Donnerstag 3. Februar 1910 Nr. 28 Zweites Blatt Grlchetni tSßUch mit BvSnabme SsS Tonntags. 9 izert Entree fri rnd, neu ■ 10 eleg OIL IS Gieu^ 80t . St i 10: ein der romm, die ge- 31DS 6i M*. Sol ‘nd“ völkerrechtlich unhaltbar wäre, wenn im Kriegsfälle Angehöriger einer fremden Nation an der Spitze Flottenoperationen stände. Dem die türkischen Rüstungen gelten, fft durch tRotartonSbrud an» vertag bei vr6 blichen Uniöerfttätd»Buch» und 5fernbrudecete SL Lang« Dießen. Redaktion. ExoedrNon und Druckerei: Tchul* strage 7. Eroebrrion und Verlag ?>L Redaktion:112. LeU-Adr^ Anzeigers,eben» ■ - Bl Die ^Gtetzene, KamiNendlötter" werden dem .Anzeiger' otermal wöchentlich beigelegt, da- „Kretsbloti kür den Kreis Kietzen" zweuna! wöchenlllch. Du ..Landwirtlchastltchea Seit» krage»- erichemen monatlich zweimal. 160. T Tang uissM? B«es5‘ 'all Uett. V5 l,n«rteii?L 'SW yi Br- spielen können, muß das aufhören, was heute Demokratie zu sein scheint und in Wirklichkeit nur Uniformität ist. Für die Gleichmäßigkeit des Volkslebens lassen sich eine Un-- menge Züge anführen, insbesondere aus dem Reiche der kuli- narischen Genüsse, die doch sonst der Individualität reichsten Spielraum lassen. Schon alle Hotclküchcn bieten ziemlich die gleiche Kost. Zwar kann wohl der Ausländer die besonderen Feinheiten nicht so ganz genau unterscheiden, aber auch der Japaner bestätigt das allgemein. Wohin man kommt, dieselben Luppen, dieselbe Fischzubereitung, die gleichen scharfen Beigaben und nur selten Ausnahmespeisen. Noch auffälliger wird das, wenn mau das Essen der Japaner während der Eisenbahnfahrten ins Auge faßt: Ein Holzschächtelchen Reis und ein Holzschächtelchen mit scharfem getrocknetem Fisch und essigsauren Gemüsen, etwas Eierkuchen, zwei Eßstäbchen und ein Zahnstocher, das ist das (Senta, das man auf jeder Station, sei sic auch noch so klein, zu jeder Tages- und Nachtzeit für billiges Geld haben kann. Dazu ein Tonkänncksen mit grünem Tee und dos ist Mittag-, Abend- und Frühstücksmahlzeit. Der Arme ißt es, wie auch der Reich?, der Kuli, lote der Beamte unb selbst in Zügen mit europäischen Speisewagen sieht man die besten Passagiere der ersten Klasse meist bei dem heimischen Bentoessen. Dieselbe Gleichförmigkeit herrscht im Rauchen. Das ist ja ein glänzendes Geschäft des Staates, der fremde Ware mit bis zu 300 Prozent Einfuhrzoll beleget und so fast fernhält, um seinen Landeskindern in den Monopol- zigarettcn dann ein allerdings billiges, aber entsetzliches Kraut vorzusetzen. Eine unterste Marke für 1 sen beherrschen den Markt. Das sind je 20 Stück zu 8,4, zu 16,8, zu 21 und zu 25,2 Pfennigen. Höchst selten, daß einmal ein Japaner eine teurere Marke raucht, die billigeren bekommt er auf jeder- Station, alle anderen nur in der Stadt und in besseren Hotels. Das sllld nur wenige Beispiele, die sich leicht vermehren ließen. * Im Hotel in Taihvku (Formosa) erscheint der ewig lächelnde Boy mit der Botschaft: „Eine Lady will Sie sprechen." Donnerwetter, da schnelle ich auf, „eine Lady in Taihokn" wo es 20 Europäer gibt, das ist interessant! Aber japanisch' Boys beobachten nickst schlecht. „Eine japanische Lady," beruhigt mich grinsend mein kostbares Exemplar. Immerhin, auch das ist nicht ohne Als ich herunterkommc, wartet meiner ein Wesen, das kein Wort einer fremden Sprache versteht und mein Japanisch reicht gerade auS, sie in den Salon zu komplimcntiercn und zum Sitzen zu bewegen. Mein Dolmetscher kommt in 10 Minuten, Apolitische Tagesschau. Eine Folge des Rachlaufeus. In der „Deutschen Revue" Hut der französische Politiker und Publizist Andre Tardieu, auf Wunsch des genannten Blattes einen Aussatz veröffentlicht: „Vergangenheit und Zulunst der deutsch-französischen Beziehungen." Wir erfahren darin merkwürdige Sachen. So spricht ■ Die Gefahr eines griechisch-türkischen Krieges um die Insel Kreta bestand nun zwar schon seit geraumer: Zeit. Sie wird aber jetzt dadurch verschärft, daß Griechenland bofft, an Bulgarien, dessen Stammesangehörige in Mo-edonien sich durch das neue türkische Bandengesetz bedrückt ünd verfolgt fühlen, einen Bundesgenossen zu finden. Die Beziehungen zwischen Konstantinopel und Sofia sind trotz aller anderslautenden Versicherungen gerade wegen dieses Punktes nicht so, iviie sie sein sollten. Die Klagen der bulgarischen Macedonier finden daher in Sofia ein nur zu geneigtes Ohr, und das Vertrauen, das man dort auf die, wie es heißt, ja äußerst kriegstüchtige heimische Armee setzt, bringt es mit sich, daß man fich in der Umwandlung befindlichen Türkei überlegen fühlt und sich gern noch ein weiteres Stück Macedoniens angliebern möchte. Wie sehr man auch in Berlin die Entwickelung Briefe aus Japan. Von Tr. Fritz Wertheimer. XII. Tagebuchnotizen. Einer der Grundzügc des japanischen BolkscharakterS ist der Sinn zur Uniformität, der in ollen Menschen steckt, die Sucht im Rahmen zu bleiben, die Herde nicht zu verlassen. Die Organisation der Familie ist ja hier noch fester als irgendwo, bildet mehr als in anderen Staaten die Grundlage des Staatswesens. Sie ist das eigentliche Instrument zur Regulierung der sozialen Zusammenhänge, in ihr ist heute schon em -pest der Fragen, die uns als Alters-, Witwen- und Waisen, als Unfall- unb Krankenversicherung plagen, ivenn auch nicht immer hervorragend, so doch leidlich gelöst. Aber der Zusammenhalt m der Familie hat eben eine Gleichartigkeit geschaffen, die feine Individualitäten aufkommcn ließ und dem ist es auch mit -nzu^ schreiben, daß Japan in der Technik zwar viel gelernt hat, auch ein paar Stufen auf der Leiter der Kultur erklommen hat (eben die, welche jedermann leicht ersteigen kann, die nur die äußerliche Form geben), daß aber das innere Erleben des Individuums, das Hin.au ffteigen der Einzelnen fehlt. Man kann das im täglichen Leben stets beobachten, vielfach sehen, wie ein Band der Gleichmäßigkeit alles umschließt. Oberflächlichere Beobachter glaubten das als den demokratischen Grundzug des Volkes erklären zu sollen, weisen auf das überraschend schnell eingebürgerte System des Konstitutionalismus hin. Mit Unrecht. Es gibt fein Land, in dem Parlamentssitze mit ein wenig Geld leichtcr zu prringen wären, als Japan, in dem so wenig Persönlichkeit^, eben die wenigen, die es zur Individualität gebracht haben, alles dirigierten und beherrschten. Das ganze Parlament, nui Aus- »ahw! von einigen zwanzig oder dreißig, gehört zu der Klasse der Ja, ja und nein, nein Sager, die nickst mit dem Kypst den Porlament-diensi ableisten. Wenn das Demokratie bedeuten soll? Das Volk selbst ist auch gar nicht demokratisch, streb! »ar nicht nach einer verständnisvollen Beteiligung an der Re- inerung des Staates. Sein Horizont endet bei der Familie und bewundert kritiklos die paar führenden Geister. Das macht den 'Regierenden, bei denen man allerdings viel Intelligenz und Ge- chick findet, ihre Arbeit so leicht, oder manchmal auch so schwer. Sine Demokratie zu regieren wäre aber viel schwerer, weil in 'hr die Freiheit von Individuellen zur Selbständigkeit und zur 'Wntiming der Ansichten drängt Von all diesen Tmgen wtttz °aS Boi' in Japan noch nichts, wissen nur die ganz wenigen Gebildeten. Ehe in Japan eine Demokratie wird etne Rolle Tarbieu von dem Uebergange Elsaß-Lothringens an das Deutsche Reich und sagt, die Schwierigkeit und Unsrcherh it des Nebeneinanderlebens der bisherigen Gegner sei oeshalb so groß, weil zwischen ihnen der unverjährbare Anbruch auf Wiedererstatlung der von dem menschlichen Geiste verletzten Naturrechte sich geltend mache. „Weder ihr als Deutsche des heutigen Tages, noch wir als Franzosen des zwanzigsten Jahrhunderts sind persönlich verantwortlich für diese Sach- tage. Wir leiden an einem Uebel, das Bismarck und Moltke uns eingeimpft haben." Das „Wir", das Ansangswort des zweiten Satzes, bezieht sich auf Franzosen und Deutsche. Es wird, so schreibt dazu Graf Reventlow in der „Deutschen Tagesztg.", national fühlenden Deutschen, die der ewigen Versöhnungsphrase nück'lern gegenüberstehen, zunächst erstaunlich sein, hier zu erfahren, daß die Errungenschaften des Frankfurter Friedens in den Augen Frankreichs heute zu einem „Leiben" für das deutsche Volk geworden seien, und das der einzige schwache Trost dasür sei, daß nicht die jetzige Generation die . schwere Schuld auf sich geladen hat, sondern Bismarck und Moltke. Herr Tardieu spricht auch darüber, ob ein deutsch» französisches Bündnis möglich sei. Tardieu weist