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Jahrgang Samstag 4. Juni 1910 fifissseIntAirAilAr nHUxCzA 11 (>TsffiS blatt für ten Kreis 6ief}cn tf&Ä M *31 W W H BLr B H SB Br B H B Bl B Ia^lL au^rfjL Beslellg. (Dienstag und Freitag)] WB ® M H HT B H Bk ffl B K B B B BK B Bk B Wk _ B Zeilenoreis: lokallLPf., zweimal monatl. Land- £?y Si 'ä£fc^ M W8 Ifc3j mBL, MB K| HL ^öfcFsk auswärts 20 Pfenntq. wirtfchaftlicheLeitfraHea W W M dieses Wort ist unleserlich) ok Paris 4. —" — An Mr Lucas für Wiederherstellung eines ivrarnwrkopfes von Paris 4 Psd. i gezahlt. Daraus läßt sich nicht ohne werteres schlreßen, daß es sich unr bte Florabüste handelt. Die seitherigen Vorstandsmitglieder wurden mit Ausnahme des Herrn Kirschbaum-Lauterbach, der von seiner Wahl abzusehen bat, wiedergewählt. Herr Bechtold-Gießen wurde neu gewählt. was durch die tüchtige Kenntnis der politischen Begebenheiten im Reich von den Rednern gewonnen wurde. 3£m Freitag abend fand eine derartige kleine Wahlversammlung in Fauerbach v .d. Höhe statt. Hatte der starke Gewitterregen, der gegen acht Uhr niederging und den Bauern höchst willkommen war, die Bauern so geneigr gemacht, den Aibend, ja die Nacht zu opfern, um sich den Redekampf anzuhören, der sich entspinnen sollte zwischen der Parrci der Natioualliberalen und der des Bundes der Landwirte? Die Versammlung war cinberufcn von der nationallibc raten Partei — der Bund der Landwirte hatte einen auswärtigen Redner hergeschickt unter Assistenz eines betannten Landtagsabgeordneteti. Wie die,,Schlesische Volkszeitung" meldet, beschloß eine nach Balken Hain et «berufene Vertraueusmännerversamm- lnng der Z e nt rum Spartet einstimmig für die Stichwahl im Wahlkreise Jauer-Landcshut-Bot- k c n h a i n, die am 9. Juni stattfindet, Wahlenthaltung zu empfehlen. Ausland. Das ö st erreich ischeAbgeordnetenhaus nahm in allen Lesungen den Gesetzentwurf über das V er b o t der Frauennachtarbeit in industriellen Unternehmungen, aemäß der Berner Konvention, an. . Ms London wird gemeldet: Der deutsche Botschafter Graf Wolff-Metternich zur Gracht rst nach Deutschland abgereist. Mrs Maris wird gemeldet: Der Gouverneur von Obersten egal und Niger teilt mit, daß am 21. Mai 500 arabische Räuber bei der Lase Daffa etwa 50 Kilometer nordöstlich von Nguigui eine Abteilung Kamelreiter angriffen. Tirailleurs warfen die Araber zurück die 100 Tote und .8 7 Verwuttdete auf dem Schlacht^ felde zurückließen, nach einem erbitterten Kampfe. Neu«' TiralleurS wurden getötet, 19 verwundet. Der Tierarzt Boiron wurde getötet, ein anderer Europäer schwer verletzt. Ans Staöt und Ennd. Gießen, 4. Juni 1910. •• Tageskalender. K i n e m a t o g r a p h: Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorstellung. eti. Kohden, 3. Juni. Ein früher in unserer Ge- ineinde in großer Blüte stehender Erwerbszweig, die „Töpferei", geht ihrem Ende entgegen. Vor einigen Jahren bestanden hier noch vier bis fünf Brennereien, jetzt nur noch eine, die, wie man hört, ihren Betrieb ebenfalls einzustellen gedenkt. Der Absatz ist 511 gering und die Preise nicht hoch genug. Hauptsächlich wurden Milchtöpfe hergestellt, die infolge der überall bestehenden Molkereien und durch die Milchzentrifugen fast gar nicht mehr gebraucht werden. — Ocksta dt, 3. Juni. Der Großh. Forstassessor Otto Rumpf, der seit dem 1908 erfolgten Tode seines Vaters die hiesige Freiherrlich 511 Franckenstein'sche Oberförsterei und das dazu gehörige Rentamt verwaltet hatte, wurde zum