf zum Wiefecker Weg fährt Da die Fremdmvocftellungen am Mittwoch häufig erst' nach 110 Uhr beendet sind, können die Sonderwagcn die I0-Uhr- tzüg- nicht mehr erreichen. In diesem Falle wird den I.. Bad.Nauheim, 3. Okt. Unser Kurorchester wird am 13. Oktober unsere Stadt bis zum April 1911 ver. Jmfc «Tie beiden letzten Tage der Sommersaison finden Milltarkonzerte statt. ! Mainz, 3. Oft. Die Veranstaltung des gestrigen B I n menverkaufstags brächte eine Einnahme von etwas 30Z0 000 Mark, die Unkosten belauf sich ^us 3000 Ma^r, so daß ein Reingewinn von 16 000 Mark dem hCim >?L TL leicht die allzu große Strenge das § von dem erreichen kann, was sie soll, zeigt folgender Vorgang An elfi^riger ^unge verschwand vor mehreren Tagen aus Furcht vor Strafe aus feiner Eltern Hause. Man glaichte an em Unglück. Gestern entdeckte man den armen Kerl im Ge- 1 mauer her früheren Lederwerke, wo er vier Tage lang, auch zur auf9e6aItm batte. Nur unwillig kehrte er zu seinen Hy Großen-Linden, 4. Okt. Gestern abnd durch- zvg ein Fackelz-ug aller Vereine unsere Straßen zu der Wohnung unseres Bürgernreisters Leun, der zum vierten Male von seinen Mitbürgern mit der Leitung der Gemeindeverwaltung betraut worden ist. Nach dem Gesang eines Liedes begrüßte Beig. Lang den Wieder-- gewühlten. In der langen Zeit von 27 Fahren sei schon manches Hagelwetter über das Haupt des Bürgermeisters gekommen, denn in einer aufstrebenden Gemeinde gäbe es auch Meinungsverschiedenheiten; heute aber seien die Mitbürger einstimmig gewesen in der Wiederwahl ihres be-j währten Oberhauptes. Nach einem Hoch und einem weiteren I Lred dankte Bürgermeister Leun für die Ehrung und be- tonte^die Verdienste des Gemeinderats bei der Entwicklung des Ortes. In unserer geräumigen Turnhalle wurde alsdann eine gemütliche Feier abgehalten, die von Dr. Platz eingeleitet wurde. Pfarrer Schulte hob noch einmal die Verdienste des Bürgermeisters, besonders die Wasserleitung und die Wiederherstellung unserer alten Kirche, hervor. Hauptlehrer Bach betonte, daß die Mitwirkung des Volkes an der Verwaltung wichtig und grundlegend sei für unser öffentliches Leben, auch in der Rechtspflege. Sein Hoch auf den Großherzog, der durch die direkte Wahl zum Landtag seinem Volke die Mitwirkung bei der Gestaltung der öffentlichen Verhältnisse verstärkt, fand brausenden Bei- sall. Pfarrer Haine buch wünschte, daß das schöne Ver-- haltnis zwischen Bürgern und Ortsverwaltung noch lange bestehen möge; denn der Friede mache stark für die Aufgaben, die noch zu losen wären. Bürgermeister Leun dankte nochmals für seine Wiederwahl und die schöne Feier; sein Hoch „,?alt dem Kaiser, der als Friedensschirmer die Entwicklung auch des Gemeinwesens möglich mache; vor 100 Fahren seien die Zeiten anders gewesen. Die Gesangvereine „Harmonie" und „Germania" verschönten die Feier! durch Lieder, die Turnverein stellte Pyramiden, die Musik spielte fröhliche Stücke und so verlief der Abend in schöner würdiger Weise. ' bildete die Posse: „Ein Duell, oder auf Leben und Tod". ** daketadressen mit Postanweisung. Vom 1. yanuar 1911 ab sind ebenso wie im inneren Verkehr Deutsch- lanbs, auch im Verkehr mit dem Auslande zu den Paketen mit Je