ein Bündnis weit von sich: das hieße für Frankreich, zum zweiten Male seine Unterschrift unter den Frankfurter Vertrag setzen; es würde töricht sein, von einem französischen Minister, wer es auch immer sein möge, eine derartige Spiegelfechterei zu erwarten. Außerdem würde das Bund- . nis Frankreich nichts nützen, seine Diplomatie kompromittieren, in London und Petersburg beunruhigen und die Macht Deutschlands auf dem europäischen Festlande äu sehr stärken. Sck altet man aber den Gedanken eines Bündnisses aus, worin besteht dann, fragt Tardieu, die so oft begehrte Verbesserung der Beziehungen? Frankreich habe seit vierzig Jahren weder angegriffen, noch provoziert, der dauernde Konflikt habe eine rein diplomatische Form angenommen. Und dann kommt die Hauptsache: „Aber Deutschland ist nicht mehr Herr und Meister in Europa!" Mitten im Frieden habe sich die gegenseitige Lage gründlich geändert, und Frankreich könne auf dem Fuße der Gleichberechtigung mit Deutschland verhandeln. Darin liege die Möglichkeit korrekter Beziehungen, und der große grundsätzliche Streit sei vertagt worden. Streitigkeiten untergeordneter Natur, die das Kleingeld des öffentlichen Lebens bildeten, könne man in freundschaftlicher Weise erledigen; auch Erleichterung des Zollvertehrs und ähnliche Dinge seien wohl erörterbar. Von umfassenderen und gründlicheren finanziellen Abmachungen, von der Zulassung wichtiger industrieller Werte, oder sogar von Staatspapieren an der Pariser Börse will Tardieu nichts wissen: das mürbe eine Gemeinsamkeit der deutschen und der französischen Zukunft bedingen, wie sie nicht vorhanden ist und nicht vorhanden sein kann. Komme dagegen Deutschland notgedrungen um eine Unterstützung durch den Pariser Markt em, dann höre die Frage sofort aus, eine finanzielle zu sein und würde eine politische werden ! Wir werden von diesem Zranzosen, den ein deutsches Blatt um seine Meinung gefragt hat, wirklich sehr gnädig behandelt. Baron de Schoen wird ganz damit einverstanden sein. * In einer Rede des nationalliberalen Führers Basser- mann in Mülheim a. Rh. sagte er u. _a.: Unter dem neuen Kanzler ist der Schwerpunkt der auswärtigen Politik hinübergegangen in das Auswärtige Amt, das in der letzten Zeit — ich erinnere nur an die Mannesmannsche Frage — gewisse Besorgnisse weckte, als ob die sichere Politik Bülows einer Politik schwächlichen Nachgebens weichen sollte. Die Autorität des Auswärtigen Amtes ist erschüttert. Das zeigt auch die Ablehnung des portugiesischen Handetsvertraaes durch die Kommission. Daß es mit unserer auswärtigen Politik so rasch bergab gegangen ist, das verdanken wir dem Zentrum, weil es den Fürsten Bülow gestürzt hat, aber wir danken es ihm nicht. Boltanforgen. Am Balkanhorizont ist wieder dichtes Gewölk aufgestiegen. Schon seit einiger Zeit gingen Meldungen durch die Presse, nach welchen die Türkei kriegerische Vorbereitungen träfe, Meldungen, die bisher von der Pforte selbst immer dahin interpretiert wurden, daß es sich dabei lediglich um Vorbereitungen zu den großen Manövern des zweiten und dritten Armeekorps handle. Jetzt aber weist die Tatsache, daß die Türkei reichliches Kriegsmaterial aller Art im Ausland aufkauft, die Reservisten einzieht, in Thessalien Drücken bauen und in Mazedonien Befestigungen Herstellen läßt, sowie der Umstand, daß von Adrianopel aus fortwährend Geschütze an die bulgarische und serbische Grenze gebracht werden, und dsß zum Truppeninspektor in Adria nopel Nazim Pascha, der eigentlich nach Mesopotamien gehen sollte, ernannt worden ist, mit großer Deutlichkeit daraus hin, daß sich aus dem Balkan wieder Ereignisse vorbereiten. Vielleicht hängt mit dieser kritischen Lage auch her Rücktritt des britischen Admirals Gamble, der die türkische Flotte reorganisieren sollte, zusammen, insofern es Siehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhejjcn warten wir also unb betrachten uns. Ein kleines, zartes Persönchen sitzt da, wie eine Nymphenburger Porzellanfigur, schmal unb geschmeidig vor mir. Kaum, daß die Füßchen in den blendend weißen Tapisockeu den Boden berühren und da auf den eleganten unb fein geflochtenen Sandalen mit der Fußspitze nach innen, wie das vornehmer Japanerinnen Art ist, aufstehen. Das Gesicht ist leicht geschminkt, das Haar aber nicht mehr in bei öligen unb fettigen japanischen Kunstform, ijnbern einfach europäisch in Knoten geschlungen. Ein duftiger Blumenkimono umschließt die Glieder und darunter wird hie unb da ein zweiter, bunterer sichtbar. Um die Hüften ist der breite kostbare Obigürtel geschlungen, den eine schmale Kordel mit goldener Schnalle festhält. Wie gejagt, lebendig geworbenes Nyinphenburg. Absichtslos, um nicht immer mein Gegenüber anzustarren, ziehe ich mein Notizbuch unb mache ein paar Auszeichnungen, als schon bas Persönchen aus seinen weiten Aermeltaschen Papier und Bleifeber holt, nm ein Gleiches zu tun. Jetzt verstehe ich: Das unvermeidlich Interview wirb diesmal von einer Dame besorgt! Die Vermutung stimmt, berat als wir uns beibe genügenb beschrieben unb der Dolmetscher erschienen ist, stellt sich heraus, daß die Herausgeberin enter Frauen, Zeitschrift in Formosa meine Ansicht über japanische Fromm hören will. .Es hilft mir nichts, daß ich beteure, unverheiratet zu fein, so daß mein Urteil über die Fran überhaupt jodenfalls zu günstig laute. Ein silberhelles kicherndes Lackzen und ein leises: Joso, bitte, dem man nickst widerstehen kann, unb der weibliche Kollege hat gefiept. Ohr besser bas Weib hat gesiegt. Denn es ist rin Genuß, dieses Wesen in seiner zierlichn Behendigkeit zu sehen, wie es bei jeder Auskunft tiefe Bücklinge von einer Ebenmäßigkeit unb Formenschönheit macht, Ivie sie nur die Japanerin machen taiin. Die schlanken Finger gleiten übers Papier, das Auge wirb lebhafter, bas dünne (stimmdien wächst auS einem leisen Hauchn zu energischerer Betonung, in beut Oststchöpfchu ist der Journalist lebendig geworben, der geschickt seine Fragen setzt unb seine Netze zuzieht, wo ber Andere einmal vorsichtig sich brücken will. Ter rauhe Baß meines Dolmetschers selbst wird unter dem Einfluß dieses Wesens stiller unb weickier, als lürcbic er, da? Porzellanfigülihii zu zerbrechen. Wie sicher unb bc- stimmt die Antworten ber Frau sind, als jetzt auch ich zu in ter viewen beginne unb mir japanische Franenideoie unb die Ansicht ber Japanerin über beutsches Frauenleben erklären lasse' Es ist keine japanisch Anita Augsburg, die da spricht, unb keine Sufraaette, aber ich habe ben Einbruch daß m dieser Weichheit unb Geschmeibigkeit doch eine unenbltdr Zähigkeit, ein Wille steckt, ber vorwärtsbrängt. Wie schwer wirb der harte Boden der türkisch-bulgarischen Spannung verfolgt, geht daraus hervor, daß jetzt der bisherige Gesandte in Sofia, Freiherr v. Romberg (geb. 1866), dem Freiherrn v. Seckendorf (geb. 1855) Platz gemacht hat. Vielleicht wäre die Gefahr, in der zurzeit der Balkanfrieden wieder schwebt, nicht so groß, wenn nicht, wie Griechenland auf die Hilfe Bulgariens hofft, Bulgarien seinerseits auf Griechenland rechnete und sich des Beistandes Serbiens und Montenegros versichert hätte, nachdem sich diese Staaten untereinander und mit Bulgarien über die macedonische Frage geeinigt haben. Fast scheint es, als solle der erste Zusammenstoß der Türkei nicht mit Griechenland und Bulgarien, sondern mit Serbien und Montenegro erfolgen. Meldet doch der „Standard" aus Nisch, daß diese Mächte die Absicht hätten, die Schwierigkeiten der Türkei zu benutzen, um den Distrikt von Tachliia zu besetzen. Und wenn der.