9tr* 152 Viertes Blatt 160. Jahrgang Erscheint IS-Nch mtt Ausnahme deS Sonntags. AAA AAi ä A a. Die ^«tetzeaer SamittendlStter" werden dem R WM > e II BT S X I Bl* WÄ /| ■ »^iääs wöchentlich. Die ,.Landwirtschaftlichen Seit* j— Y « ? fragen" erscheinen monatlich zweimal. General-Anzeiger für Oberheßen Samstag ».Juli 1910 Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Universitäts • Brüh- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^bl. Redaktion: 112. Tel.-Adr^ AnzeigerGießen. Politische Tagesschau. Vollmacht für die Staatsanwaltschaft? Nach den Bestimmungen der Strafprozeßordnung ist die Staatsanwaltschaft verpflichtet, wegen aller gerichtlich strafbaren und verfolgbaren Handlungen einzuschreiten, dagegen ist in bezug auf Beleidigungen vorgeschrieben, daß 'die Staatsanwaltschaft,nur dann die Anklage übernehmen soll, wenn dies im „öffentlichen Interesse" liegt. Da aber int Gesetz der Begriff des öffentlichen Interesses nicht näher bestimmt wird, findet er die verschiedenartigste Auslegung, so daß die Ta-bespresse recht oft Gelegenheit hat, die sonderbarsten .Entscheidungen zu veröffentlichen. Da nun aber tatsächlich verschiedene Ansichten darüber möglich sind, was „öffentliches Interesse" ist, so sollte man meinen, es müsse eine höhere, unparteiische Instanz vorhanden sein, die im Zweiselsfalle ihren Spruch zu fällen habe. Sonderbarerweise ijft eine solche tatsächlich geschaffen für alle Entschließungen der Staatsanwaltschaft mit Ausnahme gerade derjenigen, die Beleidigungen betrifft, so daß die An- llagebehörde also Vollmacht hat zu entscheiden, was öffentliches Interesse ist. Jede Beschwerde an das zuständige Oberlandesgericht wird mit dec Begründung zurückgewiesen, daß die Verfolgung einer Beleidigung ganz in das Ermessen der Staatsanwaltschaft gestellt sei. Ta nun Beamte unb Lehrer in zahlreichen Fällen von den vorgesetzten Behörden genötigt werden, Beleidigungen zur gerichtlichen Ahndung zu bringen, so müssen die betreffenden Bestimmungen der neuen Strasprozeßordnung doch wohl einen Zusatz erhalten, nach dem das „öffentliche Interesse" stets für vorliegend zu erachten ist, wenn Beamte oder Lehrer auf Veranlassung ihrer Behörden Strafantrag wegen Beleidigung stellen müssen. Vielleicht schenkt der Ausschuß des Reichstages, der das neue Gesetz vor- berät und gegenwärtig über das Anklagemonopol des Staatsanwalts verhandelt, vorstehenden Ausführungen eine wohlwollende Beachtung. Der Aüensteiner Mordprczch. Al len stein, 1. Juli. Zur heutigen Sitzung war die Angeklagte wieder nicht erschienen. Der Vorsitzende bittet den Medizinalrar Eberhardt, den Geschworenen Bericht mi erstatten über seine gestrigen und heutigen Untersuchungen an der Angeklagten. D-2r Sachverständige schildert eingehend den Zustand der Frau von Schönebeck-Weber und kommt zu dem Schlüsse, daß sie heute auf keinen Fall verhandlungsfähig sei. Rechtsanwalt Bahn bemerkt hierzu, daß nach seiner Ansicht die Angeklagte