ad) nab m e nur Paketadressen mit anhänge n- oer, vorn Absender vorzuschreibenderPostanwei- j u n g zu verwenden. Derartige Formulare werden zum Preise von 5 Psg für 10 Stück von Ende Dezember ab zum Verkauf bereit gehalten werden. Es ist gestattet, die Formulare durch die Prtvattndustrie Herstellen zu lassen. Die nicht von der Post bezogenen Formulare müssen, worauf zur Vermeidung von Zurück- welsungen durch die Postanstalten besonders hingewiesen wird, l 0 V ' 0 0rm und Vordruck, sowie in Stärke und varbe des Papiers den amtlichen Formularen genau entsprechen. Musterformulare können in einigen Wochen bei den Postanstalten eingesehen und von Interessenten kostenlos bezogen werden. I Leipzig, 3. Okt. Heute fand vor dem Schwurgericht die Verhandlung gegen den Fabrikdirektor Dr. Ferd. Kohs aus Nürnberg statt, der im März 1910 in einem hiesigen Nestau- raut im Verlaufe eines Streites den StudeMen August Zimmermann aus Petersburg durch Revolverschüsse schwer verletzte. Die Anllage lautete auf versuchten Todschlag. Kohl behauptete, in Notwehr gehandelt zu haben, da Zimmermann mit einem anderen Studenten ihn tätlich angegriffen habe. Die Geschworenen verneinten nach einer langen Sitzung die Schuld frage; Kohl wurde fr ei gesprochen. Kiel. 3. Okt. Der Arbeiter Basner, der am 8. Dezember 1909 den Tagelöhner Karl Kröger ermordete und beraubte, wurde vom Schwurgericht zum Tode und zuw dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. 9 2^1^ berwalgeru, 3. Okt. Heute wacht zwischen ereignete sich, wie schon kurz gemeldet wurde, ru der Straße zum Bahnhof ein To t s ch la g. Zwei orts^ fremde Handwerksgesellen, die sich auf der Kirmes ange- m geriet en in Streit, in dessen Verlauf der Weißbinder Wrlh. F e y aus Darmstadt den Sattler Wesche der Gegend von Magdeburg stammt, erschlug. Fev wurde verhasteü — fleber den Vorfall erfährt man, daß begangen wurde, als eine Anzahl Burschen und Mädchen fremde Kirmesgaste zur Bahn begleiteten. Unterwegs stießen sie auf den betränken am! Boden liegenden Wetßbindergejellen Wllh. Frey, einen M^ Mann, der fett 2 Monaten in Niederwäldern Einer der jungen Leute, der Sattlergehilfe I §erm. Wesche aus der Magdeburger Gegend stammend und ebenfalls in Niederwalgern in Arbeit, suchte nun den Betrunkenen aufzurichten und bei dieser Gelegenheit wird es jedenfalls zu einer Rauferei gekommen sein. Als die andern jungen Leute wieder zurückkehrten, lag Wesche erwürgt in einem Graben. Nicht weit davon taumelle b« Betrunkene der denn heute früh auch verhaftet und ins Amtsgerichtsgefangnis nach Fronhausen gebracht wurde. 0 Marburg, 3. Okt. Fn der Nähe der Bahnhofsbrücke I wurde heute nachmittag eine weibliche Leiche, die anscheinend schon lange im Wasser gelegen hatte aetänh^ haiidelt sich allem Anschein nach um das junge Mädchen von hier, das tm vorigen Herbst ui der Mhe von Wehrd^ m emem Anfall von Geistesstörung ins Wasser sprang X Hanau, 4. Okt. Landrat v. Gröning in Geln-! Hausen wurde zum Vortragenden Rat in das Ministerium des Innern nach Berlin berufen. X. Hanau, 4. Okt. Heute blickt die Einhorn- g,- , 0— .uuu uen. pot^cre in v000“ auf ein 250jähriges Bestehen zurück ^^^rbesuch^rn empfohlen, den Kurswagen