Freiberrlichen Oberförster ernannt. R. B. Darmstadt, 3. Juni. Einer der bekanntesten hessischen Geistlichen, Pfarrer D. Johannes Guh 0 t, ist gestern im Alter von noch nicht 49 Jahren in Heppenheim a, d. B. nach kurzem Leiden gestorben. D. Guyot entstammte Der Brandenburger Redner führte seine Sache gut. Hatte der Redner des Bundes die narionalliberale Partei Heilens und des Reiches so maLrig gemacht, daß wohl kern Hurrd ein Stück Brot von ihr genommen hätte, \V\ ftielt thm der Redner des Bauernbundes entgegen, daß er ja das Md euren des Grafen Oriola schmähe, der in der Hessischen Kammer owohl als int Reichstage als Nationalliberaler tattg gewesen ei und dessen Tätigkeit man doch immer hochgehallen und gefeiert habe. So setzte sich der Redekampf dts lange nach Mitternacht fort, bis es den Bauern zu arg wurde. Sie wollten ins Bett, um zum Beginn der Tageshelle Dick- wurzeln zu pflanzen in den gründlich durchweichten Acker- ähnlichen Bezeichnungen für kleinen bäuerlichen Besitz nach Deutsches Kcicb der Gewohnheit ihrer Heimat reden, so befremdet das natür- ’ ' lieb unsere Bauern. Da nun von der anderen Seite der Den Abschluß der festlichen Veranstaltungen zu El)ren PartitularismuS, der so ziemlich bei uns eingeschlafen war, der Turiner Kaufleute und Industriellen wieder wachqerufen wird, so geht manches wieder verloren, bildete ein glänzendes Gartenfest, das >der Re i ch s k a n zl er - ■ • . .. r. 1 ga5 Mehr als 200 Personen hatten der Einladung des Reichskanzlers Folge geleistet. Der Kanzler empfing die Gäste und zog einen nach dem andern ins Gespräch. Im Laufe des Tages wurden verschiedene Besichtigungen von industriellen Betrieben vorgenommen. Der größte Teil der italienischen Gäste tritt am Samstag die Rückreise an. fn das Land cingeroanbert sind. Diese „Sephardln^ sind freilich nicht alle Abkömmlinge von den spanischen ^uden. Diese wurden im Jahre 1492 durch Ferdinand und Isabella plötzlich des Landes verwiesen. Ein Teil von ihnen ging nach Portugal, ein anderer nach Marokko, ein kleinerer nach Südfrankreich und in all diesen Ländern hatten sie Unsägliches zu erdulden. Eine freundliche Mfnahme fanden mir diejenigen, die sich nach der Türkei loanbten, wo der Sultan Bajazct sie als Kulturträger willkommen hieß, indem er die vielgerühmte Weisheit des spanischen Königspaars bezweifelte, das so nützliche Untertanen ausftieß. Die Einwanderer fanden in der Türkei Juden vor und gewannen bald die Oberhand in deren Gemeinden. Die meisten der heutigen Juden auf der Baltanftisel wie in Kleinasien, deren Sprache das Spanische geblieben oder geworden ist, gelten nun als Nachkommen jener Einwanderer, gegen die vor 400 Jahren alle .Hände in der Christenheit erhoben waren. Ihre Nachfahren aber bilden jetzt einen wertvollen Bestandteil der Bevölkerung Bosniens und der Herzegowina. Te-r zu Ehren des Kaisers veranstalteten Feier in ihrer Synagoge zu Sarajewo verliehen die altspanischen Kostüme von 200 jüdischen Mädchen warmes Leben und prächtige Farbe. Zum Schluß der Rundfahrt des Kaisers wurde die pr 0 t e sta ii ti s ch e Kirche und die Synagoge ber deutschen Juden besucht. Diese für den Monarchen ebenso anstrengenden wie eindrucksvollen Besuche in den Gotteshäusern der verschiedensten Konfessionen sind auch zugleich als ein Beweis dafür aufzufassen, daß er gewillt sst, allen ihr Recht zuteil werden zu lassen und das konfessionelle Prinzip nicht über oen Staatsgedanken zu stellen. . Serajewo, 2. Juni. Den Abschluß der Festlichkeiten