„Standard" dieser Meldung, für die wir freilich keine Verantwortung übernehmen können, hinzufügt, daß Oesterreich-Ungarn bereits bedeutende Truppenzusammenziehungen an der türkischen Grenze vornehme, so deutet er damit bereits an, daß die Mächte, mögen sie untereinander über die Balkanfrage so uneinig sein, wie sie wollen, jedenfalls in dem Bestreben einig sind, das Kriegsfeuer auf dem Balkan nicht auftodern zu lassen. Ob sie mit diesem Bestreben auch heute noch Erfolg haben werden, ist eine andere Frage. * Athen, 2. Febr. In Reaierungs- unb politischen Kreisen ist man lebhaft erstaunt über die Befürchtungen, bic die Einberufung der Nationalversammlung zur Revision ber griechischen Verfassung in Konstantinopel hervorgerusen haben, wenn man ben Depeschen glauben barf, bie über biesen Gegenstanb an verschiedene Organe ber europäischen Presse gelangt sinb. Man hebt hervor, baß außer Gründen ber inneren Politik, welche die Einberufung der Nationalversammlung zur Verfassungsrevision als einen Ausweg aus ber burch die letzten (5reignih'e geschaffenen Lage veranlaßt haben, bie)er Gebaute der Einberufung in den Erwägungen ber leitenden Kreise gerade beswegen die Oberhand gewonnen habe, weil man den Zeitpunkt Der griechischen Legislaturwahlen hinauszuschieben wünschte, die den Kretern Gelegenhüt geben EÖrattm, ihre Absicht, Depu- tierte in bie Athener Kammer vu entsenben, zu verwirklichen. Anbererseits erklärt man, ist das neue griechisch: Kabinett, bas eine gemäßigte, durchaus reservierte Politik verfolgt, von den friedlichsten Absichten erfüllt. Es begeht aus Männern, die zu fing sind, um irgend etwas zu versuchen, was jene Besorgnisse rechtfertigen könnte. Aus allen diesen Gründen kann man )ich das Aufheben nicht erttäten, das von der Nationalversammlung gemacht wird, die dock) gerade ber Frage ber Entsendung kretischer Deputierter nach Athen jede Schärfe raubt. Athen, 2. Febr. Die Seßion ber Kammer wurde heute geschlossen, und zugleich die außerordentliche Tagung auf ben 14. Februar anberaumt. Athen, 2. Febr. Es bestätigt sich, daß die Regierung beschlossen hat, die Leiter der diplomatischen Vertreter ■ l u lend e r für Donnerstag, 3. Febr.: Oberbess. Gesell schatt iür Natur- und Heilkunde: 3. Vor- trag: Prof. Dr. A. Korn ans Berlin: Telegr. IlebernnUlnna von Bildern. Abends 8'/, Ubr im großen Hörsaal der Universitäl. F r e i d e n l'e r- V e r e i n i g n n g : Vortrag von Dr. Bie den tapp an-: Frankfurt: Was erzählen wir unseren Kindern? Abends 8'/._. Uhr un Einbornsaal. Deutscher P r i v a t b e a in t e n - P e r e i u: Vortrag von Ernst Nein em und ans Frankfurt: Die Bedeutung der Bestrebungen des Deutschen Vrivalbeanuen-Vereins für unser Wirtschaftsleben. Abends 8'/. Uhr im Hotel-Nestaurant Kobel. * " Landwirtschaftskainmer. Ain Dienstag sand die ,-Ersatzw a bl für den verstorbenen Vertraucnschann Phil. Euler im 1. Vertrauens rnännerkreiS, bestehend aus der Stadt Eießen und der Gemeinde Klein-Linden, des 1. Wahlbezirks der Provinz Oberhessen statt. Aus der Wahl ging, hervor.Kommerzienrat L. Heyligen siaedt, Inhaber der Maschinenfabrik Heyligenstaedt u. Co. Ter 'Gewählte ist Mitglied der Handelskammer, Vorstand dcS Ortsgelverbevereins. Anfsichtsrat der Gewerbeschule und Beigeordneter der Stadt Gießen. Es verdient, hervorgehoben zu werden, daß bit hie- sige Landwirtschaft bei der Wahl ihrer BernfSvertretung nicht einen Handwirt, sondern einen Großindustriellen gewählt bat. ** Die hessisch e Tub er t ulo se-A u S ste llu ng war int Kreise Opp en heim in Badenheim und Undenheim von se 1100, in Wörrstadt von 4.50 und in Nieder-Saulffeim von über 3300 Personen besucht. Für den Kreis Mainz rammt nur . lieber-C.hn mit .5000 Personen in Betracht. In den nächsten Tagen wird das Museum im Kreis Darmstadt ausgestellt, nm alsdann die Wanderung durch die Provinz Ob erliess en zu beginnen, die aber im Mai und Juni unterbrochen werden muß, da das Tuberkulose-Museum in dieser Zeit in Luxemburg und daran anschließend in Passau, Deggendorf, Straubing und Landshut ausgestellt werden soll. Insgesamt wurden bisher über 270 000 Besucher gezählt. ** Vom Freisinnigen Verein wird uns ge-- schrieben: Nächsten Sonntag den 6. d. M., nachmittags,.HW' der Freisinnige Verein eine öffentliche Versammlung ob, in der Pros. D. Rade aus Marburg über „L i b:cr al is- musund Staatsbürger tu m" und LandtagSavgeord- neter Justizrat Reh aus Alsfeld über „Tie hessische Wach lr e ch ts v o rl Frauen. Die Pcrsonenwage rourbc von 200 Personen benutzt, das Bad von 3 Personen besichtigt. *’ Perbrannte8 Heu. Ein Bauersmann aus einem benachbarten Dorfe hatte gestern nachmittag einen Wagen mit Heit hierhergcbracht, den er henke morgen an einen ftäiffet übliefern ivotlte. Er logierte sich in einer Wirtschaft in der Hanunstraße ein unb ließ den Wagen Heu die Nacht auf der Straße stehen. Gegen 4 Uhr heute früh stand plötzlich das Heu in Flammen; an ein Ablöschen ivar nicht mehr zu denken unb so verbrannte der Wagen vollständig. Jedenfalls wurde das Heu von frevelnden Händen in Brand gesetzt. Ter Wagen soll versichert gewesen sein. ** Wahres G eschichtche 11. Eine recht ergötzliche Ber- wechsluug passierte kürzlich einer Bauersfrau in einem Orte des Lumdataies. Hatte da eine Tochter aus der Großstadt zu Weih- zu beackern fein, den bisher des Mannes Alleinherrschaft in Japan so zähe festhält? Mein Gegenüber ist nicht pessimistisch, aber auch nicht übertrieben hoffnungsvoll: Wir müssen ganz umncrk lich arbeiten, ist ihre Devise. Die clnnbr dieses Interviews war eine der ästhetisch genuß rcidHlen in Javau. Ich hoffe nur, wenn morgen meine An fidyten und mein Autograinw in der Frauenzeitschrift prangen, daß td}' einen eben so guten Eindruck hinterließ! Man hat Osaka, das iapanisck>c Essen, das japanische Birmingham, das japanische Venedig, genannt. Tas beweist allein schon, wie törichte Vergleiche „man" mairchmal mad)t. ES ist keines von den dreien. Zu den ersten beiden fehlt ihm die gewaltige Arbeitsatmofphärc, der überwältigende Eindruck.einer.einzigen großen konzeickisi uen ArbeitSmaschine, das Gefühl, daß hier eine Hlsamw.enaehörigkeit aller unter den unbeugsamen harten Willen einer unsichtbaren Maschinengotthell existiere. Zu all dem ist Osaka zu sehr Venedig, hm zu viel Lieblichkeit. Aber zum Venedig hot cs wieder zu viel Industrie! Wohl spielt sich auf seinen Kanälen ein bunt bewegtes Leben ab. Tie Rückseiten der Hölzhäuschen sind von einer leichten sorglosen Luftigleit unb Bmrtirä! die ganz dem Treiben entspricht. Aber die Gondeln erfetze.n schwer belaßene Arbcitskähne unb den blauen Himmel, und die warme Deane verdeckt ein dicker Rauchnebel, den Hunderte von kleinen ur.b Dutzende von großen Schornsteinen stets erneuern. Osaka hot ein interessantes Leben. An seinen Flüssen und Kanälen spielt sich ein Hosten und Rennen ab, daS viel eher dem einer europäischen Hafenstadt gleicht, als das Bild eines /xroßen inpaniidieit Hafens, KobeS oder Yokohamas. Es ist eine Unsumme, von >Ucinhandel, der Osakas Bedeutung ausmacht, nicht der mächtige Import oder Export — dazu ist der Hafen noch zu seidzt und muß erst gründlich neu angelegt werden Die Absicht ist and: vorhanden, aber nicht das Geld sondern die Versorgung Japans selbst in erster Linie mit seinem Jndiistriebedarf. Aus den großen Fabriken wandern bie Waren in der -^tabt selbst zu den Groß unb den immer kleineren Kleinhändlern. Ter Ver- tcilungsprozeß, der sonst in allen Himmelsrichtung w iid), ab spielt, geschieht ui er zum großen Teil noch in der rtaöt selbst unb das gibt ihr Leben miö Lebhaftigkeit. Das sckeiick vielleicht größer als es in Wirklichkeit ist, well es in enge Gäuchen und Sträßchen sich zusammendrängt. >vo man sich schiebt und stößt unb jede Ridfcha fast ein Verkehrshindernis ist. Europäische Methoden herrschen auch hier. Die Dampfhärnmer dröhnen in den Eisenwerken unb die Elektrischen surren bitrd) ein paar breitere Straßen, die Banken haben Steinpaläste errichtet und Pinasson unb Motorboote kreischen unb tuten, als wären fix bie größten Seedampfer. Aber das Herz der Stadt ist echt japanisch. Die Hauptstraße ist eng itub hat keinen einzigen Steinbau, das Arbeiterviertel ist unberührt geblieben von der Moderne, in deren Bann seine Bewohner arbeiten und verdienen müssen. Und aud> die Bevölkerung im allgemeinen ist unberührter, japanischer geblieben, gleich der des benachbarten Klwto. Es ist tvpisch, daß der OsakamaNn von dem Wert' des Zeitbcgrifss nodi viel weniger weiß, als fein üitl weniger industriereicher Genosse aus Tokio. Es ist bezeichnend, daß in Japan das Osakamädchen als besonders schön gilt, aber daß man ihr, gleich wie ihrer Kchoto- schwester, ein wenig Beschränktheit nachsagt, nickst weil sie wirklich dumm wäre, sondern mir, weil sie noch naiver ist und roe* Niger moderne Methoden kennt. Nur ihr sittlicher Ruf ist nickst besonders unb wenn ich damit eine Einrichtung vergleiche, bie sich in kleinen Seitengäßchen Osakas heute noch findet, begreife ich das. Daß es Liebespärchen gibt, deren Liebe nur eine kurze Spanne Zeit dauert, EonmU auch anderswo vor. So bequem wie hier ist. es aber kaum: Man kommt in ein Haus, daS gänzlich leer unb verlassen scheint. Nur int Zimmer auf den TadansiS liegt das japanische Bett mit zwei Kopfkissen Unb man verläßt das Haus, nachdem man ein paar sen Zimmermiete auf ein Tableit gelegt. Kem Mensch läßt sich dabei blicken, fein Laut stört. Unb die Polizei, bie vielgewandte und menschenkmidige, drückt ihre särnllichen Augen zu. Ihre Organe wissen natürlich nicksts davon! ♦ Plan soll über japanische Dinge immer mit einer vorsichtigen Reserve sprechen unb das wenn unb das aber nicht vergessen. Es gibt nicksts was schwerer zu verstehen ist, als die Psyche des Japaners. So viel uns zum Beispiel über das stcreottspe Lächeln geschrieben und erklärt wird, ganz verstehen werden wir es nie. Jüngst unterhielt ich mich mit einem Dolmetscher über seine Familie. Er erzählte mir, er habe vor drei Monaten den einzigen siebzehnjährigen Sohn verloren. Tas bedeutet in Japan, roo die Fortpflanzung der Familie eine ganz andere Rolle spielt als bei uns, einen schweren Schlag Aber der Mann lachte, ober besser er lächelte krampfhaft dieses Universalgesicht, das den sie hier ausgeführt Hai. 