zu benutzen, der vom Vater auf den Sohn forterbend, ist die 00 ....... ---“ Apotheke bis auf den heutigen Tag im Besitze der Familie Heraeus geblieben. Aus Anlaß der Jubelfeier haben die! jetzigen Besitzer der Apotheke der von ihrer Mutter am Landwirtschaft. -r. Vom östlichen Vogelsberg, 1. Okt. Die Ernte- ' arbeiten neigen sich langsam ihrem Ende zu, man ist jetzt mit ; der Ernte der Hackfrüchte beschäftigt. Im allgemeinen kann man 1 1 von der diesjährigen Ernte sagen, daß die inwlge des naßkalten - Sommers durchweg gehegten Besürchtunqen nicht in vollstem Liane ; emgetroffen sind. Gleich die Heuernte, die für den Landwirt unserer Gegend von größter Wichtigkeit ist, hatte zu Anfang des Somnrers , sehr unter der Ungunst des Wetters zu leiden und wurde wochen- ' lang verzögert; doch war der Ertrag sehr gut, in Bezug auf Güte ! aber sehr ungleich, wenn auch gänzlich verdorbenes Heu wohl wenia emgebracht wurde. Gleichfalls gut war die Kleernte; es sind des- ' halb die hier noch zahlreichen Weidegelegenheiten dieses Jahr nur ' wenig beansprucht worden und ist eigentlich viel schönes Futter : verdorben. Die Grasversteigerungen brachten durchweg einen i erheblichen Ernnahmeausfall. Voii Körnerfrüchten brachten Roggen ' und Hafer, namentlich der letztere, guten Ertrag in Stroh und 1 Kornern, wenn auch nicht in gleichem Maße wie das wohl eine Ausnahme bleibende Vorjahr. Weizen und Gerste sind nicht von j Bedeutung hier, doch war der Ertrag noch befriedigend. Sehr unter : Wltterungsungunst hatte auch die Grummeternle zu leiden, der ‘ Ertrag war aber im allgemeinen gut. Die Kartoffelernte ist ' namentlich im schweren Boden wenig zufriedenstellend ; der Knollen- wisatz ist mangelhaft und die Kartoffeln selbst sind klein geblieben wogegen die Erträge tn leichtem, sandigem Boden einigermaßen bemebigen. Tie Frühkartoffeln sind fast durchgängig mißraten. I funkeln, Kohlrüben, Kraut und Gemüse werden genügend geerntet Vom Obst liefern Aepfel und früher schon die Beerenfrüchte einen I jeiinenSroerten Ertrag; Birnen wurden wenig, Kirschen und Pstaumen sehr wenig geerntet. Der mit bezahlten Kräften arbeitende Besitzer hat freilich schon durch die infolge der ungünstigen AZltterung sich lange hlnztehenden Erntearbeiten einen fühlbaren Gewmnausfall zu verzeichnen, doch kann man sagen, alles in allem ■ genommen, daß der Ernteausfall den hiesigen, hauptsächlich Vieh- ' zücht treibenden Landwirt in den Stand setzt, dem kommenden * Winter mit Ruhe entgegenzusehen. L ** $er 6. allgemeine St allschweizer-Tag fant> 2?- Sept, unter großer Beteiligung aus fast allen Provinzen Deutschlands und Oesterreichs in Gör- l 1 tz statt- Iu der Vorrntttags-Tagung der SteUenbcrmiHtlem mürbe das Stellenvermütlergefetz besprochen: Die große Ver- schtedenartigkett der (Uühren (Beisp. Breslau und Berlin) kennzeichnen schon jetzt Mängel. Nachmtttags 2 Uhr wurde die b. vauptvers^ammlung des All gern. Stallschwei- S "bund es (Srtz Plauen, gegr. 1904) eröffnet Aus dem ^zahresberrcht entnehmen wir: Insgesamt stehen jetzt 4000 Stall- ichwetzer hinter dem Allg. St.-B., während 7000 bisher aufgenom« men mürben. Im veraangenen Jahr feien in 200 Fällen Rechls- au^funrte erteüt, 20 Prozesse wegen verweigerter Zeugnisse erfolgreich geführt worden. 