bildete eine Serenade sämtlicher Vereine von Serajewo, on der 4500 Personen tcilnahmen. Der Kaiser ist heute morgen 6 Uhr unter dem Jubel der Bevölkerung, dem Eseläute aller Glocken und dem Donner der Geschütze der Tvorfö nach Mostcrr abgereist. In Begleitung des Kaisers befinden sich die gemeinsamen Minister. Mostar, 3. Juni. Der Kaiser ist heute mittag hier ein - getr offen. Während der Fahrt von Serajewo nach Mostar wurde er auf allen Stationen von der Bevölkerung stürmisch begrüßt. Nach seierlichem Empfange auf dem Bahnhofe fuhr der Kaiser inmitten der Spalier bildeten Truppen unter dem Jubel der Bevölkerung in das Absteigequartier. Heute nachmittag um 1 Uhr empfing der Kaiser im Hotel hie katholische und die orthodoxe muselmanische Geistlichkeit, den Bürgermeister mit dem Gemeinderat, Laiendeputationen aller kenntnisse und Beamte, deren Führer Huldigungsansprachen hielten. Der Kaiser dankte für die Kundgebungen der Treue und Ergebenheit und sprach die Hoffnung aus, daß alle an dem Gemeinwohl Mitarbeiten würden. Hieran anschließend fand ein Empfang des Offizierskorps und später Hoftafel statt. Nach der Tafel machte der Kaiser mit einem glänzenden OKfolge eine Rundfahrt durch die reich geschmückte Stadt. Nachmittags, kurz nach 4 Uhr, trat der Kaiser die Rückreise nach Wien an. froriforhöbunoen in öen Dereiniatett Staaten. Fonds geschlagen wurden. Durch einen bei der Voran-. CarMyolMgen M ven r^^n der I schlagberatung gefaßten Beschluß des Kreistages vom 9. Mai 'sollen die bei dem Fonds seither angesammelten Zinsen zur Aus dem Wahlkampf Friedberg—Büdingen. Wir erhalten folgendes Stimmungsbild: I Washington, 3. Juni. Was ist davon zu sagen?! Zuweilen macht cs den Ein. nördlichen L°nd-St-ck<: vondem ischen l Unterstützung von nn Kreise Gießen wohnenden Krugs- druck, als ob der Kampf verebben wollte dann tetftun«. hßocifictulie unterbceiteten.bet gnter|tde und deren Hinterbliebenen verwendet lverden. wartet und wie durch einen Zufall Hochflut em. Geheim- eigene neue, erhöhte Transporttarife für oen , r, P nh?r-9Wibbcr§hcim rat Paasche war da, er redete, wie das nicht anders fern Güterverkehr, die mit Beginn des Monats Juli in Kraft fnüfinhl kann, „großartig" in Vilbel, tauchte in derselben Nacht j^ten sollen. Die Beamten der Interstate Commerce-Com- dcm Volksfest in Ober-Widdersheim, das morgen ftattfmbct, noch in Friedberg im intimsten Kreise der Nationalliberalen L «o ' btö W Den legren aa)t ^agen vor oem ä aguage, utn i anbcreT Eisenbahn Präsident behauptete, baß durch die AUrß- Tübingen, 3. June. Der Verband mittlerer 14. v$unt. nahmen der Regierung bie arnerikanisckvm Eisenbahnen fast voll- Verwaltungsbeamten des Großherzogtums Hessen hielt Ich höre, daß in jenen Tagen hinter der vorgeschobenen siändig vernichtet würden, da die Üllrnahme berechtigt sei, daß in am 28. und 29. Mai hier unter dem Vorsitze des Kreisamts- Schützenlinie sich die Sturmkolonnen formieren sollen und ^n trächsten zehtr Jahren fein Gewinn zu erzielen sei. bureauvoritehcrs Schneider-Heppenheim seine achte Haupt- das grobe Geschütz in Stellung gebracht werden soll, um den - >----— -- ' ZL^-awmlung ab ber in Vertretung des Kreisrates Re«. Gegner aus ber Stellung zu Wersen. Sv deuten die beiden Aus Befielt. bemahnte Der Vorsttzende erstattete Bencku über x. die Tätigkeit bes Verbanbes im abgelamenen Jahre. Im Mittel- Parteien in den Yagern der Nationalliberalen und des $ Darmstadt, 3. Juni. Als Termin für den punkt des Interesses stand der