'S deck N i d d e r t a l - <9erkl?tsfaaL Gießen, 3. Febr. Ein gefährlicher Betteltrick. In den ersten Tagen des Dezember tauchte hier eine Frau Bauer auf, die. allgemein auffiel. Von schlankem Wuchs, elegant Sängerbundes. Die Vorbereitungen zu dem Wettstreit sind in vollem Gange. Neben zahlreichen .KunstgegenNändeu und Medaillen stehen 1400 Ml', in bar und mehrere Fürsten- preise zlir Versügung. Der Meldeschluß ist auf 1. März und der Telegiertentag auf den 10. April festgesetzt. )( Marburg, 2. Febr. Die theologische Fakultät der hiesigen Universität ernannte den Propst Wilhelm Buß- mann in Jerusalem in Anerkennung seiner Verdienste um bie Auslanosdiaspora zum Ehrendoktor. B. war früher Geistlicher in Hannover. — Der Gewerbevercin und der kaufmännische Verein hielt gestern abend eine gemeinsame V c r s a m in lung ab. Das Handelskammermitglied Kauf- mann Stumpf gab eingehende Erläuterungen über das Gesetz zur Sicheruitg der B au f 0 r d eril n g e n. -jtircicten oer „x_sonrnalt|tin , die vor dem Schöffengericht auf- gedeckt wurden, Pellen lange nicht bin ganzen Schwindel dar, ( iß et t ft reit und dem Bnndesfest stoisch alle Gefühle der Mßenweft verbergen, das innere Erlebst i nur auf das Innere auch wirklich beschränken soll. Europäisch^' J Gefühl kann in diesem. Momente miterleben uub schweig-nd teil- j nehmen. Kurz darauf aber überfuhr unser Zug einen Mann, b$r ' gräßlich verstümmelt aus Den Schienen lag, und als mir nie» -j Dolmetscher erklärte, der Uebcrfahrene sei gewiß gleich tot, bis- | eine Bein sei ihm glatt abgefahren, da wandte idt mich schaudernr' j vor demselben Lächeln ab. Wir können in solchen Momente j die Größe bewundern, die in solcher gewallsamen Neberwinduny 1 der Gefühle liegt, mit dem Nach fühlen aber ist cs zu Ende. Aich ] das gehört ins unerschöpfliche Gebiet der Uniformität des Lebets j hier. Man wird die nötige Reserve insbesondere bei Vergleichen I nicht außer Acht lassen dürfen. Mau sollte JapMi überhaupt en 1 europäischen Vorbildern nicht messen, selbst wo es das will, I weil man ihm meist damit bitter Unrecht tut. Man kann dm | Engländer und den Deutschen vergleichen, n>ell die Grundlage ihrer 9 Kultur dieselbe ist, well die stetige Verbesserung aller Kommunikationsmittel einen lückenlosen Austausch aller Gedanken uni , aller positiven Errungenschaften ermöglicht. Aber diese garste Prämisse fehlt in Japan. Weder ist das Verkehrswesen so ausi d gebildet, daß im ganzen Jnsclreiche die aeivaltigcn Uw Wälzungen der letzten Jahrzehnte gleichmäßig hatten wirken können, noch ist der kulturelle Einfluß des Westens langsam uni' j ruhig gemig gekommen, um Boden zu fassen. Aas man an Kultur des Westens in Japan hat, ist Firnis, aus deutschen, englischem. französischen und sonstigen Ingredienzien zusammengesetzt. Aerm der Japaner sagt, er habe von allen Völkern chr bestes 0- - rtommen, so stimmt das technisch beiraikstet vollkommen. Kulturell aber nicht, beim daS Beste ist es nickt immer, was 1 berjelben niebn-gellgt, am 5. November 1909 gestohlen unb nodi $ Wtesbaben verkauft. Das hiesige Schöfscngericht verurteilte ben | Ateb wegen dieser n-o-ch obendrein an den Tag gelegten Gefühll I roheit zu zwei Wochen Gefängnis. Wandern und Reisen. ** Die Schülerherbcrgcn am Rhein. Wie bk Leitung ber Schüler- unb Stubentcnherbergen am Rhein mittcUt, hat ber Unterrichtsminister dem Rheinischen Verkehrsverein feinen' Dank ausgesprochen wegen seiner großen Verdienste, und zwar wegen der Errichtung ber Schülerherbergcn unb Herausgabe dis 3ihcin-Wanberbuches. Zur Unterstützung der rheinischen Verbergen bewilligte ber Minister 200 Mk. Randbemerkungen zu -er Wassernot iu Parisi Die Pariser, die von dem Hochwasser nicht birett ober um zum Teil Betroffen mürben, etwa dadurch daß die elektrische LelluW . unterlioitcn ist, die Zentralheizung nicht smiktionierl oder bas Telephon außer Bettiel gesetzt würbe, verfolgen mit großer 9Uf . merksam leit nicht nur die Berichte der Presse- die vielfach durv ihre llctertrcibuitgen unangenehm berühren, sondern aud) bie Laitaen . Listen der Spender, von denen nnmentltd> die des „Teinps" roätnrn- btc ausgLbehickesten und höchsten sind. Ten auinierlianteit Lesern ist es offenbar ipeniM darum zu tim, sich selbst und ihre Bekannieii dort zu finden, als vielmehr auf diejenigen zu fahnden, b'c „nicb.' da sind". Und da ejitbcdt man, nierati man so sagen darf, in erster Linie die beiden Präsidenteil auf dem französisi-2N Thron, solvehl den „Kaiser", wie den „König". Wenn Prinz Victor Narv" llon, der bie reiche Erbin des Königs Leopolds von Belgien noch nicht a'IS Gattin heimgeführt hat, selbst von den republil.mischLi I Blättern als relativ armer Schlucker angesehen wirb, so zeigt null m Kllidung, mit großem Hut, lief verschleiert mit einer jchwarienl Mappe unter bem Arm betrat bie Frau unsere besseren 'W.n rantö und Cafes unb erregte in ihrem tief ausgeschnittenen .ühihel bie Neu gier ber Männerwelt. Sie verstand es denn auch, 4 kamckschaften zu machen und sich die Zeche bezahlen zu lapen. I Frau Doktor nannte man die Dame, bie erzählte, baß sie für I auswärtige große Zeitungen über Gießener Kunst unb Wisjai I imart Artikel ichreibe. Plötzlich, anfangs Januar, verschwanb bi „^oiirnaliftm" von der Bildfläche und man erfuhr, bok der -Vcrr Amtsanwall ein besonderes Interesse baran hatte, si-V ar 'cr_?cnncn 5U fernen unb sie deshalb in .Haft nehmen lies! Am Dienstag verhandelte das Schöffengericht gegen oic Dani.- rocgcit Betrugs und Zechprellerei unb man erfuhr, baß thu g_ans geriebene Perfon einen neuen Trick der Bettelei in unserer ^tabt ausgeübt hat. In vier. Falken hat die Frau, oic m ihrem Mamie gejehieben ist, weif sie dem Trunk ergeben iü, lUosi.gc Aerzte besucht, ihnen erzählt, sie suche in Gießen schasiigung, habe bas Matururn gemacht und mehrere Semester Medizm studiert und sich als Ärankensckwester betätigt. Tie könne auch Abschrickcn von wisscnsckafckichen Arbeiten'machen, sie wolle nur Arbeit, um sich zu ernähren. Das Mitleid ber? erregte sie mit ber Angabe, ihr Mann hahe, nachbem er 2UUU0U Mk. burchgebracht, sich erschossen unb sie mit ihren fünf Stmbcrn zuruckgelasten, bie sie ernähren müsse. Da bie öerrettI ber Arbeit suchenben eleganten und rehegemaubten Dame leiderW nicht bienen konnten, so bat biefc schließlich um eine Unter-1 Nutzung unb erhielt sie auch reichlicher als landläufige Betller ■ ana-1VClfl)el •ei’e ^at Dame auch einen Geschäftsmann mit Mark heremaelegt. Auch ein Geistlicher befchenkte sie mit -^0 Ml. Gastwirt, bei bem btc Augellagte gewohnt hat. / geht nick 30 Mk. zur Leiche. Tie Angeklagte, bie wegen Betrug vorbestraft ist, würbe vom Schösfengericht wegen ihrer Schwin--. dclcten zu fünf Wochen Gefängnis verurteilt, von benen dr« Wochen als durch btc Untersuchungshaft verbüßt in Abzug kommen. Der Bitte ber Angeklagten, ihr auch ben Rest ber Strafe zu schenken, konnte ber Vorsitzestbe bes Gerichts nicht willfahren, du Herr meinte aber, bie 14 Tage gingen schnell herum. Tic Zetteleien ber „Journalistin", bie vor dem Schöffengericht ;ld) jogat in bei: fönic'jccn.utit Kreisen sehr .:irftaunt und airch in nx'itig belwfftn iib?r daS Stil'ttthrveigen des Herzogs von brl^ani-, der gegenwärtig mij, seinem 5-di.oik Villarn.mrigue ?'■ Häupttr der rotzalrsUschen/Partei 'unb* noch vielmehr bi.- streitlustigen am .-lau- du Rod"' s'ub.'n eine Tepesche um ri; andere an ihr.-n „König", der jedoch hinter daraus iuxt> nicht reagiert i an 'friir, „öamdLi" ist vjfenbar int Studium der irün-.