247 abgehaltene Versammlungen bezeugen dle rege Tätigkeit der Mitglieber. Aus der Unterstützungs- kasse wurden 2027,78 Mark ausgezahlt, während das Bundes- vermogen um 1/2 Tausend sich vermehrt hat. Das Bundesorgan „Allgem. Schweizer-Zeilltng" sei von 4 auf 8 Setten vergrößert, u^> tterarztltche und fachliche Auskünfte seien 125 erteilt worden neben 558 verschiedener anderer Auskünfte. Eine Btttschrift an beit Reichstag, betreffend die auch vom B. d. L. und Lan§ wrrtschaftlichen Kammern geforderte Schaffung von Stall- schw ei-er schulen (MAtturse) wurde unter großem Beifall einftimmig angenommen. Ms Ort für den 7. Allgem. St -Tag wurde München gewählt a S Luftschiffahtt. I Zum Tode des Oberleutnants Haas. s 7 lPriv.-Telegr.) Die Leiche des Ober- leuttrants Haas ist am Samstag abend in das hiesige Garni- «uslazarett verbracht worden. Der Tod ist nach ärztlicher Begutachtung durch einen Schädelbruch herbeiaeführt I worden. Aus dem Umstande, daß zw ei Stangen an ihrem äußersten Ende nur mit einem Taschentuche zusammengebunden waren, wird gefolgert, daß viel- beigefiihr?^hat Unvorsichtigkeit das Unglück mit her- Mißglückter Fernflug. Lriit^ien< Nieger Jllner stieg heute vor- nrittag tu der Simmeringer Heide auf, um sich um den von der Stadt Wien ausgesetzten Preis von 20000 tonen für den Ueb erlandflug Wien-Horn — Wien, erne Strecke von 160 Kilometern, zu bewerben. u^irrte W un Nebel und landete bei Krem s wobei die Flugmaschine leicht beschädigt wurde. Es ist ihm nicht Lelungen, die Bedingungen des Wettfluaes zu er- Men, nach denen die Strecke Wien-Horn ohne Zwischenlandung zuruckzulegen ist. & Die Luftfahrt über den Ozean. New York, 3. Okt. Wellmanns Luftschiff- L.etfc "ber den Ozean unterblieb infolge eine^ Maschlnenschader^. Wellmann erklärte, daß ein Aufschub Ja fe^ft Monaten möglich sei. Das P. V. , „Bitterfeld, 3. Ott Das Luftschiff L V til Bent, früfe 7 Uhr 56 Min. m Chemnitz zur Rückfahrt nach Bitter- U? hÄ gelandet glücklicher Fahrt um 11-/, [ Arbeiterbewegung. ' S rüffel, 4. Ott In den Glasbläsereien int Kohlen- Streik ausgebrochen wegen Streittgkeitw Stteinbettifigt15601108"' ? ' Arbeiter such an oem, vermischte». Manhen sich 90 Matrosen von"dmen°6^gttetL' Mrdeiu IM SBoot flgict ch chx VM oMLrrfahreMu; Aus Stadt «nd Land. Gestaltemes feschen TamcTKÖuartrtt?, das als I spielen, namenMch der alljährlichen Abhaltunq eines Turn. Gießen, 4. Oktober 1910. Ii°Ue DrMner^OfsiAiere ebenso wieqls lustige Musen, f, fie S für die Hanauer Schulanstalten, dienen sollen. Auch _ " Ordensauszeichnung. Dem Botlkmb.miWtoeÄ «^8»™ und Arbeiter der, Firma W. C. Heraeus Stadtverordneten Louis Petr. II. wurde aus Anlaß feiner als KierlicheS T^.^rnd VerwMdlunA.En Mble Mf Gm I ^°b°n namhafte Zuwendungen erhalten. 2öiahr>gen Tätigkeit bei der hesien-naflauischen Bau-BerufS- komisches Paar sieß sodann musikalische Vorträge vom genosscnfchaft der Rot- Adlerorden 4. Klaffe verliehen. Stapel, ein sächsischer Komiker zeigte sich in den bekannten " Erledigte Lehrerstellen. Erledigt sind: EineISoldatenrollen, und die bäuerisch aufaeputzten Geschwister evangelische Schulstelle zu Auerbach, zwei evangelische Achten die Tyroler Jux-Kunst auf die Bühne. Schulstellen zu Butzbach. I Srmplrnß Wlld trug eigne ernste uno ^eitere Gedichte vor, - Erledigt ist die Stelle des ForstwartS der ?