Vortrag des ^reisarntsgehilfen Bundes der ^andwirte. L.er lachende dritte hat Z^ll. \ ou|antmerttritt der Zweiten Kammer zu einer Bechtold-Gießen über: „Die Ausbilbung und Tätigkeit der wartet ab, bi5 ber eine oder andere Gegner zusammenbricht Sommertagung ist dem Vernehmen nach der 22. Juni mittleren Verwaltungsbeamten des Großherzogtums Hessen". An und hat dann nur noch mit einem ernsthaft zu rechnen. ■ .grliau£f1t genommen Es besteht bekanntlich die Abfickft, diese Ausführungen jchloß sich eine längere Besprechung. Als Die Redner aus den östlichen Provinzen haben hier im . ' • nebGn ven'chiedenen kleineren Vorlagen der nächsten.Hauptversammlung wurde Alzcv bestimmt. Wahlkreise einen besonders schwierigen Stand, ,v gewandt “ er G c M ern d - t e u?r r e s o r m zu erledigen, für D>- nntb-na-n ®nrftn„h«n,irori,h,r mlf Nnanabme d-z jie auch ihre -vache zu führen toi)fein Di- Gesichter dieser j>er umfangreiche Ausfchußb-richt in den nächsten . »ebner smb unseren Bauern uaturttch |remb, erst recht ber $ ' -er.iggestellt werden wirb. Dialekt, und wenn diese Redner von Bauernstellen und » 1 .. ■ — Wer wird in die Sttchivahl kommen? Die Entscheidung steht auf des Messers Schneide! Trotz des Kleingewehr- seuers dieser Tage herrscht doch eine Erbitterung im -vahl- lampfe, wie ich sie kaum je erlebt habe. Die^ Redner zerfleischen sich förmlich in diesem Worvstteit. ;>um Nachteil bes Bundes der Landwirie sind einzelne ihrer Agitatoren so unvorsichtig, einen erhöhten Getreidezoll und einen vervollständigten^ Schutzzoll an die Wand zu mailen, um ihre Genossen anzureizen und ihre Reihen dichter zu schlies;en. Heute abend redet in Friedberg Reichstagsabgeordneter - SchulpersvnaNeu, Der Großher.og hat mäniai daß man den Draufgänger ans der Zweiten Kammer den Oberlehrer an dem Lehrerseminar zu Bensheim Prof, a^a^mckt wiedlererlllnute^E^kennzeichnet das Verhalten des! Wilh. Fl e gl er auf sein Nachfuchen, unter Anerkennung ^enrrums aeaenüber den Konservativen, bespöttelte die süd- seiner langjährigen treuen -vienfte, in den Ruh^and ver- deuticken Demokraten die sich zur Paarung mit den K'vnfer- setzt und ihm ans diesem Anlaß die Krone ^111 vatck?n b^bechela sen hatten nur aus Eitelkeit, um ein- 1. Masse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen mal^elli bißchen^ m i tre g ic r en zu können. Militarismus und verliehen. 11 c bc r t r a g e n wurde dem Schulamts,Man- Marinismus" Mr-ten uns'immer in neue Schulden, die len Engelbert Franz auv Seligenstadt eine ^ehrerstelle ick ftßlick^iickt mehr zu tilgen seien. - Die Nationallibe- an der Gemeinde,chule zu Lämmer,piel dem Schulamts- a l ta W bk ä“ Parteien, feien bereit ge- aspivanten Abam Lamberth ans Lubwigshohe eine roeieu 400 Millioucu dem b-Ehen Volk als inbtrekte Lehrerstelle an ber Gemeinbeschule zu Jugesherm Er- -teuern aufzuerleoe» dazu 100 Millionen direkte Steuern, lebigt ist eine mit einem evang. Zehrer zu besetzenbe D e staniewativen hütkn dabei versagt. Der Geldbeutel Lehrerstelle an der Gemeinbeschule zu Riede.b.Hll- bstbe ihnen höher q-sw^n al« ihr Patkiotismus. Von den bershcim. Mit der stelle r,tOrgantstenbr-nft verbunden, bürgerlichen Kandidaten sei vielleicht Herr v. ldelmolt bei - Lahnkanalisi-rung. Wie nn, mitgeteilt wird, mtnbcrtoeriigcrc, da er nicht allein konservativ, sondern finden heute tm Regierungsgebaude Verhandlungen zwischen auch noch Rechtsanwalt sei. Scharf ging er mit diesem Preußischen und Hessischen Regierungsvertretern über die