schon die letzten 10 Tage nicht mehr verhand- lungsfähig gewesen sei. Hierin erblickt der Vorsitzende eine Kritik feiner Geschäftsführung, die er zurückweist. Er habe stets die Angeklagte gefragt, ob sie noch verhandlungsfähig sei und sie gebeten, sich sofort zu melden, wenn sie nicht mehr imstande sei. den Verhandlungen zu folgen. Der Erste Staatsanwalt und die Sachverständigen bestätigen dies dem Vorsitzenden. Rechtsanwalt Bahn erklärt noch, der jetzige Zusammenbruch beweise, daß die Angeklagte seelischen Aufregungen überhaupt nicht gewachsen sei. Wenn vor den beiden Verhaftungen der Angeklagten in Allenstein und später in Charlottenburg ein Psychiater gehört worden wäre, würde es überhaupt nicht zu etrtec Inhaftierung gekommen sein. Der Erste Staatsanwalt erklärt demgegenüber, er habe geglaubt, daß die Angeklagte, nachdem sie die anstrengende Reise nach England hinter sich hatte, auch haftfähig sei. Es wird schließlich beschlossen, morgen vormittag 9TA Uhr noch einmal zu versuchen, die Verhandlungen wieder aufzunehmen. Jedenfalls wird wieder ohne die Angeklagte verhandelt werden müssen, denn diese hat heute nachmittag gegen Vz4 Uhr einen Selbstmordversuch gemacht. In einem unbewachten Augenblicke versuchte sie sich die Pulsadern aufzuschneiden und bradjte sich Verletzungen am linken Arme bei. Ihr Zustand ist nicht gefährlich. Sie wurde noch heute abend in die Irrenanstalt Kortau überführt. Gießener Strafkammer. ! ' TI ' )( Gießen, 1. Juli. x Erpreffungsversuch legt die Anklage der zwanzigjährigen Dienstmagd A. B. aus Düsseldorf zur Last. Sie Ivar infolge plötzlicher Enllassung von ihrer Herrschaft zu Friedberg im Unfrieden geschieden und hatte sich nach Frankfurt a. M. gewandt, wo sie Verwandte hat. Bald nach ihrer Entlassung lief bei ihrer früheren Dienstherrschaft von Frankfurt aus ein Brief ein, der mit M. Z. unterzeichnet war, ungefähr des Inhaltes: „Mache hierdurch die Mitteilung, daß ich von meiner Schwester erfahren habe, daß Ihr Sohn ihr auf 'Schritt und Tritt nachgestellt habe und sie habe notzüchtigen wollen. Er hat sich auch an dem früheren Mädchen vergangen, wofür wir Beweise genug haben, ihn der Staatsanwaltschaft zu überführen. Wenn Sie geneigt sein sollten, ein Schweigegeld zu zahlen, so wird von einer Anzeige Abstand ge-< nommen und Sie werden ersucht, 400 Mark unter M. Z. hauptpostlagernd Frankfurt innerhalb acht Tagen zu senden, sonst wird unverzüglich Anzeige erfolgen und Sie werden schwer bestraft. Bitte eingeschriebenen Brief zu schicken. Hochachtend M. Z." Da die Schrift-eichen auf die Hand der Angeklagten beuteten, wurde sie in Untersuchung gezogen. Nach anfänglichem Leugnen gab sie zu, ohne Zutun eines anderen den Brief geschrieben zu haben. Etwas unanständiges habe sich der Sohn ihrer früheren Herrschaft ihr gegenüber nimt erlaubt. In der Verhandlung widerrief sie ihr Geständnis; die Polizeibeamten hatten ihr gesagt, sie solle Lustschiffahrt. Hammondsport (New-York), 1. Juli. Der Flieger Glenn Cnrtiß wollte vor Offizieren die Nützlichkeit der Flug- maschine im Seekriege nacbroeifen und ließ auf das ein Kriegsschiff darstellende Ziel 20 Bomben niederfallen, von denen 18 getroffen haben sollen. diese Angaben machen. Sie habe weder einen Brief geschrieben, noch einen solchen zu Gesicht bekommen; es sei aber richtig, daß ihr der Sohn nachgestellt habe. Sie sucht die Sache auf eine Jrgu, die früher in Friedberg gewohnt hat und viel zu ihr Eam, zu schieben. Diese wohne jetzt auch in Frankfurt und hat ihre Verhältnisse genau gekannt, weshalb sie. diese als Täterin tm Verdacht habe. Unter diesen Umständen war das Gericht genötrgi, die Sache zur weiteren Aufklärung auszusetzen und einen Schreib- sachverständigen zu laden. Diebstahlsversuch ist den Arbeitern W. Sch. aus Rodheim b. Friedberg und W. L. von Bellersheim zur Last gelegt. Die Angellagteu versuchten in einer Backsteinfabrik zu Friedberg ein Stück Eisenrohr, das zur Verbindung eines Wasserbehälters mit dem Brunnen diente, zu entwenden. Sie wurden dabei beobachtet und als sie dieses merkten, ließen sie von ihrem Vorhaben ab Beide sind wegen Diebstahls vielfach vorbestraft. Sch wurde zu drei Wochen und L. zu einem Monat Gefängnis verurteilt. Der SchnapSteufel spielte bei der Familie des Gelegenheitsarbeiters L. R. aus Wolfsgruben in Butzbach eine große Rolle. Er kam betrunken nach Hause und machte Skandal, daß sich die Nachbarn über ihn beschwerten. Um seiner Frau, die nach seiner Angabe „voll Schnaps" war, einen Streich zu spielen, warf er ihr einen Korb voll eingeweichter Wäsche auf die Straße nach und da sie ihm bei seinem Mittagsschlaf störte, schloß er sie vor die Türe. Da derartige Exzesse vielfach vorkommen, ließ ihm das Amtsgericht einen Strafbefehl wegen Ruhestörung über 10 Tage Haft und wegen des Werfens mit der Wäsche einen solchen über 3 Tage zugehen^ Er erhob Widerspruch, aber das Schöffengericht verwarf diesen, was ihm Anlaß zur Berufung gab. Er bestreitet, skandaliertl zu haben, auch -sei er nid# betrunken gewesen, es könne sich höchstens um einen epileptischen Anfall gehandelt haben, da er von der Sache nichts wüßte. Dagegen habe seine Frau in ihrem Schnapsrausch Skandal gemacht, weshalb er sie ausgesperrt und durch das Hinauswerfen der Wäsche geärgert habe. Inzwischen ist er wegen Müßiggang, Trunksucht und Vernachlässigung seiner Familie bestraft worden und seine Kinder befinden sich in Zwangserziehung. Die Strafkammer hielt die Feststellungen der ersten Instanz für richtig, doch sei nicht nachgewiesen, daß durch das Hinauswerfen der Wäsche auf die Straße, Vorübergehende hätten verletzt oder beschmutzt werden können. Die Verurteilung wurde in dieser Beziehung aufgehoben und im übrigen die Berufung' zurückgewiesen. 