^bnrennuien.Ton in-en Spielab end brachten. Den Schluß fForstwartei Liederbach, D6erförftercM^^ bte en1liche Professor der alten Geschichte an der Universität Kie«l, Geh. Regierungsrat Dr. Christian Volguardsen. — Jli Tor- rasif bei P e r i g u e u x, wo bereits im vorigen Jojhre das Für den Kampf des liebens! Freudenstadt, 13. Avril 1910. Ich teile Ihnen gerne mit, daß ich mit Ihrem Bioson sehr zufrieden bin. Ich wandte dasselbe als Kräftigungs' mittel nach zwei sehr schweren Krankheiten an, verbrauchte innerhalb 4 'Monaten 11 Pakete, jeden Tag nahm ich 4 Taffen zu mir. Schon nach dem 2. Paket war der Erfolg überraschend. Mein Aussehen besserte sich und mein Körpergewicht nahm um 4 Pfund zu. Ueberhauvt hat sich das Wohlbefinden gehoben. Vorher war ich immer müde und schläfrig, jetzt hat sich Energie und Straft gehoben, welche allein den Kampf des Lebens erträglich machen. Das Lioiongetränk habe ich mit etwas Kakao, zirka Bioson u. V, Kakao, zubereitet, so es mir ausgezeichnet schmeckte. Ich kann Ihnen nicht genug danken für Ihr Bioson. Ich werde mich bemühen, dasselbe in Verwandten- und Bekanntenkreisen aufs Wärmste zu empfehlen. Der Preis ist gegenüber anderen Präparaten mäßig zu nennen. Hochachtungsvoll! Frau Dorethea Bäßler, Friednchstr. 38. Unterschrift beglaubigt: Bertram, Notar. Bioson ist das beste und billigste Kräftigungsmittel. Paket 3 Alk. in Apotheken, Drogerien. Verlangen Sie von dem Bioson- werk Frankfurt a. M. eine GratiSvrobe und die Broschüren, ch*♦/« Fahren Vereinsgelder. Die Höhe 'der veruntreuten Summe siebt noch nicht fest. Am 18. Oktober findet eine außerordentliche M.^IgUederveriammlung deS Vereins statt. Bartenhauser ist augenblicklich schwer tränt _ _. „, Durch die in Konkurs geratene Baustrma W i l H.Lie se g a n g in Strausberg ist die bortigd Spar- und Darlehns-- kasse in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Sie hofft indessen -ihren Verpflichtungen noch Nachkommen! zu können. Wegen Verdacht von Wechselfälschmtgen wurde der Inhaber der genannten Bausirma verhaftet. In Zabrze erstach auf offener Straße der Invalide Passef aus Eifersucht seine Haushalter|in und dann sich selbst. _ Der Fabrikbesitzer Kars e r in Vrersen hat aus Anlaß seiner Ernennung zum Kommerzienrat für seine Arbeiter und Angestellten 100 000 Mk. gestiftet, außerdem zum Bau einer Fe st Halle 150 000 Mri und für andere gemeinnützige Zwecke 30000 Mk. Der englische Vizekonsul Oliver wurde, im Hamburger Hafen, als er mit einem Neger wegen der Höhe der Heuer Aus einander setzun gen hatte, von diesem mit einem Holzhammer überfallen; er büßte dabei mehrere Zähne ein und erlitt Wunden im Gesicht; der Täter wurde verhaftet. Die Rächerin ihrer Ehre. In Avelino wurde ein Maurer namens N a r d e 11 i durch fünf Revolverschüsse von einem jungen Manne getötet. Der junge Mann wurde verhas- hastet. Das Erstaunen der Polizei war groß, als sich der vermeintliche junge Mann als ein Mädchen« entpuppte, das einer angesehenen Familie der Stadt angehört. In dein Verlor gab es an, daß ihm von dem Maurer, als er in ihrem Ellternhause arbeitete, Gewalt angetan worden sei. In Lyon stießen am Sonntag abend zwei Straßen- bahnzügeder nach Veuville führenden Linie zusammen. 