Er- ins Gericht und geißelte das Verhalten der 5)andwerks- gebnisse der Erhebungen bezüglich der Wirtschaftlichkeit einer iammer, die so dumm sei, sich den Metzger selber zu wählen, ^hnkanallsierung ftatt, zu denen eine größere Anzahl dümmer als es die Polizei erlaube. Preußischer und Hessischer Interessenten zugezogen sind. An- Auch der uationalliberale Kandidat wurde grelle I finb „ 0 Ministerialdirektor Peters und Geh. Ober- Sku-rn.hew'lligen «ehcnemem baurat Roder und Geh. RegierungSrat Dr. Kirchsl-in von auf lanq^ffntstüub^init^eincr Su, Berlin, G-h-im-rat Freiherr von Bi-g-l-b-u, Ministerialrat sie sollten vielmehr gleich in der Hauptwahl für den .Kandi- Hölzmger und Geh. Oberbauiat Jmroth von Darmstadt, der daren der Sozialdemokratie eintreten, er mässe in der Haupt- Regierungspräsident von Koblenz, der Provmzialdirektor der wähl siegen. Das würde oben am grünen Tisch der Reichs- Provinz Oberhessen, der Landrat von Wetzlar, mehrere regierung Eindruck machen und Wandel schaffen usw. Kommissare des Regierungs-Präsidenten zu Wiesbaden und f.. , w meldete sich niemand zum Wort, der Vorsitzende Mitglieder der beteiligten Preußischen und Hessischen Handels- Dresden, 3. Juni. Dem Vernehmen nach wird der s a ch - ^teilte dem Berichteyskatter das Schlußwort und fanunern fische Gesandte in Wien, Graf Rex, in diesen Tagen die Sitzung. Es mar die erM sozialdemottatische „ Ünterstützung an Familien einberufener' auf Einladung des gemeinsamen österreichisch-migärischen F-inanz- Versammlung, der ich anlvohnte. <5te oerlief lLngemobnliü) hmnnnf(f.nffpn .^ns, Veteranen im Kreise Gießen im> ................................. ä SESÄ 3tiT6=Ä! KÄB.‘ L 8»: «Sä* gomtufl b e l u d) c n. _ . .. ™ aeschäftsmäßig nüchterne Versammlung. Auch durch eingezogener Mannschaften auf Grund des Reichsgesetzes vom^ Die bsötOhlidlC in fibiUG. diese ist das Bild nicht klarer geworden. 10. Mai 1892 4012,77 Mk., welcher Betrag aus der Reichs- t erfährt X Bad-Nanheirn, 3. Juni. Ein neues Moment ist m kosse floß. An Beihilfen für Veteranen, die erwerbsunfähig ^aban die Konsuln i^SqStt daß die den Wahlkampf getragen wvrden durch drc Amtatwn, die vom I unb unterstützungsbedürftig sind, mürben auf Grund des heimischen Ruhestörer offen eine freche Haltung ^ür bündletts'che^ Kaiwid^ten Dr. w Hllmoli bekannt Reichsgesetzes vom 22. Mai 1895 ^us Dritteln des Jnvaliden- gegenüber den Fremde n annehmen, ^te ver- ftch c,niqen Tagen gemacht wird. Die erste selblständige Ver- sonds gewahrt 13040 Mk. (für 1910 sind für diesen Zweck unreinigten die Mauern des amerikanischen Konsulats. Die wimnlung wurde heute abend hier abgchalteii. Der Vorsitzende be» 130 Veteranen mit je 120 Mk. — 15 600 Mk. Voranschlags- Androhungen der Revolution für den 5. Juni, den Tag der deutsdien Handwerkerbundes, Schneidermeister V oi g trer zu besetzende 1 Rrcder.hil' »dienst verbunden. 15 mitgeteilt wirb, Innungen zwischen cctcrn über die Er« rtschastlichkeit einer größere Anzahl gezogen sind. An- cs und Geh. Ober- Dr. Kirchstein von ibeu, Ministerialrat von Tamstadt, der rovinzialdirektor der . Wetzlar, mehrere zu Wiesbaden unfc Hessischen Handels- n* Dn S-s °"d- e r b a u Reffen N berzo^L Kre.M'- $om5c des p(i seine M. LStzS s&y tW* -jjiiiiiij'.' « w «* iS«!'.