11*4^93 lLr. Zimmer, instailationsgeschäfi _________________________________ Bahnhofstrasse 12. Enorme Auswahl in Patent-Rohrplatten- u. Pappelplatten - Kotier. Denkbar solidester Koffer, unerreicht an Haltbarkeit, Gewichtsersparnis u. Preisen. Alle erdenklichen feinen Lederwaren etc. Anfertigung aller Lederwaren in eigener Werkstätte. Ang. Kilbinger Seltersweg 79 a. 3441 Königlich taste Kteei-loterie. Die Ziehung der I. Klasse 223. Lotterie beginnt am 8. und 9. Juli ds. Js. Lose V1» Vs. v4 % vt M. 4.— Mk. 5.— M. 10.— ML 20.— ML 40.— pro Klasse sind, so lange Vorrat reicht, zu beziehen durch die Königl. Preuss Lotterie-Einnehmer in Giessen: Buchacker Neuen Baue 11. 3625 Flimm Walltorstrasse 63. Legler (J. Rickersche Univ.-Buchhandlung( Süd-Anlage 5. 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Reise-Gläser Jagd-Gläser Opern-Gläser 3012 empfiehlt "T'EilÄÜT Vergebung von Bauarbeiter». Die Nohbauarbeitcn für den Neubau der Blindenanstalt zu Friedberg sollen unter Hinweis aus den Ministerialerlaß voin 16. Juni 1893 ans dem Wege öffentlichen Wettbewerbs vergeben werden. Die einzelnen Arbeiten sind in je 3 Lose getrennt (Los 1 Hauptgebäude, Los 2 Werkstätten, Los 3 Direktor- wohnnng), und können die Lose getrennt oder zusammen vergeben werden; ausgenommen davon sind Basaltlava- Und Bef'marbeit, die ungeteilt vergeben werden sollen. A. Erd- und Maurerarbeit: Grundaushub, cbm: Los 1. 2402; Los 2. 939; Los 3. 77; Bruchstcinmaucrrvcrk, cbm: Los 1. 1439; Los 2. 594; Los 3. 273; — Badsteinmauerwerk, cbm: Los 1. 1376; Los 2. 344; LoS 3. 146; — Asphalt isolicrung, qm: Los 1. 302; Los 2. 202; Los 3, 60; — (Houdrouanstrich, qm: LoS 1. 388: Los 2. 135; Los 3. 53; - Betonboden, qm: Los 1. 765; Los 2. 80; LoS 3. 27; Dübelsteine, Stuck: Los 1. 1450; Los 2. 300; Los 3. 176; Prüft sche Wände, qm: Los 1. 427; Los 2. 40; (Hefachausrnaucrung, qm: Los 3. 218; — Balkenfelder auszulegcn, qm: LoS 3. 254; usw. B. Stcinhaitcrarbeit in Sandstein, cvent. Kunststeine: Hausteine, cbm: Los 1. 80; LoS 2. 5,9; Los 3.12,6. C. Stcinhauerarbeit in Basaltlava: Hausteine, cbm: 13,6. 1>. (^isenbctouarbeiten: Decken, qm: 3961; Dachfläche, qm: 900; — Treppenstufen, Ifdm: 228; .Hauptgesims, qm: 153. E. Zimmerarbeit: Tannenholz zu liefern, cbm: LoS 1. 92; Los 2. 65; Los 3. 48; Dannenholz abzubinden, m: Los 1. 6760; Los 2. 3800; Los 3. 2110; - Dachgesims, m: Los 1.112; Los 2. 100; Los 3. 55; Holzgeländer, m: Los 2. 52; Lattenverschlag, qm: Los 2. 60; — (J Zitronen, Limetta. Lemon Squash, Oj Grenadine. Orangen etc. ■ Sff Ganz vorzüglich zu erfrischenden Limonaden e Bf sowie als Beiguss zu Puddings, Flammeries etc. I Originalflasche gibt 5 Pfd. feinst.Limonadesirup M u. kostet n. 75 Pfg.— Z. Versuch1 /> Fl. 40 Pfg.— Die Ersparnis ist daher enorm! 1 Pfund Stellt SlCh f,X U* ferlib auf Ctwa 25 Pfg. Otto Reichel, Berlin SO. 'Jr ti rosste Spezial fabrik Deutschlands Du wertvolle Buch: „Die Destillierung im Haushalt“. | Gratis! | Ueber 150 erprobte Rezepte zur Selbbthereitun»: von Kognak. Rum, Likören, alkoholfreien Getränken etc. Warnung vor minderwertigen Nachahmungen! In Glessen bei: Adolf Bieler, Marktstr. 