25 Personen wurden verwundet, darunter mehrere lebensgefährlich. Drei Wagen wurden vollständig zertrümmiwt. erregten Wellen. Die dunkle Nacht und die bewegte See erschwerten die Rettungsversuche. Ein junger Seeoffizier rettetet zehn Mann; ein Matrose rettete vier Murn, verlor dann aber hie Kräfte und ertrank. * Unter schwerem Verdacht. In Nizza wurde der Abb6 Espert, Pfarrer der Ortschaft Tegomas ver- ha stet, deren Bevölkerung feit vier Jähren durch zahlreiche lieh erfülle einer Räuberb ande in Angst und Schrecken verhetzt wurde. Der Pfarrer steht unter dem Verdachte, der Führer chieser Bande zu fein. Bei seinem Verhör vor dem Unter- echungsrichter Grasser- wies Abb6 Espert die gegen ihn hobenen Beschuldigungen mit der größten Entschiedenheit zurück. *30000Markvertrunken. Ein Verfahren wegen Prunksucht schwebt zurzeit gegen die Witwe L. in Halberstadt vor dem dortigen Amtsgericht. Tie Trunksüchtige, die ganz allein in einem Stübchen haust, hat es fertig gebracht, im Verlaufe von mehreren Jahren ein Vermögen von 30 000 Mark in Alkohol umzusetzen, und zwar hat sie das Leib und Seele zerrüttende Gift regelmäßig in Form pon Hosfmannstropsen zu sich genommen. Da es aussichtslos erscheint, die Frau von ihrer krankhaften Neigung ab- Mrbringen, wird ^etzt ihre Unterbringung in einer Trinker- Nettungsanstall in Erwägung gezogen. • Der gefoppte Kunstsammler. Ein lustiges tAbenteuer ist dem „Figaro" zufolge einem bekannten Pariser sKunstsammler widerfahren, dessen Spezialität darin besteht, Iden Museen und Privatsammlungen Italiens verborgene eisterwerke zu entdecken und für ein Spottgeld zu er- rrben. Sein jüngster Triumph war ein Raphael, den er tent naiven Trödler in einer kleinen Stadt der Lom- rdei abschwatzte. Die große Schwierigkeit bestand darin, e das Kunstwerk über dte Grenze gebracht werden konnte, das italienische Gesetz bekanntlich sehr strenge Vorschriften m Schutze der einheimischen Kunstschätze enthält. Allein konnte bald Abhilfe geschafft werden, da man nur den fRaphael j-ti ein prunkvolles Porträt des Königs Viktor kEmanuel umzugestalten brauchte, das dann in Paris von geschickten Spezialisten entfernt werden sollte. Das geschah, der Spezialist machte sich an die Arbeit und .... ^entdeckte unter dem Raphael ein sehr mittelmäßiges Porträt Garibaldis. Kleine TageSchronik. Bei Niederbreisig wurde ein Automobil in voller Fahrt (steuerlos und raste über den Graben der Landstraße quer mb er die Felder und gegen die Mauer des Reichswaisen- chauses. Die Insassen des Autos, zwei Damen und zwei Herren, Svurdeu herausgeschleudert. Die Damen und ein Herr erlitten (leichtere Verletzungen, der andere Herr flog gegen eine Wand, .wobei er schwere Kopfverletzungen erlitt In Dortmund ernannte die Stadtverordnetenver- fammlung den Oberbürgermeister Schmieding, der am 11. April 1911 in den Ruhestand treten wird, zum Ehrenbürger. Es wurde beschlossen, einer Straße seinen Namen zu geben. In Schkeuditz wurde am