*1’; bie^'1' n*' fitere«» “! nii> ntlG * rtft*; *$***& nW ... ,vurde o Siner f tätWär 6tCn gehörige der Reserve | Mge, nicht im Gc- ehemaligen Kriegs- blieben 77,85 M. betragenden Kapital einen bei der Boran. Reistages vom 9. Mai scmimclten Zinsen zm wohnenden Kriegs- erwendct iverden. zzjbdershclm. ö“ iQ§ morgen statlslndc . sräg ■rncljnien i>ie einer alten Waldenser Familie und war am 14. Juli 1861 in der Kolonie zu Rohrbach '.Er. Dieburg) geboren. Er wurde nach vollendetem Studium 1884 Pfarrvikar in Butzbach und ein Jahr darauf Pfarrassistent in Mainz, 1889 Pfarrer daselbst und wurde im Jahre 1891 als der erste Pfarrer an die ueube gründete Johaunesgemeinde in Tarnrftnbt berufen, wo er 6 Jahre eine sehr segensreiche Tfitigfeit entfaltete. Tann nahm er seiner angegriffenen Gesundheit wegen das leichtere Amt als Pfarrer in Dortelweil an und von dort wurde er am 1. Juli 1901 zum ersten Pfarrer an der neu errichteten Gemeinde in Heppenheim ernannt. Infolge seiner Verdienste um die evangelische Theologie wurde Guhol gelegentlich der 400jährigen (Gedenkfeier Philipps des Großmütigen von der Landesuniversität zum D. theol. hon. c. ernannt: Guyot war Begründer der liberalen Bereinigung der evangelischen Landeskirche Hessens und Begründer und langjähriger Vorsitzender des hessischen Diakonieverelns, auch Mil glied des Hanptvorstandes der Gustav-Adolf-Stiftung und des Evang. Bundes. w. Marburg, 3. Juni. Die beute hier tagende Gläubiger-Versammlung der Firma M. A. Strauß Ivar von über 200 Interessenten besucht. Rechtsanwalt Auth erklärte, das-, es bisher trotz großer Mühe nicht möglich gewesen sei, über die Verhältnisse ein klares Bild zu schaffen. Fest stehe eine U e bersch u l d u n g von rund 800000 Mark. In'ber weiteren Versammlung erklärte man sich darin einig, daß nur ein Ausschuß von Kaufleuten in der Lage sei, einen klaren Ueber- blick über die Verhältnisse zu schaffen. Der Vermögensverfalb tvurde dadurch herbeigeführt, daß M. A. Strauß bei einem anderen Konkurse vor ca. 10 Jahren ca. 180000 Mark Wechselverpflichtungen zu 1 ilgen hatte. Diese Wechsel wurden ständig prolongiert, wodurch durch den dazukommenden Verlust von Zinsen und Zinseszinsen mit der Zeit ein Opfer von 3/< Millionen seitens der Firma Strauß gebracht wurde. Die Banken, die früher und bis in die letzte Zeit Gläubiger der Firma waren und diese Prolongatrons- Wechselfleschäfte mit Strauß tnachten, siitd mit Forderungen an der Kasse nicht beteiligt. Man ist sogar der Ansicht, daß die Banken teilweise überzahlt sind. Man bewilligte der Firma ein Moratorium aus 1 Monat, wählte einen Ausschuß von fünf Personen und war allgemein der Ansicht, daß es sich ermöglichen werde, den Konkurs zu vermeiden und ein Arrangement zustande ;u bringen. 1 s^ Marburg, 3. Juni. Die vereinigten Ortsgruppen der Anti-Duell-Liga im Großherzogtum Hessen und der Provinz Hessen-Nassau halten am nächsten Sonntag hier ihre Hauptversammlung ab. X. Hanau, 3. Juni. Vom Magistrat ist der Stadt» Verordnetenversammlung ein Antrag zugegangen, wonach ein Ausschuß zur Beschlußfassung über die Errichtung eines Kaiser Wilhelm-Denkmal gebildet werden soll. Der Denkmalsfonds, entstanden aus zwei Stiftungen und auf» gelaufenen Zinsen, beträgt jetzt rund 76 000 Mark. ** Kleine M i t t e i I u n g c n aus Hessen und den Nachbarstaaten. Heinrich Wilhelm S e l l h e i m, zu Höch |t wurde znm Beigeo r b n c t c n gewählt und bestätigt. — Einer der ältesten Bewohner des Vogelsbergs, Landwirt Heinrich Span ist im Alter von 97 Jahren in Lichenrod gestorben. <ßcrid>tsfaaL Oifenbach a. M., 3. Juni. Der Einjährig-Freiwillige Schuring wurde vom Kriegsgericht wegen Vergehen gegen den § 175 und wegen Diebstahls zu l1/. Jahren Gefängnis