ösischen Geschichte noch nicht über die Regierung des Bürger iänigi1 * 3 * * inib heran L'allspruch „Enrichisse^vous" hinausgekenniien ia cruitnwgiia: ü'ü't den Umfang der jetzigen Kntaftropbe ..seines" Landes im UitlTaren sein saun. Es ist ein wahres. Ber hängst iS lüt die rohalifti'dK Partei in Franlreich, das- Mapp var den Abgevrdnctcuwahlen der Prätendent sich so erhaben über das menschliche Ung lud ,;vigt, da die Nevublilaner nicht ermangLln ü.rben, in der bevor sie!, enden W ahltanipagna aus diese neue Schmutzerei des „Königs" hinzumeiseir. Tas radikale „Paris!- Fourrml" versickert allerdings, bet .Herzog von Orleans habe in den letzten Tagen nack Paris telegraphiert, aber nicht an sein politisch.s Bureau, sondern an ... . eine Dame, für die er sich lesonders inte res sunt, um ihr mitzureilen, daß der Zobelpelz. Von dem sie ihm gesprochen, zu teuer sei und daß er eine Quelle renne, WO er sich einen solchen viel billiger verschaffen könnte. Tiefer Zobelpelz wird wahrscheinlich noch lange an dem Herzog nan Orleans hängen bleiben. Ten konservativen und klerikalen Nörglern bleibt also nichts anderes übrig, als danach zu traelchn^ km Machthabern und Gesetzgebern der Republil etwas am Zeuge '.u flicken, mib da treffen sie in süßer Eintracht mit den revolutionären Sozialisten zusammen, um über Herrn Lau bot hcr- >usallen, weil dieser sich an. der öffentlichen Suchkription bisher rur mit zweihundert Franls beteiligt. Und dabei wissen Reaktionäre, wie Revolutionäre sehr gut, daß Herr Loubet in den sieben Zähren seiner Präsidentschast einen ansehnlichen Teil seines Inivatvermögens z-ugesetzl hat und jetzt srch mit* weit beidjeibeneren Einkünften begnügen muß, als mit denen, über die er vor seiner Pahl zum Präsidenten d.r Republik, ja zum Senats-Präsidenten, r.riügt.'. Sein Nachfolger, Herr Fall iß res, entgeht gleichfalls nicht der herben Kritik der scharfen Sittenrichter von rechts und links. Ter Präsident der Republik hat allerdings zu seiner 1. Svendr wn 20 000 Franks noch eine zweite von 10 000 Franks gefügt, allein er hätte, um seine Widersacher wenigstens halbwegs zu be- niebigen, mindestens seine vollen Bezüge für den Monat, also 100 000 Franks opfern müssen, lind die guten Rolmlist'n. die f ine Zeit dazu haben, vor der eigenen Tür zu kehren, überhäufen - die Abgeordneten und Senatoren mit ihrem Spotte, weil diele eid't einfach auf ihre Tiahen zugunsten du Opfer der Katasttophe ; belichtet haben. Man redritet ihnen nach, da8 die 30 000 Franks, * von der Kammer gewidmet wurden, bäum 1 Prozent der <546000 Franks aitsmad n, die die Erhöhung ihrer Tiäten #■9000 auf 15 000 Franks Frankreich gekostet haben. Sie rechnen 5®or i hr gut, aber der „König" rechnet noch v ft besser als sie. Tie allgemeine Lage bleckt für beit Augenblick noch immer sehr hitmklid. Aus den --allreichen Orten, aus denen das Wasser W nun allmählich zurückgezogen hat, laufen über einstimm enae Mldüngen von furchtbaren Verichiamwungen, Anhäufung go undhei tss chädli cher, Deine fern der Trümmer aller Art, von Aust- Kühlungen der Straßen, von Zusammensttrrzen der Gebäude ein, ckrz, die Arbeit, die zu leisten ist, erscheint immer gigantischer, es darf aud) nickt übersehen werden, daß ein großer Teil b;r I cherschvemmungsgLbiate Nur durch menschliche Kraft wieder trocken Megt werden kann: bekanntlich ist nämlich die Seine ort einigere Orten, wie beDnders bei Gemtevilliers und iit mehKren Gemcüldcn ns oberen S. ine-Laufts über die natürlichen Erhöhungen hinweg ii niedrigere Gelände gedrungen, aus denen sie nun beim Sinken les Stromes nicht zurück kann. Es handelt sich da um sehr betritt ende Gebiete, deren Trockenlegung Monate erfordern dürfte. MrHerstellung der normalen Ordnung sind Summen erforderlich., iftc austerordenüiche Maßregeln unumgänglich machen. Ter Pur i Fr Kmeinberat Turot verficht in der „Pftite Nüpubliaue" die These, Btt ganz Frankreich bei dieser Katastrophe seine Solidarität zeigen Hüffe; die Mittel, nicht nur zur Abstellung des großen Elends, rM rit nach zur Vorbeugung ähnlicher Katastrophen auf dem ge l'tantci: Oicbicte der Repuckft müßten durch eine Anleihe und durch | Lchöhung der k uschlagsstener in den verschont gebliebenen, reichen niugcrrndr werden. Ob das Milliarden kostet, ist I Mtaüitig. 2er Wohlstand der gefemten Nation hänge von dem L.r Mosfenen Gegend so ab, daß jedes Zögern unbegreiflich wäre, fii’-bi. Einwände gegen eine solche Allgeiueinbalastung der Nation MGunsten d.s schon vielbeneideten und ange einbeten Paris nicht > Eine grai. Frag.', d.e gleichfalls im Ministerrate besprochen Kurde, ist die bet Lebensmfttelpreiso in Paris. Es wurde dort ruchtticklick restg. stellt, dar die getroffenen Maßregeln völlig aus- reichend sind, um i. c v Teuerung vorzubeugeu. Nach den Fcst- st rügen trat ja au.ck klar hervor, daß in den Markthallen, ab- Icheh.n für C.u ijc und besonders für Karcksfeln, die Preise auch mhrend der Höck stni ststok kaum geschwankt haben. Ter „Temps" l>cmcrtt, daß bi .Kartoffelteuerung auf gewisse Machenschaften turückzusührei- i. die aber jetzt schon ohnmächtig wärm. Eine Erejiv!'.? Erck einiing auf den Straßen ist der Verkauf von Obst in kicher WinterjahvcSzeit zu Preisen, die sonst nie so niedrig u verzeichnen warm. Das erklärt sich daraus, daß große Lager in b.’n Markthast nvicrteln schnell vor der Wassergefahr geräumt t ort .'n. Tist cke! erschwenmrung einiger großer Mühlenbetriebo ort Paris, in Meaux, Eorbeil usw. erfordert die Zuftthr von Mehl •ns entfernteren 0 egenden, besonders aus dem Norden, die aber ft raus lecke und reich iick oonstatten gebt. Bemerkenswert ist Frnei, daß plötzlich großer Fisch Ueberftuß eingetreten ist, weil «er Fang in • :t überschwemmten Gegenden sehr ergiebig ist. Es iküd sch a-ßlich r er sich wt, daß die Weinversorgung von Paris M ckr lieberf(l.iuemiitmig von Borcy feine wesentliche Be-ftn- iuichtigung erleiden wird. . Varis, 2. Febr. Die Lage im Weichbilde der Stadt bessert ütz ständig. ^ari5, 2. Febr. Tie Seine fällt anhaltend Istefter. Bis ! ilhr morgens war daS Wasser insgesamt 1,45 Meter gesunken, •ui den Straßen, die noch überschwemmt sind, ist wegen der gc> Wen Wassertiefe der Bootsverkehr eingestellt worden. Vielfach *irrb:’n Brückenstege errichtet. j. Paris, 2. Febr. Bis heute vormittag 11 Uhr war die «-ntc um. 1 ckck Meter gesunken. Die Verbindungen mit mchrerm. -eien ber Umgebung sind nr>df abgcscknitten. Tie mit Wasser 3nö Eis bedeckte Boden flache ist etwa 150 Hektar groß. e Ein unglaubliches Todesurteil wurde vor ^lcht allzu langer Zeit in (910(5 über ein Dlädchen gefällt, 3 5 in der Not fein Kind getötet hat. Hedwig Werner hatte Iw.ftii’b bei einer Pflegerin untergebracht und bezahlte dafür '“natlicg 10 Mark, obschon sie nur 11.50 Mark verdiente. | l2ec es dauerte nicht lange, denn die Gemeindevorsteher Ober hau nsdorf, NiederhaunSdorf, U llerß» err imb ''Na 1; haben daS Kind ausgewiesen, damit späterhin feine Scherereien damit hätten. ?llleS Flehen ' Mutter war umsonst; das lkind wurde auögewiesen. 'töt uni sllichtig mufete die arme Mutter mit ihrem Kind ■ [)etitreii und alü niemand daL 5lind in Pflege nehmen wollte, da tarn die Verzweistung über das arme Weib und sie tötete das Kind auf freiem Felde. Man brachte üe vor die Geschworenen und diese haben, wie wir seinerzeit schon mißbilligend berichteten,' das Mädchen z u m Tode verurteilt. Wer aber ift schuldig an diesem Mord? Einzig und allem doch die Gemeindevorsteher, die sich die Scherereien sparen wollten. AlS ob es ein Amt ohne Scherereien gäbe, als ob c§ eine einzige Würde gäbe ohne Bürde.. Ist daS. daS deutsche Pfüchtbewußtsem? Und die Geschworenen? Viele bedeutende Rschtsgelehrte haben schon darauf hingewiesen, daß die Geschwörenen-Richter eine ungünstige Em- lichtung seien: hier ist wieder einmal ein Beweis dafür erbracht, denn welcher gelehrte Jurist hätte hier das Todesurteil gefällt? Nun regt Frau Ruth Ärv in der bekannten Zeitschrift „Die neue Generation" ein Gnadengesuch an, um dem unglücklichen Mädchen, das Lässigkeit und Pflichtvergessenheit in den Tod getrieben haben, wemgstenS das Leben zu erhalten. „Unterschrecht e5 alle'1, heißt es in dem Aufruf. „Tausende von Stimmen müssen emporbrausen ob solcher Geschehnisse. Mütter, die Ihr Kinder geboren habt — unterschreibt! Väter, die Ihr ein Herz für Kinder habt, unterschreibt! Alle, die Ihr einmal im Leben verfolgt und gejagt worden seid und nicht mehr aus und