gestrigen DLontag die von der Knappschastsberufsgenossenschaft errichtete Veilanstalt in Gegenwart der Behörden eingeweiht Die Anstalt erhielt den Namen „Bergmannswohl". | Ter Bezirksamtssetretär Keller, der, wie wir gestern meldeten, 15000 Mark amtliche Gelder unterschlagen hatte, pmd flüchtig gegangen war, wurde heute früh am Srlzfelder Graben erschossen aufgefunden. In Rixdorf wurde ein Arbeiter von drei Straßendimen, deren Begleitung er ablehnte, ju Boden geworfen, mißhandelt Sind ausgeraubt j In Kettenis stieß ein Automobil aus Aachen mit einem Lastfuhrwerk zusammen. Fünf Personen wurden verwundet, Leide Wagen zertrümmert I In einem Gasthause in Pforzheim wurde eine Hausiererin ermordet aufgefunden. .Ten Tätern ist man auf der lSpur. In München unterschlug der Kassierer des katholischen ^Degräbnisvereins Buchhändler Barten Haus er seit mehreren Griginal-Vrahtmeldunsen. Stuttgart, 4. Okt In Cannstatt ist der frühere nationalliberale Reichstagsübgeordnete Reichsgerichtsrat a. D. v. Lenz im Alter von 76 Jahren gestorben. Skelett eines N e anderMenschen gefangen wncke, tomÄ ein neues, vorzüglich erhaltenes Skelett das ebenfalls Merkmal« der Neanderraffe aufwnst, gefunden. Professor Begas tu Berlin ist erkrankt, befindet sich aber, wie die Aerzte hofftm,! außer Lebensgefahr. — Der „Reichsanzeiaer"" veröffentlicht einen allerhöchsten Erlaß, betreffend die Verleihung des Promo- tionsrechts an die Tierärztlichen Hochschulen. —, Der Administrator der Commoedie Fron^aise in Paris, Jules B l a r t i e, der feit 25 Jahren an der Spitze dieses Theaters? steht, will demnächst von diesem Posten zurücktreten und die Thea tertrit i k bei einem Pariser Morgenblatt übernehmen. Höchste Schlachtviehpreife in F r a n k s u r t a. SOL Fleifchpreife in Gießen £ chfen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 88—93 ü)ck. '/,Kg. Schlachtgew. V6—103Ps. V, , r 70-00 , Kg. 84-92 Pfg. , 86-88 , 7. , 80-96 , Getreidepreife in Mannheim Brotpreife in Gießen Sunlicht AIYA 110£25j | [Pfennig] Helle Freude herrscht im Hause; ’ r ' ' < jr '' 2 ’ ' Grosse Wäsche !i -flL. . Todes-Anzeige. Heute vormittag 101/, Uhr entschlief sanft nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden im Alter von 28 Jahren meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Tochter, Schwiegertochter, Schwester und Schwägerin Frau Louise Jung geb. Maller, was wir allen Verwandten und Bekannten tief betrübt mitteilen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Friedrich Jung. Klein-Linden, den 3. Oktober 1910. Die Beerdigung findet Mittwoch, 5. Oktober, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Frankfurter Strasse 92, aus statt. 5492 Auch ohne jeden Zusatz von Bohnenkaffee ist Kardinal-Malzkaffee ein vorzügliches, würziges und wohlschmeckendes Getränk. Er ist überall zu haben la. Saatroggen „Petkuser“ sowie schmfelsnur. Amomk Thomasmehl, 5349 Kainit offeriert Fritz Ruuajpf, I ZozelSgasse9, Telep!hon375. DarmstÄdt^r Pferde-Lot terie Ziehung am 12. O’ktober. 450 Gewinne i. W. v. 15 000 Mk. Hauptgewinne L W. v. 4000, 2000 Mk. ferner 10 Pferdes oder Fohlen L W. v. 5800 Mk; sowie 438 Gewinne fi. 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