und Versetzung in die zweite Klasse des Soldatenstandes verurteilt. Der prozetz Zchonebeck. >Allenstein,3. Juni. Allensterv steht im Zeichen des Mordprozesses gegen Frau v. S.chönebcck -W cd er. Obwohl die Angelegenheit zwei einhalb Jahre zurückliegt, ist sie hier doch noch in frischer Er innerung. Die beiden Opfer des Ereignisses, der erschossene Herr v. Schönebeck wie der durch Selbstmord aus dem Leben geschiedene Hauptmann von Geben, waren bekannte Persönlichkeiten. Nachdem Frau v. Schönebeck ün Anschluß an die Schreckens tat, die sich in der Nacht zum 26. Dezember 1907 ereignete, zunächst in das Haus des Oberleutnants von Graetz übergesiedclc und später in ein rheinisches Sanatorium gegangen war, hatte man sie hier nicht wieder gesehen und ihre Hierberkunft erwartete man daher mit ziemlichem Interesse. Am letzten Sonntag batte sie bei einer Automobilsahrt einen schweren Krampsansall erlitten und sich dabei die Hände verletzt, so daß es zweifelhaft erschien, ob die auf Montag festgesetzte Verhandlung vor dem Schwurgericht ihren Anfang nehmen könne. Allein die ziemlich energische Tarne hat den Zwischenfall schnell überwunden, ohne daß sich freilich voraussehen läßt, ob nicht im Laufe der vieltägigen Verhandlungen nochmals ein Zusammenbruch erfolgen wird, wie dies in der letzten Zeit öfter der Fall gewesen ist. In ihrer Begleitung befindet sich ilyr jetziger Ehemann, der Schriftsteller A. O. Weber, bekannt als Verfasser zahlreicher lieber» brettl-Lieder. Er betreibt in Charlottenburg ein Verlagsgeschäft seiner Werke, hat cs aber im übrigen nicht nötig, da er der Sohn eines mehrfachen Millionärs und Großindustriellen ist. Der iilteressantcste der Zeugen ist zweifellos der frühere Kriegsminister v. Einem gen. v. Rotmaler, der allerdings nur nebensächliche Bekundungen zu machen hat, nämlich darüber, was ihm seiner Zeit der aus dem Kieler Werftprozcß her bekannte Berliner Kriminalkommissar Wannowski über das von ihm herbei- ge führte Geständnis des Hauptmanns v. Goeben initgctcitt hat. Wannowski, der ebenfalls geladen ist, hat unter anderem bei seinen Untersuchungen in der von Goebcnschen Wohnung die schwarze Larve entdeckt, die von Goeben bei der Tat getragen und später in seiner Wohnung nur unvollkommen verbrannt bat. Diese Entdeckung wiöktc derart auf v. Goeben ein, daß er sein Leugnen aufgab und ein volles Geständnis seiner Schuld ablegte, durch daß er Frau v. Schönebeck auf das schwerste mit» belastete. Aus der Stadt Allenstein sind als Zeugen geladen zunächst das Ehepaar Graetz, bei dem Frau v. Schönebeck nach der Tat mit ihren .Kindern das erste Unterkommen fand. Sic sollen darüber Auskunft geben, wie sich Frau v. Schönebeck damals verhielt. Man rechnet mit einer Verhandlungsdaucr von etwa zehn Tagen, bei der zum Teil die Oeffentlichkeit ausgeschlossen werden dürfte. — Zum Vorsitzenden ist Landgerichtsdirektor .Geh. Justizrat B r ö s e aus Insterburg berufen worden. Tie Anklage wird durch den ersten Staatsanwalt P o s ch m a n n vertreten. Griginal-Drahtrneldungerr. 