ein gewußt habt, — unterschreibt. Und schickt mir ein wenig Geld, daß ich den Kampf fortsetzen kann. Unterschriften zum Begnadigungsgesuch sind zu richten an die Redaktion der „Reuen Generation" Herausgeberin Dr. phil. Helene Stöcker), Berlin - Friedenau, Sentasliaß' 5. Geldspenden an Frau Ruth Brä, Herschdorf im Riesengebirge Hoffentlich gelingt e6 den vereinten Bemühungen alle» Menschenfreunde, die Begnadigung durchzusetzen, denn ,edel sei der Mensch, hilfreich und gut*. N. Sck. Der Vater der russischen Flotte. Tas kleine Boot, das Peter der Große sich bauen ließ und zum Teil selbst baute, um bei der Gründung Petersburgs und bei dem Baue der großen Kriegsschiffe die Newa damit zu befahren, liegt in der Festung in Petersburg ausbcwahrt und führt im Volksmunde ben Namen deck „Väterch^ms der russischen Flotte". Früher wurde es alljährlich einmal ins Wast'er gelassen und dann von der Festung und den Kriegsschiffen mit Kanonendonner begrüßt. Das Scliiischen ist 30 Fuß lang, acht Fuß breit und kann drei Segel aufipannen. Hinten am Spiegel i|i ein ins Holz geschnitztes Bild, das einen langbärtigen russischen Popen, der feine Hand über das Meer audftrctft, es segnend und weihend für das Tragen der russischen Flotte, die man m mehreren grobegeschnitzten Schissen aus dem Hafen fahren sieht. Leider hat man an der merkwürdigen Reliquie immer herumgearbeitet, um sie wassertüchtig zu erhalten, und ist dabei nicht gerade schonungsvoll zu Werke gegangen. Man bat es abgehobelt und übertüncht, man hat das alte Kupfer, das Peter selbst darauf genagelt, abgenontmen und anderes darauf gesetzt, die Segel erneuert usw. Dicht neben dem ,,Väterchen der russischen Flvtte" steht das „Mütterchen der P.tersburger Häuser", das kleine hölzerne Hüttchen, das Peter der Große an ber Newa für sick baute und das er bewohnte, bis prächtigere Häuser für ihn auigc’äbrt waren. tuurhe. th. Gießen, 2. Febr. Der Viehmarkt hatte einen Auftrieb von ca. 1000 Stück Großvieh und 250 Kälbern. Der Handel in Milchvieh Wär noch belebter als an den letzten Märkten, auch waren die Prüft infolge bei Eingreifens von süddeutschen Einkäufern besser als an den Faunarmarkttn. Erfahrene Hande s heute sind verwundere über die anhaftende gute Konjunktur in Müchwarc, für die in letzter Zeit ais Einkäufer Handeisieute aus Baden und Bayern auf unsere Zuckstviehmärkck in Mitteldeutschland erscheinen, w^rend früher unsere Einkäufer dorthin gingen. Nur durch diese vecnieh-rte Nachfrage kommt es, daß Milckftühe aiv- haftend hoch im Preise stehen und ein vorübergehendes Abschlagen von Umständen abMngt, die gar nickst vorauszusehen sind. ToS Geschäft in Fettvieh ließ sich wieder besser an, weil der Markt mit schöner Ware,,besonders in Rindern, beschickt war, die stark nach Frankfurt a. M. und Wiesbaden gingen und gut bezahlt wurden. Ter übrige Bestand in Fettvieh blieb in der Provinz. Ter Kälberhandel war, wie die Fa.lmarmärkl.e, flott bei hohen Preiftn. Ta der Vorrat in schweren guten Stücken Anreiz gab, mtrlcn für die Gwßstadte ziemlich starke Ankäuse gemacht. In Gmrgowsen standen ca. 20 Paare zum Verkauf, die zu annehmbaren Preisen unter kamen. Ter Sckstveinemarkt am zweiten Markttage hotte keine Bedeutung, da der Vorrat zu klein war, um einen preckbildenden Handel zeitigen zu können. Gehandelt wurden das Suick Milchkühe 1. Qr.nL 450 bis 600 All. «einzelne hervorragend chöne Tiere bis 550 'DU.), 2. Qual. 375—425 Mk., 3. Qual. 290 bis 380 Mk. ltzehandell wurde vro Schlachtgewicht Zentner kette Rucker 1. Qual. 69 bis 71 Mk. (einzelne Tiere bis 73 Mk.), 2. Qual. 67—63 Mk., fttte Kühe 1. Qual. 6>> bis 63 Mk., 2. Qual. 55-59 Mk., 3. Qual. 49 bis 53 All. Kälber 1. Qual. 76-82 All. (einzelne bis 84 'DU.), 2. Qual. 66 bis 74 'DU., 3. Qual. 56 bis 64 'DU. Fabrochien kamen pro Paar unter 1. Qual. 95" bis 1050 'DU., 2. Qual. 800 bio 900 'DU., 3. Qual. 700 bis 775 Mk. Fu der ckegend werden fette Ochsen mit 74—75 'DU., fette Schweine mit 74 bis 75 'DU. der Zentner Schlachtgewicht verkauft. F.C Wiesbaden. Viehhoi-Marktberzcht vorn 2. Febr. Austrieb: Rinder 67, Kälber 340, Schale 49, Schweine 342. Tendenz: Rinder mittelmäßig, Kälber mittelmäßig, Schake mittelmäßig, Schweine mittelmäßig. Preis Durch- pro 100 Pfd. stbmtlsprels Ochsen. L-ebenb. Ä^lachr- pro 100 Pfund «wich« t-ebenb. Snia-bt von-blSvon-bis acwichl Völlfleiscbige, ausgemastetc, höchsten Lchlachtwertes, höchstens 6 ^ahre alt 43—45 76—81 44 78 Junge, fleischige, nicht auSgemaslere und altere ausaemäslete 37—41 70—74 39 72 Färsen, Rühe. Vollslerschige ausgemästete Färsen höchst. Schlachtivertes 41—46 75—85 43 30 Pöllslestchrga ausgemäslete Stube höchst. Lcr-.achtiverteS vis zu 7 Fahren . . 84—89 65—70 36 67 Aelters ausgemästete Kühc und wenig gut entwickelte jiiugere.Kühe u. Färsen 80—33 60—65 31 62 Mäßig genährte stütze und Färsen . . 26—29 54-59 27 56 Kälber. Feinste Mast- (Vallmllchmast) und beste Saugkälber 50—67 84—9o 58 89 Mittlere Mast- und gute Saugkälber . 44—48 74-80 46 77 Wevingerc Saugkälber 37—89 62—65 39 65 Schake. Masllämmer und jüngere Masthammel 37—38 74-76 37 75 'jlcliere Maslhammel und gut genährte Schaü 32-33 64-66 3'2 65 Schwein c. Vollsieischige Schweine btß zu 2 Zentner üebeitdgewichl........ 57 —69 78—75 58 74 Vollsleis>in.ge 3d)ivetne über 2 Zentner L'cbcnÖfleiuid)t ... .... 57-69 78—76 58 74 Fleischtge Schrveirte . » . . . 5^—59 70—75 67 73 Handel. Konkurse in Hessen, lieber den Nachlaß des zu Oppenheim wohnhaft gewesenen und zu Mainz verstorbenen Schulbankfabrikanten Friedrich K v eutze r luurbe am 26. Jan. das Kontlnsverfatzreii eröffnet, da die Uebericbulbung des Nach» lasses nachgeivicfen ist und der Nachlaßvermalter ben Ai,trag auf Eröffnung des Konkursversahretis gestellt hat Rechtsanwalt Espenschied zu Opoenheim icurbe zum Konkursverwalter ernannt. SIonl'ur§fcrbeumgcn sind bis zum 15. Febr. bet bem Amtsgericht Ovpentzeim anzumelben. — lieber bas Vermögen bev Jakob Heng st Witive, Meta geb. Palm, in Gießen wurde am 9. Fan. bas Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Fischer in Gießen wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursiorbev- unflen sind bis 311m 19. Februar bei dem Amtsgericht Gießen anzumelben.— Heber bas Vermögen berElise (Seiftet von Friedberg würbe am 29. Jan. bas Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Keller in Friedberg wurde zmn Kontuiöverwalter ernannt. Konkurssorderungen sind bis zmn 19. Febr. bei dem Amtsgericht Friedberg cmziunelben. — Heber bas Vermögen bes Slau'manns Ennl Karl Willy, AUeintnhaders ber Firma Ftmer & Eo. zu D a r m ft a b, t, wurde am 29. Jan. bas Kon- kürsvSttahren eröffnet, da der Gemeurfchilldner dielen Antrag gestellt lyld seine Zatzlmigsunfählgkeit glaubhaft gemacht hat. Kaufmann Kail Techert tu Darmstadt wurde zmn Konkursverwalter ernannt Konkursforoerungen sind bis zum 15. Febr. bet bem Amtsgettcht Darinstabr I atrzumelden. Fansilien-Nachrichten. Geboren. Herrn Eduard Rtippersberg in Marburg em Sohn. — Herrn Karl Hetttzenröder in Grünberg ein Sohn. B e rl 0 dt. Frl. 'Dlartha Ltchrettstein in Butzbach mit Herrn Emil Rosenstem tu Herborn. — Frl. Anna Kraft in Wallet,rod mit Herrn Heinrich Böck tu Koddmgeit. — Frl. Katharine Pftll in Erbeittzaulen ntit Herrn Karl 'Dlüller in Zell. — Frl Käte Bauer mit Herrn Georg Helfeubem in Lauterbach — Frl. Sophie Leykec in 'Dfarburg mit Herrn Tr. med. Srrnon Eichelberg in Al.-Gtad- bach. — Frl. 'Dlarte Liubenbortt mit Herrn Ernst Becker, Pkairer in Fürth 1. C. — Frl. Ida Kißner mit Herrtt Heinrich äofmann in Scholten. G est 0 rde n. Herr Major Wilhelin Schucharb in Reinheim. - Frau Henriette Vellen, geb. Boch, in Oberndorf. — Herr Wilhelm Kroger in Marburg. — Tr. med. Rudolf Siebert, praft Arzt in Trebur. — Frau Sophie Katharina Ferber, geb. Winter, m Butzbach. — Herr Karl Weck in Hungen. — Frau Margarete (Sörlutg, geb. Lenz, in Wetzlar. — Herr Georg Rahn in Reimern rod. — Frau Christine Mutzlhause, geb. Schleining, in Marburg. — Frl. Lina Meurer in Wetzlar. — Frau Witwe Anna Maria Stein, geb. Hubert, in Klein-Allenstädleu. — Herr Oberleutnant Gustav Matthes tu Jugenheim. — Herr Oberstleutnant a. D. Karl Leydhecker ut Darmstadt. — Frau Wilhelmine Gombel, geb. Salzer, m Darmstadt lCird?lid?c Nactzricvten. 3srachtiiche Hehgioiisgemetnoe. (5otte$ouii|t m der Synagoge (Süd-Anlage), Samstag ben 5. Februar 1910: Vorabend 5.15 Hhr. P 0 r 1 c n-6 9.00 Uhr. Predigt. 