5. Emil Karn, Schulstrassc, Carl Seibel, Frankfurter Str. 39. 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Freie Auswahl Vorbehalten. ZuschlagLfrist 14 Tage. Gießen, den 28. Juni 1910. Großh. Kulturinspektion Gießen. B’/t H. Stein da ch. Arbeitsvergebung. Nachstehende Arbeiten und Llkferungen für die Feld- bercinigung Hattenrod sollen auf dem Wege schriftlichen Angebots in einzelnen Losen vergeben werden. Drainagearbeiten (Graben-und Rohrverlegung) veranschl. zu Maurerarbeiten , „ Fuhrleistungen u 0 Lieferung von Drainröhren und Verbindungsstücken v 0 Lieferung von Steinzeugrähren II. Wahl Lieferung von DrainageattSmün- dungSstücken v „ Lieferung von Zementröhren „ , Grabenarbeiten v r Chausiierungsarbeiten mit Material- 1482,75 Mk. 18,75 , 159,50 r 552,99 „ 280,05 , 34,— , 118,80 „ 2253,— liefenlng r , 200,— „ Die Verdingungsunterlagen liegen auf Grofth. Vürgcr- meifterei Hattenrod zur Einsicht offen. Angebote haben nur in Prozenten bc5 Voranschlages zu erfolgen und sind verschlossen, poslfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 7. Huli d. I. vorm. 9l/2 Nhr bei Großh. Bürgermciftcrci Hatteurod einzurerchen. Die Eröffnung findet daselbst zur angegebenen Zeit in Gegenwart erschienener Bieter statt. Freie Auswahl vorbehalten; Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 29. Ium 1910. Großh. Kultur Inspektion Gieße. H. Steinbach. B7i Lkkfltbiisg dob ZBßflllfltiflBSflrbeitkB. Auf Wrunb dc> Ministertalerlasfe? vom 1H. ,>uni 1SM fallai die nachstehenden Arbeiten und rste'krungen vergeben werden _________Titel A. (rntwäsierungsanlagen._________ Bezeichnung Lod Ar. und (Gebäude Buchstabe der Arbeiten 1 H .1 3 4 K L 5 6 7 8 9 10 11 12 M N D E F G 0 P 13 R 14 T Ltefern und Berleaen von fluhetf. D. N. A Rohren ra 115 350 210 170 165 180 80 100 96 86 145 135 57 160 Zulage für ("vaffonftütfc ca. Stück 100 3|0 150 110 100 115 54 60 60 54 100100 45 80 Titel B. .^alt- und Warmwasierleitungcn. Bezeichnung der Arbeiten Liefern und Kerle gen von gatv. Eisen rohr, einschl. f^afsonstück. m Abstcll und Durchgangs ventile usw. co. Stück Lo° und (Sicluuibr Budntaben 1 H ! 3 K 4 L 5 M 6 D 8 E !' F 10 G 11 <4 12 P 131 14 R T 860 900 350 350 320 320 170 170 170 170 160 240 60 265 220 230 60 60 55 55 30 30 30 30 25 20 16 56 Titel C. Badeeinrichtungen usw. Los 1. Lieferung u. Montage von ca. 28 gngeif. Badewannen mit Mischbatterien pp. LoS 2. Lieferung u. Montage von ca. 100 Klosetts mit Spül- avvaraten pv. LoS 3 Lieferung it. Montage von in. 100 Waschuschen in tonende mit Ventilen Svphons vp. LoS 4. Lieferung u. Montage von ea. ±2 Spültischen mit Hahnen garnituren vp. Los 5. Lieferung u. Montage von ea. 90 SchmutzwasscrauSgüffen mit Habneugaruituren pp. ES kann auf ein oder mehrere Lose zusammen angeboten werden. Zeichnungen und Berdinguufloullterlagen können auf dem Neubau bureau in der Licherstraste enmefeben und letztere isoweit der Vorrat reicht! ohne Zeichnungen dorther gegen Erstattung der Sc bst kosten bezogen werden. Die Angebote und nach Titeln und Losen getrennt, in besonderen Umsdihigen verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, vorto und bestellgeldfrei bi? zum ErösfnungS- termin am IS. Tluli 1910, vormittags 10 Uhr auf dem Baubureau, Lictrerstrane einztireicheu. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Beginn der Arbeiten alsbald nach Zufchlagserteilung. z^/s ® t c 6 c n, den 24. Juni 1910. Grostb. Hochbanamt «liehen, Neubaubureau Irrenanstalt a. 'J< : -2 di o n. Vergebung von Sauarbeiten. Auf Grund des Mtnisterialerlasfe:' vom 16. Ium 1893 werden die nachstehenden Bauarbeiten im öffentlichen Wettbewerb auSgeschr-ieben: i. Betonarbeiten. Los I. Darunter ea. 1180 qm Betonsustböden mit Zementglattstrich, 200 qm SluffüIIbeton. Los II. Darunter ca. 1230 qm Bctonsnßböden wie vor, 75 qm Auffülldeton. II. Terrazzoarbeiten. Los I. ca. 1430 qm Terrazzoböden, 1260 in Hohlkehlen pp. Los II. ca. 1430 qm Terrazzoböden, 1390 ni „ 9 III. Weißbinderarbeiten. 1) Festes Haus. Darunter ca. 3800 qm inneren Wand und Deckenputz, 45 qm Mauerivände, 800 qm Außenputz, IbO qm OeUarbenanstrich pp. 2) SeicheuhauS. 6 a. 500 qm Wand- und Deckenputz, 130 qm Außenputz, 350 qm Oel und Leimfarben- anstriche re. 3. Landhäuser, F. n. E., ca. 10O0 qm Außenptttz, 2M qm Oel- sarbenanstrich. Zeichnungen und Verdingungsunterlagen liegen auf unserem Baubureau, Licher Straße 106, zur Einsicht offen und werden Angebotsvordrucke (ohne Zeichnungen) so lange der Vorrat reicht, gegen Erstattung der Selbstkosten abgegeben. Tie Angebote sind verschlossen, porto und bestellgeldsrei bis zum Erössnungstermin, am Dienstag dem 12. Juli 1910, vormittags 11 Uhr bei uns cinzureichen, woselbst die Eröffnung der Angebote in Gegenwart etwa erlchienener Bewerber stattfinden wird. Zufchlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 24. Ium 1910. Großderz. Hochbauamt Gießen Neubatlburcau Irrenanstalt. I. V. Schön. z,s/* Bilanz am 31. Aktiva. M. 1. Ausgeliehene Kapitalien gegen Obligationen u. Bürgschaften 279875.15 2. Güterkaufgelder 4162.98 3. Wertpapiere nach dem Kurs am 31./12. 1909 4034.- 4. Kassenvorrat 5723.12 5. Vorlagen 300.20 6. AuSstände 14905.48 7. Mobilien nach 10°/o Abschreibung 56.58 Dezember 1909. Passiva. M 1. Aufgenommene Kapitalien 298022.69 2 Stannnguthaben 6250.— 3. Reservefonds 3660.08 4. Reingewinn 1124.74 309057.51 309057.51 Gewinn- und Verlnftrechnung. Soll. M. 1. Zinsen von aufgenommenen Kapitalien 11732.59 2. Verwalttingskosten 620.— 3. Sonstige Ausgaben 447.06 4. Abschreibung auf Mobilien 6.28 5. Reingewinn 1124.74 Habe». M. 1. Zinsen von ausgeliehenen Kapitalien 13572.24 2. Nachlasse v. Güterkaufgeldern 333.99 3. Sonstige Einnahmen 13.44 4. Agioqewinn 8.— 5. Mehrwert der Wertpapiere nach dem Kurs vom 31. Dez. 1909 3.— 13930.67 13930.67 Lvar- ii. Ltihkasst KahkibHrn-Lttiiibttii, ÄktitilPsellschsst. L e t ch t. 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