6tue Verschwörung in Japan entdeckt. Jokohama, 4. Juni. Hier ist man einer sozialistischen Verschwörung auf dec Spur gekommen. In mehreren ftaatlicben Werkstätten wurden Bomben gefunden, die dazu, bestimmt nxnen, den Ministerpräsidenten und sein ganzes Ministerium zu töten. * Paris, 4. Juni. Der Minister der öffentlichen Arbeitet erklärt, daß er seit einiger Zeit im Einverständnis mit der Gesellschaft die Frage über die Ru h e g e h ä l t e r d e r S ü db a bin a n g e ft c 111 en prüfe. Er warte nur noch die Vorschläge der Gesellschaft ab. , Paris, 4. Juni. Die Kammer genehmigte ohne Aussprache die Wahl von 504 Abgeordneten. Die übrigen 93, gegen die Widerspruch erhoben war, wurden für ungültig, erklärt. Ehristiania, 4. Juni. König Haakon, der demnächst den russischen Kaiser besuchen wollte, bat wegen! der Familientrauer feinen Besuch abgesagt und auf das nächste Jahr verschoben. Petersburg, 4. Juni. Aus G at s ch i n a wird gemeldet: Der Flieger Popow, der mit einem Wrightschen Apparat einen Flug von 15 Minuten vollführte, stieß beim Abstieg gegen einen Hügel, wobei die Flugmaschine zerstört wurde. Popow erlitt einen Hüstenbruch und Kopfverletzungen.■ Spidplan Pes Kurhaus-Theaters Baö Nauheim. Sonntag, 5. Juni: „Ter dunkle Punkt/ Wetteraussichten in Hessen am Sonntag dem 5. Juni 1910: Zahlreiche Gewitter und sehr veränderlich, warm, nur wenig Abkühlung. BESTE SARG Berlin, S. 42Rltlerstr.il Wien-Paris. Erdbeeren sind jetzt reichlich auf dem Markt. Frische Erdbeeren und Flammeri, gekocht aus Mondamin und Vollmilch, geben eine köstliche Nachspeise. Mondamin muß gut 10 Minuten lang kochen, um den schönen nußartigen Geschmack und die volle Nährkrast zu entfalten. Nur gute Vollmilch verwenden! Rezepte gr. u. fr. von Brown & Polson, Berlin C. 2. Biograph Plockstraße 12 04678 Plockftratze 12 Neu! Neu! Kenn Schauspieler und Prinz. Frei nach Alexander Dumas Schauspiel „Renn', von den Mitgliedern des Slönigl. Theaters in Kopenhagen gespielt. Personen: fican . . ........Herr Professor Nielsen $cr Prin;...........Herr Zangenberg «ras ...............H-rr Blom Gräsin ..............H°rr Nqtrup Fräulein Anna Damby........5rau Die Handlung spielt in London. Länge des Schauspiels 495 Meter. Einleitung: In der Mitte des vorigen Jahrhunderts lebte Kean, der größte und höchst bewunderte Schauspieler seiner Zeit, von allen Menschen geliebt und vergöttert, Freund und Kamerad mit hoch und niedrig, ja sogar mit dem Prinzregenten. Eines Abends sieht man ihn bei dem Grafen K., dessen Frau..... Ferner die großartigen Nummern: Nulpe geht in Stellung hum. Schlager. SifdwtJpScClti» wunderb. Naturaufnahmen. Bruderliebe Eine Tragödie auS dem Leben. Der schöne Schnee, hum. Schlager. Tackwälder in Siam, sehr lehrreich u. interessant Ein tapferer Retter, Dramatische Handlung. Tonbild: Als er Abschied nahm (in 3 Abteilungen.) 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Bon 3 Uhr ab: Schüler-Wetturnen, Jugendspiele, Konzert in der Festhalle und auf dem Festvlatze, Tanz. Abends 8 llbr: Preisverteilung. Abends 9 Uhr: Wiederholung des Festspiels. Abends 11 Uhr: Schlachten-Potpourri. Bäuerischer Gesangverein Abfahrt zum Gesangswettstreit nach Eronberg Sonntag vor mittag 4.59 Uhr. Standquartier daselbst: Hotel Kaiser Friedrich. Schorsch-Kall. °“") Student a. D. Konzertgarten Kolosseum. Greffen, Walltorstr. 36—38 :: :: Telephon 644 Grobes Men-Mzert Damen-Orchesters „Union". Sonntag den 12. Juni: Morgens 7 Uhr: Weckruf. Von 10 Uhr ab: Empfang der auswärt. Vereine. UVz—IV2 Uhr: Fest-Essen. Mittags 2 Uhr: Festzug vom Walltor aus durch die Stadt zum Jestplatz. Mittags 3 Uhr: Allgemeine Freiübungen, Muuer- riegenturnen, Kürturnen, Turmv-ele, Radballspiel, Konzert auf dem Festvlatze und in der Festhalle, turnerische Vorführungen und Radfahrer-Reigen in der Festhalle. Abends 8 Uhr: Aufführung des Festspiels in der Festhalte, Tanz, Pyramiden. 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