91 a u) m i 11 a fl 6 3.30 Uhr. Sabbatausgang 6.15 Uhr. Osraemuuic neliqronsgesellschast. Gottesdienst. Sabbat^eier anx 5. Februar 1910: Freitaa abenb 5.00 Uhr. Sams ag vormittag 8.30 Uhr. Predigt. Nachutulags 3.30 Uhr. Labbat-Ausgaug 6.15 Uhr. Wocheuaottesdieust: 'Dlorgetts 7.00 Ubr, adettbs 7^0 Uhr. Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben. Febr. Welter 1910 c s tu tu 2. 2” 739,9 -{-0 2 4.5 96 SSE 2 1 10 2. 9" 738 8 —05 3 8 86 S>W 2 I 0 3 /*■ 736,8,-1,4 3,4 82 SSE 4 I 10 il |; | | Höchste Temperatur am 1. bis 2. Februar Niedrigste , „ 1. * w 2. ölieoerschlag: — 0,0 mm 4- 1,8 60. - 0,7 "0. Beb. Himmel Klarer Himmel Bed. Himmel — 1 1 ? »>.! TeSe.onische Kursberichte des Giesscuer Anzeisrers. mitgeteilt von der Bank für Handel nufl t'ranktarter Börste, 3. Februar, 1.15 Uhr. 3'/,*/<, Reichsanleihe .i- , . 3»/fi do. ^......... 3'/,0/0 Konsols ¥-'n. . . 3°/„ do. ..<■■?•; j1.:.. 3* Hessen 3.‘ Oberhessen ft . 4" 0 Oesterr. Galdrente . Oesterr. Silbenente. 4°/e Ungar. Goldrcnte 4" „ Italien. Rente . . 3",0 Purtngiesen Serie I . 8" „ Portndiesen „III - 4', ft/,, russ. Staatsaul. 191)5 4lZ3°/n Japan. Staatsanleihe 4°/0 Conv.Türken von 1903 94-20 t-5.25 94*15 85*25 93-00 93.00 99 80 99.10 94.95 64*30 99 90 98.30 94.50 Tiirkcglose 7 178.60 4",0 Griech. Honopol-AnJ. . 47.40 4°/0 äussere Argentinier . . 91.75 3°/0 Mexikaner . . ... 69.00 4'/.% Chinesen .... 100.00 Aktien: Bochum Guss . . . ... -47.10 Buderus E. W Hö.00 Elektriz. Lahmeyer,. . . 107.50 Hlektriz. Sehuckert . 136.50 Eschweiier Bergwerk . . 21i.2ü Gelsenkirchen Bergwerk . -16 80 Hamburg-Amerik. Pakett 137.20 Harpener Bergwerk .... 208.80 L.uuabütte ,..***. 197.75 Nordd. Lloyd . . . . . 102.40 Oberscbles. Eisen-Industrie 111.00 Berliner Handelsges. . . 182.40 Darmstädter Bank . . . 138.10 Deutsche Rank . . . 256.50 Deutsch-Asiat. Bank . 156.80 Diskonto-Kommaudit . ,ft 195L0 Dresdner Bank .... 16300 Kreditaktien . . 211.50 Baltimore- and Ohio-^wi-71 Eisenbahn .. .. . 115.70 Gotthardbahn . . .« . —.— Lombard. Eisenbahn •»*>#. 23.00 Oesterr. Staatsbahn . . >,. 161.50 Prince-Henri-Eisenbahn). 187.00 Tendenz ruhig. Berliner Börse, 2. Februar, litau fsci'si. i ’anada E. B 180.10 Darmstädter Bank . . . 137*b0 Deutsche Bank . . . . —.— Dortmunder-Union C. ». . 92.20 Dresdner Bank . .<* . 162.60 Ten-ienz geteilt. Harpener Bergwerk ... . 208.70 Liiurabütte L. 197.70 Lombarden E. B. . ... ? .T. 32B0 Nordd. Llovd . .<* .1.102.20 Türkeuluse . •, . . .. . 177.70 B Stil-Seid e V. Mk. 1.10 ab — Schon verzollt! — Verlangen Sie Muster! — D”/t (*. Henneberg:« Zürich. Biele Wege führen nach Rom "Wog^ur^ Lchöntzrit unb Bliite und bas ist ber Weg sachgemäßer Hautpflege, echte Mmrhvlim'eife sörberl bic Schönheit. b°/t Brührsche Universitäts-Druckerei» Schulstr. 7 Bitte um Offerte. 558 an den Gieß. Anz. IskV» **) Sekt-, Wein-, Wasserfl. u. Krüge kauit N. Körver, Rodh. Sir. 40. 769 [ssel’Ceefischß! 0881] Sch. M.-Wohn., 5 Zim., Küch. m. G., v-1. Avrils, v. Stemstr.50. 129 (0891 per sofort gesucht. i73- 1376 au vermieten. W HILGEN 768] Lndwigstratze 22v. D'e trauernden Hinterbliebenen. 740) Gcbrock-Anzug, tadell. erb., billig abzng. Steinstratze 88 I. Mvlius. 539] MALEREI Platz. Ihv3/. Seltersweg 81 p. mieten. 2.60 Mk. (65(1 Strümpfe und Joches lnne- Fern sprech er 236 769 Musterkarten auf Wunsch sofort zu Diensten- Die Restbestäude von dem O/r wird billigst besorgt. | Julins Schulze iiiUif-Cßdiuljc (Offene Stellen StellenMefuii Verl'chiedcm' 'UN Wietgeluche Reformhaus Giessen. Neuenweg, Nähe KreuAvlatz 741) Elektr. Stifter, 3fL, wie neu, billig abzug.. Steinstratze 88 I. ohne 147 15 M W], jeboi Gießen (^lftenveg 53), Goddelau, Düdelsheim, den 2. Februar 1910. Die Beerdigung findet Samstag, 5.Febr. 1910, nachm.3Uhraus dem neuen Friedhöfe statt. Änn$p!n§ Tel. 774. Für bte vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Vaters, Schwiegervaters, Großvaters und Onkels Eickel i. Wests, u. Gießen, den 2. Februar 1910. O8‘12 Jacob Friedrich und Frau geb. Peppler. Familie Westphal. 11X.-CI ueuauri 2U$CllCilfittid)e ? Schristt. Angebote unt. 0875 an den Gießener Anzeiger erb. In ein.Zkreisstadt, Nähe Gießens, ist ein Sattler- u. Bolftcrgeschäft unt. nun ft Beding, zu verkaufen. Hausgrundstück kann m. übernom. werden. Schrift!. Angebote unt 0825 an den Gieß. Anz. erb. 2-Zimmcrwobnuna mit Küche >>er 1. Avril von jung. Ehepaar gesucht. Schriftl. Angebote unter 0813 an den Gießener Anzeiger erb. 0874] Madcben, w. sch. ged. au jung. Ehep. gesucht f. Li N. Fr. Bauvcl, Bahnhofstr. N . 6068] Koch. u. Simmerm. f.Sioubeti ] sow. Köch. f. einz. Dame f. bierttel Fr. Hüttcnbergcr, SeltersweqL 1 Heinrich Fischer Karl Weide. Gießen, den 3. Februar 1910. 2 jitg. fleiß. Mck Zur Ballsaison empfehle Aufnahmen mit elektrischem Licht Geöffnet bis 8 Uhr abends. Auf vorherige Anmeldung auch später. Photographisches Atelier Seirerswep83 Telefon72» U eferung frei Ins Haus feit der ftinbcr. Probeflasche 30 Psg. Germania-Drogerie Carl Seibel. I*erd. Möbel - und Blockstrasse 7 ä Belgische Zuchtstute 13iähr., mittelschwer, schönes Tier, | weil hochträchtig, zu verk. Näh. Sonncustratze 1. Louis Adam. i | • (7181 ____________ 0* 1000 fach bewährt hat sich der Fenchel- honig aus der Germania- Drogerie bei Hutten und Heiser Herrn Franz Joseph Stroh sagen wir herzlichsten Dank. : geben n Tiefem 3 iijmjatti y baB i «leider % Bilar ■in diejei rind) diese Knicker 3 Sm litt $rae ÄfiJi Adreffenschreiben gesucht. Angeb. nebit Preisang. pro 1 Stück u. 0877 an den Gieß. A M. Keßln, ____________Neuenweg 33. ßnÖiiiOöÄriäüönöW- Off. m. Preisang. u. B. X. 100 Für bte vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem . Hinscheideü meiner lieben guten Frau, meiner rreusorgen- den Pflegemutter Margaretha Fischer, geb. Amend sagen wir herzlichen Dank. Für die trauernden Hinterbliebenen: gehabte Laden ist per 1. Avril mit oder Wohnung zu vermieten. Lehrmädchen ge 0800! 21. Fangmann Rai! Todes-Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß mein geliebter Gatte, unser lieber Vater, Schwiegervater, Schwiegersohn und Schwager Kerr Keorg Wilhelm Weppler Obcrpostschaffner heute nach kurzem, mit Geduld getragenem Leiden sanft entschlafen ist. Elise Peppler geb. Westphal und Kinder. Nl-Wastn-Wrakt aus der Kgl. Hosvarfümerie-Fabr. von C. D.Wundcrlicb, Nürnberg, um oen Haaren ein ounkles Ansehen zu geben, Dr. Orfila s Nutz öl, zugleich feines Haaröl, macht das Haar dunkel und wirkt haar- stärkend, beide ä 70 Psg., 1 20 Mk. W Kilbingcr, Drogerie. ID4/, .n jeder Kollenzahl zu den billigsten Preisen :: empfiehlt ^lennstiel Tapeten -Handlang GksPsls - Urlitrnüljmt Bringe einem geehrten Publikum von Gießen zur gefälligen Kenntnis, daß ich das seitherige Wrgtslhast non Hem Aeniilllm LlhM, Sandgasse in prima Qualitäten. Ganz besonders empfehle sehr danerhaste schwarze und lederbrauue Hin der st rümpfe in allen Größen zu billigsten Preisen w Strickwolle -w per Pfund von Mk. 2*7® an. Stricken und Anweben von Strümpfen meiner Papierhandlung als: Aiilhcste, AnWbendWr, htfitrt Aahlsederii, Tinte in kl. Flnsitzcn, Pnikpanicr mib fiotäd, Psststmilmkr, feiner LSschknrtsn, SmtnlationMntttn, (Nnobiitfier, Popier-Ltoff- lUäfrfjt !C. werden »och Sehr billig verkauft. Meine Ladeneinrichtung, teilweise mit Glasverschluß, wird ebenfalls sehr billig abgegeben. Verkoufslokal int Hofe links. 753 C Steinhäuser, Neuen Baue 7 7. Der seit langen Jahren von Uhrmacher O. W. Schmidt 7i) Stamm wettz. Wvandottes ji -k-ioinn von der Geflügelaus- > jcllunfl) verkauft st Karl Euler, Hammstr. 5. 0879) Ein träft. Zughund s. bitt. au verkaufen. Stcinstr. 43. Wr ». Jutzmehl kaufe jedes Quantum. Nessrni-Miiztn-Änttcr Marke „Sanitas“ Molkcrn-Butter-Ersatz Preis 1 Pfund *-8 Pfg., 3 Pfund Schellfische in Eispackung, feinste Nordseeware soeben frisch eingetroffen und billigst bei August Wallenfels, Marktplatz 17 Telephon 262 Prompter Versand in die Stadt und nach auswärts. 176 Neustadt 8. Ehr. Spies. wmi! Jon em jin uniei A einet 4 Titel Wisse feilt in fei liebe Mrzimer-Mljimg in freier Lage sofort oder Aum 1. April von ruhiger Tyamtlic au mieten gesucht. Schriftl. Angeb. mit Preis unter 752 an die Ge- schäftsstelle des Gieß. Anz. 3u vermieten k Arden Mning v Iut für i Kminadt'i fcn6/0(K Mtjtt Cer »Minden JMschei l.vden ge Wchst übe iNildM Mnaden, lincn, Qn 110 Mi ren der, löOO Mk png bei VNe er. »Knnah fr nächst 3‘ »Plus a | in fr Mer, früh eint fr von 6i FJß ttriir H'otion F Anlage PiÜidje < r ^tbaufh [Ntoiiri [liiner 3$( Ufa» V ’M lief ^ 100000 außer! M für L^$ab rw, recht Wichen pitnit b Weib, Welt haben ''■hu tue LW „t fent N tSN ISfwife q &5 tit PJ? Ein E^bem k"n daß ■ kVttlot! ENanb fe? fe: dir Rä n ^tl Siebet K»tn WS , VW übernommen habe. Ich werde bestrebt sein, durch pünktliche Bedienung meine werte Kundschaft stets aufrieben zu stellen, und bitte um gütige Unteritiifcunfl meines Unternehmens. Bestellungen nehmen entgegen Frau Bels, Neustadt 65, im Oktroihaus, Frau Schmidt, Sanbgafie 0878 Achtungsvollst Christian Beiz. X I 10? w >1' «f Phrenoloz beurteilt die Linien der Hans d Wunsch noch 3 Tage. Hu 08871 Souncnstrane 7 1 _L Geschnstshnnö SlaftcaSam1 In weichem seit 10 Jahren ein flottes Geschäft betrieben wurde, ist unter sehr günst. Bedingungen v. 1. April aü verkaufen oder au vermiet. Die Räume eignen sich auch sehr gut f. Bersandgeschäfte oder größere Bureaus. 1319 Peter Kroncnberg, Tel. 680.Süd-Anlage 7. Eine Anzahl gebrnnAe Zefen nni) Herde gibt billigst ab (526 Wild. Dürbeck, Neuenweg 18. 0830i 3 jg. Tobermauu-Pinicker mit Stammbaum zu verkaufen. Daniel Rinker, Lützellinden. | 4 Zimmer | Cderstratze 14 eine 4-Zimmerwohnung p.1. April, zu vermieten. (605 Näheres Schillerstratze 26. Asterweg 12, 4-Zim.-Wohnung Die neueste Sauerstofsheslmethode. Vanadoion, Vanudloserum i{|njeftionl, Phosphor- VanadioL Vanadioseptol. Vanadoform ufro., konzentrierte wässerige Lösungen von Sauerstoff überladenen Chloratsalzen mit einem ungiftigen Banadillmsalz. Die mächtige Wirkung beruht auf der Soaltung der Chlorade in Chlortde und Sauerstoff durch das Vanadium bei Berührung mit Alkalien (Blut. Bazillen ufro.). Die Mittel sind Erzeuger von Ozon im großen Mahstabe. Die Nahrung wird prompt ausgenutzt, Magen und Darm verdauen vollständig, das Blut vermehrt sich sehr schnell, die Körperzellen erstarken, der Stoffwechsel wird normal; zugleich vernichtet der aktive Sauerstoff durch Zersetzung die alkalischen Krankheitsgifte. Die Methode ist neu, von Kliniken und Aerzten genau geprüft und liefert bisher nie gekannte Resultate. Die Gebiete find: 1) Blutfchwtiche, Schwache der Kinder und (Nreiie lHerzmuskelschwäche), 2i Magen und Darmleiden iAppetit- lofigkeit, chromiche Durchfälle 2c), 3i Tuberkulose, Bronchitis, die Folgen von Syphilis, durch Vernichtung der Toxine und Bazillen, oie erhöhte Kraft des Blutes und den starken Appetit, 4) Nerven leiden (75 % der Neurasthenie), chron. Rheumatismus, Veitstanz, bestimmte Fälle von Zuckerharnruhr, 9äerenleiöen nach Infektionskrankheiten. Aerzll. Broschüre gratis. 1 FU für 1 Dlonat Mk. 10.— durch die Apotheken, wo nicht, durch die Versand-Apotheke des ärztl. geleiteten Bauadtumdepol, Köln-Üindenthal, Theresien- straße 34. Niederl.: Frankfurt: Adler-Apotheke» ^rieuicber . GB0S8E PORTRÄTS Te6 AllNlikl Mmn Buchs., Korresv. 2c. vertr., floBE Stenograph u. Maschinenschre«t wünscht zum 1. Aprtl Stelle. Schr. Angeb. m. GehaltsaitM unt. 0864 an den Gieir, Anz. eü Fg. Mann, militärfr., suchst sofort ob. spät. Stellg. a. Slot*. 1 ob. Lager. Schrtstl. Angebrie»^ 0882 an den Gteß. Anzeiger. Tücht. Mädchen m. vr. ?£^°l s. Stell, als K ödiin o. Haushälllm Näh. Neustadt 57 p. lU'l MW WM sucht sofort Stellung. „ Schriftl. Angebote unter i» an den Gieheti. Anzeiger ^Äodes. Tü^ige erste Ardeitm zum Garnieren gesucht. 73V________M. Hoi-Wenzel., (Sin Machen, flriinbL erfahr ist, nach Cöln ges. Gut. Lohn. |(Q Fr. Aug. Matzcr, Stevhanstr.l>z Hocheleg., yeuzeitl. ausgestattere 5-Zimnterivohn., 2. u. 3. Stock, eingerichtet. Badezim., all. Beauem- lichkeiten u. reichlichem Zubehör baldigst au oermieten. 1107 Näh. Eim, Friedrichstr. 121. 07931 ö-Zim.-W. p. 1. Avril z. verm. Sehr passend gelegen für Bahn- o. Postbeamten. Bahnhofstr. 59 QaSah am verkehrsreichen Platze 4/UlllIl in Wetzlar ist zu verm., event. wird auch Filiale übernommen. Schriftl. Ansr. unt 0824 an den Gieß. Anz. erbeten. | Läden etc. Laden per 1. Mai zu vermieten. 0861! Klenker, Seltersweg 16. Kreppein täglich frisch bei ]2&! Hofbacker Noll, Mäusburg 12. Prof. Dr. Grunwald’« Menthol-Dragees Mit guten Erfolgen angewandt bei allen Katarrhen des RachcnS und des Kehlkopfes. Schachtel Mk^ 1.—. Verkaufsstelle: 1160 Pelikan Apotheke, Kreuzplatz 2. 0863] Ein jung. Schmicdegkle ges. Hch. Paulus, Alten-Bul Zwei jüng. Zdincihcrgcg nnben dauernde Beschäftigung guten Lohn bei pj slonr. Aut. Artz, Schneidermia _________ln Lang-Göns. r-3-Umermhmg Nähe d. Nord-Anlage o.Nodi^ Str. zum Avril ob. Mai zu mit > gesucht. Schriftl. Angeb. m. unt. 0873 an den Gieß. Anz eä ^Aclterer Herr sucht rulm^ legene 2-3 Aimmev in vornehmem Hause, möglichst w Gartenbenutzung. Eigene Her7t zimmermöbei vorhanden. Universitätsnähe devorzuin. Schriftl. Angeb. mit Preise u. 0868 an den Gieß. Anzeig, eti G. Ä. Krämer, West-Anlage j ______Zuckerwarensabrik. PsttdekUiht iojort ßtsllß, Baugeschäft Scheppelmatm, 770] Roonstraße 20. ®ienftmäi)(fien gesucht Schellfische allerfeinste lebendfrifchc 173 sind in Eispackung eingetroffen bei Georg Wallenfels Marktplatz 21. Telephon 46. Gegenüber der Engelavotheke. Wein-Restaurant Conrad Köhler Seltersweg 70 Telephon 274 empfiehlt Diners. Soupers in verschiedenen Preislagen. Im Abonnement Preisermässigung. Vertu* mit AIM. Liefere Diners, Soupers, Festessen mit. Bedienung ins Haus. Saison-Speisen vorrätig. Austern y: Hummer :: Kaviar. Weine erster Firmen. AÄigcr Sdimntrgtjtlt per sofort gesucht. 760!___________E. H. Mülln. ox-341 Ein Schuhmacher-HM auf dauernde Arbeit gesucht Eckert, Licbigstrafie Ä 5 Zimmer | 763] Schöne 5-Zlmnrerwohn. mit allem Zubehör per 1. April ev. später zu vermieten. Frankfurter Straffe 7. Näh. Gg. Schäfer, Licher Str. 9. 150) Frdl. 4-Zimmerroohnung mit allem Zubehör zu vermieten. ________Flick, Bismarckstr. 6/8. _ | 3 Zimmer I 08/6] 3-Zlmmerwohn. zu vermied Schlffenberger.Weg 671. Näheres Löberstraße 3.______ 767! Schöne 3-Zimmerwohn. nebst Zubey. per 1. Äiärz zu vermiet. Bahnhofstraße 66. Eine 4- u. mehrere 3-Zimmer- Wohnungen zu vermieten. [703 Näheres Seltersweg 38.______ 747] 2 kleine Mans.-Wohn., neu hergerichtet, Korridorabschluß an ruhige Leute zu vermieten. ______F. Weiiel, Sonnenftr 6. Möbl. Zimmer | 0867] Schön möbl. Zimmer m. sep. Eing. sof. zu verm. Steinstr. 51 v. 0886] Schön möbl. Zimmer zu ver- mieten. Wetzsteinstraße 191. 0885i Sol. Arbeiter kann Kost u. Logis erh. Sonnenstr. 11 ll. 0828] Schön möbl. Zimmer per sofort zu vermieten. ____________Cderstratze 1 p. 0680) Zwei möbl. Zimmer mit voller Pension für je 50 Mk. pro Mon. au verm. Neustadt 48. 0755] Sch. möbl. Zimmer zu vermieten. Große Mühlgaffe 50 p. 0782^ Möbliertes Zrmmer zu ver- Jung. K anfmaun m. sch. Hand]^ f. Stontorarb. ges. Schriftl. Anges - m.Zeugnisabschr., Gehaltsang» > Eintrittsz. u. 0W9 a. d. Gieß. An^ 0872) Weiffnäli. emps. f. i. Ä»'I Ausb. v. Oberh. Marktvl. I Ö87Öi 2 Damen-MaSkenaM zu verleihen. Löverttr. 1?4 Im Frisieren soivie Sei waschen mit Trockenapp empfiehlt sich Frl. Partei Seltersweg 81 p L_______2J 07811 Körbe u. Stühle werd u. billig gestochten, (lob. vorn,. Parlhier, Sclterswe^I Schüler ert. gewisienh. Hilfe. Schriftl. An geb. unt an den Gießener Auzeiger^^l M>5] Einige Pflanzttücke am gesterner Weg au ve'. pachtetu»uq bei Schäfer, Wilhelmltr- 51^1 WiriSGhans-Verpachtur Zn Alsield isteine gut gelt««! Wirtschaft mit Stallung ver e-^ bald ober 1. April billig zu «1 vachteu. Ein guter Metzger wn- - O^chfer^zu ersr. i. der Deschösl des Gießener Anzeigers. yer* suche . j mit einer Molkerei in Betbin M zu treten, zwecks Abnahmr ei illlli Zentner Butter monatlich. l tiere auf nur erste Qualität Schriftl. Angeboie unter M an den Gieß. Anzeiger 0833] Flickarbeiten r. Schneids ro. atmen. Hlllcbraudstr^^ 10-12000MÄ per sofort ob. später uuszule^ Schriftliche Angebote unter an den Gießener Anzeiger e.v. 0890! 3-Zimmerwohn-, part., per 1. Avril zu vermieten. Philipp D. Gorr, Heuchelheim, ________Wilhelmstrahe 12.______ 7641 Mansardenwobn., 3 Zim. u. Küche,, per sofort oder später zu verm. Frankfurter Straße 7. 70-1] Schone 3-Zimmerwohnung im 1. Stock zu vermieten. ____________ Kirchenvlatz 21. 0779] (Line 3-Zim.-Wohn. v. sofort zu verm. Schützenstraße 35. I Verschiedene | Ecke Frankfurter- u. ^Friedrich stratze 14, 1. Stock, hochm., neuztl. ausgestattete 7—S-Zim.-Wobn. mit all. Beguemlichkeiten baldigst zu vermieten. 1106 Näh. Eim, Friedrichstr. 12 I. Die erste Etage meines Hauses, Ecke Gutenbergstrahe u. Schiffen- berger Weg, 6—7 Zimmer, Badezimmer und sonstiges Zubehör, ilt ver 1 April zu vermieien.